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Quelle:Ah/Martens 1988

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Klaus-Peter Martens
Titel    Der Grundsatz gemeinsamer Vorstandsverantwortung
Sammlung    Festschrift für Hans-Joachim Fleck. Zum 70. Geburtstag am 30. Januar 1988
Herausgeber    Reinhard Goerdeler, Peter Hommelhoff, Marcus Lutter, Herbert Wiedemann
Ort    Berlin [u.a.]
Verlag    de Gruyter
Jahr    1988
Seiten    191-208
Reihe    Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht. Sonderheft ; 7
ISBN    3-11-011658-8
URL    http://books.google.com/books?id=AfFzsTEEtlEC

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    30


Fragmente der Quelle:
[1.] Ah/Fragment 001 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 08:58:53 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Guckar, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 10-13
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 192, Zeilen: 19-22
Dabei wird das gesetzliche Leitbild des Vorstands geprägt durch die Vorstellung eines Kollegialorgans, das sich durch die Gemeinschaft seiner Mitglieder, ihre gemeinsame Geschäftsführung und Vertretung sowie gemeinsame Verantwortung auszeichnet [FN 3].

[FN 3: Dazu Martens, in: Festschrift für Fleck S.191, 192; Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 77 Rdnrn. 7 ff. und § 78 Rdnrn. 27 ff.; Hefermehl, in: Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 2 und § 78 Rdnrn. 15 ff.; Wiesner, in: Münchener Handbuch des Gesellschaftsrechts, § 22 Rdnr. 2 ff. und § 23 Rdnrn. 6 ff.]

Das gesetzliche Leitbild des Vorstands wird geprägt durch die Vorstellung eines Kollegialorgans, das sich durch die Gemeinschaft seiner Mitglieder, ihre gemeinsame Geschäftsführung und Vertretung sowie gemeinsame Verantwortung auszeichnet [FN 4].

[FN 4: In jüngster Zeit sind diese Grundsätze unter dem Aspekt der Doppelmandate im Konzern problematisiert worden; dazu eindringlich wenn auch im Ergebnis weit überzogen BERNHARDT, Handelsblatt vom 22.Juli 1986; dazu kritisch KELLER/MAX, Handelsblatt vom 11. September 1986; zur Problematik auch HOFFMANN-BECKING, ZHR 150 (1986), 570, sowie unter haftungsrechtlichen Aspekten SÄCKER, ZHR 151 (1987), 59 und LINDERMANN, Die AG 1987, 225.]

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung des Zitats, Quellenverweis vorhanden. Dieser ist allerdings nicht adäquat, da er den Verweis auf die Quelle mit "Dazu Martens" einleitet und damit ein wörtliches Zitat eigentlich ausschließt.

Sichter
Hindemith

[2.] Ah/Fragment 002 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 08:58:55 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 2, Zeilen: 6-21
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 193, Zeilen: 1-16
Auf der anderen Seite ist aber zu bedenken, daß gerade die Führungsorganisation in den verschiedenen Aktiengesellschaften derart unterschiedlich ist, daß eine schmalspurige Einbindung in ein relativ starres Organisationskonzept verfehlt wäre [FN 6], zumal es eine der wichtigsten Aufgaben von Vorstand und Aufsichtsrat ist, eine Führungsorganisation zu entwickeln, die unter Betracht der Besonderheiten des Unternehmens bzw. des Konzerns optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensführung bietet. Dabei sind aber nicht nur die unternehmensorganisatorischen Aspekte zu berücksichtigen, sondern auch das personelle Kräfteverhältnis innerhalb der Unternehmensführung [FN 7]. Ein derart feinnerviges Organ wie der Vorstand einer großunternehmerisch tätigen Aktiengesellschaft kann seine Aufgaben nur dann ohne Reibungsverlust erfüllen, wenn seine Organisation gleichsam maßgeschneidert ist, also weitestgehend auf das persönliche Beziehungsgeflecht seiner Mitglieder zugeschnitten ist [FN 8]. Diese Zusammenhänge zwischen sächlichen und personellen Organisationsbedingungen umfassend zu beurteilen, sind nur die unmittelbar betroffenen Organe, Aufsichtsrat und Vorstand, in der Lage, [...]

[FN 6: Vgl. dazu die Ausführungen von Rehbinder, ZHR 147 (1983), 464,467 f.]

[FN 7: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191,193.]

[FN 8: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 193; Scheffler, Konzernmanagement, S. 49; Götz, AG 1995,337,348.]

Gerade die Führungsorganisation ist in den verschiedenen Aktiengesellschaften derart unterschiedlich, daß eine engherzige Einbindung in ein relativ starres Organisationskonzept verfehlt wäre [FN 5]. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben von Vorstand und Aufsichtsrat, eine Führungsorganisation zu entwickeln, die unter Betracht der Besonderheiten des Unternehmens bzw. des Konzerns optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensführung bietet. Dabei sind nicht nur die unternehmensorganisatorischen Aspekte zu berücksichtigen, sondern auch das personelle Kräfteverhältnis innerhalb der Unternehmensführung. Ein derart feinnerviges Organ wie der Vorstand einer großunternehmerisch tätigen Aktiengesellschaft kann seine Aufgaben nur dann ohne Reibungsverlust erfüllen, wenn seine Organisation gleichsam maßgeschneidert ist, also weitestgehend auf das persönliche Beziehungsgeflecht seiner Mitglieder zugeschnitten ist. Diese Zusammenhänge zwischen sächlichen und personellen Organisationsbedingungen umfassend zu beurteilen, sind nur die unmittelbar betroffenen Organe, Aufsichtsrat und Vorstand, in der Lage.

