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Die Deutschland- und Ostpolitik der ersten großen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland (1966-1969)

von Dr. Martin Winkels

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mw/Fragment 217 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:03:33 Kybot
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 08-17, 104-105
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 481; 497, Zeilen: 09-20
Nur etwas später meinte der sichtlich entnervte Brandt gegenüber dem britischen Premierminister Harold Wilson plötzlich, dass die Bundesregierung sich doch nicht unter einem selbstgemachten Zeitdruck stellen solle, die Welt gehe nicht unter, wenn sie jetzt nicht den NV-Vertrag unterschreibe.[FN 968] Was zu diesem Meinungswechsel Brandts führte, ist schwer festzustellen. Unmut über die prekäre Situation innerhalb der Großen Koalition, oder Bedenken davor, kurz vor der nächsten Bundestagswahl im September die Verantwortung für das Platzen der Koalition angehängt zu bekommen, oder auch die Furcht, als gescheiterter Außenminister dann als SPD-Kanzlerkandidat fallengelassen zu werden, könnten Beweggründe für Brandts Verhalten dargestellt haben.


[FN 968]: Wilson, Harold, Die Staatsmaschine. Erinnerungen des britischen Premiers 1964-1970, Wien 1972, S. 438.

Doch nur wenige Tage später meinte der Außenminister plötzlich, man solle sich doch nicht unter einen „selbstgemachten Zeitdruck“ setzen lassen, „die Welt geht nicht unter, wenn wir jetzt nicht unterschreiben.“ Was Willy Brandt dazu bewog, seinen engsten Mitarbeiter auszuhebeln, ist nur schwer zu beantworten. Angst davor, kurz vor den Wahlen die Verantwortung für den Bruch der Koalition angeheftet zu bekommen [EN 110], Zeitgewinn für weitere Sondierungen mit den Liberalen, oder auch die Furcht, als gescheiterter Außenminister von Wehner und Schmidt als Kanzlerkandidat demontiert zu werden, könnten eine Rolle gespielt haben.


[EN 110], S. 497: So eine Äußerung Brandts gegenüber Wilson im Februar 1969. Harold Wilson: Die Staatsmaschine – Erinnerungen des britischen Premiers, 1964-1970, Wien 1972, S. 438.

Anmerkungen

Quelle in google.books nur über snippet-view verfügbar, ein Auszug mit der Fundstelle ist aber hier einsehbar: 1. MW verschleiert hier die Fundstelle; vgl. die angegebene Primärquelle (Wilson, Harold). Harold Wilson: Die Staatsmaschine – Erinnerungen des britischen Premiers, 1964-1970, Wien 1972, S. 438 "Willy Brandt und seine SPD setzten sich energisch für eine sofortige Unterzeichnung ein, und augenscheinlich war es bereits gelungen, Dr. Kiesinger einigermaßen zu beruhigen. Das größte Hindernis war Franz Josef Strauß, ohne dessen Zustimmung der Bundeskanzler kaum etwas unternehmen konnte. Aber wie man mir sagte, hatte er seine Opposition noch nicht bis zu einer Drohung mit seinem Rücktritt getrieben. Brandt hoffte, der Vertrag könne im April unterzeichnet werden. Wenn nicht, werde man wahrscheinlich bis zur Zeit nach den Bundestagswahlen warten müssen. Schließlich unterzeichnete die von der SPD beherrschte Koalition, die im Oktober die Regierung übernahm, dann auch den Vertrag."

Sichter
Frangge (Buch vorhanden; Primärquelle eingesehen)

[2.] Mw/Fragment 217 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:01:33 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 18-25
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 480, Zeilen: 25-35
Ähnlich wie bei der Diskussion um die Aufwertung der D-Mark, bei der die SPD Anfang Mai 1969 eine Abstimmungsniederlage im Kabinett durch Stillhalten verhinderte, vermied die SPD auch eine Kampfabstimmung, als es um die Entscheidung über eine deutsche Unterschrift unter dem Atomwaffensperrvertrag ging, obwohl die Große Koalition zwei Jahre lang das Pro und Contra einer deutschen Unterzeichnung aus allen nur erdenklichen Blickwinkeln beleuchtet hatte und obwohl der internationale Druck, mit dem die Bundesrepublik zu einem positiven Votum gedrängt werden sollte, zunahm. Ähnlich wie beim Streit um die Aufwertung der DM, in dem die SPD Anfang Mai 1969 einer Abstimmungsniederlage im Kabinett durch Stillhalten aus dem Wege ging, vermieden die sozialdemokratischen Minister also auch eine Kampfabstimmung, als es um die Festlegung auf den Nichtverbreitungsvertrag ging. Obwohl man in der Regierung zwei Jahre lang das Pro und Contra einer Unterschrift aus allen nur erdenklichen Blickwinkeln beleuchtet und bewertet hatte und obwohl der internationale Druck, mit dem die Bundesrepublik zu einem positiven Votum gedrängt werden sollte, auch vom Bündnispartner aus Washington kam und immens war, blockierte die von der CSU angeführte Front der Neinsager mit ihrer Vetomacht die von der SPD gewünschte Zustimmung zu diesem Vertrag.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hotznplotz, Zeitstempel: 20111201184846

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