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Mra/Fragment 219 22

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 219, Zeilen: 22-28, 31- 41
Quelle: Sachverständigenrat 2004
Seite(n): 437, 438, Zeilen: 437: 22 ff.; 438: 14 ff.
Es gibt Zuwandererviertel, in denen es vielerlei Lebensweisen gibt und diese werden vielfach auch als kulturelle Bereicherung wahrgenommen. Auf der anderen Seite stehen Sorgen und Ängste. Es wird befürchtet, dass hier Brennpunkte der Armut, der Verwahrlosung und der Kriminalität entstehen, die sich allmählich der staatlichen Kontrolle entziehen und deren Bewohner sich bewusst von der Mehrheitsgesellschaft abkapseln. Diese Ängste müssen ernst genommen werden. Gerade hier muss eine aktive Integrationspolitik ansetzen. Unter den Möglichkeiten, das Sicherheitsempfinden der Bürger zu erhöhen, wird oft ein erhöhter Einsatz von Polizeistreifen zu Fuß oder mit dem Fahrrad gewünscht. Auch spezielle Wohngebietsbeamte, mit denen man vertraut ist, können hier ein Ansatz sein. Die Kriminalprävention auf lokaler Ebene sollte aber nicht ausschließlich als polizeiliche Aufgabe betrachtet werden, sondern die Mitwirkungsbereitschaft und das „Hinsehen“ der Bürger aktivieren. Maßnahmen müssen zum Ziel haben, bei Konflikten die Selbstregelungsfähigkeit von Familien, Nachbarschaftsgemeinschaften sowie kommunalen und privaten Einrichtungen zu mobilisieren und ein Verantwortungsgefühl für das unmittelbare räumliche Lebensumfeld zu schaffen. Durch Integrationsförderung im jeweiligen Wohnumfeld können Defizite in der Wohnsituation der Migranten nicht gänzlich abgebaut werden. Anstrengungen zur Verbesserung eben jenes Wohnumfeldes, Mieter- und Bürgerbeteiligung sowie Aufklärungs- und Informationsangebote können jedoch bestehende Defizite abmildern, den sozialen Zusammenhalt vor Ort stärken und eine [sic] maßgeblichen Beitrag zur zukünftigen Entwicklung benachteiligter Stadtteile leisten. Zuwandererviertel, in denen es vielerlei Lebensweisen gibt, werden ohne Zweifel vielfach als kulturelle Bereicherung wahrgenommen. Auf der anderen Seite stehen Sorgen und Ängste. Es wird befürchtet, dass hier Brennpunkte der Armut, der Verwahrlosung und der Kriminalität entstehen, die sich allmählich der staatlichen Kontrolle entziehen und deren Bewohner sich bewusst von der Mehrheitsgesellschaft abkapseln. Diese Ängste müssen ernst genommen werden; gerade in diesen benachteiligten Stadtvierteln muss aktive Integrationspolitik ansetzen.

[Seite 438]

Auch die Kriminalprävention auf lokaler Ebene sollte nicht ausschließlich als polizeiliche Aufgabe betrachtet werden, sondern die Mitwirkungsbereitschaft und das „Hinsehen“ der Bürger aktivieren. Maßnahmen müssen zum Ziel haben, bei Konflikten die Selbstregelungsfähigkeit von Familien, Nachbarschaftsgemeinschaften sowie kommunalen und privaten Einrichtungen zu mobilisieren und ein Verantwortungsgefühl für das unmittelbare räumliche Lebensumfeld zu schaffen. [...]

Durch Integrationsförderung im Wohnumfeld können die Defizite in der Wohnsituation von Migranten nicht abgebaut werden. Anstrengungen zur Verbesserung des Wohnumfeldes, Mieter- und Bürgerbeteiligung sowie Aufklärungs- und Informationsangebote können jedoch bestehende Defizite abmildern, den sozialen Zusammenhalt vor Ort stärken und einen maßgeblichen Beitrag zur zukünftigen Entwicklung benachteiligter Stadtteile leisten.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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