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308 verwaiste Fragmente

[1.] Mw/Fragment 153 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 13. December 2011, 08:51 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel, Schönhoven 2004, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 01, 101
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 095, Zeilen: 31-34; 102-103
[Sie habe schon nach wenigen Monaten das Gegenteil ihres Zweckes er-] reicht, so das Urteil von Peter Bender.[FN 674]

[FN 674]: Bender, Peter, Neue Ostpolitik. Vom Mauerbau bis zum Moskauer Vertrag, München 1989<sup>2</sup>, S. 141.

Die Ostpolitik der neuen Regierung war innerhalb kürzester Zeit in einer Sackgasse gelandet und hatte schon nach wenigen Monaten „das Gegenteil ihres Zweckes“ erreicht.[FN 14]

[FN 14] So Peter Bender, Neue Ostpolitik. Vom Mauerbau bis zum Moskauer Vertrag, München 1986, S. 141. [...]

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_152_28; Übernahme mit aktualisierter Literaturreferenz Bender 1986, S. 141: "Die Ostpolitik der großen Koalition hatte, bevor sie recht begann, das Gegenteil ihres Zwecks erreicht."

Sichter
Frangge

[2.] Mw/Fragment 152 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 12. December 2011, 22:26 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 28-29
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 095, Zeilen: 31-34
Die Ostpolitik der Großen Koalition drohte innerhalb kürzester Zeit in einer Sackgasse zu landen. Sie habe schon nach wenigen Monaten das Gegenteil ihres Zweckes er- [reicht, so das Urteil von Peter Bender.[FN 674]] Die Ostpolitik der neuen Regierung war innerhalb kürzester Zeit in einer Sackgasse gelandet und hatte schon nach wenigen Monaten „das Gegenteil ihres

Zweckes“ erreicht.[FN 14]

Anmerkungen

Die Übernahme wird dadurch deutlich, dass der erste Satz kein indirektes Bender-Zitat ist (das Wort "Sackgasse" kommt im genannten Zusammenhang nicht vor, vgl. [1]). Fortsetzung in Mw/Fragment_153_01.

Sichter
Frangge

[3.] Mw/Fragment 153 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 12. December 2011, 22:20 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel, Schönhoven 2004, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 04-08, 103-104
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 095; 096, Zeilen: 103-106; 101-102
Manfred Görtemaker meint, dass die Große Koalition mit der übereilten Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Rumänien ohne vorherige gründliche Konsultationen in Moskau, Warschau und Ostberlin nicht eine Auflockerung, sondern eine Abriegelung des Ostblocks bewirkt habe, wobei die DDR nicht isoliert, sondern integriert worden sei.[FN 676]

[FN 676]: Görtemaker, Manfred, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der Gründung bis zur Gegenwart, (Taschenbuchausgabe), Frankfurt a. M. 2004, S. 76.

[FN 14] [...] Ähnlich urteilt auch Manfred Görtemaker, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der Gründung bis zur Gegenwart, München 1999, S. 465: Die Große Koalition habe „mit der übereilten Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Rumänien ohne vorherige gründliche Konsultationen in Moskau, Warschau [Seite 96] und Ost-Berlin ... nicht eine Auflockerung, sondern die Abriegelung des Ostblocks bewirkt, in dem die DDR dadurch „nicht isoliert, sondern integriert“ worden sei.
Anmerkungen

Die Seitenangabe des Verf. bzgl. Görtemaker ist ganz offenbar frei erfunden: auf der genannten Seite findet sich ein ganzseitiges Faksimile eines Filmplakats mit Hildegard Knef.

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[4.] Mw/Fragment 258 09 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:02 (Kybot)
Erstellt: 12. December 2011, 19:39 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 258, Zeilen: 07-10
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 026, Zeilen: 19-23
Die CDU wollte ihre in der Adenauer-Ära geformten außen-, bündnis- und deutschlandpolitischen Generallinien nicht preisgeben und ließ nur über geringe Kurskorrekturen mit sich reden. Auf der internationalen Bühne wollten die beiden Unionsparteien ihre in der Adenauer-Ära geformten außen-, bündnis- und deutschlandpolitischen Prinzipien und Rechtspositionen nicht preisgeben und ließen nur über geringe Kurskorrekturen mit sich reden.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[5.] Mw/Fragment 188 10 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:00 (Kybot)
Erstellt: 12. December 2011, 19:19 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 188, Zeilen: 10-12
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 387; 388, Zeilen: 19-20; 01-03
Der Kreml war verärgert über die lange Dauer der in der Bundesrepublik geführten politischen Diskussionen, bei denen die Moskauer Forderungen immer wieder als negative Verhandlungsbasis dargestellt worden waren. Im Kreml war man ganz offenkundig verstimmt über die lange Dauer [...] der [Seite 388] in der Bundesrepublik geführten politischen Diskussionen, bei denen der Moskauer Maximalkatalog immer wieder als ungeeignete Verhandlungsbasis bezeichnet worden war.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

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Frangge

[6.] Mw/Fragment 110 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:00 (Kybot)
Erstellt: 12. December 2011, 14:52 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 05-12, 103-106
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 127; 128, Zeilen: 13-19, 123-125; 01-03
Nach langen Beratungen im Kabinett einigte man sich schließlich Anfang Juni 1967 darauf, einen Antwortbrief des Kanzlers an Ostberlin zu senden. Doch dieses mühsam errungene Einvernehmen stand schon wieder auf der Kippe, als Kiesinger am 5. Juni auf einer CDU-Präsidiumssitzung auf Widerstand stieß und den Anwesenden versprach, dass er eine endgültige Entscheidung um mindestens einige Tage zurückstellen werde.[FN 472] Kiesinger hoffte nun sicherlich darauf, dass der am 5. Juni entfachte Krieg zwischen Israel und Ägypten die öffentliche Aufmerksamkeit von Bonn ablenken und ihm eine weitere Bedenkzeit erlauben würde.

[FN 472]: CDU-Präsidiumssitzung 5.6.1967: ACDP, Protokolle des CDU-Präsidiums V. WP, Ordner 07-001-1402: S. 1-3, hier S. 2. Kiesinger befürwortete in dieser Diskussion auf der CDU-Präsidiumssitzung eine Beantwortung durch einen kurzen Brief, während Schröder und Barzel einen Antwortbrief ablehnten (S. 2).

Nach [...] stundenlangen Beratungen im Kabinett einigte man sich schließlich in den ersten Junitagen darauf, einen Antwortbrief des Kanzlers nach Ost-Berlin zu senden.[FN 101] Doch dieser mühsam erzielte Konsens stand schon wieder in Frage, als Kiesinger im Präsidium der CDU auf eine breite Opposition stieß und seinen Parteifreunden zusagte, er werde seine „endgültige Entscheidung um mindestens einige Tage zurückstellen“.[FN 102] Der Kanzler vertraute nun dar- [Seite 128] auf, dass die am 5. Juni zum Krieg zwischen Israel und Ägypten eskalierte Nahost-Krise die öffentliche Aufmerksamkeit von der Bonner Bühne ablenken und ihm eine nochmalige Bedenkzeit verschaffen würde.

[FN 102] Protokoll der Sitzung des CDU-Präsidiums vom 5. Juni 1967. ACDP, VII-001-332/1. Kiesinger neigte in der Diskussion „zu einer Beantwortung durch einen kurzen Brief“, während Schröder [...] und Barzel von einem Antwortbrief abrieten. [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt (modifizierter) Quellenreferenz

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Frangge

[7.] Mw/Fragment 062 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:54 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 12. December 2011, 14:23 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 062, Zeilen: 01-08
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 035; 036, Zeilen: 28-33; 01-07
[Daher war es nicht erstaunlich,] dass die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD von vielen Beobachtern als ein von Beginn an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen bewertet wurde. Diese Kritiker vernachlässigten jedoch die Tatsache, dass seit Anfang der 1960er Jahre eine behutsame Annäherung zwischen den beiden Parteien zu verzeichnen war, wobei einzelne Führungspolitiker der CDU/CSU und der SPD die ersten persönlichen Kontakte knüpften.[FN 259] Ohne diese Grundlage wäre es Ende 1966 sicherlich nicht zu einer so raschen Bildung der Großen Koalition gekommen, gegen die es sowohl in der CDU/CSU wie auch in der SPD zahlreiche Bedenken gab [...].

[ [FN 259] Bouvier, Beatrix, Zwischen Godesberg und Großer Koalition. Der Weg der SPD in die Regierungsverantwortung: Außen-, sicherheits- und deutschlandpolitische Umorientierung und gesellschaftliche Öffnung der SPD 1960-1966, Bonn 1990, S. 46.]

Viele Zeitgenossen beurteilten schon deshalb die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD als ein von Anfang an aussichtsloses Unternehmen, dem programmatisch wie politisch ein tragfähiges gemeinsames Fundament fehle. Die so urteilenden Skeptiker und Kritiker übersahen oder verdrängten jedoch, dass es spätestens seit dem Beginn der sechziger Jahre zu einer vorsichtigen Annäherung zwischen den beiden Parteilagern gekommen war, [Seite 36] wobei bei den Christ- wie bei den Sozialdemokraten einzelne Spitzenpolitiker die ersten persönlichen Kontakte knüpften [...].

Ohne diese Vorgeschichte wäre es [...] im Herbst 1966 sicherlich nicht zu einem so schnellen Abschluss der Großen Koalition gekommen, gegen die es bei den Sozialdemokraten wie in den Unionsparteien viele Bedenken gab.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_061_22; keine Nennung der tatsächlichen Quelle

Sichter
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[8.] Mw/Fragment 061 22 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:53 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 12. December 2011, 14:08 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 061, Zeilen: 19-22
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 035, Zeilen: 24-29
Auch endete mit der Bildung der Großen Koalition [...] eine parlamentarische Konstellation, in der sich die CDU/CSU und die SPD auf der Bundesebene als politische Konkurrenten gegenübergestanden und sich zeitweise massiv bekämpft hatten.[FN 258] Daher war es nicht erstaunlich, [dass die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD von vielen Beobachtern als ein von Beginn an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen bewertet wurde.]

[ [FN 258]: Klotzbach, Kurt, Der Weg zur Staatspartei. Programmatik, praktische Politik und Organisation der deutschen Sozialdemokratie 1945-1965, (unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1982), Bonn 1996, S. 495.]

Mit der Bildung der Großen Koalition endete [...] eine parlamentarische Konstellation, in der sich die Unionsparteien und die Sozialdemokratie auf der Bundesebene in Bonn als politische Konkurrenten gegenübergestanden waren und sich zeitweise erbittert bekämpft hatten. Viele Zeitgenossen beurteilten schon deshalb die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD als ein von Anfang an aussichtsloses Unternehmen [...].
Anmerkungen

Fortsetzung in Mw/Fragment 062_01 FN 258 verweist auf Klotzbach, S. 495. Dort findet sich (nur) folgende Kapitelüberschrift: „4. Kapitel Die Sozialdemokratie der führen sechziger Jahre – nicht mehr die große Alternative, sondern die „bessere Partei““ (Klotzbach 1982)

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Frangge

[9.] Mw/Fragment 310 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:05 (Kybot)
Erstellt: 12. December 2011, 11:19 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 310, Zeilen: 16-19
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 696, Zeilen: 08-11
Für die Strategie der SPD, die mit ihrer Formel “Wandel durch Annäherung“

den Status quo in Deutschland anerkennen wollte, um ihn in einem zweiten Schritt verändern zu können, gab es nicht nur in Ostberlin, sondern auch in Moskau bis 1969 kaum einen realistischen Ansatzpunkt.

Für die sozialdemokratische Doppelstrategie, die mit der Formel „Wandel durch Annäherung“ den Status quo zunächst anerkennen wollte, um ihn in einem zweiten Schritt ändern zu können, gab es bis 1969 keinen wirklichen Ansatzpunkt in Moskau.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

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[10.] Mw/Fragment 260 08 - Diskussion
Bearbeitet: 6. January 2014, 22:47 (Schumann)
Erstellt: 12. December 2011, 10:40 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 260, Zeilen: 01-06, 07-08
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 381, Zeilen: 10-20
Auch musste nach neuen Handlungsspielräumen gesucht werden, nachdem der deutsche Versuch, Moskau über die osteuropäischen Staaten zu umgehen, von der Karlsbader Konferenz der kommunistischen Staats- und Parteiführer im April 1967 abgeblockt worden war. Dabei wurde die Frage, welche Vorgehensweise zu wählen sei, um eine Verbesserung der deutschen Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten ohne eine Preisgabe der bisherigen Rechtsstandpunkte [...] zu erreichen, mit sehr konträren Auffassungen von CDU und SPD debattiert. [...] in der Ostpolitik musste man nach neuen Handlungsspielräumen suchen, nachdem die Strategie der peripheren Umgehung Moskaus von der Karlsbader Konferenz der kommunistischen Staats- und Parteiführer kollektiv abgeblockt worden war. [...] Und das Problem, welche Vorgehensweise zu wählen sei, um eine Verbesserung der Beziehungen zur Sowjetunion ohne eine völlige Preisgabe der eigenen Rechtsstandpunkte zu erreichen, diskutierte man mit unterschiedlichen Akzentuierungen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

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[11.] Mw/Fragment 094 07 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:57 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 22:23 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 094, Zeilen: 06-09
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 178, Zeilen: 08-12
Barzel und Schmidt bemühten sich immer wieder darum, vor allem die deutschland- und ostpolitischen Spannungen zwischen den Koalitionsparteien zu mildern und nach Bewegungsspielräumen zwischen den Fronten zu suchen. Da Barzel und Schmidt als Fraktionsvorsitzende unter besonderem Erfolgszwang standen, bemühten sie sich immer wieder darum, den Kleinkrieg zwischen den Koalitionsparteien einzudämmen und nach Bewegungsspielräumen zwischen den Fronten Ausschau zu halten.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die Aussage Schönhovens wird (verfälschend) auf das Thema der Arbeit hin konkretisiert.

Sichter
Frangge

[12.] Mw/Fragment 087 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 22:09 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 01-05
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 013, Zeilen: 22-30
[Die These, dass der Konsens von CDU/CSU und SPD keine notwendige Bedingung für die politische Handlungs-] fähigkeit der Bundesrepublik ist, lässt sich durch viele umkämpfte Entscheidungsprozesse in der Historie der Bundesrepublik, bei denen sich CDU/CSU und SPD nahezu feindlich gegenüberstanden, verifizieren. Am Beispiel der ersten Großen Koalition kann

aber auch demonstriert werden, wie weit grundsätzliche Gemeinsamkeiten und Pragmatismus eine ertragreiche Kooperation zwischen CDU/CSU und SPD ermöglichten [...].

Die Behauptung, dass der Konsens von Christ- und Sozialdemokraten keine

notwendige Bedingung für die politische Handlungsfähigkeit der Bundesrepublik ist, lässt sich mit einer Reihe von umkämpften Entscheidungen aus der Konfliktgeschichte der zweiten deutschen Demokratie belegen, bei denen sich die beiden Parteilager unversöhnlich gegenüberstanden. Am Beispiel der Großen Koalition kann man jedoch die Gegenrechnung aufmachen und zeigen, wie weit grundsätzliche Gemeinsamkeiten und pragmatisches Einvernehmen eine ertragreiche Kooperation [...] zwischen CDU/CSU und SPD möglich machten.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_086_24; keine Quellenangabe

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[13.] Mw/Fragment 086 24 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 22:02 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 24-25
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 013, Zeilen: 22-26
Die These, dass der Konsens von CDU/CSU und SPD keine notwendige Bedingung für die politische Handlungs- [fähigkeit der Bundesrepublik ist, lässt sich durch viele umkämpfte Entscheidungsprozesse in der Historie der Bundesrepublik, bei denen sich CDU/CSU und SPD nahezu feindlich gegenüberstanden, verifizieren.] Die Behauptung, dass der Konsens von Christ- und Sozialdemokraten keine

notwendige Bedingung für die politische Handlungsfähigkeit der Bundesrepublik ist, lässt sich mit einer Reihe von umkämpften Entscheidungen aus der Konfliktgeschichte der zweiten deutschen Demokratie belegen, bei denen sich die beiden Parteilager unversöhnlich gegenüberstanden.

Anmerkungen

Fortsetzung in Mw/Fragment_087_01

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[14.] Mw/Fragment 277 13 - Diskussion
Bearbeitet: 6. January 2014, 23:02 (Schumann)
Erstellt: 11. December 2011, 19:41 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 277, Zeilen: 06-13
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 114; 115, Zeilen: 114:17-25; 115:01
Die sich bereits in der ersten Hälfte der 1960er Jahre andeutende sozial-liberale Annäherung überstand auch die Große Koalition, bei der SPD und FDP zwar getrennte Wege gingen, aber immer dann wieder zusammenkamen, wenn es um neue Akzente in der Deutschland- und Ostpolitik ging. Es gab somit während der Großen Koalition auf dem Feld der Deutschland- und Ostpolitik eine parteipolitische Konstellation, in der die Gemeinsamkeiten zwischen der SPD und der FDP-Opposition oft größer waren als die Schnittmengen zwischen der CDU/CSU und der mit ihr regierenden SPD. Die sich bereits in der ersten Hälfte der sechziger Jahre anbahnende sozial-liberale Harmonie überdauerte auch die Koalitionsbildung im Herbst 1966, bei der SPD und FDP zwar getrennte Wege einschlugen, um aber während der Regierungszeit der Großen Koalition immer dann zusammenzufinden, wenn es um innovative Akzente in der Deutschlandpolitik ging. Damit bestand auf diesem zentralen Politikfeld bis 1969 eine parteipolitische Konstellation, in der die Gemeinsamkeiten zwischen den Sozialdemokraten und der liberalen Opposition größer waren als die Schnittflächen zwischen den Unionsparteien und der mit ihnen re- [Seite 115] gierenden SPD.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[15.] Mw/Fragment 020 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:56 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 19:19 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 020, Zeilen: 06-10
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 689, Zeilen: 08-14
Aus dieser interpretatorischen Sichtweise wird die Regierungszeit der Großen Koalition nicht mehr auf einen sekundären Zwischenabschnitt zwischen der

Adenauer-Ära und der sozial-liberalen Ära reduziert, sondern erhält ihr Eigengewicht in einer Zeit des Wandels, während der in Bonn eine neu justierte Deutschland- und Ostpolitik praktiziert werden sollte.

Aus dieser interpretatorischen Perspektive schrumpft die Regierungszeit

der Großen Koalition nicht mehr zu einem an sich überflüssigen Intermezzo zwischen den beiden Hauptakten der christdemokratischen und der sozial-liberalen Vorherrschaft in Bonn, sondern erhält ihr Eigengewicht in einer Epoche des Wandels, während der in der Bundesrepublik ambitionierte Reformprogramme in unterschiedlichen Koalitionskonstellationen in Angriff genommen wurden.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe; der Schluss des Satzes wird auf das Thema der Arbeit hin konkretisiert.

Sichter
Frangge

[16.] Mw/Fragment 278 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:04 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 18:40 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 278, Zeilen: 05-08
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 114, Zeilen: 12-17
Der deutschlandpolitische Pragmatismus von Brandt und Bahr sowie deren Konzept

“Wandel durch Annäherung“ stießen in der FDP auf eine positive Resonanz, wo man sich Schritt für Schritt zu einer deutschland- und ostpolitischen Kursänderung entschloss.

Der deutschlandpolitische Pragmatismus von Brandt und Bahr [...] stieß auch in der FDP auf ein positives Echo, [...] wo die Parteiführung sich Schritt für Schritt zu einer Kursänderung entschloss [...].[FN 65]
Anmerkungen

lediglich eher kosmetische Ergänzungen; keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[17.] Mw/Fragment 252 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:04 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 18:07 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 252, Zeilen: 03-11
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 399; 400, Zeilen: 29-32; 01-10
Die Auseinandersetzungen zwischen der CDU/CSU und der SPD über den SPD-PSU-Dialog hinterließen den Eindruck, dass sich die deutschland- und

ostpolitischen Konzeptionen der Koalitionspartner immer weiter auseinander entwickelten. Auch wenn die Spitzenpolitiker der Regierungsparteien offiziell verkündeten, dass sie sich weiterhin an der in Kiesingers Regierungserklärung aufgezeigten Generallinie orientierten, wuchsen doch innerhalb der Koalition die Spannungen zunehmend. Die CDU/CSU tendierte immer mehr dazu, die deutschland- und ostpolitischen Ambitionen der SPD argwöhnisch zu beobachten und möglichst einzuschränken.

In der SPD wie in der CDU/CSU hinterließen die Auseinandersetzungen [...] über die Parteikontakte zwischen den Sozialdemokraten und den italienischen Kommunis- [Seite 400] ten den Eindruck, dass sich die deutschland- und ostpolitischen Konzeptionen beider Koalitionspartner immer mehr auseinander entwickelten. Auch wenn sich die Spitzenpolitiker der Unionsparteien und der Sozialdemokraten im Regierungsalltag weiterhin an der in Kiesingers Regierungserklärung [...] verkündeten Generallinie orientierten, wuchsen hinter den Kulissen die Spannungen [...]. In der Union neigte man dazu, [...] die ost- und deutschlandpolitischen Ambitionen der Sozialdemokratie [...] intensiv zu beobachten und möglichst einzuschränken.[FN 165]
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[18.] Mw/Fragment 225 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 09:03 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 225, Zeilen: 04-11, 107-108
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 396, Zeilen: 09-15, 105-107
Kiesinger versuchte am 21. März 1968 in einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur “dpa“, die Aufregung sofort zu dämpfen, indem er ausdrücklich Brandts kurz zuvor in Nürnberg geäußerter Feststellung zustimmte, dass die Oder-Neiße-Grenze von der Bundesrepublik bis zum Abschluss eines Friedensvertrags respektiert werde. Kiesinger betonte, dass man die Probleme ausschließlich mit friedlichen Mitteln lösen wolle. Den von Brandt gebrauchten Begriff Anerkennung hielt Kiesinger allerdings für unglücklich, weil er Anlass zu Fehlinterpretationen sowohl im Inland wie im Ausland gebe.[FN 1001]

[FN 1001]: Text des Interviews: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 2/1968, Erster Halbband, S. 489-491, hier S. 490.

Kiesinger versuchte, die Aufregung in seiner Partei sofort zu dämpfen, indem er ausdrücklich der Feststellung Brandts zustimmte, die Oder-Neiße-Grenze werde von der Bundesrepublik bis zum Abschluss eines Friedensvertrages respektiert, und betonte, man wolle die Probleme „ausschließlich mit friedlichen Mitteln“ lösen. Den von Brandt gebrauchten Begriff „Anerkennung“ hielt er allerdings für problematisch, weil er zu „Fehlinterpretationen“ Anlass gebe.[FN 155]

[FN 155] So am 21. März 1968 in einem Interview für die Nachrichtenagentur dpa. Abgedruckt in Dokumente zur Deutschlandpolitik V, 2.1 (1968), S. 489-491, Zitat S. 490. [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz

Sichter
Frangge

[19.] Mw/Fragment 220 22 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:01 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 08:36 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 220, Zeilen: 22-29
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 393; 394, Zeilen: 34-37; 01-05
In der SPD und FDP verstärkten sich im Gegensatz zur CDU/CSU jedoch seit 1966 die Forderungen nach einer Korrektur der deutschen Position zur Oder-Neiße-Grenze, wobei die Beweggründe zwischen moralischen Motiven bis hin zu pragmatischen und ökonomischen Erwägungen variierten. Sowohl in der SPD wie in der FDP mehrten sich die Stimmen, die eine Wiederherstellung Deutschlands in den Grenzen von 1937 weder für möglich noch für erstrebenswert erachteten, und die sich dafür einsetzten, durch die Anerkennung der Nachkriegsrealitäten die Aussöhnung mit den osteuropäischen Nachbarn voranzubringen. Forderungen nach einer Korrektur der bundesrepublikanischen Positionen [...] zur Oder-Neiße-Grenze waren seit der Mitte der sechziger Jahre immer häufiger erhoben worden, wobei die Motive von moralischen Aspekten bis zu handfesten politischen Kosten- [Seite 394] Nutzen-Überlegungen reichten. Sowohl in der FDP wie in der SPD mehrten sich die Stimmen, die eine Wiederherstellung des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 weder für möglich noch für wünschenswert hielten und dafür plädierten, durch die Anerkennung der Nachkriegsrealitäten einen Beitrag zur Aussöhnung mit den osteuropäischen Nachbarn zu leisten.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[20.] Mw/Fragment 271 13 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:02 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 00:51 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 270, Zeilen: 12-14
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 384, Zeilen: 11-14
Dabei blieb zwischen den Koalitionsparteien vor allem ungeklärt, bis zur welchen gemeinsamen Linie sie bei der Kontaktaufnahme mit Ostberlin gehen wollten. So blieb zwischen den Koalitionspartnern ungeklärt, [...] wie weit sie bei der Kontaktaufnahme mit Ostberlin gehen wollten.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[21.] Mw/Fragment 270 20 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:02 (Kybot)
Erstellt: 11. December 2011, 00:39 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 270, Zeilen: 20-29
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 380; 381, Zeilen: 19-24; 01-06
[...] denn weder in der Deutschland- noch in der Ostpolitik hatte die Große Koalition mit ihren Bemühungen einen richtigen Durchbruch erzielt. Der Mangel an greifbaren Ergebnissen und die Niederschlagung des Prager Frühlings im August mussten geradezu zwangsläufig zu einer psychologischen Belastung für die Zusammenarbeit von CDU/CSU und SPD werden, zumal persönliche Unstimmigkeiten zwischen Kanzler und Außenminister sowie sachliche Differenzen zwischen CDU/CSU und SPD das Koalitionsklima ab dem Herbst immer angespannter werden ließen. Je geringer die Aussichten für gemeinsame Erfolge in der Deutschland- und Ostpolitik wurden, und je näher die nächste Bundestagswahl kam, desto demonstrativer betonten beide Seiten ihre Auffassungsunterschiede, und desto größer wurde das gegenseitige Misstrauen. Weder in der Ost- noch in der Deutschlandpolitik hatte die Große Koalition mit ihren diplomatischen Offensiven [...] den erwünschten Durchbruch erzielt.[FN 116] Dieses Ausbleiben von greifbaren Ergebnissen musste geradezu zwangsläufig zu einer psychologischen Belastung für die weitere Zusammenarbeit von SPD und CDU/CSU werden, zumal persönliche Rivalitäten zwischen dem Kanzler und dem Au- [Seite 381] ßenminister sowie sachliche Differenzen zwischen den Unionsparteien und der Sozialdemokratie das Koalitionsklima im Herbst und Winter 1967/68 immer unfreundlicher werden ließen. Je mehr die Chancen für gemeinsame Erfolge schrumpften und je näher der Wahltermin rückte, desto prinzipieller betonten beide Seiten ihre Auffassungsunterschiede und desto größer wurde das wechselseitige Misstrauen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[22.] Mw/Fragment 216 06 - Diskussion
Bearbeitet: 6. January 2014, 22:27 (Schumann)
Erstellt: 11. December 2011, 00:21 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 216, Zeilen: 06-12
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 480; 481, Zeilen: 35; 01-10
Kiesinger lavierte zwischen den Koalitionspartnern und untermauerte damit seinen Ruf, ein Zauderer und Zögerer zu sein. Seine Unentschlossenheit begründete der Kanzler immer wieder mit den eventuellen nachteiligen Konsequenzen, die eine deutsche Unterzeichnung des Nichtverbreitungsvertrags hervorrufen könnte, während er die möglichen Vorteile aus seinen Erklärungen ausklammerte oder geringer bewertete und sich dabei auch – oftmals wohl wider besseren Wissens – den Argumenten der Vertragsgegner in der CDU/CSU anschloss. Kiesinger lavierte [Seite 481] zwischen beiden Lagern [...] und untermauerte damit seinen Ruf, ein „Zauderer und Zögerer“ zu sein[FN 125] [...]. Seine entschiedene Unentschiedenheit begründete der Kanzler immer wieder mit den möglichen Nachteilen, die ein Beitritt der Bundesrepublik zu dem [...] Nichtverbreitungsvertrag einbringen könnte, während er die möglichen Vorteile aus seinen Bewertungen ausklammerte oder geringer veranschlagte und sich

dabei auch – manchmal wohl wider besseres Wissen – den Argumenten der Vertragsgegner in der Union anschloss.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[23.] Mw/Fragment 130 15 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:59 (Kybot)
Erstellt: 10. December 2011, 23:50 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 130, Zeilen: 13-17
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 129, Zeilen: 29-32
Diese über den nationalen Horizont hinausreichende Einschätzung, die bislang ihre Bedeutung nicht verloren hat, teilte Kiesinger mit Brandt und Wehner, die schon zuvor in vielen Reden und Artikeln immer wieder betont hatten, die Beseitigung der Spaltung Europas sei die Vorraussetzung [sic] für eine deutsche Wiedervereinigung. Diese über den nationalen Horizont hinaus reichende Einschätzung teilte er mit seinem Außenminister Brandt, der zuvor schon in vielen Reden und Artikeln immer wieder betont hatte, die Beseitigung der Spaltung Europas sei die Voraussetzung für eine deutsche Wiedervereinigung.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[24.] Mw/Fragment 075 01 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:56 (Kybot)
Erstellt: 10. December 2011, 23:28 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 01-03
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 092, Zeilen: 23-28
[Kiesingers behutsame Signale in Richtung Warschau und Prag, die eine deutsche Gesprächsbereitschaft über die deutsch-polnische Grenzfrage und über die Rechts-] gültigkeit des Münchener Abkommens aufzeigten, setzten neue Richtmarken und unterschieden sich sehr deutlich von den ostpolitischen Denkmodellen seiner Amtsvorgänger. Auch Kiesingers vorsichtige Signale in Richtung Warschau und Prag, die eine bundesrepublikanische Gesprächsbereitschaft über die deutsch-polnische Grenzfrage und über die Rechtsgültigkeit des Münchener Abkommens ankündigten, setzten neue Akzente und unterschieden sich deutlich von den ostpolitischen Denkkategorien seiner Vorgänger im Kanzleramt.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_074_24

Sichter
Frangge

[25.] Mw/Fragment 074 24 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 10. December 2011, 23:20 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 074, Zeilen: 24-25
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 092, Zeilen: 23-28
Kiesingers behutsame Signale in Richtung Warschau und Prag, die eine deutsche

Gesprächsbereitschaft über die deutsch-polnische Grenzfrage und über die Rechts- [gültigkeit des Münchener Abkommens aufzeigten, setzten neue Richtmarken und unterschieden sich sehr deutlich von den ostpolitischen Denkmodellen seiner Amtsvorgänger.]

Auch Kiesingers vorsichtige Signale in Richtung Warschau und Prag, die eine bundesrepublikanische Gesprächsbereitschaft über die deutsch-polnische Grenzfrage und über die Rechtsgültigkeit des Münchener Abkommens ankündigten, setzten neue Akzente und unterschieden sich deutlich von den ostpolitischen Denkkategorien seiner Vorgänger im Kanzleramt.
Anmerkungen

keine Quellenangabe; Fortsetzung in Mw/Fragment_075_01

Sichter
Frangge

[26.] Mw/Fragment 222 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:19 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 10. December 2011, 17:51 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 222, Zeilen: 01-12, 102-105
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 187; 188, Zeilen: 30; 01-18, 103-107
[Er teilte am 6. November in einem Brief Kiesinger mit, dass er es begrüßen würde, wenn durch regelmäßige Gespräche zwischen den Fraktionsvor-] sitzenden und den Kabinettsmitgliedern eine Verständigung über Inhalt und Form der gemeinsamen Politik zustande kommen würde, um Reibungsverluste zu vermeiden [...].[FN 986] Brandt wurde am 13. November auf der

Bundespressekonferenz der SPD in Bad Godesberg präziser, als er drohte, dass es zu einer Krise in der Koalition komme, wenn der Kanzler versuchen würde, ihm als Außenminister und Vizekanzler in einem wichtigen Punkt, die Oder-Neiße-Grenze, eine Richtlinie vorzuschreiben, die mit seiner Überzeugung nicht einhergehe.[FN 987] Durch Brandts Aussage beunruhigt äußerte sich Kiesinger einen Tag später in einer Rede vor hauptamtlichen Mitarbeitern der CDU zur Zusammenarbeit in der Großen Koalition. In der außenpolitischen Passage seiner Rede machte er deutlich, dass er nicht bereit sei, viel weiterzugehen, als man bereits gegangen sei. Solange er Kanzler sei, werde er die „sogenannte Oder-Neiße-Linie“ nicht anerkennen, versprach Kiesinger.[FN 988]

[ [FN 986]: Brandt an Kiesinger 6.11.1967, S. 1-2, hier S. 1: AdsD, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 13.]

[FN 987]: Bundespressekonferenz der SPD 1967, Protokoll 13. bis 15. November 1967, Bad Godesberg o. J., S. 34.

[FN 988]: Kiesingers Redemanuskript, S. 1-9, hier S. 4-5: ACDP, Unterlagen der CDU-Bundespartei V. WP, Ordner 07-002-024/2.

In einem persönlichen Schreiben teilte er dem Kanzler Anfang [Seite 188] November klipp und klar mit, er begrüße es, wenn durch regelmäßige Gespräche zwischen den Fraktionsvorsitzenden und Kabinettsmitgliedern eine Verständigung über „Inhalt und Form“ der gemeinsamen Politik zustande komme. Auch als Außenminister wolle er nämlich, dass „Reibungsverluste vermieden werden [...]“. [...] Zwei Wochen später, auf der Bundeskonferenz der SPD in Bad Godesberg, wurde Brandt noch deutlicher, als er feststellte, es käme zu einer „Krise der Koalition“, wenn der Bundeskanzler versuchen würde, ihm als Außenminister und Vizekanzler „in einem wichtigen Punkt“ eine Richtlinie vorzuschreiben, die mit seiner Überzeugung nicht übereinstimme.[FN 49] Kiesinger äußerte sich ebenfalls Mitte November intern vor hauptamtlichen Mitarbeitern der CDU zur Zusammenarbeit in der Großen Koalition. In der außenpolitischen Passage dieser Rede macht er unmissverständlich deutlich, er sei nicht bereit, „viel weiterzugehen, als wir gegangen sind“. Solange er Bundeskanzler sei, werde er weder „die so genannte Oder-Neiße-Linie“ noch „das Regime drüben“ anerkennen.[FN 50]

[FN 49] Bundeskonferenz der SPD 1967. Protokoll. 13. bis 15. November 1967. Bad Godesberg o.J, S. 34.

[FN 50] Ansprache des Bundeskanzlers vor den hauptamtlichen Mitarbeitern der CDU am 14. November 1967 im Bundeskanzleramt. ACDP, Bestand Vorsitzender der CDU, VII-002-024/2.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_221_23. Übernahme mitsamt zweier Quellenreferenzen, von denen eine ergänzt wird.

Sichter
Frangge

[27.] Mw/Fragment 053 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 10. December 2011, 17:04 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 053, Zeilen: 06-14, 104-105
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 066; 067, Zeilen: 28-31; 101-106
Auf dem Feld der Deutschlandpolitik wurde von der Union die sozialdemokratische Forderung, unterhalb der Schwelle einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR, denkbare kulturelle Kontakte, Behördengespräche und Handelsbeziehungen zu intensivieren, bis zu einer bestimmten Linie akzeptiert, die Barzel Ende November 1966 in einer Aufzeichnung festhielt. Barzel wies darauf hin, die Union habe in den Verhandlungen mit der SPD und der FDP deutlich gemacht, dass es eine unübersteigbare Linie gebe, dass also die rechtliche Position der Nichtanerkennung durch entsprechendes Handeln glaubhaft bleiben müsse, und mehr als technische Kontakte nicht gewünscht

seien.[FN 209]

[FN 209]: Barzels Aufzeichnung Ende November 1966: BAK, Nachlass Rainer Barzel, Mikrofilmsignatur N/1371-354.

In der Deutschlandpolitik einigte man sich hingegen im Prinzip auf die

sozialdemokratische Forderung, unterhalb der Schwelle einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR denkbare kulturelle Kontakte, Behördengespräche und Handelsbeziehungen zu intensivieren [...] [Seite 67] [...].[FN 71]

[FN 71] In einer undatierten handschriftlichen Aufzeichnung, die wohl Anfang Dezember 1966 entstanden ist, hielt Rainer Barzel fest, die Union habe in den Gesprächen mit der SPD und der FDP deutlich gemacht, dass es „eine unübersteigbare Grenze“ gebe, „dass unsere rechtliche Position der Nicht-Anerkennung durch entsprechendes Handeln glaubhaft bleiben muss, dass wir mehr als technische Kontakte nicht wünschen“. BArch Koblenz, Depositum Rainer Barzel, 1371/000354.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt leicht modifizierter Quellenreferenz

Sichter
Frangge

[28.] Mw/Fragment 216 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 10. December 2011, 09:57 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 216, Zeilen: 01-03, 101-103
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 479, Zeilen: 19-24, 107-108
[Auf dem SPD-Parteitag in Bad Godesberg am nächsten Tag betitelte der verärgerte Brandt in einer Rede Kiesinger als einen] zaudernden Kanzler und empfahl ihm, von seiner Richtlinienkompetenz auch gegenüber seinen Parteifreunden Gebrauch zu machen und diese nicht nur als Gebrauchsanweisung für das Ausklammern entscheidungsreifer Probleme zu verwenden.[FN 962]

[FN 962]: Brandts Redemanuskript: Vorstand der SPD (Hrsg.), Außerordentlicher Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands vom 16. bis 18. April 1969 in der Stadthalle zu Bad Godesberg. Protokoll der Verhandlungen und Anträge, Hannover/Bonn 1969, S. 450.

Brandt attackierte Kiesinger auf dem Wahlparteitag der SPD in Bad Godesberg im April 1969 als einen zaudernden Kanzler und riet ihm, von seiner Richtlinienkompetenz auch gegenüber seinen Parteifreunden Gebrauch zu machen und diese nicht nur als „Gebrauchsanweisung für das Ausklammern entscheidungsreifer Probleme“ zu verwenden.[FN 120]

[FN 120] So in seinem Schlussreferat auf dem Godesberger Parteitag am 18. April 1969; Protokoll Godesberger Parteitag, S. 450. [...]

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_215_25

Sichter
Frangge

[29.] Mw/Fragment 215 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 10. December 2011, 09:50 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 215, Zeilen: 15-25, 112-113
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 479, Zeilen: 11-28, 112-113
Nach der Wahl Gustav Heinemanns zum neuen Bundespräsidenten durch eine SPD/FDP-Mehrheit im März 1969 und der sich damit andeutenden sozial-liberalen Bündniskonstellation waren CDU/CSU und SPD in der Atomwaffensperrvertragsfrage endgültig auseinandergegangen. CDU/CSU und SPD beharrten auf ihren Argumenten, die für oder gegen eine Vertragsunterzeichnung sprachen. Kiesinger stellte am 17. April auf einer CDU-Vorstandssitzung klar, dass er es sich unter keinen Umständen gefallen lassen werde, vom Auswärtige Amt zu einer Entscheidung gedrängt zu werden. Brandt müsse wissen, dass mit einem Kampf um die Unterschrift unter dem Atomwaffensperrvertrag wahrhaftig nichts zu gewinnen sei, warnte Kiesinger.[FN 961] Auf dem SPD-Parteitag in Bad Godesberg am nächsten Tag betitelte der verärgerte Brandt in einer Rede Kiesinger als einen [zaudernden Kanzler und empfahl ihm, von seiner Richtlinienkompetenz auch gegenüber seinen Parteifreunden Gebrauch zu machen und diese nicht nur als Gebrauchsanweisung für das Ausklammern entscheidungsreifer Probleme zu verwenden.[FN 962]]

[FN 961]: CDU-Vorstandssitzung 17.4.1969: ACDP, Protokolle des CDU-Bundesvorstandes V. WP, Ordner 07-001-018/3: S. 1-138, hier S. 9-11.

