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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 1, 2, Zeilen: 1: 1ff; 2: 1ff
2. Diagnostik und Therapie von Keimzelltumoren

2.1. Epidemiologie von Keimzelltumoren

Hodentumoren treten vor allem bei Männern im Alter zwischen 15-45 Jahren auf. Die Seminome haben dabei gebenüber [sic] den Nichtseminomen einen zur höheren Altersgruppe hin leicht verschobenen Häufigkeitsgipfel und können auch bei älteren Männern auftreten 33,87. Hodentumoren sind bezogen auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland selten und gehören nicht einmal zu den 20 häufigsten bösartigen Tumoren. In der Altersgruppe der 15-45 jährigen Männer sind Hodentumoren dagegen häufig. Mit einer Inzidenz von ca. 6,5 pro 100000 erkranken etwa 2 500 Männer pro Jahr in Deutschland. Die meisten der Betroffenen werden durch eine korrekt durchgeführte Therapie geheilt 33,51. Jährlich sterben deshalb in Deutschland nur etwa 180-200 Männer an Hodentumoren, was einer Mortalität von etwa 6-8% entspricht. Das junge Alter der betroffenen Männer und die hohen Heilungsraten, die erzielt werden können, machen die Therapie von Hodentumoren, trotz deren Seltenheit, zu einer vordringlichen onkologischen Aufgabe 57,86.

2.2. Diagnose und Beurteilung des Therapieverlaufes

Die häufigsten Symptome der Betroffenen sind Knoten im Hoden, Grössenzunahme dieser Knoten oder des gesamten Hodens, Ziehen oder Schweregefühl in der Leiste sowie Schmerzen im Hoden oder in der Leiste. Rückenschmerzen, Gewichtsverlust, Hämoptysen oder Dyspnoe sind Symptome einer fortgeschrittenen Metastasierung 33,51. Bei Verdacht muss zumindest eine Palpation und eine Sonographie beider Hoden sowie eine Bestimmung der Tumormarker Alpha-Fetoprotein (AFP) und Humanes Chorion Gonadotropin (HCG) sowie der Laktatdehydrogenase (LDH) im Blut durchgeführt werden 8. Jedoch treten nur ca. 90-95% der Hodentumoren tatsächlich auch im Hoden auf; ca. 5-10% der Hodentumoren entwickeln sich primär extragonadal aus im Körper versprengtem Keimzellgewebe. Deshalb ist der Begriff Keimzelltumor des Mannes, je nach Lokalisation gonadal oder extragonadal, zutreffender und wird deshalb in den folgenden Ausführungen verwandt.

Bestätigt sich der Verdacht eines gonadalen Keimzelltumors, wird der betreffende Hoden über eine inguinale Orchidektomie entfernt und histologisch aufgearbeitet. Die einzige Ausnahme ist eine weit fortgeschrittene Metastasierung, bei der eine Chemotherapie sofort begonnen werden muss und die Orchidektomie zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. Etwa 3-5% der gonadalen Keimzelltumoren treten synchron oder metachron beidseits auf 33,51. Nach inguinaler Orchidektomie sowie bei Verdacht auf einen extragondalen Keimzelltumor wird ein Computertomogramm (CT) des Thorax und des gesamten Abdomens mit oraler und intravenöser (i.v.) Kontrastmittelgabe angefertigt. Ein CT des Kopfes, eine Skelettszintigraphie sowie gegebenenfalls weitere Untersuchungen erfolgen bei pulmonaler Metastasierung bzw. entsprechender klinischer Symptomatik 8. Diese Untersuchungen legen das Tumorstadium fest. Die Tumormarker AFP und HCG werden vor jedem therapeutischen Eingriff (Operation, Strahlentherapie oder jedem Chemotherapiezyklus) erneut bestimmt. Spätestens bei Therapiende werden die initiale Ausbereitungsdiagnostik, mindestens aber das CT des Thorax und des gesamten Abdomens, sowie eine Bestimmung der Tumormarker AFP und HCG wiederholt 8,33,51.


8. Bamberg M, Schmoll HJ, Weissbach L, et al (1997): Interdisziplinäre Konsensus-Konferenz zur "Diagnostik und Therapie von Hodentumoren". Strahlenther Onkol 173:397-406.

33. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242- 253.

51. Dieckmann KP, Kreuser ED (1991): Aktueller Stand der Chemotherapie von Keimzelltumoren. Urologe A 30:45-54.

57. Einhorn LH (1990): Treatment of testicular cancer: a new and improved model. J Clin Oncol 8:1777-1781.

86. Hölzel D, Altwein JE (1991): Hodentumoren. Ist der Rückgang der Mortalität in der Bundesrepublik Deutschland zu langsam erfolgt? Deutsch Ärztebl 88:B2694- B2700.

87. Hölzel D, Klamert A, Schmidt M. Krebs. Häufigkeiten, Befunde und Behandlungsergebnisse. München: Zuckschwerdt Verlag, 1996.