[FN 5 Dazu nachdrücklich E.REHBINDER, ZHR 147 (1983), 467f, m.w.N. in kritischer Auseinandersetzung mit HOMMELHOFF, Die Konzernleitungspflicht, 1982.]

Anmerkungen

Wörtliche Übernahmen, mit marginalen Anpassungen. Das Zitat ist nicht gekennzeichnet. Quellenverweise sind vorhanden, lassen den Leser aber nicht vermuten, dass er hier ausschließlich die Worte Martens' liest, auch weil nach dem letzten Quellenverweis die Übernahme weitergeht. Bemerkenswert ist, dass auch der Quellenverweis in Fußnote 6 von Martens übernommen wurde und durch diese Fußnote eine wörtliche Übernahme des Textes vor der Fußnote vom Autor explizit ausgeschlossen worden ist (die Fußnote beginnt mit "Vgl.").

Sichter
Goalgetter

[3.] Ah/Fragment 002 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:35:28 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 2, Zeilen: 101-103
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 191, Zeilen: 14-17
[FN 5:] So haben die spektakulären Vorfälle im Bereich der Volkswagen AG auf der Vorstandsebene vorerst zu einer einseitigen Schuldzuweisung gegenüber dem für das Finanzressort zuständigen Vorstandsmitglied und zu einem "Freispruch" für die übrigen Vorstandsmitglieder geführt. Die spektakulären Vorfälle im Bereich der Volkswagen AG haben auf der Vorstandsebene vorerst zu einer einseitigen Schuldzuweisung gegenüber dem für das Finanzressort zuständigen Vorstandsmitglied und zu einem "Freispruch" für die übrigen Vorstandsmitglieder geführt.
Anmerkungen

Wörtliche Übernahme, ohne Quellenverweis

Sichter
Guckar

[4.] Ah/Fragment 003 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 08:58:59 Kybot
Ah, Fragment, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Goalgetter, Hindemith, Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 25-27
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 194, Zeilen: 21-22
Mithin gewinnt die Frage nach der Grenzlinie zwischen zwingender

Gesamtzuständigkeit und dispositiver Ressortverteilung - vor allem wegen der damit verknüpften Haftungsfolgen - an entscheidender Bedeutung

Freilich stellt sich sogleich die Anschlußfrage nach dem Grenzverlauf zwischen zwingender Gesamtzuständigkeit und dispositiver Ressortverteilung.
Anmerkungen

Es tauchen in unmittelbarer Nähe immer wieder Wörter auf, die Martens verwendet. Beispielsweise: Relevanzbereich, Kernbereich, präzisieren. "1. Grenzlinie zwischen zwingender Gesamtzuständigkeit und dispositiver Ressortverteilung" findet sich auch als Überschrift im Abschnitt D Hindemith: meiner Ansicht nach etwas kurz und zu stark umgeschrieben --> bis auf weiteres verdaechtig

Sichter

[5.] Ah/Fragment 015 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 08:59:27 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 19-23
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 193-194, Zeilen: 31-33, 1-2
In der Literatur [FN 63] wird im Grundsatz zwischen dem zwingenden Anwendungsbereich des § 76 AktG einerseits und den dispositiven Regelungen der §§ 77, 78 AktG andererseits unterschieden. Folglich können die gesetzlich vorgesehene Gesamtgeschäftsführung und Gesamtvertretung durch die Geschäftsordnung oder Satzung [FN 64] bzw. nur durch Satzung beliebig abgeändert werden.

[FN 63: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 193 ff; Schwark, ZHR 142, (1978), 203, 214 ff. m. w. N.]

[FN 64: Nach Hefermehl, in: Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 28 ergibt sich aus § 77 Abs. 2 S. 2, daß ein genereller Vorrang der Satzungsregelung besteht. Zustimmend Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 194.]

In der Literatur wird im Grundsatz zutreffend zwischen dem zwingenden Anwendungsbereich des § 76 AktG einerseits und den Dispositivregelungen der §§ 77, 78 AktG andererseits unterschieden [FN 6]. Die gesetzlich vorgesehene Gesamtgeschäftsführung und Gesamtvertretung können durch Geschäftsordnung oder Satzung [FN 7] bzw. nur durch Satzung beliebig abgeändert werden.

[FN 6: Dazu unter dem Aspekt der Spartenorganisation SCHWARK, ZHR 142 (1978), 203, 214 ff.]

[FN 7 Wie sich aus § 77 Abs.2 Satz 2 AktG ergibt, besteht ein genereller Vorrang der Satzungsregelung - so auch HEFERMEHL, in: Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, Komm. z. AktG, § 77 Rdn. 28.]

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme inclusive Fußnoten. Der Verweis auf Martens lässt keineswegs ein Zitat vermuten. In der Fußnote 64 wird der Eindruck erweckt, Martens hätte einen ähnlichen Standpunkt wie der Autor ("Zustimmend Martens, in: [...]"). Da der Autor aber wörtlich von Martens übernommen hat, ist dieser Quellenverweis verschleiernd.

Sichter
Goalgetter

[6.] Ah/Fragment 024 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 08:59:55 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 16-30
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 194, Zeilen: 3-18
Besteht somit die Möglichkeit der Verteilung von Einzelgeschäftsführungs- und Einzelvertretungsbefugnis, so stellt sich die Anschlußfrage, ob und welche zwingenden Grenzen sich aus § 76 AktG ergeben können.

