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Mra/Fragment 118 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 118, Zeilen: 1-19
Quelle: Tibi 1994
Seite(n): 141 f., 165, 167, 172, Zeilen: 141: letzter Abs. - 142: 1; 165: 25 ff.; 167: 16 ff.; 172: 17-19
Um nicht als „Rassist“ zu gelten, schweigt man über diese Menschenrechtsverletzung. In Wirklichkeit bedeutet Kulturrelativismus jedoch nicht Toleranz gegenüber anderen Kulturen, sondern eher moralische Trägheit und Entlastung jeglicher Verantwortung, etwa für die Verletzung von Menschenrechten und ist somit die Zuflucht für die Rechtfertigung der politischen Repression geworden.

Man muss einräumen, dass viele Kulturrelativisten subjektiv nicht zynisch sind, dass sie vielmehr vom aufrichtigen Ethos des Respekts gegenüber anderen Kulturen geleitet sind, ohne sich jedoch die Konsequenzen ihrer Einstellungen bewusst zu machen. Dabei unterliegen sie der vorhandenen Verwechslung von Kulturpluralismus mit Kulturrelativismus. Kulturpluralismus ist nichts anderes als die Feststellung, dass es eine Vielfalt an Kulturen gibt, die jeweils ihren individuellen Charakter haben. Diese Feststellung ist gleichermaßen deskriptiv, wertneutral und enthält kein moralisches Urteil über die einzelnen Kulturen und ihre Werte, sondern beschränkt sich lediglich auf die Beobachtung der Vielfalt und plädiert für ein friedliches Nebeneinander. Zu diesem friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen gehört die gemeinsame Anerkennung von Normen und Werten als Basiskonsens. Bei aller Beschwörung von Multikulturalität und kulturellen Pluralismus sind die Europäer angesichts des islamischen Fundamentalismus sowie des Imports von Einwandererkulturen, die keine Individuation kennen, gefragt, ob sie die kulturellen und politischen Grundlagen der individuellen Menschenrechte zu verteidigen gewillt sind.508


508 Tibi, Im Schatten Allahs, München 1994, S. 142.

[Seite 165]

Um nicht als »Rassist« zu gelten, schweigt mancher über diese Verletzungen von Menschenrechten. In Wirklichkeit bedeutet Kulturrelativismus jedoch nicht Toleranz gegenüber anderen Kulturen, sondern moralische Trägheit und Entlastung von jeglicher Verantwortung, etwa für die Verletzung von Menschenrechten.

[Seite 172]

Charles Krauthammer prägte die Formel, daß der Kulturrelativismus »die Zuflucht für die Rechtfertigung der politischen Repression geworden ist«.27


27 Charles Krauthammer, Human Rights: Giving in After the Debate is Won, in: IHT vom 19./20. Juni 1993.

[Seite 167]

Obwohl ich ein dezidierter Gegner des Kulturrelativismus bin, muß ich einräumen, daß viele Kulturrelativisten subjektiv nicht zynisch sind, daß sie vielmehr vom aufrichtigen Ethos des Respekts gegenüber anderen Kulturen geleitet sind, ohne sich jedoch die Konsequenzen ihrer Einstellungen bewußt zu machen; dabei unterliegen sie häufig der schon potentiell bei Herder - als autoritativer und ideengeschichtlicher Quelle des Kulturrelativismus - vorhandenen Verwechslung von Kulturpluralismus mit Kulturrelativismus.

Kulturpluralismus ist nichts anderes als die Feststellung der Binsenwahrheit, daß es eine Vielfalt an Kulturen gibt, die jeweils ihren individuellen Charakter haben. Diese Feststellung ist zunächst gleichermaßen deskriptiv und wertneutral; sie enthält noch kein moralisches Urteil über die einzelnen Kulturen und ihre Werte, sondern beschränkt sich lediglich auf die Beobachtung der Vielfalt und plädiert für ein Nebeneinanderleben dieser vielfältigen Kulturen in Frieden. Herder, der trotz seiner scharfzüngigen Polemik gegen die Franzosen ein Kind der Aufklärung war, hat nie bestritten, daß eben zu diesem friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen die gemeinsame Anerkennung von Normen und Werten gerade dieser Aufklärung als Basiskonsens gehört.

[Seite 141]

Bei aller Beschwörung von Multikulturalität und kulturellem Pluralismus sind die Europäer angesichts des islamischen Fundamentalismus sowie des Imports von Einwandererkulturen, die keine Individuation kennen, gefragt, ob sie die kulturellen und politischen Grundlagen der individuellen Menschenrechte - vor

[Seite 142]

allem im eigenen Haus - zu verteidigen gewillt sind.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, die großteils wörtliche Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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