Nach der Wahl Heinemanns zum neuen Bundespräsidenten durch eine

SPD-FDP-Mehrheit und der sich damit anbahnenden sozial-liberalen Bündniskonstellation gingen die alten Koalitionspartner in der Nonproliferationsfrage endgültig auf klare Distanz zueinander [...]. Beide Seiten verteidigten ihre inhaltlichen Standpunkte, die für oder gegen eine Vertragsunterzeichnung sprachen [...]. Brandt attackierte Kiesinger auf dem Wahlparteitag der SPD in Bad Godesberg im April 1969 als einen zaudernden Kanzler und riet ihm, von seiner Richtlinienkompetenz auch gegenüber seinen Parteifreunden Gebrauch zu machen und diese nicht nur als „Gebrauchsanweisung für das Ausklammern entscheidungsreifer Probleme“ zu verwenden.[FN 120] Kiesinger stellte zur gleichen Zeit vor dem Bundesvorstand der CDU klar, er werde es sich „unter keinen Umständen“ gefallen lassen, dass das Auswärtige Amt ihn zu einer Entscheidung dränge. Brandt müsse wissen, „dass mit einem Kampf über die Unterschrift unter den Atomsperrvertrag wahrhaftig nichts zu gewinnen ist“.[FN 121]

[FN 121] So in der Sitzung des Bundesvorstandes der CDU am 17. April 1969. ACDP, Protokolle des Bundesvorstandes, VII-001-018/3.

Anmerkungen

Die beiden letzten Sätze bei Schönhoven werden vom Verf. "nach oben geholt". Übernahme mitsamt zweier (ergänzter) Quellenreferenzen ‒ siehe Mw/Fragment_216_01.

Sichter
Frangge

[30.] Mw/Fragment 016 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:32 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 10. December 2011, 01:01 Hotznplotz
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 016, Zeilen: 01
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 011, Zeilen: 16-24
[Gegen den dreifachen Vorteil der DDR-Forschung, der aus besseren Einsichtmöglichkeiten in die nun mit Unterstützung von Archivalien zugänglichen Politikbereichen der DDR, aus finanziellen Förderungen für zeithistorische Institute und für geschichtspolitisch wirkende Stiftungen in den neuen Bundesländern sowie aus einem auch politisch und publizistisch mitgetragenen öffentlichen Interesse an einer historiographischen Integration des zweiten deutschen Staates resultierte, war es für die auf Westdeutschland kon-] zentrierte Forschung seit 1990 schwierig, sich zu behaupten.[FN 23]

[ [FN 23]: Schönhoven, Klaus, Wendejahre. Die Sozialdemokratie in der Zeit der Großen Koalition 1966-1969. In: Dowe, Dieter (Hrsg.), Die deutsche Sozialdemokratie nach 1945, Band 2, Bonn 2004, S. 10.]

Gegen den dreifachen Standortvorteil der DDR-Forschung, der sich aus besseren Einblicksmöglichkeiten in die nun mit Hilfe von Archivalien zugänglichen Arkanzonen des SED-Staates, aus gezielten finanziellen Fördermaßnahmen für zeithistorische Institute und für geschichtspolitisch arbeitende Stiftungen in den neuen Bundesländern und aus einem auch politisch und publizistisch massiv mitgetragenen öffentlichen Interesse an einer historiographischen »Heimholung« des zweiten deutschen Staates ergab, hatte es die auf Westdeutschland zentrierte Zeitgeschichtsschreibung in den letzten anderthalb Jahrzehnten schwer, sich zu behaupten.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_015_19

Sichter
Frangge

[31.] Mw/Fragment 015 19 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:53 (Kybot)
Erstellt: 10. December 2011, 00:46 Hotznplotz
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 015, Zeilen: 19-28
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 011, Zeilen: 12-24
Das wissenschaftliche Interesse an der Historie der DDR als zweiter deutscher Diktatur sowie an einer komparativen Beziehungsgeschichte der beiden deutschen Staaten hat neben der obligatorischen 30jährigen Archivsperre die systematische Erforschung der Geschichte der Bundesrepublik seit 1990 merklich zurücktreten lassen. Gegen den dreifachen Vorteil der DDR-Forschung, der aus besseren Einsichtmöglichkeiten in die nun mit Unterstützung von Archivalien zugänglichen Politikbereichen der DDR, aus finanziellen Förderungen für zeithistorische Institute und für geschichtspolitisch wirkende Stiftungen in den neuen Bundesländern sowie aus einem auch politisch und publizistisch mitgetragenen öffentlichen Interesse an einer historiographischen Integration des zweiten deutschen Staates resultierte, war es für die auf Westdeutschland kon- [zentrierte Forschung seit 1990 schwierig, sich zu behaupten.[FN 23]] Das wissenschaftliche [...] Interesse an der Geschichte der DDR als zweiter deutscher Diktatur sowie an einer vergleichenden Beziehungsgeschichte der beiden deutschen Staaten hat die systematische Erforschung der Bonner Republik seit 1990 in den Hintergrund treten lassen. Gegen den dreifachen Standortvorteil der DDR-Forschung, der sich aus besseren Einblicksmöglichkeiten in die nun mit Hilfe von Archivalien zugänglichen Arkanzonen des SED-Staates, aus gezielten finanziellen Fördermaßnahmen für zeithistorische Institute und für geschichtspolitisch arbeitende Stiftungen in den neuen Bundesländern und aus einem auch politisch und publizistisch massiv mitgetragenen öffentlichen Interesse an einer historiographischen »Heimholung« des zweiten deutschen Staates ergab, hatte es die auf Westdeutschland zentrierte Zeitgeschichtsschreibung in den letzten anderthalb Jahrzehnten schwer, sich zu behaupten.
Anmerkungen

Die Reflexion über die zeitgeschichtliche Deutschland-Forschung wird ebenfalls mit leichten Abwandlungen von Schönhoven kopiert. Dessen Referenzierung ‒ zudem mit falscher Seitenzahl ‒ auf der Folgeseite deckt diese Übernahme aber nicht ab. Fortsetzung in Mw/Fragment_016_01.

Sichter
Frangge

[32.] Mw/Fragment 009 07 - Diskussion
Bearbeitet: 27. November 2013, 21:38 (WiseWoman)
Erstellt: 10. December 2011, 00:20 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 009, Zeilen: 07-14
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 013, Zeilen: 05-14
Somit handelt es sich bei dieser Untersuchung um eine quellennahe Gewichtung von drei Schlüsseljahren in der Zeitspanne zwischen der Adenauer-Ära und der sozial-liberalen Ära, wobei versucht wird, die Amtszeit der Großen Koalition als eine eigenständige Periode hervorzuheben, sie als eine Testphase der Neuorientierung in der Deutschland- und Ostpolitik zu charakterisieren, als einen Zeitabschnitt, in dem sich die außenpolitischen Rahmenbedingungen gravierend wandelten, und schon länger existierende deutschland- und ostpolitische Kernprobleme dringend geklärt werden mussten. Bei der hiermit vorgelegten Untersuchung handelt es sich nicht um eine Überblicksdarstellung zur Geschichte der Bundesrepublik im Jahrzehnt zwischen der Adenauer-Ära und der sozial-liberalen Ära, sondern vielmehr um die quellennahe Analyse von drei Schlüsseljahren in dieser Zeitspanne. Die Absicht des Autors war es, die Regierungszeit der Großen Koalition zwischen 1966 und 1969 als eine eigene Periode zu konturieren, sie insbesondere als eine experimentelle Phase der Neu- und Umorientierung in das Blickfeld zu rücken, als eine Scharnierzeit, in der sich gesellschaftliche Veränderungsprozesse stark beschleunigten und schon länger bestehende politische, wirtschaftliche und soziale Kernprobleme endlich gelöst werden mussten.
Anmerkungen

Auch die inhaltliche Charakterisierung seiner Dissertation schreibt Mw ab ‒ was immerhin konsequent ist.

Sichter
Frangge

[33.] Mw/Fragment 087 30 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:57 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 23:39 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 29-32
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 169, Zeilen: 26-29
Eine Kanzlerdemokratie wie unter Adenauer ließ sich in der Großen Koalition nicht realisieren, einen Volkskanzler über den Parteien hätten die Sozialdemokraten sicherlich nicht akzeptiert. Eine „Kanzlerdemokratie“ als straff organisiertes persönliches Regiment des Regierungschefs ließ sich in der Großen Koalition nicht praktizieren; einen „Volkskanzler“ über den Parteien hätte die SPD nicht mitgetragen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[34.] Mw/Fragment 259 22 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:02 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 22:51 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 259, Zeilen: 22-24
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 384, Zeilen: 18-22
Auf dem Gebiet der Ostpolitik gab es in der Großen Koalition immer wieder Streit über die Formen der Kontaktaufnahme sowie über die Inhalte von denkbaren Vereinbarungen mit dem Kreml und den osteuropäischen Staaten. Und auf dem Gebiet der Osteuropapolitik gab es immer wieder kontroverse Debatten über die Formen der Kontaktaufnahme [...] und über die Inhalte von denkbaren Vereinbarungen mit dem Kreml, mit Polen oder der CSSR.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[35.] Mw/Fragment 238 22 - Diskussion
Bearbeitet: 6. January 2014, 22:37 (Schumann)
Erstellt: 9. December 2011, 22:42 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 238, Zeilen: 22-28
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 397, Zeilen: 05-12
Damit hatte das bisher gute und vertrauensvolle Verhältnis zwischen der SPD und dem BdV einen tiefen Bruch bekommen, der auch in der Folgezeit nicht mehr überwunden werden konnte, obwohl die Vertriebenen nach den Gewerkschaftern die größte innerparteiliche Interessenklientel und eine wichtige Wählergruppe der SPD darstellten. Diese Unstimmigkeiten hatten sich schon im Landtagswahlergebnis in Baden-Württemberg im April 1968 widergespiegelt, als die SPD bei den dort angesiedelten deutschen Ost-Vertriebenen große Stimmenverluste hatte hinnehmen müssen. Damit hatte das in der Nachkriegszeit begründete gute und vertrauensvolle Verhältnis zwischen der SPD und den Vertriebenenverbänden einen tiefen Riss bekommen, der auch in der Folgezeit nicht mehr gekittet werden konnte, obwohl die Vertriebenenverbände nach den Gewerkschaften die größte innerparteiliche Interessengruppe darstellten. Zunächst spiegelten sich diese Dissonanzen im Landtagswahlergebnis von Baden-Württemberg wider, bei denen die SPD in Wohngebieten von Heimatvertriebenen erhebliche Stimmeneinbußen hinnehmen musste.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[36.] Mw/Fragment 172 20 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:02 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 22:28 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 172, Zeilen: 20-28
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 402, Zeilen: 01-13
Welche konkreten Schlussfolgerungen aus der neuen Situation zu ziehen waren, blieb nach der sowjetischen Intervention in der Tschechoslowakei zunächst unklar. Die Prioritäten der deutschen Ostpolitik mussten neu überlegt werden. Die Strategie, die Sowjetunion durch eine ostpolitische Offensive in Osteuropa in ihrem eigenen Lager zu umgehen, indem die Bundesregierung mit möglichst vielen osteuropäischen Staaten eigene Abkommen vereinbarte, war jedenfalls nicht aufgegangen. Eine Auflockerung des Ostblocks von außen verhinderte fortan die Breschnew-Doktrin, die eine nur begrenzte Souveränität der sozialistischen Staaten postulierte und jedem Abweichler mit den selben Sanktionen drohte, wie sie die Reformer in Prag erdulden mussten. Welche konkreten Schlussfolgerungen aus der neuen Lage zu ziehen waren, blieb in den ersten Wochen nach dem Schock der Intervention jedoch völlig unklar. Beispielsweise musste man die Prioritäten der bundesrepublikanischen Ost- und Deutschlandpolitik neu überdenken [...]. Die Strategie, die Sowjetunion durch eine multilaterale Entspannungsoffensive in Osteuropa in ihrem eigenen Lager zu umgehen, indem man mit möglichst vielen osteuropäischen Staaten eigene Abkommen schloss, war jedenfalls endgültig gescheitert. Eine nationale Auflockerung des Ostblocks von außen verhinderte fortan die Breschnew- Doktrin, die eine nur begrenzte Souveränität der sozialistischen Staaten postulierte und jedem Abweichler mit denselben Sanktionen drohte, wie sie die

Prager Reformkommunisten hatten hinnehmen müssen.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[37.] Mw/Fragment 269 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:04 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 21:18 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 269, Zeilen: 01-10, 102
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 383, Zeilen: 19-22, 110-115
Über diese fundamentale Ausgangsposition, wonach Fortschritte in der deutschen Frage nur durch eine europäische Entspannung und durch einen Abbau des Ost-West-Konflikts möglich seien, bestand zwischen Kiesinger und Brandt, zwischen der CDU/CSU und der SPD kein Dissens, wohl aber über die konkrete politische Vorgehensweise. Brandt informierte am 30. August 1967 auf einer SPD-Präsidiumssitzung über ein Gespräch, welches er mit dem Kanzler einen Tag zuvor im Kreßbronner Kreis geführt hatte. Brandt berichtete, man habe sich in diesem Gespräch gegenseitig bescheinigt, dass man auf dem Boden der von Kiesinger im Dezember 1966 abgegebenen Regierungserklärung stehe, auch wenn dort manche Dinge nur schemenhaft angedeutet worden seien.[FN 1181]

[FN 1181]: SPD-Präsidiumssitzung 30.8.1967: AdsD, Protokolle des SDP-Präsidiums V. WP: S. 1-15, hier S. 8.

Über diese fundamentale Ausgangsposition, wonach Fortschritte in der

deutschen Frage nur im Verbund mit einem Abbau des Ost-West-Konflikts zu erzielen seien, bestand zwischen Kiesinger und Brandt kein prinzipieller Dissens, wohl aber über die konkrete politische Vorgehensweise. [...][FN 120]

[FN 120] In der Sitzung des SPD-Präsidiums informierte Brandt am 30. August 1967 die Anwesenden ausführlich über sein Gespräch mit dem Kanzler am 29. August in Kreßbronn. Er betonte, man habe sich gegenseitig bescheinigt, „dass man auf dem Boden der Regierungserklärung“ stehe, auch wenn dort manche Dinge nur „schemenhaft angedeutet worden seien. [...] AdsD, SPD-Parteivorstand, Protokolle des Präsidiums, Box 14.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt modifizierter Quellenreferenz

Sichter
Frangge

[38.] Mw/Fragment 099 01 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:57 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 20:57 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 099, Zeilen: 01
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 121, Zeilen: 03-05
[Hinzu kam die Einsicht, dass entspannungspolitische Veränderungen auf der europäischen Ebene nur erlangt werden konnten, wenn gleichzeitig der deutsch-deutsche Konflikt entschärft] wurde [...]. Hinzu kam die Einsicht, dass entspannungspolitische Veränderungen auf der europäischen Ebene nur erzielt werden konnten, wenn man gleichzeitig den deutsch-deutschen Sonderkonflikt entschärfte.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_098_26

Sichter
Frangge

[39.] Mw/Fragment 098 26 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 20:54 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 098, Zeilen: 26-31
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 120; 121, Zeilen: 29-31; 01-05
Mit der Großen Koalition war die alte These der Adenauer-Ära, wonach ohne deutsche Wiedervereinigung keine Entspannung in Europa möglich sei, endgültig umgekehrt worden. Fortschritte in der Lösung der deutschen Frage waren nun nicht mehr die Voraussetzung für eine Entspannungspolitik, sondern ihr Ergebnis. Hinzu kam die Einsicht, dass entspannungspolitische Veränderungen auf der europäischen Ebene nur erlangt werden konnten, wenn gleichzeitig der deutsch-deutsche Konflikt entschärft [wurde ...] Damit war der alte Grundsatz der Adenauer-Ära, wonach ohne deutsche Wiedervereinigung keine Entspannung in Europa möglich sei, endgültig umge-

[Seite 121] kehrt worden: Fortschritte in der Deutschlandfrage waren nun nicht mehr die Voraussetzung für eine erfolgreiche Entspannungspolitik, sondern ihr Ergebnis. Hinzu kam die Einsicht, dass entspannungspolitische Veränderungen auf der europäischen Ebene nur erzielt werden konnten, wenn man gleichzeitig den deutsch-deutschen Sonderkonflikt entschärfte.

Anmerkungen

keine Quellenangabe; Fortsetzung in Mw/Fragment_099_01

Sichter
Frangge

[40.] Mw/Fragment 090 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 20:23 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 090, Zeilen: 09-12
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 013, Zeilen: 30-34
Jedoch veranschaulicht die sehr spannungsreiche und mit vielen Konflikten beladene Historie dieser Regierungskonstellation auch, weshalb Konflikte in einer von Konkurrenz geprägten parlamentarischen Demokratie nicht langfristig

ausgeklammert werden können.

Andererseits veranschaulicht die spannungsreiche Geschichte dieses Parteienbündnisses aber auch, weshalb Konflikte in einer von Konkurrenz geprägten parlamentarischen Demokratie nicht auf Dauer stillgelegt werden können [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[41.] Mw/Fragment 133 14 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:59 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 20:08 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 14-23
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 097, Zeilen: 03-15
Brandt wollte verhindern, dass die rückwärts gewandten Kräfte in der CDU/CSU wieder zu viel Einfluss gewannen und den Bewegungsspielraum der Koalition immer weiter einengten. Deshalb drängte er seine Partei zunächst zur Vorsicht im Umgang mit dem Koalitionspartner, um die Zusammenarbeit nicht noch mehr zu belasten. Dies hing auch damit zusammen, dass in der SPD-Führung keineswegs ein klarer Konsens darüber bestand, welchen Kurs die SPD selbst verfolgen sollte, und wie entschieden sich die SPD von überkommenen Richtlinien in der Deutschland- und Ostpolitik lösen sollte. Während Brandt sich für die beharrliche Fortsetzung des Dialogs mit Moskau aussprach, legte Wehner sein Hauptaugenmerk auf eine Verstärkung des deutsch-deutschen Dialogs. Zunächst wollte man aber verhindern, dass die rückwärts gewandten Hardliner in der Union wieder Oberwasser gewannen und den Bewegungsspielraum der Koalition immer weiter einengten. Deshalb plädierten die sozialdemokratischen Spitzenpolitiker für Behutsamkeit im Umgang mit dem Koalitionspartner, um die Zusammenarbeit nicht noch mehr zu erschweren. Dies hatte auch viel damit zu tun, dass in der sozialdemokratischen Parteiführung keineswegs eine einheitliche Meinung darüber bestand, welchen Kurs man selbst einschlagen sollte und wie entschieden man sich von überkommenen Tabus in der Deutschland- und Ostpolitik lossagen wollte. Während Brandt für die beharrliche und geduldige Fortführung des Dialogs mit Moskau warb, richtete Wehner sein Hauptaugenmerk auf eine Intensivierung der deutsch-deutschen Kontakte.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[42.] Mw/Fragment 109 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:00 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 10:15 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 01-04
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 127, Zeilen: 07-13
[Kiesinger stand wiederholt zwischen den Koalitionsfronten, änderte seine Meinung] häufig und zögerte eine Entscheidung über die Art und Weise einer Antwort an Stoph lange Zeit hinaus. Derweil wuchsen in der CDU/CSU die Bedenken und der Widerstand gegen eine Beantwortung des Stoph-Briefes durch den Kanzler. In der SPD stieg parallel dazu hingegen der Unmut über Kiesingers Zögerlichkeit an. Kiesinger stand buchstäblich zwischen allen Koalitionsfronten, änderte

seine Meinung mehrmals und verschob eine Entscheidung über die Art und Weise einer Antwort wochenlang. Währenddessen wuchsen in der Bundestagsfraktion der Unionsparteien die Bedenken und der Widerstand gegen eine Beantwortung des Stoph-Briefes durch den Kanzler von Tag zu Tag, in der SPD stieg parallel dazu hingegen der Unmut über dessen Unentschlossenheit und Hinhaltetaktik an.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_108_26; keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[43.] Mw/Fragment 108 26 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:00 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 10:07 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 26
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 127, Zeilen: 07-09
Kiesinger stand wiederholt zwischen den Koalitionsfronten, änderte seine Meinung [häufig und zögerte eine Entscheidung über die Art und Weise einer Antwort an Stoph lange Zeit hinaus.] Kiesinger stand buchstäblich zwischen allen Koalitionsfronten, änderte

seine Meinung mehrmals und verschob eine Entscheidung über die Art und Weise einer Antwort wochenlang.

Anmerkungen

Fortsetzung in Mw/Fragment_109_01

Sichter
Frangge

[44.] Mw/Fragment 204 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:17 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 9. December 2011, 00:43 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 204, Zeilen: 01-08, 10
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 471, Zeilen: 01-12
[In den ersten Monaten des Jahres 1968 wurde jedoch immer deutlicher, dass zwischen den Koalitionsparteien keine gemeinsame Entscheidung in der Vertragsfrage zu erreichen] war.[FN 909] Vielmehr verhärteten sich die Fronten zwischen den Befürwortern und den Gegnern, wie am Verlauf der internen Debatten und öffentlichen Stellungnahmen der Koalitionspolitiker abzulesen ist. Im Zentrum dieses Prozesses stand das Misstrauen gegen die plötzliche Zusammenarbeit zwischen der Sowjetunion und den USA, aber auch Fragen, die mit der supranationalen Vernetzung der Bundesrepublik in der NATO einhergingen. Hinzu kamen zahlreiche Komplikationen, die sich aus dem Nuklearwaffenverbreitungsverbot, den Sicherheitsgarantien, der UNO-Feindstaatenklausel, der zivilen Forschung und Nutzung der Kernenergie [...] ergaben.

[ [FN 909]: Sehr plastisch aus der Perspektive eines handelnden Akteurs schildert Bahr diesen schwierigen Entscheidungsfindungsprozess: Bahr, Egon, Zu meiner Zeit, München 1996<sup>2</sup>, S. 202-208.]

In den ersten Monaten des Jahres 1968 wurde von Woche zu Woche immer deutlicher, dass zwischen den drei Koalitionsparteien keine gemeinsame Basis in der Vertragsfrage zu finden war. Vielmehr versteiften sich die Fronten zwischen den Befürworten und den Gegnern, wie am Verlauf der internen Diskussionen und der öffentlichen Stellungnahmen von Koalitionspolitikern

abzulesen ist. Im Mittelpunkt der Debatten stand das Misstrauen gegen die überraschende Kollaboration der beiden Führungsmächte des Kalten Krieges, aber auch Fragen, die mit der supranationalen Vernetzung der Bundesrepublik in der NATO [...] zusammenhingen. Hinzu kam eine Fülle von Problemen, die sich aus dem atomaren Waffenverbreitungsverbot, den Sicherheitsgarantien, der Feindstaatenklausel der UNO sowie der zivilen Forschung und Nutzung der Kernenergie ergaben.[FN 98]

[ [FN 98] Vgl. dazu grundlegend Beate Köhler, Der Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen und das Problem der Sicherheitsgarantien, Bonn 1970.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment_203_28; keine Nennung der tatsächlichen Quelle

Sichter
Frangge

[45.] Mw/Fragment 203 28 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:01 (Kybot)
Erstellt: 9. December 2011, 00:30 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 203, Zeilen: 26-28
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 471, Zeilen: 01-03
In den ersten Monaten des Jahres 1968 wurde jedoch immer deutlicher, dass zwischen den Koalitionsparteien keine gemeinsame Entscheidung in der Vertragsfrage zu erreichen [war.[FN 909]] In den ersten Monaten des Jahres 1968 wurde von Woche zu Woche immer deutlicher, dass zwischen den drei Koalitionsparteien keine gemeinsame Basis in der Vertragsfrage zu finden war.
Anmerkungen

Fortsetzung in Mw/Fragment_204_01

Sichter
Frangge

[46.] Mw/Fragment 101 10 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:03 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 8. December 2011, 23:16 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 10-28, 103
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 112, Zeilen: 05-34, 101-102
Auch wenn im Regierungskabinett der Großen Koalition der Minister für gesamtdeutsche Fragen, der Außenminister und der Kanzler von Amtswegen [sic] für die Deutschlandpolitik verantwortlich waren, gab es doch auf keinem anderen Politikfeld während der Großen Koalition so viele echte oder selbstberufene Fachleute wie auf dem Feld der Deutschlandpolitik, wo sich die Innen- und Außenpolitik, die Ost- und Westpolitik sowie die Sicherheits- und Entspannungspolitik überschnitten. Strauß, vor allem in seiner Funktion als CSU-Vorsitzender, und Verteidigungsminister Schröder, der von 1961 bis

1966 das Auswärtige Amt geleitet hatte, brachten sich immer wieder stark in die deutschlandpolitischen Debatten ein. Dies galt auch für die beiden Fraktionsvorsitzenden Barzel und Schmidt, die nicht nur für die parlamentarische Fraktionsarbeit, sondern auch für die parlamentarische Kontrolle der Bundesregierung zuständig sein wollten.[FN 435] Hinzu kamen neben den anderen Kabinettsmitgliedern und den Bundestagsabgeordneten auch die Staatssekretäre und die persönlichen Mitarbeiter. Es war abzusehen, dass die Große Koalition „ein breites Spektrum konträrer Vorstellungen“[FN 436] aufzeigte, wenn es um konkrete gemeinsame Schritte für einen neuen Anlauf in der Deutschlandpolitik ging. Es mangelte dabei auch nicht an Publizisten, an Wissenschaftlern, an Kulturschaffenden, an Ministerialbeamten und Diplomaten, die sich auch mit den Problemen der deutschen Frage auseinander setzten und ihre Ideen und Vorschläge in die Debatten der Parteien, der Verbände und in die Medien einfließen ließen [...].

[ [FN 435]: Dies erklärte Schmidt am 6.1.1967 in einem Brief an den Geschäftsmann Otto A. Friedrich: AdsD, Depositum Helmut Schmidt, Ordner 5345.]

[FN 436]: Schneider, Franz, Die Große Koalition ‒ zum Erfolg verurteilt?, Mainz 1968, S. 94.

Auf keinem anderen Politikfeld tummelten sich während der Ära der Großen

Koalition so viele berufene oder selbsternannte Experten wie auf dem Feld der Deutschlandpolitik, wo sich Innen- und Außenpolitik, Ost- und Westpolitik sowie Sicherheits- und Entspannungspolitik der Bundesrepublik überschnitten und miteinander verzahnten. Schon deshalb mangelte es auch nicht an Politikern und Publizisten, an Wissenschaftlern und Repräsentanten des kulturellen Lebens, an Ministerialbeamten und Diplomaten, die sich mit den vielfältigen Problemen der Deutschlandfrage befassten und ihre Vorstellungen und Anregungen in die Dauerdiskussionen der Parteien und Verbände, der Medien [...] einbrachten. Im Kabinett der Großen Koalition waren der Bundeskanzler und der Außenminister sowie Herbert Wehner als Gesamtdeutscher Minister von Amts wegen für die Deutschlandpolitik zuständig. Aber auch Finanzminister Franz Josef Strauß, vor allem in seiner Funktion als CSU-Vorsitzender, oder Verteidigungsminister Gerhard Schröder, der von 1961 bis 1966 das Auswärtige Amt geführt hatte, fühlten sich zur intensiven Mitsprache berufen. Dies gilt auch für die beiden Fraktionsvorsitzenden Rainer Barzel und Helmut Schmidt, die nicht nur für die parlamentarische Rückendeckung, sondern auch für die parlamentarische Kontrolle der Regierung zuständig sein wollten. Hinzu kamen neben den anderen Kabinettsmitgliedern und Bundestagsabgeordneten die neu ernannten Parlamentarischen Staatssekretäre und persönlichen Mitarbeiter. [...]

Bei diesen Voraussetzungen konnte es nicht verwundern, dass „ein breites Spektrum konträrer Vorstellungen“ die Große Koalition durchzog[FN 60], wenn es um die Definition von deutschlandpolitischen Eckpunkten und um konkrete gemeinsame Schritte im noch weitgehend unerschlossenen Niemandsland der deutsch-deutschen Beziehungen ging.

[FN 60] So Franz Schneider in seiner zeitgenössischen Studie Die Große Koalition ‒ zum Erfolg verurteilt? Mainz 1968, S. 94.

Anmerkungen

Übernahme mit Umstellungen und Literaturreferenz; keine Nennung der tatsächlichen Quelle.

Sichter
Frangge

[47.] Mw/Fragment 060 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 8. December 2011, 22:01 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 060, Zeilen: 11-13, 112-117
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 042, Zeilen: 18-20, 106-110
Er war der sozialdemokratische Gründungsvater der Großen Koalition, der sogar dem katholisch-konservativen Kern der Union imponierte.[FN 250]

[FN 250]: Dies wird unter anderem in einigen Tagebucheinträgen des CDU-Parlamentariers Heinrich Krone, von 1961-1964 Bundesminister für besondere Aufgaben, erkenntlich. Krone schätzte an Wehner den Blick für die Wirklichkeit und schrieb: „Wehner ist ein Mensch, dem letzte Dinge liegen.“ Siehe: Krone, Heinrich, Tagebücher, Band 2: 1961-1966, bearbeitet und hrsgg. von Hans-Otto Kleinmann, Düsseldorf 2003, S. 159 und 191. Siehe auch Krones Eintrag am 1.12.1966, in dem er die Große Koalition als Wehners Werk bezeichnete (S. 526).

Er war und blieb der sozialdemokratische Architekt der Großen Koalition, der sogar den katholisch-konservativen Flügel der CDU beeindruckte.[FN 11]

[FN 11] Dies spiegelt sich in einer Reihe von Tagebucheinträgen von Krone wider. Er schätzte an Wehner „den Blick für die Wirklichkeit“ und stellte fest: „Wehner ist ein Mensch, dem letzte Dinge liegen.“ Krone, Tagebücher, 2. Bd., S. 159 und S. 191. Vgl. auch Krones Schreiben vom 1. Dezember 1966 an Wehner, in dem er die Große Koalition als dessen Werk bezeichnete: Ebda., S. 526.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz; zu Krone werden vom Verf. lediglich grundlegende politisch-biografische Fakten ergänzt.

Sichter
Frangge

[48.] Mw/Fragment 078 01 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:56 (Kybot)
Erstellt: 8. December 2011, 20:58 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 078, Zeilen: 01
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 116, Zeilen: 07-12
[Damit folgten die flexiblen Bestandteile dieser Regierungserklärung der Strategie, die Brandt und Bahr zu Beginn der 1960er Jahre konzipiert und dann in Berlin bei den Passierscheinverhandlungen mit den DDR-Behörden umgesetzt hatten, um die über die Bewohner der geteilten Stadt durch den Mauerbau verhängte Kontaktsperre zu überwinden und die noch] gemeinsame nationale Substanz zu erhalten. Ihre flexiblen Komponenten folgten der Strategie, die Brandt und Bahr zu Beginn der sechziger Jahre entwickelt und dann in Berlin bei den Passierscheinverhandlungen mit DDR-Behörden praktiziert hatten, um die über die Bewohner der geteilten Stadt durch den Mauerbau verhängte Kontaktsperre zu durchbrechen und um die noch vorhandene nationale Substanz zu erhalten.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 077 15

Sichter
Frangge

[49.] Mw/Fragment 077 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 8. December 2011, 20:54 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 077, Zeilen: 15-21
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 116, Zeilen: 04-12
Kiesingers Regierungserklärung zielte auf mehr Flexibilität zwischen den erstarrten juristischen Formeln des bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruchs und der Nichtanerkennung der DDR ab, ohne diese jedoch in Frage zu stellen. Damit folgten die flexiblen Bestandteile dieser Regierungserklärung der Strategie, die Brandt und Bahr zu Beginn der 1960er Jahre konzipiert und dann in Berlin bei den Passierscheinverhandlungen mit den DDR-Behörden umgesetzt hatten, um die über die Bewohner der geteilten Stadt durch den Mauerbau verhängte Kontaktsperre zu überwinden und die noch [gemeinsame nationale Substanz zu erhalten.] Die deutschlandpolitische Ratio dieser Regierungserklärung zielte auf mehr Bewegungsfreiheit zwischen den erstarrten juristischen Formeln der

Alleinvertretung und Nichtanerkennung, ohne diese jedoch zur Disposition zu stellen. Ihre flexiblen Komponenten folgten der Strategie, die Brandt und Bahr zu Beginn der sechziger Jahre entwickelt und dann in Berlin bei den Passierscheinverhandlungen mit DDR-Behörden praktiziert hatten, um die über die Bewohner der geteilten Stadt durch den Mauerbau verhängte Kontaktsperre zu durchbrechen und um die noch vorhandene nationale Substanz zu erhalten.

Anmerkungen

keine Quellenangabe; Fortsetzung in Fragment 078 01

Sichter
Frangge

[50.] Mw/Fragment 075 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 8. December 2011, 18:34 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 09-11, 103-106
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 092, Zeilen: 28-29, 107-108
Daher wird Kanzler Kiesinger teilweise in der Forschung als Vordenker einer neuen deutschen Ostpolitik dargestellt.[FN 320]

[FN 320]: Diese These vertritt zum Beispiel Kroegel, für den Kiesinger der ostpolitische und Wehner der deutschlandpolitische Vordenker der Großen Koalition gewesen war. Siehe: Kroegel, Dirk, Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, München 1997, S. 88. [...]

Deswegen wurde der Kanzler der Großen Koalition aber noch nicht zum Vordenker der „neuen Ostpolitik“.[FN 7]

[FN 7] Diese These vertritt Kroegel, Einen Anfang finden, für den Kiesinger der ostpolitische und Wehner der deutschlandpolitische Vordenker der Großen Koalition war.

Anmerkungen

Die Übernahme wird insbesondere dadurch deutlich, dass die Seitenzahl bei Kroegel vom Verf. offenbar frei erfunden ist: vgl. [2].

Sichter
Frangge

[51.] Mw/Fragment 069 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 8. December 2011, 18:13 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 069, Zeilen: 11-13
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 089, Zeilen: 11-14
CDU/CSU und SPD sahen in der Großen Koalition eine Zweckgemeinschaft für eine

begrenzte Zeitspanne, um schwierige Probleme in der Innen- und Außenpolitik sowie in der Wirtschafts- und Sozialpolitik zu bewältigen.

Beide Seiten sahen in der Großen Koalition eine Zweckgemeinschaft für eine begrenzte Zeit, um dringende Probleme in der Innen- und Außenpolitik sowie in der Wirtschafts- und Sozialpolitik zu bewältigen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[52.] Mw/Fragment 061 01 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:56 (Kybot)
Erstellt: 7. December 2011, 22:04 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 061, Zeilen: 01
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 038, Zeilen: 08-12
[Die Große Koalition war aus der Sicht der SPD ein Etappensieg auf dem Weg zum Machtwechsel, ein „zeitweiliges Zusammengehen“[FN 253] mit der CDU/CSU, auf das die Ablösung] der CDU/CSU an der Regierungsspitze folgen sollte. Die Große Koalition war aus der Sicht der sozialdemokratischen Erneuerer eine Zwischenetappe auf dem Weg zum Machtwechsel, ein nur „zeitweiliges Zusammengehen“ mit der CDU/CSU, auf das die Ablösung der Unionsparteien an der Regierungsspitze folgen sollte.[FN 2]
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 060 17

Sichter
Frangge

[53.] Mw/Fragment 060 17 - Diskussion
Bearbeitet: 10. June 2012, 11:15 (Hindemith)
Erstellt: 7. December 2011, 21:57 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 060, Zeilen: 17-21, 121-123
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 038, Zeilen: 04-12, 101-104
Die SPD wollte sich mit ihrem verjüngten Führungspersonal, dem nun auch Brandt angehörte, zu einer pragmatischen Volkspartei entwickeln, zu einer Partei, die ein modernes Deutschland repräsentierte und daher für Wechselwähler attraktiv wurde. Die Große Koalition war aus der Sicht der SPD ein Etappensieg auf dem Weg zum Machtwechsel, ein „zeitweiliges Zusammengehen“[FN 253] mit der CDU/CSU, auf das die Ablösung [der CDU/CSU an der Regierungsspitze folgen sollte.]

[FN 253]: Zitat Wehner im Sommer 1966 in einem Interview gegenüber dem Publizisten Günter Gaus. Siehe: Gaus, Günter, Staatserhaltende Opposition oder hat die SPD kapituliert? Gespräche mit Herbert Wehner, Reinbek bei Hamburg 1966, S. 119.

Die Sozialdemokratie wollte sich unter der Regie einer verjüngten Führungsmannschaft, der nun auch Willy Brandt angehörte, zur pragmatischen Volkspartei wandeln, zu einer Partei, die das „moderne Deutschland“ verkörperte und auch deshalb für Wechselwähler attraktiv wurde. Die Große Koalition war aus der Sicht der sozialdemokratischen Erneuerer eine Zwischenetappe auf dem Weg zum Machtwechsel, ein nur „zeitweiliges Zusammengehen“ mit der CDU/CSU, auf das die Ablösung der Unionsparteien an der Regierungsspitze folgen sollte.[FN 2]

[FN 2] Dies betonte Wehner rückblickend in einem langen Interview mit Günter Gaus, als er im Sommer 1966 seine Aktivitäten zur Bildung einer Großen Koalition seit 1962 schilderte. Günter Gaus, Staatserhaltende Opposition oder Hat die SPD kapituliert? Gespräche mit Herbert Wehner, Reinbek 1966, Zitat S. 119.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz; Fortsetzung in Fragment 061 01 Gaus (1966, S. 119): „Wehner: [...] Ich glaube übrigens nicht, daß ein solches zeitweiliges Zusammenregieren zweier großer Parteien das Parlament töten müßte. [...]“ (keine Hervorhebung im Original). Mw schreibt nachweislich von Schönhoven ab („zeitweiliges Zusammengehen“).

Sichter
Frangge

[54.] Mw/Fragment 054 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 7. December 2011, 20:47 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel, Schönhoven 2004, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 054, Zeilen: 01-05, 101-102
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 061, Zeilen: 101-106
Strauß erklärte auf der CDU/CSU-Fraktionssitzung am 30. November 1966, dass die FDP in den Koalitionsverhandlungen sowohl in der Steuerpolitik wie in der Deutschlandpolitik zu keinem Kompromiss bereit gewesen sei. Sie sei von allen guten Geistern verlassen gewesen, obwohl sich Kiesinger bis zur Selbstverleugnung um die Liberalen bemüht habe.[FN 211]

[FN 211]: CDU/CSU-Fraktionssitzung 30.11.1966: ACDP, Protokolle der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Bandsignatur 08-001-1011/1: S. 451-485, hier S. 456-457.