Versteht man diese Vorschrift lediglich als zwingende Kompetenzzuweisung gegenüber dem Vorstand, der als Organ unter eigener Verantwortung die Gesellschaft zu leiten hat, so ergeben sich daraus keine weiteren Konsequenzen für die Organisationsautonomie innerhalb dieses Organs, da aus dieser Sicht § 76 AktG nur eine Kompetenzvorschrift mit zuständigkeitsausschließender Wirkung gegenüber Aufsichtsrat und Hauptversammlung darstellt [FN 111]. Dieses Normenverständnis entspricht jedoch nicht der einhelligen Ansicht in der Literatur [FN 112], die § 76 AktG als Ausdruck einer zwingenden Gesamtzuständigkeit aller Vorstandsmitglieder ansieht. Demnach leitet der Vorstand die Gesellschaft in eigener Verantwortung, und zwar in gleichberechtigter Beteiligung aller Vorstandsmitglieder mit der Folge, daß die eigenverantwortliche Leitung [der Gesellschaft einen Kernbereich zwingender Gesamtzuständigkeit und Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder beschreibt.]

[FN 111: Vgl. dazu Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 194.]

[FN 112: Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 12; Hefermehl, in: Geßler/Hefermehl/ Eckardt/Kropff, Kommentar zum AktG, § 77 Rdnrn. 20 f.; Meyer-Landrut, in: Großkommentar zum AktG, § 77 Anm. 2; Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 194; Schwark, ZHR 142 (1978), 203,208 f.; Schiessl, ZGR 1992,64,67.]

Wenn somit auch Einzelgeschäftsführungs- und Einzelvertretungsbefugnis erteilt werden können, dann stellt sich die Anschlußfrage, ob und welche zwingenden Grenzen sich aus § 76 AktG ergeben können. Versteht man diese Vorschrift lediglich als zwingende Kompetenzzuweisung gegenüber dem Vorstand, der als Organ "unter eigener Verantwortung die Gesellschaft zu leiten" hat, so ergeben sich daraus keine weiteren Konsequenzen für die Organisationsautonomie innerhalb dieses Organs. Aus dieser Sicht wäre § 76 AktG lediglich eine Kompetenzvorschrift mit zuständigkeitsausschließender Wirkung gegenüber Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Dieses Normverständnis entspricht jedoch nicht der wohl einhelligen Ansicht in der Literatur. Danach ist § 76 AktG auch Ausdruck einer zwingenden Gesamtzuständigkeit aller Vorstandsmitglieder [FN 8]. Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung, d. h. in gleichberechtigter Beteiligung aller Vorstandsmitglieder. Aus dieser Sicht beschreibt die eigenverantwortliche Leitung der Gesellschaft einen Kernbereich zwingender Gesamtzuständigkeit und Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder.

[FN 8: MEYER-LANDRUT, Großkomm. z. AktG, § 77 Anm.2; MERTENS, Kölner Komm. z. AktG, § 77 Rdn.12; HEFERMEHL, aaO (Fn.7), § 77 AktG Rdn.20, 21; ausführlich SCHWARK, ZHR 142 (1978), 203, 208 f.]

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahmen, mit leichten Umstellungen. Ein Zitat ist aber nicht gekennzeichnet, so dass für den Leser Art und Umfang der Übernahme nicht klar sind. Es existiert ein Quellenverweis, der allerdings vollkommen inadäquat ist: * FN 111 distanziert sich explizit von der Quelle: "Vgl. dazu Martens" * FN 112 ist auch aus der Quelle abgeschrieben und um Martens 1988 (und auch Schiessl (1992)) ergänzt. Martens ist als Quelle der wörtlichen Übernahmen nur an 4. (!!) Stelle genannt * Die wörtlichen Übernahmen gehen nach der FN 112 weiter – für diesen Teil des Fragments ist also kein Quellenverweis vorhanden. Auch bemerkenswert ist, dass Ah bei der Übernahme Anführungsstriche (zur Kenntlichmachung eines wörtlichen Zitats) entfernt, die in der Quelle vorhanden sind.

Sichter
Guckar

[7.] Ah/Fragment 028 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:00:05 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klicken, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 028, Zeilen: 23-33
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 195, Zeilen: 20
Deshalb sind zum Schutz der Aktionärs- und Unternehmensinteressen innerhalb eines Kernbereichs der Unternehmensführung alle Vorstandsmitglieder in gleicher Weise verantwortlich [FN 129]. Gerade wegen der Komplexität dieses Verantwortungsbereichs sind die individuellen Verantwortungsanteile für den Einzelaktionär kaum erkennbar [FN 130]. Mithin beruht diese Gesamtzuständigkeit auf dem Prinzip der Gesamtverantwortung, zumal ohne diese Gesamtverantwortung die Gefahr gegenseitiger Schuldzuweisung und dadurch bedingter Schuldabwälzung bestünde. Dieses Beweisproblem wird auch nicht durch die Beweislastregel des § 93 Abs. 2 S. 2 AktG zu Lasten der Vorstandsmitglieder bewältigt, allenfalls entschärft, da ein solcher Beweis mangels umfassender Informationen nur [ selten entkräftet werden kann [FN 131].]

