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294 gesichtete, geschützte Fragmente: Plagiat

[1.] Mw/Fragment 007 02
Bearbeitet: 2014-01-06 16:58:10 Schumann
Erstellt: 11. July 2011, 16:29 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Jesse Mitter 1992, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, PlagProf:-), Fiesh, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 007, Zeilen: 02-07
Quelle: Jesse Mitter 1992
Seite(n): 26, Zeilen: -
Wer hätte Ende 1966, beinahe zwei Dekaden nach der Gründung der Bundesrepublik, die deutsche Teilung bestand fort und zementierte sich, noch der Illusion vertrauen mögen, dass die Sowjetunion ihre einstige deutsche Zone freigeben werde? Der Bau der Berliner Mauer 1961 hatte Tatsachen geschaffen. Das Beharren auf der deutschen Wiedervereinigung und dem deutschen Rechtsanspruch schien nichts mehr zu bewirken. Wer hätte sich, ein Jahrzehnt nach Gründung der Bundesrepublik - die Teilung bestand fort und verfestigte sich - noch der Illusion hingeben mögen, die Sowjetunion werde ihre einstige deutsche Zone freigeben? Der Schwur auf die Wiedervereinigung und den Rechtsanspruch schien nichts mehr zu bewirken, durch stetige Wiederholung wurde er nicht glaubhafter. Die Fakten sprachen nicht erst seit der Mauer eine brutale Sprache, doch erst jetzt wurden sie weithin verstanden.
Anmerkungen

Teils paraphrasiert, teils direkt übernommen. Der Gedankengang ist identisch, der Mauerbau wird einen Satz nach vorne geschoben. Hätte man bei Nennung der Quelle noch als zulässige Paraphrase werten können, aber ohne Nennung der Quelle ist es wohl ein Plagiat.

Sichter
PlagProf:-)

[2.] Mw/Fragment 009 07
Bearbeitet: 2013-11-27 21:38:44 WiseWoman
Erstellt: 10. December 2011, 00:20 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 009, Zeilen: 07-14
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 013, Zeilen: 05-14
Somit handelt es sich bei dieser Untersuchung um eine quellennahe Gewichtung von drei Schlüsseljahren in der Zeitspanne zwischen der Adenauer-Ära und der sozial-liberalen Ära, wobei versucht wird, die Amtszeit der Großen Koalition als eine eigenständige Periode hervorzuheben, sie als eine Testphase der Neuorientierung in der Deutschland- und Ostpolitik zu charakterisieren, als einen Zeitabschnitt, in dem sich die außenpolitischen Rahmenbedingungen gravierend wandelten, und schon länger existierende deutschland- und ostpolitische Kernprobleme dringend geklärt werden mussten. Bei der hiermit vorgelegten Untersuchung handelt es sich nicht um eine Überblicksdarstellung zur Geschichte der Bundesrepublik im Jahrzehnt zwischen der Adenauer-Ära und der sozial-liberalen Ära, sondern vielmehr um die quellennahe Analyse von drei Schlüsseljahren in dieser Zeitspanne. Die Absicht des Autors war es, die Regierungszeit der Großen Koalition zwischen 1966 und 1969 als eine eigene Periode zu konturieren, sie insbesondere als eine experimentelle Phase der Neu- und Umorientierung in das Blickfeld zu rücken, als eine Scharnierzeit, in der sich gesellschaftliche Veränderungsprozesse stark beschleunigten und schon länger bestehende politische, wirtschaftliche und soziale Kernprobleme endlich gelöst werden mussten.
Anmerkungen

Auch die inhaltliche Charakterisierung seiner Dissertation schreibt Mw ab ‒ was immerhin konsequent ist.

Sichter
Frangge

[3.] Mw/Fragment 009 15
Bearbeitet: 2012-04-07 10:55:59 Kybot
Erstellt: 28. June 2011, 17:50 (92.195.237.147)
Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
92.195.237.147, Hindemith, Dr. I. Jones, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 009, Zeilen: 15-19
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 15, Zeilen:
Die Große Koalition entschied nicht darüber, ob überhaupt eine neue deutschland- und ostpolitische Initiative ergriffen werden sollte. CDU/CSU und SPD waren sich darüber einig, dass die Politik nach Osten dringend erneuert und erweitert werden musste. Die spannende Frage war nun, wer unter den Koalitionspartnern die Deutschland- und Ostpolitik nach eigenen Maßstäben und Prioritäten umsetzen würde. Die Große Koalition entschied nicht darüber, ob überhaupt eine ostpolitische Initiative ergriffen werden sollte. Die Parteiführungen waren sich darüber einig, daß die Politik nach Osten erneuert und erweitert werden musste. Am Ende ging es nur darum, wer unter den Parteien diese neue Ostpolitik nach eigenen Maßstäben und Prioritäten umsetzen würde.
Anmerkungen
Sichter
Jones Hindemith

[4.] Mw/Fragment 010 02
Bearbeitet: 2013-11-27 21:39:26 WiseWoman
Erstellt: 28. June 2011, 18:39 (HWI999)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Weidenfeld Korte 1999

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
HWI999, Hindemith, Dr. I. Jones, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 02-04
Quelle: Weidenfeld Korte 1999
Seite(n): 244, Zeilen:
Die Verständigung mit der Sowjetunion und die Aussöhnung mit den osteuropäischen Nachbarn Polen und der Tschechoslowakei wurden noch vor den Beziehungen zu den westlichen Verbündeten in der Großen Koalition diskutiert. Die schrittweise Verständigung mit der Sowjetunion und die Aussöhnung mit den osteuropäischen Nachbarn Polen und der Tschechoslowakei wurden noch vor den Beziehungen zu den westlichen Verbündeten thematisiert.
Anmerkungen
Sichter
Jones Hindemith

[5.] Mw/Fragment 011 29
Bearbeitet: 2013-11-27 21:40:25 WiseWoman
Erstellt: 6. December 2011, 11:17 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 011, Zeilen: 29-33
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 032, Zeilen: 07-13
In der Deutschlandpolitik entbrannte an dem bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch ein kaum lösbarer Koalitionskonflikt, auch wenn der Briefwechsel Stoph-Kiesinger im Sommer 1967 auf eine Auflockerung der innerdeutschen Fronten und auf eine Annäherung der unterschiedlichen Positionen von CDU/CSU und SPD hingedeutet hatte. [...] in der Deutschlandpolitik entzündete sich an [...] dem [...] Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik ein unlösbarer Koalitionskonflikt, obwohl der Briefaustausch mit der DDR-Führung im Sommer 1967 zunächst auf eine Auflockerung der innerdeutschen Fronten und auf eine Annäherung der unterschiedlichen Standpunkte von SPD und Unionsparteien

hingedeutet hatte.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[6.] Mw/Fragment 012 10
Bearbeitet: 2013-11-27 21:41:22 WiseWoman
Erstellt: 2. December 2011, 11:07 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 012, Zeilen: 10-15
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 032, Zeilen: 13-19
Da die Große Koalition mit Kiesinger einen außenpolitisch versierten Kanzler vorwies, neben dem Außenminister Brandt als Entspannungspolitiker eigene Akzente setzen wollte und Wehner als Minister für gesamtdeutsche Fragen die Verbesserung des Verhältnisses zur DDR als seine oberste Pflicht verstand, mussten in der Deutschland- und Ostpolitik die unterschiedlichen Generallinien hart kollidieren. Da die Koalition in Kiesinger einen außenpolitisch versierten Kanzler besaß, neben dem [...] Außenminister Brandt als [...] Entspannungspolitiker eigene Akzente setzen wollte und Wehner als Gesamtdeutscher Minister die Verbesserung der Beziehungen zur DDR als seine ureigenste Aufgabe betrachtete, prallten auf dem Feld der Außenpolitik die unterschiedlichen Konzepte und strategischen Differenzen [...] besonders heftig aufeinander.
Anmerkungen

Übernahme mit leichter inhaltlicher Veränderung bzgl. des Politikbereichs

Sichter
Frangge

[7.] Mw/Fragment 015 19
Bearbeitet: 2012-04-06 17:53:55 Kybot
Erstellt: 10. December 2011, 00:46 (Hotznplotz)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 015, Zeilen: 19-28
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 011, Zeilen: 12-24
Das wissenschaftliche Interesse an der Historie der DDR als zweiter deutscher Diktatur sowie an einer komparativen Beziehungsgeschichte der beiden deutschen Staaten hat neben der obligatorischen 30jährigen Archivsperre die systematische Erforschung der Geschichte der Bundesrepublik seit 1990 merklich zurücktreten lassen. Gegen den dreifachen Vorteil der DDR-Forschung, der aus besseren Einsichtmöglichkeiten in die nun mit Unterstützung von Archivalien zugänglichen Politikbereichen der DDR, aus finanziellen Förderungen für zeithistorische Institute und für geschichtspolitisch wirkende Stiftungen in den neuen Bundesländern sowie aus einem auch politisch und publizistisch mitgetragenen öffentlichen Interesse an einer historiographischen Integration des zweiten deutschen Staates resultierte, war es für die auf Westdeutschland kon- [zentrierte Forschung seit 1990 schwierig, sich zu behaupten.[FN 23]] Das wissenschaftliche [...] Interesse an der Geschichte der DDR als zweiter deutscher Diktatur sowie an einer vergleichenden Beziehungsgeschichte der beiden deutschen Staaten hat die systematische Erforschung der Bonner Republik seit 1990 in den Hintergrund treten lassen. Gegen den dreifachen Standortvorteil der DDR-Forschung, der sich aus besseren Einblicksmöglichkeiten in die nun mit Hilfe von Archivalien zugänglichen Arkanzonen des SED-Staates, aus gezielten finanziellen Fördermaßnahmen für zeithistorische Institute und für geschichtspolitisch arbeitende Stiftungen in den neuen Bundesländern und aus einem auch politisch und publizistisch massiv mitgetragenen öffentlichen Interesse an einer historiographischen »Heimholung« des zweiten deutschen Staates ergab, hatte es die auf Westdeutschland zentrierte Zeitgeschichtsschreibung in den letzten anderthalb Jahrzehnten schwer, sich zu behaupten.
Anmerkungen

Die Reflexion über die zeitgeschichtliche Deutschland-Forschung wird ebenfalls mit leichten Abwandlungen von Schönhoven kopiert. Dessen Referenzierung ‒ zudem mit falscher Seitenzahl ‒ auf der Folgeseite deckt diese Übernahme aber nicht ab. Fortsetzung in Mw/Fragment_016_01.

Sichter
Frangge

[8.] Mw/Fragment 016 01
Bearbeitet: 2012-04-08 11:32:42 Sotho Tal Ker
Erstellt: 10. December 2011, 01:01 (Hotznplotz)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 016, Zeilen: 01
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 011, Zeilen: 16-24
[Gegen den dreifachen Vorteil der DDR-Forschung, der aus besseren Einsichtmöglichkeiten in die nun mit Unterstützung von Archivalien zugänglichen Politikbereichen der DDR, aus finanziellen Förderungen für zeithistorische Institute und für geschichtspolitisch wirkende Stiftungen in den neuen Bundesländern sowie aus einem auch politisch und publizistisch mitgetragenen öffentlichen Interesse an einer historiographischen Integration des zweiten deutschen Staates resultierte, war es für die auf Westdeutschland kon-] zentrierte Forschung seit 1990 schwierig, sich zu behaupten.[FN 23]

[ [FN 23]: Schönhoven, Klaus, Wendejahre. Die Sozialdemokratie in der Zeit der Großen Koalition 1966-1969. In: Dowe, Dieter (Hrsg.), Die deutsche Sozialdemokratie nach 1945, Band 2, Bonn 2004, S. 10.]

Gegen den dreifachen Standortvorteil der DDR-Forschung, der sich aus besseren Einblicksmöglichkeiten in die nun mit Hilfe von Archivalien zugänglichen Arkanzonen des SED-Staates, aus gezielten finanziellen Fördermaßnahmen für zeithistorische Institute und für geschichtspolitisch arbeitende Stiftungen in den neuen Bundesländern und aus einem auch politisch und publizistisch massiv mitgetragenen öffentlichen Interesse an einer historiographischen »Heimholung« des zweiten deutschen Staates ergab, hatte es die auf Westdeutschland zentrierte Zeitgeschichtsschreibung in den letzten anderthalb Jahrzehnten schwer, sich zu behaupten.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_015_19

Sichter
Frangge

[9.] Mw/Fragment 016 04
Bearbeitet: 2012-04-08 11:33:48 Sotho Tal Ker
Erstellt: 2. December 2011, 11:26 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 016, Zeilen: 04-13
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 012, Zeilen: 18-28
Es ist offensichtlich, dass die Forschungskenntnisse über die deutsche Außenpolitik unter Adenauer, vor allem Westbindung der Bundesrepublik, wesentlich umfangreicher sind als über die auf die Adenauer-Ära direkt anschließenden Zeitabschnitte wie die Amtszeit der Großen Koalition. Das ist unter anderem dadurch zu erklären, dass zum einem die Gründungsphase und die Westintegration der jungen Bundesrepublik schon relativ schnell das Interesse von Politologen und Zeithistorikern hervorrief, in deren Motivation häufig wissenschaftliche und politische Beweggründe miteinander einhergingen, wenn sie die Frage beantworten wollten, was die Bundesrepublik von der Weimarer Republik unterschied[FN 24], oder wenn sie die 1950er Jahre als die eigentliche Sattelzeit in der deutschen Demokratiegeschichte charakterisierten.


[ [FN 24]: Siehe zum Beispiel das Standardwerk von Allemann aus dem Jahre 1956, das 2000 neu herausgegeben wurde: Allemann, Fritz R., Bonn ist nicht Weimar, hrsgg. von Xenia von Bahder, Frankfurt a. M. 2000.]

In diesem Kontext kann man sicherlich davon sprechen, dass unsere Kenntnisse über die Vor- und Frühgeschichte der Bundesrepublik bedeutend besser sind als über die auf die Adenauer-Ara folgenden Zeitabschnitte. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Gründungsphase der zweiten Republik schon relativ schnell das Interesse von [...] Politologen und Zeithistorikern fand, in deren Motivation sich häufig wissenschaftliche und politische Beweggründe miteinander verbanden, wenn sie der Frage nachgingen, was die in Bonn konstituierte Republik von der Weimarer Republik unterschied, oder wenn sie die formativen fünfziger Jahre als die eigentliche Sattelzeit in der deutschen Demokratiegeschichte bezeichneten.
Anmerkungen

Übernahme mit Anpassungen; der Verf. ergänzt lediglich den Gesichtspunkt der Westbindung.

Sichter
Frangge

[10.] Mw/Fragment 018 05
Bearbeitet: 2012-06-10 11:15:42 Hindemith
Erstellt: 11. November 2011, 17:07 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 018, Zeilen: 05-12, 101-107, 117-120
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 011, Zeilen: 08-16, 107-109
In diesem Zusammenhang ist auch Heribert Knorr zu nennen, der 1975 anhand des von CDU/CSU und SPD veröffentlichten Materials und entlang von Bundestagsdebatten und Interviews die Entscheidungsfindungsprozesse der Großen Koalition untersucht hat.[FN 32] Hier ist aber anzumerken, dass Knorr, ebenso wie Detlef Bischoff bei seiner 1972 fertig gestellten Analyse zur außenpolitischen Konzeption der CSU und ihre Durchsetzung in der Großen Koalition[FN 33], keinen Zugang zu internen Partei- oder Regierungsquellen hatte. Dies ist ein Mangel zahlreicher Untersuchungen zur Außenpolitik der Großen Koalition, die zu Beginn der 1970er Jahre erstellt worden sind.[FN 34]

[FN 32]: Knorr, Heribert, Der parlamentarische Entscheidungsprozeß während der Großen Koalition 1966 bis 1969. Struktur und Einfluß der Koalitionsfraktionen und ihr Verhältnis zur Regierung der Großen Koalition, Meisenheim am Glan 1975.

[FN 33]: Bischoff, Detlef, Die außenpolitische Konzeption der CSU und ihre Durchsetzung in der Großen Koalition 1966-1969, Berlin 1972. [...]

[FN 34]: Zum Beispiel: Von Kodolitsch, Paul, Die Ostpolitik der Großen Koalition und die sozialistischen Staaten, Berlin 1974. / Storz, Henning, Außenpolitik als Gesellschaftspolitik. Die außenpolitische Konzeption der CDU mit besonderer Berücksichtigung der Zeit der Großen Koalition 1966-1969, Berlin 1973.

Aus der älteren Literatur hervorzuheben ist die verdienstvolle Untersuchung von Knorr[FN 3], der auf der Basis des von den Parteien veröffentlichten Materials sowie anhand von Parlamentsdebatten und Interviews die Entscheidungsabläufe der Großen Koalition analysiert hat. Leider hatte er jedoch aufgrund der zeitlichen Nähe zum Untersuchungsgegenstand keinen Zugang zu internen Partei- oder Regierungsquellen. Dies ist auch ein Defizit einer Reihe von Spezialuntersuchungen zur Außenpolitik der Großen Koalition, die Anfang der siebziger Jahre unter dem Eindruck der Debatte um die Ostverträge entstanden sind.[FN 4]

[FN 3] H. Knorr, 1975.

[FN 4] D. Bischoff, 1972; C. von Braunmühl, 1973; H. Storz, 1973; P. von Kodolitsch, 1974.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt vier Literaturreferenzen. In der Einleitung seiner Dissertation bedient sich Mw aus der Einleitung der Dissertation von Taschler (siehe auch Fragment 018 16).

Sichter
Hotznplotz

[11.] Mw/Fragment 018 16
Bearbeitet: 2012-04-06 17:54:02 Kybot
Erstellt: 11. November 2011, 16:50 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 018, Zeilen: 16-19
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 012, Zeilen: 12-16
Dies ist unter anderem dadurch zu erklären, dass in der Adenauer-Ära mit dem ökonomischen Wiederaufbau und der Westintegration die innen- und außenpolitische Basis der jungen Bundesrepublik geschaffen wurde, während in der sozial-liberalen Ära der Ausgleich mit den östlichen Nachbarn realisiert wurde. In der Adenauer-Ära wurden mit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau und der Westintegration die innen- und außenpolitischen Fundamente der jungen Bundesrepublik gelegt, während der sozialliberalen Regierung unter Brandt das Verdienst der Aussöhnung mit den östlichen Nachbarn zugeschrieben wird.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[12.] Mw/Fragment 018 19
Bearbeitet: 2013-11-27 21:42:06 WiseWoman
Erstellt: 4. December 2011, 15:38 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 018, Zeilen: 19-22
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 016, Zeilen: 19-22
In der Bundesrepublik waren die 1960er Jahre darüber hinaus eine Zeit der politischen Verunsicherung, in der vier Kanzler in Bonn regierten, und in der ein Generationenwechsel in vielen gesellschaftlichen und politischen Führungspositionen zu verzeichnen war. In der Bundesrepublik waren sie darüber hinaus eine Zeit der politischen Verunsicherung, in der vier Kanzler in Bonn regierten und in der es zu einem Generationswechsel in vielen gesellschaftlichen und politischen Führungspositionen kam [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[13.] Mw/Fragment 019 08
Bearbeitet: 2012-04-08 11:34:59 Sotho Tal Ker
Erstellt: 1. December 2011, 18:04 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 019, Zeilen: 08-10
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 016, Zeilen: 04-08
Die neuste Forschung bewertet die Amtszeit der Großen Koalition nahezu einstimmig als eine Phase des Übergangs und eine Phase der Gärung, in der sich eine Fülle von innovativen Impulsen wechselseitig verstärkten.[FN 41]

[ [FN 41]: Zum Beispiel: Gassert, Phillip, Kurt Georg Kiesinger 1904-1988. Kanzler zwischen den Zeiten, München 2006, S. 687. / Schönhoven, Klaus, Wendejahre. Die Sozialdemokratie in der Zeit der Großen Koalition 1966-1969. In: Dowe, Dieter (Hrsg.), Die deutsche Sozialdemokratie nach 1945, Band 2, Bonn 2004, S. 16. / Taschler, Daniela, Vor neuen Herausforderungen. Die außen- und deutschlandpolitische Debatte in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion während der Großen Koalition (1966-1969). In: Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (Hrsg.), Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 132, Bonn 2001, S. 12]

Unter den Zeithistorikern [...] besteht eine weitgehende Übereinstimmung, wenn es um eine allgemeine Charakterisierung dieser Dekade geht: Die sechziger Jahre waren eine Periode des Übergangs und eine Phase der Gärung, in der sich eine Fülle von innovativen Impulsen wechselseitig verstärkten.
Anmerkungen

Die 17 aufeinanderfolgenden übernommenen Wörter hätten kenntlich gemacht werden müssen.

Sichter
Hotznplotz

[14.] Mw/Fragment 019 21
Bearbeitet: 2012-04-06 17:54:09 Kybot
Erstellt: 31. October 2011, 19:52 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 019, Zeilen: 21-23
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 369, Zeilen: 01-05
In der Tat, die Regierungszeit der Großen Koalition stellte eine Phase des Übergangs dar, aber nur so, wie jede Regierung, jede Zeitepoche von ihrer Vorgängerin zu ihrer Nachfolgerin überleitet. Es existiert kein Stillstand in der Historie, immer ist in der [Geschichte Bewegung und Übergang zu erkennen.] Es ist richtig, die Regierung der Großen Koalition war eine Zeit des Übergangs – aber nur so, wie jede Regierung, jede zusammengehörige Zeitepoche von ihrer Vorgängerin zu ihrer Nachfolgerin überleitet. In der Geschichte gibt es keinen Stillstand, immer ist etwas im Wandel, im Übergang begriffen.
Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 020 01. Klare inhaltliche Übernahme ohne Kenntlichmachung; jeweils einmal 7 und 8 zusammenhängende Wörter sind identisch (ohne das Auslassen von "zusammengehörige" wären es 15).

Sichter
Hotznplotz

[15.] Mw/Fragment 020 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:24 Kybot
Erstellt: 31. October 2011, 20:00 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 020, Zeilen: 01-06
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 369, Zeilen: 04-05, 12-17
[Es existiert kein Stillstand in der Historie, immer ist in der] Geschichte Bewegung und Übergang zu erkennen. Deswegen sollte die Forschung die Phase der Großen Koalition nicht nur als einen Übergang von einer Ära zur anderen Ära ansehen, sondern, so wie es diese Dissertation im Bereich der Deutschland- und Ostpolitik praktiziert, als eigenständigen Zeitabschnitt betrachten und herausfinden, was in dieser Regierungszeit Zentrales passiert ist, und was diese Regierung über ihr Bestehen hinaus bewirkt hat. [Z. 4-5]

In der Geschichte gibt es keinen Stillstand, immer ist etwas im Wandel, im Übergang begriffen.

[Z. 12-17]

Gerade deswegen sollte man keine dieser vielen unterscheidbaren Phasen in der jüngeren deutschen Geschichte lediglich als Übergang von etwas zu etwas anderem betrachten, sondern als Vorgang für sich und fragen, was darin an Wichtigem sich ereignet hat und was diese Zeit an Bleibendem hervorgebracht hat, so wie es in diesem Buch geschehen ist.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 019 21‎. Umformulierungen der Aussagen aus der Quelle; die Herkunft ist aber deutlich erkennbar.

Sichter
Hotznplotz

[16.] Mw/Fragment 020 10
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:25 Kybot
Erstellt: 11. December 2011, 19:19 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 020, Zeilen: 06-10
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 689, Zeilen: 08-14
Aus dieser interpretatorischen Sichtweise wird die Regierungszeit der Großen Koalition nicht mehr auf einen sekundären Zwischenabschnitt zwischen der

Adenauer-Ära und der sozial-liberalen Ära reduziert, sondern erhält ihr Eigengewicht in einer Zeit des Wandels, während der in Bonn eine neu justierte Deutschland- und Ostpolitik praktiziert werden sollte.

Aus dieser interpretatorischen Perspektive schrumpft die Regierungszeit

der Großen Koalition nicht mehr zu einem an sich überflüssigen Intermezzo zwischen den beiden Hauptakten der christdemokratischen und der sozial-liberalen Vorherrschaft in Bonn, sondern erhält ihr Eigengewicht in einer Epoche des Wandels, während der in der Bundesrepublik ambitionierte Reformprogramme in unterschiedlichen Koalitionskonstellationen in Angriff genommen wurden.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe; der Schluss des Satzes wird auf das Thema der Arbeit hin konkretisiert.

Sichter
Frangge

[17.] Mw/Fragment 023 03
Bearbeitet: 2014-01-06 18:57:35 Schumann
Erstellt: 28. June 2011, 21:08 (92.195.237.147)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schoellgen 2004, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
92.195.237.147, Hindemith, Dr. I. Jones, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 023, Zeilen: 03-11
Quelle: Schoellgen 2004
Seite(n): 16, Zeilen: -
Außenpolitisch ist die Bundesrepublik Deutschland seit 1949 darauf angewiesen, den Handlungsspielraum zu nutzen, den die internationalen Rahmenbedingungen ihr bieten. Darin unterscheidet sich die Bundesrepublik immer weniger von anderen Ländern. In einer immer dichter vernetzten und globalisierten Welt kann kein Land, auch keine Großmacht im heutigen Sinne, mehr autark Außenpolitik praktizieren. Jedoch hat keine andere Regierung eines vergleichbaren Staates unter den komplexen Bedingungen des Kalten Krieges so gut die Kompetenz erlangt beziehungsweise erlangen müssen, die Grenzen des eigenen Handlungsspielraums zu erspähen, zu akzeptieren und im Interesse des eigenen Landes zu gebrauchen, wie es die deutsche Bundesregierung getan hat. In ihrer Außenpolitik war und ist die Bundesrepublik darauf verwiesen, den Handlungsspielraum zu nutzen, den die Rahmenbedingungen ihr lassen beziehungsweise öffnen. Darin unterscheidet sie sich einerseits zusehends weniger von anderen: In einer immer dichter vernetzten, dem Globalisierungssog ausgesetzten Welt kann kein Land, auch keine Großmacht im modernen Sinne, mehr autonom und souverän Außenpolitik betreiben. Andererseits hat keine zweite Regierung eines vergleichbaren Landes unter den Bedingungen der Ordnung des Kalten Krieges eine solche Fähigkeit entwickelt beziehungsweise entwickeln müssen, die Grenzen der Handlungsfreiheit zu erkennen, zu akzeptieren und im Interesse des eigenen Landes zu nutzen, wie die deutsche.
Anmerkungen

In der Quelle wird Schöllgen, Gregor: Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. C. H. Beck, München 1999, S. 16 f. als Quelle angegeben. Aufgrund der Auslassung ("[...]") ist anzunehmen, dass auf die Internetquelle zurück gegriffen wurde.(1. Fundstelle:http://www.deutschlandundeuropa.de/40_00/rolledeutschlands.html) Noch größere Übereinstimmung findet sich mit Schöllgen 2004, vermutlich die aktualisierte Fassung von Schöllgen 1999. Text der Fundstelle wurde dementsprechend abgeändert. / Jones

Sichter
Jones

[18.] Mw/Fragment 024 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:30 Kybot
Erstellt: 28. June 2011, 21:20 (92.195.237.147)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Weidenfeld Korte 1999

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
92.195.237.147, Hindemith, Dr. I. Jones, Fiesh, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 024, Zeilen: 01-10
Quelle: Weidenfeld Korte 1999
Seite(n): 30-31, Zeilen:
[Das Ziel der deutschen] Einheit wurde in der Präambel des Grundgesetzes für alle Bundesregierungen bindend festgehalten. Unter ihrem ersten Kanzler Adenauer versuchte die Bundesrepublik, ihre außenpolitischen Interessen durch eine Politik der konsequenten Westbindung zu realisieren. Die feste Integration in die westliche Gemeinschaft demokratischer Staaten sollte das Vertrauen der westlichen Verbündeten in die Verlässlichkeit und die Berechenbarkeit der Bundesrepublik bestärken. Durch aktive Mitwirkung in der westlichen Gemeinschaft wollte die Bundesrepublik Gleichberechtigung erreichen.[FN 67] Die Politik der Westbindung war aber nicht nur eine Absage an Schaukelpolitik und Sonderwege, sie stellte in ihrem Kern als Wertbindung auch die Basis für die Erschaffung und Aufrechterhaltung einer demokratischen Ordnung in der Bundesrepublik dar.

[FN 67: Konrad-Adenauer-Stiftung (Hrsg.), Kleine Geschichte der CDU, Stuttgart 1995, S. 58-60.]

Das Ziel der deutschen Einheit wurde in der Präambel des Grundgesetzes für alle Regierungen verbindlich festgeschrieben. Unter ihrem ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer versuchte die Bundesrepublik, ihre außenpolitischen Interessen durch eine Politik der konsequenten Westbindung zu verwirklichen. Die feste Verankerung in der westlichen Gemeinschaft demokratischer Staaten sollte das Vertrauen der westlichen Verbündeten in die Verläßlichkeit und Berechenbarkeit der Bundesrepublik stärken und über Mitwirkung Gleichberechtigung erreichen. Die Politik der Westbindung war aber nicht nur eine Absage an Schaukelpolitik und Sonderwege, sie war in ihrem normativen Kern als Wertbindung auch Grundlage für die Gründung und Stabilisierung einer dauerhaften Demokratie in Deutschland.
Anmerkungen

Sehr enge Anlehnung an Weidenfeld Korte 1999 ohne jede Kennzeichnung. Quelle in FN 67 der Diss. wird in Weidenfeld Korte 1999 bei Schilderung des gleichen Sachverhalts nicht zitiert. Stichproben für markante Ausdrücke wie "Präambel des Grundgesetzes","aktive Mitwirkung" und "westlichen Gemeinschaft" ergeben über google.books snippet-view keine Treffer in FN 67: Kleine Geschichte der CDU, Stuttgart 1995. Selbst für den daher sehr unwahrscheinlichen Fall, dass die Textstelle in ähnlicher Form darin auftaucht, wäre der Umfang der Übernahme unzureichend gekennzeichnet. Gehe hier aber von Verschleierung von Weidenfeld Korte 1999 aus. / Jones

Sichter
Jones

[19.] Mw/Fragment 024 24
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:32 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 15:09 (Dr. I. Jones)
Bahr 1969, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Dr. I. Jones, PlagProf:-), Frangge, Hindemith, Schuju
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 24-32
Quelle: Bahr 1969
Seite(n): 1049, Zeilen:
Die Bundesrepublik gehörte und gehört nicht zu den großen Führungsmächten der Welt, deren Agieren die weltpolitische Entwicklung weitgehend beeinflussen kann. Sie stand und steht wegen ihrer ökonomischen Stärke und ihrer geostrategischen Position an der Schnittstelle von Ost und West jedoch nahe am Mittelpunkt des internationalen politischen Geschehens und konnte und kann international relevanten Entscheidungen nicht ausweichen. Aus diesen Gründen war und ist sie noch mehr als andere Staaten gegenüber Entwicklungen der Weltpolitik sensibilisiert. Die Bundesrepublik musste und muss die internationalen Rahmenbedingungen, die der deutschen Außenpolitik gesetzt waren und sind, präzise analysieren, um ihre eigenen Ziele realisieren zu können. Egon [Bahr formulierte im Herbst 1969 treffend, dass die Bundesrepublik versuchen müsse, nach Möglichkeiten nicht gegen, sondern mit dem politischen Wind zu operieren. [FN 68]]


FN 68: Bahrs “Planungsstudie zur Außenpolitik einer künftigen Bundesregierung“ vom 18.9.1969, S. 1-15, hier S. 1: AdsD, Depositum Egon Bahr, Ordner 396, Mappe 1.

Die Bundesrebublik gehört nicht zu den Großen Führungsmächten der Welt, deren Verhalten die künftige Entwicklung weitgehend mitbestimmen kann. Angesichts ihrer ökonomischen Bedeutung und ihrer geostrategischen Lage an der Nahtstelle zwischen Ost und West steht sie gleichwohl nahe am Mittelpunkt des politischen Geschehens und kann Entscheidungen nicht ausweichen. Aus diesen Gründen ist sie noch mehr als andere Staaten gegenüber Tendenzen der Weltpolitik empfindlich; sie muß die politische Landschaft, in der sich ihre Außenpolitik zu bewegen hat, sorgfältig beobachten, um ihre eigenen Ziele verwirklichen zu können; sie muß versuchen, nach Möglichkeit nicht gegen, sondern mit dem politischen Wind zu operieren.
Anmerkungen

Fundstelle Aufzeichnung von Bahr vom 18.9.1969 in Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland. 1969 (Blasius) Sehr eigenwilliger Quellenumgang: m.E. gibt Mw hier die Gedanken einer historischen Figur (Bahr), die er in seiner Arbeit untersucht, als die eigenen wieder. Mw erweckt den Eindruck, nur der letzte Satz gebe die Ansicht von Bahr wieder.

Sichter
PlagProf:-) Schuju

[20.] Mw/Fragment 025 18
Bearbeitet: 2012-04-06 17:54:21 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 16:05 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schoellgen 2004, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 18-21
Quelle: Schoellgen 2004
Seite(n): 45, Zeilen:
Ein zentraler Unterschied zwischen den beiden deutschen Staaten war, dass die Bundesrepublik die DDR nicht anerkannte. Darüber hinaus beanspruchte die Bundesregierung für sich, alleine das gesamte deutsche Volk vertreten zu können, da nur die Bundesregierung, nicht aber das SED-Regime demokratisch legitimiert war. Dieser bundes- [deutsche Alleinvertretungsanspruch wurde durch die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Bonn und Moskau im Jahr 1955 gefährdet.[...]] Ein wichtiger Unterschied zwischen den beiden deutschen Staaten war allerdings darin zu sehen, daß der eine, die Bundesrepublik, den anderen, die DDR, nicht anerkannte und überdies für sich beanspruchte, alleine das gesamte deutsche Volk vertreten zu können, da nur die Bundesregierung, nicht aber das SED-Regime demokratisch legitimiert sei. Eben dieser „Alleinvertretungsanspruch" der Bundesrepublik wurde durch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen Bonns zu Moskau gefährdet.[...]
Anmerkungen

Seitenüberlapp von Mw/Fragment 026 01 Das Buch von Gregor Schöllgen "Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart" (erschienen in zahlreichen Auflagen und Ausgaben, auch als Lizensausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung) wird im Literaturverzeichnis und in den Fußnoten nicht erwähnt.

Sichter
Frangge

[21.] Mw/Fragment 026 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:35 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 15:54 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schoellgen 2004, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 01-08
Quelle: Schoellgen 2004
Seite(n): 45, Zeilen:
[Ein zentraler Unterschied zwischen den beiden deutschen Staaten war, dass die Bundesrepublik die DDR nicht anerkannte. Darüber hinaus beanspruchte die Bundesregierung für sich, alleine das gesamte deutsche Volk vertreten zu können, da nur die Bundesregierung, nicht aber das SED-Regime demokratisch legitimiert war. Dieser bundes-]deutsche Alleinvertretungsanspruch wurde durch die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Bonn und Moskau im Jahr 1955 gefährdet. Es war die heikle Situation entstanden, dass die Bundesrepublik diplomatische Beziehungen zu einem Land aufgenommen hatte, das seinerseits solche zur DDR pflegte. Jedoch konnte Bonn mit gutem Grund darauf hinweisen, dass diese Maßnahme deshalb notwendig gewesen sei, da es sich bei der Sowjetunion schließlich um eine der alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkrieges handele und zu einer wie auch immer gearteten Lösung der deutschen Frage ihre Zustimmung notwendig sei. [FN 74]

[FN 74: Schuster, Rudolf, Die „Hallstein Doktrin“ - Ihre rechtliche und politische Bedeutung und die Grenzen ihrer Wirksamkeit. In: Europa-Archiv, Band 6, 1963, S. 670-689, hier S. 678.]

Ein wichtiger Unterschied zwischen den beiden deutschen Staaten war allerdings darin zu sehen, daß der eine, die Bundesrepublik, den anderen, die DDR, nicht anerkannte und überdies für sich beanspruchte, alleine das gesamte deutsche Volk vertreten zu können, da nur die Bundesregierung, nicht aber das SED-Regime demokratisch legitimiert sei. Eben dieser „Alleinvertretungsanspruch" der Bundesrepublik wurde durch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen Bonns zu Moskau gefährdet. Gewiß, in Bonn konnte mit gutem Grund argumentiert werden, daß dieser Schritt deshalb notwendig gewesen sei, weil es sich bei der Sowjetunion schließlich um eine der alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkrieges handele und es zu einer wie auch immer gearteten Lösung der Deutschen Frage ihrer Zustimmung bedürfe. Indessen war die prekäre Situation entstanden, daß die Bundesrepublik diplomatische Beziehungen zu einem Land aufgenommen hatte, welches seinerseits solche zur DDR unterhielt.
Anmerkungen

Fundstelle Keine Kennzeichnung der Übernahme von Schöllgen 2004 (oder andere Auflagen). Mw verändert die Sätze aus der Fundstelle und variiert hier sogar die Reihenfolge. Mw gibt als Quelle Schuster 1963 an, doch selbst wenn die wörtlich übernommenen Textfragmente dort zu finden sein sollten, so wären doch die wörtlichen Übernahmen nicht ausreichend gekennzeichnet.

Sichter
Frangge

[22.] Mw/Fragment 026 13
Bearbeitet: 2012-04-06 17:54:24 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 16:52 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Kilian 2001, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 13-16
Quelle: Kilian 2001
Seite(n): 26, Zeilen:
Die Bundesregierung befürchtete, wenn die DDR einmal international anerkannt wäre, könnte die Hoffnung auf ein wiedervereinigtes Deutschland begraben werden, weil sich dann die Welt nur zu gerne an die Existenz von zwei deutschen Staaten gewöhnen würde. Man glaubte damals, wenn die DDR einmal international anerkannt wäre, könnte man die Hoffnungen auf ein vereinigtes Vaterland ebenso gut begraben, weil sich dann die Welt nur zu gerne an die Existenz von zwei deutschen Staaten gewöhnen würde.
Anmerkungen

Fundstelle Uebernahme ohne Quellenangabe

Sichter
Frangge

[23.] Mw/Fragment 027 21
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:39 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 17:23 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Kilian 2001, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 21-27
Quelle: Kilian 2001
Seite(n): 5, Zeilen:
Die Bundesrepublik hatte mit der Hallstein-Doktrin und mit ihrem Anerkennungsboykott gegenüber der DDR durchaus keine neue Strategie entwickelt. Die USA hatten viele Jahre lang der neuen Sowjetregierung in Moskau und der kommunistischen Regierung in China die Anerkennung versagt. Auch die nach 1946 geteilten Staaten China, Korea und Vietnam versuchten, die Teilung ihrer Länder rückgängig zu machen, indem sie dem konkurrierenden Teilstaat die völkerrechtliche Anerkennung verweigerten und von den übrigen Staaten der Welt gleiches verlangten.[FN 80]

[FN 80: Weiterführende Literatur ist: Yang, Ying-Feng, Der Alleinvertretungsanspruch der geteilten Länder Deutschland, Korea und China im politischen Vergleich, Frankfurt a. M. 1997.]

Die Bundesregierung betrat mit ihrem Anerkennungsboykott gegen die DDR durchaus kein Neuland. Die USA hatten viele Jahre lang der neuen Sowjetregierung in Moskau und der kommunistischen Regierung in China die Anerkennung verweigert. Auch die nach 1945 geteilten Staaten, China, Korea und Vietnam, versuchten die Teilung ihres Landes rückgängig zu machen, indem sie dem konkurrierenden Teilstaat die völkerrechtliche Anerkennung verweigerten und von den übrigen Staaten ein Gleiches verlangten.
Anmerkungen

Fundstelle Kein Verweis auf Kilian 2001; Text der Fundstelle stammt aus dem Vorwort.

Sichter
Frangge

[24.] Mw/Fragment 028 04
Bearbeitet: 2012-04-06 17:54:28 Kybot
Erstellt: 28. November 2011, 12:35 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 028, Zeilen: 04-05
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 098, Zeilen: 13-16
Seit 1962 wuchs bei Adenauer die Bereitschaft, mit der Sowjetunion das Gespräch zu suchen, wie der Burgfriedensplan und andere Äußerungen andeuteten. Erst seit 1962 wuchs bei Adenauer die Bereitschaft, mit der Sowjetunion das Gespräch zu suchen, wie der Burgfriedensplan [...] und andere Äußerungen andeuten.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[25.] Mw/Fragment 028 05
Bearbeitet: 2012-04-06 17:54:31 Kybot
Erstellt: 28. June 2011, 19:22 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hindemith, Goalgetter, Fiesh, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 05-12
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 365, Zeilen: li. Sp., 05-18
Denn die Errichtung der Berliner Mauer im August 1961 hatte die Deutschland- und Ostpolitik der Bundesregierung vor eine neue Hürde gestellt. In der DDR war der Versuch misslungen, eine sozialistische Gesellschaftsordnung aufzubauen, die von der Bevölkerung hätte akzeptiert werden können. Millionen Menschen, darunter viele qualifizierte Arbeitskräfte, hatten die DDR verlassen und waren in die prosperierende Bundesrepublik gegangen. Um weitere Abwanderungen zu unterbinden, riegelte die DDR ihre Grenzen ab. Die Errichtung der Berliner Mauer nach den Sperrmaßnahmen vom 13. August 1961 markierte das doppelte Scheitern bisheriger Deutschlandpolitik. In der DDR war der Versuch misslungen, eine sozialistische Gesellschaftsordnung aufzubauen, die von der Bevölkerung bejaht [...] wurde. Millionen von Menschen, darunter viele jüngere und qualifizierte Arbeitskräfte, hatten die DDR verlassen und waren in die Bundesrepublik gegangen. Um das Ausbluten des eigenen Staates zu verhindern, riegelte die DDR ihre Grenzen fast hermetisch ab.
Anmerkungen

Übernahme mit leichten Abwandlungen. Keine Quellenangabe.

