Fandom

VroniPlag Wiki

Mw/172

< Mw

31.360Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Die Deutschland- und Ostpolitik der ersten großen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland (1966-1969)

von Dr. Martin Winkels

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mw/Fragment 172 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:00:15 Kybot
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 172, Zeilen: 1-13
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 195 f., Zeilen:
[Es waren also gerade die Erfolge der Bonner Ostpolitik in Bukarest, Prag und Belgrad, die im] größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Ostpolitik führten. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik war zu einer Streitfrage geworden, die das sozialistische Lager spaltete. Moskau hätte sehr wahrscheinlich weiterhin, wenn auch widerstrebend, engere wirtschaftliche und politische Kontakte zwischen der Bundesrepublik und der Tschechoslowakei zugelassen, wenn nicht die tschechoslowakischen Liberalisierungsbemühungen ab dem Frühling 1968 den sozialistischen Zusammenhalt gefährdet hätten. Eine Umwandlung der innen- und gesellschaftspolitischen Ordnung der Tschechoslowakei hätte zu einer Neuorientierung in der Außenpolitik Prags führen können, eine mögliche Gefahr für den Zusammenhalt des sowjetischen Imperiums, welche die Sowjetunion offenkundig gar nicht erst aufkeimen lassen wollte. In dem Maße, in dem Bonns flexible Ostpolitik auf die Reformprozesse in der Tschechoslowakei einwirkte, richtete sich Moskaus militärischer Schlag gegen die Tschechoslowakei zugleich auch gegen die Bonner Ostpolitik. Es waren also gerade die bescheidenen Erfolge der Bonner Ostpolitik - in Bukarest, Belgrad und ansatzweise auch in Budapest und Prag -, die dazu beitrugen, eine Kette von Ereignissen auszulösen, die im größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Diplomatie führten: die Aufnahme engerer diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik war zu einer Streitfrage geworden, die den Ostblock spaltete. Moskau hätte vermutlich weiterhin, wenn auch widerwillig, engere wirtschaftliche und politische Kontakte zwischen Bonn und Prag geduldet, wenn nicht die tschechoslowakischen Liberalisierungsbemühungen um die Mitte des Jahres 1968 die Macht der kommunistischen Partei gefährdet hätten. Eine drastische Umgestaltung der innen- und gesellschaftspolitischen Ordnung der Tschechoslowakei hätte zu einem gleichermaßen beunruhigenden Wandel der Außenpolitik Prags führen können, ein Risiko, auf das sich die Sowjetunion offenkundig nicht einlassen wollte. In dem Maß, in dem Bonns Ostpolitik zu dieser Entwicklung beitrug, richtete sich Moskaus Schlag gegen die Tschechoslowakei zugleich auf die Bonner Ostpolitik.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 171 18

Sichter
Hood

[2.] Mw/Fragment 172 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:02:19 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 172, Zeilen: 20-28
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 402, Zeilen: 01-13
Welche konkreten Schlussfolgerungen aus der neuen Situation zu ziehen waren, blieb nach der sowjetischen Intervention in der Tschechoslowakei zunächst unklar. Die Prioritäten der deutschen Ostpolitik mussten neu überlegt werden. Die Strategie, die Sowjetunion durch eine ostpolitische Offensive in Osteuropa in ihrem eigenen Lager zu umgehen, indem die Bundesregierung mit möglichst vielen osteuropäischen Staaten eigene Abkommen vereinbarte, war jedenfalls nicht aufgegangen. Eine Auflockerung des Ostblocks von außen verhinderte fortan die Breschnew-Doktrin, die eine nur begrenzte Souveränität der sozialistischen Staaten postulierte und jedem Abweichler mit den selben Sanktionen drohte, wie sie die Reformer in Prag erdulden mussten. Welche konkreten Schlussfolgerungen aus der neuen Lage zu ziehen waren, blieb in den ersten Wochen nach dem Schock der Intervention jedoch völlig unklar. Beispielsweise musste man die Prioritäten der bundesrepublikanischen Ost- und Deutschlandpolitik neu überdenken [...]. Die Strategie, die Sowjetunion durch eine multilaterale Entspannungsoffensive in Osteuropa in ihrem eigenen Lager zu umgehen, indem man mit möglichst vielen osteuropäischen Staaten eigene Abkommen schloss, war jedenfalls endgültig gescheitert. Eine nationale Auflockerung des Ostblocks von außen verhinderte fortan die Breschnew- Doktrin, die eine nur begrenzte Souveränität der sozialistischen Staaten postulierte und jedem Abweichler mit denselben Sanktionen drohte, wie sie die

Prager Reformkommunisten hatten hinnehmen müssen.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hotznplotz, Zeitstempel: 20111210132945

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki