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Psc/Fragment 131 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 1-31 (komplett)
Quelle: Monstadt 2003
Seite(n): 11, 12,13,14, Zeilen: Seite 11:8-12, Seite12: 3-22, Seite 13: 39ff, Seite 14: 5-8
[Der VDEW erfasste im Jahr 1997 statistisch 752 Stromversorgungs]unternehmen, wovon immerhin 62,8 % in öffentlichem Eigentum waren, 23,9 % waren gemischtwirtschaftlich verfasst, während es sich lediglich bei 13,3 % um private

Unternehmen handelte445. Die Akteure der Stromwirtschaft konnten zwar dazu beitragen, die technische Leistungsfähigkeit der Energieversorgungssysteme enorm zu steigern. So nahmen die räumliche Ausdehnung und technische Zuverlässigkeit der Versorgung immer weiter zu, und die Sicherheit der Infrastrukturversorgung sowie die flächendeckende Versorgung mit Elektrizität konnten auf hohem Niveau gewährleistet werden446. Das auf technische Zuverlässigkeit, Perfektionierung und Versorgungssicherheit ausgerichtete System hatte jedoch auch seine negativen Kehrseiten447. Dies betraf zum einen die geringe ökonomische Effizienz der Stromversorgung, welche durch die im internationalen Vergleich hohen Energiepreise, die sehr gute Gewinnlage der Unternehmen und die erheblichen Überkapazitäten der Stromwirtschaft zum Ausdruck kam448. Ein erheblicher Reformbedarf ergab sich zum anderen aus der geringen Ressourceneffizienz und Umweltverträglichkeit der Stromversorgung, die sich am hohen Verbrauch endlicher fossiler Rohstoffe, Luft-, Wasser- und Bodenbelastungen, dem globalen Klimawandel und nuklearen Risiken manifestierten. Hierbei erwies sich die Fähigkeit des Energieversorgungssystems, auf veränderte Problemlagen und Umweltanforderungen eigenständig durch die Produktion sozialer und technischer Innovationen zu reagieren, als sehr begrenzt. So führte der Verzicht auf den Preis als Koordinationsfaktor und das hohe Maß an staatlich garantierter Absatzsicherheit dazu, dass der unternehmerische Innovationsdruck, der von dieser institutionellen Struktur ausging, äußerst niedrig war449. Die korporatistischen Rahmenbedingungen verlangsamten Wandel und Innovationen, erlaubten quasi-monopolistische Gewinne bei den EVU und führten darüber hinaus zu einem weiten Kreis von Begünstigten, die an einem Fortbestand des status quo ein wirtschaftliches und politisches Interesse hatten450. Immer deutlicher zeigten sich die negativen Kehrseiten des vorrangig auf technische Zuverlässigkeit und Perfektionierung angelegten Versorgungssystems: im internationalen Vergleich überhöhte Energiepreise, eine überdurchschnittliche Rentabilität des eingesetzten Kapitals, erhebliche Überkapazitäten, ein niedriges Serviceniveau und Mangel an technischem Pioniergeist.


445 Renz, Vom Monopol zum Wettbewerb, 86; vgl. auch Eising, Liberalisierung und Europäisierung, 101.

446 Mönstadt, Sektoranalyse Stromversorgung, 12.

447 Vgl. ders., Modernisierung der Stromversorgung, 68 ff.

448 Hirschhausen, in: Bohnenschäfer et al. (Hrsg.), Nachhaltige Energiepolitik 14 ff.

449 Pfaffenberger, in: FS Peters, 457, 467.

450 Wälde, in: Tettinger (Hrsg.), Strukturen der VersorgungsWirtschaft in Europa, 59.

[S. 11, Z. 8-12]

Von den seitens des VDEW im Jahr 1997 statistisch erfassten 752 Stromversorgungsunternehmen waren immerhin 62,8 Prozent in öffentlichem Eigentum, 23,9 Prozent waren gemischtwirtschaftlich verfasst, während es sich lediglich bei 13,3 Prozent um private Unternehmen handelte (VDEW 1997 in Renz 2001: 86; vgl. auch Eising 2000: 101).

[S. 12, Z. 3-22]

Das Arrangement der Stromwirtschaft bestehend aus Institutionen der Eenergiewirtschaftlichen Selbstorganisation, Institutionen der Monopolregulierung sowie weitreichender öffentlicher Wirtschaftstätigkeit konnte zwar dazu beitragen, die technische Leistungsfähigkeit der Energieversorgungssysteme enorm zu steigern. So nahmen die räumliche Ausdehnung und technische Zuverlässigkeit der Versorgung immer weiter zu, und die Sicherheit der Infrastrukturversorgung, d.h. nach herkömmlichem Verständnis die flächendeckende Versorgung mit Energie zu jeder Zeit und in gewünschter Menge, konnte auf hohem Niveau gewährleistet werden. Das auf technische Zuverlässigkeit, Perfektionierung und Versorgungssicherheit ausgerichtete System hatte jedoch Kehrseiten (vgl. Monstadt 2003: 68-76):

Dies betraf zum einen die geringe ökonomische Effizienz der Energieversorgung, die durch die im internationalen Vergleich überhöhten Energiepreise, die exorbitanten Unternehmensgewinne und die erheblichen Überkapazitäten der Stromwirtschaft zum Ausdruck kamen. Ein erheblicher Reformbedarf ergab sich zum anderen aus der geringen Ressourceneffizienz und Umweltverträglichkeit der Energieversorgung, die sich am hohen Verbrauch endlicher fossiler Rohstoffe, Luft-, Wasser- und Bodenbelastungen, dem globalen Klimawandel und nuklearen Risiken manifestierten. Hierbei erwies sich die Fähigkeit des Energieversorgungssystems, auf veränderte Problemlagen und Umweltanforderungen eigenständig durch die Produktion sozialer und technischer Innovationen zu reagieren, als sehr begrenzt.

[S. 13, Z. 39-S. 14, Z. 2]

So führte der Verzicht auf den Preis als Koordinationsfaktor und das hohe Maß an staatlich garantierter Absatzsicherheit dazu, dass der unternehmerische Innovationsdruck, der von dieser institutionellen Struktur ausging, äußerst niedrig war (Pfaffenberger 1997: 467). Die korporatistischen Rahmenbedingungen verlangsamten Wandel und Innovation, erlaubten monopolartige Gewinne und führten zu einem weiten Kreis von Begünstigten, die an einem Fortbestand des Status quo ein wirtschaftliches und politisches Interesse hatten (Wälde 1995: 59).

[S. 14, Z. 5-8]

Immer deutlicher zeigten sich die Kehrseiten des auf technische Zuverlässigkeit und Perfektionierung angelegten Versorgungssystems: im internationalen Vergleich überhöhte Energiepreise, exorbitante Unternehmensgewinne, erhebliche Überkapazitäten, ein niedriges Dienstleistungsniveau und ein Mangel an technischem Pioniergeist.

Anmerkungen

Weitgehend identische Übernahme der Quelle bis in die zitierte Literatur hinein.

Sichter
(fret), Qadosh

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