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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 190, Zeilen: 12-25
Quelle: Lehmann 1984
Seite(n): 161, Zeilen: -
Dieser Kurswechsel in Moskau fiel zeitlich mit dem Regierungswechsel in den USA zusammen.[FN 841] Der neue US-Präsident Nixon, seit dem 20. Januar im Amt, und sein Sicherheitsberater Kissinger beabsichtigten, das militärische Engagement der USA in Vietnam schrittweise einzustellen.[FN 842] Des Weiteren näherten sich die USA behutsam der Volksrepublik China an. In Peking nahm die Sorge vor der amerikanischen Bedrohung umso rascher ab, je mehr die Sorge vor der sowjetischen Bedrohung zunahm.[FN 843] Die Sowjetunion dagegen fühlte sich eingeengt durch die „unkalkulierbare[FN 844] Volksrepublik China und durch die NATO. Die sofort nach dem Regierungswechsel eingeleitete Annäherung Washingtons an Peking beschwor für die Sowjetunion die gefährliche Lage hinauf, isoliert oder eingekreist zu werden.

Um den Zweifrontendruck zu beheben, war es für die Sowjetunion zweckmäßig, Entspannung an der westlichen Flanke zu suchen, denn die neue US-Regierung und ihre meisten NATO-Partner zeigten Verständigungsbereitschaft, auf die Moskau behutsam [einging[FN 845], wie zum Beispiel durch den Budapester Apell [sic].]

Der Kurswechsel in Moskau fiel zeitlich beinahe mit dem Regierungswechsel in den USA zusammen. Der neue Präsident Nixon (seit 20. Januar 1969 im Amt) und sein Sicherheitsberater Kissinger erstrebten, das militärische Engagement in Vietnam nach und nach zu beenden. Deshalb begann sich die westliche Weltmacht vorsichtig der Volksrepublik China zu nähern. In Peking nahm die Sorge vor der amerikanischen Bedrohung um so schneller ab, je mehr die Sorge vor der sowjetischen Bedrohung zunahm. Moskau dagegen fühlte sich in die „Zange" genommen: durch die Volksrepublik China und durch die NATO; darüber hinaus beschwor die sofort nach dem Regierungswechsel eingeleitete Annäherung Washingtons an Peking die Gefahr herauf, daß die Sowjetunion völlig isoliert oder gar „eingekreist" wurde. Um den Zweifrontendruck zu lockern, lag es nahe, „Entspannung" an der westlichen Flanke zu suchen, denn die neue US-Regierung Nixon/Kissinger und ihre meisten NATO-Partner zeigten Verhandlungsbereitschaft und Verständigungswillen.[FN 100]
Anmerkungen
Sichter
Jones

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