Wikia

VroniPlag Wiki

Mw/171

< Mw

31.147Seiten in
diesem Wiki
Diskussion0
Die Deutschland- und Ostpolitik der ersten großen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland (1966-1969)

von Dr. Martin Winkels

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mw/Fragment 171 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:00:11 Kybot
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, PlagProf:-), Dr. I. Jones, Fiesh, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 171, Zeilen: 8-13
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 195, Zeilen:
Die militärische Niederschlagung des Prager Frühlings durch Truppen des Warschauer Paktes unter sowjetischer Führung hatte in der Bundesrepublik Enttäuschung und Resignation ausgelöst. Bonns flexiblere Ostpolitik, die bis zum August 1968 als angemessen bewertet worden war, hatte nun offenbar ihre Berechtigung eingebüßt. Die Kreise, die von Beginn an den neuen Kurs der Bundesregierung als unrealistisch abgelehnt hatten, fühlten sich nun bestätigt. Für Bonn bestand die Bedeutung der sowjetischen Invasion weniger in ihrer direkten Wirkung auf die Frage der deutschen Einheit - die Aussichten waren bereits vor August 1968 nicht günstig gewesen - als in dem Gefühl der Enttäuschung und Resignation, das sie in der Bundesrepublik auslöste. Bonns flexiblere Ostpolitik, die bis zum Sommer 1968 als vernünftig und gemäßigt erschienen war, hatte jetzt offenbar ihren Sinn verloren und jenen Stimmen in der Bundesrepublik neuen politischen Auftrieb gegeben, die von Anfang an den veränderten Kurs der Bonner Diplomatie als unrealistisch abgelehnt hatten.
Anmerkungen

Wäre die Quelle in einer Fußnote benannt worden, hätte man das gerade noch als zulässige Paraphrase werten können. Da die Quelle aber nirgends in der Arbeit genannt wird, handelt es sich um ein Plagiat.

Sichter
PlagProf:-)

[2.] Mw/Fragment 171 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:02:15 Kybot
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 171, Zeilen: 18-30
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 195, Zeilen:
Trotzdem war die Ostpolitik der Bundesregierung nicht unbedacht gewesen. Ihre Intention, zu Osteuropa verstärkte Kontakte für eine künftige Lösung der deutschen Frage einzuleiten oder wenigstens die Reputation Deutschlands in Osteuropa wieder herzustellen, war sowohl politisch als auch moralisch sehr begrüßenswert. Es hätten kaum andere Optionen existiert, wenn die Bundesregierung nicht mehr in einer starren Rolle in der dynamischen Weltpolitik der 1960er Jahre verharren wollte. Obwohl die Bundesregierung betonte, dass sie ihre Politik der Verständigung mit dem Ostblock weiterführen wolle, erschien ein Einlenken auf sowjetische Forderungen in der deutschen Frage aber sinnlos, da Moskau nun scheinbar jegliche Liberalisierungstendenzen in Osteuropa mit militärischen Mitteln unterbinden wollte. Obgleich die Sowjetunion eine bilaterale Entspannung mit den USA nicht ablehnte, gestand sie ihrem Einflussbereich eine eigene Koexistenzpolitik mit den Westen nicht zu. Es waren also gerade die Erfolge der Bonner Ostpolitik in Bukarest, Prag und Belgrad, die im [größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Ostpolitik führten.] Dies lag nicht daran, daß die Politik der "Öffnung nach Osten" fehlgeleitet gewesen wäre. Die Absicht der Großen Koalition, zu Osteuropa verstärkte Kontakte für eine künftige Lösung der deutschen Frage zu schaffen oder wenigstens die Rehabilitierung Deutschlands in Osteuropa einzuleiten, war sowohl moralisch wie politisch verdienstvoll. Es hatten kaum sinnvolle politische Alternativen bestanden, wollte die Bundesrepublik nicht in wachsendem Maß zu einer überholten, statischen Rolle in der dynamischen Ost-West-Diplomatie der sechziger Jahre verurteilt bleiben. Dennoch hatte sich mit der Invasion die Situation für die Bonner Regierung verschlechtert. Obwohl die Große Koalition betonte, daß sie ihre Politik der Verständigung mit dem Ostblock fortzuführen gedachte, erschien ein Eingehen auf sowjetische Forderungen in der deutschen Frage hoffnungslos, wo nun offensichtlich die Sowjetunion weiterhin Liberalisierungstendenzen in Osteuropa mit Waffengewalt zum Scheitern verurteilt hatte.

Es bestand ein indirekter aber wesentlicher Zusammenhang zwischen der flexibleren Ostpolitik der Großen Koalition und den Ereignissen vom August 1968. Obgleich die Sowjetunion nichts gegen eine bilaterale Entspannung mit den Vereinigten Staaten einzuwenden hatte, wollte sie doch ihre Verbündeten von einer eigenständigen Koexistenzpolitik mit westlichen Staaten abhalten. Eine polyzentrische Entspannung hätte möglicherweise die bipolaren Grundlagen zu einem sowjetisch-amerikanischen Übereinkommen gestört, da sie die klare Abgrenzung zwischen den jeweiligen Interessensphären in Europa verwischt hätte. Es waren also gerade die bescheidenen Erfolge der Bonner Ostpolitik - in Bukarest, Belgrad und ansatzweise auch in Budapest und Prag -, die dazu beitrugen, eine Kette von Ereignissen auszulösen, die im größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Diplomatie führten:

Anmerkungen

Weitere Übernahmen vor und nach dieser Fundstelle, vgl. Mw/Fragment 171 08, Mw/Fragment 172 01. Fließende Übergänge zwischen Paraphrase und wörtlicher Übernahme mit Auslassungen.

Sichter
Hood


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20110803140250

Aus dem Wikia-Netzwerk

Zufälliges Wiki