[FN 60] In der Fraktionssitzung der Bundestagsfraktion der CDU/CSU am 30. November 1966 erklärte Strauß, die FDP sei in den Verhandlungen sowohl in der Steuerpolitik wie in der Deutschlandpolitik zu keinem Kompromiss bereit gewesen; sie sei „von allen guten Geistern“ verlassen gewesen, obwohl sich Kiesinger „bis zur Selbstverleugnung“ um die Liberalen bemüht habe. ACDP, Protokolle der Bundestagsfraktion der CDU/CSU, VIII-001-1011/1.
Anmerkungen

Auch wenn die Passage kurz ist, ist hier ob der starken Ähnlichkeit bzw. sogar Identität im Wortlaut des zweiten Satzes von einer Übernahme auszugehen. Die Quellenangabe wird vom Verf. ergänzt.

Sichter
Frangge

[55.] Mw/Fragment 179 15 - Diskussion
Bearbeitet: 10. June 2012, 11:17 (Hindemith)
Erstellt: 7. December 2011, 19:16 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 15-28, 109-110
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 408, Zeilen: 06-23, 101-102
Brandt führte im Februar 1969 in seinem Aufsatz mit dem Titel “Plädoyer für die Vernunft. Deutsche Außenpolitik nach dem 21. August“ aus, dass die Besetzung der Tschechoslowakei in der politischen Landschaft Europas wie ein Erdbeben gewirkt und tiefe Spalten und Risse hinterlassen habe. Dennoch sei die europäische Landschaft in ihren Grundstrukturen die gleiche geblieben. Europa lebe weiterhin in einer Zeit des Übergangs, der sich in einer widersprüchlichen Form vollziehe, aber die Menschen in Ost und West letztlich doch einander näher bringen werde. Denn die Sowjetunion wünsche

wegen ihrer eigenen Interessen nicht nur Konfrontation, sondern auch Kommunikation. Die Industriegesellschaften, auch die des kommunistischen Typs, bräuchten Kommunikation zumal auf wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Gebiet. Das Verlangen nach geistiger Freiheit und menschlicher Würde breche immer wieder durch. Die Identifikation nationaler Interessen verbinde sich mit der Hoffnung auf mehr europäische Gemeinsamkeit. Das alles werde den Beteiligten in Ost und West noch viel zu denken und zu entscheiden geben, schrieb Brandt.[FN 793]

[FN 793]: Brandt, Willy, Plädoyer für die Vernunft. Deutsche Außenpolitik nach dem 21. August. In: Der Monat, Heft 245, Februar 1969, S. 20-26, hier S. 23.

In einem Rückblick auf das Jahr 1968 und einem Ausblick auf die kommende

Zeit hatte Brandt bereits im Februar 1969 betont, die Besetzung der CSSR habe in der politischen Landschaft Europas „wie ein Erdbeben gewirkt“ und „tiefe Spalten und Risse“ hinterlassen. Dennoch sei die europäische Landschaft in ihren Grundstrukturen die gleiche geblieben. Europa lebe weiterhin „in einer Zeit des Übergangs, der sich „in der Form eines widerspruchsvollen Prozesses“ vollziehe, aber „die Menschen in Ost und West letztlich doch einander näher“ bringen werde. Diese außenpolitische Prognose, die Brandt mit dem Titel „Plädoyer für die Vernunft“[FN 185] überschrieb, begründete er mit folgenden Sätzen: „Die Sowjetunion wünscht ihrer eigenen Interessen wegen nicht nur Konfrontation, sondern auch Kommunikation. Die Industriegesellschaften, auch die des kommunistischen Typs, brauchen Kommunikation, zumal auf wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Gebiet. Das Verlangen nach geistiger Freiheit und menschlicher Würde bricht immer wieder durch. Die Identifikation nationaler Interessen verbindet sich mit der Hoffnung auf mehr europäische Gemeinsamkeit. Das alles wird den Beteiligten in Ost und West, vor allem im Osten, noch viel zu denken und zu entscheiden geben.“

[FN 185] Willy Brandt, Plädoyer für die Vernunft. Deutsche Außenpolitik nach dem 21. August, in: Der Monat, Jg. 21, Heft 245, Februar 1969, S. 20-26.

Anmerkungen

Der Verf. gibt genau dieselben Gedanken aus Brandts Artikel wieder wie Schönhoven. Darüber hinaus finden sich diese nicht, wie der Verf. angibt, auf S. 23 (dort finden sich lediglich die letzten beiden Sätze), sondern auf den S. 20, 22 und 23. Der Verdacht liegt daher nahe, dass Brandts Artikel Mw gar nicht vorgelegen und er einfach irgendeine Seitenzahl zwischen 20 und 26 genannt hat. Vgl. ferner Brandts (1969) Originalformulierung: "Jedenfalls hat die Besetzung der uns benachbarten CSSR in der politischen Landschaft Europas wie ein Erdbeben gewirkt. Es hinterließ tiefe Spalten und Risse, und so manche Brücke stürzte ein oder erwies sich als nicht mehr tragfähig; aber in ihren Grundstrukturen blieb die Landschaft die gleiche." Mw "schöpft" nachweislich "seine" Zusammenfassung der Primärquelle aus Schönhoven (2004).

Sichter
Frangge

[56.] Mw/Fragment 052 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 6. December 2011, 14:50 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 052, Zeilen: 01-08, 102-104
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 55; 66; 67, Zeilen: 15-21, 103-106; 28-32; 01
[Das Verhältnis zu Washington und Paris sollte wieder in Ordnung gebracht werden, dabei ging es der SPD vor allem um die Klärung der bündnispolitischen Konflikte, die durch den Streit] zwischen den “Gaullisten“ und den “Atlantikern“ in den Unionsparteien seit dem Frühsommer 1966 immer wieder neu aufgeflammt waren. Darüber hinaus befürwortete die SPD eine deutsche Unterzeichnung des national und international kontrovers debattierten Atomwaffensperrvertrags. In der Deutschlandpolitik forderte die SPD, unterhalb der Schwelle einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR, denkbare kulturelle Kontakte, Behördengespräche und Handelsbeziehungen auszuweiten, um die nationale Substanz zu erhalten und jeden nur möglichen Ansatz zur Überwindung der deutschen Teilung zu verfolgen.[FN 202]

[FN 202]: [...] Zur Entstehung des Acht-Punkte-Programmes siehe: Soell, Hartmut, Fraktion und Parteiorganisation. Zur Willensbildung der SPD in den 60er Jahren. In: Politische Vierteljahresschrift, Band 10, 1969, S. 604-628.

[Seite 55, Z. 15-21]

Außenpolitisch ging es ihr dabei um die Beilegung der bündnispolitischen Konflikte, die durch den Streit der „Gaullisten“ und der „Atlantiker“ in den Unionsparteien seit dem Frühsommer 1966 immer wieder neue Nahrung erhalten hatten.[FN 46] Darüber hinaus votierten die Sozialdemokraten für eine Unterzeichnung des international und national kontrovers diskutierten Nichtverbreitungsvertrages [...].

[Seite 66, Z. 28-32 u. S. 67, Z. 1]

In der Deutschlandpolitik einigte man sich hingegen im Prinzip auf die sozialdemokratische Forderung, unterhalb der Schwelle einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR denkbare kulturelle Kontakte, Behördengespräche und Handelsbeziehungen zu intensivieren, um die nationale Substanz zu erhalten und jeden nur möglichen Ansatz zur Überwindung der [Seite 67] Teilung zu verfolgen.[FN 71]

[Seite 55, Z. 103-106]

[FN 45] [...] Zur Entstehungsgeschichte des Katalogs s. Hartmut Soell, Fraktion und Parteiorganisation. Zur Willensbildung der SPD in den 60er Jahren, in: Politische Vierteljahrsschrift, Bd. 10, 1969, S. 604-628.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 051 20. Übernahme von verschiedenen Seiten mitsamt einer Literaturreferenz.

Sichter
Frangge

[57.] Mw/Fragment 051 20 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 6. December 2011, 14:27 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel, Schönhoven 2004, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 051, Zeilen: 17-26, 101-104
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 54; 55, Zeilen: 15-27, 101-103; 15-19
Am 2. November 1966 hatte der Vorstand der SPD-Fraktion ein Positionspapier fertig gestellt und zu Teilen veröffentlichen lassen, das in acht Punkten die Verhandlungslinien der SPD in den Bereichen der Außen- sowie der Wirtschafts- und Finanzpolitik aufzeigte.[FN 201] Darin stand unter anderem: „Ehrgeiz auf atomaren Mitbesitz aufgeben, ... aktiv für die Normalisierung unseres Verhältnisses zu den östlichen Nachbarvölkern und für die Versöhnung mit ihnen eintreten. ... Klarheit über unseren inneren Handlungsspielraum gegenüber den Ostberliner Machthabern schaffen und diesen Handlungsspielraum ausfüllen.“ Das Verhältnis zu Washington und Paris sollte wieder in Ordnung gebracht werden, dabei ging es der SPD vor allem um die Klärung der bündnispolitischen Konflikte, die durch den Streit [zwischen den “Gaullisten“ und den “Atlantikern“ in den Unionsparteien seit dem Frühsommer

1966 immer wieder neu aufgeflammt waren.]

[FN 201]: Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Sitzungsprotokolle 1961-1966, bearbeitet von Heinrich Potthoff, 2. Halbband: 73.-167. Sitzung. In: Bracher, Karl Dietrich u. a. (Hrsg.), Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 8/III: Deutschland seit 1945, Düsseldorf 1993, S. 1000, Fußnote 7.

[Seite 54, Z. 15-27]

Bereits am 2. November veröffentlichte der Vorstand der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion ein Positionspapier, das in acht Punkten die Verhandlungslinie der Partei auf dem Feld der Außen- sowie der Wirtschafts- und Finanzpolitik in groben Zügen absteckte: Bündnispolitisch sei „das Verhältnis zu Washington und Paris wieder in Ordnung“ zu bringen. Ferner habe die Bundesrepublik [...] den „Ehrgeiz auf atomaren Mitbesitz“ aufzugeben. Bonn müsse „aktiv für die Normalisierung unseres Verhältnisses zu den östlichen Nachbarvölkern und für die Versöhnung mit ihnen eintreten“. Außerdem sei es Aufgabe der Bundesregierung, Klarheit „über unseren inneren Handlungsspielraum gegenüber den Ostberliner Machthabern“ zu schaffen, und sie müsse „diesen Handlungsspielraum ausfüllen.“

[Seite 55, Z. 15-19]

Außenpolitisch ging es ihr dabei um die Beilegung der bündnispolitischen Konflikte, die durch den Streit der „Gaullisten“ und der „Atlantiker“ in den Unionsparteien seit dem Frühsommer 1966 immer wieder neue Nahrung erhalten hatten.[FN 46]

[Seite 55, Z. 101-103]

[FN 45] Dieser Acht-Punkte-Katalog wurde am 2. November 1966 von der Pressestelle der SPD-Fraktion veröffentlicht. Abgedruckt in: Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Sitzungsprotokolle 1961—1966, S. 1000, Anm. 7. [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt (ergänzter) Quellenreferenz; Fortsetzung in Fragment 052 01

Sichter
Frangge

[58.] Mw/Fragment 011 29 - Diskussion
Bearbeitet: 27. November 2013, 21:40 (WiseWoman)
Erstellt: 6. December 2011, 11:17 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 011, Zeilen: 29-33
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 032, Zeilen: 07-13
In der Deutschlandpolitik entbrannte an dem bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch ein kaum lösbarer Koalitionskonflikt, auch wenn der Briefwechsel Stoph-Kiesinger im Sommer 1967 auf eine Auflockerung der innerdeutschen Fronten und auf eine Annäherung der unterschiedlichen Positionen von CDU/CSU und SPD hingedeutet hatte. [...] in der Deutschlandpolitik entzündete sich an [...] dem [...] Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik ein unlösbarer Koalitionskonflikt, obwohl der Briefaustausch mit der DDR-Führung im Sommer 1967 zunächst auf eine Auflockerung der innerdeutschen Fronten und auf eine Annäherung der unterschiedlichen Standpunkte von SPD und Unionsparteien

hingedeutet hatte.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[59.] Mw/Fragment 268 09 - Diskussion
Bearbeitet: 6. January 2014, 22:54 (Schumann)
Erstellt: 6. December 2011, 11:04 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 268, Zeilen: 09,10-28, 105-109
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 381; 382; 383, Zeilen: 31-34, 103-105; 01-03, 15-18, 20-26, 32-36; 01
Von welcher Generallinie Brandt [...] ausging, und welche Möglichkeiten er für eine Verbesserung des Ost-West-Verhältnisses sah, hatte er im August 1967 in einem Artikel mit der Überschrift “Entspannungspolitik mit langem Atem“ erläutert. Darin erklärte Brandt, dass sich die erstarrten militärischen Fronten zwischen West und Ost auflockerten und nun ein allmählicher Abbau der militärischen Konfrontation möglich sei. Im Hinblick auf die DDR schrieb Brandt, je mehr Freiheit das Ostberliner Regime den Menschen gewähre, desto mehr anerkennende Zustimmung könne es in der Welt finden.[FN 1177] In diesem Artikel hatte Brandt die gedankliche Linie seiner Ostpolitik präzise beschrieben. Die Lösung der deutschen Frage war für ihn der Schaffung einer europäischen Friedensordnung untergeordnet, wobei er einerseits den Abbau der militärischen Konfrontation zwischen Ost und West im Fokus hatte und anderseits zwischen den berechtigten nationalen Sicherheitsinteressen der einzelnen Staaten und einer Entspannungspolitik keinen Graben entstehen lassen wollte. In Richtung Osten versprach Brandt in seinem Artikel: „Wir haben unsere Hand ausgestreckt, und sie bleibt ausgestreckt.“[FN 1178] Dazu ergänzte Brandt im selben Monat in einem Artikel im “Vorwärts“: „Wir stellen keine Bedingungen, und wir drängen nicht. Wir haben einen langen Atem und die Hoffnung, daß die Vorteile einer Politik der Entspannung und Zusammenarbeit schließlich auf allen Seiten anerkannt werden.“[FN 1179]

[FN 1177]: Brandt, Willy, Entspannungspolitik mit langem Atem. In: Außenpolitik. Zeitschrift für internationale Fragen, Jg. 18, Heft 8, 1967, S. 449-454, hier S. 450.

[FN 1178]: Brandt, Willy, Entspannungspolitik mit langem Atem. In: Außenpolitik. Zeitschrift für internationale Fragen, Jg. 18, Heft 8, 1967, S. 449-454, hier S. 453.

[FN 1179]: “Vorwärts“ vom 24.8.1967.

Von welcher Lagebeurteilung Brandt ausging und welche Möglichkeiten für eine Verbesserung des Ost-West-Verhältnisses er sah, hat er in einem programmatischen Artikel unter der [...] Überschrift „Entspannungspolitik mit langem Atem“ im August 1967 erläutert.[FN 118] Da- [Seite 382] rin betonte er, dass die erstarrten militärischen Fronten zwischen West und Ost sich aufzulockern begännen und ein allmählicher Abbau der militärischen Konfrontation möglich sein könnte. [...] An die Adresse der DDR-Führung richtete er den Satz: „Je mehr Freiheit das Ostberliner Regime den Menschen gewähren würde, desto mehr anerkennende Zustimmung könnte es in der Welt finden.“ [...] Dies unterstrich er in seiner abschließenden Formulierung nochmals in den Worten: „Wir haben unsere Hand ausgestreckt, und sie bleibt ausgestreckt. Wir stellen keine Bedingungen, und wir drängen nicht. Wir haben einen langen Atem und die Hoffnung, dass die Vorteile einer Politik der Entspannung und Zusammenarbeit schließlich auf allen Seiten anerkannt werden.“ In diesem Artikel hatte Brandt den gedanklichen Rahmen seiner Ost- und Deutschlandpolitik ziemlich exakt konturiert [...] Die Lösung der deutschen Frage war für ihn eindeutig der Herbeiführung einer europäischen Friedensordnung nachgeordnet, wobei er einerseits den Abbau der militärischen Konfrontation zwischen West und Ost im Auge hatte und andererseits zwischen den berechtigten nationalen Sicherheitsinteressen der einzelnen Staaten und ei- [Seite 383] ner gemeinsamen Entspannungspolitik keine Kluft entstehen lassen wollte.

[FN 118] Willy Brandt, Entspannungspolitik mit langem Atem, in: Außenpolitik, Jg. 18, Heft 8, 1967, S. 449-454. Dort die folgenden Zitate. Der Artikel wurde [...] vom Vorwärts am 24. August 1967 nachgedruckt. [...]

Anmerkungen

Übernahme mit Auslassungen, Umstellungen und (ergänzten) Quellenangaben. Bemerkenswert ist hierbei, dass die für Brandts Artikel in der Zeitschrift "Außenpolitik" angegebenen Seitenzahlen um je eine Seite "nach vorne" von den tatsächlichen Seitenzahlen abweichen. Der Verdacht liegt nahe, dass sie – innerhalb des von Schönhoven genannten Bereichs – vom Verfasser auf gut Glück geraten worden sind. Vgl. ferner Brandts (1967) Originalformulierung: "Die erstarrten politischen Fronten beginnen sich aufzulockern. Ein allmählicher Abbau der militärischen Konfrontation erscheint denkbar." (keine Hervorhebung im Original) Mw "schöpft" nachweislich "seine" Zusammenfassung der Primärquelle aus Schönhoven (2004) "...Abbau der militärischen Konfrontation möglich..."(keine Hervorhebung im Original) und übernimmt ferner Schönhovens Erläuterungen zu Brandts Aufsatz.

Sichter
Frangge

[60.] Mw/Fragment 252 24 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:21 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 6. December 2011, 10:04 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel, Schönhoven 2004, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 252, Zeilen: 21-29
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 400, Zeilen: 101-109
Er beschwerte sich am 30. Juli erneut in einem Brief an Kiesinger darüber, dass seit geraumer Zeit eine Kampagne gegen seine Außenpolitik im Gange sei, an der sich der “Bayernkurier“ für die CSU und Teile der CDU beteiligten.

Warnend fügte Brandt hinzu, alle Beteiligten sollten wissen, dass die SPD ihren Vorsitzenden nicht im Stich lasse. Es ginge aber gar nicht um ihn, sondern ebenso sehr um Kiesingers Regierungserklärung. Missfallen an der Großen Koalition und ihrer politischen Linie könne man natürlich durch Angriffe auf den Außenminister abreagieren. Der Koalition und ihrer Arbeit könne das allerdings nicht gut bekommen, warnte Brandt.[FN 1115]

[ [FN 1115]: Brandt an Kiesinger 30.7.1968, S. 1-3, hier S. 2: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 13]

[FN 165] In einem geharnischten Brief vom 30. Juli 1968 beschwerte sich Brandt bei Kiesinger darüber, dass seit geraumer Zeit eine Kampagne gegen seine Außenpolitik im Gange sei, an der sich der „Bayernkurier“ für die CSU und Teile der CDU beteiligen würden. Warnend fügte er hinzu: „Alle Beteiligten sollten wissen, dass die SPD ihren Vorsitzenden nicht im Stich lässt. Es geht aber gar nicht nur um mich, sondern ebenso sehr um Ihre Regierungserklärung. Missfallen an der Großen Koalition und ihrer politischen Linie kann man natürlich durch Angriffe auf den Außenminister abreagieren. Der Koalition und ihrer Arbeit kann das allerdings nicht gut bekommen.“ [Zitiert nach der Kopie des Schreibens. AdsD, SPD-Bundestagsfraktion. V. Wahlperiode, Mappe 631.]
Anmerkungen

Auch wenn der Verf. hier eine etwas andere Quelle angibt, lässt der Wortlaut da, wo er keine Paraphrase ist, die ursprüngliche Quelle erkennen.

Sichter
Frangge

[61.] Mw/Fragment 208 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:18 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 6. December 2011, 08:43 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 208, Zeilen: 01-25, 102-103
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 474; 475, Zeilen: 20-35; 01-07, 101-105
[Die Argumente, die gegen eine] Zustimmung ins Feld geführt würden, seien nicht überzeugend. Er rechne mit einer Unterzeichnung des Vertrags durch die Mehrzahl der Teilnehmer der bevorstehenden Genfer Konferenz der Nichtnuklearstaaten, und er befürchte eine internationale Isolierung

der Bundesrepublik im Falle einer Unterschriftenverweigerung, so Brandt. Da davon auszugehen sei, dass auch die anderen EWG-Mitglieder den Vertrag billigen würden, spreche objektiv viel dafür, in der Bundesrepublik noch im Sommer die Vorraussetzungen [sic] für die Unterschrift zu schaffen, selbst wenn dies nicht einfach sei. Gegen eine Vertagung der Entscheidung weit in den Herbst hinein habe er größte Bedenken, schrieb Brandt. Diese Haltung würde wie ein – für die Bundesregierung gefährliches Misstrauensvotum – gegen die jetzige US-Administration wirken. Außerdem würde die Entscheidung dann in den Sog des eigenen Wahlkampfes kommen. Warnend fügte Brandt an, dass dies die Große Koalition zu einem Zeitpunkt zerbrechen lassen könnte, wo sie noch wichtige Aufgaben zu erfüllen habe. Jede Verzögerung würde Druck von Ost und West auf die Bundesrepublik auslösen. Dies würde dann sicherlich die nationalistische Propaganda dazu bewegen, den Parteien der Großen Koalition Erfüllungspolitik und Verrat nationaler Interessen vorzuwerfen. Hingegen würden Ostberlin und Moskau ein bedeutendes Propagandainstrument aus der Hand verlieren, wenn Bonn dem Vertrag beitrete. Das Ratifizierungsverfahren durch den Bundestag könnte man nach der Unterschrift durch die Bundesregierung in Ruhe vornehmen und erst nach der Bundestagswahl im September 1969 zum Abschluss bringen, schlug Brandt in seinem Brief an Kiesinger vor.[FN 926] Brandt berücksichtigte hiermit auch einen Vorschlag von Bahr, der am 25. April 1968 in einem Positionspapier dazu geraten hatte, die Unterzeichnung des NV-Vertrags im Herbst vorzunehmen, denn damit würde 1969 ein NV-freies Jahr werden, und die Ratifizierung müsste erst den nächsten Bundestag beschäftigen. [...][FN 927]

[ [FN 926]: Brandt an Kiesinger 15.7.1968, S. 1-5: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 13.]

[FN 927]: Bahrs Positionspapier 25.4.1968, S. 1-4, hier S. 3: AdsD, Depositum Egon Bahr, Ordner 341, Mappe 909.

Nach Brandts Auffassung waren die Argumente, die gegen eine Zustimmung ins Feld geführt wurden, nicht überzeugend. Er rechnete mit einer Unterzeichnung des Vertrags durch die Mehrzahl der Teilnehmer der bevorstehenden Genfer Konferenz der Nichtnuklearstaaten und er befürchtete eine internationale Isolierung der Bundesrepublik im Falle einer Unterschriftsverweigerung. Da davon auszugehen sei, dass auch die anderen EWG-Mitglieder den Vertrag billigen würden, „spräche objektiv viel dafür“, in der Bundesrepublik „noch im Sommer die Voraussetzungen für die Unterschrift zu schaffen“, selbst wenn dies nicht einfach sei. Gegen eine Vertagung der Entscheidung „weit in den Herbst hinein“ hatte der Außenminister größte Bedenken. Diese Haltung wirke wie „ein für uns gefährlich es Misstrauensvotum gegen die jetzige USA-Administration“. Äußerdem käme die Entscheidung dann „in den Sog des eigenen Wahlkampfes.“ Warnend fügte er an: „Das könnte die Große Koalition zu einem Zeitpunkt zerbrechen lassen, da sie noch wichtige Aufgaben zu erfüllen hat.“ Jede Verzögerung werde Druck von Ost und West auf die Bundesrepublik auslösen. [Seite 475] Dies werde dann „die nationalistische Propaganda“ motivieren, „den Parteien der Großen Koalition Erfüllungspolitik und Verrat nationaler Interessen vorzuwerfen“. Hingegen würden Ostberlin und Moskau „ein bedeutendes Propagandainstrument aus der Hand“ verlieren, wenn Bonn dem Vertrag beitrete. Das Ratifizierungsverfahren durch den Bundestag könne man nach der Unterschrift durch die Regierung „in Ruhe“ vornehmen und erst nach

den Wahlen zum Abschluss bringen.[FN 109]

[FN 109] Brandt folgte mit diesem Vorschlag einem Positionspapier von Bahr, der am 25. April 1968 im Vorfeld einer außenpolitischen Klausurtagung betont hatte, die Bundesrepublik solle die Unterzeichnung im Herbst 1968 ins Auge fassen; 1969 werde „damit ein NV-freies Jahr“ und die Ratifizierung müsse erst den nächsten Bundestag beschäftigen. AdsD, Depositum Egon Bahr, Box 341.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 207 16; Übernahme mit leichten Anpassungen und einer (ergänzten) Quellenreferenz

Sichter
Frangge

[62.] Mw/Fragment 207 16 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 6. December 2011, 08:05 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 207, Zeilen: 16-29
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 474, Zeilen: 03-21, 101
Seine Befürwortung für eine deutsche Unterzeichnung des NV-Vertrags hatte Brandt am 15. Juli 1968 in einem Brief an Kiesinger begründet, der Brandts positive Haltung zu dem Atomwaffensperrvertrag reflektierte und zugleich den weiteren Bestand der Koalition in Frage stellte, falls die Unionsparteien weiterhin durch Verzögerung oder Verweigerung der Unterzeichnung die Fortführung der deutschen Entspannungspolitik gefährdeten und unglaubwürdig machten. Brandt schrieb dem Kanzler, dass nun die Glaubwürdigkeit der deutschen Entspannungspolitik auf dem Spiel stehe, weil jede weitere Vertagung einer Zustimmung das latente Misstrauen gegen die Bundesrepublik

sowohl bei ihren östlichen Nachbarn als auch bei manchen einflussreichen Kreisen im Westen verstärke. Dazu trügen die widersprüchlichen Aussagen von Politikern der Großen Koalition und auch von Mitgliedern der Bundesregierung bei. Jede Woche, um die die Bundesregierung die Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags ohne Not verzögere, führe zu nachteiligen Dauerwirkungen und liefere den Gegnern der Bundesrepublik einen billigen Vorwand für ihre Propaganda. Die Argumente, die gegen eine [Zustimmung ins Feld geführt würden, seien nicht überzeugend.]

Sein Plädoyer für ein bundesrepublikanisches Ja zum Nichtverbreitungsvertrag begründete Brandt in zwei persönlichen Schreiben an Kiesinger, die seine prinzipiell positive Einstellung zu diesem Vertragswerk verdeutlichten und zugleich den weiteren Bestand der Koalition in Frage stellten, falls die Unionsparteien weiterhin durch Verzögerung oder Verweigerung der Unterschrift die Fortführung seiner Entspannungspolitik gefährdeten und die bundesrepublikanische Bereitschaft zum Gewaltverzicht unglaubwürdig machten.

Zunächst ließ Brandt den Kanzler im Juli 1968 wissen[FN 108], jetzt stehe die „Glaubwürdigkeit unserer Entspannungspolitik auf dem Spiel“, weil jede weitere Vertagung einer Zustimmung „das latente Misstrauen“ gegen die Bundesrepublik sowohl bei ihren östlichen Nachbarn wie auch „bei manchen einflussreichen Kreisen im Westen“ verstärken müsse. Dazu trügen „die widersprüchlichen Aussagen von Politikern der Großen Koalition“ und auch von Mitgliedern der Bundesregierung bei. Jede Woche, um die man die Unterzeichnung „ohne Not“ verzögere, führe zu „nachteiligen Dauerwirkungen“ und liefere den Gegnern der Bundesrepublik „einen billigen Vorwand für ihre Propaganda“. Nach Brandts Auffassung waren die Argumente, die gegen eine Zustimmung ins Feld geführt wurden, nicht überzeugend.

[FN 108] Schreiben Brandts an Kiesinger vom 15. Juli 1968. [...]

Anmerkungen

Übernahme mit leichten Anpassungen; Fortsetzung in Fragment 208 01

Sichter
Frangge

[63.] Mw/Fragment 051 07 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:45 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 4. December 2011, 16:28 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 051, Zeilen: 03-14, 109
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 053; 174, Zeilen: 03-09, 109-110; 13-18
Wehner hatte seit Oktober die Optionen zur Bildung einer Großen Koalition sondiert. Er erklärte am 11. Oktober auf einer SPD-Fraktionssitzung, dass er eine Strategie des Abwartens verfolge, obwohl er von seinen Gesprächspartnern in der Union positive Signale erhalten habe. Er wolle verhindern, dass die SPD mit der Konkursmasse der Kleinen Koalition belastet und von den Unionsparteien als Sündenbock für ihre Schwierigkeiten missbraucht werde.[FN 198] Der SPD-Fraktionsvorsitzende Fritz Erler hatte am 4. Oktober in einer Aufzeichnung betont, dass nun Geduld und Zuversicht von Nöten seien.[FN 199] Die SPD war offensichtlich nicht gewillt, dem Vorbild der FDP zu folgen und die Rolle des kleinen Partners der CDU/CSU zu übernehmen, auch wenn es abzusehen war, dass bei der Bildung einer Großen Koalition die CDU/CSU im Bundestag und in der Bundesregierung mehr Mitglieder vorweisen und den Kanzler stellen würde.

[ [FN 198]: SPD-Pressemitteilung vom 11.10.1966, S. 1-2, hier S. 1: AdsD, Unterlagen der SPD-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 34.]

[FN 199]: Erlers Aufzeichnung 4.10.1966: AdsD, Unterlagen der SPD-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 1922.

[Seite 53, Z. 3-9]

Von den führenden Sozialdemokraten sondierte Wehner seit September 1966 die Möglichkeiten zur Bildung einer Großen Koalition. Obwohl er von seinen Gesprächspartnern in der Union positive Signale erhielt, verfolgte er eine Strategie des Abwartens. Er wollte verhindern, dass die SPD mit der Konkursmasse der Kleinen Koalition belastet und von der CDU/CSU „als Blitzableiter“ für ihre Schwierigkeiten missbraucht werde.[FN 39] Auch der erkrankte Fraktionsvorsitzende Erler mahnte zu „Geduld und Zuversicht“ [...].[FN 40]

[S. 174, Z. 13-18]

Auf keinen Fall waren die sozialdemokratischen Parlamentarier und Kabinettsmitglieder dazu bereit, dem Vorbild der FDP zu folgen und die Rolle eines Juniorpartners der Union zu übernehmen. Sowohl im Bundestag wie in der Regierung pochte man auf das Prinzip der Parität, auch wenn die Unionsparteien in beiden Gremien über mehr Mitglieder verfügten und den Regierungschef stellten.[FN 13]

[ [FN 39] So am 11. Oktober 1966 in einer Sitzung der Bundestagsfraktion der SPD; vgl. Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Sitzungsprotokolle 1961-1966, S. 959. [...]]

[S. 53, Z. 109-110]

[FN 40] Schreiben Erlers vom 4. Oktober 1966 an die Bundestagsfraktion der SPD. AdsD, SPD-Bundestagsfraktion, V. Wahlperiode, Mappe 1922.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Quellenreferenz ([FN 40]). Der letzte Satz wird aus einem anderen Teil von Schönhoven übernommen.

Sichter
Frangge

[64.] Mw/Fragment 018 19 - Diskussion
Bearbeitet: 27. November 2013, 21:42 (WiseWoman)
Erstellt: 4. December 2011, 15:38 Hotznplotz
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 018, Zeilen: 19-22
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 016, Zeilen: 19-22
In der Bundesrepublik waren die 1960er Jahre darüber hinaus eine Zeit der politischen Verunsicherung, in der vier Kanzler in Bonn regierten, und in der ein Generationenwechsel in vielen gesellschaftlichen und politischen Führungspositionen zu verzeichnen war. In der Bundesrepublik waren sie darüber hinaus eine Zeit der politischen Verunsicherung, in der vier Kanzler in Bonn regierten und in der es zu einem Generationswechsel in vielen gesellschaftlichen und politischen Führungspositionen kam [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[65.] Mw/Fragment 049 10 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:44 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 4. December 2011, 15:27 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 049, Zeilen: 05-14, 106
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 118, Zeilen: 20-30, 111
[...] weder eine Isolierung der DDR, wie sie die Bundesregierung Erhard/Schröder mit ihrer diplomatischen Offensive in Osteuropa realisieren wollte, noch eine von Moskau gebilligte Ausgliederung der DDR aus dem Blocksystem des Warschauer Paktes, wie sie schon Kanzler Adenauer und Wehner in ihren Überlegungen thematisiert hatten[FN 187], besaßen in den späten 1960er Jahren im Zuge der angestrebten Ost-West-Entspannung eine Realisierungschance. Realistischer waren hingegen die von Brandt und Bahr

entwickelten deutschlandpolitischen Konzeptionen, deren Ziel Brandt am 6. Dezember 1966 in seinen Notizen zu Kiesingers Regierungserklärung festgehalten hatte: „Diesseits völkerrechtliche Anerkennung der DDR. Energisches Bemühen um innerdeutsche Regelung im Interesse der Menschen.“[FN 188]

[ [FN 187]: Siehe zu diesen Überlegungen ein Interview, das Wehner am 14.12.1966 gegeben hat: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 1/1966-1967, Erster Halbband, S. 81-85.]

[FN 188]: Brandts Notizen 6.12.1966, S. 1-8, hier S. 1: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 17.

Weder eine außenpolitische Einkreisung der DDR, wie sie Gerhard Schröder mit seiner diplomatischen Offensive in Osteuropa realisieren wollte, noch eine von Moskau gebilligte Ausgliederung der DDR aus dem Blocksystem des Warschauer Paktes, wie sie Adenauer und Wehner in ihren Überlegungen skizziert hatten, besaßen in den späten sechziger Jahren auf der internationalen Bühne eine Realisierungschance. Wirklichkeitsnäher waren hingegen die von Brandt und Bahr entwickelten Vorstellungen, deren deutschlandpolitische Generalrichtung Brandt in seinen Notizen zur Regierungserklärung knapp folgendermaßen formuliert hatte: „Diesseits völkerrechtlicher Anerkennung der ,DDR‘ energisches Bemühen um innerdeutsche Regelungen im Interesse der Menschen“.[FN 78]

[FN 78] Notizen vom 6. Dezember 1966. AdsD, WBA, A 7, Mappe 17.

Anmerkungen

Übernahme mit (ergänzter) Quellenreferenz

Sichter
Frangge

[66.] Mw/Fragment 210 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 4. December 2011, 14:33 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 210, Zeilen: 01-16, 20-21, 101
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 475; 476, Zeilen: 28-31, 108-109; 01-20
[In der Kabinettssitzung in der letzten Augustwoche könnte allenfalls die allgemeine grundsätzliche Haltung der Bundes-] regierung zum Nichtverbreitungsvertrag erneut bekräftigt werden.[FN 932]. Die damit offenkundig unüberbrückbar gewordenen Positionen zwischen Kiesinger und Brandt hätten eigentlich in einer kaum mehr zu bewältigenden Koalitionskrise münden müssen, weil der Kanzler und der Außenminister zu diesem Zeitpunkt keine Kompromisslösung mehr anpeilten, und ihr politischer Bewegungsspielraum begrenzt war. Die CDU/CSU-Fraktion, in der Kanzler Kiesingers zwischen den Positionen der CDU/CSU und der SPD vermittelnde Regierungsführung ohnedies unbeliebt war, hatte die Richtlinienkompetenz

des Kanzlers stark eingeengt. Brandt durfte sich als Außenminister und als SPD-Vorsitzender keinem weiteren persönlichen Imageverlust mehr aussetzen, nachdem seine innerparteiliche Reputation nach der brisanten Landtagswahlniederlage der SPD in Baden-Württemberg im Frühsommer 1968 gesunken war. Ausgerechnet die Sowjetunion bewahrte die Bundesrepublik jedoch vor einer Regierungskrise und ermöglichte den Weiterbestand der Großen Koalition. Denn der Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen unter Führung der Sowjetunion in Prag fand wenige Tage nach dem Briefwechsel zwischen Brandt und Kiesinger und wenige Tage vor der für den 27. August geplanten und nun erst mal hinfälligen Kabinettssitzung zum NV-Vertrag statt. [...] Die Niederschlagung des Prager Frühlings bestärkte die Gegner des Atomwaffensperrvertrags in ihrer ablehnenden Haltung und schwächte die Position seiner Befürworter.


[FN 932]: Kiesinger an Brandt 17.8.1968, S. 1-2: AdsD, Depositum Egon Bahr, Ordner 400, Mappe 2.

In der Kabinettssitzung in der letzten Augustwoche könne allenfalls die „allgemeine grundsätzliche Haltung“ der Bundesregierung zum Nichtverbreitungsvertrag „erneut bekräftigt werden“.[FN 111] Der damit offenkundig gewordene Dissens [Seite 476] zwischen Kiesinger und Brandt hätte eigentlich in einer kaum mehr zu bewältigenden Koalitionskrise münden müssen, weil beide Politiker zu diesem Zeitpunkt keine Kompromisslösung mehr anpeilten und ihren politischen Bewegungsspielraum ausgereizt hatten. Kiesingers Richtlinienkompetenz als Kanzler hatte die Fraktion der CDU/CSU fast völlig beschnitten, in der seine zwischen den Positionen der Union und der Sozialdemokratie oft vermittelnde Regierungsführung ohnedies umstritten war; Brandt konnte sich als Außenminister und als Parteivorsitzender keinen weiteren persönlichen Prestigeverlust mehr erlauben, nachdem [...] seine innerparteiliche Reputation nach der Wahlniederlage in Baden-Württemberg erst wieder gefestigt werden musste. Ausgerechnet die Sowjetunion bewahrte die Bundesrepublik in dieser Situation vor einer Regierungskrise und ermöglichte den Weiterbestand der Großen Koalition. Denn der Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes in Prag fand wenige Tage nach dem Briefwechsel zwischen Brandt und Kiesinger und wenige Tage vor der für den 27. August geplanten Kabinettssitzung in Bonn statt. Die Besetzung der Tschechoslowakei durch Truppen des Warschauer Paktes bestärkte die Gegner des Nichtverbreitungsvertrages in ihrer ablehnenden Haltung[FN 112] und schwächte die Position seiner Befürworter.


