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Die Deutschland- und Ostpolitik der ersten großen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland (1966-1969)

von Dr. Martin Winkels

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mw/Fragment 256 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:04:27 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
HWI999, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 256, Zeilen: 03-18
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 85, Zeilen: 2-33
Im Hinblick auf diese inneren Schwierigkeiten, Krisen und konzeptionellen Streitereien entsteht automatisch die Frage, ob denn die Große Koalition überhaupt etwas leisten konnte. Aber Probleme sind für die im Staat Regierenden dazu da, um gelöst zu werden. Es gab in den Jahren 1966-1969 durchaus auch längere Zeiten ohne koalitionsinterne Streitereien. Den handelnden Politikern war bewusst, dass diese Regierung nicht platzen durfte, nachdem sich die Bundesregierung Erhard schon im Herbst 1966 in einer großen Krise aufgelöst hatte. Eine neue Regierungskrise hätte sicherlich die schon im Herbst 1966 drohende Staatskrise ausgelöst. CDU/CSU und SPD hätten damit ihre Unfähigkeit zur sachlichen Lösung politischer Probleme demonstriert. Es war das Pflichtgefühl von CDU/CSU und SPD für die Bundesrepublik, die beide Parteien seit 1949, wenn auch von verschiedenen Positionen aus, gemeinsam aufgebaut hatten, aber auch ihre Partikularinteressen, die sie zwangen, die Große Koalition mit möglichst großem sachlichen Erfolg zu Ende zu führen, mochten die Schwierigkeiten auch noch so gewaltig sein. Sicherlich hätte manchmal der eine oder der andere Parlamentarier wegen der deutschland- und ostpolitischen Differenzen am liebsten die Koalition vorzeitig aufgelöst, was aber nicht passiert ist. Betrachtete man die zuvor geschilderten inneren Schwierigkeiten und Krisen [...] lediglich für sich, dann müßte man sich fragen, wie denn überhaupt die Regierung der Großen Koalition etwas Positives hat zuwege bringen können. Aber Krisen sind für die im Staat Verantwortlichen dafür da, überwunden zu werden. Und es gab in den Jahren 1966 bis 1969 durchaus auch längere Zeiten ohne koalitionsinterne Querelen, [...] Den verantwortlichen Politikern war genauso klar wie den erfahrenen Parlamentsjournalisten, daß diese Regierung einfach nicht scheitern durfte. Denn eine neue Regierungskrise so kurz nach der vorigen hätte die schon im Herbst 1966 drohende Staatskrise gewiß heraufbeschworen. Beide großen Volksparteien hätten damit nur zu deutlich dokumentiert, daß sie zur sachlichen und unvoreingenommenen Lösung politischer Probleme nicht fähig seien. [...] Es war das Verantwortungsgefühl beider Parteien für den Staat, den sie in siebzehn Jahren, wenn auch von verschiedenen Positionen aus, gemeinsam aufgebaut hatten, aber auch ihr beiderseitiges Parteiinteresse, das sie zwang, diese Regierung mit Anstand und mit möglichst großem sachlichen Erfolg zu Ende zu führen, mochten die Schwierigkeiten manchmal auch noch so groß sein. Bestimmt hätte manchmal der eine oder der andere Politiker gerne vor Ärger am liebsten die Koalition platzen lassen. Sie haben es nicht getan.
Anmerkungen

Absatz ohne Fußnote; kein Beleg/Verweis auf Schmoeckel und Kaiser 1991

Sichter
Frangge


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20110722074201

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