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256 gesichtete, geschützte Fragmente: Plagiat

[1.] Psc/Fragment 034 32 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:27 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 14:18 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Weber 2001

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 32-33
Quelle: Weber 2001
Seite(n): 4, Zeilen: 2-3
Im klassischen Latein der Römer finden sich Begriffe wie »res nova« und »novitas«, erst im Kirchenlatein bei Quintus Septimius Florens Tertullianus37 (um 150-230 [n. Chr.) und Augustinus von Hippo (um 354-430 n. Chr.) taucht das Wort »innovatio« auf und bedeutet so viel wie Erneuerung oder Veränderung38.]

37 Kurz: Tertullian.

38 Vgl. Weber, Innovation und »schöpferische Zerstörung«, 4; Müller, Innovation gewinnt, 9.

Im klassischen Latein der Römer finden sich Begriffe wie „res nova“ und „novitas“, erst im Kirchenlatein bei Tertullian (um 200 n.Chr.) und Augustin (um 400 n.Chr.) taucht das Wort „innovatio“ auf und bedeutet Erneuerung/Veränderung.3

3 Müller, Roland, Innovation gewinnt, Zürich 1997 S.9

Anmerkungen

Beginn einer längeren Übernahme ohne Kennzeichnung wörtlicher Zitate. Eine Referenz auf Weber findet sich auf der folgenden Seite in Fußnote 38. - Man beachte die Quelle von Weber, die der Verfasser ebenfalls übernimmt.

Sichter
KayH

[2.] Psc/Fragment 035 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:27 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 14:35 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Weber 2001

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1-18
Quelle: Weber 2001
Seite(n): 4, Zeilen: 3-18
[Im klassischen Latein der Römer finden sich Begriffe wie »res nova« und »novitas«, erst im Kirchenlatein bei Quintus Septimius Florens Tertullianus37 (um 150-230] n. Chr.) und Augustinus von Hippo (um 354-430 n. Chr.) taucht das Wort »innovatio« auf und bedeutet so viel wie Erneuerung oder Veränderung38. Seit dem 13. Jahrhundert gibt es den Begriff »innovation« im Französischen, seit Dante Alighieris »Fegefeuer« in der Göttlichen Komödie (1265-1321) das Wort »innovare« im Italienischen und Niccolö Machiavelli (1469-1527) spricht in »II principe« vom »innovatore«. Im Englischen ist seit William Shakespeares »Henry IV.« von »innovate« die Rede, er gebrauchte den Begriff »innovator« im Sinne politischer Erneuerung39. Im deutschen Sprachgebrauch wurden die entsprechenden Bedeutungen mit dem Wort »neu« transportiert: »neuem« bei Luther oder »Das Gift der Neuerer« bei Schiller40.

In der Gegenwart wird der Begriff im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen sowie für deren Umsetzung verwendet. Die Bedeutung des Begriffs »Innovation« im heutigen Sprachgebrauch - im Sinne technisch-ökonomischer Entwicklung - ist entscheidend durch den Ökonomen Joseph Alois Schumpeter (1883-1950) geprägt. Mit der deutschen Übersetzung (1961) seines zuerst 1939 in den USA erschienen zweibändigen Werks »Business Cycles« fand der Begriff »Innovation« seinen Platz im deutschen Sprachgebrauch; es enthält ein grundlegendes Kapitel zur ökonomischen »Theorie der Innovation«41.


38 Vgl. Weber, Innovation und »schöpferische Zerstörung«, 4; Müller, Innovation gewinnt, 9.
39 Ders., a. a. O., 9.
40 Böckmann/Kluge, Don Kariös. Infant von Spanien, 2.10.
41 Schumpeter, Business Cycles; ders., Konjunkturzyklen; vgl. zur Begriffsgeschichte auch: Ritter/Gründer/Gabriel, Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 4, 391 ff.

Im klassischen Latein der Römer finden sich Begriffe wie „res nova“ und „novitas“, erst im Kirchenlatein bei Tertullian (um 200 n.Chr.) und Augustin (um 400 n.Chr.) taucht das Wort „innovatio“ auf und bedeutet Erneuerung/Veränderung.3

Seit dem 13.Jh. gibt es den Begriff „innovation“ im Französischen, seit Dante (1265-1321) das Wort „innovare“ im Italienischen und Machiavelli (1469-1527) spricht vom „innovatore“.
Im Englischen ist seit Shakespeare von „innovate“ die Rede, er gebrauchte den Begriff „innouator“ im Sinne politischer Erneuerung.4
Im Deutschen wurden die entsprechenden Bedeutungen mit dem Wort „neu“ transportiert : „neuern“ bei Luther, „Das Gift der Neuerer“ bei Schiller.5
Die Bedeutung des Begriffs „Innovation“ im heutigen Sprachgebrauch - im Sinne technisch-ökonomischer Entwicklung - ist entscheidend durch den Ökonomen J.A.Schumpeter(1883-1950) geprägt. Mit der deutschen Übersetzung (1961) seines zuerst 1939 in den USA erschienen zweibändigen Werks „Business Cycles“ fand der Begriff „Innovation“ seinen Platz im deutschen Sprachgebrauch, es enthält ein Kapitel zur „Theorie der Innovation“6


3 Müller, Roland, Innovation gewinnt, Zürich 1997 S.9
4 ebd.S.54
5 ebd.
6 Schumpeter, J.A. Konjunkturzyklen, 2 Bde. Göttingen 1961, vgl. zur Begriffsgeschichte auch: Ritter, Joachim(Hg.) Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd.4, S.391ff

Anmerkungen

Fortsetzung der vorherigen Seite. In der Fußnote 38 wird zwar die Quelle referenziert, dass sich die Übernahme jedoch nahezu wörtlich fortsetzt - einschließlich der Übernahme der Fußnoten der Quelle - wird nicht kenntlich gemacht.

Sichter
KayH

[3.] Psc/Fragment 058 09 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:27 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 15:19 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 9-23, 25
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 94, Zeilen: 3-18
I. Neoklassische Innovationsökonomik

In der neoklassisch geprägten ökonomischen Theorie gibt es zwei unterschiedliche Erklärungsansätze für die Ursachen technischen Wandels. Im ersten Ansatz wird technischer Wandel als autonom (exogen) und mithin als nicht beeinflussbar betrachtet. Der Grundgedanke des autonomen technischen Wandels geht zurück auf Robert Solow115. Demnach ergibt sich der autonome Produktivitätsfortschritt als Residualgröße, und zwar als Abweichung der Wachstumsrate des Sozialproduktes von den Wachstumsraten der Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit. In ökonomischen Modellen wird dieser autonome technische Wandel in der Regel durch eine Konstante oder einen Zeittrend abgebildet. In ähnlicher Weise lassen sich auch auf sektoraler oder Produkt-Ebene Produktivitätsveränderungen (z.B. Energieeinsatz pro Tonne Stahl) im Zeitverlauf darstellen. Technischer Wandel vollzieht sich dabei kontinuierlich, nicht sprunghaft.

Demgegenüber lässt sich die Grundidee des induzierten technischen Wandels in der neoklassischen Theorie ursprünglich auf John Hicks zurückverfolgen116. Induzierter technischer Fortschritt resultiert nach diesem Ansatz aus drei Quellen117:

  • Veränderungen in den relativen Preisen der Produktionsfaktoren (Löhne, Rohstoffe, Energie),

115 Solow, Quaterly [sic!] Journal of Economics, 1956, 71 ff.

116 Hicks, The theory of wages.

117 Vgl. hierzu bereits Schumacher, Konzeptionen ausbildungs- und forschungsinduzierten technischen Fortschritts, 5 ff.

3.2.1.1 Neoklassische Innovations- und Umweltökonomik

In der neoklassisch geprägten ökonomischen Theorie gibt es zwei unterschiedliche Erklärungsansätze für die Ursachen technischen Wandels. Im ersten Ansatz wird technischer Wandel als autonom (exogen) betrachtet, der wie „Manna vom Himmel“ fällt. Der Grundgedanke des autonomen technischen Wandels geht zurück auf Solow (1956). Demnach ergibt sich der autonome Produktivitätsfortschritt als Residualgrösse, und zwar als Abweichung der Wachstumsrate des Sozialproduktes von den Wachstumsraten der Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit. In ökonomischen Modellen wird dieser autonome technische Wandel in der Regel durch eine Konstante oder einen Zeittrend abgebildet. In ähnlicher Weise lassen sich auch auf sektoraler oder Produkt-Ebene Produktivitätsveränderungen (z.B. Energieeinsatz pro t Stahl) im Zeitverlauf darstellen. Technischer Wandel vollzieht sich dabei kontinuierlich, nicht sprunghaft.

Die Grundidee des induzierten technischen Wandels lässt sich in der neoklassischen Theorie ursprünglich auf Hicks (1932) zurückverfolgen. Entscheidend in diesem Ansatz sind Veränderungen in den relativen Preisen der Produktionsfaktoren.

Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übereinstimmend, ohne dass es kenntlich gemacht wurde. Zum Schluss löst sich Psc etwas von der ungenannt bleibenden Quelle, nur um nach einem eingeschobenen Satz wieder zur wörtlichen Übernahme überzugehen. Das nächste Fragment liefert dann den nahtlosen Anschluss im Originaltext.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[4.] Psc/Fragment 156 14 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 08:28 (Graf Isolan)
Erstellt: 26. June 2012, 15:38 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Hennicke et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 156, Zeilen: 14-25
Quelle: Hennicke et al. 2007
Seite(n): 57, 58, Zeilen: 2-14, 1-4
Biomasse gehört zu den vielfältigsten Nutzungsoptionen erneuerbarer Energien. Sie fällt als Energieträger in unterschiedlichen Formen an 562:
  • Holzartige Biomasse
  • Rückstände aus Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Kommunen sowie
  • Energiepflanzen aus gezieltem Anbau.

Eine Vielzahl von Umwandlungs- und Nutzungsprozessen steht heute schon zur Verfügung, um aus der Rohbiomasse feste, flüssige oder gasförmige Energieträger herzustellen. Feste Biomasse, wie Holz oder Stroh, kann unmittelbar in Kraftwerken genutzt werden, und zwar entweder in eigens dafür bestimmten Anlagen oder in Form der Zufeuerung zu fossilen Brennstoffen wie etwa Kohle in Großkraftwerken. Letztere Option wird derzeit in Deutschland kaum angewandt, ist in anderen Ländern (z. B. Dänemark, Niederlande) aber gängige Praxis563.


562 Maslaton/Zschiegner, Grundlagen des Rechts der emeuerbaren Energien, 27; Hennicke/ Fischedick, in: Bechberger/Reiche (Hrsg.), Ökologische Transformation der Energiewirtschaft, 57.

563 Dies., a. a. O., 58.

Biomasse gehört zu den vielfältigsten Nutzungsoptionen erneuerbarer Energien. Biomasse als Energieträger fällt in unterschiedlichen Formen an: (1) Holzartige Biomasse, (2) Rückstände aus Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Kommunen sowie (3) Energiepflanzen aus gezieltem Anbau. Eine Vielzahl von Umwandlungs- und Nutzungsprozessen steht heute schon zur Verfügung, um aus der Rohbiomasse feste, flüssige oder gasförmige Energieträger zu erzeugen.

[...]

Feste Biomasse, wie Holz oder Stroh, kann direkt in (Heiz-)Kraftwerken genutzt werden, und zwar entweder in eigens dafür bestimmten Anlagen oder in Form der Zufeuerung zu fossilen Brennstoffen wie etwa Kohle in Großkraftwerken. Letztere Option wird derzeit in Deutschland kaum angewandt, da hierfür bisher keine Förderung gewährt wird. In anderen Ländern (z. B. Dänemark, Niederlande) ist dies aber gängige Praxis.

Anmerkungen

Zwar wird auf Hennicke et al. verwiesen, jedoch wird die weitgehend wörtliche Wiedergabe nicht deutlich gemacht.

Sichter
Klicken

[5.] Psc/Fragment 058 29 - Diskussion
Bearbeitet: 13. July 2012, 16:53 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 15:40 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 29-33
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 94, Zeilen: 19-23
Danach bewirkt z.B. ein Anstieg der Lohnkosten relativ zu den anderen Faktorkosten, dass Innovationen in Richtung arbeitssparender Technologien verstärkt werden118. Bei diesem arbeitssparenden technischen Wandel wird Arbeit durch Kapital ersetzt, technisch effizientere Produktionsverfahren werden installiert, und die Effizienz des Kapitalstocks wird erhöht.

118 Iten/Peter/Walz/Menegale, Auswirkungen des Umweltschutzes, 87.

Danach bewirkt z.B. ein Anstieg der Lohnkosten relativ zu den anderen Faktorkosten, dass die Innovationen in Richtung arbeitssparender Technologien verstärkt werden. Bei diesem arbeitssparenden technischen Wandel wird Arbeit durch Kapital ersetzt, technisch effizientere Produktionsverfahren werden installiert, und die Effizienz des Kapitalstocks wird erhöht.
Anmerkungen

Wörtliche Übereinstimmung des gesamten Absatzes auch über den Punkt hinaus, an dem die Quelle angegeben wird. Schon vorher ist nichts als Zitat gekennzeichnet worden.

(Bei der Quellenangabe fehlt übrigens einer der Autoren.)

Sichter
(Graf Isolan), fret

[6.] Psc/Fragment 059 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. July 2012, 12:58 (Hotznplotz)
Erstellt: 26. June 2012, 15:56 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 1-8
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 94, Zeilen: 23-30
Übertragen auf die Energiepolitik bedeutet die Theorie des induzierten technischen Wandels, dass eine Verteuerung beispielsweise umweltbelastender Aktivitäten oder des Inputs natürlicher Ressourcen zu Innovationen führt. Andere Arbeiten generalisieren dieses Modell durch den Einbezug von Regulierungsstandards119. Danach können auch nicht-preisbezogene Beschränkungen im Rahmen der induzierten Innovationshypothese analysiert werden, wenn die von ihnen ausgehenden Wirkungen als Veränderungen von Schattenpreisen oder impliziten Preisen interpretiert werden können120.

[119 Newell/Jaffe/Stavins, Quaterly [sic!] Journal of Economics 1999, 941 ff.
120 Frondel/Horbach/Rennings/Requate, Environmental Policy Tools, 1 ff.; Rennings, Jahrbuch Ökologische Ökonomik 2005, 15 ff.]

Übertragen auf die Umweltpolitik bedeutet die Theorie des induzierten technischen Wandel, dass eine Verteuerung der umweltbelastenden Aktivitäten oder des Inputs natürlicher Ressourcen zu Umweltinnovationen führt. Newell et al. (1999) generalisierten dieses Modell durch den Einbezug von Regulierungsstandards. Danach können auch nicht-preisbezogene Beschränkungen im Rahmen der induzierten Innovationshypothese analysiert werden, wenn die von ihnen ausgehenden Wirkungen als Veränderungen von Schattenpreisen oder impliziten Preisen interpretiert werden können.
Anmerkungen

Aus "Umweltpolitik" wird - dem Thema der Dissertation angepasst - "Energiepolitik". Weitgehend wörtliche und ungekennzeichnete Übereinstimmung mit einer hier ungenannt bleibenden (aber oben schon benutzten) Quelle. Trotz Nennung zweier weiterer Quellen bleibt dem Leser im Falle des zweiten Satzes verborgen, dass er darüber hinaus wortwörtlich mit der Formulierung aus einem dritten Werk übereinstimmt.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[7.] Psc/Fragment 152 23 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 16:29 (WiseWoman)
Erstellt: 26. June 2012, 16:01 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Photovoltaik 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 23-25
Quelle: Wikipedia Photovoltaik 2009
Seite(n): 1 (internetquelle), Zeilen: -
Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie543. Sie ist seit 1958 zunächst in der Energieversorgung von Weltraumsatelliten mittels Solarzellen im Einsatz. Mittlerweile wird sie zur Stromerzeu[gung auf der ganzen Welt eingesetzt und findet Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen.]

534 Hennicke/Fischedick, a. a. O., 32.

Unter Photovoltaik oder Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie. Seit 1958 ist sie zur Energieversorgung der meisten Raumflugkörper im Einsatz. Inzwischen wird sie auch auf der Erde zur Stromerzeugung eingesetzt und findet Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, in Taschenrechnern, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen.
Anmerkungen

geht auf der Folgeseite weiter.

Sichter
(SleepyHollow02, fret), Qadosh

[8.] Psc/Fragment 153 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 08:29 (Graf Isolan)
Erstellt: 26. June 2012, 16:15 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Photovoltaik 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 01-08
Quelle: Wikipedia Photovoltaik 2009
Seite(n): -, Zeilen: -
[Mittlerweile wird sie zur Stromerzeu]gung auf der ganzen Welt eingesetzt und findet Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen. Die Energiewandlung findet mit Hilfe von Solarzellen, die zu sog. Solarmodulen verbunden werden, in Photovoltaikanlagen statt. Die erzeugte Elektrizität kann entweder vor Ort genutzt, in Akkumulatoren gespeichert oder in Stromnetze eingespeist werden. Bei Einspeisung der Energie in das öffentliche Stromnetz wird die von den Solarzellen erzeugte Gleichspannung von einem Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt. Inzwischen wird sie auch auf der Erde zur Stromerzeugung eingesetzt und findet Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, in Taschenrechnern, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen. Die Energiewandlung findet mit Hilfe von Solarzellen, die zu so genannten Solarmodulen verbunden werden, in Photovoltaikanlagen statt. Die erzeugte Elektrizität kann entweder vor Ort genutzt, in Akkumulatoren gespeichert oder in Stromnetze eingespeist werden. Bei Einspeisung der Energie in das öffentliche Stromnetz wird die von den Solarzellen erzeugte Gleichspannung von einem Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt.
Anmerkungen
Sichter
Klicken

[9.] Psc/Fragment 060 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:27 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 16:23 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1-12
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 94, Zeilen: 31-41
Kenneth Arrow bezieht erstmals Lerneffekte in die Analyse des Wirtschaftswachstums mit ein122. Lerneffekte in der Produktion bewirken z.B., dass der benötigte Arbeitseinsatz pro Kapitaleinheit mit neuen Kapitaljahrgängen abnimmt bzw. die Kapitalintensität der Produktion steigt (sog. Vintage-Approach des induzierten technischen Fortschritts). Investitionen erhöhen demnach nicht nur die gegenwärtige Produktionskapazität, sondern gleichzeitig auch die zukünftige Produktivität, da sie neues technologisches Wissen erzeugen. In Modellen wird diese Art von technologischem Wandel beispielsweise dadurch abgebildet, dass die spezifischen Kosten einer Technologie als Funktion der kumulierten Kapazitäten dargestellt werden, wobei die spezifischen Kosten geringer sind, je mehr Kapazität bereits installiert ist. Die kumulierte Kapazität steht dabei stellvertretend für das Wissen, das bei der Produktion (learning-by-doing) und der Anwendung (learning-by-using) entsteht123.

122 Arrow, in: NBER (Hrsg.), The rate and direction of inventive activity, 609 ff.

123 Löschel, Ecological Economics 2002, 105 ff.

Arrow (1962) bezieht erstmals Lerneffekte in die Analyse des Wachstums des Sozialprodukts mit ein. Lerneffekte in der Produktion bewirken z.B., dass der benötigte Arbeitseinsatz pro Kapitaleinheit mit neuen Kapitaljahrgängen abnimmt. Investitionen erhöhen demnach nicht nur die gegenwärtige Produktionskapazität, sondern gleichzeitig auch die zukünftige Produktivität, da sie neues technologisches Wissen erzeugen. In Modellen wird diese Art von technologischem Wandel beispielsweise dadurch abgebildet, dass die spezifischen Kosten einer Technologie als Funktion der kumulierten Kapazitäten dargestellt werden, wobei die spezifischen Kosten geringer sind, je mehr Kapazität bereits installiert ist. Die kumulierte Kapazität steht dabei stellvertretend für das Wissen, das bei der Produktion (learning-by-doing) und der Anwendung (learning-by-using) entsteht (vgl. Löschel 2002).
Anmerkungen

Nichts wurde als Zitat gekennzeichnet, die eigentliche Quelle bleibt ungenannt.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[10.] Psc/Fragment 151 01 - Diskussion
Bearbeitet: 2. February 2014, 21:45 (Schumann)
Erstellt: 26. June 2012, 16:37 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Geothermie 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 1-30
Quelle: Wikipedia Geothermie 2009
Seite(n): 1, Zeilen: -
2. Geothermie

Die Geothermie (Erdwärme) ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann528. Die Geothermie ist eine langfristig nutzbare Energiequelle. Mit den Vorräten, die in den oberen drei Kilometer der Erdkruste gespeichert sind, könnte theoretisch der derzeitige weltweite Energiebedarf für über 100.000 Jahre gedeckt werden529. Bei der Nutzung der Geothermie unterscheidet man zwischen direkter Nutzung, also der Nutzung der Wärme selbst und der Nutzung nach Umwandlung in Strom in einem Geothermiekraftwerk. Aus der Sicht der Optimierung von Wirkungsgraden sind auch hier Kraft-Wärme-Kopplungen optimal530.

Bei der geothermischen Stromerzeugung sind Wassertemperaturen von mindestens 100 °C notwendig. Heiß- und Trockendampfvorkommen mit Temperaturen über 150 °C können direkt zum Antrieb einer Turbine genutzt werden531. In Deutschland liegen allerdings die üblichen Temperaturen geologischer Warmwasservorkommen niedriger. Lange Zeit wurde Thermalwasser daher ausschließlich zur Wärmeversorgung im Gebäudebereich genutzt. Neu entwickelte Anlagenmodelle ermöglichen heute aber eine Nutzung von Temperaturen ab 80 °C zur Stromerzeugung532. Ein wesentlicher Vorteil der Geothermie etwa im Vergleich zur Windenergie ist, dass sie keinen großen Schwankungen unterliegt und daher grundlastfähig ist533.

Zur Stromerzeugung wurde die Geothermie erstmals in Larderello in der Toskana eingesetzt534. 1913 wurde dort ein Kraftwerk erbaut, in dem wasserdampfbetriebene Turbinen 220 kW elektrische Leistung erzeugten. Heute werden dort 700 MW Strom in Italiens Energienetz eingespeist535. Unter der Toskana treffen die nordafrikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander, was dazu führt, dass sich Magma relativ dicht unter der Oberfläche befindet. Dieses heiße Magma erhöht hier die Temperatur des Erdreiches soweit, dass eine wirtschaftliche Nutzung der Erdwärme möglich ist. Das erste geothermische Kraftwerk in Deutschland ist 2004 in Mecklenburg-Vorpommern als Erweiterung des bereits 1994 errichteten geothermischen Heizwerks in Betrieb genommen worden536.


528 Hennicke/Fischedick, Emeuerbare Energien, 54.

529 Paschen/Oertel/Grünwald, Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung, 46.

530 Hennicke/Fischedick, a. a. O., 56.

531 Koehler, in: GVZ (Hrsg.), Start in eine neue Energiezukunft, 127 ff.

532 Z. B. Organic Rankine Cycle-Anlagen. Diese arbeiten mit einem organischen Medium, das bei relativ geringen Temperaturen verdampft. Dieser Dampf treibt über eine Turbine den Stromgenerator an. Hierzu Hennicke/Fischedick, a. a. O., 55.

533 Dies., a. a. O., 80.

534 Bußmann, High-Tech, 1.

535 http://www.rwe.com/generator.aspx/info-welt/rwe-magazin/rwe-magazin-archiv/ausgabe-03- 2006/structure/l—erdwaerme/1—geothermie-weltweit/language=de/id=366666/page.html.

536 Intemetauftritt des Kraftwerksbetreibers und technische Informationen unter http ://www. erdwaermekraft. de/.

Die Geothermie oder Erdwärme ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann, und zählt zu den regenerativen Energien.

[...]

Die Geothermie ist eine langfristig nutzbare Energiequelle. Mit den Vorräten, die in den oberen drei Kilometern der Erdkruste gespeichert sind, könnte im Prinzip, rechnerisch und theoretisch der derzeitige weltweite Energiebedarf für über 100.000 Jahre gedeckt werden.

Bei der Nutzung der Geothermie unterscheidet man zwischen Direkter Nutzung, also der Nutzung der Wärme selbst, und "Indirekter Nutzung", der Nutzung nach Umwandlung in Strom in einem Geothermiekraftwerk. Aus der Sicht der Optimierung von Wirkungsgraden sind auch hier Kraft-Wärme-Kopplungen (KWK) optimal.

[...]

Zur Stromerzeugung wurde die Geothermie zum ersten mal in Larderello in der Toskana eingesetzt. 1913 wurde dort von Graf Piero Ginori Conti ein Kraftwerk erbaut, in dem wasserdampfbetriebene Turbinen 220 kW elektrische Leistung erzeugten. Heute werden dort 400 MW Strom in Italiens Energienetz eingespeist. Unter der Toskana treffen die nordafrikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander, was dazu führt, dass sich Magma relativ dicht unter der Oberfläche befindet. Dieses heiße Magma erhöht hier die Temperatur des Erdreiches soweit, dass eine wirtschaftliche Nutzung der Erdwärme möglich ist.

Bei der hydrothermalen Stromerzeugung sind Wassertemperaturen von mindestens 100 °C notwendig. Hydrothermale Heiß- und Trockendampfvorkommen mit Temperaturen über 150 °C können direkt zum Antrieb einer Turbine genutzt werden. In Deutschland liegen allerdings die üblichen Temperaturen geologischer Warmwasservorkommen niedriger. Lange Zeit wurde Thermalwasser daher ausschließlich zur Wärmeversorgung im Gebäudebereich genutzt. Neu entwickelte Organic Rankine Cycle-Anlagen (ORC) ermöglichen eine Nutzung von Temperaturen ab 80 °C zur Stromerzeugung. Diese arbeiten mit einem organischen Medium, das bei relativ geringen Temperaturen verdampft. Dieser Dampf treibt über eine Turbine den Stromgenerator an.

[...]

Das erste geothermische Kraftwerk in Deutschland ist 2004 in Mecklenburg-Vorpommern als Erweiterung des bereits 1994 errichteten geothermischen Heizwerks in Betrieb genommen worden.

Anmerkungen

Quelle nicht angegeben, setzt sich auf der nächsten Seite fort.

Sichter
Klicken

[11.] Psc/Fragment 152 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 11:31 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 17:07 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Geothermie 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 01-15
Quelle: Wikipedia Geothermie 2009
Seite(n): -, Zeilen: -
[Die elektrische Leistung des] Geothermiekraftwerks Neustadt-Glewe beträgt bis zu 230 kW. Aus einer Tiefe von 2.250 Metern wird etwa 97 °C heißes Wasser gefördert und zur Strom- und Wärmeversorgung genutzt. Im Jahr 2005 betrug die erzeugte Strommenge 200.000 kWh 537, angestrebt sind jährlich ca. 1,2 Mio. kWh. Weitere Geothermie-Anlagen befinden sich derzeit in Planung538.

Obgleich die für die Stromerzeugung erforderlichen Wärmereservoirs mit hohen Temperaturen in Deutschland nur in großer Tiefe vorhanden sind, kann aus heutiger technischer Sicht fast überall im Land eine Bohrung mit der nötigen Tiefe erfolgen539. Die für den Betrieb erforderlichen Temperaturen zu erschließen, ist ein eher finanzielles und kein technisches Problem540. Forschungsarbeiten zur Nutzung tief liegender weitgehend wasserundurchlässiger Gesteine laufen und versprechen die Möglichkeiten zur Stromerzeugung weiter zu erhöhen. Eine Studie des Deutschen Bundestages gibt das technische Gesamtpotenzial zur geothermischen Stromerzeugung mit ca. 300.000 TWh an, was etwa dem 600-fachen des gegenwärtigen deutdeutschen Jahresstrombedarfes entspricht541.


537 BMU, Emeuerbare Energien in Zahlen, 12.
538 Hennicke/Fischedick, in: Bechberger/Reiche (Hrsg.), Ökologische Transformation der Energiewirtschaft, 56.
539 http://www.erdwaerme-zeitung.de/geothermiepressenews....
540 Hennicke/Fischedick, a. a. O., 55.
541 Paschen/Oertel/Grünwald, Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in Deutschland, 13.

Die elektrische Leistung des Geothermiekraftwerks Neustadt-Glewe beträgt bis zu 230 kW. Aus einer Tiefe von 2250 Metern wird etwa 97 °C heißes Wasser gefördert und zur Strom- und Wärmeversorgung genutzt. Im Jahr 2004 betrug die erzeugte Strommenge 424 000 Kilowattstunden (Quelle: AGEE-Stat/BMU), angestrebt sind jährlich ca. 1,2 Mio. Kilowattstunden (entspricht einer mittleren Leistung von 48kW bzw. 137kW).

[...]

Die für die Stromerzeugung erforderlichen Wärmereservoirs mit hohen Temperaturen sind in Deutschland nur in großer Tiefe vorhanden. Die für den Betrieb erforderlichen Temperaturen zu erschließen, ist mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Geologische und bohrtechnische Erschließungsrisiken müssen dabei im Verhältnis zum finanziellen Aufwand abgewogen werden. Forschungsarbeiten zur Nutzung tief liegender bzw. weitgehend wasserundurchlässiger Gesteine laufen und versprechen die Möglichkeiten zur Stromerzeugung weiter zu erhöhen. Eine Studie des Deutschen Bundestages gibt das Potential der Stromproduktion mit 1021 Joule an.

Anmerkungen
Sichter
Klicken

[12.] Psc/Fragment 154 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 21:31 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 19:42 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Sonnenwärmekraftwerk 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 01-05
Quelle: Wikipedia Sonnenwärmekraftwerk 2009
Seite(n): 1, Zeilen: -
Es gibt verschiedene Konzepte für die Nutzung der Sonnenwärme zur Energiegewinnung, die sich in zwei Kategorien einteilen lassen: Kraftwerke, die die Direktstrahlung der Sonne mit Reflektoren auf einen Solarabsorber bündeln, und solche, die ohne konzentrierende Reflektoren arbeiten und die gesamte Globalstrahlung (also Direkt- und Diffusstrahlung) nutzbar machen. Es gibt verschiedene Konzepte für die Nutzung der Sonnenwärme zur Energiegewinnung, die sich in zwei Kategorien einteilen lassen: Kraftwerke, die die Direktstrahlung der Sonne mit Reflektoren auf einen Solarabsorber bündeln, und solche, die ohne konzentrierende Reflektoren arbeiten und die gesamte Globalstrahlung (Direkt- und Diffusstrahlung) nutzbar machen
Anmerkungen
Sichter
fret

[13.] Psc/Fragment 180 11 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 18:29 (Kybot)
Erstellt: 26. June 2012, 20:16 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 11-21, 23-35
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 121, 122, Zeilen: 121: 24-34; 122: 12-24
Umweltfreundliche Erdkabel stellen sich auf dem heutigen Entwicklungsstand im Bereich einer Nennspannung von 110 kV betriebswirtschaftlich grundsätzlich als gleichwertige Alternative im Vergleich zu Freileitungen dar. Im Bereich von 220 kV liegen die Kosten je nach Auslegung des Kabelsystems entweder knapp unter denen der Freileitung oder bis zu 30% darüber. Lediglich auf der 380 kV-Ebene fällt der betriebswirtschaftliche Kostenvergleich (bedingt einerseits durch den vergrößerten Leiterquerschnitt der Freileitung, andererseits durch die deutlich höheren Dauerverluste der Erdkabel) zugunsten der Freileitung aus. Die Investitionskosten zur Errichtung eines 380 kV-Kabelsystems liegen gegenüber einem 380 kV Freileitungs-Einfachsystem um den Faktor 3 höher und bei einem 380 kV-Freileitungs-Doppelsystem steigt dieser Wert sogar auf den Faktor 6680.

[...] Vor allem die 220 kV- und 380kV Freileitungen stoßen in Bezug auf den Landschaftsschutz wegen ihrer großen Masthöhen und Trassenbreiten auf Probleme im Rahmen des Genehmigungsverfahrens. Zur Schonung landschaftlich wertvoller Bereiche müssen diese oft großräumig umgangen werden, was die Trassen dementsprechend verteuert. Grundsätzlich ist zur Errichtung neuerer Freileitungen ferner zu berücksichtigen, dass das Kollisionsrisiko für Vögel hier bedeutend ist, sodass es aus natur- und artenschutzrechtlichen Gründen anzustreben wäre, statt Freileitungen Erdkabel zu verlegen. Nicht außer Acht zu lassen sind ebenfalls die sozialen Kosten, die sich in einer Wertminderung der zu Freileitungen benachbarten Grundstücke widerspiegeln. Auch diese müssen bei einer gesamtwirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Analyse berücksichtigt werden 681. Beim Erdkabel entstehen demgegenüber, mit Ausnahme der aus betriebstechnischen Gründen freizuhaltenden Schneisen, keine nach außen sichtbaren Auswirkungen auf [das Landschaftsbild.]


680 Vgl. Brakelmann, Netzverstärkungs-Trassen, 5 ff.

681 Ders., a. a. O., 115 ff.

Umweltfreundliche Erdkabel stellen sich auf dem heutigen Entwicklungsstand in dem Bereich einer Nennspannung von 110 kV betriebswirtschaftlich grundsätzlich als gleichwertige Alternative im Vergleich zu Freileitungen dar. Im Bereich von 220 kV liegen die Kosten je nach Auslegung des Kabelsystems (mit oder ohne Schrägregler) entweder knapp unter denen der Freileitung oder bis zu 30% darüber. Lediglich auf der 380 kV-Ebene fällt der betriebswirtschaftliche Kostenvergleich (bedingt einerseits durch den vergrößerten Leiterquerschnitt der Freileitung, andererseits durch die deutlich höheren Dauerverluste der Erdkabel) zugunsten der Freileitung aus. Die Investitionskosten zur Errichtung eines 380 kV-Kabelsystem liegen gegenüber einem 380 kV-Freileitungs-Einfachsystem um den Faktor 3 höher und bei einem 380 kV-Freileitungs-Doppelsystem steigt dieser Wert sogar auf den Faktor 6. 224

[Seite 122]

Vor allem die 220 kV- und 380 kV-Freileitungen stoßen in Bezug auf den Landschaftsschutz wegen ihrer großen Masthöhen und Trassenbreiten oft auf Probleme im Rahmen des Genehmigungsverfahrens. Zur Schonung landschaftlich wertvoller Bereiche müssen diese oft großräumig umgangen werden, was die Trassen natürlich dementsprechend verteuert. Grundsätzlich ist zur Errichtung neuere Freileitungen zu berücksichtigen, dass das Kollisionsrisiko für Vögel hier bedeutend höher ist als an Windenergieanlagen, so dass es aus natur und artenschutzrechtlichen Gründen anzustreben wäre, statt Freileitungen Erdkabel zu verlegen. Zunehmend werden auch die sozialen Kosten angesprochen, die sich in einer Wertminderung der benachbarten Grundstücke widerspiegeln. Sie müssen bei einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung mit berücksichtigt werden. 226

Beim Erdkabel entstehen demgegenüber, mit Ausnahme der aus betriebstechnischen Gründen freizuhaltenden Schneisen, keine nach außen sichtbaren Auswirkungen auf das Landschaftsbild.


224 Vgl. Brakelmann: Netzverstärkungs-Trassen zur Übertragung von Windenergie: Freileitung oder Kabel? Rheinberg 2004, S. 115 ff.

226 Brakelmann, a.a.O. S. 5 ff.

Anmerkungen

Einen Verweis auf die eigentliche Quelle gibt es erst am Ende der nächsten Seite. Beide Quellenverweise sind übernommen, allerdings in vertauschter (und damit falscher) Reihenfolge, siehe dazu die Originalquelle. Die Übernahme setzt sich auf der nächsten Seite fort (Psc/Fragment 181 01).

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[14.] Psc/Fragment 181 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:27 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 20:24 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 1-35
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 44, 45, 122, 125, 126, Zeilen: 44: 35-41; 45: 1-5; 122: 24-27; 125: 23-28, 31-38; 126: 1-4
Hier liegt ein entscheidender Vorteil des Kabels. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind für Erdkabel um mehrere Jahre kürzere Genehmigungsverfahren als für Freileitungen zu veranschlagen, insbesondere weil keine langjährigen nachbarrechtlichen gerichtlichen Auseinandersetzungen einkalkuliert werden müssen682, die den erforderlichen Kapazitätsausbau wesentlich verzögern können.

Neben ihrer hervorragenden Eignung für die Verlegung in Seetrassen zum Anschluss von Offshore-WEA, bieten sich Erdkabel daher grundsätzlich auch für Verwendungen an Land an. Sie haben unter Gesichtspunkten der Naturschonung und der Vermeidung von Belastungen der Umgebung (Elektrosmog, ästhetische Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes) bedeutende Vorteile, die sich nicht zuletzt auf die erforderlichen Realisierungszeiträume positiv auswirken können. Angesichts des festgestellten Zeitdruckes für den notwendigen Ausbau der Übertragungsnetze an Land kommt dem vermehrten Einsatz von Erdkabeln auf Grund dieser Vorteile eine außerordentlich große strategische Bedeutung zu. Einsatzfelder bestehen insbesondere bei mit der Errichtung von Windenergieanlagen verbundenen Installationen, vor allem der Netzanbindung der Windparks. Hier ist Erdkabeln eindeutig der Vorzug gegenüber Freileitungen zu geben. Kollisionen von Vögeln an Freileitungen erfolgen weit häufiger als an Windenergieanlagen, sodass der Ersatz von Freileitungen durch Erdkabel aus fachlicher Sicht sogar als geeignete Kompensation zum Ausgleich des Eingriffs in Natur und Landschaft durch die Errichtung von WEA begriffen werden kann. Insbesondere an kritischen Stellen wie der Querung von Flüssen, die als Leitlinie im Vogelzug dienen, oder in der Nähe bedeutender Rastplätze kann der Vogelschlag mit der Verkabelung von Freileitungen reduziert werden. Bei dem anstehenden Ausbau der Stromnetze zur Ableitung von Windstrom aus den Küstenregionen, ist es daher empfehlenswert, Erdkabel zu verwenden und bestehende Freileitungen, wo dies möglich und naturschutzfachlich bedeutsam ist, in Erdkabel umzubauen.

Als wesentlicher Nachteil von Erdkabeln gelten allerdings noch die im Verhältnis zu traditionellen Hochspannungsfreileitungen deutlich höheren Investitionskosten. Diese werden, wie eine neuere Studie zeigt683, im Spannungsbereich um 110 kV durch niedrigere Zusatzkosten (etwa für Grundstückserwerbe, Ausgleichsmaßnahmen, Genehmigungsverfahren) und einen geringeren Spannungsverlust im Betrieb von der Größenordnung her aufgewogen. Je höher der Spannungsbereich, desto stärker fallen jedoch die Investitionsmehrkosten für das Kabel selbst ins Gewicht. Im relevanten 380-kV-Bereich ergeben sich mehrfach höhere Gesamtkosten des Erdkabels gegenüber Freileitungen.

[ [...] 684.]


682 Bundesverband WindEnergie, Erdkabel schlägt Freileitung, 1.

683 Vgl. Brakeimann, Netzverstärkungs-Trassen, 115 ff.

684 Klinski/Buchholz/Schulte/Rehfeldt/Nehls, Umweltstrategie Windenergienutzung, 121.

[Seite 122: 24-27]

Hier liegt ein entscheidender Vorteil des Kabels, der sich in einer breiten öffentlichen Zustimmung niederschlägt. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind für Erdkabel um mehrere Jahre kürzere Genehmigungsverfahren als für Freileitungen zu erwarten, insbesondere weil keine langjährigen gerichtlichen Auseinandersetzungen einkalkuliert werden müssen.227

[Seite 125: 23-28, 31-34]

Erdkabel bieten sich nicht nur für die Verlegung in Seetrassen an, sondern auf Grund mittlerweile eingetretener technisch-wirtschaftlicher Verbesserungen zunehmend auch für Verwendungen an Land. Sie haben unter Gesichtspunkten der Naturschonung und der Vermeidung von Belastungen der Umgebung (Stichworte: Elektrosmog, ästhetische Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes) bedeutende Vorteile, die sich nicht zuletzt auf die erforderlichen Realisierungszeiträume positiv auswirken können. [...] Angesichts des festgestellten Zeitdruckes für den notwendigen Ausbau der Übertragungsnetze an Land kommt dem vermehrten Einsatz von Erdkabeln auf Grund dieser Vorteile eine außerordentlich große strategische Bedeutung zu.

[Seite 44: 35-41]

Weitere technische Möglichkeiten zur Eingriffsminderung bestehen bei weiteren mit der Errichtung von Windenergieanlagen verbundenen Installationen, vor allem der Netzanbindung der Windparks. Hier ist Erdkabeln eindeutig der Vorzug gegenüber Freileitungen zu geben. Kollisionen von Vögeln an Freileitungen erfolgen weit häufiger als an Windenergieanlagen, so dass der Ersatz von Freileitungen durch Erdkabel aus fachlicher Sicht sogar als geeignete Kompensation zum Ausgleich des Eingriffs in Natur und Landschaft durch die Errichtung von Windenergieanlagen begriffen werden kann. Insbesondere an kritischen Stellen wie der Que-

[Seite 45: 1-5]

rung von Flüssen, die als Leitlinie im Vogelzug dienen, oder in der Nähe bedeutender Rastplätze kann der Vogelschlag mit der Verkabelung von Freileitungen reduziert werden. Es wird empfohlen, insbesondere bei dem anstehenden Ausbau der Stromnetze zur Ableitung von Windstrom aus den Küstenregionen, Erdkabel zu verwenden und bestehende Freileitungen, wo dies möglich und naturschutzfachlich bedeutsam ist, in Erdkabel umzubauen.

[Seite 125: 35-38]

Als wesentlicher Nachteil von Erdkabeln gelten die im Verhältnis zu traditionellen Hochspannungsfreileitungen höheren Investitionskosten. Diese werden zwar, wie insbesondere eine neuere Studie von Brakelmann232 ergibt, im Spannungsbereich um 110 kV durch niedrigere Zusatzkosten (etwa für Grundstückserwerbe, Ausgleichsmaßnahmen, Genehmigungsverfah-

[Seite 126: 1-4]

ren) und einen geringeren Spannungsverlust im Betrieb von der Größenordnung her aufgewogen. Je höher der Spannungsbereich, desto stärker fallen jedoch die Investitionsmehrkosten für das Kabel selbst ins Gewicht. Im relevanten 380-kV-Bereich ergeben sich mehrfach höhere Gesamtkosten des Erdkabels gegenüber Freileitungen.


227 Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE): Erdkabel schlägt Freileitung (Hintergrundinformation), Berlin 2005.

232 Vgl. Brakelmann, Netzverstärkungs-Trassen zur Übertragung von Windenergie: Freileitung oder Kabel? Rheinberg 2004, S. 115 ff.

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahmen (incl. zweier Quellenverweise) ohne adäquaten Verweis auf die eigentliche Quelle. Auf diese wird erst im nächsten Absatz verwiesen, und da nur auf die Seite 121 (möglicherweise hat die online zugängliche Version der Quelle eine andere Zeilenzählung, aber auf alle Fälle wird hier von mehreren Seiten übernommen). Die Übernahme beginnt auf der Vorseite (Psc/Fragment_180_11) und setzt sich auf der folgenden Seite fort (Psc/Fragment_182_01)

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[15.] Psc/Fragment 069 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:27 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 20:36 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 1-15
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 102, Zeilen: 11-27
[... was wiederum den Hypothe]sen der neoklassischen Umweltökonomik entgegenkommt. Dies deutet darauf hin, dass die in den vorigen Abschnitten skizzierten Theoriestränge nicht alternativ zu interpretieren sind, sondern sich gegenseitig ergänzen166. Erste Zwischenergebnisse aus dem Nachfolgeprogramm »Rahmenbedingungen für Innovatives Wirtschaften (RIW)« des BMBF scheinen diese Schlussfolgerung zu bestätigen167.

Ein ebenfalls näher untersuchter Bereich aus der Ressourcennutzung ist die Windenergiebranche. Hier zeigen vergleichende internationale Fallstudien168, dass staatliche Politikmaßnahmen im Bereich der Festlegung der Einspeisevergütungen ein wesentlicher Treiber für die Innovationen waren. Hierbei scheinen verbindlich festgelegte Einspeisevergütungen deutlich höhere Wirkungen zu zeitigen als Quoten- oder Bidding-Systeme. Allerdings zeigen die Analysen auch auf, dass es eine Reihe weiterer Systembedingungen gibt, die für den Erfolg von Bedeutung sind, wie die Kommunikation zwischen den Akteuren, F&E-Politiken und das Vorliegen langfristiger Politikziele, die zu einer erhöhten Legitimität der Innovationsanstrengungen, beitragen.


166 Iten/Peter/Walz/Menegale, Auswirkungen des Umweltschutzes, 95.

167 Horbach/Huber/Schulz, Nachhaltigkeit und Innovation, passim.

168 Vgl. Walz/Kotz, Innovation and Regulation; Bergek/Jacobsson, in: Metcalf/Cantner (Hrsg.), Change, Transformation and Development, 197 ff.; Beise-Lee/Rennings, Lead Markets of Environmental Innovations, passim.

[...] was wiederum den Hypothesen der neoklassischen Umweltökonomik entgegenkommt. Dies deutet darauf hin, dass die in den vorigen Abschnitten skizzierten Theoriestränge nicht alternativ zu interpretieren sind, sondern sich gegenseitig ergänzen. Erste Zwischenergebnisse aus dem Nachfolgeprogramm „Rahmenbedingungen für Innovatives Wirtschaften (RIW) des deutschen BMBF“ scheinen diese Schlussfolgerung zu bestätigen (vgl. Horbach et al. 2003).

Ein ebenfalls näher untersuchter Bereich aus der Ressourcennutzung ist die Windenergiebranche. Hier zeigen vergleichende internationale Fallstudien (vgl. Walz/Kotz 2003; Bergek/Jacobsson 2003; Beise/Rennings 2003) eindeutig, dass staatliche Politikmassnahmen im Bereich der Festlegung der Einspeisevergütungen ein wesentlicher Treiber für die Innovationen war. Hierbei scheinen verbindliche festgelegte Einspeisevergütungen deutlich höhere Wirkungen zu zeitigen als Quoten- oder Bidding-Systeme. Allerdings zeigen die Analysen auch auf, dass es eine Reihe weiterer Systembedingungen gibt, die für den Erfolg von Bedeutung sind, wie die Kommunikation zwischen den Akteuren, F&E-Politiken und das Vorliegen langfristiger Politikziele, die zu einer erhöhten Legitimität der Innovationsanstrengungen, beitragen.

Anmerkungen

Wortwörtliche Übereinstimmmung vor und hinter der Angabe der eigentlichen Quelle. Die Literaturverweise entstammen ebenfalls der Vorlage. Nichts ist als Zitat gekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[16.] Psc/Fragment 146 19 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 11:42 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 20:40 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Kraft-Wärme-Kopplung 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 13-29
Quelle: Wikipedia Kraft-Wärme-Kopplung 2009
Seite(n): 1, Zeilen: -
2. Technische Lösungen

Das Prinzip der KWK kann mit jedem Brennstoff und jeder Energiequelle mit einem Temperaturniveau ab ca. 200 °C genutzt werden. In Betracht kommen neben fossilen Energien wie Steinkohle, Braunkohle, Erdgas und Heizöl auch erneuerbare Energien wie Biogas, Klärgas, Deponiegas, Pflanzenöl, Holz, Pellets, Bioethanol, Solarthermie und Geothermie sowie Siedlungsabfälle (Müllverbrennung und Deponiegas) und Wasserstoff. Es wird zwischen strom- und wärmegeführter Auslegung von KWK-Anlagen unterschieden, je nach der Priorität, die einer der beiden Energieformen zugemessen wird. Stromgeführte Anlagen optimieren den Stromertrag, wärmegeführte Anlagen den Wärmeertrag. Die höchste Effizienz wird mit wärmegeführter Auslegung erzielt, weil dabei die geringsten Energieverluste entstehen, sodass sie den Normalfall darstellt. Eine zunehmend verbreitete Variante sind sog. Blockheizkraftwerke (BHKW). Dabei handelt es sich um kleine bis mittelgroße KWK-Anlagen auf Basis von Motoren oder Turbinen. Während bei diesen Anlagen die Wärmeversorgung auf ein bestimmtes Objekt oder auf die nähere Umgebung (z. B. einen Wohnblock) beschränkt ist, dienen die größeren Heizkraftwerke zur flächigen Fernwärme-Versorgung oder zur Erzeugung von Prozesswärme in der Industrie.

Brennstoffe

Das Prinzip der KWK kann mit jedem Brennstoff und jeder Energiequelle mit einem Temperaturniveau ab ca. 210 °C genutzt werden. In Betracht kommen neben fossilen Energien wie Steinkohle, Braunkohle, Erdgas und Heizöl auch erneuerbare Energien wie Biogas, Klärgas, Deponiegas, Pflanzenöl, Holz, Pellets, Bioethanol, Solarthermie und Geothermie sowie Siedlungsabfälle (Müllverbrennung und Deponiegas) und Wasserstoff (Wasserstoffwirtschaft) genauso wie die Kernenergie. [...] Es wird zwischen strom- und wärmegeführter Auslegung von KWK-Anlagen unterschieden, je nach der Priorität, die einer der beiden Energieformen zugemessen wird. Stromgeführte Anlagen optimieren den Stromertrag, wärmegeführte Anlagen den Wärmeertrag. Die höchste Effizienz wird mit wärmegeführter Auslegung erzielt, weil dabei die geringsten Energieverluste entstehen, so dass sie den Normalfall darstellt. [...] Eine zunehmend verbreitete Variante sind so genannte Blockheizkraftwerke (BHKW). Dabei handelt es sich um kleine bis mittelgroße KWK-Anlagen auf Basis von Motoren oder Turbinen. Während bei diesen Anlagen die Wärmeversorgung auf ein bestimmtes Objekt oder auf die nähere Umgebung (z. B. einen Wohn-„Block“) beschränkt ist, dienen die größeren Heizkraftwerke zur flächigen Fernwärme-Versorgung oder zur Erzeugung von Prozesswärme in der Industrie.

Anmerkungen

Keinerlei Quelle angegeben.

Sichter
Klicken

[17.] Psc/Fragment 182 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 18:29 (Kybot)
Erstellt: 26. June 2012, 21:14 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, KomplettPlagiat, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 182, Zeilen: 1-3
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 126, Zeilen: 5-8
[Wenn die Verlegung von Erdkabeln aus Gründen] des Umweltschutzes und wegen der kürzeren Herstellungszeiträume eine größere Verbreitung erlangen soll, erscheint es folglich sinnvoll, insoweit verfahrensrechtliche Erleichterungen zu schaffen und geeignete wirtschaftliche Anreize zu setzen. Wenn die Verlegung von Erdkabeln aus Gründen des Umweltschutzes und wegen der kürzeren Herstellungszeiträume eine größere Verbreitung erlangen soll, erscheint es folglich sinnvoll, insoweit verfahrensrechtliche Erleichterungen zu schaffen und geeignete wirtschaftliche Anreize zu setzen.
Anmerkungen

Quellenangabe fehlt, bzw. befindet ich vor der Übernahme ohne Bezug auf dieselbe und mit Hinweis auf eine andere Seite der Quelle. Übernahme beginnt schon auf der Vorseite: Psc/Fragment 181 01

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[18.] Psc/Fragment 207 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 21:30 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 21:24 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mühlstein 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 207, Zeilen: 1-4
Quelle: Mühlstein 2003
Seite(n): IV, Zeilen: 1-4
Während das in das tiefstgelegene Becken (entsprechend der Höchstspannung) eingespeiste Wasser zu höher gelegenen Verbrauchern hochgepumpt werden muss, wird bei Einspeisung in das mit dem Verbraucher auf gleicher Höhe liegende Becken der Pumpaufwand vermieden. Während das in das tiefstgelegene Becken (entsprechend der Höchstspannung) eingespeiste Wasser zu höher gelegenen Verbrauchern hochgepumpt werden muss, wird bei Einspeisung in das mit dem Verbraucher auf gleicher Höhe liegende Becken der Pumpaufwand vermieden.
Anmerkungen

Fortsetzung der wörtlichen Übernahme der Vorseite ohne Anführungszeichen o. Fußnote. (Die Grafik auf dieser Seite wurde dagegen korrekt ausgewiesen.)

Sichter
fret

[19.] Psc/Fragment 209 25 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 07:23 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 21:39 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mühlstein 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 209, Zeilen: 25-28
Quelle: Mühlstein 2003
Seite(n): 3, Zeilen: 9-13
Die Jahreshöchstlast ist insoweit maßgeblich, als sie für die Ermittlung der spezifischen Jahreskosten bestimmend ist. Da die Jahreshöchstlast bei der Ermittlung der Netznutzungsentgelte noch nicht bekannt ist, muss sie vom Netzbetreiber geschätzt werden. Dies kann zu Minder- oder Mehreinnahmen des Netzbetreibers führen, die im Folgejahr bei einer Anpassung der Netznutzungsentgelte zu berücksichtigen sind770.

770 Mühlstein, Vermiedene Netznutzungsentgelte, 3.

Bei der Ermittlung der spezifischen Jahreskosten ist die tatsächliche durch

Entnahmen verursachte Jahreshöchstlast (nicht aber etwa die Auslegungskapazität des Netzes) maßgeblich. Da die Jahreshöchstlast bei der Ermittlung der Netznutzungsentgelte noch nicht bekannt ist, muss sie vom Netzbetreiber geschätzt werden. Dies kann zu Minder- oder Mehreinnahmen des Netzbetreibers führen, die im Folgejahr bei einer Anpassung der Netznutzungsentgelte zu berücksichtigen sind.

Anmerkungen

Obwohl die Quelle in der Fußnote genannt wird, ist nicht ersichtlich, dass hier eine wörtliche Übernahme erfolgte.

Sichter
fret

[20.] Psc/Fragment 161 02 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 12:20 (PlagProf:-))
Erstellt: 26. June 2012, 21:55 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 161, Zeilen: 2-37
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 77, 78, 79, Zeilen: 77: 3-12, 17-21, 24-26; 78: 8-9, 17-22, 24-26; 79: 19-30
Im Gegensatz zu Offshore-Windparks in anderen europäischen Ländern zeichnen sich die deutschen Planungen für Offshore-WEA durch deutlich größere Küstenentfernungen und Wassertiefen aus587. Aus diesem Grund werden in der Mehrzahl der geplanten Pilotwindparks Windenergieanlagen mit ca. 5 MW vorgesehen, da nur entsprechend große Anlagen eine wirtschaftliche Nutzung zulassen. Die hierfür zur Verfügung stehende Technik ist indes gegenwärtig noch nicht massentechnisch erprobt. Vielmehr befindet sich die Entwicklung entsprechender Anlagen noch in der Prototypenphase588. Ein Einsatz unter mit den küstenfernen Regionen der deutschen Nordsee vergleichbaren Verhältnissen hat in dieser Leistungsklasse bis heute nicht stattgefunden.

Die technischen Schwierigkeiten, mit denen sich die Innovatoren konfrontiert sehen, liegen zum einen in denen rauen Umweltbedingungen der Nord- und Ostsee. Aufgrund der korrosiven Einwirkungen durch Salzwasser und hoher Belastungen durch Extremwindgeschwindigkeiten und Wellenhöhen sind besondere Anforderungen an die verwendeten Materialien gestellt. Ferner bedingen die großen Wassertiefen (bis über 40 Metern) den notwendigen Einsatz neuartiger Fundamenttechnologien. Auch die Steuerung und Überwachung von Offshore-Windparks unter Bedingungen größerer Entfernungen vom Land und größerer Wassertiefen erfordert technisch neuartige Lösungen. Der Betrieb der Anlagen erfordert den Einsatz von Zustands- bzw. Schadensfrüherkennungssystemen mit hoher Analysegenauigkeit, die den Ausfall von Komponenten erkennen und somit deren frühzeitiger Austausch ermöglichen. Steuerung und Überwachung werden überwiegend vom Land aus erfolgen müssen, bei großen Windparks wahrscheinlich zusätzlich mit einer ständig besetzten Arbeitsplattform vor Ort. Die Betriebssysteme der Windenergieanlagen werden zudem über IuK-technische Systeme verfügen müssen, die eine ferngesteuerte Behebung von Fehlern ermöglichen. Technischer Entwicklungsbedarf ist schließlich hinsichtlich der Stromübertragung an das landseitige Übertragungsnetz zu konstatieren. Die Planungen erster Offshore-Windparks greifen zur Energieübertragung an Land auf konventionelle Hochspannungsdrehstromübertragung zurück. Bei Kabellängen bis ca. 140 km ist der Einsatz dieser erprobten Technologie wirtschaftlich möglich, wobei die Übertragungsleistung bislang jedoch auf ca. 250 MW begrenzt ist. Sowohl die Planungen von Offshore-Windparks in größerer Entfernung zur Küste als auch die hohen Leistungskapazitäten machen es notwendig, Lösungen auf dem Gebiet der Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) zu suchen und zu erproben589. Nur durch den Einsatz dieser Technologie kann die Energieübertragung unter akzeptablen Wirkungsgraden mit großer Kapazität erfolgen.


587 Klinski/Buchholz/Schulte/Rehfeldt/Nehls, a.a.O., 77.

588 Dies., a.a.O.

589 Zur HGÜ-Technik vgl. unten Kapitel 3:G.III. 1.

Im Gegensatz zu den bereits realisierten Offshore-Windparks in anderen europäischen Ländern zeichnen sich die deutschen Planungen für die Offshore-Windenergienutzung durch deutlich größere Küstenentfernungen und Wassertiefen aus. Aus diesem Grund werden in der Mehrzahl der geplanten Pilotwindparks Windenergieanlagen der 3 bis 5 MW-Klasse vorgesehen, da nur entsprechend große Anlagen eine wirtschaftliche Nutzung unter den Randbedingungen in der AWZ zu lassen. Die hierfür zur Verfügung stehende Technik ist aber weder in der Breite erprobt noch in größerer Produktzahl verfügbar. Die Entwicklung solcher Anlagen ist über die Prototypenphase noch nicht hinausgekommen. Ein Einsatz unter mit den küstenfernen Regionen der deutschen Nordsee vergleichbaren Verhältnissen hat in dieser Leistungsklasse bis heute nicht stattgefunden.

[...]

Offshore-Windenergieanlagen für die Nord- und Ostsee müssen für sehr raue Umweltbedingungen ausgelegt werden, die einerseits besondere Anforderungen an die verwandten Materialien bedingen (insbesondere auf Grund der korrosiven Einwirkungen durch Salzwasser, Gischt und salzhaltige Luft) und andererseits außerordentlich hohe Belastungen durch Extremwindgeschwindigkeiten und Wellenhöhen mit sich bringen.[...] Aufgrund der großen Wassertiefen (bis über 40 Metern) bedarf es hierfür des Einsatzes neuartiger bzw. weiterentwickelter Fundamenttechnologien.

[Seite 78]

Die Steuerung und Überwachung von Offshore-Windparks unter Bedingungen größerer Entfernungen vom Land und größerer Wassertiefen gestaltet sich schwierig. [...] Der Betrieb der Anlagen erfordert daher den Einsatz von Zustands- bzw. Schadensfrüherkennungssystemen mit hoher Analysegenauigkeit, die den Ausfall von Komponenten erkennen und somit deren frühzeitiger Austausch ermöglichen. Steuerung und Überwachung werden überwiegend vom Land aus erfolgen müssen, bei großen Windparks wahrscheinlich zusätzlich mit einer ständig besetzten Arbeitsplattform vor Ort. [...] Die Betriebssysteme der Windenergieanlagen werden, soweit es Technik und Wirtschaftlichkeit zulassen, über redundante Systeme verfügen müssen, die eine ferngesteuerte Behebung von Fehlern ermöglichen.

[Seite 79]

Entwicklungsbedarf ist auch hinsichtlich der Technik der Stromübertragung an das landseitige Übertragungsnetz zu konstatieren. Die Planungen erster Offshore-Windparks greifen zur Energieübertragung an Land auf die herkömmliche Technik der Hochspannungsdrehstromübertragung mit einer Spannungsebene zwischen 110 kV und 220 kV zurück. Bei Kabellängen bis ca. 140 km ist der Einsatz dieser erprobten Technologie auf wirtschaftliche Weise möglich, wobei die Übertragungsleistung pro Kabelsystem bislang jedoch auf ca. 250 MW begrenzt ist. Sowohl die Planungen von Offshore-Windparks in größerer Entfernung zur Küste als auch die hohen Leistungskapazitäten machen es notwendig, Lösungen auf dem Gebiet der Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) zu suchen und zu erproben. Nur durch den Einsatz dieser Technologie kann die Energieübertragung unter akzeptablen Wirkungsgraden mit großer Kapazität pro Kabelsystem erfolgen.

