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Mw/Fragment 207 16

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 207, Zeilen: 16-29
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 474, Zeilen: 03-21, 101
Seine Befürwortung für eine deutsche Unterzeichnung des NV-Vertrags hatte Brandt am 15. Juli 1968 in einem Brief an Kiesinger begründet, der Brandts positive Haltung zu dem Atomwaffensperrvertrag reflektierte und zugleich den weiteren Bestand der Koalition in Frage stellte, falls die Unionsparteien weiterhin durch Verzögerung oder Verweigerung der Unterzeichnung die Fortführung der deutschen Entspannungspolitik gefährdeten und unglaubwürdig machten. Brandt schrieb dem Kanzler, dass nun die Glaubwürdigkeit der deutschen Entspannungspolitik auf dem Spiel stehe, weil jede weitere Vertagung einer Zustimmung das latente Misstrauen gegen die Bundesrepublik

sowohl bei ihren östlichen Nachbarn als auch bei manchen einflussreichen Kreisen im Westen verstärke. Dazu trügen die widersprüchlichen Aussagen von Politikern der Großen Koalition und auch von Mitgliedern der Bundesregierung bei. Jede Woche, um die die Bundesregierung die Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags ohne Not verzögere, führe zu nachteiligen Dauerwirkungen und liefere den Gegnern der Bundesrepublik einen billigen Vorwand für ihre Propaganda. Die Argumente, die gegen eine [Zustimmung ins Feld geführt würden, seien nicht überzeugend.]

Sein Plädoyer für ein bundesrepublikanisches Ja zum Nichtverbreitungsvertrag begründete Brandt in zwei persönlichen Schreiben an Kiesinger, die seine prinzipiell positive Einstellung zu diesem Vertragswerk verdeutlichten und zugleich den weiteren Bestand der Koalition in Frage stellten, falls die Unionsparteien weiterhin durch Verzögerung oder Verweigerung der Unterschrift die Fortführung seiner Entspannungspolitik gefährdeten und die bundesrepublikanische Bereitschaft zum Gewaltverzicht unglaubwürdig machten.

Zunächst ließ Brandt den Kanzler im Juli 1968 wissen[FN 108], jetzt stehe die „Glaubwürdigkeit unserer Entspannungspolitik auf dem Spiel“, weil jede weitere Vertagung einer Zustimmung „das latente Misstrauen“ gegen die Bundesrepublik sowohl bei ihren östlichen Nachbarn wie auch „bei manchen einflussreichen Kreisen im Westen“ verstärken müsse. Dazu trügen „die widersprüchlichen Aussagen von Politikern der Großen Koalition“ und auch von Mitgliedern der Bundesregierung bei. Jede Woche, um die man die Unterzeichnung „ohne Not“ verzögere, führe zu „nachteiligen Dauerwirkungen“ und liefere den Gegnern der Bundesrepublik „einen billigen Vorwand für ihre Propaganda“. Nach Brandts Auffassung waren die Argumente, die gegen eine Zustimmung ins Feld geführt wurden, nicht überzeugend.

[FN 108] Schreiben Brandts an Kiesinger vom 15. Juli 1968. [...]

Anmerkungen

Übernahme mit leichten Anpassungen; Fortsetzung in Fragment 208 01

Sichter
Frangge

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