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Die Deutschland- und Ostpolitik der ersten großen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland (1966-1969)

von Dr. Martin Winkels

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[1.] Mw/Fragment 128 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:00:52 Kybot
Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Plaqueiator, Dr. I. Jones, Fiesh, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 5-19
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 163, Zeilen: 1-16
Kiesinger wies auf die Existenz des zweiten deutschen Staates deutlich hin, wobei er den Begriff DDR jedoch konsequent wegließ. Man müsse ohne Scheuklappen sehen, was in den vergangenen vierzehn Jahren dort entstanden sei, erklärte er. [FN 557] Der Kanzler bezeichnete die SED - Führung als die „ Verantwortlichen im anderen Teil Deutschlands.“ Kiesinger beabsichtigte, die DDR in den eingeleiteten Entspannungsprozess zu integrieren. Solange jedoch das SED - Regime die Entspannungsvorschläge der Bundesregierung ablehne, nütze es der Bundesregierung, dass sie in Osteuropa, aber auch bei unabhängigen blockfreien Ländern glaubwürdiger erscheine als Ostberlin, schilderte Kiesinger. [FN 558] Kiesinger berichtete, dass die SED seit lang em der Bundesregierung vorwerfe, es gehe ihr nicht wirklich um die Aufnahme von Kontakten, diese Forderung sei nur ein Vorwand . Kiesinger warf der SED - Führung hinge gen vor, dass sie gar keine Gespräche wünsche. Sie verlange die völlige Unterwerfung unter den eigenen Standpunkt und löse damit den Eindruck aus, dass sie dies nur vornehme, weil sie Gespräche und eine Zusammenarbeit verhindern wolle.

[FN]

557: Für Kiesinger hatte die DDR anscheinend erst ab 1953 begonnen zu existieren. Die DDR war aber bereits 1949 gegründet worden.

558: Abdruck von Kiesingers Deutschlandrede im Bulletin des Presse - und Informationsamtes der Bundesregierung vom 20. 6. 1967, S. 541 - 543, hier S. 541 - 542 [...]

In seiner Rede kam es dem Bundeskanzler vor allem darauf an, auf die Existenz des zweiten deutschen Staates ausdrücklich hinzuweisen, auch wenn er die Bezeichnung „DDR" hartnäckig vermied. Man müsse „ohne Scheuklappen" sehen, was „in den vergangenen vierzehn Jahren" dort entstanden sei, erklärte er. Und die Regierung der DDR nannte er die „Verantwortlichen im anderen Teil Deutschlands" [FN 173]. Aus dieser Sicht ergab sich für den Kanzler zunächst die Pflicht, die DDR in den eingeleiteten Entspannungsprozeß miteinzubeziehen. Solange sich allerdings das Regime weigerte, auf die Entspannungsvorschläge Bonns einzugehen, nutzte es der Bundesregierung, daß sie in anderen Staaten - etwa in Osteuropa, aber auch bei unabhängigen, blockfreien Ländern - glaubwürdiger erschien als Ost-Berlin. Die SED behauptete seit langem, es gehe der Bundesregierung nicht wirklich um die Aufnahme von Kontakten. Die Forderung sei nur ein Vorwand. Kiesinger drehte die Argumentation um und warf der DDR-Führung seinerseits vor, ihr sei an Gesprächen gar nicht gelegen. Sie verlange die völlige Unterwerfung unter den eigenen Standpunkt und erwecke damit den Eindruck, daß man dies nur tue, weil man Gespräche und eine Zusammenarbeit verhindern wolle, erklärte der Kanzler während des Staatsaktes zum Tag der Deutschen Einheit im Bonner Bundeshaus.

[FN]

173 Bulletin, 20.6.1967, S. 541 f.; Kiesinger rechnete den Beginn einer Eigenständigkeit der DDR offensichtlich erst ab 1953. Es waren achtzehn Jahre seit der Gründung vergangen. [...]

Anmerkungen

Übernahme mit Fußnoten einsehbar unter Google Books: [1] Kroegel 1997 ist zwar im Literaturverzeichnis vermerkt, wird aber nicht im Zusammenhang dieses Textabschnittes zitiert. Auffällig ist auch die übernommene erläuternde Bemerkung in der Fußnote.

Sichter
Jones Hindemith

[2.] Mw/Fragment 128 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:58:53 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
92.195.207.15, Hindemith, PlagProf:-), Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 19-28
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 197-198, Zeilen:
Kiesinger wiederholte zwar den bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch, betonte aber, eine rein defensive Deutschlandpolitik, die nur darauf warte, dass der Geschichte etwas Rettendes einfalle, würde die Bundesrepublik mehr und mehr in Bedrängnis bringen. Daher habe sich die Bundesregierung zu einer beweglichen Politik entschlossen, deren Grundlage es sei, dass Europa nicht darauf verzichten könne, eine Friedensordnung anzustreben, welche die politische Spaltung Europas überwinden und eine gerechte Lösung der deutschen Frage erlangen könne. Dabei prophezeite Kiesinger einen langen und mühseligen Weg zu einer solchen Friedensordnung und wies auch auf die Möglichkeit eines Scheiterns hin. Hinsichtlich der Vorgehensweise sagte Kiesinger, dass für Verhandlungen mit den osteuropäischen [Regierungen und dem SED-Regime die großen Streitfragen ausgeklammert werden müssten und stattdessen nur über Themen diskutiert werden müsste, über die ein Einvernehmen geschaffen werden könne.] Kiesinger bekräftigte darin den Alleinvertretungsanspruch, betonte aber, daß eine rein defensive Deutschlandpolitik, die nur darauf warte, daß der Geschichte etwas Rettendes einfalle, die Bundesrepublik mehr und mehr in Bedrängnis bringen werde. Daher habe sich die Bundesregierung zu einer beweglicheren Politik entschlossen, deren Prämisse sei, daß Europa nicht darauf verzichten könne, eine Friedensordnung anzustreben, die die politische Spaltung Europas überwinden und eine gerechte Lösung der deutschen Frage erzielen könne. Dabei prophezeite Kiesinger einen langen und mühseligen Weg zu einer solchen Friedensordnung und schloß auch die Möglichkeit eines Scheiterns nicht aus. Hinsichtlich der Methoden plädierte er dafür, in Verhandlungen mit den osteuropäischen Regierungen und den Machthabern in der DDR die großen Streitfragen auszuklammern und statt dessen über Themen zu diskutieren, über die eine Einigung erzielt werden könne.
Anmerkungen

Taschler wird zwar im Literaturverzeichnis, aber nirgendwo im Zusammenhang mit dieser Textübernahme erwähnt.

Sichter
PlagProf:-) Hindemith (nur mit partiellem Zugriff auf die Quelle)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Fiesh, Zeitstempel: 20110708175740
Fakten zu „Mw/128RDF-Feed
BearbeiterPlaqueiator, Dr. I. Jones, Fiesh, Hindemith, 92.195.207.15 und PlagProf:-)
SichterJones Hindemith und PlagProf:-) Hindemith (nur mit partiellem Zugriff auf die Quelle)

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