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Mw/129

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Die Deutschland- und Ostpolitik der ersten großen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland (1966-1969)

von Dr. Martin Winkels

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[1.] Mw/Fragment 129 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:00:56 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
92.195.207.15, Hindemith, PlagProf:-), Fiesh, Klicken, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 01-04
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 198, Zeilen:
[Hinsichtlich der Vorgehensweise sagte Kiesinger, dass für Verhandlungen mit den osteuropäischen] Regierungen und dem SED-Regime die großen Streitfragen ausgeklammert werden müssten und stattdessen nur über Themen diskutiert werden müsste, über die ein Einvernehmen geschaffen werden könne. Entspannung dürfe aber nicht in der Hinnahme des Staus quo oder gar seiner Besiegelung münden, warnte Kiesinger.[FN 559]

[Fn 559: Abdruck der Rede: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 1/1966-1967, Zweiter Halbband, S. 1321-1324, hier S. 1322-1323.]

Hinsichtlich der Methoden plädierte er dafür, in Verhandlungen mit den osteuropäischen Regierungen und den Machthabern in der DDR die großen Streitfragen auszuklammern und statt dessen über Themen zu diskutieren, über die eine Einigung erzielt werden könne. Entspannung dürfe nicht auf die resignierende Hinnahme des Status quo oder gar seine Besiegelung hinauslaufen.[FN 48]
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 128_20 und daher wohl keine zulässige Paraphrase der angegebenen Primärquelle, sondern von Taschler plagiiert. Dieses Fragment wäre für sich genommen (d.h. ohne Fragment Mw/128_20) und mit Verweis auf die Quelle eine zulässige Paraphrase. Verweis auf Quelle fehlt aber, zudem direkter Anschluss an ein klares Plagiat.

Sichter
PlagProf:-) Klicken Hindemith

[2.] Mw/Fragment 129 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-25 20:57:41 Plagin Hood
Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Plaqueiator, Dr. I. Jones, Fiesh, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 5-32
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 163+164, Zeilen: 17-35
Wie diese Entspannung eingeleitet werden sollte, erklärte Kiesinger am 5. Oktober 1967 in einem Interview gegenüber der Zeitschrift “Christ und Welt“. Er sei gewillt, vieles zu unternehmen, um im Sinne einer humanitären Geste den Menschen in der DDR zu helfen. Aber er wolle dafür unter keinen Umständen die gültigen Rechtspositionen der Bundesrepublik aufgeben. Dabei dürfe man nicht den gewaltigen Einfluss unterschätzen , den Ulbricht ja tatsächlich in Moskau besitze, meinte Kiesinger. Die Zone sei der bedeutendste Lieferant innerhalb des Ostblocks und daher ganz unentbehrlich. Daraus könne Ulbricht jederzeit in seinen eigenen Fragen Gewinn ziehen. Ulbricht sei trotz seines Alters ein nicht zu unterschätzender Gegner. „Ich kann ihm nur beikommen, wenn ich ihn in einer Form isoliere, gegen die er eigentlich nichts machen kann. Die Isolierung der Zone kann nur so vor sich gehen, daß wir in den anderen kommunistischen Ländern vorsichtig Fuß fassen “, sagte Kiesinger und fügte hinzu, dass es dann für die SED - Führung in der Zone immer komplizierter werde, auf ihren stalinistischen Standpunkt zu beharren. [FN 560] Was bedeutete „ Isolierung der Zone“, und wie sollte diese Maßnahme zum Tragen kommen? Es sei von zentraler Bedeutung gewesen, so Kiesinger rückblickend in einem Interview am 31. Januar 1978, der Welt klipp und klar sichtbar zu machen, dass die Verantwortung beim SED - Regime gelegen habe, dass es zu keiner Annäherung der beiden deutschen Regierungen gekommen sei. Diese Vorgehensweise habe die Position der SED - Führung in Moskau schwächen sollen, reflektierte Kiesinger. [FN 561] Kanzler Kiesinger <span vermutete, dass sich der Kreml nicht für immer hinter der eigenen Propaganda gegen die Bundesregierung verbergen könne, sondern der Bundesregierung irgendwann Zugeständnisse werde machen müssen. Dann, so glaubte Kiesinger, würde Moskau Verhandlungen über die deutsche Wiedervereinigung beginnen. Bis dahin musste auf vielen internationalen Politikebenen diese Entwicklung eingeleitet werden. Dabei bezog sich Kiesinger nicht nur auf das deutsche Verhältnis zu den osteuropäischen Staaten. Dem Kanzler war klar, dass es auch notwendig war, Bedenken gegen die deutsche Einheit im Westen zu mildern .