Anmerkungen

Die Quelle wird ganz am Anfang genannt, für den ersten Satz, und dann wieder auf der nächsten Seite. Die teilweise wörtlichen, teilweise sinngemäßen Übernahmen werden so dem Leser keineswegs klar.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[21.] Psc/Fragment 206 07 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 16:30 (WiseWoman)
Erstellt: 26. June 2012, 21:58 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mühlstein 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 206, Zeilen: 7-12
Quelle: Mühlstein 2003
Seite(n): III, Zeilen: 19-26
Die Höhe der Entgelte bemisst sich dabei unabhängig vom tatsächlichen (physischen) Strombezug. Sie wird mit Hilfe eines transaktionsunabhängigen Punktmodells so berechnet, als ob der gesamte Strom aus der unmittelbar vorgelagerten (Hochspannungs-)Netzebene bezogen worden wäre761. Tatsächlich aber vermeidet die dezentrale Einspeisung von Strom in Mittel- und Niederspannungsnetze einen Teil der Last für die Höchstspannungsebene.

761 Oschmann, in: Danner, Energierecht, § 5 EEG, Rn. 37.

762 Mühlstein, Vermiedene Netznutzungsentgelte, 13.

Die Netznutzungsentgelte der Stromverbraucher richten sich unabhängig von dem tatsächlichen (physischen) Strombezug nach dem sogenannten Punkttarif und ermöglichen so jedem Stromverbraucher die freie Wahl des Stromlieferanten. Dazu werden die Netznutzungsentgelte so berechnet, als ob der gesamte Strom aus der vorgelagerten Netzebene bezogen worden wäre. Tatsächlich aber vermeidet die dezentrale Einspeisung einen Teil dieses Bezugs und vermeidet somit in der vorgelagerten Netzebene Netznutzungsentgelte.
Anmerkungen

Fußnote 762 (die im weiteren Verlauf des Abschnittes gesetzt wird) deckt bei weitem nicht den Umfang der wörtlichen Übernahmen ab, verweist darüber hinaus nicht auf die de facto übernommene Zusammenfassung der Studie, sondern die ausführlichere Darstellung auf S. 13.

Sichter
fret

[22.] Psc/Fragment 164 24 - Diskussion
Bearbeitet: 18. February 2014, 22:02 (WiseWoman)
Erstellt: 26. June 2012, 22:23 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Neue Zürcher Zeitung 2008, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 24-30
Quelle: Neue Zürcher Zeitung 2008
Seite(n): -, Zeilen: -
Die Idee, Solarenergie aus den Wüstenregionen nach Europa zu exportieren, ist nicht ganz neu. Schon früher wurde überlegt, in den Wüsten Wasserstoff zu produzieren und diesen in Europa in Strom umzuwandeln605. Das Desertec-Konzept greift hingegen moderne Verfahren der Stromübertragung auf. Um die Verluste gering zu halten, müsste parallel zu den bereits existierenden Netzen ein auf Gleichstrom basierendes Hochspannungsnetz (sog. HGÜ-Supergrid606) gebaut werden, das sich vom Norden Europas bis in die Wüstenregionen südlich des Mittelmeers erstreckt.

605Hierzu ausführlich DLR, Trans-CSP, 11; BMU, Clean energy for sustainable development, 13.

606 Hierzu ausführlich unten Kapitel 3:G.III. 1.

Die Idee, Solarenergie aus den Wüstenregionen nach Europa zu exportieren, ist nicht ganz neu. Schon früher wurde überlegt, in den Wüsten Wasserstoff zu produzieren und diesen in Europa in Strom umzuwandeln. Das Desertec-Konzept greift hingegen moderne Verfahren der Stromübertragung auf. Um die Verluste gering zu halten, müsste parallel zu den bereits existierenden Netzen ein auf Gleichstrom basierendes Hochspannungsnetz gebaut werden, das sich vom Norden Europas bis in die Wüstenregionen südlich des Mittelmeers erstreckt.
Anmerkungen

Wörtliche Übereinstimmung ohne Quellenangabe. Nichts ist als Zitat gekennzeichnet. Die eingefügten Fußnoten haben verschleiernde Wirkung.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[23.] Psc/Fragment 186 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 11:19 (Graf Isolan)
Erstellt: 26. June 2012, 22:30 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Horenkamp et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 186, Zeilen: 1-15
Quelle: Horenkamp et al. 2007
Seite(n): 17, Zeilen: 29-45
Für einen koordinierten Betrieb der DEA ist ein bidirektionaler Datenaustausch in Steuer- und Überwachungsrichtung erforderlich. Die Führungsgrößen werden hierbei auf Basis des aktuellen Betriebszustandes der DEA generiert oder in Abhängigkeit lokaler Parameter (Windstärke, Bewölkung, Tages-/Nachtzeit) und der aktuellen Preisvorgabe bestimmt. Daraus ergibt sich der Vorteil, jederzeit auf Ereignisse reagieren zu können indem das Verhalten der geregelten Anlagen daran anpasst wird. Technisch problematisch sind derzeit noch die hohen Anforderungen an die Kommunikation, vor allem an die erforderliche Performance wie notwendige Datendurchsatzgeschwindigkeit, Fehlertoleranz, Verfügbarkeit und die Vermeidung von Redundanzen. Für die Datenübertragung über größere Entfernungen sind verschiedene Technologien verfügbar in Abhängigkeit von der geforderten Performance, dem Datenvolumen sowie der bereits vorhandenen Infrastruktur an modernen IuKSystemen. Die Kosten für den Betrieb und die Installation der IuK-Systeme dürfen dabei jedoch nicht die Optimierungspotentiale durch das Managementsystem übersteigen. Für einen koordinierten Betrieb der DEA ist ein bidirektionaler Datenaustausch in Steuer- und Überwachungsrichtung erforderlich. Die Führungsgrößen werden hierbei auf Basis des aktuellen Betriebszustandes der DEA generiert oder im Falle einer dezentralen Entscheidung vor Ort in Abhängigkeit lokaler Parameter und der aktuellen Preisvorgabe bestimmt. Daraus ergibt sich der Vorteil, jederzeit auf Ereignisse reagieren zu können indem das Verhalten der geregelten Anlagen daran anpasst wird. Nachteil sind die hohen Anforderungen an die Kommunikation, vor allem an die erforderliche Performance wie notwendiger Datendurchsatzgeschwindigkeit, Fehlertoleranz, Verfügbarkeit und Redundanz. Während Schutzinformationen innerhalb weniger Millisekunden übertragen und verarbeitet werden müssen, liegt die Zeitspanne für Steuerung und Überwachung der Anlagen im Sekunden- bis Minutenbereich, gegebenenfalls auch im Stundenbereich.

Für die Datenübertragung über größere Entfernungen sind verschiedene Technologien verfügbar - abhängig von der geforderten Performance, dem Datenvolumen sowie der bereits vorhandenen Kommunikationsinfrastruktur. Die Kosten für den Betrieb und die Installation der Kommunikationseinrichtungen dürfen dabei jedoch nicht die Optimierungspotenziale durch das Managementsystem übersteigen.

Anmerkungen

Weitgehend identische Textübernahme ohne Angabe der Fundstelle.

Beachte auch das in der Quelle ebenfalls fehlende Komma vor dem "indem".

Bei Psc heißt es "der bereits vorhandenen Infrastruktur an modernen IuKSystemen.", in der Quelle "der bereits vorhandenen Kommunikationsinfrastruktur."

Bei Psc wird am Ende der Textpassage das Wort "Optimierungspotentiale" mit "t" geschrieben, in der Quelle mit "z".

Sichter
Klicken

[24.] Psc/Fragment 162 07 - Diskussion
Bearbeitet: 13. July 2012, 16:53 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 22:39 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 162, Zeilen: 7-18
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 141, Zeilen: 14-24
Zwar sind durch umfangreiche Festlegungen von Meeresschutzgebieten in der AWZ (gem. § 38 BNatSchG) für bedrohte Tierarten und ihre Habitate ein weit reichender räumlicher Schutz sichergestellt. Allerdings ist festzuhalten, dass noch erhebliche Unsicherheiten sowohl in Bezug auf die Reaktionsweise als auch hinsichtlich der Ausbreitungsräume und Wanderungsbewegungen verschiedener Arten bestehen, die es erforderlich machen, die tatsächlichen Auswirkungen weiterhin systematisch zu untersuchen, um hierauf sowohl durch (ggf. fortzuentwickelnde) technische als auch durch auf die Standortwahl und auf die Anlagenkonfiguration bezogene Maßnahmen angemessen reagieren zu können. Entsprechendes gilt für die Sicherheit des Schiffsverkehrs. Die Sicherheitsrisiken können durch eine Meidung besonders stark befahrener Routen und Gebiete wesentlich verringert, aber nicht absolut vermieden werden. Durch die umfangreichen Festlegungen bzw. Anmeldungen von Meeresschutzgebieten in der AWZ (vgl. § 38 BNatSchG) ist für die von der FFH- und Vogelschutzrichtlinie erfassten Arten und Habitate ein weitreichender räumlicher Schutz sichergestellt. Allerdings ist festzuhalten, dass noch erhebliche Unsicherheiten sowohl in Bezug auf die Reaktionsweise als auch hinsichtlich der Ausbreitungsräume und Wanderungsbewegungen verschiedener Arten bestehen, die es erforderlich machen, die tatsächlichen Auswirkungen weiterhin systematisch zu untersuchen, um hierauf sowohl durch (ggf. fortzuentwickelnde) technische als auch durch auf die Standortwahl und auf die Anlagenkonfiguration bezogene Maßnahmen angemessen reagieren zu können. Entsprechendes gilt für die Sicherheit des Schiffsverkehrs. Die Sicherheitsrisiken können durch eine Meidung besonders stark befahrener Routen und Gebiete wesentlich verringert, aber nicht absolut vermieden werden.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis befindet sich vor der Übernahme, allerdings auf eine andere Seite. Ab dem zweiten Satz ist die Übernahme wörtlich. Die Einflechtung eines in der Quelle frei stehenden Absatzes in die Mitte der Seite unter Abwandlung der ersten Formulierung verschleiern die Übernahme.

Sichter
(Hindemith), Klicken

[25.] Psc/Fragment 162 30 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 12:27 (PlagProf:-))
Erstellt: 26. June 2012, 22:43 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, KomplettPlagiat, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 162, Zeilen: 30-33
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 89, Zeilen: 4-7
Deshalb ist es für die Fortsetzung der Ausbaustrategie von elementarer Bedeutung, die Erkenntnisgrundlagen weiter zu verbreitern, insbesondere indem die Auswirkungen der ersten realisierten Pilotparks intensiv ausgewertet werden. Deshalb ist es für die Fortsetzung der Ausbaustrategie von elementarer Bedeutung, die Erkenntnisgrundlagen weiter zu verbreitern, insbesondere indem die Auswirkungen der ersten realisierten Pilotparks intensiv ausgewertet werden.
Anmerkungen

Quellenangabe fehlt

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[26.] Psc/Fragment 205 22 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 08:06 (KayH)
Erstellt: 26. June 2012, 23:12 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 205, Zeilen: 22-30
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 56, Zeilen: 04-18
Stromverteilnetze umfassen in Deutschland die Spannungsebenen unterhalb von 60 kV, wobei hier Mittelspannungsnetze (6 bis 60 kV) von Niederspannungsnetzen (400 V bis 6 kV) zu unterscheiden sind. Stromverteilnetzbetreiber gibt es in Deutschland aktuell rund 870, darunter die vier Verbundunternehmen mit ihren 27 Regionaltöchtern, ca. 25 größere Stadtwerke und rund 600 kleinere Stadt- oder Gemeindewerke sowie Elektrizitätsgenossenschaften757. Verteilnetzbetreiber sind größtenteils vertikal integrierte Unternehmen, die neben dem Netzbetrieb auch den Vertrieb durchführen758. Seit der zweiten Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie sind diese beiden Marktstufen buchhalterisch und informatorisch zu entflechten, bei Unter-[nehmen mit mehr als 100.000 Kunden seit dem 01.07.2007 auch gesellschaftsrechtlich759.]

757 Stand Juni 2007, http://www.iern.net/country_factsheets/market-germany.htm.
758 BNetzA, Monitoringbericht 2007, 8 ff.
[759 Dies gilt im Übrigen auch für diejenigen Unternehmen, auf die die sog. Konzernklausel zutrifft, wonach von einem bestimmenden Einfluss des beteiligten Konzerns auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auszugehen ist.]

Stromverteilnetze umfassen in Deutschland die Spannungsebenen unterhalb von 60 kV, wobei hier Mittelspannungsnetze (6 bis unter 60 kV) von Wiederspannungsnetzen (400 V bis unter 6 kV) zu unterscheiden sind. Hoch- und Höchstspannungsnetze gelten als Transportnetze. [...] Aktuell gibt es in Deutschland rund 700 Stromverteilnetzbetreiber, darunter die vier Verbundunternehmen mit ihren 27 Regionaltöchtern, ca. 25 größere Stadtwerke und rund 600 kleinere Stadt- oder Gemeindewerke sowie Elektrizitätsgenossenschaften.

Verteilnetzbetreiber waren und sind auch heute noch größtenteils vertikal integrierte Unternehmen, die neben dem Netzbetrieb auch den Vertrieb durchführen. Nach der zweiten Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie sind diese beiden Marktstufen zumindest buchhalterisch und informatorisch zu entflechten, bei Unternehmen mit mehr als 100.000 Kunden ab 1. Juli 2007 auch gesellschaftsrechtlich.20


20 Dies gilt im Übrigen auch für diejenigen Unternehmen, auf die die sogenannte Konzernklausel zu-trifft, wonach von einem bestimmenden Einfluss des beteiligten Konzerns auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auszugehen ist.

Anmerkungen

Verschleiernde Textübernahme bis in die Fußnote hinein, ohne Quellenangabe.

Sichter
fret, KayH

[27.] Psc/Fragment 170 16 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 15:22 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 23:34 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 170, Zeilen: 16-37
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 119, 120, Zeilen: 119: 6-21, 27-31; 120: 1-2
Auf Grundlage dargestellter Szenarien geht sie dabei davon aus, dass diese kumulierte installierte Leistung aus Windenergie bereits 2015 erreicht wird. Allerdings sind die Annahmen der DENA über den Anlagenzuwachs bis 2015 nicht unbestritten, da sie sowohl im Offshore- als auch im Onshore-Bereich von relativ günstigen Randbedingungen ausgeht. In einer für das BMU erstellten Studie der Deutschen WindGuard 631 wird demgegenüber von einem deutlich langsameren Ausbau der Windenergienutzung sowohl an Land als auch im Offshore-Bereich ausgegangen. Im »verhalten optimistischen Szenario« der Deutschen WindGuard wird für 2015 eine kumulierte installierte Leistung aus Windenergie von insgesamt 28,7 GW in Deutschland angenommen, wobei der Anteil im Offshore- Bereich in diesem Szenario 2015 lediglich bei 5 GW liegen würde.

Ungeachtet der Einschätzungsunterschiede zwischen den verschiedenen Studien besteht indessen Einigkeit über die Grundthese, dass mittelfristig sehr weit reichende Ausbaumaßnahmen bewerkstelligt werden müssen, wenn es nicht zu bedeutenden Netzengpässen kommen soll. Auf Grund der Tatsache, dass die weitaus größten Mengen an Strom aus emeuerbaren Energien im Norden Deutschlands (großenteils künftig im Offshore-Bereich) erzeugt werden, bedarf es insbesondere in den nördlichen Regionen erheblicher Ausbau- und Netzoptimierungsmaßnahmen im Übertragungsnetz. Für den weiteren Ferntransport in die Verbrauchszentren (etwa ins Ruhrgebiet) ist ebenfalls davon auszugehen, dass größere Investitionen im Übertragungsnetz notwendig werden. Zudem kann es auf Grund von regionalen Strukturunterschieden auch anderenorts zu Notwendigkeiten des Netzausbaus kom-[men 632.]


631 Rehfeldt/Wallasch, Ausbau der Windenergienutzung.

632 VDE, Energieforschung 2020, 16.

Auf Grundlage der in obiger Tabelle dargestellten Szenarien geht sie dabei davon aus, dass diese kumulierte installierte Leistung aus Windenergie bereits 2015 erreicht wird.

Allerdings erscheinen die Zuwachsannahmen der dena bis 2015 aus der Sicht des Forschungskonsortiums nicht realistisch, da sie sowohl im Offshore- als auch im Onshore-Bereich von allzu günstigen Randbedingungen ausgeht. In der bereits mehrfach erwähnten Studie der Deutschen WindGuard (siehe oben, Kap. 2.1.2 und 3.1.2) wird demgegenüber von einem deutlich langsameren Ausbau der Windenergienutzung sowohl an Land als auch im Offshore-Bereich ausgegangen. Im „Verhalten optimistischen Szenario“ der Deutschen WindGuard wird für 2015 eine kumulierte installierte Leistung aus Windenergie von insgesamt 28,7 GW in Deutschland angenommen, wobei der Anteil im Offshore-Bereich in diesem Szenario 2015 lediglich bei 5 GW liegen würde (siehe oben, Kap. 3.1.2).

Ungeachtet der Einschätzungsunterschiede zwischen den verschiedenen Studien besteht indessen Einigkeit über die Grundthese, dass mittelfristig sehr weitreichende Ausbaumaßnahmen bewerkstelligt werden müssen, wenn es nicht zu bedeutenden Netzengpässen kommen soll. [...]

Auf Grund der Tatsache, dass die weitaus größten Mengen an EE-Strom im Norden Deutschlands (großenteils künftig im Offshore-Bereich) erzeugt werden, bedarf es insbesondere in den nördlichen Regionen erheblicher Ausbau- und/oder Netzoptimierungsmaßnahmen im Übertragungsnetz. Für den weiteren Ferntransport in die Verbrauchszentren (etwa ins Ruhrgebiet) ist ebenfalls davon auszugehen, dass größere Investitionen im Übertragungsnetz

[Seite 120]

notwendig werden. Zudem kann es auf Grund von regionalen Strukturunterschieden auch anderenorts zu EE-bedingten Notwendigkeiten des Netzausbaus kommen.

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahmen, die nicht als solche gekennzeichnet sind. Selbst wenn sich der Text so in den angegebenen Quellen finden sollte (diese wurden noch nicht überprüft), so würde dem Leser der Umfang der wörtlichen Übernahmen trotzdem nicht klar -- allerdings würde das Fragment dann als Bauernopfer eingestuft.

Sichter
(Hindemith), fret

[28.] Psc/Fragment 185 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 21:26 (Guckar)
Erstellt: 26. June 2012, 23:49 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Horenkamp et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 1 - 2
Quelle: Horenkamp et al. 2007
Seite(n): 14, Zeilen: 02-03
Dezentrale Stromerzeuger haben wegen ihrer geringen Leistung derzeit Probleme, sich wirtschaftlich am Stromhandel zu beteiligen. Dezentrale Stromerzeuger können sich wegen ihrer geringen Leistung derzeit nicht wirtschaftlich am Stromhandel beteiligen.
Anmerkungen

Sehr kurz, allerdings wird im Gesamtzusammenhang der Seite 185 die Herkunft deutlich. Vgl. die anderen Fragmente_185.

Sichter
(Liberalix68), Qadosh

[29.] Psc/Fragment 171 05 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 15:22 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 23:52 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 171, Zeilen: 1-5
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 120, Zeilen: 3-6
Die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen zur Erweiterung der Netzkapazitäten wird schließlich noch einmal dadurch erhöht, dass sich der Druck auf die Übertragungsnetze zugleich auch auf Grund der Liberalisierung des Strommarktes und dem damit einhergehenden anwachsenden Durchleitungsmengen erheblich verstärkt633.

[632 VDE, Energieforschung 2020, 16.]

633 Ders. a. a. O, 17.

Die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen zur Erweiterung der Netzkapazitäten wird im Übrigen noch einmal dadurch erhöht, dass sich der Druck auf die Übertragungsnetze zugleich auch auf Grund der Liberalisierung des Strommarktes und dem damit einhergehenden anwachsenden Durchleitungsmengen erheblich verstärkt.
Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung eines Zitats. Selbst wenn sich diese Passage wörtlich auch so in der angegebenen Quelle befinden sollte, so wäre diese Fundstelle trotzdem zu beanstanden, da ein Zitat nicht gekennzeichnet ist.

Sichter
(Hindemith), fret

[30.] Psc/Fragment 210 29 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 21:30 (Hindemith)
Erstellt: 26. June 2012, 23:53 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mühlstein 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 210, Zeilen: 29-33
Quelle: Mühlstein 2003
Seite(n): 10, Zeilen: 10-14
So können die dezentralen Anlagen in die Wahrscheinlichkeitsrechnung einbezogen werden, mit der die notwendige Reservekapazität für Lastzuwachs oder unerwartete Lastspitzen berechnet werden. Insbesondere in eng vermaschten Netzen, durch die die deutsche Netztopologie geprägt ist, sind mehrfache Einspeisungen (sog. Ersatz-[einspeisungen) vorgesehen, um auch bei Ausfall einer Netzverbindung, Schaltanlage oder Umspanneinrichtung die sichere Versorgung zu gewährleisten (n-1-Prinzip)776.]

[776 Mühlstein, Vermiedene Netznutzungsentgelte, 10.]

Die verfügbaren dezentralen Anlagen können nämlich in die Wahrscheinlichkeitsrechnung einbezogen werden, mit denen die notwendigen Reservekapazitäten für Lastzuwachs oder unerwartete Lastspitzen berechnet werden. Insbesondere in vermaschten Netzen, wie sie für Deutschland typisch sind, werden mehrfache Einspeisungen vorgesehen, um auch bei Ausfall einer Netzverbindung, Schaltanlage oder Umspanneinrichtung die sichere Versorgung zu gewährleisten (n-1-Prinzip).
Anmerkungen

Auf der nächsten Seite erfolgt zwar die Fußnote, doch wird anschließend weiter von der Quelle entnommen. Dass z.T. wörtlich zitiert wird, wird nicht ersichtlich.

Sichter
fret

[31.] Psc/Fragment 211 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 21:33 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 00:01 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mühlstein 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 211, Zeilen: 1-6
Quelle: Mühlstein 2003
Seite(n): 10, Zeilen: 14-19
[Insbesondere in eng vermaschten Netzen, durch die die deutsche Netztopologie geprägt ist, sind mehrfache Einspeisungen (sog. Ersatz-]einspeisungen) vorgesehen, um auch bei Ausfall einer Netzverbindung, Schaltanlage oder Umspanneinrichtung die sichere Versorgung zu gewährleisten (n-1-Prinzip)776. Indem die Ersatzeinspeiungen durch dezentrale Erzeuger sichergestellt werden, kann so bei gleicher Versorgungssicherheit die erhöhte Verbrauchslast ohne Netzausbau realisiert werden, der bei Ersatzvorhaltung durch zentrale Kraftwerke erforderlich wäre.

776 Mühlstein, Vermiedene Netznutzungsentgelte, 10.

Insbesondere in vermaschten Netzen, wie sie für Deutschland typisch sind, werden mehrfache Einspeisungen vorgesehen, um auch bei Ausfall einer Netzverbindung, Schaltanlage oder Umspanneinrichtung die sichere Versorgung zu gewährleisten (n-1-Prinzip). Durch die dezentralen Erzeugungskapazitäten können bei gleicher Versorgungssicherheit die Umspannanlagen bzw. die Ersatz-Einspeisungen mit geringerer Leistung ausgelegt werden bzw. kann eine erhöhte Verbrauchslast ohne Netzausbau ohne Einbußen der Versorgungssicherheit realisiert werden.
Anmerkungen

Fortsetzung von der vorherigen Seite. Nach der Fußnote geht es noch weiter.

Sichter
fret

[32.] Psc/Fragment 241 16 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 08:20 (KayH)
Erstellt: 27. June 2012, 00:10 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, KomplettPlagiat, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 16-28
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 74, Zeilen: 3-16
Im Zentrum der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Planung von Windenergieanlagen im Offshore-Bereich stehen die Genehmigungsvorschriften der Seeanlagenverordnung (SeeAnlV)893. Die auf Grundlage des Seeaufgabengesetzes (SeeAufgG) geschaffene Verordnung regelt seit 1997 die Zulässigkeit der Errichtung von Anlagen in der deutschen »ausschließlichen Wirtschaftszone« (AWZ). Die AWZ ist dem Küstenmeer vorgelagert und erstreckt sich von dort aus bis zu 200 Seemeilen ins Meer. Im Küstenmeer findet - anders als in der AWZ - grundsätzlich das an Land geltende Zulassungsinstrumentarium für Windenergieanlagen Anwendung894.

Die Seeanlagenverordnung füllt das den Küstenstaaten durch das Seerechtsabkommen der Vereinten Nationen (SRÜ) verliehene ausschließliche Recht aus, für die dem Küstenstaat zugeordnete AWZ Regelungen über die Errichtung und die Genehmigung von Anlagen und Bauwerken zu schaffen895. Völkerrechtlich ist zu beachten, dass die AWZ nach dem Konzept des SRÜ nicht zum deutschen Hoheitsge-[biet zählt, sondern lediglich einen Raum mit bestimmten exklusiven hoheitlichen Befugnissen des jeweiligen Küstenstaates bildet.]


893 Hierzu ausführlich Schmälter, in: Danner/Theobald, Energierecht, Vorb. SeeAnlV, 1 ff.

894 Zimmermann, Rechtliche Probleme bei der Errichtung seegestützter Windenergieanlagen, DÖV 2003, 133 ff.

895 Siehe Art. 60 des SRÜ (BGBl. 1994 II, 1799). Zur Bedeutung des SRÜ für den Klimaschutz ausführlich Jenisch, Natur und Recht 2008, 227, 229 ff.

Im Zentrum der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen für die Planung von Windenergieanlagen im Offshore-Bereich stehen die Genehmigungsvorschriften der Seeanlagenverordnung (SeeAnlV). Die auf Grundlage des Seeaufgabengesetzes SeeAufgG) geschaffene Verordnung regelt seit 1997 die Zulässigkeit der Errichtung von Anlagen in der deutschen „ausschließlichen Wirtschaftszone“ (AWZ). Die AWZ ist dem Küstenmeer vorgelagert und erstreckt sich von dort aus bis zu 200 Seemeilen ins Meer. Im Küstenmeer findet – anders als in der AWZ – grundsätzlich das an Land geltende Zulassungsinstrumentarium für Windenergieanlagen Anwendung.

Die Seeanlagenverordnung füllt das den Küstenstaaten durch das Seerechtsabkommen der Vereinten Nationen (SRÜ) verliehene ausschließliche Recht aus, für die dem Küstenstaat zugeordnete AWZ Regelungen über die Errichtung und die Genehmigung von Anlagen und Bauwerken zu schaffen.148 Völkerrechtlich ist zu beachten, dass die AWZ nach dem Konzept des SRÜ nicht zum deutschen Hoheitsgebiet zählt, sondern lediglich einen Raum mit bestimmten exklusiven hoheitlichen Befugnissen des jeweiligen Küstenstaates bildet.


148 Siehe Art. 60 des SRÜ (BGBl. 1994 II S. 1799).

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme die nicht als solche gekennzeichnet ist. Die Leistung des Autors besteht in dem Hinzufügen von drei Literaturverweisen.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[33.] Psc/Fragment 242 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 18:32 (Kybot)
Erstellt: 27. June 2012, 00:20 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 1-35
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 74, 75, Zeilen: 74: 14-41; 75: 1-4
[Völkerrechtlich ist zu beachten, dass die AWZ nach dem Konzept des SRÜ nicht zum deutschen Hoheitsge-]biet zählt, sondern lediglich einen Raum mit bestimmten exklusiven hoheitlichen Befugnissen des jeweiligen Küstenstaates bildet. Die maßgebenden Genehmigungsvorschriften ergeben sich aus den §§ 2 bis 6 SeeAnlV896. Wichtigste Vorschrift ist § 3 SeeAnlV897. Hiernach ist die Genehmigung für die erfassten Seeanlagen »zu versagen (...), wenn die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs beeinträchtigt oder die Meeresumwelt gefährdet wird, ohne dass dies durch eine Befristung, durch Bedingungen oder Auflagen verhütet oder ausgeglichen werden kann« (Satz 1). Die beiden Kriterien der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs einerseits und der Gefährdung der Meeresumwelt andererseits werden nachfolgend in Satz 2 der Vorschrift durch einige Regelbeispiele konkretisiert898. Satz 3 bestimmt schließlich, dass die Genehmigung nicht versagt werden darf, wenn keine Versagungsgründe im Sinne des Satzes 1 vorliegen.

In die Genehmigungsverfahren ist typischerweise eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) mit Öffentlichkeitsbeteiligung integriert. Die hierfür maßgebende Vorschrift des § 2a SeeAnlV verweist insoweit auf die Bestimmungen des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes (UVPG), sodass sich die gleichen Schwellenwerte zur Auslösung der UVP-Pflicht bzw. der jeweiligen Vorprüfungspflichten ergeben, die auch für Anlagen an Land gelten. Zuständig für die Erteilung von Genehmigungen ist das dem Bundesministerium für Verkehr, Bauwesen und Städtebau (BMVBS) als Bundesoberbehörde nachgeordnete Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Innerhalb des Genehmigungsverfahrens holt das BSH die Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Stellen ein, die in ihren Aufgabenbereichen berührt sind (§ 5 Abs. 3 SeeAnlV). Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn die örtlich zuständige Wasser- und Schifffahrtsdirektion ihre Zustimmung erteilt hat (§ 6 SeeAnlV). Deren Prüfungsbefugnis bezieht sich allein auf die Belange des Schiffsverkehrs899.

bb) Genehmigungsrechtliche Ausgangssituation für die Kabelanbindung

Zu beachten ist, dass die betreffenden Vorhaben nur realisiert werden können, wenn auch die über die Anlagengenehmigung nach der SeeAnlV hinaus erforderlichen Genehmigungen für die Herstellung der Trassen zur An- und Abfuhr des Stroms bis zum Netzverknüpfungspunkt an Land erteilt sind900.

Das BSH ist zur Entscheidung hierüber auf Grundlage der Seeanlagenverordnung zwar befugt, soweit es um die Inanspruchnahme der AWZ geht. Sein Kompetenzbereich endet aber vor dem Küstenmeer. Für die Querung des Küstenmeeres bedarf es einer Reihe von behördlichen Einzelentscheidungen nach unterschiedlichen Geset-[zen.]


[895 Siehe Art. 60 des SRÜ (BGBl. 1994 II, 1799). Zur Bedeutung des SRÜ für den Klimaschutz ausführlich Jenisch, Natur und Recht 2008, 227, 229 ff.]

896 Ders., a. a. O., 234.

897 Schmälter, in: Danner/Theobald, Energierecht, § 3 SeeAnlV, 1 ff.

898 Im Einzelnen siehe Giertz, Offshore-Windenergie im Bereich der WSD Nordwest, 3.2.

899 Jenisch, Natur und Recht 2008, 227, 234.

900 Schmälter, in: Danner/Theobald, Energierecht, Vorb. SeeAnlV Rn. 3.

Völkerrechtlich ist zu beachten, dass die AWZ nach dem Konzept des SRÜ nicht zum deutschen Hoheitsgebiet zählt, sondern lediglich einen Raum mit bestimmten exklusiven hoheitlichen Befugnissen des jeweiligen Küstenstaates bildet.

Die maßgebenden Genehmigungsvorschriften ergeben sich aus den §§ 2 bis 6 SeeAnlV. Wichtigste Vorschrift ist § 3 SeeAnlV. § 3 Abs. 1 Satz 1 SeeAnlV bestimmt, dass die Genehmigung für die erfassten Seeanlagen „zu versagen ist, wenn die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs beeinträchtigt oder die Meeresumwelt gefährdet wird, ohne dass dies durch eine Befristung, durch Bedingungen oder Auflagen verhütet oder ausgeglichen werden kann“. Die beiden Kriterien der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs einerseits und der Gefährdung der Meeresumwelt andererseits werden nachfolgend in Satz 2 der Vorschrift durch einige Regelbeispiele konkretisiert. Satz 3 bestimmt, dass die Genehmigung nicht versagt werden darf, wenn keine Versagungsgründe im Sinne des Satzes 1 vorliegen.

In die Genehmigungsverfahren ist typischerweise (außer bei ungewöhnlich klein dimensionierten Windparks) eine UVP (mit Öffentlichkeitsbeteiligung) integriert. Die hierfür maßgebende Vorschrift des § 2a SeeAnlV verweist insoweit auf die Bestimmungen des UVPG, so dass sich die gleichen Schwellenwerte zur Auslösung der UVP-Pflicht bzw. der jeweiligen Vorprüfungspflichten ergeben, die auch für Anlagen an Land gelten.

Zuständig für die Erteilung von Genehmigungen ist das dem Bundesministerium für Verkehr, Bauwesen und Städtebau (BMVBS) als Bundesoberbehörde nachgeordnete Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Innerhalb des Genehmigungsverfahrens holt das BSH die Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Stellen ein, die in ihren Aufgabenbereichen berührt sind (§ 5 Abs. 3 SeeAnlV). Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn die örtlich zuständige Wasser- und Schifffahrtsdirektion ihre Zustimmung erteilt hat (§ 6 SeeAnlV); deren Prüfungsbefugnis bezieht sich allein auf die Belange des Schiffsverkehrs.

Zu beachten ist, dass die betreffenden Vorhaben nur realisiert werden können, wenn auch die (über die Anlagengenehmigung nach der Seeanlagenverordnung hinaus erforderlichen) Genehmigungen für die Herstellung der Trassen zur An- und Abfuhr des Stroms bis zum Netzverknüpfungspunkt an Land erteilt sind. Das BSH sieht sich zur Entscheidung hierüber auf

[Seite 75]

Grundlage der Seeanlagenverordnung zwar befugt, soweit es um die Inanspruchnahme der AWZ geht. Sein Kompetenzbereich endet aber vor dem Küstenmeer. Für die Querung des Küstenmeeres bedarf es einer Reihe von behördlichen Einzelentscheidungen nach unterschiedlichen Gesetzen.

Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme ohne Verweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[34.] Psc/Fragment 185 35 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 14:03 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 00:29 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Horenkamp et al. 2007, KomplettPlagiat, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 35-39
Quelle: Horenkamp et al. 2007
Seite(n): 15, 16, Zeilen: 15: 17-20; 16: 11-13
Dafür bestehen verschiedene Realisierungsmöglichkeiten mit jeweils unterschiedlichem Automatisierungsgrad: von der einfachen Erzeugungsmessung bzw. Überwachung der Anlagen bis zu höchst komplexen Managementsystemen. Das Energiemanagement ermöglicht auch bei fluktuierender regenerativer Erzeugung eine beschränkte Planbarkeit der Energiebereitstellung. Dafür bestehen verschiedene Realisierungsmöglichkeiten mit jeweils unterschiedlichem Automatisierungsgrad: von der einfachen Erzeugungsmessung bzw. Überwachung der Anlagen bis zu höchst komplexen Managementsystemen.

[Seite 16: 11-13]

Das Energiemanagement ermöglicht dabei auch bei fluktuierender regenerativer Erzeugung eine beschränkte Planbarkeit der Energiebereitstellung.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe vorhanden. Die Übernahme geht auf der nächsten Seite weiter.

Sichter
(Liberalix68), Hindemith

[35.] Psc/Fragment 185 23 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 11:15 (KayH)
Erstellt: 27. June 2012, 00:53 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Horenkamp et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 23-28
Quelle: Horenkamp et al. 2007
Seite(n): 14, Zeilen: 6-9
Die dezentralen Einzelkomponenten werden so vergleichbar mit großen Kraftwerken und können beim Stromhandel mitwirken und netzverträglich zur allgemeinen Energieversorgung beitragen. Zusätzlich lässt sich durch die Zusammenfassung von dezentralen Erzeugungseinheiten mit schwankendem Angebot und steuerbaren DEA eine gleichmäßige Energielieferung erreichen. Sie werden vergleichbar mit großen Kraftwerken und können beim Stromhandel mitwirken und netzverträglich zur allgemeinen Energieversorgung beitragen. Zusätzlich lässt sich durch die Zusammenfassung von DEA mit fluktuierendem Dargebot und steuerbaren DEA eine gleichmäßige Energielieferung erreichen.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), fret

[36.] Psc/Fragment 165 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. February 2014, 22:02 (WiseWoman)
Erstellt: 27. June 2012, 09:02 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Neue Zürcher Zeitung 2008, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 1-18
Quelle: Neue Zürcher Zeitung 2008
Seite(n): -, Zeilen: -
Durch dieses Netz würde nicht nur Solarstrom vom Süden in den Norden fließen. Auch der Strom, der im Norden Europas mittels Wind- und Wasserkraft erzeugt wird, ließe sich einfacher in die verbrauchsintensiven Regionen Europas befördern.

Das Desertec-Konzept basiert auf drei umfangreichen Studien, die in den vergangenen Jahren unter Federführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt im Auftrag des BMU erstellt worden sind607. Demnach wäre es möglich, den Stromverbrauch in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten bis zum Jahr 2050 zu 80 % aus erneuerbaren Energien zu decken608. Der Energiemix in der Stromerzeugung wird dabei von Region zu Region stark variieren. So kommt im Süden neben den solarthermischen Kraftwerken vor allem die Windenergie zum Zuge. In Zentraleuropa dominieren hingegen Windenergie, Wasserkraft und Biomasse. Zusätzlich müsste Europa etwa 700 TWh Strom pro Jahr aus den solarthermischen Wüstenkraftwerken beziehen. Das entspräche etwa 15 % des für das Jahr 2050 prognostizierten europäischen Strombedarfs609.

Den solarthermischen Kraftwerken kommt im Desertec-Konzept eine vielfältige Bedeutung zu. Zum einen müssen sie die Grundversorgung in Nordafrika und dem Nahen Osten sicherstellen.


607 DLR, Med-CSP; dies, Trans-CSP; dies, Aqua-CSP.

608 Hierzu ausführlich dies., Trans-CSP, 11; BMU, Clean energy for sustainable development, 73.

609 DLR, Trans-CSP, 2, 87.

Durch dieses Netz würde nicht nur Solarstrom vom Süden in den Norden fliessen. Auch der Strom, der im Norden Europas mittels Wind- und Wasserkraft erzeugt wird, liesse sich einfacher dorthin befördern, wo er gebraucht wird. [...]

Das Desertec-Konzept basiert auf drei umfangreichen Studien, die in den vergangenen Jahren unter Federführung des DLR erstellt worden sind. Demnach wäre es möglich, den Stromverbrauch in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten bis zum Jahr 2050 zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. [...] Der Energiemix wird von Region zu Region stark variieren. So kommt im Süden neben den solarthermischen Kraftwerken vor allem die Windenergie zum Zuge. In Europa dominieren hingegen die Windenergie, die Wasserkraft und die Biomasse. Zusätzlich müsste Europa etwa 700 Terawattstunden Strom pro Jahr aus den solarthermischen Wüstenkraftwerken beziehen. Das entspräche etwa 15 Prozent des für das Jahr 2050 prognostizierten europäischen Strombedarfs.

Den solarthermischen Kraftwerken kommt im Desertec-Konzept eine doppelte Bedeutung zu. Zum einen müssen sie die Grundversorgung in Nordafrika und dem Nahen Osten sicherstellen.

Anmerkungen

Setzt die Übernahme der vorangegangenen Seite nach einem kurzen Einschub durch Psc nahtlos fort. Weiterhin wird nichts als Zitat gekennzeichnet, die eigentliche Quelle bleibt immer noch ungenannt.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[37.] Psc/Fragment 389 05 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:43 (PlagProf:-))
Erstellt: 27. June 2012, 09:14 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 389, Zeilen: 5-13
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 96, Zeilen: 4-15
* Die Neutralisierung des Mengenanreizes für Netzbeteiber ist in vielfacher Hinsicht wichtig, da hiermit wichtige Elemente dezentraler Effizienz erreicht werden können. Dies gilt für den ungeplanten Ausbau von Stromeigenversorgung bei Kunden ebenso wie ungeplante Effizienzaktivitäten der Kunden und die ungeplante Bildung von Areal- und Werksnetzen. Insbesondere bei längeren Regulierungszyklen hätte der Netzbetreiber ohne eine Mengenneutralisierung einen hohen Anreiz, diese Aktivitäten zu erschweren bzw. zu unterbinden - unabhängig davon, ob diese volkswirtschaftlich sinnvoll sind oder nicht. Die Neutralisierung des Mengenanreizes ist in vielfacher Hinsicht besonders wichtig, da mit ihm wichtige Elemente dezentraler Effizienz erreicht werden können:
  • Ungeplanter Ausbau von Stromeigenversorgung bei Kunden im Netzgebiet innerhalb eines Regulierungszyklus schmälert nicht mehr die Erlöse des Netzbetreibers
  • Ungeplante, spürbare Effizienzaktivitäten der Kunden im Netzgebiet schmälern ebenfalls nicht mehr die Erlöse
  • Ungeplante Bildung von Areal- und Werksnetzen ist unter dem Strich ebenfalls erlösneutral für den Netzbetreiber.

Insbesondere bei längeren Regulierungszyklen hätte der Netzbetreiber ohne eine Mengensaldierung einen hohen Anreiz, diese Aktivitäten zu erschweren bzw. zu unterbinden – unabhängig davon, ob diese volkswirtschaftlich sinnvoll sind oder nicht.

Anmerkungen

Weitgehende Übernahme ohne Quellenangabe. Die Arbeit verweist in Kap. 7 ab S. 378 praktisch nur noch auf eigene frühere Kapitel; dort finden sich dann (zumeist unzureichende) Verweise auf die Originalquellen. An dieser Stelle liegt jedoch nicht einmal ein Verweis auf eigene, frühere Ausführungen vor.

Sichter
fret

[38.] Psc/Fragment 243 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 18:32 (Kybot)
Erstellt: 27. June 2012, 09:42 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 243, Zeilen: 1-35
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 75-76, Zeilen: 75: 4-37, 76: 1-3
Besonders bedeutsam ist die für die Inanspruchnahme des Wattenmeeres in der Nordsee erforderliche Befreiung von den Verboten der betreffenden (Landes-) Nationalparkgesetze. Eine strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung nach dem Bundeswasserstraßengesetz (WaStrG) muss eingeholt werden, wenn Kabel unter einer Bundeswasserstraße verlegt werden sollen (§31 Abs. 1 Nr. 2 WaStrG). Die Kabelverlegung bedarf außerdem einer wasserrechtlichen Genehmigung für Anlagen im Küstenmeer. Da die Kabelverlegung als Eingriff in Natur und Landschaft einzustufen ist, hat zudem (ggf. integriert in ein anderes Zulassungsverfahren) eine naturschutzrechtliche EingriffsprüfUng stattzufinden (§§18 ff. BNatSchG). Landseitig bedarf es je nach örtlicher Situation unter Umständen weiterer Genehmigungsakte.

Sowohl für die Standortwahl der Windparks in der AWZ als auch für die Trassengenehmigung sind weiterhin die Anforderungen der Vogelschutzrichtlinie901 und der sog. Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Richtlinie902 von großer Bedeutung. Dies fand in den Texten der Seeanlagen Verordnung 1997 und des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatG) in der Fassung von 1998 ursprünglich keine adäquate Berücksichtigung. Durch die Novelle des BNatG Anfang 2002 wurden insofern erstmals klare Rechtsgrundlagen geschaffen, indem ausdrücklich die Möglichkeit zur Ausweisung von Meeresschutzgebieten in der AWZ eröffnet wurde903. Um die Rechtslage leichter handhabbar zu machen, wurde mit der besagten Novelle zusätzlich eine neue Regelung in die SeeAnlV aufgenommen, nach der - als Pendant zu den Meeresschutzgebieten - Eignungsgebiete in der AWZ ausgewiesen werden sollen, in denen in der Regel davon ausgegangen wird, dass Versagungsgründe im Sinne des § 3 SeeAnlV nicht vorliegen (§ 3a SeeAnlV). Der Festlegung eines besonderen Eignungsgebiets kommt im Genehmigungsverfahren im Hinblick auf die Wahl des Standortes von Anlagen die Beweiskraft eines Sachverständigengutachtens zu904. Das BMU meldete Anfang Juni 2004 nach rund zweijährigen Vorarbeiten insgesamt 10 Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee bei der EU-Kommission und wies im Herbst 2005 zwei Vogelschutzgebiete förmlich als Meeresschutzgebiete aus. Die übrigen Schutzausweisungen können erst nach weiteren Verfahrensschritten seitens der EUKommission erfolgen. Ebenfalls im Jahr 2005 erfolgte die Ausweisung der ersten beiden seeanlagenrechtlichen Eignungsgebiete. Das BSH als Genehmigungsbehörde hat eine einheitliche Verfahrensstrategie entwickelt, in deren Zentrum ein »Standard-Untersuchungskonzept« für die Prüfung der Umweltverträglichkeit steht905. Die Verfahrensstrategie ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass aus Gründen der Vorsorge Genehmigungen zunächst nur für Windparks in der Größenordnung [von bis zu 80 Anlagen (sog. Pilotvorhaben oder Pilotphasen) ausgesprochen werden, und dass das Bundesamt den Betreibern der Pilotparks umfangreiche Beobachtungen der Umweltauswirkungen auferlegt, um hieraus für spätere Ausbauphasen neue Erkenntnisse gewinnen zu können.]


901 Richtlinie 79/409/EG des Rates v. 02.04.1979 über die Erhaltung wildlebender Vogelarten, ABl. Nr. L 206, 42.

902 Richtlinie 92/43/EG des Rates v. 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, ABl. Nr. L 206, 7.

903 Siehe das Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) in der Neufassung vom 25. März 2002 (BGBl. I S. 1193), dort insb. § 38.

904 Klinski et al., Umweltstrategie Windenergienutzung, 75.

905 BSH, Standarduntersuchungskonzept - Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt, 1.

Besonders bedeutsam ist die für die Inanspruchnahme des Wattenmeeres in der Nordsee erforderliche Befreiung von den Verboten der betreffenden (Landes-) Nationalparkgesetze. Eine strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung nach dem Bundes-Wasserstraßengesetz (WaStrG) muss eingeholt werden, wenn Kabel unter einer Bundeswasserstraße verlegt werden sollen (siehe § 31 Abs. 1 Nr. 2 WaStrG). Die Kabelverlegung bedarf außerdem einer wasserrechtlichen Genehmigung für Anlagen im Küstenmeer. Da die Kabelverlegung als Eingriff in Natur und Landschaft einzustufen ist, hat zudem (ggf. integriert in ein anderes Zulassungsverfahren) eine naturschutzrechtliche Eingriffsprüfung stattzufinden (vgl. §§ 18 ff. BNatSchG). Landseitig bedarf es je nach örtlicher Situation unter Umständen weiterer Genehmigungsakte.

Sowohl (und insbesondere) für die Standortwahl der Windparks in der AWZ als auch für die Trassenwahl sind die Anforderungen der Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG149 und der sog. FFH-Richtlinie 92/43/EWG150 von großer Bedeutung. Dies fand in den Texten der Seeanlagenverordnung 1997 und des Bundesnaturschutzgesetzes in der Fassung von 1998 ursprünglich keinen adäquaten Ausdruck. Durch die Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes Anfang 2002 wurden insofern erstmals klare Rechtsgrundlagen geschaffen, indem ausdrücklich die Möglichkeit zur Ausweisung von Meeresschutzgebieten in der AWZ eröffnet wurde.151 Um die Rechtslage leichter handhabbar zu machen, wurde mit der besagten Novelle zusätzlich eine neue Regelung in die SeeAnlV aufgenommen, nach der – als Pendant zu den Meeresschutzgebieten – Eignungsgebiete in der AWZ ausgewiesen werden sollen, in denen in der Regel davon ausgegangen werden können soll, dass Versagungsgründe im Sinne des § 3 SeeAnlV nicht vorliegen (vgl. § 3a SeeAnlV). Die Festlegung eines besonderen Eignungsgebiets hat im Genehmigungsverfahren im Hinblick auf die Wahl des Standortes von Anlagen die Wirkung eines Sachverständigengutachtens. Das BMU meldete Anfang Juni 2004 nach rund zweijährigen Vorarbeiten insgesamt 10 Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee bei der EU-Kommission und wies im Herbst 2005 zwei Vogelschutzgebiete förmlich als Meeresschutzgebiete aus. Die übrigen Schutzausweisungen können erst nach weiteren Verfahrensschritten seitens der EU-Kommission erfolgen. Ebenfalls im Jahr 2005 erfolgte die Ausweisung der ersten beiden seeanlagenrechtlichen Eignungsgebiete.

Das BSH als Genehmigungsbehörde hat eine einheitliche Verfahrensstrategie entwickelt, in deren Zentrum ein „Standard-Untersuchungskonzept“ für die Prüfung der Umweltverträglichkeit steht.152 Die Verfahrensstrategie ist insbesondere davon gekennzeichnet, dass aus Gründen der Vorsorge Genehmigungen zunächst nur für Windparks in der Größenordnung von bis zu 80 Anlagen (sog. Pilotvorhaben oder Pilotphasen) ausgesprochen werden, und dass das

[Seite 76]

Bundesamt den Betreibern der Pilotparks umfangreiche Beobachtungen der Umweltauswirkungen auferlegt, um hieraus für spätere Ausbauphasen neue Erkenntnisse gewinnen zu können.


149 Richtlinie 79/409/EWG des Rates v. 2. April 1979 über die Erhaltung wildlebender Vogelarten, ABl. Nr. L 206, S. 42.

150 Richtlinie 92/43/EWG des Rates v. 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, ABl. Nr. L 206, S. 7.

151 Siehe das Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG) in der Neufassung vom 25. März 2002 (BGBl. I S. 1193), dort insb. § 38.

152 BSH, Standarduntersuchungskonzept – Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt, 1. Fortschreibung, Hamburg 2003.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle ist vorhanden, der jedoch in Anbetracht der langen wörtlichen Übernahmen vor und nach dem Verweis in keinem Fall ausreichend ist.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[39.] Psc/Fragment 165 21 - Diskussion
Bearbeitet: 18. February 2014, 22:02 (WiseWoman)
Erstellt: 27. June 2012, 09:47 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Neue Zürcher Zeitung 2008, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 21-28
Quelle: Neue Zürcher Zeitung 2008
Seite(n): -, Zeilen: -
Schließlich sollen sie genug Reserven bereithalten, damit in Europa jederzeit die benötigte Leistung zur Verfügung gestellt werden kann. Damit übernähmen diese Kraftwerke - zusammen mit der Wasserkraft und der Biomasse - mehr und mehr die Aufgabe der Mittellastsicherung, die heute von gasbefeuerten Kraftwerken wahrgenommen wird. Zwar wird man laut dem Desertec-Konzept auch im Jahr 2050 nicht ganz auf fossile Brennstoffe verzichten können. Diese würden aber nur noch eingesetzt, um die Stromversorgung auch in Extremfällen sicherzustellen. Die Kernenergie würde hingegen gar nicht mehr benötigt611.

611 Speicher, Neue Züricher [sic!] Zeitung v. 09.01.2008.

Zum anderen sollen sie genug Reserven bereithalten, damit in Europa jederzeit die benötigte Leistung zur Verfügung gestellt werden kann. Damit übernähmen diese Kraftwerke – zusammen mit der Wasserkraft und der Biomasse – mehr und mehr jene Aufgabe, die heute von gasbefeuerten Kraftwerken wahrgenommen wird. Zwar wird man laut dem Desertec-Konzept auch im Jahr 2050 nicht ganz auf fossile Brennstoffe verzichten können. Diese würden aber nur noch eingesetzt, um die Stromversorgung auch in Extremfällen sicherzustellen. Die Kernenergie würde hingegen gar nicht mehr benötigt.
Anmerkungen

Nach fast einer Textseite weitgehend wortwörtlicher aber stets ungekennzeichneter Übernahme, erfolgt der nicht ganz fehlerfreie (abschließende) Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[40.] Psc/Fragment 244 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:26 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 10:14 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 244, Zeilen: 1-35
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 75, 76, 79, 80, Zeilen: 75: 35-37, 76: 1-33, 79: 35-38, 80: 1-2
[Die Verfahrensstrategie ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass aus Gründen] von bis zu 80 Anlagen (sog. Pilotvorhaben oder Pilotphasen) ausgesprochen werden, und dass das Bundesamt den Betreibern der Pilotparks umfangreiche Beobachtungen der Umweltauswirkungen auferlegt, um hieraus für spätere Ausbauphasen neue Erkenntnisse gewinnen zu können.

Durch den im Zuge des »Europarechtsanpassungsgesetzes Bau« (EAG Bau) geschaffenen § 18a des Raumordnungsgesetzes (ROG)906 wurde ferner eine Rechtsgrundlage für die Schaffung einer positivrechtlichen Planungsordnung für den geografischen Raum der AWZ geschaffen. § 18a Abs. 1 ROG verleiht dem für das Verkehrswesen zuständigen Bundesministerium die Aufgabe, Ziele und Grundsätze der Raumordnung in der AWZ im Sinne von § 3 Nr. 2 und 3 ROG aufzustellen, die sich u. a. auch auf die wirtschaftliche Nutzung der AWZ beziehen. § 18a Abs. 3 Satz 2 ROG enthält eine spezifische Übergangsregelung in Bezug auf die seeanlagenrechtlichen Eignungsgebiete für Windenergieanlagen. Danach sind die bis Ende 2005 festgelegten besonderen Eignungsgebiete nach § 3a SeeAnlV als Ziele der Raumordnung zu übernehmen und als Vorranggebiete festzulegen.

Die neuen Bestimmungen des ROG regeln ein räumliches Steuerungsinstrumentarium als Arbeitsgrundlage für eine ausgewogene Standort- und Trassenplanung unter Berücksichtigung aller planerisch relevanten Belange (insbesondere des Umwelt- und Naturschutzes) in einer prinzipiell angemessenen Weise907. Das zuständige BMVBS hat nunmehr begonnen, die durch die Neuregelung gewonnenen Gestaltungsspielräume auszufüllen908. Einzelheiten dazu wurden allerdings bislang noch nicht öffentlich zugänglich gemacht. Angesichts der Komplexität der Aufgabe wird es voraussichtlich erst auf längere Sicht gelingen, umfassende raumordnerische Vorgaben der gewünschten Steuerungsintensität aufzustellen. Bis auf weiteres findet das Genehmigungsinstrumentarium für Anlagen in der AWZ daher Anwendung, ohne dass insoweit übergeordnete Planungsgrundlagen der Raumordnung vorhanden sind. Eine mittelbare Steuerungsfunktion im Sinne einer Schaffung von Anreizen kommt lediglich den seeanlagenrechtlichen Eignungsgebieten zu.

cc) Hemmnisse für die netzinfrastrukturelle Erschließung

Aus rechtswissenschaftlicher Perspektive ergeben sich erhebliche Hemmnisse für die Verwirklichung der Offshore-Ausbaustrategie aus den unzureichenden planerischen Grundlagen für die netztechnische Erschließung des Meeresraums und dem Fehlen eines kompakten Zulassungsverfahrens für die Anbindungskabel. Auf Grund des Fehlens vorgegebener Netzinfrastrukturen sahen sich bisher alle Windparkbetreiber gehalten, ein eigenes Anschlusskabel von der AWZ bis an Land zu planen [und zum Gegenstand individueller Genehmigungsverfahren zu machen909]


906 Siehe Art. 2 Nr. 7 des EAG Bau, BGBl. I 2004, 1359, 1380. Beachte auch die Erwägungen in der Gesetzesbegründung, BT-Drcks. 15/2250, 71 ff.

907 Kment, NVwZ 2005, 886, 890.

908 Schmälter, in: Danner/Theobald, Energierecht, Vorb. SeeAnlV Rn. 3.

909 Klinski et al., Umweltstrategie Windenergienutzung, 80.

Die Verfahrensstrategie ist insbesondere davon gekennzeichnet, dass aus Gründen der Vorsorge Genehmigungen zunächst nur für Windparks in der Größenordnung von bis zu 80 Anlagen (sog. Pilotvorhaben oder Pilotphasen) ausgesprochen werden, und dass das

[Seite 76]

Bundesamt den Betreibern der Pilotparks umfangreiche Beobachtungen der Umweltauswirkungen auferlegt, um hieraus für spätere Ausbauphasen neue Erkenntnisse gewinnen zu können.

Zu Beginn des vorliegenden FuE-Vorhabens (Ende 2003) fehlte es an einer Rechtsgrundlage für die Schaffung einer positivrechtlichen Planungsordnung für den geografischen Raum der AWZ. Dies änderte sich im Jahr 2004 durch den im Zuge des „Europarechtsanpassungsgesetzes Bau“ (EAG Bau) geschaffenen § 18a des Raumordnungsgesetzes (ROG).153 [...]

§ 18a Abs. 1 ROG verleiht dem für das Verkehrswesen zuständigen Bundesministerium die Aufgabe, Ziele und Grundsätze der Raumordnung in der AWZ im Sinne von § 3 Nr. 2 und 3 ROG aufzustellen, die sich (u. a.) auch auf die wirtschaftliche Nutzung der AWZ beziehen (§ 18 a Abs. 1 ROG). § 18a Abs. 3 Satz 2 ROG enthält eine spezifische Übergangsregelung in Bezug auf die seeanlagenrechtlichen Eignungsgebiete für Windenergieanlagen. Danach sind die bis Ende 2005 festgelegten besonderen Eignungsgebiete nach § 3a SeeAnlV als Ziele der Raumordnung zu übernehmen und als Vorranggebiete festzulegen.

Mit den neuen Bestimmungen des ROG ist ein räumliches Steuerungsinstrumentarium entstanden, das als Arbeitsgrundlage für eine ausgewogene Standort- und Trassenplanung unter Berücksichtigung aller planerisch relevanten Belange – und hierbei insbesondere solchen des Umwelt- und Naturschutzes – gut brauchbar ist. [...] Im nächsten Schritt sind die dadurch gewonnenen Gestaltungsspielräume überlegt auszufüllen. [...] Das zuständige Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Siedlungswesen (BMVBS) hat die Arbeiten hierzu aufgenommen. Einzelheiten dazu wurden allerdings bislang noch nicht öffentlich zugänglich gemacht. Angesichts der Komplexität der Aufgabe wird es voraussichtlich erst auf längere Sicht gelingen, umfassende raumordnerische Vorgaben der gewünschten Steuerungsintensität aufzustellen. Bis auf weiteres findet das Genehmigungsinstrumentarium für Anlagen in der AWZ daher – wie bereits bisher – Anwendung, ohne dass insoweit übergeordnete Planungsgrundlagen der Raumordnung vorhanden sind. Eine mittelbare Steuerungsfunktion, allerdings nur im Sinne einer Schaffung von Anreizen, kommt lediglich den seeanlagenrechtlichen Eignungsgebieten zu.

[Seite 79]

Erhebliche Hemmnisse für die Verwirklichung der Offshore-Ausbaustrategie ergeben sich aus den unzureichenden planerischen Grundlagen für die netztechnische Erschließung des Meeresraums und dem Fehlen eines zusammenfassenden Zulassungsverfahrens für die Anbindungskabel. Auf Grund des Fehlens vorgegebener Netzinfrastrukturen sahen sich bisher alle

[Seite 80]

Windparkbetreiber gehalten, ein eigenes Anschlusskabel von der AWZ bis an Land zu planen und zum Gegenstand individueller Genehmigungsverfahren zu machen.


153 Siehe Art. 2 Nr. 7 des EAG Bau, BGBl. I 2004 S. 1359 (1380). Beachte auch die Erwägungen in der Gesetzesbegründung, BT-Drs. 15/2250 S. 71 ff.