[FN 129] Das Aktiengesetz 1965 wollte die Position der Aktionäre und Gläubiger gegenüber der Verwaltung der Aktiengesellschaft verbessern, Begründung zum RegE des AktG 1965, bei Kropff, Aktiengesetz, S. 15.

[FN 130] Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 195; Schwark, ZHR 142 (1978), 203,215.

[FN 131] Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 195; Schwark, ZHR 142 (1978), 203, 215; ausführlich zur Beweislast Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 93 Rdnrn. 100 f

Diese Gesamtzuständigkeit beruht auf dem Prinzip der Gesamtverantwortung. Zum Schutz der Aktionärs- und Unternehmensinteressen sollen innerhalb eines Kernbereichs der Unternehmensführung alle Vorstandsmitglieder in gleicher Weise verantwortlich sein. Gerade wegen der Komplexität dieses Verantwortungsbereichs sind die individuellen Verantwortungsanteile für den Einzelaktionär kaum erkennbar. Ohne diese Gesamtverantwortung bestünde mithin die Gefahr gegenseitiger Schuldzuweisung und dadurch bedingter Schuldabwälzung. Auch durch die Beweislastregelung des § 93 Abs.2 Satz 2 AktG zu Lasten der Vorstandsmitglieder wird dieses Beweisproblem nicht bewältigt, allenfalls entschärft, da ein solcher Beweis mangels umfassender Informationen nur selten entkräftet werden kann.
Anmerkungen

Übernahme mit typischen verschleiernden Umstellungen, kleinen Auslassungen und Ergänzungen und der nachträglichen Einstreuung von Fußnoten, was den Eindruck einer eigenständigen Beschäftigung mit der Materie erwecken bzw. den Hinweis zur Quelle in den Hintergrund treten lässt.

Sichter
Hindemith

[8.] Ah/Fragment 029 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:00:07 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1-14
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 195, 207, Zeilen: 30-35, 27-34
Ferner ist zu bedenken, daß die Gesamtverantwortung nicht nur den Schadensausgleich, sondern vor allem die Schadensvorbeugung im Auge hat. Es soll durch die Gesamtverantwortung erreicht werden, daß der Gesamtvorstand alle Anstrengungen unternimmt, um Fehlentscheidungen, Fehlentwicklungen oder sonstiges Fehlverhalten zu verhindern [FN 132]. Im Interesse eines effektiven Aktionärsschutzes kommt es deshalb wesentlich darauf an, die treuhänderischen Bindungen des Vorstands zu intensivieren und seine Verantwortung zu verstärken, andererseits aber auch dem Vorstand die erforderliche Organisationsautonomie zu belassen, damit er jederzeit in der Lage ist, sich flexibel den wirtschaftlichen und unternehmensinternen Veränderungen anzupassen [FN 133]. Bei dem unverkennbar entstehenden Spannungsverhältnis zwischen Flexibilität einerseits und Gesamtverantwortung andererseits kommt dem Prinzip der Gesamtverantwortung vorrangige Bedeutung zu [FN 134].

[FN 132: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 195; Schwark, ZHR 142 (1978), 203, 215.]

[FN 133: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 207; hierzu auch Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 76 Rdnrn. 30 ff.]

[FN 134: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 207.]

[Seite 195, Zeile 30-35]

Zudem ist zu bedenken, daß es ohnehin nicht nur um den Schadensausgleich, sondern vor allem um die Schadensvorbeugung geht. Durch die Gesamtverantwortung soll erreicht werden, daß der Gesamtvorstand alle Anstrengungen unternimmt, um Fehlentscheidungen, Fehlentwicklungen oder sonstiges Fehlverhalten zu verhindern.

[Seite 207, Zeile 27-34]

Es kommt deshalb wesentlich darauf an, dessen treuhänderische Bindungen zu intensivieren und seine Verantwortung zu verstärken, andererseits aber auch dem Vorstand die erforderliche Organisationsautonomie zu belassen, damit er sich flexibel den wirtschaftlichen und unternehmens-internen Veränderungen anpassen kann. Flexibilität und Gesamtverantwortung stehen dabei in einem unverkennbaren Spannungsverhältnis. Dabei kommt dem Prinzip der Gesamtverantwortung vorrangige Bedeutung zu.

Anmerkungen

Wörtliche Übernahmen mit leichten Anpassungen und Ergänzungen. Ein Zitat ist nicht gekennzeichnet. Quellenverweise sind vorhanden, lassen den Leser allerdings nicht vermuten, dass er hier fast ausschließlich die Worte Martens' liest.

Sichter
Goalgetter

[9.] Ah/Fragment 035 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:00:21 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 17-23
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 199-200, Zeilen: 33-35 und 2-5
Mithin ist es geboten, da der Aufsichtsrat offensichtlich nicht in der Lage ist, die Unternehmenskontrolle zu monopolisieren, ein anderes Organ vorrangig oder ergänzend mit dieser Aufgabe zu betrauen. Da die Hauptversammlung damit überfordert ist, kommt lediglich der Vorstand in Betracht [FN 160]. Dieser verfügt über alle sachlichen und personellen Mittel, um eine solche Unternehmenskontrolle auszuüben.