[FN 111] Schreiben Kiesingers vom 17. August 1968 an Brandt. AdsD, Depositum Egon Bahr, Box 400, Mappe 2.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 209 10; Übernahme mitsamt (ergänzter) Quellenreferenz

Sichter
Frangge

[67.] Mw/Fragment 209 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 4. December 2011, 14:07 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 209, Zeilen: 10-24, 27-31, 106
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 474; 475, Zeilen: 11, 101; 08-31, 106-107
Brandts Brief vom 15. Juli 1968 an Kiesinger hatte diesen nicht zu einer Korrektur seiner Position bewegen können. Der Kanzler war, auch mit Blick auf die Widerstände in der CDU/CSU, nach wie vor entschlossen, die Entscheidung zu verzögern und den NV-Vertrag keinesfalls während des Sommers im Kabinett zur Abstimmung zu stellen. Brandt drängte Kiesinger am 10. August in einem Brief, den er in seinem norwegischen Urlaubsort Hamar handschriftlich verfasste hatte, erneut dazu, dass im Kabinett wenigstens eine Vorklärung vorgenommen werde. Hierbei sollte die grundsätzlich positive Haltung der Bundesregierung bestätigt werden, die diese bereits im April 1967 vor dem Bundestag eingenommen habe.[FN 930] Ferner sollte, so Brandt, das Kabinett diejenigen Teile des NV-Vertrags akzeptieren, an denen es nichts mehr auszusetzen habe. Schließlich könnte man die Punkte zusammenstellen, zu denen der Bundesregierung an einer über den Vertragstext hinausreichenden Klärung gelegen sei. Der Außenminister fügte hinzu, dass man mit einer derartigen Vorklärung zur Not auf der für Anfang September in Genf terminierten Tagung der Nichtnuklearstaaten bestehen könnte, aber ohne sie halte er eine Teilnahme an dieser Konferenz nicht für ratsam. [...][FN 931]

[...] Kiesinger bemerkte am 17. August 1968 in seinem Antwortbrief an Brandt, dass die von Brandt gewünschte Vorklärung im Kabinett zu einer Art Vorentscheidung führen würde, die er aus innen- wie außenpolitischen Gründen noch nicht für möglich halte. In der Kabinettssitzung in der letzten Augustwoche könnte allenfalls die allgemeine grundsätzliche Haltung der Bundes- [regierung zum Nichtverbreitungsvertrag erneut bekräftigt werden.[FN 932].]

[FN 931] Brandt an Kiesinger 10.8.1968, S. 1-3: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-001.

[Seite 474]

Zunächst ließ Brandt den Kanzler im Juli 1968 wissen[FN 108] [...].

[Seite 475]

Brandts Argumente veranlassten Kiesinger nicht zu einer Korrektur seiner Position. Der Kanzler war, auch mit Blick auf die Widerstände in der Union, nach wie vor entschlossen, die Entscheidung zu verzögern und den Vertrag keinesfalls während der Sommerpause im Kabinett zur Abstimmung zu stellen. Daraufhin drängte ihn Brandt in einem zweiten Schreiben im August 1968, das er in seinem norwegischen Urlaubsort Hamar handschriftlich verfasst hatte, im Kabinett wenigstens eine „Vorklärung“ vornehmen zu lassen.[FN 110] Hierbei sollte „die grundsätzlich positive Haltung“ der Bundesregierung bestätigt werden, die diese bereits im April 1967 vor dem Bundestag eingenommen habe. Ferner sollte das Kabinett diejenigen Teile des Vertrages akzeptieren, an denen man „nichts mehr auszusetzen“ habe. Und schließlich könne man die Punkte zusammenstellen, zu denen der Bundesregierung „an einer über den Vertragstext hinausreichenden Klärung gelegen“ sei. Unmissverständlich fügte Brandt hinzu: Mit einer derartigen Vorklärung könne man „zur Not“ auf der für Anfang September 1968 in Genf terminierten Tagung der Nichtnuklearstaaten bestehen; ohne sie würde er seine Teilnahme an dieser Konferenz „nicht für ratsam halten“.

Auch dieser Appell seines Außenministers veranlasste Kiesinger zu keinem Sinneswandel. Er antwortete Brandt, die von ihm gewünschte Vorklärung im Kabinett „würde zu einer Art Vorentscheidung fuhren“, die er „aus innen- wie außenpolitischen Gründen“ noch nicht für möglich halte. In der Kabinettssitzung in der letzten Augustwoche könne allenfalls die „allgemeine grundsätzliche Haltung“ der Bundesregierung zum Nichtverbreitungsvertrag „erneut bekräftigt werden“.[FN 111]

[FN 108] Schreiben Brandts an Kiesinger vom 15. Juli 1968. [...]

[FN 110] Schreiben Brandts vom 10. August 1968 an Kiesinger. ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, I-226-A001; [...]

Anmerkungen

Übernahme mit (ergänzter) Quellenreferenz; Fortsetzung in Fragment 210 09

Sichter
Frangge

[68.] Mw/Fragment 122 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:00 (Kybot)
Erstellt: 4. December 2011, 13:14 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 04-21, 110-115
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 392; 393, Zeilen: 20-24, 27, 113-115; 01-17, 101-102
Am 14. März 1968 kam es zwischen den Koalitionsparteien zu einer heftigen Diskussion im Bundestag über den von Kiesinger am 11. März erstatteten Bericht zur Lage der Nation[FN 526], an der sich Schmidt und Wehner für die SPD sowie Barzel und Gradl für die CDU beteiligten.[FN 527] Während die CDU-Politiker auf den bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch beharrten und ihre Gesprächsbereitschaft gegenüber der DDR-Führung von humanitären Gegenleistungen Ostberlins abhängig machten, spähten die Sozialdemokraten nach Möglichkeiten einer deutsch-deutschen Kooperation jenseits von völkerrechtlichen Gedankenmodellen. Den deutschlandpolitischen Standpunkt der SPD definierte Schmidt in dieser Bundestagsdebatte mit der Aussage, dass die DDR ein Staat sei, mit dem man geordnete Verbindungen herstellen müsse, ohne ihn aber völkerrechtlich als Ausland zu betrachten.[FN 528] Hiermit war der von der SPD angezielte deutschlandpolitische Bewegungsraum zwischen dem bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch und der Behauptung Ostberlins von zwei deutschen Staaten erklärt, in dem die SPD nun nach Handlungsoptionen fahnden wollte.

Allerdings war dieser Bewegungsraum schwer einzuschätzen, da die DDR-Führung ihre Schikanen immer mehr ausbaute. Denn nach wie vor bestand Ostberlin kompromisslos darauf, dass die Voraussetzung für jede deutsch-deutsche Verständigung die bundesdeutsche Anerkennung der DDR sei.

[FN 527]: Bundestagssitzung 11.3.1968 (Kiesinger) / Bundestagssitzung 14.3.1968 (Barzel/Schmidt/Gradl/Wehner): Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 66: Stenographische Berichte der 146.-168. Sitzung 1968, herausgegeben in Bonn, S. 8281-8416.

[FN 528]: Bundestagssitzung 14.3.1968: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 66: Stenographische Berichte der 146.-168. Sitzung 1968, herausgegeben in Bonn, S. 8281-8416, hier S. 8306.

Mitte März 1968 kam es dann zwischen den Koalitionsparteien über den erstmals von Kiesinger erstatteten Bericht zur Lage der Nation im Bundestag zu einem heftigen Schlagabtausch, an dem sich Schmidt und Wehner für die SPD sowie Barzel und der Deutschlandexperte Johann Baptist Gradl für die CDU beteiligten.[FN 144] [...] Während die Unionsparteien am Grundsatz des Alleinvertre- [Seite 393] tungsanspruches festhielten und ihre Gesprächsbereitschaft mit der DDR-Führung von humanitären Gegenleistungen Ostberlins abhängig machten, suchten die Sozialdemokraten nach Wegen zu einer deutsch-deutschen Kooperation jenseits von völkerrechtlichen Kategorien. Den Standpunkt der SPD definierte Schmidt in der Bundestagsdebatte im März 1968 mit der Feststellung, die DDR sei ein Staat, mit dem man geordnete Verbindungen herstellen müsse, ohne ihn aber völkerrechtlich als Ausland zu betrachten.[FN 145] Hiermit war der von der SPD fortan in ihrer Deutschlandpolitik angepeilte Zwischenraum zwischen dem bundesrepublikanischen Alleinvertretungsanspruch und der ostdeutschen Zweistaatlichkeitstheorie abgesteckt, in dem man nun nach Handlungsmöglichkeiten suchen wollte. Allerdings blieb dieser Raum in den folgenden Monaten ein deutsch-deutsches „Niemandsland“, weil die DDR-Führung ihre Schikanen im Berlin-Verkehr immer mehr ausweitete [...]. Nach wie vor bestand man in Ostberlin kompromisslos darauf, dass die Voraussetzung für jede deutsch-deutsche Verständigung die völkerrechtliche Anerkennung der DDR sei.

[FN 144] Vgl. Verhandlungen des Deutschen Bundestages. V. Wahlperiode. Sitzung am 11. März 1968, S. 8168 ff. (Kiesinger); Sitzung am 14. März 1968, S. 8293 ff. (Barzel), S. 8301 ff. (Schmidt), S. 8339 ff. (Gradl), S. 8367 ff. (Wehner).

[FN 145] So in seiner Rede am 14. März 1968. Verhandlungen des Deutschen Bundestages. V. Wahlperiode, S. 8306.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt zweier (ergänzter) Quellenreferenzen

Sichter
Frangge

[69.] Mw/Fragment 109 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:00 (Kybot)
Erstellt: 4. December 2011, 12:39 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 05-21, 101-103
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 126; 127, Zeilen: 14-32, 107-108; 01, 101-102
Die zögerliche Haltung der CDU/CSU in den Fragen der Ebene und der Intensität der Kontakte zur DDR-Regierung gründete auf Vorbehalten gegen die Person Wehners, auf Bedenken gegen die deutschlandpolitischen Gedankenmodelle der SPD und auf der Sorge, dass der Kanzler seine Macht zum Handeln verliere und in einen Streit mit seiner eigenen Partei gedrängt werde. Barzel schrieb am 23. Mai 1967 in einem Brief an Kiesinger, dass er Wehners gesamtdeutsche Leidenschaft sehe, aber er vergesse auch nicht, dass Wehner ein großer Taktiker sei. „Und so meine ich, es als sein Ziel zu erkennen, Sie in Konflikt mit ihrer Partei und Fraktion zu treiben, uns wieder den Krach wie die gesamtdeutsche Unentschlossenheit zuzuschieben“, beklagte Barzel.[FN 467] Ähnlich äußerte sich auch der CDU Bundestagsabgeordnete Werner Marx am 29. Mai in einem Brief an Kiesinger. Marx warnte den Kanzler davor, sich ins Schlepptau der SPD nehmen zu lassen, und berichtete ihm, dass die ständigen und offenbar nicht vorher koordinierten Vorstöße Wehners in der CDU/CSU eine große Beunruhigung ausgelöst hätten. „Ich befürchte, daß diese Methode entweder mit der Kapitulation unserer bisherigen gesamtdeutschen Politik und der Aufgabe unserer geschichtlich, kulturell, moralisch und politisch begründeten Prinzipien endet oder in der Tat zu einem tief greifenden Konflikt in der CDU/CSU führt“, warnte Marx.[FN 468]


[FN 467]: Barzel an Kiesinger 23.5.1967, S. 1-2, hier S. 2: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-A-002.

[FN 468]: Marx an Kiesinger 29.5.1967: BAK, Nachlass Rainer Barzel, Mikrofilmsignatur N/1371-238.

Die offenkundigen Differenzen unter den Unionspolitikern über die Ebene und über die Intensität der Kontakte mit der Regierung in Ost-Berlin speisten sich aus Vorbehalten gegen die Person [...] Wehners, aus prinzipiellen Bedenken gegen die sozialdemokratische Deutschlandpolitik und aus der Befürchtung, der Kanzler verliere das Gesetz des Handelns und werde in einen Konflikt mit seiner eigenen Partei getrieben. So argumentierte beispielsweise Barzel in einem Brief an Kiesinger, er bezweifle „Wehners gesamtdeutsche Leidenschaft“ nicht, aber er vergesse auch nicht, dass Wehner „ein großer Taktiker“ sei: „Und so meine ich, es als sein Ziel zu erkennen, Sie in Konflikt mit Ihrer Partei und Fraktion zu treiben, uns wieder den 'Krach' wie die gesamt-deutsche Unentschlossenheit zuzuschieben“.[FN 98] In das gleiche Horn stieß der CDU-Abgeordnete Werner Marx, der dem Kanzler riet, sich nicht „ins Schlepptau“ der SPD nehmen zu lassen, und ihm mitteilte, die „ständigen und offenbar nicht vorher koordinierten Vorstöße“ Wehners hätten in der CDU/CSU eine große Beunruhigung geschaffen: „Ich befürchte, dass diese Methode entweder mit der Kapitulation unserer bisherigen gesamtdeutschen Politik und der Aufgabe unserer geschichtlich, kulturell, moralisch und politisch begründeten Prinzipien endet oder in der Tat zu einem tief greifenden Konflikt in der CDU/ [Seite 127] CSU führt“.[FN 99]


[FN 98] So in einem Schreiben vom 23. Mai 1967 an Kiesinger. ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, I-226-A-002.

[FN 99] Schreiben vom 29. Mai 1967 an Kiesinger. Kopien sandte er an Barzel (BArch Koblenz, Depositum Rainer Barzel 1371/238) [...].

Anmerkungen

Übernahme mitsamt zweier (ergänzter) Quellenreferenzen

Sichter
Frangge

[70.] Mw/Fragment 114 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:00 (Kybot)
Erstellt: 4. December 2011, 12:07 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 03-06, 11-14, 105-106
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 128, Zeilen: 21-30, 110-111
Kiesingers Antwortbrief an Stoph vom 13. Juni 1967 hielt an der bundesdeutschen Nichtanerkennungsposition fest und forderte die Gegenseite zu Gesprächen auf, um zu verhindern, dass sich die Deutschen in der Zeit der erzwungenen Teilung menschlich auseinander lebten. [...] Für die SED-Führung war dies, wie Ulbricht am 15. Juni in einer Rede auf einer Wählerversammlung in Leipzig erklärte, eine Stufentheorie der Bundesregierung, um die Alleinvertretungsanmaßung auch auf den untergeordneten Behördenebenen durchzusetzen.[FN 490]

[FN 490]: Abdruck von Ulbrichts Rede: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 1/1966-1967, Zweiter Halbband, S. 1296-1301, hier S. 1296 und 1297.

Kiesingers Antwortbrief an Stoph, der schließlich am 13. Juni 1967 [...] übergeben wurde[FN 105], [...] hielt an der bundesdeutschen Nichtanerkennungsposition fest und forderte die Gegenseite zu Gesprächen auf, um zu verhindern, „dass die Deutschen in der Zeit der erzwungenen Teilung sich menschlich auseinander leben“. Für die SED-Führer war dies — wie Ulbricht zwei Tage später auf einer Wählerversammlung in Leipzig erklärte — eine Bonner „Stufentheorie“, um die „Alleinvertretungsanmaßung“ auch auf untergeordneter Behördenebene durchzusetzen.[FN 106]

[FN 105] Abgedruckt in Dokumente zur Deutschlandpolitik V/I (1966/67), S. 1277 ff.

[FN 106] Ebda., S. 1296 ff.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt (ergänzter) Literaturreferenz

Sichter
Frangge

[71.] Mw/Fragment 058 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 2. December 2011, 11:58 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 058, Zeilen: 06-11, 106, 108-111
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 074; 075, Zeilen: 08-12, 101-104; 01-02, 101
Brandt hatte eigentlich beabsichtigt, das Bundesministerium für Forschung zu übernehmen, weil ihm dieses, wie er später erklärte, vermutlich mehr Zeit für die Parteiarbeit gelassen hätte.[FN 236] [...] Brandt beugte sich bei seiner Entscheidung für das Außenministerium auch dem massiven Druck von Mitgliedern

der SPD-Koalitionsverhandlungskommission.[FN 238]

[FN 236]: Brandt, Willy, Über den Tag hinaus. Eine Zwischenbilanz, Hamburg 1974, S. 33.

[FN 238]: Brandt, Willy, Erinnerungen. Mit den “Notizen zum Fall G.“, (Neuausgabe), München 2003, S. 168. Der Philosoph Karl Jaspers schickte am 26.11.1966 ein Telegramm mit nur einem Satz an Brandt: „Herr Brandt, wenn sie verzichten, haben sie ihr Leben verworfen, Deutschland abgeschrieben und begraben.“ Siehe: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 6.

Brandt beugte sich bei seiner Entscheidung für das Amt des Außenministers

dem massiven Druck von Mitgliedern der Verhandlungskommission der SPD [...].[FN 87] Persönlich wäre er dem Kabinett am liebsten fern geblieben oder hätte allenfalls das Forschungsministerium übernehmen wollen, weil dieses ihm [Seite 75] — wie er rückblickend schrieb — „vermutlich mehr Zeit für die Parteiarbeit gelassen hätte“.[FN 88]

[FN 87] Willy Brandt, Erinnerungen. Mit einem aktuellen Vorwort. 5. Aufl., Frankfurt am Main-Berlin 1993, S. 168. Karl Jaspers telegraphierte am 26. November an Brandt: „Herr Brandt, wenn Sie verzichten, haben Sie Ihr Leben verworfen, Deutschland abgeschrieben und Europa begraben.“ AdsD, WBA, A 7, Mappe 6.

[FN 88] Vgl. Willy Brandt, Über den Tag hinaus. Eine Zwischenbilanz, Hamburg 1974, S. 33; [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt zweier Literaturreferenzen, von denen eine auf eine neuere Ausgabe übertragen wird. Das Jaspers-Zitat wird vom Verf. offenbar fehlerhaft wiedergegeben.

Sichter
Frangge

[72.] Mw/Fragment 016 04 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:33 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 2. December 2011, 11:26 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 016, Zeilen: 04-13
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 012, Zeilen: 18-28
Es ist offensichtlich, dass die Forschungskenntnisse über die deutsche Außenpolitik unter Adenauer, vor allem Westbindung der Bundesrepublik, wesentlich umfangreicher sind als über die auf die Adenauer-Ära direkt anschließenden Zeitabschnitte wie die Amtszeit der Großen Koalition. Das ist unter anderem dadurch zu erklären, dass zum einem die Gründungsphase und die Westintegration der jungen Bundesrepublik schon relativ schnell das Interesse von Politologen und Zeithistorikern hervorrief, in deren Motivation häufig wissenschaftliche und politische Beweggründe miteinander einhergingen, wenn sie die Frage beantworten wollten, was die Bundesrepublik von der Weimarer Republik unterschied[FN 24], oder wenn sie die 1950er Jahre als die eigentliche Sattelzeit in der deutschen Demokratiegeschichte charakterisierten.


[ [FN 24]: Siehe zum Beispiel das Standardwerk von Allemann aus dem Jahre 1956, das 2000 neu herausgegeben wurde: Allemann, Fritz R., Bonn ist nicht Weimar, hrsgg. von Xenia von Bahder, Frankfurt a. M. 2000.]

In diesem Kontext kann man sicherlich davon sprechen, dass unsere Kenntnisse über die Vor- und Frühgeschichte der Bundesrepublik bedeutend besser sind als über die auf die Adenauer-Ara folgenden Zeitabschnitte. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Gründungsphase der zweiten Republik schon relativ schnell das Interesse von [...] Politologen und Zeithistorikern fand, in deren Motivation sich häufig wissenschaftliche und politische Beweggründe miteinander verbanden, wenn sie der Frage nachgingen, was die in Bonn konstituierte Republik von der Weimarer Republik unterschied, oder wenn sie die formativen fünfziger Jahre als die eigentliche Sattelzeit in der deutschen Demokratiegeschichte bezeichneten.
Anmerkungen

Übernahme mit Anpassungen; der Verf. ergänzt lediglich den Gesichtspunkt der Westbindung.

Sichter
Frangge

[73.] Mw/Fragment 012 10 - Diskussion
Bearbeitet: 27. November 2013, 21:41 (WiseWoman)
Erstellt: 2. December 2011, 11:07 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 012, Zeilen: 10-15
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 032, Zeilen: 13-19
Da die Große Koalition mit Kiesinger einen außenpolitisch versierten Kanzler vorwies, neben dem Außenminister Brandt als Entspannungspolitiker eigene Akzente setzen wollte und Wehner als Minister für gesamtdeutsche Fragen die Verbesserung des Verhältnisses zur DDR als seine oberste Pflicht verstand, mussten in der Deutschland- und Ostpolitik die unterschiedlichen Generallinien hart kollidieren. Da die Koalition in Kiesinger einen außenpolitisch versierten Kanzler besaß, neben dem [...] Außenminister Brandt als [...] Entspannungspolitiker eigene Akzente setzen wollte und Wehner als Gesamtdeutscher Minister die Verbesserung der Beziehungen zur DDR als seine ureigenste Aufgabe betrachtete, prallten auf dem Feld der Außenpolitik die unterschiedlichen Konzepte und strategischen Differenzen [...] besonders heftig aufeinander.
Anmerkungen

Übernahme mit leichter inhaltlicher Veränderung bzgl. des Politikbereichs

Sichter
Frangge

[74.] Mw/Fragment 280 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:05 (Kybot)
Erstellt: 2. December 2011, 10:51 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 280, Zeilen: 06-09, 102-103
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 115, Zeilen: 01-06, 101
Unterstützung fand diese Allianz der kommenden sozial-liberalen Koalition

in der liberalen Publizistik, bei prominenten Wissenschaftlern sowie bei einigen Repräsentanten des Katholizismus und des Protestantismus, die sich seit Mitte der 1960er Jahre als „Blockadebrecher“[FN 1237] in der Deutschland- und Ostpolitik engagierten.

[FN 1237]: Hildebrand, Klaus, Von Erhard zur Großen Koalition 1963-1969. In: Bracher, Karl Dietrich u. a. (Hrsg.), Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Band 4, Stuttgart/Wiesbaden 1984, S. 194.

Unterstützung fand diese deutschlandpolitische Allianz der kommenden sozial-liberalen Koalition in der liberalen Publizistik, bei prominenten

Wissenschaftlern sowie bei einigen wichtigen Repräsentanten des Katholizismus und des Protestantismus, die sich seit der Mitte der sechziger Jahre engagiert als „Blockadebrecher“ in der Ost- und Deutschlandpolitik betätigten.[FN 66]

[FN 66] So Hildebrand, Von Erhard zur Großen Koalition, S. 194. [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz

Sichter
Frangge

[75.] Mw/Fragment 195 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:02 (Kybot)
Erstellt: 2. December 2011, 09:48 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 195, Zeilen: 01-13, 105-108
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 104; 105, Zeilen: 33-36; 01-07, 112-118
Für die SPD war die in ihrem Acht-Punkte-Programm im November 1966 formulierte Forderung, die Bundesrepublik müsse um der Stabilität des Bündnisses willen und als Beitrag zur Entspannung den Ehrgeiz auf atomaren Mitbesitz aufgeben, die generelle Leitlinie, an der sie sich

orientierte.[FN 860] Gegen diese Festlegung auf eine nichtnukleare Politik gab es in der CDU/CSU von Anfang an Bedenken, die auch in Kiesingers Regierungserklärung am 13. Dezember 1966 aufgetaucht waren. Der Kanzler hatte nämlich erläutert, dass die Bundesrepublik keine nationale Verfügungsgewalt über Atomwaffen und keinen nationalen Besitz an solchen Waffen anstrebe.[FN 861] Kiesinger hatte aber bewusst offen gelassen, ob damit auch der Mitbesitz ausgeschlossen war, wie es Brandt am 6. Dezember in seinen Notizen zu Kiesingers Regierungserklärung wiederholt gefordert hatte: „Ausräumen des Mißverständnisses, als wollten wir Mitbesitz an oder nationale Verfügungsgewalt über Atomwaffen.“[FN 862]

[FN 861]: Bundestagssitzung 13.12.1966: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 63: Stenographische Berichte der 78.-102. Sitzung 1966/67, herausgegeben in Bonn, S. 3643-3665, Regierungserklärung S. 3656-3665, hier S. 3662.

[FN 862]: Brandts Notizen 6.12.1966, S. 1-8, hier S. 5: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 17.

Für die Sozialdemokraten war die in ihrem Acht-Punkte-Programm im November 1966 formulierte Devise, die Bundesrepublik müsse „um der Stabilität des Bündnisses willen und als Beitrag zur Entspannung den Ehrgeiz auf atomaren Mitbesitz aufgeben“[FN 38], die generelle Leitlinie, an der man sich [Seite 105] in der Großen Koalition orientierte. Gegen diese Festlegung auf eine nichtnukleare Militärpolitik gab es in der Union sofort massive Bedenken[FN 39], die auch in der Regierungserklärung Kiesingers widerhallten. Der Kanzler betonte nämlich, die Bundesrepublik strebe „keine nationale Verfügungsgewalt über Atomwaffen und keinen nationalen Besitz an solchen Waffen an“.[FN 40] Er ließ aber bewusst offen, ob damit auch der „Mitbesitz“ ausgeschlossen war, wie es Brandt ihm geraten hatte.[FN 41]

[FN 40] Verhandlungen des Deutschen Bundestages. V. Wahlperiode. Sitzung am 13. Dezember 1966, S. 3662.

[FN 41] In handschriftlichen Vorschlägen zur Regierungserklärung hatte Brandt am 6. Dezember 1966 festgehalten: „Ausräumen des Missverständnisses, als wollten wir Mitbesitz an oder nationale Verfügungsgewalt über Atomwaffen“. [...] AdsD, WBA, A 7, Mappe 17.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt zweier (ergänzter) Quellenreferenzen

Sichter
Frangge

[76.] Mw/Fragment 176 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:02 (Kybot)
Erstellt: 2. December 2011, 09:11 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 04-20, 103-104
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 401, Zeilen: 07-18, 108-118
Brandt charakterisierte am 27. August 1968 auf einer Sitzung des SPD-Parteirates die Krise in der Tschechoslowakei als eines der folgenschwersten Ereignisse seit dem Zweiten Weltkrieg. Er warnte aber davor, die sowjetische Politik nur mit dem Begriff „Restalinisierung“ erklären zu wollen, um mit einer solchen „Simplifizierung und Primitivierung“ den Kalten Krieg wieder zu beleben. Es existiere keine Alternative zur Entspannungspolitik, die aber keine „Einbahnstraße“ oder „Autobahn“ sei, sondern ein

widerspruchsvoller Prozess und ein Weg, auf dem es Rückschläge gebe. Seine Rede beendete Brandt mit den Forderungen, außenpolitische Kontroversen mit der CDU/CSU zu vermeiden, und wo immer es gehe, die Identität dessen, was Kanzler, Außenminister, CDU- und SPD-Vorsitzender zusammen tragen könnten, herauszustellen.[FN 776] Auch Schmidt war besorgt. Er schrieb am 28. August in einem Brief an die Journalistin Marion Gräfin Dönhoff, dass bisher die Koalition und die Regierung in Bonn in erstaunlicher Weise in ihrer Reaktion eine gemeinsame Bandbreite nicht verlassen hätten. Ob das so bleiben werde, sei trotz aller Mühe, der sich manche unterzögen, darunter auch er selbst, noch nicht abzusehen. Kiesinger bräuchte erkennbar all seine Beredsamkeit, um den rechten Flügel der CDU/CSU an „erratischen Ausbrüchen“ zu hindern.[FN 777]

[FN 776]: SPD-Parteiratssitzung 27.8.1968: AdsD, Protokolle des SPD-Parteirates V. WP: S. 1-5, hier S. 3.

[FN 777]: Schmidt an Dönhoff 28.8.1968, S. 1-2, hier S. 2: AdsD, Depositum Helmut Schmidt, Ordner 5358.

Brandt charakterisierte die Krise in der CSSR vor dem Parteivorstand

der SPD als „eines der folgenschwersten Ereignisse“ seit dem Zweiten Weltkrieg, warnte aber davor, die sowjetische Politik nur mit dem Begriff „Restalinisierung“ erfassen zu wollen, um mit einer derartigen „Simplifizierung und Primitivierung“ den Kalten Krieg wieder zu beleben. Aus seiner Sicht gab es keine Alternative zur Entspannungspolitik, die jedoch keine „Einbahnstraße“ oder „Autobahn“ sei, sondern ein „widerspruchsvoller Prozess und ein Weg, auf dem es Rückschläge gibt“. Seine Rede beendete er mit der Forderung, die außenpolitischen Kontroversen mit der CDU/CSU „auf das absolute Mindestmaß“ zu reduzieren und „wo immer es geht, die Identität dessen, was Bundeskanzler und Außenminister, CDU-Vorsitzender, SPD-Vorsitzender, zusammen tragen können, herauszustellen“.[FN 169]

[FN 169] So Brandt in einer längeren Rede vor dem Parteivorstand am 27. August 1968, die wörtlich aufgezeichnet wurde. AdsD, SPD-Parteivorstand, Box 29. [...] Schmidt beurteilte die Lage ähnlich, zeigte sich aber über die internationale und nationale Lage sehr besorgt. In einem Brief an Gräfin Dönhoff schrieb er am 28. August 1968: „Bisher haben Koalition und Regierung hier in Bonn in erstaunlicher Weise in ihrer Reaktion eine gemeinsame Bandbreite nicht verlassen. Ob das so bleiben wird, ist — trotz aller Mühe, der sich manche, darunter auch ich, unterziehen — noch nicht abzusehen“. Kiesinger brauche „erkennbar all seine Beredsamkeit, um seinen eigenen rechten Flügel und die CSU an erratischen Ausbrüchen zu hindern.“ AdsD, Depositum Helmut Schmidt, Allgemeine Korrespondenz, Mappe 5358. [...]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt (ergänzter) Quellenangaben

Sichter
Frangge

[77.] Mw/Fragment 146 19 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:11 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 2. December 2011, 08:28 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 09-24
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 482, Zeilen: 07-27
Im Kern ging es bei diesem Konflikt um die Entscheidung über eine Grundsatzfrage: Sollte die Bundesregierung den in der Hallstein-Doktrin festgeschriebenen bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch weiter strikt aufrechterhalten, oder sollte sie die Doktrin flexibler auslegen und den zu verzeichnenden Veränderungen in der Weltpolitik anpassen. Nachdem die Bundesregierung im Januar 1967 bereits zu Rumänien diplomatische Beziehungen aufgenommen hatte, obwohl Bukarest parallel zu Bonn auch zur DDR diplomatische Beziehungen unterhielt, und nachdem die Bundesregierung ein Jahr später mit der Wiederaufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien selbst die Modifikation der Doktrin weiter vorangetrieben hatte, hätte die von Kambodscha vollzogene Anerkennung der DDR nicht derartige Aufregung in Bonn hervorrufen müssen, wie sie es daraufhin tat.

Verständlich wird diese politische Erregung um Kambodscha in der Großen Koalition nur, wenn die 1969 deutlich erkennbaren deutschland- und ostpolitischen Differenzen zwischen der CDU/CSU und der SPD berücksichtigt werden und wenn in Rechnung gestellt wird, dass beide Lager sich im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl im September auf Kosten der Gegenseite profilieren wollten.

Im Kern ging es bei diesem Konflikt um die Entscheidung über eine prinzipielle Frage: Sollte die Bundesrepublik den in der Hallstein-Doktrin festgeschriebenen Alleinvertretungsanspruch weiter rigoros aufrechterhalten oder sollte sie die Auslegung der Doktrin flexibler handhaben und den seit 1955 eingetreten Veränderungen in den internationalen Beziehungen anpassen [...]. Nachdem die Große Koalition im Januar 1967 bereits zu Rumänien diplomatische Beziehungen aufgenommen hatte, obwohl Bukarest parallel zu Bonn auch in Ost-Berlin eine Botschaft unterhielt, und nachdem die Bundesregierung ein Jahr später mit der Wiederaufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien selbst die Demontage der Doktrin noch weiter vorangetrieben hatte, hätte die von Kambodscha [...] vollzogene Anerkennung der DDR nicht derartige Turbulenzen in Bonn auslösen müssen, wie sie es in den folgenden Wochen tat. Begreifbar sind die politische Erregung und die Eskalation der Ereignisse nur, wenn man die im Frühjahr 1969 wieder deutlicher hervortretenden deutschlandpolitischen Differenzen zwischen den Unionsparteien und der SPD in die Analyse einbezieht[FN 127] und wenn man in Rechnung stellt, dass beide Lager sich im Vorwahlkampf auf Kosten der Gegenseite profilieren wollten.


[ [FN 127] Vgl. dazu Teil V, Kap. 3.]

Anmerkungen

Übernahme mit leichten Anpassungen; keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[78.] Mw/Fragment 019 08 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:34 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 1. December 2011, 18:04 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 019, Zeilen: 08-10
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 016, Zeilen: 04-08
Die neuste Forschung bewertet die Amtszeit der Großen Koalition nahezu einstimmig als eine Phase des Übergangs und eine Phase der Gärung, in der sich eine Fülle von innovativen Impulsen wechselseitig verstärkten.[FN 41]

[ [FN 41]: Zum Beispiel: Gassert, Phillip, Kurt Georg Kiesinger 1904-1988. Kanzler zwischen den Zeiten, München 2006, S. 687. / Schönhoven, Klaus, Wendejahre. Die Sozialdemokratie in der Zeit der Großen Koalition 1966-1969. In: Dowe, Dieter (Hrsg.), Die deutsche Sozialdemokratie nach 1945, Band 2, Bonn 2004, S. 16. / Taschler, Daniela, Vor neuen Herausforderungen. Die außen- und deutschlandpolitische Debatte in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion während der Großen Koalition (1966-1969). In: Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (Hrsg.), Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 132, Bonn 2001, S. 12]

Unter den Zeithistorikern [...] besteht eine weitgehende Übereinstimmung, wenn es um eine allgemeine Charakterisierung dieser Dekade geht: Die sechziger Jahre waren eine Periode des Übergangs und eine Phase der Gärung, in der sich eine Fülle von innovativen Impulsen wechselseitig verstärkten.
Anmerkungen

Die 17 aufeinanderfolgenden übernommenen Wörter hätten kenntlich gemacht werden müssen.

Sichter
Hotznplotz

[79.] Mw/Fragment 282 23 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:03 (Kybot)
Erstellt: 1. December 2011, 17:56 Frangge
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 282, Zeilen: 23-24
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 406, Zeilen: 21-22
Dieser Denkansatz deckte sich mit entsprechenden Vorstellungen in der SPD. Auch dieser Denkansatz deckte sich mit entsprechenden Vorstellungen in der SPD.[FN 180]
Anmerkungen

Vgl. Mw/Fragment_282_12; nicht kenntlich gemachte Übernahme von zehn zusammenhängenden Wörtern.

Sichter
Hotznplotz

[80.] Mw/Fragment 217 18 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:01 (Kybot)
Erstellt: 1. December 2011, 17:46 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 18-25
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 480, Zeilen: 25-35
Ähnlich wie bei der Diskussion um die Aufwertung der D-Mark, bei der die SPD Anfang Mai 1969 eine Abstimmungsniederlage im Kabinett durch Stillhalten verhinderte, vermied die SPD auch eine Kampfabstimmung, als es um die Entscheidung über eine deutsche Unterschrift unter dem Atomwaffensperrvertrag ging, obwohl die Große Koalition zwei Jahre lang das Pro und Contra einer deutschen Unterzeichnung aus allen nur erdenklichen Blickwinkeln beleuchtet hatte und obwohl der internationale Druck, mit dem die Bundesrepublik zu einem positiven Votum gedrängt werden sollte, zunahm. Ähnlich wie beim Streit um die Aufwertung der DM, in dem die SPD Anfang Mai 1969 einer Abstimmungsniederlage im Kabinett durch Stillhalten aus dem Wege ging, vermieden die sozialdemokratischen Minister also auch eine Kampfabstimmung, als es um die Festlegung auf den Nichtverbreitungsvertrag ging. Obwohl man in der Regierung zwei Jahre lang das Pro und Contra einer Unterschrift aus allen nur erdenklichen Blickwinkeln beleuchtet und bewertet hatte und obwohl der internationale Druck, mit dem die Bundesrepublik zu einem positiven Votum gedrängt werden sollte, auch vom Bündnispartner aus Washington kam und immens war, blockierte die von der CSU angeführte Front der Neinsager mit ihrer Vetomacht die von der SPD gewünschte Zustimmung zu diesem Vertrag.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[81.] Mw/Fragment 201 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 1. December 2011, 17:30 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 01-04, 101-102
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 107, Zeilen: 04-10, 105-106
[Brandt warnte am 14. Februar 1967 auf einer SPD-Fraktionssitzung im Hinblick auf die CDU/CSU davor, die Diskussion über den geplanten, aber noch nicht endgültig ausformulierten Nichtverbreitungsvertrag zu überdrehen und sich] auf ein stures Nein festzulegen. Aus seiner Sicht habe die Bundesrepublik ihre Außenpolitik unter dem Generalnenner der Friedenspolitik gestellt. Deshalb müsse sie den Nichtverbreitungsvertrag als einen Beitrag zur Entspannung und Friedenssicherung bewerten.[FN 892]


[FN 892]: SPD-Fraktionssitzung 14.2.1967: AdsD, Protokolle der SPD-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 53: S. 1-12, hier S. 2.

Er warnte davor, die Diskussion über den geplanten, aber noch nicht endgültig ausformulierten Vertrag „zu überdrehen“ und sich auf ein „stures Nein“ festzulegen. Aus seiner Sicht hatte die Bundesrepublik ihre Außenpolitik „unter den Generalnenner der Friedenspolitik gestellt“. Deshalb müsse sie den Nichtverbreitungsvertrag „als einen Beitrag zur Entspannung und Friedenssicherung“ bewerten.[FN 49]


[FN 49] So in der Sitzung der SPD-Fraktion am 14. Februar 1967. AdsD, SPD-Bundestagsfraktion. V. Wahlperiode, Mappe 53. [...]

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 200 22. Übernahme mitsamt Quellenangabe, welche ergänzt wird.

Sichter
Hotznplotz

[82.] Mw/Fragment 200 22 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 1. December 2011, 17:23 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 200, Zeilen: 22-30
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 106; 107, Zeilen: 23-28; 01-07, 105
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war eine Situation entstanden, in der eine ernste Koalitionskrise nur noch mit Mühe verhindert werden konnte. Die SPD hielt nämlich an ihrer im November 1966 in den Koalitionsverhandlungen definierten und dann auch in der Großen Koalition vertretenen Position fest, dem Nichtverbreitungsvertrag zuzustimmen, wenn die Beteiligung der Bundesrepublik an der friedlichen Nutzung der Atomenergie weiterhin gewährleistet sei, und legitime Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik gewahrt würden. Brandt warnte am 14. Februar 1967 auf einer SPD-Fraktionssitzung im Hinblick auf die CDU/CSU davor, die Diskussion über den geplanten, aber noch nicht endgültig ausformulierten Nichtverbreitungsvertrag zu überdrehen und sich [auf ein stures Nein festzulegen.] Spätestens zu diesem Zeitpunkt war eine Situation erreicht, in der eine ernste Koalitionskrise nur noch mit Mühe verhindert werden konnte. Die SPD hielt nämlich an ihrer im November 1966 definierten und dann auch im Bundeskabinett vertretenen Position fest, dem Nichtverbreitungsvertrag zuzustimmen, wenn die Beteiligung der Bundesrepublik an der friedlichen Nutzung der Atomenergie weiterhin gewährleistet sei und wenn die legiti- [S. 107] men Sicherheitsinteressen des Landes gewahrt würden. Dies hatte Brandt bei einer Reise in den USA gegenüber seinen amerikanischen Gesprächspartnern mehrfach betont[FN 48], und dies war auch der Tenor seiner Ausführungen vor der SPD-Fraktion nach seiner Rückkehr in die Bundesrepublik. Er warnte davor, die Diskussion über den geplanten, aber noch nicht endgültig ausformulierten Vertrag „zu überdrehen“ und sich auf ein „stures Nein“ festzulegen. [...] [FN 49]

[FN 49] So in der Sitzung der SPD-Fraktion am 14. Februar 1967. [...]

Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 201 01

Sichter
Hotznplotz

[83.] Mw/Fragment 200 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:02 (Kybot)
Erstellt: 1. December 2011, 17:14 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 200, Zeilen: 12-18, 107-108
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 106, Zeilen: 15-22, 112-113
Dass Kiesinger durch die Kritiken von Strauß und Adenauer nicht unbeeindruckt blieb, zeigte seine eigene Bewertung des NV-Vertrags, die noch mehr Aufsehen hervorrief als die Statements von Strauß und Adenauer, und die in den USA Beunruhigung auslöste. Kiesinger kritisierte nämlich am 27. Februar 1967 in einer Rede vor dem Verein Union-Presse in Bonn die US-Regierung äußerst scharf und monierte, dass sich jenseits der westlichen Bündnissysteme eine Form des „atomaren Komplizentums“ zwischen Moskau und Washington herausgebildet habe. [...][FN 891]

[FN 891]: Kiesingers Redemanuskript, S. 1-15, hier S. 9: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-A-00226.

Dass der Bundeskanzler von diesen Attacken nicht unbeeindruckt blieb, zeigte seine eigene Bewertung des Vertrags, die noch mehr Aufsehen erregte als die Äußerungen von Adenauer oder Strauß und namentlich in den USA zu Irritationen führte. Kiesinger kritisierte nämlich Ende Februar die amerikanische Politik in einer öffentlichen Rede äußerst hart und sprach davon, es habe sich jenseits der westlichen Bündnissysteme „eine Form des atomaren Komplizentums“ zwischen Moskau und Washington herausgebildet.[FN 47]

[FN 47] Rede Kiesingers vor dem Verein Union-Presse in Bonn am 27. Februar 1967; ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, I-226-A-00226.

Anmerkungen

Am Ende des Absatzes nennt der Verf. ebenfalls das ACDP als Quelle. Die anscheinend tatsächliche Quelle wird nicht erwähnt.

Sichter
Hotznplotz

[84.] Mw/Fragment 065 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 30. November 2011, 18:58 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 065, Zeilen: 08-14, 111, 115
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 075, Zeilen: 103, 107-112
Brandt hätte eigentlich, wie erwähnt, Bundestagspräsident Gerstenmaier als Kanzler der Großen Koalition vorgezogen, denn für Brandt war Gerstenmaier ein "Mann des 20. Juli", während er Kiesinger mit Blick auf dessen Eintritt in die NSDAP vorwarf, er sei wie viele andere auch zunächst Wahnvorstellungen erlegen gewesen.[FN 276] Brandt kommentierte in seinen Memoiren Kiesingers Wirken im Dritten Reich mit dem Satz: "Kiesinger war zu gescheit und wohlerzogen, als daß er Nazi mehr denn übers Mitgliedsbuch hätte werden können."[FN 277]


[FN 276]: Brandt, Willy, Erinnerungen. Mit den "Notizen zum Fall G.", (Neuausgabe), München 2003, S. 169. [...]

[FN 277]: Brandt, Willy, Erinnerungen. Mit den "Notizen zum Fall G.", (Neuausgabe), München 2003, S. 169.

[FN 89] Brandt hätte Gerstenmaier als Kanzler einer Großen Koalition vorgezogen. [...] Für Brandt war Gerstenmaier ein "Mann des 20. Juli",

während er Kiesinger mit Blick auf dessen Eintritt in die NSDAP am 1. März 1933 attestierte, er sei, "vielen anderen gleich, zunächst Wahnvorstellungen erlegen". Dessen Rolle in der NS-Zeit kommentierte Brandt mit dem Satz: "Kiesinger war zu gescheit und wohlerzogen, als dass er Nazi mehr denn übers Mitgliedsbuch hätte werden können." Zitat nach: Brandt, Erinnerungen, S. 169.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz. Keine Nennung der offenbar tatsächlichen Quelle Schönhoven.

Sichter
Frangge

[85.] Mw/Fragment 042 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:57 (Kybot)
Erstellt: 28. November 2011, 18:12 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 042, Zeilen: 01
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 136, Zeilen: 12-16
[Die alte außenpolitische Vorstellung, dass europäische Entspannung nur auf der Grundlage der Wiedervereinigung Deutschlands zu erlangen sei, wurde von der SPD als kontra-]produktiv deklariert.[FN 144]


[FN 144]: Sturm, Daniel Friedrich, Uneinig in die Einheit. Die Sozialdemokratie und die Vereinigung Deutschlands 1989/90, (Willy-Brandt-Studien), Bonn 2006, S. 41-42.

Die alte Formel, daß europäische Sicherheit nur auf der Grundlage der Wiedervereinigung Deutschlands zu erreichen sei, wurde zu einem politischen Anachronismus, der entspannungspolitische Ansätze behinderte.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 041 23 (s. Anm. dort)

Sichter
Frangge

[86.] Mw/Fragment 141 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 28. November 2011, 17:41 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 01
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 152, Zeilen: 06-10
[Gegenüber dem kommunistischen, jedoch blockfreien Jugoslawien war die für die osteuropäischen] Staaten entwickelte “Geburtsfehlertheorie“ damit nicht mehr zu rechtfertigen.[FN 617]


[FN 617]: Noack, Paul, Deutsche Außenpolitik seit 1945, Stuttgart 1972, S. 70.

Zwar kam es zu Beginn 1968 noch zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Jugoslawien, aber gegenüber dem kommunistischen, jedoch blockfreien Jugoslawien war die für die osteuropäischen Staaten gedachte Geburtsfehlertheorie nicht mehr zu rechtfertigen.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 140 28 (s. Anm. dort); FN-Verweis auf Noack 1972, S. 70 dient der Verschleierung.

Sichter
Frangge

[87.] Mw/Fragment 041 23 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:55 (Kybot)
Erstellt: 28. November 2011, 13:02 Frangge
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 041, Zeilen: 23-26
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 136, Zeilen: 09-16
Während die CDU/CSU sich im Wesentlichen auf diplomatische Statusfragen konzentrierte, entwickelte die SPD neue deutschland- und ostpolitische Konzeptionen. Die alte außenpolitische Vorstellung, dass europäische Entspannung nur auf der Grundlage der Wiedervereinigung Deutschlands zu erlangen sei, wurde von der SPD als kontra-[produktiv deklariert.[FN 144]] Während man in der Union [...] sich im wesentlichen auf diplomatische Statusfragen konzentrierte, entwickelte die Berliner SPD in der Ost- und Deutschlandpolitik Phantasie und Realismus. Die alte Formel, daß europäische Sicherheit nur auf der Grundlage der Wiedervereinigung Deutschlands zu erreichen sei, wurde zu einem politischen Anachronismus, der entspannungspolitische Ansätze behinderte.
Anmerkungen

keine Nennung der offenbar tatsächlichen Quelle Hacke – Fortsetzung in Fragment 042 01

Sichter
Hotznplotz

[88.] Mw/Fragment 140 28 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:59 (Kybot)
Erstellt: 28. November 2011, 12:53 Frangge
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 28-29
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 152, Zeilen: 06-10
Gegenüber dem kommunistischen, jedoch blockfreien Jugoslawien war die für die osteuropäischen [Staaten entwickelte “Geburtsfehlertheorie“ damit nicht mehr zu rechtfertigen.[FN 617]] Zwar kam es zu Beginn 1968 noch zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Jugoslawien, aber gegenüber dem kommunistischen, jedoch blockfreien Jugoslawien war die für die osteuropäischen Staaten gedachte Geburtsfehlertheorie nicht mehr zu rechtfertigen.
Anmerkungen

keine Angabe der offenbar tatsächlichen Quelle Hacke; Fortsetzung in Fragment 141 01

Sichter
Hotznplotz

[89.] Mw/Fragment 040 12 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:40 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 28. November 2011, 12:43 Frangge
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 040, Zeilen: 12-16
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 137, Zeilen: 08-16
Spätestens seit dem Berliner Mauerbau 1961 war der deutschlandpolitische Konsens unter den Parteien im Bundestag zerbrochen. Zwischen den Alternativen Alleinvertretungsanspruch und Anerkennung der DDR wurden nun die verschiedenen Optionen debattiert, die dazwischen lagen. Auch ging es den Deutschen um die Suche nach sich selbst, nach politischer Identität und Zukunft im geteilten Deutschland.[FN 139]

[ [FN 139]: Siehe dazu: Link, Werner, Die Deutschlandpolitik der Bundesregierung Erhard und der Großen Koalition (sowie die dazu geführte Diskussion in Parlament und Öffentlichkeit). In: Deutscher Bundestag (Hrsg.), Materialien der Enquet-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“, Band V/2, Frankfurt a. M./Baden Baden 1995, S. 1677-1743]

Lange vor Brandts Ostpolitik war der deutschlandpolitische Konsens unter den Parteien, der insgesamt zum Mauerbau anhielt, aufgebrochen. Zwischen den Alternativen Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik und Anerkennung der DDR wurden nicht nur die verschiedenen Variationen diskutiert, die dazwischen lagen, sondern vielmehr ging es den Deutschen [...] um die Suche nach sich selbst, nach politischer Identität und Zukunft im geteilten Deutschland.
Anmerkungen

kein Verweis auf die offenbar tatsächliche Quelle Hacke

Sichter
Hotznplotz

[90.] Mw/Fragment 028 04 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:54 (Kybot)
Erstellt: 28. November 2011, 12:35 Frangge
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 028, Zeilen: 04-05
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 098, Zeilen: 13-16
Seit 1962 wuchs bei Adenauer die Bereitschaft, mit der Sowjetunion das Gespräch zu suchen, wie der Burgfriedensplan und andere Äußerungen andeuteten. Erst seit 1962 wuchs bei Adenauer die Bereitschaft, mit der Sowjetunion das Gespräch zu suchen, wie der Burgfriedensplan [...] und andere Äußerungen andeuten.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[91.] Mw/Fragment 048 18 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:55 (Kybot)
Erstellt: 28. November 2011, 11:33 Frangge
Fragment, Gesichtet, Hacke 1993, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 048, Zeilen: 18-19
Quelle: Hacke 1993
Seite(n): 125, Zeilen: 29-31
Brandts und Bahrs Vorstellungen gingen der Bundesregierung Erhard/Schröder jedoch zu weit. In der CDU/CSU überwogen die beharrenden Tendenzen. Willy Brandts Vorstellungen gingen allerdings der Regierung Erhard/Schröder zu weit. In der Union überwogen die beharrenden Tendenzen.
Anmerkungen

Fortsetzung der Übernahme aus Mw/Fragment 048 10

Sichter
Hotznplotz

[92.] Mw/Fragment 290 107 - Diskussion
Bearbeitet: 10. June 2012, 11:18 (Hindemith)
Erstellt: 28. November 2011, 09:30 Frangge
BauernOpfer, Fragment, Gassert 2006, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 290, Zeilen: 107-108, 110-111
Quelle: Gassert 2006
Seite(n): 613, 847, Zeilen: 17-18
[FN 1289]: In Meinungsumfragen war Kanzler Kiesinger dennoch populär. Er wurde aber mit keinem bestimmten Thema in Verbindung gebracht, auch nicht mit einem außenpolitischen Thema. Siehe dazu: [Gassert, Phillip, Kurt Georg Kiesinger 1904-1988. Kanzler zwischen den Zeiten, München 2006, S. 568. /] Kaltefleiter, Werner u. a., Im Wechselspiel der Koalitionen. Eine Analyse der Bundestagswahl 1969. In: Verfassung und Verfassungswirklichkeit, Band 5, Wiesbaden 1970, S. 1-187, hier S. 34 [Seite 613, Z. 17-18]

In Umfragen war er zwar höchst populär. Doch er wurde mit keinem bestimmten Thema in Verbindung gebracht.[EN 567]

[Seite 847]

[EN 567] Vgl. Kaltefleiter, Wechselspiel, S. 34

Anmerkungen

Kleines Bauernopfer. Mw verweist (inhaltlich korrekt) auf Gassert, S. 568; die übernommene und veränderte Formulierung findet sich jedoch auf S. 613. Der Verweis auf Kaltefleiter wird der Endnote 567 entnommen.

Sichter
Hotznplotz

[93.] Mw/Fragment 176 21 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:14 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 28. November 2011, 09:13 Frangge
Fragment, Gassert 2006, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 21-24
Quelle: Gassert 2006
Seite(n): 755, Zeilen: 02-05
In der Tat, gegen Kiesingers Wunsch, der am 23. August 1968 auf der CDU/CSU-Fraktionssitzung erklärt hatte, „je kühler, bei aller Leidenschaft dessen, was wir fühlen angesichts der Vorgänge, desto besser“[FN 778], kehrte die CDU/CSU nach der Niederschlagung des Prager Frühlings mehrheitlich zur Rhetorik des Kalten Krieges zurück.


[ [FN 778]: CDU/CSU-Fraktionssitzung 23.8.1968: ACDP, Protokolle der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Bandsignatur 08-001-1017/1: S. 8-38, hier S. 37.]

Den entscheidenden Wendepunkt in der Ostpolitik stellte der Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die CSSR 1968 dar. Nun kehrte die Union mehrheitlich, und gegen Kiesingers Wunsch, zur Rhetorik des Kalten Krieges zurück.
Anmerkungen

Philipp Gassert: Kurt Georg Kiesinger: 1904 - 1988. Kanzler zwischen den Zeiten. München 2006. Textschnipsel aus Gasserts Zusammenfassung "25 Thesen über Kiesinger" entnommen.

Sichter
Hotznplotz

[94.] Mw/Fragment 144 17 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:59 (Kybot)
Erstellt: 24. November 2011, 17:41 Frangge
Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 17-22
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 311, Zeilen: 17-25
Jedoch waren diese beiden Länder nicht mit Kambodscha zu vergleichen. Als Reaktion auf die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel im Jahr 1965 hatten sie die Beziehungen zu Bonn abgebrochen mit der Argumentation, diese Aufnahme verstoße gegen arabische Interessen. Beide Länder nahmen damals nicht gleichzeitig diplomatische Beziehungen zur DDR auf. Dies passierte erst im Mai 1969. Am Nachmittag des 14. Mai traf das Kabinett in Bonn zusammen, um über den Fall zu verhandeln. [...] Denn innerhalb von sechs Tagen hatten noch zwei weitere Länder, der Irak und der Sudan, die DDR anerkannt. Allerdings waren diese beiden arabischen Länder nicht mit Kambodscha zu vergleichen. Als Reaktion auf die Anbahnung diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel im Jahre 1965 hatten sie die Beziehungen zu Bonn abgebrochen mit dem Hinweis, die Aufnahme verstoße gegen arabische Interessen. Aber die Araber nahmen damals [...] nicht gleichzeitig die Beziehungen zur DDR auf. Dies geschah erst nach weiteren vier Jahren.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[95.] Mw/Fragment 247 19 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:20 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 24. November 2011, 16:39 Frangge
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 247, Zeilen: 19-23
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 214, Zeilen: 39-42
Dabei ging es nicht nur um die Frage der Zulassung einer Kommunistischen Partei in der Bundesrepublik, sondern auch um die Einflussmöglichkeiten von Kommunisten in den Gewerkschaften der Bundesrepublik sowie um das künftige Verhältnis zwischen den beiden Arbeiterparteien SPD und SED.[FN 1093]


[ [FN 1093]: Kroegel, Dirk, Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, München 1997, S. 214.]

Dabei ging es nicht nur um die Frage der Zulassung einer kommunistischen Partei in der Bundesrepublik. Auch über Einflußmöglichkeiten von Kommunisten in den Gewerkschaften sowie das künftige Verhältnis zwischen den beiden großen Arbeiterparteien wurde gesprochen[FN 66].


[ [FN 66] Vgl. Kreutzer, Gespräch mit dem Verfasser, 22.8.1988; siehe auch Timmermann, Im Vorfeld, S. 394.]

Anmerkungen

Trotz Verweises auf die Quelle hätten in dieser großteils wörtlichen Übernahme die 16 aufeinanderfolgenden identischen Wörter kenntlich gemacht werden müssen.

Sichter
Hotznplotz

[96.] Mw/Fragment 248 17 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:02 (Kybot)
Erstellt: 24. November 2011, 16:30 Frangge
Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 248, Zeilen: 17-24
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 217, Zeilen: 26-34
Da die SPD ihre Gesprächsthemen mit der PSU und der SED unter Verschluss hielt und nicht offen diskutierte, gibt es kaum einen Hinweis darauf, ob die SPD-Führung tatsächlich dazu bereit war, die Chancen kommunistischer Aktivität in der Bundesrepublik herauszufinden. Es existiert jedoch eine Quelle, welche ein wenig Aufschluss in diesem Zusammenhang gibt. Wehner hatte sich zu Beginn des Jahres 1968 an Kiesinger und Barzel mit der Bitte gewandt, dass man überprüfen möge, ob man den Kommunisten in der Bundesrepublik Diskussionsfreiheit gewähren könnte. Damit war die Zulassung einer Kommunistischen Partei angesprochen. Da die SPD die Gesprächsthemen geheimhielt und nicht offen diskutierte, gibt es kaum einen Hinweis darauf, ob ihre Führung tatsächlich dazu entschlossen war, die Möglichkeit kommunistischer Tätigkeit in der Bundesrepublik auszuloten. Es existiert in den Unterlagen dennoch ein Dokument, das immerhin Wehners Bemühungen belegt, zumindest eine der angesprochenen Forderungen auf ihre Durchsetzbarkeit beim Koalitionspartner hin zu testen. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende hatte sich zu Beginn des Jahres 1968 an Kiesinger und Barzel mit der Bitte gewandt, man solle überprüfen, ob man den Kommunisten in der Bundesrepublik Diskussionsfreiheit zubilligen könne. Das betraf also offenbar die Forderung nach Zulassung einer Kommunistischen Partei [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[97.] Mw/Fragment 249 08 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:02 (Kybot)
Erstellt: 24. November 2011, 16:24 Frangge
Fragment, Gesichtet, Kroegel 1997, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 249, Zeilen: 08-16
Quelle: Kroegel 1997
Seite(n): 214, Zeilen: 04-16
Dabei ist auffällig, dass die Kontakte zwischen den Repräsentanten beider Parteien sehr viel leichter möglich zu sein schienen, als man es wegen der Blockadehaltung der kommunistischen Staats- und Parteiführer auf der Karlsbader Konferenz vom April 1967 eigentlich hätte erwarten müssen. Die PSU-Repräsentanten bezogen sich zwar auf diese Konferenz, aber sie verlangten von der deutschen Seite keine völkerrechtliche Anerkennung der DDR und es reichte ihnen aus, wenn die Deutschen die bestehenden Grenzen im Rahmen eines Gewaltverzichts hinnahmen. Auf weitere Vorleistungen bestanden die PSU-Repräsentanten nicht [...]. Überhaupt schien die Verständigung zwischen den Vertretern beider Parteien sehr viel leichter zu sein, als die Deutschen nach der Abschottung durch die Karlsbader Beschlüsse befürchtet hatten. Die Repräsentanten der KPI beharrten zwar auf den Bedingungen der Konferenz, Konferenz, wonach die Bundesrepublik unter anderem alle bestehenden Grenzen sowie die Existenz des anderen deutschen Staates akzeptieren müsse. Aber sie verlangten keine völkerrechtliche Anerkennung der DDR, und es reichte ihnen aus, wenn die Deutschen die bestehenden Grenzen im Rahmen eines Gewaltverzichts hinnahmen. [...] Auf weitere Vorleistungen [...] bestanden die Italiener offenbar nicht.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[98.] Mw/Fragment 294 21 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:03 (Kybot)
Erstellt: 19. November 2011, 11:12 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 294, Zeilen: 21-23
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 381, Zeilen: re. Sp., 12-17
Zwei Tage später stellte Brandt, der erste sozialdemokratische deutsche Kanzler seit 1930, im Bundestag sein Kabinett vor. Vizekanzler und Außenminister wurde Walter Scheel. Zwei Tage nach seiner Wahl durch den Bundestag stellte Bundeskanzler Brandt – der erste sozialdemokratische deutsche Kanzler seit 1930 – [...] sein Kabinett vor. Vizekanzler und Außenminister wurde der FDP-Vorsitzende Walter Scheel [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[99.] Mw/Fragment 090 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 17. November 2011, 00:08 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Hildebrand 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 090, Zeilen: 01-05
Quelle: Hildebrand 1984
Seite(n): 269, Zeilen: re. Sp., 36-41
Die Problemstellungen, die im politischen Entscheidungsfindungsprozess nicht einvernehmlich zu klären waren, wurden für die Große Koalition zu einem existenziellen Problem. Daher mussten solche Probleme, solange am Fortbestand dieser Koalition festgehalten werden sollte, ausgeklammert werden. Was freilich auf diesem Weg des Regierens per Kompromiß nicht zu erreichen war, wurde für die Große Koalition zu einem unverdaulichen Thema und stellte

ihr umgehend die Existenzfrage. Daher mußten solche Probleme, solange am Erhalt der Regierung Interesse bestand, einfach ausgeklammert werden.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Der folgende Satz weist auch noch eine gewisse Ähnlichkeit zu der Quelle auf.

Sichter
Frangge

[100.] Mw/Fragment 071 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 16. November 2011, 11:14 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 071, Zeilen: 19-24, 105-107
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 073, Zeilen: 23-28, 103
Der Kanzler stellte die Friedens- und Entspannungspolitik in den Mittelpunkt des außenpolitischen Teils seiner Regierungserklärung und äußerte die Bereitschaft der Bundesregierung zur Mitarbeit an Vorschlägen zur Rüstungskontrolle und Rüstungsminderung. Kiesinger bestätigte den Verzicht auf die Herstellung von Atomwaffen. Er versicherte, dass die Bundesrepublik keine nationale Verfügungsgewalt und keinen nationalen Besitz an solchen Waffen anstrebe.[FN 306]


[FN 306]: Bundestagssitzung 13.12.1966: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 63: Stenographische Berichte der 78.-102. Sitzung 1966/67, herausgegeben in Bonn, S. 3643-3665, Regierungserklärung S. 3656-3665, hier S. 3662.

[...][FN 3]

In den Mittelpunkt des außenpolitischen Teils stellte er die Friedenspolitik und erklärte die Bereitschaft der Bundesrepublik zur Mitarbeit an Vorschlägen zur Rüstungskontrolle, Rüstungsminderung und Abrüstung. Kiesinger wiederholte den Verzicht auf die Herstellung von Atomwaffen. Man strebe keine nationale Verfügungsgewalt und keinen nationalen Besitz an diesen Waffen an.


[FN 3] Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 63, 80. Sitzung, 13.12.1966, S. 3656-3665.

Anmerkungen

Übernahme inkl. ergänzter Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[101.] Mw/Fragment 137 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:05 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 16. November 2011, 10:53 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 01-04
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 113, Zeilen: 01-04, 11-14
[Die Note, welche die Bundesregierung am 28. Januar 1967 aus] Moskau erhielt, war daher eine Abwehrreaktion gegen die flexible Außenpolitik der Bundesregierung. In dieser Note, in welcher der Bundesrepublik nationalsozialistische und militaristische Tendenzen vorgeworfen wurden, unterstrich Moskau die Unverrückbarkeit der Grenzen und drohte mit Maßnahmen gegen die deutsche Politik. Am 28. Januar erhielt die Bundesregierung eine Note, in der angebliche nationalsozialistische und militaristische Tendenzen in der Bundesrepublik angeprangert wurden. Die Sowjetunion betonte außerdem mit drohendem Unterton die »Unverrückbarkeit der Grenzen«.[FN 33] [...]

Die Note war daher eine »Abwehrreaktion gegen die beweglichere Außenpolitik« der Regierung Kiesinger und sollte die eigenen Bündnispartner enger an die Sowjetunion binden.[FN 34]

[ [FN 33] Vgl. zur Note der sowjetischen Regierung vom 28.1.1967 G. Buchstab, Geheimdiplomatie, 1992, S. 887 und D. Kroegel, 1997, S. 88.

[FN 34] So G. Buchstab, Geheimdiplomatie, 1992, S. 887f.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 136 28. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[102.] Mw/Fragment 136 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 16. November 2011, 10:47 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 28-30
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 113, Zeilen: 01, 07-13, 101-102
Trotz Kiesingers Versicherung, dass sich die neue Ostpolitik nicht gegen die Sowjetunion richte, sah Moskau in der deutschen Ostpolitik wohl eine Gefährdung seines Einflussbereiches. Die Note, welche die Bundesregierung am 28. Januar 1967 aus [Moskau erhielt, war daher eine Abwehrreaktion gegen die flexible Außenpolitik der Bundesregierung.] Am 28. Januar erhielt die Bundesregierung eine Note [...][FN 33]

Trotz der Versicherungen Kiesingers, daß sich die neue Ostpolitik nicht gegen die Sowjetunion richte, fühlte sich Moskau offenbar durch den neuen Kurs bedroht, da Bonn sich mit Rumänien ausgerechnet einen »Renegaten« des Ostblocks ausgesucht hatte, was für andere Staaten des Warschauer Paktes ein gefährliches Beispiel bilden konnte. Die Note war daher eine »Abwehrreaktion gegen die beweglichere Außenpolitik« der Regierung Kiesinger [...].

[FN 33] Vgl. zur Note der sowjetischen Regierung vom 28.1.1967 G. Buchstab, Geheimdiplomatie, 1992, S. 887 und D. Kroegel, 1997, S. 88.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Fortsetzung in Mw/Fragment 137 01.

Sichter
Hotznplotz

[103.] Mw/Fragment 084 16 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 16. November 2011, 10:31 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 084, Zeilen: 16-25, 104-106
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107, Zeilen: 11-20, 104-105
Bereits das erste Gespräch zwischen Brandt und dem sowjetischen Botschafter in Bonn, Semjon Zarapkin, am 8. Dezember 1966 war sehr konstruktiv verlaufen. Beide hatten ihr Verlangen nach einer Verbesserung der deutsch-sowjetischen Beziehungen geäußert. Übereinstimmung hatte darin bestanden, die unterbrochenen deutsch-sowjetischen Gespräche über ein Handelsabkommen sowie über einen Gewaltverzicht wieder aufzunehmen. Gegen den von Brandt geäußerten Wunsch nach einer Normalisierung der deutschen Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten hatte Zarapkin keine Einwände. Differenzen hatte es allerdings in der nuklearen Frage gegeben. In der deutschen Frage hatten beide ihre gegensätzlichen Standpunkte wiederholt.[FN 356]


[FN 356]: Niederschrift des Gespräches: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 1966, Band 2, herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, München 1997, S. 1615-1618.

Auch die erste Unterredung zwischen Brandt und dem sowjetischen Botschafter Zarapkin verlief relativ erfolgversprechend. Beide Seiten äußerten ihren Wunsch nach einer Verbesserung der Beziehungen. Einigkeit bestand darin, die unterbrochenen Gespräche über ein Handelsabkommen sowie einen Gewaltverzicht wiederaufzunehmen. Gegen den von Brandt geäußerten Wunsch nach einer Normalisierung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und den osteuropäischen Staaten erhob Zarapkin keine Bedenken. Erhebliche Differenzen zeigten sich allerdings in der nuklearen Frage. Auch in der deutschen Frage wiederholten beide Seiten ihre gegensätzlichen Standpunkte.[FN 3]


[FN 3] Vgl. Gespräch des Bundesministers Brandt mit dem sowjetischen Botschafter Zarapkin, 8.12.1966, AAPD 1966, II, Dok. 393.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt ergänzter Quellenreferenz

Sichter
Hotznplotz

[104.] Mw/Fragment 077 05 - Diskussion
Bearbeitet: 25. April 2012, 17:27 (Plagin Hood)
Erstellt: 16. November 2011, 10:19 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 077, Zeilen: 05-08
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 076, Zeilen: 33-36
Kiesinger erklärte, die Bundesregierung wolle das, was zum Wohl der Menschen im gespaltenen Deutschland möglich sei, tun und das, was notwendig sei, möglich machen. Damit machte Kiesinger deutlich, dass die Große Koalition bereit war, die vorhandenen Handlungsspielräume in der Deutschlandpolitik auszureizen. Die Bundesregierung wolle, was zum Wohl der Menschen im gespaltenen Deutschland möglich sei, tun und, was notwendig sei, möglich machen.[FN 15] Damit machte Kiesinger deutlich, daß die Koalition entschlossen war, die vorhandenen Handlungsspielräume offensiv zu nutzen.


[ [FN 11] Regierungserklärung, S. 3663.

[...]

[FN 15] Vgl. ebd.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[105.] Mw/Fragment 076 12 - Diskussion
Bearbeitet: 6. January 2014, 19:43 (Schumann)
Erstellt: 16. November 2011, 10:10 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 076, Zeilen: 12-23
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 076, Zeilen: 15-25
Dass die Deutschlandpolitik am Schluss von Kiesingers Regierungsklärung stand, war repräsentativ für den künftigen Kurs der Großen Koalition. Nicht mehr die deutsche Wiedervereinigung stand am Anfang, sondern die europäische Entspannung, die dann die deutsche Wiedervereinigung mit sich bringen würde. Diese Sicht setzte im Vergleich zu den früheren Regierungserklärungen neue Richtmarken, passte sich der veränderten Weltlage an und leitete eine zentrale Kurskorrektur in der deutschen Außenpolitik ein. Jedoch wurde der bundesdeutsche Alleinvertretungsanspruch wie unter Adenauer und Erhard in Kiesingers Regierungserklärung aufrecht erhalten, allerdings sollten, wie Kiesinger ausführte, die Menschen in dem anderen Teil Deutschlands nicht bevormundet werden. Dadurch solle das Auseinanderleben der beiden getrennten deutschen Teile verhindert werden, so Kiesinger. Die Bundesregierung wolle entkrampfen und nicht verhärten, Gräben überwinden und nicht vertiefen. An den Schluß der Regierungserklärung stellte Kiesinger die Deutschlandpolitik. Dies war symbolisch für den künftigen Kurs. Nicht mehr die Wiedervereinigung stand am Anfang, sondern die europäische Einigung, die dann die Wiedervereinigung mit sich bringen würde. Diese Sicht setzte im Vergleich zu früheren Regierungserklärungen neue Akzente und trug damit der veränderten Weltlage Rechnung.

Der Alleinvertretungsanspruch der Bundesregierung wurde von Kiesinger bekräftigt, allerdings, wie er betonte, ohne die Menschen im anderen Teil Deutschlands zu bevormunden. Ziel war die Verhinderung eines Auseinanderlebens beider Teile. Man wolle »entkrampfen und nicht verhärten, Gräben überwinden und nicht vertiefen«.[FN 13]


[ [FN 11] Regierungserklärung, S. 3663.

[FN 12] Vgl. ebd., S. 3664.

[FN 13] Ebd.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[106.] Mw/Fragment 086 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 20:45 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 01-04, 101-102
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107; 108, Zeilen: 34-35; 01-05, 101
[Als die Attacken aus Moskau heftiger wurden, zeigte sich Kiesinger am 5. Januar 1967 auf einer CDU-Präsidiumssitzung skeptisch über die Erfolgschancen der Ostpolitik der] Großen Koalition und sagte, es bestehe die Gefahr, dass die Ostblockstaaten einen Sperrriegel errichten und in einer gemeinsamen Aktion unerfüllbare Bedingungen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen stellen könnten.[FN 358] Mit der Karlsbader Konferenz sollten sich schon bald diese Befürchtungen bewahrheiten.


[FN 358]: Vermerk Barzels zu dieser CDU-Präsidiumssitzung am 5.1.1967: BAK, Nachlass Rainer Barzel, Mikrofilmsignatur N/1371-344. [...]

Nachdem sich zum Ende des Jahres die negativen Stimmen aus Moskau häuften, zeigte sich Kiesinger vor dem CDU-Präsidium pessimistisch über [Seite 108] die Erfolgsaussichten der Ostpolitik und sah die Gefahr, daß die Ostblockstaaten einen Sperriegel errichten und in einer gemeinsamen Aktion unerfüllbare Bedingungen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen stellen könnten.[FN 5] Schon wenige Wochen später sollte sich diese Befürchtung bewahrheiten.


[FN 5] Vgl. Sitzung des CDU-Präsidiums, 5.1.1967, BA, Dep. Barzel, N 1371, Bd. 344.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 085 30. Keine Angabe der tatsächlichen Quelle Taschler; Übernahme samt Literaturreferenz.

Sichter
Bummelchen

[107.] Mw/Fragment 085 30 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:57 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 20:40 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 085, Zeilen: 30-31
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107; 108, Zeilen: 34-35; 01-04
Als die Attacken aus Moskau heftiger wurden, zeigte sich Kiesinger am 5. Januar 1967 auf einer CDU-Präsidiumssitzung skeptisch über die Erfolgschancen der Ostpolitik der [Großen Koalition und sagte, es bestehe die Gefahr, dass die Ostblockstaaten einen Sperrriegel errichten und in einer gemeinsamen Aktion unerfüllbare Bedingungen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen stellen könnten.[FN 358]] Nachdem sich zum Ende des Jahres die negativen Stimmen aus Moskau häuften, zeigte sich Kiesinger vor dem CDU-Präsidium pessimistisch über [Seite 108] die Erfolgsaussichten der Ostpolitik und sah die Gefahr, daß die Ostblockstaaten einen Sperriegel errichten und in einer gemeinsamen Aktion unerfüllbare Bedingungen für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen stellen könnten.[FN 5]
Anmerkungen

Fortsetzung in Mw/Fragment 086 01

Sichter
Bummelchen

[108.] Mw/Fragment 199 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:02 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 20:31 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 199, Zeilen: 21-27, 105-106
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 095, Zeilen: 18-24, 104-107
Das SPD-Präsidium bekräftigte in seinem Kommuniqué, dass man keinen Vertrag unterzeichnen werde, der den deutschen Interessen zuwiderlaufe, und es forderte die Sicherstellung der vollen Beteiligung der Bundesrepublik an der friedlichen Nutzung der Atomenergie auf den Gebieten der Wissenschaft, der Technik und der Wirtschaft sowie die Wahrung legitimer Sicherheitsinteressen. Gleichzeitig warnte das SPD-Präsidium davor, mit unsachlichen Argumenten eine übersteigerte Polemik gegen den Nichtverbreitungsvertrag zu führen [...].[FN 886]


[FN 886]: Kommuniqué des SPD-Präsidiums 17.2.1967, S. 1-2, hier S. 1: AdsD, Protokolle des SPD-Präsidiums V. WP.

Die SPD bekräftigte, daß auch sie keinen Vertrag unterzeichnen werde, der den deutschen Interessen zuwiderlaufe, und forderte die Sicherstellung der vollen Beteiligung der Bundesrepublik an der friedlichen Nutzung der Atomenergie auf wissenschaftlichem, technischem und wirtschaftlichem Gebiet sowie die Wahrung legitimer Sicherheitsinteressen. Gleichzeitig warnte das SPD-Präsidium davor, mit »unsachlichen Argumenten eine übersteigerte Polemik« gegen den Vertrag zu führen.[FN 46]


[FN 45] Kommuniqué über die Sitzung des Präsidiums der SPD, 17.2.1967, Willy-Brandt-Archiv im Archiv der sozialen Demokratie (WBA), Aktengruppe Publikationen, Mappe 248 (Hervorhebung im Original).

[FN 46] Vgl. ebd.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz

Sichter
Bummelchen

[109.] Mw/Fragment 151 14 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:59 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 20:17 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 14-17
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 114, Zeilen:
Während bei der CDU/CSU die Forderungen der Karlsbader Konferenz auf starke Ablehnung stoßen würden, konnten sie bei der SPD möglicherweise früher oder später zumindest abgewogen werden und mit in ihre Überlegungen einbezogen werden. Während bei CDU und CSU die Forderungen auf starke Ablehnung stoßen würden, konnten sie bei der SPD möglicherweise früher oder später zumindest teilweise auf fruchtbaren Boden treffen.
Anmerkungen

15 übereinstimmende Wörter, keine Kennzeichnung als Zitat

Sichter
Bummelchen

[110.] Mw/Fragment 226 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 19:46 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 226, Zeilen: 03-10, 103-105
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 115, Zeilen: 13-20, 103-104
Kiesinger war in der Frage der Oder-Neiße-Grenze weniger festgelegt als viele seiner Parteifreunde. Bereits in einem Gespräch mit dem US-Sonderbotschafter McCloy am 4. März 1967 in Stuttgart hatte Kiesinger um Verständnis gebeten, dass das Problem der Oder-Neiße-Grenze erst in der Zukunft in einem anderen Kontext gelöst werden könne. Auf die Frage McCloys, ob die Bundesregierung nicht die Oder-Neiße-Grenze als Gegenleistung für die deutsche Wiedervereinigung und freie Wahlen akzeptieren könnte, hatte Kiesinger eingestanden, dass ihm die Frage nach einer möglichen Reaktion auf ein solches Angebot bisweilen schlaflose Nächte bereitet habe.[FN 1005]


[FN 1005]: Aufzeichnung des Gespräches: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 1967, Band 1, herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, München 1998, S. 396-411, hier S. 410.

Offenbar war Kiesinger in der Frage der Ostgebiete weniger orthodox als viele seiner Parteifreunde. In einem Gespräch mit dem amerikanischen Sonderbotschafter McCloy bat er um Verständnis, daß das Problem der Oder- Neiße-Linie erst in der Zukunft in einem anderen Kontext gelöst werden könne. Auf die Frage McCloys, ob man nicht die Oder-Neiße-Linie als Gegenleistung für die Wiedervereinigung und freie Wahlen akzeptieren könne, gestand Kiesinger, daß ihm die Frage nach einer möglichen Reaktion auf ein solches Angebot bereits einige schlaflose Nächte bereitet habe.[FN 46]

[FN 46] Zum Gesprächsverlauf vgl. [...] AAPD 1967, I, Dok. 87.

Anmerkungen

Mit leichten Umformulierungen wird der Inhalt Taschlers und auch der zweite Teil von deren Literaturreferenz übernommen.

Sichter
Bummelchen

[111.] Mw/Fragment 074 04 - Diskussion
Bearbeitet: 10. June 2012, 11:16 (Hindemith)
Erstellt: 14. November 2011, 19:09 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, PlagProf:-), Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 074, Zeilen: 04-17
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 074; 075, Zeilen: 30-39, 104; 01-07, 101
Anschließend betonte Kiesinger den Wunsch nach einer Aussöhnung mit Polen. Dabei könne die Bundesregierung das Verlangen Polens, endlich in einem Staatsgebiet mit gesicherten Grenzen zu leben, im Blick auf das Schicksal des geteilten deutschen Volkes besser als in früheren Zeiten begreifen. Doch könnten die Grenzen eines wiedervereinigten Deutschlands nur in einer frei vereinbarten Regelung mit einer gesamtdeutschen Regierung festgelegt werden, erklärte Kiesinger.[FN 314] Der Kanzler deutete an diesem Punkt seiner Regierungserklärung allerdings Zugeständnisse an, da diese Regelung ein von beiden Völkern gebilligtes, dauerhaftes und friedliches Verhältnis guter Nachbarschaft schaffen solle.[FN 315] Auch mit der Tschechoslowakei strebe die Bundesregierung eine neue Verständigung an, versicherte der Regierungschef. Das unter Gewaltandrohung entstandene Münchener Abkommen sei nach Ansicht der Bundesregierung nicht mehr gültig.[FN 316] Der Kanzler erwähnte in diesem Zusammenhang auch die Obhutspflicht der Bundesregierung gegenüber den Sudetendeutschen und den anderen deutschen Ost-Vertriebenen.[FN 317]


[ [FN 314]: Kiesinger, Kurt Georg, Stationen 1949-1969, Tübingen 1969, S. 214-215.