Sichter
Goalgetter

[26.] Mw/Fragment 028 101
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:46 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 18:06 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schoellgen 2004, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: FN: 1-8
Quelle: Schoellgen 2004
Seite(n): 46-47, Zeilen:
So genügte zum Beispiel schon die Drohung mit der Einstellung der deutschen Hilfe für den Bau des Assuan- und des Euphrat-Staudammes, um Ägypten und Syrien zu der Einsicht zu bekehren, bei ihrer Annäherung an Ostberlin Vorsicht walten zu lassen. Scharfe Reaktionen, wie zum Beispiel die Einstellung der deutschen Wirtschaftshilfe an Ceylon, mit der Bonn selbst noch 1964 auf die Aufwertung der DDR-Vertretung zu einem Generalkonsulat reagierte, verfehlten nicht ihre Wirkung. Zum äußersten Mittel, dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, griff Bonn allerdings nur dreimal. Am 19.10.1957 wurden die diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien, am 14.1.1963 diejenigen zu Kuba abgebrochen, und am 24.2.1963 wurde die am 18.1. gegründete Volksrepublik Sansibar ausdrücklich nicht anerkannt.

Siehe: Kilian, Werner, Die Hallstein-Doktrin. Der diplomatische Krieg zwischen der BRD und der DDR 1955-1973. Aus den Akten der beiden deutschen Außenministerien. In: Zeitgeschichtliche Forschungen, Band 7, Berlin 2001, S. 30. Zum Fall Sansibar siehe: Schneppen, Heinz, Eine Insel und zwei deutsche Staaten - Sansibar und die Hallstein-Doktrin 1946-1966. In: Deutschland-Archiv, Band 3, 1999, S. 409-418. Siehe auch: Engel, Ulf / Schleicher, Hans-Georg, Die beiden deutschen Staaten in Afrika. Zwischen Konkurrenz und Koexistenz 1949-1990, Hamburg 1989.

So genügte zum Beispiel schon die Drohung mit der Einstellung der Hilfe für den Bau des Assuan- beziehungsweise des Euphrat-Staudammes, um Ägypten und Syrien zu der Einsicht zu bekehren, bei ihrer Annäherung an Ost-Berlin Vorsicht walten zu lassen. Scharfe Reaktionen, wie zum Beispiel die Einstellung der Wirtschaftshilfe an Ceylon, mit der Bonn selbst noch 1964 auf die Aufwertung der DDR-Vertretung zu einem Generalkonsulat reagierte, verfehlten nicht ihre Wirkung. Zum äußersten Mittel, dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, griff Bonn allerdings nur zwei- beziehungsweise dreimal. Am 19. Oktober 1957 wurden die diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien, am 14. Januar 1963 diejenigen zu Kuba abgebrochen, und am 24. Februar 1964 wurde die am 18. Januar gegründete Volksrepublik Sansibar ausdrücklich nicht anerkannt.
Anmerkungen

Fundstelle Fußnotentext Diverse Literaturangaben, aber Schöllgen 2004, aus dem wörtlich übernommen wurde, fehlt. Eigentlich ein KomplettPlagiat, da nur kleine Änderungen (v.a. Datumsformat).

Sichter
Frangge

[27.] Mw/Fragment 028 15
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:48 Kybot
Erstellt: 7. November 2011, 15:43 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 15-17
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 365, Zeilen: li. Sp., 18-21
Die besondere Lage Berlins führte dabei zu der bis dahin unvorstellbaren Maßnahme, dass quer durch eine europäische Metropole eine Mauer errichtet wurde, die zu einer hermetischen Abriegelung führte. Die besondere Lage Berlins führte dabei zu dem bis dahin unvorstellbaren Vorgang, daß quer durch eine europäische Metropole eine Mauer gezogen wurde.
Anmerkungen

kurze, aber eindeutige Übernahme ohne Quellenangabe

Sichter
Jones

[28.] Mw/Fragment 028 22
Bearbeitet: 2012-04-08 11:36:02 Sotho Tal Ker
Erstellt: 7. November 2011, 15:35 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 028, Zeilen: 22-24
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 365, Zeilen: li. Sp., 22-27
Der Mauerbau 1961 hatte gezeigt, dass der Versuch der Bundesregierung Adenauer gescheitert war, gemeinsam mit den Westmächten durch eine „Politik der Stärke“[FN 83] die Sowjetunion zu veranlassen, ihre einstige deutsche Zone preiszugeben und so die [Wiedervereinigung Deutschlands zu erlangen.]

[ [FN 83]: Zitat Adenauer, nachzulesen bei: Weidenfeld, Werner / Korte, Karl Rudolf (Hrsg.), Handbuch zur deutschen Einheit 1949-1989-1999, verlegt bei der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 104.]

Aber der Mauerbau zeigte auch, daß der Versuch der Bundesregierung gescheitert war, gemeinsam mit den Westmächten durch eine "Politik der Stärke" die Sowjetunion zu veranlassen, "die Zone herauszugeben", und so die Wiedervereinigung Deutschlands zu erreichen.
Anmerkungen

Enge Anlehnung ohne Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 029 01.

Sichter
Jones

[29.] Mw/Fragment 029 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:51 Kybot
Erstellt: 6. November 2011, 12:51 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 01-04
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 365, Zeilen: li. Sp., 28-32
Die US-Regierung hatte nicht interveniert, als unter sowjetischem Schutz die Berliner Mauer errichtet wurde, sie respektierte damit wie schon beim Aufstand am 17. Juni 1953 in der DDR und beim Ungarnaufstand 1956 den sowjetischen Einflussbereich. Die Amerikaner griffen militärisch nicht ein, als unter sowjetischem Schutz die Berliner Mauer errichtet wurde, sie respektierten damit – wie schon am 17. Juni 1953 und beim Ungarnaufstand 1956 – die sowjetische Machtsphäre.
Anmerkungen

enge Anlehnung ohne Kenntlichmachung als Paraphrase

Sichter
Jones

[30.] Mw/Fragment 030 04
Bearbeitet: 2012-04-08 11:37:37 Sotho Tal Ker
Erstellt: 7. November 2011, 16:00 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 04-08
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 365, Zeilen: li. Sp., 33-39
Die Erkenntnis, dass es keinen kurzen Weg zur deutschen Einheit gab, nun nach dem Bau der Berliner Mauer sogar die Verbindung zwischen den Menschen in beiden Teilen Deutschlands abzureißen drohte, und damit eine deutsche Wiedervereinigung zusätzlich in Gefahr war, rief in der Bundesrepublik einen gedanklichen Wandel hervor.[FN 89]

[ [FN 89]: Zitelmann, Rainer, Adenauers Gegner. Streiter für die Einheit, Erlangen 1991, S. 138-142.]

Die Erkenntnis, dass es keinen kurzen Weg zur deutschen Einheit gab, ja dass nun sogar die Verbindungen zwischen den Menschen in beiden Teilen Deutschlands abzureißen drohten und damit die Einheit der Nation zusätzlich in Gefahr war, löste in der Bundesrepublik einen politischen Umdenkungsprozeß aus.
Anmerkungen

Zwar ist eine andere Quellenangabe vorhanden, allerdings bestehen wörtliche Übereinstimmungen mit der Fundstelle von einmal 11 und einmal 8 Wörtern Länge (ignorierte man triviale Änderungen, wäre die 8-Wörter-Passage noch deutlich länger). Hier wird also mindestens gegen die Kennzeichnungspflicht wörtlicher Zitate verstoßen.

Sichter
Jones

[31.] Mw/Fragment 030 21
Bearbeitet: 2012-04-07 10:56:57 Kybot
Erstellt: 11. November 2011, 19:02 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 030, Zeilen: 21-26
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 026, Zeilen: 14-20
Viele in der Bundespolitik erwarteten nun nicht nur die französische Unterstützung zur deutschen Wiedervereinigung, die man bei den Amerikanern nicht mehr vorzufinden glaubte, sondern auch die französische Unterstützung bei der Normalisierung der deutschen Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten und zur Sowjetunion. Wenn die deutsche Ostpolitik durch den einstigen Erbfeind Frankreich unterstützt würde, so stiegen nach Meinung vieler [Bonner Politiker die Chancen auf eine Verbesserung der deutschen Beziehungen zu den Ostblockstaaten und somit langfristig auch die Chancen auf eine Wiedervereinigung Deutschlands.[FN 95]] Der CSU-Vorsitzende und mit ihm viele andere in der Bundesrepublik erhofften sich nicht nur die französische Unterstützung der Wiedervereinigung, die man bei Amerikanern und Engländern nicht mehr zu finden glaubte, sondern überhaupt Hilfe bei der Normalisierung der Beziehungen zur Sowjetunion und den Ostblockstaaten. Wenn die deutsche Ostpolitik durch den einstigen Erbfeind Frankreich unterstützt würde, so stiegen nach Ansicht vieler [bundesdeutscher Politiker die Chancen auf eine Verbesserung der Beziehungen der Bundesrepublik zu den Ostblockstaaten und somit langfristig auch die Chancen auf die Wiedervereinigung.[FN 39]]
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 031 01.

Sichter
Hotznplotz

[32.] Mw/Fragment 031 01
Bearbeitet: 2012-04-08 11:38:31 Sotho Tal Ker
Erstellt: 11. November 2011, 19:08 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 031, Zeilen: 01-03
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 026, Zeilen: 20-22
[Wenn die deutsche Ostpolitik durch den einstigen Erbfeind Frankreich unterstützt würde, so stiegen nach Meinung vieler] Bonner Politiker die Chancen auf eine Verbesserung der deutschen Beziehungen zu den Ostblockstaaten und somit langfristig auch die Chancen auf eine Wiedervereinigung Deutschlands.[FN 95]

[ [FN 95]: Marcowitz, Reiner, Option für Paris? Unionsparteien, SPD und Charles de Gaulle 1958-1969, München 1996, S. 210-211.]

[Wenn die deutsche Ostpolitik durch den einstigen Erbfeind Frankreich unterstützt würde, so stiegen nach Ansicht vieler] bundesdeutscher Politiker die Chancen auf eine Verbesserung der Beziehungen der Bundesrepublik zu den Ostblockstaaten und somit langfristig auch die Chancen auf die Wiedervereinigung.[FN 39]

[ [FN 39] Vgl. R. Marcowitz, 1996, S. 164.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 030 21. Auffällig ist die Divergenz bei den Seitenangaben bzgl. Marcowitz; interessanterweise lässt sich die obige Aussage aber weder auf den vom Verfasser noch auf der von Taschler angegebenen Seite finden. Im Falle des Ersteren muss man hier wohl von einer Fingierung sprechen.

Sichter
Hotznplotz

[33.] Mw/Fragment 031 11
Bearbeitet: 2012-04-06 17:54:49 Kybot
Erstellt: 4. July 2011, 11:36 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Fiesh, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 11-20
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 372, Zeilen: li. Sp., 13-29
Der sehr erfolgreiche Bundeswirtschaftsminister Erhard hatte als „Wahllokomotive“ erheblich dazu beigetragen, dass die CDU/CSU unter Adenauer die Bundestagswahlen 1953, 1957 und 1961 mit großem Vorsprung vor der SPD gewinnen konnte. Als sich 1961 der 85jährige Adenauer auf Grund einer Forderung des Koalitionspartners FDP verpflichten musste, nach der Hälfte der neuen Legislaturperiode das Amt des Kanzlers einem jüngeren Nachfolger abzugeben, wurde ganz selbstverständlich in der Öffentlichkeit die Nominierung Erhards erwartet.[FN 99] Die CDU/CSU hat ihn schließlich zum neuen Kanzler vorgeschlagen, obwohl Adenauer die Kanzlerschaft des aus seiner Sicht „schwachen“[FN 100] Erhards abgelehnt hatte.[FN 101] Der erfolgreiche Wirtschaftsminister hat als „Wahllokomotive“ erheblich dazu beigetragen, daß die CDU/CSU [...] unter Adenauer die Bundestagswahlen 1953, 1957 und 1961 mit deutlichem Vorsprung vor der SPD gewinnen konnte. Als daher 1961 der 85-jährige Adenauer aufgrund einer Forderung des Koalitionspartners FDP sich verpflichten musste, nach der Hälfte der neuen Legislaturperiode das Amt des Bundeskanzlers einem jüngeren Nachfolger zu übergeben, wurde ganz selbstverständlich in der Öffentlichkeit die Nominierung Erhards erwartet. Die CDU/CSU-Fraktion hat ihn schließlich zum neuen Bundeskanzler vorgeschlagen, obwohl sich Adenauer hartnäckig gegen die Kandidatur Erhards gesträubt hat.
Anmerkungen

FN 99-101 verweisen nicht auf Müller et al. Sehr enge Übernahme; der zweite der drei Sätze ist besonders eng am Original.

Sichter
Jones

[34.] Mw/Fragment 032 20
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:04 Kybot
Erstellt: 29. June 2011, 17:04 (Dr. I. Jones)
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Goalgetter, Hindemith, PlagProf:-), Fiesh, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 20-24
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 455, Zeilen:
Der damalige CDU-Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier behauptete später, dass die Friedensnote von vornherein nicht als Verhandlungsangebot an den Osten, sondern als Zeichen der Entspannungsbereitschaft Richtung Westen gedacht gewesen sei, um der dort drohenden, wenn nicht bereits eingetretenen Isolierung zu begegnen.[FN 108]

FN 108: Gerstenmaier, Eugen, Streit und Frieden hat seine Zeit. Ein Lebensbericht, Frankfurt a. M. 1981, S. 381-385.

Manche, wie der damalige Bundestagspräsident Gerstenmaier, behaupteten später sogar, dass die Friedensnote von vorneherein nicht als Verhandlungsangebot an den Osten, sondern als Zeichen der Entspannungsbereitschaft Richtung Westen gedacht war, um der dort drohenden, wenn nicht bereits eingetretenen Isolierung zu begegnen.[EN 2]

Endnote 2, S. 488: Eugen Gerstenmaier: Streit und Friede hat seine Zeit. Ein Lebensbericht. Frankfurt a.M. 1981, S. 455.

Anmerkungen

Die Fundstelle ist bei google.books nicht komplett einsehbar. Ein Auszug aus Bange_2005 mit der Fundstelle findet sich aber bei 1 auf S.1, Z.14. Dissertation und Fundstelle verweisen auf dieselbe Primärquelle (Eugen Gerstenmaier, Streit und Friede hat seine Zeit – ein Lebensbericht, Frankfurt/M 1981), allerdings auf unterschiedliche Seitenzahlen. Die Quelle wird auf S. 25 und 38 erwähnt, aber nicht im Umfeld dieses nicht gekennzeichneten Zitats (19 zusammenhängende Wörter). Zurück auf verdächtig gesetzt (siehe Diskussionsseite) Nachsichtung (mit Büchern) Wieder auf Verschleierung gesetzt, da Sekundär- und Primärliteratur geprüft. MW übernimmt/verschleiert die Ausführungen von Bange; vgl. den Text der Primärquelle (Gerstenmaier S. 455): "Mit dem Bedürfnis der USA, ihren unglücklich-halbherzig geführten Vietnamkrieg zu einem vertretbaren Ende zu bringen, führte die weltpolitische Entwicklung in der Zeit der Regierung Erhard-Schröder zu einem »Entspannungswettlauf« gen Moskau. Zum erstenmal seit den Pariser Verträgen erschien am politischen Horizont die Gefahr der Isolierung der Bundesrepublik Deutschland. Der seinem ermordeten Vorgänger in keiner Weise ebenbürtige Präsident der USA, Johnson, verstärkte diese Gefahr so, daß die Regierung Erhard am 25. März 1966 an die meisten Staaten der Welt eine »Note zur Abrüstung und Sicherung des Friedens« richtete." MW übernimmt/verschleiert die Ausführungen von Bange (MW verweist auf Gerstenmaier, S. 381-385, was inhaltlich nicht zutrifft; Passagen wurden überprüft.)

Sichter
PlagProf:-) Frangge

[35.] Mw/Fragment 033 07
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:06 Kybot
Erstellt: 17. July 2011, 15:17 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Kilian 2001, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 7-18
Quelle: Kilian 2001
Seite(n): 335, Zeilen:
Die Vorschläge der Friedensnote waren alle nicht unbekannt. Aber es war auffällig, dass sich die Bundesregierung auf internationaler Ebene zu weltpolitischen Themen und nicht nur wie gewöhnlich zur Situation in Deutschland äußerte. Die deutsche Frage kam allerdings versteckt in die Friedensnote hinein, indem festgehalten wurde: „Die Bundesregierung … glaubt jedoch, daß alle Bemühungen um Sicherheit, Abrüstung und Rüstungskontrolle nur dann entscheidenden und dauerhaften Erfolg haben werden, wenn man Schritt für Schritt auch die Ursachen der Spannungen in der Welt beseitigt. In Europa heißt das vor allem die Deutschlandfrage in gerechter Weise lösen, indem man dem gesamten deutschen Volk das Recht gewährt, frei über seine politische Lebensform und sein Schicksal zu bestimmen.“[FN 112] Die Bundesregierung blieb bei ihrer traditionellen Auffassung, dass die deutsche Wiedervereinigung Voraussetzung für eine Entspannung in Europa sei.

[FN 112: Text der Note, S. 1-10, hier S. 10: BAK, Akten des Bundespräsidialamts V. WP, Mikrofilmsignatur B122-5290.]

Die Vorschläge waren alle nicht neuartig. Aber es war ein ungewohntes Erlebnis, daß sich die Bundesregierung auf dem internationalen Parkett zu weltpolitischen Fragen und nicht nur, wie sonst üblich, zur Situation in Deutschland äußerte. Das Deutschlandproblem kam allerdings durch die Hintertüre in den Text hinein, indem behauptet wurde, Sicherheit und Abrüstung könnten nur dann entscheidenden und dauerhaften Erfolg haben, wenn die Deutschlandfrage in gerechter Weise durch Gewährung des Selbstbestimmungsrechts gelöst werde. Es blieb also in der Bonner Analyse bei der traditionellen Ansicht, daß die deutsche Teilung der wichtigste Grund für die Ost-West-Spannung sei.
Anmerkungen

Weitere Ähnlichkeiten vor und nach dieser Fundstelle: Mw/Fragment_033_23 Klare Übernahme der Gedankenkette aus Kilian 2001 ohne Kennzeichnung.

Sichter
Jones

[36.] Mw/Fragment 033 23
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:08 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 20:42 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Kilian 2001, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 23-27
Quelle: Kilian 2001
Seite(n): 335 f., Zeilen: 37-
Zur Oder-Neiße-Grenze und zum Münchener Abkommen konnte in der Friedensnote keine Veränderung der Bonner Haltung verzeichnet werden. Jedoch gab es neuartige Formulierungen. Zur Grenzfrage mit Polen wurde bemerkt, dass beide Seiten sich um Verständigung bemühen sollten. Zum Münchener Abkommen wurde zwar nicht die von Prag verlangte Erklärung der Nichtigkeit von Anfang an gegeben, aber dafür die be-[schwichtigende Erklärung, dass es keine territoriale Bedeutung mehr habe, da die Bundesrepublik keine Gebietsansprüche gegen die Tschechoslowakei verfolge.[FN 114]]


FN 114: Text der Note, S. 1-10, hier S. 8: BAK, Akten des Bundespräsidialamts V. WP, Mikrofilmsignatur B122-5290.

Auch zur Oder-Neiße und zum Münchner Abkommen konnte man keine Änderung der Bonner Haltung feststellen, wohl aber interessante neue Formulierungen. So wurde zur Grenzfrage mit Polen gefordert, beide Seiten sollten sich um Verständigung bemühen. Zum Münchner Abkommen wurde zwar nicht die von Prag geforderte Erklärung der Nichtigkeit von Anfang an gegeben, aber die beruhigende Erklärung, es habe keine territoriale Bedeutung mehr, da die BRD keine Gebietsansprüche gegen die ČSSR erhebe.
Anmerkungen

Fundstelle Es finden sich vor dieser Fundstelle weitere Textstellen mit starken Ähnlichkeiten zwischen MW (S. 33) und Kilian (S. 335): Mw/Fragment 033 07

Sichter
Frangge

[37.] Mw/Fragment 034 07
Bearbeitet: 2012-04-06 17:54:57 Kybot
Erstellt: 7. November 2011, 18:50 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Griffith 1981, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 7-9
Quelle: Griffith 1981
Seite(n): 168, Zeilen: 6-9
Die Bonner Politik klammerte die DDR bewusst in der Hoffnung aus, dass Moskau schließlich Ostberlin dazu drängen würde, Bonn gegenüber größere Zugeständnisse zu machen. Schröders Ostpolitik klammerte die DDR, auf deren Isolierung sie angelegt war, bewußt in der Hoffnung aus, daß Moskau schließlich Ost-Berlin dazu zwingen würde, Bonn gegenüber größere Konzessionen zu machen.
Anmerkungen

Sehr kurze Übernahme ohne Quellenverweis. Die Übernahme ist aber aufgrund der wörtlich übernommenen Wortketten eindeutig.

Sichter
Frangge

[38.] Mw/Fragment 034 13
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:12 Kybot
Erstellt: 7. November 2011, 18:34 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 034, Zeilen: 13-15
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 372, Zeilen: li. Sp., 45-49
Weil die DDR bei der Friedensnote ausgeklammert wurde und die Bundesregierung

starr an der Hallstein-Doktrin festhielt, brachte die deutsche Friedensnote keinen wirklichen Durchbruch.

Weil jedoch die DDR hierbei ausgeklammert wurde und die Bundesregierung unbeirrt an der Hallsteindoktrin [...] festhielt, brachte dieser Schritt keinen Erfolg.
Anmerkungen

Typischer "Text-Schnipsel" mit Veränderungen des Verfassers. Der nächste Satz in der Quelle Müller et al. wird in Fragment 035 27 eingebaut und modifiziert.

Sichter
Frangge

[39.] Mw/Fragment 035 27
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:14 Kybot
Erstellt: 7. November 2011, 19:00 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 035, Zeilen: 27-30
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 372, Zeilen: li. Sp., 49-53 u. re. Sp., 01-03
Da Kanzler Erhard und Außenminister Schröder als “Atlantiker“ den engen Kontakt zu den USA suchten und dem atlantischen Bündnis den Vorrang gegenüber den Europa-Vorstellungen des französischen Staatspräsidenten de Gaulle einräumten, ver-[schlechterte sich das deutsch-französische Verhältnis merklich.] Da Erhard und sein Außenminister Gerhard Schröder als so genannte "Atlantiker"

dem engen Kontakt zu den USA und dem atlantischen Bündnis den Vorrang gegenüber den Europa-Vorstellungen des französischen Staatspräsidenten de Gaulle einräumten, kühlte sich das deutsch-französische Verhältnis merklich ab.

Anmerkungen

Enge Übernahme ohne Quellenangabe. Der vorhergehende Satz aus der Quelle findet sich in Fragment 034 13; Fortsetzung in Fragment 036 01.

Sichter
Jones

[40.] Mw/Fragment 036 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:16 Kybot
Erstellt: 7. November 2011, 19:07 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 036, Zeilen: 01-03
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 372, Zeilen: re. Sp., 03-06
Demgegenüber setzten die “Gaullisten“ in der CDU/CSU, angeführt von Strauß, auf eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich. Demgegenüber setzten die sogenannten "Gaullisten" in der CDU/CSU, angeführt von Franz Josef Strauß, auf eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 035 27. Sehr enge Übereinstimmung, keine Quellenangabe.

Sichter
Jones

[41.] Mw/Fragment 037 08
Bearbeitet: 2012-04-08 11:39:27 Sotho Tal Ker
Erstellt: 16. July 2011, 21:10 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Kleßmann 1988, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 037, Zeilen: 08-15
Quelle: Kleßmann 1988
Seite(n): 094, Zeilen: 28-34
Denn spätestens seit Kennedys Friedensrede am 10. Juni 1963 an der American University in Washington, die mit ihrem Appell zur Überwindung des Kalten Krieges einen weltpolitischen Szenenwechsel markierte, war deutlich geworden, dass echte Fortschritte in der deutschen Frage nur im Rahmen einer Entspannungspolitik realisierbar sein würden. Aber auch unter Kanzler Erhard blieb die umgekehrte Reihenfolge noch Maxime der deutschen Außenpolitik. Entspannungsbereitschaft wurde von Fortschritten in der deutschen Frage abhängig gemacht. Spätestens seit Kennedys Friedensrede vom 10. Juni 1963, die mit ihrem Appell zur Überwindung des Kalten Krieges einen »weltpolitischen Szenenwechsel« signalisierte[EN 138], war deutlich geworden, daß Fortschritte in Deutschland nur im Rahmen einer Entspannungspolitik möglich sein würden. Auch unter Ludwig Erhard als Bundeskanzler blieb jedoch die umgekehrte Reihenfolge noch Maxime der Außenpolitik. Entspannungsbereitschaft wurde von Fortschritten in der Deutschlandfrage abhängig gemacht.


[ [EN 138]: Grabbe 1983, S. 342 f.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[42.] Mw/Fragment 037 17
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:20 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 21:30 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 17-22
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 28, Zeilen: 7-11
Bei der Bewertung dieser Ostpolitik darf jedoch nicht übersehen werden, dass sie nur einen geringen Handlungsspielraum hatte, da jede zu starke Bemühung zur Ausweitung der deutschen Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten zwangsläufig den Widerstand des Kremls hervorrufen musste, welcher seinen „harten Kurs“ gegenüber der Bundesrepublik beibehielt, wie Altkanzler Adenauer am 24. Februar 1966 auf einer Pressekonferenz bedauerte.[FN 128]

FN 128: Niederschrift der Pressekonferenz, S. 1-17, hier S. 2: ASBAH, Nachlass Konrad Adenauer, Aktengruppe II, Mikrofilmsignatur 51.

Bei der Bewertung der Ostpolitik Schröders darf allerdings nicht übersehen werden, daß er nur einen geringen Handlungsspielraum hatte, da jede zu starke Bemühung um Ausweitung der Beziehungen zu den Ostblockstaaten zwangsläufig auf den Widerstand Moskaus stoßen mußte.
Anmerkungen

Fundstelle

Sichter
Frangge

[43.] Mw/Fragment 037 23
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:22 Kybot
Erstellt: 18. July 2011, 15:39 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 23-25
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 28, Zeilen: 1-7
Erhards und Schröders Politik der Bewegung konnte keinen ostpolitischen Durchbruch erzielen, aber es gelang immerhin, die Bundesrepublik im Jahr 1966 zum wichtigsten Handelspartner Osteuropas zu machen.[FN 129] Der Politikwissenschaftler Christian Hacke [bezeichnet diese behutsame Öffnung nach Osten als die „herausragende Leistung“[FN 130] der Regierung Erhard/Schröder.]

129: Daten der Eröffnungen der deutschen Handelsvertretungen: In Polen 18.9.1963, Rumänien 6.5.1964, Ungarn 15.7.1964 und Bulgarien 19.10.1964: AdsD, Depositum Helmut Schmidt, Ordner 5077: SPD-Pressemitteilung vom 8.11.1966, S. 1-5, hier S. 4.

Insgesamt gesehen konnte Schröder zwar keine spektakulären ostpolitischen Erfolge erzielen, aber es gelang immerhin, die Bundesrepublik im Jahr 1966 zum wichtigsten Handelspartner Osteuropas zu machen.[FN 50] In der Literatur wird die behutsame Öffnung nach Osten als die »herausragende außenpolitische Leistung« der Regierung Erhard/Schröder bezeichnet[FN 51], allerdings wird die bewußte Aussparung der DDR kritisiert und für den mangelnden Erfolg mitverantwortlich gemacht.[FN 52] [...]

FN 50 Vgl. G. Buchstab, Geheimdiplomatie, 1992, S. 886; H.-J. Grabbe, 1983, S. 442. FN 51 So C. Hacke, Weltmacht, 1993; S. 120

Anmerkungen

Weitere Übernahmen auf der folgenden Seite: MW S. 38; vgl. Taschler 2001, S. 28. Mw/Fragment 038 01

Sichter
Hood

[44.] Mw/Fragment 038 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:24 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 22:01 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, PlagProf:-), Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 038, Zeilen: 01-09
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 28, Zeilen: 3-7;12-17
[Der Politikwissenschaftler Christian Hacke] bezeichnet diese behutsame Öffnung nach Osten als die „herausragende Leistung“[FN 130] der Regierung Erhard/Schröder. Kritisiert wird in der Forschungsliteratur jedoch vor allem die bewusste Ausklammerung der DDR. Dies wird für den mangelnden Erfolg mitverantwortlich gemacht.[FN 131] Neben dem geringen Erfolg in der Ostpolitik war auch die Situation in der Deutschlandpolitik im Frühjahr 1966 sehr kritisch. Zwanzig Jahre nach Kriegsende war die Hoffnung auf eine deutsche Wiedervereinigung massiv geschrumpft. Die deutsche Teilung war durch den Beitritt der Bundesrepublik und der DDR zu unterschiedlichen Bündnissystemen zementiert worden und hatte im Berliner Mauerbau ihren Höhepunkt erfahren.

[FN 130: Hacke, Christian, Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Weltmacht wider Willen?, Frankfurt a. M./Berlin 1993, S. 120.]

[FN 131: Zum Beispiel: Buchstab, Günter, Geheimdiplomatie zwischen zwei bequemen Lösungen. Zur Ostund Deutschlandpolitik Kiesingers. In: Bracher, Karl Dietrich / Mikat, Paul / Repgen, Konrad u. a. (Hrsg.), Staat und Parteien. Festschrift für Rudolf Morsey zum 65. Geburtstag, Berlin 1992, S. 883-901, hier S. 886. / Grabbe, Hans-Jürgen, Unionsparteien, Sozialdemokratie und Vereinigte Staaten von Amerika 1945-1966, Düsseldorf 1983, S. 442. / Hacke, Christian, Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Weltmacht wider Willen?, Frankfurt a. M./Berlin 1993, S. 126.]

In der Literatur wird die behutsame Öffnung nach Osten als die »herausragende außenpolitische Leistung« der Regierung Erhard/Schröder bezeichnet[FN 51], allerdings wird die bewußte Aussparung der DDR kritisiert und für den mangelnden Erfolg mitverantwortlich gemacht.[FN 52] [...] Neben den geringen Erfolgen in der Ostpolitik stellte sich auch die Situation in der Deutschlandpolitik im Frühjahr 1966 wenig ermutigend dar. Zwanzig Jahre nach Kriegsende war die Hoffnung auf Wiedervereinigung geringer denn je.[FN 53] Die Teilung war durch den Beitritt der Bundesrepublik und der DDR zu unterschiedlichen Bündnissystemen zementiert und hatte im Mauerbau ihren Höhepunkt erfahren.
Anmerkungen

Fundstelle Verstößt sowohl gegen das Gebot, Quellen zu benennen, als auch das Gebot, wörtliche Zitate als solche zu kennzeichnen.

Sichter
PlagProf:-)

[45.] Mw/Fragment 039 10
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:26 Kybot
Erstellt: 16. July 2011, 22:20 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schoellgen 2004, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 10-14
Quelle: Schoellgen 2004
Seite(n): 47, Zeilen:
Die Hallstein-Doktrin belastete nicht nur die Ostpolitik der Bundesrepublik selbst, sondern auch die Außenpolitik ihrer Verbündeten. In dem Maße, in dem allen voran die USA auf einen Entspannungskurs einschwenkten, musste sich der bundesdeutsche Alleinvertretungsanspruch, mit dem die Hallstein-Doktrin begründet wurde, zunehmend als hinderlich erweisen. Vor allem aber belastete die Doktrin nicht nur die Ostpolitik der Bundesrepublik selbst, sondern auch die Außen- und Ostpolitik ihrer Verbündeten. In dem Maße, in dem allen voran die Vereinigten Staaten von Amerika auf einen Entspannungskurs einschwenkten, mußten sich Wiedervereinigungsforderung und Alleinvertretungsanspruch, mit denen die „Hallstein-Doktrin" gerechtfertigt wurde, als Ballast erweisen.
Anmerkungen

Fundstelle Kein Quellenverweis

Sichter
Frangge

[46.] Mw/Fragment 039 27
Bearbeitet: 2012-04-06 17:55:18 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 12:52 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Thoß 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 039, Zeilen: 27
Quelle: Thoß 2004
Seite(n): 210, Zeilen: 25
Der defensive [Charakter der Hallstein-Doktrin wurde nicht zuletzt auch bei dem deutschen Dialog mit Polen deutlich erkennbar.] Der defensive [Charakter der „Hallstein-Doktrin“ wurde nicht zuletzt auch bei dem in geringer Intensität geführten Dialog mit Polen auf Schritt und Tritt spürbar.]
Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 040 01

Sichter
Frangge

[47.] Mw/Fragment 040 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:30 Kybot
Erstellt: 7. November 2011, 19:46 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Thoß 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 040, Zeilen: 01-09, 101-103
Quelle: Thoß 2004
Seite(n): 210, Zeilen: 25-36, 105
[Der defensive] Charakter der Hallstein-Doktrin wurde nicht zuletzt auch bei dem deutschen Dialog mit Polen deutlich erkennbar. Erschwerend kam hier die Frage der Oder-Neiße-Grenze hinzu, die von deutscher Seite unter Hinweis auf den Friedensvertragsvorbehalt nicht anerkannt wurde. Ebenso wie Adenauer musste auch Erhard wahrnehmen, dass eine Rückgabe der nun zu Polen und zur Sowjetunion gehörigen ehemaligen deutschen Ostgebiete illusorisch war. Die Verbündeten waren nicht gewillt, entsprechende Initiativen der Bundesregierung zu unterstützen. Höchstens noch als „Tauschobjekt“[FN 138] gegen die Wiedervereinigung mit den Landsleuten in der DDR schien der deutsche Verzicht auf die ehemaligen Ostgebiete bei den Verbündeten diskutabel.

[FN 138]:Zitat Heinrich von Brentano, Außenminister der Bundesregierung Adenauer von 1955-1961, nachzulesen bei: Baring, Arnulf, Sehr verehrter Herr Bundeskanzler! Heinrich von Brentano im Briefwechsel mit Konrad Adenauer 1949-1964, Hamburg 1974, S. 192.

Der defensive Charakter der „Hallstein-Doktrin“ wurde nicht zuletzt auch bei dem in geringer Intensität geführten Dialog mit Polen auf Schritt und Tritt spürbar. Verschärfend kam hier die Frage der Oder-Neiße-Grenze hinzu, die von bundesdeutscher Seite unter Hinweis auf den Friedensvertragsvorbehalt nicht anerkannt wurde. Ebenso wie Adenauer mußte allerdings auch Brentano zur Kenntnis nehmen, daß mit einer Rückgabe der nun zu Polen und zur UdSSR gehörigen ehemaligen deutschen Ostgebiete nicht mehr ernsthaft würde gerechnet werden können. Offensichtlich waren auch die Verbündeten nicht bereit, entsprechende Initiativen der Bundesregierung zu unterstützen. Allenfalls als „Tauschobjekt" gegen die Wiedervereinigung mit den Deutschen in der DDR schien der förmliche Verzicht auf die Ostgebiete denkbar.[FN 18]

[FN 18] Baring: Sehr verehrter Herr Bundeskanzler (wie Anm. 4), S. 192.

Anmerkungen

Keine Nennung der tatsächlichen Quelle Thoß; die Referenz auf Baring wird mit übernommen. Kurioserweise wird bei der Übernahme der Textstelle der Name Brentano durch den Namen Erhard ersetzt.

Sichter
Hotznplotz

[48.] Mw/Fragment 040 12
Bearbeitet: 2012-04-08 11:40:07 Sotho Tal Ker
Erstellt: 28. November 2011, 12:43 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 040, Zeilen: 12-16
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 137, Zeilen: 08-16
Spätestens seit dem Berliner Mauerbau 1961 war der deutschlandpolitische Konsens unter den Parteien im Bundestag zerbrochen. Zwischen den Alternativen Alleinvertretungsanspruch und Anerkennung der DDR wurden nun die verschiedenen Optionen debattiert, die dazwischen lagen. Auch ging es den Deutschen um die Suche nach sich selbst, nach politischer Identität und Zukunft im geteilten Deutschland.[FN 139]

[ [FN 139]: Siehe dazu: Link, Werner, Die Deutschlandpolitik der Bundesregierung Erhard und der Großen Koalition (sowie die dazu geführte Diskussion in Parlament und Öffentlichkeit). In: Deutscher Bundestag (Hrsg.), Materialien der Enquet-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“, Band V/2, Frankfurt a. M./Baden Baden 1995, S. 1677-1743]

Lange vor Brandts Ostpolitik war der deutschlandpolitische Konsens unter den Parteien, der insgesamt zum Mauerbau anhielt, aufgebrochen. Zwischen den Alternativen Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik und Anerkennung der DDR wurden nicht nur die verschiedenen Variationen diskutiert, die dazwischen lagen, sondern vielmehr ging es den Deutschen [...] um die Suche nach sich selbst, nach politischer Identität und Zukunft im geteilten Deutschland.
Anmerkungen

kein Verweis auf die offenbar tatsächliche Quelle Hacke

Sichter
Hotznplotz

[49.] Mw/Fragment 041 05
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:34 Kybot
Erstellt: 7. November 2011, 22:07 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Kleßmann 1988, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 041, Zeilen: 05-22, 105
Quelle: Kleßmann 1988
Seite(n): 093f., Zeilen:
Repräsentativ für die nachdenklicher gewordene Diskussion war das 1964 erschienene Buch des Journalisten Peter Bender mit dem Titel “Offensive Entspannung“. Bender ging von der Beobachtung einer Veränderung im Ostblock aus und suchte nach Möglichkeiten, auch in der DDR einen ähnlichen Liberalisierungsprozess zu bewirken, wie er in Polen oder Ungarn zu verzeichnen sei. Da der Status quo in Deutschland nicht in einem Schritt zu überwinden sei, müsse man versuchen, ihn nach und nach zu verändern, folgerte Bender. Dies sei nur über eine innere Stabilisierung der schwachen DDR im Rahmen eines neuen Verhältnisses zur Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten möglich. Daher seien Vorleistungen der Bundesrepublik unter anderem in Form von wirtschaftlicher Hilfe notwendig, um auf Dauer eine Koalition der Vernünftigen in beiden Teilen Deutschlands zu erreichen. Die Humanisierung müsse mit der SED versucht werden, nicht gegen sie. Der Respektierung der DDR solle schließlich die völkerrechtliche Anerkennung folgen, schrieb Bender. Der Schlüssel für eine relative Freiheit im östlichen Deutschland liege, wenn es ihn gebe, in Bonn, lautete eine der Folgerungen Benders. Bislang wurde dieser Schlüssel ausschließlich in Moskau gesucht. Auf dieser konzeptionellen Basis brachte Bender 1968 die während der Großen Koalition sehr kontrovers diskutierten Thesen seines Buches “Zehn Gründe für die Anerkennung der DDR“ heraus.[FN 143]

[FN 143]: Bender, Peter, Offensive Entspannung, Köln 1964. [/ Bender, Peter, Zehn Gründe für die Anerkennung der DDR, Frankfurt a. M./Hamburg 1968. Bender erklärte in diesem Zusammenhang in “Der Zeit“ vom 14.4.1967: [...] Siehe: AdsD, ZASS II 1959-1972, Ordner DW 1-5b 1962-67. Siehe auch die zeitgenössische Analyse: Deutschlandpolitischer Arbeitskreis (Hrsg.), 30 Thesen für eine neue Deutschlandpolitik, Hamburg 1969.]

Symptomatisch für die nachdenklicher gewordene Diskussion in der Öffentlichkeit war das 1964 erschienene Buch des Journalisten Peter Bender »Offensive Entspannung«[EN 132]. Bender ging von der Beobachtung der Veränderungen im Ostblock aus und suchte nach Möglichkeiten, auch in der DDR einen ähnlichen Liberalisierungsprozeß in Gang zu bringen, wie er in Polen oder Ungarn seit langem zu beobachten sei. Da der Status quo nicht zu beseitigen sei, müsse man versuchen, ihn zu verändern, argumentierte Bender. Dies sei nur über eine innere Stabilität der schwachen DDR im Rahmen eines neuen Verhältnisses zur Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten möglich. Insofern seien »Vorleistungen« der Bundesrepublik u.a. in Gestalt wirtschaftlicher Hilfe nötig, um auf Dauer eine Koalition der Vernünftigen in beiden Teilen Deutschlands zu erreichen. »Der Schlüssel für eine relative Freiheit im östlichen Deutschland liegt, wenn es ihn gibt, in Bonn«, lautete eine der provozierenden Folgerungen [EN 133]. Bislang hatte man ihn ausschließlich in Moskau gesucht. Auf dieser Linie entwik- kelte der Autor einige Jahre später die vieldiskutierten Thesen seines Buches »Zehn Gründe für die Anerkennung der DDR« [EN 134].


[Endnoten/Anmerkungen zu Kapitel II, hier S. 106]

[EN 132]: Bender 1964.

[[EN 133]: Ebd., S. 108.

[EN 134]: Bender 1968. Im Auszug auch in: »Spiegel« 1968 Nr. 27.]]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[50.] Mw/Fragment 041 23
Bearbeitet: 2012-04-06 17:55:26 Kybot
Erstellt: 28. November 2011, 13:02 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 041, Zeilen: 23-26
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 136, Zeilen: 09-16
Während die CDU/CSU sich im Wesentlichen auf diplomatische Statusfragen konzentrierte, entwickelte die SPD neue deutschland- und ostpolitische Konzeptionen. Die alte außenpolitische Vorstellung, dass europäische Entspannung nur auf der Grundlage der Wiedervereinigung Deutschlands zu erlangen sei, wurde von der SPD als kontra-[produktiv deklariert.[FN 144]] Während man in der Union [...] sich im wesentlichen auf diplomatische Statusfragen konzentrierte, entwickelte die Berliner SPD in der Ost- und Deutschlandpolitik Phantasie und Realismus. Die alte Formel, daß europäische Sicherheit nur auf der Grundlage der Wiedervereinigung Deutschlands zu erreichen sei, wurde zu einem politischen Anachronismus, der entspannungspolitische Ansätze behinderte.
Anmerkungen

keine Nennung der offenbar tatsächlichen Quelle Hacke – Fortsetzung in Fragment 042 01

Sichter
Hotznplotz

[51.] Mw/Fragment 042 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:38 Kybot
Erstellt: 28. November 2011, 18:12 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 042, Zeilen: 01
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 136, Zeilen: 12-16
[Die alte außenpolitische Vorstellung, dass europäische Entspannung nur auf der Grundlage der Wiedervereinigung Deutschlands zu erlangen sei, wurde von der SPD als kontra-]produktiv deklariert.[FN 144]


[FN 144]: Sturm, Daniel Friedrich, Uneinig in die Einheit. Die Sozialdemokratie und die Vereinigung Deutschlands 1989/90, (Willy-Brandt-Studien), Bonn 2006, S. 41-42.