[FN 160: Grundlegend für die Anerkennung einer Selbstkontrolle des Vorstands Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191 ff; zustimmend Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 18; Potthoff/Trescher, Das Aufsichtsratsmitglied, S. 15; Götz, AG 1995, 337, 338; Semler, in: Lutter (Hrsg.), Holding-Handbuch, S. 149, 152 f.; ders., Leitung und Überwachung der Aktiengesellschaft, S. 10 und 14 ff; ders., in: Festschrift für Kastner II, S. 397, 401 f.; ders., in: Festschrift für Döllerer, S. 571, 579 ff; ders., ZGR 1983, 1, 12 und 14 f.; Scheffler, SzU 56 (1995), 79, 82; Schiessl, ZGR 1992, 64, 68]

Der Aufsichtsrat ist offensichtlich nicht in der Lage, die Unternehmenskontrolle gleichsam zu monopolisieren. [...], so ist es mithin geboten, ein anderes Organ vorrangig oder ergänzend mit dieser Aufgabe zu betrauen. Da die Hauptversammlung dazu überfordert ist, kommt lediglich der Vorstand in Betracht. Dieser verfügt über alle sachlichen und personellen Mittel, um eine solche Unternehmenskontrolle auszuüben.
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Kenntlichmachung des Zitats, so dass dessen Art und Umfang für den Leser unklar bleiben. Ein Quellenverweis ist vorhanden, aber nicht adäquat, da * auch nach dem Verweis noch wörtlich übernommen wird * da Ah sich in FN 160 von der Quelle distanziert: "Grundlegend für die Anerkennung einer Selbstkontrolle des Vorstands Martens" * und da neben der Quelle der wörtlichen Übernahme noch 10 weitere Quellen genannt werden.

Sichter
Guckar

[10.] Ah/Fragment 035 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:00:23 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 26-32
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 195-196, Zeilen: 39 und 2-7
Während also die in den §§ 77, 78 AktG enthaltenen Regelungen individuelle Ressortzuständigkeiten ermöglichen, soll durch § 76 AktG verhindert werden, daß sich der Vorstand gleichsam in einzelne Organisationszentren auflöst, bzw. erreicht werden, daß der Vorstand als Gesamtorgan die wesentlichen Leitungs- und Kontrollfunktionen ausübt und somit die verschiedenen Ressortbereiche unternehmenspolitisch und organrechtlich verklammert [FN 161].

[FN 161: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 195 f]

Während die in den §§ 77, 78 AktG enthaltenen Regelungen individuelle Ressortzuständigkeiten ermöglichen, soll durch § 76 AktG verhindert werden, daß sich der Vorstand gleichsam in einzelne Organisationszentren auflöst, bzw. erreicht werden, daß der Vorstand als Gesamtorgan die wesentlichen Leitungs- und Kontrollfunktionen ausübt und somit die verschiedenen Ressortbereiche unternehmenspolitisch und organrechtlich verklammert.
Anmerkungen

Wörtliche Übernahme ohne Kenntlichmachung des Zitats. Ein Quellenverweis ist vorhanden, aber der Umfang und die Art des Zitats bleiben für den Leser unklar.

Sichter
Guckar

[11.] Ah/Fragment 036 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:00:25 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 2-7
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 200-201, Zeilen: 37-41 und 2
Dieses relativ dicht geknüpfte Kontrollnetz auf der Vorstandsebene wirft die Frage nach dem Verhältnis zur gesetzlich ausdrücklich geregelten Aufsichtsratskontrolle auf.

Nach einer Ansicht in der Literatur [FN 162] ist die dem Gesamtvorstand obliegende Führungskontrolle von rechtlich anderer, insbesondere geringerer Kontrollqualität als die Aufsichtsratskontrolle nach § 111 Abs. 1 AktG.

[FN 162: Hefermehl, in: Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 20 und g 93 Rdnr. 26;]

Dieses relativ dicht geknüpfte Kontrollnetz auf der Vorstandsebene wirft die Frage nach dem Verhältnis zur gesetzlich ausdrücklich geregelten Aufsichtsratskontrolle auf. Soweit dazu in der Literatur Stellung bezogen wird, gewinnt man den Eindruck, daß diese dem Gesamtvorstand obliegende Führungskontrolle von rechtlich anderer, insbesondere geringerer Kontrollqualität sein soll als die Aufsichtsratskontrolle nach §111 Abs. 1 AktG [FN 25].

[FN 25: Hingewiesen sei nur auf die Formulierung bei HEFERMEHL, aaO (Fn. 7), § 77 AktG Rdn.20, MERTENS, aaO (Fn.8), § 77 AktG Rdn.14 und SCHILLING, Großkomm. z. AktG, §93 Anm.21.]

Anmerkungen

Der erste Satz ist identisch übernommen, der zweite mit Anpassungen – auch der Verweis auf Hefermehl stammt aus der Quelle. Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Guckar

[12.] Ah/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:00:29 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1-9
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 201, Zeilen: 13-22
Unter diesem Aspekt obliegt dem Aufsichtsrat eine weitere Kontrolle der primär zuständigen Kontrolleure. Deshalb ist die relativ geringe Einbindung der Aufsichtsratsmitglieder in das Unternehmen nicht nur kein Nachteil, sondern ein systemkonformer Vorteil. Je stärker die Aufsichstratsmitglieder in das Unternehmen eingebunden sind, um so größer ist die Gefahr, daß sie selbst an den wesentlichen Unternehmensentscheidungen beteiligt und deswegen kontrollbefangen sind. Diesem Vorteil entspricht allerdings der Nachteil der relativ geringen Kontrollkapazität des Aufsichtsrats. Deshalb ist es geboten, diesen Umstand im Rahmen des § 111 Abs. 1 AktG angemessen zu berücksichtigen, [...] [FN 165].

