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Nay/Fragment 065 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Boerner 2000
Seite(n): 82, 83, Zeilen: 82: 8ff; 83: 1ff
[Dabei wurde während des] Beobachtungszeitraums ein kontinuierlicher Anstieg der Häufigkeit einer Peritonealkarzinose nach Leberresektion und Scheinbehandlung, nicht jedoch nach laserinduzierter Thermotherapie, festgestellt (65). In weiterführenden Versuchen verwendeten MÖLLER et al. das Tumorzell- Suspensionsverfahren (1,0 x 106 Zellen). Nach einer Latenzzeit von 6 Tagen wiesen die Tiere nach laserinduzierter Thermotherapie keine bzw. maximal 3 intraperitoneale Tumoren auf, während die Tiere nach Resektion und Scheintherapie zwischen 4 und über 10 intraperitoneale Tumoren aufwiesen. Demzufolge war die laserinduzierte Thermotherapie auch in dieser Versuchsdurchführung mit einer geringeren intraperitonealen Metastasenstreuung im Vergleich zur Resektion des tumortragenden Leberlappens assoziiert (65).

Als eine weitere mögliche pathophysiologische Ursache für die unterschiedliche extrahepatische Rezidiventstehung nach laserinduzierter Thermotherapie im Vergleich zur Resektion vermuten NAMIENO et al., dass die chirurgische Leberresektion promovierend auf extrahepatisches Tumorgewebe wirken könnte (149). In diesem Zusammenhang konnten EGGERMONT et al. in einem intraperitonealen Tumormodell zeigen, dass der chirurgische Eingriff der Laparotomie ein verstärktes Tumorwachstum in der gesamten Peritonealhöhle induziert. Der immuntherapeutische Effekt von Interleukin- 2 und natürlichen Killerzellen wurde nach dem chirurgischen Eingriff signifikant reduziert. Aus diesem immunsuppressiven Effekt resultiert einerseits die Bereitschaft für postoperative Infektionen und andererseits die Wachstumsförderung von peritonealen Residualtumoren (128).

Als weiterer Erklärungsansatz wird diskutiert, dass das chirurgische Trauma oder die Gewebemanipulation die Verbreitung von Tumorzellen in die Blutzirkulation und somit in umliegendes Gewebe induziert (149, 150, 151, 48). MÖLLER et al. stellen jedoch aufgrund ihrer Ergebnisse eine Gegenhypothese auf, denn das starke Auftreten von intraperitonealen Metastasen bei Ratten, die einer Scheindurchführung der laserinduzierten Thermotherapie unterzogen wurden, zeigte, dass eine stärkere Manipulation des Tumors während der Lasertherapie als während der Leberresektion stattgefunden haben muss. Als Erklärung für die geringere Häufigkeit und Verbreitung der Metastasen nach laserinduzierter Thermotherapie im Vergleich [zur Resektion erscheint die chirurgische Manipulation mit Verbreitung der Tumorzellen in die Zirkulation während der Behandlung somit relativ unwahrscheinlich (65).]


48. Nishizaki T, Matsumata T, Kanematsu T, Yasunaga C, Sugimachi K. Surgical manipulation of VX2 carzinoma in the rabbit liver evokes enhancement of metastasis; J Surg Res 1990;49:92-97

65. Möller PH, Ivarsson K, Stenram U, Randnell M, Tranberg KG. Comparsion between interstitial laser thermotherapy and excision of an adenocarcinoma transplanted into rat liver; Br J Cancer 1998;77:1884-1892

128. Castaing D, Houssin D, Bismuth H. In: Castaing D, Houssin D (Hrsg.) Hepatic and portal surgery in the rat; Masson, Paris; 1980

149. Choy A, McCulloch P. Induction of tumor cell shedding into effluent venous blood breast cancer surgery; Br J Surg 1996;73:79-82

150. Eschwège P, Dumas F, Blanchet P, Le Maire V, Benoit G, Jardin A, Lacour B, Loric S. Haematogenous dissemination of prostatic epithelial cells during radical prostatectomy; Lancet 1995;346:1528-1530

151. Hansen E, Wolff N, Knuechel R, Ruschoff J, Hofstaedter F, Taeger K. Tumor cells in blood shed from the surgical field; Arch Surg 1995;130:387-393

Dabei wurde während des Beobachtungszeitraums ein kontinuierlicher Anstieg der Häufigkeit einer Peritonealkarzinose nach Leberresektion und „Scheinbehandlung“, nicht jedoch nach laserinduzierter Thermotherapie, festgestellt (61).