154 Schulte/Klinski: Die im Entwurf zum EAG Bau vorgesehenen Regelungen zur Windenergie: Problemanalyse und Lösungsvorschläge aus rechtlicher Sicht (April 2004), Manuskript.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar am Ende angegeben (allerdings nur eine der vier verwerteten Seiten), aber dem Leser wird dadurch keineswegs klar, dass die gesamte Seite zumeist wörtlich aus ihr stammt.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[41.] Psc/Fragment 187 24 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:26 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 10:33 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 187, Zeilen: 24-35; 1- 2
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 9, Zeilen: 16-32
Wichtig ist, dass DEA mit zunehmendem Anteil an der Gesamtproduktion zu einem natürlichen Bestandteil des Stromsystems und daher in die Netze und Märkte integriert werden. Das bedeutet auch, dass DEA nicht mehr nur Energie sondern auch Kapazität ersetzen müssen, insofern zunehmend steuerbar werden und wo möglich auch Systemdienstleistungen zur Verfügung stellen müssen. Eine derart ganzheitliche Systemintegration erfordert einen Paradigmenwechsel sowohl bei den dezentralen Erzeugern als auch bei den Netzbetreibern699. Auf Seiten der Netzbetreiber bedeutet dieser Paradigmenwechsel, dass das Verteilnetz und die daran angeschlossenen Erzeugungsanlagen nicht mehr als passiver, nicht steuerbarer Anhang gesehen werden, sondern aktiv in das Management der Netze einbezogen werden. Dies gilt auch für Optionen auf der Nachfrageseite wie Energieeffizienz- und Lastmanagementprogramme. Nur durch eine solche Integration dezentraler Optionen durch ei[nen gewissermaßen »aktiven«700 Netzbetreiber ist es möglich, ihre Vorteile umfassend zu erschließen.]

699 Bauknecht/Späth/Leprich/Rohracher, in: Bechberger/Reiche (Hrsg.), Ökologische Transformation der Energiewirtschaft, 257, 273.
700 Zu dieser begrifflichen Kategorisierung vgl. Leprich et al., Dezentrale Energiesysteme, 80 ff.

Fest steht zunächst: Mit zunehmendem Anteil kann dezentrale Erzeugung nicht mehr in einer Nische betrieben werden. Vielmehr müssen die Anlagen zu einem natürlichen Bestandteil des Stromsystems und daher in die Netze und Märkte integriert werden. Das bedeutet auch, dass dezentrale Anlagen nicht mehr nur Energie, sondern auch Kapazität ersetzen müssen, zunehmend steuerbar werden und wo möglich auch Systemdienst-leistungen zur Verfügung stellen müssen.

Eine solche Systemintegration erfordert einen Paradigmenwechsel sowohl bei den dezentralen Erzeugern als auch bei den Netzbetreibern. Auf der Erzeugerseite geht es darum, die rein betriebswirtschaftliche Fahrweise aus der Anlagenperspektive unter einem „Priority-dispatch“-Regime abzulösen und die Erzeugung stärker an den Erfordernissen des Gesamtsystems zu orientieren. Auf Seite der Netzbetreiber bedeutet dieser Paradigmenwechsel, dass das Verteilnetz und die daran angeschlossenen Erzeugungsanlagen nicht mehr als passiver, nicht steuerbarer Anhang gesehen werden, sondern aktiv in das Management der Netze einbezogen werden. Dies gilt im Übrigen auch für Optionen auf der Nachfrageseite wie Energieeffizienz- und Lastmanagementprogramme. Nur durch eine solche Integration dezentraler Optionen durch einen „aktiven Netzbetreiber“ wird es möglich sein, ihre Vorteile umfassend zu erschließen.

Anmerkungen

Unzureichende Kennzeichnung der vielfach wörtlichen Entsprechungen

Sichter
Klicken

[42.] Psc/Fragment 163 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 17:55 (PlagProf:-))
Erstellt: 27. June 2012, 11:49 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Psc, RWE - 07.02.2008 extra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 1-6
Quelle: RWE - 07.02.2008 extra
Seite(n): -, Zeilen: -
[Als Standorte eignen sich sowohl Meeresbereiche mit schnellen Tidenströmungen als] auch manche Stellen, an denen die Meeresströmungen schnell genug sind, um aus diesen enormen Mengen fließenden Wassers Energie zu gewinnen. Der Vorteil dieser Energiequelle ist, dass diese Wasserströmungen genauso vorhersehbar sind wie die Tiden, durch die sie verursacht werden. Dadurch sind sie wesentlich zuverlässiger als Wind- oder Wellenenergie, die empfindlicher auf das weniger berechenbare Wettersystem reagieren. Als Standorte eignen sich sowohl Meeresbereiche mit schnellen Tidenströmungen als auch manche Stellen, an denen die Meeresströmungen schnell genug sind, um aus diesen enormen Mengen fließenden Wassers Energie zu gewinnen. Der Vorteil dieser Energiequelle ist, dass diese Wasserströmungen genauso vorhersehbar sind wie die Tiden, durch die sie verursacht werden. Dadurch sind sie wesentlich zuverlässiger als Wind- oder Wellenenergie, die empfindlicher auf das weniger berechenbare Wettersystem reagieren.
Anmerkungen

Sehr viel weiter unten wird die (wahrscheinliche) Quelle dieses Abschnitts als Grundlage für die Informationen zu den damals aktuellen Entwicklungen von Projekten im Bereich Meeresströmungs-Kraftwerke genannt. Dass sich die vorliegenden Ausführungen wortwörtlich auch dort wiederfinden bleibt allerdings unerwähnt.

Sichter
(Graf Isolan), PlagProf:-)

[43.] Psc/Fragment 143 23 - Diskussion
Bearbeitet: 1. July 2012, 15:29 (KayH)
Erstellt: 27. June 2012, 12:02 Liberalix68
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Liberalix68, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 23-34
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 13, Zeilen: 30-40
Als Argument für eine stärkere dezentrale Ausrichtung der Energieversorgung wird u. a. ins Feld geführt, dass dies die Versorgungssicherheit stärke. Zum einen seien zentrale Systeme sind in Zeiten zunehmender terroristischer Bedrohungen mögliche Ziele von Anschlägen mit weit reichenden Folgen für die Funktionsfähigkeit der Wirtschaftsgesellschaft499. Kleinräumig vernetzte dezentrale Systeme erscheinen hier weniger anfällig. Zum anderen vermindern die Nutzung emeuerbarer Energien (die in der Regel in DEA gewonnen werden) und die hocheffiziente Nutzung fossiler Energien in dezentralen Anlagen die Importabhängigkeiten500. Darüber hinaus kann Dezentralität die regionale Wertschöpfung stärken. Denn Errichtung, Betrieb und Wartung dezentraler Anlagen schaffen bzw. sichern Arbeitsplätze vor Ort, vermindern Geldabflüsse für importierte Brennstoffe und stärken auf diese Weise die Kaufkraft in der Region501. Schließlich gibt es An-[haltspunkte dafür, dass eine stärker dezentrale Ausrichtung des Stromsystems ökonomisch günstiger ist als ein zentrales System502.]

499 Leprich/Bauknecht/Evers/Gaßner/Schrader, Dezentrale Energiesysteme, 13.
500 Bauknecht/Bürger, Sektorreport Strom, 73.
501 Leprich, Elemente eines notwendigen Paradigmenwechsels, 8.
[502 Ders./Bauknecht/Evers/Gaßner/Schrader, Dezentrale Energiesysteme, 14.]

• Dezentral stärkt die Versorgungssicherheit

Zentrale Systeme sind in Zeiten eines zunehmenden Terrorismus mögliche Ziele von Anschlägen mit weit reichenden Folgen für die Funktionsfähigkeit der Wirtschaftsgesellschaft. Kleinräumig vernetzte dezentrale Systeme erscheinen hier weniger anfällig. Darüber hinaus vermindern die Nutzung erneuerbarer Energien und die hocheffiziente Ausnutzung fossiler Energien in dezentralen Anlagen die Importabhängigkeiten und schonen die knappen Ressourcen.

• Dezentral stärkt die regionale Wertschöpfung
Die Errichtung, der Betrieb und die Wartung dezentraler Anlagen schafft bzw. sichert in der Regel Arbeitsplätze vor Ort, vermindert Geldabflüsse für importierte Brennstoffe und stärkt auf diese Weise die Kaufkraft in der Region.

[• Ein dezentraleres Stromsystem ist möglicherweise ökonomisch günstiger als ein zentrales System]

Anmerkungen

Fußnote 499 weist den erheblichen Umfang der nahezu wörtlichen Übernahmen nicht aus. Die Übernahme geht auf der nächsten Seite weiter.

Man beachte v.a. den Wechsel von indirekter zu direkter Rede im zweiten Satz ("Zum einen seien zentrale Systeme sind in Zeiten..."), der die redaktionelle Angleichung offenbar macht.

Sichter
fret

[44.] Psc/Fragment 147 27 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:26 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 12:21 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 27-32
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 44, Zeilen: 01-07
Als Alternative im Bereich kleiner Leistungen bieten sich Stirling-Motoren an. Der große Vorteil bei Stirling-Motoren besteht darin, dass ihre Kolben durch äußere Verbrennung angetrieben werden und dadurch keine Verbrennungsrückstände in das Motorinnere gelangen können. Damit ist der Stirling-Motor im Bereich vieler Brennstoffe einsetzbar. Vor allem in Verbindung mit emeuerbaren Energien (Biomasse, Solarthermie) bieten Stirling-Motoren ein interessantes Anwendungsfeld. Stirling-Motoren

Als weitere Alternative im Bereich kleiner Leistungen bieten sich Stirling-Motoren an. Der große Vorteil bei Stirling-Motoren besteht darin, dass ihre Kolben durch äußere Verbrennung angetrieben werden und dadurch keine Verbrennungsrückstände in das Motorinnere gelangen können. Damit ist der Stirling-Motor mit vielen verschiedenen Brennstoffen einsetzbar. Vor allem in Verbindung mit erneuerbaren Energien (Biomasse, Solarthermie) bieten Stirling-Motoren eine interessante Option.

Anmerkungen

Weitgehende Textidentität; keinerlei Hinweis auf eine Quelle.

Sichter
fret, Klicken

[45.] Psc/Fragment 159 03 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 20:13 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 12:35 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, fret, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 1-8
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 44, Zeilen: 34-37, 21-26
[Mit der Markteinführung von Brennstoffzellen im Bereich größerer KWK-]Anwendungen, vor allem auf Basis von Hochtemperatur-Brennstoffzellen (z. B. SOFC), wird nicht vor dem Jahr 2010 gerechnet575.

Die großen Hoffnungen auf die Brennstoffzellentechnologie für die Zukunft beruhen darauf, dass der notwendige Wasserstoff mittel- bis langfristig mit Hilfe erneuerbarer Energien erzeugt werden kann (Elektrolyse). Für die erneuerbaren Energiequellen hätte dies den Vorteil, dass stochastische Schwankungen und zeitliche Verfügbarkeit über den Zwischenspeicher Wasserstoff ausgeglichen werden könnten.


575 Wuppertal Institut, Die technische Entwicklung auf den Strom- und Gasmärkten.

[Z. 34-37]

Mit der Markteinführung von Brennstoffzellen im Bereich größerer KWK-Anwendungen, vor allem auf Basis von Hochtemperatur-Brennstoffzellen (zum Beispiel SOFC), wird nicht vor dem Jahr 2010 gerechnet (Wuppertal Institut 2002; Pehnt, Traube 2004).

[Z. 21-26]
Die großen Hoffnungen auf die Brennstoffzellentechnologie beruhen u.a. darauf, dass der notwendige Wasserstoff mittel- bis langfristig mit Hilfe erneuerbarer Energien erzeugt werden soll (Elektrolyse). Für die erneuerbaren Energiequellen hätte dies den Vorteil, dass stochastische Schwankungen und zeitliche Verfügbarkeit über den Zwischenspeicher Wasserstoff ausgeglichen werden könnten.

Anmerkungen

Übernahme beginnt schon auf der Vorseite. Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Hindemith

[46.] Psc/Fragment 162 35 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 17:48 (PlagProf:-))
Erstellt: 27. June 2012, 12:51 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Psc, RWE - 07.02.2008 extra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 162, Zeilen: 35-37
Quelle: RWE - 07.02.2008 extra
Seite(n): -, Zeilen: -
Meeresströmungsturbinen arbeiten im Grunde wie Unterwasser-Windmühlen, die nicht durch Wind sondern durch die Wasserströmung angetrieben werden591. Als Standorte eignen sich sowohl Meeresbereiche mit schnellen Tidenströmungen als [auch manche Stellen, an denen die Meeresströmungen schnell genug sind, um aus diesen enormen Mengen fließenden Wassers Energie zu gewinnen.]

591 Meeresströmungskraftwerke befinden sich in England und Frankreich in der Erprobung. Vgl. Jenisch, Natur und Recht 2008, 227, 234.

Meeresströmungsturbinen arbeiten im Grunde wie Unterwasser-Windmühlen, die nicht durch Wind, sondern durch die Wasserströmung angetrieben werden. Als Standorte eignen sich sowohl Meeresbereiche mit schnellen Tidenströmungen als auch manche Stellen, an denen die Meeresströmungen schnell genug sind, um aus diesen enormen Mengen fließenden Wassers Energie zu gewinnen.
Anmerkungen

keinerlei Kennzeichnung als Zitat; wird auf der nächsten Seite nahtlos fortgesetzt (vgl. die Anmerkungen dort)

Sichter
(Graf Isolan), PlagProf:-)

[47.] Psc/Fragment 165 33 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 21:55 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 14:29 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Desertec Oktober 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 33-37
Quelle: Wikipedia Desertec Oktober 2008
Seite(n): 1, Zeilen: -
Denn der Import von Brennstoffen wie Uran, Erdgas und Öl wird als politisch riskant bewertet, da deren globale Reserven stark schwinden und die Lagerstätten auf wenige Länder konzentriert sind. Dies kann mittelfristig zu politischer Abhängigkeit und Lieferengpässen führen. Geeignete Standorte für solarthermische Kraftwerke sind [dagegen in vielen Ländern vorhanden.] Der Import von Brennstoffen wie Uran, Erdgas und Öl wird als politisch riskant bewertet, da deren globale Reserven stark schwinden und die Lagerstätten auf wenige Länder konzentriert sind. Dies führt zu steigenden Preisen, politischer Abhängigkeit und Lieferengpässen. Solarenergie ist dagegen im Übermaß und in vielen Ländern vorhanden, [...]
Anmerkungen

weitgehend wortwörtlich übereinstimmend; jeglicher Quellenverweis unterbleibt

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[48.] Psc/Fragment 166 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:26 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 14:38 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Desertec Oktober 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 166, Zeilen: 1-5
Quelle: Wikipedia Desertec Oktober 2008
Seite(n): -, Zeilen: -
Eine übermäßige Abhängigkeit von einem Land oder von wenigen Kraftwerken kann dabei durch die Vernetzung einer Vielzahl von solarthermischen Kraftwerken und Windkraftanlagen in vielen Ländern und durch die Nutzung mehrerer HGÜ-Leitungstrassen nach Europa vermieden werden. Eine übermäßige Abhängigkeit von einem Land oder von wenigen Kraftwerken kann, wie in den Schaubildern verdeutlicht, durch die Vernetzung einer Vielzahl von Solarthermischen Kraftwerken und Windkraftanlagen in vielen Ländern — und durch die Nutzung mehrerer HVDC-Leitungstrassen nach Europa vermieden werden.
Anmerkungen

weiter geht's wortwörtlich aus der Wikipedia ohne jede Kenntlichmachung

( In den Versionen der Wikipediaseite ab dem 6. Juli 2009 (vgl. [[1]]) steht sowohl "solarthermischen" statt "Solarthermischen" als auch "HGÜ-Leitungstrassen" statt "HVDC-Leitungstrassen". Dieser Zeitpunkt liegt nach dem Termin der mündlichen Prüfung von Psc (12.5.2009) aber durchaus in der Überarbeitungsphase für das Manuskript der Dissertation vor der Drucklegung.)

Sichter
(Graf Isolan), Klicken

[49.] Psc/Fragment 188 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2012, 19:26 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 15:05 Fret
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 188, Zeilen: 1-19
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 9, 80, Zeilen: 30-32, 1-25
[Nur durch eine solche Integration dezentraler Optionen durch ei]nen gewissermaßen »aktiven«700 Netzbetreiber ist es möglich, ihre Vorteile umfassend zu erschließen.

Gegenwärtig geht das rechtlich flankierte Aufgabenverständnis der VNB allerdings eher dahin, zentral erzeugten Strom des Lieferanten zuverlässig zu den Endverbrauchern zu leiten (Leitbild der Qualität der Stromversorgung und Systemsicherheit, vgl. § 14 i. V. m. §§ 12 f. EnWG). Auch statistische Erhebungen zeigen, dass die VNB ihre Rolle in gewisser Weise als »passiv« einordnen, d. h. sie zeigen in der Regel wenig Interesse an der aktiven Einbeziehung der in ihrem Netzgebiet vorhandenen dezentralen Optionen auf der Angebots- und Nachfrageseite in das System701. Dieser Ausgangslage steht das zu konkretisierende Innovations-Leitbild eines aktiven Netzbetreibers gegenüber. Im europäischen Ausland wird dies bereits seit einiger Zeit unter dem Stichwort »active distribution system operator« diskutiert702. Dieses Leitbild zielt darauf ab, das Selbstverständnis von Verteilnetzbetreibem im marktwirtschaftlichen Umfeld der Energieversorgung neu zu ordnen703. Damit handelt es sich in erster Linie um eine soziale energiewirtschaftliche Innovation. Das Selbstverständnis eines solchen Netzbetreibers ist das eines Schlüsselakteurs und Systemmanagers in einem stärker dezentralisierten Stromsystem. Für die VNB ergeben sich in einem solchen dezentralisierten Umfeld eine Reihe neuer Aufgabenstellungen, von denen im Folgenden einige ausgewählte dargestellt werden.


700 Zu dieser begrifflichen Kategorisierung vgl. Leprich et al., Dezentrale Energiesysteme, 80 ff.

701 Vgl. dies., a. a. O., 80.

702 Vgl. z. B. Mitchell, Renewable Energy - Issues for the New Millennium, Special Issue 11/4 2000, 377 ff.; van Werven/Scheepers, Dispower, 7; siehe auch KOM, Distributed generation, 12.

703 Leprich/Bauknecht, E&M v. 01.04.2006, 4.

[Nur durch eine solche Integration dezentraler Optionen durch einen „aktiven Netzbetreiber“ wird es möglich sein, ihre Vorteile umfassend zu erschließen.]

Verteilnetzbetreiber (VNB) sehen in aller Regel ihre wesentliche Aufgabe darin, zentral erzeugten Strom des Lieferanten zuverlässig zu den Endverbrauchern zu leiten; sie sind trotz der vielfältigen Aufgaben, die damit verbunden sind (Netz- und Anlagenplanung, Netzbetrieb, Instandhaltung, Dokumentation und Wahrnehmung hoheitlicher Aufgabenetc.), in gewisser Weise „passiv“, d.h. sie zeigen in der Regel wenig Interesse und Aktivitäten an der proaktiven Einbeziehung der in ihrem Netzgebiet vorhandenen dezen-tralen Optionen auf der Angebots- und Nachfrageseite in das System. Demgegenüber steht das Leitbild eines „aktiven“ Netzbetreibers, wie es seit einiger Zeit vor allem in Großbritannien unter dem Stichwort „active distribution system operator/DSO“ diskutiert wird.29 Das Selbstverständnis eines solchen Netzbetreibers ist das eines Schlüsselakteurs und Systemmanagers in einem stärker dezentralisierten Stromsystem.

[...]

Für die Netzbetreiber ergeben sich im Dezentralisierungs-Szenario eine Reihe neuer Aufgabenstellungen, die in Kapitel 3.1 aufgefächert werden.

[...]


29 Vgl. z.B. Mitchell 2000; van Werven/Scheepers 2005; s. auch European Commission 2003

Anmerkungen

Die Belege lassen nicht erkennen, dass der Abschnitt sinnngemäß der Vorlage folgt und eine ausgeprägte Übernahme des Gedankengangs (inkl. Fußnote) und auch immer wieder wörtliche Übernahmen von Formulierungen aus der Quelle vorliegen.

Sichter
(fret), Klicken

</div>

</div>
[50.] Psc/Fragment 270 11 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 20:26 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 16:21 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 270, Zeilen: 11-25
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 101, Zeilen: 11-24
bb) Investitionsbudgets

Von entscheidender Bedeutung für die Chancen dezentraler Einspeiseoptionen ist auch die Frage, nach welchen Kriterien der Regulierer über den Umfang entscheidet, in welchem Investitionskosten für die Netze in das Betriebsvermögen (die nicht beeinflussbaren Kostenanteile) eingestellt werden können. Wird lediglich geprüft, ob die Netzinvestition tatsächlich durchgeführt wurde, die Kosten tatsächlich entstanden sind und die Preise marktgerecht waren, entfallt für den Netzbetreiber der Anreiz, Alternativen dazu umfänglich durchzukalkulieren. Ein solcher Anreiz entstünde erst, wenn der Netzbetreiber verpflichtet würde, die Alternativen - z. B. dezentrale Erzeugungsanlagen statt Erhöhung der Netzanschlusskapazität - ebenfalls zu untersuchen und in dem Falle, dass die Alternativen zu geringeren Gesamtkosten führen, nur Kosten bis zu dieser Höhe anerkannt würden. Diese Art der Abwägung (sog. »Levelling the Playing Field«) wäre dann Teil eines umfassenderen Portfolio- und Risikomanagements des Netzbetreibers. Ein Ansatz hierfür ist in § 14 Abs. 2 EnWG zwar vorgesehen, jedoch aufgrund der rechtstechnisch schwachen Ausgestaltung nicht gegenwärtig praktizierbar.

Von entscheidender Wichtigkeit für die Chancen dezentraler Optionen ist hier die Frage, nach welchen Kriterien der Regulator darüber entscheidet, in welchem Umfang Investitionskosten für die Netze in das Betriebsvermögen eingestellt werden können.

Wird lediglich geprüft, ob die Netzinvestition tatsächlich durchgeführt wurde, die Kosten tatsächlich entstanden sind und die Preise marktgerecht waren, entfällt für den Netzbetreiber der Anreiz, über Alternativen dazu ernsthaft nachzudenken.

Ein solcher Anreiz entstünde erst, wenn der Netzbetreiber dazu verpflichtet würde, die Alternativen - z.B. dezentrale Erzeugungsanlagen statt Erhöhung der Netzanschlusskapazität - ebenfalls durchzukalkulieren und in dem Falle, dass die Alternativen zu geringeren Gesamtkosten führen, nur Kosten bis zu dieser Höhe anerkannt würden. Diese Art der Abwägung - im angelsächsischen häufig Level Playing Field genannt - wäre dann Teil eines umfassenderen Portfolio- und Risikomanagements des Netzbetreibers und ist in § 14 Abs. 2 EnWG ausdrücklich vorgesehen. Wie bereits erwähnt bedarf diese Vorschrift aber noch einer Detaillierung in einer entsprechenden Rechtsverordnung.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
Hindemith

[51.] Psc/Fragment 212 27 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 22:18 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 17:09 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 212, Zeilen: 27-31
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 57, 58, 112, Zeilen: 57: 38; 58: 1-3; 112: 23-24
Die verbrauchsnahe Einspeisung vermindert die Last des Netzes, an das ein dezentraler Einspeiser angeschlossen ist und schafft Kostenvorteile für den Netzbetreiber. Gegen die Kritik an den vNE wird daher angeführt,

dass sie langfristige Kosten der Netze sachgerecht abbilden und nur kurzfristig ein Auseinanderklaffen der eingesparten Kosten und der vergüteten Entgelte gegeben [ist786.]


786 Misslinge a. a. O., Rn. 54.

[Seite 112]

Die verbrauchsnahe Einspeisung vermindert die Last des Netzes, an das ein dezentraler Einspeiser angeschlossen ist und schafft Kostenvorteile für den Netzbetreiber.

[Seite 57]

Gegen die Kritik an den

[Seite 58]

VNNE wird angeführt, dass sie langfristige Kosten der Netze sachgerecht abbilden und nur kurzfristig ein Auseinanderklaffen der eingesparten Kosten und der ausgezahlten Entgelte gegeben ist.

Anmerkungen

Kein Nachweis auf die Quelle.

Sichter
Hindemith

[52.] Psc/Fragment 245 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 07:44 (PlagProf:-))
Erstellt: 27. June 2012, 17:39 PlagProf:-)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 245, Zeilen: 1-22
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 80, 81, Zeilen: 80: 2-14, 36-39; 81: 1-2
Angesichts der beschriebenen Zersplitterung der Rechtsvorschriften für die Kabelzulassung in der AWZ, im Küstenmeer und an Land ist dies für die Energiewirtschaft eine in rechtstatsächlicher Hinsicht mit Unsicherheit behaftete Vorgehensweise.

Innerhalb der AWZ ist eine räumliche Planung der netztechnischen Strukturen auf Grundlage des § 18a ROG zwar möglich. Allerdings wird es wohl noch einige Jahre in Anspruch nehmen, bis entsprechende Vorgaben erarbeitet, abgestimmt und in Kraft gesetzt worden sind910. Außerhalb der AWZ fällt die Festlegung der räumlichen Lage von Anbindungstrassen in den Kompetenzbereich der nach Maßgabe der Landesplanungsgesetze (Landesraumordnungsgesetze) zuständigen Landesplanungsbehörden. Insoweit gilt das allgemeine Raumordnungsrecht. In praktischer Hinsicht haben sich die Landesplanungsbehörden der Aufgabe einer vorsorgenden raumordnerischen Sicherung ausreichender Trassenkorridore allerdings bislang noch nicht in der nötigen Breite angenommen. Als unzureichend werden vielfach vor allem die raumordnerischen Festlegungen bzw. Vorarbeiten insbesondere für den Bereich der Nordsee kritisiert911. Unbefriedigend ist schließlich auch die bereits oben erwähnte genehmigungsrechtliche Ausgangssituation für die Kabelanbindung, welche die Antragsteller dazu zwingt, parallel mehrere Zulassungsverfahren mit nicht immer klar kalkulierbarem Ergebnis zu führen. Wichtigster Unsicherheitsfaktor ist dabei die im behördlichen Ermessen stehende Erteilung einer Befreiung von den nationalparkgesetzlichen Verboten der Inanspruchnahme des niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Wattenmeeres912.


910 Kment, NVwZ 2005, 886 ff.; Palme/Schumacher, Natur und Recht 2004, 773 ff.; Fischer/Lorenzen, Natur und Recht 2004, 764 ff.

911 Hierzu Klinski et al, a. a. O., 80, mit Beispielen zu Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

912 Hierzu ausführlich Brandt/Dreher, NordÖR 2003, 138, 142; Klinski et al, Umweltstrategie Windenergienutzung, 81 m. w. N.

Angesichts der Zersplitterung der Rechtsvorschriften für die Kabelzulassung in der AWZ, im Küstenmeer und an Land ist dies ein rechtlich verhältnismäßig unsicheres Unterfangen.

Innerhalb der AWZ ist eine räumliche Planung der netztechnischen Strukturen auf Grundlage des § 18a ROG mittlerweile möglich. Allerdings wird es noch einige Jahre in Anspruch nehmen, bis entsprechende Vorgaben erarbeitet, abgestimmt und in Kraft gesetzt worden sind.

Außerhalb der AWZ fällt die Festlegung der räumlichen Lage von Anbindungstrassen in den Kompetenzbereich der nach Maßgabe der Landesplanungsgesetze (Landesraumordnungsgesetze) zuständigen Landesplanungsbehörden. Insoweit gilt das allgemeine Raumordnungsrecht. Praktisch fällt auf, dass die Landesplanungsbehörden die Aufgabe der vorsorgenden raumordnerischen Sicherung ausreichender Trassenkorridore bislang noch nicht in der nötigen Breite angenommen haben. Unbefriedigend sind die raumordnerischen Festlegungen bzw. Vorarbeiten insbesondere für den Bereich der Nordsee:

[...]

Äußerst unbefriedigend ist auch die bereits oben (siehe Kap. 3.2) erwähnte genehmigungsrechtliche Ausgangssituation für die Kabelanbindung, welche die Antragsteller dazu zwingt, nebeneinander mehrere Zulassungsverfahren mit nicht immer klar kalkulierbarem Ergebnis zu führen. Wichtigste Engstelle ist dabei die im behördlichen Ermessen stehende Er-

[Seite 81]

teilung einer Befreiung von den nationalparkgesetzlichen Verboten der Inanspruchnahme des niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Wattenmeeres.

Anmerkungen

Die wörtlichen Übernahmen werden nicht gekennzeichnet. Auf Klinski et al wird nur für eine Teilaussage verwiesen. Der Autor weist auf genau die Abschnitte der Quelle hin, die er bei der Übernahme ausgelassen hat.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[53.] Psc/Fragment 245 32 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 15:22 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 17:47 PlagProf:-)
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 245, Zeilen: 32-37
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 81, Zeilen: 18-21
Schließlich führt das Nebeneinander der einzelnen Kabelplanungen zum einen in der Summe zu hohen Anbindungskosten und zum anderen zu unnötigen Umweltbelastungen. Durch Nutzung gemeinsamer Kabel (nicht nur gemeinsamer Trassen) ließe sich sowohl die Umweltverträglichkeit als auch die Wirtschaftlichkeit der Offshore-Anlagen beträchtlich steigern. Um dies erreichen zu können, ist es indes notwendig, raumordnerische Vorfestlegungen über die Trassenführung zu treffen. Das Nebeneinander der einzelnen Kabelplanungen führt einerseits in der Summe zu hohen Anbindungskosten, andererseits zu unnötigen Umweltbelastungen. Durch Nutzung gemeinsamer Kabel (nicht nur gemeinsamer Trassen) ließe sich sowohl für die Umwelt als auch für die Wirtschaftlichkeit der Anlagen viel gewinnen. Um das erreichen zu können, ist es notwendig, raumordnerische Vorfestlegungen über die Trassenführung zu treffen, [...]
Anmerkungen

Klinski et al werden weiter oben auf der Seite in einem anderen Zusammenhang erwähnt.

Sichter
fret

[54.] Psc/Fragment 246 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 07:36 (PlagProf:-))
Erstellt: 27. June 2012, 18:00 PlagProf:-)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 246, Zeilen: 1-33
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 81, 82, 110, Zeilen: 81: 23-30; 82: 1-10; 110: 15-32
Sinnvoll ist darüber hinaus die Schaffung eines räumlich abgestimmten Gesamtkonzepts für das Netzgebilde im Meeresgebiet (»vorgelagertes Netz«), das seinerseits durch ein rechtlich abgesichertes Betreibermodell ergänzt wird, auf dessen Grundlage sich die Verbindungsleitungen zu wirtschaftlich angemessenen Konditionen errichten und betreiben lassen.

dd) Teilweise erfolgte Verbesserungen durch das Infrastrukturbeschleunigungsgesetz und weitere Vorschläge

Die am 09.12.2006 im Gesetz zur Beschleunigung von Planungsverfahren für Infrastrukturvorhaben in Kraft getretenen Änderungen des EnWG913 bringen im Hinblick auf die Thematik der Netzanbindung von Offshore-Anlagen zwei Neuerungen. Zum einen ist in dem geänderten § 43 EnWG nunmehr vorgesehen, dass auch für Erdkabel landseitig - nicht jedoch im Küstenmeer - eine Zulassung über ein (mit Konzentrationswirkung ausgestattetes) Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden kann. Zum anderen werden nach dem neuen § 17 Abs. 2a EnWG die Betreiber der in der jeweiligen Küstenregion befindlichen Übertragungsnetze dazu verpflichtet, die Anschlussleitungen »von dem Umspannwerk der Offshore-Anlagen bis zu dem technisch und wirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt des nächsten Übertragungs- oder Verteilernetzes zu errichten und zu betreiben«.

(1) Kabelzulassung im Küstenmeer

Als besonders wichtig stellt sich die Aufgabe dar, einen integrierten Zulassungstatbestand für die erforderlichen Verbindungskabel zwischen den Offshore-Windparks und dem an Land befindlichen Übertragungsnetz zu schaffen, durch den die bislang im Küstenmeer und an Land bestehende Zersplitterung zwischen unterschiedlichen Zulassungserfordemissen und Zuständigkeiten aufgehoben wird914. Die Schaffung eines integrierten Zulassungstatbestands kann durch eine Änderung des energierechtlichen Planfeststellungsverfahrens nach § 43 EnWG erreicht werden. Anknüpfend an die gegenwärtig bestehenden Regelungen des § 43 EnWG für Hochspannungsfreileitungen ab 110 kV, könnte generell auch für Seekabel ein Planfeststellungsverfahren vorgesehen werden. Da Planfeststellungsverfahren gem. (§ 43b Nr. 3 EnWG i. V. m.) § 75 VwVfG immer mit einer Konzentrationswirkung versehen sind, würden die bislang nebeneinander erforderlichen Einzelzulassungsakte nach den wasserrechtlichen, naturschutzrechtlichen und nationalparkrechtlichen Bestimmungen der Länder sowie die wasser- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung nach § 31 Abs. [2 WaStrG obsolet915].


913 Art. 7 des Gesetzes zur Beschleunigung von Planungsverfahren für Infrastrukturvorhaben vom 9. November 2006, BGBl. I 2006, 2833. Zum Vorlauf des Gesetzgebungsverfahrens siehe BT-Drcks. 16/54 und BT-Drcks. 16/3158.

914 So auch Klinski et al., Umweltstrategie Windenergienutzung, 81.

915 Allgemein zur Konzentrationswirkung des Planfeststellungsverfahrens Bonk/Neumann [...]

Sinnvoll ist darüber hinausgehend die Schaffung eines räumlich abgestimmten Gesamtkonzepts für das Netzgebilde im Meeresgebiet („vorgelagertes Netz“), das seinerseits durch ein rechtlich abgesichertes Betreibermodell ergänzt wird, auf dessen Grundlage sich die Verbindungsleitungen zu wirtschaftlich angemessenen Konditionen errichten und betreiben lassen (siehe dazu unten Kap. 3.4.3.3).

Die kürzlich (nach Abschluss der Untersuchungsphasen des vorliegenden FuE-Vorhabens) im Rahmen der Gesetzesinitiative zur Beschleunigung von Planungsverfahren für Infrastrukturvorhaben beschlossenen und bereits in Kraft getretenen Änderungen des Energiewirt-

[S. 82]

schaftsgesetzes (EnWG)161 bringen im Hinblick auf die Thematik der Netzanbindung von Offshore-Anlagen zwei Neuerungen:

  • Zum einen ist in dem geänderten § 43 EnWG nunmehr vorgesehen, dass auch für Erdkabel landseitig – nicht jedoch im Küstenmeer – eine Zulassung über ein (mit Konzentrationswirkung ausgestattetes) Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden kann.
  • Zum anderen werden nach dem neuen § 17 Abs. 2a EnWG die Betreiber der in der jeweiligen Küstenregion befindlichen Übertragungsnetze dazu verpflichtet, die Anschlussleitungen „von dem Umspannwerk der Offshore-Anlagen bis zu dem technisch und wirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt des nächsten Übertragungs- oder Verteilernetzes zu errichten und zu betreiben“.

[S. 110]

3.4.3.2 Kabelzulassung im Küstenmeer

Als besonders wichtig stellt sich die Aufgabe dar, einen integrierten Zulassungstatbestand für die erforderlichen Verbindungskabel zwischen den Offshore-Windparks und dem an Land befindlichen Übertragungsnetz zu schaffen, durch den die bislang im Küstenmeer und an Land bestehende Zersplitterung zwischen unterschiedlichen Zulassungserfordernissen und Zuständigkeiten aufgehoben wird.

Die Schaffung eines in diesem Sinne integrierten Zulassungstatbestands ist nicht einerseits im Zusammenhang mit der Verwirklichung des weiter unten noch vorzustellenden Konzepts für einen neuen umfassenden Genehmigungstatbestand für Windparks als Gesamtanlagen einschließlich Anbindungskabel denkbar, andererseits aber auch außerhalb dessen als isolierte Gesetzesänderung.

Anknüpfend an die gegenwärtig bestehenden Regelungen des § 43 EnWG für Hochspannungsfreileitungen ab 110 kV, könnte generell auch für Seekabel ein Planfeststellungsverfahren vorgesehen werden. Da Planfeststellungsverfahren qua definitionem mit einer Konzentrationswirkung versehen sind (vgl. § 75 VwVfG), würden die bislang nebeneinander erforderlichen Einzelzulassungsakte nach den wasserrechtlichen, naturschutzrechtlichen und nationalparkrechtlichen Bestimmungen der Länder sowie die wasser- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung nach § 31 Abs. 2 WaStrG obsolet.


161 Art. 7 des Gesetzes zur Beschleunigung von Planungsverfahren für Infrastrukturvorhaben vom 9. November 2006, BGBl. I 2006 S. 2833. Zum Vorlauf des Gesetzgebungsverfahrens siehe BTDrs. 16/54 und BT-Drs. 16/3158.

Anmerkungen

Nur ein Verweis auf Klinski et al, der mit dem Zusatz "So auch" von den massiven wörtlichen Übernahmen ablenkt.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[55.] Psc/Fragment 294 16 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 07:47 (KayH)
Erstellt: 27. June 2012, 18:11 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 294, Zeilen: 16-21
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 95, Zeilen: 21-26
(4) Neutralisierung des Mengenanreizes

Es sollte grundsätzlich nicht Aufgabe eines neutralen Verteilnetzbetreibers sein, die Menge des durch sein Netz durchgeleiteten Stroms beeinflussen zu wollen. In den bisherigen Festlegungsverfahren für Netznutzungsentgelte hatte der Netzbetreiber jedoch einen Anreiz, die Menge der durchgeleiteten kWh zu maximieren bzw. die ursprüngliche Mengenprognose zumindest nicht zu unterschreiten.

zu 4. Neutralisierung des Mengenanreizes

Es sollte grundsätzlich nicht Aufgabe eines neutralen Verteilnetzbetreibers sein, die Menge des durch sein Netz durchgeleiteten Stroms beeinflussen zu wollen.35
In den meisten möglichen Festlegungsverfahren für Netznutzungsentgelte hat der Netzbetreiber jedoch einen Anreiz, die Menge der durchgeleiteten kWh zu maximieren bzw. die ursprüngliche Mengenprognose zumindest nicht zu unterschreiten.


35 [...]

Anmerkungen

Sehr geringfügige Änderungen, ansonsten identisch. Keine Fußnote für die Quelle.

Sichter
KayH

[56.] Psc/Fragment 275 24 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 21:22 (Hindemith)
Erstellt: 27. June 2012, 19:02 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verbraucherzentrale Bundesverband 2006, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 275, Zeilen: 24-33
Quelle: Verbraucherzentrale_Bundesverband_2006
Seite(n): 9, Zeilen: 35-45
Die Einführung eines Regulierungskontos zum Ausgleich kurzfristiger Mengenschwankungen ist ebenfalls unter Anreizgesichtspunkten zu bewerten. Der Netzbetreiber könnte bestrebt sein, die Einhaltung der Prognose zu erreichen und Einflüsse, die dieses Ziel in Frage stellen, auszuschalten. Der Mengenausgleich beispielsweise für ein flächendeckendes Umstellungsprogramm für Nachtspeicherheizungen auf umweltverträglichere Heizsysteme im Netzgebiet ist beim Revenue-Cap-Ansatz zwar grundsätzlich unmittelbar über eine Anhebung der Netzentgelte möglich, eine solche Anhebung ist jedoch häufig öffentlich-medial und politisch mit dem Stigma der Kostentreiberei verbunden. Daher könnte der Netzbetreiber bestrebt sein, ein solches Effizienzprogramm nach Möglichkeit zu verhindern999.

999 Leprich/Diekmann/Ziesing, DIW 76/2007, 87, 95.

Die Einführung eines Regulierungskontos zum Ausgleich kurzfristiger Mengenschwankungen ist ebenfalls vor allem unter Anreizgesichtspunkten sehr positiv zu bewerten. Der Mengenausgleich für beispielsweise ein flächendeckendes Umstellungsprogramm fürNachtspeicherheizungen auf umweltverträglichere Heizsysteme im Netzgebiet ist beim Revenue-Cap-Ansatz zwar grundsätzlich unmittelbar über eine Anhebung der Entgelte möglich, eine solche Anhebung ist jedoch häufig politisch und in den Augen der Öffentlichkeit problematisch. Daher könnte der Netzbetreiber bestrebt sein, ein solches Effizienzprogramm nach Möglichkeit zu verhindern. Die gleiche Argumentation gilt im Übrigen bei jeglicher Unterschreitung der Mengenprognose: der Netzbetreiber wird stets bestrebt sein, die Einhaltung der Prognose2 zu erreichen und Einflüsse, die dieses Ziel in Frage stellen, auszuschalten.

2 Die zunächst verwendeten Mengen beruhen auf den Mengen des abgelaufenen Geschäftsjahres; prognostizierte Mengenänderungen sollen der Bundesnetzagentur separat übermittelt werden. (463)

Anmerkungen

Quelle nicht genannt.

Sichter
Hindemith

[57.] Psc/Fragment 295 03 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 00:20 (KayH)
Erstellt: 27. June 2012, 19:29 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 295, Zeilen: 01-05
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 96, Zeilen: 14-19
[Insbesondere bei längeren Regulierungszyklen hätte der Netzbetrei-]ber ohne eine Mengenneutralisierung einen hohen Anreiz, diese Aktivitäten zu erschweren bzw. zu unterbinden - unabhängig davon, ob diese volkswirtschaftlich sinnvoll sind oder nicht. Der Anreiz wird bei unzureichender Entflechtung von Netz und Vertrieb noch einmal gesteigert, da dem Netzbetreiber neben einem Deckungsbeitrag zum Netz auch noch die Vertriebsmarge entgehen würde. Insbesondere bei längeren Regulierungszyklen hätte der Netzbetreiber ohne eine Mengensaldierung einen hohen Anreiz, diese Aktivitäten zu erschweren bzw. zu unterbinden – unabhängig davon, ob diese volkswirtschaftlich sinnvoll sind oder nicht. Der Anreiz wird bei unzureichender Entflechtung von Netz und Vertrieb noch einmal gesteigert, da dem Netzbetreiber neben einem Deckungsbeitrag zum Netz auch noch die Vertriebs-marge entgehen würde.
Anmerkungen

Ein Wort geändert, keine Fußnote in der Nähe.

Sichter
KayH

[58.] Psc/Fragment 294 06 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 07:53 (KayH)
Erstellt: 27. June 2012, 19:41 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 294, Zeilen: 6-15
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 95, Zeilen: 8-19
(3) Anreize zur Steigerung der Servicequalität gegenüber allen Netznutzern

Auch im Bereich der Servicequalität sind Standards für die Netzbetreiber zu definieren, die nicht unterschritten werden dürfen1054. Mögliche Kennziffern sind hier bspw. der Zeitraum bis zur Beseitigung von Störungen, die Reaktionszeit auf Beschwerden oder der Zeitraum, in dem ein beantragter Netzanschluss realisiert wird. Auch die Effizienz des Netzparallelbetriebes dezentraler Anlagen kommt in Betracht1055. Im Hinblick auf die Servicequalität für dezentrale Einspeiser könnte beispielsweise das Bestreben des Netzbetreibers, die Gesamtanschlussleistung dezentraler Anlagen zu maximieren und den Betrieb dieser Anlagen effizient in den Netzbetrieb einzubinden, honoriert werden.


1054 Schaefer/Schönefuß, ZfE 2006, 173, 176; Groebel, in: Britz/Hellermann/Hermes (Hrsg.), EnWG, § 21 Rn. 52; BNetzA, Anreizregulierungsbericht, Rn. 19 ff; 220 ff.; 616 ff.
1055 Ajohia/Hakvort, Utilities Policy 2005, 211 ff; Tanz-Rahlfs, Anreizregulierung, 76.

zu 3. Anreize zur Steigerung der Servicequalität gegenüber allen Netznutzern

Ähnlich wie unter 2. sind auch im Bereich der Servicequalität für die Netzbetreiber Standards zu definieren, die nicht unterschritten werden dürfen.

Mögliche Kennziffern sind hier

• Zeitraum bis zur Beseitigung von Störungen

• Reaktionszeit auf Beschwerden

• Zeitraum, in dem ein beantragter Netzanschluss realisiert wird

• Effizienz des Netzparallelbetriebes dezentraler Anlagen

Im Hinblick auf die Servicequalität für dezentrale Einspeiser könnte beispielsweise das Bestreben des Netzbetreibers, die Gesamtanschlussleistung dezentraler Anlagen zu maximieren und den Betrieb dieser Anlagen effizient in den Netzbetrieb einzubinden, honoriert werden.

Anmerkungen

Kein Verweis auf die Quelle.

Sichter
KayH

[59.] Psc/Fragment 293 04 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:22 (PlagProf:-))
Erstellt: 27. June 2012, 20:33 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 293, Zeilen: 04-27
Quelle: Leprich_et al._2005
Seite(n): 94, Zeilen: 01-27
(1) Anreize zur Effizienzsteigerung im Hinblick auf die beeinflussbaren Kosten

Wie in Kapitel 4:A.II.l.c) beschrieben, gaben die bisherigen Verfahren zur Festlegung der Netznutzungsentgelte nur unzureichende Anreize zur Effizienzsteigerung und damit verbunden zur Kosteneinsparung bei den Netzbetreibern. Ziel der nunmehr eingeführten Anreizregulierung ist es daher, vorhandene Rationalisierungspotentiale zu erschließen und dadurch Kostensenkungen zu erreichen. Um dies auf sachgerechtem Wege zu realisieren, werden im Verteilnetzbereich als Kostenkomponenten laufende Betriebskosten, Abschreibungen und Kapitalkosten, Kosten vorgelagerter Netze sowie staatlich auferlegte Kosten unterschieden. Kurzfristig beeinflussbar sind hiervon lediglich die laufenden Betriebskosten, mittel- und langfristig beeinflussbar sind die Investitionen und damit verbunden die Abschreibungen und Kapitalkosten. Keinen Einfluss haben die Netzbetreiber auf die Kosten der vorgelagerten Netze und auf die staatlich auferlegten Kosten, sodass diese beiden Kostenblöcke nicht von einer Anreizregulierung adressiert werden können. Eine Effizienzsteigerung beim Investitionsverhalten kann insbesondere bei den Aspekten der Vermeidung unnötiger Investitionen, der Kostengünstigkeit durchgeführter Investitionen (Komponenten, Finanzierung, Synergien, etc.) und schließlich einer Qualitätssteigerung bei gleichen Kosten erreicht werden. Im Hinblick darauf, dass die Netzbetreiber dazu beitragen können, dass volkswirtschaftlich sinnvolle dezentrale Optionen systematisch erschlossen werden, ist es notwendig, dass die zukünftige Netzentgeltfestlegung dem Grundsatz nach Aspekte der Kostenorientierung beibehält und diejenigen Ausgaben, die kurzfristig bei dieser Systemoptimierung im Netzgebiet anfallen vorbehaltlich ihrer Kosteneffizienz anerkennt bzw. durch das Setzen von Anreizen die entsprechend handelnde Netzbetreiber belohnt.

zu 1. Anreize zur Effizienzsteigerung im Hinblick auf die beeinflussbaren Kosten

Die bisherigen Verfahren zur Festlegung der Netznutzungsentgelte gaben nur unzureichende Anreize zur Effizienzsteigerung und damit verbunden zur Kosteneinsparung bei den Netzbetreibern (s. dazu Kapitel 2.4). Ziel jeglicher Art von „Anreizregulierung“ ist es daher, vorhandene Rationalisierungspotenziale zu erschließen und dadurch Kostensenkungen zu erreichen.

Im Verteilnetzbereich sind hier folgenden vier Kostenkomponenten zu unterscheiden:

  • laufende) Betriebskosten
  • Abschreibungen und Kapitalkosten
  • Kosten vorgelagerter Netze
  • staatlich auferlegte Kosten

Kurzfristig beeinflussbar sind lediglich die laufenden Betriebskosten, mittel- und langfristig beeinflussbar sind die Investitionen und damit verbunden die Abschreibungen und Kapitalkosten. Keinen Einfluss haben die Netzbetreiber auf die Kosten der vorgelagerten Netze und auf die staatlich auferlegten Kosten, so dass diese beiden Kostenblöcke nicht von einer Anreizregulierung adressiert werden können.

Eine Effizienzsteigerung beim Investitionsverhalten beinhaltet folgende Aspekte:

  • Vermeidung „unnötiger“ Investitionen
  • Kostengünstigkeit der durchgeführten Investitionen (Komponenten, Finanzierung, Synergien, ...)
  • Qualitätssteigerung bei gleichen Kosten

Im Hinblick darauf, dass die Netzbetreiber dazu beitragen können, dass volkswirtschaftlich sinnvolle dezentrale Optionen systematisch erschlossen werden, ist es notwendig, dass die Netzentgeltfestlegung an der Kostenorientierung festhält und diejenigen Aus-gaben, die kurzfristig bei dieser „Systemoptimierung“ im Netzgebiet anfallen, vorbehaltlich ihrer Kosteneffizienz anerkennt bzw. durch das Setzen von Anreizen die entsprechend handelnden Netzbetreiber belohnt.

Anmerkungen

Bei Psc auf den Seiten 293 - 295 verschleiernde Übernahme aller Gliederungspunkte 1 - 4 einschließlich der Textinhalte von der Quelle Leprich_etal_2005, Seiten 94 - 96. Hierbei erfolgt erst auf S. 295 (FN 1057) ein Verweis auf die Quelle, allerdings selbst dann nicht auf die tatsächlich übernommenen Seiten, sondern S. 110

Sichter
fret

[60.] Psc/Fragment 247 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 07:22 (PlagProf:-))
Erstellt: 27. June 2012, 22:35 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 247, Zeilen: 1-38
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 110, 111, Zeilen: 110: 33-40; 111: 1-28
Materiellrechtlich hätte dies nicht zur Folge, dass die betreffenden fachrechtlichen Anforderungen inhaltlich unbedeutend würden. Allerdings würde die Entscheidungskompetenz hierüber auf die Planfeststellungsbehörde übergehen. Die fachrechtlichen Anforderungen würden entweder in die planfeststellungsrechtliche Abwägung eingehen (und wären damit bei Vorliegen gewichtiger Gründe auch überwindbar) oder - bei entsprechender ausdrücklicher Festlegung im betreffenden Gesetz - als zusätzliche Anforderungen einen besonderen Beachtlichkeitsstatus erhalten (verknüpft beispielsweise mit einem Zustimmungsvorbehalt bestimmter Behörden). Eine Planfeststellungslösung für die Zulassung der Anbindungskabel hat den Vorteil, rechtssetzungstechnisch relativ schnell durch eine Änderung des EnWG realisierbar zu sein. Sie würde zwar nicht zu einer Konzentration der Genehmigungsentscheidung bei der für die Windparks in der AWZ zuständigen Genehmigungsbehörde führen, sondern in den Zuständigkeitsbereich der »nach Landesrecht zuständigen Behörde« fallen (§ 43 Satz 1 a. E. EnWG)916. Das wesentliche Entwicklungshemmnis jedoch, nämlich das mit der fragmentarischen Zuständigkeit unterschiedlicher Fachbehörden einhergehende Risiko einer zeitintensiven, uneinheitlichen, möglicherweise in sich widersprüchlichen und zumindest in Teilen der Ausbaustrategie für die Offshore-Windenergienutzung entgegenlaufenden behördlichen Entscheidungspraxis, lässt sich hierdurch vermeiden.

Im Zuge der durch das InfrBeschlG erfolgten Änderung des § 43 EnWG wurde die Möglichkeit, einen einheitlichen Zulassungstatbestand der Planfeststellung für Seekabel zur Anbindung von Offshore-Windparks zu schaffen, leider verpasst. Die geänderte Bestimmung bezieht zwar erstmals über Hochspannungsfreileitungen hinaus auch Erdkabel in die Planfeststellungsfähigkeit mit ein. Sie bezieht sich aber nur auf solche Erdkabel mit mindestens 110 kV Nennspannung, »die zwischen der Küstenlinie und dem nächstgelegenen Netzverknüpfungspunkt, höchstens jedoch in einer Entfernung von nicht mehr als 20 Kilometer von der Küstenlinie landeinwärts« verlegt werden (§ 43 Satz 3 EnWG)917. Das besondere zulassungsrechtliche Problemgebiet im Meeresbereich jenseits der Küstenlinie bis zur meerseitigen Begrenzung des Küstenmeeres bleibt also hiervon ausgenommen.

Auf Landesebene sollte unabhängig hiervon der umfassende behördliche Ermessensspielraum für nationalparkrechtliche Befreiungen für die Verlegung von Kabeln zu Offshore-WEA in den Wattenmeer-Nationalparks überdacht werden. Hierzu wäre eine Änderung der Nationalparkgesetze der Küstenstaaten erforderlich. Sachgerecht erscheint hier die Schaffung eines Anspruchs auf Zulassung von Anbindungskabeln für Offshore-Windparks, wenn keine überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstehen918. Ergänzend sollte auch eine Ermächtigungsgrundlage zur Auferlegung von Nebenbestimmungen eingeführt werden, um im Einzelfall negative Einwirkun-[gen auf die schützenswerte Belange des Wattenmeeres zu mindern.]


916 Zur Kompetenzverteilung vgl. Kapitel 5:A.I.2.

917 Schneller, DVB1. 2007, 529, 537.

918 Klinski et al., Umweltstrategie Windenergienutzung, 81.

Materiellrechtlich hätte dies nicht zur Folge, dass die betreffenden fachrechtlichen Anforderungen inhaltlich unbedeutend würden. Allerdings würde die Entscheidungskompetenz hierüber auf die Planfeststellungsbehörde übergehen. Die fachrechtlichen Anforderungen würden entweder in die planfeststellungsrechtliche Abwägung eingehen (und wären damit bei Vorliegen gewichtiger Gründe auch überwindbar) oder – bei entsprechender ausdrücklicher Festlegung in dem betreffenden Gesetz – als zusätzliche Anforderungen einen besonderen Beachtlichkeitsstatus erhalten (verknüpft beispielsweise mit einem Zustimmungsvorbehalt bestimmter Behörden).

[Seite 111]

Eine Planfeststellungslösung für die Zulassung der Anbindungskabel hat den Vorteil, regelungstechnisch relativ schnell – nämlich ohne umfassende konzeptionelle Vordiskussionen vorauszusetzen – durch eine unkomplizierte Änderung des EnWG realisierbar zu sein. Sie führt zwar nicht zu einer Konzentration der Genehmigungsentscheidung bei der für die Windparks in der AWZ zuständigen Genehmigungsbehörde, sondern fällt in den Zuständigkeitsbereich der Landesenergiebehörden. Das wesentliche Entwicklungshemmnis, nämlich das mit der Entscheidungszuständigkeit unterschiedlicher Fachbehörden einhergehende Risiko einer zeitraubenden, uneinheitlichen, möglicherweise in sich widersprüchlichen und zumindest in Teilen der Ausbaustrategie für die Offshore-Windenergienutzung entgegen laufenden behördlichen Entscheidungspraxis, lässt sich hierdurch jedoch vermeiden.

Im Zuge der kürzlich erfolgten Änderung des § 43 EnWG210 wurde die Möglichkeit, einen einheitlichen Zulassungstatbestand der Planfeststellung für Seekabel zur Anbindung von Offshore-Windparks zu schaffen, leider verpasst. Die geänderte Bestimmung bezieht zwar erstmals über Hochspannungsfreileitungen hinaus auch Erdkabel in die Planfeststellungsfähigkeit mit ein. Die Regelung bezieht sich aber nur auf Erdkabel mit mindestens 110 kV Nennspannung, „die zwischen der Küstenlinie und dem nächstgelegenen Netzverknüpfungspunkt, höchstens jedoch in einer Entfernung von nicht mehr als 20 Kilometer von der Küstenlinie landeinwärts“ verlegt werden (§ 43 Satz 3 EnWG). Das besondere zulassungsrechtliche „Problemgebiet“ im Meeresbereich jenseits der Küstenlinie bis zur meerseitigen Begrenzung des Küstenmeeres bleibt also ausgenommen.

Für die landesrechtliche Ebene ist unabhängig davon die Aufnahme geeigneter materieller Regelungen zur Zulässigkeit der Verlegung von Kabeln zu Offshore-Windenergieanlagen in den Wattenmeer-Nationalparks zu empfehlen (Änderung der Nationalparkgesetze der Küstenstaaten). Sachgerecht erscheint die Schaffung eines Anspruchs auf Zulassung von Anbindungskabeln für Offshore-Windparks, wenn keine überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstehen, verbunden mit einer Ermächtigung zur Auferlegung von Nebenbestimmungen zur Minderung negativer Einwirkungen auf die schützenswerte Belange des Wattenmeeres.


210 Art. 7 des Gesetzes zur Beschleunigung von Planungsverfahren für Infrastrukturvorhaben vom 9. November 2006, BGBl. I 2006 S. 2833. Zum Vorlauf des Gesetzgebungsverfahrens siehe BTDrs. 16/54 und BT-Drs. 16/3158.

Anmerkungen

Die Fußnote 918 verweist auf S. 81 von Klinski et al, nicht auf die Seiten 110-111, denen dieser Text weitgehend wörtlich und ohne Kennzeichnung entnommen wurde.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[61.] Psc/Fragment 061 08 - Diskussion
Bearbeitet: 15. July 2012, 11:36 (Hotznplotz)
Erstellt: 27. June 2012, 22:56 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 8-13
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 95, Zeilen: 1-6
Endogener technischer Wandel ist in Modellen der »Neuen Wachstumstheorie« explizit das Ergebnis öffentlicher und vor allem privater Investitionstätigkeiten in F&E126. In diesen Modellen kommen Investitionen in F&E nicht nur dem investierenden Unternehmen zugute, sondern erhöhen auch die Produktivität bzw. Produktqualität anderer Unternehmen. Durch diese sog. Spillovers ist langfristiges ökonomisches Wachstum überhaupt erst möglich.

[126 Lucas, Journal of Monetary Economics 1988, 3 ff.; Römer, Journal of Political Economy 1990, 71 ff.]

Endogener technischer Wandel ist in Modellen der „Neuen Wachstumstheorie“ explizit das Ergebnis öffentlicher und vor allem privater Investitionstätigkeiten in FuE (Lucas 1988, Romer 1990). In diesen Modellen kommen Investitionen in FuE nicht nur dem investierenden Unternehmen zugute, sondern erhöhen auch die Produktivität bzw. Produktqualität anderer Unternehmen. Durch diese so genannten Spill-overs ist langfristiges ökonomisches Wachstum überhaupt erst möglich.
Anmerkungen

wortwörtliche Übereinstimmungen ohne Kennzeichnung und ohne Hinweis auf die originale Quelle.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[62.] Psc/Fragment 061 29 - Diskussion
Bearbeitet: 15. July 2012, 11:37 (Hotznplotz)
Erstellt: 27. June 2012, 23:02 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 29-37
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 95, Zeilen: 7-16
Zu den zentralen Annahmen der skizzierten (weitgehend neoklassischen) Innovationsmodelle zählt, dass die Entscheidungsträger vollkommen rational handeln (homo oeconomicus): Innovationsentscheidungen werden nach Abwägen von Kosten und Nutzen, die jeweils - im Sinne von Erwartungswerten - vollständig voraussehbar sind so getroffen, dass der Gewinn maximiert wird. Gerade bei Innovationen, die ja per se unvorhersehbare Ereignisse charakterisieren, sind diese Annahmen allerdings zu hinterfragen128.

Festzuhalten ist, dass modernere Ansätze technischen Wandel als Ergebnis ökonomischer Aktivitäten sehen, die wiederum mit dem Einsatz von Ressourcen ver[bunden sind.]


[128 Iten/Peter/Walz/Menegale, Auswirkungen des Umweltschutzes, 88.]

Zu den zentralen Annahmen der beschriebenen, weitgehend neoklassischen Innovationsmodelle zählt, dass die Entscheidungsträger vollkommen rational handeln (homo oeconomicus): Innovationsentscheidungen werden nach Abwägen von Kosten und Nutzen, die jeweils – im Sinne von Erwartungswerten – vollständig voraussehbar sind so getroffen, dass der Gewinn maximiert wird. Gerade bei Innovationen, die ja per se unvorhersehbare Ereignisse charakterisieren, sind diese Annahmen allerdings zu hinterfragen.

Festzuhalten ist, dass modernere Ansätze technischen Wandel als Ergebnis ökonomischer Aktivitäten sehen, die wiederum mit dem Einsatz von Ressourcen verbunden sind.

