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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 05-21, 101-103
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 126; 127, Zeilen: 14-32, 107-108; 01, 101-102
Die zögerliche Haltung der CDU/CSU in den Fragen der Ebene und der Intensität der Kontakte zur DDR-Regierung gründete auf Vorbehalten gegen die Person Wehners, auf Bedenken gegen die deutschlandpolitischen Gedankenmodelle der SPD und auf der Sorge, dass der Kanzler seine Macht zum Handeln verliere und in einen Streit mit seiner eigenen Partei gedrängt werde. Barzel schrieb am 23. Mai 1967 in einem Brief an Kiesinger, dass er Wehners gesamtdeutsche Leidenschaft sehe, aber er vergesse auch nicht, dass Wehner ein großer Taktiker sei. „Und so meine ich, es als sein Ziel zu erkennen, Sie in Konflikt mit ihrer Partei und Fraktion zu treiben, uns wieder den Krach wie die gesamtdeutsche Unentschlossenheit zuzuschieben“, beklagte Barzel.[FN 467] Ähnlich äußerte sich auch der CDU Bundestagsabgeordnete Werner Marx am 29. Mai in einem Brief an Kiesinger. Marx warnte den Kanzler davor, sich ins Schlepptau der SPD nehmen zu lassen, und berichtete ihm, dass die ständigen und offenbar nicht vorher koordinierten Vorstöße Wehners in der CDU/CSU eine große Beunruhigung ausgelöst hätten. „Ich befürchte, daß diese Methode entweder mit der Kapitulation unserer bisherigen gesamtdeutschen Politik und der Aufgabe unserer geschichtlich, kulturell, moralisch und politisch begründeten Prinzipien endet oder in der Tat zu einem tief greifenden Konflikt in der CDU/CSU führt“, warnte Marx.[FN 468]


[FN 467]: Barzel an Kiesinger 23.5.1967, S. 1-2, hier S. 2: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-A-002.

[FN 468]: Marx an Kiesinger 29.5.1967: BAK, Nachlass Rainer Barzel, Mikrofilmsignatur N/1371-238.

Die offenkundigen Differenzen unter den Unionspolitikern über die Ebene und über die Intensität der Kontakte mit der Regierung in Ost-Berlin speisten sich aus Vorbehalten gegen die Person [...] Wehners, aus prinzipiellen Bedenken gegen die sozialdemokratische Deutschlandpolitik und aus der Befürchtung, der Kanzler verliere das Gesetz des Handelns und werde in einen Konflikt mit seiner eigenen Partei getrieben. So argumentierte beispielsweise Barzel in einem Brief an Kiesinger, er bezweifle „Wehners gesamtdeutsche Leidenschaft“ nicht, aber er vergesse auch nicht, dass Wehner „ein großer Taktiker“ sei: „Und so meine ich, es als sein Ziel zu erkennen, Sie in Konflikt mit Ihrer Partei und Fraktion zu treiben, uns wieder den 'Krach' wie die gesamt-deutsche Unentschlossenheit zuzuschieben“.[FN 98] In das gleiche Horn stieß der CDU-Abgeordnete Werner Marx, der dem Kanzler riet, sich nicht „ins Schlepptau“ der SPD nehmen zu lassen, und ihm mitteilte, die „ständigen und offenbar nicht vorher koordinierten Vorstöße“ Wehners hätten in der CDU/CSU eine große Beunruhigung geschaffen: „Ich befürchte, dass diese Methode entweder mit der Kapitulation unserer bisherigen gesamtdeutschen Politik und der Aufgabe unserer geschichtlich, kulturell, moralisch und politisch begründeten Prinzipien endet oder in der Tat zu einem tief greifenden Konflikt in der CDU/ [Seite 127] CSU führt“.[FN 99]


[FN 98] So in einem Schreiben vom 23. Mai 1967 an Kiesinger. ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, I-226-A-002.

[FN 99] Schreiben vom 29. Mai 1967 an Kiesinger. Kopien sandte er an Barzel (BArch Koblenz, Depositum Rainer Barzel 1371/238) [...].

Anmerkungen

Übernahme mitsamt zweier (ergänzter) Quellenreferenzen

Sichter
Frangge

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