[FN 165: Grundlegend Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 201; zustimmend Semler, Leitung und Überwachung der Aktiengesellschaft, S. 14 ff.; ders., in: Lutter (Hrsg.), Holding-Handbuch, S. 149; Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, Vorb. § 95 Rdnr. 8; Hofmann, Unternehmens-überwachung, S. 38]

Dem Aufsichtsrat obliegt unter diesem Aspekt eine weitere Kontrolle der primär zuständigen Kontrolleure. Deshalb ist die relativ geringe Einbindung der Aufsichtsratsmitglieder in das Unternehmen nicht nur kein Nachteil, sondern ein systemkonformer Vorteil. Je stärker sie in das Unternehmen eingebunden sind, um so größer ist die Gefahr, daß sie selbst an den wesentlichen Unternehmensentscheidungen beteiligt und deswegen kontrollbefangen sind [FN 26]. Diesem Vorteil entspricht allerdings der schon erwähnte Nachteil der relativ geringen Kontrollkapazität des Aufsichtsrats. Es ist deshalb geboten, diesen Umstand im Rahmen des § 111 Abs. 1 AktG angemessen zu berücksichtigen.

[FN 26: 26 Dazu im Hinblick auf die zustimmungspflichtigen Geschäfte nach § 111 Abs.4 Satz 2 AktG MERTENS, ZGR 1977, 270, 280 f.]

Anmerkungen

Fünf Sätze sind aus der Quelle übernommen. Die Sätze 2-4 wörtlich, die Sätze 1 und 5 sind leicht umgestellt. Keiner der Sätze ist als Zitat gekennzeichnet, der Quellenverweis findet sich nur am Ende, und durch den Zusatz "Grundlegend" in der Fußnote wird eine wörtliche Übernahme eigentlich ausgeschlossen. Tippfehler bei Ah: "Je stärker die Aufsichstratsmitglieder".

Sichter
Goalgetter

[13.] Ah/Fragment 039 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:00:35 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 16-19
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 196, Zeilen: 15-18
Wird von diesem Interventionsrecht Gebrauch gemacht, so muß die Maßnahme zunächst unterbleiben und die Entscheidung des Gesamtvorstands eingeholt werden, der sodann verbindlich auch gegenüber dem zuständigen Ressortmitglied entscheidet [FN 179].

[FN 179: Hefermehl, in: Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 21; Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 196; Wiesner, in: Münchener Handbuch des Gesellschaftsrechts, Bd. 4, Aktiengesellschaft, § 22 Rdnr. 13; Schiessl, ZGR 1992, 64, 68.]

Wird von diesem Recht Gebrauch gemacht, so muß die Maßnahme zunächst unterbleiben und die Entscheidung des Gesamtvorstands eingeholt werden, der sodann verbindlich auch gegenüber dem zuständigen Ressortmitglied beschließt.
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung eines Zitats. Ein Quellenverweis ist zwar vorhanden, lässt aber nicht auf eine wörtliche Übernahme schließen. Bemerkenswert ist, dass die Quelle der wörtlichen Übernahme zusammen mit weiteren Quellen genannt wird, und dabei nicht einmal an erster Stelle. Man beachte auch, dass derselbe Satz in der Zusammenfassung noch einmal verwendet wird -- dort allerdings ohne Quellenverweis. Siehe hier: Ah/Fragment_179_23

Sichter
Goalgetter

[14.] Ah/Fragment 041 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:00:39 Kybot
Ah, Fragment, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Guckar, Hindemith, Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 15-25
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 197, Zeilen: 102-109
Dieser Informationsanspruch ist eine zwingende Voraussetzung des zuvor behandelten Interventionsrechts, denn ohne entsprechende Information ist dieses Interventionsrecht ein kupiertes Recht [FN 188]. Im übrigen ist der Informationsanspruch der einzelnen Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit dem Berichtsanspruch des Aufsichtsrats bzw. der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder nach § 90 Abs. 3 AktG zu sehen. Wenn nämlich die primäre Leitungskontrolle dem Vorstand selbst obliegt, wäre es systemwidrig, dem einzelnen Vorstandsmitglied einen solchen Informationsanspruch zu versagen und ihn somit schlechter zu stellen als die Aufsichtsratsmitglieder, die nur eine nachgeschaltete Kontrollaufgabe wahrnehmen [FN 189].

[FN 188] Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 196 f. [FN 189] Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 196 f.

[FN 14] [...] Ein solcher Informationsanspruch ist aber eine zwingende Voraussetzung des zuvor behandelten Interventionsrechts, das seinerseits Ausdruck der allen Vorstandsmitgliedern obliegenden Kontrollpflicht ist. Ohne entsprechende Informationen ist dieses Interventionsrecht ein kupiertes Recht. Im übrigen ist in diesem Zusammenhang auf den Berichtsanspruch des Aufsichtsrats bzw. der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder nach § 90 Abs. 3 AktG hinzuweisen. Es wäre systemwidrig, dem einzelnen Vorstandmitglied einen solchen Anspruch zu versagen und ihn somit schlechter zu stellen als die Aufsichtsratsmitglieder.
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung eines Zitats. Quellenverweise sind vorhanden, lassen aber den Leser im Unklaren über den Umfang und die Art der Übernahmen. Hindemith: doch einige ergänzende Formulierungen und auch Umformulierungen, ausserdem gibt es zwei Quellenverweise für eine relativ kurze Übernahme --> insgesamt unschön, aber ich plädiere vorerst nur auf verdächtig.