Anmerkungen

Ungekennzeichnete weitgehend wörtliche Übernahme vor und hinter der Quellenangabe.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[63.] Psc/Fragment 248 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 07:05 (PlagProf:-))
Erstellt: 27. June 2012, 23:32 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 248, Zeilen: 1-30
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 111, 112, Zeilen: 111: 28-38; 112: 1-11, 18-23
Eine derartige Klausel würde es ermöglichen, rechtssichere Verhältnisse für die Durchquerung des Wattenmeeres zu schaffen und zugleich die ohnehin nur temporären (nämlich für die Bauzeit) Belastungen der Natur des Wattenmeeres auf ein unvermeidbares Minimum zu beschränken. Auch die Beachtlichkeit raumordnerischer Festlegungen würde über den Rechtsbegriff der »überwiegenden öffentlichen Interessen« gesichert.

(2) Vorgelagerte Übertragungsnetze

Die systematische netztechnische Erschließung der AWZ für den Ausbau der Offshore-Windenergienutzung stellt sich als eine für die Entwicklung der künftigen energiewirtschaftlichen Strukturen bedeutsame gesamtstaatliche Aufgabe dar919. Die bestehenden Regelungen bieten keine tragfähige Grundlage dafür, die AWZ planvoll netztechnisch zu erschließen. Sowohl aus Umweltschutzgründen als auch auf Grund von ökonomischen Erwägungen bedarf es der Schaffung von Rechtsgrundlagen, mit denen es möglich ist, die Trassen bzw. Leitungen zur Anbindung der Offshore-Windparks sinnvoll zu bündeln. Zur Bewältigung dieser Aufgabe empfiehlt sich die Schaffung klarer bundesgesetzlicher Grundlagen. Mit Hilfe der Raumordnung in der AWZ ist es zwar möglich, raumbezogene Festlegungen zu treffen (Fixierung von Trassierungskorridoren und/oder Verknüpfungspunkten). Die Raumordnung bietet für sich genommen aber keine adäquate Grundlage zur Festlegung der Planungsziele und -bedarfe, sondern setzt diese vielmehr voraus. Aus diesen Gründen müsste auf Basis einer zuvor erfolgten Bedarfsermittlung und strategischen Umweltprüfung durch eine geeignete Stelle des Bundes ein konkreter Netzplan entworfen und dessen Gerüst in Gestalt verbindlicher Verknüpfungspunkte gesichert werden. Hierzu gehören Anknüpfungspunkte in der AWZ ebenso wie Endpunkte zur Verknüpfung mit dem Übertragungsnetz an Land. Dieser Netzplan sollte mit der Wirkung einer raumordnerischen Vorfestlegung ausgestattet sein.

Außerdem bedarf es ergänzender rechtlicher Bestimmungen, mit denen zum einen die Verpflichtung zur Nutzung bestimmter Infrastrukturen ausgesprochen werden kann und zum anderen Fragen der Betreiberschaft und der Wirtschaftlichkeit geklärt werden.


919 Zimmermann, DÖV 2003, 133 ff.; Schmälter, in: Danner/Theobald, Energierecht, Vorb. See-AnlVRn. 1.

[Seite 111: 28-38]

Eine derartige Klausel würde es ermöglichen, rechtssichere Verhältnisse für die Durchquerung des Wattenmeeres zu schaffen und zugleich die (ohnehin ganz überwiegend nur temporären) Belastungen der Natur des Wattenmeeres auf ein unvermeidbares Minimum zu beschränken. Auch die Beachtlichkeit raumordnerischer Festlegungen würde über den Rechtsbegriff der „überwiegenden öffentlichen Interessen“ gesichert.

3.4.3.3 Vorgelagerte Übertragungsnetze

Die systematische netztechnische Erschließung der AWZ für die Ausbauphasen211 der Offshore-Windenergienutzung stellt sich im Rahmen der durch Deutschland verfolgten Strategie zur Windenergienutzung auf See als eine für die Entwicklung der künftigen energiewirtschaftlichen Strukturen bedeutsame gesamtstaatliche Aufgabe dar. Die bestehenden Regelungen bieten keine tragfähige Grundlage dafür, die AWZ planvoll netztechnisch zu erschlie-

[Seite 112: 1-8]

ßen. Sowohl aus Umweltschutzgründen als auch auf Grund von ökonomischen Erwägungen bedarf es dringend der Schaffung von Rechtsgrundlagen, mit denen es möglich ist, die Trassen / Leitungen zur Anbindung der Offshore-Windparks sinnvoll zu bündeln.

Zur Bewältigung dieser Aufgabe empfiehlt sich die Schaffung klarer bundesgesetzlicher Grundlagen. Mit Hilfe der Raumordnung in der AWZ ist es zwar möglich, insofern raumbezogene Festlegungen zu treffen (Fixierung von Trassierungskorridoren und/oder Verknüpfungspunkten). Die Raumordnung bietet für sich genommen aber keine adäquate Grundlage zur Festlegung der Planungsziele und -bedarfe, sondern setzt deren Vorhandensein voraus.

[Seite 112: 18-23]

Auf Basis einer zuvor erfolgten Bedarfsermittlung wird durch eine geeignete Stelle des Bundes ein konkreter Netzplan entworfen, dessen Gerüst in Gestalt verbindlicher Verknüpfungspunkte gesichert wird (Anknüpfungspunkte in der AWZ, Endpunkte zur Verknüpfung mit dem Übertragungsnetz an Land). Die Festlegungen erfolgen auf Grundlage einer strategischen Umweltprüfung. Raumordnerische Vorfestlegungen sind möglich/erwünscht und ggf. verbindlich.

[Seite 112: 8-11]

Außerdem bedarf es ergänzender rechtlicher Bestimmungen, mit denen zum einen die Verpflichtung zur Nutzung bestimmter Infrastrukturen ausgesprochen werden kann und zum anderen Fragen der Betreiberschaft und der Wirtschaftlichkeit geklärt werden.


211 Für die Pilotphasen kann das Konzept nicht mehr rechtzeitig umgesetzt werden.

Anmerkungen

Einen (wenn auch inadäquaten) Quellenverweis gibt es dann wieder am Ende der nächsten Seite.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[64.] Psc/Fragment 050 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 10:36 (KayH)
Erstellt: 27. June 2012, 23:35 Klicken
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÖGUT 2003

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 1-36
Quelle: ÖGUT 2003
Seite(n): 15,16, Zeilen: -
[Für die Innovationsphase spielen unter anderem Nischen-]märkte eine zentrale Rolle. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Ansatz des

»Strategischen Nischenmanagements«, der darin besteht, temporär geschützte Bereiche für ausgewählte Technologien zu kreieren und zu managen85. Neue Technologien (wie die Energietechnologien auf Basis von erneuerbaren Energieträgern, die im Mittelpunkt der gegenständlichen Studie stehen) sind am Beginn oft noch fehlerbehaftet bzw. fehleranfällig. Nischenmärkte gelten als fehlertoleranter und eignen sich daher für die erste Anwendung am Markt86. Die erste Kommerzialisierung in Nischenmärkten erlaubt ein ständiges »learning by doing« and »learning by using«, das zu weiteren Verbesserungen der Technologien aber auch zu Kostenreduktionen in der Herstellung führt. Diese Lernprozesse in der Ökonomie werden allgemein in Form von »learning« oder »experience curves« beschrieben. Sie stellen die Abnahme der Produktionskosten pro Einheit mit zunehmender Produktion dar. Die Lernrate (die Steigung der Kurve) ist definiert als die Kostenreduktion pro Einheit (in Prozent) während einer Verdoppelung der akkumulierten Produktion87. Es gibt verschiedene Mechanismen des »Lernens« wie beispielsweise die zunehmenden Erfahrungen der Individuen infolge der Durchführung von Routinearbeiten, Produktstandardisierungen oder economies of scale. Das Potenzial zu Kostenreduktionen verringert sich mit zunehmender Reife der Technologie. Lernkurveneffekte treten vor allem in der Massen- oder Serienproduktion von Konsumgütern auf, wo durch Verringerung der Produktionskosten auch die Preise verringert werden können. Typische Lernraten auch für Energietechnologien variieren zwischen 10 % und 30 %. Es wurden in der Vergangenheit aber auch schon Lernraten von beinahe 50 % insbesondere in den ersten Phasen der Kommerzialisierung beobachtet88. Lernkurven dienen unter anderem der Identifizierung von Technologien, die bei adäquaten Investitionen wettbewerbsfähig werden können89. In der Phase der Innovation können soziale, technische, ökonomische oder institutionelle Hemmnisse deutlich werden. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die Innovation oftmals von intrinsischer Motivation einzelner Beteiligter oder öffentlichen Subventionen beeinflusst wird. Schließlich gelten Umweltinnovationen gerade in der Anfangsphase meist als unwirtschaftlich und werden dank ihrer ökologischen Vorteilhaftigkeit öffentlich unterstützt. Umweltinnovationen genießen in dieser Phase hohe Aufmerksamkeit von Seite der Umweltszene; entsprechend hoch sind die Erwartungen an ihre weitere Entwicklung. Umweltinteressierte Personen stellen oft die ersten Kunden bzw. Anwender der neuen Umwelttechnologien dar. Auf Ebene der Unternehmen verstärkt sich in dieser Phase die Konkurrenz. Waren es anfangs nur wenige vielleicht kleine Unternehmen90, springen nun weitere auf den fahrenden Zug auf (unter der Voraus-[setzung einer erfolgreichen Innovation). Es ist jetzt von der Innovation an sich abhängig, ob sie sich aus der Nische heraus entwickelt oder eben ein Nischenprodukt bleibt, was für einzelne Unternehmen durchaus interessant sein kann.]


85 Ausführlich hierzu Danner, Strategisches Nischenmanagement, passim.
86 Vgl. Kemp, Environmental Policy and Technical Change, 37.
87 Vgl. Coenenberg, Kostenrechnung und Kostenanalyse, 199 ff.
88 Greisberger et al., Auswirkung energiepolitischer Instrumente, 16.
89 Vgl. Grübler/Nakicenovic/Victor, Energy Policy 1999, 247 ff.; Kemp, Environmental Policy and Technical Change, passim.
90 Dem Einfluss der Unternehmensgröße wird in der ökonomischen Auseinandersetzung um die Innovationsfähigkeit von Unternehmen großer Stellenwert beigemessen. Die Frage, welche Betriebsgröße für das Hervorbringen von Innovationen am besten geeignet ist, wurde immer wieder unterschiedlich beantwortet (bspw. sprach Schumpeter von »small ist beautiful«). Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage, dafür aber zahlreiche Einflussfaktoren (Art des F&E-Vorhabens, Phase des Innovationsprozesses, Gegenstand der Innovation, Organisationsstruktur, Konkurrenzdruck etc.). Während größere Unternehmen den Vorteil haben, über mehr Kapital zu verfügen, sind kleinere Unternehmungen flexibler. Letztere haben insbesondere Vorteile bei (marktnahen) Produktinnovationen. Vgl. Schmid/Kumpftnüller/Ornetzeder/ Steiner, Endbericht, passim.

Für die eigentliche Innovation, die Überleitung in die Produktion und erste Markteinführung, spielen Nischenmärkte eine zentrale Rolle. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Ansatz des „Strategischen Nischenmanagements“, der darin besteht, temporär geschützte Bereiche für ausgewählte Technologien zu kreieren und zu managen. Neue Technologien (wie die Energietechnologien auf Basis von erneuerbaren Energieträgern, die im Mittelpunkt der gegenständlichen Studie stehen) sind am Beginn oft noch fehlerbehaftet bzw. fehleranfällig. Nischenmärkte gelten als fehlertoleranter und eignen sich daher für die erste Anwendung am Markt (vgl. Kemp 1998).

Die erste Kommerzialisierung in Nischenmärkten erlaubt ein ständiges „learning by doing“ and „learning by using“, das zu weiteren Verbesserungen der Technologien aber auch zu Kostenreduktionen in der Herstellung führt. Diese Lernprozesse in der Ökonomie werden allgemein in Form von „learning“ oder „experience curves“ beschrieben. Sie stellen die Abnahme der Produktionskosten pro Einheit mit zunehmender Produktion dar. Die Lernrate (die Steigung der Kurve) ist definiert als die Kostenreduktion pro Einheit (in Prozent) während einer Verdoppelung der akkumulierten Produktion. Es gibt verschiedene Mechanismen des „Lernens“ wie beispielsweise die zunehmenden Erfahrungen der Individuen infolge der Durchführung von Routinearbeiten, Produktstandardisierungen oder economies of scale4. Das Potenzial zu Kostenreduktionen verringert sich mit zunehmender Reife der Technologie. Lernkurveneffekte treten vor allem in der Massenproduktion von Konsumgütern auf, wo durch Verringerung der Produktionskosten auch die Preise verringert werden können. Typische Lernraten auch für Energietechnologien variieren zwischen 10% und 30%. Es wurden in der Vergangenheit aber auch schon Lernraten von beinahe 50% insbesondere in den ersten Phasen der Kommerzialisierung beobachtet. Lernkurven dienen unter anderem der Identifizierung von Technologien, die bei adäquaten Investitionen wettbewerbsfähig werden können (vgl. Grübler/Nakićenović/Victor 1999 und Kemp 1997).

In der Phase der Innovation können soziale, technische, ökonomische oder institutionelle Hemmnisse deutlich werden. Wie die bereits angesprochenen Fallstudien von Klemmer et al (1999) zeigen, wird die Innovation oftmals von intrinsischer Motivation einzelner Beteiligter oder von öffentlichen Subventionen beeinflusst. Schließlich gelten Umweltinnovationen gerade in der Anfangsphase meist als unwirtschaftlich und werden dank ihrer ökologischen Vorteilhaftigkeit öffentlich unterstützt. Umweltinnovationen genießen in dieser Phase hohe Aufmerksamkeit von Seite der Umweltszene; entsprechend hoch sind die Erwartungen an ihre weitere Entwicklung. Umweltinteressierte Personen stellen oft die ersten KundInnen bzw. AnwenderInnen der neuen Umwelttechnologien dar.

Auf Ebene der Unternehmen verstärkt sich in dieser Phase die Konkurrenz. Waren es anfangs nur wenige vielleicht kleine Unternehmen5, springen nun weitere auf den fahrenden Zug auf (unter der Voraussetzung einer erfolgreichen Innovation). Es ist jetzt von der Innovation an sich abhängig, ob sie sich aus der Nische heraus entwickelt oder eben ein Nischenprodukt bleibt, was für einzelne Unternehmen durchaus interessant sein kann.


4 [...]
5 Dem Einfluss der Unternehmensgröße wird in der theoretischen Auseinandersetzung um die Innovationsfähigkeit von Unternehmen großer Stellenwert beigemessen. Die Frage, welche Betriebsgröße für das Hervorbringen von Innovationen am besten geeignet ist, wurde immer wieder unterschiedlich beantwortet (beispielsweise sprach Schumpeter von „small ist beautiful“). Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage, dafür aber zahlreiche Einflussfaktoren (Art des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens, Phase des Innovationsprozesses, Gegenstand der Innovation, Organisationsstruktur, Konkurrenzdruck etc.). Während größere Unternehmen den Vorteil haben, über mehr Kapital zu verfügen, sind kleinere Unternehmungen flexibler. Letztere haben insbesondere Vorteile bei (marktnahen) Produktinnovationen (vgl. Schmid et al. 1994).

Anmerkungen

Die komplette Seite ist übernommen. Kleine Änderungen und Umstellungen. Angabe der Quelle in Fußnote 88 ohne Kennzeichnung wörtlicher Übernahmen. In den weiteren Fußnoten Übernahme von Literaturreferenzen sowie des Textes der Fußnote 90 aus der Quelle. Verschleiernde Variation zu Beginn der Übernahme. So wird dort der Satz umgestellt, "Innovation" wird zu "Innovationsphase", ein Einschub entfernt.

Sichter
(Klicken) KayH

[65.] Psc/Fragment 249 27 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 08:44 (PlagProf:-))
Erstellt: 27. June 2012, 23:53 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 249, Zeilen: 27-34
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 113, 114, Zeilen: 113: 37-43; 114: 1-2
Zu beachten ist schließlich, dass die Regelung nach der Übergangsbestimmung des § 118 Abs. 7 EnWG nur für solche Windenergieanlagen gilt, mit deren Errichtung bis zum 31.12.2011 begonnen worden ist. Die Bestimmung entfaltet ihre Wirkung also nur für die Pilotvorhaben, während eine längerfristige Gesamtlösung für die Schaffung und den Betrieb von vorgelagerten Netzen für die Ausbauphasen noch aussteht. Insofern wird an anderer Stelle - auch unter Auswertung der ersten Erfahrungen mit § 17 Abs. 2a EnWG - genauerer darüber nachzudenken sein, ob für die Ausbauphasen an dieses Regelungsmodell angeknüpft werden soll921.

921 Als Alternativmodell steht die Einführung eines wettbewerblichen Modells mit öffentlicher Ausschreibung der Betreiberschaft in der Diskussion. Im Vergabeverfahren könnten die Anforderungen dann ggf. genauer konkretisiert werden. Klinski et al., Umweltstrategie Windenergienutzung, 112 f.

Zu beachten ist allerdings, dass die Regelung nach der ebenfalls neu eingefügten Übergangsbestimmung des § 118 Abs. 7 EnWG nur für Windenergieanlagen gilt, mit deren Errichtung bis zum 31. Dezember 2011 begonnen worden ist. Die Bestimmung entfaltet ihre Wirkung also nur für die Pilotphasen, während eine längerfristige Gesamtlösung für die Schaffung und den Betrieb von vorgelagerten Netzen für die Ausbauphasen noch aussteht. Insofern wird an anderer Stelle – auch unter Auswertung der ersten Erfahrungen mit § 17 Abs. 2a EnWG – genauerer darüber nachzudenken sein, ob für die Ausbauphasen an dieses Rege-

[Seite 114]

lungsmodell angeknüpft werden oder stattdessen ein wettbewerbliches Modell mit Ausschreibung der Betreiberschaft bevorzugt werden sollte.214


214 Im Rahmen des vorliegenden Vorhabens konnte dies aus zeitlichen Gründen nicht mehr erörtert werden.

Anmerkungen

Der vorhandene Quellenverweis bezieht sich wohl nur auf die Fußnote. Die wörtlichen Übernahmen sind nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[66.] Psc/Fragment 250 04 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 13:01 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 00:17 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 250, Zeilen: 4-28, 101-113
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 98, 116, 117, Zeilen: 98: 22-29; 116: 35-40; 117: 16-35, 101-106
Allerdings ist die Nutzung der Offshore-Windenergie in der Praxis mit erheblich höheren Kosten verbunden, als dies noch im Rahmen der Novellierung des EEG 2004 angenommen wurde922. Daher besteht die Gefahr, dass die geplanten Pilotvorhaben trotz der Anreize durch § 10 Abs. 3 EEG nicht wirtschaftlich umsetzbar sind923. Für die besondere wirtschaftliche Problemsituation des Anschubs der ersten Pilotvorhaben zeichnet sich durch die Einfügung des § 17 Abs. 2a in das EnWG eine erste Lösung ab, da die Aufgaben der Errichtung und des Betriebs der Anschlussleitungen für Offshore-Windenergieanlagen nunmehr den küstenseitigen Übertragungsnetzbetreibem zugewiesen sind. Die Vorschrift lässt eine deutliche Reduzierung der Gesamtkosten der Windparkvorhaben erwarten. In welchem Umfang die neue Regelung die Wirtschaftlichkeit der Projekte im Einzelnen beeinflusst, lässt sich ohne eine speziellere betriebswirtschaftliche Untersuchung unter Betrachtung verschiedener Beispielsvarianten nicht zuverlässig aussagen. Sicher ist aber, dass die Wirtschaftlichkeit der Pilotprojekte dadurch wesentlich verbessert wird.

Inwieweit gleichwohl weitergehende Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Offshore-Anlagen geboten sind, sollte von einer sorgfältigen Evaluierung der neuen Regelungen des Infrastrukturbeschleunigungsgesetzes abhängig gemacht werden. Im Rahmen der 2008 anstehenden Überprüfung der EEG-Vergütungssätze empfiehlt sich eine gründliche Untersuchung der wirtschaftlichen Situation für die Offshore-Windenergienutzung unter den durch § 17 Abs. 2a EnWG veränderten Bedingungen. Angesichts der beschriebenen veränderten Kostensituation der Anlagenerrichter spricht aus heutiger Sicht trotz des § 17 Abs. 2a EnWG einiges dafür, eine weitere Erhöhung der Vergütungssätze für die Offshore-Windenergienutzung in Aussicht zu nehmen. Vor diesem Hintergrund sollte das deutsche Mindestpreissystem im Rahmen der nächstfolgenden Anpassung der Ver-[gütungsregelungen auf die veränderte wirtschaftliche Situation hin neu zugeschnitten werden924.]


922 Als Hintergrund wird insbesondere das relativ zurückhaltende Engagement der Banken und Versicherungsuntemehmen, die das Projektrisiko aufgrund der fehlenden Erfahrungen mit der Errichtung und dem Betrieb von Windenergieanlagen in Bereichen mit relativ großen Wassertiefen als sehr hoch einschätzen, identifiziert. In der Konsequenz führt dies zu einer deutlichen Erhöhung der Finanzierungskosten für die ersten Offshore-Pilotvorhaben. Entsprechendes gilt für Kosten der Lieferanten der Windenergieanlagen und der Fundamente. Deutlich über den ursprünglichen Annahmen liegen außerdem auch die Kosten für die Kabelanbindung der AWZ-Standorte. Klinski et al, a. a. O., 98.

923 Vgl. die europäische Vergleichsstudie von Ragwitz et al., Monitoring and Evaluation of Policy Instruments to Support Renewable Electricity in EU Member States; ferner die speziell auf die Offshore-Windenergienutzung fokussierende Untersuchung von Lehmann/Peter, Analyse der Vor- und Nachteile verschiedener Modelle zur Förderung des Ausbaus von Offshore-Windenergie in Deutschland.

Die Nutzung der Offshore-Windenergie ist, wie bereits festgestellt wurde (siehe oben, Kap. 3.1.2 und 3.3.7), mit erheblich höheren Kosten verbunden, als sie auf dem Stand 2003 im Rahmen der Novellierung des EEG 2004 angenommen wurden. Daher stellten sich die geplanten Pilotvorhaben im Untersuchungszeitraum bis September 2006 trotz der Anreize durch das EEG 2004 nicht als wirtschaftlich umsetzbar dar. Das galt insbesondere für die ersten „Pioniervorhaben“.

[Seite 117: 16-35]

Für die besondere wirtschaftliche Problemsituation des Anschubs der ersten Pilotvorhaben zeichnet sich durch die soeben (nach Abschluss der Untersuchungsphase zu diesem Vorhaben) durch den Gesetzgeber beschlossene Einfügung des § 17 Abs. 2a in das EnWG eine Lösung ab, da die Aufgaben der Errichtung und des Betriebs der Anschlussleitungen für Offshore-Windenergieanlagen nunmehr den küstenseitigen Übertragungsnetzbetreibern zugewiesen sind (siehe zu der Vorschrift bereits oben, Kap. 3.4.3.3). Die Vorschrift lässt eine deutliche Reduzierung der Gesamtkosten der Windparkvorhaben erwarten. In welchem Umfang die neue Regelung die Wirtschaftlichkeit der Projekte im Einzelnen beeinflusst, lässt sich ohne eine (an dieser Stelle nicht mögliche) speziellere betriebswirtschaftliche Untersuchung unter Betrachtung verschiedener Beispielsvarianten nicht zuverlässig aussagen. Sicher ist, dass die Wirtschaftlichkeit der Pilotprojekte dadurch wesentlich verbessert wird.

Inwieweit gleichwohl weitergehende Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geboten sind, sollte von einer sorgfältigen Evaluierung der neuen Regelungen abhängig gemacht werden. Im Rahmen der 2008 anstehenden Überprüfung der EEG-Vergütungssätze empfiehlt sich eine gründliche Untersuchung der wirtschaftlichen Ausgangssituation für die Offshore-Windenergienutzung unter den durch den neuen § 17 Abs. 2a EnWG veränderten Bedingungen. Dabei spricht aus heutiger Sicht trotz des § 17 Abs. 2a EnWG in Anbetracht der gegebenen technisch-wirtschaftlichen Ausgangsbedingungen mehr dafür, eine weitere Erhöhung als eine Absenkung der allgemeinen Vergütungssätze für die Offshore-Windenergienutzung in Aussicht zu nehmen, [...]

[Seite 117:12-15]

Das EEG-System sollte daher durchaus grundsätzlich beibehalten, jedoch im Rahmen der nächstfolgenden Anpassung der Vergütungsregelungen auf die veränderte wirtschaftliche Situation hin neu zugeschnitten werden.

[Seite 98:22-29 ]

Hintergrund dessen ist insbesondere das relativ zurückhaltende Engagement der Banken und Versicherungsunternehmen, die das Projektrisiko aufgrund der fehlenden Erfahrungen mit der Errichtung und dem Betrieb von Windenergieanlagen in Bereichen mit relativ großen Wassertiefen als sehr hoch einschätzen. In der Konsequenz führt dies zu einer deutlichen Erhöhung der Finanzierungskosten für die ersten Offshore-Pilotvorhaben. Entsprechendes gilt für Kosten der Lieferanten der Windenergieanlagen und der Fundamente. Deutlich über den ursprünglichen Annahmen liegen außerdem auch die Kosten für die Kabelanbindung der AWZ-Standorte



216 Vgl. die eingehende europäische Vergleichsstudie von Ragwitz et. al. (Fraunhofer ISI / Energy Economic Group): Monitoring and Evaluation of Policy Instruments to Support Renewable Electricity in EU Member States, Karlsruhe 2006; ferner die speziell auf die Offshore-Windenergienutzung fokussierende Untersuchung von Lehmann, Harry / Peter, Stefan (Institute for Sustainable Solutions and Innovations – ISUSI): Analyse der Vor- und Nachteile verschiedener Modelle zur Förderung des Ausbaus von Offshore-Windenergie in Deutschland“, Berlin 2005.

217 Entsprechend Ragwitz (Fraunhofer ISI) et. al., a.a.O. sowie Lehmann/Peter (ISUSI), a.a.O.

Anmerkungen

Die Quelle ist in einer Fußnote genannt, bezieht sich aber wohl auf diese. Wörtliche Übernahmen sind nicht als solche gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[67.] Psc/Fragment 251 101 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 13:04 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 01:01 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, KomplettPlagiat, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 251, Zeilen: 101-106
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 117, Zeilen: 8-12
924 Das in Deutschland angewendete Mindestpreissystem wird aber von der Funktionsweise her grundsätzlich als vorteilhaft gegenüber den in einigen Ländern benutzten Quotensystemen oder Ausschreibungsmodellen angesehen. Ein Wechsel zu einem Quotensystem oder einem Ausschreibungsinstrument würde das Finanzierungsrisiko noch einmal deutlich erhöhen. Vgl. hierzu Ragwitz et. al., Monitoring and Evaluation of Policy Instruments to Support Renewable Electricity in EU Member States. Das in Deutschland angewendete Mindestpreissystem wird aber von der Funktionsweise her grundsätzlich als vorteilhaft gegenüber den in einigen Ländern benutzten Quotensystemen oder Ausschreibungsmodellen angesehen. Ein Wechsel zu einem Quotensystem oder einem Ausschreibungsinstrument würde das Finanzierungsrisiko noch einmal deutlich erhöhen.217

217 Entsprechend Ragwitz (Fraunhofer ISI) et. al., a.a.O. sowie Lehmann/Peter (ISUSI), a.a.O.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle ist nicht angegeben, ein wörtliches Zitat nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[68.] Psc/Fragment 252 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 15:22 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 01:13 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 252, Zeilen: 1-9
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 120, Zeilen: 13-16; 101-108
[§ 12 Abs. 3a EnWG ergänzt diese Verpflichtung dahingehend, dass die Netzbetreiber alle zwei Jahre ei-]nen Bericht über den Netzzustand und die Netzausbauplanung zu erstellen und der Regulierungsbehörde auf Verlangen vorzulegen haben. Auf Verlangen der Regulierungsbehörde ist ihr innerhalb von drei Monaten ein solcher Bericht auch über bestimmte Teile des Übertragungsnetzes vorzulegen. Schließlich kann sie durch Festlegung zum Inhalt des Berichts nähere Bestimmungen treffen. Das EnWG enthält jedoch weder konkrete Instrumente, um die Nichteinhaltung der Berichtspflicht zu sanktionieren, noch gibt es der zuständigen Regulierungsbehörde Möglichkeiten in die Hand, die ÜNB zu konkreten Netzoptimierungs- oder Ausbaumaßnahmen zu verpflichten925.

925 Salje, EnWG, § 12 Rn. 10 f.; Stötzel, in: Britz/Hellermann/Hermes (Hrsg.), EnWG, § 12 Rn. 31.

Das Gesetz enthält jedoch weder konkrete Instrumente, um die Nichteinhaltung der Berichtspflicht zu sanktionieren, noch gibt es der zuständigen Behörde Möglichkeiten in die Hand, die Übertragungsnetzbetreiber zu konkreten Netzoptimierungs- oder Ausbaumaßnahmen zu verpflichten.

221 Die Vorschrift hat folgenden Wortlaut: „(3a) Betreiber von Übertragungsnetzen haben alle zwei Jahre, erstmals zum 1. Februar 2006 einen Bericht über den Netzzustand und die Netzausbauplanung zu erstellen und diesen der Regulierungsbehörde auf Verlangen vorzulegen. Auf Verlangen der Regulierungsbehörde ist ihr innerhalb von drei Monaten ein Bericht entsprechend Satz 1 auch über bestimmte Teile des Übertragungsnetzes vorzulegen. [...] Die Regulierungsbehörde kann durch Festlegung nach § 29 Abs. 1 zum Inhalt des Berichts nähere Bestimmungen treffen.“

Anmerkungen

Der korrekte Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith); fret

[69.] Psc/Fragment 253 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 14:04 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 01:36 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 253, Zeilen: 1-27
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 123, Zeilen: 8-34
Nach Maßgabe des § 4 Abs. 2 Satz 1 EEG haben die nächstgelegenen Netzbetreiber neue Anlagen zur Erzeugung von EEG-Strom an ihr Netz anzuschließen und den gesamten aus diesen Anlagen angebotenen Strom vorrangig abzunehmen und zu übertragen (§ 4 Abs. 1 Satz 1 EEG). Auch die Betreiber vorgelagerter Übertragungsnetze tragen gem. § 4 Abs. 6 EEG eine entsprechende Verpflichtung zur vorrangigen Abnahme und Übertragung von EEG-Strom. Vom Ansatz her führt das EEG die Problematik somit an sich einer Lösung zu928. Auf den zweiten Blick zeigt sich jedoch, dass mit § 4 Abs. 2 Satz 2 EEG durchaus keine Sicherheit dafür geschaffen wird, dass sämtliche notwendigen Ausbauinvestitionen tatsächlich rechtzeitig erfolgen oder rechtlich wirksam verlangt werden könnten. Soweit es um Ausbaumaßnahmen geht, die nicht direkt am jeweiligen Anschlusspunkt zu realisieren sind oder sich sonst räumlich eindeutig einem einzelnen EEG-Vorhaben zuordnen lassen, kann der Anspruch aus § 4 Abs. 2 Satz 2 EEG praktisch nicht greifen. Der Ausbauanspruch aus dem EEG richtet sich nur an den Betreiber des jeweiligen Anschlussnetzes, nicht an die Betreiber vorgelagerter Netze. Sofern nicht bereits der Anschluss direkt bei einem Übertragungsnetz erfolgt, besteht ohnehin keine Ausbauverpflichtung des Übertragungsnetzbetreibers nach EEG. Aber selbst wenn sich im Einzelfall ein hinreichend konkreter Anspruch aus § 4 Abs. 2 Satz 2 EEG herleiten lassen sollte, bliebe bei notwendigen größeren Übertragungsanlagen das Problem, dass sich der Planungsvorlauf, die Zulassungsverfahren und die Errichtungsphase typischerweise über sehr lange Zeiträume hinziehen. Das gilt insbesondere für Großprojekte des Baus neuer Übertragungsleitungen, wie sie sich etwa für den Anschluss der vorgesehenen Offshore-Windparks nicht vermeiden lassen. Der Ausbauanspruch aus § 4 Abs. 2 Satz 2 EEG würde für derartige Ausbaumaßnahmen nur mit erheblicher Zeitverzögerung wirken können, da er gemäß § 4 Abs. 2 Satz 3 EEG erst besteht, nachdem dem Betreiber der anzuschließenden EEG-Anlage eine Genehmigung, eine Teilgenehmigung oder ein Vorbescheid erteilt wurde.

928 Salje, a. a. O, § 12 Rn. 10.

Nach den Vorschriften des im Jahr 2004 novellierten EEG228 haben die nach Maßgabe des § 4 Abs. 2 Satz 1 EEG nächstgelegenen Netzbetreiber neue Anlagen zur Erzeugung von EE-Strom an ihr Netz anzuschließen und den gesamten aus diesen Anlagen angebotenen Strom vorrangig abzunehmen und zu übertragen (§ 4 Abs. 1 Satz 1 EEG). Auch die Betreiber vorgelagerter Übertragungsnetze tragen eine entsprechende Verpflichtung zur vorrangigen Abnahme und Übertragung von EE-Strom (vgl. § 4 Abs. 6 EEG 2004).

Vom Ansatz her führt das EEG die Problematik somit an sich einer Lösung zu. Auf den zweiten Blick zeigt sich jedoch, dass mit § 4 Abs. 2 Satz 2 EEG durchaus keine Sicherheit dafür geschaffen wird, dass sämtliche notwendigen Ausbauinvestitionen tatsächlich rechtzeitig erfolgen oder rechtlich wirksam verlangt werden könnten:

  • Soweit es um Ausbaumaßnahmen geht, die nicht direkt am jeweiligen Anschlusspunkt zu realisieren sind oder sich sonst räumlich eindeutig einem einzelnen EE-Vorhaben zuordnen lassen, kann der Anspruch aus § 4 Abs. 2 Satz 2 EEG praktisch nicht greifen. Der Ausbauanspruch aus dem EEG richtet sich nur an den Betreiber des jeweiligen Anschlussnetzes, nicht an die Betreiber vorgelagerter Netze. Sofern nicht bereits der Anschluss direkt bei einem Übertragungsnetz erfolgt, besteht ohnehin keine Ausbauverpflichtung des Übertragungsnetzbetreibers nach dem EEG.
  • Selbst wenn sich im Einzelfall ein hinreichend konkreter Anspruch aus § 4 Abs. 2 Satz 2 EEG herleiten lassen sollte, bliebe bei notwendigen größeren Übertragungsanlagen das Problem, dass sich der Planungsvorlauf, die Zulassungsverfahren und die Errichtungsphase typischerweise über sehr lange Zeiträume hinziehen. Das gilt insbesondere für Großprojekte des Baus neuer Übertragungsleitungen, wie sie sich etwa für den Anschluss der vorgesehenen Offshore-Windparks nicht vermeiden lassen. Der Ausbauanspruch aus § 4 Abs. 2 Satz 2 EEG würde für derartige Ausbaumaßnahmen nur mit erheblicher Zeitverzögerung wirken können, da er gemäß § 4 Abs. 2 Satz 3 EEG erst von dem Zeitpunkt an besteht, in dem der Betreiber der anzuschließenden EE-Anlage eine Genehmigung, eine Teilgenehmigung oder einen Vorbescheid in der Hand hat.

228 BGBl. I 2004 S. 1918.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt, Zitate sind nicht kenntlich gemacht.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[70.] Psc/Fragment 252 22 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 13:55 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 01:47 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 252, Zeilen: 22-33
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 122, 123, Zeilen: 122: 30-33;123: 1-7
Der Aufgabe, ausreichend Kapazitäten im Übertragungsnetz bereit zu stellen, um die sichere Übertragung auch der künftig produzierten Mengen an Windstrom aus der Offshore-Erzeugung (aber auch aus der Gewinnung an Land) gewährleisten zu können, werden die bestehenden EnWG-Vorschriften daher nicht gerecht. Die allgemeine Verpflichtung aus § 12 Abs. 3 EnWG zur Sicherstellung ausreichender Übertragungskapazitäten entfaltet nur eine schwache Steuerungskraft. Die gesetzliche Vorgabe selbst ist nur als programmatischer Grundsatz formuliert und sie bietet der BNetzA auch keine Handhabe, konkrete Ausbaumaßnahmen zu verlangen. Gewisse, letztlich aber unverbindliche Steuerungswirkungen dürften lediglich von der Verpflichtung der Netzbetreiber ausgehen, alle zwei Jahre einen Bericht über den Netzausbauzustand und die Netzplanung zu erstellen und (nur) auf Verlangen der BNetzA vorzulegen (§ 12 Abs. 3a EnWG). Der Aufgabe, ausreichend Kapazitäten im Übertragungsnetz bereit zu stellen, um die sichere Übertragung auch der künftig produzierten Mengen an Windstrom aus der Offshore-Erzeugung (aber auch aus der Gewinnung an Land) gewährleisten zu können, werden die bestehenden Rechtsvorschriften nicht gerecht.

[Seite 123]

Die allgemeine Verpflichtung aus dem EnWG zur Sicherstellung ausreichender Übertragungskapazitäten (§ 12 Abs. 3 EnWG) entfaltet nur eine schwache Steuerungskraft. Sie bleibt zu unkonkret und bietet der zuständigen Bundesnetzagentur keine Handhabe, konkrete Ausbaumaßnahmen zu verlangen. Gewisse, letztlich aber unverbindliche Steuerungswirkungen dürften lediglich von der Verpflichtung der Netzbetreiber ausgehen, alle zwei Jahre einen Bericht über den Netzausbauzustand und die Netzplanung zu erstellen und (nur) auf Verlangen der Bundesnetzagentur vorzulegen (§ 12 Abs. 3a EnWG, siehe zum Ganzen oben, Kap. 4.2).

Anmerkungen

Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[71.] Psc/Fragment 206 19 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 09:39 (Graf Isolan)
Erstellt: 28. June 2012, 04:54 Fret
Fragment, Gesichtet, Mühlstein 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 206, Zeilen: 19-22
Quelle: Mühlstein 2003
Seite(n): III, Zeilen: 30-33
Veranschaulichen lässt sich das Prinzip dadurch, dass man das Netz als auf unterschiedlicher Höhe (entsprechend den unterschiedlichen Spannungsebenen) angeordnete Wasserbecken betrachtet, die durch Pumpleitungen (entsprechend den Umspannanlagen) miteinander verbunden sind. Veranschaulichen lässt sich der Punkttarif dadurch, dass man das Netz als auf unterschiedlicher Höhe (entsprechend den unterschiedlichen Spannungsebenen) angeordnete Wasserbecken betrachtet, die durch Pumpleitungen (entsprechend den Umspannanlagen) miteinander verbunden sind (siehe Bild 1).
Anmerkungen

Aus Punkttarif wird Prinzip. Keine Nennung der Quelle

Sichter
Agrippina1

[72.] Psc/Fragment 255 04 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 14:22 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 05:59 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 255, Zeilen: 4-35
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 120, 123, 124, Zeilen: 120: 23-30; 123: 35-40; 124: 1-5, 9-24
Vor diesem Hintergrund besteht die Gefahr, dass die Übertragungsnetze tatsächlich nicht in dem erforderlichen Umfang darauf vorbereitet werden, die Aufgabe der (vorrangigen) Übertragung sämtlichen zukünftig bereit gestellten EEG-Stroms im Netz sicher zu erfüllen. Dies hätte zur Folge, dass es zu Netzengpässen kommen kann und der den Betreibern von innovativen EEG-Anlagen de jure eingeräumte Abnahmevorrang dann leer läuft. Mittel- bis langfristig kann sich aus dieser unzureichenden Rechtslage ein nicht unbedeutendes Entwicklungshemmnis für die Erzeugung und Nutzung insbesondere von Windstrom aus dem Offshore-Bereich ergeben.

bb) Zulassung von Übertragungsleitungen

Hinsichtlich der Zulassung von Leitungsanlagen bestimmte § 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EnWG a. F., dass Freileitungen ab einer Nennspannung von 110 kV einer Planfeststellung bedurften, sofern eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen war, anderenfalls einer Plangenehmigung (vgl. § 43 Abs. 1 EnWG a. F.). In der Regel ergab sich die Planfeststellungsbedürftigkeit gem. Nr. 19.1 der Anlage 1 zum Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG), bei Leitungen die typischerweise über Strecken von mehr als 15 km geführt wurden und relativ starke Eingriffe in die Umwelt darstellten.

Aus diesem in § 43 a. F. EnWG geregelten Erfordernis der Planfeststellung ergab sich für Freileitungen ab 110 kV in der Regel ein ganz erheblicher Zeitbedarf. Für planfeststellungsbedürftige Leitungsbauvorhaben waren Realisierungszeiträume von der Größenordnung eines Jahrzehnts keine Seltenheit. Mussten schon für das Planfeststellungsverfahren als solches mitunter mehrere Jahre veranschlagt werden, so kamen noch weitere erhebliche Zeiträume für die Projektierungs-Vorphase, das Raumordnungsverfahren, die Untersuchungen für die UVP, ggf. für nachfolgende Enteignungsverfahren sowie für die Bauzeit hinzu. Der Bundesverband Windenergie nahm einen durchschnittlichen Zeitbedarf von 5-8 Jahren an, für Erdkabel demgegenüber von nur ein bis zwei Jahren931. Im Fall von gerichtlichen Auseinandersetzungen konnte der gesamte Zulassungsprozess bei Freileitungen noch deutlich länger dauern. Für Freileitungen mit geringerer Netzspannung sowie für Erdkabel sah die verfahrensrechtliche Ausgangssituation demgegenüber wesentlich günstiger aus. In Einzelfällen konnte es wegen der Kleinteiligkeit der notwendigen Verfahren - die [Betreiber mussten sich hier praktisch mit jedem auf der Strecke liegenden Grundstückseigentümer über die Nutzung einigen - zwar ebenfalls zu einem erheblichen zeitlichen Verfahrensaufwand kommen.]


931 BWE, Erdkabel schlägt Freileitung, 1.

[Seite 123: 35-40]

Vor diesem Hintergrund besteht die Gefahr, dass die Übertragungsnetze tatsächlich nicht in dem erforderlichen Umfang darauf vorbereitet werden, die Aufgabe der (vorrangigen) Übertragung sämtlichen zukünftig bereit gestellten EE-Stroms im Netz sicher zu erfüllen – mit der Folge, dass es zu Netzengpässen kommen kann und die Betreiber von EE-Anlagen ungeachtet des im EEG statuierten Übertragungsvorrangs in erhebliche Abnahmeschwierigkeiten geraten können (auch deshalb, weil dann regional Strom aus unterschiedlichen EE-Anlagen in

[Seite 124: 1-5]

Konkurrenz zueinander geraten kann, so dass der Übertragungsvorrang für den einzelnen EE-Stromerzeuger dann leer läuft).

Mittel- bis langfristig kann sich aus dieser unzureichenden Rechtslage ein nicht unbedeutendes Entwicklungshemmnis für die Erzeugung und Nutzung insbesondere von Windstrom aus dem Offshore-Bereich ergeben.

[Seite 120: 23-30]

Hinsichtlich der Zulassung von Leitungsanlagen bestimmt § 43 EnWG, dass Freileitungen ab einer Nennspannung von 110 kV einer Planfeststellung bedürfen, sofern eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist, anderenfalls einer Plangenehmigung (vgl. § 43 Abs. 1 EnWG). Im Einzelnen ergibt sich die Planfeststellungsbedürftigkeit somit aus der Anwendung der Nr. 19.1 der Anlage 1 zum Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) auf den jeweiligen Einzelfall. In der Regel dürfte die Planfeststellungsbedürftigkeit danach zu bejahen sein, weil die Leitungen typischerweise über Strecken von mehr als 15 km geführt werden und relativ starke Eingriffe in die Umwelt darstellen.

[Seite 124: 9-24]

Aus dem in § 43 EnWG geregelten Erfordernis der Planfeststellung ergibt sich für Freileitungen ab 110 kV in der Regel ein ganz erheblicher Zeitbedarf. Für planfeststellungsbedürftige Leitungsbauvorhaben sind Realisierungszeiträume von der Größenordnung eines Jahrzehnts keine Seltenheit. Müssen schon für das Planfeststellungsverfahren als solches mitunter mehrere Jahre veranschlagt werden, so kommen noch weitere erhebliche Zeiträume für die Projektierungs-Vorphase, das Raumordnungsverfahren, die Untersuchungen für die UVP, ggf. für nachfolgende Enteignungsverfahren sowie für die Bauzeit hinzu. Der Bundesverband Windenergie nimmt bis zur Realisierung einen durchschnittlichen Zeitbedarf von 5-8 Jahren an, für Erdkabel demgegenüber von nur 1-2 Jahren.229 Im Falle von gerichtlichen Auseinandersetzungen kann der gesamte Zulassungsprozess bei Freileitungen noch deutlich länger dauern.

Für Freileitungen mit geringerer Netzspannung sowie für Erdkabel sieht die verfahrensrechtliche Ausgangssituation wesentlich günstiger aus. In Einzelfällen kann es wegen der Kleinteiligkeit der notwendigen Verfahren – die Betreiber müssen sich hier praktisch mit jedem auf der Strecke liegenden Grundstückseigentümer über die Nutzung einigen – zwar ebenfalls zu einem erheblichen zeitlichen Verfahrensaufwand kommen.


229 Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE): Erdkabel schlägt Freileitung (Hintergrundinformation), Berlin 2005.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[73.] Psc/Fragment 256 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 14:29 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 06:06 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 256, Zeilen: 1-6
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 124, Zeilen: 21-27
[In Einzelfällen konnte es wegen der Kleinteiligkeit der notwendigen Verfahren - die] Betreiber mussten sich hier praktisch mit jedem auf der Strecke liegenden Grundstückseigentümer über die Nutzung einigen - zwar ebenfalls zu einem erheblichen zeitlichen Verfahrensaufwand kommen. Grundsätzlich war der Zeitbedarf hier jedoch stets deutlich überschaubarer, vor allem weil der Einsatz von Erdkabeln im Vergleich zu Freileitungen mit einem merklich geringeren Konfliktpotenzial verbunden ist, sodass die Gefahr langwieriger Rechtsstreitigkeiten deutlich geringer ist. In Einzelfällen kann es wegen der Kleinteiligkeit der notwendigen Verfahren – die Betreiber müssen sich hier praktisch mit jedem auf der Strecke liegenden Grundstückseigentümer über die Nutzung einigen – zwar ebenfalls zu einem erheblichen zeitlichen Verfahrensaufwand kommen. Grundsätzlich ist der Zeitbedarf jedoch deutlich überschaubarer, vor allem weil der Einsatz von Erdkabeln im Vergleich zu Freileitungen mit einem merklich geringeren Konfliktpotenzial verbunden ist, so dass die Gefahr langwieriger Rechtsstreitigkeiten deutlich geringer ist.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith), PlagProf:-)

[74.] Psc/Fragment 302 04 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 15:21 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 07:33 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 302, Zeilen: 5-32
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 126, 127, Zeilen: 126: 23-34; 127:1-4, 7-16
[...] [1070] [...] Die Kemelemente dieses Modells lassen sich wie folgt zusammenfassen.

Auf der ersten Stufe legen die Betreiber von Übertragungsnetzen der BNetzA für ihre jeweiligen Tätigkeitsbereiche eigene Netzausbaupläne vor, in denen sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen des Ausbaus, der Modemisierung/Netzverstärkung und des Ersatzes von Übertragungsanlagen sie für notwendig halten. Dabei sollen sie in differenzierter Weise darstellen, warum sie die Maßnahmen für erforderlich halten. Als anerkennungsfähige Gründe kommen insb. Aspekte der Versorgungssicherheit, des Stromtransits und der zu erwartende Zuwachs an EEG-Strom in Betracht. Auf einer zweiten Stufe erstellt die BNetzA eine (allgemeine) Bedarfsprognose, in der sie den gesamten Strom-Übertragungsbedarf für eine bestimmte Zeitspanne darlegt. In der Prognose soll auch der Bedarf an bestimmten Ausbaumaßnahmen festgestellt werden, die im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit bzw. die Übertragung des zu erwartenden EEG-Stroms notwendig werden (Bedarfsfeststellung). Aufgrund des prognostischen Charakters wäre zu überlegen, ob der BNetzA nicht ein Beurteilungsspielraum einzuräumen ist. Auf einer dritten Stufe würde die BNetzA die betreffenden Netzbetreiber zu den in der Prognose bezeichneten konkreten Ausbaumaßnahmen rechtverbindlich verpflichten. Auf der vierten Stufe solle speziell für die zur Übertragung von zusätzlichem EEG-Strom erfolgten Investitionen ein bundesweites Umlagesystem geschaffen werden. Umlagefähig wären (ggf. auch anteilig) die notwendigen Investitionskosten für diejenigen Maßnahmen, zu denen die Netzbetreiber sich gegenüber der zuständigen Behörde verpflichtet haben bzw. zu denen sie von dieser verpflichtet worden sind. Die Einzelheiten der Kostenanrechnung könnten durch Verordnung bestimmt werden (z. B. in der StromNEV). Ergänzend wird vorgeschlagen, die zuständigen Behörden mit der Befugnis auszustatten, die Netzbetreiber unterhalb der Ausbauebene zu bestimmten Netzoptimierungs- und Netzverstärkungsmaßnahmen zu verpflichten.


1070 Hierzu ausführlich Klinski et al., Umweltstrategie Windenergienutzung, 126 ff.

Die Kernelemente des Modells einer „großen Lösung“, das als Änderung des EnWG konzipiert ist, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
  • Auf der ersten Stufe legen die Betreiber von Übertragungsnetzen der zuständigen Behörde (Vorschlag: Bundesnetzagentur) für ihre jeweiligen Tätigkeitsbereiche eigene Netzausbaupläne vor, in denen sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen des Ausbaus, der Modernisierung/Netzverstärkung und des Ersatzes von Übertragungsanlagen sie für notwendig halten. Dabei stellen sie in differenzierter Weise dar, aus welchen Gründen sie die Maßnahmen für erforderlich halten (insb. unter Aspekten der Versorgungssicherheit, des

Stromtransits und im Hinblick auf den zu erwartenden Zuwachs an EE-Strom).

  • Auf der zweiten Stufe erstellt die Behörde eine (allgemeine) Bedarfsprognose (d.h. für den gesamten Strom-Übertragungsbedarf). In der Prognose stellt sie im Speziellen auch den Bedarf an bestimmten Ausbaumaßnahmen fest, die im Hinblick auf die Aufrechterhal-

[Seite 127]

tung der Versorgungssicherheit und/oder die Übertragung des zu erwartenden EE-Stroms notwendig werden (Bedarfsfeststellung). Sie hat hierbei einen Beurteilungsspielraum.

  • Auf der dritten Stufe verpflichtet die Behörde die betreffenden Netzbetreiber zu den in der Prognose bezeichneten konkreten Ausbaumaßnahmen. [...]
  • Auf der vierten Stufe wird speziell für die zur Übertragung von zusätzlichem EE-Strom erfolgten Investitionen ein bundesweites Umlagesystem geschaffen. Umlagefähig sind (ggf. auch anteilig) die notwendigen Investitionskosten für diejenigen Maßnahmen, zu denen die Netzbetreiber sich gegenüber der zuständigen Behörde verpflichtet haben bzw. zu denen sie von dieser verpflichtet worden sind. Die Einzelheiten der Kostenanrechnung werden durch Verordnung bestimmt (z.B. in der Netzentgeltverordnung oder in Anlehnung an diese).
  • Ergänzend wird vorgeschlagen, die zuständigen Behörden mit der Befugnis auszustatten, die Netzbetreiber unterhalb der Ausbauebene zu bestimmten Netzoptimierung- und Netzverstärkungsmaßnahmen zu verpflichten.
Anmerkungen

Der Quellenverweis am Anfang macht nicht deutlich, dass fast die gesamte Seite z.T. sogar wörtlich aus der Quelle stammt.

Sichter
(Hindemith), fret

[75.] Psc/Fragment 249 02 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 15:21 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 08:08 PlagProf:-)
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 249, Zeilen: 2-21
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 112-113, Zeilen: 112: 29-30, 35-38; 113: 28-39
Die Aufgabenträgerschaft für die Errichtung, den Betrieb und die Unterhaltung der Verknüpfungspunkte und Verbindungsleitungen wurde damit den küstenseitigen ÜNB übertragen.

Ferner sichert § 17 Abs. 2a EnWG einen bundesweiten Ausgleich unter den ÜNB für die unterschiedlichen finanziellen Aufwendungen nach dem Modell des bundesweiten Umlagesystems aus § 9 Abs. 3 KWKG (Satz 4). Und schließlich verpflichtet die Norm die ÜNB zur Übernahme der bei den Anlagenbetreibem zuvor angefallenen Kostenbelastungen nach Maßgabe der strengen Kosteneffizienzkriterien des § 21 EnWG (Satz 3). Diese Regelung dient damit dem Zweck, die schwer kalkulierbaren Investitionsrisiken für den Aufbau vorgelagerter Netze abzufedem. Sinnvollerweise werden die Kostenlasten hierzu unter Beachtung strenger Maßstäbe der Kosteneffizienz gleichmäßig unter allen Netzbetreibem aufgeteilt. Indes hat das Infrastrukturbeschleunigungsgesetz keine spezielle Regelung hinsichtlich der Rechtsfolgen und Sanktionen einer verspäteten oder gänzlich unterbleibenden Erfüllung der Pflichten aus § 17 Abs. 2a EnWG eingeführt. Eine Behörde (etwa BNetzA oder LRegB) ist in die diesbezüglichen Entscheidungs- und Ausführungsprozesse nicht eingeschaltet. Auch sind Ordnungswidrigkeitenrechtliche Sanktionen im Katalog des § 95 EnWG nicht vorgesehen. Der notwendige Befolgungsdruck kann insofern allein von den im Falle der nicht korrekten Einhaltung nach Maßgabe des Zivilrechts entstehenden Schadensersatzansprüchen ausgehen.

Die Aufgabenträgerschaft für die Errichtung und den Betrieb bestimmter Verknüpfungspunkte und/oder Verbindungsleitungen wird öffentlich ausgeschrieben.

[...]

Um die schwer kalkulierbaren Investitionsrisiken für den Aufbau vorgelagerter Netze abfedern zu können, erscheint es sinnvoll, die Kostenlasten unter Beachtung strenger Maßstäbe der Kosteneffizienz gleichmäßig unter allen Netzbetreibern aufzuteilen. Hierzu ist die Schaffung eines bundesweiten Umlagesystems zu empfehlen. [...]

[S. 113: 28-39]

  • Sie sichert einen bundesweiten Ausgleich unter den Übertragungsnetzbetreibern für die unterschiedlichen finanziellen Aufwendungen nach dem Modell des § 9 Abs. 3 KWKG (Satz 4).
  • Und sie verpflichtet die Übertragungsnetzbetreiber zur Übernahme der bei den Anlagenbetreibern (als den bisherigen Projektieren der Leitungsanlagen) zuvor angefallenen Kostenbelastungen nach Maßgabe des § 21 EnWG (Satz 3).

Keine spezielle Regelung findet sich in dem Gesetz hinsichtlich der Frage, was gilt, wenn ein Netzbetreiber der neuen Verpflichtung nicht oder nur verspätet nachkommt. Eine Behörde ist in die diesbezüglichen Entscheidungs- und Ausführungsprozesse nicht eingeschaltet. Das Gesetz sieht eine ordnungswidrigkeitenrechtliche Sanktion nicht vor. Der notwendige Befolgungsdruck kann (und muss) insofern von den im Falle der nicht korrekten Einhaltung nach Maßgabe des Zivilrechts entstehenden Schadensersatzansprüchen ausgehen.

Anmerkungen

In diesem Zusammenhang verweist der Verfasser nicht auf Klinski et al. Die nächste Erwähnung erfolgt im nachfolgenden Fragment_249_27.

Sichter
fret

[76.] Psc/Fragment 303 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 15:29 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 08:08 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 303, Zeilen: 1-38
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 127, 128, Zeilen: 127:17-41 ;128: 20-34;
[Das einschlägige Schrifttum diskutiert neben diesem Konzept der regulierten Netzausbauplanung noch verschiedene andere Regelungsansätze, von denen als konzeptionell interessant insbesondere die Erhebung von Ausfall- bzw. Bereitstellungsent-]

gelten erwogen wird1071. Danach würden die für die Aufnahme des EEG-Stroms ins Netz verantwortlichen Netzbetreiber verpflichtet, an die Erzeuger des EEG-Stroms ein Entgelt zu entrichten, wenn die Übertragung von EEG-Strom verweigert wird, weil die Kapazität eines Netzes die Übertragung nicht zulässt. Die Pflicht zur Zahlung des »Bereitstellungsentgelts« sollte dabei an ein Verschulden des Netzbetreibers gekoppelt sein. Im Unterschied hierzu entstünde die Zahlungsverpflichtung im Modell des Ausfallentgelts unabhängig davon, welche Defizite in welchem/wessen Netz für den Engpass ursächlich sind. Sofern der Engpass auf höherer Ebene im Übertragungsnetz liegen sollte, könnte der Anspruch an den Betreiber des höher gelegenen Übertragungsnetzes durchgereicht werden. In der Konsequenz erhielte ein so konzipiertes Ausfallentgelt die Funktion eines allgemeinen Anreiz- und Druckmittels zur Vorhaltung ausreichender Übertragungskapazitäten für Strom aus erneuerbaren Energien. Dem »Ausfallentgelt« käme so eine Sanktionsfunktion zu, die im Vorfeld einer praktischen Anwendung bewirken könnte, dass die Netzbetreiber von sich aus frühzeitig die erforderlichen Ausbaumaßnahmen ergreifen.

cc) Diskussion und eigener Vorschlag

Ziel des Konzepts der Bedarfsplanung ist es, mit Hilfe des Umlagemechanismus und durch die Verknüpfung mit der vorherigen Bedarfsfeststellung sowie der eigenen Netzausbauplanung einen Anreiz dafür zu schaffen, dass die Netzbetreiber selbst die Initiative für die erforderlichen Maßnahmen zur Kapazitätsvorhaltung ergreifen. Je mehr Engagement sie insoweit entwickeln, desto größer ist ihre Chance, eigene Konzepte bei geringen Reibungsverlusten (auch in den erforderlichen Zulassungsverfahren für die Ausbaumaßnahmen) verwirklichen und nachfolgend im bundesweiten Umlageverfahren teilweise refinanzieren zu können. Durch den mit dem Modell verbundenen Aufbau einer gesteuerten Bedarfsplanung ließe sich das Problem der bislang fehlenden verlässlichen Grundlagen für die Feststellung konkreter Übertragungsbedarfe lösen. Als Ziel der Bedarfsplanung könnte zudem die politisch verfolgte Ausbaustrategie für die Offshore-Windenergienutzung gesetzlich vorgegeben werden. Wichtig ist auch, dass mit dem Modell der Gefahr der Entstehung von unnötig hohen umlagefahigen Kosten vorgebeugt würde. Dies geschähe einerseits dadurch, dass bereits im Rahmen der Bedarfsprognose festgelegt wird, welcher Anteil der jeweiligen Investitionen dem Zuwachs an EEG-Strom zuzurechnen ist, und andererseits durch relativ strenge und transparente Bemessungsvorschriften hinsichtlich der erforderlichen Ausbaumaßnahmen. Gegen die regulierte Netzausbauplanung lässt sich auf der anderen Seite anführen, dass der Eintritt staatlicher Institutionen in einen umfassenden Planungsprozess für den Netzausbau eine wesentliche Intervention darstellt, die im Zuge einer auf Deregulierung zielenden Gesamtpolitik wenig opportun erscheint. Auch würde dies zu einem nicht unerheblichen zusätzli-[chen administrativen Aufwand führen, insbesondere was die Akquise des umfangreichen technisch-ökonomische Fachwissens und -personals zum Infrastrukturausbau angeht.]


1071 Klinski et al., a. a. O., 128 f.; Gaßner/Lorenzen, Änderungsvorschläge des BWE für den Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts.