[FN 315]: Text der Regierungserklärung: Auswärtiges Amt (Hrsg.), Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Dokumente von 1949 bis 1994. Herausgegeben aus Anlaß des 125. Jubiläums des Auswärtigen Amts, Bonn 1995, S. 300.]

[FN 316]: Bundestagssitzung 13.12.1966: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 63: Stenographische Berichte der 78.-102. Sitzung 1966/67, herausgegeben in Bonn, S. 3643-3665, Regierungserklärung S. 3656-3665, hier S. 3662.

[ [FN 317]: Die explizite Erwähnung der Obhutspflicht der Bundesregierung in der Regierungserklärung hatte der Bund der Vertriebenen am 7.12.1966 in einem Brief an Kiesinger gefordert, S. 1-4, hier S. 3: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-304.]

Anschließend betonte Kiesinger den Wunsch einer Aussöhnung mit Polen. Dabei könne man dessen Verlangen, „endlich in einem Staatsgebiet mit sicheren Grenzen zu leben, [...] im Blick auf das gegenwärtige Schicksal unseres eigenen geteilten Volkes besser als in früheren Zeiten begreifen“.[FN 8] Dennoch könnten die Grenzen eines wiedervereinigten Deutschlands nur in einer frei vereinbarten Regelung mit einer gesamtdeutschen Regierung festgelegt werden. Kiesinger deutete hier jedoch Konzessionsbereitschaft an, da diese Regelung nach seinen Worten die Voraussetzung »für ein von beiden Völkern gebilligtes, dauerhaftes und friedliches Verhältnis guter Nachbarschaft schaffen« sollte.[FN 9]

[Seite 75]

Auch mit der Tschechoslowakei strebte die Bundesrepublik nach Aussage des neuen Regierungschefs eine Verständigung an. Das unter Gewaltandrohung zustande gekommene Münchener Abkommen war nach Ansicht der Bundesregierung »nicht mehr gültig«.[FN 10] Dieser Passus fand wiederum bei der SPD Zustimmung, aber nur bei einem Teil der Abgeordneten der CDU/ CSU. Kiesinger betonte die Obhutspflicht der Bundesregierung gegenüber den Sudetendeutschen und Vertriebenen.


[FN 7] Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 63, 80. Sitzung, 13.12.1966, S. 3662.

[ [FN 8] Ebd.

[FN 9] Vgl. ebd.]

[FN 10] Vgl. ebd.

Anmerkungen

Bei der Wiedergabe der historischen Primärquelle (Rede Kiesingers) übernimmt Mw die Zusammenfassung von Taschler 2001 (Sekundärliteratur) und verschleiert diese Übernahme. [FN 316] stellt ebenfalls eine Übernahme dar.

Sichter
Bummelchen

[112.] Mw/Fragment 061 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 16:54 Bummelchen
Fragment, Gesichtet, Hildebrand 1984, KeinPlagiat, Mw, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, KayH, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 12
Quelle: Hildebrand 1984
Seite(n): 358, Zeilen: linke Spalte, Z. 1
Sichtbar wurde dies in Kiesingers Regierungserklärung

am 13. Dezember 1966, in der er ausführte: „Die stärkste Absicherung gegen einen möglichen Mißbrauch der Macht ist der feste Wille der Partner der Großen Koalition, diese nur auf Zeit, also bis zum Ende dieser Legislaturperiode fortzuführen.“ [Fn 256]

...

[Fn 256]: CDU-Pressemitteilung vom 13.6.1966, in der Kiesingers Regierungserklärung abgedruckt ist, S. 1-16, hier S. 7: ACDP, Unterlagen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 08-001-258/2.

In diesem Sinn führte Bundeskanzler Kiesinger am

1 3. Dezember 1966 vor dem Parlament aus: »Die stärkste Absicherung gegen einen möglichen Mißbrauch der Macht ist der feste Wille der Partner der Großen Koalition, diese nur auf Zeit, also bis zum Ende dieser Legislaturperiode fortzuführen. (Beifall bei den Regierungsparteien.) Während dieser Zusammenarbeit soll nach Auffassung der Bundesregierung ein neues Wahlrecht grundsätzlich verankert werden, das für künftige Wahlen zum Deutschen Bundestag nach 1969 klare Mehrheiten ermöglicht. (Erneuter Beifall bei den Regierungsparteien.) Dadurch wird ein institutioneller Zwang zur Beendigung der Großen Koalition und eine institutionelle Abwehr der Notwendigkeit zur Bildung von Koalitionen überhaupt geschaffen. Die Möglichkeit für ein Ubergangswahlrecht für die Bundestagswahl 1969 wird von der Regierung geprüft.«

Anmerkungen

Korrekt zitiert. Ein Nachweis, daß hier ein Zitat übernommen wurde, kann nicht erbracht werden.

Sichter
KayH

[113.] Mw/Fragment 301 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:05 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 16:45 Bummelchen
Fragment, Gesichtet, Hildebrand 1984, KeinPlagiat, Mw, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 301, Zeilen: 1-
Quelle: Hildebrand 1984
Seite(n): 432, Zeilen: linke Spalte
5.2. Die Auswirkungen der Deutschland- und Ostpolitik der Großen Koalition auf

die sozial-liberale Bundesregierung Brandt/Scheel

„Weder zurückliegende noch bevorstehende Kontroversen werden mich abhalten, zu dem zu stehen, was wir seit 1966 miteinander geleistet haben, es ist unserem Vaterland nicht schlecht bekommen. Die künftige Regierung wird sich auf das zu stützen haben, was durch die Große Koalition konzipiert, angepackt und zu einem nicht geringen Teil ja auch verwirklicht wurde.“

Willy Brandt [Fn 1333]

...

[Fn 1333]: Zitat Brandt am 9.10.1969 in einem handschriftlichen Brief an Kiesinger: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 13.

Doch auch die SPD, die zwar nicht - wie oft behauptet

- durch ihren Eintritt in die schwarz-rote Koalition über Gebühr großen Wählerzulauf erzielte, alles in allem aber aus ihrer Mitwirkung an der Regierung Nutzen zog, besitzt ein seltsam zwiespältiges Verhältnis zu dieser in gewissem Sinne geschichtsmächtigen Episode. Sicherlich, Willy Brandt, am 9. Oktober 1969 bereits mit einem Fuß im Kanzleramt, würdigte an diesem Tag in Münstereifel »die gemeinsame Arbeit « und vergaß in seinem Handschreiben an Kiesinger auch nicht das Wirken des Bundeskanzlers respektvoll zu bedenken: »... da ich an der gestrigen Kabinettssitzung, der vermutlich letzten der Regierung der Großen Koalition, nicht teilnehmen konnte, habe ich auch nicht auf Ihre abschließenden Ausführungen antworten können. Ich möchte Sie auf diese Weise gern wissen lassen, daß meine Freunde und ich zu würdigen wissen, was Sie über die gemeinsame Arbeit gesagt haben. Weder zurückliegende noch bevorstehende Kontroversen werden mich abhalten, zu dem zu stehen, was wir seit Ende 1966 miteinander geleistet haben; es ist unserem Vaterland nicht schlecht bekommen. Die künftige Regierung wird sich auf das zu stützen haben, was durch die Große Koalition konzipiert, angepackt und zu einem nicht geringen Teil ja auch verwirklicht wurde. Wir stehen, so oder so, in gemeinsamer Verantwortung. Auch deshalb kann dies kein politischer Abschiedsbrief sein. Aber ich wollte Ihren gestrigen Rückblick doch nicht ohne eine Antwort lassen, in die der persönliche Respekt vor Ihrer Kanzlerschaft einbezogen ist.«

Anmerkungen

Die Rede Brands findet sich nur in Auszügen in der Arbeit wieder. Kein Plagiat, da Zitat! (Frangge)

Sichter
Frangge

[114.] Mw/Fragment 130 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 16:32 Bummelchen
Fragment, Gesichtet, Hildebrand 1984, KeinPlagiat, Mw, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 130, Zeilen: 1-
Quelle: Hildebrand 1984
Seite(n): 332, Zeilen: linke Spalte
[Diesem Punkt widmete er in seiner Deut-] schlandrede am 17. Juni 1967 besondere Aufmerksamkeit, wobei er einen Gedanken von Wehner aufgriff, der am 3. Dezember 1966 in einer Rundfunkansprache im RIAS geäußert hatte: „Wir Deutsche können das Getrenntsein in Ost und West nur überwinden, wenn wir mithelfen, daß Europa zusammenkommt. ... Die innerdeutsche Entspannung wiederum muß eine europäische Entspannungspolitik sein.“562 Diesen Gedanken führte Kiesinger in seiner Deutschlandrede am 17. Juni 1967 weiter: „Ein wiedervereinigtes Deutschland hat eine kritische Größenordnung. Es ist zu groß, um in der Balance der Kräfte keine Rolle zu spielen, und zu klein, um die Kräfte um sich herum selbst im Gleichgewicht zu halten. Es ist daher in der Tat nur schwer vorstellbar,daß sich ganz Deutschland bei einer Fortdauer der gegenwärtigen politischen Struktur in Europa der einen oder anderen Seite ohne weiteres zugesellen könnte. Eben darum kann man das Zusammenwachsen der getrennten Teile nur eingebetet sehen in den Prozeß der Überwindung des Ost-West-Konflikts in Europa.“[Fn 563]

...

[Fn 563]: Abdruck der Rede: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 1/1966-1967, Zweiter Halbband,S. 1321-1324, hier S. 1323.

Kiesinger jedenfalls zeigte sich von Wehners Persönlichkeit und seinem Engagement für das nationale Problem der Deutschen immer stark beeindruckt. Die

von Zeitgenossen wenig beachtete Rede des Bundeskanzlers vom 17. Juni 1967, die »unsere neue Politik im Osten« erläuterte und für die Sorgen der europäischen Nachbarn vor einem wiedervereinigten Deutschland bemerkenswertes Einfühlungsvermögen zeigte, wurde von Wehner später häufig mit Hochachtung zitiert. Sie entwarf die Perspektive einer das nationale Anliegen der Deutschen einschließenden »allmähliche[n] Überwindung der Gegensätze« in Europa:»Deutschland, ein wiedervereinigtes Deutschland,hat eine kritische Größenordnung. Es ist zu groß, um in der Balance der Kräfte keine Rolle zu spielen, und zu klein, um die Kräfte um sich herum selbst im Gleichgewicht zu halten. Es ist daher in der Tat nur schwer vorstellbar, daß sich ganz Deutschland bei einer Fortdauer der gegenwärtigen politischen Struktur in Europa der einen oder der anderen Seite ohne weiteres zugesellen könnte. Eben darum kann man das Zusammenwachsen der getrennten Teile Deutschlands nur eingebettet sehen in den Prozeß der Überwindung des Ost-West-Konflikts in Europa.«

Anmerkungen

An der angegeben Stelle findet sich nur ein Teil der Rede Kissingers. Der könnte sich den Text aus anderen Quellen beschafft haben. Vermutung! Kein Plagiat, da Zitat! (Frangge)

Sichter
Frangge

[115.] Mw/Fragment 115 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:00 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 15:13 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 01-03, 101-102
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 197, Zeilen: 06-12, 102
[Der Kanzler hatte sich zwar in der Art seiner Reaktion auf den Stoph-Brief über die Einwände vieler CDU/CSU-Parlamentarier hinweggesetzt, er war jedoch inhaltlich im] Rahmen dessen geblieben, was in den jeweiligen Gremien und Gesprächsrunden der CDU/CSU festgehalten worden war. Trotzdem werteten wohl einige CDU/CSU-Politiker Kiesingers Brief an Stoph als „Öffnung eines fatalen Weges.“[FN 493]


[FN 493]: Gerstenmaier, Eugen, Streit und Friede hat seine Zeit. Ein Lebensbericht, Frankfurt a. M. 1981, S. 456.

Kiesinger hatte sich zwar in der Form seiner Reaktion auf den Stoph-Brief über die Bedenken gewichtiger Fraktionsmitglieder hinweggesetzt, war jedoch inhaltlich im Rahmen dessen geblieben, was in den entsprechenden Gremien und Gesprächsrunden der Unionsparteien vorgegeben worden war. Dennoch empfand wohl mancher Unionsabgeordneter den Brief an Stoph als »Öffnung eines fatalen Weges«[FN 42].


[FN 42] So rückblickend E. Gerstenmaier, 1981, S. 456.

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 114 28. Leicht modifizierte Übernahme samt Literaturreferenz.

Sichter
Bummelchen

[116.] Mw/Fragment 114 28 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:58 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 15:08 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 28-29
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 197, Zeilen: 06-10
Der Kanzler hatte sich zwar in der Art seiner Reaktion auf den Stoph-Brief über die Einwände vieler CDU/CSU-Parlamentarier hinweggesetzt, er war jedoch inhaltlich im [Rahmen dessen geblieben, was in den jeweiligen Gremien und Gesprächsrunden der CDU/CSU festgehalten worden war.] Kiesinger hatte sich zwar in der Form seiner Reaktion auf den Stoph-Brief über die Bedenken gewichtiger Fraktionsmitglieder hinweggesetzt, war jedoch inhaltlich im Rahmen dessen geblieben, was in den entsprechenden Gremien und Gesprächsrunden der Unionsparteien vorgegeben worden war.
Anmerkungen

In fast identischer Weise übernommen. Einzelne Begriffe wurden durch Synonyme ersetzt. Fortsetzung in Mw/Fragment 115 01.

Sichter
Bummelchen

[117.] Mw/Fragment 108 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:00 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 14:56 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz, Bummelchen
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 21-25, 112-115
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 192; 193, Zeilen: 31-35; 01-02
Am 27. Mai 1967 gab es im Kanzleramt eine Aussprache der Kabinettsarbeitsgruppe. Wehner befürwortete einen Antwortbrief an Stoph, Barzel lehnte dies ab und forderte stattdessen eine Regierungserklärung. Kiesinger schlug die Sendung eines “Aide mémoire“ vor, wie sie von CDU/CSU-Parlamentariern am 22. Mai diskutiert worden war. Zu einer Entscheidung kam es bei dieser Aussprache im Kanzleramt nicht.[FN 466]


[FN 466]: Siehe zum Verlauf dieser Aussprache, an der unter anderem Kiesinger, Brandt, Wehner, Barzel, Schmidt und Ahlers teilnahmen: Kroegel, Dirk, Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, München 1997, S. 155. Leider fehlen hier jegliche Quellen-Belege.

Am 27. Mai trafen die Koalitionsspitzen im Kanzleramt zusammen. Erneut plädierte Wehner für einen Brief. Barzel lehnte dies ab und forderte statt dessen eine Regierungserklärung. Kiesinger dagegen schlug eine ähnliche Vorgehensweise vor, wie sie von den Unionspolitikern bei ihrem Treffen am 22. Mai ins Auge gefaßt worden war. Von Guttenberg hatte den Bundes- [Seite 193] kanzler ebenfalls über diese Besprechung unterrichtet. Zu einer Entscheidung kam es an diesem Tag jedoch nicht.[FN 19]


[FN 19] Vgl. zum Verlauf der Besprechung im Kanzlerbungalow am 27.5., an der Barzel, Brandt, Dollinger, von Guttenberg, Heck, Leber, Schmidt, Wehner, von Hase und Ahlers teilnahmen, D. Kroegel, 1997, S. 155, der allerdings leider auf einen Beleg verzichtet.

Anmerkungen

mit Änderungen und Literaturreferenz samt Konstatierung des fehlenden Belegs bei Kroegel übernommen

Sichter
Bummelchen

[118.] Mw/Fragment 187 04 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:17 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 14. November 2011, 14:42 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, PlagProf:-), Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 187, Zeilen: 04-13, 103-104
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 176; 177, Zeilen: 29-37, 104; 01-02
Am 13. Oktober 1967 gab Brandt im Bundestag eine Erklärung ab, in der er die Bereitschaft der Bundesregierung zum Austausch von deutsch-sowjetischen Gewaltverzichtserklärungen betonte und berichtete, dass darüber bereits Verhandlungen geführt würden. Zu den Chancen einer grundlegenden Verbesserung der deutsch-sowjetischen Beziehungen äußerte er sich jedoch kritisch.[FN 822] Dabei dachte Brandt wohl an die einen Tag zuvor durch Zarapkin erhaltene Note der sowjetischen Regierung. In dieser Note wurde einem Austausch von Gewaltverzichtserklärungen zugestimmt, jedoch nur unter der Bedingung, dass die Bundesrepublik die Karlsbader Forderungen erfülle, und auch ein Austausch von Gewaltverzichtserklärungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR erfolge.[FN 823]


[822]: Bundestagssitzung 13.10.1967: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 65: Stenographische Berichte der 121.-145. Sitzung 1967, herausgegeben in Bonn, S. 6331-6399, Brandt S. 6331-6336, hier S. 6333.

[ [FN 823]: Abdruck der sowjetischen Note: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 1967, Band 3, herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, München 1998, S. 1366-1367.]

Brandt betonte die Bereitschaft der Bundesregierung zum Austausch von Gewaltverzichtserklärungen und erklärte, daß über einige dieser Themen bereits Verhandlungen im Gange seien. Zu den Chancen einer grundlegenden Verbesserung der Beziehungen äußerte er sich jedoch pessimistisch.[FN 69] Damit spielte Brandt auf die tags zuvor eingegangene Note der sowjetischen Regierung an, in der die UdSSR dem Austausch von Gewaltverzichtserklärungen zugestimmt hatte, dafür aber die für die Bundesrepublik unannehmbaren Bedingungen der Karlsbader Erklärung erneut zur Voraussetzung gemacht hatte und vor allem den Aus- [Seite 177] tausch von Gewaltverzichtserklärungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR forderte.[FN 70]


[FN 69] Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 65, 126. Sitzung, 13.10.1967, S. 6333.

[ [FN 70] Vgl. Memorandum der Sowjetregierung an die Bundesregierung zu einer Gewaltverzichtsvereinbarung, 12.10.1967, in: B. Meissner, Moskau-Bonn II, 1975, S. 1093 f. Zur Übergabe vgl. AAPD 1967, III, Dok. 347.]

Anmerkungen

Übernahme mitsamt einer Literaturreferenz

Sichter
PlagProf:-)

[119.] Mw/Fragment 186 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:16 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 14. November 2011, 14:30 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 186, Zeilen: 01-02
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 165, Zeilen: 12-14
[Während für Bonn die Entspannungspolitik helfen sollte, den Status quo in Deutschland zu überwinden, hoffte Moskau, genau] diesen konservieren zu können. Daher waren die Gewaltverzichtverhandlungen kompliziert, da in beiden Lagern andere konzeptionelle Vorstellungen verfolgt wurden. Daher machten auch die Gespräche über einen beiderseitigen Gewaltverzicht keine Fortschritte, da beide Seiten darunter etwas anderes verstanden bzw. andere Zielsetzungen damit verbanden.[FN 8]


[ [FN 8] Vgl. zum Dialog über einen Gewaltverzicht H. Haftendorn, Sicherheit und Entspannung, <sup>2</sup>1986, S. 300.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 185 22

Sichter
Bummelchen

[120.] Mw/Fragment 185 22 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:00 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 14:24 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, PlagProf:-), Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 22-25
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 165, Zeilen: 08-12
Des Weiteren waren die Erfolgschancen begrenzt, da die Bundesrepublik und die Sowjetunion grundsätzlich unterschiedliche Absichten hegten. Während für Bonn die Entspannungspolitik helfen sollte, den Status quo in Deutschland zu überwinden, hoffte Moskau, genau [diesen konservieren zu können.] Damit waren die Aussichten alles andere als gut, da die Bundesrepublik und die Sowjetunion grundsätzlich unterschiedliche Ziele verfolgten. Während für Bonn die Entspannungspolitik langfristig dazu dienen sollte, den Status quo zu überwinden, hoffte Moskau, genau diesen bewahren zu können.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Fortsetzung in Mw/Fragment 186 01. Zwischen dem jeweils nachfolgenden Satz bei Mw und bei Taschler bestehen auch noch gewisse Ähnlichkeiten.

Sichter
PlagProf:-)

[121.] Mw/Fragment 152 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 14:11 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 15-19, 105-106
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 164, Zeilen: 27-31, 108-109
Der CDU/CSU-Fraktionsarbeitskreis für Auswärtige-, Gesamtdeutsche- und Verteidigungsfragen diskutierte am 9. Mai auf einer Sitzung über die Lage nach der Karlsbader Konferenz und kam zu dem Fazit, dass sowohl von Ostberlin wie auch von den anderen Staaten des kommunistischen Blocks vor dem 50. Jahrestag der Oktoberrevolution wohl kein Entgegenkommen zu erwarten sei.[FN 671]


[FN 671]: Kurzprotokoll, S. 1-3, hier S. 1: ACDP, Unterlagen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 08-001-411/2:.

Der Arbeitskreis V beschäftigte sich am 9. Mai mit der Lage nach der Karlsbader Konferenz und kam zu dem Ergebnis, daß vom kommunistischen Block vor dem 50. Jahrestag der Oktoberrevolution wohl kein Entgegenkommen zu erwarten sei.[FN 6]


[FN 6] Vgl. Kurzberichte von den heutigen Arbeitskreissitzungen, 9.5.1967, ACDP, VIII-001- 411/2.

Anmerkungen

mit leichten Modifikationen und Literaturreferenz übernommen

Sichter
Bummelchen

[122.] Mw/Fragment 188 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:02 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 11:07 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 188, Zeilen: 01-09, 101-104
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 248, Zeilen: 08-18, 102-103
[In der Bonner Antwortnote] wurde nach einer Aufzählung der bisherigen Gewaltverzichtserklärungen der Bundesrepublik gegenüber ihren Verbündeten die deutsche Bereitschaft zu Gewaltverzichtsverhandlungen mit der Sowjetunion und allen osteuropäischen Staaten hervorgehoben. Der sowjetische Anspruch auf die fortdauernde Gültigkeit der Feindstaatenklausel der UN-Charta wurde zurückgewiesen. Es wurde betont, dass der Gewaltverzicht nicht mit erschwerenden Voraussetzungen belastet werden solle.[FN 827] Doch diese Bonner Note stieß mit ihren Vorschlägen in Moskau auf Ablehnung, obwohl Bonn in seiner Note auch signalisiert hatte, dass es bereit sei, mit dem anderen Teil Deutschlands über einen verbindlichen Gewaltverzicht zu sprechen.[FN 828]

[FN 827]: Abdruck der Bonner Antwortnote: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 2/1968, Erster Halbband, S. 570-575.

[FN 828]: Abdruck der Bonner Antwortnote: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 2/1968, Erster Halbband, S. 570-575, hier S. 575.

Die materiellen Ziele bundesdeutscher Außenpolitik wurden in der Antwortnote bekräftigt. Nach einer Aufzählung der bisherigen Gewaltverzichtserklärungen der Bundesrepublik gegenüber ihren Verbündeten sowie im Grundgesetz wurde die Bereitschaft zu Verhandlungen mit der Sowjetunion und allen Mitgliedstaaten des Warschauer Paktes unterstrichen. Der sowjetische Anspruch auf die fortdauernde Gültigkeit der Feindstaatenklauseln der UN-Charta wurde zurückgewiesen. Es wurde betont, daß der Gewaltverzicht nicht mit erschwerenden Voraussetzungen belastet werden sollte. Abschließend wurde noch einmal die Bereitschaft bekräftigt, »mit dem anderen Teil Deutschlands über einen verbindlichen Gewaltverzicht zu sprechen«.[FN 37]

[FN 37] Vgl. Aide-mémoire der Bundesregierung an die Regierung der UdSSR über den Austausch von Gewaltverzichtserklärungen, 9.4.1968, DzD V/2.1, S. 570-575.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz

Sichter
Bummelchen

[123.] Mw/Fragment 120 20 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:58 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 10:42 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 20-26
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 269, Zeilen:
Das DDR-Regime hatte daher keinen Anlass, auf Kiesingers Vorschläge aus seinem Briefwechsel mit Stoph einzugehen, die aus Sicht des Regimes keine Vorteile bringen würden, sondern nur der Bundesrepublik nutzen konnten. Daher erschien es für das Regime zweckmäßiger, wenn schon die geforderte bundesdeutsche Anerkennung der DDR nicht realisierbar war, hart zu bleiben, in der Hoffnung, dass die Differenzen innerhalb der Großen Koalition irgendwann zu einer, aus der Perspektive der DDR, günstigeren Machtkonstellation in Bonn führen würden. Die DDR hatte daher keinen Anlaß, auf die Vorschläge Kiesingers aus der Regierungserklärung vom April 1967 und dem Briefwechsel mit Stoph einzugehen, die aus ihrer Sicht keine Vorteile bringen würden, sondern nur der Bundesrepublik nützen mußten. Daher schien es für die Regierung der DDR sinnvoller, wenn schon die erhoffte Anerkennung nicht erreichbar war, kompromißlos zu bleiben in der Hoffnung, daß die Differenzen innerhalb der Großen Koalition - die dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen konnten - eines Tages zu einer aus Sicht der DDR vorteilhafteren innenpolitischen Konstellation in der Bundesrepublik führen würden, [...].
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis. Es gibt leichte Kürzungen und Anpassungen.

Sichter
Bummelchen

[124.] Mw/Fragment 202 24 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 14. November 2011, 10:15 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 202, Zeilen: 24-27
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 223, Zeilen:
In seinem Bericht zur Lage der Nation betonte Kiesinger am 18. März im Bundestag, dass ein Nichtverbreitungsvertrag zwar die Spannungen in der Welt vermindern könne, aber auch den Interessen derer, die ihn unterzeichnen sollen, gerecht werden müsse.[FN 904]


[904]: Kiesingers Redemanuskript, S. 1-11, hier S. 3: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A7, Ordner 13.

In seinem Bericht zur Lage der Nation betonte Kiesinger, daß ein Nicht- verbreitungsvertrag zwar die Spannungen in der Welt vermindern könne, aber den Interessen derer, die ihn unterzeichnen sollten, gerecht werden müsse.[FN 26]


[FN 26 Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 66, 158. Sitzung, 11.3.1968, S. 8169.]

Anmerkungen

Die Paraphrase ist (fast) genauso auch in der Quelle zu finden, ohne dass auf sie verwiesen wird. Selbst wenn sich in der angegebenen Quelle derselbe Wortlaut finden sollte, so ist die wörtliche Übernahme nicht als solche gekennzeichnet.

Sichter
Bummelchen

[125.] Mw/Fragment 160 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:12 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 14. November 2011, 09:06 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge, KayH
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 01
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 268, Zeilen: 03-05
[Barzel teilte diese Ansicht und erklärte, dass die DDR nicht sehr stark auf den Interzonenhandel angewiesen sei und die Waren auch aus] anderen Ländern bekommen könne.[FN 705]

[ [FN 705]: CDU/CSU-Fraktionssitzung 19.6.1968: ACDP, Protokolle der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Bandsignatur 08-001-1016/2: S. 1-57, hier S. 27-37.]

Barzel teilte diese Ansicht und verwies darauf, daß die DDR nicht sehr stark auf den Interzonenhandel angewiesen sei und die Waren auch aus anderen Ländern bekommen könne.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 159 19.

Sichter
Frangge

[126.] Mw/Fragment 184 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:15 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 14. November 2011, 07:31 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 184, Zeilen: 01
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 365, Zeilen: 15-18, 105
[Kiesinger selbst stufte die Erklärung als fast gefährlicher ein als alle vorausgegangenen, weil in allen auf die westliche Mentalität abgestimmten Friedensaussagen der harte Kern der Anerkennung des Status quo durch] die Bundesrepublik stecke, erklärte er am 17. April auf einer CDU-Vorstandssitzung.[FN 810]

[ [FN 810]: CDU-Vorstandssitzung 17.4.1969: Buchstab, Günter u. a. (Hrsg.), Kiesinger: „Wir leben in einer veränderten Welt.“ Die Protokolle des CDU-Bundesvorstands 1965-1969: Protokoll Nr. 26, 17.4.1969. In: Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte, Band 50, Düsseldorf 2005, S. 1378-1446, hier S. 1384.]

Kiesinger selbst stufte die Erklärung im Grunde genommen fast gefährlicher ein als alle vorausgegangenen, »weil in allen auf die westliche Mentalität abgestimmten Friedensaussagen der harte Kern der Anerkennung des Status quo durch uns steckt«.[FN 14]

[FN 14] Vgl. Sitzung des CDU-Bundesvorstandes, 17.4.1969, ACDP, VII-001-018/3.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 183 25. Übernahme offenbar aus Taschler, auch wenn der Verf. hier eine andere (korrekt referenzierte) Quelle nennt.

Sichter
Frangge

[127.] Mw/Fragment 125 12 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:58 (Kybot)
Erstellt: 13. November 2011, 15:39 Frangge
Fragment, Gesichtet, Hildebrand 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 12-17
Quelle: Hildebrand 1984
Seite(n): 332, Zeilen: re. Sp., 33-41
Der Handlungsspielraum der Großen Koalition war auf diesem Feld somit sehr beengt. Daher stellte sich die Frage, was sich unter Ausklammerung der total auseinander gehenden Grundpositionen der Bundesrepublik und der DDR, hier Festhalten am Selbstbestimmungsrecht, dort Beharren auf die bundesdeutsche Anerkennung, gemeinsam erreichen ließe, falls Ostberlin überhaupt eine Entspannung wünschte. Der Spielraum der Großen Koalition war ja auf diesem Feld außerordentlich beengt. Daher stellte sich auch jetzt wieder die Frage, was sich unter Ausklammerung der diametral entgegenstehenden Grundpositionen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, hier Festhalten am Selbstbestimmungsrecht, dort Pochen auf völkerrechtliche Anerkennung, gemeinsam erreichen ließe, falls Ost-Berlin überhaupt eine »wirkliche Entspannung« wünschte.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[128.] Mw/Fragment 188 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:02 (Kybot)
Erstellt: 13. November 2011, 15:06 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Senzahl, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 188, Zeilen: 12-15, 105-110
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 249, Zeilen: 07-11, 105-107
Dass der Kreml verärgert war, machte er mit seiner Note vom 5. Juli 1968 deutlich[FN 829], welche die deutsche Note vom April beantwortete. Darin wurden scharfe Angriffe gegen die Bundesrepublik unternommen, und die altbekannten Forderungen in noch härterer Form wiederholt.[FN 830]

[FN 829]: Zur Übergabe dieser sowjetischen Note von Zarapkin an Duckwitz, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, siehe: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 1968, Band 2, herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, München 1999, S. 838-842.

[FN 830]: Abdruck der sowjetischen Note bei: Meissner, Boris (Hrsg.), Moskau-Bonn. Die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik Deutschland 1955-1973. Dokumentation, Band 2, Köln 1975, S. 1126-1135.

Daß sich die UdSSR aber offenbar von Brandts Ausführungen nicht beeindrucken ließ, machte sie mit ihrer Note vom 5. Juli deutlich[FN 42], die die deutsche Note vom April beantwortete. Darin wurden scharfe Angriffe auf die Bundesrepublik unternommen und die altbekannten Forderungen in noch härterer Form wiederholt.[FN 43]

[FN 42] Für die Übergabe vgl. AAPD 1968, II, Dok. 213.

[FN 43] Vgl. Aide-mémoire der Sowjetregierung vom 5.7.1968, in: B. Meissner, Moskau – Bonn II, 1975, S. 1126-1135.

Anmerkungen

Übernahme inkl. ergänzter Quellenangaben

Sichter
Hotznplotz

[129.] Mw/Fragment 255 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:04 (Kybot)
Erstellt: 13. November 2011, 14:57 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 255, Zeilen: 04-14, 101-104
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 274, Zeilen: 23-33, 104-108
Neben den konzeptionellen Differenzen wuchs auch der Konkurrenzdruck zwischen den Koalitionspartnern. So ärgerte man sich in der CDU/CSU über die Versuche der SPD, sich den alleinigen Verdienst an den Erfolgen in der Deutschland- und Ostpolitik zuzuschreiben. In seinem am 18. März 1968 fertig gestellten Rechenschaftsbericht für den Nürnberger SPD-Parteitag am 21. März warf Brandt den bisherigen Bundesregierungen Versäumnisse vor und meinte, dass es ohne eine Regierungsbeteiligung der SPD weder eine Antwort auf den Stoph-Brief mit konkreten Angeboten noch eine Politik des Gewaltverzichts gegeben hätten.[FN 1126] Eine Nürnberger SPD-Parteitagsentschließung vom 21. März sprach gar von fast zwei Jahrzehnten selbstzufriedener Machtausübung der CDU/CSU. Jetzt sei jedoch die SPD zur richtungsweisenden politischen Kraft in der Bundesrepublik geworden, hieß es.[FN 1127]

[FN 1126]: Brandts Rechenschaftsbericht 18.3.1968: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 2/1968, Erster Halbband, S. 460-466, hier S. 460-461.

[FN 1127]: SPD-Parteitagsentschließung 21.3.1968: Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 2/1968, Erster Halbband, S. 480-488, hier S. 485-486.

Neben den sachlichen Differenzen wuchs auch der Konkurrenzdruck zwischen den Koalitionspartnern. So ärgerte man sich in der Unionsfraktion über die permanenten Versuche der SPD, sich den alleinigen Verdienst besonders an den wenigen Erfolgen in der Ost- und Deutschlandpolitik zuzuschreiben. Schon auf dem SPD-Parteitag hatte Brandt den bisherigen Bundesregierungen Versäumnisse vorgeworfen und behauptet, ohne eine Regierungsbeteiligung der SPD hätte es weder eine Antwort auf den Brief Stophs mit konkreten Angeboten noch eine Politik des Gewaltverzichts gegeben.[FN 27] Eine Parteitagsentschließung sprach gar von »fast zwei Jahrzehnteln] selbstzufriedener Machtausübung der CDU/CSU«.[FN 28] Jetzt jedoch sei die SPD zur »richtungsweisenden politischen Kraft«[FN 29] geworden.

[FN 27] Vgl. den Rechenschaftsbericht Brandts auf dem SPD-Parteitag in Nürnberg, 18.3.1968, DzD V/2.1, S. 460-466, besonders S. 460.

[FN 28] Entschließung des SPD-Parteitages in Nürnberg: Sozialdemokratische Perspektiven im Übergang zu den siebziger Jahren, 21.3.1968, DzD V/2.1, S. 480-488, hier S. 485.

[FN 29] Ebd.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenzen

Sichter
Hotznplotz

[130.] Mw/Fragment 159 19 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:59 (Kybot)
Erstellt: 13. November 2011, 14:48 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 19-27
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 267; 268, Zeilen: 29-32; 01-05
Während der Abgeordnete Pohle auf der CDU/CSU-Fraktionssitzung am 19. Juni ausführte, dass er im innerdeutschen Handel die Möglichkeit sehe, zur Entspannung beizutragen, plädierte der Abgeordnete Blumfeld für eine offensive Nutzung, da man hier der DDR am meisten schaden könne. Das mit jedem Jahr stumpfer gewordene Schwert des Interzonenhandels müsse revitalisiert werden, forderte Blumfeld. Kiesinger zeigte sich skeptisch bezüglich wirtschaftlicher Möglichkeiten, da dies am Souveränitätsanspruch der DDR nichts ändern würde. Barzel teilte diese Ansicht und erklärte, dass die DDR nicht sehr stark auf den Interzonenhandel angewiesen sei und die Waren auch aus [anderen Ländern bekommen könne.[FN 705]] Während der Abgeordnete Pohle im innerdeutschen Handel die Möglichkeit sah, zur Entspannung beizutragen, plädierte Blumenfeld für eine offensive Nutzung, da man hier der DDR am meisten schaden könne. Das mit jedem Jahr stumpfer gewordene Schwert [Seite 268] des Interzonenhandels müsse revitalisiert werden. Kiesinger zeigte sich skeptisch bezüglich wirtschaftlicher Möglichkeiten, da dies am Souveränitätsanspruch der DDR nichts ändern würde. Barzel teilte diese Ansicht und verwies darauf, daß die DDR nicht sehr stark auf den Interzonenhandel angewiesen sei und die Waren auch aus anderen Ländern bekommen könne.
Anmerkungen

Keine Nennung der anscheinend tatsächlichen Quelle Taschler. Fortsetzung in Fragment 160 01.

Sichter
Hotznplotz

[131.] Mw/Fragment 146 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 13. November 2011, 14:01 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 04-09, 101-102
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 380, Zeilen: 13-19, 105
Ob man bei der Diskussion um Kambodscha von einer Durchsetzung der CDU-Position mit Hilfe der Richtlinienkompetenz des Kanzlers sprechen kann, wie es Henning Storz getan hat[FN 651], erscheint fraglich. Tatsächlich hatten sich Kiesinger und die CDU/CSU-Führungsspitzen mit ihrer Forderung nach einer kompromisslosen Anwendung der Hallstein-Doktrin nicht durchsetzen können und den erarbeiteten Kompromiss als ein zu großes Zugeständnis bewertet.

[FN 651]: Storz, Henning, Außenpolitik als Gesellschaftspolitik. Die außenpolitische Konzeption der CDU mit besonderer Berücksichtigung der Zeit der Großen Koalition 1966-1969, Berlin 1973, S. 258.

Ob man nun von einer Durchsetzung der Position der CDU mit Hilfe der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers sprechen kann[FN 51], erscheint fraglich. Tatsächlich hatten sich Kiesinger und mit ihm die Kabinettsmitglieder der Unionsparteien mit ihrem Wunsch nach einer kompromißlosen Anwendung der Hallstein-Doktrin nicht durchsetzen können und betrachteten nach Worten Kiesingers den gefundenen Kompromiß als »großes Entgegenkommen«.

[FN 51] Vgl. H. Storz, 1973, S. 258.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz

Sichter
Hotznplotz

[132.] Mw/Fragment 183 25 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:00 (Kybot)
Erstellt: 13. November 2011, 13:50 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 183, Zeilen: 25-28
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 365, Zeilen: 13-18
Nach Kiesingers Ansicht hatte Brandt die Budapester Erklärung zu optimistisch interpretiert. Kiesinger selbst stufte die Erklärung als fast gefährlicher ein als alle vorausgegangenen, weil in allen auf die westliche Mentalität abgestimmten Friedensaussagen der harte Kern der Anerkennung des Status quo durch [die Bundesrepublik stecke, erklärte er am 17. April auf einer CDU-Vorstandssitzung.[FN 810]] Nach Kiesingers Ansicht hatte Brandt die Budapester Erklärung zu optimistisch interpretiert. Kiesinger selbst stufte die Erklärung im Grunde genommen fast gefährlicher ein als alle vorausgegangenen, »weil in allen auf die westliche Mentalität abgestimmten Friedensaussagen der harte Kern der Anerkennung des Status quo durch uns steckt«.[FN 14]
Anmerkungen

Der erste Satz wird wörtlich übernommen. Keine Nennung der tatsächlichen Quelle Taschler. Fortsetzung in Fragment 184 01.

