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Oz/Fragment 091 07

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: (3-6), 7 ff.
Quelle: Gleitsmann 1997
Seite(n): 1038, Zeilen: 1. Sp. 37-48; 2.Sp. 3ff - 3.Sp. 1-7, 15ff
Die Wirtschaftskammer betrachtete das Maßnahmenpaket skeptisch und führt neben der Problematik der Einbeziehung von geringfügig Beschäftigten in die allgemeine Sozialversicherung folgende Aspekte des Gutachtens als Kritikpunkte an128:

1. Das dem gesamten Gutachten zugrunde liegende ökonometrische Modell basierte auf teilweise sehr optimistischen Annahmen. So sei beispielsweise die Annahme einer im Durchschnitt weit über 4 % liegenden Lohnerhöhung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit großer Wahrscheinlichkeit viel zu optimistisch.

2. Es wurde vorgeschlagen, alle Entgeltformen aus einer Erwerbstätigkeit in die Versicherungspflicht einzubeziehen, so wie dies mit dem Gesetzesbeschluss der Bundesregierung erfolgt ist. Positiv sei zu bewerten, dass eine breite Einbeziehung wohl von allen Erwerbstätigen als gerecht empfunden wird und den Solidaritätsgedanken stärkt, dass man aber mit der Einbeziehung sämtlicher Erwerbstätigkeiten in Österreich wesentlich weiter geht als in allen anderen vergleichbaren europäischen Staaten. Die Kehrseite der Medaille ist die Leistungsseite. Jede Beitragszahlung in das System der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung bedeutet früher oder später das Fälligwerden von entsprechenden Leistungen aus dem Sozialversicherungssystem. Da vor allem im Bereich der Pensionsversicherung im Durchschnittsfall mit einem mehr oder weniger großen Bundeszuschuss zu einer Pension zu rechnen sei, werden durch die allgemeine Einbeziehung später einmal zusätzliche Finanzierungsprobleme geschaffen, wenn Leistungen fällig werden129.

3. Auch die von Rürup dargestellten Policy-Mix-Szenarien führten zu einem ständig steigenden Finanzierungsbedarf, entweder durch einen drastisch erhöhten Bundesbeitrag [oder deutlich erhöhte Pensionsbeiträge.]


128 Vgl Gleitsmann, Pensionsreform 2000: Die letzte Chance für eine Sicherung des Generationenvertrages?, in SoSi 1997, 1037.

129 Vgl oben unter 3.1.2.1 Auswirkungen der Einbeziehung neuer Versicherten in die gesetzliche Pensionsversicherung.

Kritisch sind aus der Sicht der Wirtschaft nur folgende Aspekte des Gutachtens zu bewerten:

1. Das dem gesamten Gutachten zugrundeliegende ökonometrische Modell basiert auf teilweise sehr optimistischen Annahmen. So ist beispielsweise die Annahme einer im Durchschnitt weit über 4% liegenden Lohnerhöhung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit großer Wahrscheinlichkeit viel zu optimistisch. [...]

2. Es wird vorgeschlagen, alle Entgeltformen aus einer Erwerbstägigkeit in die Versicherungspflicht einzubeziehen, so wie dies nun mit dem Gesetzesvorschlag der Bundesregierung erfolgt ist. Positiv ist zu bewerten, daß eine breite Einbeziehung wohl von allen Erwerbstätigen als gerecht empfunden wird und den Solidaritätsgedanken stärkt, daß man aber mit der Einbeziehung sämtlicher selbständigen und unselbständigen Erwerbstätigkeiten in Österreich wesentlich weiter geht als in allen anderen vergleichbaren europäischen Staaten. Die Kehrseite der Medaille ist die Leistungsseite. Jede Beitragszahlung in das System der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung bedeutet früher oder später das Fälligwerden von entsprechenden Leistungen aus dem Sozialversicherungssystem. Da vor allem im Bereich der Pensionsversicherung im Durchschnittsfall mit einem mehr oder weniger großen Bundeszuschuß zu einer Pension zu rechnen ist, werden durch die allgemeine Einbeziehung später einmal zusätzliche Finanzierungsprobleme geschaffen, wenn Leistungen fällig werden. [...]

3. Auch die von Rürup dargestellten Policy-Mix-Szenarien führen zu einem ständig steigenden Finanzierungsbedarf, entweder durch einen drastisch erhöhten Bundesbeitrag oder deutlich erhöhte Pensionsbeiträge.

Anmerkungen

Auf die Quelle wird in Fn. 128 (mit falscher Seitenangabe) hingewiesen.

Die Kenntlichmachung einer Übernahme durch Benutzung des Konjunktivs erfolgt nur in Ansätzen. Alle Formulierungen in diesem Abschnitt stammen aus Gleitsmann (1997). Ohne Kenntnis des Originals bleibt völlig dunkel, was bereits in der Quelle zu finden ist (Antwort: eigentlich alles) und welche Formulierungen tatsächlich von O.Z. stammen (Antwort, wenn man das Original kennt: eigentlich nichts).

Sichter
(SleepyHollow02), Graf Isolan

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