[Seite 128: 20-34]

Das Forschungskonsortium erwog neben dieser „großen Lösung“ noch einige andere Regelungsansätze, die sich jedoch im Vergleich zu dieser als weniger geeignet erwiesen. Als noch am ehesten interessante Alternative kommt die Konstituierung eines Ausfallentgelts236 in Betracht: Danach würden die für die Aufnahme des EE-Stroms ins Netz verantwortlichen Netzbetreiber verpflichtet, an die Erzeuger des EE-Stroms ein Ausfallentgelt zu entrichten, wenn die Übertragung von EE-Strom verweigert wird, weil die Kapazität eines Netzes die Übertragung nicht zulässt. Die Zahlungsverpflichtung entstünde unabhängig davon, welche Lücken bzw. Defizite in welchem/wessen Netz für den Engpass ursächlich sind. Sofern der Engpass auf höherer Ebene im Übertragungsnetz liegen sollte, könnte der Anspruch an den Betreiber des höher gelegenen Übertragungsnetzes durchgereicht werden. In der Konsequenz erhielte ein so konzipiertes Ausfallentgelt die Funktion eines allgemeinen Anreiz- und Druckmittels zur Vorhaltung ausreichender Übertragungskapazitäten für Strom aus erneuerbaren Energien. Dem „Ausfallentgelt“ käme so eine Sanktionsfunktion zu, die im Vorfeld einer praktischen Anwendung bewirken könnte, dass die Netzbetreiber von sich aus frühzeitig die erforderlichen Ausbaumaßnahmen ergreifen.

[Seite 127: 17-41]

Ziel des Konzepts ist es, mit Hilfe des Umlagemechanismus’, aber auch durch die konstruktive Verknüpfung mit der vorherigen Bedarfsfeststellung und der eigenen Netzausbauplanung einen möglichst großen Anreiz dafür zu schaffen, dass die Netzbetreiber selbst die Initiative für die erforderlichen Maßnahmen zur Kapazitätsvorhaltung ergreifen. Je mehr Engagement sie insoweit entwickeln, desto größer ist ihre Chance, ihre Konzepte bei geringen Reibungsverlusten (auch in den erforderlichen Zulassungsverfahren für die Ausbaumaßnahmen) verwirklichen und nachfolgend im bundesweiten Umlageverfahren teilweise refinanzieren zu können. Durch den mit dem Modell verbundenen Aufbau einer gesteuerten Bedarfsplanung [...] ließe sich das Grundproblem der (bislang) fehlenden verlässlichen Grundlagen für die Feststellung konkreter Übertragungsbedarfe lösen. Die zuständige Planungsbehörde erhielte zugleich die Möglichkeit, die Bedarfsplanung unter Wahrnehmung ihrer Beurteilungsspielräume auf die politisch verfolgte Ausbaustrategie für die Windenergienutzung auf See zuzuschneiden.

Wichtig ist auch, dass mit dem Modell der Gefahr der Entstehung von unnötig hohen umlagefähigen Kosten vorgebeugt würde. Dies geschähe einerseits dadurch, dass bereits im Rahmen der Bedarfsprognose festgelegt wird, welcher Anteil der jeweiligen Investitionen dem Zuwachs an EE-Strom zuzurechnen ist, und andererseits durch relativ strenge und transparente Bemessungsvorschriften hinsichtlich der erforderlichen Ausbaumaßnahmen.

Gegen die „große Lösung“ lässt sich auf der anderen Seite anführen, dass der Eintritt staatlicher Institutionen in einen umfassenden Planungsprozess für den Netzausbau eine bedeutende Neuerung für das deutsche Recht darstellt, die im Zuge einer auf so genannte Deregulierung zielenden Gesamtpolitik wenig opportun erscheinen könnte. Auch würde dies zu einem nicht unerheblichen zusätzlichen administrativen Aufwand führen.


236 Das Modell entwickelt das vom RA-Büro Gaßner, Groth, Siederer & Coll. für den Bundesverband WindEnergie (BWE) im Jahr 2004 entworfene Modell eines „Bereitstellungsentgelts“ weiter. Die Pflicht zur Zahlung des „Bereitstellungsentgelts“ sollte (im Unterschied zum hier erwogenen Ausfallentgelt) an ein Verschulden des Netzbetreibers gekoppelt sein. Vgl. Gaßner/Lorenzen (RAe Gaßner, Groth, Siederer & Coll.): Änderungsvorschläge des BWE für den Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts, 2004 (Manuskript).

Anmerkungen

In der ersten Hälfte des Fragments könnte man den bisweilen benutzten Konjunktiv auf den vorranstehenden Verweis auf die Quelle beziehen. Allerdings findet sich der Konjunktiv auch in der Quelle und bezieht sich auf "verschiedene andere Regelungsansätze" oder "Erhebung von Ausfall- bzw. Bereitstellungsentgelten".

In der zweiten Hälfte des Fragments werden dann unter der Überschrift "Diskussion und eigener Vorschlag" weitere wörtliche Übernahmen aus der Quelle präsentiert, die unmittelbar als Plagiat ersichtlich sind.

Sichter
(Hindemith), fret

[77.] Psc/Fragment 304 04 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 15:32 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 08:40 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 304, Zeilen: 4-26
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 128, Zeilen: 128: 35-38; 129:1-17
Das Modell des Ausfallentgelts hätte demgegenüber den Vorteil, dass mit ihm ein bei den wirtschaftlichen Eigeninteressen der Übertragungsnetzbetreiber ansetzendes indirektes Instrument kreiert würde. Hinsichtlich seines Ziels lässt es ein hohes Maß an praktischer Wirksamkeit erwarten, da es nicht erforderlich wäre, im Einzelfall entstehende Übertragungsprobleme mit dem Fehlen bestimmter Übertragungseinrichtungen in Verbindung zu bringen. Eine Gesamtplanung für die Übertragungsnetze wäre ebenfalls nicht erforderlich. Als nachteilig lässt sich aus dem Blickwinkel einer möglichst sicheren Planung andererseits einstufen, dass das Modell keine Erfüllungssicherheit bietet und die Gefahr besteht, dass die Unternehmen als Ausweichreaktion die Zahlung des Ausfallentgelts bevorzugen. Zudem kann es auch als nachteilig angesehen werden, wenn auf den Aufbau einer gesamthaften Bedarfsplanung und damit auch auf Synergieeffekte hinsichtlich des allgemeinen Ziels der Versorgungssicherheit verzichtet wird. Damit würden auch die im Falle des Bedarfsplanungs-Modells vorteilhaft erscheinenden Möglichkeiten der Verzahnung mit den für den Aufbau vorgelagerter Netze in der AWZ vorgeschlagenen Instrumenten verloren gehen. Ein besonderes nachteiliges Gewicht kommt im Übrigen dem Umstand zu, dass das Instrument wegen seiner fehlenden Einbettung in eine übergeordnete Gesamtplanung leicht zum Aufbau von Überkapazitäten führen könnte. Da die Betreiber der Übertragungsnetze als natürliche Monopole agieren und es ihnen aus ökonomischer Sicht grundsätzlich möglich ist, sämtliche investiven Ausbaukosten über die Netznutzungsentgelte an ihre Kunden weiterzugeben, bestünde die Gefahr, dass sie, um der Zahlung des Ausfallentgelts entgehen zu können, dazu neigen, mehr Übertragungskapazitäten aufzubauen als tatsächlich erforderlich sind. Ein solches Modell hätte den Vorteil, dass mit ihm ein bei den wirtschaftlichen Eigeninteressen der Übertragungsnetzbetreiber ansetzendes indirektes Instrument kreiert würde, das hinsichtlich seines Ziels dennoch ein hohes Maß an Wirksamkeit erwarten lässt, ohne es erforderlich zu machen, im Einzelfall entstehende Übertragungsprobleme mit dem Fehlen be-

[Seite 129]

stimmter Übertragungseinrichtungen in Verbindung zu bringen. Eine Gesamtplanung für die Übertragungsnetze wäre nicht erforderlich. Als nachteilig lässt sich aus dem Blickwinkel einer möglichst sicheren Planung andererseits einstufen, dass das Modell keine Erfüllungssicherheit bietet und die Gefahr besteht, dass die Unternehmen als Ausweichreaktion die Zahlung des Ausfallentgelts bevorzugen. Zudem kann es auch als nachteilig angesehen werden, wenn auf den (in der Sache durchaus sinnvollen) Aufbau einer gesamthaften Bedarfsplanung und damit auch auf Synergieeffekte hinsichtlich des allgemeinen Ziels der Versorgungssicherheit verzichtet. Damit würden auch die im Falle des „Bedarfsplanungs-Modells“ besonders vorteilhaft erscheinenden Möglichkeiten der Verzahnung mit den für den Aufbau vorgelagerter Netze in der AWZ vorgeschlagenen Instrumenten verloren gehen. Ein besonderes Gewicht kommt auf der Seite der Nachteile im Übrigen dem Umstand zu, dass das Instrument wegen seiner fehlenden Einbettung in eine übergeordnete Gesamtplanung leicht zum Aufbau von Überkapazitäten führen könnte. Da die Betreiber der Übertragungsnetze als Monopole agieren und es ihnen grundsätzlich möglich ist, sämtliche investiven Ausbaukosten über die Netznutzungsentgelte an ihre Kunden weiterzugeben, bestünde die Gefahr, dass sie, um der Zahlung des Ausfallentgelts entgehen zu können, dazu neigen, mehr Übertragungskapazitäten aufzubauen als erforderlich sind.

Anmerkungen

Quellenangabe fehlt.

Sichter
(Hindemith), fret

[78.] Psc/Fragment 065 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 12:39 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 08:52 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, KomplettPlagiat, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 1-21, 101-112 (komplett)
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 98, Zeilen: 1-24
Die Ansätze der evolutionären und institutionellen Ökonomik haben auch die stärker empirisch ausgerichtete Innovationsforschung beeinflusst. Zur Erklärung der Innovationstätigkeit bedient sich die neuere Innovationsforschung der Heuristik des Innovationssystems146. Zentrale Aussage dieser Konzeption ist es, dass das Hervorbringen und die Diffusion neuer Lösungen nicht nur vom Vorliegen entsprechender Anreize bei Innovatoren und Adaptern abhängt, sondern auch vom Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure des Innovationsprozesses. Damit kommt es zu einer Erweiterung der Einflussfaktoren. Neben der Einschätzung der Wirtschaftlichkeit von Innovationen durch die Akteure wird zunehmend auch weichen Kontextfaktoren wie z.B. den Kommunikationsmustern zwischen den Beteiligten, aber auch dem Regulierungsmuster zwischen Politik und Regulierten erhöhte Bedeutung zugeschrieben147.

III. Umweltpolitikanalyse

Die Umweltpolitikanalyse ist ein Zweig der empirisch ausgerichteten Policy Analysis, einer jüngeren Forschungsrichtung innerhalb der Politikwissenschaft148. Bekannteste Vertreter im deutschsprachigen Raum sind Martin Jänicke149 sowie Adrienne Héritier150. Ihr zentraler Forschungsgegenstand ist die Aufdeckung von Bedingungen, unter denen Umweltpolitik erfolgreich durchgeführt werden kann. Hierbei wird Politik idealtypisch als dynamischer Problemverarbeitungsprozess betrachtet, der Lösungen für in bestimmten Situationen auftretende konkrete Probleme sucht und hierbei folgende Zyklen durchläuft151:


146 Carlsson/Jacobsson/Holmen/Rickne, Research Policy 2002, 233 ff.; Lundvall/Johnson/Andersen/Dalum, Research Policy 2002, 213 ff.

147 SRU, Umweltgutachten; Leone/Hemmelskamp, The impact of EU Regulation on Innovation of European Industry; Kemp/Smith/Becher, in: Hemmelskamp/Rennings/Leone (Hrsg.), Innovation-Oriented Environmental Regulation; Montalvo/Corral, Environmental Policy and Technological Innovation.

148 Howlett/Ramesh, Studying Public Policy, passim.

149 Jänicke, Umweltpolitik; ders., Staatsversagen; ders., Umweltpolitik der Industrieländer; ders./Kunig/Stitzel, Umweltpolitik.

150 Héritier, Policy-Analyse; dies., Kritik und Neuorientierung.

151 Kern/Bratzel, in: Jänicke (Hrsg.), Umweltpolitik der Industrieländer, 29 ff.; Jänicke/Kunig/Stitzel, a. a. O., 37.

Die Ansätze der evolutionären und institutionellen Ökonomik haben auch die stärker empirisch ausgerichtete Innovationsforschung beeinflusst. Zur Erklärung der Innovationstätigkeit bedient sich die neuere Innovationsforschung der Heuristik des Innovationssystems (vgl. z.B. Carlsson/Stankiewicz 1995; Edquist/McKelvey 2000; Carlsson et al. 2002; Lundvall et al. 2002). Zentrale Aussage dieser Konzeption ist es, dass das Hervorbringen und die Diffusion neuer Lösungen nicht nur vom Vorliegen entsprechender Anreize bei Innovatoren und Adaptern abhängt, sondern auch vom Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure des Innovationsprozesses (vgl. Abbildung 3-1). Damit kommt es zu einer Erweiterung der Einflussfaktoren. Neben der Einschätzung der Wirtschaftlichkeit von Innovationen durch die Akteure wird zunehmend auch weichen Kontextfaktoren wie z.B. den Kommunikationsmustern zwischen den Beteiligten, aber auch dem Regulierungsmuster zwischen Politik und Regulierten erhöhte Bedeutung zugeschrieben (vgl. SRU 2002, Leone/Hemmelskamp 2000; Kemp et al. 2000; Montalvo 2002).

3.2.1.3 Umweltpolitikanalyse

Die Umweltpolitikanalyse ist ein Zweig der empirisch ausgerichteten Policy Analysis, einer jüngeren Forschungsrichtung innerhalb der Politikwissenschaft (Howlett/Ramesh 1995). Bekannteste Vertreter der Umweltpolitikanalyse im deutschsprachigen Raum sind Jänicke (1978, 1986, 1996, 1999) sowie Héritier (1987, 1993). Ihr zentraler Forschungsgegenstand ist die Aufdeckung von Bedingungen, unter denen Umweltpolitik erfolgreich durchgeführt werden kann. Hierbei wird Politik idealtypisch als dynamischer Problemverarbeitungsprozess betrachtet, der Lösungen für in bestimmten Situationen auftretende konkrete Probleme sucht und hierbei folgende Zyklen durchläuft (Kern/Bratzel 1996, Jänicke et al. 1999):

Anmerkungen

Bis in die Literaturhinweise hinein (und abzüglich der Elidierung von "der Umweltpolitikanalyse" in Z. 16 der Arbeit bzw. Z. 18f der Quelle) identisch.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[79.] Psc/Fragment 306 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 11:21 (Graf Isolan)
Erstellt: 28. June 2012, 09:09 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Klinski et al. 2007, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 306, Zeilen: 1-31
Quelle: Klinski et al. 2007
Seite(n): 126, 129, 130, Zeilen: 126: 5-8; 129: 33-34; 130: 14-23, 25-38
b) Verbesserungen im Zulassungsrecht für Übertragungsleitungen, Anreize zum

Einsatz von Erdkabeln

Das Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz dürfte für Planfeststellungsverfahren zur Zulassung von Hochspannungsfreileitungen einige nicht unwesentliche Beschleunigungseffekte mit sich bringen. Leider ist es im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens jedoch nicht gelungen, eine allgemeine Regelung zu schaffen, nach der die Mehrkosten für die Verlegung als unterirdische Kabel auf die Netznutzer umgelegt werden dürfen, wenn dadurch Wohngebiete oder die Umwelt entlastet werden. Dies weist die Gesetzesbegründung zu § 21a Abs. 4 Satz 3 EnWG explizit aus1074. Eine entsprechende Mehrkostenregelung enthält das Gesetz lediglich für den Küstenbereich in einer Entfernung von bis zu 20 km landeinwärts, nicht jedoch für außerhalb dieses Bereichs gelegene Leitungsvorhaben (§ 21a Abs. 4 Satz 3 i. V. m. § 43 Satz 3 EnWG).

Da aber, wie in Kapitel 3:G.III.2.) dargelegt, eine größere Verbreitung von Erdkabeln aus Gründen des Umweltschutzes und wegen der kürzeren Herstellungszeiträume aber innovationspolitisch wünschenswert ist, erscheint es insoweit sinnvoll, verfahrensrechtliche Erleichterungen zu schaffen und geeignete wirtschaftliche Anreize zu setzen. Die umfassende Verbesserung der Rechtslage für die Zulassung von Erdkabeln ist ein wichtiges Anliegen im Rahmen eines umweltfreundlichen und sozialverträglichen Netzausbaus. Erdkabel haben unter Gesichtspunkten der Naturschonung und der Vermeidung von Belastungen der Umgebung (Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, Elektrosmog) bedeutende Vorteile, die sich auch auf die erforderlichen Realisierungszeiträume positiv auswirken können, weil durch den Verzicht auf Freileitungen zeitraubende lokale Konflikte und Rechtsstreitigkeiten vermieden werden können. Deshalb wäre es sinnvoll, den Vorhabensträgern generell die Möglichkeit zu geben, die Mehrkosten des Einsatzes von Erdkabeln bei den Netznutzungsentgelten in Ansatz zu bringen, zumindest wenn es dadurch im Einzelfall möglich ist, Wohngebiete oder Natur und Umwelt von problematischen Belastungen freizuhalten. Der Anwendungsbereich der betreffenden Regelungen sollte, um möglichst weit reichende Entlastungen der Umwelt zu erreichen, nicht zu eng geschnitten werden.


1074 BT-Drcks. 16/54, 27.

[Seite 129: 33-34]

4.4.2.2 Verbesserungen im Zulassungsrecht für Übertragungsleitungen, Anreize zum Einsatz von Erdkabeln

[Seite 130: 14-23]

Das Gesetz dürfte auch für Planfeststellungsverfahren zur Zulassung von Hochspannungsfreileitungen ab 110 kV Nennspannung nach § 43 EnWG einige nicht unwesentliche Beschleunigungseffekte mit sich bringen.

Leider ist es im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens nicht gelungen, eine allgemeine Regelung zu schaffen, nach der die Mehrkosten für die Verlegung als unterirdische Kabel auf die Netznutzer umgelegt werden dürfen, wenn dadurch Wohngebiete oder die Umwelt/Natur entlastet werden. Eine entsprechende Mehrkostenregelung enthält das Gesetz lediglich für den Küstenbereich in einer Entfernung von bis zu 20 km landeinwärts, nicht jedoch für außerhalb dieses Bereichs gelegene Leitungsvorhaben (vgl. § 21a Abs. 4 Satz 3 i.V.m. § 43 Satz 3 EnWG in der durch das Gesetz geänderten Fassung).

[Seite 126: 5-8]

Wenn die Verlegung von Erdkabeln aus Gründen des Umweltschutzes und wegen der kürzeren Herstellungszeiträume eine größere Verbreitung erlangen soll, erscheint es folglich sinnvoll, insoweit verfahrensrechtliche Erleichterungen zu schaffen und geeignete wirtschaftliche Anreize zu setzen.

[Seite 130: 25-38]

Die umfassende Verbesserung der Rechtslage für die Zulassung von Erdkabeln ist ein besonders wichtiges Anliegen im Rahmen der Umweltstrategie für die Windenergienutzung.

Erdkabel haben unter Gesichtspunkten der Naturschonung und der Vermeidung von Belastungen der Umgebung (wichtig: Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, Elektrosmog) bedeutende Vorteile, die sich auch auf die erforderlichen Realisierungszeiträume positiv auswirken können, weil durch den Verzicht auf Freileitungen zeitraubende lokale Konflikte und Rechtsstreitigkeiten vermieden werden können (siehe dazu bereits oben, Kap. 4.4.1.2). Deshalb ist es sinnvoll, den Vorhabensträgern generell die Möglichkeit zu geben, die Mehrkosten des Einsatzes von Erdkabeln bei den Netznutzungsentgelten in Ansatz zu bringen, (zumindest) wenn es dadurch im Einzelfall möglich ist, Wohngebiete und/oder Schutzgüter von Natur und Umwelt von problematischen Belastungen freizuhalten. Der Anwendungsbereich der betreffenden Regelungen sollte, um möglichst weitreichende Entlastungen der Umwelt zu erreichen, nicht zu eng geschnitten werden.

Anmerkungen

Quellenangabe fehlt.

Sichter
(Hindemith), Klicken

[80.] Psc/Fragment 066 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 09:59 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 09:39 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, KomplettPlagiat, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 1-26, 101-105 (komplett)
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 99, Zeilen: 5ff
Waren in den 1980er Jahren v. a. Politikformulierung und Implementation bevorzugte Forschungsgebiete der »Policy Analysis«, widmet sie sich in den letzten Jahren auch verstärkt den Aspekten der Problemwahrnehmung und Agenda-Gestaltung152. Die umweltpolitischen Erfolgsbedingungen werden vor allem in den strukturellen Handlungschancen und Restriktionen, der Stärke und dem strategischen Geschick der Träger von Umweltbelangen sowie dem »Schwierigkeitsgrad« des zu lösenden Problems und den situativen Handlungsbedingungen gesehen.

Die Umweltpolitikanalyse betont die Bedeutung von konsensualen Zielfindungsprozessen und der Institutionalisierung von Lernprozessen. Sie fasst eine Politik der nachhaltigen Entwicklung als strategisches Konzept auf, das der Komplexität von Problemlagen, Handlungschancen und Lernprozessen Rechnung trägt. Als politisch beeinflussbare Größe spielt hierbei der Politikstil eine entscheidende Rolle153. Aus diesen Grundgedanken heraus lassen sich auch die Bedingungen für eine innovationsfreundliche Umweltpolitik gewinnen. Denn »ein Politikstil, der Ansatzpunkte zum Umweltschutz bei allen Akteuren setzt, schafft gleichzeitig Innovationsanreize auf der Anbieter- und Nachfrageseite [...] und fördert das Zusammenspiel von Innovation und Diffusion«154. Die Betonung liegt damit indirekt auf der Bedeutung von kooperativer Zusammenarbeit aller am politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess beteiligten Akteuren. Anzustreben ist hier ein dialogorientierter Politikstil, der Erkenntnisse aus Lernprozessen und veränderten Konstellationen berücksichtigen kann, zugleich aber keinen Zweifel an der Entschlossenheit zur Umsetzung der Politik aufkommen lässt und eine Langfristorientierung ermöglicht155. Hierbei ist einerseits von Bedeutung, dass eine zielgruppenorientierte Politik schon früh den relevanten Akteuren Beachtung schenkt. Sie dient der gegenseitigen Verbesserung der Informationslage und ist nach Jänicke zur Umsetzung umweltpolitischer Ziele zu favorisieren156.


152 Kern/Bratzel, a. a. O., 29 ff.

153 Richardson, Policy Styles in Western Europe.

154 Klemmer/Lehr/Löbbe, Umweltinnovationen, 50.

155 Blazejczak/Edler/Hemmelkamp/Jänicke, ZfU 1999, 1 ff.

156 Jänicke/Kunig/Stitzel, Umweltpolitik, 291.

Waren in den Achtzigerjahren vor allem Politikformulierung und Implementation bevorzugte Forschungsgebiete der Policy Analysis, widmet sie sich in den letzten Jahren auch verstärkt den Aspekten der Problemwahrnehmung und Agenda-Gestaltung (Kern/Bratzel 1996). Die umweltpolitischen Erfolgsbedingungen werden vor allem in den strukturellen Handlungschancen und Restriktionen, der Stärke und dem strategischen Geschick der Träger von Umweltbelangen sowie dem „Schwierigkeitsgrad“ des zu lösenden Problems und den situativen Handlungsbedingungen gesehen (Jänicke 1996)

. Die Umweltpolitikanalyse betont die Bedeutung von konsensualen Zielfindungsprozessen und der Institutionalisierung von Lernprozessen. Sie fasst eine Politik der nachhaltigen Entwicklung als strategisches Konzept auf, das der Komplexität von Problemlagen, Handlungschancen und Lernprozessen Rechnung trägt. Als politisch beeinflussbare Grösse spielt hierbei der Politikstil eine entscheidende Rolle (Richardson 1982, Jänicke 1997).

Aus diesen Grundgedanken heraus lassen sich auch die Bedingungen für eine innovationsfreundliche Umweltpolitik gewinnen. Denn „ein Politikstil, der Ansatzpunkte zum Umweltschutz bei allen Akteuren setzt, schafft gleichzeitig Innovationsanreize auf der Anbieter- und Nachfrageseite […] und fördert das Zusammenspiel von Innovation und Diffusion“ (Klemmer et al. 1999, S. 50). Die Betonung liegt damit indirekt auf der Bedeutung von kooperativer Zusammenarbeit aller am politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess beteiligten Akteuren. Anzustreben ist hier ein dialogorientierter Politikstil, der Erkenntnisse aus Lernprozessen und veränderten Konstellationen berücksichtigen kann, zugleich aber keinen Zweifel an der Entschlossenheit zur Umsetzung der Politik aufkommen lässt und eine Langfristorientierung ermöglicht (Blazejczak et al. 1999). Folgende Aspekte sind hierbei von Bedeutung:

• Zielgruppenorientierte Politik schenkt schon früh den relevanten Akteuren Beachtung. Sie dient der gegenseitigen Verbesserung der Informationslage und ist nach Jänicke zur Umsetzung umweltpolitischer Ziele zu favorisieren.

Anmerkungen

leichte Abänderungen zum Schluss, aber ansonsten bis in die Literaturverweise identisch; das Zitat befindet sich bereits in der Vorlage.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[81.] Psc/Fragment 067 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 11:10 (Graf Isolan)
Erstellt: 28. June 2012, 09:57 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 1-35, 101, 103-104 (komplett)
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 99-100, Zeilen: S. 99, 33ff; S. 100 (fast) komplett
[Danach können potenzielle Innovateure Wettbewerber (»frühe] Anpasser«) unter Zugzwang bringen und so wiederum die Diffusion neuer Technologien (über eine sich anpassende Mehrheit) unterstützen. Idealerweise wird sie durch eine zeitlich gestufte flexible Instrumentierung begleitet, die den Anpassungszwang zunehmend und kalkulierbar erhöht (»Threat and Control«). Am Ende können schließlich Umstellungshilfen für Problemunternehmen gewährt werden und Auflagen für noch verbliebene Verweigerer als letztes Mittel eingesetzt werden157.

Andererseits kann allein die glaubwürdige Ankündigung umweltpolitischer Maßnahmen bezüglich zu regulierender Tatbestände innerhalb eines verlässlichen Zeithorizontes schon in früher Phase des politischen Willensbildungsprozesses förderlich sein und für Innovationsprozesse »eine zielführende Eigendynamik«158 entwickeln. Um ihr Investitionsrisiko zu reduzieren, antizipieren potenzielle Innovateure zum einen den aus der Ankündigung resultierenden Umweltinnovationsbedarf und richten ihre F&E-Aktivitäten entsprechend aus. Zum anderen würden Innovationsprozesse forciert, da Industrieunternehmen mit Substitutionen bzw. Anpassungsprozessen reagieren, oft bevor rechtsverbindliche Tatsachen mittels langwieriger, komplizierter politischer Entscheidungsprozesse geschaffen wurden. Wird eine angekündigte und politische Entwicklung nicht durchgeführt oder verändert, kann dies mangelnde Verlässlichkeit der Umweltpolitik signalisieren und für kapitalintensive Branchen mit erheblichen (Mehr)Kosten verbunden sein (Investitionsrisiko). Schließlich wird die Verlässlichkeit einer Politik auch durch das Vorliegen langfristiger Ziele gesteigert. Dies erfordert eine explizite politische Prioritätensetzung159.

Im Unterschied zur neoklassischen Umweltökonomik kommt es bei der Umweltpolitikanalyse zu einer ganz erheblichen Relativierung der Instrumentendebatte und der Bedeutung staatlicher Eingriffe, die als zweitrangig für den Erfolg gesehen werden: So zieht Martin Jänicke aufgrund der Auswertung zahlreicher international vergleichender Fallstudien folgendes Fazit: »Die Instrumentenwahl ist generell für den Ausgang wenig erklärungsfähig, wenn die Stärke, Konfiguration oder Kompetenz der Akteure, ihre strategische Langzeitorientierung, ihre situativen und strukturellen Handlungsbedingungen und der Charakter des Problems ausgeklammert werden. Es gibt im internationalen Vergleich auch kaum einen Erfolgsfall, der auf ein einziges Instrument zurückgeführt werden kann. Auch die einseitige Staatsfixierung wird den tatsächlich wirkenden Einflussfaktoren kaum gerecht. Oft ist es auch nicht primär die konkrete Instrumentenwahl, die zählt, sondern der informationelle Signaleffekt der Maßnahme als solcher. Wichtig sind dabei Informations- und Kommunikationsprozesse, die von Interventionen ausgelöst werden.«160


157 Rogers, Diffusion of innovations, 37.

158 Iten/Peter/Walz/Menegale, Auswirkungen des Umweltschutzes, 93.

159 Jänicke/Kunig/Stitzel, a. a. O., 292.

160 Jänicke, Umweltpolitik der Industrieländer, 11.

[Seite 99]

Danach können potenzielle Innovateure Wettbewerber („frühe Anpasser“) unter Zugzwang bringen und so wiederum die Diffusion neuer Technologien (über eine sich anpassende Mehrheit) unterstützen. Idealerweise wird sie durch „eine zeitlich gestufte flexible Instrumentierung“ begleitet, „die den Anpassungszwang zunehmend und kalkulierbar erhöht“ („Threat and Control“). Am Ende können schliesslich Umstellungshilfen für Problemunternehmen gewährt werden und Auflagen für noch verbliebene Verweigerer als letztes Mittel eingesetzt werden (Rogers 1995 sowie Jänicke 1997).

• Allein die glaubwürdige Ankündigung umweltpolitischer Massnahmen bezüglich zu regulierender Tatbestände innerhalb eines verlässlichen Zeithorizontes

[Seite 100]

kann schon in früher Phase des politischen Willensbildungsprozesses förderlich sein und für Innovationsprozesse „eine zielführende Eigendynamik“ entwickeln. Um ihr Investitionsrisiko zu reduzieren, antizipieren potenzielle Innovateure zum einen den aus der Ankündigung resultierenden Umweltinnovationsbedarf und richten ihre FuE-Aktivitäten entsprechend aus. Zum anderen würden Innovationsprozesse forciert, da Industrieunternehmen mit Substitutionen bzw. Anpassungsprozessen reagieren, oft bevor rechtsverbindliche Tatsachen mittels langwieriger, komplizierter politischer Entscheidungsprozesse geschaffen wurden. Wird eine angekündigte und politische Entwicklung nicht durchgeführt oder verändert, kann dies mangelnde Verlässlichkeit der Umweltpolitik signalisieren und für kapitalintensive Branchen mit erheblichen (Mehr)Kosten verbunden sein (Investitionsrisiko).

• Die Verlässlichkeit einer Politik wird auch durch das Vorliegen langfristiger Ziele gesteigert. Dies erfordert eine explizite politische Prioritätensetzung in der Umweltpolitik. Einen Schlüsselfaktor hierbei sehen Jänicke et. al. (1999) sowie SRU (2002) im Vorliegen eines Umweltplans, der mittel- bis langfristige Ziele in den einzelnen Umweltproblembereichen quantifiziert.

Im Unterschied zur neoklassischen Umweltökonomik kommt es bei der Umweltpolitikanalyse zu einer ganz erheblichen Relativierung der Instrumentendebatte und der Bedeutung staatlicher Eingriffe, die als zweitrangig für den Erfolg gesehen werden: So zieht Jänicke (1996, S. 11) aufgrund der Auswertung zahlreicher international vergleichender Fallstudien folgendes Fazit: "Die Instrumentenwahl ist generell für den Ausgang wenig erklärungsfähig, wenn die Stärke, Konfiguration oder Kompetenz der Akteure, ihre strategische Langzeitorientierung, ihre situativen und strukturellen Handlungsbedingungen und der Charakter des Problems ausgeklammert werden. Es gibt im internationalen Vergleich auch kaum einen Erfolgsfall, der auf ein einziges Instrument zurückgeführt werden kann. Auch die einseitige Staatsfixierung wird den tatsächlich wirkenden Einflussfaktoren kaum gerecht. Oft ist es auch nicht primär die konkrete Instrumentenwahl, die zählt, sondern der informationelle Signaleffekt der Massnahme als solcher. Wichtig sind dabei Informations- und Kommunikationsprozesse, die von Interventionen ausgelöst werden."

Anmerkungen

Formal ein Bauernopfer, aber trotz wortwörtlicher Übereinstimmung ist nichts als Zitat gekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[82.] Psc/Fragment 068 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 13:16 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 10:13 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 1-33
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 100, 101, 102, Zeilen: 32-36, 16-42, 1-11
IV. Empirische Erkenntnisse

Bereits 1987 kamen Colin Thirtle und Vernon Rutlan in einer Untersuchung über die Hypothese induzierter Innovationen zu dem Ergebnis, dass statistische Untersuchungen darauf schließen lassen, dass eine Änderung der relativen Faktorpreise Auswirkungen auf die Innovationsgeschwindigkeit hat161. In empirischer Hinsicht wurde der Strombereich bereits sehr intensiv untersucht, zumal hier mit den Strompreisen eine statistisch gut verfügbare Erklärungsvariable vorhanden ist. Hier kommen eine Reihe von neueren Untersuchungen162 zum Ergebnis, dass Steigerungen in den relativen Strompreisen energiesparende Innovationen auslösen. Allerdings sind die statistische Signifikanz dieses Zusammenhangs und auch die Größenordnung des Einflusses, der auf die Energiepreise entfällt, unterschiedlich. Insgesamt kann aus diesen Arbeiten geschlossen werden, dass relative Veränderungen in energierelevanten Kosten zwar tatsächlich den energietechnischen Fortschritt beeinflussen. Da aber für die einzelnen Untersuchungsgegenstände jeweils eine Reihe weiterer fallspezifischer Determinanten besteht, kann eine verallgemeinerte, quantitative Beziehung für die Induzierung des energietechnischen Fortschritts nicht aufgestellt werden.

Neben ökonometrischen Analysen gibt es auch eine Reihe von Fallstudien, in denen die Zusammenhänge zwischen Umweltschutzmaßnahmen und Energieinnovationen untersucht wurde. In der Literatur viel zitiert wurden die Fallstudien von Michael Porter und Claas van der Linde, die auf erhebliche Innovationswirkungen und sogar auf das Vorliegen eines erheblichen ungenutzten Effizienzpotenzials hinweisen, dessen Realisierung zu sog. win-win-Situationen führen kann, in denen der Umweltschutz sogar eine Reduktion der einzelwirtschaftlichen Kostenbelastung herbeifährt163. Positive Auswirkungen von Regulierung auf Innovationen finden sich auch für mehrere europäische Länder in den Fallstudien von David Wallace164. Besonders anzuführen ist auch das Forschungsprogramm »Innovative Wirkungen Umweltpolitischer Instrumente (FIU)« des BMBF165. Hierbei wurden unterschiedliche Umweltpolitikmaßnahmen untersucht. Im Ergebnis zeigte sich, dass auch von ordnungsrechtlichen Maßnahmen ein positiver Innovationseffekt ausgehen kann, jedoch immer eine Vielzahl von Systembedingungen zu beachten ist, die eine Verallgemeinerung der Ergebnisse schwierig machen. Bedeutsam ist, dass die Ergebnisse darauf hindeuten, dass den - u. a. von den evolutorischen und institutionellen Ansätzen sowie der Umweltpolitikanalyse betonten - Systembedingungen und weichen Kontextfaktoren eine nicht zu vernachlässigende Bedeutung zukommt. Andererseits lässt sich aus den Fallstudien auch ablesen, dass im Kontext der Rahmenbedingungen den Preiserwartungen eine besondere Bedeutung zukommt, was wiederum den Hypothe[sen der neoklassischen Umweltökonomik entgegenkommt.]


161 Thirtle/Rutan, Diffusion of Technical Change.

162 Grupp, Umweltfreundliche Innovation durch Preissignale oder Regulation?, 611 ff.; Schleich/Walz/Meyer/Lutz, in: Horbach (Hrsg.), Indicator Systems for Sustainable Innovations, 95 ff.; Lutz/Meyer/Nathani/Schleich, Energy Policy 2004, 1143 ff.

163 Porter/van der Linde, Journal of Economic Perspectives 1995, 97 ff.

164 Wallace, Environmental Policy and Industrial Innovation, passim.

165 Vgl. hierzu ausführlich Klemmer, Innovationen und Umwelt, 37.

[Seite 100, Z. 32-36]

4.2.2 Empirische Ergebnisse

In ihrem Überblicksartikel über die Hypothese induzierter Innovationen kamen Thirtle/Rutan (1987) zu dem Ergebnis, dass die vorliegenden statistischen Untersuchungen in der Tat darauf schliessen lassen, dass eine Änderung der relativen Faktorpreise Auswirkungen auf die Innovationsgeschwindigkeit hat. [...]

[Seite 101, Z. 16-42]

[...]

Am intensivsten wurde bisher der Energiebereich untersucht, zumal hier mit den Energiepreisen eine statistisch gut verfügbare erklärende Variable zur Verfügung steht. Hier kommen eine Reihe von neueren Untersuchungen (Newell et al. 1999, Grupp 1999, Schleich 2001; Popp 2002; Schleich et al. 2002 und 2003; Lutz et al. 2004) zum Ergebnis, dass Steigerungen in den relativen Energiepreisen energiesparende Innovationen auslösen. Allerdings sind die statistische Signifikanz dieses Zusammenhangs, und auch die Grössenordnung des Einflusses, der auf die Energiepreise entfällt, unterschiedlich.

Insgesamt kann aus diesen Arbeiten zwar geschlossen werden, dass relative Veränderungen in umweltrelevanten Kosten zwar tatsächlich den umwelttechnischen Fortschritt beeinflussen. Da aber für die einzelnen Untersuchungsgegenstände jeweils eine Reihe weiterer fallspezifischer Determinanten besteht, kann eine verallgemeinerte, quantitative Beziehung für die Induzierung des umwelttechnischen Fortschritts nicht aufgestellt werden.

Neben ökonometrischen Analysen gibt es auch eine Reihe von Fallstudien, in denen die Zusammenhänge zwischen Umweltschutzmassnahmen und Umweltinnovationen untersucht wurde. In der Literatur viel zitiert wurden die Fallstudien von Porter und van der Linde (1995), die auf erhebliche Innovationswirkungen und sogar auf das Vorliegen eines erheblichen ungenutzten Effizienzpotenzials hinweisen, dessen Realisierung zu so genannten win-win-Situationen führen kann, in denen der Umweltschutz sogar eine Reduktion der einzelwirtschaftlichen Kostenbelastung herbeiführt (vgl. Abschnitt 2.2.2). [...]

Positive Auswirkungen von Umweltregulierung auf Innovationen finden sich auch für mehrere europäische Länder in den Fallstudien von Wallace (1995). Besonders anzuführen ist auch das Forschungsprogramm innovative Wirkungen Umweltpolitischer Instrumente (FIU) des deutschen BMBF (vgl. Klemmer 1999 sowie Klemmer

[Seite 102, Z. 1-11]

et al. 1999). Hierbei wurden unterschiedliche Umweltpolitikmassnahmen untersucht. Im Ergebnis zeigte sich, dass auch von ordnungsrechtlichen Massnahmen ein positiver Innovationseffekt ausgehen kann, jedoch immer eine Vielzahl von Systembedingungen zu beachten ist, die eine Verallgemeinerung der Ergebnisse schwierig machen. Bedeutsam ist, dass die Ergebnisse darauf hindeuten, dass den – u. a. von den evolutorischen und institutionellen Ansätzen sowie der Umweltpolitikanalyse betonten – Systembedingungen und weichen Kontextfaktoren eine nicht zu vernachlässigende Bedeutung zukommt. Andererseits lässt sich aus den Fallstudien auch ablesen, dass im Kontext der Rahmenbedingungen den Preiserwartungen eine besondere Bedeutung zukommt, was wiederum den Hypothesen der neoklassischen Umweltökonomik entgegenkommt.

Anmerkungen

Da der zugrunde liegende Bericht auf Umweltpolitik ausgerichtet war, Psc aber einen Text über Energiepolitik, manchmal spezieller noch Strompolitik, benötigt, sind größere redaktionelle Anpassungen nötig. Ansonsten herrscht weitgehende Übereinstimmung bis in die Literaturverweise. Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[83.] Psc/Fragment 064 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 13:21 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 10:43 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-32 (komplett)
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 97, Zeilen: 2ff (komplett, mit Ausnahme des Abschnitts "Verfügungsrechte")
Die Neue Institutionenökonomik betont die grundsätzliche Bedeutung von Institutionen für alle Aspekte des wirtschaftlichen Handelns140. R. Richter141 definiert den Begriff Institution als »ein auf ein bestimmtes Zielbündel abgestelltes System von Normen einschließlich deren Garantieinstrumente, mit dem Zweck, das individuelle Verhalten in eine bestimmte Richtung zu steuern. [...]. Institutionen können formal im Sinne von objektivem und subjektivem Recht sein und informell«. Sie können im Extremfall »spontan« entstehen, d. h. sich selbst organisieren oder von einer Autorität komplett vorgeben sein. Mit diesem Ansatz eng verbunden ist die Annahme der »eingeschränkten Rationalität« (bounded rationality), die ursprünglich von Herbert Simon142 entwickelt wurde. Gemeint ist damit die Annahme opportunistischen Verhaltens sowie das Zulassen von Informationskosten, die die Notwendigkeit und Kostspieligkeit von Institutionen begründen.

Zu den Aspekten die aus institutionenökonomischer Sicht im Hinblick auf (Energie-) Innovationen von besonderer Bedeutung143 sind zählen zunächst die Akteursgruppen. An politischen Willensbildungsprozessen sind Akteursgruppen (Staat, Industrie, Verbände, NGOs) mit oft konträren Interessen beteiligt. Es ist davon auszugehen, dass die jeweiligen Gruppierungen durch individuelle Verhaltensweisen und Einstellungen ihrer Mitglieder geprägt werden. Dabei interessiert, wie notwendiges kollektives Handeln zustande kommt und sich Kompromisslösungen in der Praxis bewähren. Auch Transaktionskosten spielen eine erhebliche Rolle und sind bei Planung umweltpolitischer Instrumente zu berücksichtigen144. Dazu zählen Ressourcen, die für die Schaffung, Erhaltung, Unterstützung und Einrichtung von Institutionen und Organisationen notwendig sind. Außerdem entstehen Such- und Informationskosten, Verhandlungs- und Entscheidungskosten und Überwachungs- und Durchsetzungskosten, sobald Akteure auf Märkten agieren. Hohe Transaktionskosten können als Innovationstreiber sowohl für technische wie auch für organisatorische oder institutionelle Innovationen wirken. Schließlich wird in er institutionellen Ökonomik davon ausgegangen, dass Innovationen erst durch besondere Anreizsysteme ermöglicht und gefördert werden. Dieses muss ein Zielsystem (z.B. verbesserte Umweltqualität, nachhaltige Entwicklung) und feste Regeln enthalten, welche das Individuum zu konkreten Handlungen verpflichtet und dabei dessen individuelle Ziele einbezieht145. Kontrollen und etwaige Sanktionen müssen definiert und über ein Informationssystem den Akteuren vermittelt werden.


140 Coase, in: Williamson/Winter (Hrsg.), The nature of the firm, 18 ff.; Williamson, Markets and hierarchies, passim; Eggertsson, Economic behaviour and institutions, passim; Richter/Furubotn, Neue Institutionenökonomik, passim.

141 Richter, Institutionen ökonomisch analysiert, 2.

142 Simon, Administrative Behavior, passim.

143 Richter, a. a. O., 2; Klemmer/Lehr/Löbbe, Umweltinnovationen; Ostertag, No Regret Potentials in Energy Conservation, 15 ff.

144 Vgl. hierzu das sog. Coase-Theorem, das die Höhe der Transaktionkosten in Abhängigkeit von den unzureichend definierten Eigentumsrechten sieht. Siehe Coase, Journal of Law and Economics 1960, 1 ff.

145 Klemmer/Lehr/Löbbe, Umweltinnovationen, 116.

[Seite 97]

Die Neue Institutionenökonomik betont die grundsätzliche Bedeutung von Institutionen für alle Aspekte des wirtschaftlichen Handelns (Coase 1937; Williamson 1975, 1985; Williamson/Winter 1991; Eggertsson 1990, Richter/Furubotn 1999). Richter (1994, S. 2) definiert den Begriff Institution als „ein auf ein bestimmtes Zielbündel abgestelltes System von Normen einschliesslich deren Garantieinstrumente, mit dem Zweck, das individuelle Verhalten in eine bestimmte Richtung zu steuern. […]. Institutionen können formal im Sinne von objektivem und subjektivem Recht sein und informell“. Sie können im Extremfall „spontan“ entstehen, d. h. sich selbst organisieren oder von einer Autorität komplett vorgeben sein.“ Mit diesem Ansatz eng verbunden ist die Annahme der „eingeschränkten Rationalität“ (bounded rationality), die ursprünglich von Simon (1947) entwickelt wurde, die Annahme opportunistischen Verhaltens sowie das Zulassen von Informationskosten. Diese Annahmen begründen die Notwendigkeit und Kostspieligkeit von Institutionen.

Folgende Aspekte sind im Hinblick auf Umweltinnovationen von besonderer Bedeutung (vgl. Richter 1994; Klemmer et al. 1999; Ostertag 2003):

  • Akteursgruppen: An umweltpolitischen Willensbildungsprozessen sind Akteursgruppen (Staat, Industrie, Verbände, NGOs) mit oft konträren Interessen

beteiligt. Es ist davon auszugehen, dass die jeweiligen Gruppierungen durch individuelle Verhaltensweisen und Einstellungen ihrer Mitglieder geprägt werden. Dabei interessiert, wie notwendiges kollektives Handeln zustande kommt und sich Kompromisslösungen in der Praxis bewähren.

  • Transaktionskosten: Transaktionskosten spielen eine erhebliche Rolle und sind

bei Planung umweltpolitischer Instrumente zu berücksichtigen. Dazu zählen Ressourcen, die für die Schaffung, Erhaltung, Unterstützung und Einrichtung von Institutionen und Organisationen notwendig sind. Ausserdem entstehen Such- und Informationskosten, Verhandlungs- und Entscheidungskosten und Überwachungs- und Durchsetzungskosten, sobald Akteure auf Märkten agieren. Hohe Transaktionskosten können als Innovationstreiber sowohl für technische wie auch für organisatorische oder institutionelle Innovationen wirken.

[...]

  • Anreizsysteme: Schliesslich ist davon auszugehen, dass Umweltinnovationen

erst durch besondere Anreizsysteme ermöglicht und gefördert werden. Dieses muss ein Zielsystem (z.B. verbesserte Umweltqualität, nachhaltige Entwicklung) und feste Regeln enthalten, welche das Individuum zu konkreten Handlungen verpflichtet und dabei dessen individuelle Ziele einbezieht (Klemmer et al. 1999). Kontrollen und etwaige Sanktionen müssen definiert und über ein Informationssystem den Akteuren vermittelt werden.

Anmerkungen

Weitgehend identisch ohne Kennzeichnung.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[84.] Psc/Fragment 052 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 14:29 (KayH)
Erstellt: 28. June 2012, 14:08 Klicken
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÖGUT 2003

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 1-5
Quelle: ÖGUT 2003
Seite(n): 18, Zeilen: 15-22
[Der technologische Wandel wird zunehmend als interaktiver Prozess mit stetigen Rückkopplungen und Feed-]backschleifen zwischen den einzelnen Phasen des Innovationsprozesses gesehen93. Es sind Lern- und Suchprozesse, die das gesamte Feld der Innovationen dominieren. Dabei handelt es sich einerseits um systematische Bemühungen in den Unternehmen und im Forschungsbereich und andererseits um informelle und nicht institutionalisierte Aktivitäten, die im Produktionsprozess selbst stattfinden.

93 Vgl. Konrad/Nill, Innovationen für Nachhaltigkeit, passim.

Der technologische Wandel wird zunehmend als interaktiver Prozess mit stetigen Rückkopplungen und Feedbackschleifen zwischen den einzelnen Phasen des Innovationsprozesses gesehen [...] (vgl. Konrad/Nill 2001). Es sind Lern- und Suchprozesse, die das gesamte Feld der Innovationen dominieren. Dabei handelt es sich einerseits um systematische Bemühungen in den Unternehmen und im Forschungsbereich und andererseits um informelle und nicht institutionalisierte Aktivitäten, die im Produktionsprozess selbst stattfinden.
Anmerkungen

Wortwörtliche Übernahme inkl. Literaturreferenz ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
KayH

[85.] Psc/Fragment 126 19 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 20:40 (KayH)
Erstellt: 28. June 2012, 14:24 Klicken
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÖGUT 2003

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 19-23, 33-38
Quelle: ÖGUT 2003
Seite(n): 18, 14, Zeilen: -
Gefordert ist eine energiewirtschaftliche

(insbesondre [sic] ökologisch und ökonomisch effiziente) Optimierung bei der Erfüllung vorgegebener Funktionen (Verbraucherfreundlichkeit, Optionenvielfalt, Versorgungssicherheit etc.)430. Bedürfnisorientierte Innovationen schließlich stellen die Funktionen der Produkte und Dienstleistungen selbst in Frage und setzen direkt bei den Bedürfnissen an. Technoökonomische Neuerungen sollen danach nicht ausreichen. Vielmehr wird ein Zusammenspiel mit sozialen und kulturellen Innovationen angestrebt, um nachhaltige Entwicklung zu forcieren. [...] Die Gründe für die zentrale Positionierung der Systeminnovationen in der Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems liegen zum einen darin, dass sie sowohl was die Qualität als auch die Quantität betrifft große Veränderungen hinsichtlich der ökologischen und ökonomischen Auswirkungen erwarten lassen. Zum anderen sind erfahrungsgemäß Systeminnovationen durch gezielte Forschungs- und Entwicklungsarbeit erreichbar und sie treten häufiger auf als die zugrunde liegenden Basis-[innovationen selbst433. Die Kategorie der Systeminnovationen wird damit zum zentralen Ansatzpunkt nationaler Politiken zur Durchsetzung von Energieinnovationen.]


430 Ähnlich Greisberger et al., Auswirkung energiepolitischer Instrumente, 18.
[...] 433 Greisberger et al., Auswirkung energiepolitischer Instrumente, 18.

[Seite 18]

Gefordert ist die ökologische Optimierung der Erfüllung vorgegebener Funktionen. Bedürfnisorientierte Innovationen schließlich stellen die Funktionen der Produkte und Dienstleistungen selbst in Frage und setzen direkt bei den Bedürfnissen an. Technoökonomische Neuerungen reichen nicht aus; ein Zusammenspiel mit sozialen und kulturellen Innovationen erscheint erforderlich zu sein, um den Weg in Richtung nachhaltige Entwicklung einzuschlagen. [Seite 14] Die Gründe für die zentrale Positionierung der Systeminnovationen in der Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems liegen zum einen darin, dass sie sowohl was die Qualität als auch die Quantität betrifft große Veränderungen hinsichtlich der ökologischen Auswirkungen erwarten lassen. Zum anderen ist zu erwarten, dass Systeminnovationen durch gezielte Forschungs- und Entwicklungsarbeit erreichbar sind und häufiger auftreten als Basisinnovationen. Die Ebene der „Systeminnovationen“ wird damit zum zentralen Ansatzpunkt nationaler Politiken zur Durchsetzung von Umweltinnovationen.

Anmerkungen

Mehrzeilige wortwörtliche Abschriften. Fußnote 430 stellt eine wortwörtliche Übereinstimmung zunächst in Abrede, 433 verweist derart auf die Quelle, dass weder eine solche Übernahme erkennbar wäre, noch der entsprechenden Abschnitt leicht aufzufinden ist (da auf Seite 14 der Quelle).

Sichter
KayH

[86.] Psc/Fragment 222 10 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:18 (KayH)
Erstellt: 28. June 2012, 14:29 92.228.58.21
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 222, Zeilen: 10-34
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 70, Zeilen: 8-36
c) Anreize durch das Festlegungsverfahren für Netznutzungsentgelte

aa) Anreize im Rahmen der Strompreisaufsicht der Bundesländer

Bis zur Verabschiedung der ersten Verbändevereinbarung am 22.05.1998 wurden Netznutzungsentgelte nicht explizit kalkuliert, sondern waren Bestandteil der Stromtarife, die von den Aufsichtsbehörden der Länder kontrolliert und genehmigt wurden. Grundlage der Strompreisaufsicht war der sog. K-Bogen, der vom Bund-Länder-Ausschuss »Energiepreise« entwickelt wurde und die Basis für die Prüfung der Kosten- und Erlöslage bildete. Er orientierte sich an den »Leitsätzen für die Preisermittlung aufgrund von Selbstkosten (LSP)«, die für die Preisbildung bei öffentlichen Aufträgen aufgestellt wurden. Der K-Bogen diente der Ermittlung des sog. betriebsnotwendigen Kapitals und zwang die damaligen integrierten EVU, regelmäßig sämtliche im Rahmen der Strompreisaufsicht zu berücksichtigenden Kosten und Erlöse zu dokumentieren. Darüber hinaus prüfte die Preisbehörde, ob die geltend gemachten Betriebskosten überhaupt oder in dem beantragten Umfang für eine elektrizitätswirtschaftlich rationelle Betriebsführung notwendig waren. Im Kern handelte es sich bei dieser Art der Regulierung um eine klassische Rentabilitätsregulierung nach der (vereinfachten) Formel:

Betriebskosten + (betriebsnotw. Vermögen - kum. Abschreibungen) x Verzinsung

Tarife = ----------------------------------

prognostizierter Mengenabsatz bzw. prognostizierte Jahreshöchstleistung

Hinzu kamen zwei Besonderheiten. Zum einen fanden diese Tarife nur auf die Tarifabnehmer (Haushaltskunden und Kleingewerbe) Anwendung, nicht jedoch auf Sondervertragskunden. Der maximal zulässige Erlös aus letzterer Kundengruppe wurde als Residualgröße mit Hilfe einer Kostenträgerrechnung festgelegt, d. h. als Differenz zwischen dem maximal zulässigen Gesamterlös und dem prognostizierten [Erlös aus den Tarifabnehmern.]

2.4 Anreize durch das bisherige Festlegungsverfahren für Netznutzungsentgelte

2.4.1 Anreize im Rahmen der Strompreisaufsicht der Bundesländer:

Bis zur Verabschiedung der ersten Verbändevereinbarung am 22. Mai 1998 wurden Netznutzungsentgelte nicht explizit kalkuliert, sondern waren Bestandteil der Stromtarife, die von den Strompreisaufsichten der Länder kontrolliert und genehmigt wurden.
Grundlage der Strompreisaufsicht war der so genannte „K-Bogen“, der vom Bund-Länder-Ausschuss „Energiepreise“ entwickelt wurde und die Basis für die Prüfung der Kosten- und Erlöslage bildete. Er orientierte sich an den „Leitsätzen für die Preisermittlung aufgrund von Selbstkosten (LSP)“, die für die Preisbildung bei öffentlichen Aufträgen aufgestellt wurden. Der K-Bogen diente der Ermittlung des so genannten betriebsnotwendigen Kapitals und zwang die damaligen integrierten Energieversorgungsunternehmen, regelmäßig sämtliche im Rahmen der Strompreisaufsicht zu berücksichtigenden Kosten und Erlöse zu dokumentieren.
Darüber hinaus prüfte die Preisbehörde, ob die geltend gemachten Betriebskosten überhaupt oder in dem beantragten Umfang für eine elektrizitätswirtschaftlich rationelle Betriebsführung notwendig waren.
Im Kern handelt es sich bei dieser Art der Regulierung um eine klassische Rentabilitätsregulierung (RR) nach der (vereinfachten) Formel:

Tarife = [Betriebskosten + (betriebsnotwendiges Vermögen - kumulierte Abschreibungen) * Verzinsung] / prognostizierter Mengenabsatz bzw. prognostizierte Jahreshöchstleistung

Hinzu kamen folgende Besonderheiten:
• Diese Tarife fanden nur auf die Tarifabnehmer (Haushaltskunden, Kleingewerbe und Landschaft) Anwendung, nicht jedoch auf die Sondervertragskunden. Der maximal zulässige Erlös aus letzterer Kundengruppe wurde als Residualgröße mit Hilfe einer Kostenträgerrechnung festgelegt, d.h. als Differenz zwischen dem maximal zulässigen Erlös insgesamt minus prognostiziertem Erlös aus der Gruppe der Tarifabnehmer.

Anmerkungen

Verschleiernde Textübernahme. Bei der Formel wurden - verschleiernd - zwei Begriffe abgekürzt. Auf der nächsten Seite geht es weiter. Im gesamten Abschnitt aa), sowie auf der vorangehenden und folgenden Seite findet sich nicht ein einziger Hinweis auf die Quelle.

Sichter
fret

[87.] Psc/Fragment 051 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 21:29 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 14:37 Klicken
Fragment, Gesichtet, Gt75, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ÖGUT 2003

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 1-25, 31-33
Quelle: ÖGUT 2003
Seite(n): 16, 17, 18, Zeilen: -
[ [...](unter der Voraus-]setzung einer erfolgreichen Innovation). Es ist jetzt von der Innovation an sich abhängig, ob sie sich aus der Nische heraus entwickelt oder eben ein Nischenprodukt bleibt, was für einzelne Unternehmen durchaus interessant sein kann.

In der Diffusionsphase erfährt die Innovation abschließend ihre allgemeine Nutzanwendung und Marktverwertung. Everett M. Rogers91 beschreibt die Diffusion als Prozess, bei dem sich eine Innovation durch bestimmte Kommunikationskanäle über die Zeit in einem sozialen System ausbreitet. Der Innovations-Entscheidungsprozess bezieht sich demnach auf die Dimension der Zeit und durchläuft nach Rogers fünf Stufen: In der ersten Stufe des Diffusionsprozesses erlangt ein Individuum (oder eine beliebige soziale Einheit, die Entscheidungen fällt) Kenntnis von der Existenz einer Innovation und ein zumindest grobes Verständnis, wie diese funktioniert. Danach beginnt die Suche nach anwendungsrelevanten Informationen. In der zweiten Phase der Meinungsbildung werden die unterschiedlichsten Vorstellungen bezüglich einer Innovation gesammelt. Information zur Reduktion der Unsicherheit wird in dieser Phase zumeist von nahe stehenden Bezugspersonen eingeholt. Wie eine Innovation von den potenziellen Anwendern einer Innovation wahrgenommen wird, ist mitbestimmend dafür, wie schnell sich diese verbreitet. Anschließend wird eine Entscheidung über die Übernahme oder Ablehnung einer Innovation getroffen. In diesem Zusammenhang spielt das Ausprobieren der Innovation eine besondere Rolle. Die tatsächliche Umsetzung der Entscheidung erfolgt in der Phase der Implementierung, wobei die Innovation zur Anwendung gebracht wird. In der Stufe der Bestätigung wird nach Informationen gesucht, die den Anwender einer Innovation darin bestärkt, mit der Anwendung der Innovation fortzufahren. Falls jedoch Informationen entstehen, welche die Anwendung der Innovation in Frage stellen, kann auch die Anwendung der Innovation abgebrochen werden.

[...]

Dabei erlangt das Zusammenspiel aller Akteure und Rahmenbedingungen immer größere Bedeutung. Der technologische Wandel wird zunehmend als interaktiver Prozess mit stetigen Rückkopplungen und Feed-[backschleifen zwischen den einzelnen Phasen des Innovationsprozesses gesehen93.]


93 Vgl. Konrad/Nill, Innovationen für Nachhaltigkeit, passim.

[S. 16]

[...] (unter der Voraussetzung einer erfolgreichen Innovation). Es ist jetzt von der Innovation an sich abhängig, ob sie sich aus der Nische heraus entwickelt oder eben ein Nischenprodukt bleibt, was für einzelne Unternehmen durchaus interessant sein kann.

Rogers (1995) beschreibt die Diffusion als Prozess, bei dem sich eine Innovation durch bestimmte Kommunikationskanäle über die Zeit in einem sozialen System ausbreitet. Der Innovations-Entscheidungsprozess bezieht sich demnach auf die Dimension der Zeit und durchläuft nach Rogers fünf Stufen:

In der ersten Stufe des Diffusionsprozesses erlangt ein Individuum (oder eine beliebige soziale Einheit, die Entscheidungen fällt) Kenntnis von der Existenz einer Innovation und ein

[S. 17]

zumindest grobes Verständnis, wie diese funktioniert. Danach beginnt die Suche nach anwendungsrelevanten Informationen. In der zweiten Phase, der Phase der Meinungsbildung, wird eine Meinung bezüglich einer Innovation gebildet. Information zur Reduktion der Unsicherheit wird in dieser Phase zumeist von nahestehenden Bezugspersonen eingeholt. Wie eine Innovation von den potenziellen AnwenderInnen einer Innovation wahrgenommen wird, ist mitbestimmend dafür, wie schnell sich diese verbreitet. Anschließend wird eine Entscheidung über die Übernahme oder Ablehnung einer Innovation getroffen. In diesem Zusammenhang spielt das Ausprobieren der Innovation eine besondere Rolle. Die tatsächliche Umsetzung der Entscheidung erfolgt in der Phase der Implementierung, wobei die Innovation zur Anwendung gebracht wird. In der Stufe der Bestätigung wird nach Informationen gesucht, die den/die AnwenderIn einer Innovation darin bestärkt, mit der Anwendung der Innovation fortzufahren. Falls jedoch Informationen entstehen, welche die Anwendung der Innovation in Frage stellen, kann auch die Anwendung der Innovation abgebrochen werden.