Sichter
Hotznplotz

[133.] Mw/Fragment 200 06 - Diskussion
Bearbeitet: 25. April 2012, 17:30 (Plagin Hood)
Erstellt: 12. November 2011, 12:27 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 200, Zeilen: 06-11, 105-106
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 097, Zeilen: 01-05, 101
Kiesinger trat sofort am nächsten Tag Adenauers schweren Vorwürfen in einem Antwortbrief an Adenauer entgegen und wies den Altkanzler zurecht. Kiesinger unterstrich, dass man noch lange keine flaue Politik betreibe, wenn man eine maßvolle Sprache gebrauche. Auch er habe große Sorgen gegenüber dem NV-Vertrag und sei dazu entschlossen, die lebenswichtigen deutschen Interessen zu wahren, versprach Kiesinger.[FN 890]

[FN 890]: Kiesinger an Adenauer 28.2.1967, S. 1-2: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-001.

Kiesinger trat diesen schweren Vorwürfen Adenauers sofort entgegen und wies den Altbundeskanzler zurecht. Wer eine maßvolle Sprache gebrauche, betreibe deswegen noch lange keine »flaue« Politik. Auch er habe große Sorgen gegenüber dem Vertrag und sei dazu entschlossen, die lebenswichtigen deutschen Interessen zu wahren.[FN 55]

[FN 55] Vgl. Kiesinger an Adenauer, 28.2.1967, ACDP, NL Kiesinger, I-226-A-001.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[134.] Mw/Fragment 085 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:02 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 12. November 2011, 12:03 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
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Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 085, Zeilen: 01-04
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107, Zeilen: 06-11
[Kiesingers Regierungserklärung hatte mit ihren auf Verständigung ausgerichteten Signalen und dem Angebot zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den osteuro-]päischen Staaten neue Richtmarken gewiesen. Noch nie war der Sowjetunion in einer Antrittsrede eines Bundeskanzlers soviel Aufmerksamkeit eingeräumt worden. Kiesingers Regierungserklärung wurde in Moskau zunächst mit Interesse wahrgenommen. Die Regierungserklärung Kiesingers hatte mit ihrem auf Verständigung ausgerichteten Ton und dem Angebot zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen an alle Ostblockstaaten deutlich neue Akzente gesetzt. Noch nie war der Sowjetunion, dem potentiellen Gegner, soviel Raum gewidmet worden. So wurde die Regierungserklärung in Moskau zunächst mit Interesse [...] aufgenommen.[FN 2]

[ [FN 2] Vgl. C. Hacke, Weltmacht, 1993, S. 151; G. Buchstab, Geheimdiplomatie, 1992, S. 886; P. Bender, 31995, S. 142 sowie M. B. Moarref, 1978, S. 210ff.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 084 30. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[135.] Mw/Fragment 084 30 - Diskussion
Bearbeitet: 25. April 2012, 17:28 (Plagin Hood)
Erstellt: 12. November 2011, 11:58 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 084, Zeilen: 30-31
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107, Zeilen: 06-08
Kiesingers Regierungserklärung hatte mit ihren auf Verständigung ausgerichteten Signalen und dem Angebot zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den osteuro-[päischen Staaten neue Richtmarken gewiesen.] Die Regierungserklärung Kiesingers hatte mit ihrem auf Verständigung ausgerichteten Ton und dem Angebot zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen an alle Ostblockstaaten deutlich neue Akzente gesetzt.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 085 01.

Sichter
Hotznplotz

[136.] Mw/Fragment 072 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 12. November 2011, 11:31 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Senzahl, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 072, Zeilen: 04-08, 101-103
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 073; 074, Zeilen: 103; 11-15, 101-102
Kiesinger wiederholte in der Regierungserklärung das bereits in der Friedensnote der Bundesregierung Erhard aufgezeigte Angebot, Gewaltverzichtserklärungen mit den osteuropäischen Staaten und der Sowjetunion auszutauschen, und er verkündete die Bereitschaft der Bundesregierung, das ungelöste Problem der deutschen Teilung in dieses Angebot mit einzubeziehen.[FN 308]

[FN 308]: Bundestagssitzung 13.12.1966: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 63: Stenographische Berichte der 78.-102. Sitzung 1966/67, herausgegeben in Bonn, S. 3643-3665, Regierungserklärung S. 3656-3665, hier S. 3662.

[S. 74, Z. 11-15]

Kiesinger wiederholte das bereits in der Friedensnote der Regierung Erhard unterbreitete Angebot zum Austausch von Gewaltverzichtserklärungen an die Sowjetunion und die osteuropäischen Staaten und erklärte die Bereitschaft der Bundesregierung, »das ungelöste Problem der deutschen Teilung in dieses Angebot einzubeziehen«.[FN 5]

[S. 73, Z. 103]

[FN 3] Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 63, 80. Sitzung, 13.12.1966, S. 3656-3665.

[S. 74, Z. 101-102]

[FN 4] Ebd., S. 3662.

[FN 5] Ebd.

Anmerkungen

Übernahme mit ergänzter Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[137.] Mw/Fragment 072 12 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:55 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 12. November 2011, 11:24 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 072, Zeilen: 12-25
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 074, Zeilen: 16-26
Bei den Initiativen der Vorgängerregierung war die DDR bewusst ausgeklammert worden, Kiesinger bezog die DDR jedoch in sein Angebot indirekt ein und ging damit deutlich über die vorherige Politik hinaus.

Ob mit Kiesingers Aussage, dass die Bundesregierung bereit sei, das ungelöste Problem der deutschen Teilung in den angebotenen Austausch von Gewaltverzichtserklärungen mit den osteuropäischen Staaten und der Sowjetunion mit einzubeziehen, jedoch eine Garantie der innerdeutschen Grenze angesprochen war, erscheint zweifelhaft. Kiesinger deutete mit seiner Formulierung lediglich die Bereitschaft der Bundesregierung formell an, auf gewaltsame Veränderungen des Status quo in Deutschland zu verzichten. Die Garantie der innerdeutschen Grenze stand jedoch nicht zur Debatte, weil sie innerhalb der CDU/CSU keinesfalls akzeptabel gewesen wäre. Kiesinger bewegte sich bereits mit dieser Formulierung am Rande des in der Union Erträglichen. Sichtbar wird das vor allem daran, dass an dieser Stelle von Kiesingers Regierungserklärung der stenographische Bericht des Bundestages nur Beifall bei der SPD vermerkt.

An dieser Stelle vermerkt das Protokoll allerdings nur Beifall bei der SPD. Kiesinger war mit dieser Aussage deutlich über die Politik Schröders hinausgegangen, der die DDR immer bewußt ausgespart hatte. Ob mit dieser Aussage Kiesingers allerdings eine »Garantie der innerdeutschen Grenze«[FN 6] gemeint war, erscheint zweifelhaft. Kiesinger deutete mit seiner Formulierung lediglich die Bereitschaft der Bundesregierung an, formell auf gewaltsame Veränderungen auch des innerdeutschen Status quo zu verzichten. Die Garantie der Demarkationslinie als »Grenze« stand jedoch nicht zur Debatte, weil sie innerhalb der Union keinesfalls konsensfähig gewesen wäre. Kiesinger bewegte sich bereits mit der Formulierung in der Regierungserklärung am Rande des in der Union Möglichen.

[ [FN 6] So D. Kroegel, 1997, S. 71.]

Anmerkungen

Übernahme mit Veränderungen und eigenen Ergänzungen. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[138.] Mw/Fragment 161 16 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:12 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 12. November 2011, 11:07 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 161, Zeilen: 16-26
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 119, Zeilen: 01-12
Dass eine neu ausgerichtete Handelspolitik allein nicht ausreichte, um die deutsche Wiedervereinigung zu erlangen, war allerdings allen Verantwortlichen klar. Kiesinger führte am 13. Februar 1967 auf einer CDU-Vorstandssitzung aus, dass die Bundesrepublik in ihrer bisherigen Wiedervereinigungspolitik absolut defensiv gewesen sei und auf eine Gelegenheit der Geschichte habe warten müssen. Diese sei aber nicht gekommen, sondern die Bedingungen hätten sich sogar verschlechtert. Die einzige Alternative zum passiven Warten sei daher das Anbahnen eines Weges zur Überwindung des Gegensatzes, um mehr Bewegungsraum zu schaffen. Während die Bundesrepublik auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges den gesamten Westen geschlossen hinter sich gehabt hätte, sei dieser, ob vermeintlich oder tatsächlich, nun vorbei, meinte Kiesinger.[FN 713]

[ [FN 713]: CDU-Vorstandssitzung 13.2.1967: ACDP, Protokolle des CDU-Bundesvorstandes V. WP, Ordner 07-001-016/1: S. 1-100, hier S. 12-13.]

Daß der innerdeutsche Handel allein nicht ausreichte, um die Gräben zwischen der Bundesrepublik und der DDR zu überwinden, mußte allerdings allen Verantwortlichen klar sein. Wie Kiesinger vor der Fraktion ausführte, mußte die Bundesrepublik in ihrer bisherigen Wiedervereinigungspolitik »absolut in der Defensive bleiben« und auf eine Gelegenheit der Geschichte warten. Diese sei aber nicht gekommen, sondern die Bedingungen hätten sich sogar verschlechtert. Die einzige Alternative zum passiven Warten war daher aus Kiesingers Sicht das Anbahnen eines Weges zur Überwindung des Gegensatzes, um mehr Bewegungsraum zu schaffen.[FN 9] Während die Bundesrepublik auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges den gesamten Westen geschlossen hinter sich gehabt habe, sei dieser nun, ob vermeintlich oder tatsächlich, vorbei.

[ [FN 9] Vgl. Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, 17.1.1967, ACDP, VIII-001-1012/1.]

Anmerkungen

Keine Nennung der offenbar tatsächlichen Quelle Taschler. Auffällig ist, dass für die Äußerungen Kiesingers verschiedene Daten und Anlässe genannt werden.

Sichter
Hotznplotz

[139.] Mw/Fragment 082 17 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:59 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 11. November 2011, 20:36 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 17-21
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 107, Zeilen: 21-24
Die Beunruhigung der DDR-Führung wurde durch verschiedene Signale aus anderen sozialistischen Staaten noch weiter gesteigert, denn Staaten wie Ungarn, Bulgarien oder Rumänien, die mit der Bundesrepublik keine territorialen Probleme hatten, sahen nun die Möglichkeit, ihre Beziehungen zu Bonn zu normalisieren.[FN 345]

[ [FN 345]: Materialsammlung “Sachstand der Deutschland- und Ostpolitik der Bundesregierung“ vom 12.10.1967, S. 1-57, hier S. 49: BAK, Akten des Bundesministeriums des Innern V. WP, Ordner B106-61793.]

Die Reaktionen in Osteuropa auf die Regierungserklärung waren für Bonn durchaus ermutigend. Staaten wie Ungarn, Bulgarien oder Rumänien, die mit der Bundesrepublik keine territorialen Probleme hatten, sahen nun die Chance, ihre Beziehungen zu Bonn zu normalisieren.
Anmerkungen

keine Angabe der offenbar tatsächlichen Quelle Taschler

Sichter
Hotznplotz

[140.] Mw/Fragment 082 23 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:01 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 11. November 2011, 20:24 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 23-29
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 117; 118, Zeilen: 34; 01-09
Tatsächlich lässt sich an Kiesingers Regierungserklärung der Versuch erkennen, durch eine Annäherung an die osteuropäischen Staaten diese Länder von der DDR zu entfremden, woraus sich die abwehrende Haltung des SED-Regimes erklären lässt. Die Politik der verstärkten Kontakte mit der DDR, die Herstellung von diplomatischen Beziehungen zu den Staaten Osteuropas und die dadurch eingeleitete Entspannungspolitik sollten das SED-Regime vor die Wahl stellen, entweder auf die international spürbare Entspannungspolitik einzugehen oder sich selbst als letzten stalinistischen Überrest im [Osten zu demaskieren.] Tatsächlich läßt sich aber in der Konzeption der Ostpolitik der [Seite 118] Versuch der Großen Koalition erkennen, durch eine Annäherung an die Ostblockstaaten und die UdSSR diese Länder von der DDR zu entfremden, woraus sich die abwehrende Haltung der DDR-Führung erklären läßt. Wie Birrenbach formulierte, sollte die Politik verstärkter Kontakte mit der Bevölkerung und die äußere, über die Herstellung diplomatischer Beziehungen mit Osteuropa eingeleitete Entspannungspolitik das Ulbricht-Regime vor die Wahl stellen, entweder auf die allgemeine Entspannungspolitik einzuschwenken oder sich selbst als letztes stalinistisches Relikt im Ostblock zu isolieren.[FN 4]

[ [FN 4] Vgl. K. Birrenbach, Deutschlandpolitik, 1967, S. 275.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[141.] Mw/Fragment 082 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 11. November 2011, 20:20 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 13-17
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 117, Zeilen: 28-34
Hatte die Bundesregierung Erhard die DDR in ihrer Friedensnote noch ausgeklammert, wurde der DDR nun, wenn auch indirekt formuliert, ein Gewaltverzicht offeriert. Darüber hinaus verkündete Kiesinger die Bereitschaft der Bundesregierung zu Behördenkontakten mit dem anderen Teil Deutschlands. Damit war der Versuch einer Isolierung der DDR augenscheinlich aufgegeben. Hatte Schröder die DDR z. B. in der Friedensnote noch völlig ignoriert, wurde ihr jetzt, wenn auch indirekt und äußerst zurückhaltend formuliert, ein Gewaltverzicht angeboten. Mehr noch, Kiesinger erklärte die Bereitschaft der Bundesregierung zu Behördenkontakten mit dem anderen Teil Deutschlands.

Damit war der Versuch einer Isolierung der DDR auf den ersten Blick aufgegeben.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[142.] Mw/Fragment 135 11 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:05 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 11. November 2011, 20:08 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 11-17
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 110, Zeilen: 01-08
Kiesinger hatte im Januar 1967 in einer Rede auf einem CDU-Wirtschaftstag die neue Ostpolitik der Bundesregierung erläutert. Es gebe keine Rezepte und keinen Fahrplan. Wenn die Bundesrepublik aber in der Defensive verharre, überlasse sie die Lösung der deutschen Frage dem Zufall und dem Willen anderer und isoliere sich hoffnungslos. Er betonte, dass die Bemühung, die Beziehungen zu den östlichen Nachbarn zu normalisieren, nicht gegen die Sowjetunion gerichtet sei und warnte vor dem gefährlichen Versuch, die Völker Osteuropas gegen die Sowjetunion ausspielen zu wollen.[FN 586]

[ [FN 586]: Meissner, Boris (Hrsg.), Die deutsche Ostpolitik 1961-1970. Kontinuität und Wandel. Dokumentation, Köln 1970, S. 172-175.]

Wenige Tage später erläuterte Kiesinger die Konzeption der Ostpolitik auf dem Wirtschaftstag der CDU: Es gebe keine Rezepte und keinen Fahrplan. Wenn die Bundesrepublik aber in der Defensive verharre, überlasse sie die Lösung der deutschen Frage dem Zufall und dem Willen anderer und isoliere sich hoffnungslos. Kiesinger betonte, daß die Einleitung der Normalisierung der Beziehungen zu den östlichen Nachbarn nicht gegen die Sowjetunion gerichtet sei, und bezeichnete den Versuch als gefährlich, die Völker Osteuropas gegen die Sowjetunion ausspielen zu wollen.
Anmerkungen

Keine Nennung der tatsächlichen Quelle Taschler. Die Referenz auf Meissner ist ganz offenbar fingiert, denn dort finden sich die erwähnten Erläuterungen Kiesingers nicht. Vielmehr sind auf den S. 172-175 bei Meissner "Äußerungen von Bundeskanzler Kiesinger vor der Auslandspresse am 20. Januar 1967 in Bad Godesberg (Auszüge)" wiedergegeben.

Sichter
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[143.] Mw/Fragment 236 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:19 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 11. November 2011, 19:57 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 236, Zeilen: 01-08
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 115, Zeilen: 03-12
[Er erklärte, wenn ein ange-]sehenes Mitglied der Fraktion bereits sage, er und Brandt dächten offenbar nicht mehr daran, die Positionen zu halten, müsse er seinen schärfsten Protest anmelden und die Fraktion bitten, die Dinge in ihren Reihen in Ordnung zu bringen. Wenn ihm die Fraktion oder Teile der Fraktion in dieser Frage in den Rücken fielen, wie könne er dann seine Position gegen jene Kräfte in der deutschen Öffentlichkeit oder beim Koalitionspartner verteidigen, die tatsächlich diesen gefährlichen Weg gingen. Im Übrigen sei Brandt in diesen Dingen bisher immer loyal gewesen, beteuerte Kiesinger. Den Vorwurf der Gutgläubigkeit wies der Kanzler von sich.[FN 1041]

[FN 1041]: CDU-Vorstandssitzung 8.4.1967: ACDP, Protokolle des CDU-Bundesvorstandes V. WP, Ordner 07-001-016/1: S. 1-100, hier S. 9-12.

Wenn ein angesehenes Mitglied der Fraktion bereits sage, Kiesinger und Brandt dächten offenbar nicht mehr daran, die Positionen zu halten, so müsse er seinen schärfsten Protest anmelden und die Fraktion bitten, die Dinge in ihren Reihen in Ordnung zu bringen. Wenn ihm die Fraktion oder Teile der Fraktion in dieser Frage in den Rücken falle, wie könne er dann seine Position gegen jene Kräfte in der deutschen Öffentlichkeit oder beim Koalitionspartner verteidigen, die tatsächlich diesen gefährlichen Weg gingen? Im übrigen bescheinigte er Brandt, in diesen Dingen bisher immer loyal gewesen zu sein.[FN 44] Den Vorwurf der Gutgläubigkeit wies er von sich.[FN 45]

[ [FN 44] Vgl. Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, 17.1.1967, ACDP, VIII-001-1012/1.

[FN 45] Vgl. Sitzung des CDU-Bundesvorstandes, 13.2.1967, ACDP, VII-001-016/1.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 235 19. Keine Angabe der offenbar tatsächlichen Quelle Taschler. Auffällig ist gleichwohl die Abweichung bzgl. des Datums der CDU-Vorstandssitzung.

Sichter
Hotznplotz

[144.] Mw/Fragment 235 19 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:01 (Kybot)
Erstellt: 11. November 2011, 19:51 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Senzahl, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 235, Zeilen: 19-28
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 114; 115, Zeilen: 34-39; 01-07
Die Frage der Oder-Neiße-Grenze war für Kanzler Kiesinger vor allem im Hinblick auf den BdV ausgesprochen heikel. Schon seine Äußerungen in der Regierungserklärung zu diesem Thema waren beim BdV und auch bei vielen CDU/CSU-Parlamentariern auf Kritik gestoßen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Heinrich Windelen begrüßte zwar am 8. April 1967 auf einer Sitzung des CDU-Vorstandes die Bemerkung Kiesingers, nach der die Aussage in der Regierungserklärung das Äußerste sei, was man zur Frage der Oder-Neiße-Grenze sagen könne. Windelen warf dem Kanzler jedoch vor, dass man sehr wohl auch darunter hätte bleiben können und erhob starken Zweifel, ob die Sozialdemokraten und auch Teile der eigenen Partei ebenfalls zu Kiesingers Aussagen stünden. Kiesinger reagierte auf diesen Vorwurf sehr heftig. Er erklärte, wenn ein ange-[sehenes Mitglied der Fraktion bereits sage, er und Brandt dächten offenbar nicht mehr daran, die Positionen zu halten, müsse er seinen schärfsten Protest anmelden und die Fraktion bitten, die Dinge in ihren Reihen in Ordnung zu bringen.] Auch die Frage der Oder-Neiße-Linie war für Kiesinger ausgesprochen heikel. Schon seine Äußerungen in der Regierungserklärung zu diesem Thema waren bei einigen Unionsabgeordneten auf Kritik gestoßen. Der Abgeordnete Windelen begrüßte zwar Bemerkungen Kiesingers, nach denen die Aussagen der Regierungserklärung das Äußerste seien, was man zur Frage der Oder-Neiße-Linie sagen könne, warf dem Kanzler jedoch vor, daß man [Seite 115] sehr wohl auch darunter bleiben könne und erhob starke Zweifel, ob die Sozialdemokraten und auch Teile der eigenen Partei ebenfalls zu diesen Aussagen stünden. Kiesinger reagierte auf diese Vorwürfe sehr heftig: Wenn ein angesehenes Mitglied der Fraktion bereits sage, Kiesinger und Brandt dächten offenbar nicht mehr daran, die Positionen zu halten, so müsse er seinen schärfsten Protest anmelden und die Fraktion bitten, die Dinge in ihren Reihen in Ordnung zu bringen.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 236 01.

Sichter
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[145.] Mw/Fragment 031 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:38 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 11. November 2011, 19:08 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 031, Zeilen: 01-03
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 026, Zeilen: 20-22
[Wenn die deutsche Ostpolitik durch den einstigen Erbfeind Frankreich unterstützt würde, so stiegen nach Meinung vieler] Bonner Politiker die Chancen auf eine Verbesserung der deutschen Beziehungen zu den Ostblockstaaten und somit langfristig auch die Chancen auf eine Wiedervereinigung Deutschlands.[FN 95]

[ [FN 95]: Marcowitz, Reiner, Option für Paris? Unionsparteien, SPD und Charles de Gaulle 1958-1969, München 1996, S. 210-211.]

[Wenn die deutsche Ostpolitik durch den einstigen Erbfeind Frankreich unterstützt würde, so stiegen nach Ansicht vieler] bundesdeutscher Politiker die Chancen auf eine Verbesserung der Beziehungen der Bundesrepublik zu den Ostblockstaaten und somit langfristig auch die Chancen auf die Wiedervereinigung.[FN 39]

[ [FN 39] Vgl. R. Marcowitz, 1996, S. 164.]

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 030 21. Auffällig ist die Divergenz bei den Seitenangaben bzgl. Marcowitz; interessanterweise lässt sich die obige Aussage aber weder auf den vom Verfasser noch auf der von Taschler angegebenen Seite finden. Im Falle des Ersteren muss man hier wohl von einer Fingierung sprechen.

Sichter
Hotznplotz

[146.] Mw/Fragment 030 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:56 (Kybot)
Erstellt: 11. November 2011, 19:02 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 030, Zeilen: 21-26
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 026, Zeilen: 14-20
Viele in der Bundespolitik erwarteten nun nicht nur die französische Unterstützung zur deutschen Wiedervereinigung, die man bei den Amerikanern nicht mehr vorzufinden glaubte, sondern auch die französische Unterstützung bei der Normalisierung der deutschen Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten und zur Sowjetunion. Wenn die deutsche Ostpolitik durch den einstigen Erbfeind Frankreich unterstützt würde, so stiegen nach Meinung vieler [Bonner Politiker die Chancen auf eine Verbesserung der deutschen Beziehungen zu den Ostblockstaaten und somit langfristig auch die Chancen auf eine Wiedervereinigung Deutschlands.[FN 95]] Der CSU-Vorsitzende und mit ihm viele andere in der Bundesrepublik erhofften sich nicht nur die französische Unterstützung der Wiedervereinigung, die man bei Amerikanern und Engländern nicht mehr zu finden glaubte, sondern überhaupt Hilfe bei der Normalisierung der Beziehungen zur Sowjetunion und den Ostblockstaaten. Wenn die deutsche Ostpolitik durch den einstigen Erbfeind Frankreich unterstützt würde, so stiegen nach Ansicht vieler [bundesdeutscher Politiker die Chancen auf eine Verbesserung der Beziehungen der Bundesrepublik zu den Ostblockstaaten und somit langfristig auch die Chancen auf die Wiedervereinigung.[FN 39]]
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 031 01.

Sichter
Hotznplotz

[147.] Mw/Fragment 018 05 - Diskussion
Bearbeitet: 10. June 2012, 11:15 (Hindemith)
Erstellt: 11. November 2011, 17:07 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 018, Zeilen: 05-12, 101-107, 117-120
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 011, Zeilen: 08-16, 107-109
In diesem Zusammenhang ist auch Heribert Knorr zu nennen, der 1975 anhand des von CDU/CSU und SPD veröffentlichten Materials und entlang von Bundestagsdebatten und Interviews die Entscheidungsfindungsprozesse der Großen Koalition untersucht hat.[FN 32] Hier ist aber anzumerken, dass Knorr, ebenso wie Detlef Bischoff bei seiner 1972 fertig gestellten Analyse zur außenpolitischen Konzeption der CSU und ihre Durchsetzung in der Großen Koalition[FN 33], keinen Zugang zu internen Partei- oder Regierungsquellen hatte. Dies ist ein Mangel zahlreicher Untersuchungen zur Außenpolitik der Großen Koalition, die zu Beginn der 1970er Jahre erstellt worden sind.[FN 34]

[FN 32]: Knorr, Heribert, Der parlamentarische Entscheidungsprozeß während der Großen Koalition 1966 bis 1969. Struktur und Einfluß der Koalitionsfraktionen und ihr Verhältnis zur Regierung der Großen Koalition, Meisenheim am Glan 1975.

[FN 33]: Bischoff, Detlef, Die außenpolitische Konzeption der CSU und ihre Durchsetzung in der Großen Koalition 1966-1969, Berlin 1972. [...]

[FN 34]: Zum Beispiel: Von Kodolitsch, Paul, Die Ostpolitik der Großen Koalition und die sozialistischen Staaten, Berlin 1974. / Storz, Henning, Außenpolitik als Gesellschaftspolitik. Die außenpolitische Konzeption der CDU mit besonderer Berücksichtigung der Zeit der Großen Koalition 1966-1969, Berlin 1973.

Aus der älteren Literatur hervorzuheben ist die verdienstvolle Untersuchung von Knorr[FN 3], der auf der Basis des von den Parteien veröffentlichten Materials sowie anhand von Parlamentsdebatten und Interviews die Entscheidungsabläufe der Großen Koalition analysiert hat. Leider hatte er jedoch aufgrund der zeitlichen Nähe zum Untersuchungsgegenstand keinen Zugang zu internen Partei- oder Regierungsquellen. Dies ist auch ein Defizit einer Reihe von Spezialuntersuchungen zur Außenpolitik der Großen Koalition, die Anfang der siebziger Jahre unter dem Eindruck der Debatte um die Ostverträge entstanden sind.[FN 4]

[FN 3] H. Knorr, 1975.

[FN 4] D. Bischoff, 1972; C. von Braunmühl, 1973; H. Storz, 1973; P. von Kodolitsch, 1974.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt vier Literaturreferenzen. In der Einleitung seiner Dissertation bedient sich Mw aus der Einleitung der Dissertation von Taschler (siehe auch Fragment 018 16).

Sichter
Hotznplotz

[148.] Mw/Fragment 018 16 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:54 (Kybot)
Erstellt: 11. November 2011, 16:50 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 018, Zeilen: 16-19
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 012, Zeilen: 12-16
Dies ist unter anderem dadurch zu erklären, dass in der Adenauer-Ära mit dem ökonomischen Wiederaufbau und der Westintegration die innen- und außenpolitische Basis der jungen Bundesrepublik geschaffen wurde, während in der sozial-liberalen Ära der Ausgleich mit den östlichen Nachbarn realisiert wurde. In der Adenauer-Ära wurden mit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau und der Westintegration die innen- und außenpolitischen Fundamente der jungen Bundesrepublik gelegt, während der sozialliberalen Regierung unter Brandt das Verdienst der Aussöhnung mit den östlichen Nachbarn zugeschrieben wird.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[149.] Mw/Fragment 065 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:58 (Kybot)
Erstellt: 11. November 2011, 16:25 Frangge
Fragment, Gesichtet, Kleßmann 1988, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 065, Zeilen: 01-03
Quelle: Kleßmann 1988
Seite(n): 201, Zeilen: 05-07
[Dieses Dokument löste] zwar das Vergangenheitsproblem Kiesingers nicht, es erleichterte aber sicherlich nicht unerheblich die Zustimmung zu seiner Wahl zum Regierungschef einer neuen Bundesregierung. Diese Entlastung schuf zwar das Problem nicht aus der Welt, erleichterte aber nicht unerheblich die Zustimmung zu seiner Wahl.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 064 15. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[150.] Mw/Fragment 064 15 - Diskussion
Bearbeitet: 10. June 2012, 11:16 (Hindemith)
Erstellt: 11. November 2011, 16:21 Frangge
Fragment, Gesichtet, Kleßmann 1988, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 064, Zeilen: 15-19
Quelle: Kleßmann 1988
Seite(n): 200; 201, Zeilen: 14-15; 01-07
Ein wichtiger Schritt zur Entlastung Kiesingers gegenüber seiner Mitgliedschaft in der NSDAP war ein vom “Spiegel“-Redakteur Conrad Ahlers gefundenes Dokument aus dem Reichssicherheitshauptamt vom 7. November 1944, in dem Kiesinger als Verbindungsmann des Auswärtigen Amts zum Propagandaministerium denunziert wurde, weil er nachweislich die antijüdischen Aktionen sabotierte.[FN 272] Dieses Dokument löste [zwar das Vergangenheitsproblem Kiesingers nicht, es erleichterte aber sicherlich nicht unerheblich die Zustimmung zu seiner Wahl zum Regierungschef einer neuen Bundesregierung.]


[ [FN 272]: Kroegel, Dirk, Einen Anfang finden! Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, München 1997, S. 28-33.]

Ein wichtiges Dokument zu Kiesingers Entlastung gegenüber den Vorwürfen wegen seiner Mitgliedschaft in [Seite 201] der NSDAP verschaffte ihm der »Spiegel«-Redakteur Conrad Ahlers: Ein Protokoll aus dem Reichssicherheitshauptamt vom 7. November 1944, in dem Kiesinger als Verbindungsmann des Auswärtigen Amtes zum Propagandaministerium denunziert wurde, weil er »nachweislich die antijüdische Aktion hemmt«, um »mit den Engländern politisch ins Gespräch zu kommen«[EN 25]. Diese Entlastung schuf zwar das Problem nicht aus der Welt, erleichterte aber nicht unerheblich die Zustimmung zu seiner Wahl.


[ [EN 25] Text in AdG 1966, S. 12801.]

Anmerkungen

Zwar ist Mws Quellenangabe korrekt, aber angesichts der systematischen Übernahmen aus anderer Literatur und der Ähnlichkeit im Wortlaut muss hier von einem Plagiat ausgegangen werden. Fortsetzung auf der nächsten Seite: Mw/Fragment 065 01

Sichter
Bummelchen

[151.] Mw/Fragment 073 07 - Diskussion
Bearbeitet: 10. June 2012, 11:16 (Hindemith)
Erstellt: 10. November 2011, 21:50 Dr. I. Jones
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Taschler 2001, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 073, Zeilen: 07-16
Quelle: Taschler 2001
Seite(n): 074, Zeilen: 01-11
Kiesinger betonte in seiner Regierungserklärung den Willen der Bundesregierung, mit allen Völkern Beziehungen zu unterhalten, die auf Verständigung, auf gegenseitiges Vertrauen und auf den Willen der Zusammenarbeit gegründet seien.[FN 310] Dies gelte auch für das Verhältnis zur Sowjetunion, obwohl die Beziehungen noch immer durch das ungelöste Problem der Wiedervereinigung Deutschlands belastet seien. Kiesinger bedauerte, dass die Erwartungen beider Seiten nach der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen im Jahr 1955 enttäuscht worden seien.[FN 311] Er hob hervor, das deutsche Volk hege weder Feindschaft noch Hass gegen die Völker der Sowjetunion, sondern es wünsche in guter und friedlicher Nachbarschaft zu leben, ohne sich in die inneren Verhältnisse der Sowjetunion einzumischen.

[ [FN 310]:Text der Regierungserklärung: Auswärtiges Amt (Hrsg.), Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Dokumente von 1949 bis 1994. Herausgegeben aus Anlaß des 125. Jubiläums des Auswärtigen Amts, Bonn 1995, S. 299.

[FN 311]: Dies wiederholte Kiesinger am 17.3.1967 in einem Informationsgespräch mit sowjetischen Journalisten im Kanzleramt in Bonn. Text des Informationsgespräches, S. 1-8, hier S. 1: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-008/1.]

Kiesinger betonte den Willen, mit allen Völkern Beziehungen zu unterhalten, »die auf Verständigung, gegenseitiges Vertrauen und auf den Willen der Zusammenarbeit« gegründet seien.[FN 4] Dies gelte auch für das Verhältnis zur Sowjetunion, obwohl die Beziehungen noch immer durch das ungelöste Problem der Wiedervereinigung belastet seien. Kiesinger bedauerte, daß die Erwartungen beider Seiten nach der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen enttäuscht worden seien. Er betonte, daß das deutsche Volk weder Feindschaft noch Haß gegen die Völker der Sowjetunion hege, sondern in guter friedlicher Nachbarschaft zu leben wünsche, ohne sich in die inneren Verhältnisse der UdSSR einzumischen.


[ [FN 3] Vgl. VBT, 5. WP, Bd. 63, 80. Sitzung, 13.12.1966, S. 3656-3665.

[FN 4] Ebd., S. 3662.]

Anmerkungen

Tatsächlich übernimmt der Verfasser hier ganz offenbar aus Taschler. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass Mw diese vier Sätze nur rein zufällig acht Jahre nach Erscheinen des Titels von Taschler in dieser Reihenfolge und auf diese Weise formuliert hat – selbst wenn er hier andere Quellen nennt.

Sichter
Hotznplotz

[152.] Mw/Fragment 071 26 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:56 (Kybot)
Erstellt: 10. November 2011, 20:22 Dr. I. Jones
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stuewe 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 071, Zeilen: 26-28
Quelle: Stuewe 2005
Seite(n): 281, Zeilen: 20-25
Mehr sagte der Kanzler zur Verteidigungspolitik nicht. Die Regierungserklärung enthielt somit nicht den von der SPD und besonders von Brandt geforderten Verzicht auf einen Mitbesitz an Atomwaffen. Mehr sagte der Kanzler zur Verteidigungspolitik nicht. [...] Die Regierungserklärung enthielt somit nicht den bisher von der SPD geforderten ausdrücklichen Verzicht auf eine multilaterale Atomstreitmacht [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Bummelchen

[153.] Mw/Fragment 090 13 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:57 (Kybot)
Erstellt: 10. November 2011, 14:05 Frangge
Fragment, Gesichtet, Hildebrand 1984, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 090, Zeilen: 13-14
Quelle: Hildebrand 1984
Seite(n): 268, Zeilen: re. Sp., 19-24
In der Großen Koalition war es viel schwieriger als in anders konstruierten Regierungsbündnissen, durch Mehrheitsbeschlüsse Entscheidungen zu erzielen. In der Großen Koalition mußte es noch weit schwieriger sein als in anders konstruierten Regierungsbündnissen [...], durch Mehrheitsbeschlüsse zu Entscheidungen zu gelangen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[154.] Mw/Fragment 039 27 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:55 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 12:52 Hotznplotz
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Thoß 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 039, Zeilen: 27
Quelle: Thoß 2004
Seite(n): 210, Zeilen: 25
Der defensive [Charakter der Hallstein-Doktrin wurde nicht zuletzt auch bei dem deutschen Dialog mit Polen deutlich erkennbar.] Der defensive [Charakter der „Hallstein-Doktrin“ wurde nicht zuletzt auch bei dem in geringer Intensität geführten Dialog mit Polen auf Schritt und Tritt spürbar.]
Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 040 01

Sichter
Frangge

[155.] Mw/Fragment 041 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:57 (Kybot)
Erstellt: 7. November 2011, 22:07 Dr. I. Jones
Fragment, Gesichtet, Kleßmann 1988, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 041, Zeilen: 05-22, 105
Quelle: Kleßmann 1988
Seite(n): 093f., Zeilen:
Repräsentativ für die nachdenklicher gewordene Diskussion war das 1964 erschienene Buch des Journalisten Peter Bender mit dem Titel “Offensive Entspannung“. Bender ging von der Beobachtung einer Veränderung im Ostblock aus und suchte nach Möglichkeiten, auch in der DDR einen ähnlichen Liberalisierungsprozess zu bewirken, wie er in Polen oder Ungarn zu verzeichnen sei. Da der Status quo in Deutschland nicht in einem Schritt zu überwinden sei, müsse man versuchen, ihn nach und nach zu verändern, folgerte Bender. Dies sei nur über eine innere Stabilisierung der schwachen DDR im Rahmen eines neuen Verhältnisses zur Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten möglich. Daher seien Vorleistungen der Bundesrepublik unter anderem in Form von wirtschaftlicher Hilfe notwendig, um auf Dauer eine Koalition der Vernünftigen in beiden Teilen Deutschlands zu erreichen. Die Humanisierung müsse mit der SED versucht werden, nicht gegen sie. Der Respektierung der DDR solle schließlich die völkerrechtliche Anerkennung folgen, schrieb Bender. Der Schlüssel für eine relative Freiheit im östlichen Deutschland liege, wenn es ihn gebe, in Bonn, lautete eine der Folgerungen Benders. Bislang wurde dieser Schlüssel ausschließlich in Moskau gesucht. Auf dieser konzeptionellen Basis brachte Bender 1968 die während der Großen Koalition sehr kontrovers diskutierten Thesen seines Buches “Zehn Gründe für die Anerkennung der DDR“ heraus.[FN 143]

[FN 143]: Bender, Peter, Offensive Entspannung, Köln 1964. [/ Bender, Peter, Zehn Gründe für die Anerkennung der DDR, Frankfurt a. M./Hamburg 1968. Bender erklärte in diesem Zusammenhang in “Der Zeit“ vom 14.4.1967: [...] Siehe: AdsD, ZASS II 1959-1972, Ordner DW 1-5b 1962-67. Siehe auch die zeitgenössische Analyse: Deutschlandpolitischer Arbeitskreis (Hrsg.), 30 Thesen für eine neue Deutschlandpolitik, Hamburg 1969.]

Symptomatisch für die nachdenklicher gewordene Diskussion in der Öffentlichkeit war das 1964 erschienene Buch des Journalisten Peter Bender »Offensive Entspannung«[EN 132]. Bender ging von der Beobachtung der Veränderungen im Ostblock aus und suchte nach Möglichkeiten, auch in der DDR einen ähnlichen Liberalisierungsprozeß in Gang zu bringen, wie er in Polen oder Ungarn seit langem zu beobachten sei. Da der Status quo nicht zu beseitigen sei, müsse man versuchen, ihn zu verändern, argumentierte Bender. Dies sei nur über eine innere Stabilität der schwachen DDR im Rahmen eines neuen Verhältnisses zur Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten möglich. Insofern seien »Vorleistungen« der Bundesrepublik u.a. in Gestalt wirtschaftlicher Hilfe nötig, um auf Dauer eine Koalition der Vernünftigen in beiden Teilen Deutschlands zu erreichen. »Der Schlüssel für eine relative Freiheit im östlichen Deutschland liegt, wenn es ihn gibt, in Bonn«, lautete eine der provozierenden Folgerungen [EN 133]. Bislang hatte man ihn ausschließlich in Moskau gesucht. Auf dieser Linie entwik- kelte der Autor einige Jahre später die vieldiskutierten Thesen seines Buches »Zehn Gründe für die Anerkennung der DDR« [EN 134].