[FN 560]: Text des Interviews, S. 1-9, hier S. 4 und 5: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-A-008.

[FN 561]: Text des Interviews, S. 1-16, hier S. 8: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-A-322.

[S. 163]

Die Isolierung der Zone könne nur so vor sich gehen, „daß wir in den anderen kommunistischen Ländern vorsichtig Fuß fassen meinte Kiesinger gegenüber dem Chefredakteur von Christ und Welt , Wirsing, am 5. Oktober 1967. [FN 174] Dann werde es für die Leute in der Zone immer schwieriger, auf ihrem stalinistischen Standpunkt zu beharren. Kiesinger war bereit, vieles zu versuchen, um im Sinne einer humanitären Geste den Menschen in der DDR zu helfen. Aber er wollte dafür nicht unter allen Umständen, wie etwa Wehner, die gültigen Rechtspositionen der Bundesrepublik aufgeben. Neu war aber, daß Kiesinger Ulbricht ernst nahm und in dem Kommunisten einen wirklichen, gefährlichen Gegner sah. Man dürfe nicht den gewaltigen Einfluß unterschätzen, den „Ulbricht ja tatsächlich in Moskau besitzt, meinte Kiesinger etwa in dem oben erwähnten Hintergrundgespräch. Die Zone sei der wichtigste Lieferant innerhalb des Ostblocks und daher ganz unentbehrlich. Daraus könne Ulbricht jederzeit in „seinen eigenen Fragen Gewinn ziehen. Er sei trotz seines Alters ein nicht zu unterschätzender Gegner. „Ich kann ihm nur beikommen, wenn ich ihn in einer Form isoliere, gegen die er eigentlich nichts machen kann. Was verstand Kiesinger unter der Isolierung der Zone? Es sei darauf angekommen, daß vor der Welt „klipp und klar deutlich" werde, wer daran die Schuld trug, daß es zu keiner Annäherung beider deutscher Regierungen komme [FN 175]. Diese Taktik sollte in erster Linie die Position der SED-Führung in Moskau untergraben. Kiesinger glaubte fest daran, daß sich der Kreml auf lange Sicht nicht hinter der eigenen Propaganda gegen die Bundesrepublik verstecken konnte, konnte, sondern der Bundesregierung eines Tages entgegen-
[S. 164]
kommen mußte. Eines Tages, davon war Kiesinger zutiefst überzeugt, würde der Kreml Verhandlungen über die Einheit Deutschlands einleiten. Bis dahin mußte auf vielen Ebenen der internationalen Politik diese Entwicklung vorbereitet werden. Dabei dachte er nicht nur an das Verhältnis zu den Staaten in Osteuropa. Dem Kanzler war klar, daß es auch galt, Vorbehalte gegen die deutsche Einheit im westlichen Lager auszuräumen.


[FN 174] AdKASt, Kiesinger 1-226, D/II.l, A 008, Gespräch mit Wirsing, 5.10.1967, S. 5; siehe dort auch die folgenden Zitate.

[FN 175] AdKASt, Kiesinger I - 226, F/3., A 322, Gespräch mit Löwe, 31.1.1978, S. 58.

Anmerkungen

Dirk Kroegel: Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Aussen- und Deutschlandpolitik der Grossen Koalition, München 1997 direkte Fortsetzung von Mw/Fragment 128 05 aus derselben Quelle, mit Satzumstellungen und Synonym-Ersetzungen. Kroegel 1997 wird wie auch auf der vorherigen Seite nicht zitiert. Es wird deutlich, dass hier nur ein Gedanke aus der Quelle nicht in die Dissertation übernommen wurde.

Sichter
Jones


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