[...]

[S. 18]

Vielmehr erlangt das Zusammenspiel aller Akteure und Rahmenbedingungen immer größere Bedeutung. Der technologische Wandel wird zunehmend als interaktiver Prozess mit stetigen Rückkopplungen und Feedbackschleifen zwischen den einzelnen Phasen des Innovationsprozesses gesehen, der zur Bildung von Strukturen führt, die auch als Innovationsnetzwerke bezeichnet werden (vgl. Konrad/Nill 2001).

Anmerkungen

Großflächige Aneignung der Quelle. Wortwörtlich unter kleinsten verschleiernden Anpassungen. Ein Beleg aus der Quelle wandert in die Fußnote 93 der untersuchten Arbeit.

Sichter
fret, Hindemith

[88.] Psc/Fragment 219 11 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:27 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 15:39 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 219, Zeilen: 11-17
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 64, Zeilen: 18-23
cc) Profilwälzung

Nach § 9 KWKG wird der KWK-Zuschlag (§ 4 Abs. 3 Satz 1 KWKG) von den aufnehmenden Netzbetreibern an die Übertragungsnetzbetreiber weitergegeben, bundesweit ausgeglichen (§ 9 Abs. 3 Satz 3 KWKG) und über die Netzbetreiber wieder zurückgewälzt (§ 9 Abs. 4 KWKG). Durch diesen Mechanismus erhöht sich für alle Netzbetreiber der Aufschlag auf die Netznutzungsentgelte unabhängig davon, ob sie KWK-Anlagen an ihr Netz anschließen oder nicht815.


815 Gesetzesbegründung BT-Drcks. 14/7024, Einzelbegründung zu § 9. Zur vertikalen Ausgleichssystematik allgemein vgl. Salje, KWKG 2002, § 9 Rn. 87 ff.

2.2.3 Profilwälzung

Nach KWK-G wird der KWK-Bonus von den aufnehmenden Netzbetreibern an die Übertragungsnetzbetreiber weitergegeben, bundesweit ausgeglichen und über die Netzbetreiber wieder zurückgewälzt. Durch diesen Mechanismus erhöht sich für alle Netzbetreiber der Aufschlag auf die Netznutzungsentgelte, unabhängig davon ob sie KWK-Anlagen an ihr Netz anschließen oder nicht.

Anmerkungen

Übernahme mit Einfügen der Paragraphen.

Sichter
fret

[89.] Psc/Fragment 220 03 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:30 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 16:12 Liberalix68
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 220, Zeilen: 03-24
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 64; 65, Zeilen: 33-41; 01-10
Die Übertragungsnetzbetreiber waren zunächst der Auffassung, dass der EEG-Strom

aus nicht registrierend gemessener Einspeisung bereits von den aufnehmenden Verteilnetzbetreibern in ein Lastband umgewandelt werden sollte (sog. »Veredelung«)819. Der VNB sollte also dafür verantwortlich sein, die Abweichungen zwischen der tatsächlichen Einspeisung der EEG-Anlagen und dem definierten Lastband auszugleichen. Inwieweit die dadurch entstehenden Kosten an den ÜNB weitergegeben werden können, war umstritten und die Verteilnetzbetreiber waren dadurch dem Risiko zusätzlicher Kosten ausgesetzt.
Die EEG-Novelle von 2004 hat die Stromwälzung dahingehend geändert, dass die Übertragungsnetzbetreiber den EEG-Strom an die Endkundenversorger mit einem Profil weitergeben müssen, das gem. § 14 Abs. 3 i. V. m. §§ 4, 5 EEG der tatsächlichen Einspeisung aus erneuerbaren Energien entspricht. Hintergrund ist, dass die Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom vorwiegend zu Hochtarifzeiten erfolgt820. Die Praxis der Bandlieferung hatte dazu geführt, dass bei den Endkundenversorgern bei niedriger Last billiger Grundlaststrom verdrängt und umgekehrt in Zeiten hoher Nachfrage teurer Spitzenlaststrom nicht im möglichen Umfang durch EEG-Strom ersetzt wurde821. Die Ermöglichung einer Profilwälzung der Verteilnetzbetreiber führt nunmehr zu einer Verringerung der Mitnahmeeffekte, die sonst bei Übertragungsnetzbetreibern entstehen822. Die Verteilnetzbetreiber sind nach aktueller Rechtslage demnach eventueller Veredelungsaufgaben enthoben und haben folglich in dieser Hinsicht keine zusätzlichen Kosten für die EEG-Einspeisung zu tragen.


819 Leprich et al., Dezentrale Energiesysteme, 64.
820 Altrock/Oschmann/Theobald, EEG, § 14 Rn. 37.
821 Dies., a. a. O.
822 Oschmann/Müller, ZNER 2004, 24, 28.

[S. 64]

Die Übertragungsnetzbetreiber waren zunächst der Auffassung, dass der EEG-Strom aus nicht registrierend gemessener Einspeisung bereits von den aufnehmenden Verteilnetzbetreibern in ein Band umgewandelt werden sollte. Der VNB sollte also dafür verantwortlich sein, die Abweichungen zwischen der tatsächlichen Einspeisung der EEG-Anlagen und dem definierten Lastband auszugleichen. Inwieweit die dadurch entstehenden Kosten an den ÜNB weitergegeben werden können, war umstritten und die Verteilnetzbetreiber waren dadurch dem Risiko zusätzlicher Kosten ausgesetzt. Die EEG-Novelle von 2004 hat die Stromwälzung dahingehend geändert, dass die Übertragungsnetzbetreiber den EEG-Strom an die Endkundenversorger mit einem Profil

[S. 65]
weitergeben müssen, dass der tatsächlichen Einspeisung aus erneuerbaren Energien entspricht (§ 14). Hintergrund ist, dass EEG-Strom hauptsächlich zu Hochtarifzeiten eingespeist wird. Die Praxis der Bandlieferung hat dazu geführt, dass bei den Endkundenversorgern bei niedriger Last billiger Grundlaststrom verdrängt wird und umgekehrt in Zeiten hoher Nachfrage teurer Spitzenlaststrom nicht im möglichen Umfang durch EEG-Strom ersetzt wird. Durch die Wälzung der tatsächlich eingespeisten Profile sollen Mitnahmeeffekte bei den Übertragungsnetzbetreibern reduziert werden. Die Verteilnetzbetreiber sind eventueller Veredelungsaufgaben enthoben und haben folglich keine zusätzlichen Kosten zu tragen.

Anmerkungen

Textübernahmen von der Quelle: es wird in Fußnote 819 zwar zunächst auf die Quelle hingewiesen, danach aber weiter - verschleiernd - Text aus der Quelle entnommen - ohne weiteren Verweis auf die Quelle.

Sichter
fret

[90.] Psc/Fragment 063 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 12:34 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 17:11 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 96-97, Zeilen: S.96,10ff - S.97,1-2
Sie bedient sich der naturwissenschaftlichen Analogie offener und geschlossener Systeme134 sowie der biologischen Evolution.

In geschlossenen Systemen ohne Verbindung zur Außenwelt können sich Gleichgewichtszustände einstellen. In offenen Systemen findet Interaktion mit und Reaktion auf die Umwelt statt (etwa durch Austausch von Information). Zustandsbeschreibungen können daher nur zeitlich begrenzt gelten. Zwei Mechanismen werden für das Entstehen von Innovationen als zentral angesehen: die Generierung von Vielfalt und die Selektion. Eine größere Vielfalt ist dabei per se für Innovationen förderlich135. Sofern nun bestimmte Entwicklungen günstige Umstände für wirtschaftlichen und technischen Wandel geschaffen haben, erfolgt durch Nutzung temporärer Handlungsfenster ein nicht wieder umzukehrender Übergang in neue Zustände136. Der Umstand, dass die auslösenden Entwicklungen nicht vorhersagbar sind, rechtfertigt die Annahme von der »Zukunftsoffenheit innovativer Prozesse«137. Hariolf Grupp nennt hier als Beispiele etwa Erfindungen, Entdeckungen, Neuorganisationen, inner- und intersektorale Abwanderung von Humankapital, Wertewandel und neue Wettbewerbsbedingungen138. Besonderer Gegenstand der Untersuchung sind hier günstige Umstände (etwa innovationsfreundliche Rahmenbedingungen), sodass sich Innovation und Diffusion in einer Art Feedback-Prozess (Lernprozess) positiv beeinflussen können. Bezüglich des Verhaltens wird von der strengen Rationalität des homo oeconomicus abgewichen, auch wenn Selektionsprozesse dazu führen können, dass das empirisch beobachtete Verhalten »als ob«-rational wirkt. Eine wichtige Rolle spielen Verhaltensroutinen139, die sich über längere Zeiträume herausgebildet haben, und die an die Stelle der - in der Neoklassik vorherrschenden - permanenten Optimierung auch aufgrund kleinster Änderungen in den Rahmenbedingungen treten. Implizit ist mit dieser Verhaltensannahme auch eine Einschränkung der induzierten Innovationshypothese aufgrund relativer Preisänderungen der Neoklassik und den daraus resultierenden Instrumentenpräferenzen verbunden. Denn wenn das Innovationsverhalten durch Verhaltensroutinen bestimmt wird, kommt es nicht nur auf Veränderungen durch veränderte relative Preise, sondern auch auf Veränderungen der Verhaltensroutinen selbst an. Entsprechend könnte z.B. eine Wirkung von freiwilligen Selbstverpflichtungen damit begründet werden, dass sie dazu beitragen, die Verhaltensroutinen zu verändern.


134 Grupp, Messung und Erklärung des technischen Wandels, 423 ff.

135 Weber, Innovation diffusion, passim.

136 Blazejczak/Edler/Hemmelkamp/Jänicke, ZfU 1999, 1 ff.

137 Hemmelskamp, ZfU 1999, 33 ff.

138 Grupp, a. a. O., 425 f.

139 Vgl. z. B. Nelson, Research Policy 2002, 265 ff.

[Seite 96]

Sie betrachtet Innovationsprozesse aus einer neuen Perspektive und bedient sich dabei der naturwissenschaftlichen Analogie offener und geschlossener Systeme (Grupp 1997) sowie der biologischen Evolution. In geschlossenen Systemen ohne Verbindung zur Aussenwelt können sich Gleichgewichtszustände einstellen. In offenen Systemen findet Interaktion mit und Reaktion auf die Umwelt statt (etwa durch Austausch von Information). Zustandsbeschreibungen – auch für so genannte stationäre Zustände – können daher nur zeitlich begrenzt gelten. Zwei Mechanismen werden für das Entstehen von Innovationen als zentral angesehen: die Generierung von Vielfalt und die Selektion. Eine grössere Vielfalt ist dabei per se für (Umwelt-) Innovationen förderlich (s. Weber 1999).

Sofern nun bestimmte Entwicklungen günstige Umstände für wirtschaftlichen und technischen Wandel geschaffen haben, erfolgt durch Nutzung temporärer Handlungsfenster ein nicht wieder umzukehrender Übergang in neue Zustände (Blazejczak et al. 1999). Der Umstand, dass die auslösenden Entwicklungen nicht vorhersagbar sind, rechtfertigt die Annahme von der „Zukunftsoffenheit innovativer Prozesse“ (Hemmelskamp 1999). Grupp (1997) nennt hier als Beispiele etwa Erfindungen, Entdeckungen, Neuorganisationen, inner- und intersektorale Abwanderung von Humankapital, Wertewandel und neue Wettbewerbsbedingungen. Besonderer Gegenstand der Untersuchung sind hier genannte günstige Umstände (etwa innovationsfreundliche Rahmenbedingungen), sodass sich Innovation und Diffusion in einer Art Feedback-Prozess (Lernprozess) positiv beeinflussen können.

Bezüglich des Verhaltens wird von der strengen Rationalität des homo oeconomicus abgewichen, auch wenn Selektionsprozesse dazu führen können, dass das empirisch beobachtete Verhalten „as if“ rational wirkt. Eine wichtige Rolle spielen Verhaltensroutinen (vgl. z.B. Nelson 2002), die sich über längere Zeiträume herausgebildet haben, und die an die Stelle der – in der Neoklassik vorherrschenden – permanenten Optimierung auch aufgrund kleinster Änderungen in den Rahmenbedingungen, treten. Implizit ist mit dieser Verhaltensannahme auch eine Einschränkung der induzierten Innovationshypothese aufgrund relativer Preisänderungen der Neoklassik und den daraus resultierenden Instrumentenpräferenzen verbunden. Denn wenn das Innovationsverhalten durch Verhaltensroutinen bestimmt wird, kommt es nicht nur auf Veränderungen durch veränderte relative Preise, sondern auch auf Veränderungen der Verhaltensroutinen selbst an. Entsprechend könnte

[Seite 97]

z.B. eine Wirkung von freiwilligen Selbstverpflichtungen damit begründet werden, dass sie dazu beitragen, die Verhaltensroutinen zu verändern.

Anmerkungen
Sichter
(Graf Isolan), fret

[91.] Psc/Fragment 217 27 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:25 (KayH)
Erstellt: 28. June 2012, 17:27 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 27-31
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 63;64, Zeilen: 37-41; 1
bb) Netzausbaukosten

Gem. § 13 EEG werden die Netzkosten, die durch den Anschluss eines Kraftwerks entstehen, zwischen Anlagen- und Netzbetreiber aufgeteilt. Der Anlagenbetreiber trägt die Anschlusskosten (Abs. 1), während der Netzbetreiber für die Kosten des Netzausbaus aufkommen muss (Abs. 2). Im Gegensatz zu den Einspeisetarifen aus [EEG bzw. KWKG werden die dem Netzbetreiber entstehenden Kosten des Netzausbaus nicht bundesweit umgelegt.]

2.2.2 Netzausbaukosten

Nach §13 des EEG werden die Netzkosten, die durch den Anschluss eines Kraftwerks entstehen, zwischen Anlagen- und Netzbetreiber aufgeteilt. Der Anlagenbetreiber trägt die Anschlusskosten, während der Netzbetreiber für die Kosten des Netzausbaus aufkommen muss. Im Gegensatz zu den Einspeisetarifen werden diese Kosten des Netzausbaus nicht bundesweit umgelegt, [...]

Anmerkungen

Verschleiernde Textübernahme; die Quelle wird zwar bei Psc im Text weiter oben auf Seite 217 in Fn. 803 genannt, jedoch im gesamten nachfolgenden Textabschnitt ("bb] Netzausbaukosten") fehlt ein Hinweis auf weitere Textübernahme.

Sichter
fret

[92.] Psc/Fragment 157 12 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 07:22 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 17:41 SleepyHollow02
EWI 2003, Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 12-25
Quelle: EWI 2003
Seite(n): 56, Zeilen: 5-20
1. Brennstoffzellen

Die Brennstoffzellentechnologie ist seit über 100 Jahren bekannt. Ihr Prinzip besteht in der Erzeugung elektrischer Energie aus der Energie chemischer Prozesse ohne Einsatz der thermischen bzw. mechanischen Energieumwandlung. Im Gegensatz zu BHKW benötigen Brennstoffzellen keinen Verbrennungsmotor und Generator, da der Strom in einer Brennstoffzelleneinheit direkt erzeugt wird. Theoretisch kann die Brennstoffzelle einen Wirkungsgrad von 94,5 Prozent erreichen569. Die Komplexität der technischen Lösungen von Brennstoffzellen zeichnet sich dadurch aus, dass die Anlage mit reinem Wasserstoff betrieben wird. Um allerdings den in der Natur nicht existierenden reinen Wasserstoff herzustellen, ist ein technisch sehr aufwendiges und teueres Verfahren notwendig, das derzeit nicht massentauglich ist. Aus diesem Grund wurde die Technologie seit Jahrzehnten nur in ausgewählten Industriebereichen, wie z. B. in der Raumfahrt entwickelt. Man unterscheidet 5 Typen von Brennstoffzellen, die in der Regel nach Betriebstemperaturen klassifiziert sind570.


569 F/Z, Brennstoffzellen - Kraftwerke der Zukunft?, 1.
570 Vgl. Starrmann, Entwicklung der Kraft-Wärme-Kopplung in liberalisierten Elektrizitätsmärkten, 29.

2.2.3.4 Brennstoffzellen

Die Brennstoffzellentechnologie ist seit über hundert Jahren bekannt. Das Prinzip der Brennstoffzelle besteht in der Erzeugung elektrischer Energie aus der Energie chemischer Prozesse ohne Einsatz der thermischen bzw. mechanischen Energieumwandlung. Im Gegensatz zu Blockheizkraftwerken benötigen Brennstoffzellen keinen Verbrennungsmotor und Generator, da der Strom in einer Brennstoffzelleneinheit direkt erzeugt wird. Der theoretisch mögliche Wirkungsgrad der Brennstoffzelle kann den Wert von 94,5% erreichen. Die Komplexität der technischen Lösungen von Brennstoffzellen zeichnet sich dadurch aus, dass die Anlage mit reinem Wasserstoff betrieben wird. Aus diesem Grund wurde die Technologie seit Jahrzehnten nur in ausgewählten Industriebereichen, z.B. in der Raumfahrt entwickelt. Um den in der Natur nicht existierenden reinen Wasserstoff herzustellen, ist es notwendig einen so genannten Reformer in einem Brennstoffzellenkraftwerk zu installieren, in den ein wasserstoffhaltiger Primärenergieträger, wie z.B. Erdgas, ein anderer Kohlenwasserstoff oder Methanol zugegeben wird. Man unterscheidet 5 Typen von Brennstoffzellen, die in der Regel nach Betriebstemperaturen klassifiziert sind.56


56 Vgl. Starrmann (2001), S. 29.

Anmerkungen

Weitgehende Übernahme ohne ausreichende Kennzeichnung des Ausmaßes.

Sichter
fret

[93.] Psc/Fragment 062 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 12:38 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 17:44 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 1-33
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 95-96, Zeilen: S.95,16ff. - S.96, 1ff.
Dieser endogene/induzierte technische Wandel wird bspw. durch private und öffentliche Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, Ausbildung, Lerneffekte, Spillover-Effekte oder durch Preisänderungen hervorgerufen. Die unterschiedlichen Erklärungsansätze der Neuen Wachstumstheorie haben letztendlich auch unterschiedliche Implikationen für die Politik. Während sich exogener technischer Wandel naturgemäß nicht durch Politikmaßnahmen beeinflussen lässt, können bei endogenem technischem Wandel zielgerichtete Politikmaßnahmen durchaus sinnvoll sein (z.B. F&E-Maßnahmen, Förderung von Spillovers etc.).

Aus der ökonomischen Hypothese von induzierten Innovationen werden auch Schlussfolgerungen für die Innovationswirkungen unterschiedlicher Politikinstrumente ableitet. Entscheidend für die Innovationswirkung ist, dass von den Instrumenten ein kontinuierlicher finanzieller Anreiz ausgeht: »Die umfassendsten Wirkungen auf den umwelttechnischen Fortschritt gehen von Abgaben und handelbaren Emissionsrechten aus, denn die Kostenbelastung auf die verbleibenden Restemissionen verursacht einen permanenten Anreiz, nach weitergehenden Möglichkeiten der Emissionsminderung zu suchen. Hierdurch werden nicht nur kostensenkende, sondern auch emissionsmindernde Entsorgungstechniken sowie integrierte umweltfreundliche Produktionsverfahren angeregt«119. Demgegenüber wird der Einsatz des Ordnungsrechts aus ökonomischer Sicht überwiegend als wenig innovationsfreundlich eingestuft. Zwar bestehe ein Anreiz, die vorgeschriebenen Grenzwerte mittels kostensenkender Innovationen kostengünstiger einzuhalten, jedoch fehlen Anreize, mehr für den Umweltschutz zu tun als vorgeschrieben, da für die verbleibenden (zulässigen) Restbelastungen keinerlei Kosten entstehen130. Ein Anreiz für weitergehende Innovationen ist zwar auch bei den Herstellern von Umwelttechnik denkbar, wenn mit einer Verschärfung der Anforderungen gerechnet werden kann. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn sich die Grenzwerte an einem Stand der Technik orientieren, wodurch zugleich eine gleichsam staatlich garantierte Mindestnachfrage nach den neuen Umwelttechnologien garantiert wird131. Dem steht entgegen, dass die betroffenen Anwender einen Anreiz haben, bestehende Möglichkeiten zur weiteren Reduktion der Belastung nicht bekannt zu geben, was unter dem Schlagwort »Schweigekartell der Oberingenieure« Eingang in die Literatur gefunden hat132.

II. Evolutorische und institutionelle Ökonomik

Die evolutorische Ökonomik, die die Zukunftsoffenheit innovativer Prozesse explizit berücksichtigt, nimmt einen anderen Blickwinkel bei der Erklärung technischen [Fortschritts ein133.]


129 Michaelis, Ökonomische Instrumente in der Umweltpolitik, 48.

130 Cansier, Umweltökonomie, 37.

131 Sprenger, Beschäftigungswirkungen der Umweltpolitik, 73.

132 Michaelis, a. a. O., 48.

[133 Nelson/Winter, An Evolutionary Theory of Economic Change; Dosi, Research Policy 1982, 147 ff; ders./Freeman/Nelson/Silverberg/Soete, Technical Change and Economic Theory; Erdmann, Elemente einer evolutorischen Innovationstheorie; Nelson, Journal of Economic Literature 1995, 48 ff., Witt, The evolving economy, passim.]

[Seite 95]

Dieser endogene/induzierte technische Wandel wird beispielsweise durch private und öffentliche Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, Ausbildung, Lerneffekte, Spill-over-Effekte oder durch Preisänderungen hervorgerufen. Die unterschiedlichen Erklärungsansätze der neuen Wachstumstheorie haben letztendlich auch unterschiedliche Implikationen für die Politik. Während sich exogener technischer Wandel naturgemäss nicht durch Politikmassnahmen beeinflussen lässt, können bei endogenem technischem Wandel zielgerichtete Politikmassnahmen durchaus sinnvoll sein (z.B. F&E-Massnahmen, Förderung von Spillovers).

Aus der Hypothese von induzierten Innovationen lassen sich auch Schlussfolgerungen für die Innovationswirkungen unterschiedlicher Politikinstrumente ableiten. Entscheidend für die Innovationswirkung ist, dass von den Instrumenten ein kontinuierlicher finanzieller Anreiz ausgeht. Hierbei beurteilt die neoklassische Umweltökonomik ökonomische Instrumente eindeutig am besten: „Die umfassendsten Wirkungen auf den umwelttechnischen Fortschritt gehen von Abgaben und handelbaren Emissionsrechten aus, denn die Kostenbelastung auf die verbleibenden Restemissionen verursacht einen permanenten Anreiz, nach weitergehenden Möglichkeiten der Emissionsminderung zu suchen. Hierdurch werden nicht nur kostensenkende, sondern auch emissionsmindernde Entsorgungstechniken sowie integrierte umweltfreundliche Produktionsverfahren angeregt“ (Michaelis 1996, S. 48). Demgegenüber wird der Einsatz des Ordnungsrechts überwiegend als wenig innovationsfreundlich eingestuft. Zwar bestehe ein Anreiz, die vorgeschriebenen Grenzwerte mittels kostensenkender Innovationen kostengünstiger einzuhalten, jedoch fehlen Anreize, mehr für den Umweltschutz zu tun als vorgeschrieben, da für die verbleibenden (zulässigen) Restbelastungen keinerlei Kosten entstehen (Cansier 1993). Ein Anreiz für weitergehende Innovationen ist zwar auch bei den Herstellern von Umwelttechnik denkbar, wenn mit einer Verschärfung der Anforderungen gerechnet werden kann. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn sich die Grenzwerte an einem Stand der Technik orientieren, wodurch zugleich eine gleichsam staat-

[Seite 96]

lich garantierte Mindestnachfrage nach den neuen Umwelttechnologien garantiert wird (Sprenger/Schreyer 1989). Dem steht entgegen, dass die betroffenen Anwender einen Anreiz haben, bestehende Möglichkeiten zur weiteren Reduktion der Belastung nicht bekannt zu geben, was unter dem Schlagwort „Schweigekartell der Oberingenieure“ Eingang in die Literatur gefunden hat (Michaelis 1996).

3.2.1.2 Evolutionäre und institutionelle Ökonomik

Die evolutorische Ökonomik, die die Zukunftsoffenheit innovativer Prozesse explizit berücksichtigt, bietet vielversprechende Ansätze für die Erklärung technischen Fortschritts (Nelson und Winter 1982, Dosi 1982, Dosi et al. 1988, Erdmann 1993, Nelson 1995, Witt 2003).

Anmerkungen

fast identisch bis hin zu der langen Liste der Literaturverweise zum Abschluss; keinerlei Hinweise auf die Quelle

Sichter
(Graf Isolan), fret

[94.] Psc/Fragment 218 31 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:26 (KayH)
Erstellt: 28. June 2012, 17:49 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 218, Zeilen: 31-32
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 64, Zeilen: 5-8
Solange die Netznutzungsentgelte im Rahmen einer klassischen Kostenregulierung festgelegt werden, haben die Netzbetreiber prinzipiell einen Anreiz, [ihre Kostenbasis (regulatory asset base) zu erweitern und damit auch im Wege der an den Vollkosten orientierten und verrechneten Netznutzungsentgelte die Gewinnsituation zu verbessern.] Solange die Netznutzungsentgelte im Rahmen einer klassischen Rentabilitätsregulierung festgelegt werden, haben die Netzbetreiber prinzipiell einen Anreiz, ihre Kostenbasis (regulatory asset base) zu erweitern und damit auch die Gewinnmöglichkeiten zu erhöhen (s. dazu Abschnitt 2.3.1).
Anmerkungen

Der Anfang des Fragments, die Übernahme geht auf der folgenden Seite weiter; auch dort kein Verweis auf die Quelle.

Sichter
fret

[95.] Psc/Fragment 219 03 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:27 (KayH)
Erstellt: 28. June 2012, 18:04 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 219, Zeilen: 01-10
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 64, Zeilen: 4-13
[Solange die Netznutzungsentgelte im Rahmen einer klassischen Kostenregulierung festgelegt werden, haben die Netzbetreiber prinzipiell einen Anreiz,] ihre Kostenbasis (regulatory asset base) zu erweitern und damit auch im Wege der an den Vollkosten orientierten und verrechneten Netznutzungsentgelte die Gewinnsituation zu verbessern. Auch ein durch zusätzliche EEG-Kraftwerke induzierter Netzausbau wäre unter diesen Rahmenbedingungen prinzipiell im Interesse der Netzbetreiber. Das gilt allerdings nur so lange, wie die Netzbetreiber keinem undifferenzierten Druck zur Senkung der spezifischen Kosten und damit der verrechneten Entgelte unterliegen und die Kosten des EEG-bedingten Netzausbaus beim Benchmarking der Netzbetreiber berücksichtigt werden können. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, entstehen für den Netzbetreiber eher Anreize gegen den Anschluss zusätzlicher Anlagen814.

814 Die gegenwärtige Praxis wird unter Kapitel 4:A.II.1.c)cc) erörtert.

Solange die Netznutzungsentgelte im Rahmen einer klassischen Rentabilitätsregulierung festgelegt werden, haben die Netzbetreiber prinzipiell einen Anreiz, ihre Kostenbasis (regulatory asset base) zu erweitern und damit auch die Gewinnmöglichkeiten zu erhöhen (s. dazu Abschnitt 2.3.1). Auch ein durch zusätzliche EEG-Kraftwerke induzierter Netzausbau wäre damit prinzipiell im Interesse der Netzbetreiber.

Das gilt allerdings nur so lange, wie die Netzbetreiber keinem allgemeinen Entgeltsenkungsdruck unterliegen und die Kosten des EEG-bedingten Netzausbaus beim Benchmarking der Netzbetreiber berücksichtigt werden können. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, entstehen für den Netzbetreiber Anreize gegen zusätzliche Anlagen. Die bisherige Situation in Deutschland ohne klare Regulierungsvorgaben, mit einem Vergleichsmarktkonzept und der allgemeinen Wahrnehmung, dass die Netzkosten zu hoch seien, hat für die Netzbetreiber eher Anreize gegen zusätzliche Netzausbaukosten durch Anlagen Dritter geschaffen (s. dazu auch Abschnitt 2.3.2).

Anmerkungen

Wie auch in den Textabschnitten davor und danach: Verschleiernde Textübernahmen ohne Ausweisung der Quelle. Vgl. die anderen Fragmente.

Sichter
fret

[96.] Psc/Fragment 143 08 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 08:10 (KayH)
Erstellt: 28. June 2012, 18:52 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 8-19
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 13, Zeilen: 2-13
Die politische Erkenntnis, dass das heutige Energiesystem unter den sich verändernden wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen nicht zukunftsfähig ist, bildet dabei den Ausgangspunkt aller Überlegungen zu seiner Umgestaltung497. Dies gilt insbesondere für das Stromsystem, das allein knapp 40 % des (Primär-)Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen auf sich vereinigt. Bereits die Tatsache, dass die bevölkerungsreichsten Länder China und Indien einen gegenüber Deutschland um den Faktor 6 (China) bzw. 16 (Indien) geringeren Pro-Kopf-Stromverbrauch aufweisen498, demonstriert anschaulich, wie dramatisch eine Übertragung des konventionellen Energiesystems auf diese Länder unter CO2- und Ressourcengesichtspunkten wäre.

Eine Lösungsperspektive, die vor diesem Hintergrund in allen Industrieländern zunehmend diskutiert wird, ist eine stärkere Dezentralisierung der Stromerzeugung.


497 Paschen/Oertel/Grünwald, Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in Deutschland,11.
498 Leprich, in: GfU (Hrsg.), Umweltschutz im Energierecht, 95.

Die Einsicht, dass unser heutiges Energiesystem nicht nachhaltig im Sinne von zukunftsfähig und verallgemeinerbar ist, bildet den Ausgangspunkt aller Überlegungen zu seiner Umgestaltung. Dies gilt insbesondere auch für das Stromsystem, das allein rund ein Drittel des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen auf sich vereinigt. Bereits die Tatsache, dass die bevölkerungsreichsten Länder China und Indien einen gegenüber Deutschland um den Faktor 6 (China) bzw. 16 (Indien) geringeren Pro-Kopf-Stromverbrauch aufweisen, demonstriert anschaulich, wie dramatisch eine Übertragung des bundesdeutschen Stromsystems auf diese Länder unter CO2- und Ressourcengesichtspunkten wäre.

Eine Option, die vor diesem Hintergrund seit einigen Jahren immer intensiver diskutiert wird, ist eine stärkere Dezentralisierung der Stromerzeugung und damit einhergehend eine verbraucher- und lastnahe Versorgungsstruktur.

Anmerkungen

Leicht veränderte Übernahme. Ein (nicht ausreichender) Verweis auf die eigentliche Quelle erfolgt erst in Fußnote 499.

Sichter
fret

[97.] Psc/Fragment 158 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 07:24 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 19:06 SleepyHollow02
EWI 2003, Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 01-09
Quelle: EWI_2003
Seite(n): 57, Zeilen: 01-15
Sehr intensiv wird in Deutschland seit Anfang der 1990er Jahre im Bereich der Niedertemperaturbrennstoffzellen geforscht571, die deutliche Effizienzvorteile gegenüber Alkalischen Brennstoffzellenanlagen (AFC) haben572. Die gegenwärtig verfügbaren Technologien haben relativ hohe Wirkungsgrade (bis 40% bei 200 kW Zellengröße) und beste Schadstoffemissionswerte im Vergleich zu anderen Stromerzeugungstechnologien, aber die hohen spezifischen Investitionskosten verlangsamen die Markteinführung dieser Technologie. Bspw. betragen die spezifischen Investitionen der kleinen Anlagen 51.000 €/kW gegenüber 460 €/kW bei einem modernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk573. Sehr intensiv wird seit 10 Jahren im Bereich der Niedertemperatur-, insbesondere PEMBrennstoffzellen in Deutschland geforscht, die deutliche Vorteile gegenüber AFC-Anlagen haben. Die AFC-Anlagen verloren aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Methan in letzten Jahren an Bedeutung.

[...]

Die gegenwärtig verfügbaren Technologien haben relativ hohe Wirkungsgrade (bis 40% bei 200 kW(el) –Zellengröße) und beste Schadstoffemissionswerte im Vergleich zu anderen Stromerzeugungstechnologien, aber die hohen spezifischen Investitionskosten verlangsamen die Vermarktung der Technologie. Beispielweise betragen die spezifischen Investitionen der kleinen PEM-Anlagen (3-5 kW(el)) 51000 €/kW(el) gegenüber 460 €/kW(el) bei einem modernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk58.


58 Vgl. Starrmann (2001), S. 31.

Anmerkungen
Sichter
fret

[98.] Psc/Fragment 147 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 07:22 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 19:25 SleepyHollow02
EWI 2003, Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 01-26
Quelle: EWI_2003
Seite(n): 55, 56, Zeilen: 8-29, 1-4
a) Mikrogasturbinen

Das BHKW auf der Basis von Gasturbinen wird als Mikrogasturbine definiert. Es handelt sich um kleine KWK-Anlagen, die im Leistungsbereich einiger 10 kW liegen. Sie arbeiten nach der gleichen Funktionsweise wie große industrielle Gasturbinen mit der Leistungsbreite von 1 MW bis 25 MW511. Der einfache Gasturbinenprozess besteht darin, dass die Verbrennungsluft in einem Kompressor verdichtet und in die Brennkammer eingeblasen wird. In der Kammer der komprimierten Luft wird Erdgas verbrannt und dadurch Wärme erzeugt. Hierdurch wird die Luft auf hohe Temperaturen erwärmt. Die erwärmte Luft wird in der auf der gleichen Welle befindlichen Turbine unter Erzeugung mechanischer Energie freigesetzt und über Wärmetauscher wieder zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Gasturbinenkraftwerke funktionieren mit sehr hohen Prozesstemperaturen bis 1200°C. Die Abgase werden zur Produktion von Heiß- und Dampfwasser genutzt, die in einem nachgeschalteten Abhitzekessel erzeugt werden 512. Der Betrieb der Mikrogasturbine ist möglich mit gasförmigen Energieträgern wie Erdgas, Flüssiggas, Grubengas, Klärgas, Biogas oder Erdölbegleitgas.

b) Verbrennungsmotoren

Der in KWK-Anlagen auf Basis von Verbrennungsmotoren erzeugte Strom wird durch den Motorantrieb des Generators erzeugt. Die Nutzwärmeerzeugung erfolgt durch die Abwärme der Abgase. Die hierzu eingesetzten Motoren funktionieren nach dem Otto- bzw. Dieselprinzip. Bei Gasmotoren können verschiedene gasförmige Primärenergieträger, wie Erd-, Flüssig-, Biogas sowie sonstige Gase eingesetzt werden. Bei Dieselmotoren kann man neben Heizölprodukten auch Erdgas mit der 5 % Heizölzumischung als Zündstrahl verwenden513. Die Leistungsbreite der Verbrennungsmotoren liegt gegenwärtig im Bereich von 1,5 kW bis 22,6 MW. Der Gesamtwirkungsgrad kann 80 % bis über 90 % erreichen514.


511 Vgl. Starrmann, Entwicklung der Kraft-Wärme-Kopplung in liberalisierten Elektrizitätsmärkten, 26.

512 Vgl. Ders., a. a. O., 25.

513 Ders., a. a. O., 28.

514 Fischer/Praetorius, a. a. O., 279.

2.2.3.2 Mikrogasturbinen

Das BHKW auf der Basis von Gasturbinen wird als Mikrogasturbine definiert. Die Mikrogasturbine ist eine kleine KWK- Anlage, die im Leistungsbereich einiger 10 kW liegt und die gleiche Funktionsweise wie große industrielle Gasturbinen mit der Leistungsbreite von 1 MW bis 25 MW hat. Der einfache Gasturbinenprozess besteht darin, dass die Verbrennungsluft in einem Kompressor verdichtet und in die Brennkammer eingeblasen wird. In der Kammer der komprimierten Luft wird Erdgas verbrannt und dadurch die Wärme erzeugt. Durch die erzeugte Wärme wird die Luft auf hohe Temperaturen erwärmt. Die erwärmte Luft wird in der auf der gleichen Welle befindlichen Turbine unter Erzeugung mechanischer Energie freigesetzt und über Wärmetauscher wieder zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Die Gasturbinenkraftwerke funktionieren mit sehr hohen Prozesstemperaturen bis 1200°C. Die Abgase werden zur Produktion von Heiß- und Dampfwasser genutzt, die in einem nachgeschalteten Abhitzekessel erzeugt werden. Der Betrieb der Mikrogasturbine ist möglich mit gasförmigen Energieträgern: wie Erdgas, Flüssiggas, Grubengas, Klärgas, Biogas oder Erdölbegleitgas.

2.2.3.3 Verbrennungsmotoren

Der in den KWK- Anlagen auf Basis von Verbrennungsmotoren erzeugte Strom wird durch den Motorantrieb des Generators erzeugt. Die Nutzwärmeerzeugung erfolgt durch die Abwärme der Abgase. Die Motoren funktionieren nach dem Otto- bzw. Dieselprinzip. Bei Gasmotoren können verschiedene gasförmige Primärenergieträger, wie Erd-, Flüssig-, Biogas sowie sonstige Gase eingesetzt werden. Bei Dieselmotoren kann man neben Heizölprodukten auch Erdgas mit der 5% Heizölzumischung als Zündstrahl verwenden. Die Leistungsbreite der Verbrennungsmotoren liegt gegenwärtig im Bereich von 1,5 kW(el)bis 22,6 MW(el).

Anmerkungen

Seite ist praktisch komplett übernommen.

Sichter
fret

[99.] Psc/Fragment 206 01 - Diskussion
Bearbeitet: 1. July 2012, 11:26 (Guckar)
Erstellt: 28. June 2012, 19:46 Liberalix68
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, fret, Guckar
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 206, Zeilen: 01-07, 12-18
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 56, 57, Zeilen: 56:15-18, 57:4-13
[Seit der zweiten Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie sind diese beiden Marktstufen buchhalterisch und informatorisch zu entflechten, bei Unter-]nehmen mit mehr als 100.000 Kunden seit dem 01.07.2007 auch gesellschaftsrechtlich759.

a) Vermiedene Netznutzungsentgelte

Netznutzungsentgelte sind die Gebühren für die Nutzung der Stromnetze für den Stromtransport. Sie werden in Deutschland gegenwärtig zu 100 % vom abnehmenden Netznutzer aufgebracht, einspeisende Netznutzer zahlen kein Netznutzungsentgelt760.

[...]

Dies liegt daran, dass insbesondere bei dezentralem Verbrauch des Stroms Einspeisung und Transport über die Hochspannungsebene entfallen. Zudem vermindert sich dadurch die Einspeisung aus zentralen Kraftwerken. So werden die Netzebenen, die der dezentralen Einspeisung vorgelagert sind (und in Einzelfallen auch die Netzebene der Einspeisung selbst762) entlastet. Der Netzbetreiber hat also tatsächlich geringere Kosten für die Netznutzung als er den Stromverbrauchem in Rechnung stellt.


759 Dies gilt im Übrigen auch für diejenigen Unternehmen, auf die die sog. Konzemklausel zutrifft, wonach von einem bestimmenden Einfluss des beteiligten Konzerns auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auszugehen ist.
760 Allgemein hierzu Zander,ZNailis, Wälzungsmechanismus des EEG, 4.
762 Mühlstein, Vermiedene Netznutzungsentgelte, 13.

[Seite 56]

Nach der zweiten Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie sind diese beiden Marktstufen zumindest buchhalterisch und informatorisch zu entflechten, bei Unternehmen mit mehr als 100.000 Kunden ab 1. Juli 2007 auch gesellschaftsrechtlich.20

[Seite 57]

2.1 Vermiedene Netznutzungsentgelte

Die Kosten der Netznutzung werden in Deutschland zu 100% vom abnehmenden Netznutzer aufgebracht, einspeisende Netznutzer zahlen kein Netznutzungsentgelt. Strom, der in die Netzebenen unterhalb der Höchstspannungsebene eingespeist wird, vermindert die Einspeisung zentraler Kraftwerke und entlastet so die Netzebenen, die der dezentralen Einspeisung vorgelagert sind und in Einzelfällen auch die Netzebene der Einspeisung. Da die Netzentgelte mit Hilfe eines transaktions-unabhängigen Punktmodells berechnet werden, bei dem davon ausgegangen wird, dass alle Erzeuger auf der Höchstspannungsebene einspeisen, sind die Netznutzungsentgelte für den Letztverbraucher unabhängig vom Grad der dezentralen Einspeisung.


[Seite 56] 20Dies gilt im Übrigen auch für diejenigen Unternehmen, auf die die sogenannte Konzemklausel zutrifft, wonach von einem bestimmenden Einfluss des beteiligten Konzerns auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auszugehen ist.

Anmerkungen

Von vorhergehender Seite 205 weiter fortfahrende verschleiernde Textübernahme ohne Hinweis auf die Quelle (vgl. Psc/Fragment_205_22).

Sichter
(Liberalix68, fret), Qadosh

[100.] Psc/Fragment 150 06 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2012, 21:29 (Hindemith)
Erstellt: 28. June 2012, 20:03 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Öko-Institut 2003

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 150, Zeilen: 06-16
Quelle: Öko-Institut_2003
Seite(n): 56, Zeilen: 01-10
Neue zukunftsfähige Netzkonzepte sind von Nöten, um die Funktionsfähigkeit der Netzinfrastruktur auf Dauer zu gewährleisten. Neben den technischen Fragestellungen muss geklärt werden, ob und in welcher Form die Kosten für den Netzausbau und das zunehmend anspruchsvollere Netzmanagement auf die Nutzer umgelegt werden527. Vor dem Hintergrund immer größerer Effizienzen der Windenergieanlagen sind erste technische Schwierigkeiten bei der Integration neuer Anlagenparks in das bestehende Stromnetz absehbar. Dem stehen Fortschritte im Rahmen der Prognosegenauigkeit der Windstromerträge (z. B. durch verbesserte Modelle zur Wetterprognose) gegenüber. Mittelfristig dürfte mit steigendem Anstieg der Windenergieeinspeisung der Bedarf an Regelenergie zunehmen.

527 Kosten, die für den Ausbau des Netzes infolge zunehmender Einspeisung von REG-Strom entstehen, trägt derzeit der betroffene Netzbetreiber (§10 EEG). Zwar kann der Netzbetreiber die Kosten bei der Ermittlung des Netznutzungsentgelts in Ansatz bringen. Anders als bei den Vergütungszahlungen existiert hier jedoch kein Umlagemechanismus auf alle Stromversorgungsuntemehmen.

Neue zukunftsfähige Netzkonzepte sind von Nöten, um die Funktionsfähigkeit der Netzinfrastruktur auf Dauer zu gewährleisten. Neben den technischen Fragestellungen muss geklärt werden, in welcher Form die Kosten für den Netzausbau und das zunehmend anspruchsvollere Netzmanagement auf die Nutzer umgelegt werden.25

Vor dem Hintergrund des starken Wachstums der Windenergie sind erste Schwierigkeiten bei der Integration neuer Anlagenparks in das bestehende Stromnetz absehbar. Dem gegenüber stehen Fortschritte im Rahmen der Prognosegenauigkeit der Windstromerträge (zum Beispiel durch verbesserte Modelle zur Wetterprognose). Mittelfristig dürfte mit steigendem Anstieg der Windenergieeinspeisung der Bedarf an Regelenergie zunehmen.


25 Kosten, die für den Ausbau des Netzes infolge zunehmender Einspeisung von REG-Strom entstehen, trägt derzeit der betroffene Netzbetreiber (§10 EEG). Zwar kann der Netzbetreiber die Kosten bei der Ermittlung des Netznutzungsentgelts in Ansatz bringen. Anders als bei den Vergütungszahlungen existiert hier jedoch kein Umlagemechanismus auf alle Stromversorgungsunternehmen.

Anmerkungen

Quellenangabe fehlt

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

[101.] Psc/Fragment 155 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 12:37 (Graf Isolan)
Erstellt: 28. June 2012, 20:43 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Wasserkraft 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 155, Zeilen: 1-5
Quelle: Wikipedia Wasserkraft 2007
Seite(n): -, Zeilen: -
4. Wasserkraft

Wasserkraft (auch: Hydroenergie) bezeichnet die Strömungsenergie von fließendem Wasser, welche über geeignete Maschinen in mechanische Energie umgesetzt wird. In früheren Zeiten wurde diese mechanische Energie in Mühlen direkt genutzt, heute überwiegt die weitere Umwandlung zu elektrischer Energie in Wasserkraftwerken.

Wasserkraft (auch: Hydroenergie) bezeichnet die Strömungsenergie von fließendem Wasser, welche über geeignete Maschinen in mechanische Energie umgesetzt wird. In früheren Zeiten wurde diese mechanische Energie in Mühlen direkt genutzt. Heute überwiegt die weitere Umwandlung zu elektrischer Energie in Wasserkraftwerken.
Anmerkungen

Gefunden in Wikipedia statt in der angegebene Quelle

Sichter
(SleepyHollow02, WiseWoman), Qadosh

[102.] Psc/Fragment 141 17 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 16:31 (WiseWoman)
Erstellt: 28. June 2012, 21:19 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Kernreaktor 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 17-20
Quelle: Wikipedia Kernreaktor 2007
Seite(n): 1 (internetquelle), Zeilen: -
Kernkraftwerke sind definiert als Anlagen, in denen eine Kernreaktion kontinuierlich im makroskopischen, technischen Maßstab abläuft. Weltweit verbreitet sind Kernreaktoranlagen, die durch die Spaltung (Fission) von Uran oder Plutonium zunächst Wärme und daraus meist elektrische Energie gewinnen. Ein Kernreaktor [...] ist eine Anlage, in der eine Kernreaktion kontinuierlich im makroskopischen, technischen Maßstab abläuft. Weltweit verbreitet sind Kernreaktoranlagen, die durch die Spaltung (Fission) von Uran oder Plutonium zunächst Wärme und daraus meist elektrische Energie (s. Kernkraftwerk) gewinnen.
Anmerkungen
Sichter
(SleepyHollow02, WiseWoman), Qadosh

[103.] Psc/Fragment 138 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 22:00 (Guckar)
Erstellt: 28. June 2012, 21:57 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Haslinger 2006, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 138, Zeilen: 01-11
Quelle: Haslinger_2006
Seite(n): 154, Zeilen: 10-19
* EVU,
  • Stromendabnehmer (bzw. Verbraucher) und
  • der Staat bzw. die öffentliche Hand als Gewährleistungsträger für eine funktionierende flächendeckende Stromversorgung.

Wegen unterschiedlicher Interessenslagen bei der Netznutzung ist besonders in der Gruppe der EVU eine weitere Unterscheidung zwischen Netzbetreibem und Netznutzem (Erzeuger und Stromhändler) angebracht. Die Endabnehmer können in Kunden innerhalb und außerhalb der Grundversorgung, Klein- und Großabnehmer oder gewerbliche und private Stromabnehmer unterteilt werden. Bei der öffentlichen Hand kann zwischen gewählten Mandatsträgern und der öffentlichen Verwaltung differenziert werden.

Energieversorgungsunternehmen, Stromendabnehmer und der Staat bzw. die öffentliche Hand als Gewährleistungsträger für eine funktionierende flächendeckende Energieversorgung. Wegen unterschiedlicher Interessenslagen bei der Netznutzung ist besonders in der Gruppe der Energieversorgungsunternehmen eine weitere Unterscheidung zwischen Netzbetreiber(n) und Netznutzern (Erzeuger und Stromhändler) angebracht. Die Endabnehmer können in Sonder- und Tarifkunden, Klein- und Großabnehmer oder gewerbliche und private Stromabnehmer unterteilt werden. Bei der öffentlichen Hand kann zwischen gewählten Mandatsträgern (Politikern) und der öffentlichen Verwaltung differenziert werden.
Anmerkungen
Sichter
(vanboven), fret

[104.] Psc/Fragment 213 03 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:29 (KayH)
Erstellt: 28. June 2012, 22:11 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 213, Zeilen: 3-11
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 58, Zeilen: 3-10
Wenn ein Netzbetreiber mehrere Spannungsebenen verwaltet und die dezentralen Einspeiser vor allem an die unteren Spannungsebenen dieses Netzbetreibers angeschlossen sind, sind die Einsparungen gegenüber dem vorgelagerten Netzbetreiber jedoch eventuell geringer als die Summe der vNE, die der Netzbetreiber an die Einspeiser entrichtet. In diesem Fall ist nicht nur der vorgelagerte Netzbetreiber, sondern auch der Netzbetreiber, in dessen Netz der dezentrale Strom eingespeist wird, von dem Problem betroffen, dass durch die dezentrale Einspeisung die Fixkosten des Netzes insgesamt nicht reduziert werden. Wenn ein Netzbetreiber mehrere Spannungsebenen umfasst und die dezentralen Einspeiser vor allem an die unteren Spannungsebenen dieses Netz-betreibers angeschlossen sind, sind die Einsparungen gegenüber dem vorgelagerten Netzbetreiber jedoch eventuell geringer als die Summe der VNNE, die der Netzbetreiber an die Einspeiser ausbezahlt. In diesem Fall ist nicht nur der vorgelagerte Netzbetreiber, sondern auch der Netzbetreiber, in dessen Netz der dezentrale Strom eingespeist wird, von dem Problem betroffen, dass durch die dezentrale Einspeisung die Fixkosten des Netzes nicht reduziert werden.
Anmerkungen

Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), fret

[105.] Psc/Fragment 125 19 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 13:01 (PlagProf:-))
Erstellt: 28. June 2012, 22:15 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 19-30, 104-105
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 91, Zeilen: 6-17
Vor diesem Hintergrund können Innovationen im Energiebereich429
  • technische und organisatorische Innovationen (neue Produkte und Produktionsprozesse, die Erschließung neuer Ressourcen und Inputbestände, Veränderungen in betrieblichen Organisationsstrukturen, Unternehmenskulturen und Unternehmensstrategien),
  • soziale Innovationen (Änderung relevanter Normen, Verhaltensweisen und Lebensstile) sowie
  • institutionelle Innovationen (Neuordnung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen,

Rechtsbeziehungen und Ordnungsprinzipien) umfassen, soweit sie - unter Berücksichtigung ihres ökonomischen Nutzens und ihres Einflusses auf die Versorgungssicherheit - dazu beitragen, die Qualität der Umwelt zu verbessern und Verbraucherinteressen i. w. S. zu befriedigen.


429 In Anlehnung an den umweltbezogenen Innovationsbegriff bei Klemmer/Lehr/Löbbe, Umweltinnovationen, 29.

In Anlehnung an Klemmer et al. (1999) umfassen Umweltinnovationen:
  • technische inklusive organisatorische Innovationen (neue Produkte und Produktionsprozesse, die Erschliessung neuer Ressourcen und Inputbestände, Veränderungen in betrieblichen Organisationsstrukturen, Unternehmenskulturen und Unternehmensstrategien),
  • institutionelle Innovationen (Neuordnung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen,

Rechtsbeziehungen und Ordnungsprinzipien), sowie

  • soziale Innovationen (Änderung relevanter Normen, Verhaltensweisen und

Lebensstile), soweit sie – unabhängig von ihrem ökonomischen Nutzen – dazu beitragen, die Qualität der Umwelt zu verbessern.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle trotz deutlicher Übereinstimmung. Ein Teil des Haupttextes wird in die Fußnote gerückt.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[106.] Psc/Fragment 219 27 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 00:27 (KayH)
Erstellt: 28. June 2012, 23:03 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 219, Zeilen: 27-33
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 64, Zeilen: 25-33
Durch das EEG wird die jeweilige Strommenge unabhängig vom Zeitpunkt der Einspeisung in konstanter Höhe vergütet817. Im Rahmen der Wälzung des Stroms vom aufnehmenden Netzbetreiber über die Übertragungsnetzbetreiber zu den Stromversorgern muss der eingespeiste Strom jedoch wie »gewöhnlicher« Strom in Lastprofilen mit Viertelstunden-Leistungswerten definiert werden818. Dies hat zu der Frage geführt, in welcher Form, d. h. mit welchem Lastprofil, der eingespeiste Strom gewälzt werden soll und wer für eine Umformung der meist [stochastischen Einspeisung der EEG-Kraftwerke in ein standardisiertes Band verantwortlich ist?]

817 Altrock/Oschmann/Theobald, EEG, § 5 Rn. 4.
818 Zander/Nailis, Wälzungsmechanismus des EEG, 19.

Durch das EEG wird die eingespeiste elektrische Arbeit unabhängig vom Zeitpunkt der Einspeisung in konstanter Höhe vergütet. Im Rahmen der Wälzung des Strom vom aufnehmenden Netzbetreiber über die Übertragungsnetzbetreiber zu den Stromversorgern muss der eingespeiste Strom jedoch wie „gewöhnlicher“ Strom in Lastprofilen mit Viertelstunden-Leistungswerten definiert werden. Dies hat zu der Frage geführt, in welcher Form, d.h. mit welchem Lastprofil, der eingespeiste Strom gewälzt werden soll und wer für eine Umformung der meist stochastischen Einspeisung der EEG-Kraftwerke in ein standardisiertes Band verantwortlich ist.
Anmerkungen

Fast wortwörtliche Übernahme. Fußnoten mit Referenzen ergänzt.

Sichter
KayH

[107.] Psc/Fragment 125 34 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 13:03 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 00:34 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 32-35
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 91, Zeilen: 17-22
Im Unterschied zum klassischen ökologischen Innovationsbegriff ist ferner von einem weiten Umweltbegriff auszugehen, der neben der Reduktion von Schadstoffemissionen und der Beseitigung bereits eingetretener Umweltschäden auch die Schonung der Ressourcen (Steigerung der Ressourceneffizienz, Substituti[on nicht erneuerbarer durch erneuerbare Ressourcen) und Querschnittsaspekte wie z.B. die Überwachung und Diagnose von Umweltbelastungen, beinhaltet.] Hierbei gehen Klemmer et al. (1999) von einem weiten Umweltbegriff aus, der neben der Reduktion von Schadstoffemissionen und der Beseitigung bereits eingetretener Umweltschäden auch die Schonung der Ressourcen (Steigerung der Ressourceneffizienz, Substitution nicht erneuerbar durch erneuerbare Ressourcen) und Querschnittsaspekte wie z.B. die Überwachung und Diagnose von Umweltbelastungen, beinhaltet.
Anmerkungen

wörtliche Übereinstimmung ohne Kennzeichnung als Zitat und Quellenverweis; es geht nahtlos auf der nächsten Seite weiter.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[108.] Psc/Fragment 126 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 13:05 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 00:42 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, INFRAS ISI 2004, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 1-5
Quelle: INFRAS ISI 2004
Seite(n): 91, Zeilen: 17-25
[Im Unterschied zum klassischen ökologischen Innovationsbegriff ist ferner von einem weiten Umweltbegriff auszugehen, der neben der Reduktion von Schadstoffemissionen und der Beseitigung bereits eingetretener Umweltschäden auch die Schonung der Ressourcen (Steigerung der Ressourceneffizienz, Substituti]on nicht erneuerbarer durch erneuerbare Ressourcen) und Querschnittsaspekte wie z.B. die Überwachung und Diagnose von Umweltbelastungen, beinhaltet. Entsprechend dieser Definition beinhalten energiewirtschaftliche Innovationen auch mehr als die reine Umweltschutztechnik, da sie darüber hinaus auch organisatorische, institutionelle sowie soziale Innovationen umfassen. Hierbei gehen Klemmer et al. (1999) von einem weiten Umweltbegriff aus, der neben der Reduktion von Schadstoffemissionen und der Beseitigung bereits eingetretener Umweltschäden auch die Schonung der Ressourcen (Steigerung der Ressourceneffizienz, Substitution nicht erneuerbar durch erneuerbare Ressourcen) und Querschnittsaspekte wie z.B. die Überwachung und Diagnose von Umweltbelastungen, beinhaltet. Entsprechend dieser Definition beinhalten Umweltinnovationen auch mehr als die reine Umweltschutztechnik, da sie darüber hinaus auch organisatorische, institutionelle sowie soziale Innovationen umfassen.
Anmerkungen

Fortsetzung von der vorangegangenen Seite

Sichter
(Graf Isolan), fret

[109.] Psc/Fragment 223 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:30 (KayH)
Erstellt: 29. June 2012, 01:05 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 223, Zeilen: 1-41
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 70, 71, 72, 73, Zeilen: 38-41, 1-2, 1-35, 1-9
[Der maximal zulässige Erlös aus letzterer Kundengruppe wurde als Residualgröße mit Hilfe einer Kostenträgerrechnung festgelegt, d. h. als Differenz zwischen dem maximal zulässigen Gesamterlös und dem prognostizierten] Erlös aus den Tarifabnehmern. Zum anderen waren die Tarife Höchstpreise und wurden als solche in vielen Fällen von den i. d. R. öffentlichen (Stadtwerke) oder gemischt-wirtschaftlichen EVU (Verbundunternehmen, Regionalversorger) nicht ausgeschöpft.

Diese Praxis der Tariffestlegung war mit vielfältigen Anreizen verbunden, die sich unabhängig von Abweichungen im Einzelfall wie folgt darstellen lassen: Für die integrierten Unternehmen hatten dezentrale Erzeugungsanlagen, die zur Eigenversorgung oder zur Versorgung Dritter dienten und nicht von ihnen selbst betrieben wurden, i. d. R. Erlös- und Gewinneinbußen zur Folge. Es war daher betriebswirtschaftlich rational, die Errichtung dieser Anlagen möglichst zu verhindern oder sie allenfalls im Hinblick auf das politische und gesellschaftliche Umfeld zu dulden. Ferner waren Errichtung und Betrieb eigener Anlagen immer dann attraktiv, wenn sie Verlustenergie kostengünstig bereitstellen konnten oder wenn dadurch die Bezugskonditionen gegenüber dem Vorlieferanten verbessert werden konnten und die Anlage sich ökonomisch rechnete. Häufig waren die Lieferverträge jedoch so gestaltet, dass eine Bezugsminderung zu höheren Durchschnittsentgelten führte und sich daher die eigene Anlage nicht mehr lohnte. Lastmanagementoptionen waren für die Unternehmen interessant im Hinblick auf eine Optimierung der Bezugsstruktur gegenüber dem Vorlieferanten. In Netzplanungen wurden sie aber in der Regel nicht einbezogen. Schließlich dienten Effizienzmaßnahmen beim Kunden vor allem zur Befriedung des Umfeldes und zur Verbesserung des Images. Sie ergaben nur dort ökonomisch Sinn, wo sich die einzelne Maßnahme »in sich selbst« rechnete. Dies lag vor allem daran, dass das Problem der »entgangenen Erlöse« preisaufsichtlich nicht gelöst wurde.

bb) Anreize im Rahmen der freiwilligen Verbändevereinbarungen
Die Verbändevereinbarungen I, II und II plus orientierten sich in ihrem Kalkulationsleitfaden »Kriterien zur Bestimmung von Netznutzungsentgelten für elektrische Energie und über Prinzipien der Netznutzung« im Wesentlichen an den obigen Grundsätzen der K-Bogen-Regulierung, nun allerdings explizit angewendet auf die Netze. Diejenigen Netzbetreiber, die die Verbändevereinbarung anwandten, unterlagen demnach nach wie vor der Rationalität einer Rentabilitätsregulierung. Hinzu kamen jedoch einige Besonderheiten. Zum einen beschränkte sich die Entflechtung von Netz und Vertrieb bei den meisten Netzbetreibem auf eine getrennte Buchhaltung. Zum anderen waren Vergleichsbetrachtungen zwischen Netzentgelten einfacher durchzuführen und darzustellen als Tarifvergleiche und hatten in der Öffentlichkeit zu einer erhöhten Aufmerksamkeit geführt. Dieses Interesse wurde geschürt durch die Benchmarking-Berichte der EU-Kommission und insbesondere durch Äußerungen und Verfahren des BKartA, sodass die unternehmerischen Spielräume faktisch stärker eingegrenzt wurden.
Die Anreize im Rahmen der selbstregulierten Netzentgeltfestlegung bei kritischem Umfeld unterschieden sich dadurch zum Teil erheblich von denen im Rah-[men der Strompreisaufsicht, zum Teil gab es aber auch Übereinstimmungen.]

