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Innovationsregulierung im Recht der netzgebundenen Elektrizitätswirtschaft

von Pascal Schumacher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Psc/Fragment 050 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-06-28 10:36:14 KayH
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÖGUT 2003

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 1-36
Quelle: ÖGUT 2003
Seite(n): 15,16, Zeilen: -
[Für die Innovationsphase spielen unter anderem Nischen-]märkte eine zentrale Rolle. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Ansatz des

»Strategischen Nischenmanagements«, der darin besteht, temporär geschützte Bereiche für ausgewählte Technologien zu kreieren und zu managen85. Neue Technologien (wie die Energietechnologien auf Basis von erneuerbaren Energieträgern, die im Mittelpunkt der gegenständlichen Studie stehen) sind am Beginn oft noch fehlerbehaftet bzw. fehleranfällig. Nischenmärkte gelten als fehlertoleranter und eignen sich daher für die erste Anwendung am Markt86. Die erste Kommerzialisierung in Nischenmärkten erlaubt ein ständiges »learning by doing« and »learning by using«, das zu weiteren Verbesserungen der Technologien aber auch zu Kostenreduktionen in der Herstellung führt. Diese Lernprozesse in der Ökonomie werden allgemein in Form von »learning« oder »experience curves« beschrieben. Sie stellen die Abnahme der Produktionskosten pro Einheit mit zunehmender Produktion dar. Die Lernrate (die Steigung der Kurve) ist definiert als die Kostenreduktion pro Einheit (in Prozent) während einer Verdoppelung der akkumulierten Produktion87. Es gibt verschiedene Mechanismen des »Lernens« wie beispielsweise die zunehmenden Erfahrungen der Individuen infolge der Durchführung von Routinearbeiten, Produktstandardisierungen oder economies of scale. Das Potenzial zu Kostenreduktionen verringert sich mit zunehmender Reife der Technologie. Lernkurveneffekte treten vor allem in der Massen- oder Serienproduktion von Konsumgütern auf, wo durch Verringerung der Produktionskosten auch die Preise verringert werden können. Typische Lernraten auch für Energietechnologien variieren zwischen 10 % und 30 %. Es wurden in der Vergangenheit aber auch schon Lernraten von beinahe 50 % insbesondere in den ersten Phasen der Kommerzialisierung beobachtet88. Lernkurven dienen unter anderem der Identifizierung von Technologien, die bei adäquaten Investitionen wettbewerbsfähig werden können89. In der Phase der Innovation können soziale, technische, ökonomische oder institutionelle Hemmnisse deutlich werden. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die Innovation oftmals von intrinsischer Motivation einzelner Beteiligter oder öffentlichen Subventionen beeinflusst wird. Schließlich gelten Umweltinnovationen gerade in der Anfangsphase meist als unwirtschaftlich und werden dank ihrer ökologischen Vorteilhaftigkeit öffentlich unterstützt. Umweltinnovationen genießen in dieser Phase hohe Aufmerksamkeit von Seite der Umweltszene; entsprechend hoch sind die Erwartungen an ihre weitere Entwicklung. Umweltinteressierte Personen stellen oft die ersten Kunden bzw. Anwender der neuen Umwelttechnologien dar. Auf Ebene der Unternehmen verstärkt sich in dieser Phase die Konkurrenz. Waren es anfangs nur wenige vielleicht kleine Unternehmen90, springen nun weitere auf den fahrenden Zug auf (unter der Voraus-[setzung einer erfolgreichen Innovation). Es ist jetzt von der Innovation an sich abhängig, ob sie sich aus der Nische heraus entwickelt oder eben ein Nischenprodukt bleibt, was für einzelne Unternehmen durchaus interessant sein kann.]


85 Ausführlich hierzu Danner, Strategisches Nischenmanagement, passim.
86 Vgl. Kemp, Environmental Policy and Technical Change, 37.
87 Vgl. Coenenberg, Kostenrechnung und Kostenanalyse, 199 ff.
88 Greisberger et al., Auswirkung energiepolitischer Instrumente, 16.
89 Vgl. Grübler/Nakicenovic/Victor, Energy Policy 1999, 247 ff.; Kemp, Environmental Policy and Technical Change, passim.
90 Dem Einfluss der Unternehmensgröße wird in der ökonomischen Auseinandersetzung um die Innovationsfähigkeit von Unternehmen großer Stellenwert beigemessen. Die Frage, welche Betriebsgröße für das Hervorbringen von Innovationen am besten geeignet ist, wurde immer wieder unterschiedlich beantwortet (bspw. sprach Schumpeter von »small ist beautiful«). Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage, dafür aber zahlreiche Einflussfaktoren (Art des F&E-Vorhabens, Phase des Innovationsprozesses, Gegenstand der Innovation, Organisationsstruktur, Konkurrenzdruck etc.). Während größere Unternehmen den Vorteil haben, über mehr Kapital zu verfügen, sind kleinere Unternehmungen flexibler. Letztere haben insbesondere Vorteile bei (marktnahen) Produktinnovationen. Vgl. Schmid/Kumpftnüller/Ornetzeder/ Steiner, Endbericht, passim.