Die alte Formel, daß europäische Sicherheit nur auf der Grundlage der Wiedervereinigung Deutschlands zu erreichen sei, wurde zu einem politischen Anachronismus, der entspannungspolitische Ansätze behinderte.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 041 23 (s. Anm. dort)

Sichter
Frangge

[52.] Mw/Fragment 042 06
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:40 Kybot
Erstellt: 30. June 2011, 11:18 (Ceterum censeo)
Fragment, Gesichtet, Massow 2007, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Dr. I. Jones, PlagProf:-), Fiesh, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1-6
Quelle: Massow 2007
Seite(n): 1, Zeilen:
Denn im Laufe der 1960er Jahre hatte sich die politische Landschaft für Deutschland gravierend gewandelt. Die atomare Bedrohung hatte eine Umkehrung von Rang- und Reihenfolge bewirkt. Der alte deutsche Standpunkt, ohne Wiedervereinigung kein dauerhafter Friede, wurde von den Westmächten durch das Gegenteil ersetzt: Sicherheit und Stabilität durften durch die deutsche Frage nicht gefährdet werden.[FN 145]

[145: Bahr, Egon, Der deutsche Weg. Selbstverständlich und normal, München 2003, S. 41]

International hatte sich im Laufe der 1960er Jahre die politische Landschaft für Deutschland grundsätzlich verändert. Die gegenseitige atomare Bedrohung von USA und UdSSR hatte eine Umkehrung der bis dahin geltenden Rang- und Reihenfolge bewirkt oder sogar erzwungen: die gängige westdeutsche Position: "Ohne Wiedervereinigung kein dauerhafter Friede" wurde von den Westmächten durch das Gegenteil ersetzt: Stabilität und Sicherheit dürfen durch die deutsche Frage nicht gefährdet werden.
Anmerkungen

Erkennbare Umformulierung bei Übernahme prägnanter Elemente ("Umkehrung von Rang- und Reihenfolge bewirkt"). Nicht auszuschließen indes, dass Mw mit FN 145 korrekt belegt und die 2007 erschienene Quelle ihrerseits eng an dieser Vorlage ausgerichtet ist. Michael Berg/Knut Holtsträter, Albrecht von Massow (Hrsg.), Die unerträgliche Leichtigkeit der Kunst: ästhetisches und politisches Handeln in der DDR, 2007 (einsehbar via Google Books, 1 Nachtrag: für die die Wortgruppe "Umkehrung von Rang- und Reihenfolge" lassen sich in dem 2003 erschienen und bei Mw in FN 145 referenzierten Werk von Bahr über den Snippet-Zugriff bei Google Books keine Fundstellen ermitteln 2 Ceterum Die Quelle ist bislang nicht eindeutig nachgewiesen, wohl aber die wörtliche Übernahme von mindestens 13 + 7 zusammenhängenden Wörtern sowie eine Paraphrase unmittelbar davor ohne entsprechende Kennzeichnung. Wenn Bahr 2003 sich als Quelle herausstellen sollte, wäre dies lediglich ein weniger gravierendes Plagiat. PlagProf:-)

Sichter
PlagProf:-)

[53.] Mw/Fragment 045 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:42 Kybot
Erstellt: 1. July 2011, 11:23 (Frangge)
Brandt 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 1-12
Quelle: Brandt 2005
Seite(n): 18, Zeilen:
Wenn es um die deutsche Frage, um Europa, um Frieden und Entspannung zwischen West und Ost ging, konnten Bahr und Brandt sich an ihrer bereits in den 1950er Jahren entwickelten “Politik der kleinen Schritte“ orientieren, die auf friedliche Koexistenz zwischen den Blöcken abzielte und der deutschen Teilung die Intensivierung der menschlichen Kontakte entgegensetzte. Mit dem Konzept “Wandel durch Annäherung“

wurde ein deutschlandpolitischer Gedanke hervorgebracht, der fortan die Politik prägte, die Brandt als Regierender Bürgermeister von Berlin praktizierte. Für diese Politik galt die von Brandt Ende 1964 geprägte These: „Was gut ist für die Menschen im geteilten Land, das ist auch gut für die Nation.“[FB 159] Als Regierender Bürgermeister von Berlin hatte Brandt sich seit 1957 zum international renommierten Politiker entwickelt. Er kannte die Akteure und die Probleme der Weltpolitik, und er dachte Europa von Berlin aus, wie der britische Historiker Timothy Garton Ash treffend schreibt.[FN 160]

Wenn es um die deutsche Frage, um Europa, um Frieden und Entspannung zwischen West und Ost ging, musste er kein gedankliches Neuland betreten, sondern konnte sich auf seine bereits in den 50er Jahren konzipierte „Politik der kleinen Schritte“ stützen, die auf „friedliche Koexistenz“ zwischen den Blöcken abzielte und der deutschen Teilung die verstärkte Pflege der menschlichen Kontakte entgegensetzte: Denn nur auf diese Weise, betonte Brandt, könne man

„ein Volk bleiben“.[FN 10] Als Regierender Bürgermeister von Berlin war er seit 1957 vollends zum international renommierten Politiker gereift und zu einer „Zentralfigur des Kalten Krieges in Deutschland“[FN 11] geworden. Er kannte die Akteure und die Probleme der Weltpolitik, und er „dachte Europa von Berlin aus“[FN 12], wie der britische Historiker Garton Ash beobachtete.

Anmerkungen

http://www.bwbs.de/UserFiles/File/PDF/Bd6.pdf Hervorhebung zur besseren Übersicht. Quelle wird nicht im Zusammenhang mit der Textstelle zitiert.

Sichter
Jones

[54.] Mw/Fragment 046 25
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:44 Kybot
Erstellt: 17. July 2011, 09:04 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schoellgen 2004, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 25-29
Quelle: Schoellgen 2004
Seite(n): 65, Zeilen:
Kaum eine zweite Formel der Deutschlandpolitik ist so heftig debattiert, so vielseitig gedeutet und nach 1989 so flexibel als Erklärungsmodell verwendet worden wie “Wandel durch Annäherung“. Klar ist, dass eine direkte Linie von hier zunächst zur Großen Koalition, dann vor allem zur sozial-liberalen Koalition führte, und dass Bahr maßgeblich für die Konzeption und Umsetzung dieser neuen Formel mitverantwortlich [war.[FN 173]]

[FN 173: Auch heute gilt die Formel “Wandel durch Annäherung“. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) setzt auf eine moderne Variante des alten SPD-Slogans vom “Wandel durch Annäherung“. In einem internen Strategiepapier seines Ministeriums aus dem Jahr 2006 heißt es, dass heute eine verstärkte ökonomische Kooperation den wirtschaftlichen Umbau Russlands so befördern müsse, wie die Ostpolitik Willy Brandts einst die demokratische Revolution in Osteuropa vorbereitet habe. Siehe: “Spiegel“, Nr. 41 vom 9.10.2006, S. 28.]

Kaum eine zweite Formel bundesdeutscher Außenpolitik ist so heftig diskutiert, so vielseitig und flexibel interpretiert und nach 1989 so beliebig als Erklärungsmuster benutzt worden wie diese. Fest steht, daß eine direkte Linie von hier zur Deutschland- und Ostpolitik zunächst der Großen, dann vor allem der sozialliberalen Koalition führte, und daß Egon Bahr maßgeblich an der Konzeption und Durchführung dieser „neuen Ostpolitik" beteiligt gewesen ist.
Anmerkungen

Fundstelle Keine Kennzeichnung der Fundstelle.

Sichter
Frangge

[55.] Mw/Fragment 047 06
Bearbeitet: 2012-04-07 10:57:46 Kybot
Erstellt: 30. June 2011, 11:39 (Ceterum censeo)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Dr. I. Jones, Fiesh, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 047, Zeilen: 05-08
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 370, Zeilen: li. Sp., 33-40
Bestrebungen des Berliner Senats, in der Weihnachtszeit die Mauer durchlässiger zu machen, führten schließlich zu Verhandlungen mit der DDR, die mit Zustimmung der Bundesregierung direkt zwischen dem Berliner Senat und den Behörden der DDR geführt wurden. Bemühungen des Senats von West-Berlin, wenigstens in der Weihnachtszeit 1963 die Mauer durchlässiger zu machen, führten schließlich in Verhandlungen mit der DDR, die mit Zustimmung der Bundesregierung direkt zwischen dem Berliner Senat und Behörden der DDR geführt wurden, zum ersten Passierscheinabkommen am 17. Dezember 1963.
Anmerkungen

Die letzten 21 Wörter des Verfassers finden sich identisch in der Quelle; sieht man von dem eingefügten "1963" und dem Austausch von "in" durch "zu" ab, sind es sogar 32. Hier hätte eine Kenntlichmachung als Zitat erfolgen müssen.

Sichter
Jones

[56.] Mw/Fragment 047 16
Bearbeitet: 2012-04-08 11:40:54 Sotho Tal Ker
Erstellt: 7. November 2011, 21:46 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 047, Zeilen: 16-19
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 370, Zeilen: li. Sp., 50 u. re. Sp., 01-05
Die DDR war bemüht, dem Passierscheinabkommen den Anschein eines völkerrechtlichen Vertrags zu geben.[FN 176] Die Bundesregierung und der Berliner Senat behandelten die Angelegenheit hingegen als eine rein verwaltungstechnische Vereinbarung.

[ [FN 176]: Siehe dazu ein Interview Brandts gegenüber der “Westdeutschen Zeitung“ am 3.1.1964. Text des Interviews, S. 1-6, hier S. 5-6: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A3, Ordner 171.]

Die DDR war bemüht, dem Passierscheinabkommen den Charakter eines völkerrechtlichen Vertrages zu geben, Bundesregierung und Senat behandelten die Angelegenheit als eine verwaltungstechnische Vereinbarung.
Anmerkungen

Übernahme ohne Nennung der tatsächlichen Quelle; die in FN 179 angegebene Quelle ist gleichwohl bei Müller nicht zu finden.

Sichter
Bummelchen

[57.] Mw/Fragment 048 08
Bearbeitet: 2012-04-08 11:41:27 Sotho Tal Ker
Erstellt: 7. September 2011, 11:53 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Kleßmann 1988, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 048, Zeilen: 08-10
Quelle: Kleßmann 1988
Seite(n): 093, Zeilen: 30-32
Seit 1966 lehnte es die DDR jedoch ab, die Passierscheinregelung in der alten Form zu verlängern.[FN 181] Ein bestandsfähiger Durchbruch war hier erst mit dem Berlin-Abkommen von 1971 erzielt worden.

[ [FN 181]: Siehe zu den gescheiterten Passierscheinverhandlungen im Winter 1967/68 eine schriftliche Erklärung von Außenminister Brandt am 22.12.1967: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A3, Ordner 268.]

Seit 1966 war die DDR jedoch nicht mehr bereit, die Passierscheinregelung in der alten Form zu verlängern. Einen wirklichen Durchbruch brachte hier erst das Berlin-Abkommen von 1971.
Anmerkungen

Zwar nennt der Verf. für den ersten Satz eine Quelle, aber nicht für den zweiten. In Anbetracht der zahlreichen Übernahmen aus anderer Literatur muss daher auch hier von einem Plagiat ausgegangen werden.

Sichter
Hotznplotz

[58.] Mw/Fragment 048 10
Bearbeitet: 2012-04-08 11:44:15 Sotho Tal Ker
Erstellt: 7. September 2011, 12:08 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 048, Zeilen: 10-14
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 125, Zeilen: 24-29
Dennoch hatten die Passierscheinverhandlungen des von der SPD geführten Berliner Senats in eine andere Richtung gezeigt, in welche die CDU/CSU nicht zu schauen, geschweige denn zu gehen wagte. Die SPD entwickelte deutschlandpolitisches Profil, indem sie Probleme direkt mit den Machthabern in Ostberlin auf möglichst niederer Ebene anging.[FN 182]

[ [FN 182]: Siehe dazu eine Erklärung des Senats von Berlin am 29.7.1966 bei: Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. in Zusammenarbeit mit dem Senat von Berlin (Hrsg.), Dokumente zur Berlin-Frage 1944-1966, München 1987<sup>4</sup>, S. 589.]

Die erfolgreichen Passierscheinverhandlungen des Berliner SPD-Senats von 1963 bis 1965 zeigten in eine andere Richtung, in die die Union nicht blicken, geschweige zu gehen wagte. Die SPD entwickelte deutschlandpolitisches Profil, indem sie Probleme direkt mit den Machthabern "drüben" auf möglichst niederer Ebene anpackte.
Anmerkungen

Zwölf aufeinanderfolgende Wörter im zweiten Satz sind identisch.

Sichter
Jones

[59.] Mw/Fragment 048 18
Bearbeitet: 2012-04-06 17:55:44 Kybot
Erstellt: 28. November 2011, 11:33 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 048, Zeilen: 18-19
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 125, Zeilen: 29-31
Brandts und Bahrs Vorstellungen gingen der Bundesregierung Erhard/Schröder jedoch zu weit. In der CDU/CSU überwogen die beharrenden Tendenzen. Willy Brandts Vorstellungen gingen allerdings der Regierung Erhard/Schröder zu weit. In der Union überwogen die beharrenden Tendenzen.
Anmerkungen

Fortsetzung der Übernahme aus Mw/Fragment 048 10

Sichter
Hotznplotz

[60.] Mw/Fragment 049 10
Bearbeitet: 2012-04-08 11:44:50 Sotho Tal Ker
Erstellt: 4. December 2011, 15:27 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 049, Zeilen: 05-14, 106
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 118, Zeilen: 20-30, 111
[...] weder eine Isolierung der DDR, wie sie die Bundesregierung Erhard/Schröder mit ihrer diplomatischen Offensive in Osteuropa realisieren wollte, noch eine von Moskau gebilligte Ausgliederung der DDR aus dem Blocksystem des Warschauer Paktes, wie sie schon Kanzler Adenauer und Wehner in ihren Überlegungen thematisiert hatten[FN 187], besaßen in den späten 1960er Jahren im Zuge der angestrebten Ost-West-Entspannung eine Realisierungschance. Realistischer waren hingegen die von Brandt und Bahr

entwickelten deutschlandpolitischen Konzeptionen, deren Ziel Brandt am 6. Dezember 1966 in seinen Notizen zu Kiesingers Regierungserklärung festgehalten hatte: „Diesseits völkerrechtliche Anerkennung der DDR. Energisches Bemühen um innerdeutsche Regelung im Interesse der Menschen.“[FN 188]

[ [FN 187]: Siehe zu diesen Überlegungen ein Interview, das Wehner am 14.12.1966 gegeben hat: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 1/1966-1967, Erster Halbband, S. 81-85.]

[FN 188]: Brandts Notizen 6.12.1966, S. 1-8, hier S. 1: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 17.

Weder eine außenpolitische Einkreisung der DDR, wie sie Gerhard Schröder mit seiner diplomatischen Offensive in Osteuropa realisieren wollte, noch eine von Moskau gebilligte Ausgliederung der DDR aus dem Blocksystem des Warschauer Paktes, wie sie Adenauer und Wehner in ihren Überlegungen skizziert hatten, besaßen in den späten sechziger Jahren auf der internationalen Bühne eine Realisierungschance. Wirklichkeitsnäher waren hingegen die von Brandt und Bahr entwickelten Vorstellungen, deren deutschlandpolitische Generalrichtung Brandt in seinen Notizen zur Regierungserklärung knapp folgendermaßen formuliert hatte: „Diesseits völkerrechtlicher Anerkennung der ,DDR‘ energisches Bemühen um innerdeutsche Regelungen im Interesse der Menschen“.[FN 78]

[FN 78] Notizen vom 6. Dezember 1966. AdsD, WBA, A 7, Mappe 17.

Anmerkungen

Übernahme mit (ergänzter) Quellenreferenz

Sichter
Frangge

[61.] Mw/Fragment 051 07
Bearbeitet: 2012-04-08 11:45:22 Sotho Tal Ker
Erstellt: 4. December 2011, 16:28 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 051, Zeilen: 03-14, 109
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 053; 174, Zeilen: 03-09, 109-110; 13-18
Wehner hatte seit Oktober die Optionen zur Bildung einer Großen Koalition sondiert. Er erklärte am 11. Oktober auf einer SPD-Fraktionssitzung, dass er eine Strategie des Abwartens verfolge, obwohl er von seinen Gesprächspartnern in der Union positive Signale erhalten habe. Er wolle verhindern, dass die SPD mit der Konkursmasse der Kleinen Koalition belastet und von den Unionsparteien als Sündenbock für ihre Schwierigkeiten missbraucht werde.[FN 198] Der SPD-Fraktionsvorsitzende Fritz Erler hatte am 4. Oktober in einer Aufzeichnung betont, dass nun Geduld und Zuversicht von Nöten seien.[FN 199] Die SPD war offensichtlich nicht gewillt, dem Vorbild der FDP zu folgen und die Rolle des kleinen Partners der CDU/CSU zu übernehmen, auch wenn es abzusehen war, dass bei der Bildung einer Großen Koalition die CDU/CSU im Bundestag und in der Bundesregierung mehr Mitglieder vorweisen und den Kanzler stellen würde.

[ [FN 198]: SPD-Pressemitteilung vom 11.10.1966, S. 1-2, hier S. 1: AdsD, Unterlagen der SPD-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 34.]

[FN 199]: Erlers Aufzeichnung 4.10.1966: AdsD, Unterlagen der SPD-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 1922.

[Seite 53, Z. 3-9]

Von den führenden Sozialdemokraten sondierte Wehner seit September 1966 die Möglichkeiten zur Bildung einer Großen Koalition. Obwohl er von seinen Gesprächspartnern in der Union positive Signale erhielt, verfolgte er eine Strategie des Abwartens. Er wollte verhindern, dass die SPD mit der Konkursmasse der Kleinen Koalition belastet und von der CDU/CSU „als Blitzableiter“ für ihre Schwierigkeiten missbraucht werde.[FN 39] Auch der erkrankte Fraktionsvorsitzende Erler mahnte zu „Geduld und Zuversicht“ [...].[FN 40]

[S. 174, Z. 13-18]

Auf keinen Fall waren die sozialdemokratischen Parlamentarier und Kabinettsmitglieder dazu bereit, dem Vorbild der FDP zu folgen und die Rolle eines Juniorpartners der Union zu übernehmen. Sowohl im Bundestag wie in der Regierung pochte man auf das Prinzip der Parität, auch wenn die Unionsparteien in beiden Gremien über mehr Mitglieder verfügten und den Regierungschef stellten.[FN 13]

[ [FN 39] So am 11. Oktober 1966 in einer Sitzung der Bundestagsfraktion der SPD; vgl. Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Sitzungsprotokolle 1961-1966, S. 959. [...]]

[S. 53, Z. 109-110]

[FN 40] Schreiben Erlers vom 4. Oktober 1966 an die Bundestagsfraktion der SPD. AdsD, SPD-Bundestagsfraktion, V. Wahlperiode, Mappe 1922.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Quellenreferenz ([FN 40]). Der letzte Satz wird aus einem anderen Teil von Schönhoven übernommen.

Sichter
Frangge

[62.] Mw/Fragment 052 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:02 Kybot
Erstellt: 6. December 2011, 14:50 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 052, Zeilen: 01-08, 102-104
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 55; 66; 67, Zeilen: 15-21, 103-106; 28-32; 01
[Das Verhältnis zu Washington und Paris sollte wieder in Ordnung gebracht werden, dabei ging es der SPD vor allem um die Klärung der bündnispolitischen Konflikte, die durch den Streit] zwischen den “Gaullisten“ und den “Atlantikern“ in den Unionsparteien seit dem Frühsommer 1966 immer wieder neu aufgeflammt waren. Darüber hinaus befürwortete die SPD eine deutsche Unterzeichnung des national und international kontrovers debattierten Atomwaffensperrvertrags. In der Deutschlandpolitik forderte die SPD, unterhalb der Schwelle einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR, denkbare kulturelle Kontakte, Behördengespräche und Handelsbeziehungen auszuweiten, um die nationale Substanz zu erhalten und jeden nur möglichen Ansatz zur Überwindung der deutschen Teilung zu verfolgen.[FN 202]

[FN 202]: [...] Zur Entstehung des Acht-Punkte-Programmes siehe: Soell, Hartmut, Fraktion und Parteiorganisation. Zur Willensbildung der SPD in den 60er Jahren. In: Politische Vierteljahresschrift, Band 10, 1969, S. 604-628.

[Seite 55, Z. 15-21]

Außenpolitisch ging es ihr dabei um die Beilegung der bündnispolitischen Konflikte, die durch den Streit der „Gaullisten“ und der „Atlantiker“ in den Unionsparteien seit dem Frühsommer 1966 immer wieder neue Nahrung erhalten hatten.[FN 46] Darüber hinaus votierten die Sozialdemokraten für eine Unterzeichnung des international und national kontrovers diskutierten Nichtverbreitungsvertrages [...].

[Seite 66, Z. 28-32 u. S. 67, Z. 1]

In der Deutschlandpolitik einigte man sich hingegen im Prinzip auf die sozialdemokratische Forderung, unterhalb der Schwelle einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR denkbare kulturelle Kontakte, Behördengespräche und Handelsbeziehungen zu intensivieren, um die nationale Substanz zu erhalten und jeden nur möglichen Ansatz zur Überwindung der [Seite 67] Teilung zu verfolgen.[FN 71]

[Seite 55, Z. 103-106]

[FN 45] [...] Zur Entstehungsgeschichte des Katalogs s. Hartmut Soell, Fraktion und Parteiorganisation. Zur Willensbildung der SPD in den 60er Jahren, in: Politische Vierteljahrsschrift, Bd. 10, 1969, S. 604-628.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 051 20. Übernahme von verschiedenen Seiten mitsamt einer Literaturreferenz.

Sichter
Frangge

[63.] Mw/Fragment 053 06
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:04 Kybot
Erstellt: 10. December 2011, 17:04 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 053, Zeilen: 06-14, 104-105
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 066; 067, Zeilen: 28-31; 101-106
Auf dem Feld der Deutschlandpolitik wurde von der Union die sozialdemokratische Forderung, unterhalb der Schwelle einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR, denkbare kulturelle Kontakte, Behördengespräche und Handelsbeziehungen zu intensivieren, bis zu einer bestimmten Linie akzeptiert, die Barzel Ende November 1966 in einer Aufzeichnung festhielt. Barzel wies darauf hin, die Union habe in den Verhandlungen mit der SPD und der FDP deutlich gemacht, dass es eine unübersteigbare Linie gebe, dass also die rechtliche Position der Nichtanerkennung durch entsprechendes Handeln glaubhaft bleiben müsse, und mehr als technische Kontakte nicht gewünscht

seien.[FN 209]

[FN 209]: Barzels Aufzeichnung Ende November 1966: BAK, Nachlass Rainer Barzel, Mikrofilmsignatur N/1371-354.

In der Deutschlandpolitik einigte man sich hingegen im Prinzip auf die

sozialdemokratische Forderung, unterhalb der Schwelle einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR denkbare kulturelle Kontakte, Behördengespräche und Handelsbeziehungen zu intensivieren [...] [Seite 67] [...].[FN 71]

[FN 71] In einer undatierten handschriftlichen Aufzeichnung, die wohl Anfang Dezember 1966 entstanden ist, hielt Rainer Barzel fest, die Union habe in den Gesprächen mit der SPD und der FDP deutlich gemacht, dass es „eine unübersteigbare Grenze“ gebe, „dass unsere rechtliche Position der Nicht-Anerkennung durch entsprechendes Handeln glaubhaft bleiben muss, dass wir mehr als technische Kontakte nicht wünschen“. BArch Koblenz, Depositum Rainer Barzel, 1371/000354.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt leicht modifizierter Quellenreferenz

Sichter
Frangge

[64.] Mw/Fragment 058 06
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:08 Kybot
Erstellt: 2. December 2011, 11:58 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 058, Zeilen: 06-11, 106, 108-111
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 074; 075, Zeilen: 08-12, 101-104; 01-02, 101
Brandt hatte eigentlich beabsichtigt, das Bundesministerium für Forschung zu übernehmen, weil ihm dieses, wie er später erklärte, vermutlich mehr Zeit für die Parteiarbeit gelassen hätte.[FN 236] [...] Brandt beugte sich bei seiner Entscheidung für das Außenministerium auch dem massiven Druck von Mitgliedern

der SPD-Koalitionsverhandlungskommission.[FN 238]

[FN 236]: Brandt, Willy, Über den Tag hinaus. Eine Zwischenbilanz, Hamburg 1974, S. 33.

[FN 238]: Brandt, Willy, Erinnerungen. Mit den “Notizen zum Fall G.“, (Neuausgabe), München 2003, S. 168. Der Philosoph Karl Jaspers schickte am 26.11.1966 ein Telegramm mit nur einem Satz an Brandt: „Herr Brandt, wenn sie verzichten, haben sie ihr Leben verworfen, Deutschland abgeschrieben und begraben.“ Siehe: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 6.

Brandt beugte sich bei seiner Entscheidung für das Amt des Außenministers

dem massiven Druck von Mitgliedern der Verhandlungskommission der SPD [...].[FN 87] Persönlich wäre er dem Kabinett am liebsten fern geblieben oder hätte allenfalls das Forschungsministerium übernehmen wollen, weil dieses ihm [Seite 75] — wie er rückblickend schrieb — „vermutlich mehr Zeit für die Parteiarbeit gelassen hätte“.[FN 88]

[FN 87] Willy Brandt, Erinnerungen. Mit einem aktuellen Vorwort. 5. Aufl., Frankfurt am Main-Berlin 1993, S. 168. Karl Jaspers telegraphierte am 26. November an Brandt: „Herr Brandt, wenn Sie verzichten, haben Sie Ihr Leben verworfen, Deutschland abgeschrieben und Europa begraben.“ AdsD, WBA, A 7, Mappe 6.

[FN 88] Vgl. Willy Brandt, Über den Tag hinaus. Eine Zwischenbilanz, Hamburg 1974, S. 33; [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt zweier Literaturreferenzen, von denen eine auf eine neuere Ausgabe übertragen wird. Das Jaspers-Zitat wird vom Verf. offenbar fehlerhaft wiedergegeben.

Sichter
Frangge

[65.] Mw/Fragment 059 16
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:09 Kybot
Erstellt: 15. September 2011, 13:04 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Lehmann 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 16-19
Quelle: Lehmann 1984
Seite(n): 131, Zeilen:
Die CDU/CSU hatte sich nur bereit erklärt, der SPD das Außen- oder das Verteidigungsministerium zu überlassen. Das angebotene Verkehrsressort lehnte Schmidt ab, auch deshalb, weil er kein Amt annehmen wollte, das andere für ihn ausgesucht hatten. Die CDU/CSU hatte sich nur bereit erklärt, der SPD das Außen- oder das Verteidigungsministerium zu überlassen. [...] Das angebotene Verkehrsressort lehnte Schmidt ab - auch deshalb, weil er kein Amt bekleiden wollte, das andere für ihn ausgesucht hatten.
Anmerkungen

Sehr enge Übernahme, nahe am Komplettplagiat. Lehmann 1984 wird nicht benannt.

Sichter
Jones

[66.] Mw/Fragment 059 25
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:12 Kybot
Erstellt: 16. September 2011, 11:35 (Frangge)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Lehmann 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 25-29
Quelle: Lehmann 1984
Seite(n): 132, Zeilen: 21-30
Wenn der SPD-Fraktionsvorsitzende Schmidt im Bundestag sprach, erwartete er von der Bundesregierung Präsenzpflicht. Einmal weigerte er sich deshalb das Wort zu ergreifen. Mitte 1967 forderte er „Herrn Kiesinger“ - so redete er den Kanzler stets an - dazu auf, einen Brief des DDR-Regierungschefs Stoph unverzüglich zu beantworten. Der auf Würde und Konventionen bedachte Kanzler ärgerte sich sehr häufig über dieses [ruppige und barsche Auftreten Schmidts, damals oft “Schmidt-Schnauze“ genannt. Einmal drohte der Kanzler sogar mit seinem Rücktritt: Schmidt hatte erklärt, dass die Bundesregierung das zu tun habe, was der Bundestag beschließe. [FN 245]]

[FN 245]: Lehmann, Hans Georg, Öffnung nach Osten. Die Ostreisen Helmut Schmidts und die Entstehung der Ost- und Entspannungspolitik, Bonn 1984, S. 132.

Von der Bundesregierung erwartete Schmidt Präsenspflicht, wenn er im Parlament sprach - einmal weigerte er sich deshalb, das Wort zu ergreifen. Er forderte "Herrn Kiesinger" - so redete er den Bundeskanzler an - dazu auf, einen Brief des DDR-Regierungschefs Stoph unverzüglich zu beantworten. Der auf Würde und Konventionen bedachte Bundeskanzler ärgerte sich oft über dieses ruppige, naßforsche Auftreten des sozialdemokratischen Fraktionsvorsitzenden, damals oft "Schmidt-Schnauze" geheißen. Einmal drohte Kiesinger sogar mit dem Rücktritt: Schmidt hatte verlangt, die Regierung habe zu tun, was der Bundestag beschließe.
Anmerkungen

Quelle (Lehmann 1984) wird erst auf S.60, FN 245 angegeben; da ist dem Leser nicht klar, dass sich dieser Verweis (ohne Kenntlichmachung eines Zitats) auf insgesamt fünf Sätze erstrecken soll.

Sichter
Hindemith

[67.] Mw/Fragment 060 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:14 Kybot
Erstellt: 16. September 2011, 11:41 (Frangge)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Lehmann 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1-3
Quelle: Lehmann 1984
Seite(n): 132, Zeilen: 25-30
[Der auf Würde und Konventionen bedachte Kanzler ärgerte sich sehr häufig über dieses] ruppige und barsche Auftreten Schmidts, damals oft “Schmidt-Schnauze“ genannt. Einmal drohte der Kanzler sogar mit seinem Rücktritt: Schmidt hatte erklärt, dass die Bundesregierung das zu tun habe, was der Bundestag beschließe.[FN 245]

[FN 245]: Lehmann, Hans Georg, Öffnung nach Osten. Die Ostreisen Helmut Schmidts und die Entstehung der Ost- und Entspannungspolitik, Bonn 1984, S. 132.

Der auf Würde und Konventionen bedachte Bundeskanzler ärgerte sich oft über dieses ruppige, naßforsche Auftreten des sozialdemokratischen Fraktionsvorsitzenden, damals oft "Schmidt-Schnauze" geheißen. Einmal drohte Kiesinger sogar mit dem Rücktritt: Schmidt hatte verlangt, die Regierung habe zu tun, was der Bundestag beschließe.
Anmerkungen

EIn Quellenverweis ist vorhanden, eine Kennzeichnung des Zitats fehlt allerdings, so dass Länge und Art der Übernahme für den Leser nicht klar sind. Es wurden zwar einzelne Worte geändert, ein Paraphrasieren ist aber nicht zu erkennen.

Sichter
Hindemith

[68.] Mw/Fragment 060 12
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:16 Kybot
Erstellt: 8. December 2011, 22:01 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 060, Zeilen: 11-13, 112-117
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 042, Zeilen: 18-20, 106-110
Er war der sozialdemokratische Gründungsvater der Großen Koalition, der sogar dem katholisch-konservativen Kern der Union imponierte.[FN 250]

[FN 250]: Dies wird unter anderem in einigen Tagebucheinträgen des CDU-Parlamentariers Heinrich Krone, von 1961-1964 Bundesminister für besondere Aufgaben, erkenntlich. Krone schätzte an Wehner den Blick für die Wirklichkeit und schrieb: „Wehner ist ein Mensch, dem letzte Dinge liegen.“ Siehe: Krone, Heinrich, Tagebücher, Band 2: 1961-1966, bearbeitet und hrsgg. von Hans-Otto Kleinmann, Düsseldorf 2003, S. 159 und 191. Siehe auch Krones Eintrag am 1.12.1966, in dem er die Große Koalition als Wehners Werk bezeichnete (S. 526).

Er war und blieb der sozialdemokratische Architekt der Großen Koalition, der sogar den katholisch-konservativen Flügel der CDU beeindruckte.[FN 11]

[FN 11] Dies spiegelt sich in einer Reihe von Tagebucheinträgen von Krone wider. Er schätzte an Wehner „den Blick für die Wirklichkeit“ und stellte fest: „Wehner ist ein Mensch, dem letzte Dinge liegen.“ Krone, Tagebücher, 2. Bd., S. 159 und S. 191. Vgl. auch Krones Schreiben vom 1. Dezember 1966 an Wehner, in dem er die Große Koalition als dessen Werk bezeichnete: Ebda., S. 526.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz; zu Krone werden vom Verf. lediglich grundlegende politisch-biografische Fakten ergänzt.

Sichter
Frangge

[69.] Mw/Fragment 060 17
Bearbeitet: 2012-06-10 11:15:51 Hindemith
Erstellt: 7. December 2011, 21:57 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 060, Zeilen: 17-21, 121-123
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 038, Zeilen: 04-12, 101-104
Die SPD wollte sich mit ihrem verjüngten Führungspersonal, dem nun auch Brandt angehörte, zu einer pragmatischen Volkspartei entwickeln, zu einer Partei, die ein modernes Deutschland repräsentierte und daher für Wechselwähler attraktiv wurde. Die Große Koalition war aus der Sicht der SPD ein Etappensieg auf dem Weg zum Machtwechsel, ein „zeitweiliges Zusammengehen“[FN 253] mit der CDU/CSU, auf das die Ablösung [der CDU/CSU an der Regierungsspitze folgen sollte.]

[FN 253]: Zitat Wehner im Sommer 1966 in einem Interview gegenüber dem Publizisten Günter Gaus. Siehe: Gaus, Günter, Staatserhaltende Opposition oder hat die SPD kapituliert? Gespräche mit Herbert Wehner, Reinbek bei Hamburg 1966, S. 119.

Die Sozialdemokratie wollte sich unter der Regie einer verjüngten Führungsmannschaft, der nun auch Willy Brandt angehörte, zur pragmatischen Volkspartei wandeln, zu einer Partei, die das „moderne Deutschland“ verkörperte und auch deshalb für Wechselwähler attraktiv wurde. Die Große Koalition war aus der Sicht der sozialdemokratischen Erneuerer eine Zwischenetappe auf dem Weg zum Machtwechsel, ein nur „zeitweiliges Zusammengehen“ mit der CDU/CSU, auf das die Ablösung der Unionsparteien an der Regierungsspitze folgen sollte.[FN 2]

[FN 2] Dies betonte Wehner rückblickend in einem langen Interview mit Günter Gaus, als er im Sommer 1966 seine Aktivitäten zur Bildung einer Großen Koalition seit 1962 schilderte. Günter Gaus, Staatserhaltende Opposition oder Hat die SPD kapituliert? Gespräche mit Herbert Wehner, Reinbek 1966, Zitat S. 119.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz; Fortsetzung in Fragment 061 01 Gaus (1966, S. 119): „Wehner: [...] Ich glaube übrigens nicht, daß ein solches zeitweiliges Zusammenregieren zweier großer Parteien das Parlament töten müßte. [...]“ (keine Hervorhebung im Original). Mw schreibt nachweislich von Schönhoven ab („zeitweiliges Zusammengehen“).

Sichter
Frangge

[70.] Mw/Fragment 061 01
Bearbeitet: 2012-04-06 17:56:11 Kybot
Erstellt: 7. December 2011, 22:04 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 061, Zeilen: 01
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 038, Zeilen: 08-12
[Die Große Koalition war aus der Sicht der SPD ein Etappensieg auf dem Weg zum Machtwechsel, ein „zeitweiliges Zusammengehen“[FN 253] mit der CDU/CSU, auf das die Ablösung] der CDU/CSU an der Regierungsspitze folgen sollte. Die Große Koalition war aus der Sicht der sozialdemokratischen Erneuerer eine Zwischenetappe auf dem Weg zum Machtwechsel, ein nur „zeitweiliges Zusammengehen“ mit der CDU/CSU, auf das die Ablösung der Unionsparteien an der Regierungsspitze folgen sollte.[FN 2]
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 060 17

Sichter
Frangge

[71.] Mw/Fragment 061 22
Bearbeitet: 2012-04-08 11:53:48 Sotho Tal Ker
Erstellt: 12. December 2011, 14:08 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 061, Zeilen: 19-22
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 035, Zeilen: 24-29
Auch endete mit der Bildung der Großen Koalition [...] eine parlamentarische Konstellation, in der sich die CDU/CSU und die SPD auf der Bundesebene als politische Konkurrenten gegenübergestanden und sich zeitweise massiv bekämpft hatten.[FN 258] Daher war es nicht erstaunlich, [dass die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD von vielen Beobachtern als ein von Beginn an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen bewertet wurde.]

[ [FN 258]: Klotzbach, Kurt, Der Weg zur Staatspartei. Programmatik, praktische Politik und Organisation der deutschen Sozialdemokratie 1945-1965, (unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1982), Bonn 1996, S. 495.]

Mit der Bildung der Großen Koalition endete [...] eine parlamentarische Konstellation, in der sich die Unionsparteien und die Sozialdemokratie auf der Bundesebene in Bonn als politische Konkurrenten gegenübergestanden waren und sich zeitweise erbittert bekämpft hatten. Viele Zeitgenossen beurteilten schon deshalb die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD als ein von Anfang an aussichtsloses Unternehmen [...].
Anmerkungen

Fortsetzung in Mw/Fragment 062_01 FN 258 verweist auf Klotzbach, S. 495. Dort findet sich (nur) folgende Kapitelüberschrift: „4. Kapitel Die Sozialdemokratie der führen sechziger Jahre – nicht mehr die große Alternative, sondern die „bessere Partei““ (Klotzbach 1982)

Sichter
Frangge

[72.] Mw/Fragment 062 01
Bearbeitet: 2012-04-08 11:54:49 Sotho Tal Ker
Erstellt: 12. December 2011, 14:23 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 062, Zeilen: 01-08
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 035; 036, Zeilen: 28-33; 01-07
[Daher war es nicht erstaunlich,] dass die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD von vielen Beobachtern als ein von Beginn an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen bewertet wurde. Diese Kritiker vernachlässigten jedoch die Tatsache, dass seit Anfang der 1960er Jahre eine behutsame Annäherung zwischen den beiden Parteien zu verzeichnen war, wobei einzelne Führungspolitiker der CDU/CSU und der SPD die ersten persönlichen Kontakte knüpften.[FN 259] Ohne diese Grundlage wäre es Ende 1966 sicherlich nicht zu einer so raschen Bildung der Großen Koalition gekommen, gegen die es sowohl in der CDU/CSU wie auch in der SPD zahlreiche Bedenken gab [...].

[ [FN 259] Bouvier, Beatrix, Zwischen Godesberg und Großer Koalition. Der Weg der SPD in die Regierungsverantwortung: Außen-, sicherheits- und deutschlandpolitische Umorientierung und gesellschaftliche Öffnung der SPD 1960-1966, Bonn 1990, S. 46.]

Viele Zeitgenossen beurteilten schon deshalb die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD als ein von Anfang an aussichtsloses Unternehmen, dem programmatisch wie politisch ein tragfähiges gemeinsames Fundament fehle. Die so urteilenden Skeptiker und Kritiker übersahen oder verdrängten jedoch, dass es spätestens seit dem Beginn der sechziger Jahre zu einer vorsichtigen Annäherung zwischen den beiden Parteilagern gekommen war, [Seite 36] wobei bei den Christ- wie bei den Sozialdemokraten einzelne Spitzenpolitiker die ersten persönlichen Kontakte knüpften [...].

Ohne diese Vorgeschichte wäre es [...] im Herbst 1966 sicherlich nicht zu einem so schnellen Abschluss der Großen Koalition gekommen, gegen die es bei den Sozialdemokraten wie in den Unionsparteien viele Bedenken gab.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_061_22; keine Nennung der tatsächlichen Quelle

Sichter
Frangge

[73.] Mw/Fragment 064 15
Bearbeitet: 2012-06-10 11:16:05 Hindemith
Erstellt: 11. November 2011, 16:21 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Kleßmann 1988, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 064, Zeilen: 15-19
Quelle: Kleßmann 1988
Seite(n): 200; 201, Zeilen: 14-15; 01-07
Ein wichtiger Schritt zur Entlastung Kiesingers gegenüber seiner Mitgliedschaft in der NSDAP war ein vom “Spiegel“-Redakteur Conrad Ahlers gefundenes Dokument aus dem Reichssicherheitshauptamt vom 7. November 1944, in dem Kiesinger als Verbindungsmann des Auswärtigen Amts zum Propagandaministerium denunziert wurde, weil er nachweislich die antijüdischen Aktionen sabotierte.[FN 272] Dieses Dokument löste [zwar das Vergangenheitsproblem Kiesingers nicht, es erleichterte aber sicherlich nicht unerheblich die Zustimmung zu seiner Wahl zum Regierungschef einer neuen Bundesregierung.]


[ [FN 272]: Kroegel, Dirk, Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, München 1997, S. 28-33.]

Ein wichtiges Dokument zu Kiesingers Entlastung gegenüber den Vorwürfen wegen seiner Mitgliedschaft in [Seite 201] der NSDAP verschaffte ihm der »Spiegel«-Redakteur Conrad Ahlers: Ein Protokoll aus dem Reichssicherheitshauptamt vom 7. November 1944, in dem Kiesinger als Verbindungsmann des Auswärtigen Amtes zum Propagandaministerium denunziert wurde, weil er »nachweislich die antijüdische Aktion hemmt«, um »mit den Engländern politisch ins Gespräch zu kommen«[EN 25]. Diese Entlastung schuf zwar das Problem nicht aus der Welt, erleichterte aber nicht unerheblich die Zustimmung zu seiner Wahl.


[ [EN 25] Text in AdG 1966, S. 12801.]