[S. 70, Z. 32-40]
  • [...] Der maximal zulässige Erlös aus letzterer Kundengruppe wurde als Residualgröße mit Hilfe einer Kostenträgerrechnung festgelegt, d.h. als Differenz zwischen dem maximal zulässigen Erlös insgesamt minus prognostiziertem Erlös aus der Gruppe der Tarifabnehmer.
  • Die Tarife waren Höchstpreise und wurden als solche in vielen Fällen nicht ausgeschöpft, da die in der Regel öffentlichen (Stadtwerke) oder gemischt-wirtschaftlichen EVU (Verbundunternehmen, Regionalversorger) eine negative Öffentlichkeit bei Strompreiserhöhungen scheuten.

[S. 71, Z. 1-2]
Diese Praxis der Tariffestlegung war mit vielfältigen Anreizen verbunden, die sich unabhängig von Abweichungen im Einzelfall wie folgt darstellen lassen:

[S. 72]
Insgesamt lässt sich diese Anreizstruktur für dezentrale Optionen in der Welt der K-Bogen-Regulierung wie folgt zusammenfassen:

  • Für die integrierten Unternehmen bedeutete jede dezentrale Erzeugungsanlage, die zur Eigenversorgung oder zur Versorgung Dritter diente und nicht von ihnen selbst betrieben wurde, in der Regel eine Erlös- und Gewinneinbuße.27 Es war daher betriebswirtschaftlich rational, die Errichtung dieser Anlagen möglichst zu verhindern oder sie allenfalls im Hinblick auf das politische und gesellschaftliche Umfeld zu dulden.
  • Errichtung und Betrieb eigener Anlagen war immer dann attraktiv, wenn sie Verlustenergie kostengünstig bereitstellen konnten oder wenn dadurch die Bezugskonditionen gegenüber dem Vorlieferanten verbessert werden konnten und die Anlage sich ökonomisch rechnete. Häufig waren die Lieferverträge jedoch so gestaltet, dass eine Bezugsminderung zu höheren Durchschnittskonditionen führte und sich daher die eigene Anlage nicht mehr lohnte.
  • Lastmanagementoptionen waren für die Unternehmen interessant im Hinblick auf eine Optimierung der Bezugsstruktur gegenüber dem Vorlieferanten. In Netzplanungen wurden sie in der Regel nicht einbezogen.
  • Effizienzmaßnahmen beim Kunden (Least-Cost Planning) dienten vor allem zur Befriedung des Umfeldes und zur Verbesserung des Images und machten in der Form des Contracting nur dort ökonomisch Sinn, wo sich die einzelne Maßnahme in sich selbst rechnete. Das lag vor allem daran, dass das Problem der „entgangenen Erlöse“ preisaufsichtlich nicht gelöst wurde.

2.4.2 Anreize im Rahmen der freiwilligen Verbändevereinbarungen
Die Verbändevereinbarungen I, II und II+ orientierten sich in ihrem Kalkulationsleitfaden „Kriterien zur Bestimmung von Netznutzungsentgelten für elektrische Energie und über Prinzipien der Netznutzung“ im Wesentlichen an den obigen Grundsätzen der K-Bogen-Regulierung, nun allerdings explizit angewendet auf die Netze.
Diejenigen Netzbetreiber, die die Verbändevereinbarung anwandten, unterlagen demnach nach wie vor der Rationalität einer Rentabilitätsregulierung. Hinzu kamen jedoch auch hier einige Besonderheiten:

  • Eine Trennung zwischen Netz und Vertrieb ist bei den meisten Netzbetreibern bislang nicht über eine getrennte Buchhaltung hinausgekommen. Aber selbst dort, wo die beiden Wertschöpfungsstufen bereits gesellschaftsrechtlich entflochten wurden, führt eine Holding-Konstruktion die Interessen nach wie vor zusammen.

[S. 73, Z. 1-9]

  • Vergleichsbetrachtungen zwischen Netzentgelten sind einfacher durchzuführen und darzustellen als Tarifvergleiche28 und haben in der Öffentlichkeit zu einer erhöhten Aufmerksamkeit geführt. Diese Aufmerksamkeit wurde geschürt durch die Benchmarking-Berichte der Europäischen Kommission und insbesondere durch Äußerungen und Verfahren des Bundeskartellamtes, so dass die Entgelterhöhungsspielräume faktisch stärker eingegrenzt wurden.

Die Anreize im Rahmen der Netzentgeltfestlegung durch Selbstregulierung bei kritischem Umfeld unterschieden sich dadurch zum Teil erheblich von denen im Rahmen der Strompreisaufsicht, zum Teil gab es aber auch Übereinstimmungen:


27 Dies galt nur dann nicht, wenn die fremde Anlage die Bezugsstruktur gegenüber dem Vorlieferanten verbessern half.

Anmerkungen

Übernahme beginnt auf voriger Seite und wird nächste Seite fortgesetzt.

Sichter
fret

[110.] Psc/Fragment 224 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. July 2012, 21:11 (WiseWoman)
Erstellt: 29. June 2012, 01:24 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 224, Zeilen: 1-16
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 73, 74, Zeilen: 7-9, 1-19
[Die Anreize im Rahmen der selbstregulierten Netzentgeltfestlegung bei kritischem Umfeld unterschieden sich dadurch zum Teil erheblich von denen im Rah-]men der Strompreisaufsicht, zum Teil gab es aber auch Übereinstimmungen. So galt für dezentrale Erzeugungsanlagen, die zur Eigenversorgung oder zur Versorgung Dritter dienten, nach wie vor die gleiche Rationalität wie bei der K-Bogen-Regulierung. Anlagen, die ins Netz einspeisten (EEG-Anlagen, z. T. KWK-Anlagen), wurden politisch gefördert und konnten nicht verhindert werden. Gleichwohl gab es keinen ökonomischen Anreiz, sie aktiv zu unterstützen, da sie letztendlich mehr Kosten verursachten als sie an Zusatzeinnahmen generierten.

Lastmanagementoptionen waren für die Vertriebsabteilungen oder -gesellschaften allerdings weniger interessant geworden, da im Zuge der Liberalisierung die Leistungspreise stark gefallen waren. Das Interesse der Netzabteilungen oder -gesellschaften an diesen Optionen nahm dadurch bedingt ebenfalls ab, zumal der Zustand des Verteilnetzes in Deutschland ohnehin exzellent ist und es nur selten zu Engpässen kommt828. Effizienzmaßnahmen beim Kunden standen schließlich der Rationalität der Vertriebsabteilungen oder -gesellschaften ebenfalls diametral entgegen, und für die Netzabteilungen oder -gesellschaften waren diese Optionen noch weiter entlegen als reine Lastmanagementoptionen.


828 Nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nimmt Deutschland auf dem Gebiet der Versorgungssicherheit eine Spitzenstellung in Europa ein. So hätten die deutschen Stromkunden im Jahr 2006 nur durchschnittlich 19 Minuten auf die Stromversorgung verzichten müssen. Diese geringe »Stromausfallzeit« entspreche einer Versorgungszuverlässigkeit der Energienetze von 99,996 %. Vgl. hierzu auch Monopolkommission, 49. Sondergutachten, 134.

[S. 73]

Die Anreize im Rahmen der Netzentgeltfestlegung durch Selbstregulierung bei kritischem Umfeld unterschieden sich dadurch zum Teil erheblich von denen im Rahmen der Strompreisaufsicht, zum Teil gab es aber auch Übereinstimmungen:

[S. 74]

  • Für dezentrale Erzeugungsanlagen, die zur Eigenversorgung oder zur Versorgung Dritter dienten, galt nach wie vor die gleiche Rationalität wie bei der K-Bogen-Regulierung.
  • Anlagen, die ins Netz einspeisten (EEG-Anlagen, z.T. KWK-Anlagen), wurden politisch gefördert und konnten nicht verhindert werden. Gleichwohl gab es keinen Anreiz, sie zu unterstützen, da sie letztendlich mehr Kosten verursachten als sie an Zusatzeinnahmen generierten (siehe Kapitel 2.2).
  • Errichtung und Betrieb eigener dezentraler Anlagen kam für die zu entflechtenden Netzbetreiber ohnehin nicht mehr in Frage.
  • Lastmanagementoptionen waren für die Vertriebsabteilungen oder -gesellschaften weniger interessant geworden, da im Zuge der Liberalisierung die Leistungspreise stark gefallen waren. Das Interesse der Netzabteilungen oder –gesellschaften an diesen Optionen nahm dadurch bedingt ebenfalls ab, zumal der Zustand des Verteilnetzes in Deutschland ohnehin exzellent ist und es nur selten zu Engpässen kommt.
  • Effizienzmaßnahmen beim Kunden standen der Rationalität der Vertriebsabteilungen oder –gesellschaften diametral entgegen, und für die Netzabteilungen oder –gesellschaften waren diese Optionen noch weiter entlegen als reine Lastmanagementoptionen.
Anmerkungen

Eine Fußnote mit Quelle ist nicht vorhanden.

Sichter
fret

[111.] Psc/Fragment 218 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 10:33 (KayH)
Erstellt: 29. June 2012, 01:47 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 218, Zeilen: 1-4
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 64, Zeilen: 1-3
[Im Gegensatz zu den Einspeisetarifen aus] EEG bzw. KWKG werden die dem Netzbetreiber entstehenden Kosten des Netzausbaus nicht bundesweit umgelegt. Stattdessen legt § 13 Abs. 2 Satz 3 EEG fest, dass der Netzbetreiber die auf ihn entfallenden Kosten des Netzausbaus bei der Ermittlung des Netznutzungsentgelts in Ansatz bringen kann. [Im Gegensatz zu den Einspeisetarifen werden diese Kosten des Netz-]ausbaus nicht bundesweit umgelegt, sondern §13 EEG legt fest, dass der Netzbetreiber die auf ihn entfallenden Kosten des Netzausbau bei der Ermittlung des Netznutzungsentgelts in Ansatz bringen kann.
Anmerkungen

Fortsetzung des Fragments der vorigen Seite.

Sichter
fret

[112.] Psc/Fragment 038 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 22:43 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 09:15 Klicken
Fragment, Gesichtet, Neveling et al. 2002, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1-3, 14-16
Quelle: Neveling et al. 2002
Seite(n): 3, Zeilen: 13-21
[Die wirtschaftswissenschaftliche Forschung beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahrzehnten mit dem Auftreten und der Bedeutung von Innovationen für den wirtschaftlichen Prozess, wobei Untersuchungsansätze und -intensität sich im Laufe der] Zeit sehr verändert haben und vor allem von den verschiedenen Schulen und Theorieausrichtungen innerhalb der Wirtschaftswissenschaft sehr unterschiedlich betrieben wurden.

[...]

Insgesamt ist innerhalb der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung allerdings (noch) keine einheitliche Entwicklung einer Innovationstheorie zu erkennen.

Die wirtschaftswissenschaftliche Forschung beschäftigt sich bereits seit

mehreren Jahrzehnten mit dem Auftreten und der Bedeutung von Innovationen für den wirtschaftlichen Prozess, wobei die Untersuchungsansätze und die Untersuchungsintensität sich im Laufe der Zeit sehr verändert haben und vor allem von den unterschiedlichen Schulen und Theorieausrichtungen innerhalb der Wirtschaftswissenschaft sehr unterschiedlich betrieben wurden.

Insgesamt ist innerhalb der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung keine einheitliche lineare und inkrementale Weiterentwicklung "einer Innovationsforschung" oder "einer Innovationstheorie" zu erkennen.

Anmerkungen

Quelle wird nicht genannt.

Sichter
Hindemith

[113.] Psc/Fragment 037 32 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 22:39 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 09:19 Klicken
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Neveling et al. 2002, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 32-34
Quelle: Neveling et al. 2002
Seite(n): 3, Zeilen: 13-18
Die wirtschaftswissenschaftliche Forschung beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahrzehnten mit dem Auftreten und der Bedeutung von Innovationen für den wirtschaftlichen Prozess, wobei Untersuchungsansätze und -intensität sich im Laufe der [Zeit sehr verändert haben und vor allem von den verschiedenen Schulen und Theorieausrichtungen innerhalb der Wirtschaftswissenschaft sehr unterschiedlich betrieben wurden.] Die wirtschaftswissenschaftliche Forschung beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahrzehnten mit dem Auftreten und der Bedeutung von Innovationen für den wirtschaftlichen Prozess, wobei die Untersuchungsansätze und die Untersuchungsintensität sich im Laufe der Zeit sehr verändert haben und vor allem von den unterschiedlichen Schulen und Theorieausrichtungen innerhalb der Wirtschaftswissenschaft sehr unterschiedlich betrieben wurden.
Anmerkungen

Quelle ist nicht im Literaturverzeichnis. Übernahme setzt sich auf Seite 38 fort.

Sichter
Hindemith

[114.] Psc/Fragment 052 06 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 22:48 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 09:29 Klicken
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Neveling et al. 2002, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 6-14, 30-32
Quelle: Neveling et al. 2002
Seite(n): 26, 27, Zeilen: 19-26
IV. Soziologische Innovationsforschung

Die Sozialwissenschaft untersucht das Phänomen der Innovation in vielfältigen, thematisch häufig unverbundenen Studien. Eine zusammenhängende Innovationstheorie, die auf konsensualen Forschungsergebnissen basiert, existiert nicht. Verallgemeinert nimmt die soziologische Innovationsforschung technische, kulturelle oder soziale Neuerungen sowie deren Einführung und Verbreitung ins Blickfeld, sofern sie die soziale Struktur einer Gesellschaft verändern94. Die gesellschaftliche Relevanz von Innovationen begrenzt damit den disziplinspezifischen Untersuchungsbereich95.

[...]

Das Erkenntnisinteresse der einzelnen Forschungsansätze innerhalb der Innovationssoziologie variiert dabei. Teilweise beschränken sich die Untersuchungen auf die sozialen Folgen und Risiken von Innova-[tionen, wie vielfach in den Projekten der Technikfolgenabschätzung99.]


94 Gillwald, Konzepte sozialer Innovation, 1.

95 Perez, in: Thomas/Nefiodow (Hrsg.), Zyklen, 17-51.

[...]

99 Hierzu Hauschildt, in: Hoffmann-Riem/Schneider (Hrsg.), Rechtswissenschaftliche Innovationsforschung, 29, 37.

C. Ansätze sozialwissenschaftlicher Innovationsforschung

Die Sozialwissenschaft untersucht das Phänomen der Innovation in vielfältigen, thematisch häufig unverbundenen Studien. Eine zusammenhängende Innovationstheorie, die auf konsensualen Forschungsergebnissen basiert, existiert nicht.

Verallgemeinert nimmt die soziologische Innovationsforschung technische, kulturelle oder soziale Neuerungen sowie deren Einführung und Verbreitung ins Blickfeld, sofern sie die soziale Struktur einer Gesellschaft verändern. Die

[S. 27]

gesellschaftliche Relevanz von Innovationen begrenzt damit den disziplinspezifischen Untersuchungsbereich.

Das Erkenntnisinteresse der einzelnen Forschungsansätze innerhalb der Innovationssoziologie variiert. Teilweise beschränken sich die Untersuchungen auf die sozialen Folgen und Risiken von Innovationen, wie vielfach in den Projekten der Technikfolgenabschätzung ( dazu unter I.).

Anmerkungen

Quelle wird nicht genannt.

Sichter
Hindemith

[115.] Psc/Fragment 053 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 22:54 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 09:34 Klicken
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Neveling et al. 2002, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1-8
Quelle: Neveling et al. 2002
Seite(n): 27, Zeilen: 4-15
[Teilweise beschränken sich die Untersuchungen auf die sozialen Folgen und Risiken von Innova-]tionen, wie vielfach in den Projekten der Technikfolgenabschätzung99. Andere Forschungsansätze gehen darüber hinaus. Die moderne Technikgeneseforschung betrachtet beispielsweise im Prozess technischer Entwicklung vor allem die Entstehungsphase technischer Innovationen, um frühzeitig die technologischen Potentiale einer Neuerung zu sichern und einer sozialverträglichen Steuerung Zufuhren zu können100.

Vereinzelt wird auch ein breiter und abstrakterer Untersuchungsansatz gewählt und die generelle Innovationsfähigkeit von sozialen Systemen bzw. die Innovationsfähigkeit von Institutionen oder Netzwerken untersucht101.


99 Hierzu Hauschildt, in: Hoffmann-Riem/Schneider (Hrsg.), Rechtswissenschaftliche Innovationsforschung, 29, 37.

100 Dierkes, Technisierung und ihre Folgen, 277 ff.; sowie die Beiträge in ders. (Hrsg.), Technikgenese.

101 Aregger, Innovation in sozialen Systemen, passim; Camagni, Innovation Networks, passim.

Teilweise beschränken sich die Untersuchungen

auf die sozialen Folgen und Risiken von Innovationen, wie vielfach in den Projekten der Technikfolgenabschätzung ( dazu unter I.). Andere Forschungsansätze gehen darüber hinaus. Die moderne Technikgeneseforschung betrachtet bespielsweise im Prozeß technischer Entwicklung vor allem die Entstehungsphase technischer Innovationen, um frühzeitig die technologischen Potentiale einer Neuerung zu sichern und einer sozialverträglichen Steuerung zuführen zu können (dazu unter II.).

Vereinzelt wird auch ein breiter und abstrakterer Untersuchungsansatz gewählt und die generelle Innovationsfähigkeit von oder in sozialen Systemen bzw. die Innovationsfähigkeit von Organisationen oder Netzwerken untersucht.

Anmerkungen

Quelle wird nicht genannt.

Sichter
Hindemith

[116.] Psc/Fragment 208 08 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 19:23 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 13:56 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 208, Zeilen: 8-25
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 58, Zeilen: 12-30
Mit der Verbändevereinbarung II plus765 wurden Methoden zur Berechnung der vermiedenen Netznutzungsentgelte im pauschalierten Lösungsansatz (Anlagen ohne Leistungsmessung), im standardisierten Ansatz (Anlagen mit Leistungsmessung) und im individuellen Lösungsansatz (Anlagen mit Leistungsmessung) vorgeschlagen. Der standardisierte Lösungsansatz fußt dabei auf der Verbändevereinbarung über stromwirtschaftliche Zusammenarbeit (VV-SWZ)766, in dem die Leistungskomponente von Überschussstrom der Industrie restriktiv bestimmt wurde. Die Vorgaben zur Berechnung der vNE in der Anlage 6 der VV II plus wurden wiederholt kritisiert. Diese seien unzureichend und führten dazu, dass die Netzbetreiber ihre eingesparten Kosten nicht vollständig an die dezentralen Einspeiser weitergeben und von der dezentralen Einspeisung profitieren: »Die kumulierten Nachteile der Anlage 6 haben zur Folge, dass die Netzbetreiber schätzungsweise nur 400 bis 500 Mio. €/a an vermiedenen Netznutzungsentgelten für Einspeisung unterhalb des Höchstspannungsnetzes auszahlen. Das Gutachten errechnet demgegenüber in einer Modellrechnung, dass bei sachgerechter Kalkulation ein Betrag von rund 800 Mio. €/a zu zahlen wäre. 300 bis 400 Mio. €/a werden also derzeit den dezentralen Einspeisern vorenthalten, davon Einspeisern in der Nieder- und Mittelspannung rund 200 Mio. €/a (fast 2/3 des ihnen zustehenden Betrags)«767

765 Anlage 6 der Verbändevereinbarung über Kriterien zu Bestimmung von Netznutzungsentgelten für elektrische Energie und über Prinzipien der Netznutzung, BDI, VIK, VDEW, VDN, ARE, VKU 13.09.2000.
766 Verbändevereinbarung Stromwirtschaftliche Zusammenarbeit, BDI, VDEW, VIK 1994.
767 Mühlstein, Vermiedene Netznutzungsentgelte, II.

Mit der Verbändevereinbarung II+ (VVII+)22 wurden Methoden zur Berechnung der vermiedenen Netznutzungsentgelte im pauschalierten Lösungsansatz (Anlagen ohne Leistungsmessung), im standardisierten Ansatz (Anlagen mit Leistungsmessung) und im individuellen Lösungsansatz (Anlagen mit Leistungsmessung) vorgeschlagen. Der standardisierte Lösungsansatz fußt dabei auf der Verbändevereinbarung über stromwirtschaftliche Zusammenarbeit (VV-SWZ)23, in dem die Leistungskomponente von Überschussstrom der Industrie restriktiv bestimmt wurde.

Die Vorgaben zur Berechnung der VNNE in der Anlage 6 der Verbändevereinbarung II+ (VVII+) wurden wiederholt kritisiert. Diese seien unzureichend und führten dazu, dass die Netzbetreiber ihre eingesparten Kosten nicht vollständig an die dezentralen Einspeiser weitergeben und von der dezentralen Einspeisung profitieren:
„Die kumulierten Nachteile der Anlage 6 haben zur Folge, dass die Netzbetreiber schätzungsweise nur 400 bis 500 Mio. €/a an vermiedenen Netznutzungsentgelten für Einspeisung unterhalb des Höchstspannungsnetzes auszahlen. Das Gutachten errechnet demgegenüber in einer Modellrechnung, dass bei sachgerechter Kalkulation ein Betrag von rund 800 Mio. €/a zu zahlen wäre. 300 bis 400 Mio. €/a werden also derzeit den dezentralen Einspeisern vorenthalten, davon Einspeisern in der Nieder- und Mittelspannung rund 200 Mio. €/a (fast 2/3 des ihnen zustehenden Betrags)“ (Mühlstein 2003).


22 Anlage 6 der Verbändevereinbarung über Kriterien zu Bestimmung von Netznutzungsentgelten für elektrische Energie und über Prinzipien der Netznutzung, BDI, VIK, VDEW, VDN, ARE, VKU 13.9.2000
23 Verbändevereinbarung Stromwirtschaftliche Zusammenarbeit, BDI, VDEW, VIK 1994

Anmerkungen

Nahezu wörtliche Übernahme inkl. der Fußnoten und des korrekt ausgewiesenen Zitats. Im Umfeld dieser Seite befinden sich allerdings einige wörtliche Übernahmen aus Mühlstein ohne Kennzeichnung. Überlegenswert wäre die Einordnung als Komplettplagiat.

Sichter
Agrippina1

[117.] Psc/Fragment 033 23 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 16:39 (WiseWoman)
Erstellt: 29. June 2012, 14:03 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 23-29
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 43, Zeilen: 25-34
Die folgenden Zitate können den Facettenreichtum des Begriffs der Innovation nur andeuten:
  •  »An innovation is an idea, practice, or object that is perceived as new by an individual or other unit of adoption.”30
  •  »Kreativität ist der Denkprozess, der uns hilft, Ideen hervorzubringen. Innovation ist die praktische Anwendung solcher Ideen, um die Ziele des Unternehmens wirksamer zu erreichen.«31

30 Rogers, Diffusion, 11.
31 Majaro, Kreativität, 6.

Die nachfolgenden Definitionen sollen einen Einblick in den Facettenreichtum des Innovationsbegriffs geben (Hervorhebungen durch die Verfasser):
  •  »An innovation is an idea, practice, or object that is perceived as new by an individual or other unit of adoption« (Rogeis, E. M. 1983 S. 11).
  •  »>Kreativität< ist der Denkprozess, der uns hilft, Ideen hervorzubringen. >Innovation< ist die praktische Anwendung solcher Ideen, um die Ziele des Unternehmens wirksamer zu erreichen« (Majaro, S. 1993 S. 6).
Anmerkungen

Die Aufzählung der Meinungen findet sich identisch in der Quelle; am Ende der Auflistung (s. Psc/Fragment_034_01) findet sich dafür kein Hinweis.

72

Sichter
(fret), Qadosh

[118.] Psc/Fragment 034 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 19:12 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 14:08 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1-11
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 43; 44, Zeilen: Seite 43: 32-34, Seite 44: 1-9
* »Betriebswirtschaftlich sind alle aus unternehmensindividueller Sicht erstmalig relevanten Neuheiten Innovationen.«32
  •  »Liegt eine Erfindung vor und verspricht sie wirtschaftlichen Erfolg, so werden Investitionen für die Fertigungsvorbereitung und die Markterschließung erforderlich, Produktion und Marketing müssen in Gang gesetzt werden. Kann damit die Einführung in dem Markt erreicht werden oder ein neues Verfahren eingesetzt werden, so spricht man von einer Produktinnovation oder einer Prozessinnovation«.33
  •  »Innovation from idea generation to problem-solving to commercialization is a sequence of organizational and individual behavior patterns connected by formal resource allocation decision points«.34
  •  »Technological innovation is the first commercially successful application of a new technical idea. By definition, it occurs in those institutions, primarily private profit-seeking firms, that compete in the marketplace. Innovation should be distinguished from invention, which is the development of a new technical idea, and from diffusion, which is the subsequent widespread adoption of an innovation by those who did not develop it. The distinction between innovation and diffusion is complicated by the fact that innovations can rarely be adopted by new users without modification. When modifications are extensive, the result may be a new innovation.«35

Die große Spannweite dieser Definitionsversuche lässt den Schluss zu, dass der Innovationsbegriff ohne Berücksichtigung seines situativen Kontextes inhaltlich konturenlos bleibt36.


32 Trommsdorff/Schneider, in: Trommsdorff (Hrsg.), Innovationsmanagement, 3.

33 Brockhoff Forschung und Entwicklung, 28.

34 Goldhar, in: Dean/Goldhar (Hrsg.), Management o f Research and Innovation, 284.

35 Ashford/Ayers/Stone, Harvard Environmental Law Review, 1.

36 Neveling/Bumke/Dietrich, in: Eifert/Hoffmann-Riem (Hrsg.), Innovation und rechtliche Regulierung, 346, 410.

* »Betriebswirtschaftlich sind alle aus unternehmensindividueller Sicht erstmalig relevanten Neuheiten Innovationen« (Trommsdorff, V./Schneider, P. 1990 S. 3).
  •  »Liegt eine Erfindung vor und verspricht sie wirtschaftlichen Erfolg, so werden Investitionen für die Fertigungsvorbereitung und die Markterschließung erforderlich, Produktion und Marketing müssen in Gang gesetzt werden. Kann damit die Einführung in dem Markt erreicht werden oder ein neues Verfahren eingesetzt werden, so spricht man von einer Produktinnovation oder einer Prozessinnovation. Hiermit ist im engeren Sinne von Innovation die Rede« (Brockhoff, K. 1994 S. 28).
  •  »Innovation from idea generation to problem-solving to commercialization is a sequence of organizational and individual behavior patterns connected by formal resource allocation decision points« (Goldhai, J. D. 1980 S. 284).
Anmerkungen

Fortführung der Aufzählung der vorherigen Seite. Im Kontext der Arbeit durchaus bemerkenswert die Einfügung der Definition von Ashford/Ayers/Stone, Harvard Environmental Law Review, 1. (Wurde nicht als Plagiatstext gewertet.)

72f

Sichter
(fret), Qadosh

[119.] Psc/Fragment 038 05 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 16:23 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 14:26 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 5-14, 101-105
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 45f, Zeilen: Seite 45: 35-46, Seite 46: 1-15
1. Überblick

Innovationen im Schumpeter’schen Sinn beispielsweise (»diskontinuierlich erfolgende Durchsetzung neuer Kombinationen von Produktionsfaktoren«56) lösen alte Faktorkombinationen durch deren »schöpferische Zerstörung« ab und führen zu erheblichen Verbesserungen. Dieses traditionelle Verständnis von Innovation hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Neben den radikal-revolutionären Veränderungen, wie sie mit der Anwendung neuer Wirkprinzipien oder der völligen Neugestaltung von Abläufen und Strukturen verbunden sind, haben zunehmend auch die inkremental-evolutionären Neuerungen an Bedeutung gewonnen. Hierzu zählt beispielsweise die kontinuierliche Verbesserung einzelner Produkt- oder Prozessparameter bei einer gleichzeitigen Beibehaltung des bestehenden Grundprinzips57.


56 Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 100 f.

57 So hat sich z. B. die Leistungsfähigkeit von Waschmaschinen in den letzten Jahren kontinuierlich und schrittweise erhöht. Geräte, die dem neusten Stand der Technik entsprechen, verbrauchen im Vergleich zu älteren Geräten nur noch geringe Mengen an Energie und Wasser.

58 Vahs/Burmeister, Innovationsmanagement, 41.

60 Vahs/Burmeister, Innovationsmanagement, 42.

[S. 45, Z. 35-38]

Die Innovationen im Schumpeter’schen Sinn lösen alte Faktorkombinationen durch deren »schöpferische Zerstörung« ab und führen zu erheblichen Verbesserungen.

[S. 45, Z. 41- S. 46, Z. 4]

Doch dieses traditionelle Verständnis von Innovation hat sich insbesondere in den letzten Jahren gewandelt. Neben den radikal-revolutionären Veränderungen, wie sie mit der Anwendung neuer Wirkprinzipien oder der völligen Neugestaltung von Abläufen und Strukturen verbunden sind, haben zunehmend auch die inkremental-evolutionären Neuerungen an Beachtung gewonnen, wie beispielsweise die kontinuierliche Verbesserung einzelner Produkt- oder Prozessparameter bei einer gleichzeitigen Beibehaltung des bestehenden Grundprinzips.

[S. 46, Z. 13-16]

So hat sich beispielsweise die Leistungsfähigkeit von Waschmaschinen in den letzten Jahren kontinuierlich und schrittweise erhöht. Geräte, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen, verbrauchen im Vergleich zu älteren Geräten nur noch einen Bruchteil an Energie, Wasser und Waschmitteln.

Anmerkungen

Zwar wird Vahs/Burmester zitiert, allerdings nicht die korrekte Stelle und nicht das Ausmaß der Übernahme erkenntlich machend.

74f

Sichter
(fret, Klicken), Qadosh

[120.] Psc/Fragment 039 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 19:17 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 14:34 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 1-9, 102-108
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 44, 45, Zeilen: Seite 44: 22-42, Seite 45: 1-9
[Die Invention (wie sie oben im Sinne des rein technischen Innovationsverständnisses beschrieben wurde) wird lediglich als notwendige Vorstufe der Innovation betrachtet60. Während die Invention die erstmalige technische Realisie-]rung einer neuen Problemlösung ist, ist unter einer Innovation grundsätzlich deren erstmalige wirtschaftliche Anwendung zu verstehen. Konzeptionell geht es also um die ökonomische Optimierung der Wissens Verwertung61. Die wirtschaftswissenschaftliche

Innovation hat die Markteinführung und die Marktbewährung (sog. Diffusion) eines neuen Produkts oder Verfahrens zum Ziel.

Im Unterschied zu der punktuellen Invention ist eine Innovation daher das Ergebnis eines Prozesses (objektbezogene Sichtweise) oder der Prozess selbst (prozessuale Sichtweise). Sie umfasst alle Phasen von der Ideengewinnung über die Umsetzung bis hin zur wirtschaftlichen Nutzung einer neuen Problemlösung62.


[60 Vahs/Burmeister, Innovationsmanagement, 42.]

61 Dies., a. a. O., 43.

62 Dieser Betrachtungsweise folgend ist z. B. Werner v. Siemens als Innovator auf dem Gebiet der großindustriellen Fertigung von Elektromotoren zu bezeichnen, obwohl er nicht der Erfinder des Elektromotors war. Otto Hahn hingegen, der 1938 die Kernspaltung des Urans und des Thoriums entdeckte und durch Experimente nachgewiesen hat, war zwar ein Erfinder aber kein Innovator; denn seine theoretischen Erkenntnisse wurden erstmals durch den Bau der Atombombe in den USA (Projekt Manhattan in Los Alamos 1943) in die Praxis umgesetzt. Vgl. hierzu Schaudel, io management 9/1993, 45, 46.

[S. 44, Z. 20-42]
  • Die Invention oder Erfindung ist eine notwendige Vorstufe der Innovation. Sie beschränkt sich auf den Prozess der Wissensgenerierung durch F+E und die erstmalige technische Realisierung einer neuen Problemlösung. Die Invention kann sowohl geplant (wenn sie bestimmte vorher festgelegte Ziele erfüllt) als auch ungeplant (zufällig) erfolgen.
  • Dagegen ist unter einer Innovation grundsätzlich die erstmalige wirtschaftliche Anwendung einer neuen Problemlösung zu verstehen, das heißt, hier geht es um die ökonomische Optimierung der Wissensverwertung. Sie hat die (Markt-)Einführung (Innovation im engeren Sinn) und die (Markt-(Bewährung (Diffusion; Innovation im weiteren Sinn) der Invention in Form eines neuen, Produkts oder Verfahrens zum Ziel.

Im Unterschied zu der zeitpunktbezogenen Invention ist eine Innovation also das Ergebnis eines Prozesses (objektbezogene Sichtweise) oder der Prozess selbst (prozessuale Sichtweise), der alle Phasen von der Ideengewinnung über die Ideenumsetzung bis hin zur wirtschaftlichen Nutzung der Problemlösung durch deren Markteinführung (in der Regel bei Produktinnovationen) oder durch deren Umsetzung im Unternehmen (in der Regel bei Prozessinnovationen) umfasst (vgl. Schlick, G. H. 1995 S. 2).

[Seite 45, Z. 1-7]

Dieser Betrachtungsweise folgend ist beispielsweise Werner von Siemens als Innovator auf dem Gebiet der großindustriellen Fertigung von Elektromotoren zu bezeichnen, obwohl er nicht der Erfinder des Elektromotors war. Otto Hahn hingegen, der 1938 die Kernspaltung des Urans und des Thoriums entdeckte und durch Experimente nachgewiesen hat, war zwar ein Erfinder aber kein Innovator,- denn seine theoretischen Erkenntnisse wurden erstmals durch den Bau der Atombombe in die Praxis umgesetzt (vgl. Schaudel, D. 1993 S. 46).

Anmerkungen

Durchweg unzureichende Zitation. Dass FN 62 z.B. ein wörtliches Zitat aus der Quelle ist, ist nicht erkennbar, erscheint vielmehr als eigene Transferleistung. Erneut verweisen die die Quelle betreffenden Fußnoten nicht auf die Stellen tatsächlicher Textentnahme.

Sichter
(fret), Qadosh

[121.] Psc/Fragment 040 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 16:28 (WiseWoman)
Erstellt: 29. June 2012, 14:54 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-10
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 45, Zeilen: 13-24
Allerdings kommt es für die Beurteilung der Neuheit entscheidend auf die Perspektive an. So kann eine Neuerung für ein Individuum oder eine Institution subjektiv neu sein, obgleich sie von anderen bereits genutzt wird (sog. Betriebsneuheit). Eine objektive Neuheit liegt dagegen vor, wenn bisher noch keine Anwendung erfolgt ist. Man spricht dann vor einer Markt- bzw. Weltneuheit63. Da sich aus jeder Art von Innovation Konsequenzen für das jeweilige Unternehmen ergeben, auch wenn die Neuerung bereits anderswo eingeführt wurde, wird Innovation in der betriebswirtschaftlichen Sichtweise meist im Sinne von Betriebsneuheit aufgefasst64. Aus dieser Perspektive kann es sich bei Innovationen also sowohl um Untemehmensneuheiten als auch um regionale, nationale oder Weltneuheiten handeln.

63 Corsten/Meier, WISU 6/1983, 251.

64 Macharzina/Wolf, Untemehmensführung, 591.

Allerdings herrscht in der Fachwelt keine Einigkeit darüber, was »neu« bedeutet (vgl. Staudt, E. 1985 S. 486). So kann eine Neuerung für ein Individuum oder eine Institution subjektiv neu sein, obgleich sie von anderen bereits genutzt wird (Betriebsneuheit). Eine objektive Neuheit liegt dagegen vor, wenn bisher noch keine Anwendung erfolgt ist. Man spricht dann von einer Markt- bzw. Weltneuheit (vgl. Corsten, H./Meier, B. 1983 S. 251). Da sich aus jeder Art von Innovation Konsequenzen für das jeweilige Unternehmen ergeben, auch wenn die Neuerung bereits anderswo eingeführt wurde, wird Innovation in der betriebswirtschaftlichen Sichtweise heute meist im Sinne von Betriebsneuheit aufgefasst (vgl. Macharzina, K. 2003 S. 664).
Anmerkungen

Chapter 2.2.1

Sichter
WiseWoman

[122.] Psc/Fragment 041 14 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 18:46 (Graf Isolan)
Erstellt: 29. June 2012, 15:03 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 14-29
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 52, Zeilen: 1-14, 28-38
b) Unsicherheit


Eng verknüpft mit dem Neuheitsgrad ist das Merkmal der Unsicherheit. Unter Unsicherheit ist eine Situation zu verstehen, in der für den Eintritt der relevanten Ereignisse weder subjektive noch objektive Wahrscheinlichkeiten angegeben werden können68. Derartige Situationen sind sicherlich typisch für Innovationen. So herrscht insbesondere in den ersten Phasen des Innovationsprozesses noch Unklarheit über das zu erwartende Ergebnis. Erfolg und Misserfolg liegen nahe beieinander. Ebenso unsicher sind die Faktoren Zeit und Kosten, da im Verlauf des Innovationsprozesses vielerlei Hindernisse und unvorgesehene Probleme auftreten können, die zu einer zeitlichen Verzögerung und einer Überschreitung der budgetierten Kosten führen. Je höher der Neuheitsgrad einer Innovation ist, desto schwieriger wird es, auf bereits vorhandene Erfahrungswerte zurückzugreifen. Daher ist auch die Planung des zu erwartenden Ertrags mit einer großen Unsicherheit verbunden. Ist der Innovationsprozess in Bezug auf das gewünschte Ergebnis, die geplanten Kosten und den vorhergesehenen Zeitaufwand erfolgreich verlaufen, so herrscht immer noch Unklarheit darüber, ob die Innovation auch tatsächlich wirtschaftlich verwertbar ist.


68 Vahs/Schäfer-Kunz, Betriebswirtschaftslehre, 26.

2.3.2 Unsicherheit

Eng verknüpft mit dem Neuheitsgrad ist das Merkmal der Unsicherheit. Unter Unsicherheit ist eine Situation zu verstehen, in der für den Eintritt der relevanten Ereignisse weder subjektive (aus der Erfahrung heraus) noch objektive (statistisch ermittelbare) Wahrscheinlichkeiten angegeben werden können (vgl. Vahs, D. /Schäfer- Kunz, J. 2005 S. 55 f.). Derartige Situationen sind sicherlich typisch für Innovationen. So herrscht insbesondere in den ersten Phasen des Innovationsprozesses noch Unklarheit über das zu erwartende Ergebnis. Erfolg und Misserfolg liegen nahe beieinander. Ebenso unsicher sind die Faktoren Zeit und Kosten, da im Verlauf des Innovationsprozesses vielerlei Hindernisse und unvorhergesehene Probleme auftreten können, die zu einer zeitlichen Verzögerung und/oder zu einer Überschreitung der budgetierten Kosten führen.

[...]

Je höher der Neuheitsgrad einer Innovation ist, desto schwieriger wird es, auf bereits vorhandene Erfahrungswerte zurückzugreifen, da das entsprechende Gebiet bis zu diesem Zeitpunkt nicht Gegenstand der (unternehmensspezifischen) Erkenntnisgewinnung war. Daher ist auch die Planung des erwarteten Ertrags mit einer großen Unsicherheit verbunden. Ist der Innovationsprozess in Bezug auf das gewünschte Ergebnis, die geplanten Kosten und den vorgesehenen Zeitaufwand erfolgreich verlaufen, so herrscht immer noch Unklarheit darüber, ob die Innovation auch tatsächlich wirtschaftlich verwertbar ist und erfolgreich im Zielmarkt platziert werden kann (vgl. Thom, N. 1983 S. 6 f.).

Anmerkungen

Quelle nicht genannt; die zitierte Quelle ist ebenfalls aus Vahs/Burmester übernommen.

81

Sichter
(fret), Qadosh

[123.] Psc/Fragment 042 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 20:02 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 15:08 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Liberalix68, fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1-32 (komplett)
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 52-57, Zeilen: -
c) Komplexität

Innovationen sind in der Regel durch eine unklare Problemstruktur und durch einen nicht-linearen zeitlichen Verlauf der einzelnen Innovationsphasen gekennzeichnet. Sie weisen darüber hinaus vielfältige Verbindungen zu anderen Aktivitäten des Innovators auf. Die Komplexität beinhaltet auf der einen Seite eine zeitliche Dimension (Dynamik), die sich aus der Veränderlichkeit der relevanten Rahmenumstände, wie z. B. Gesetzgebung, Technologiesprünge oder Marktsituation ergibt. Auf der anderen Seite existiert eine quantitative und qualitative Dimension die aus der Vielzahl, Vielfalt und Vernetzung der relevanten Sachverhalte entsteht (z. B. Anzahl der Komponenten, Variantenvielfalt, Interdependenzen von Entscheidungen und Maßnahmen, etc.). Die grundlegende Problematik besteht darin, den zufälligen, nicht antizipierbaren Teil der Komplexität zu handhaben69.

d) Konfliktgehalt

Der Begriff des Konflikts beschreibt das Vorhandensein verschiedener unvereinbarer Zustände von Objekten bzw. Handlungsstränge bei Personen70. Zum Entstehen von Konflikten im Innovationsprozess tragen insbesondere die Faktoren Unsicherheit und Unklarheit bei. Neuartige und ungewohnte Situationen rufen oftmals neue und bis dahin unbekannte Konfliktkonstellationen hervor, die unterschiedlicher Natur sein können. Solche Konflikte können zwar einerseits negativ belegt sein. Andererseits können Konflikte und Konfliktbewusstsein in positiver Hinsicht aber auch überaus wichtig sein. Ideen und kreative Lösungsansätze entstehen aus der Unzufriedenheit mit einer bestehenden Situation, aus dem Wunsch nach Veränderung und Verbesserung. Der Auslöser für eine Neuerung ist ein konkretes Problem und ein daraus entstehender Konflikt, den es wahrzunehmen und zu lösen gilt.

e) Zusammenhänge zwischen den Merkmalen

Die Merkmale Neuheitsgrad, Unsicherheit, Komplexität und Konfliktgehalt sind nicht unabhängig voneinander, sondern weisen mehrstufige Beziehungen zueinander auf71. Je höher der Neuheitsgrad einer Innovation ist, desto mehr sind beispielsweise die sich vollziehenden Aktivitäten von Unsicherheiten geprägt. Dies ist deshalb der Fall, weil für die unerwartet auftretenden und bis dahin unbekannten Probleme keine bewährten Lösungsmuster zur Verfügung stehen. Die mit einem bestimmten, neuartigen Lösungsansatz verbundenen Konsequenzen sind aber ebenfalls weitgehend [unbekannt]


69 Bürgel/Haller/Binder, F&E-Management, 19 f.

70 Vgl. Rosenstiel, Grundlagen der Organisationspsychologie, 286.

71 Thom, Grundlagen des betrieblichen Innovationsmanagements, 390 f. 42

[S. 52, Z. 39-41, S. 53, Z. 1-10]

2.3.3 Komplexität

Innovationen sind in der Regel durch eine unklare Problemstruktur und durch einen nicht-linearen zeitlichen Verlauf der einzelnen

[S. 53]

Innovationsphasen gekennzeichnet. Sie weisen darüber hinaus vielfältige Verbindungen zu anderen Aktivitäten im Unternehmen auf. Die Komplexität beinhaltet demzufolge

  • eine zeitliche Dimension (Dynamik), die sich aus der Veränderlichkeit der relevanten Sachverhalte ergibt (z. B. Gesetzgebung, Technologiesprünge, Marktsituation usw.) und
  • eine quantitative und qualitative Dimension (Kompliziertheit), die aus der Vielzahl, der Vielfalt und der Vernetzung der relevanten Sachverhalte entsteht (z. B. Anzahl der Komponenten, Variantenvielfalt, Interdependenzen von Entscheidungen und Maßnahmen usw.)

Die grundlegende Problematik besteht nun weniger darin, den regelbasierten Anteil der Komplexität zu handhaben als vielmehr ihren zufälligen, nicht vorhersehbaren Teil (vgl. Bürgel, H. D./Haller, C./Binder, M. 1996 S. 19 f.).

[S. 54, Z. 15-23]

2.3.4 Konfliktgehalt

Der Begriff des Konflikts beschreibt das Vorhandensein verschiedener unvereinbarer Zustände von Objekten bzw. Handlungstendenzen bei Personen (vgl. Rosenstiel, L. v. 1992 S. 286). Zum Entstehen von Konflikten im Innovationsprozess tragen insbesondere die Faktoren Unsicherheit und Unklarheit bei. Neuartige und ungewohnte Situationen rufen oftmals neue und bis dahin unbekannte Konfliktkonstellationen hervor, die unterschiedlicher Natur sein können.

[S. 55, Z. 20-29]

In den genannten Beispielen ist das Merkmal Konfliktgehalt überwiegend mit negativen Inhalten belegt. Doch Konflikte und Konfliktbewusstsein sind in positiver Hinsicht überaus wichtig für innovationsbewusste Unternehmen. Ideen und kreative Lösungsansätze entstehen aus der Unzufriedenheit mit einer bestehenden Situation, aus dem Wunsch nach Veränderung und Verbesserung. Der Auslöser für eine Neuerung ist ein konkretes Problem und ein daraus entstehender Konflikt, den es wahrzunehmen und zu lösen gilt.

[S. 56, Z. 1-15]

2.3.5 Zusammenhänge zwischen den Innovationsmerkmalen

Wie Thom in einer empirischen Untersuchung festgestellt hat, sind die Merkmale Neuheitsgrad, Unsicherheit, Komplexität und Konfliktgehalt nicht unabhängig voneinander, sondern weisen mehrstufige Beziehungen zueinander auf (vgl. Thom, N. 1980 S. 390 f. und Abb. 2.4). Je höher der Neuheitsgrad einer Innovation ist, desto mehr sind die sich vollziehenden Aktivitäten von Unsicherheit geprägt. Dies ist deshalb der Fall, weil für die unerwartet auftretenden und bis dahin unbekannten Probleme keine bewährten Lösungsmuster zur Verfügung stehen. Die mit einem bestimmten, neuartigen Lösungsansatz verbundenen Konsequenzen sind aber ebenfalls weit gehend unbekannt.

Anmerkungen

Quelle fehlt.

52 = 81

Sichter
PlagProf:-)

[124.] Psc/Fragment 043 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 18:53 (Graf Isolan)
Erstellt: 29. June 2012, 15:25 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: komplett
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 56, 72, Zeilen: Seite 56: 11-27, Seite 72: 25-36
[Die mit einem bestimmten, neuartigen Lösungsansatz verbundenen Konsequenzen sind aber ebenfalls weitgehend] unbekannt. Das Risiko des Scheiterns ist damit weitaus größer als bei der Modifikation oder Weiterentwicklung bereits vorhandener Produkte und Verfahren. Auch die Komplexität verstärkt den Faktor Unsicherheit. Ist eine Situation zwar neu aber überschaubar, so ist sie letztlich meist zu bewältigen. Bei Innovationsprozessen handelt es sich aber nicht nur um neuartige, sondern auch um komplexe Vorgänge, die durch einen nicht-linearen Verlauf gekennzeichnet sind. Zudem weisen die beteiligten Personen und Funktionen vielfältige Interdependenzen und Verbindungen zueinander auf. Das Ergebnis der Innovationstätigkeit hängt davon ab, inwieweit es gelingt, die Komplexität und die damit verbundene Unsicherheit durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren. Die Folge der geschilderten Zusammenhänge ist ein hoher Konfliktgehalt in allen Phasen des Innovationsprozesses.

3. Innovationsarten

Innovationen lassen sich anhand verschiedener Merkmale in unterschiedliche Kategorien einteilen. Als Differenzierungskriterien kommen Gegenstandsbereich und Auslöser der Innovation aber auch der Neuheitsgrad oder der durch die Innovation bewirkte Veränderungsumfang in Betracht.

a) Differenzierung nach dem Gegenstandsbereich

Im Schrifttum werden Innovationen überwiegend nach dem jeweiligen Gegenstandsbereich kategorisiert. Am häufigsten findet sich die Unterscheidung von Produkt- und Prozessinnovationen72. Darüber hinaus werden soziale und organisatorische Innovationen unterschieden73.

aa) Produktinnovation

Produkte sind die von einem Unternehmen im Markt angebotenen materiellen und immateriellen Leistungen, die durch ihre spezifischen Funktionen und Eigenschaften dazu geeignet sind, die tatsächlichen oder potentiellen Kundenbedürfnisse zu befriedigen74. Ein Produkt besteht aus dem Produktkern, dem von den Kunden wahrge[nommenen Produktäußeren sowie den verschiedenen Zusatzleistungen.]


72 Vgl. Ahms/Feser, Wirtschaftspolitik, 140 f; Brockhoff, Forschung und Entwicklung, 37; Voigt, Strategien im Zeitwettbewerb, 90 f.; Fritsch, WISU 14/1991, 195; Hauschildt, in: Hoffmann-Riem/Schneider (Hrsg.), Rechtswissenschaftliche Innovationsforschung, 29, 34; Kromphardt/Teschner, Vierteljahresschrift zur Wirtschaftsforschung 1986, 235, 236; Rahmeyer, ZWS 1995, 37, 42.

73 Neveling/Bumke/Dietrich, in: Eifert/Hoffmann-Riem (Hrsg.), Innovation und rechtliche Regulierung, 26 ff.

74 Vahs/Burmeister, Innovationsmanagement, 72. 43

[S. 56, Z. 11-27]

Die mit einem bestimmten, neuartigen Lösungsansatz verbundenen Konsequenzen sind aber ebenfalls weit gehend unbekannt. Das Risiko des Scheiterns ist damit weitaus größer als bei der Modifikation oder Weiterentwicklung bereits bestehender Produkte und Verfahren. Auch die Komplexität verstärkt den Faktor Unsicherheit. Ist eine Situation zwar neu aber überschaubar, so ist sie letztlich meist zu bewältigen. Bei Innovationsprozessen handelt es sich aber nicht nur um neuartige, sondern auch um hochgradig komplexe Vorgänge, die durch einen nicht-linearen Verlauf gekennzeichnet sind und bei denen die beteiligten Personen bzw. Funktionen vielfältige Interdependenzen und Verbindungen zueinander aufweisen. Das Ergebnis der Innovationstätigkeit hängt davon ab, inwieweit es gelingt, die Komplexität und die damit verbundene Unsicherheit durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren. Die Folge der geschilderten Zusammenhänge ist ein hoher Konfliktgehalt in allen Phasen des Innovationsprozesses.

[S. 72, Z. 25-36]

2.5 Innovationsarten

2.5.1 Kriterien zur Differenzierung von Innovationen

Innovationen lassen sich anhand verschiedener Merkmale in unterschiedliche Kategorien einteilen. Die Abbildung 2.9 vermittelt eine Übersicht über die Differenzierungskriterien, die im Folgenden näher erläutert werden.

2.5.2 Differenzierung nach dem Gegenstandsbereich

In der Literatur werden Innovationen überwiegend nach dem jeweiligen Gegenstandsbereich kategorisiert. Am häufigsten findet sich daher die Unterscheidung von Produkt- und Prozessinnovationen. Darüber hinaus werden soziale und organisatorische Innovationen unterschieden.

Produktinnovation
Produkte sind die von einem Unternehmen im Markt angebotenen materiellen und immateriellen Leistungen, die durch ihre spezifischen Funktionen und Eigenschaften dazu geeignet sind, die tatsächlichen oder die potenziellen Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Ein Produkt besteht aus dem Produktkern, dem von den Kunden wahrgenommenen Produktäußeren sowie den verschiedenen Zusatzleistungen.

Anmerkungen

85, 101

Sichter
(fret), Qadosh

[125.] Psc/Fragment 166 31 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 17:21 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 15:29 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Desertec Oktober 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 166, Zeilen: 31-35, 105
Quelle: Wikipedia Desertec Oktober 2008
Seite(n): 1, Zeilen: -
Auf dem World Energy Dialogue 2006 der Hannover Messe bestätigten Sprecher beider Unternehmen, dass die Umsetzung eines EU-MENA-Supergrid technisch möglich ist616. Dass solarthermische Kraftwerke bereits marktreif sind wurde zuvor unter Kapitel 3:C.III.3.b) dargestellt. Sie werden seit 1985 kommerziell im kalifornischen Kramer Junction eingesetzt617.

616TREC, Summary of the Concept & the Studies, 3.

617 http://www.fplenergy.com/ portfolio/contents/segs_viii.shtml.

Auf dem World Energy Dialogue 2006 der Hannover Messe bestätigten Sprecher beider Unternehmen, dass die Umsetzung eines Euro-Supergrid mit einer EU-MENA-Connection technisch ohne weiteres möglich ist.[15]

Solarthermische Kraftwerke werden seit 1985 kommerziell im kalifornischen Kramer Junction eingesetzt.[16]


15. ↑ Liste der HGÜ-Anlagen List of HVDC projects. All connections can be googled.

16. ↑ http://www.fplenergy.com/ portfolio/contents/segs_viii.shtml SEGS website

Anmerkungen

Hier werden sogar (ohne Kennzeichnung) die Literaturverweise aus der Wikipedia übernommen.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[126.] Psc/Fragment 044 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 20:31 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 15:30 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-34, 101-104 (komplett)
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 73-75, Zeilen: -
[Ein Produkt besteht aus dem Produktkern, dem von den Kunden wahrge]nommenen Produktäußeren sowie den verschiedenen Zusatzleistungen. Im Gegensatz zum Produktkern, also den technisch-konstruktiven Eigenschaften und den Grundfunktionen eines Produkts, bestehen bei dem Produktäußeren und den Zusatzleistungen vielfältige Variationsleistungen in Form von zusätzlichen Leistungsmerkmalen und Dienstleistungen.

Im Rahmen der Innovationstätigkeit von Unternehmen sind die Produktinnovation in Form von Markt- oder Unternehmensneuheiten von wesentlicher Bedeutung. Der schnelle technische Fortschritt und der laufende Wandel der Konsumentenbedürfnisse führen zu immer kürzeren Produktlebenszyklen, zu einer erheblichen Angebotsausweitung und zu einem steigenden Anteil der neuen Produkte am Gesamtumsatz. Das grundlegende Ziel einer Produktinnovation ist es deshalb, die Wettbewerbsposition durch die Markteinführung neuer Produkte zu verteidigen oder auszubauen. Abzugrenzen ist die Produktinnovation von der Produktdifferenzierung, -variation und -vereinheitlichung. Bei der Produktdifferenzierung werden lediglich einzelne Merkmale eines bereits am Markt eingeführten Produkts variiert75. Das veränderte Produkt wird dann zusätzlich angeboten und erweitert so das Absatzprogramm des Anbieters. Diese Vorgehensweise trägt dem Bestreben der Unternehmen Rechnung, auf die Besonderheiten einzelner Märkte oder Marktsegmente zu reagieren, um zeitlich parallel möglichst breite Konsumentenschichten anzusprechen76. Im Zuge einer Produktvariation werden dagegen nur geringfügige Veränderungen der ästhetischen, physikalischen, funktionalen oder symbolischen Nutzenkomponenten eines im Markt eingeführten Produkts vorgenommen, womit jedoch keine signifikanten Verbesserungen hinsichtlich der Technologie oder Wettbewerbsposition erzielt werden können. Die Grundfunktionen des Produkts bleiben dabei erhalten. Die Produktvariation dient damit weniger der Leistungsverbesserung als vielmehr dazu, das Produkt gegenüber Konkurrenten zu repositionieren. Schließlich dient die Produktvereinheitlichung dazu, der wachsenden Komplexität und Individualität zu begegnen, die sich aus der starken Orientierung an den Kundenwünschen ergibt. Daher versuchen die Unternehmen leistungsfähige Baukastensysteme mit standardisierten Baugruppen und Einzelkomponenten zu entwickeln, die mit niedrigen Herstellungskosten gefertigt werden können. Durch diese Vorgehensweise lassen sich zwar Produktinnovationen kostengünstig vermarkten, es handelt sich jedoch nicht um eine eigenständige Produktinnovation.


75 Vgl. nur Meffert, Marketing, 425; Nieschlag/Dichtl/Hörschgen, Marketing, 277 f.

76 Ein Beispiel für die Produktdifferenzierung ist die C-Klasse von Mercedes-Benz. Zusätze wie »Esprit« oder »Elegance« sollen hier die Unterscheidung der Produktlinien verdeutlichen, allerdings ohne dass sich das jeweilige Fahrzeug durch eine technische Neuheit auszeichnet.

[S. 73 Z. 6-33]

Ein Produkt besteht aus dem Produktkern, dem von den Kunden wahrgenommenen Produktäußeren sowie den verschiedenen Zusatzleistungen. Im Gegensatz zum Produktkern, also den technisch-konstruktiven Eigenschaften und den Grundfunktionen eines Produkts, bestehen bei dem Produktäußeren und den Zusatzleistungen vielfältige Variationsmöglichkeiten in Form von zusätzlichen Leistungsmerkmalen und Dienstleistungen. Entscheidend für den Markterfolg eines Produkts ist es, ob und inwieweit es gelingt, die einzelnen Leistungs- und Nutzenmerkmale zu einer unverwechselbaren »Produktpersönlichkeit« zu integrieren (vgl. Nieschlag, R./Dichtl, E./Hörschgen, H. 1997 S. 261 ff., Pleschak, F./ Sabisch, H. 1996 S. 15).

[...]

Im Rahmen der Innovationstätigkeit von Unternehmen sind die Produktinnovationen in der Form von Markt- oder Unternehmensneuheiten von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Der schnelle technische Fortschritt und der laufende Wandel der Konsumentenbedürfnisse führen zu immer kürzeren Produktlebenszyklen, zu einer erheblichen Angebotsausweitung und zu einem steigenden Anteil der neuen Produkte am Gesamtumsatz. Das grundlegende

[S. 74 Z. 1-9]

Ziel einer Produktinnovation ist es deshalb, die Wettbewerbsposition durch die Markteinführung neuer Produkte zu verteidigen oder auszubauen und so die Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Dazu ist es erforderlich, die Wünsche der Nachfrager optimal zu befriedigen und in Anbetracht der auf vielen Märkten zu verzeichnenden Sättigungstendenzen neue Bedürfnisse mit Hilfe revolutionärer Produktinnovationen zu schaffen (vgl. Pleschak, F./Sabisch, H. 1996 S. 14 f., Tiommsdoiff, V./Schneider, P. 1990 S. 4).

[...]

Trotzdem sind Produktinnovationen wichtige produktpolitische Maßnahmen. Sie stellen gewissermaßen die »höchste Innovationsstufe« dar. Nun können im Rahmen der Produktpolitik allerdings auch bereits vorhandene Produkte den sich verändernden Anforderungen des Markts angepasst werden. Dies geschieht beispielsweise mittels einer Produktdifferenzierung, wobei einzelne oder mehrere Produktmerkmale eines bereits im Markt eingeführten Produkts variiert werden. Das veränderte Produkt wird dann zusätzlich angeboten und erweitert so das Absatzprogramm. Diese Vorgehensweise ist weit verbreitet und trägt dem Bestreben der Innovationsarten Unternehmen Rechnung, auf die Besonderheiten einzelner Märkte oder Marktsegmente zu reagieren, um zeitlich parallel möglichst breite Konsumentenschichten anzusprechen (vgl. Meffert, H. 1998 S. 425, Nieschlag, R./Dichtl, E./Hörschgen, H. 1997 S. 277 f.).

[S. 75, Z. 11-38]

Im Zuge einer Produktvariation werden dagegen nur geringfügige Veränderungen der ästhetischen, physikalischen, funktionalen und/oder symbolischen Nutzenkomponenten eines im Markt eingeführten Produkts vorgenommen, womit jedoch keine sprunghaften Verbesserungen hinsichtlich der Technologie und der Wettbewerbsposition erzielt werden können. Die Grundfunktionen des Produkts bleiben erhalten. Eine Produktvariation dient somit weniger dazu, die Leistung eines Produkts zu verbessern als vielmehr das Produkt gegenüber der Konkurrenz zu repositionieren und den Produktlebenszyklus zu verlängern (vgl. Meffert, H. 1998 S. 423, Nieschlag, R./Dichtl, E./Hörschgen, H. 1997 S. 277).