Für die eigentliche Innovation, die Überleitung in die Produktion und erste Markteinführung, spielen Nischenmärkte eine zentrale Rolle. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Ansatz des „Strategischen Nischenmanagements“, der darin besteht, temporär geschützte Bereiche für ausgewählte Technologien zu kreieren und zu managen. Neue Technologien (wie die Energietechnologien auf Basis von erneuerbaren Energieträgern, die im Mittelpunkt der gegenständlichen Studie stehen) sind am Beginn oft noch fehlerbehaftet bzw. fehleranfällig. Nischenmärkte gelten als fehlertoleranter und eignen sich daher für die erste Anwendung am Markt (vgl. Kemp 1998).

Die erste Kommerzialisierung in Nischenmärkten erlaubt ein ständiges „learning by doing“ and „learning by using“, das zu weiteren Verbesserungen der Technologien aber auch zu Kostenreduktionen in der Herstellung führt. Diese Lernprozesse in der Ökonomie werden allgemein in Form von „learning“ oder „experience curves“ beschrieben. Sie stellen die Abnahme der Produktionskosten pro Einheit mit zunehmender Produktion dar. Die Lernrate (die Steigung der Kurve) ist definiert als die Kostenreduktion pro Einheit (in Prozent) während einer Verdoppelung der akkumulierten Produktion. Es gibt verschiedene Mechanismen des „Lernens“ wie beispielsweise die zunehmenden Erfahrungen der Individuen infolge der Durchführung von Routinearbeiten, Produktstandardisierungen oder economies of scale4. Das Potenzial zu Kostenreduktionen verringert sich mit zunehmender Reife der Technologie. Lernkurveneffekte treten vor allem in der Massenproduktion von Konsumgütern auf, wo durch Verringerung der Produktionskosten auch die Preise verringert werden können. Typische Lernraten auch für Energietechnologien variieren zwischen 10% und 30%. Es wurden in der Vergangenheit aber auch schon Lernraten von beinahe 50% insbesondere in den ersten Phasen der Kommerzialisierung beobachtet. Lernkurven dienen unter anderem der Identifizierung von Technologien, die bei adäquaten Investitionen wettbewerbsfähig werden können (vgl. Grübler/Nakićenović/Victor 1999 und Kemp 1997).

In der Phase der Innovation können soziale, technische, ökonomische oder institutionelle Hemmnisse deutlich werden. Wie die bereits angesprochenen Fallstudien von Klemmer et al (1999) zeigen, wird die Innovation oftmals von intrinsischer Motivation einzelner Beteiligter oder von öffentlichen Subventionen beeinflusst. Schließlich gelten Umweltinnovationen gerade in der Anfangsphase meist als unwirtschaftlich und werden dank ihrer ökologischen Vorteilhaftigkeit öffentlich unterstützt. Umweltinnovationen genießen in dieser Phase hohe Aufmerksamkeit von Seite der Umweltszene; entsprechend hoch sind die Erwartungen an ihre weitere Entwicklung. Umweltinteressierte Personen stellen oft die ersten KundInnen bzw. AnwenderInnen der neuen Umwelttechnologien dar.

Auf Ebene der Unternehmen verstärkt sich in dieser Phase die Konkurrenz. Waren es anfangs nur wenige vielleicht kleine Unternehmen5, springen nun weitere auf den fahrenden Zug auf (unter der Voraussetzung einer erfolgreichen Innovation). Es ist jetzt von der Innovation an sich abhängig, ob sie sich aus der Nische heraus entwickelt oder eben ein Nischenprodukt bleibt, was für einzelne Unternehmen durchaus interessant sein kann.


4 [...]
5 Dem Einfluss der Unternehmensgröße wird in der theoretischen Auseinandersetzung um die Innovationsfähigkeit von Unternehmen großer Stellenwert beigemessen. Die Frage, welche Betriebsgröße für das Hervorbringen von Innovationen am besten geeignet ist, wurde immer wieder unterschiedlich beantwortet (beispielsweise sprach Schumpeter von „small ist beautiful“). Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage, dafür aber zahlreiche Einflussfaktoren (Art des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens, Phase des Innovationsprozesses, Gegenstand der Innovation, Organisationsstruktur, Konkurrenzdruck etc.). Während größere Unternehmen den Vorteil haben, über mehr Kapital zu verfügen, sind kleinere Unternehmungen flexibler. Letztere haben insbesondere Vorteile bei (marktnahen) Produktinnovationen (vgl. Schmid et al. 1994).

Anmerkungen

Die komplette Seite ist übernommen. Kleine Änderungen und Umstellungen. Angabe der Quelle in Fußnote 88 ohne Kennzeichnung wörtlicher Übernahmen. In den weiteren Fußnoten Übernahme von Literaturreferenzen sowie des Textes der Fußnote 90 aus der Quelle. Verschleiernde Variation zu Beginn der Übernahme. So wird dort der Satz umgestellt, "Innovation" wird zu "Innovationsphase", ein Einschub entfernt.

Sichter
(Klicken) KayH


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:KayH, Zeitstempel: 20120628102746

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