Anmerkungen

Zwar ist Mws Quellenangabe korrekt, aber angesichts der systematischen Übernahmen aus anderer Literatur und der Ähnlichkeit im Wortlaut muss hier von einem Plagiat ausgegangen werden. Fortsetzung auf der nächsten Seite: Mw/Fragment 065 01

Sichter
Bummelchen

[74.] Mw/Fragment 065 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:30 Kybot
Erstellt: 11. November 2011, 16:25 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Kleßmann 1988, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 065, Zeilen: 01-03
Quelle: Kleßmann 1988
Seite(n): 201, Zeilen: 05-07
[Dieses Dokument löste] zwar das Vergangenheitsproblem Kiesingers nicht, es erleichterte aber sicherlich nicht unerheblich die Zustimmung zu seiner Wahl zum Regierungschef einer neuen Bundesregierung. Diese Entlastung schuf zwar das Problem nicht aus der Welt, erleichterte aber nicht unerheblich die Zustimmung zu seiner Wahl.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 064 15. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[75.] Mw/Fragment 065 10
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:32 Kybot
Erstellt: 30. November 2011, 18:58 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 065, Zeilen: 08-14, 111, 115
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 075, Zeilen: 103, 107-112
Brandt hätte eigentlich, wie erwähnt, Bundestagspräsident Gerstenmaier als Kanzler der Großen Koalition vorgezogen, denn für Brandt war Gerstenmaier ein "Mann des 20. Juli", während er Kiesinger mit Blick auf dessen Eintritt in die NSDAP vorwarf, er sei wie viele andere auch zunächst Wahnvorstellungen erlegen gewesen.[FN 276] Brandt kommentierte in seinen Memoiren Kiesingers Wirken im Dritten Reich mit dem Satz: "Kiesinger war zu gescheit und wohlerzogen, als daß er Nazi mehr denn übers Mitgliedsbuch hätte werden können."[FN 277]


[FN 276]: Brandt, Willy, Erinnerungen. Mit den "Notizen zum Fall G.", (Neuausgabe), München 2003, S. 169. [...]

[FN 277]: Brandt, Willy, Erinnerungen. Mit den "Notizen zum Fall G.", (Neuausgabe), München 2003, S. 169.

[FN 89] Brandt hätte Gerstenmaier als Kanzler einer Großen Koalition vorgezogen. [...] Für Brandt war Gerstenmaier ein "Mann des 20. Juli",

während er Kiesinger mit Blick auf dessen Eintritt in die NSDAP am 1. März 1933 attestierte, er sei, "vielen anderen gleich, zunächst Wahnvorstellungen erlegen". Dessen Rolle in der NS-Zeit kommentierte Brandt mit dem Satz: "Kiesinger war zu gescheit und wohlerzogen, als dass er Nazi mehr denn übers Mitgliedsbuch hätte werden können." Zitat nach: Brandt, Erinnerungen, S. 169.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz. Keine Nennung der offenbar tatsächlichen Quelle Schönhoven.

Sichter
Frangge

[76.] Mw/Fragment 066 22
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:34 Kybot
Erstellt: 10. July 2011, 12:34 (Dr. I. Jones)
Brandt 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 22-27
Quelle: Brandt 2005
Seite(n): 21, Zeilen:
Auch wenn Kiesinger und Brandt sich um eine konstruktive Atmosphäre in der Großen Koalition bemühten, wurde schnell offensichtlich, dass sie mehr voneinander trennte, als bei zehn Jahren Altersunterschied und den Differenzen nach Herkommen, Sozialisation, Charakter, Berufsausbildung und politischer Ausrichtung vorauszusehen gewesen war. Auf den 1904 geborenen eloquenten, sehr breit gebildeten schwäbischen Juristen wirkte der aus einfachen Lübecker Verhältnissen stammende Brandt ver-[schlossen und als schwer einschätzbar. Kiesinger meinte Anfang 1967, dass Brandt ein Korken im Fluss sei, der sich mit der Strömung treiben lasse.[FN 284]

FN 284: Kroegel, Dirk, Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, München 1997, S. 169.

Gerade weil sich Kiesinger und Brandt um eine einvernehmliche Zusammenarbeit bemühten, wurde rasch klar, dass sie mehr voneinander trennte, als bei knapp zehn Jahren Altersdifferenz und den Unterschieden nach Herkommen und Beruf, Charakter und politischer Überzeugung zu erwarten gewesen wäre. Auf den 1904 geborenen, eloquenten, umfassend gebildeten schwäbischen Juristen wirkte der aus einfachsten Lübecker Verhältnissen aufgestiegene Brandt schwierig, verschlossen, wortkarg, fast undurchschaubar. Ein „Korken im Fluß“, monierte der Kanzler, sei dieser Brandt, „der sich mit der Strömung treiben lasse“.[FN 21]

FN 21: So Kiesinger Anfang Oktober 1967, zitiert in: Kroegel, Dirk: Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, München 1997, S. 169.

Anmerkungen

Über google.books nur im snippet-view aber verfügbar einem Auszug aus Brandt 2005 bei http://www.bwbs.de/UserFiles/File/PDF/Bd6.pdf . Primärquelle Kroegel 1997 für die wörtlichen Wiedergaben wird übernommen.

Sichter
Frangge

[77.] Mw/Fragment 069 11
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:36 Kybot
Erstellt: 8. December 2011, 18:13 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 069, Zeilen: 11-13
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 089, Zeilen: 11-14
CDU/CSU und SPD sahen in der Großen Koalition eine Zweckgemeinschaft für eine

begrenzte Zeitspanne, um schwierige Probleme in der Innen- und Außenpolitik sowie in der Wirtschafts- und Sozialpolitik zu bewältigen.

Beide Seiten sahen in der Großen Koalition eine Zweckgemeinschaft für eine begrenzte Zeit, um dringende Probleme in der Innen- und Außenpolitik sowie in der Wirtschafts- und Sozialpolitik zu bewältigen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[78.] Mw/Fragment 071 19
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:38 Kybot
Erstellt: 16. November 2011, 11:14 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 071, Zeilen: 19-24, 105-107
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 073, Zeilen: 23-28, 103
Der Kanzler stellte die Friedens- und Entspannungspolitik in den Mittelpunkt des außenpolitischen Teils seiner Regierungserklärung und äußerte die Bereitschaft der Bundesregierung zur Mitarbeit an Vorschlägen zur Rüstungskontrolle und Rüstungsminderung. Kiesinger bestätigte den Verzicht auf die Herstellung von Atomwaffen. Er versicherte, dass die Bundesrepublik keine nationale Verfügungsgewalt und keinen nationalen Besitz an solchen Waffen anstrebe.[FN 306]


[FN 306]: Bundestagssitzung 13.12.1966: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 63: Stenographische Berichte der 78.-102. Sitzung 1966/67, herausgegeben in Bonn, S. 3643-3665, Regierungserklärung S. 3656-3665, hier S. 3662.

[...][FN 3]

In den Mittelpunkt des außenpolitischen Teils stellte er die Friedenspolitik und erklärte die Bereitschaft der Bundesrepublik zur Mitarbeit an Vorschlägen zur Rüstungskontrolle, Rüstungsminderung und Abrüstung. Kiesinger wiederholte den Verzicht auf die Herstellung von Atomwaffen. Man strebe keine nationale Verfügungsgewalt und keinen nationalen Besitz an diesen Waffen an.


[FN 3] Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 63, 80. Sitzung, 13.12.1966, S. 3656-3665.

Anmerkungen

Übernahme inkl. ergänzter Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[79.] Mw/Fragment 071 26
Bearbeitet: 2012-04-06 17:56:31 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 20:22 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stuewe 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 071, Zeilen: 26-28
Quelle: Stuewe 2005
Seite(n): 281, Zeilen: 20-25
Mehr sagte der Kanzler zur Verteidigungspolitik nicht. Die Regierungserklärung enthielt somit nicht den von der SPD und besonders von Brandt geforderten Verzicht auf einen Mitbesitz an Atomwaffen. Mehr sagte der Kanzler zur Verteidigungspolitik nicht. [...] Die Regierungserklärung enthielt somit nicht den bisher von der SPD geforderten ausdrücklichen Verzicht auf eine multilaterale Atomstreitmacht [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Bummelchen

[80.] Mw/Fragment 072 04
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:42 Kybot
Erstellt: 12. November 2011, 11:31 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Senzahl, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 072, Zeilen: 04-08, 101-103
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 073; 074, Zeilen: 103; 11-15, 101-102
Kiesinger wiederholte in der Regierungserklärung das bereits in der Friedensnote der Bundesregierung Erhard aufgezeigte Angebot, Gewaltverzichtserklärungen mit den osteuropäischen Staaten und der Sowjetunion auszutauschen, und er verkündete die Bereitschaft der Bundesregierung, das ungelöste Problem der deutschen Teilung in dieses Angebot mit einzubeziehen.[FN 308]

[FN 308]: Bundestagssitzung 13.12.1966: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 63: Stenographische Berichte der 78.-102. Sitzung 1966/67, herausgegeben in Bonn, S. 3643-3665, Regierungserklärung S. 3656-3665, hier S. 3662.

[S. 74, Z. 11-15]

Kiesinger wiederholte das bereits in der Friedensnote der Regierung Erhard unterbreitete Angebot zum Austausch von Gewaltverzichtserklärungen an die Sowjetunion und die osteuropäischen Staaten und erklärte die Bereitschaft der Bundesregierung, »das ungelöste Problem der deutschen Teilung in dieses Angebot einzubeziehen«.[FN 5]

[S. 73, Z. 103]

[FN 3] Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 63, 80. Sitzung, 13.12.1966, S. 3656-3665.

[S. 74, Z. 101-102]

[FN 4] Ebd., S. 3662.

[FN 5] Ebd.

Anmerkungen

Übernahme mit ergänzter Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[81.] Mw/Fragment 072 12
Bearbeitet: 2012-04-08 11:55:53 Sotho Tal Ker
Erstellt: 12. November 2011, 11:24 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 072, Zeilen: 12-25
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 074, Zeilen: 16-26
Bei den Initiativen der Vorgängerregierung war die DDR bewusst ausgeklammert worden, Kiesinger bezog die DDR jedoch in sein Angebot indirekt ein und ging damit deutlich über die vorherige Politik hinaus.

Ob mit Kiesingers Aussage, dass die Bundesregierung bereit sei, das ungelöste Problem der deutschen Teilung in den angebotenen Austausch von Gewaltverzichtserklärungen mit den osteuropäischen Staaten und der Sowjetunion mit einzubeziehen, jedoch eine Garantie der innerdeutschen Grenze angesprochen war, erscheint zweifelhaft. Kiesinger deutete mit seiner Formulierung lediglich die Bereitschaft der Bundesregierung formell an, auf gewaltsame Veränderungen des Status quo in Deutschland zu verzichten. Die Garantie der innerdeutschen Grenze stand jedoch nicht zur Debatte, weil sie innerhalb der CDU/CSU keinesfalls akzeptabel gewesen wäre. Kiesinger bewegte sich bereits mit dieser Formulierung am Rande des in der Union Erträglichen. Sichtbar wird das vor allem daran, dass an dieser Stelle von Kiesingers Regierungserklärung der stenographische Bericht des Bundestages nur Beifall bei der SPD vermerkt.

An dieser Stelle vermerkt das Protokoll allerdings nur Beifall bei der SPD. Kiesinger war mit dieser Aussage deutlich über die Politik Schröders hinausgegangen, der die DDR immer bewußt ausgespart hatte. Ob mit dieser Aussage Kiesingers allerdings eine »Garantie der innerdeutschen Grenze«[FN 6] gemeint war, erscheint zweifelhaft. Kiesinger deutete mit seiner Formulierung lediglich die Bereitschaft der Bundesregierung an, formell auf gewaltsame Veränderungen auch des innerdeutschen Status quo zu verzichten. Die Garantie der Demarkationslinie als »Grenze« stand jedoch nicht zur Debatte, weil sie innerhalb der Union keinesfalls konsensfähig gewesen wäre. Kiesinger bewegte sich bereits mit der Formulierung in der Regierungserklärung am Rande des in der Union Möglichen.

[ [FN 6] So D. Kroegel, 1997, S. 71.]

Anmerkungen

Übernahme mit Veränderungen und eigenen Ergänzungen. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[82.] Mw/Fragment 073 07
Bearbeitet: 2012-06-10 11:16:22 Hindemith
Erstellt: 10. November 2011, 21:50 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 073, Zeilen: 07-16
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 074, Zeilen: 01-11
Kiesinger betonte in seiner Regierungserklärung den Willen der Bundesregierung, mit allen Völkern Beziehungen zu unterhalten, die auf Verständigung, auf gegenseitiges Vertrauen und auf den Willen der Zusammenarbeit gegründet seien.[FN 310] Dies gelte auch für das Verhältnis zur Sowjetunion, obwohl die Beziehungen noch immer durch das ungelöste Problem der Wiedervereinigung Deutschlands belastet seien. Kiesinger bedauerte, dass die Erwartungen beider Seiten nach der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen im Jahr 1955 enttäuscht worden seien.[FN 311] Er hob hervor, das deutsche Volk hege weder Feindschaft noch Hass gegen die Völker der Sowjetunion, sondern es wünsche in guter und friedlicher Nachbarschaft zu leben, ohne sich in die inneren Verhältnisse der Sowjetunion einzumischen.

[ [FN 310]:Text der Regierungserklärung: Auswärtiges Amt (Hrsg.), Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Dokumente von 1949 bis 1994. Herausgegeben aus Anlaß des 125. Jubiläums des Auswärtigen Amts, Bonn 1995, S. 299.

[FN 311]: Dies wiederholte Kiesinger am 17.3.1967 in einem Informationsgespräch mit sowjetischen Journalisten im Kanzleramt in Bonn. Text des Informationsgespräches, S. 1-8, hier S. 1: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-008/1.]

Kiesinger betonte den Willen, mit allen Völkern Beziehungen zu unterhalten, »die auf Verständigung, gegenseitiges Vertrauen und auf den Willen der Zusammenarbeit« gegründet seien.[FN 4] Dies gelte auch für das Verhältnis zur Sowjetunion, obwohl die Beziehungen noch immer durch das ungelöste Problem der Wiedervereinigung belastet seien. Kiesinger bedauerte, daß die Erwartungen beider Seiten nach der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen enttäuscht worden seien. Er betonte, daß das deutsche Volk weder Feindschaft noch Haß gegen die Völker der Sowjetunion hege, sondern in guter friedlicher Nachbarschaft zu leben wünsche, ohne sich in die inneren Verhältnisse der UdSSR einzumischen.


[ [FN 3] Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 63, 80. Sitzung, 13.12.1966, S. 3656-3665.

[FN 4] Ebd., S. 3662.]

Anmerkungen

Tatsächlich übernimmt der Verfasser hier ganz offenbar aus Taschler. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass Mw diese vier Sätze nur rein zufällig acht Jahre nach Erscheinen des Titels von Taschler in dieser Reihenfolge und auf diese Weise formuliert hat – selbst wenn er hier andere Quellen nennt.

Sichter
Hotznplotz

[83.] Mw/Fragment 074 04
Bearbeitet: 2012-06-10 11:16:34 Hindemith
Erstellt: 14. November 2011, 19:09 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, PlagProf:-), Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 074, Zeilen: 04-17
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 074; 075, Zeilen: 30-39, 104; 01-07, 101
Anschließend betonte Kiesinger den Wunsch nach einer Aussöhnung mit Polen. Dabei könne die Bundesregierung das Verlangen Polens, endlich in einem Staatsgebiet mit gesicherten Grenzen zu leben, im Blick auf das Schicksal des geteilten deutschen Volkes besser als in früheren Zeiten begreifen. Doch könnten die Grenzen eines wiedervereinigten Deutschlands nur in einer frei vereinbarten Regelung mit einer gesamtdeutschen Regierung festgelegt werden, erklärte Kiesinger.[FN 314] Der Kanzler deutete an diesem Punkt seiner Regierungserklärung allerdings Zugeständnisse an, da diese Regelung ein von beiden Völkern gebilligtes, dauerhaftes und friedliches Verhältnis guter Nachbarschaft schaffen solle.[FN 315] Auch mit der Tschechoslowakei strebe die Bundesregierung eine neue Verständigung an, versicherte der Regierungschef. Das unter Gewaltandrohung entstandene Münchener Abkommen sei nach Ansicht der Bundesregierung nicht mehr gültig.[FN 316] Der Kanzler erwähnte in diesem Zusammenhang auch die Obhutspflicht der Bundesregierung gegenüber den Sudetendeutschen und den anderen deutschen Ost-Vertriebenen.[FN 317]


[ [FN 314]: Kiesinger, Kurt Georg, Stationen 1949-1969, Tübingen 1969, S. 214-215.

[FN 315]: Text der Regierungserklärung: Auswärtiges Amt (Hrsg.), Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Dokumente von 1949 bis 1994. Herausgegeben aus Anlaß des 125. Jubiläums des Auswärtigen Amts, Bonn 1995, S. 300.]

[FN 316]: Bundestagssitzung 13.12.1966: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 63: Stenographische Berichte der 78.-102. Sitzung 1966/67, herausgegeben in Bonn, S. 3643-3665, Regierungserklärung S. 3656-3665, hier S. 3662.

[ [FN 317]: Die explizite Erwähnung der Obhutspflicht der Bundesregierung in der Regierungserklärung hatte der Bund der Vertriebenen am 7.12.1966 in einem Brief an Kiesinger gefordert, S. 1-4, hier S. 3: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-304.]

Anschließend betonte Kiesinger den Wunsch einer Aussöhnung mit Polen. Dabei könne man dessen Verlangen, „endlich in einem Staatsgebiet mit sicheren Grenzen zu leben, [...] im Blick auf das gegenwärtige Schicksal unseres eigenen geteilten Volkes besser als in früheren Zeiten begreifen“.[FN 8] Dennoch könnten die Grenzen eines wiedervereinigten Deutschlands nur in einer frei vereinbarten Regelung mit einer gesamtdeutschen Regierung festgelegt werden. Kiesinger deutete hier jedoch Konzessionsbereitschaft an, da diese Regelung nach seinen Worten die Voraussetzung »für ein von beiden Völkern gebilligtes, dauerhaftes und friedliches Verhältnis guter Nachbarschaft schaffen« sollte.[FN 9]

[Seite 75]

Auch mit der Tschechoslowakei strebte die Bundesrepublik nach Aussage des neuen Regierungschefs eine Verständigung an. Das unter Gewaltandrohung zustande gekommene Münchener Abkommen war nach Ansicht der Bundesregierung »nicht mehr gültig«.[FN 10] Dieser Passus fand wiederum bei der SPD Zustimmung, aber nur bei einem Teil der Abgeordneten der CDU/ CSU. Kiesinger betonte die Obhutspflicht der Bundesregierung gegenüber den Sudetendeutschen und Vertriebenen.


[FN 7] Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 63, 80. Sitzung, 13.12.1966, S. 3662.

[ [FN 8] Ebd.

[FN 9] Vgl. ebd.]

[FN 10] Vgl. ebd.

Anmerkungen

Bei der Wiedergabe der historischen Primärquelle (Rede Kiesingers) übernimmt Mw die Zusammenfassung von Taschler 2001 (Sekundärliteratur) und verschleiert diese Übernahme. [FN 316] stellt ebenfalls eine Übernahme dar.

Sichter
Bummelchen

[84.] Mw/Fragment 074 24
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:50 Kybot
Erstellt: 10. December 2011, 23:20 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 074, Zeilen: 24-25
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 092, Zeilen: 23-28
Kiesingers behutsame Signale in Richtung Warschau und Prag, die eine deutsche

Gesprächsbereitschaft über die deutsch-polnische Grenzfrage und über die Rechts- [gültigkeit des Münchener Abkommens aufzeigten, setzten neue Richtmarken und unterschieden sich sehr deutlich von den ostpolitischen Denkmodellen seiner Amtsvorgänger.]

Auch Kiesingers vorsichtige Signale in Richtung Warschau und Prag, die eine bundesrepublikanische Gesprächsbereitschaft über die deutsch-polnische Grenzfrage und über die Rechtsgültigkeit des Münchener Abkommens ankündigten, setzten neue Akzente und unterschieden sich deutlich von den ostpolitischen Denkkategorien seiner Vorgänger im Kanzleramt.
Anmerkungen

keine Quellenangabe; Fortsetzung in Mw/Fragment_075_01

Sichter
Frangge

[85.] Mw/Fragment 075 01
Bearbeitet: 2012-04-06 17:56:43 Kybot
Erstellt: 10. December 2011, 23:28 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 01-03
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 092, Zeilen: 23-28
[Kiesingers behutsame Signale in Richtung Warschau und Prag, die eine deutsche Gesprächsbereitschaft über die deutsch-polnische Grenzfrage und über die Rechts-] gültigkeit des Münchener Abkommens aufzeigten, setzten neue Richtmarken und unterschieden sich sehr deutlich von den ostpolitischen Denkmodellen seiner Amtsvorgänger. Auch Kiesingers vorsichtige Signale in Richtung Warschau und Prag, die eine bundesrepublikanische Gesprächsbereitschaft über die deutsch-polnische Grenzfrage und über die Rechtsgültigkeit des Münchener Abkommens ankündigten, setzten neue Akzente und unterschieden sich deutlich von den ostpolitischen Denkkategorien seiner Vorgänger im Kanzleramt.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_074_24

Sichter
Frangge

[86.] Mw/Fragment 075 03
Bearbeitet: 2012-04-06 17:56:45 Kybot
Erstellt: 21. July 2011, 15:45 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stuewe 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, PlagProf:-), Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 03-08, 11-15
Quelle: Stuewe 2005
Seite(n): 279; 280, Zeilen: 36-38; 01-08
Kiesingers Regierungserklärung wies einige ostpolitische Vorschläge vor, die weit über das hinausgingen, was die vorherigen Bundeskanzler erklärt hatten. Nie zuvor hatte eine Regierungserklärung den Willen zur Verständigung mit dem Osten so hervorgehoben wie die Kiesingers. Der Einfluss der SPD war hier unübersehbar. Der ostpolitische Kurswechsel entsprach jedoch auch den politischen Vorstellungen des Kanzlers selbst [...] Angesichts der sich seit Mitte der 1960er Jahre abzeichnenden Entspannung zwischen den USA und der Sowjetunion blieb Kiesinger im Grunde auch keine andere Wahl, als sich ebenfalls um eine Annäherung an den Osten zu bemühen. Ein einseitiger Konfrontationskurs und das Beharren auf Vorrangigkeit der deutschen Frage hätten die Bundesrepublik international isoliert. Kiesingers Regierungserklärung enthielt somit einige ostpolitische Initiativen, die weit über das hinausgingen, was man von früheren Bundeskanzlern gewohnt gewesen war. Nie zuvor hatte eine Regierungserklärung den Willen zur Verständigung mit dem [Seite 280] Osten so herausgestellt wie die der Großen Koalition. Der Einfluss des Koalitionspartners SPD war in diesem Punkt unübersehbar. Der ostpolitische Kurswechsel entsprach jedoch auch den politischen Überzeugungen des Kanzlers selbst. Denn angesichts der sich seit Anfang der 1960er Jahre abzeichnenden Entspannung zwischen den beiden Großmächten USA und Sowjetunion blieb der Bundesregierung im Grunde keine andere Wahl, als sich ebenfalls Schritt für Schritt um eine Annäherung an den Osten zu bemühen. Ein einseitiger Konfrontationskurs und das Beharren auf Vorrangigkeit der deutschen Frage hätten die deutsche Außenpolitik langsam aber sicher isoliert.
Anmerkungen

Fundstelle Keine Quellenangabe: Stüwe wird zwar im Literaturverzeichnis genannt, nicht aber im Kontext.

Sichter
PlagProf:-)

[87.] Mw/Fragment 075 10
Bearbeitet: 2012-04-07 10:58:56 Kybot
Erstellt: 8. December 2011, 18:34 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 09-11, 103-106
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 092, Zeilen: 28-29, 107-108
Daher wird Kanzler Kiesinger teilweise in der Forschung als Vordenker einer neuen deutschen Ostpolitik dargestellt.[FN 320]

[FN 320]: Diese These vertritt zum Beispiel Kroegel, für den Kiesinger der ostpolitische und Wehner der deutschlandpolitische Vordenker der Großen Koalition gewesen war. Siehe: Kroegel, Dirk, Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, München 1997, S. 88. [...]

Deswegen wurde der Kanzler der Großen Koalition aber noch nicht zum Vordenker der „neuen Ostpolitik“.[FN 7]

[FN 7] Diese These vertritt Kroegel, Einen Anfang finden, für den Kiesinger der ostpolitische und Wehner der deutschlandpolitische Vordenker der Großen Koalition war.

Anmerkungen

Die Übernahme wird insbesondere dadurch deutlich, dass die Seitenzahl bei Kroegel vom Verf. offenbar frei erfunden ist: vgl. [1].

Sichter
Frangge

[88.] Mw/Fragment 075 16
Bearbeitet: 2012-04-08 11:57:57 Sotho Tal Ker
Erstellt: 31. October 2011, 19:11 (Frangge)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 16-21
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 145, Zeilen: 26-33
Es gibt Hinweise dafür, dass Kiesinger die endgültige Ausformulierung der deutschlandpolitischen Passage seiner Regierungserklärung eher mit Wehner als mit dem SPD-Vorsitzenden Brandt besprochen hatte. Denn die deutschlandpolitische Passage der Regierungserklärung entspricht fast wortgleich den Formulierungen, die Wehner bereits am 3. Dezember 1966 in einer Rundfunkansprache im RIAS verwendet hatte.[FN 321]

[ [FN 321] Meyer, Christoph, Herbert Wehner. Biographie, München 2006, S. 299. Und: Schmoeckel, Reinhard / Kaiser, Bruno, Die vergessene Regierung. Die große Koalition 1966 bis 1969 und ihre langfristigen Wirkungen, Bonn 1991, S. 145.]

Es gibt Anzeichen, daß Kiesinger die endgültige Ausformulierung der deutschlandpolitischen Aussagen der Regierungserklärung eher mit dem Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Herbert Wehner, als mit dem SPD-Vorsitzenden Willy Brandt abgestimmt hat. Der Wortlaut der Regierungserklärung deckt sich fast wortgleich mit Formulierungen, die Herbert Wehner bereits am 3. Dezember 1966 in einer Rundfunkansprache verwendete[FN 6].

[ [FN 6] BULLETIN der Bundesregierung vom 7. 12. 1966, S: 1241 f.]

Anmerkungen

Der Verf. verweist lediglich mit seiner zweiten Referenz auf die Quelle und übernimmt den Text sinngemäß, ohne dies adäquat zu kenntlich zu machen. Dass hier eigentlich Schmoeckel/Kaiser sprechen, ist für den Leser nicht ersichtlich.

Sichter
Hotznplotz

[89.] Mw/Fragment 076 12
Bearbeitet: 2014-01-06 19:43:57 Schumann
Erstellt: 16. November 2011, 10:10 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 076, Zeilen: 12-23
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 076, Zeilen: 15-25
Dass die Deutschlandpolitik am Schluss von Kiesingers Regierungsklärung stand, war repräsentativ für den künftigen Kurs der Großen Koalition. Nicht mehr die deutsche Wiedervereinigung stand am Anfang, sondern die europäische Entspannung, die dann die deutsche Wiedervereinigung mit sich bringen würde. Diese Sicht setzte im Vergleich zu den früheren Regierungserklärungen neue Richtmarken, passte sich der veränderten Weltlage an und leitete eine zentrale Kurskorrektur in der deutschen Außenpolitik ein. Jedoch wurde der bundesdeutsche Alleinvertretungsanspruch wie unter Adenauer und Erhard in Kiesingers Regierungserklärung aufrecht erhalten, allerdings sollten, wie Kiesinger ausführte, die Menschen in dem anderen Teil Deutschlands nicht bevormundet werden. Dadurch solle das Auseinanderleben der beiden getrennten deutschen Teile verhindert werden, so Kiesinger. Die Bundesregierung wolle entkrampfen und nicht verhärten, Gräben überwinden und nicht vertiefen. An den Schluß der Regierungserklärung stellte Kiesinger die Deutschlandpolitik. Dies war symbolisch für den künftigen Kurs. Nicht mehr die Wiedervereinigung stand am Anfang, sondern die europäische Einigung, die dann die Wiedervereinigung mit sich bringen würde. Diese Sicht setzte im Vergleich zu früheren Regierungserklärungen neue Akzente und trug damit der veränderten Weltlage Rechnung.

Der Alleinvertretungsanspruch der Bundesregierung wurde von Kiesinger bekräftigt, allerdings, wie er betonte, ohne die Menschen im anderen Teil Deutschlands zu bevormunden. Ziel war die Verhinderung eines Auseinanderlebens beider Teile. Man wolle »entkrampfen und nicht verhärten, Gräben überwinden und nicht vertiefen«.[FN 13]


[ [FN 11] Regierungserklärung, S. 3663.

[FN 12] Vgl. ebd., S. 3664.

[FN 13] Ebd.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[90.] Mw/Fragment 077 05
Bearbeitet: 2012-04-25 17:27:02 Plagin Hood
Erstellt: 16. November 2011, 10:19 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 077, Zeilen: 05-08
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 076, Zeilen: 33-36
Kiesinger erklärte, die Bundesregierung wolle das, was zum Wohl der Menschen im gespaltenen Deutschland möglich sei, tun und das, was notwendig sei, möglich machen. Damit machte Kiesinger deutlich, dass die Große Koalition bereit war, die vorhandenen Handlungsspielräume in der Deutschlandpolitik auszureizen. Die Bundesregierung wolle, was zum Wohl der Menschen im gespaltenen Deutschland möglich sei, tun und, was notwendig sei, möglich machen.[FN 15] Damit machte Kiesinger deutlich, daß die Koalition entschlossen war, die vorhandenen Handlungsspielräume offensiv zu nutzen.


[ [FN 11] Regierungserklärung, S. 3663.

[...]

[FN 15] Vgl. ebd.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[91.] Mw/Fragment 077 15
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:04 Kybot
Erstellt: 8. December 2011, 20:54 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 077, Zeilen: 15-21
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 116, Zeilen: 04-12
Kiesingers Regierungserklärung zielte auf mehr Flexibilität zwischen den erstarrten juristischen Formeln des bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruchs und der Nichtanerkennung der DDR ab, ohne diese jedoch in Frage zu stellen. Damit folgten die flexiblen Bestandteile dieser Regierungserklärung der Strategie, die Brandt und Bahr zu Beginn der 1960er Jahre konzipiert und dann in Berlin bei den Passierscheinverhandlungen mit den DDR-Behörden umgesetzt hatten, um die über die Bewohner der geteilten Stadt durch den Mauerbau verhängte Kontaktsperre zu überwinden und die noch [gemeinsame nationale Substanz zu erhalten.] Die deutschlandpolitische Ratio dieser Regierungserklärung zielte auf mehr Bewegungsfreiheit zwischen den erstarrten juristischen Formeln der

Alleinvertretung und Nichtanerkennung, ohne diese jedoch zur Disposition zu stellen. Ihre flexiblen Komponenten folgten der Strategie, die Brandt und Bahr zu Beginn der sechziger Jahre entwickelt und dann in Berlin bei den Passierscheinverhandlungen mit DDR-Behörden praktiziert hatten, um die über die Bewohner der geteilten Stadt durch den Mauerbau verhängte Kontaktsperre zu durchbrechen und um die noch vorhandene nationale Substanz zu erhalten.

Anmerkungen

keine Quellenangabe; Fortsetzung in Fragment 078 01

Sichter
Frangge

[92.] Mw/Fragment 078 01
Bearbeitet: 2012-04-06 17:56:57 Kybot
Erstellt: 8. December 2011, 20:58 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 078, Zeilen: 01
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 116, Zeilen: 07-12
[Damit folgten die flexiblen Bestandteile dieser Regierungserklärung der Strategie, die Brandt und Bahr zu Beginn der 1960er Jahre konzipiert und dann in Berlin bei den Passierscheinverhandlungen mit den DDR-Behörden umgesetzt hatten, um die über die Bewohner der geteilten Stadt durch den Mauerbau verhängte Kontaktsperre zu überwinden und die noch] gemeinsame nationale Substanz zu erhalten. Ihre flexiblen Komponenten folgten der Strategie, die Brandt und Bahr zu Beginn der sechziger Jahre entwickelt und dann in Berlin bei den Passierscheinverhandlungen mit DDR-Behörden praktiziert hatten, um die über die Bewohner der geteilten Stadt durch den Mauerbau verhängte Kontaktsperre zu durchbrechen und um die noch vorhandene nationale Substanz zu erhalten.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 077 15

Sichter
Frangge

[93.] Mw/Fragment 078 17
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:08 Kybot
Erstellt: 21. July 2011, 16:30 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Lehmann 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, PlagProf:-), Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 17-23
Quelle: Lehmann 1984
Seite(n): 137, Zeilen: 5-15
Die Große Koalition stand unter hohem Erfolgsdruck. Dieser Druck schaffte zunächst einen oberflächlichen Konsens in der Deutschland- und Ostpolitik und unterdrückte die konzeptionellen Differenzen der Koalitionspartner. Kiesinger saß dabei zwischen zwei Stühlen: Er musste Rücksicht auf die in der CDU/CSU dominierende Kontinuität der Adenauer-Ära nehmen, und er musste zugleich der SPD entgegenkommen, die größere Schritte gehen wollte. Denn die Regierung Kiesinger/Brandt stand unter einem Erfolgszwang: Er schweißte sie zusammen, aber er verwischte auch die Meinungsunterschiede in der "Friedenspolitk" und verschleierte deshalb ihre konzeptionellen Ungereimtheiten. Als „Kompromißkanzler" zum Gemeinsamkeitskurs (bipartisanship) verpflichtet und zum Erfolg „verurteilt", saß Kiesinger zwischen zwei Stühlen: Er „mußte" Rücksicht auf die in der CDU/CSU übermächtige Kontinuität der Adenauer-Ära nehmen, insbesondere auf Franz Josef Strauß, dem er hauptsächlich die Kanzlerschaft verdankte; und er "mußte" zugleich Forderungen der SPD erfüllen, die ohnehin kritisierte, er sei ihr zu wenig entgegengekommen.
Anmerkungen

Fundstelle Weitere Ähnlichkeiten (Zusammenfassung der Rede von Helmut Schmidt) auf der selben Seite im Original. Lehmann wird hier lose paraphrasiert, aber keine Quelle benannt. Dabei werden 10 zusammenhängende Wörter übernommen, ohne dies als Zitat zu kennzeichnen. Ein kleines Plagiat.

Sichter
PlagProf:-)

[94.] Mw/Fragment 081 14
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:10 Kybot
Erstellt: 31. October 2011, 16:35 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 081, Zeilen: 14-18, 114-115
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 070, Zeilen: 15-20, 104-105
Nicht nur für die Öffentlichkeit, sondern auch für die beteiligten Parteiführungen war das Bündnis zwischen CDU/CSU und SPD unerwartet. Die Zusammenarbeit der sich so lange als Regierung und Opposition scharf gegenüberstehenden Parteien wurde als „Markstein der deutschen Geschichte“[FN 339], wie es Kiesinger am 13. Dezember 1966 in seiner Regierungserklärung ausgedrückt hatte, empfunden.

[FN 339] Oberndörfer, Dieter (Hrsg.), Kurt Georg Kiesinger. Die große Koalition 1966-1969. Reden und Erklärungen des Bundeskanzlers, Stuttgart 1979, S. 15.

Nicht nur für die deutsche Öffentlichkeit, sondern auch für die beteiligten Parteiführungen war das Bündnis der beiden großen Parteien eine Überraschung und ein Anlaß zum Umdenken. Allgemein wurde die Zusammenarbeit der sich so lange als Regierung und Opposition scharf gegenüberstehenden Blöcke als „Markstein der deutschen Geschichte“[FN 4] empfunden.

[FN 4] K. G. Kiesinger in der Regierungserklärung vom 13. 12. 1966, abgedruckt in „Kurt Georg Kiesinger, Die Große Koalition“ (s. Anm. 1), S. 15

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz auf Oberndörfer

Sichter
Hotznplotz

[95.] Mw/Fragment 082 13
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:12 Kybot
Erstellt: 11. November 2011, 20:20 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 13-17
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 117, Zeilen: 28-34
Hatte die Bundesregierung Erhard die DDR in ihrer Friedensnote noch ausgeklammert, wurde der DDR nun, wenn auch indirekt formuliert, ein Gewaltverzicht offeriert. Darüber hinaus verkündete Kiesinger die Bereitschaft der Bundesregierung zu Behördenkontakten mit dem anderen Teil Deutschlands. Damit war der Versuch einer Isolierung der DDR augenscheinlich aufgegeben. Hatte Schröder die DDR z. B. in der Friedensnote noch völlig ignoriert, wurde ihr jetzt, wenn auch indirekt und äußerst zurückhaltend formuliert, ein Gewaltverzicht angeboten. Mehr noch, Kiesinger erklärte die Bereitschaft der Bundesregierung zu Behördenkontakten mit dem anderen Teil Deutschlands.

Damit war der Versuch einer Isolierung der DDR auf den ersten Blick aufgegeben.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[96.] Mw/Fragment 082 17
Bearbeitet: 2012-04-08 11:59:26 Sotho Tal Ker
Erstellt: 11. November 2011, 20:36 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 17-21
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107, Zeilen: 21-24
Die Beunruhigung der DDR-Führung wurde durch verschiedene Signale aus anderen sozialistischen Staaten noch weiter gesteigert, denn Staaten wie Ungarn, Bulgarien oder Rumänien, die mit der Bundesrepublik keine territorialen Probleme hatten, sahen nun die Möglichkeit, ihre Beziehungen zu Bonn zu normalisieren.[FN 345]

[ [FN 345]: Materialsammlung “Sachstand der Deutschland- und Ostpolitik der Bundesregierung“ vom 12.10.1967, S. 1-57, hier S. 49: BAK, Akten des Bundesministeriums des Innern V. WP, Ordner B106-61793.]

Die Reaktionen in Osteuropa auf die Regierungserklärung waren für Bonn durchaus ermutigend. Staaten wie Ungarn, Bulgarien oder Rumänien, die mit der Bundesrepublik keine territorialen Probleme hatten, sahen nun die Chance, ihre Beziehungen zu Bonn zu normalisieren.
Anmerkungen

keine Angabe der offenbar tatsächlichen Quelle Taschler

Sichter
Hotznplotz

[97.] Mw/Fragment 082 23
Bearbeitet: 2012-04-08 12:01:49 Sotho Tal Ker
Erstellt: 11. November 2011, 20:24 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 23-29
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 117; 118, Zeilen: 34; 01-09
Tatsächlich lässt sich an Kiesingers Regierungserklärung der Versuch erkennen, durch eine Annäherung an die osteuropäischen Staaten diese Länder von der DDR zu entfremden, woraus sich die abwehrende Haltung des SED-Regimes erklären lässt. Die Politik der verstärkten Kontakte mit der DDR, die Herstellung von diplomatischen Beziehungen zu den Staaten Osteuropas und die dadurch eingeleitete Entspannungspolitik sollten das SED-Regime vor die Wahl stellen, entweder auf die international spürbare Entspannungspolitik einzugehen oder sich selbst als letzten stalinistischen Überrest im [Osten zu demaskieren.] Tatsächlich läßt sich aber in der Konzeption der Ostpolitik der [Seite 118] Versuch der Großen Koalition erkennen, durch eine Annäherung an die Ostblockstaaten und die UdSSR diese Länder von der DDR zu entfremden, woraus sich die abwehrende Haltung der DDR-Führung erklären läßt. Wie Birrenbach formulierte, sollte die Politik verstärkter Kontakte mit der Bevölkerung und die äußere, über die Herstellung diplomatischer Beziehungen mit Osteuropa eingeleitete Entspannungspolitik das Ulbricht-Regime vor die Wahl stellen, entweder auf die allgemeine Entspannungspolitik einzuschwenken oder sich selbst als letztes stalinistisches Relikt im Ostblock zu isolieren.[FN 4]

[ [FN 4] Vgl. K. Birrenbach, Deutschlandpolitik, 1967, S. 275.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[98.] Mw/Fragment 084 16
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:18 Kybot
Erstellt: 16. November 2011, 10:31 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 084, Zeilen: 16-25, 104-106
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107, Zeilen: 11-20, 104-105
Bereits das erste Gespräch zwischen Brandt und dem sowjetischen Botschafter in Bonn, Semjon Zarapkin, am 8. Dezember 1966 war sehr konstruktiv verlaufen. Beide hatten ihr Verlangen nach einer Verbesserung der deutsch-sowjetischen Beziehungen geäußert. Übereinstimmung hatte darin bestanden, die unterbrochenen deutsch-sowjetischen Gespräche über ein Handelsabkommen sowie über einen Gewaltverzicht wieder aufzunehmen. Gegen den von Brandt geäußerten Wunsch nach einer Normalisierung der deutschen Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten hatte Zarapkin keine Einwände. Differenzen hatte es allerdings in der nuklearen Frage gegeben. In der deutschen Frage hatten beide ihre gegensätzlichen Standpunkte wiederholt.[FN 356]


[FN 356]: Niederschrift des Gespräches: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 1966, Band 2, herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, München 1997, S. 1615-1618.

Auch die erste Unterredung zwischen Brandt und dem sowjetischen Botschafter Zarapkin verlief relativ erfolgversprechend. Beide Seiten äußerten ihren Wunsch nach einer Verbesserung der Beziehungen. Einigkeit bestand darin, die unterbrochenen Gespräche über ein Handelsabkommen sowie einen Gewaltverzicht wiederaufzunehmen. Gegen den von Brandt geäußerten Wunsch nach einer Normalisierung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und den osteuropäischen Staaten erhob Zarapkin keine Bedenken. Erhebliche Differenzen zeigten sich allerdings in der nuklearen Frage. Auch in der deutschen Frage wiederholten beide Seiten ihre gegensätzlichen Standpunkte.[FN 3]


[FN 3] Vgl. Gespräch des Bundesministers Brandt mit dem sowjetischen Botschafter Zarapkin, 8.12.1966, AAPD 1966, II, Dok. 393.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt ergänzter Quellenreferenz

Sichter
Hotznplotz

[99.] Mw/Fragment 084 30
Bearbeitet: 2012-04-25 17:28:53 Plagin Hood
Erstellt: 12. November 2011, 11:58 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 084, Zeilen: 30-31
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107, Zeilen: 06-08
Kiesingers Regierungserklärung hatte mit ihren auf Verständigung ausgerichteten Signalen und dem Angebot zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den osteuro-[päischen Staaten neue Richtmarken gewiesen.] Die Regierungserklärung Kiesingers hatte mit ihrem auf Verständigung ausgerichteten Ton und dem Angebot zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen an alle Ostblockstaaten deutlich neue Akzente gesetzt.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 085 01.