Als ein Beispiel für die Produktdifferenzierung nennt Meffert die verschiedenen Varianten der C-Klasse von DaimlerChrysler. Zusätze wie »Esprit« oder »Elegance« sollen hier die Unterscheidung der Produktlinien verdeutlichen. Ein weiteres Beispiel für den Versuch, die Produktdifferenzierung für den Konsumenten erkennbar zu machen sind die Markenzusätze »Visage« oder »for Men« bei den Körperpflegeprodukten von Nivea (vgl. Meffert, H. 1998 S. 42,8).

Schließlich steht als ein weiteres Instrument im Rahmen der Produktgestaltung noch die Produktvereinheitlichung (Produktstandardisierung) zur Verfügung. Um der wachsenden Komplexität und Individualität zu begegnen, die sich aus der starken Orientierung an den Kundenwünschen ergibt, versuchen die Unternehmen leistungsfähige Baukastensysteme mit standardisierten Baugruppen und Einzelkomponenten zu entwickeln, die aufgrund ihrer großen Stückzahlen mit niedrigen Herstellkosten gefertigt werden können. Durch diese Vorgehensweise lassen sich die mit den Produktinnovationen verbundenen Risiken deutlich reduzieren (vgl. Pleschak, F./Sabisch, H. 1996 S. 15 f.).

Anmerkungen

Quelle wird nicht genannt; erneut wird das in der Quelle aufgeführte Beispiel als eigene Transferleistung vorgegeben.

Sichter
vanboven

[127.] Psc/Fragment 045 01 - Diskussion
Bearbeitet: 2. July 2012, 11:47 (Klicken)
Erstellt: 29. June 2012, 15:33 Fret
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 1-28
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 76, 78-79, Zeilen: -
bb) Prozessinnovation

Unter einem Prozess ist die zielgerichtete Erstellung einer Leistung durch eine Folge logisch zusammenhängender Aktivitäten zu verstehen77. Die Leistungserstellung wird innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nach bestimmten Regeln durchgeführt. In diesem Sinne sind Prozesse inhaltlich abgeschlossene Vorgänge, die von einem Ereignis angestoßen werden und einen definierten In- und Output haben. Im Gegensatz zu Produktinnovationen zielen Prozessinnovationen auf die Verbesserung der Untemehmensprozesse. Hierzu gehören sowohl die materiellen Prozesse, also die Bearbeitung und der Transport physisch real existierender Objekte als auch die informationeilen Prozesse, die den Austausch und die Verbreitung von Informationen beinhalten. Im Mittelpunkt der Innovationstätigkeit steht dabei die Verbesserung des Verhältnisses zwischen dem erzielten Prozessergebnis und der dafür benötigten Zeit, um auf diese Weise bei gleich bleibender oder optimierter Produktqualität die Herstellungskosten zu senken.

cc) Soziokulturelle und gesamtgesellschaftliche Innovationen

Neben neuen Produkten und Prozessen können auch der Humanbereich eines einzelnen Unternehmens bzw. einer ganzen Gesellschaft Gegenstand von Innovationen sein. Solche Sozialinnovationen betreffen den Menschen und sein soziales Umfeld. Aus der Perspektive des Unternehmens dienen sie der Erfüllung sozialer Ziele, wie z. B. der Erhöhung der Arbeitszufriedenheit, dem Unfallschutz, der Arbeitsplatzsicherheit etc. Aus gesamtgesellschaftlicher Sicht betreffen soziokulturelle Innovationen eher veränderte Werte, Lebensstile, Konsummuster, Bedürfnisse und Präferenzen, die gesellschaftliche Verbreitung finden. Zwischen betriebswirtschaftlichen Sozialinnovationen und anderen Innovationsarten können vielfältige Zusammenhänge bestehen. So sind die Übergänge zwischen Prozess- und Sozialinnovationen im Unternehmen oft fließend. Darüber hinaus kann eine Produktinnovation auch der Auslöser für eine soziokulturelle Innovation in Unternehmen oder allgemein in der Gesellschaft sein.


77 Vahs/Burmeister, Innovationsmanagement, 74.

78 Sieger et al., Innovation im Energiebereich, 24.

[S. 76, Z. 6-28]

Prozessinnovation

Unter einem Prozess ist die zielgerichtete Erstellung einer Leistung durch eine Folge logisch zusammenhängender Aktivitäten zu verstehen. Die Leistungserstellung wird innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (Durchlaufzeit) nach bestimmten Regeln durchgeführt. In diesem Sinne sind Prozesse inhaltlich abgeschlossene Vorgänge, die von einem Ereignis (z.B. Kundenauftrag) angestoßen werden und einen definierten Input und Output haben. Innerhalb eines Prozesses erfolgt durch die Kombination der Einsatzgüter ein definierter Wertzuwachs (Wertschöpfung, added value), der als Prozessergebnis an einen internen oder externen Kunden weitergegeben wird (vgl. Vahs, D. 2005 S. 209 ff.).

Im Gegensatz zu den Produktinnovationen zielen die Prozessinnovationen, die auch als Verfahrensinnovationen bezeichnet werden, auf die Verbesserung oder die Neugestaltung der Unternehmensprozesse ab. Hierzu gehören sowohl die materiellen Prozesse, also die Bearbeitung und der Transport physisch real existierender Objekte (Rohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe, Halb- und Fertigfabrikate), als auch die informationeilen Prozesse, die den Austausch und die Verarbeitung von Informationen beinhalten. Im Mittelpunkt der Innovationstätigkeit steht dabei die Verbesserung des Verhältnisses zwischen dem erzielten Prozessergebnis und der dafür benötigten Zeit, also die Arbeitsproduktivität.

[S. 78, Z. 23-26 & 79, Z. 1-21]

Soziale und organisatorische Innovation

Neben Produkten und Prozessen können auch der Humanbereich und die Aufbau- und Ablaufstruktur eines Unternehmens der Gegenstand von Innovationen sein.

Die Sozialinnovationen betreffen den Menschen und sein Verhalten im Unternehmen. Sie dienen der Erfüllung sozialer Ziele, wie beispielsweise der Erhöhung der Arbeitszufriedenheit, dem Unfallschutz, der Arbeitsplatzsicherheit usw. und sind eng mit der Unternehmenskultur verbunden.

[...]

Zwischen den sozialen Innovationen und den anderen Innovationsarten können vielfältige Zusammenhänge bestehen. So sind die Übergänge zwischen den Prozess- und den Sozialinnovationen oft fließend. Darüber hinaus kann auch eine Produktinnovation der Auslöser für eine soziale Innovation sein und umgekehrt.

Anmerkungen

Quelle wird zwar genannt, jedoch nicht auf diejenigen Stellen verwiesen, aus denen breit übernommen wurde. Das Ausmaß der Übernahme ist daneben nicht kenntlich gemacht.

Sichter
vanboven

[128.] Psc/Fragment 374 13 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 16:33 (WiseWoman)
Erstellt: 29. June 2012, 15:36 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stüer 2000, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 374, Zeilen: 13-25
Quelle: Stüer 2000
Seite(n): 257, Zeilen: 19-32
Bei einem Grundbestand hinzunehmender Konflikte und Widersprüche darf das Gebot der Konfliktbewältigung aber nicht überspannt werden, wenn das Theoriegebäude nicht in sich zusammenfallen soll. Konfliktbewältigung darf nicht mit völliger Konfliktfreiheit und vollständiger Harmonie verwechselt werden. Vielmehr muss dem Regulierer ein Maß an autonomer, kontrollfreier Interessenbewertung zukommen. Er muss einen erheblichen Anteil auseinander strebender Interessen in Kauf nehmen. Konfliktbewältigung in der Innovationsregulierung ist daher nichts anderes als die Kunst, ein vielfach labil erscheinendes Gleichgewicht zwischen den Widersprüchen und Konflikten von divergierenden Individualinteressen der Akteure einerseits sowie Gemeinwohlaspekten andererseits herzustellen. Die einzelfallgerechte Konkretisierung des Innovationsbegriffs wird damit zum Balanceakt der Zieloptimierung. Bei einem Grundbestand hinzunehmender Konflikte und Widersprüche darf das Gebot der Konfliktbewältigung aber nicht überspannt werden, wenn das Theoriegebäude nicht in sich zusammenfallen soll. Konfliktbewältigung darf nicht mit völliger Konfliktfreiheit und vollständiger Harmonie verwechselt werden. Vielmehr muss dem Plangeber ein gerüttelt Maß an autonomer, kontrollfreier Interessenbewertung zukommen. Er darf - ja muss sogar einen erheblichen Anteil auseinander strebender Interessen in Kauf nehmen. Konfliktbewältigung in der Bauleitplanung ist daher nichts anderes als die Kunst, ein vielfach labil erscheinendes Gleichgewicht zwischen anerkannten Grundsätzen des Städtebaus einerseits sowie hinzunehmenden städtebaulichen Widersprüchen und Nutzungskonflikten andererseits herzustellen. Bauleitplanung wird damit zum Balanceakt zwischen der reinen Lehre einer konfliktfreien, idealisierenden Reißbrettarchitektur und den städtebaulichen Realitäten.
Anmerkungen
Sichter
(SleepyHollow02), Qadosh

[129.] Psc/Fragment 167 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 17:02 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 15:43 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Desertec Oktober 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 1-11
Quelle: Wikipedia Desertec Oktober 2008
Seite(n): 1, Zeilen: -
[Neue Kraftwerke mit] einer Gesamtkapazität von insgesamt über 2000 MW sind derzeit weltweit in Betrieb, im Bau oder in der Planung. Zwar liegen die Erzeugungskosten gegenwärtig, je nach Standort und Technologie, bei 9-22 Cent/kWh. Werden solarthermische Kraftwerke in den nächsten Jahren im großen Stil gebaut, sind nach Berechnungen des DLR Erzeugungskosten von etwa 4-5 Cent/kWh zu erwarten618. Während sich der Bau von Solarthermischen Kraftwerken in MENA also rechnet, sind hingegen weitere Kostensenkungen nötig, um Solarstrom aus MENA zu einer gewinnbringenden Exportoption zu machen. Dies wäre nach Auffassung von TREC und des DLR durch eine Beschleunigung der Kostensenkung für diese Technologie durch deren forcierten Ausbau und durch finanzielle und planerische Beteiligungen der EU am EU-MENA-Supergrid bis 2020 möglich619.

618 DLR, Trans-CSP, 11; BMU, Clean energy for sustainable development, 9.

619 Trieb/Müller-Steinhagen, Cooperation for Sustainable Electricity, passim.

Neue Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von insgesamt über 2000 MW sind derzeit weltweit in Betrieb, im Bau oder in der Planung. Die Erzeugungskosten liegen aktuell, je nach Standort und Technologie, bei 9-22 EuroCent/kWh. Werden solarthermische Kraftwerke in den nächsten Jahren im großen Stil gebaut, sind nach Berechnungen des DLR Erzeugungskosten von etwa 4-5 EuroCent/kWh zu erwarten.[17][2][3]

[...]

Während sich der Bau von Solarthermischen Kraftwerken in MENA bereits rechnet, sind weitere Kostensenkungen nötig, um Solarstrom aus MENA zu einer gewinnbringenden Exportoption zu machen. Dies wäre durch eine Beschleunigung der Kostensenkung für diese Technologie durch deren forcierten Ausbau und durch finanzielle und planerische Beteiligungen der EU am Euro-Supergrid und der EU-MENA-Connection durchaus bis 2020 möglich.


2. ↑ a b c d e f g h i j Description in the Summary of the TRANS-CSP Study

3. ↑ a b c d e f g h i j Researched in the TRANS-CSP Study

17. ↑ Description in the report "Concentrating Solar Power Now" by the German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU)

Anmerkungen

Fortsetzung von der vorangegangenen Seite. Es ist stark daran zu zweifeln, dass die Quelle, die Psc in Fußnote 619 angibt, an dieser Stelle Berücksichtigung fand.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[130.] Psc/Fragment 046 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 22:07 (Guckar)
Erstellt: 29. June 2012, 15:44 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: komplett
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 79, 80, 81, Zeilen: Seite 79: 38-42, Seite 80: 1-7, Seite 81: 17-30
[Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sollen Struktur-]innovationen zu einer Verbesserung der Aufbau- und Ablauforganisation führen. Sie stehen zumeist in engem Zusammenhang mit den Prozess-, Produkt- und soziokulturellen Innovationen, da sie sich sowohl auf die Untemehmensprozesse als auch auf die Aufgabenträger, d. h. die handelnden Personen und die Objekte der Leistungsherstellung beziehen. Beispiele sind die Schaffung autonomer Notenbanken ebenso wie Regulierungsregime oder nationalen Nachhaltigkeitspläne, die als internationale Vorbilder für andere Staaten gelten.

b) Differenzierung nach dem Neuheitsgrad

Allen Definitionen des Innovationsbegriffs ist das Merkmal der Neuheit gemeinsam. Als neu ist eine Problemlösung dann zu bezeichnen, wenn sie jenseits des bisherigen Erkenntnis- und Erfahrungsstandes liegt. Ist der Neuheitsgrad der eingesetzten Technologie die Grundlage für die Differenzierung, so unterscheidet man die folgenden Innovationsarten.

aa) Basisinnovation

Als Basisinnovation bezeichnet man einen Durchbruch in Bezug auf neue Technologien oder Organisationsprinzipien. Sie zieht zumeist eine Vielzahl von Folgeinnovationen in Form von Verbesserungen und neuen Anwendungen nach sich79. Nach dem Ansatz von Nikolai Kondratjew lassen sich bis heute etwa 5 »lange Wellen der Konjunktur« identifizieren, die ihre Ursache in grundlegenden Basisinnovationen haben80:


79 Der Begriff der Basis- oder Schlüsselinnovation geht zurück auf die bahnbrechende Arbeit von Kondratjew, in der erstmals die Ursachen und wirtschaftspolitische Bedeutung der »langen Konjunkturwellen« beschrieben wurden, vgl. Kondratjew, Review o f Economic Statistics 1925, 105 ff.; Trommsdorff/Schneider, in: Trommsdorff (Hrsg.), Innovationsmanagement, 1, 4.

80 Vgl. Nefiodow, in: Thomas/Neofiodow (Hrsg.), Kondratjews Zyklen der Wirtschaft, 155 f.

[S. 79, Z. 38-42 & S. 80, Z. 1-7]

Organisatorische Innovationen (Strukturinnovationen) sollen zu einer Verbesserung der Aufbau- und Ablauforganisation führen. Sie stehen zumeist in einem engen Zusammenhang mit den Prozess-, Produkt- und Sozialinnovationen, da sie sich sowohl auf die Unternehmensprozesse als auch auf die Aufgabenträger, d.h. die handelnden Personen, und die Objekte der Leistungserstellung beziehen. Mit organisatorischen Innovationen können sowohl »harte« Ziele (z. B. Kostensenkung, Qualitätsverbesserung, Produktivitätssteigerung) als auch »weiche« Ziele (z. B. höhere Arbeitszufriedenheit, besseres Betriebsklima) verfolgt werden, wodurch ihr enger Bezug vor allem zu den Prozess- und Sozialinnovationen deutlich wird.

[S. 81, Z. 17-30]

2.5.4 Differenzierung nach dem Neuheitsgrad

Allen Definitionen des Innovationsbegriffs gemeinsam ist das Merkmal der Neuheit (vgl. Abschnitt 2.3.1). Als neu ist eine Problemlösung dann zu bezeichnen, wenn sie jenseits des bisherigen Erkenntnis- und Erfahrungsstandes liegt. Ist der Neuheitsgrad der eingesetzten Technologien die Grundlage für die Differenzierung, so unterscheidet man die folgenden Innovationsarten (vgl. Pleschak, F./Sabisch, H. 1996 S. 4): [...]

Eine Basisinnovation markiert einen Durchbruch in Bezug auf neue Technologien oder Organisationsprinzipien und zieht meist eine Vielzahl von Folgeinnovationen in Form von Verbesserungen und neuen Anwendungen nach sich (vgl. Tiommsdorff, V./Schneider, P. 1990 S. 4).

Anmerkungen

Die angegebenen FN weisen nicht auf die Übernahme des Textes aus der Quelle hin.

79 = 108

Sichter
(fret), Qadosh

[131.] Psc/Fragment 393 03 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 21:39 (Guckar)
Erstellt: 29. June 2012, 15:52 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stüer 2000, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 393, Zeilen: 3-10
Quelle: Stüer 2000
Seite(n): 257, Zeilen: 20-32
Bei einem Grundbestand hinzunehmender Konflikte und Widersprüche darf das Gebot der Konfliktbewältigung aber nicht überspannt werden. Der Regulierer muss einen erheblichen Anteil auseinander strebender Interessen in Kauf nehmen. Konfliktbewältigung in der Innovationsregulierung ist daher die Kunst, ein Gleichgewicht zwischen den Widersprüchen und Konflikten von divergierenden Individualinteressen der Akteure einerseits sowie Gemeinwohlaspekten andererseits herzustellen. Die einzelfallgerechte Konkretisierung des Innovationsbegriffs wird damit zum Balanceakt der Zieloptimierung. Bei einem Grundbestand hinzunehmender Konflikte und Widersprüche darf das Gebot der Konfliktbewältigung aber nicht überspannt werden, wenn das Theoriegebäude nicht in sich zusammenfallen soll. Konfliktbewältigung darf nicht mit völliger Konfliktfreiheit und vollständiger Harmonie verwechselt werden. Vielmehr muss dem Plangeber ein gerüttelt Maß an autonomer, kontrollfreier Interessenbewertung zukommen. Er darf - ja muss sogar einen erheblichen Anteil auseinander strebender Interessen in Kauf nehmen. Konfliktbewältigung in der Bauleitplanung ist daher nichts anderes als die Kunst, ein vielfach labil erscheinendes Gleichgewicht zwischen anerkannten Grundsätzen des STädtebaus einerseits sowie hinzunehmenden städtebaulichen Widersprüchen und Nutzungskonflikten andererseits herzustellen. Bauleitplanung wird damit zum Balanceakt zwischen der reinen Lehre einer konfliktfreien, idealisierenden Reißbrettarchitektur und den städtebaulichen Realitäten.
Anmerkungen

Der Text findet sich bereits fast wörtlich auf S. 374. Die Ähnlichkeit zur Quelle bleibt bestehen, ungeachtet leichter Kürzungen.

Sichter
(SleepyHollow02), Qadosh

[132.] Psc/Fragment 047 12 - Diskussion
Bearbeitet: 6. July 2012, 13:22 (WiseWoman)
Erstellt: 29. June 2012, 15:54 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 12-23
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 81, 82, Zeilen: -
bb) Verbesserungsinnovation

Bei Verbesserungsinnovationen erfolgt eine Verbesserung einzelner oder mehrerer Nutzungsfunktionen. Die grundlegenden Funktionen und Eigenschaften bleiben demgegenüber erhalten. Als Beispiel hierfür lässt sich die Leistungssteigerung von PCs durch die Weiterentwicklung der Prozessoren und anderer Komponenten wie etwa dem CD-Rom- oder DVD-Laufwerk bzw. Memorystick nennen.

cc) Anpassungsinnovation

Werden vorhandene Leistungen oder Erzeugnisse speziell an die Wünsche der Nutzer angepasst, so spricht man von einer Anpassungsinnovation. Bringt ein Automobilhersteller eine neue Fahrzeugsgeneration auf den Markt, so entwickeln die Zulieferer bspw. neue Scheinwerferformen, die speziell auf das Design des neuen Modells zugeschnitten sind.

[Seite 81, Z. 33-39]

Verbesserungsinnovation

Bei Verbesserungsinnovationen erfolgt eine Verbesserung einzelner oder mehrerer Nutzenparameter. Die grundlegenden Funktionen und Eigenschaften bleiben erhalten. Als Beispiel für eine Verbesserungsinnovation lässt sich die Leistungssteigerung von Personalcomputern durch die Weiterentwicklung der Prozessoren und anderer Baukomponenten wie Hard- und Floppy-Disks nennen.

[Seite 82, Z. 1-7]

Anpassungsinnovation

Werden vorhandene Leistungen oder Erzeugnisse speziell an die Wünsche des Kunden angepasst, so spricht man von einer Anpassungsinnovation. Bringt ein Automobilhersteller eine neue Fahrzeuggeneration auf den Markt, so entwickeln die Zulieferer beispielsweise Scheinwerfer, die speziell auf das Design der neuen Modellgeneration zugeschnitten sind.

Anmerkungen

Keine Nennung einer Quelle.

Sichter
vanboven, WiseWoman

[133.] Psc/Fragment 167 22 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 17:04 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 15:58 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Desertec Oktober 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 22-26
Quelle: Wikipedia Desertec Oktober 2008
Seite(n): 1, Zeilen: -
Kritisiert wird weiter, der Import von Strom sei mit einem politischen Risiko behaftet, sobald der Anteil einen gewissen Prozentsatz übersteige. Die Energieversorgung eines Staates aus externen Quellen berge die Gefahr politischer Abhängigkeit und (im Fall von Spannungen) Erpressbarkeit. Ferner stellen die wenigen HGÜ-Verbindungen prinzipiell terroristische Ziele dar. Der Import von Strom ist mit einem politischen Risiko behaftet, sobald der Anteil einen gewissen Prozentsatz übersteigt. Die Energieversorgung eines Staates aus externen Quellen birgt die Gefahr politischer Abhängigkeit und – im Fall von Spannungen – Erpressbarkeit. Ferner stellen die HVDC-Verbindungen mögliche Ziele für Terroristen dar.
Anmerkungen

Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[134.] Psc/Fragment 048 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 21:46 (Guckar)
Erstellt: 29. June 2012, 16:00 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: komplett
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 82-84, Zeilen: -
dd) Imitation

Als Imitation bezeichnet man das Nachahmen von Lösungen, die in anderen Unternehmen bereits vorhanden sind und erfolgreich angewendet werden. Der Begriff der Imitation ist grundsätzlich negativ belegt, weil ihr keine eigenständige kreative Leistung zugrunde liegt. Ein Beispiel für eine solche Nachahmung im Konsumgüterbereich war die Präsentation der sog. »Schoko-Wunderkugel« durch Nestlé im Jahr 1996, mit der das Unternehmen das bereits 1974 im deutschen Markt eingeführte »Überraschungsei« seines Wettbewerbers Ferrero kopierte81. Weiteres Beispiel im internationalen Umfeld ist die Imitation von Markenartikeln oder von technischen Anlagen (z.B. der Nachbau des Mangnet-Schwebe-Technik des Transrapid durch China).

ee) Scheininnovation

Bei Scheininnovationen handelt es sich um sog. »Pseudoverbesserungen«, die keinen wirklich neuen oder zusätzlichen Nutzen für den Kunden darstellen. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn das Design eines Produkts, wie etwa das einer Handbohrmaschine, neu gestaltet wird, ohne dass damit für den Nutzer eine bessere Handhabung oder eine bessere Leistung verbunden ist. Hierbei handelt es sich nicht um eine echte Innovation, da es bei ihr am Aspekt der technischen Neuigkeit fehlt.

c) Differenzierung nach dem Änderungsumfang

Nach dem Aufwand, der notwendig ist, um eine Innovation zu verwirklichen, unterscheidet die theoretische Forschung Radikal- und Inkrementalinnovationen82. Inkrementalinnovationen erfolgen in bereits bestehenden oder verwandten Märkten und auf bekannten Anwendungsgebieten (Basis- und Schlüsseltechnologien). Häufig handelt es sich bei den oben beschriebenen Folgeinnovationen um solche Inkrementalneuerungen. Sie lassen sich relativ risikolos durchführen und verbessern im Wesentlichen die Effizienz bestehender Produkte und Verfahren. Demgegenüber weisen Radikalinnovationen einen hohen Neuheitsgrad auf und bewirken einschneidende und komplex-interdependente Veränderungen. Entsprechend hoch ist im Allgemeinen das mit ihnen verbundene Risiko. Gleichzeitig stellen solche Neuerungen aber auch eine außerordentliche Chance für den Innovator dar. Wird beispielsweise ein Produkt, das aus einer radikalen Innovation entstanden ist, erfolgreich im Markt eingeführt, so besitzt der Innovator für einen gewissen Zeitraum eine Monopolstellung [sowie einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung gegenüber seinen Wettbewerbern.]


81 Vgl. Brockhoff, Handbuch Produktmanagement, 40; Hoffritz, Wirtschaftswoche v. 25.04.1996, 128.

82 Pleschak/Sabisch, Innovationsmanagement, 3.

[S. 82, Z. 8-27]

Imitation

Als Imitation bezeichnet man das Nachahmen von Lösungen, die in anderen Unternehmen bereits vorhanden sind und erfolgreich eingesetzt werden. Der Begriff der Imitation ist grundsätzlich negativ besetzt, weil ihr keine eigenständige kreative Leistung zugrunde liegt.

[...]

Ein Beispiel für eine Nachahmung im Konsumgüterbereich war die Präsentation der »Schoko-Wunderkugel« durch Nestlé im Jahr 1996, mit der das Unternehmen das bereits 1974 im deutschen Markt eingeführte »Überraschungsei« seines Wettbewerbers Ferrero kopierte (vgl. Hoffiitz, f. 1996 S. 128).

Scheininnovationen


Bei Scheininnovationen handelt es ich um so genannte »Pseudoverbesserungen«, die keinen wirklich neuen oder zusätzlichen Nutzen für den Kunden darstellen. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn das Design eines Produkts, wie etwa das einer Handbohrmaschine, neu gestaltet wird, ohne dass damit für den Kunden eine bessere Handhabung, eine bessere Leistung o. Ä. verbunden ist.

[S. 83, Z. 1-12]

2.5.5 Differenzierung nach dem Veränderungsumfang

Nach dem Aufwand, der im Unternehmen notwendig ist, um eine Innovation zu realisieren, unterscheidet man Radikal- und Inkrementalinnovationen (vgl. Pleschak, F./Sabisch, H. 1996 S. 3):

  • Inkrementalinnovationen erfolgen in bereits bestehenden oder verwandten Märkten und auf bekannten Anwendungsgebieten (Basis- und Schlüsseltechnologien). Sie lassen sich demzufolge relativ risikolos durchführen und verbessern im Wesentlichen die Ziel-Mittel-Relation.
  • Demgegenüber weisen Radikalinnovationen einen hohen Neuheitsgrad (Schrittmachertechnologien, neue Märkte) auf und bewirken einschneidende und komplex-interdependente Veränderungen im Unternehmen. Entsprechend hoch ist im Allgemeinen das mit ihnen verbundene wirtschaftliche Risiko. Ihre Marktchancen sind dabei umso größer, je stärker sie sowohl bedürfnis- als auch technologieinduziert sind.

[...]

[S. 84, Z. 8-17]

Grundsätzlich ist das Risiko zwar höher, das mit radikalen Innovationen verbunden ist; gleichzeitig stellen solche Neuerungen aber auch eine außerordentliche Chance für ein Unternehmen dar. Wird beispielsweise ein Produkt, das aus einer radikalen Innovation entstanden ist, erfolgreich im Markt eingeführt, so besitzt das Unternehmen für einen gewissen Zeitraum eine Monopolstellung sowie einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung gegenüber der Konkurrenz. Dadurch ist es möglich, den Markt abzuschöpfen und neben hohen Umsätzen und Gewinnen auch einen Imagezuwachs zu erreichen.

Anmerkungen

S. 48 stellt eine inhaltliche Synopse aus S. 82ff der Quelle dar. Kenntlich gemacht wurde dies nicht.

Sichter
vanboven

[135.] Psc/Fragment 049 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 16:35 (WiseWoman)
Erstellt: 29. June 2012, 16:07 Fret
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahs Burmester 2005, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 1-3
Quelle: Vahs Burmester 2005
Seite(n): 84, Zeilen: 10-16
[Wird beispielsweise ein Produkt, das aus einer radikalen Innovation entstanden ist, erfolgreich im Markt eingeführt, so besitzt der Innovator für einen gewissen Zeitraum eine Monopolstellung] sowie einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung gegenüber seinen Wettbewerbern. Dadurch ist es ihm zumindest kurzfristig möglich, die Monopolrenten abzuschöpfen und neben hohen Umsätzen und Gewinnen auch einen Imagezuwachs zu erreichen. Wird beispielsweise ein Produkt, das aus einer radikalen Innovation entstanden ist, erfolgreich im Markt eingeführt, so besitzt das Unternehmen für einen gewissen Zeitraum eine Monopolstellung sowie einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung gegenüber der Konkurrenz. Dadurch ist es möglich, den Markt abzuschöpfen und neben hohen Umsätzen und Gewinnen auch einen Imagezuwachs zu erreichen.
Anmerkungen

Auf dieser und der vorherigen Seite keine Angabe des Ursprungs des Passus.

113

Sichter
(fret), Qadosh

[136.] Psc/Fragment 167 14 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 17:00 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 16:15 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Desertec Oktober 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 14-18, 20-21
Quelle: Wikipedia Desertec Oktober 2008
Seite(n): 1, Zeilen: -
So ist bereits die politische Hürde für eine Umsetzung des Konzeptes relativ hoch, denn es wäre eine Kooperation nicht nur der europäischen Staaten sondern auch der Staaten der MENA-Region etwa in Fragen von Planung, Bau und Betrieb des HGÜ-Netzes und der Erzeugungsanlagen erforderlich. [...] Innerhalb eines Staates (z. B. Australien oder den USA) wäre eine Umsetzung des Konzeptes um einiges unkomplizierter. Die politische Hürde für eine Umsetzung des Konzeptes ist relativ hoch, denn es wäre eine Kooperation der europäischen Staaten (Frankreich setzt z. B. eher auf Kernenergie) und der Staaten der MENA-Region erforderlich. Innerhalb eines Staates (z. B. Australien oder den USA) wäre eine Umsetzung des Konzeptes um einiges unkomplizierter.
Anmerkungen

Der Block wird ohne Kennzeichnung fast im Wortlaut übernommen und durch einen eigenen (?) Einschub ergänzt.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[137.] Psc/Fragment 209 29 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 18:52 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 16:23 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 209, Zeilen: 29-38
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 58,59, Zeilen: 58:34-38, 59:9-12, 59:14-17
In der Praxis ist die Ermittlung des Arbeitsanteils für sämtliche Einspeiser recht unproblematisch771. Der Leistungsanteil der durch lastganggemessene dezentrale Einspeisungen vermiedenen Netznutzungsentgelte kann im Sinne des §18 StromNEV nach dem elektrotechnischen Verfahren der sog. Superposition ermittelt werden. Die tatsächliche Vermeidungsleistung ergibt sich danach als Differenz der Netzhöchstlast mit und ohne dezentrale Einspeisung, die sich als Lastgangsumme der gemessenen Netzlast und der gemessenen Einspeisung errechnet772. Im Falle von mehreren Einspeisern in eine Netzebene entsteht das Problem der Individualisierung der Vermeidungsleistung. Die tatsächliche Vermeidungsleistung einer Gruppe von Einspeisern kann dabei unterhalb der für jeden Einspeiser allein ermittelten Vermei-[dungsleistung liegen773.]

771 Leprich et al., Dezentrale Energiesysteme, 58.
772 VKU, Umsetzungshilfe; Mühlstein, a. a. O., 7.
[773 Leprich et al., a. a. O., 59.]

[S.58]

Die Ermittlung des Arbeitsanteils ist für sämtliche Einspeiser unkritisch. Der Leistungsanteil der durch lastganggemessene dezentrale Einspeisungen vermiedenen Netznutzungsentgelte kann im Sinne des §18 StromNEV nach dem Verfahren der Superposition ermittelt werden. [...]

[S.59]
[...] Die tatsächliche Vermeidungsleistung ergibt sich danach als Differenz der Netzhöchstlast mit und ohne dezentrale Einspeisung, die sich als Lastgangsumme der gemessenen Netzlast und der gemessenen Einspeisung errechnet. [...]
Im Falle von mehreren Einspeisern in eine Netzebene entsteht das Problem der Individualisierung der Vermeidungsleistung. Die tatsächliche Vermeidungsleistung einer Gruppe von Einspeisern kann dabei unterhalb der für jeden Einspeiser allein ermittelten Vermeidungsleistung liegen.

Anmerkungen

Fußnote 771 und 773 verweisen zwar auf die Quelle, allerdings ist nicht ersichtlich, dass es sich um wörtliche Übernahmen handelt. Auch wird nach der Fußnote weiter aus der Quelle übernommen. Auf der nächsten Seite geht die Übernahme weiter.

Sichter
Agrippina1

[138.] Psc/Fragment 167 30 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 16:56 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 16:27 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Desertec Oktober 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 30-33, 104-105
Quelle: Wikipedia Desertec Oktober 2008
Seite(n): 1, Zeilen: -
Zudem sind einige afrikanische Energieexperten der Ansicht, dass ein Stromexport in großem Stil die Entwicklung dezentraler Stromerzeugung durch Photovoltaik und Windräder in den afrikanischen Staaten verhindern und somit eine aus ihrer Sicht nachhaltige Entwicklung stören könnte621.

621 Vgl. Dokumentation der Tagung »Globale Solarwirtschaft: Eine Chance für Afrika?«, Ev. Akademie Loccum 26.-28.05.2003 (http://www.loccum.de/material /natur/afrisolar/solar.htm).

Einige afrikanische und europäische Energieexperten sind der Ansicht, dass ein Stromexport in großem Stil die Entwicklung dezentraler Stromerzeugung durch Photovoltaik und Windräder in den afrikanischen Staaten verhindern und somit eine nachhaltige Entwicklung stören würde.[28]

28 ↑ Dokumentation der Tagung „Globale Solarwirtschaft: Eine Chance für Afrika?“, Ev. Akademie Loccum 26.-28.05.2003

Anmerkungen

Der Link, den die Wikipedia bereitstellt, wurde kurzerhand auch mitaufgenommen. Trotz wörtlicher Übereinstimmung: keine Kennzeichnung als Zitat, kein Verweis auf die eigtl. Quelle.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[139.] Psc/Fragment 210 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 18:50 (PlagProf:-))
Erstellt: 29. June 2012, 16:36 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 210, Zeilen: 1-7
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 59, Zeilen: 17-23
[Die tatsächliche Vermeidungsleistung einer Gruppe von Einspeisern kann dabei unterhalb der für jeden Einspeiser allein ermittelten Vermei-]dungsleistung liegen773. Die einzelnen Vermeidungsleistungen der Einspeiser sind in diesem Falle mit einem Reduktionsfaktor so zu ermitteln, dass die Summe der einzelnen Vermeidungsleistungen die Gesamtvermeidungsleistung nicht übersteigt. Die Gesamt- und Einzelvermeidungsleistung lässt sich mit Hilfe der Superposition und der Gesamt- und Einzeleinspeisung ermitteln. Als Reduktionsfaktor wird der Quotient aus Gesamtvermeidungsleistung zur Summe der Einzelvermeidungsleistungen verwendet774.

773 Leprich et al., a. a. O., 59.
774 VKU, Umsetzungshilfe, 14 ff.

Die tatsächliche Vermeidungsleistung einer Gruppe von Einspeisern kann dabei unterhalb der für jeden Einspeiser allein ermittelten Vermeidungsleistung liegen. Die einzelnen Vermeidungsleistungen der Einspeiser sind in diesem Falle mit einem Reduktionsfaktor so zu ermitteln, dass die Summe der einzelnen Vermeidungsleistungen die Gesamtvermeidungsleistung nicht übersteigt. Die Gesamt- und Einzelvermeidungsleistung lässt sich mit Hilfe der Superposition und der Gesamt- und Einzeleinspeisung ermitteln. Als Reduktionsfaktor kann der Quotient aus Gesamtvermeidungsleistung zur Summe der Einzelvermeidungsleistungen verwendet werden.
Anmerkungen

Fortsetzung der vorigen Seite. Fußnote 773 verweist zwar auf die Quelle. Allerdings bediente sich Psc danach ungeniert wörtlich weiter, garniert mit einer Alibi-Fußnote.

Sichter
Agrippina1

[140.] Psc/Fragment 158 15 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2012, 20:09 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 17:18 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Leprich et al. 2005, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 12-16
Quelle: Leprich et al. 2005
Seite(n): 44, Zeilen: 27-30, 34-35
Die bisherige Entwicklung der Brennstoffzellen wurde geprägt von zu hohen Erwartungen für den Zeitpunkt der Markteinführung. Zum einen wurde der Entwicklungsbedarf unterschätzt, zum anderen sanken die Kosten nicht so schnell wie erwartet574. Mit der Markteinführung von Brennstoffzellen im Bereich größerer KWK-[Anwendungen, vor allem auf Basis von Hochtemperatur-Brennstoffzellen (z. B. SOFC), wird nicht vor dem Jahr 2010 gerechnet575.]

574 Schindler, MicroPower, 8 f.
[575 Wuppertal Institut, Die technische Entwicklung auf den Strom- und Gasmärkten.]

Die bisherige Entwicklung der Brennstoffzellen wurde geprägt von zu hohen Erwartungen für den Zeitpunkt der Markteinführung. Zum einen wurde der Entwicklungsbedarf unterschätzt, zum anderen sanken die Kosten nicht so schnell wie erwartet (Schindler 2002).

[...] Mit der Markteinführung von Brennstoffzellen im Bereich größerer KWK-Anwendungen, vor allem auf Basis von Hochtemperatur-Brennstoffzellen (zum Beispiel SOFC), wird nicht vor dem Jahr 2010 gerechnet (Wuppertal Institut 2002; Pehnt, Traube 2004).

Anmerkungen

Nahezu wörtliche Übernahme inklusive der Quellen der Quelle. Die Übernahme geht auf der nächsten Seite weiter.

Sichter
(Sotho Tal Ker), Hindemith

[141.] Psc/Fragment 132 03 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 11:29 (KayH)
Erstellt: 29. June 2012, 19:44 SleepyHollow02
Fragment, Gesichtet, Monstadt 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 132, Zeilen: 03-08
Quelle: Monstadt_2003
Seite(n): 17, Zeilen: 23-27
Basierte die politische Steuerung der Elektrizitätswirtschaft auch lange Zeit auf der Grundannahme, dass zentrale Ordnungs- und Infrastrukturinteressen nur durch Gebietsmonopole und weit reichende staatliche Kontrolle zu befriedigen seien, so hat sich in letzter Zeit die Überzeugung durchgesetzt, dass eine stärkere Wettbewerbsorientierung nicht nur möglich sondern aus Effizienzgründen auch wünschenswert ist. Basierte die politische Steuerung der Stromwirtschaft lange Zeit auf der Grundannahme, dass zentrale Ordnungs- und Infrastrukturinteressen nur durch Gebietsmonopole und weitreichende staatliche Kontrolle zu befriedigen seien, hat sich unlängst die Überzeugung durchgesetzt, dass eine stärkere Wettbewerbsorientierung nicht nur möglich, sondern aus Effizienzgründen auch wünschenswert ist.
Anmerkungen
Sichter
Agrippina1

[142.] Psc/Fragment 088 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. May 2013, 10:32 (Hindemith)
Erstellt: 29. June 2012, 19:47 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Emissionsrechtehandel 2006

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 88, Zeilen: 4-23, 103-113
Quelle: Wikipedia Emissionsrechtehandel 2006
Seite(n): 1, Zeilen: -
[...] stellt der Emissionsrechtehandel dar. Dessen Ziel ist die ökonomisch möglichst effiziente Verteilung einer als notwendig erachteten, durch die Politik mengenmäßig vorgegebenen Reduktion schädlicher, weiträumig oder global wirkender Emissionen. Dieses Instrument wird heute insbesondere für die Reduktion klimawirksamer Treibhausgase angewandt, ist aber prinzipiell auf jede Art von Schadstoffemission anwendbar. Hierzu werden vom Staat handelbare Emissionszertifikate an die betroffenen Betriebe ausgegeben, die diese

jeweils für eine bestimmte Emissionsmenge berechtigen. Die Gesamtmenge der ausgegebenen Zertifikate für einen bestimmten Zeitraum wird gemäß der zu erreichenden Emissionsreduzierung festgelegt (sog. Deckelung). Im Zeitverlauf wird die Anzahl der ausgegebenen Zertifikate verringert, um so eine Reduktion der ausgestoßenen Schadstoffmenge zu erreichen. Die Zertifikate können zwischen den Betrieben frei gehandelt werden, wobei der Preis marktwirtschaftlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Jedes Unternehmen kann entscheiden, ob es z. B. Zertifikate zukauft oder alternativ in Maßnahmen zur Emissionsreduktion investiert. Unternehmen, die mehr Zertifikate benötigen, müssen sie von anderen Unternehmen kaufen, die weniger benötigen, weil sie ihre Reduktionsverpflichtung durch innovative Maßnahmen schon erfüllt haben. Europaweit wurde auf Grundlage des Kyoto-Abkommens249 ein Emissionsrechtehandelssystem für Kohlenwasserstoffe (C02)250 am 01.01.2005 eingeführt251.


249 Im Volltext abrufbar unter http://www.unfccc.int/ resource/docs/convkp/kpger.pdf.

250 Also noch nicht die fünf anderen vom Kyoto-Protokoll erfassten Treibhausgase CH4, HFCs, PFCs, N20, SF6.

251 Die erste Handelsperiode erstreckt sich von 2005 bis 2007, die zweite von 2008 bis 2012. Ab der zweiten Periode können die Einzelstaaten auch andere Treibhausgase in den Handel aufnehmen. Die Verteilung der Zertifikate wird für jeden Handelszeitraum von jedem Land einzeln in sog. Nationalen Allokationsplänen (NAP) festgelegt. Vom Emissionshandel betroffen sind in Deutschland große Energieanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung über 20 MW und energieintensive Industrieanlagen. Für die zwei Handelsperioden wurden jährliche CO2-Emissionsziele für die vom Handel betroffenen Sektoren von 503 Mio. t CO2 für die erste und 495 Mio. t C02 für die zweite Handelsperiode festgelegt. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2000-2002 bedeutet dies einen zusätzlichen Minderungsbedarf um rund 2 %.

Ziel des Emissionsrechtehandels ist die ökonomisch möglichst effiziente Verteilung einer als notwendig erachteten, durch die Politik mengenmäßig vorgegebenen Reduktion schädlicher, weiträumig oder global wirkender Emissionen. Dieses Instrument wird heute insbesondere für die Reduktion klimawirksamer Treibhausgase angewandt, ist aber prinzipiell auf jede Art von Schadstoffemission anwendbar.

Hierzu werden vom Staat oder einer Behörde handelbare Emissionszertifikate an die betroffenen Betriebe ausgegeben, die diese jeweils für eine bestimmte Emissionsmenge (z. B. eine Tonne CO2) berechtigen. Die Gesamtmenge der ausgegebenen Zertifikate für einen bestimmten Zeitraum liegt dabei fest (sog. Deckelung) und wird dabei gemäß der zu erreichenden Emissionreduzierung festgelegt. Im Zeitverlauf wird die Anzahl der ausgegebenen Zertifikate reduziert, um so eine Reduktion der ausgetoßenen Schadstoffmenge zu erreichen. Die Zertifikate können zwischen den Betrieben frei gehandelt werden, wobei der Preis marktwirtschaftlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. [...]

Jedes Unternehmen kann entscheiden, ob es z. B. Zertifikate zukauft oder alternativ in Maßnahmen zur Emissionsreduktion investiert. Unternehmen, die mehr Zertifikate benötigen, müssen sie von anderen Unternehmen kaufen, die weniger benötigen, weil sie ihre Reduktionsverpflichtung schon weitergehend erfüllt haben.

[...]

Europaweit wurde ein Emissionsrechtehandelssystem (EU - ETS Emission Trading Scheme) für CO2 und andere klimawirksame Gase am 1. Januar 2005 eingeführt (teilweise mit einigen Verzögerungen).

Das Handelssystem erfasst vorerst nur CO2, also noch nicht die fünf anderen vom Kyoto-Protokoll erfassten Treibhausgase, und nur einen Teil der europäischen Verursacher von CO2-Emissionen. [...]

Der erste Handelszeitraum (oder Handelsperiode) läuft von 2005 bis 2007. Der zweite läuft von 2008 bis 2012 [...]. Ab der 2. Periode können die Einzelstaaten auch andere Treibhausgase in den Handel aufnehmen.

[...] Die Verteilung der Zertifikate wird für jeden Handelszeitraum von jedem Land einzeln in so genannten Nationalen Allokationsplänen (NAP) festgelegt.

[...]

Vom Emissionshandel betroffen sind in Deutschland große Energieanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung über 20 Megawatt und energieintensive Industrieanlagen. Für die zwei Handelsperioden (2005 bis 2007 und 2008 bis 2012) wurden jährliche CO2-Emissionsziele für die vom Handel betroffenen Sektoren von 503 Mio. Tonnen CO2 für die erste und 495,5 Mio. Tonnen CO2 für die zweite Handelsperiode festgelegt. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2000-2002 (505 Mio. Tonnen) bedeutet das einen zusätzlichen Minderungsbedarf um rund 17 Mio. Tonnen bzw. 2 %.

Anmerkungen

kein Hinweis auf die Quelle, Übernahme nicht gekennzeichnet. Was von der Originalwikipediaseite nicht in den Haupttext passte, wurde einfach in die Fußnote befördert. Man beachte auch die in den FN wechselnden Schreibweisen: CO2 vs. CO2 auf engstem Raum.

Sichter
(Graf Isolan), fret

[143.] Psc/Fragment 349 08 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 11:30 (KayH)
Erstellt: 29. June 2012, 20:16 Fret
Fragment, Gesichtet, Monstadt 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 349, Zeilen: 8-18
Quelle: Monstadt 2003
Seite(n): S. 67, Zeilen: 6-15
Besonders im Bereich der marktschaffenden Regulierung ist eine deutliche Zunahme

der Regulierungstätigkeit auf europäischer Ebene festzustellen. Entscheidungen über regulative Standards des Wettbewerbs werden immer weniger im nationalen Kontext getroffen, sondern auf die europäische Ebene verlagert. Zur Aufgabe nationaler Energiepolitik wird es im Zuge dessen, die Regeleinhaltung zu kontrollieren und ggf. Regelverstöße zu sanktionieren. Hierbei ist zunehmend eine Arbeitsteilung zwischen nationaler und europäischer Regulierung zu beobachten, bei der auf europäischer Ebene Rahmenregelungen formuliert werden und die Zuständigkeit bei der Implementierung bei nationalen Regulierungsbehörden verbleibt. Demgegenüber kommt den Ländern und Kommunen nur eine untergeordnete Bedeutung im Rahmen der marktschaffenden und -stabilisierenden Regulierung zu.

Besonders im Bereich der marktschaffenden Regulierung ist eine deutliche Zunahme der

Regulierungstätigkeit auf europäischer Ebene festzustellen. Entscheidungen über regulative Standards des Wettbewerbs werden immer weniger im nationalen Kontext getroffen, sondern auf die europäische Ebene verlagert. Zur Aufgabe nationaler Energiepolitik wird es im Zuge dessen, die Regeleinhaltung zu kontrollieren und ggf. Regelverstöße zu sanktionieren. Hierbei ist zunehmend eine Arbeitsteilung zwischen nationaler und europäischer Regulierung zu beobachten, bei der auf europäischer Ebene Rahmenregelungen formuliert werden und die Implementationszuständigkeit bei nationalen Regulierungsbehörden verbleibt. Demgegenüber kommt den Ländern und Kommunen nur eine untergeordnete Bedeutung im Rahmen der marktschaffenden und -stabilisierenden Regulierung zu.

Anmerkungen

Aus "Implementationszuständigkeit" in der Quelle wird "Zuständigkeit bei der Implementierung". Sonst alles identisch.

Sichter
Agrippina1

[144.] Psc/Fragment 141 21 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 12:47 (Graf Isolan)
Erstellt: 30. June 2012, 00:45 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Kernfusionsreaktor 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 21-35
Quelle: Wikipedia Kernfusionsreaktor 2008
Seite(n): -, Zeilen: -
Eine innovative Art von Kernreaktor ist demgegenüber der noch im Entwicklungsstadium befindliche Kernfusionsreaktor493. Dies sind nukleare Reaktoren, mit denen durch Fusion leichter Atomkerne in einer energetischen Kettenreaktion Wärmeenergie gewonnen werden soll, mit der - wie in herkömmlichen Kraftwerken - elektrischer Strom erzeugt werden kann. Ein Kernfusionskraftwerk könnte im Vergleich zu einem Kernspaltungskraftwerk bei wesentlich geringerem Brennstoffverbrauch, einem praktisch unbegrenzten Brennstoffvorrat (Wasserstoff), besserer Anlagensicherheit und mit weniger langlebigem radioaktivem Abfall große Mengen an elektrischer Energie liefern. Bisher existieren Kernfusionskraftwerke allerdings nur im experimentellen Stadium. Bis die Technik kommerziell als Energielieferant eingesetzt werden kann, werden noch Jahrzehnte vergehen.

Die großen Industrieländer arbeiten seit etwa 1960 an der Entwicklung der für die Kernfusion erforderlichen Technologien. Viele verschiedene Wege wurden theoretisch untersucht, manche auch mehr oder minder erfolgreich praktisch-experimentell beschritten. Die sog. Deuterium-Tritium-Fusion mit toroidalem magnetischem Ein[schluss gilt als aussichtsreichste Methode]


493 Lin, Nuke fusion reactor completes test, 1.

Als Kernfusionsreaktor werden – bisher nur im experimentellen Stadium vorhandene – nukleare Reaktoren bezeichnet, mit denen durch Fusion leichter Atomkerne in einer energetischen Kettenreaktion Wärmeenergie gewonnen werden soll, mit der – wie in herkömmlichen Kraftwerken – elektrischer Strom erzeugt werden kann.

Ein Kernfusionskraftwerk könnte im Vergleich zu einem Kernspaltungskraftwerk bei wesentlich geringerem Brennstoffverbrauch, einem praktisch unbegrenzten Brennstoffvorrat (Wasserstoff), besserer Anlagensicherheit und mit weniger langlebigem radioaktivem Abfall große Mengen an elektrischer Energie liefern. Bis jedoch Kernfusion kommerziell als Energielieferant eingesetzt werden kann, werden noch einige Jahrzehnte vergehen.

[...], arbeiten die größeren Industrieländer seit etwa 1960 an der Entwicklung der dafür erforderlichen Technologien. Viele verschiedene Wege wurden theoretisch untersucht, manche auch mehr oder minder erfolgreich praktisch-experimentell beschritten. Der Artikel führt alle diese Entwicklungslinien auf. Ausführlich befasst er sich mit der Deuterium-Tritium-Fusion mit toroidalem magnetischem Einschluss, die als aussichtsreichste Methode gilt [...]

Anmerkungen

keine Kennzeichnung als Zitat, kein Hinweis auf die Quelle

Sichter
(Graf Isolan), Qadosh

[145.] Psc/Fragment 128 018 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 11:34 (KayH)
Erstellt: 30. June 2012, 10:17 Fret
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Monstadt 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 18-27
Quelle: Monstadt 2003
Seite(n): 7, Zeilen: 3-10
Nach Dekaden struktureller Konstanz befindet sich die Stromwirtschaft heute weltweit in einem tief greifenden Prozess des Wandels. Seit den 1980er-Jahren ziehen sich staatliche Akteure insgesamt vermehrt aus dem Betrieb der Energieversorgungssysteme zurück. In über 100 Ländern wurden innerhalb der letzten 15 Jahre Reformen mit dem Ziel eingeleitet, Wettbewerb in der Stromwirtschaft einzuführen435. Diese Liberalisierung der Strommärkte fällt zusammen mit einem europaweiten Trend zur Privatisierung ehemals öffentlicher Unternehmen der Energieversorgung, d. h. mit der Überführung bislang staatlichen Eigentums auf privatwirtschaftliche Akteure.

435 Monstadt, Sektoranalyse Stromversorgung, 7.

Nach Jahrzehnten struktureller Konstanz befindet sich die Stromwirtschaft weltweit in einem gravierenden Umstrukturierungsprozess. Seit den 80er-Jahren ziehen sich staatliche und kommunale Akteure vermehrt aus dem Betrieb der Stromversorgungssysteme zurück. In über 100 Ländern wurden innerhalb der letzten 15 Jahre Reformen mit dem Ziel eingeleitet, Wettbewerb in der Stromversorgung einzuführen. Diese Liberalisierung der Strommärkte fällt zusammen mit einem europaweiten Trend zur Privatisierung ehemals öffentlicher Unternehmen der Energieversorgung, d.h. mit der Überführung ehemals staatlichen

oder kommunalen Eigentums auf privatwirtschaftliche Akteure.

Anmerkungen

Der korrekte Verweis macht den Umfang der Übernahme nicht deutlich. Die Übernahme setzt sich auf der nächsten Seite fort.

Sichter
Agrippina1

[146.] Psc/Fragment 129 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2012, 12:54 (Graf Isolan)
Erstellt: 30. June 2012, 10:35 Fret
Fragment, Gesichtet, Monstadt 2003, Psc, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: komplett
Quelle: Monstadt 2003
Seite(n): 7, 8, Zeilen: 22-39 bzw. 1-5, 12-21, 36-42
Die leitungsgebundene Stromversorgung gehört zu einer Gruppe von Sektoren, die

wie das Bildungssystem und andere Infrastruktursysteme traditionell als marktfern bzw. staatsnah klassifiziert wurden436. Dies betrifft besonders die netzgebundenen großtechnischen Infrastruktur- und Versorgungssysteme, wie Wasserversorgungssysteme, Abwasserentsorgungssysteme, öffentliche Verkehrs- oder Telekommunikationssysteme. Sie waren traditionell durch ein hohes Maß an direkten staatlichen Leistungen gekennzeichnet. Diese Sektoren wurden entweder direkt als öffentliche Unternehmen organisiert (bspw. Post und Telefon) oder die dort engagierten privaten Unternehmen weitgehender öffentlicher Kontrolle (bspw. Gebietsmonopole der EVU) unterworfen. Das hohe Maß an Staatsnähe und der weitgehende Verzicht auf Wettbewerb wurden einerseits mit technisch-ökonomischen Besonderheiten gerechtfertigt und andererseits mit spezifischen politischen Zielen der öffentlichen Daseinsvorsorge begründet.

Insbesondere die leitungsgebundene Stromwirtschaft ist durch technischökonomische Besonderheiten gekennzeichnet, die den Grad staatlicher Involviertheit, die Marktstruktur, den Konzentrationsgrad, die Zahl und Größe der Unternehmen, die Eigentumsformen und den räumlichen Verflechtungsgrad wesentlich prägten437. Ein charakteristisches Merkmal besteht in der Netzgebundenheit, d.h. zwischen der Energiegewinnung (bspw. im Kraftwerk) und dem Stromverbraucher liegt ein mehrstufiges Netzsystem. Hierbei kann ein Wettbewerb mehrerer Netzbetreiber zu unwirtschaftlichen Doppelungen von Investitionen, zu technisch schwer koordinierbaren Fragmentierungen des Netzes und zu einer hohen Flächeninanspruchnahme führen. Ein anderes Spezifikum besteht darin, dass Bau und Unterhaltung von Netz- und Erzeugungsanlagen mit einer hohen Kapitalintensität und langen Ausreifungszeiten der Investitionen einhergehen. Beide Bereiche müssen auf maximale Verbrauchsanforderungen ausgerichtet sein, was zu einer teuren Kapazitätsvorhaltung und langfristigen Planungs- und Abschreibungszeiträumen führt. Aus diesen technisch-ökonomischen Besonderheiten wurde lange Zeit abgeleitet, bei der Stromwirtschaft handele es sich insgesamt um ein »natürliches Monopol«438. Unter der Annahme von Größen- und Verbundvorteilen sowie einem hohen Anteil [irreversibler Kosten wurde in den Versorgungsgebieten die Monopolstellung eines Energieversorgungsunternehmens begründet.]


436 Mayntz/Scharpf] in: dies. (Hrsg.), Gesellschaftliche Selbstregelung und politische Steuerung, 9, 14.

437 Monstadt, Modernisierung der Stromversorgung, 54 f.; Eising, Liberalisierung und Europäisierung, 45.

438 Ein natürliches Monopol liegt vor, »wenn ein einziges Unternehmen die relevante Nachfrage zu niedrigeren kostendeckenden Preisen bedienen kann als jede andere Anzahl von Unternehmen « (.Schneider, Liberalisierung der Stromwirtschaft, 132). Dies ist der Fall, wenn von Größenvorteilen (economies of scale) und/oder Verbundersparnissen (economies of scope) auszugehen ist. Zusätzliche Bedingung ist ein hoher Anteil von irreversiblen und damit »versunkenen« Kosten, welche aus der Spezifität einer Investition hervorgehen und welche Marktzutritts- bzw. Marktaustrittsbarrieren potenzieller Wettbewerber begründen. Hierzu ausführlich Eberlein, in: Czada/Lütz (Hrsg.), Die politische Konstitution von Märkten, 89, 91 f.

Die leitungsgebundene Stromversorgung gehört zu einer Gruppe von Sektoren, die wie das Bildungssystem, Rundfunk und Fernsehen oder andere Infrastruktursysteme traditionell als marktfern bzw. staatsnah klassifiziert wurden (Mayntz, Scharpf 1995: 14). Dies betrifft besonders die netzgebundenen großtechnischen Infrastruktur- und Versorgungssysteme, wie Energie- und Wasserversorgungssysteme, Abwasserentsorgungssysteme, öffentliche Verkehrssysteme oder Telekommunikationssysteme, die durch ein hohes Maß an direkten staatlichen Leistungen gekennzeichnet sind. Diese Sektoren wurden in Form öffentlicher oder öffentlich genehmigter Monopole organisiert und sektorale Produktionsaufgaben wurden durch den Staat selbst wahrgenommen. Das hohe Maß an Staatsnähe und der weitgehende Verzicht auf Wettbewerb wurden einerseits mit technischökonomischen Besonderheiten und dem Vorliegen eines natürlichen Monopols gerechtfertigt, andererseits aber auch mit spezifischen politischen Zielen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Elektrizitätswirtschaft ist durch technisch-ökonomische Besonderheiten gekennzeichnet, die den Grad staatlicher und kommunaler Involviertheit, die Marktstruktur, den Konzentrationsgrad, die Zahl und Größe der Unternehmen, die Eigentumsformen und den räumlichen Verflechtungsgrad wesentlich prägten (vgl. Monstadt 2003: 54f.; Eising 2000: 45f.; Renz 2001: 65-68)

Das erste charakteristische Merkmal besteht in der Netzgebundenheit, d.h. zwischen der Stromerzeugung im Kraftwerk und dem Stromverbraucher liegt ein mehrstufiges Netzsystem. Hierbei kann ein Wettbewerb mehrerer Netzbetreiber zu unwirtschaftlichen Doppelungen von Investitionen, zu technisch schwer koordinierbaren Fragmentierungen des Netzes und zu einer hohen Flächeninanspruchnahme führen.

[...]

Schließlich gehen Bau und Unterhaltung von Netz- und Erzeugungsanlagen mit einer hohen Kapitalintensität und langen Ausreifungszeiten der Investitionen einher. Beide Bereiche müssen auf maximale Verbrauchsanforderungen ausgerichtet sein, was zu einer teuren Kapazitätsvorhaltung und langfristigen Planungs- und Abschreibungszeiträumen führt. Aus diesen technisch-ökonomischen Besonderheiten wurde auf die Eigenschaft eines „natürlichen Monopols2“ geschlossen und Marktversagen unterstellt. Unter der Annahme von Größen- und Verbundvorteilen sowie einem hohen Anteil irreversibler Kosten wurde in den Versorgungsgebieten die Monopolstellung eines Energieversorgungsunternehmens begründet.


2 Ein „natürliches Monopol“ liegt vor, „wenn ein einziges Unternehmen die relevante Nachfrage zu niedrigeren kostendeckenden Preisen bedienen kann als jede andere Anzahl von Unternehmen" (Schneider 1999: 132). Dies ist der Fall, wenn von Größenvorteilen (economies of scale) und/oder Verbundersparnissen (economies of scope) auszugehen ist. Zusätzliche Bedingung ist ein hoher Anteil von irreversiblen und damit "versunkenen" Kosten, welche aus der Spezifität einer Investition hervorgehen und welche Marktzutritts- bzw. Marktaustrittsbarrieren potenzieller Wettbewerber begründen (ebd.; Eberlein 2000: 91f.).

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