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Die Deutschland- und Ostpolitik der ersten großen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland (1966-1969)

von Dr. Martin Winkels

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mw/Fragment 176 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:02:21 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 04-20, 103-104
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 401, Zeilen: 07-18, 108-118
Brandt charakterisierte am 27. August 1968 auf einer Sitzung des SPD-Parteirates die Krise in der Tschechoslowakei als eines der folgenschwersten Ereignisse seit dem Zweiten Weltkrieg. Er warnte aber davor, die sowjetische Politik nur mit dem Begriff „Restalinisierung“ erklären zu wollen, um mit einer solchen „Simplifizierung und Primitivierung“ den Kalten Krieg wieder zu beleben. Es existiere keine Alternative zur Entspannungspolitik, die aber keine „Einbahnstraße“ oder „Autobahn“ sei, sondern ein

widerspruchsvoller Prozess und ein Weg, auf dem es Rückschläge gebe. Seine Rede beendete Brandt mit den Forderungen, außenpolitische Kontroversen mit der CDU/CSU zu vermeiden, und wo immer es gehe, die Identität dessen, was Kanzler, Außenminister, CDU- und SPD-Vorsitzender zusammen tragen könnten, herauszustellen.[FN 776] Auch Schmidt war besorgt. Er schrieb am 28. August in einem Brief an die Journalistin Marion Gräfin Dönhoff, dass bisher die Koalition und die Regierung in Bonn in erstaunlicher Weise in ihrer Reaktion eine gemeinsame Bandbreite nicht verlassen hätten. Ob das so bleiben werde, sei trotz aller Mühe, der sich manche unterzögen, darunter auch er selbst, noch nicht abzusehen. Kiesinger bräuchte erkennbar all seine Beredsamkeit, um den rechten Flügel der CDU/CSU an „erratischen Ausbrüchen“ zu hindern.[FN 777]

[FN 776]: SPD-Parteiratssitzung 27.8.1968: AdsD, Protokolle des SPD-Parteirates V. WP: S. 1-5, hier S. 3.

[FN 777]: Schmidt an Dönhoff 28.8.1968, S. 1-2, hier S. 2: AdsD, Depositum Helmut Schmidt, Ordner 5358.

Brandt charakterisierte die Krise in der CSSR vor dem Parteivorstand

der SPD als „eines der folgenschwersten Ereignisse“ seit dem Zweiten Weltkrieg, warnte aber davor, die sowjetische Politik nur mit dem Begriff „Restalinisierung“ erfassen zu wollen, um mit einer derartigen „Simplifizierung und Primitivierung“ den Kalten Krieg wieder zu beleben. Aus seiner Sicht gab es keine Alternative zur Entspannungspolitik, die jedoch keine „Einbahnstraße“ oder „Autobahn“ sei, sondern ein „widerspruchsvoller Prozess und ein Weg, auf dem es Rückschläge gibt“. Seine Rede beendete er mit der Forderung, die außenpolitischen Kontroversen mit der CDU/CSU „auf das absolute Mindestmaß“ zu reduzieren und „wo immer es geht, die Identität dessen, was Bundeskanzler und Außenminister, CDU-Vorsitzender, SPD-Vorsitzender, zusammen tragen können, herauszustellen“.[FN 169]

[FN 169] So Brandt in einer längeren Rede vor dem Parteivorstand am 27. August 1968, die wörtlich aufgezeichnet wurde. AdsD, SPD-Parteivorstand, Box 29. [...] Schmidt beurteilte die Lage ähnlich, zeigte sich aber über die internationale und nationale Lage sehr besorgt. In einem Brief an Gräfin Dönhoff schrieb er am 28. August 1968: „Bisher haben Koalition und Regierung hier in Bonn in erstaunlicher Weise in ihrer Reaktion eine gemeinsame Bandbreite nicht verlassen. Ob das so bleiben wird, ist — trotz aller Mühe, der sich manche, darunter auch ich, unterziehen — noch nicht abzusehen“. Kiesinger brauche „erkennbar all seine Beredsamkeit, um seinen eigenen rechten Flügel und die CSU an erratischen Ausbrüchen zu hindern.“ AdsD, Depositum Helmut Schmidt, Allgemeine Korrespondenz, Mappe 5358. [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt (ergänzter) Quellenangaben

Sichter
Frangge


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hotznplotz, Zeitstempel: 20111202194509

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