Sichter
Hotznplotz

[100.] Mw/Fragment 085 01
Bearbeitet: 2012-04-08 12:02:33 Sotho Tal Ker
Erstellt: 12. November 2011, 12:03 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 085, Zeilen: 01-04
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107, Zeilen: 06-11
[Kiesingers Regierungserklärung hatte mit ihren auf Verständigung ausgerichteten Signalen und dem Angebot zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den osteuro-]päischen Staaten neue Richtmarken gewiesen. Noch nie war der Sowjetunion in einer Antrittsrede eines Bundeskanzlers soviel Aufmerksamkeit eingeräumt worden. Kiesingers Regierungserklärung wurde in Moskau zunächst mit Interesse wahrgenommen. Die Regierungserklärung Kiesingers hatte mit ihrem auf Verständigung ausgerichteten Ton und dem Angebot zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen an alle Ostblockstaaten deutlich neue Akzente gesetzt. Noch nie war der Sowjetunion, dem potentiellen Gegner, soviel Raum gewidmet worden. So wurde die Regierungserklärung in Moskau zunächst mit Interesse [...] aufgenommen.[FN 2]

[ [FN 2] Vgl. C. Hacke, Weltmacht, 1993, S. 151; G. Buchstab, Geheimdiplomatie, 1992, S. 886; P. Bender, 31995, S. 142 sowie M. B. Moarref, 1978, S. 210ff.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 084 30. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[101.] Mw/Fragment 085 30
Bearbeitet: 2012-04-06 17:57:15 Kybot
Erstellt: 14. November 2011, 20:40 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 085, Zeilen: 30-31
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107; 108, Zeilen: 34-35; 01-04
Als die Attacken aus Moskau heftiger wurden, zeigte sich Kiesinger am 5. Januar 1967 auf einer CDU-Präsidiumssitzung skeptisch über die Erfolgschancen der Ostpolitik der [Großen Koalition und sagte, es bestehe die Gefahr, dass die Ostblockstaaten einen Sperrriegel errichten und in einer gemeinsamen Aktion unerfüllbare Bedingungen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen stellen könnten.[FN 358]] Nachdem sich zum Ende des Jahres die negativen Stimmen aus Moskau häuften, zeigte sich Kiesinger vor dem CDU-Präsidium pessimistisch über [Seite 108] die Erfolgsaussichten der Ostpolitik und sah die Gefahr, daß die Ostblockstaaten einen Sperriegel errichten und in einer gemeinsamen Aktion unerfüllbare Bedingungen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen stellen könnten.[FN 5]
Anmerkungen

Fortsetzung in Mw/Fragment 086 01

Sichter
Bummelchen

[102.] Mw/Fragment 086 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:26 Kybot
Erstellt: 14. November 2011, 20:45 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 01-04, 101-102
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107; 108, Zeilen: 34-35; 01-05, 101
[Als die Attacken aus Moskau heftiger wurden, zeigte sich Kiesinger am 5. Januar 1967 auf einer CDU-Präsidiumssitzung skeptisch über die Erfolgschancen der Ostpolitik der] Großen Koalition und sagte, es bestehe die Gefahr, dass die Ostblockstaaten einen Sperrriegel errichten und in einer gemeinsamen Aktion unerfüllbare Bedingungen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen stellen könnten.[FN 358] Mit der Karlsbader Konferenz sollten sich schon bald diese Befürchtungen bewahrheiten.


[FN 358]: Vermerk Barzels zu dieser CDU-Präsidiumssitzung am 5.1.1967: BAK, Nachlass Rainer Barzel, Mikrofilmsignatur N/1371-344. [...]

Nachdem sich zum Ende des Jahres die negativen Stimmen aus Moskau häuften, zeigte sich Kiesinger vor dem CDU-Präsidium pessimistisch über [Seite 108] die Erfolgsaussichten der Ostpolitik und sah die Gefahr, daß die Ostblockstaaten einen Sperriegel errichten und in einer gemeinsamen Aktion unerfüllbare Bedingungen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen stellen könnten.[FN 5] Schon wenige Wochen später sollte sich diese Befürchtung bewahrheiten.


[FN 5] Vgl. Sitzung des CDU-Präsidiums, 5.1.1967, BA, Dep. Barzel, N 1371, Bd. 344.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 085 30. Keine Angabe der tatsächlichen Quelle Taschler; Übernahme samt Literaturreferenz.

Sichter
Bummelchen

[103.] Mw/Fragment 086 24
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:28 Kybot
Erstellt: 11. December 2011, 22:02 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 24-25
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 013, Zeilen: 22-26
Die These, dass der Konsens von CDU/CSU und SPD keine notwendige Bedingung für die politische Handlungs- [fähigkeit der Bundesrepublik ist, lässt sich durch viele umkämpfte Entscheidungsprozesse in der Historie der Bundesrepublik, bei denen sich CDU/CSU und SPD nahezu feindlich gegenüberstanden, verifizieren.] Die Behauptung, dass der Konsens von Christ- und Sozialdemokraten keine

notwendige Bedingung für die politische Handlungsfähigkeit der Bundesrepublik ist, lässt sich mit einer Reihe von umkämpften Entscheidungen aus der Konfliktgeschichte der zweiten deutschen Demokratie belegen, bei denen sich die beiden Parteilager unversöhnlich gegenüberstanden.

Anmerkungen

Fortsetzung in Mw/Fragment_087_01

Sichter
Frangge

[104.] Mw/Fragment 087 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:30 Kybot
Erstellt: 11. December 2011, 22:09 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 01-05
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 013, Zeilen: 22-30
[Die These, dass der Konsens von CDU/CSU und SPD keine notwendige Bedingung für die politische Handlungs-] fähigkeit der Bundesrepublik ist, lässt sich durch viele umkämpfte Entscheidungsprozesse in der Historie der Bundesrepublik, bei denen sich CDU/CSU und SPD nahezu feindlich gegenüberstanden, verifizieren. Am Beispiel der ersten Großen Koalition kann

aber auch demonstriert werden, wie weit grundsätzliche Gemeinsamkeiten und Pragmatismus eine ertragreiche Kooperation zwischen CDU/CSU und SPD ermöglichten [...].

Die Behauptung, dass der Konsens von Christ- und Sozialdemokraten keine

notwendige Bedingung für die politische Handlungsfähigkeit der Bundesrepublik ist, lässt sich mit einer Reihe von umkämpften Entscheidungen aus der Konfliktgeschichte der zweiten deutschen Demokratie belegen, bei denen sich die beiden Parteilager unversöhnlich gegenüberstanden. Am Beispiel der Großen Koalition kann man jedoch die Gegenrechnung aufmachen und zeigen, wie weit grundsätzliche Gemeinsamkeiten und pragmatisches Einvernehmen eine ertragreiche Kooperation [...] zwischen CDU/CSU und SPD möglich machten.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_086_24; keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[105.] Mw/Fragment 087 19
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:32 Kybot
Erstellt: 31. October 2011, 19:19 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 19-24
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 167; 168, Zeilen: 33-35; 01-06
Kiesinger und andere Unionspolitiker waren schon länger der Überzeugung, dass in der bisherigen Deutschland- und Ostpolitik nicht die grundsätzlichen Ziele, aber die Instrumente gewandelt werden müssten. Die SPD forderte schon lange eine flexiblere Ostpolitik und die Erzielung eines besseren Verhältnisses zu den Staaten im Osten. Eine Einigung zwischen den Parteiführungsspitzen von CDU/CSU und SPD war in diesem zentralen Bereich zunächst möglich gewesen. Bundeskanzler Kiesinger, aber auch andere Unionspolitiker waren schon länger der Überzeugung, daß an der bisherigen deutschen Ostpolitik nicht [Seite 168] die grundsätzlichen Ziele, aber die Mittel geändert werden müßten. Die SPD forderte schon lange eine dynamischere deutsche Ostpolitik und die Erzielung eines besseren Verhältnisses zu den Nachbarn im Osten. So war eine Einigung zwischen den Spitzenpolitikern der neuen Regierung auch hier überraschend leicht, man stimmte auch in zahlreichen Details überein.
Anmerkungen

Ein Verweis auf Schmoeckel/Kaiser erfolgt erst etwa eine Seite später – keine Kenntlichmachung der Übernahme.

Sichter
Jones

[106.] Mw/Fragment 087 30
Bearbeitet: 2012-04-06 17:57:26 Kybot
Erstellt: 9. December 2011, 23:39 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 29-32
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 169, Zeilen: 26-29
Eine Kanzlerdemokratie wie unter Adenauer ließ sich in der Großen Koalition nicht realisieren, einen Volkskanzler über den Parteien hätten die Sozialdemokraten sicherlich nicht akzeptiert. Eine „Kanzlerdemokratie“ als straff organisiertes persönliches Regiment des Regierungschefs ließ sich in der Großen Koalition nicht praktizieren; einen „Volkskanzler“ über den Parteien hätte die SPD nicht mitgetragen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[107.] Mw/Fragment 088 19
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:36 Kybot
Erstellt: 24. August 2011, 09:19 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 88, Zeilen: 19-24
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 169-170, Zeilen: 31; 01-05
In der Tat, von Beginn an war sichtbar, dass in der Großen Koalition eine Regierungstechnik angewandt werden musste, in der die Richtlinienkompetenz des Kanzlers weniger Einfluss hatte als zu Adenauers Zeiten. Kiesingers Macht, so schreibt auch Schmoeckel, war in dieser Hinsicht begrenzt.[FN 370] Kiesinger konnte mit der im Grundgesetz festgelegten Richtlinienkompetenz nicht wie Adenauer arbeiten, um in Konfliktfällen Entscheidungen durchzusetzen oder die Koalition zu disziplinieren. In einer [Koalition zweier nahezu gleich starker Partner ließ sich der rechtliche Rahmen der Richtlinienkompetenz nur für den Bereich nutzen, in dem es um den Informationsanspruch des Kanzlers durch die einzelnen Ressorts und um seine Vermittlungs- und Koordinationsfunktion im Kabinett ging.]

[FN 370] Schmoeckel, Reinhard / Kaiser, Bruno, Die vergessene Regierung. Die große Koalition 1966 bis 1969 und ihre langfristigen Wirkungen, Bonn 1991, S. 106.

Aber auch aus anderen Gründen arbeitete die Große Koalition von ihrem ersten Tag an mit einer Regierungstechnik, in der die Richtlinienkompetenz des Kanzlers weniger Bedeutung hatte als zu Adenauers Zeiten. Kiesinger konnte über dieses in der Verfassung verankerte Führungsinstrument nicht nach Belieben verfügen, um in Konfliktfällen Entscheidungen herbeizuführen oder die Koalition zu disziplinieren. In einer [Koalition zweier fast gleich starker Partner ließ sich der rechtliche Rahmen dieser Kompetenz nur für den Bereich ausschöpfen, in dem es um den Informationsanspruch des Bundeskanzlers durch die einzelnen Ressorts ging und um seine Vermittlungs- und Koordinationsfunktion im Kabinett.]
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die Nennung Schmoeckels dient als Bauernopfer. Die Übernahme wird fortgeführt in Fragment 089 01.

Sichter
Hotznplotz

[108.] Mw/Fragment 089 01
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:38 Kybot
Erstellt: 24. August 2011, 09:44 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 089, Zeilen: 01-15; 19-21; 101-103
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 170; 27; 28; 171, Zeilen: 05-21, 101-103; 38-40; 01-02; 02-05
[In einer] Koalition zweier nahezu gleich starker Partner ließ sich der rechtliche Rahmen der Richtlinienkompetenz nur für den Bereich nutzen, in dem es um den Informationsanspruch des Kanzlers durch die einzelnen Ressorts und um seine Vermittlungs- und Koordinationsfunktion im Kabinett ging. Die in der Richtlinienkompetenz enthaltenen Sanktionsmittel gegen Kabinettsmitglieder waren nicht einsetzbar. Für die Absetzung von Ministern wurde die Zustimmung der betroffenen Partei benötigt, die bei neuen Ernennungen nach Ministerrücktritten auch den Kandidatenvorschlag machen durfte.[FN 371] Das im Grundgesetz verankerte Instrument, die Abgeordneten der Koalition mit der Vertrauensfrage zur Räson zu rufen, war unter diesen Mehrheitsverhältnissen ebenfalls ein wirkungsloses Mittel für den Kanzler. Kiesinger musste daher eine Regierungstechnik anwenden, in der das Ressortprinzip und das Kollegialprinzip dem Kanzlerprinzip nicht prinzipiell nachgeordnet sein konnten, sondern mit diesem auszubalancieren waren. Die Große Koalition löste damit die Kanzlerdemokratie in der Bundesrepublik ab, und an ihrer Stelle wurde der Typus der kooperativen Verhandlungsdemokratie eingeführt, ein “Government by discussion“. [...] Kiesinger wusste, dass er nur als Kanzler des Konsens` erfolgreich agieren konnte, auch wenn diese Haltung ihn oftmals dazu zwang, zwischen seiner persönlichen Überzeugung und koalitionspolitischem Pragmatismus hin und her zu lavieren.

[FN 371] Die SPD nominierte zum Beispiel im Oktober 1968 Erhard Eppler als Nachfolger von Hans-Jürgen Wischnewski, obwohl die Union starken Widerstand gegen die Ernennung Epplers zum Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit geleistet hatte.

[Seite 170, Z. 5-21]

In einer Koalition zweier fast gleich starker Partner ließ sich der rechtliche Rahmen dieser Kompetenz nur für den Bereich ausschöpfen, in dem es um den Informationsanspruch des Bundeskanzlers durch die einzelnen Ressorts ging und um seine Vermittlungs- und Koordinationsfunktion im Kabinett. Die in der Richtlinienkompetenz auch enthaltenen Sanktionsmittel gegen Kabinettsmitglieder und gegen die Koalitionsfraktionen waren nicht anwendbar. Die Entlassung von Ministern setzte die Zustimmung der jeweils betroffenen Partei voraus, die bei neuen Ernennungen nach Ministerrücktritten auch den Personalvorschlag machte[FN 2]; das dem Kanzler im Grundgesetz verbürgte Recht, die Abgeordneten der Koalition mit der Vertrauensfrage zu disziplinieren, war unter den gegebenen Mehrheitsverhältnissen eine wirkungslose Waffe oder kam einer Kapitulationserklärung des Kanzlers gleich. Im subtilen politischen Beziehungsgeflecht der beiden Koalitionspartner musste Kiesinger eine Regierungstechnik anwenden, in der das Ressortprinzip und das Kollegialprinzip dem Kanzlerprinzip nicht prinzipiell nachgeordnet sein konnten, sondern mit diesem von Fall zu Fall auszutarieren waren.

[Seite 170, Z. 101-103]

[FN 2] Beispielsweise nominierte die SPD 1968 Erhard Eppler als Nachfolger von Hans-Jürgen Wischnewski, obwohl man in der CDU/CSU Bedenken gegen die Ernennung Epplers zum Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit hatte.

[Seite 27, Z. 38-40 u. Seite 28, Z. 1-2]

Festhalten lässt sich allerdings, dass die Große Koalition die Kanzlerdemokratie in der Bundesrepublik ablöste und an ihrer Stelle den Typus der kooperativen Verhand- [Seite 28] lungsdemokratie institutionalisierte; sie wurde von einem „Government by discussion“ gelenkt [...].

[Seite 171, Z. 2-5]

Kiesinger wusste sehr genau, dass er nur als Kanzler des Konsenses Erfolg haben konnte, auch wenn diese Grundeinstellung ihn manchmal zu einer Gratwanderung zwischen persönlicher Überzeugung und koalitionspolitischer Notwendigkeit zwang.

Anmerkungen

Keine Nennung der tatsächlichen Quelle. Die Fußnote wird mit übernommen. Fortsetzung der Übernahme von Fragment 088 19.

Sichter
Frangge

[109.] Mw/Fragment 090 03
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:40 Kybot
Erstellt: 17. November 2011, 00:08 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Hildebrand 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 090, Zeilen: 01-05
Quelle: Hildebrand 1984
Seite(n): 269, Zeilen: re. Sp., 36-41
Die Problemstellungen, die im politischen Entscheidungsfindungsprozess nicht einvernehmlich zu klären waren, wurden für die Große Koalition zu einem existenziellen Problem. Daher mussten solche Probleme, solange am Fortbestand dieser Koalition festgehalten werden sollte, ausgeklammert werden. Was freilich auf diesem Weg des Regierens per Kompromiß nicht zu erreichen war, wurde für die Große Koalition zu einem unverdaulichen Thema und stellte

ihr umgehend die Existenzfrage. Daher mußten solche Probleme, solange am Erhalt der Regierung Interesse bestand, einfach ausgeklammert werden.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Der folgende Satz weist auch noch eine gewisse Ähnlichkeit zu der Quelle auf.

Sichter
Frangge

[110.] Mw/Fragment 090 12
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:42 Kybot
Erstellt: 9. December 2011, 20:23 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 090, Zeilen: 09-12
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 013, Zeilen: 30-34
Jedoch veranschaulicht die sehr spannungsreiche und mit vielen Konflikten beladene Historie dieser Regierungskonstellation auch, weshalb Konflikte in einer von Konkurrenz geprägten parlamentarischen Demokratie nicht langfristig

ausgeklammert werden können.

Andererseits veranschaulicht die spannungsreiche Geschichte dieses Parteienbündnisses aber auch, weshalb Konflikte in einer von Konkurrenz geprägten parlamentarischen Demokratie nicht auf Dauer stillgelegt werden können [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[111.] Mw/Fragment 090 13
Bearbeitet: 2012-04-06 17:57:36 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 14:05 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hildebrand 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 090, Zeilen: 13-14
Quelle: Hildebrand 1984
Seite(n): 268, Zeilen: re. Sp., 19-24
In der Großen Koalition war es viel schwieriger als in anders konstruierten Regierungsbündnissen, durch Mehrheitsbeschlüsse Entscheidungen zu erzielen. In der Großen Koalition mußte es noch weit schwieriger sein als in anders konstruierten Regierungsbündnissen [...], durch Mehrheitsbeschlüsse zu Entscheidungen zu gelangen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[112.] Mw/Fragment 091 16
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:46 Kybot
Erstellt: 24. August 2011, 08:42 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 091, Zeilen: 16-24, 112
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 173, Zeilen: 04-10, 105-109
Seine Rolle als Vermittler zwischen den Koalitionsparteien hatte Kanzler Kiesinger vor allem seiner eigenen Partei plausibel machen müssen. Denn bereits am 21. Dezember 1966 hatte der CDU-Parlamentarier Kurt Schmücker, der unter Kanzler Erhard Bundeswirtschaftsminister gewesen war, in einem Brief an Barzel vorgeschlagen, einen festen Kreis zu bilden, denn noch sehe er nicht, wie vor allen Dingen die Schwierigkeiten innerhalb der eigenen Partei überwunden werden könnten. Die Richtungskämpfe seien größer, als Kiesinger vermute, schrieb Schmücker.[FN 385] Für die Union war es nicht leicht, sich auf die für sie neue Begebenheit einzustellen, in der sie einen Kanzler stellte, der nur auf eine eingeschränkte Richtlinienkompetenz zurückgreifen konnte.

[FN 385]: Schmücker an Barzel 21.12.1966: BAK, Nachlass Rainer Barzel, Mikrofilmsignatur N/1371-272.

Seine Rolle [...] als Vermittler zwischen den Koalitionsparteien musste Kiesinger zunächst auch und vor allem seiner eigenen Partei plausibel machen.

Namentlich der Bundestagsfraktion der CDU/CSU fiel es schwer, sich auf die für sie ungewohnte Situation einzustellen, in der sie einen Kanzler stellte, dessen Amtsautorität nicht auf einer umfassenden, sondern nur auf einer partiellen Inanspruchnahme der Richtlinienkompetenz basieren konnte.[FN 9]

[FN 9] Am 21. Dezember 1966 schlug der ehemalige Wirtschaftsminister Kurt Schmücker dem Fraktionsvorsitzenden Rainer Barzel vor, einen „festen Kreis“ zu bilden: „Noch sehe ich nicht, wie vor allen Dingen die Schwierigkeiten innerhalb der Partei überwunden werden. Die Richtungskämpfe werden größer sein, als Kurt Georg Kiesinger vermutet.“ BArch Koblenz, Depositum Rainer Barzel 1371/272.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Quellenreferenz

Sichter
Hindemith

[113.] Mw/Fragment 093 03
Bearbeitet: 2014-01-06 19:56:50 Schumann
Erstellt: 25. August 2011, 14:21 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schneider 1999, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, WiseWoman, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 093, Zeilen: 03; 06-11; 106-107; 110-111
Quelle: Schneider 1999
Seite(n): 096, Zeilen: 03-11; 106-107; 110-111
Der Kreßbronner Kreis diente zur koalitionsinternen Abstimmung strittiger Fragen. [...] Auch wenn dort durchaus Vorentscheidungen gefällt wurden, war dieser informelle Kreis doch nicht beschlussfähig.[FN 396] Die wirkliche Umsetzung der Abstimmungen des Kreßbronner Kreises hing von der Durchsetzungskraft der politischen Führungsspitzen ab. Den Kreßbronner Kreis als „heimliche Regierung“[FN 397] oder gar als das ausschlaggebende „politische Führungsinstrument“[FN 398] zu bewerten, überschätzt die wirklichen Einflussmöglichkeiten dieses inoffiziellen Gremiums.

[FN 396]: Ahlers, Conrad, Die demokratische Funktionsfähigkeit der großen Koalition. In: Liberal, Band 10, 1968, S. 52-60, hier S. 54.

[FN 398]: Schäfer, Friedrich, Der Bundestag. Eine Darstellung seiner Aufgaben und seiner Arbeitsweisen, Opladen 1975<sup>2</sup>, S. 32.

Der Kreßbronner Kreis diente also zur koalitionsinternen Abstimmung strittiger Fragen.[FN 147] Auch wenn in gewissem Rahmen Vorentscheidungen getroffen wurden, war dieser Kreis nicht beschlußfähig[FN 148]. Die Umsetzung der Vereinbarungen hing von der Durchsetzungskraft der politischen Führungsgruppe ab.[FN 149] Den Kreßbronner Kreis als heimliche Regierung der Großen Koalition, als verkleinerte »Mini-Regierung«[FN 150] oder als das ausschlaggebende »politische Führungsinstrument«[FN 151] zu interpretieren, überschätzt die reale Einflußmöglichkeit dieses informellen Gremiums.

[FN 148] Ahlers, Die demokratische Funktionsfähigkeit der großen Koalition, in: Liberal (1968), S. 52-60, hier S. 54.

[FN 151] Schäfer, Der Bundestag, Opladen <sup>2</sup>1975, S. 30f und Lindemann, Gustav Heinemann, München 1978.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die Fußnoten 148 und 151 (erster Teil) werden übernommen. Die nicht in voller Länge ausgeführten Fußnoten werden nicht übernommen.

Sichter
Hotznplotz

[114.] Mw/Fragment 093 18
Bearbeitet: 2012-04-06 17:57:42 Kybot
Erstellt: 25. August 2011, 14:27 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schneider 1999, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 18-20
Quelle: Schneider 1999
Seite(n): 96, Zeilen: 11-14
Der Kreßbronner Kreis war keine Garantie für das Durchbringen jeglicher politischer Vorhaben. Oftmals wurden dort Themen ausgelotet und vorberaten, allein um die Koalitionsatmosphäre zu verbessern. Der Kreßbronner Kreis war nämlich durchaus kein Garant für das »Durchbringen« jeglicher Vorlagen. Oftmals wurde auch dort nur taktiert; manchmal wurden Entwürfe dort vorberaten, allein um die Koalitionsstimmung zu heben oder auch um Positionen zu verschieben.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_093_03

Sichter
WiseWoman

[115.] Mw/Fragment 094 07
Bearbeitet: 2012-04-06 17:57:44 Kybot
Erstellt: 11. December 2011, 22:23 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 094, Zeilen: 06-09
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 178, Zeilen: 08-12
Barzel und Schmidt bemühten sich immer wieder darum, vor allem die deutschland- und ostpolitischen Spannungen zwischen den Koalitionsparteien zu mildern und nach Bewegungsspielräumen zwischen den Fronten zu suchen. Da Barzel und Schmidt als Fraktionsvorsitzende unter besonderem Erfolgszwang standen, bemühten sie sich immer wieder darum, den Kleinkrieg zwischen den Koalitionsparteien einzudämmen und nach Bewegungsspielräumen zwischen den Fronten Ausschau zu halten.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die Aussage Schönhovens wird (verfälschend) auf das Thema der Arbeit hin konkretisiert.

Sichter
Frangge

[116.] Mw/Fragment 097 16
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:54 Kybot
Erstellt: 31. October 2011, 16:43 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 097, Zeilen: 16-19
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 143, Zeilen: 04-08
Noch bis Mitte der 1960er Jahre war es die offizielle Politik der deutschen Bundesregierung, trotz der sich ändernden internationalen Rahmenbedingungen auf Fortschritte bei der Lösung der deutschen Frage als Voraussetzung für die Entspannung in Europa zu beharren. Trotzdem war es noch offizielle Politik der Bundesregierungen Anfang der sechziger Jahre, auf Fortschritten bei der Lösung der deutschen Frage als Voraussetzung für die Entspannung und Milderung der Gegensätze in Europa zu beharren.
Anmerkungen

Die Quelle wird nicht angegeben.

Sichter
Jones

[117.] Mw/Fragment 098 03
Bearbeitet: 2012-04-25 17:54:43 Plagin Hood
Erstellt: 2. November 2011, 10:02 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 098, Zeilen: 03-11
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 165; 166, Zeilen: 30-31; 01, 05-21
Sich gegen die Entspannungstendenzen der Supermächte zu wenden, wäre für die Große Koalition nicht nur erfolglos, sondern auch gefährlich gewesen. Das starre Festhalten an den alten Prinzipien hatte die Deutschland- und Ostpolitik in den Jahren vor 1966 unbeweglich gemacht, und so war die Deutschland- und Ostpolitik hinter einer stark veränderten Weltlage zurückgefallen. Die Bonner Regierungskrise im Herbst 1966 und die Bildung der Großen Koalition ermöglichten nun, vorher durchaus bereits Gedachtes zu praktizieren und dabei bisherige außenpolitische Kontinuitätslinien zu durchbrechen. Die Deutschland- und Ostpolitik sollte jetzt in die internationale Entspannungspolitik eingebettet werden. [S. 165, Z. 30-31 u. S. 166, Z. 1]

Sich gegen diesen Entspannungstrend der Supermächte zu wenden, wäre für die Bundesrepublik nicht nur erfolglos, son- [Seite 166] dern höchst schädlich gewesen.

[S. 166, Z. 5-21]

Das unbedingte Festhalten an jahrzehntealten Prinzipien – nicht zuletzt aus Rücksicht auf bestimmte Gruppierungen unter den deutschen Wählern, etwa den Ostvertriebenen – hatte die Ostpolitik der Bundesregierung in den Jahren vor 1966 unbeweglich gemacht. [...] so bot sie das Bild, als ob sie hinter einer stark veränderten Weltentwicklung hoffnungslos zurückgeblieben sei.

Die innenpolitische Erschütterung der Bonner Regierungskrise vom Herbst 1966 und die Neugruppierung der Regierungsverantwortung unter der Großen Koalition ermöglichte nun, vorher auch auf CDU/CSU-Seite durchaus bereits Gedachtes zu praktizieren und dabei auch bisherige Tabus zu durchbrechen [...].

Dazu mußte die deutsche Ostpolitik – und die untrennbar dazu gehörige Politik zur Wiedervereinigung Deutschlands – in einen neuen, weiteren Rahmen gestellt werden.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[118.] Mw/Fragment 098 26
Bearbeitet: 2012-04-07 10:59:58 Kybot
Erstellt: 9. December 2011, 20:54 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 098, Zeilen: 26-31
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 120; 121, Zeilen: 29-31; 01-05
Mit der Großen Koalition war die alte These der Adenauer-Ära, wonach ohne deutsche Wiedervereinigung keine Entspannung in Europa möglich sei, endgültig umgekehrt worden. Fortschritte in der Lösung der deutschen Frage waren nun nicht mehr die Voraussetzung für eine Entspannungspolitik, sondern ihr Ergebnis. Hinzu kam die Einsicht, dass entspannungspolitische Veränderungen auf der europäischen Ebene nur erlangt werden konnten, wenn gleichzeitig der deutsch-deutsche Konflikt entschärft [wurde ...] Damit war der alte Grundsatz der Adenauer-Ära, wonach ohne deutsche Wiedervereinigung keine Entspannung in Europa möglich sei, endgültig umge-

[Seite 121] kehrt worden: Fortschritte in der Deutschlandfrage waren nun nicht mehr die Voraussetzung für eine erfolgreiche Entspannungspolitik, sondern ihr Ergebnis. Hinzu kam die Einsicht, dass entspannungspolitische Veränderungen auf der europäischen Ebene nur erzielt werden konnten, wenn man gleichzeitig den deutsch-deutschen Sonderkonflikt entschärfte.

Anmerkungen

keine Quellenangabe; Fortsetzung in Mw/Fragment_099_01

Sichter
Frangge

[119.] Mw/Fragment 099 01
Bearbeitet: 2012-04-06 17:57:53 Kybot
Erstellt: 9. December 2011, 20:57 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 099, Zeilen: 01
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 121, Zeilen: 03-05
[Hinzu kam die Einsicht, dass entspannungspolitische Veränderungen auf der europäischen Ebene nur erlangt werden konnten, wenn gleichzeitig der deutsch-deutsche Konflikt entschärft] wurde [...]. Hinzu kam die Einsicht, dass entspannungspolitische Veränderungen auf der europäischen Ebene nur erzielt werden konnten, wenn man gleichzeitig den deutsch-deutschen Sonderkonflikt entschärfte.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_098_26

Sichter
Frangge

[120.] Mw/Fragment 099 19
Bearbeitet: 2012-04-06 17:57:55 Kybot
Erstellt: 23. August 2011, 15:16 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung 1990, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 099, Zeilen: 19-25
Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung 1990
Seite(n): 334, Zeilen: 12-20
Im weitesten Sinne hatte die gesamte Politik der Bundesregierung einen deutschlandpolitischen Bestandteil. Alles, was die demokratische Festigkeit, die wirtschaftliche Prosperität, den sozialstaatlichen Ausbau und die internationale Vertrauenswürdigkeit der Bundesrepublik unterstützte, wirkte wegen seiner Anziehungskraft für die DDR auch als deutschlandpolitisches Moment. Dies war das Ziel der von Konrad Adenauer, Kurt Schumacher und Jakob Kaiser, dem ersten Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, in verschiedenen Formulierungen erklärten “Magnettheorie“. Im weitesten Sinne hatte die gesamte Politik der Bundesrepublik [...] eine deutschlandpolitische Komponente: Alles, was der demokratischen Stabilität, der wirtschaftlichen Wohlfahrt, der sozialstaatlichen Ausgestaltung und der internationalen Vertrauenswürdigkeit der Bundesrepublik diente, wirkte schon durch sich selbst, kraft seiner Attraktivität für die anderen Deutschen, auch als deutschlandpolitisches Moment. Dies war der Sinn der von Konrad Adenauer, Kurt Schumacher und dem ersten gesamtdeutschen Minister Jakob Kaiser in verschiedenen Formulierungen dargelegten "Magnettheorie": [...].
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Übernahme wird fortgeführt in Fragment 100 06.

Sichter
Hotznplotz

[121.] Mw/Fragment 100 06
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:04 Kybot
Erstellt: 23. August 2011, 15:25 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung 1990, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 06-16
Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung 1990
Seite(n): 334, Zeilen: 20-32
Dennoch, die demokratisch legitimierte und wesentlich erfolgreichere Bundesrepublik wirkte für die diktatorisch geführte und von der eigenen Bevölkerung meist nicht akzeptierte DDR durch ihre bloße Existenz als stark destabilisierendes Moment.

Im engeren Sinne war die Deutschlandpolitik die Gesamtheit aller Bemühungen, die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen für die Wiedervereinigung Deutschlands zu erfüllen. Darauf wurde im In- und Ausland hingearbeitet. Die Deutschlandpolitik beschäftigte sich auch mit den innerdeutschen Beziehungen, die aus bundesdeutscher Sicht dazu fungieren sollten, den Zusammenhalt der Landsleute über die Grenze hinweg zu gewährleisten und die Konsequenzen der Teilung, solange diese andauerte, erträglicher zu machen.

Der demokratisch legitimierte und erfolgreichere der beiden deutschen Staaten wirkte für den diktatorisch regierten, von der Bevölkerung überwiegend abgelehnten durch seine schiere Existenz als destabilisierender Faktor – eine strukturelle Gegebenheit, die auch durch vertragliche Vereinbarungen nur moderiert, aber nicht beseitigt werden konnte.

In einem engeren Sinne verstanden, war Deutschlandpolitik die Gesamtheit aller Bemühungen, die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen für die Wiedervereinigung Deutschlands zu erhalten und im In- und Ausland auf die deutsche Einheit bzw. auf die Bedingungen zu ihrer Verwirklichung hinzuwirken. Schließlich umfaßte Deutschlandpolitik auch die innerdeutschen Beziehungen, die aus westdeutscher Sicht dazu dienen sollten, den Zusammenhalt der Menschen über die Grenze hinweg zu sichern und die Folgen der Teilung, solange sie anhielt, erträglicher zu machen.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Übernahme wird fortgesetzt von Fragment 099 19.

Sichter
Hotznplotz

[122.] Mw/Fragment 101 03
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:06 Kybot
Erstellt: 28. June 2011, 18:40 (Dr. I. Jones)
Creuzberger 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hindemith, Goalgetter, Fiesh, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 03-09
Quelle: Creuzberger 2008
Seite(n): Klappentext, Zeilen: 1
Keine politische Institution in der Bundesrepublik spiegelte in all den

Jahren der staatlichen Teilung das facettenreiche, von besonderer menschlicher Tragik, von Irrationalität und Widersprüchlichkeiten geprägte innerdeutsche Verhältnis so wider wie das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab Ende 1969 dann das umbenannte Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen). An seiner Geschichte lässt sich geradezu exemplarisch die wechselvolle Entwicklung der deutsch-deutschen Beziehungen aufzeigen.

Keine politische Institution in der Bundesrepublik spiegelte in all den Jahren der staatlichen Teilung das facettenreiche, von besonderer menschlicher Tragik, von Irrationalität und Widersprüchlichkeiten geprägte innerdeutsche Verhältnis so wider, wie das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG). An seiner Geschichte lässt sich geradezu exemplarisch die wechselvolle Entwicklung der deutsch-deutschen Beziehungen aufzeigen.
Anmerkungen

Textstelle wird vom Klappentext der Quelle übernommen. Quelle wird nicht zitiert. Abgesehen von einer Ergänzung in Klammern ist die Übernahme wörtlich.

Sichter
Goalgetter Hindemith

[123.] Mw/Fragment 101 10
Bearbeitet: 2012-04-08 12:03:11 Sotho Tal Ker
Erstellt: 8. December 2011, 23:16 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 10-28, 103
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 112, Zeilen: 05-34, 101-102
Auch wenn im Regierungskabinett der Großen Koalition der Minister für gesamtdeutsche Fragen, der Außenminister und der Kanzler von Amtswegen [sic] für die Deutschlandpolitik verantwortlich waren, gab es doch auf keinem anderen Politikfeld während der Großen Koalition so viele echte oder selbstberufene Fachleute wie auf dem Feld der Deutschlandpolitik, wo sich die Innen- und Außenpolitik, die Ost- und Westpolitik sowie die Sicherheits- und Entspannungspolitik überschnitten. Strauß, vor allem in seiner Funktion als CSU-Vorsitzender, und Verteidigungsminister Schröder, der von 1961 bis

1966 das Auswärtige Amt geleitet hatte, brachten sich immer wieder stark in die deutschlandpolitischen Debatten ein. Dies galt auch für die beiden Fraktionsvorsitzenden Barzel und Schmidt, die nicht nur für die parlamentarische Fraktionsarbeit, sondern auch für die parlamentarische Kontrolle der Bundesregierung zuständig sein wollten.[FN 435] Hinzu kamen neben den anderen Kabinettsmitgliedern und den Bundestagsabgeordneten auch die Staatssekretäre und die persönlichen Mitarbeiter. Es war abzusehen, dass die Große Koalition „ein breites Spektrum konträrer Vorstellungen“[FN 436] aufzeigte, wenn es um konkrete gemeinsame Schritte für einen neuen Anlauf in der Deutschlandpolitik ging. Es mangelte dabei auch nicht an Publizisten, an Wissenschaftlern, an Kulturschaffenden, an Ministerialbeamten und Diplomaten, die sich auch mit den Problemen der deutschen Frage auseinander setzten und ihre Ideen und Vorschläge in die Debatten der Parteien, der Verbände und in die Medien einfließen ließen [...].

[ [FN 435]: Dies erklärte Schmidt am 6.1.1967 in einem Brief an den Geschäftsmann Otto A. Friedrich: AdsD, Depositum Helmut Schmidt, Ordner 5345.]

[FN 436]: Schneider, Franz, Die Große Koalition ‒ zum Erfolg verurteilt?, Mainz 1968, S. 94.

Auf keinem anderen Politikfeld tummelten sich während der Ära der Großen

Koalition so viele berufene oder selbsternannte Experten wie auf dem Feld der Deutschlandpolitik, wo sich Innen- und Außenpolitik, Ost- und Westpolitik sowie Sicherheits- und Entspannungspolitik der Bundesrepublik überschnitten und miteinander verzahnten. Schon deshalb mangelte es auch nicht an Politikern und Publizisten, an Wissenschaftlern und Repräsentanten des kulturellen Lebens, an Ministerialbeamten und Diplomaten, die sich mit den vielfältigen Problemen der Deutschlandfrage befassten und ihre Vorstellungen und Anregungen in die Dauerdiskussionen der Parteien und Verbände, der Medien [...] einbrachten. Im Kabinett der Großen Koalition waren der Bundeskanzler und der Außenminister sowie Herbert Wehner als Gesamtdeutscher Minister von Amts wegen für die Deutschlandpolitik zuständig. Aber auch Finanzminister Franz Josef Strauß, vor allem in seiner Funktion als CSU-Vorsitzender, oder Verteidigungsminister Gerhard Schröder, der von 1961 bis 1966 das Auswärtige Amt geführt hatte, fühlten sich zur intensiven Mitsprache berufen. Dies gilt auch für die beiden Fraktionsvorsitzenden Rainer Barzel und Helmut Schmidt, die nicht nur für die parlamentarische Rückendeckung, sondern auch für die parlamentarische Kontrolle der Regierung zuständig sein wollten. Hinzu kamen neben den anderen Kabinettsmitgliedern und Bundestagsabgeordneten die neu ernannten Parlamentarischen Staatssekretäre und persönlichen Mitarbeiter. [...]

Bei diesen Voraussetzungen konnte es nicht verwundern, dass „ein breites Spektrum konträrer Vorstellungen“ die Große Koalition durchzog[FN 60], wenn es um die Definition von deutschlandpolitischen Eckpunkten und um konkrete gemeinsame Schritte im noch weitgehend unerschlossenen Niemandsland der deutsch-deutschen Beziehungen ging.

[FN 60] So Franz Schneider in seiner zeitgenössischen Studie Die Große Koalition ‒ zum Erfolg verurteilt? Mainz 1968, S. 94.

Anmerkungen

Übernahme mit Umstellungen und Literaturreferenz; keine Nennung der tatsächlichen Quelle.

Sichter
Frangge

[124.] Mw/Fragment 105 04
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:10 Kybot
Erstellt: 31. October 2011, 20:12 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 04-07
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 141, Zeilen: 14-18
Es war folgerichtig, eine aktive Deutschlandpolitik zu betreiben, denn jede Stagnation konnte bedeuten, dass der Zustand des bisher kaum existierenden Verhältnisses zwischen der Bundesrepublik und der DDR zementiert werden würde. Gemessen an diesem Postulat war es folgerichtig, eine aktive Deutschlandpolitik zu betreiben. Jeder Stillstand barg die Gefahr in sich, daß der Zustand des bisher quasi „nicht vorhandenen“ Verhältnisses zwischen der Bundesrepublik und der DDR zementiert wurde.
Anmerkungen

Ein weiteres verschleiertes und modifiziertes "Collagen-Textfragment". Jeweils einmal 6, 5 und 8 zusammenhängende Wörter sind identisch, der Inhalt stimmt überein und keine Quellenangabe ist vorhanden.

