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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 041, Zeilen: 05-22, 105
Quelle: Kleßmann 1988
Seite(n): 093f., Zeilen:
Repräsentativ für die nachdenklicher gewordene Diskussion war das 1964 erschienene Buch des Journalisten Peter Bender mit dem Titel “Offensive Entspannung“. Bender ging von der Beobachtung einer Veränderung im Ostblock aus und suchte nach Möglichkeiten, auch in der DDR einen ähnlichen Liberalisierungsprozess zu bewirken, wie er in Polen oder Ungarn zu verzeichnen sei. Da der Status quo in Deutschland nicht in einem Schritt zu überwinden sei, müsse man versuchen, ihn nach und nach zu verändern, folgerte Bender. Dies sei nur über eine innere Stabilisierung der schwachen DDR im Rahmen eines neuen Verhältnisses zur Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten möglich. Daher seien Vorleistungen der Bundesrepublik unter anderem in Form von wirtschaftlicher Hilfe notwendig, um auf Dauer eine Koalition der Vernünftigen in beiden Teilen Deutschlands zu erreichen. Die Humanisierung müsse mit der SED versucht werden, nicht gegen sie. Der Respektierung der DDR solle schließlich die völkerrechtliche Anerkennung folgen, schrieb Bender. Der Schlüssel für eine relative Freiheit im östlichen Deutschland liege, wenn es ihn gebe, in Bonn, lautete eine der Folgerungen Benders. Bislang wurde dieser Schlüssel ausschließlich in Moskau gesucht. Auf dieser konzeptionellen Basis brachte Bender 1968 die während der Großen Koalition sehr kontrovers diskutierten Thesen seines Buches “Zehn Gründe für die Anerkennung der DDR“ heraus.[FN 143]

[FN 143]: Bender, Peter, Offensive Entspannung, Köln 1964. [/ Bender, Peter, Zehn Gründe für die Anerkennung der DDR, Frankfurt a. M./Hamburg 1968. Bender erklärte in diesem Zusammenhang in “Der Zeit“ vom 14.4.1967: [...] Siehe: AdsD, ZASS II 1959-1972, Ordner DW 1-5b 1962-67. Siehe auch die zeitgenössische Analyse: Deutschlandpolitischer Arbeitskreis (Hrsg.), 30 Thesen für eine neue Deutschlandpolitik, Hamburg 1969.]

Symptomatisch für die nachdenklicher gewordene Diskussion in der Öffentlichkeit war das 1964 erschienene Buch des Journalisten Peter Bender »Offensive Entspannung«[EN 132]. Bender ging von der Beobachtung der Veränderungen im Ostblock aus und suchte nach Möglichkeiten, auch in der DDR einen ähnlichen Liberalisierungsprozeß in Gang zu bringen, wie er in Polen oder Ungarn seit langem zu beobachten sei. Da der Status quo nicht zu beseitigen sei, müsse man versuchen, ihn zu verändern, argumentierte Bender. Dies sei nur über eine innere Stabilität der schwachen DDR im Rahmen eines neuen Verhältnisses zur Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten möglich. Insofern seien »Vorleistungen« der Bundesrepublik u.a. in Gestalt wirtschaftlicher Hilfe nötig, um auf Dauer eine Koalition der Vernünftigen in beiden Teilen Deutschlands zu erreichen. »Der Schlüssel für eine relative Freiheit im östlichen Deutschland liegt, wenn es ihn gibt, in Bonn«, lautete eine der provozierenden Folgerungen [EN 133]. Bislang hatte man ihn ausschließlich in Moskau gesucht. Auf dieser Linie entwik- kelte der Autor einige Jahre später die vieldiskutierten Thesen seines Buches »Zehn Gründe für die Anerkennung der DDR« [EN 134].


[Endnoten/Anmerkungen zu Kapitel II, hier S. 106]

[EN 132]: Bender 1964.

[[EN 133]: Ebd., S. 108.

[EN 134]: Bender 1968. Im Auszug auch in: »Spiegel« 1968 Nr. 27.]]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

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