[Endnoten/Anmerkungen zu Kapitel II, hier S. 106]

[EN 132]: Bender 1964.

[[EN 133]: Ebd., S. 108.

[EN 134]: Bender 1968. Im Auszug auch in: »Spiegel« 1968 Nr. 27.]]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Frangge

[156.] Mw/Fragment 047 16 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:40 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 7. November 2011, 21:46 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 047, Zeilen: 16-19
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 370, Zeilen: li. Sp., 50 u. re. Sp., 01-05
Die DDR war bemüht, dem Passierscheinabkommen den Anschein eines völkerrechtlichen Vertrags zu geben.[FN 176] Die Bundesregierung und der Berliner Senat behandelten die Angelegenheit hingegen als eine rein verwaltungstechnische Vereinbarung.

[ [FN 176]: Siehe dazu ein Interview Brandts gegenüber der “Westdeutschen Zeitung“ am 3.1.1964. Text des Interviews, S. 1-6, hier S. 5-6: AdsD, WBA, Nachlass Willy Brandt, A3, Ordner 171.]

Die DDR war bemüht, dem Passierscheinabkommen den Charakter eines völkerrechtlichen Vertrages zu geben, Bundesregierung und Senat behandelten die Angelegenheit als eine verwaltungstechnische Vereinbarung.
Anmerkungen

Übernahme ohne Nennung der tatsächlichen Quelle; die in FN 179 angegebene Quelle ist gleichwohl bei Müller nicht zu finden.

Sichter
Bummelchen

[157.] Mw/Fragment 292 23 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:03 (Kybot)
Erstellt: 7. November 2011, 21:33 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Bummelchen, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 292, Zeilen: 23-25
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 381, Zeilen: re. Sp., 06-10
Der SPD-Vorsitzende Brandt meldete unmittelbar nach der Bekanntmachung des Wahlergebnisses seinen Anspruch an, die Führung einer aus SPD und FDP gebildeten Bundesregierung zu übernehmen [...]. Der SPD-Vorsitzende [...] Willy Brandt [...] meldete unmittelbar nach der Wahl seinen Anspruch an, die Führung einer aus SPD und FDP gebildeten Bundesregierung zu übernehmen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Bummelchen

[158.] Mw/Fragment 040 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:57 (Kybot)
Erstellt: 7. November 2011, 19:46 Dr. I. Jones
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Thoß 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 040, Zeilen: 01-09, 101-103
Quelle: Thoß 2004
Seite(n): 210, Zeilen: 25-36, 105
[Der defensive] Charakter der Hallstein-Doktrin wurde nicht zuletzt auch bei dem deutschen Dialog mit Polen deutlich erkennbar. Erschwerend kam hier die Frage der Oder-Neiße-Grenze hinzu, die von deutscher Seite unter Hinweis auf den Friedensvertragsvorbehalt nicht anerkannt wurde. Ebenso wie Adenauer musste auch Erhard wahrnehmen, dass eine Rückgabe der nun zu Polen und zur Sowjetunion gehörigen ehemaligen deutschen Ostgebiete illusorisch war. Die Verbündeten waren nicht gewillt, entsprechende Initiativen der Bundesregierung zu unterstützen. Höchstens noch als „Tauschobjekt“[FN 138] gegen die Wiedervereinigung mit den Landsleuten in der DDR schien der deutsche Verzicht auf die ehemaligen Ostgebiete bei den Verbündeten diskutabel.

[FN 138]:Zitat Heinrich von Brentano, Außenminister der Bundesregierung Adenauer von 1955-1961, nachzulesen bei: Baring, Arnulf, Sehr verehrter Herr Bundeskanzler! Heinrich von Brentano im Briefwechsel mit Konrad Adenauer 1949-1964, Hamburg 1974, S. 192.

Der defensive Charakter der „Hallstein-Doktrin“ wurde nicht zuletzt auch bei dem in geringer Intensität geführten Dialog mit Polen auf Schritt und Tritt spürbar. Verschärfend kam hier die Frage der Oder-Neiße-Grenze hinzu, die von bundesdeutscher Seite unter Hinweis auf den Friedensvertragsvorbehalt nicht anerkannt wurde. Ebenso wie Adenauer mußte allerdings auch Brentano zur Kenntnis nehmen, daß mit einer Rückgabe der nun zu Polen und zur UdSSR gehörigen ehemaligen deutschen Ostgebiete nicht mehr ernsthaft würde gerechnet werden können. Offensichtlich waren auch die Verbündeten nicht bereit, entsprechende Initiativen der Bundesregierung zu unterstützen. Allenfalls als „Tauschobjekt" gegen die Wiedervereinigung mit den Deutschen in der DDR schien der förmliche Verzicht auf die Ostgebiete denkbar.[FN 18]

[FN 18] Baring: Sehr verehrter Herr Bundeskanzler (wie Anm. 4), S. 192.

Anmerkungen

Keine Nennung der tatsächlichen Quelle Thoß; die Referenz auf Baring wird mit übernommen. Kurioserweise wird bei der Übernahme der Textstelle der Name Brentano durch den Namen Erhard ersetzt.

Sichter
Hotznplotz

[159.] Mw/Fragment 036 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:57 (Kybot)
Erstellt: 7. November 2011, 19:07 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 036, Zeilen: 01-03
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 372, Zeilen: re. Sp., 03-06
Demgegenüber setzten die “Gaullisten“ in der CDU/CSU, angeführt von Strauß, auf eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich. Demgegenüber setzten die sogenannten "Gaullisten" in der CDU/CSU, angeführt von Franz Josef Strauß, auf eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 035 27. Sehr enge Übereinstimmung, keine Quellenangabe.

Sichter
Jones

[160.] Mw/Fragment 035 27 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:57 (Kybot)
Erstellt: 7. November 2011, 19:00 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 035, Zeilen: 27-30
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 372, Zeilen: li. Sp., 49-53 u. re. Sp., 01-03
Da Kanzler Erhard und Außenminister Schröder als “Atlantiker“ den engen Kontakt zu den USA suchten und dem atlantischen Bündnis den Vorrang gegenüber den Europa-Vorstellungen des französischen Staatspräsidenten de Gaulle einräumten, ver-[schlechterte sich das deutsch-französische Verhältnis merklich.] Da Erhard und sein Außenminister Gerhard Schröder als so genannte "Atlantiker"

dem engen Kontakt zu den USA und dem atlantischen Bündnis den Vorrang gegenüber den Europa-Vorstellungen des französischen Staatspräsidenten de Gaulle einräumten, kühlte sich das deutsch-französische Verhältnis merklich ab.

Anmerkungen

Enge Übernahme ohne Quellenangabe. Der vorhergehende Satz aus der Quelle findet sich in Fragment 034 13; Fortsetzung in Fragment 036 01.

Sichter
Jones

[161.] Mw/Fragment 034 07 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:54 (Kybot)
Erstellt: 7. November 2011, 18:50 Dr. I. Jones
Fragment, Gesichtet, Griffith 1981, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 7-9
Quelle: Griffith 1981
Seite(n): 168, Zeilen: 6-9
Die Bonner Politik klammerte die DDR bewusst in der Hoffnung aus, dass Moskau schließlich Ostberlin dazu drängen würde, Bonn gegenüber größere Zugeständnisse zu machen. Schröders Ostpolitik klammerte die DDR, auf deren Isolierung sie angelegt war, bewußt in der Hoffnung aus, daß Moskau schließlich Ost-Berlin dazu zwingen würde, Bonn gegenüber größere Konzessionen zu machen.
Anmerkungen

Sehr kurze Übernahme ohne Quellenverweis. Die Übernahme ist aber aufgrund der wörtlich übernommenen Wortketten eindeutig.

Sichter
Frangge

[162.] Mw/Fragment 034 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:57 (Kybot)
Erstellt: 7. November 2011, 18:34 Dr. I. Jones
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 034, Zeilen: 13-15
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 372, Zeilen: li. Sp., 45-49
Weil die DDR bei der Friedensnote ausgeklammert wurde und die Bundesregierung

starr an der Hallstein-Doktrin festhielt, brachte die deutsche Friedensnote keinen wirklichen Durchbruch.

Weil jedoch die DDR hierbei ausgeklammert wurde und die Bundesregierung unbeirrt an der Hallsteindoktrin [...] festhielt, brachte dieser Schritt keinen Erfolg.
Anmerkungen

Typischer "Text-Schnipsel" mit Veränderungen des Verfassers. Der nächste Satz in der Quelle Müller et al. wird in Fragment 035 27 eingebaut und modifiziert.

Sichter
Frangge

[163.] Mw/Fragment 030 04 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:37 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 7. November 2011, 16:00 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 04-08
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 365, Zeilen: li. Sp., 33-39
Die Erkenntnis, dass es keinen kurzen Weg zur deutschen Einheit gab, nun nach dem Bau der Berliner Mauer sogar die Verbindung zwischen den Menschen in beiden Teilen Deutschlands abzureißen drohte, und damit eine deutsche Wiedervereinigung zusätzlich in Gefahr war, rief in der Bundesrepublik einen gedanklichen Wandel hervor.[FN 89]

[ [FN 89]: Zitelmann, Rainer, Adenauers Gegner. Streiter für die Einheit, Erlangen 1991, S. 138-142.]

Die Erkenntnis, dass es keinen kurzen Weg zur deutschen Einheit gab, ja dass nun sogar die Verbindungen zwischen den Menschen in beiden Teilen Deutschlands abzureißen drohten und damit die Einheit der Nation zusätzlich in Gefahr war, löste in der Bundesrepublik einen politischen Umdenkungsprozeß aus.
Anmerkungen

Zwar ist eine andere Quellenangabe vorhanden, allerdings bestehen wörtliche Übereinstimmungen mit der Fundstelle von einmal 11 und einmal 8 Wörtern Länge (ignorierte man triviale Änderungen, wäre die 8-Wörter-Passage noch deutlich länger). Hier wird also mindestens gegen die Kennzeichnungspflicht wörtlicher Zitate verstoßen.

Sichter
Jones

[164.] Mw/Fragment 028 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:56 (Kybot)
Erstellt: 7. November 2011, 15:43 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 15-17
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 365, Zeilen: li. Sp., 18-21
Die besondere Lage Berlins führte dabei zu der bis dahin unvorstellbaren Maßnahme, dass quer durch eine europäische Metropole eine Mauer errichtet wurde, die zu einer hermetischen Abriegelung führte. Die besondere Lage Berlins führte dabei zu dem bis dahin unvorstellbaren Vorgang, daß quer durch eine europäische Metropole eine Mauer gezogen wurde.
Anmerkungen

kurze, aber eindeutige Übernahme ohne Quellenangabe

Sichter
Jones

[165.] Mw/Fragment 028 22 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 11:36 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 7. November 2011, 15:35 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 028, Zeilen: 22-24
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 365, Zeilen: li. Sp., 22-27
Der Mauerbau 1961 hatte gezeigt, dass der Versuch der Bundesregierung Adenauer gescheitert war, gemeinsam mit den Westmächten durch eine „Politik der Stärke“[FN 83] die Sowjetunion zu veranlassen, ihre einstige deutsche Zone preiszugeben und so die [Wiedervereinigung Deutschlands zu erlangen.]

[ [FN 83]: Zitat Adenauer, nachzulesen bei: Weidenfeld, Werner / Korte, Karl Rudolf (Hrsg.), Handbuch zur deutschen Einheit 1949-1989-1999, verlegt bei der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 104.]

Aber der Mauerbau zeigte auch, daß der Versuch der Bundesregierung gescheitert war, gemeinsam mit den Westmächten durch eine "Politik der Stärke" die Sowjetunion zu veranlassen, "die Zone herauszugeben", und so die Wiedervereinigung Deutschlands zu erreichen.
Anmerkungen

Enge Anlehnung ohne Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 029 01.

Sichter
Jones

[166.] Mw/Fragment 029 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:56 (Kybot)
Erstellt: 6. November 2011, 12:51 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 01-04
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 365, Zeilen: li. Sp., 28-32
Die US-Regierung hatte nicht interveniert, als unter sowjetischem Schutz die Berliner Mauer errichtet wurde, sie respektierte damit wie schon beim Aufstand am 17. Juni 1953 in der DDR und beim Ungarnaufstand 1956 den sowjetischen Einflussbereich. Die Amerikaner griffen militärisch nicht ein, als unter sowjetischem Schutz die Berliner Mauer errichtet wurde, sie respektierten damit – wie schon am 17. Juni 1953 und beim Ungarnaufstand 1956 – die sowjetische Machtsphäre.
Anmerkungen

enge Anlehnung ohne Kenntlichmachung als Paraphrase

Sichter
Jones

[167.] Mw/Fragment 312 03 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:23 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 6. November 2011, 10:06 Dr. I. Jones
Fragment, Gesichtet, Mw, Müller et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 312, Zeilen: 03-06
Quelle: Müller et al 2002
Seite(n): 374, Zeilen: re. Sp., 19-28
Während die Wirtschafts- und Finanzminister Schiller und Strauß trotz ihrer unterschiedlichen Parteizugehörigkeit harmonierten und sich „vorzüglich“ [FN 1378] ergänzten, zeigten sich in der Deutschland- und Ostpolitik jedoch unterschiedliche Generallinien bei den Koalitionsparteien [...].

[ [FN 1378]: Bickerich, Wolfram, Franz Josef Strauß. Die Biographie, Düsseldorf 1996, S. 216.]

Während die Wirtschafts- und Finanzminister Schiller und Strauß trotz ihrer unterschiedlichen Parteizugehörigkeit auf überraschende Weise harmonierten, zeigte sich in der Ost- und Deutschlandpolitik, dass Kiesinger an der traditionellen Position des Alleinvertretungsanspruchs strikt festhalten wollte, während sein Außenminister Brandt nach neuen Wegen suchte und eine flexiblere Politik gegenüber Osteuropa und der DDR forderte.
Anmerkungen

keine Quellenangabe trotz Übereinstimmung von 12 aufeinanderfolgenden Wörtern

Sichter
Frangge

[168.] Mw/Fragment 159 102 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 5. November 2011, 19:24 Dr. I. Jones
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klooß 2005, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 102-107
Quelle: Klooß 2005
Seite(n): 1, Zeilen:
[FN 702]: Um Bürgern und Unternehmen wieder Vertrauen und Zuversicht einzuflößen, griff die Bundesregierung der Großen Koalition auf die Lehren des englischen Wirtschaftswissenschaftlers John Maynard Keynes zurück. Der Ökonom hatte in den 1930er Jahren die These aufgestellt, dass der freie Markt allein

eine Volkswirtschaft mitunter nicht aus einer Konjunkturkrise befreien könne. Stattdessen müsse der Staat für neues Wachstum sorgen, indem er zusätzliches Geld ausgibt. Im nächsten Aufschwung könne er dann die Steuermehreinnahmen zur Schuldentilgung nutzen. [Siehe dazu die Ausführungen in “Der Zeit“ vom 29.12.2005.]

Um Bürgern und Unternehmen wieder Vertrauen und Zuversicht einzuflößen, greift die neue Regierung auf die Lehren des englischen Wirtschaftswissenschaftlers John Maynard Keynes zurück. Der Ökonom hatte in den dreißiger Jahren die These aufgestellt, dass der freie Markt allein eine Volkswirtschaft mitunter nicht aus einer Konjunkturkrise befreien könne. Stattdessen müsse der Staat für neues Wachstum sorgen, indem er zusätzliches Geld ausgibt. Im nächsten Aufschwung könne er dann die Steuermehreinnahmen zur Schuldentilgung nutzen.
Anmerkungen

Fundstelle wird belegt, die fast durchgehend wörtliche Übernahme jedoch bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
Hotznplotz

[169.] Mw/Fragment 165 102 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:02 (Kybot)
Erstellt: 5. November 2011, 11:12 Dr. I. Jones
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Lobmeier 2003, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 101-111
Quelle: Lobmeier 2003
Seite(n): 1, Zeilen:
[FN 722]: Die DDR-Regierung hatte den Einmarsch aktiv unterstützt – durch die Bereitstellung von Eisenbahnzügen für den Truppentransport und durch die verstärkte Grenzsicherung zur Tschechoslowakei. Entgegen der ursprünglichen Planung marschierten aber keine Gefechtstruppen der Nationalen Volksarmee

in das Nachbarland ein. Die für den Einsatz vorgesehene 7. Panzerdivision und die 11. Mot. Schützendivision blieben in ihren Konzentrierungsräumen im Süden der DDR. Nur einige Stabsoffiziere und Fernmeldetruppen, die die Verbindung zwischen dem Leitungsstab der Interventionstruppen und den in Bereitschaft stehenden NVA-Verbänden halten sollten, befanden sich auf dem Territorium der Tschechoslowakei. Gleichwohl hatten sich die Machthaber in der DDR mitschuldig gemacht an der gewaltsamen Unterdrückung der Reformbewegung. Die DDR trug auf Grund ihrer Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung der militärischen Intervention Mitverantwortung an der Verletzung des Völkerrechts und der Souveränität der Tschechoslowakei. [Siehe: Museumszeitung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Nr. 3, Bonn 2003: http://www.museumsmagazin.com/archiv/3-2003/brennpunkt/pragerfruehling.php [Letzter Zugriff: 7.5.2009, 16:00 Uhr] oder Wenzke, Rüdiger, Die Nationale Volksarmee der DDR. Kein Einsatz in Prag. In: Karner, Stefan / Tomilina, Natalja / Tschubarjan, Alexander u. a. (Hrsg.), Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968. Beiträge, Köln u. a. 2008, S. 673-686.]

Die DDR-Regierung hatte den Einmarsch aktiv unterstützt - durch die Bereitstellung von Eisenbahnzügen für den Truppentransport und durch die verstärkte Grenzsicherung zur Tschechoslowakei. Entgegen der ursprünglichen Planung marschierten aber keine Gefechtstruppen der NVA in das Nachbarland ein. Die für den Einsatz vorgesehene 7. Panzerdivision und die 11. Mot. Schützendivision blieben in ihren Konzentrierungsräumen im Süden der DDR. Nur einige Stabsoffiziere und Fernmeldetruppen, die die Verbindung zwischen dem Leitungsstab der Interventionstruppen und den in Bereitschaft stehenden NVA-Verbänden halten sollten, befanden sich auf dem Territorium der CSSR. Gleichwohl hatten sich die Machthaber in der DDR mitschuldig gemacht an der gewaltsamen Unterdrückung der Reformbewegung. Sie trug aufgrund ihrer Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung der militärischen Intervention Mitverantwortung an der Verletzung des Völkerrechts und der Souveränität der CSSR.
Anmerkungen

Fundstelle wird belegt, allerdings bleibt die weitgehend wörtliche Übernahme ungekennzeichnet. Letztere wird durch Angabe einer weiteren Quelle eher noch verschleiert.

Sichter
Hotznplotz

[170.] Mw/Fragment 120 08 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:58 (Kybot)
Erstellt: 2. November 2011, 11:46 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 08-14
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 152, Zeilen: 21-30
An dem Briefwechsel Stoph-Kiesinger zeigten sich deutlich die verschiedenen Grundpositionen der beiden deutschen Regierungen. Stoph stellte die große Politik mit Anerkennung der Grenzen, direkten Verhandlungen, Kernwaffenverzicht und Aufgabe des bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruchs in den Vordergrund. Kiesinger hingegen wies darauf hin, dass der innere Zusammenhalt des deutschen Volkes gestärkt werden müsse [...]. In dem Briefwechsel Kiesinger – Stoph[FN 16] und an der politischen Entwicklung, die dadurch in Gang kam, zeigt sich exemplarisch die konzeptionelle Grundlage der Deutschlandpolitik der Großen Koalition. Während Stoph die „große Politik“ mit Anerkennung der Grenzen, direkten Verhandlungen, Kernwaffenverzicht, Zurückweisung des Alleinvertretungsanspruchs und Gewaltverzicht in den Vordergrund stellte, betonte Kiesinger [...] die Förderung der menschlichen, wirtschaftlichen und geistigen Beziehungen: „Das Leben im geteilten Deutschland muß erträglicher werden.“
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[171.] Mw/Fragment 123 06 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:58 (Kybot)
Erstellt: 2. November 2011, 11:33 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 06-07
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 153, Zeilen: 18-20
Darüber hinaus führte die DDR eine eigene Staatsbürgerschaft ein, gedacht als Gegenoffensive zu dem bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch. Die DDR führte eine eigene Staatsbürgerschaft ein, gedacht als Gegenzug zu dem westdeutschen Alleinvertretungsanspruch [...].
Anmerkungen

Zwar ist die ehemalige eigene DDR-Staatsbürgerschaft Allgemeinwissen, für deren hier übernommene Motivierung hätte aber eine Quellenangabe erfolgen müssen.

Sichter
Hotznplotz

[172.] Mw/Fragment 255 01 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:02 (Kybot)
Erstellt: 2. November 2011, 11:16 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 255, Zeilen: 01-03
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 183, Zeilen: 23-26
Umgekehrt klagten die Unionsparteien, die SPD nutze trotz dieser beschlossenen Linie hinter dem Rücken des Koalitionspartners alle Möglichkeiten, um eine andere konzeptionelle Linie im Osten auszuloten. Umgekehrt beklagten sich die Unionsparteien, die SPD nutze, unbekümmert um solche Abmachungen, hinter dem Rücken des Koalitionspartners alle Kanäle, um für ihre andere Linie im Osten zu werben.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 254 23. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[173.] Mw/Fragment 254 23 - Diskussion
Bearbeitet: 25. April 2012, 17:56 (Plagin Hood)
Erstellt: 2. November 2011, 11:12 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 254, Zeilen: 23-25
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 183, Zeilen: 21-22
Dabei behauptete die SPD, dass die CDU/CSU und der Kanzler hinter die einmal gemeinsam beschlossene und in Kiesingers Regierungserklärung verkündete deutschland- und ostpolitische Linie zurückgewichen seien. Dabei behauptete die SPD, die CDU/CSU und der Bundeskanzler seien hinter die einmal vereinbarte Linie zurückgewichen.
Anmerkungen

Übernahme mit eigener Ergänzung; keine Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 255 01.

Sichter
Hotznplotz

[174.] Mw/Fragment 105 12 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:58 (Kybot)
Erstellt: 2. November 2011, 10:11 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 12-14
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 141, Zeilen: 21-25
Durch die neue Deutschlandpolitik sollte verhindert werden, dass sich die Menschen in den beiden Teilen Deutschlands auseinander lebten. Die neue Deutschlandpolitik konnte daher nur heißen, Kontakte zur DDR zu schaffen. Bewegung in der Deutschlandpolitik konnte folgerichtig nur heißen, Kontakte nach drüben zu schaffen [...]. Es sollte verhindert werden, daß die Menschen in den beiden Teilen Deutschlands sich auseinanderleben.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[175.] Mw/Fragment 098 03 - Diskussion
Bearbeitet: 25. April 2012, 17:54 (Plagin Hood)
Erstellt: 2. November 2011, 10:02 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 098, Zeilen: 03-11
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 165; 166, Zeilen: 30-31; 01, 05-21
Sich gegen die Entspannungstendenzen der Supermächte zu wenden, wäre für die Große Koalition nicht nur erfolglos, sondern auch gefährlich gewesen. Das starre Festhalten an den alten Prinzipien hatte die Deutschland- und Ostpolitik in den Jahren vor 1966 unbeweglich gemacht, und so war die Deutschland- und Ostpolitik hinter einer stark veränderten Weltlage zurückgefallen. Die Bonner Regierungskrise im Herbst 1966 und die Bildung der Großen Koalition ermöglichten nun, vorher durchaus bereits Gedachtes zu praktizieren und dabei bisherige außenpolitische Kontinuitätslinien zu durchbrechen. Die Deutschland- und Ostpolitik sollte jetzt in die internationale Entspannungspolitik eingebettet werden. [S. 165, Z. 30-31 u. S. 166, Z. 1]

Sich gegen diesen Entspannungstrend der Supermächte zu wenden, wäre für die Bundesrepublik nicht nur erfolglos, son- [Seite 166] dern höchst schädlich gewesen.

[S. 166, Z. 5-21]

Das unbedingte Festhalten an jahrzehntealten Prinzipien – nicht zuletzt aus Rücksicht auf bestimmte Gruppierungen unter den deutschen Wählern, etwa den Ostvertriebenen – hatte die Ostpolitik der Bundesregierung in den Jahren vor 1966 unbeweglich gemacht. [...] so bot sie das Bild, als ob sie hinter einer stark veränderten Weltentwicklung hoffnungslos zurückgeblieben sei.

Die innenpolitische Erschütterung der Bonner Regierungskrise vom Herbst 1966 und die Neugruppierung der Regierungsverantwortung unter der Großen Koalition ermöglichte nun, vorher auch auf CDU/CSU-Seite durchaus bereits Gedachtes zu praktizieren und dabei auch bisherige Tabus zu durchbrechen [...].

Dazu mußte die deutsche Ostpolitik – und die untrennbar dazu gehörige Politik zur Wiedervereinigung Deutschlands – in einen neuen, weiteren Rahmen gestellt werden.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[176.] Mw/Fragment 317 10 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:04 (Kybot)
Erstellt: 2. November 2011, 09:46 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 317, Zeilen: 10-14
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 150, Zeilen: 25-29
In der Tat, der Briefwechsel Stoph-Kiesinger stellte den Ausgangspunkt einer Entwicklung dar, die sich über viele Jahre hinziehen sollte. Die Grundlage eines später in verschiedenen Bereichen normalisierten Verhältnisses zwischen der Bundesrepublik und der DDR wurde während der Amtszeit der Großen Koalition gelegt. Die Punkte Bundeskanzler Kiesingers vom April 1967 stellen damit den Ausgangstatbestand einer Entwicklung dar, die sich über viele Jahre hingezogen hat. Die Grundlagen eines in bestimmten Bereichen „normalisierten“ Verhältnisses zwischen den beiden deutschen Staaten wurden in der Großen Koalition gelegt.
Anmerkungen

Abwandlung am Anfang des ersten Satzes; keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[177.] Mw/Fragment 292 07 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:22 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 2. November 2011, 09:36 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 292, Zeilen: 06-10; 14-18
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 182, Zeilen: 07-18
[Z. 6-10]

[...] denn es war beachtlich gewesen, dass im Sommer 1969 erstmals deutsche Politiker zu Besuch nach Moskau eingeladen worden waren. Allerdings waren diese Einladungen von der Sowjetunion sehr selektiv ausgeteilt worden. Im Juni waren die FDP-Politiker Scheel, Mischnick und Genscher nach Moskau gereist und Ende August die SPD-Politiker Schmidt, Möller und Franke.[FN 1291]

[Z. 14-18]

Sowjetische Einladungen an CDU/CSU-Politiker lagen während der Großen Koalition nicht vor. Bei der SPD und FDP schien der Kreml auf mehr Entgegenkommen bei den sowjetischen Forderungen zu hoffen, und beide Parteien wollten ja, wie der Kreml richtig vermutete, nach der nächsten Bundestagswahl die neue Bundesregierung bilden.

[ [FN 1291]: Potthoff, Heinrich / Miller, Susanne, Kleine Geschichte der SPD, Bonn 20028, S. 226-227.]

Beachtlich war auch, daß erstmals Delegationen deutscher Politiker zu Besuchen nach Moskau eingeladen wurden. Allerdings wurden die Einladungen von der Sowjetunion sehr gezielt und selektiv verteilt: Im Juli 1969 konnten die FDP-Politiker Scheel, Mischnick und Genscher Gespräche mit hochrangigen Moskauer Politikern führen, Ende August die SPD-Politiker Helmut Schmidt, Möller und Franke. Von entsprechenden Einladungen an CDU- oder CSU-Bundestagsabgeordnete war keine Rede. Bei SPD und FDP schien man in Moskau auf größeres Entgegenkommen bei den Ostblockforderungen zu hoffen, und beide Parteien wollten ja, wie man munkelte, nach der dicht bevorstehenden Bundestagswahl die neue Bundesregierung bilden.
Anmerkungen

keine Nennung der tatsächlichen Quelle Schmoeckel/Kaiser

Sichter
Hotznplotz

[178.] Mw/Fragment 206 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:03 (Kybot)
Erstellt: 1. November 2011, 13:04 Dr. I. Jones
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schönhoven 2004, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 206, Zeilen: 21-23
Quelle: Schönhoven 2004
Seite(n): 481, Zeilen: 11-13
Die SPD rückte in den Debatten immer wieder abrüstungs- und entspannungspolitische Aspekte in den Vordergrund, die eindeutig für eine Unterzeichnung des NV-Vertrags sprachen. Die SPD-Führung und hier namentlich Brandt rückten in den Debatten dagegen immer wieder abrüstungs- und entspannungspolitische Aspekte in den Vordergrund, die eindeutig für eine Unterschrift sprachen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[179.] Mw/Fragment 222 19 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:01 (Kybot)
Erstellt: 1. November 2011, 10:38 Dr. I. Jones
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 222, Zeilen: 19-21
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 179, Zeilen: 04-07
Die Reaktionen Polens auf diese Signale aus Bonn waren durchgehend negativ. Gerade aus Warschau kamen die heftigsten Angriffe gegen die “revanchistische“ Bundesrepublik. Die Antwort der Volksrepublik Polen auf diese Signale aus Bonn waren bis fast zum Ende der Großen Koalition völlig negativ. Gerade aus Warschau kamen mit die heftigsten Angriffe auf die angeblich „revanchistische“ Bundesrepublik.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[180.] Mw/Fragment 149 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 31. October 2011, 20:30 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 149, Zeilen: 03-10
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 167, Zeilen: 17-28
Diese deutsche Ostpolitik, der Umweg über die Satellitenstaaten, ist von den Sowjets missgedeutet worden als ein Versuch der Großen Koalition, das sozialistische Lager zu spalten, und als ein Versuch, die Satellitenstaaten zur Unabhängigkeit gegenüber Moskau aufzuhetzen. Eine solche Überbewertung der eigenen Bedeutung und Macht existierte innerhalb der Großen Koalition wohl kaum. Die Große Koalition hoffte jedoch sicherlich, Moskau das Instrument der Kontrolle seines Einflussbereiches durch das Aufrechterhalten der Furcht vor dem bundesdeutschen “Revanchismus und Militarismus“ wegnehmen zu können. Der Umweg über die Satelliten sollte den Schlüssel liefern, der zum Öffnen des Zugangs zu Moskau notwendig war.

Diese Politik ist oft verkannt worden als ein Keil, den Bonn angeblich in das sozialistische Lager treiben wollte, um die Satelliten gleichsam zur Unabhängigkeit gegenüber Moskau aufzustacheln. Eine solche Überschätzung der eigenen Bedeutung gab es vielleicht bei de Gaulle, nicht aber innerhalb der Bundesregierung oder bei einem der Koalitionspartner. Was sich die Bundesregierung jedoch erhoffte, war, Moskau das Instrument der Disziplinierung seiner Gefolgschaft durch das Aufrechterhalten der Furcht vor deutschem „Revanchismus und Militarismus“ aus der Hand schlagen zu können.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[181.] Mw/Fragment 148 23 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:01 (Kybot)
Erstellt: 31. October 2011, 20:26 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 23-26
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 167, Zeilen: 13-16
Indem die Bundesregierung offensiv versuchte, durch ein Klima des Vertrauens

bei den Satellitenstaaten Moskaus die starre Gegnerschaft gegen die Bundesrepublik aufzubrechen, wollte die Bundesregierung auf Moskau einwirken, seinerseits Gesprächsbereitschaft zu zeigen [...].

Indem Bonn versuchte, durch ein Klima des Vertrauens bei den Satelliten Moskaus zumindest dort die starre Gegnerschaft gegen die Bundesrepublik aufzubrechen, wollte man auf Moskau einwirken, seinerseits Gesprächsbereitschaft an den Tag zu legen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[182.] Mw/Fragment 105 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:00 (Kybot)
Erstellt: 31. October 2011, 20:12 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 04-07
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 141, Zeilen: 14-18
Es war folgerichtig, eine aktive Deutschlandpolitik zu betreiben, denn jede Stagnation konnte bedeuten, dass der Zustand des bisher kaum existierenden Verhältnisses zwischen der Bundesrepublik und der DDR zementiert werden würde. Gemessen an diesem Postulat war es folgerichtig, eine aktive Deutschlandpolitik zu betreiben. Jeder Stillstand barg die Gefahr in sich, daß der Zustand des bisher quasi „nicht vorhandenen“ Verhältnisses zwischen der Bundesrepublik und der DDR zementiert wurde.
Anmerkungen

Ein weiteres verschleiertes und modifiziertes "Collagen-Textfragment". Jeweils einmal 6, 5 und 8 zusammenhängende Wörter sind identisch, der Inhalt stimmt überein und keine Quellenangabe ist vorhanden.

Sichter
Jones

[183.] Mw/Fragment 020 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:56 (Kybot)
Erstellt: 31. October 2011, 20:00 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 020, Zeilen: 01-06
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 369, Zeilen: 04-05, 12-17
[Es existiert kein Stillstand in der Historie, immer ist in der] Geschichte Bewegung und Übergang zu erkennen. Deswegen sollte die Forschung die Phase der Großen Koalition nicht nur als einen Übergang von einer Ära zur anderen Ära ansehen, sondern, so wie es diese Dissertation im Bereich der Deutschland- und Ostpolitik praktiziert, als eigenständigen Zeitabschnitt betrachten und herausfinden, was in dieser Regierungszeit Zentrales passiert ist, und was diese Regierung über ihr Bestehen hinaus bewirkt hat. [Z. 4-5]

In der Geschichte gibt es keinen Stillstand, immer ist etwas im Wandel, im Übergang begriffen.

[Z. 12-17]

Gerade deswegen sollte man keine dieser vielen unterscheidbaren Phasen in der jüngeren deutschen Geschichte lediglich als Übergang von etwas zu etwas anderem betrachten, sondern als Vorgang für sich und fragen, was darin an Wichtigem sich ereignet hat und was diese Zeit an Bleibendem hervorgebracht hat, so wie es in diesem Buch geschehen ist.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 019 21‎. Umformulierungen der Aussagen aus der Quelle; die Herkunft ist aber deutlich erkennbar.

Sichter
Hotznplotz

[184.] Mw/Fragment 019 21 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 17:54 (Kybot)
Erstellt: 31. October 2011, 19:52 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 019, Zeilen: 21-23
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 369, Zeilen: 01-05
In der Tat, die Regierungszeit der Großen Koalition stellte eine Phase des Übergangs dar, aber nur so, wie jede Regierung, jede Zeitepoche von ihrer Vorgängerin zu ihrer Nachfolgerin überleitet. Es existiert kein Stillstand in der Historie, immer ist in der [Geschichte Bewegung und Übergang zu erkennen.] Es ist richtig, die Regierung der Großen Koalition war eine Zeit des Übergangs – aber nur so, wie jede Regierung, jede zusammengehörige Zeitepoche von ihrer Vorgängerin zu ihrer Nachfolgerin überleitet. In der Geschichte gibt es keinen Stillstand, immer ist etwas im Wandel, im Übergang begriffen.
Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 020 01. Klare inhaltliche Übernahme ohne Kenntlichmachung; jeweils einmal 7 und 8 zusammenhängende Wörter sind identisch (ohne das Auslassen von "zusammengehörige" wären es 15).

Sichter
Hotznplotz

[185.] Mw/Fragment 254 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 11:04 (Kybot)
Erstellt: 31. October 2011, 19:41 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 254, Zeilen: 09-12
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 183, Zeilen: 04-07
Im Laufe der folgenden drei Jahre zeigten sich dabei immer größer werdende konzeptionelle Differenzen, und diese wurden, je mehr es auf die nächste Bundestagswahl zuging, von beiden Seiten der jeweils anderen vorgehalten. Aber im Lauf der folgenden drei Jahre zeigten sich immer mehr Differenzen, und diese wurden, je mehr es auf die Bundestagswahl zuging, von beiden Seiten der jeweils anderen Partei polemisch vorgehalten.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Jones

[186.] Mw/Fragment 163 04 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 12:13 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 31. October 2011, 19:29 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 04-13
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 196; 197, Zeilen: 31-37; 01-06
Die sehr rasch aktiv gewordene und von Moskau geführte Propaganda des übrigen Ostblocks gegen die Reformprozesse in der Tschechoslowakei richtete sich zunächst nicht etwa gegen die Prager Reformer, die weiter behaupteten, gute Kommunisten und dem Warschauer Pakt treu zu sein, vielmehr attackierte sie die “Revanchisten“ in Bonn, die sich angeblich bemühten, die Tschechoslowakei von der sozialistischen Gemeinschaft abzuspalten und gegen die Sowjetunion aufzustacheln. Die Bundesregierung durfte also dieser Propaganda keinerlei Nahrung liefern, wenn sie beide Ziele weiter verfolgen wollte: Ein möglichst ungestörter Reformprozess in der Tschechoslowakei zu mehr Freiheit und eine Normalisierung des deutschen Verhältnisses zu den osteuropäischen Staaten. Die sehr bald einsetzende, von Moskau gelenkte Propaganda des übrigen Ostblocks gegen die Entwicklung in der Tschechoslowakei griff zunächst nicht etwa die Reformer in Prag an, die ja lautstark behaupteten, gute Kommunisten und dem Warschauer Pakt treu zu sein. Vielmehr nahm Moskau die „deutschen Revanchisten“ aufs Korn, die sich angeblich bemühten, die CSSR „von der sozialistischen Gemeinschaft loszureißen und gegen die So- [Seite 197] wjetunion aufzustacheln“[FN 16]. Die deutsche Politik durfte also dieser Ostblockpropaganda keinerlei Vorwände liefern, wenn sie beiden Zielen dienen wollte: einer möglichst ungestörten Entwicklung in der Tschechoslowakei zu mehr Freiheit, und einer Verbesserung des Verhältnisses der Bundesrepublik Deutschland zu allen Ostblockstaaten.

[ [FN 16] RADIO MOSKAU vom 16. 4. 1968]

Anmerkungen

keine Quellenangabe vorhanden

Sichter
Jones

[187.] Mw/Fragment 087 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:59 (Kybot)
Erstellt: 31. October 2011, 19:19 Frangge
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 19-24
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 167; 168, Zeilen: 33-35; 01-06
Kiesinger und andere Unionspolitiker waren schon länger der Überzeugung, dass in der bisherigen Deutschland- und Ostpolitik nicht die grundsätzlichen Ziele, aber die Instrumente gewandelt werden müssten. Die SPD forderte schon lange eine flexiblere Ostpolitik und die Erzielung eines besseren Verhältnisses zu den Staaten im Osten. Eine Einigung zwischen den Parteiführungsspitzen von CDU/CSU und SPD war in diesem zentralen Bereich zunächst möglich gewesen.