Sichter
Jones

[125.] Mw/Fragment 105 12
Bearbeitet: 2012-04-06 17:58:06 Kybot
Erstellt: 2. November 2011, 10:11 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 12-14
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 141, Zeilen: 21-25
Durch die neue Deutschlandpolitik sollte verhindert werden, dass sich die Menschen in den beiden Teilen Deutschlands auseinander lebten. Die neue Deutschlandpolitik konnte daher nur heißen, Kontakte zur DDR zu schaffen. Bewegung in der Deutschlandpolitik konnte folgerichtig nur heißen, Kontakte nach drüben zu schaffen [...]. Es sollte verhindert werden, daß die Menschen in den beiden Teilen Deutschlands sich auseinanderleben.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[126.] Mw/Fragment 106 06
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:14 Kybot
Erstellt: 27. July 2011, 10:16 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 6-19
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 151, Zeilen: 13-23
Anfang April 1967 hatten Vertreter der Bonner Koalitionsparteien unter dem Vorsitz Kiesingers einen gemeinsamen “offenen Brief“ an den 7. Parteitag der SED (17.-19. April), den auch Wehner im März mitentworfen hatte[FN 449], diskutiert, in welchem Vorschläge zur Annäherung der beiden Teile Deutschlands auf wirtschaftlichen, kulturellen und anderen Feldern gemacht wurden. So unter anderem: Verbesserte Reisemöglichkeiten, Passierscheinregelungen, Ermöglichung von Familienzusammenführungen und Ausweitung des innerdeutschen Handels.[FN 450] Brandt teilte am 11. April auf einer SPD-Präsidiumssitzung mit, dass von Kiesinger der Entwurf des “offenen Briefes“ akzeptiert worden sei, und dieser nun verschickt werde.[FN 451] Die französische Zeitung “La Nation“ nannte diesen “offenen Brief“ eine von der Bundesregierung in den letzten Tagen gestartete Initiative der ausgestreckten Hand.[FN 452]

Auf dem SED-Parteitag am 17. April 1967 antwortete Ulbricht in einer Rede auf den “offenen Brief“ aus Bonn mit der Forderung nach einem Treffen zwischen Stoph und Kiesinger:


FN 449: Wehner sandte seinen sieben Seiten langen Entwurf am 26.3.1967 an Brandt: AdsD, HWA, Nachlass Herbert Wehner, Aktengruppe Parteivorstand, Ordner 0111. Der SPD-Vorstand befasste sich dann am 1.4. auf einer Sitzung mit Wehners Entwurf und verabschiedete einmütig einen modifizierten Text, S. 1-2, hier S. 1: AdsD, Protokolle des SDP-Bundesvorstandes V. WP.

FN 450: Osterroth, Franz / Schuster, Dieter, Chronik der deutschen Sozialdemokratie, Band 3: Nach dem Zweiten Weltkrieg, Bonn 19782, S. 381-382.

FN 451: SPD-Präsidiumssitzung 11.4.1967: AdsD, Protokolle des SPD-Präsidiums V. WP: S. 1-2, hier S. 2.

FN 452: Müller, Helmut M., Schlaglichter der deutschen Geschichte, hrsgg. von der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2002, S. 374.

Anfang April 1967 hatten Vertreter der beiden Bonner Koalitionsparteien unter Vorsitz Kiesingers einen gemeinsamen "offenen Brief" an den 7. Parteitag der SED (17.-19. April) beraten, in dem Vorschläge zur Annäherung der beiden Teile Deutschlands auf wirtschaftlichen, kulturellen und sonstigen Gebieten gemacht wurden. Der Brief ging auf einen Entwurf Herbert Wehners zurück. Die französische Zeitung LA NATI0N nannte diesen Brief eine von Bundeskanzler Kiesinger in den letzten Tagen gestartete "Initiative der ausgestreckten Hand".

Auf dem SED-Parteitag antwortete Ulbricht in einer Rede mit der Forderung nach einem Treffen Kiesinger - Stoph.

Anmerkungen

MW gibt zahlreiche Fußnoten an, jedoch wird die eigentliche Vorlage, Schmoeckel und Kaiser 1991, nicht erwähnt: Verschleierung; weitere Verschleierungen auf S. 107, vgl. Schmoeckel und Kaiser 1991, S. 151 f.

Sichter
Hood

[127.] Mw/Fragment 107 03
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:16 Kybot
Erstellt: 27. July 2011, 13:44 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 3-17
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 151 f., Zeilen:
Die Bundesregierung entschloss sich, auf Ulbrichts Vorschlag erst dann einzugehen, wenn in Bonn die auf dem SED-Parteitag angekündigten Briefe an die CDU und die SPD eingetroffen waren. Statt der erwarteten Briefe an die Parteivorsitzenden kam am 10. Mai 1967 ein Brief des DDR-Ministerpräsidenten Stoph an Kanzler Kiesinger. Hierin forderte Stoph eine Normalisierung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR und die Aufgabe des bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruchs. Stoph verlangte den Verzicht beider deutschen Staaten auf die Verfügungsgewalt von Atomwaffen und ihre Bereitschaft, an einer atomwaffenfreien Zone in Mitteleuropa teilzuhaben. Er betonte, dass eine Vereinbarung über die Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten der erste und wichtigste Schritt sei, um die Spannungen in Europa abzubauen und um eine ordnungsgemäße Regelung vieler Fragen zwischen der DDR und der Bundesrepublik zu ermöglichen.[FN 455] Kiesinger hatte sich am 10. Mai sofort zur Annahme und zur offiziellen Kenntnisnahme des Stoph-Briefes entschlossen. Der Brief wurde noch am selben Tag vom Bundespresseamt veröffentlicht.[FN 456] Beides ein Novum für Bonn.


FN 455: Dieser Stoph-Brief ist unter anderem abgedruckt bei: ACDP, Unterlagen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 08-001-256/2: CDU-Pressemitteilung vom 12.5.1967, S. 1-3. / Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 1/1966-1967, Erster Halbband, S. 115-117.

FN 456: Wie aus einer Aufzeichnung Wehners vom 15.5.1967 hervorgeht, war das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen über die so rasche Veröffentlichung des Stoph-Briefes ohne vorherige Konsultation verärgert gewesen, S. 1-6, hier S. 2: BAK, Akten des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen V. WP, Ordner B137-3666.

In Bonn entschloß man sich, auf diese Forderung frühestens dann einzugehen, wenn in Bonn die Briefe an die CDU und SPD eingetroffen seien, die der SED-Parteitag angekündigt hatte. Ein solcher Briefwechsel von Partei zu Partei war der protokollarische Ausweg gewesen, den man in Bonn gefunden hatte, um einen offiziellen Schriftwechsel zwischen den Regierungen vermeiden zu können.

Statt der erwarteten Briefe an die Parteivorsitzenden kam am 11. Mai 1967 ein Brief des DDR-Ministerpräsidenten Stoph an Bundeskanzler Kiesinger, der von einem persönlichen Beauftrag-

[S. 152] ten aus Ostberlin an der Pforte des Palais Schaumburg in Bonn abgegeben wurde. Bundeskanzler Kiesinger entschloß sich sofort zur Annahme und zur offiziellen Kenntnisnahme dieses Schreibens, das am 12. Mai auch offiziell vom Bundespresseamt veröffentlicht wurde - beides ein Novum für Bonn.

Anmerkungen

MW gibt Fußnoten an, jedoch wird die eigentliche Vorlage, Schmoeckel und Kaiser 1991, nicht erwähnt: Verschleierung; Fortsetzung von Mw/Fragment 106 06; weitere Verschleierungen auf S. 107, vgl. Schmoeckel und Kaiser 1991, S. 152 Weitere Übernahmen weiter unten auf der Seite, siehe Mw/Fragment 107 20.

Sichter
Hood

[128.] Mw/Fragment 107 20
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:18 Kybot
Erstellt: 2. August 2011, 05:56 (Plagin Hood)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Plagin Hood, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 20-24
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 152, Zeilen: 06-12
Brandt war am 10. Mai 1967 wegen eines Konsultationsgespräches mit der japanischen Regierung in Tokio gewesen. Dies scheint ein Hinweis dafür zu sein, dass die Entscheidung über die Annahme des Stoph-Briefes und damit über den Beginn eines Briefwechsels [Fn 458] mit Stoph von Kanzler Kiesinger allein gefällt wurde, worauf auch Wehner in einem Interview am 1. Juni rückblickend hinwies. [Fn 459]

[Fn 458]: Der gesamte Briefwechsel Stoph-Kiesinger ist abgedruckt bei: Von Siegler, Heinrich (Hrsg.), Archiv der Gegenwart, Band IV: Dokumentation zur Deutschlandfrage, Bonn u. a. 1972, S. 575-684. / BAK, Akten des Bundeskanzleramts V. WP, Mikrofilmsignatur B136-6446.

[Fn 459]: Presseagenturmeldung vom 2.6.1967: AdsD, Unterlagen der SPD Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 1980.

Außenminister Brandt war zu diesem Zeitpunkt nicht in Bonn, er hielt sich zu einem Konsultationsgespräch mit der japanischen Regierung in Tokio auf. Dies deutet daraufhin, daß die konkrete Entscheidung über die Annahme des Stoph-Briefes und damit über den Beginn eines Briefwechsels mit der Regierung der DDR von Bundeskanzler Kiesinger allein gefällt wurde, nicht etwa von Außenminister Brandt.
Anmerkungen

Mw hat zwar offensichtlich nachrecherchiert und Fußnoten hinzugefügt, die teils wörtlichen und teils nur sinngemäßen Übereinstimmungen legen jedoch nahe, dass hier Text und Gedanken aus Schmoeckel_Kaiser_1991 übernommen worden sind. Dafür sprechen auch die weiteren Übernahmen aus Schmoeckel_Kaiser_1991 auf der gleichen Seite (und ebenfalls gleichen Seite bei Schmoeckel_Kaiser_1991).

Sichter
Frangge

[129.] Mw/Fragment 108 21
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:20 Kybot
Erstellt: 14. November 2011, 14:56 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz, Bummelchen
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 21-25, 112-115
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 192; 193, Zeilen: 31-35; 01-02
Am 27. Mai 1967 gab es im Kanzleramt eine Aussprache der Kabinettsarbeitsgruppe. Wehner befürwortete einen Antwortbrief an Stoph, Barzel lehnte dies ab und forderte stattdessen eine Regierungserklärung. Kiesinger schlug die Sendung eines “Aide mémoire“ vor, wie sie von CDU/CSU-Parlamentariern am 22. Mai diskutiert worden war. Zu einer Entscheidung kam es bei dieser Aussprache im Kanzleramt nicht.[FN 466]


[FN 466]: Siehe zum Verlauf dieser Aussprache, an der unter anderem Kiesinger, Brandt, Wehner, Barzel, Schmidt und Ahlers teilnahmen: Kroegel, Dirk, Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, München 1997, S. 155. Leider fehlen hier jegliche Quellen-Belege.

Am 27. Mai trafen die Koalitionsspitzen im Kanzleramt zusammen. Erneut plädierte Wehner für einen Brief. Barzel lehnte dies ab und forderte statt dessen eine Regierungserklärung. Kiesinger dagegen schlug eine ähnliche Vorgehensweise vor, wie sie von den Unionspolitikern bei ihrem Treffen am 22. Mai ins Auge gefaßt worden war. Von Guttenberg hatte den Bundes- [Seite 193] kanzler ebenfalls über diese Besprechung unterrichtet. Zu einer Entscheidung kam es an diesem Tag jedoch nicht.[FN 19]


[FN 19] Vgl. zum Verlauf der Besprechung im Kanzlerbungalow am 27.5., an der Barzel, Brandt, Dollinger, von Guttenberg, Heck, Leber, Schmidt, Wehner, von Hase und Ahlers teilnahmen, D. Kroegel, 1997, S. 155, der allerdings leider auf einen Beleg verzichtet.

Anmerkungen

mit Änderungen und Literaturreferenz samt Konstatierung des fehlenden Belegs bei Kroegel übernommen

Sichter
Bummelchen

[130.] Mw/Fragment 108 26
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:22 Kybot
Erstellt: 9. December 2011, 10:07 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 26
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 127, Zeilen: 07-09
Kiesinger stand wiederholt zwischen den Koalitionsfronten, änderte seine Meinung [häufig und zögerte eine Entscheidung über die Art und Weise einer Antwort an Stoph lange Zeit hinaus.] Kiesinger stand buchstäblich zwischen allen Koalitionsfronten, änderte

seine Meinung mehrmals und verschob eine Entscheidung über die Art und Weise einer Antwort wochenlang.

Anmerkungen

Fortsetzung in Mw/Fragment_109_01

Sichter
Frangge

[131.] Mw/Fragment 109 01
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:24 Kybot
Erstellt: 9. December 2011, 10:15 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 01-04
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 127, Zeilen: 07-13
[Kiesinger stand wiederholt zwischen den Koalitionsfronten, änderte seine Meinung] häufig und zögerte eine Entscheidung über die Art und Weise einer Antwort an Stoph lange Zeit hinaus. Derweil wuchsen in der CDU/CSU die Bedenken und der Widerstand gegen eine Beantwortung des Stoph-Briefes durch den Kanzler. In der SPD stieg parallel dazu hingegen der Unmut über Kiesingers Zögerlichkeit an. Kiesinger stand buchstäblich zwischen allen Koalitionsfronten, änderte

seine Meinung mehrmals und verschob eine Entscheidung über die Art und Weise einer Antwort wochenlang. Währenddessen wuchsen in der Bundestagsfraktion der Unionsparteien die Bedenken und der Widerstand gegen eine Beantwortung des Stoph-Briefes durch den Kanzler von Tag zu Tag, in der SPD stieg parallel dazu hingegen der Unmut über dessen Unentschlossenheit und Hinhaltetaktik an.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_108_26; keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[132.] Mw/Fragment 109 05
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:26 Kybot
Erstellt: 4. December 2011, 12:39 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 05-21, 101-103
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 126; 127, Zeilen: 14-32, 107-108; 01, 101-102
Die zögerliche Haltung der CDU/CSU in den Fragen der Ebene und der Intensität der Kontakte zur DDR-Regierung gründete auf Vorbehalten gegen die Person Wehners, auf Bedenken gegen die deutschlandpolitischen Gedankenmodelle der SPD und auf der Sorge, dass der Kanzler seine Macht zum Handeln verliere und in einen Streit mit seiner eigenen Partei gedrängt werde. Barzel schrieb am 23. Mai 1967 in einem Brief an Kiesinger, dass er Wehners gesamtdeutsche Leidenschaft sehe, aber er vergesse auch nicht, dass Wehner ein großer Taktiker sei. „Und so meine ich, es als sein Ziel zu erkennen, Sie in Konflikt mit ihrer Partei und Fraktion zu treiben, uns wieder den Krach wie die gesamtdeutsche Unentschlossenheit zuzuschieben“, beklagte Barzel.[FN 467] Ähnlich äußerte sich auch der CDU Bundestagsabgeordnete Werner Marx am 29. Mai in einem Brief an Kiesinger. Marx warnte den Kanzler davor, sich ins Schlepptau der SPD nehmen zu lassen, und berichtete ihm, dass die ständigen und offenbar nicht vorher koordinierten Vorstöße Wehners in der CDU/CSU eine große Beunruhigung ausgelöst hätten. „Ich befürchte, daß diese Methode entweder mit der Kapitulation unserer bisherigen gesamtdeutschen Politik und der Aufgabe unserer geschichtlich, kulturell, moralisch und politisch begründeten Prinzipien endet oder in der Tat zu einem tief greifenden Konflikt in der CDU/CSU führt“, warnte Marx.[FN 468]


[FN 467]: Barzel an Kiesinger 23.5.1967, S. 1-2, hier S. 2: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-A-002.

[FN 468]: Marx an Kiesinger 29.5.1967: BAK, Nachlass Rainer Barzel, Mikrofilmsignatur N/1371-238.

Die offenkundigen Differenzen unter den Unionspolitikern über die Ebene und über die Intensität der Kontakte mit der Regierung in Ost-Berlin speisten sich aus Vorbehalten gegen die Person [...] Wehners, aus prinzipiellen Bedenken gegen die sozialdemokratische Deutschlandpolitik und aus der Befürchtung, der Kanzler verliere das Gesetz des Handelns und werde in einen Konflikt mit seiner eigenen Partei getrieben. So argumentierte beispielsweise Barzel in einem Brief an Kiesinger, er bezweifle „Wehners gesamtdeutsche Leidenschaft“ nicht, aber er vergesse auch nicht, dass Wehner „ein großer Taktiker“ sei: „Und so meine ich, es als sein Ziel zu erkennen, Sie in Konflikt mit Ihrer Partei und Fraktion zu treiben, uns wieder den 'Krach' wie die gesamt-deutsche Unentschlossenheit zuzuschieben“.[FN 98] In das gleiche Horn stieß der CDU-Abgeordnete Werner Marx, der dem Kanzler riet, sich nicht „ins Schlepptau“ der SPD nehmen zu lassen, und ihm mitteilte, die „ständigen und offenbar nicht vorher koordinierten Vorstöße“ Wehners hätten in der CDU/CSU eine große Beunruhigung geschaffen: „Ich befürchte, dass diese Methode entweder mit der Kapitulation unserer bisherigen gesamtdeutschen Politik und der Aufgabe unserer geschichtlich, kulturell, moralisch und politisch begründeten Prinzipien endet oder in der Tat zu einem tief greifenden Konflikt in der CDU/ [Seite 127] CSU führt“.[FN 99]


[FN 98] So in einem Schreiben vom 23. Mai 1967 an Kiesinger. ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, I-226-A-002.

[FN 99] Schreiben vom 29. Mai 1967 an Kiesinger. Kopien sandte er an Barzel (BArch Koblenz, Depositum Rainer Barzel 1371/238) [...].

Anmerkungen

Übernahme mitsamt zweier (ergänzter) Quellenreferenzen

Sichter
Frangge

[133.] Mw/Fragment 110 05
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:28 Kybot
Erstellt: 12. December 2011, 14:52 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 05-12, 103-106
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 127; 128, Zeilen: 13-19, 123-125; 01-03
Nach langen Beratungen im Kabinett einigte man sich schließlich Anfang Juni 1967 darauf, einen Antwortbrief des Kanzlers an Ostberlin zu senden. Doch dieses mühsam errungene Einvernehmen stand schon wieder auf der Kippe, als Kiesinger am 5. Juni auf einer CDU-Präsidiumssitzung auf Widerstand stieß und den Anwesenden versprach, dass er eine endgültige Entscheidung um mindestens einige Tage zurückstellen werde.[FN 472] Kiesinger hoffte nun sicherlich darauf, dass der am 5. Juni entfachte Krieg zwischen Israel und Ägypten die öffentliche Aufmerksamkeit von Bonn ablenken und ihm eine weitere Bedenkzeit erlauben würde.

[FN 472]: CDU-Präsidiumssitzung 5.6.1967: ACDP, Protokolle des CDU-Präsidiums V. WP, Ordner 07-001-1402: S. 1-3, hier S. 2. Kiesinger befürwortete in dieser Diskussion auf der CDU-Präsidiumssitzung eine Beantwortung durch einen kurzen Brief, während Schröder und Barzel einen Antwortbrief ablehnten (S. 2).

Nach [...] stundenlangen Beratungen im Kabinett einigte man sich schließlich in den ersten Junitagen darauf, einen Antwortbrief des Kanzlers nach Ost-Berlin zu senden.[FN 101] Doch dieser mühsam erzielte Konsens stand schon wieder in Frage, als Kiesinger im Präsidium der CDU auf eine breite Opposition stieß und seinen Parteifreunden zusagte, er werde seine „endgültige Entscheidung um mindestens einige Tage zurückstellen“.[FN 102] Der Kanzler vertraute nun dar- [Seite 128] auf, dass die am 5. Juni zum Krieg zwischen Israel und Ägypten eskalierte Nahost-Krise die öffentliche Aufmerksamkeit von der Bonner Bühne ablenken und ihm eine nochmalige Bedenkzeit verschaffen würde.

[FN 102] Protokoll der Sitzung des CDU-Präsidiums vom 5. Juni 1967. ACDP, VII-001-332/1. Kiesinger neigte in der Diskussion „zu einer Beantwortung durch einen kurzen Brief“, während Schröder [...] und Barzel von einem Antwortbrief abrieten. [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt (modifizierter) Quellenreferenz

Sichter
Frangge

[134.] Mw/Fragment 114 03
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:30 Kybot
Erstellt: 4. December 2011, 12:07 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 03-06, 11-14, 105-106
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 128, Zeilen: 21-30, 110-111
Kiesingers Antwortbrief an Stoph vom 13. Juni 1967 hielt an der bundesdeutschen Nichtanerkennungsposition fest und forderte die Gegenseite zu Gesprächen auf, um zu verhindern, dass sich die Deutschen in der Zeit der erzwungenen Teilung menschlich auseinander lebten. [...] Für die SED-Führung war dies, wie Ulbricht am 15. Juni in einer Rede auf einer Wählerversammlung in Leipzig erklärte, eine Stufentheorie der Bundesregierung, um die Alleinvertretungsanmaßung auch auf den untergeordneten Behördenebenen durchzusetzen.[FN 490]

[FN 490]: Abdruck von Ulbrichts Rede: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 1/1966-1967, Zweiter Halbband, S. 1296-1301, hier S. 1296 und 1297.

Kiesingers Antwortbrief an Stoph, der schließlich am 13. Juni 1967 [...] übergeben wurde[FN 105], [...] hielt an der bundesdeutschen Nichtanerkennungsposition fest und forderte die Gegenseite zu Gesprächen auf, um zu verhindern, „dass die Deutschen in der Zeit der erzwungenen Teilung sich menschlich auseinander leben“. Für die SED-Führer war dies — wie Ulbricht zwei Tage später auf einer Wählerversammlung in Leipzig erklärte — eine Bonner „Stufentheorie“, um die „Alleinvertretungsanmaßung“ auch auf untergeordneter Behördenebene durchzusetzen.[FN 106]

[FN 105] Abgedruckt in Dokumente zur Deutschlandpolitik V/I (1966/67), S. 1277 ff.

[FN 106] Ebda., S. 1296 ff.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt (ergänzter) Literaturreferenz

Sichter
Frangge

[135.] Mw/Fragment 114 28
Bearbeitet: 2012-04-06 17:58:26 Kybot
Erstellt: 14. November 2011, 15:08 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 28-29
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 197, Zeilen: 06-10
Der Kanzler hatte sich zwar in der Art seiner Reaktion auf den Stoph-Brief über die Einwände vieler CDU/CSU-Parlamentarier hinweggesetzt, er war jedoch inhaltlich im [Rahmen dessen geblieben, was in den jeweiligen Gremien und Gesprächsrunden der CDU/CSU festgehalten worden war.] Kiesinger hatte sich zwar in der Form seiner Reaktion auf den Stoph-Brief über die Bedenken gewichtiger Fraktionsmitglieder hinweggesetzt, war jedoch inhaltlich im Rahmen dessen geblieben, was in den entsprechenden Gremien und Gesprächsrunden der Unionsparteien vorgegeben worden war.
Anmerkungen

In fast identischer Weise übernommen. Einzelne Begriffe wurden durch Synonyme ersetzt. Fortsetzung in Mw/Fragment 115 01.

Sichter
Bummelchen

[136.] Mw/Fragment 115 01
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:34 Kybot
Erstellt: 14. November 2011, 15:13 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 01-03, 101-102
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 197, Zeilen: 06-12, 102
[Der Kanzler hatte sich zwar in der Art seiner Reaktion auf den Stoph-Brief über die Einwände vieler CDU/CSU-Parlamentarier hinweggesetzt, er war jedoch inhaltlich im] Rahmen dessen geblieben, was in den jeweiligen Gremien und Gesprächsrunden der CDU/CSU festgehalten worden war. Trotzdem werteten wohl einige CDU/CSU-Politiker Kiesingers Brief an Stoph als „Öffnung eines fatalen Weges.“[FN 493]


[FN 493]: Gerstenmaier, Eugen, Streit und Friede hat seine Zeit. Ein Lebensbericht, Frankfurt a. M. 1981, S. 456.

Kiesinger hatte sich zwar in der Form seiner Reaktion auf den Stoph-Brief über die Bedenken gewichtiger Fraktionsmitglieder hinweggesetzt, war jedoch inhaltlich im Rahmen dessen geblieben, was in den entsprechenden Gremien und Gesprächsrunden der Unionsparteien vorgegeben worden war. Dennoch empfand wohl mancher Unionsabgeordneter den Brief an Stoph als »Öffnung eines fatalen Weges«[FN 42].


[FN 42] So rückblickend E. Gerstenmaier, 1981, S. 456.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 114 28. Leicht modifizierte Übernahme samt Literaturreferenz.

Sichter
Bummelchen

[137.] Mw/Fragment 120 08
Bearbeitet: 2012-04-06 17:58:30 Kybot
Erstellt: 2. November 2011, 11:46 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 08-14
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 152, Zeilen: 21-30
An dem Briefwechsel Stoph-Kiesinger zeigten sich deutlich die verschiedenen Grundpositionen der beiden deutschen Regierungen. Stoph stellte die große Politik mit Anerkennung der Grenzen, direkten Verhandlungen, Kernwaffenverzicht und Aufgabe des bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruchs in den Vordergrund. Kiesinger hingegen wies darauf hin, dass der innere Zusammenhalt des deutschen Volkes gestärkt werden müsse [...]. In dem Briefwechsel Kiesinger – Stoph[FN 16] und an der politischen Entwicklung, die dadurch in Gang kam, zeigt sich exemplarisch die konzeptionelle Grundlage der Deutschlandpolitik der Großen Koalition. Während Stoph die „große Politik“ mit Anerkennung der Grenzen, direkten Verhandlungen, Kernwaffenverzicht, Zurückweisung des Alleinvertretungsanspruchs und Gewaltverzicht in den Vordergrund stellte, betonte Kiesinger [...] die Förderung der menschlichen, wirtschaftlichen und geistigen Beziehungen: „Das Leben im geteilten Deutschland muß erträglicher werden.“
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[138.] Mw/Fragment 120 16
Bearbeitet: 2012-04-06 17:58:32 Kybot
Erstellt: 23. July 2011, 12:03 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 16-20
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 153, Zeilen: 11-15
Die wiederholte Forderung des DDR-Regimes nach der bundesdeutschen Anerkennung der DDR und Westberlins als eigenständige politische Einheit ohne Bindung an die Bundesrepublik war der Blocker, der einen deutschlandpolitischen Durchbruch der Bundesregierung verhinderte, da die Bundesregierung die Linie zu einer Anerkennung der DDR nicht überschreiten wollte. Die nachdrücklich wiederholte Forderung nach völkerrechtlicher Anerkennung der DDR und Westberlins als eigenständiger politischer Einheit ohne Bindung an die Bundesrepublik war der Blocker, der von Seiten des Ostens, vor allem der Sowjetunion, die Tore geschlossen halten konnte.
Anmerkungen
Sichter
Hood

[139.] Mw/Fragment 120 20
Bearbeitet: 2012-04-06 17:58:35 Kybot
Erstellt: 14. November 2011, 10:42 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 20-26
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 269, Zeilen:
Das DDR-Regime hatte daher keinen Anlass, auf Kiesingers Vorschläge aus seinem Briefwechsel mit Stoph einzugehen, die aus Sicht des Regimes keine Vorteile bringen würden, sondern nur der Bundesrepublik nutzen konnten. Daher erschien es für das Regime zweckmäßiger, wenn schon die geforderte bundesdeutsche Anerkennung der DDR nicht realisierbar war, hart zu bleiben, in der Hoffnung, dass die Differenzen innerhalb der Großen Koalition irgendwann zu einer, aus der Perspektive der DDR, günstigeren Machtkonstellation in Bonn führen würden. Die DDR hatte daher keinen Anlaß, auf die Vorschläge Kiesingers aus der Regierungserklärung vom April 1967 und dem Briefwechsel mit Stoph einzugehen, die aus ihrer Sicht keine Vorteile bringen würden, sondern nur der Bundesrepublik nützen mußten. Daher schien es für die Regierung der DDR sinnvoller, wenn schon die erhoffte Anerkennung nicht erreichbar war, kompromißlos zu bleiben in der Hoffnung, daß die Differenzen innerhalb der Großen Koalition - die dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen konnten - eines Tages zu einer aus Sicht der DDR vorteilhafteren innenpolitischen Konstellation in der Bundesrepublik führen würden, [...].
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis. Es gibt leichte Kürzungen und Anpassungen.

Sichter
Bummelchen

[140.] Mw/Fragment 122 04
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:42 Kybot
Erstellt: 4. December 2011, 13:14 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 04-21, 110-115
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 392; 393, Zeilen: 20-24, 27, 113-115; 01-17, 101-102
Am 14. März 1968 kam es zwischen den Koalitionsparteien zu einer heftigen Diskussion im Bundestag über den von Kiesinger am 11. März erstatteten Bericht zur Lage der Nation[FN 526], an der sich Schmidt und Wehner für die SPD sowie Barzel und Gradl für die CDU beteiligten.[FN 527] Während die CDU-Politiker auf den bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch beharrten und ihre Gesprächsbereitschaft gegenüber der DDR-Führung von humanitären Gegenleistungen Ostberlins abhängig machten, spähten die Sozialdemokraten nach Möglichkeiten einer deutsch-deutschen Kooperation jenseits von völkerrechtlichen Gedankenmodellen. Den deutschlandpolitischen Standpunkt der SPD definierte Schmidt in dieser Bundestagsdebatte mit der Aussage, dass die DDR ein Staat sei, mit dem man geordnete Verbindungen herstellen müsse, ohne ihn aber völkerrechtlich als Ausland zu betrachten.[FN 528] Hiermit war der von der SPD angezielte deutschlandpolitische Bewegungsraum zwischen dem bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch und der Behauptung Ostberlins von zwei deutschen Staaten erklärt, in dem die SPD nun nach Handlungsoptionen fahnden wollte.

Allerdings war dieser Bewegungsraum schwer einzuschätzen, da die DDR-Führung ihre Schikanen immer mehr ausbaute. Denn nach wie vor bestand Ostberlin kompromisslos darauf, dass die Voraussetzung für jede deutsch-deutsche Verständigung die bundesdeutsche Anerkennung der DDR sei.

[FN 527]: Bundestagssitzung 11.3.1968 (Kiesinger) / Bundestagssitzung 14.3.1968 (Barzel/Schmidt/Gradl/Wehner): Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 66: Stenographische Berichte der 146.-168. Sitzung 1968, herausgegeben in Bonn, S. 8281-8416.

[FN 528]: Bundestagssitzung 14.3.1968: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 66: Stenographische Berichte der 146.-168. Sitzung 1968, herausgegeben in Bonn, S. 8281-8416, hier S. 8306.

Mitte März 1968 kam es dann zwischen den Koalitionsparteien über den erstmals von Kiesinger erstatteten Bericht zur Lage der Nation im Bundestag zu einem heftigen Schlagabtausch, an dem sich Schmidt und Wehner für die SPD sowie Barzel und der Deutschlandexperte Johann Baptist Gradl für die CDU beteiligten.[FN 144] [...] Während die Unionsparteien am Grundsatz des Alleinvertre- [Seite 393] tungsanspruches festhielten und ihre Gesprächsbereitschaft mit der DDR-Führung von humanitären Gegenleistungen Ostberlins abhängig machten, suchten die Sozialdemokraten nach Wegen zu einer deutsch-deutschen Kooperation jenseits von völkerrechtlichen Kategorien. Den Standpunkt der SPD definierte Schmidt in der Bundestagsdebatte im März 1968 mit der Feststellung, die DDR sei ein Staat, mit dem man geordnete Verbindungen herstellen müsse, ohne ihn aber völkerrechtlich als Ausland zu betrachten.[FN 145] Hiermit war der von der SPD fortan in ihrer Deutschlandpolitik angepeilte Zwischenraum zwischen dem bundesrepublikanischen Alleinvertretungsanspruch und der ostdeutschen Zweistaatlichkeitstheorie abgesteckt, in dem man nun nach Handlungsmöglichkeiten suchen wollte. Allerdings blieb dieser Raum in den folgenden Monaten ein deutsch-deutsches „Niemandsland“, weil die DDR-Führung ihre Schikanen im Berlin-Verkehr immer mehr ausweitete [...]. Nach wie vor bestand man in Ostberlin kompromisslos darauf, dass die Voraussetzung für jede deutsch-deutsche Verständigung die völkerrechtliche Anerkennung der DDR sei.

[FN 144] Vgl. Verhandlungen des Deutschen Bundestages. V. Wahlperiode. Sitzung am 11. März 1968, S. 8168 ff. (Kiesinger); Sitzung am 14. März 1968, S. 8293 ff. (Barzel), S. 8301 ff. (Schmidt), S. 8339 ff. (Gradl), S. 8367 ff. (Wehner).

[FN 145] So in seiner Rede am 14. März 1968. Verhandlungen des Deutschen Bundestages. V. Wahlperiode, S. 8306.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt zweier (ergänzter) Quellenreferenzen

Sichter
Frangge

[141.] Mw/Fragment 123 06
Bearbeitet: 2012-04-06 17:58:43 Kybot
Erstellt: 2. November 2011, 11:33 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 06-07
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 153, Zeilen: 18-20
Darüber hinaus führte die DDR eine eigene Staatsbürgerschaft ein, gedacht als Gegenoffensive zu dem bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch. Die DDR führte eine eigene Staatsbürgerschaft ein, gedacht als Gegenzug zu dem westdeutschen Alleinvertretungsanspruch [...].
Anmerkungen

Zwar ist die ehemalige eigene DDR-Staatsbürgerschaft Allgemeinwissen, für deren hier übernommene Motivierung hätte aber eine Quellenangabe erfolgen müssen.

Sichter
Hotznplotz

[142.] Mw/Fragment 125 08
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:46 Kybot
Erstellt: 27. July 2011, 18:43 (Frangge)
Brandt 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 8-12
Quelle: Brandt 2005
Seite(n): 35 f., Zeilen:
Der Briefwechsel Stoph-Kiesinger und die damit einhergehenden negativen Reaktionen aus der DDR machten für die Deutschlandpolitik deutlich, je mehr sich die Große Koalition unter Ausklammerung der Anerkennungsfrage um Annäherung an die DDR bemühte, desto abweisender reagierte das DDR-Regime. Es erhob immer wieder neue Forderungen, von denen es wusste, dass sie für Bonn inakzeptabel waren. Das Muster stand fest: Je mehr sich Kiesinger unter Ausklammerung der Anerkennungsfrage um Annäherung an die DDR bemühte – [...] –, um so abweisender reagierte die DDR-Führung und verschanzte sich hinter immer neuen Forderungen, von denen sie wusste, dass sie für Bonn unannehmbar waren.
Anmerkungen

PDF

Sichter
Hood

[143.] Mw/Fragment 125 12
Bearbeitet: 2012-04-06 17:58:47 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 15:39 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hildebrand 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 12-17
Quelle: Hildebrand 1984
Seite(n): 332, Zeilen: re. Sp., 33-41
Der Handlungsspielraum der Großen Koalition war auf diesem Feld somit sehr beengt. Daher stellte sich die Frage, was sich unter Ausklammerung der total auseinander gehenden Grundpositionen der Bundesrepublik und der DDR, hier Festhalten am Selbstbestimmungsrecht, dort Beharren auf die bundesdeutsche Anerkennung, gemeinsam erreichen ließe, falls Ostberlin überhaupt eine Entspannung wünschte. Der Spielraum der Großen Koalition war ja auf diesem Feld außerordentlich beengt. Daher stellte sich auch jetzt wieder die Frage, was sich unter Ausklammerung der diametral entgegenstehenden Grundpositionen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, hier Festhalten am Selbstbestimmungsrecht, dort Pochen auf völkerrechtliche Anerkennung, gemeinsam erreichen ließe, falls Ost-Berlin überhaupt eine »wirkliche Entspannung« wünschte.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[144.] Mw/Fragment 126 01
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:50 Kybot
Erstellt: 27. July 2011, 17:53 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Weidenfeld Korte 1999

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 1-8
Quelle: Weidenfeld Korte 1999
Seite(n): 221, Zeilen:
Durch die terminologische Drehung von “Mitteldeutschland“ nach Ost-West konnte “Ostdeutschland“ als Begriff die deutschen Ostgebiete jenseits von der Oder-Neiße einbeziehen.[FN 545] Demgegenüber ließ die Mitte der 1960er Jahre von Kanzler Kiesinger eingeführte Bezeichnung der DDR als der “andere Teil Deutschlands“[FN 546] den Bezug auf die Ostgebiete fallen. In den amtlichen Sprachgebrauch drang DDR nur langsam ein, zunächst als “sogenannte DDR“[FN 547] oder “DDR“ mit Anführungszeichen. In der westdeutschen Bevölkerung war bis Mitte der 1960er Jahre häufig der Name Zone oder Ostzone für die DDR verwendet worden.[FN 548]


FN 545: Jüttner, Alfred, Die deutsche Frage, Köln u. a. 1971, S. 2.

FN 546: So zum Beispiel in Kiesingers Antwortbrief an Stoph vom 13.6.1967. Kopie von Kiesingers Antwortbrief, S. 1-2: BAK, Nachlass Rainer Barzel, Mikrofilmsignatur N/1371-358.

FN 547: Siehe zum Beispiel Kiesinger, der am 23.9.1968 auf einer CDU/CSU-Fraktionssitzung die DDR als „sogenannte DDR“ betitelte: ACDP, Protokolle der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Bandsignatur 08-001-1017/1: S. 8-38, hier S. 13.

FN 548: Sussmann, Rudolf, Deutsche Teilung - Folgen für die Sprache? In: Lange, Klaus (Hrsg.), Aspekte der deutschen Frage, Herford 1986, S. 143-167, hier S. 148-150.

Durch die terminologische Drehung von Mitteldeutschland nach Ost-West konnte Ostdeutschland als politischer Begriff die deutschen Ostgebiete jenseits von Oder und Neiße bezeichnen. Demgegenüber ließ die Mitte der 60er Jahre von Bundeskanzler Kiesinger eingeführte Umschreibung der DDR als der andere Teil Deutschlands den Bezug auf die Ostgebiete fallen. Gemeinsam ist all diesen amtlichen Bezeichnungen, daß sie die Staatlichkeit der Deutschen Demokratischen Republik entweder verneinen oder nicht ansprechen.

Umgangssprachlich war bis Mitte der 60er Jahre der Name Zone bzw. Ostzone für die DDR üblich; in den öffentlichen Sprachgebrauch drang 'DDR' nur allmählich ein, zunächst als sogenannte DDR bzw. "DDR" mit Gänsefüßchen, schließlich ohne sprachliche Vorbehalte.

Anmerkungen

Fundstelle MW gibt zahlreiche Fußnoten an, jedoch wird die eigentliche Vorlage, Weidenfeld und Korte 1999, nicht erwähnt: Verschleierung; weitere Verschleierungen bereits auf S. 125, letzter Absatz.

Sichter
Hood

[145.] Mw/Fragment 128 05
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:52 Kybot
Erstellt: 7. July 2011, 22:43 (Plaqueiator)
Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Plaqueiator, Dr. I. Jones, Fiesh, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 5-19
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 163, Zeilen: 1-16
Kiesinger wies auf die Existenz des zweiten deutschen Staates deutlich hin, wobei er den Begriff DDR jedoch konsequent wegließ. Man müsse ohne Scheuklappen sehen, was in den vergangenen vierzehn Jahren dort entstanden sei, erklärte er. [FN 557] Der Kanzler bezeichnete die SED - Führung als die „ Verantwortlichen im anderen Teil Deutschlands.“ Kiesinger beabsichtigte, die DDR in den eingeleiteten Entspannungsprozess zu integrieren. Solange jedoch das SED - Regime die Entspannungsvorschläge der Bundesregierung ablehne, nütze es der Bundesregierung, dass sie in Osteuropa, aber auch bei unabhängigen blockfreien Ländern glaubwürdiger erscheine als Ostberlin, schilderte Kiesinger. [FN 558] Kiesinger berichtete, dass die SED seit lang em der Bundesregierung vorwerfe, es gehe ihr nicht wirklich um die Aufnahme von Kontakten, diese Forderung sei nur ein Vorwand . Kiesinger warf der SED - Führung hinge gen vor, dass sie gar keine Gespräche wünsche. Sie verlange die völlige Unterwerfung unter den eigenen Standpunkt und löse damit den Eindruck aus, dass sie dies nur vornehme, weil sie Gespräche und eine Zusammenarbeit verhindern wolle.

[FN]

557: Für Kiesinger hatte die DDR anscheinend erst ab 1953 begonnen zu existieren. Die DDR war aber bereits 1949 gegründet worden.

558: Abdruck von Kiesingers Deutschlandrede im Bulletin des Presse - und Informationsamtes der Bundesregierung vom 20. 6. 1967, S. 541 - 543, hier S. 541 - 542 [...]

In seiner Rede kam es dem Bundeskanzler vor allem darauf an, auf die Existenz des zweiten deutschen Staates ausdrücklich hinzuweisen, auch wenn er die Bezeichnung „DDR" hartnäckig vermied. Man müsse „ohne Scheuklappen" sehen, was „in den vergangenen vierzehn Jahren" dort entstanden sei, erklärte er. Und die Regierung der DDR nannte er die „Verantwortlichen im anderen Teil Deutschlands" [FN 173]. Aus dieser Sicht ergab sich für den Kanzler zunächst die Pflicht, die DDR in den eingeleiteten Entspannungsprozeß miteinzubeziehen. Solange sich allerdings das Regime weigerte, auf die Entspannungsvorschläge Bonns einzugehen, nutzte es der Bundesregierung, daß sie in anderen Staaten - etwa in Osteuropa, aber auch bei unabhängigen, blockfreien Ländern - glaubwürdiger erschien als Ost-Berlin. Die SED behauptete seit langem, es gehe der Bundesregierung nicht wirklich um die Aufnahme von Kontakten. Die Forderung sei nur ein Vorwand. Kiesinger drehte die Argumentation um und warf der DDR-Führung seinerseits vor, ihr sei an Gesprächen gar nicht gelegen. Sie verlange die völlige Unterwerfung unter den eigenen Standpunkt und erwecke damit den Eindruck, daß man dies nur tue, weil man Gespräche und eine Zusammenarbeit verhindern wolle, erklärte der Kanzler während des Staatsaktes zum Tag der Deutschen Einheit im Bonner Bundeshaus.

[FN]

173 Bulletin, 20.6.1967, S. 541 f.; Kiesinger rechnete den Beginn einer Eigenständigkeit der DDR offensichtlich erst ab 1953. Es waren achtzehn Jahre seit der Gründung vergangen. [...]

Anmerkungen

Übernahme mit Fußnoten einsehbar unter Google Books: [2] Kroegel 1997 ist zwar im Literaturverzeichnis vermerkt, wird aber nicht im Zusammenhang dieses Textabschnittes zitiert. Auffällig ist auch die übernommene erläuternde Bemerkung in der Fußnote.