Sichter

[15.] Ah/Fragment 062 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:01:31 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 1-9
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 197, Zeilen: 13-15, 20-27
[Knüpft man im] Hinblick auf den entscheidungspolitischen Kernbereich der zwingenden Gesamtzuständigkeit wiederum an diesen besonderen Zweck an, so liegt es nahe, in diesem Zusammenhang ähnliche Erwägungen anzustellen, wie sie der Gesetzgeber im Verhältnis von Vorstand und Aufsichtsrat, also im Rahmen der Aufsichtsratskontrolle, berücksichtigt hat [FN 292].

a) Das Verhältnis von Vorstand und Aufsichtsrat

Dieses Verhältnis wird im wesentlichen geprägt durch die Berichtspflicht des Vorstands nach § 90 AktG und die Zustimmungsrechte des Aufsichtsrats nach § 111 Abs. 4 S. 2 AktG.

[FN 292: Grundlegend Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 199 f.; zustimmend Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 18.]

[...], so besteht jedoch in der Literatur eine erhebliche Unsicherheit im Hinblick auf den entscheidungspolitischen Kernbereich der zwingenden Gesamtzuständigkeit. [...]

Knüpft man hingegen wiederum an den besonderen Zweck dieser Gesamtzuständigkeit an, [...], dann liegt es nahe, in diesem Zusammenhang vergleichbare Erwägungen anzustellen, wie sie der Gesetzgeber im Verhältnis von Vorstand und Aufsichtsrat, also im Rahmen der Aufsichtsratskontrolle berücksichtigt hat. Dieses Verhältnis wird im wesentlichen geprägt durch die Berichtspflichten des Vorstands nach §90 AktG und die Zustimmungsrechte des Aufsichtsrats nach § 111 Abs.4 Satz 2 AktG.

Anmerkungen

Wörtliche Übernahmen mit Umstellungen und Anpassungen. Quellenverweis ist vorhanden, allerdings ist die Seite falsch angegeben und die Übernahme setzt sich auch nach der Fußnote fort. Der Text in der Fußnote: "Grundlegend Martens" lässt eher nicht vermuten, dass es sich hier um wörtliche Übernahmen handelt.

Sichter
Goalgetter

[16.] Ah/Fragment 065 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:01:38 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 7-13
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 198, Zeilen: 7-13
Indem das Aktienrecht derartige Geschäftsvorfälle zum Gegenstand besonderer Berichtspflichten bzw. Zustimmungsrechte gemacht hat, hat es generell ihre besondere Kontrollrelevanz hervorgehoben [FN 306]. Mithin ist es naheliegend, in den Mittelpunkt der allgemeinen Kontrollpflicht des Vorstands, die durch alle Organmitglieder zu erfüllen ist, eben jene besonders geregelten Geschäftsvorfälle zu stellen, die der Gesetzgeber ausdrücklich als kontrollrelevante Maßnahmen gekennzeichnet hat.

[FN 306: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 198; zustimmend Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 18.]

Indem das Aktienrecht derartige Geschäftsvorfälle zum Gegenstand besonderer Berichtspflichten bzw. Zustimmungsrechte gemacht hat, hat es generell ihre besondere Kontrollrelevanz hervorgehoben. Anerkennt man somit auch eine allgemeine Kontrollpflicht des Vorstands, die durch alle Organmitglieder zu erfüllen ist, dann liegt es nahe, in den Mittelpunkt dieser Kontrollpflichten eben jene besonders geregelten Geschäftsvorfälle zu stellen, die der Gesetzgeber ausdrücklich als kontrollrelevante Maßnahmen gekennzeichnet hat.
Anmerkungen

Der erste Satz ist wörtlich übernommen, ohne als Zitat gekennzeichnet zu sein. Der zweite Satz, zweiter Halbsatz stammt auch komplett aus der Quelle, Anführungszeichen für die wörtliche Übernahme des Halbsatzes fehlen.

Sichter
Goalgetter

[17.] Ah/Fragment 074 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:01:57 Kybot
Ah, Fragment, KeinPlagiat, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Guckar, Hindemith, Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 1-16
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 200, Zeilen: 16-28
Nach Martens [FN 345] wird dieser Gesamtverantwortung - jedenfalls teilweise - durch Bestellung eines ausschließlich mit Kontrollaufgaben betrauten Vorstandsmitglieds entsprochen, das auch die vorstandsinternen, "horizontalen" Kontrollaufgaben übernimmt. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist, daß innerhalb eines mit zahlreichen Personen besetzten Vorstands diese Gesamtverantwortung nicht umfassend von allen Vorstandsmitgliedern in eigener Person wahrgenommen werden kann, sondern der institutionellen Ausformung bedarf, so daß die Gesamtverantwortung in besonderer, den konkreten Organisationsbedingungen des jeweiligen Vorstands angepaßter Form ausgeübt wird. Daran anknüpfend kommt Martens zu dem Ergebnis, daß, wenn ein besonderes Kontrollressort eingerichtet wird, sich die Kontrollpflicht der übrigen Vorstandsmitglieder im wesentlichen auf die Kontrolle des dafür zuständigen Vorstandsmitglieds reduziert. Dabei, so Martens, liegt die organisatorische Umsetzung dieser Gesamtzuständigkeit wiederum im Leitungsermessen des Vorstands, solange dadurch die Gesamtverantwortung als solche nicht berührt wird.

