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Mra/Fragment 014 20

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 20-26
Quelle: Benz 2012
Seite(n): 49, Zeilen: 3-15
Wenn eine Umfrage ergibt, dass 80 % der Deutschen den Islam als „fanatische und gewalttätige Religion“ sehen, dann beruht diese Erkenntnis nicht auf der Beschäftigung mit dessen Inhalten und Lehrmeinungen, nicht auf Kenntnis von Koran und Sunna, nicht auf dem Studium von Geschichte und Kultur des Islam. Diese Umfrage spiegelt vielmehr Angst und Abneigung wider. Die stereotype Wahrnehmung der anderen Kultur gründet sich auf Assoziationen, die im aktuellen Diskurs über den Islam vorgetragen werden, nicht mehr hinterfragt werden und deshalb selbstverständliches Wissen sind.20

20 Benz, Die Feinde aus dem Morgenland, München 2012, S. 49.

Wenn eine Umfrage ergibt, dass 80 Prozent der Deutschen den Islam als «fanatische und gewalttätige Religion» sehen,1 dann beruht diese Erkenntnis nicht auf der Beschäftigung mit dessen Inhalten und Lehrmeinungen, nicht auf Kenntnis von Koran und Sunna, nicht auf dem Studium von Geschichte und Kultur des Islam. Die Umfrage spiegelt vielmehr Angst und Abneigung, stimuliert durch Ressentiments, deren Tradition weit zurückreicht. Die stereotype Wahrnehmung der anderen Kultur gründet sich auf überlieferte Konnotationen und Assoziationen, die im aktuellen Diskurs über den Islam Kerne der Argumentation bilden und nicht mehr hinterfragt werden müssen, weil sie Bestandteil überlieferten und deshalb selbstverständlichen «Wissens» sind.

1 Vgl. Thomas Naumann, Feindbild Islam. Historische und theologische Gründe einer europäischen Angst, in: Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.), Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen, Wiesbaden 2009, S. 19.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, die weitgehende Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet. Und Naumann als eigentliche Quelle fällt bei diesem Zitat aus zweiter Hand unter den Tisch.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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