Sichter
Jones Hindemith

[146.] Mw/Fragment 128 20
Bearbeitet: 2012-04-06 17:58:53 Kybot
Erstellt: 27. June 2011, 20:26 (92.195.207.15)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
92.195.207.15, Hindemith, PlagProf:-), Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 19-28
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 197-198, Zeilen:
Kiesinger wiederholte zwar den bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch, betonte aber, eine rein defensive Deutschlandpolitik, die nur darauf warte, dass der Geschichte etwas Rettendes einfalle, würde die Bundesrepublik mehr und mehr in Bedrängnis bringen. Daher habe sich die Bundesregierung zu einer beweglichen Politik entschlossen, deren Grundlage es sei, dass Europa nicht darauf verzichten könne, eine Friedensordnung anzustreben, welche die politische Spaltung Europas überwinden und eine gerechte Lösung der deutschen Frage erlangen könne. Dabei prophezeite Kiesinger einen langen und mühseligen Weg zu einer solchen Friedensordnung und wies auch auf die Möglichkeit eines Scheiterns hin. Hinsichtlich der Vorgehensweise sagte Kiesinger, dass für Verhandlungen mit den osteuropäischen [Regierungen und dem SED-Regime die großen Streitfragen ausgeklammert werden müssten und stattdessen nur über Themen diskutiert werden müsste, über die ein Einvernehmen geschaffen werden könne.] Kiesinger bekräftigte darin den Alleinvertretungsanspruch, betonte aber, daß eine rein defensive Deutschlandpolitik, die nur darauf warte, daß der Geschichte etwas Rettendes einfalle, die Bundesrepublik mehr und mehr in Bedrängnis bringen werde. Daher habe sich die Bundesregierung zu einer beweglicheren Politik entschlossen, deren Prämisse sei, daß Europa nicht darauf verzichten könne, eine Friedensordnung anzustreben, die die politische Spaltung Europas überwinden und eine gerechte Lösung der deutschen Frage erzielen könne. Dabei prophezeite Kiesinger einen langen und mühseligen Weg zu einer solchen Friedensordnung und schloß auch die Möglichkeit eines Scheiterns nicht aus. Hinsichtlich der Methoden plädierte er dafür, in Verhandlungen mit den osteuropäischen Regierungen und den Machthabern in der DDR die großen Streitfragen auszuklammern und statt dessen über Themen zu diskutieren, über die eine Einigung erzielt werden könne.
Anmerkungen

Taschler wird zwar im Literaturverzeichnis, aber nirgendwo im Zusammenhang mit dieser Textübernahme erwähnt.

Sichter
PlagProf:-) Hindemith (nur mit partiellem Zugriff auf die Quelle)

[147.] Mw/Fragment 129 01
Bearbeitet: 2012-04-07 11:00:56 Kybot
Erstellt: 27. June 2011, 20:31 (92.195.207.15)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
92.195.207.15, Hindemith, PlagProf:-), Fiesh, Klicken, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 01-04
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 198, Zeilen:
[Hinsichtlich der Vorgehensweise sagte Kiesinger, dass für Verhandlungen mit den osteuropäischen] Regierungen und dem SED-Regime die großen Streitfragen ausgeklammert werden müssten und stattdessen nur über Themen diskutiert werden müsste, über die ein Einvernehmen geschaffen werden könne. Entspannung dürfe aber nicht in der Hinnahme des Staus quo oder gar seiner Besiegelung münden, warnte Kiesinger.[FN 559]

[Fn 559: Abdruck der Rede: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 1/1966-1967, Zweiter Halbband, S. 1321-1324, hier S. 1322-1323.]

Hinsichtlich der Methoden plädierte er dafür, in Verhandlungen mit den osteuropäischen Regierungen und den Machthabern in der DDR die großen Streitfragen auszuklammern und statt dessen über Themen zu diskutieren, über die eine Einigung erzielt werden könne. Entspannung dürfe nicht auf die resignierende Hinnahme des Status quo oder gar seine Besiegelung hinauslaufen.[FN 48]
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 128_20 und daher wohl keine zulässige Paraphrase der angegebenen Primärquelle, sondern von Taschler plagiiert. Dieses Fragment wäre für sich genommen (d.h. ohne Fragment Mw/128_20) und mit Verweis auf die Quelle eine zulässige Paraphrase. Verweis auf Quelle fehlt aber, zudem direkter Anschluss an ein klares Plagiat.

Sichter
PlagProf:-) Klicken Hindemith

[148.] Mw/Fragment 129 05
Bearbeitet: 2012-04-25 20:57:41 Plagin Hood
Erstellt: 7. July 2011, 23:42 (Plaqueiator)
Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Plaqueiator, Dr. I. Jones, Fiesh, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 5-32
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 163+164, Zeilen: 17-35
Wie diese Entspannung eingeleitet werden sollte, erklärte Kiesinger am 5. Oktober 1967 in einem Interview gegenüber der Zeitschrift “Christ und Welt“. Er sei gewillt, vieles zu unternehmen, um im Sinne einer humanitären Geste den Menschen in der DDR zu helfen. Aber er wolle dafür unter keinen Umständen die gültigen Rechtspositionen der Bundesrepublik aufgeben. Dabei dürfe man nicht den gewaltigen Einfluss unterschätzen , den Ulbricht ja tatsächlich in Moskau besitze, meinte Kiesinger. Die Zone sei der bedeutendste Lieferant innerhalb des Ostblocks und daher ganz unentbehrlich. Daraus könne Ulbricht jederzeit in seinen eigenen Fragen Gewinn ziehen. Ulbricht sei trotz seines Alters ein nicht zu unterschätzender Gegner. „Ich kann ihm nur beikommen, wenn ich ihn in einer Form isoliere, gegen die er eigentlich nichts machen kann. Die Isolierung der Zone kann nur so vor sich gehen, daß wir in den anderen kommunistischen Ländern vorsichtig Fuß fassen “, sagte Kiesinger und fügte hinzu, dass es dann für die SED - Führung in der Zone immer komplizierter werde, auf ihren stalinistischen Standpunkt zu beharren. [FN 560] Was bedeutete „ Isolierung der Zone“, und wie sollte diese Maßnahme zum Tragen kommen? Es sei von zentraler Bedeutung gewesen, so Kiesinger rückblickend in einem Interview am 31. Januar 1978, der Welt klipp und klar sichtbar zu machen, dass die Verantwortung beim SED - Regime gelegen habe, dass es zu keiner Annäherung der beiden deutschen Regierungen gekommen sei. Diese Vorgehensweise habe die Position der SED - Führung in Moskau schwächen sollen, reflektierte Kiesinger. [FN 561] Kanzler Kiesinger <span vermutete, dass sich der Kreml nicht für immer hinter der eigenen Propaganda gegen die Bundesregierung verbergen könne, sondern der Bundesregierung irgendwann Zugeständnisse werde machen müssen. Dann, so glaubte Kiesinger, würde Moskau Verhandlungen über die deutsche Wiedervereinigung beginnen. Bis dahin musste auf vielen internationalen Politikebenen diese Entwicklung eingeleitet werden. Dabei bezog sich Kiesinger nicht nur auf das deutsche Verhältnis zu den osteuropäischen Staaten. Dem Kanzler war klar, dass es auch notwendig war, Bedenken gegen die deutsche Einheit im Westen zu mildern .


[FN 560]: Text des Interviews, S. 1-9, hier S. 4 und 5: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-A-008.

[FN 561]: Text des Interviews, S. 1-16, hier S. 8: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-A-322.

[S. 163]

Die Isolierung der Zone könne nur so vor sich gehen, „daß wir in den anderen kommunistischen Ländern vorsichtig Fuß fassen meinte Kiesinger gegenüber dem Chefredakteur von Christ und Welt , Wirsing, am 5. Oktober 1967. [FN 174] Dann werde es für die Leute in der Zone immer schwieriger, auf ihrem stalinistischen Standpunkt zu beharren. Kiesinger war bereit, vieles zu versuchen, um im Sinne einer humanitären Geste den Menschen in der DDR zu helfen. Aber er wollte dafür nicht unter allen Umständen, wie etwa Wehner, die gültigen Rechtspositionen der Bundesrepublik aufgeben. Neu war aber, daß Kiesinger Ulbricht ernst nahm und in dem Kommunisten einen wirklichen, gefährlichen Gegner sah. Man dürfe nicht den gewaltigen Einfluß unterschätzen, den „Ulbricht ja tatsächlich in Moskau besitzt, meinte Kiesinger etwa in dem oben erwähnten Hintergrundgespräch. Die Zone sei der wichtigste Lieferant innerhalb des Ostblocks und daher ganz unentbehrlich. Daraus könne Ulbricht jederzeit in „seinen eigenen Fragen Gewinn ziehen. Er sei trotz seines Alters ein nicht zu unterschätzender Gegner. „Ich kann ihm nur beikommen, wenn ich ihn in einer Form isoliere, gegen die er eigentlich nichts machen kann. Was verstand Kiesinger unter der Isolierung der Zone? Es sei darauf angekommen, daß vor der Welt „klipp und klar deutlich" werde, wer daran die Schuld trug, daß es zu keiner Annäherung beider deutscher Regierungen komme [FN 175]. Diese Taktik sollte in erster Linie die Position der SED-Führung in Moskau untergraben. Kiesinger glaubte fest daran, daß sich der Kreml auf lange Sicht nicht hinter der eigenen Propaganda gegen die Bundesrepublik verstecken konnte, konnte, sondern der Bundesregierung eines Tages entgegen-
[S. 164]
kommen mußte. Eines Tages, davon war Kiesinger zutiefst überzeugt, würde der Kreml Verhandlungen über die Einheit Deutschlands einleiten. Bis dahin mußte auf vielen Ebenen der internationalen Politik diese Entwicklung vorbereitet werden. Dabei dachte er nicht nur an das Verhältnis zu den Staaten in Osteuropa. Dem Kanzler war klar, daß es auch galt, Vorbehalte gegen die deutsche Einheit im westlichen Lager auszuräumen.


[FN 174] AdKASt, Kiesinger 1-226, D/II.l, A 008, Gespräch mit Wirsing, 5.10.1967, S. 5; siehe dort auch die folgenden Zitate.

[FN 175] AdKASt, Kiesinger I - 226, F/3., A 322, Gespräch mit Löwe, 31.1.1978, S. 58.

Anmerkungen

Dirk Kroegel: Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Aussen- und Deutschlandpolitik der Grossen Koalition, München 1997 direkte Fortsetzung von Mw/Fragment 128 05 aus derselben Quelle, mit Satzumstellungen und Synonym-Ersetzungen. Kroegel 1997 wird wie auch auf der vorherigen Seite nicht zitiert. Es wird deutlich, dass hier nur ein Gedanke aus der Quelle nicht in die Dissertation übernommen wurde.

Sichter
Jones

[149.] Mw/Fragment 130 15
Bearbeitet: 2012-04-06 17:59:01 Kybot
Erstellt: 10. December 2011, 23:50 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 130, Zeilen: 13-17
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 129, Zeilen: 29-32
Diese über den nationalen Horizont hinausreichende Einschätzung, die bislang ihre Bedeutung nicht verloren hat, teilte Kiesinger mit Brandt und Wehner, die schon zuvor in vielen Reden und Artikeln immer wieder betont hatten, die Beseitigung der Spaltung Europas sei die Vorraussetzung [sic] für eine deutsche Wiedervereinigung. Diese über den nationalen Horizont hinaus reichende Einschätzung teilte er mit seinem Außenminister Brandt, der zuvor schon in vielen Reden und Artikeln immer wieder betont hatte, die Beseitigung der Spaltung Europas sei die Voraussetzung für eine deutsche Wiedervereinigung.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[150.] Mw/Fragment 133 03
Bearbeitet: 2012-04-08 12:04:21 Sotho Tal Ker
Erstellt: 8. August 2011, 15:30 (Frangge)
Bange 2005, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 03-13, 106-107
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 457f., Zeilen:
Bereits als Bundestagsabgeordneter hatte Kiesinger zwischen 1954 und 1959 im Parlament und im Auswärtigen Ausschuss durch unorthodoxe Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht.[FN 577] Er war sich seit längerem bewusst, dass bei der Anwendung und Interpretation der Hallstein-Doktrin zunehmend Flexibilität statt Verharren notwendig war. Anders als viele CDU/CSU-Parlamentarier hatte Kiesinger auch gegen die außenpolitischen Vorstellungen des Acht-Punkte-Programms der SPD, auf dessen Basis die Koalitionsverhandlungen im November 1966 ausgetragen worden waren, keine Einwände. Er hatte die SPD-Forderungen nach einer Neuordnung der Beziehungen zu Paris und Washington, nach einer Versöhnung und Normalisierung des Verhältnisses mit Osteuropa und nach einer Verstärkung der innerdeutschen Kontakte unterhalb einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR unterstützt.[FN 578]

[ [FN 577] Bange, Oliver, Kiesingers Ost- und Deutschlandpolitik von 1966-1969. In: Buchstab, Günter / Gassert, Philipp / Lang, Peter Th. (Hrsg.), Kurt Georg Kiesinger 1904-1988. Von Ebingen ins Kanzleramt, Freiburg 2005, S. 455-500, hier S. 457.]

[FN 578] Schriftstück “Aufgaben einer neuen Bundesregierung“ (Acht-Punkte Programm der SPD): AdsD, Depositum Egon Bahr, Ordner 400, Mappe 2.

Kurt Georg Kiesinger war sich dagegen schon seit längerem bewusst, dass in Anwendung und Interpretation des Alleinvertretungsanspruchs, der Hallstein-Doktrin und des Wiedervereinigungs-vor-Entspannungs-Theorems zunehmend Kreativität statt Dogmatismus gefragt war. Bereits als Bundestagsabgeordneter hatte er zwischen 1956 und 1959 im Parlament und im Auswärtigen Ausschuss durch unorthodoxe Analysen aufhorchen lassen: [...]

Anders als viele Abgeordneten der CDU/CSU hatte Kiesinger deshalb auch mit den außenpolitischen Vorstellungen des 8-Punkte-Programms der SPD (auf dessen Grundlage die Koalitionsverhandlungen Mitte November 1966 stattfanden) kein Problem.[EN 8] [..]


[Seite 458]

Den Forderungen nach einer Neuordnung der Beziehungen zu Paris und Washington, nach "Versöhnung" und "Normalisierung" des Verhältnisses mit Osteuropa und der Multiplikation der Kontakte in die DDR unterhalb einer völkerrechtlichen Anerkennung [EN 9] konnte der Kanzler in spe nur zustimmen.


[ [Endnote 8, Seite 488] Besonders ausführlich werden die Koalitionsverhandlungen - jeweils aus Unions- und SPD-Sicht - dargestellt in: Daniela Taschler: Vor neuen Herausforderungen, S. 62ff; Klaus Schönhoven: Wendejahre, S. 51ff.]

[Endnote 9, S. 488]: Dieses Konzept zur Offenhaltung und Förderung gesamtdeutscher Perspektiven basierte, zumindest im operativen Teil, auf den Berliner Entwürfen Egon Bahrs, der diesen Punkt (3) des SPD-Programms auch jetzt inhaltlich ausführte. Aufzeichnung "Aufgaben einer neuen Bundesregierung", 11.11.1966, von Bahr an Brandt; AsD, Dep. Egon Bahr, Bd. 400. Für das 8-Punkte-Programm vgl. Vorstand der SPD (Hg.): Bestandsaufnahme 1966. Eine Dokumentation. Bonn 1966, S. 19-29.

Anmerkungen

Lediglich S. 457 aus Bange wird referenziert. Übernahme mitsamt (ergänzter) Quellenreferenz aus Endnote 9.

Sichter
Hood

[151.] Mw/Fragment 133 14
Bearbeitet: 2012-04-06 17:59:05 Kybot
Erstellt: 9. December 2011, 20:08 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 14-23
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 097, Zeilen: 03-15
Brandt wollte verhindern, dass die rückwärts gewandten Kräfte in der CDU/CSU wieder zu viel Einfluss gewannen und den Bewegungsspielraum der Koalition immer weiter einengten. Deshalb drängte er seine Partei zunächst zur Vorsicht im Umgang mit dem Koalitionspartner, um die Zusammenarbeit nicht noch mehr zu belasten. Dies hing auch damit zusammen, dass in der SPD-Führung keineswegs ein klarer Konsens darüber bestand, welchen Kurs die SPD selbst verfolgen sollte, und wie entschieden sich die SPD von überkommenen Richtlinien in der Deutschland- und Ostpolitik lösen sollte. Während Brandt sich für die beharrliche Fortsetzung des Dialogs mit Moskau aussprach, legte Wehner sein Hauptaugenmerk auf eine Verstärkung des deutsch-deutschen Dialogs. Zunächst wollte man aber verhindern, dass die rückwärts gewandten Hardliner in der Union wieder Oberwasser gewannen und den Bewegungsspielraum der Koalition immer weiter einengten. Deshalb plädierten die sozialdemokratischen Spitzenpolitiker für Behutsamkeit im Umgang mit dem Koalitionspartner, um die Zusammenarbeit nicht noch mehr zu erschweren. Dies hatte auch viel damit zu tun, dass in der sozialdemokratischen Parteiführung keineswegs eine einheitliche Meinung darüber bestand, welchen Kurs man selbst einschlagen sollte und wie entschieden man sich von überkommenen Tabus in der Deutschland- und Ostpolitik lossagen wollte. Während Brandt für die beharrliche und geduldige Fortführung des Dialogs mit Moskau warb, richtete Wehner sein Hauptaugenmerk auf eine Intensivierung der deutsch-deutschen Kontakte.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[152.] Mw/Fragment 135 11
Bearbeitet: 2012-04-08 12:05:10 Sotho Tal Ker
Erstellt: 11. November 2011, 20:08 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 11-17
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 110, Zeilen: 01-08
Kiesinger hatte im Januar 1967 in einer Rede auf einem CDU-Wirtschaftstag die neue Ostpolitik der Bundesregierung erläutert. Es gebe keine Rezepte und keinen Fahrplan. Wenn die Bundesrepublik aber in der Defensive verharre, überlasse sie die Lösung der deutschen Frage dem Zufall und dem Willen anderer und isoliere sich hoffnungslos. Er betonte, dass die Bemühung, die Beziehungen zu den östlichen Nachbarn zu normalisieren, nicht gegen die Sowjetunion gerichtet sei und warnte vor dem gefährlichen Versuch, die Völker Osteuropas gegen die Sowjetunion ausspielen zu wollen.[FN 586]

[ [FN 586]: Meissner, Boris (Hrsg.), Die deutsche Ostpolitik 1961-1970. Kontinuität und Wandel. Dokumentation, Köln 1970, S. 172-175.]

Wenige Tage später erläuterte Kiesinger die Konzeption der Ostpolitik auf dem Wirtschaftstag der CDU: Es gebe keine Rezepte und keinen Fahrplan. Wenn die Bundesrepublik aber in der Defensive verharre, überlasse sie die Lösung der deutschen Frage dem Zufall und dem Willen anderer und isoliere sich hoffnungslos. Kiesinger betonte, daß die Einleitung der Normalisierung der Beziehungen zu den östlichen Nachbarn nicht gegen die Sowjetunion gerichtet sei, und bezeichnete den Versuch als gefährlich, die Völker Osteuropas gegen die Sowjetunion ausspielen zu wollen.
Anmerkungen

Keine Nennung der tatsächlichen Quelle Taschler. Die Referenz auf Meissner ist ganz offenbar fingiert, denn dort finden sich die erwähnten Erläuterungen Kiesingers nicht. Vielmehr sind auf den S. 172-175 bei Meissner "Äußerungen von Bundeskanzler Kiesinger vor der Auslandspresse am 20. Januar 1967 in Bad Godesberg (Auszüge)" wiedergegeben.

Sichter
Hotznplotz

[153.] Mw/Fragment 136 28
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:12 Kybot
Erstellt: 16. November 2011, 10:47 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 28-30
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 113, Zeilen: 01, 07-13, 101-102
Trotz Kiesingers Versicherung, dass sich die neue Ostpolitik nicht gegen die Sowjetunion richte, sah Moskau in der deutschen Ostpolitik wohl eine Gefährdung seines Einflussbereiches. Die Note, welche die Bundesregierung am 28. Januar 1967 aus [Moskau erhielt, war daher eine Abwehrreaktion gegen die flexible Außenpolitik der Bundesregierung.] Am 28. Januar erhielt die Bundesregierung eine Note [...][FN 33]

Trotz der Versicherungen Kiesingers, daß sich die neue Ostpolitik nicht gegen die Sowjetunion richte, fühlte sich Moskau offenbar durch den neuen Kurs bedroht, da Bonn sich mit Rumänien ausgerechnet einen »Renegaten« des Ostblocks ausgesucht hatte, was für andere Staaten des Warschauer Paktes ein gefährliches Beispiel bilden konnte. Die Note war daher eine »Abwehrreaktion gegen die beweglichere Außenpolitik« der Regierung Kiesinger [...].

[FN 33] Vgl. zur Note der sowjetischen Regierung vom 28.1.1967 G. Buchstab, Geheimdiplomatie, 1992, S. 887 und D. Kroegel, 1997, S. 88.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Fortsetzung in Mw/Fragment 137 01.

Sichter
Hotznplotz

[154.] Mw/Fragment 137 01
Bearbeitet: 2012-04-08 12:05:44 Sotho Tal Ker
Erstellt: 16. November 2011, 10:53 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 01-04
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 113, Zeilen: 01-04, 11-14
[Die Note, welche die Bundesregierung am 28. Januar 1967 aus] Moskau erhielt, war daher eine Abwehrreaktion gegen die flexible Außenpolitik der Bundesregierung. In dieser Note, in welcher der Bundesrepublik nationalsozialistische und militaristische Tendenzen vorgeworfen wurden, unterstrich Moskau die Unverrückbarkeit der Grenzen und drohte mit Maßnahmen gegen die deutsche Politik. Am 28. Januar erhielt die Bundesregierung eine Note, in der angebliche nationalsozialistische und militaristische Tendenzen in der Bundesrepublik angeprangert wurden. Die Sowjetunion betonte außerdem mit drohendem Unterton die »Unverrückbarkeit der Grenzen«.[FN 33] [...]

Die Note war daher eine »Abwehrreaktion gegen die beweglichere Außenpolitik« der Regierung Kiesinger und sollte die eigenen Bündnispartner enger an die Sowjetunion binden.[FN 34]

[ [FN 33] Vgl. zur Note der sowjetischen Regierung vom 28.1.1967 G. Buchstab, Geheimdiplomatie, 1992, S. 887 und D. Kroegel, 1997, S. 88.

[FN 34] So G. Buchstab, Geheimdiplomatie, 1992, S. 887f.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 136 28. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[155.] Mw/Fragment 139 03
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:16 Kybot
Erstellt: 1. July 2011, 22:59 (Dr. I. Jones)
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, 178.10.95.125, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 03-26
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 461 f., Zeilen: 15-
Während Kiesinger den Erfolg der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Rumänien zunächst nach innen absichern wollte, beabsichtigte Brandt, die Situation möglichst schnell nach außen zu nutzen. Ein Beispiel für diesen Konflikt waren Brandts Äußerungen am 4. August 1967 in einer Tischrede im rumänischen Mamaia, die Brandt im Beisein des rumänischen Staatspräsidenten Nicolae Ceauşescu gehalten hatte. Hier hatte Brandt den mit dem Kanzler besprochenen Redetext, man müsse bei einer europäischen Friedensordnung von den gegebenen Realitäten ausgehen, explizit auf die DDR ausgeweitet: „Dies gilt auch für die beiden politischen Ordnungen, die gegenwärtig auf deutschem Boden bestehen.“[FN 605] Für weite Teile der CDU/CSU klang Brandts

Erklärung nach einer Anerkennung der DDR. Die CDU/CSU und ihre Presse waren entsetzt und sprachen von einer starken „Beunruhigung“[FN 606] und einer „Ostpolitik mit roten Webfehlern.“[FN 607] Kiesinger, der um den Erhalt der Koalition bangen musste, stellte sich in der Öffentlichkeit vor Außenminister Brandt und sprach von einem gemeinsamen Weg.[FN 608] Um die Aufregung zu dämpfen, führte Kiesinger am 21. August auf einer Pressekonferenz aus: „[...]“[FN 609] Insgeheim aber lud Kiesinger am 22. August 1967 mit einem Brief Brandt zu seinem Urlaubsort Kreßbronn ein, um endlich die Situation zu klären, reinen Tisch zu machen und so bald wie möglich der deutschen Öffentlichkeit zu bestätigen, dass auch die Ostpolitik nach wie vor in Übereinstimmung mit Kiesingers Regierungserklärung bleibe.[FN 610] [Brandt hatte solche Reaktionen vorausgesehen. Am 31. August schrieb er in einem Brief an den rumänischen Außenminister Manescu, dass es in Bezug auf seine Tischrede am 4. August in Mamaia viele falsche Töne in der deutschen Presse und Politik gegeben habe. Dies liege aber in der Natur der Sache, betonte Brandt.[FN 611] Was für Brandt, der sich wegen seiner Ausführungen im rumänischen Mamaia auch vor seiner eigenen Fraktion am 5. September rechtfertigen musste [FN 612], ein „winziger Zusatz“ und ein „Bonner Sturm im Wasserglas“ war [FN 613], sollte sich zunehmend zu einem Kernproblem der Großen Koalition entwickeln.]

Während Kiesinger den Erfolg also zunächst nach innen absichern wollte, beabsichtigte Brandt die Situation möglichst rasch nach außen zu nutzen.

Ein weiteres Beispiel für diesen Konflikt – bei dem es weniger um die Sache, also die ostpolitischen Ziele und ihre operative Ausführung, als um die Strategie ihrer innenpolitischen Mehrheitsbeschaffung und Durchsetzung ging – waren Brandts Äußerungen im rumänischen Mamaia ein knappes halbes Jahr später. Offenbar angeregt durch Ceaucescus Bemerkungen hatte der Bundesaußenminister den mit dem Kanzler abgestimmten Text – man müsse bei einer europäischen Friedensordnung „von den gegebenen Realitäten ausgehen“ – explizit auf die DDR ausgeweitet: „Dies gilt auch für die beiden politischen Ordnungen, die gegenwärtig auf deutschem Boden bestehen.“[EN 19] Unionsfraktion und konservative Presse waren entsetzt und sprachen von „Selbstaufgabe“ und „Ostpolitik mit roten Webfehlern“[EN 20] Kiesinger, der um Koalition und Ostpolitik fürchten musste, stellte sich in der Öffentlichkeit vor seinen Außenminister, sprach vor der Presse von „einem gemeinsamen Weg“[EN 21]; privat aber zitierte er ihn an seinen Urlaubsort Kreßbronn, um endlich „reinen Tisch zu machen und so bald wie möglich der deutschen Öffentlichkeit [zu] bestätigen, daß auch die Ostpolitik nach wie vor in Übereinstimmung mit meiner Regierungserklärung geblieben ist.“[EN 22] Was für Brandt ein „winziger Zusatz“ und ein „Bonner Sturm im Wasserglas“[EN 23] war, sollte sich bald als unaufknüpfbares, einengendes Korsett für die neuen Ostpolitiker auf beiden Seiten der Koalition erweisen.

Anmerkungen

Fundstelle ist im Original über google.books nicht vollständig einsehbar, jedoch in dem Auszug aus Bange 2005, der bei 1 verfügbar ist. FN 605,607,608,610,613 entsprechen im wesentlichen FN 1-5 bzw. Endnoten 19-22 (Buch) in der Fundstelle. FN 606,609,611,612 beziehen sich auf Sachverhalte, die in der Fundstelle nicht angeführt werden. Die teilweise starke Anlehnung an die Fundstelle im Fließtext wird nicht gekennzeichnet.

Sichter
Frangge (Buch vorhanden)

[156.] Mw/Fragment 140 28
Bearbeitet: 2012-04-06 17:59:17 Kybot
Erstellt: 28. November 2011, 12:53 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 28-29
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 152, Zeilen: 06-10
Gegenüber dem kommunistischen, jedoch blockfreien Jugoslawien war die für die osteuropäischen [Staaten entwickelte “Geburtsfehlertheorie“ damit nicht mehr zu rechtfertigen.[FN 617]] Zwar kam es zu Beginn 1968 noch zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Jugoslawien, aber gegenüber dem kommunistischen, jedoch blockfreien Jugoslawien war die für die osteuropäischen Staaten gedachte Geburtsfehlertheorie nicht mehr zu rechtfertigen.
Anmerkungen

keine Angabe der offenbar tatsächlichen Quelle Hacke; Fortsetzung in Fragment 141 01

Sichter
Hotznplotz

[157.] Mw/Fragment 141 01
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:20 Kybot
Erstellt: 28. November 2011, 17:41 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 01
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 152, Zeilen: 06-10
[Gegenüber dem kommunistischen, jedoch blockfreien Jugoslawien war die für die osteuropäischen] Staaten entwickelte “Geburtsfehlertheorie“ damit nicht mehr zu rechtfertigen.[FN 617]


[FN 617]: Noack, Paul, Deutsche Außenpolitik seit 1945, Stuttgart 1972, S. 70.

Zwar kam es zu Beginn 1968 noch zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Jugoslawien, aber gegenüber dem kommunistischen, jedoch blockfreien Jugoslawien war die für die osteuropäischen Staaten gedachte Geburtsfehlertheorie nicht mehr zu rechtfertigen.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 140 28 (s. Anm. dort); FN-Verweis auf Noack 1972, S. 70 dient der Verschleierung.

Sichter
Frangge

[158.] Mw/Fragment 143 01
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:22 Kybot
Erstellt: 3. July 2011, 15:57 (Dr. I. Jones)
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 01-07
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 463, Zeilen:
Dabei sei, so Günter Diehl rückblickend, die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit Belgrad zumindest von deutscher Seite aus gar nicht so einfach gewesen, da sie doch sogar gegen die gedehnteste Interpretation der Hallstein-Doktrin verstoßen habe. Selbst bei einem diplomatischen Durchbruch sei eine gute Presse alles andere als sicher gewesen, schließlich habe der Abbruch der Beziehungen von 1957 indirekt auch als Fehler eingeräumt werden müssen. [FN 635]


[FN 635: Diehl, Günter, Zwischen Politik und Presse. Bonner Erinnerungen 1949-1969, Frankfurt a. M. 1994, S. 421.]

Doch die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen war, zumindest von deutscher Seite aus, gar nicht so einfach, verstieß sie doch sogar gegen die gedehntesten Interpretationen der Hallstein-Doktrin. Selbst bei einem diplomatischen Durchbruch war eine gute Presse alles andere als sicher – schließlich musste der Abbruch der Beziehungen von 1957 „indirekt auch als Fehler eingeräumt werden.“ [EN 29]


[EN 29: S. 491 Günter Diehl, Zwischen Politik und Presse. Bonner Erinnerungen 1949-1969, Frankfurt 1994, S. 421.]

Anmerkungen

Quelle in google.books nur über snippet-view verfügbar, ein Auszug mit der Fundstelle ist aber hier einsehbar: 1. Die Primärquelle findet sich (leider nur mit snippet-view) hier 2. Der Verdacht einer Übernahme samt Quellenangabe liegt hier nahe. Eine verlässliche Einordnung bedarf aber wahrscheinlich der vollständigen Primärquelle. Nachtrag: Verdacht wurde bestätigt, siehe Primärquelle. MW verschleiert den Text aus der Fundstelle und (ver)mischt ihn sogar mit der angegebenen Primärquelle: die kompilierten/plagiierten Stellen der Fundstelle/Sekundärliteratur werden nun (fälschlicherweise) als Primärquelle wiedergegeben: "...da sie doch sogar gegen die gedehnteste Interpretation der Hallstein-Doktrin verstoßen habe. Selbst bei einem diplomatischen Durchbruch sei eine gute Presse alles andere als sicher gewesen,..." Primärquelle: Günter Diehl, Zwischen Politik und Presse. Bonner Erinnerungen 1949-1969, Frankfurt 1994, S. 422: "Wir glaubten zu wissen, daß Tito bereit war, das Verhältnis zu uns wieder zu normalisieren. Die große Schwierigkeit bestand darin, daß wir es gewesen waren, die 1957 die Beziehungen abgebrochen hatten, weil Jugoslawien die DDR anerkannt hatte. Der Abbruch war die spektakulärste Anwendung der Hallstein-Doktrin gewesen und hatte entsprechendes Aufsehen innerhalb und außerhalb Deutschlands verursacht. Die deutsche Seite mußte daher jetzt die Initiative ergreifen und damit indirekt auch einräumen, daß wir einen Fehler gemacht hatten."

Sichter
Frangge (Bücher vorhanden)

[159.] Mw/Fragment 143 08
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:25 Kybot
Erstellt: 9. July 2011, 19:56 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Kilian 2001, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, PlagProf:-), Fiesh, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 08-11
Quelle: Kilian 2001
Seite(n): 343, Zeilen:
Für die Bundesregierung war es seit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien noch schwieriger geworden, den Regierungen anderer Staaten die „halbierte“[FN 636] Hallstein-Doktrin als eine allgemein verbindliche Richtlinie der deutschen Außenpolitik darzustellen.

FN 636: Grewe, Wilhelm G., Rückblenden 1951-1971, Frankfurt a. M. 1979, S. 749.

[...] - für die Bonner Diplomaten war es seit der Wiederaufnahme der Beziehungen zu Jugoslawien noch schwieriger geworden, den Regierungen anderer Staaten die vielfach durchlöcherte oder „halbierte"[FN 104] Hallstein-Doktrin als eine allgemein verbindliche Richtschnur der Bonner Außenpolitik darzustellen.

FN 104: Grewe hatte in einem Exposé für Minister Schröder im November 1965 die Möglichkeit erörtert, die Hallstein-Doktrin zu "halbieren", d.h. sie für Osteuropa aufzugeben, für den Rest der Welt jedoch beizubehalten; er hielt diesen Weg für risikoreich aber letztlich unvermeidbar (vgl. Grewe Rückblenden S. 749). Andere datierten hier das Ende der Hallstein-Doktrin und nannten die Rückkehr nach Belgrad ein "stilles Staatsbegräbnis" für die Doktrin (vgl. die Nachweise bei Potthoff S. 61 und Anm. 94).

Anmerkungen
Sichter
PlagProf:-)

[160.] Mw/Fragment 143 11
Bearbeitet: 2012-04-06 17:59:25 Kybot
Erstellt: 9. July 2011, 20:03 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1971, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, PlagProf:-), Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 11-13
Quelle: Hanrieder 1971
Seite(n): 122, Zeilen: 14-18
Denn nun war es nahezu unmöglich geworden, auf die volle Gültigkeit der Hallstein-Doktrin zu beharren, nachdem zwei deutsche Staaten in Bukarest und Belgrad ebenso wie in Moskau Botschaften unterhielten. Es wäre in der Tat auch schwierig gewesen, auf der vollen Gültigkeit der Hallstein-Doktrin zu bestehen, nachdem zwei deutsche Staaten, die beide für ihr Staatsgebiet und ihre Bevölkerung sprachen, in Bukarest und Belgrad ebenso wie in Moskau voll akkreditiert waren.
Anmerkungen

Eine weitere kleine Grenzüberschreitung. Der Gedanke wird vollständig übernommen, ebenso acht zusammenhängende Wörter aus der Quelle. In Verbindung mit einer Auslassung sind im Zieltext zwölf zusammenhängende Wörter aus dem Quelltext übernommen, ohne die Quelle zu nennen oder das Zitat als solches zu kennzeichen.

Sichter
PlagProf:-)

[161.] Mw/Fragment 144 17
Bearbeitet: 2012-04-06 17:59:27 Kybot
Erstellt: 24. November 2011, 17:41 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 17-22
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 311, Zeilen: 17-25
Jedoch waren diese beiden Länder nicht mit Kambodscha zu vergleichen. Als Reaktion auf die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel im Jahr 1965 hatten sie die Beziehungen zu Bonn abgebrochen mit der Argumentation, diese Aufnahme verstoße gegen arabische Interessen. Beide Länder nahmen damals nicht gleichzeitig diplomatische Beziehungen zur DDR auf. Dies passierte erst im Mai 1969. Am Nachmittag des 14. Mai traf das Kabinett in Bonn zusammen, um über den Fall zu verhandeln. [...] Denn innerhalb von sechs Tagen hatten noch zwei weitere Länder, der Irak und der Sudan, die DDR anerkannt. Allerdings waren diese beiden arabischen Länder nicht mit Kambodscha zu vergleichen. Als Reaktion auf die Anbahnung diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel im Jahre 1965 hatten sie die Beziehungen zu Bonn abgebrochen mit dem Hinweis, die Aufnahme verstoße gegen arabische Interessen. Aber die Araber nahmen damals [...] nicht gleichzeitig die Beziehungen zur DDR auf. Dies geschah erst nach weiteren vier Jahren.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[162.] Mw/Fragment 146 04
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:31 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 14:01 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 04-09, 101-102
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 380, Zeilen: 13-19, 105
Ob man bei der Diskussion um Kambodscha von einer Durchsetzung der CDU-Position mit Hilfe der Richtlinienkompetenz des Kanzlers sprechen kann, wie es Henning Storz getan hat[FN 651], erscheint fraglich. Tatsächlich hatten sich Kiesinger und die CDU/CSU-Führungsspitzen mit ihrer Forderung nach einer kompromisslosen Anwendung der Hallstein-Doktrin nicht durchsetzen können und den erarbeiteten Kompromiss als ein zu großes Zugeständnis bewertet.

[FN 651]: Storz, Henning, Außenpolitik als Gesellschaftspolitik. Die außenpolitische Konzeption der CDU mit besonderer Berücksichtigung der Zeit der Großen Koalition 1966-1969, Berlin 1973, S. 258.

Ob man nun von einer Durchsetzung der Position der CDU mit Hilfe der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers sprechen kann[FN 51], erscheint fraglich. Tatsächlich hatten sich Kiesinger und mit ihm die Kabinettsmitglieder der Unionsparteien mit ihrem Wunsch nach einer kompromißlosen Anwendung der Hallstein-Doktrin nicht durchsetzen können und betrachteten nach Worten Kiesingers den gefundenen Kompromiß als »großes Entgegenkommen«.

[FN 51] Vgl. H. Storz, 1973, S. 258.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz

Sichter
Hotznplotz

[163.] Mw/Fragment 146 19
Bearbeitet: 2012-04-08 12:11:35 Sotho Tal Ker
Erstellt: 2. December 2011, 08:28 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 09-24
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 482, Zeilen: 07-27
Im Kern ging es bei diesem Konflikt um die Entscheidung über eine Grundsatzfrage: Sollte die Bundesregierung den in der Hallstein-Doktrin festgeschriebenen bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch weiter strikt aufrechterhalten, oder sollte sie die Doktrin flexibler auslegen und den zu verzeichnenden Veränderungen in der Weltpolitik anpassen. Nachdem die Bundesregierung im Januar 1967 bereits zu Rumänien diplomatische Beziehungen aufgenommen hatte, obwohl Bukarest parallel zu Bonn auch zur DDR diplomatische Beziehungen unterhielt, und nachdem die Bundesregierung ein Jahr später mit der Wiederaufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien selbst die Modifikation der Doktrin weiter vorangetrieben hatte, hätte die von Kambodscha vollzogene Anerkennung der DDR nicht derartige Aufregung in Bonn hervorrufen müssen, wie sie es daraufhin tat.

Verständlich wird diese politische Erregung um Kambodscha in der Großen Koalition nur, wenn die 1969 deutlich erkennbaren deutschland- und ostpolitischen Differenzen zwischen der CDU/CSU und der SPD berücksichtigt werden und wenn in Rechnung gestellt wird, dass beide Lager sich im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl im September auf Kosten der Gegenseite profilieren wollten.

Im Kern ging es bei diesem Konflikt um die Entscheidung über eine prinzipielle Frage: Sollte die Bundesrepublik den in der Hallstein-Doktrin festgeschriebenen Alleinvertretungsanspruch weiter rigoros aufrechterhalten oder sollte sie die Auslegung der Doktrin flexibler handhaben und den seit 1955 eingetreten Veränderungen in den internationalen Beziehungen anpassen [...]. Nachdem die Große Koalition im Januar 1967 bereits zu Rumänien diplomatische Beziehungen aufgenommen hatte, obwohl Bukarest parallel zu Bonn auch in Ost-Berlin eine Botschaft unterhielt, und nachdem die Bundesregierung ein Jahr später mit der Wiederaufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien selbst die Demontage der Doktrin noch weiter vorangetrieben hatte, hätte die von Kambodscha [...] vollzogene Anerkennung der DDR nicht derartige Turbulenzen in Bonn auslösen müssen, wie sie es in den folgenden Wochen tat. Begreifbar sind die politische Erregung und die Eskalation der Ereignisse nur, wenn man die im Frühjahr 1969 wieder deutlicher hervortretenden deutschlandpolitischen Differenzen zwischen den Unionsparteien und der SPD in die Analyse einbezieht[FN 127] und wenn man in Rechnung stellt, dass beide Lager sich im Vorwahlkampf auf Kosten der Gegenseite profilieren wollten.


[ [FN 127] Vgl. dazu Teil V, Kap. 3.]

Anmerkungen

Übernahme mit leichten Anpassungen; keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[164.] Mw/Fragment 147 103
Bearbeitet: 2014-06-14 10:07:12 WiseWoman
Erstellt: 2. July 2011, 09:49 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Kuratorium Unteilbares Deutschland 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Fiesh, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 103-108
Quelle: Wikipedia Kuratorium Unteilbares Deutschland 2008
Seite(n): Website, Zeilen: -
[FN 654]: Das Kuratorium Unteilbares Deutschland - Ausschuss für Fragen der Wiedervereinigung e. V. war eine 1954 gegründete Organisation in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Ziel, den Gedanken der deutschen Einheit wach zu halten und eine Wiedervereinigung in Freiheit anzustreben - lange Zeit noch einschließlich der ehemaligen deutschen Ostgebiete. Zu den Mitgliedern gehörten führende Personen aus der Politik, der Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Leben. Nach der deutschen Wiedervereinigung löste sich das Kuratorium 1992 auf. Das Kuratorium Unteilbares Deutschland – Ausschuss für Fragen der Wiedervereinigung e.V. war eine 1954 gegründete Organisation in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Ziel, den Gedanken der deutschen Einheit wach zu halten und eine Wiedervereinigung „in Freiheit“ anzustreben – lange Zeit noch einschließlich der seit 1945 von nichtdeutschen Staaten verwalteten ehemaligen Ostgebiete Deutschlands. Nach der Wiedervereinigung löste sich das Kuratorium 1992 auf. [...]