In weiterführenden Versuchen verwendeten MÖLLER et al. das Tumorzellsuspensionsverfahren (1,0 x 106 Zellen). Nach einer Latenzzeit von 6 Tagen wiesen die Tiere nach laserinduzierter Thermotherapie keine bzw. maximal 3 intraperitoneale Tumoren auf, während die Tiere nach Resektion und „Scheintherapie“ zwischen 4 und über 10 intraperitoneale Tumoren aufwiesen. Demzufolge war die laserinduzierte Thermotherapie auch in dieser Versuchsdurchführung mit einer geringeren intraperitonealen Metastasenstreuung im Vergleich zur Resektion des tumortragenden Leberlappens assoziiert (61).

[...]

Als eine mögliche pathophysiologische Ursache für die unterschiedliche extrahepatische Rezidiventstehung nach laserinduzierter Thermotherapie im Vergleich zur Resektion vermuten NAMIENO et al., daß die chirurgische Leberresektion promovierend auf extrahepatisches Tumorgewebe wirken könnte (64). In diesem Zusammenhang konnten EGGERMONT et al. in einem intraperitonealen Tumormodell zeigen, daß der chirurgische Eingriff der Laparotomie ein verstärktes Tumorwachstum in der gesamten Peritonealhöhle induziert. Der immuntherapeutische Effekt von Interleukin-2 und natürlichen Killerzellen wurde nach dem chirurgischen Eingriff signifikant reduziert. Aus diesem immunsuppressiven Effekt resultiert einerseits die Bereitschaft für postoperative Infektionen und andererseits die Wachstumsförderung von peritonealen Residualtumoren (25).

[Seite 83]

Als weiterer Erklärungsansatz wird diskutiert, daß das chirurgische Trauma oder die Gewebemanipulation die Verbreitung von Tumorzellen in die Blutzirkulation und somit in umliegendes Gewebe induziert (18, 28, 40, 66). MÖLLER et al. stellen jedoch aufgrund ihrer Ergebnisse eine Gegenhypothese auf, denn das starke Auftreten von intraperitonealen Metastasen bei Ratten, die einer „Scheindurchführung“ der laserinduzierten Thermotherapie unterzogen wurden, zeigte, daß eine stärkere Manipulation des Tumors während der Lasertherapie als während der Leberresektion stattgefunden haben muß. Als Erklärung für die geringere Häufigkeit und Verbreitung der Metastasen nach laserinduzierter Thermotherapie im Vergleich zur Resektion erscheint die chirurgische Manipulation mit Verbreitung der Tumorzellen in die Zirkulation während der Behandlung somit relativ unwahrscheinlich (61).


18. Choy A, McCulloch P Induction of tumor cell shedding into effluent venous blood breast cancer surgery. Br J Surg 1996; 73: 79-82

25. Eggermont AMM, Steller EP, Sugarbaker PH Laparotomy enhances intraperitoneal tumor growth and abrogates the antitumor effects of interleukin-2 and lymphokine-activated killer cells. Surgery 1987; 102: 71-78

28. Eschwège P, Dumas F, Blanchet P, Le Maire V, Benoit G, Jardin A, Lacour B, Loric S Haematogenous dissemination of prostatic epithelial cells during radical prostatectomy. Lancet 1995; 346: 1528-1530

40. Hansen E, Wolff N, Knuechel R, Ruschoff J, Hofstaedter F, Taeger K Tumor cells in blood shed from the surgical field. Arch Surg 1995; 130: 387-393

61. Möller PH, Ivarsson K, Stenram U, Randnell M, Tranberg KG Comparsion between interstitial laser thermotherapy and excision of an adenocarcinoma transplanted into rat liver. Br J Cancer 1998; 77: 1884-1892

64. Namieno T, Tackeichi N, Hata Y, Uchino J, Kobayashi H Kinetic changes of liver regeneration and hepatocellular carcinoma cells after partial hepatectomy in rats. Gastroenterol Jpn 1991; 26: 29-36

66. Nishizaki T, Matsumata T, Kanematsu T, Yasunaga C, Sugimachi K Surgical manipulation of VX2 carzinoma in the rabbit liver evokes enhancement of metastasis. J Surg Res 1990; 49: 92-97

Anmerkungen

Die Quelle ist hier nicht genannt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

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