1. Einleitung

1.1. Epidemiologie von Keimzelltumoren

Hodentumoren treten vor allem bei Männern im Alter von 15-45 Jahren auf. Seminome haben dabei gebenüber [sic] Nichtseminomen einen zu höheren Altersgruppen hin leicht verschobenen Häufigkeitsgipfel und können auch bei älteren Männern auftreten 15,38. Hodentumoren sind bezogen auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland selten und gehören nicht einmal zu den 20 häufigsten bösartigen Tumoren. In der Altersgruppe der 15- 45 jährigen Männer sind Hodentumoren dagegen häufig. Mit einer Inzidenz von ca. 8 pro 100000 erkranken etwa 3 000 Männer pro Jahr in Deutschland. Die meisten der Betroffenen werden durch eine korrekt durchgeführte Therapie geheilt 15,23. Jährlich sterben deshalb in Deutschland nur etwa 180-200 Männer an Hodentumoren, was einer Letalität von etwa 6% entspricht. Das junge Alter der betroffenen Männer und die hohen Heilungsraten, die erzielt werden können, machen die Therapie von Hodentumoren - trotz deren Seltenheit - zu einer vordringlichen onkologischen Aufgabe 24,37.

1.2. Diagnose, histologische Einteilung und Beurteilung des Therapieverlaufes

Die häufigsten Symptome der Betroffenen sind Knoten im Hoden, Grössenzunahme dieser Knoten oder des gesamten Hodens, Ziehen oder Schweregefühl in der Leiste sowie Schmerzen im Hoden oder in der Leiste. Rückenschmerzen, Gewichtsverlust, Hämoptoen oder Luftnot sind Symptome einer fortgeschrittenen Metastasierung 15,23. Bei Verdacht finden zumindest eine Palpation und eine Sonographie beider Hoden sowie eine Bestimmung der Tumormarker Alpha-Fetoprotein (AFP) und Humanes Chorion Gonadotropin (HCG) sowie der Laktatdehydrogenase (LDH) im Blut statt 1. Jedoch treten nur ca. 90-95% der Hodentumoren tatsächlich auch im Hoden auf; ca. 5-10% der Hodentumoren entwickeln sich primär extragonadal aus im Körper versprengtem Keimzellgewebe. Deshalb ist der Begriff Keimzelltumor des Mannes, je nach Lokalisation gonadal oder extragonadal, zutreffender und wird deshalb in den folgenden Ausführungen verwandt.

Bestätigt sich der Verdacht eines gonadalen Keimzelltumors, wird der betreffende Hoden über eine inguinale Orchidektomie entfernt und histologisch aufgearbeitet. Die einzige Ausnahme ist eine weit fortgeschrittene Metastasierung, bei der eine Chemotherapie sofort begonnen werden muss und die Orchidektomie zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. Etwa 3-5% der gonadalen Keimzelltumoren treten synchron oder metachron beidseits auf 15,23.

[Seite 2]

Nach inguinaler Orchidektomie sowie bei Verdacht auf einen extragondalen Keimzelltumor wird ein Computertomogramm (CT) des Thorax und des gesamten Abdomens mit oraler und intravenöser (i.v.) Kontrastmittelgabe angefertigt. Ein CT des Kopfes, eine Skelettszintigraphie sowie gegebenenfalls weitere Untersuchungen erfolgen bei pulmonaler Metastasierung bzw. entsprechender klinischer Symptomatik 1. Diese Untersuchungen legen das Tumorstadium fest. Die Tumormarker AFP und HCG werden vor jedem therapeutischen Eingriff (Operation, Strahlentherapie oder jedem Chemotherapiezyklus) erneut bestimmt. Spätestens bei Therapiende werden die initiale Ausbereitungsdiagnostik, mindestens aber das CT des Thorax und des gesamten Abdomens, sowie eine Bestimmung der Tumormarker AFP und HCG wiederholt 1,15,23.


1. Bamberg M, Schmoll HJ, Weissbach L, Beyer J, Bokemeyer C, Harstrick A, Höltl W, Souchon R, Vogler H (1997): Interdisziplinäre Konsensus-Konferenz zur "Diagnostik und Therapie von Hodentumoren". Strahlenther Onkol 173:397-406.

15. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242-253.

23. Dieckmann KP, Kreuser ED (1991): Aktueller Stand der Chemotherapie von Keimzelltumoren. Urologe A 30:45-54.

24. Einhorn LH (1990): Treatment of testicular cancer: a new and improved model. J Clin Oncol 8:1777-1781.

37. Hölzel D, Altwein JE (1991): Hodentumoren. Ist der Rückgang der Mortalität in der Bundesrepublik Deutschland zu langsam erfolgt? Deutsch Ärztebl 88:B2694-B2700.

38. Hölzel D, Klamert A, Schmidt M. Krebs. Häufigkeiten, Befunde und Behandlungsergebnisse. München: Zuckschwerdt Verlag, 1996.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Im zweiten Satz wird das Wort "gebenüber" aus der Quelle übernommen.

Die Quellen Bosl/Motzker (1997) und Dieckmann/Kreuser (1991) sind einmal Beleg für 6,5 und einmal für 8 Erkrankte pro 100 000.

Die Quellen Einhorn (1990) und Hölzel/Altwein (1991) sind einmal Beleg für eine Mortalität von "6-8%" und einmal für eine Letalität von "etwa 6%".

Sichter
(Hindemith) Schumann

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