Zu den Mitgliedern gehörten Personen aus der Politik, der Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Leben.

Anmerkungen

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kuratorium_Unteilbares_Deutschland&oldid=54683401 Weitgehend wörtlich übernommene Passage aus einem Wikipedia-Artikel. Die Textstelle weist kein Zitat auf. Selbst wenn der Wikipedia-Eintrag ungekennzeichnet aus einer dritten Quelle übernommen sein sollte, die auch Vorlage für die Textstelle gewesen ist, müsste diese in Betracht der sehr engen Übernahme zitiert werden. Entsprechende Suchanfragen bei google und google.books ergeben allerdings keine Treffer.

Sichter
Jones Hindemith

[165.] Mw/Fragment 148 23
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:39 Kybot
Erstellt: 31. October 2011, 20:26 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 23-26
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 167, Zeilen: 13-16
Indem die Bundesregierung offensiv versuchte, durch ein Klima des Vertrauens

bei den Satellitenstaaten Moskaus die starre Gegnerschaft gegen die Bundesrepublik aufzubrechen, wollte die Bundesregierung auf Moskau einwirken, seinerseits Gesprächsbereitschaft zu zeigen [...].

Indem Bonn versuchte, durch ein Klima des Vertrauens bei den Satelliten Moskaus zumindest dort die starre Gegnerschaft gegen die Bundesrepublik aufzubrechen, wollte man auf Moskau einwirken, seinerseits Gesprächsbereitschaft an den Tag zu legen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[166.] Mw/Fragment 149 03
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:41 Kybot
Erstellt: 31. October 2011, 20:30 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 149, Zeilen: 03-10
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 167, Zeilen: 17-28
Diese deutsche Ostpolitik, der Umweg über die Satellitenstaaten, ist von den Sowjets missgedeutet worden als ein Versuch der Großen Koalition, das sozialistische Lager zu spalten, und als ein Versuch, die Satellitenstaaten zur Unabhängigkeit gegenüber Moskau aufzuhetzen. Eine solche Überbewertung der eigenen Bedeutung und Macht existierte innerhalb der Großen Koalition wohl kaum. Die Große Koalition hoffte jedoch sicherlich, Moskau das Instrument der Kontrolle seines Einflussbereiches durch das Aufrechterhalten der Furcht vor dem bundesdeutschen “Revanchismus und Militarismus“ wegnehmen zu können. Der Umweg über die Satelliten sollte den Schlüssel liefern, der zum Öffnen des Zugangs zu Moskau notwendig war.

Diese Politik ist oft verkannt worden als ein Keil, den Bonn angeblich in das sozialistische Lager treiben wollte, um die Satelliten gleichsam zur Unabhängigkeit gegenüber Moskau aufzustacheln. Eine solche Überschätzung der eigenen Bedeutung gab es vielleicht bei de Gaulle, nicht aber innerhalb der Bundesregierung oder bei einem der Koalitionspartner. Was sich die Bundesregierung jedoch erhoffte, war, Moskau das Instrument der Disziplinierung seiner Gefolgschaft durch das Aufrechterhalten der Furcht vor deutschem „Revanchismus und Militarismus“ aus der Hand schlagen zu können.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[167.] Mw/Fragment 151 14
Bearbeitet: 2012-04-06 17:59:42 Kybot
Erstellt: 14. November 2011, 20:17 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 14-17
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 114, Zeilen:
Während bei der CDU/CSU die Forderungen der Karlsbader Konferenz auf starke Ablehnung stoßen würden, konnten sie bei der SPD möglicherweise früher oder später zumindest abgewogen werden und mit in ihre Überlegungen einbezogen werden. Während bei CDU und CSU die Forderungen auf starke Ablehnung stoßen würden, konnten sie bei der SPD möglicherweise früher oder später zumindest teilweise auf fruchtbaren Boden treffen.
Anmerkungen

15 übereinstimmende Wörter, keine Kennzeichnung als Zitat

Sichter
Bummelchen

[168.] Mw/Fragment 152 15
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:47 Kybot
Erstellt: 14. November 2011, 14:11 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 15-19, 105-106
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 164, Zeilen: 27-31, 108-109
Der CDU/CSU-Fraktionsarbeitskreis für Auswärtige-, Gesamtdeutsche- und Verteidigungsfragen diskutierte am 9. Mai auf einer Sitzung über die Lage nach der Karlsbader Konferenz und kam zu dem Fazit, dass sowohl von Ostberlin wie auch von den anderen Staaten des kommunistischen Blocks vor dem 50. Jahrestag der Oktoberrevolution wohl kein Entgegenkommen zu erwarten sei.[FN 671]


[FN 671]: Kurzprotokoll, S. 1-3, hier S. 1: ACDP, Unterlagen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 08-001-411/2:.

Der Arbeitskreis V beschäftigte sich am 9. Mai mit der Lage nach der Karlsbader Konferenz und kam zu dem Ergebnis, daß vom kommunistischen Block vor dem 50. Jahrestag der Oktoberrevolution wohl kein Entgegenkommen zu erwarten sei.[FN 6]


[FN 6] Vgl. Kurzberichte von den heutigen Arbeitskreissitzungen, 9.5.1967, ACDP, VIII-001- 411/2.

Anmerkungen

mit leichten Modifikationen und Literaturreferenz übernommen

Sichter
Bummelchen

[169.] Mw/Fragment 152 28
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:49 Kybot
Erstellt: 12. December 2011, 22:26 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 28-29
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 095, Zeilen: 31-34
Die Ostpolitik der Großen Koalition drohte innerhalb kürzester Zeit in einer Sackgasse zu landen. Sie habe schon nach wenigen Monaten das Gegenteil ihres Zweckes er- [reicht, so das Urteil von Peter Bender.[FN 674]] Die Ostpolitik der neuen Regierung war innerhalb kürzester Zeit in einer Sackgasse gelandet und hatte schon nach wenigen Monaten „das Gegenteil ihres

Zweckes“ erreicht.[FN 14]

Anmerkungen

Die Übernahme wird dadurch deutlich, dass der erste Satz kein indirektes Bender-Zitat ist (das Wort "Sackgasse" kommt im genannten Zusammenhang nicht vor, vgl. [3]). Fortsetzung in Mw/Fragment_153_01.

Sichter
Frangge

[170.] Mw/Fragment 153 14
Bearbeitet: 2012-04-06 17:59:53 Kybot
Erstellt: 3. July 2011, 16:09 (Dr. I. Jones)
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 14-21
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 462, Zeilen: 19-28
Doch trotz der innen- und außenpolitischen Bedrängnis kann von einem völligen Stillstand der ostpolitischen Initiativen der Großen Koalition und von einer endgültigen Sackgasse nicht gesprochen werden. Durch lange Geheimverhandlungen in der Tschechoslowakei gelang es Bahr im August, wie im nächsten Kapitel gezeigt wird, einen Austausch von Handelsvertretungen zwischen der Bundesrepublik und der Tschechoslowakei zu vereinbaren, und im Januar 1968 folgte die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu Jugoslawien. Trotz dieser doppelten innen- und außenpolitischen Einschnürung kann von einem völligen Stillstand der ostpolitischen Initiative Bonns in den folgenden zwölf Monaten – wie Schönhoven meint – keine Rede sein. Durch monatelange Geheimverhandlungen in der ČSSR, die auch im Kanzleramt einiges Misstrauen auslösten, gelang Bahr im August der Austausch von Handelsvertretungen zwischen Bonn und Prag, und im Januar 1968 folgte gar die Wiederaufnahme offizieller Beziehungen mit Jugoslawien.
Anmerkungen

Quelle in google.books nur über snippet-view verfügbar, ein Auszug mit der Fundstelle ist aber hier einsehbar: 1.

Sichter
Frangge (Buch vorhanden)

[171.] Mw/Fragment 154 01
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:57 Kybot
Erstellt: 30. June 2011, 18:52 (Dr. I. Jones)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schoellgen 2004, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Drhchc, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 01-06
Quelle: Schoellgen 2004
Seite(n): 90, Zeilen: 03-12
[Weder vermochte die Hallstein-Doktrin langfristig die Länder] der Dritten Welt davon abzuhalten, die DDR anzuerkennen, noch konnte die Ulbricht-Doktrin die kommunistischen Staaten für immer daran hindern, diplomatische Beziehungen

zur Bundesrepublik aufzunehmen. Warum gab man diesen für beide Seiten lähmenden und eben insgesamt erfolglosen Weg nicht auf und näherte sich an? Im Hinblick auf die vielen Hürden, die über fast zwei Jahrzehnte hinweg emsig errichtet worden waren, war das viel leichter gesagt als getan.

Weder vermochte die "Hallstein-Doktrin" auf Dauer die Länder der Dritten Welt davon abzuhalten, die DDR anzuerkennen, noch konnte die "Ulbricht-Doktrin" die Staaten der kommunistischen Welt auf alle Zeit daran hindern, diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik aufzunehmen. Was lag näher, als diesen für beide Seiten kostspieligen, politisch lähmenden und eben insgesamt erfolglosen Weg aufzugeben und sich statt dessen aufeinander zuzubewegen? Angesichts der Hürden, die man über fast zwei Jahrzehnte emsig errichtet hatte, war das leichter gesagt als getan.
Anmerkungen

keine Fußnote weit und breit

Sichter
Drhchc Goalgetter

[172.] Mw/Fragment 159 102
Bearbeitet: 2012-04-07 11:01:59 Kybot
Erstellt: 5. November 2011, 19:24 (Dr. I. Jones)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klooß 2005, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 102-107
Quelle: Klooß 2005
Seite(n): 1, Zeilen:
[FN 702]: Um Bürgern und Unternehmen wieder Vertrauen und Zuversicht einzuflößen, griff die Bundesregierung der Großen Koalition auf die Lehren des englischen Wirtschaftswissenschaftlers John Maynard Keynes zurück. Der Ökonom hatte in den 1930er Jahren die These aufgestellt, dass der freie Markt allein

eine Volkswirtschaft mitunter nicht aus einer Konjunkturkrise befreien könne. Stattdessen müsse der Staat für neues Wachstum sorgen, indem er zusätzliches Geld ausgibt. Im nächsten Aufschwung könne er dann die Steuermehreinnahmen zur Schuldentilgung nutzen. [Siehe dazu die Ausführungen in “Der Zeit“ vom 29.12.2005.]

Um Bürgern und Unternehmen wieder Vertrauen und Zuversicht einzuflößen, greift die neue Regierung auf die Lehren des englischen Wirtschaftswissenschaftlers John Maynard Keynes zurück. Der Ökonom hatte in den dreißiger Jahren die These aufgestellt, dass der freie Markt allein eine Volkswirtschaft mitunter nicht aus einer Konjunkturkrise befreien könne. Stattdessen müsse der Staat für neues Wachstum sorgen, indem er zusätzliches Geld ausgibt. Im nächsten Aufschwung könne er dann die Steuermehreinnahmen zur Schuldentilgung nutzen.
Anmerkungen

Fundstelle wird belegt, die fast durchgehend wörtliche Übernahme jedoch bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
Hotznplotz

[173.] Mw/Fragment 159 19
Bearbeitet: 2012-04-06 17:59:58 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 14:48 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 19-27
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 267; 268, Zeilen: 29-32; 01-05
Während der Abgeordnete Pohle auf der CDU/CSU-Fraktionssitzung am 19. Juni ausführte, dass er im innerdeutschen Handel die Möglichkeit sehe, zur Entspannung beizutragen, plädierte der Abgeordnete Blumfeld für eine offensive Nutzung, da man hier der DDR am meisten schaden könne. Das mit jedem Jahr stumpfer gewordene Schwert des Interzonenhandels müsse revitalisiert werden, forderte Blumfeld. Kiesinger zeigte sich skeptisch bezüglich wirtschaftlicher Möglichkeiten, da dies am Souveränitätsanspruch der DDR nichts ändern würde. Barzel teilte diese Ansicht und erklärte, dass die DDR nicht sehr stark auf den Interzonenhandel angewiesen sei und die Waren auch aus [anderen Ländern bekommen könne.[FN 705]] Während der Abgeordnete Pohle im innerdeutschen Handel die Möglichkeit sah, zur Entspannung beizutragen, plädierte Blumenfeld für eine offensive Nutzung, da man hier der DDR am meisten schaden könne. Das mit jedem Jahr stumpfer gewordene Schwert [Seite 268] des Interzonenhandels müsse revitalisiert werden. Kiesinger zeigte sich skeptisch bezüglich wirtschaftlicher Möglichkeiten, da dies am Souveränitätsanspruch der DDR nichts ändern würde. Barzel teilte diese Ansicht und verwies darauf, daß die DDR nicht sehr stark auf den Interzonenhandel angewiesen sei und die Waren auch aus anderen Ländern bekommen könne.
Anmerkungen

Keine Nennung der anscheinend tatsächlichen Quelle Taschler. Fortsetzung in Fragment 160 01.

Sichter
Hotznplotz

[174.] Mw/Fragment 160 01
Bearbeitet: 2012-04-08 12:12:01 Sotho Tal Ker
Erstellt: 14. November 2011, 09:06 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge, KayH
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 01
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 268, Zeilen: 03-05
[Barzel teilte diese Ansicht und erklärte, dass die DDR nicht sehr stark auf den Interzonenhandel angewiesen sei und die Waren auch aus] anderen Ländern bekommen könne.[FN 705]

[ [FN 705]: CDU/CSU-Fraktionssitzung 19.6.1968: ACDP, Protokolle der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Bandsignatur 08-001-1016/2: S. 1-57, hier S. 27-37.]

Barzel teilte diese Ansicht und verwies darauf, daß die DDR nicht sehr stark auf den Interzonenhandel angewiesen sei und die Waren auch aus anderen Ländern bekommen könne.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 159 19.

Sichter
Frangge

[175.] Mw/Fragment 161 16
Bearbeitet: 2012-04-08 12:12:38 Sotho Tal Ker
Erstellt: 12. November 2011, 11:07 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 161, Zeilen: 16-26
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 119, Zeilen: 01-12
Dass eine neu ausgerichtete Handelspolitik allein nicht ausreichte, um die deutsche Wiedervereinigung zu erlangen, war allerdings allen Verantwortlichen klar. Kiesinger führte am 13. Februar 1967 auf einer CDU-Vorstandssitzung aus, dass die Bundesrepublik in ihrer bisherigen Wiedervereinigungspolitik absolut defensiv gewesen sei und auf eine Gelegenheit der Geschichte habe warten müssen. Diese sei aber nicht gekommen, sondern die Bedingungen hätten sich sogar verschlechtert. Die einzige Alternative zum passiven Warten sei daher das Anbahnen eines Weges zur Überwindung des Gegensatzes, um mehr Bewegungsraum zu schaffen. Während die Bundesrepublik auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges den gesamten Westen geschlossen hinter sich gehabt hätte, sei dieser, ob vermeintlich oder tatsächlich, nun vorbei, meinte Kiesinger.[FN 713]

[ [FN 713]: CDU-Vorstandssitzung 13.2.1967: ACDP, Protokolle des CDU-Bundesvorstandes V. WP, Ordner 07-001-016/1: S. 1-100, hier S. 12-13.]

Daß der innerdeutsche Handel allein nicht ausreichte, um die Gräben zwischen der Bundesrepublik und der DDR zu überwinden, mußte allerdings allen Verantwortlichen klar sein. Wie Kiesinger vor der Fraktion ausführte, mußte die Bundesrepublik in ihrer bisherigen Wiedervereinigungspolitik »absolut in der Defensive bleiben« und auf eine Gelegenheit der Geschichte warten. Diese sei aber nicht gekommen, sondern die Bedingungen hätten sich sogar verschlechtert. Die einzige Alternative zum passiven Warten war daher aus Kiesingers Sicht das Anbahnen eines Weges zur Überwindung des Gegensatzes, um mehr Bewegungsraum zu schaffen.[FN 9] Während die Bundesrepublik auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges den gesamten Westen geschlossen hinter sich gehabt habe, sei dieser nun, ob vermeintlich oder tatsächlich, vorbei.

[ [FN 9] Vgl. Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, 17.1.1967, ACDP, VIII-001-1012/1.]

Anmerkungen

Keine Nennung der offenbar tatsächlichen Quelle Taschler. Auffällig ist, dass für die Äußerungen Kiesingers verschiedene Daten und Anlässe genannt werden.

Sichter
Hotznplotz

[176.] Mw/Fragment 163 04
Bearbeitet: 2012-04-08 12:13:08 Sotho Tal Ker
Erstellt: 31. October 2011, 19:29 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 04-13
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 196; 197, Zeilen: 31-37; 01-06
Die sehr rasch aktiv gewordene und von Moskau geführte Propaganda des übrigen Ostblocks gegen die Reformprozesse in der Tschechoslowakei richtete sich zunächst nicht etwa gegen die Prager Reformer, die weiter behaupteten, gute Kommunisten und dem Warschauer Pakt treu zu sein, vielmehr attackierte sie die “Revanchisten“ in Bonn, die sich angeblich bemühten, die Tschechoslowakei von der sozialistischen Gemeinschaft abzuspalten und gegen die Sowjetunion aufzustacheln. Die Bundesregierung durfte also dieser Propaganda keinerlei Nahrung liefern, wenn sie beide Ziele weiter verfolgen wollte: Ein möglichst ungestörter Reformprozess in der Tschechoslowakei zu mehr Freiheit und eine Normalisierung des deutschen Verhältnisses zu den osteuropäischen Staaten. Die sehr bald einsetzende, von Moskau gelenkte Propaganda des übrigen Ostblocks gegen die Entwicklung in der Tschechoslowakei griff zunächst nicht etwa die Reformer in Prag an, die ja lautstark behaupteten, gute Kommunisten und dem Warschauer Pakt treu zu sein. Vielmehr nahm Moskau die „deutschen Revanchisten“ aufs Korn, die sich angeblich bemühten, die CSSR „von der sozialistischen Gemeinschaft loszureißen und gegen die So- [Seite 197] wjetunion aufzustacheln“[FN 16]. Die deutsche Politik durfte also dieser Ostblockpropaganda keinerlei Vorwände liefern, wenn sie beiden Zielen dienen wollte: einer möglichst ungestörten Entwicklung in der Tschechoslowakei zu mehr Freiheit, und einer Verbesserung des Verhältnisses der Bundesrepublik Deutschland zu allen Ostblockstaaten.

[ [FN 16] RADIO MOSKAU vom 16. 4. 1968]

Anmerkungen

keine Quellenangabe vorhanden

Sichter
Jones

[177.] Mw/Fragment 165 102
Bearbeitet: 2012-04-07 11:02:09 Kybot
Erstellt: 5. November 2011, 11:12 (Dr. I. Jones)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Lobmeier 2003, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 101-111
Quelle: Lobmeier 2003
Seite(n): 1, Zeilen:
[FN 722]: Die DDR-Regierung hatte den Einmarsch aktiv unterstützt – durch die Bereitstellung von Eisenbahnzügen für den Truppentransport und durch die verstärkte Grenzsicherung zur Tschechoslowakei. Entgegen der ursprünglichen Planung marschierten aber keine Gefechtstruppen der Nationalen Volksarmee

in das Nachbarland ein. Die für den Einsatz vorgesehene 7. Panzerdivision und die 11. Mot. Schützendivision blieben in ihren Konzentrierungsräumen im Süden der DDR. Nur einige Stabsoffiziere und Fernmeldetruppen, die die Verbindung zwischen dem Leitungsstab der Interventionstruppen und den in Bereitschaft stehenden NVA-Verbänden halten sollten, befanden sich auf dem Territorium der Tschechoslowakei. Gleichwohl hatten sich die Machthaber in der DDR mitschuldig gemacht an der gewaltsamen Unterdrückung der Reformbewegung. Die DDR trug auf Grund ihrer Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung der militärischen Intervention Mitverantwortung an der Verletzung des Völkerrechts und der Souveränität der Tschechoslowakei. [Siehe: Museumszeitung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Nr. 3, Bonn 2003: http://www.museumsmagazin.com/archiv/3-2003/brennpunkt/pragerfruehling.php [Letzter Zugriff: 7.5.2009, 16:00 Uhr] oder Wenzke, Rüdiger, Die Nationale Volksarmee der DDR. Kein Einsatz in Prag. In: Karner, Stefan / Tomilina, Natalja / Tschubarjan, Alexander u. a. (Hrsg.), Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968. Beiträge, Köln u. a. 2008, S. 673-686.]

Die DDR-Regierung hatte den Einmarsch aktiv unterstützt - durch die Bereitstellung von Eisenbahnzügen für den Truppentransport und durch die verstärkte Grenzsicherung zur Tschechoslowakei. Entgegen der ursprünglichen Planung marschierten aber keine Gefechtstruppen der NVA in das Nachbarland ein. Die für den Einsatz vorgesehene 7. Panzerdivision und die 11. Mot. Schützendivision blieben in ihren Konzentrierungsräumen im Süden der DDR. Nur einige Stabsoffiziere und Fernmeldetruppen, die die Verbindung zwischen dem Leitungsstab der Interventionstruppen und den in Bereitschaft stehenden NVA-Verbänden halten sollten, befanden sich auf dem Territorium der CSSR. Gleichwohl hatten sich die Machthaber in der DDR mitschuldig gemacht an der gewaltsamen Unterdrückung der Reformbewegung. Sie trug aufgrund ihrer Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung der militärischen Intervention Mitverantwortung an der Verletzung des Völkerrechts und der Souveränität der CSSR.
Anmerkungen

Fundstelle wird belegt, allerdings bleibt die weitgehend wörtliche Übernahme ungekennzeichnet. Letztere wird durch Angabe einer weiteren Quelle eher noch verschleiert.

Sichter
Hotznplotz

[178.] Mw/Fragment 165 17
Bearbeitet: 2012-04-07 11:02:11 Kybot
Erstellt: 30. June 2011, 11:34 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Lehmann 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 17-19
Quelle: Lehmann 1984
Seite(n): 155, Zeilen:
Im August 1968 ging es Moskau vorrangig um die Konsolidierung seines Machtbereichs, und dazu benötigte es nicht Entspannung, sondern Konfrontation mit Bonn als Gegengewicht. 1968 ging es Moskau vorrangig um die Konsolidierung seines Machtbereiches, und dazu benötigte es nicht Entspannung, sondern Konfrontation mit Bonn als „Bösewicht". [Hervorhebungen im Original]
Anmerkungen
Sichter
Jones

[179.] Mw/Fragment 171 08
Bearbeitet: 2012-04-06 18:00:11 Kybot
Erstellt: 30. June 2011, 11:09 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, PlagProf:-), Dr. I. Jones, Fiesh, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 171, Zeilen: 8-13
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 195, Zeilen:
Die militärische Niederschlagung des Prager Frühlings durch Truppen des Warschauer Paktes unter sowjetischer Führung hatte in der Bundesrepublik Enttäuschung und Resignation ausgelöst. Bonns flexiblere Ostpolitik, die bis zum August 1968 als angemessen bewertet worden war, hatte nun offenbar ihre Berechtigung eingebüßt. Die Kreise, die von Beginn an den neuen Kurs der Bundesregierung als unrealistisch abgelehnt hatten, fühlten sich nun bestätigt. Für Bonn bestand die Bedeutung der sowjetischen Invasion weniger in ihrer direkten Wirkung auf die Frage der deutschen Einheit - die Aussichten waren bereits vor August 1968 nicht günstig gewesen - als in dem Gefühl der Enttäuschung und Resignation, das sie in der Bundesrepublik auslöste. Bonns flexiblere Ostpolitik, die bis zum Sommer 1968 als vernünftig und gemäßigt erschienen war, hatte jetzt offenbar ihren Sinn verloren und jenen Stimmen in der Bundesrepublik neuen politischen Auftrieb gegeben, die von Anfang an den veränderten Kurs der Bonner Diplomatie als unrealistisch abgelehnt hatten.
Anmerkungen

Wäre die Quelle in einer Fußnote benannt worden, hätte man das gerade noch als zulässige Paraphrase werten können. Da die Quelle aber nirgends in der Arbeit genannt wird, handelt es sich um ein Plagiat.

Sichter
PlagProf:-)

[180.] Mw/Fragment 171 18
Bearbeitet: 2012-04-07 11:02:15 Kybot
Erstellt: 31. July 2011, 12:41 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 171, Zeilen: 18-30
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 195, Zeilen:
Trotzdem war die Ostpolitik der Bundesregierung nicht unbedacht gewesen. Ihre Intention, zu Osteuropa verstärkte Kontakte für eine künftige Lösung der deutschen Frage einzuleiten oder wenigstens die Reputation Deutschlands in Osteuropa wieder herzustellen, war sowohl politisch als auch moralisch sehr begrüßenswert. Es hätten kaum andere Optionen existiert, wenn die Bundesregierung nicht mehr in einer starren Rolle in der dynamischen Weltpolitik der 1960er Jahre verharren wollte. Obwohl die Bundesregierung betonte, dass sie ihre Politik der Verständigung mit dem Ostblock weiterführen wolle, erschien ein Einlenken auf sowjetische Forderungen in der deutschen Frage aber sinnlos, da Moskau nun scheinbar jegliche Liberalisierungstendenzen in Osteuropa mit militärischen Mitteln unterbinden wollte. Obgleich die Sowjetunion eine bilaterale Entspannung mit den USA nicht ablehnte, gestand sie ihrem Einflussbereich eine eigene Koexistenzpolitik mit den Westen nicht zu. Es waren also gerade die Erfolge der Bonner Ostpolitik in Bukarest, Prag und Belgrad, die im [größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Ostpolitik führten.] Dies lag nicht daran, daß die Politik der "Öffnung nach Osten" fehlgeleitet gewesen wäre. Die Absicht der Großen Koalition, zu Osteuropa verstärkte Kontakte für eine künftige Lösung der deutschen Frage zu schaffen oder wenigstens die Rehabilitierung Deutschlands in Osteuropa einzuleiten, war sowohl moralisch wie politisch verdienstvoll. Es hatten kaum sinnvolle politische Alternativen bestanden, wollte die Bundesrepublik nicht in wachsendem Maß zu einer überholten, statischen Rolle in der dynamischen Ost-West-Diplomatie der sechziger Jahre verurteilt bleiben. Dennoch hatte sich mit der Invasion die Situation für die Bonner Regierung verschlechtert. Obwohl die Große Koalition betonte, daß sie ihre Politik der Verständigung mit dem Ostblock fortzuführen gedachte, erschien ein Eingehen auf sowjetische Forderungen in der deutschen Frage hoffnungslos, wo nun offensichtlich die Sowjetunion weiterhin Liberalisierungstendenzen in Osteuropa mit Waffengewalt zum Scheitern verurteilt hatte.

Es bestand ein indirekter aber wesentlicher Zusammenhang zwischen der flexibleren Ostpolitik der Großen Koalition und den Ereignissen vom August 1968. Obgleich die Sowjetunion nichts gegen eine bilaterale Entspannung mit den Vereinigten Staaten einzuwenden hatte, wollte sie doch ihre Verbündeten von einer eigenständigen Koexistenzpolitik mit westlichen Staaten abhalten. Eine polyzentrische Entspannung hätte möglicherweise die bipolaren Grundlagen zu einem sowjetisch-amerikanischen Übereinkommen gestört, da sie die klare Abgrenzung zwischen den jeweiligen Interessensphären in Europa verwischt hätte. Es waren also gerade die bescheidenen Erfolge der Bonner Ostpolitik - in Bukarest, Belgrad und ansatzweise auch in Budapest und Prag -, die dazu beitrugen, eine Kette von Ereignissen auszulösen, die im größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Diplomatie führten:

Anmerkungen

Weitere Übernahmen vor und nach dieser Fundstelle, vgl. Mw/Fragment 171 08, Mw/Fragment 172 01. Fließende Übergänge zwischen Paraphrase und wörtlicher Übernahme mit Auslassungen.

Sichter
Hood

[181.] Mw/Fragment 172 01
Bearbeitet: 2012-04-06 18:00:15 Kybot
Erstellt: 31. July 2011, 13:01 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 172, Zeilen: 1-13
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 195 f., Zeilen:
[Es waren also gerade die Erfolge der Bonner Ostpolitik in Bukarest, Prag und Belgrad, die im] größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Ostpolitik führten. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik war zu einer Streitfrage geworden, die das sozialistische Lager spaltete. Moskau hätte sehr wahrscheinlich weiterhin, wenn auch widerstrebend, engere wirtschaftliche und politische Kontakte zwischen der Bundesrepublik und der Tschechoslowakei zugelassen, wenn nicht die tschechoslowakischen Liberalisierungsbemühungen ab dem Frühling 1968 den sozialistischen Zusammenhalt gefährdet hätten. Eine Umwandlung der innen- und gesellschaftspolitischen Ordnung der Tschechoslowakei hätte zu einer Neuorientierung in der Außenpolitik Prags führen können, eine mögliche Gefahr für den Zusammenhalt des sowjetischen Imperiums, welche die Sowjetunion offenkundig gar nicht erst aufkeimen lassen wollte. In dem Maße, in dem Bonns flexible Ostpolitik auf die Reformprozesse in der Tschechoslowakei einwirkte, richtete sich Moskaus militärischer Schlag gegen die Tschechoslowakei zugleich auch gegen die Bonner Ostpolitik. Es waren also gerade die bescheidenen Erfolge der Bonner Ostpolitik - in Bukarest, Belgrad und ansatzweise auch in Budapest und Prag -, die dazu beitrugen, eine Kette von Ereignissen auszulösen, die im größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Diplomatie führten: die Aufnahme engerer diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik war zu einer Streitfrage geworden, die den Ostblock spaltete. Moskau hätte vermutlich weiterhin, wenn auch widerwillig, engere wirtschaftliche und politische Kontakte zwischen Bonn und Prag geduldet, wenn nicht die tschechoslowakischen Liberalisierungsbemühungen um die Mitte des Jahres 1968 die Macht der kommunistischen Partei gefährdet hätten. Eine drastische Umgestaltung der innen- und gesellschaftspolitischen Ordnung der Tschechoslowakei hätte zu einem gleichermaßen beunruhigenden Wandel der Außenpolitik Prags führen können, ein Risiko, auf das sich die Sowjetunion offenkundig nicht einlassen wollte. In dem Maß, in dem Bonns Ostpolitik zu dieser Entwicklung beitrug, richtete sich Moskaus Schlag gegen die Tschechoslowakei zugleich auf die Bonner Ostpolitik.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 171 18

Sichter
Hood

[182.] Mw/Fragment 172 20
Bearbeitet: 2012-04-07 11:02:19 Kybot
Erstellt: 9. December 2011, 22:28 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 172, Zeilen: 20-28
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 402, Zeilen: 01-13
Welche konkreten Schlussfolgerungen aus der neuen Situation zu ziehen waren, blieb nach der sowjetischen Intervention in der Tschechoslowakei zunächst unklar. Die Prioritäten der deutschen Ostpolitik mussten neu überlegt werden. Die Strategie, die Sowjetunion durch eine ostpolitische Offensive in Osteuropa in ihrem eigenen Lager zu umgehen, indem die Bundesregierung mit möglichst vielen osteuropäischen Staaten eigene Abkommen vereinbarte, war jedenfalls nicht aufgegangen. Eine Auflockerung des Ostblocks von außen verhinderte fortan die Breschnew-Doktrin, die eine nur begrenzte Souveränität der sozialistischen Staaten postulierte und jedem Abweichler mit den selben Sanktionen drohte, wie sie die Reformer in Prag erdulden mussten. Welche konkreten Schlussfolgerungen aus der neuen Lage zu ziehen waren, blieb in den ersten Wochen nach dem Schock der Intervention jedoch völlig unklar. Beispielsweise musste man die Prioritäten der bundesrepublikanischen Ost- und Deutschlandpolitik neu überdenken [...]. Die Strategie, die Sowjetunion durch eine multilaterale Entspannungsoffensive in Osteuropa in ihrem eigenen Lager zu umgehen, indem man mit möglichst vielen osteuropäischen Staaten eigene Abkommen schloss, war jedenfalls endgültig gescheitert. Eine nationale Auflockerung des Ostblocks von außen verhinderte fortan die Breschnew- Doktrin, die eine nur begrenzte Souveränität der sozialistischen Staaten postulierte und jedem Abweichler mit denselben Sanktionen drohte, wie sie die

Prager Reformkommunisten hatten hinnehmen müssen.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[183.] Mw/Fragment 176 04
Bearbeitet: 2012-04-07 11:02:21 Kybot
Erstellt: 2. December 2011, 09:11 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 04-20, 103-104
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 401, Zeilen: 07-18, 108-118
Brandt charakterisierte am 27. August 1968 auf einer Sitzung des SPD-Parteirates die Krise in der Tschechoslowakei als eines der folgenschwersten Ereignisse seit dem Zweiten Weltkrieg. Er warnte aber davor, die sowjetische Politik nur mit dem Begriff „Restalinisierung“ erklären zu wollen, um mit einer solchen „Simplifizierung und Primitivierung“ den Kalten Krieg wieder zu beleben. Es existiere keine Alternative zur Entspannungspolitik, die aber keine „Einbahnstraße“ oder „Autobahn“ sei, sondern ein

widerspruchsvoller Prozess und ein Weg, auf dem es Rückschläge gebe. Seine Rede beendete Brandt mit den Forderungen, außenpolitische Kontroversen mit der CDU/CSU zu vermeiden, und wo immer es gehe, die Identität dessen, was Kanzler, Außenminister, CDU- und SPD-Vorsitzender zusammen tragen könnten, herauszustellen.[FN 776] Auch Schmidt war besorgt. Er schrieb am 28. August in einem Brief an die Journalistin Marion Gräfin Dönhoff, dass bisher die Koalition und die Regierung in Bonn in erstaunlicher Weise in ihrer Reaktion eine gemeinsame Bandbreite nicht verlassen hätten. Ob das so bleiben werde, sei trotz aller Mühe, der sich manche unterzögen, darunter auch er selbst, noch nicht abzusehen. Kiesinger bräuchte erkennbar all seine Beredsamkeit, um den rechten Flügel der CDU/CSU an „erratischen Ausbrüchen“ zu hindern.[FN 777]

[FN 776]: SPD-Parteiratssitzung 27.8.1968: AdsD, Protokolle des SPD-Parteirates V. WP: S. 1-5, hier S. 3.

[FN 777]: Schmidt an Dönhoff 28.8.1968, S. 1-2, hier S. 2: AdsD, Depositum Helmut Schmidt, Ordner 5358.

Brandt charakterisierte die Krise in der CSSR vor dem Parteivorstand

der SPD als „eines der folgenschwersten Ereignisse“ seit dem Zweiten Weltkrieg, warnte aber davor, die sowjetische Politik nur mit dem Begriff „Restalinisierung“ erfassen zu wollen, um mit einer derartigen „Simplifizierung und Primitivierung“ den Kalten Krieg wieder zu beleben. Aus seiner Sicht gab es keine Alternative zur Entspannungspolitik, die jedoch keine „Einbahnstraße“ oder „Autobahn“ sei, sondern ein „widerspruchsvoller Prozess und ein Weg, auf dem es Rückschläge gibt“. Seine Rede beendete er mit der Forderung, die außenpolitischen Kontroversen mit der CDU/CSU „auf das absolute Mindestmaß“ zu reduzieren und „wo immer es geht, die Identität dessen, was Bundeskanzler und Außenminister, CDU-Vorsitzender, SPD-Vorsitzender, zusammen tragen können, herauszustellen“.[FN 169]

[FN 169] So Brandt in einer längeren Rede vor dem Parteivorstand am 27. August 1968, die wörtlich aufgezeichnet wurde. AdsD, SPD-Parteivorstand, Box 29. [...] Schmidt beurteilte die Lage ähnlich, zeigte sich aber über die internationale und nationale Lage sehr besorgt. In einem Brief an Gräfin Dönhoff schrieb er am 28. August 1968: „Bisher haben Koalition und Regierung hier in Bonn in erstaunlicher Weise in ihrer Reaktion eine gemeinsame Bandbreite nicht verlassen. Ob das so bleiben wird, ist — trotz aller Mühe, der sich manche, darunter auch ich, unterziehen — noch nicht abzusehen“. Kiesinger brauche „erkennbar all seine Beredsamkeit, um seinen eigenen rechten Flügel und die CSU an erratischen Ausbrüchen zu hindern.“ AdsD, Depositum Helmut Schmidt, Allgemeine Korrespondenz, Mappe 5358. [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt (ergänzter) Quellenangaben

Sichter
Frangge

[184.] Mw/Fragment 179 15
Bearbeitet: 2012-06-10 11:17:35 Hindemith
Erstellt: 7. December 2011, 19:16 (Hotznplotz)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 15-28, 109-110
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 408, Zeilen: 06-23, 101-102
Brandt führte im Februar 1969 in seinem Aufsatz mit dem Titel “Plädoyer für die Vernunft. Deutsche Außenpolitik nach dem 21. August“ aus, dass die Besetzung der Tschechoslowakei in der politischen Landschaft Europas wie ein Erdbeben gewirkt und tiefe Spalten und Risse hinterlassen habe. Dennoch sei die europäische Landschaft in ihren Grundstrukturen die gleiche geblieben. Europa lebe weiterhin in einer Zeit des Übergangs, der sich in einer widersprüchlichen Form vollziehe, aber die Menschen in Ost und West letztlich doch einander näher bringen werde. Denn die Sowjetunion wünsche

wegen ihrer eigenen Interessen nicht nur Konfrontation, sondern auch Kommunikation. Die Industriegesellschaften, auch die des kommunistischen Typs, bräuchten Kommunikation zumal auf wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Gebiet. Das Verlangen nach geistiger Freiheit und menschlicher Würde breche immer wieder durch. Die Identifikation nationaler Interessen verbinde sich mit der Hoffnung auf mehr europäische Gemeinsamkeit. Das alles werde den Beteiligten in Ost und West noch viel zu denken und zu entscheiden geben, schrieb Brandt.[FN 793]

[FN 793]: Brandt, Willy, Plädoyer für die Vernunft. Deutsche Außenpolitik nach dem 21. August. In: Der Monat, Heft 245, Februar 1969, S. 20-26, hier S. 23.

In einem Rückblick auf das Jahr 1968 und einem Ausblick auf die kommende

Zeit hatte Brandt bereits im Februar 1969 betont, die Besetzung der CSSR habe in der politischen Landschaft Europas „wie ein Erdbeben gewirkt“ und „tiefe Spalten und Risse“ hinterlassen. Dennoch sei die europäische Landschaft in ihren Grundstrukturen die gleiche geblieben. Europa lebe weiterhin „in einer Zeit des Übergangs, der sich „in der Form eines widerspruchsvollen Prozesses“ vollziehe, aber „die Menschen in Ost und West letztlich doch einander näher“ bringen werde. Diese außenpolitische Prognose, die Brandt mit dem Titel „Plädoyer für die Vernunft“[FN 185] überschrieb, begründete er mit folgenden Sätzen: „Die Sowjetunion wünscht ihrer eigenen Interessen wegen nicht nur Konfrontation, sondern auch Kommunikation. Die Industriegesellschaften, auch die des kommunistischen Typs, brauchen Kommunikation, zumal auf wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Gebiet. Das Verlangen nach geistiger Freiheit und menschlicher Würde bricht immer wieder durch. Die Identifikation nationaler Interessen verbindet sich mit der Hoffnung auf mehr europäische Gemeinsamkeit. Das alles wird den Beteiligten in Ost und West, vor allem im Osten, noch viel zu denken und zu entscheiden geben.“

[FN 185] Willy Brandt, Plädoyer für die Vernunft. Deutsche Außenpolitik nach dem 21. August, in: Der Monat, Jg. 21, Heft 245, Februar 1969, S. 20-26.

Anmerkungen

Der Verf. gibt genau dieselben Gedanken aus Brandts Artikel wieder wie Schönhoven. Darüber hinaus finden sich diese nicht, wie der Verf. angibt, auf S. 23 (dort finden sich lediglich die letzten beiden Sätze), sondern auf den S. 20, 22 und 23. Der Verdacht liegt daher nahe, dass Brandts Artikel Mw gar nicht vorgelegen und er einfach irgendeine Seitenzahl zwischen 20 und 26 genannt hat. Vgl. ferner Brandts (1969) Originalformulierung: "Jedenfalls hat die Besetzung der uns benachbarten CSSR in der politischen Landschaft Europas wie ein Erdbeben gewirkt. Es hinterließ tiefe Spalten und Risse, und so manche Brücke stürzte ein oder erwies sich als nicht mehr tragfähig; aber in ihren Grundstrukturen blieb die Landschaft die gleiche." Mw "schöpft" nachweislich "seine" Zusammenfassung der Primärquelle aus Schönhoven (2004).

Sichter
Frangge

[185.] Mw/Fragment 180 26
Bearbeitet: 2012-04-06 18:00:25 Kybot
Erstellt: 31. October 2011, 15:41 (Frangge)
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 26-29
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 181, Zeilen: 21-27
Erst Anfang 1969 mehrten sich die Anzeichen, dass Moskau versuchte, mit Bonn wieder ins Gespräch zu kommen. Der Kreml, interessiert an Erdgaslieferungen in die Bundesrepublik, bot Gespräche über ein Handelsabkommen an und erklärte sich zur Wiederaufnahme der zeitweilig unterbrochenen Verhandlungen über eine Lufthansa-[Fluglinie nach Moskau bereit.[FN 796]] Doch ab dem Frühsommer 1969 mehrten sich die Anzeichen, daß man in Moskau versuchte, mit Bonn wieder in ein Gespräch zu kommen. Die Sowjetunion, interessiert an Erdgaslieferungen in die Bundesrepublik, bot Gespräche über ein Handelsabkommen an und erklärte sich zur Wiederaufnahme der zeitweilig unterbrochenen Verhandlungen über eine Fluglinie der Lufthansa nach Moskau bereit.
Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 181 01 (siehe Anm. dort)

Sichter
Hotznplotz