[FN 345] In: Festschrift für Fleck, S. 191, 200; zustimmend Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 18; wohl auch Wiesner, in: Münchener Handbuch des Gesellschaftsrechts, Bd. 4, Aktiengesellschaft, § 22 Rdnr. 14.

Freilich ist nicht ausgeschlossen, daß dieser Gesamtverantwortung - jedenfalls teilweise - durch Bestellung eines ausschließlich mit Kontrollaufgaben betrauten Vorstandsmitglieds entsprochen wird. Wie diese Gesamtzuständigkeit organisatorisch umgesetzt wird, liegt wiederum im Leitungsermessen des Vorstands. Entscheidend ist jedoch, daß dadurch die Gesamtverantwortung als solche nicht berührt wird; sie wird lediglich in besonderer, den konkreten Organisationsbedingungen des jeweiligen Vorstands angepaßter Form ausgeübt. Innerhalb eines mit zahlreichen Personen besetzten Vorstands kann diese Gesamtverantwortung nicht umfassend von allen Mitgliedern in eigener Person wahrgenommen werden, sondern bedarf der institutionellen Ausformung. Wird also z. B. ein besonderes Kontrollressort eingerichtet, dann reduziert sich die Kontrollpflicht der übrigen Vorstandsmitglieder im wesentlichen auf die Kontrolle des dafür zuständigen Vorstandsmitglieds [FN 24].

[FN 24] Ähnlich HEFERMEHL, aaO (Fn. 7), § 77 AktG Rdn. 20.

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung eines Zitats. Quellenverweise sind vorhanden, lassen aber den Leser im Unklaren über den Umfang und die Art der Übernahmen. Warum Mertens nur als zweite Quelle aufgenommen wird, bleibt aufgrund der großen Übereinstimmung mit Mertens unklar. Hindemith: Obwohl Ah sehr nahe am Text Martens bleibt, so ist die Übernahme doch nicht ganz wörtlich, ist doch. Ausserdem ist durch den Fliesstext klar, dass die Gedanken hier von Martens stammen. Mertens zitiert Martens in der Rdnr 18 zu § 77. --> plädiere auf "kein Plagiat" (oder hab ich was nicht verstanden?)

Sichter

[18.] Ah/Fragment 075 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:01:59 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 75, Zeilen: 25-26
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 202, Zeilen: 25-28
In der Praxis ist es eine selbstverständliche Aufgabe des Vorstands, daß er auf der Suche nach geeigneten Kandidaten initiativ wird [FN 347]. Dies sieht zumeist so [aus, daß die ersten Sondierungsgespräche von dem Vorstandsvorsitzenden geführt werden, der sodann seinen Vorstandskollegen über seine Eindrücke berichtet [FN 348]

[FN 347 So sagte der neue Vorstandsvorsitzende einer großen Publikumsgesellschaft angesichts der Tatsache, daß fünf Kollegen in naher Zukunft aus dem Vorstand ausscheiden werden (.Manfred Schneider, in: Manager Magazin, April 1992, S. 59): "Da liegt die verantwortungsvollste Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden. Ich werde bald die ersten Entscheidungen treffen." [...]]

[FN 348: Zum Verlauf in der Praxis Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 202 f.; ders., ZHR 159 (1995), 567, 579.]

In der Praxis ist es eine selbstverständliche Aufgabe des Vorstands, daß er auf der Suche nach geeigneten Vorstandskandidaten initiativ wird. Zumeist werden die ersten Sondierungsgespräche von dem Vorstandsvorsitzenden geführt, der sodann seinen Vorstandskollegen über seine Eindrücke berichtet.
Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme, aber ohne Kenntlichmachung des Zitats. Ein Quellenverweis ist vorhanden, dieser ist aber nicht adäquat, da er ausdrücklich auf weiterführende Informationen hinweist: "Zum Verlauf in der Praxis". Insgesamt ist es für den Leser nicht klar, dass hier Martens spricht, und nicht Ah.

Sichter
Guckar

[19.] Ah/Fragment 076 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:02:01 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 1-15
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 202-203, Zeilen: 26-34 und 2-7
[Dies sieht zumeist so] aus, daß die ersten Sondierungsgespräche von dem Vorstandsvorsitzenden geführt werden, der sodann seinen Vorstandskollegen über seine Eindrücke berichtet [FN 348]. Auch das weitere Verfahren, das schließlich zur Präsentation des geeigneten Kandidaten führt, wird auf der Vorstandsebene betrieben. Sofern der Aufsichtsrat einbezogen wird, geschieht dies in der Person des Aufsichtsratsvorsitzenden. Erst nachdem auf diese Weise die Personalentscheidung genügend vorbereitet worden ist, geht das Verfahren auf den Aufsichtsrat über. Zumeist befaßt sich zunächst der Personalausschuß mit dieser Angelegenheit, der darüber bis zur Beschlußreife zu befinden hat [FN 349]. Erst im Endstadium dieses Entscheidungsprozesses ist sodann das Plenum berufen, den förmlichen Bestellungsakt zu vollziehen.

Wenn man sich diesen Verfahrensablauf vor Augen hält, gelangt man zu dem Ergebnis, daß jedenfalls in der Praxis der Einfluß des Vorstands auf die Auswahl geeigneter Kandidaten und auf die Bestellung des zukünftigen Kollegen außerordentlich groß ist, [...] [FN 350].

[FN 348: Zum Verlauf in der Praxis Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 202 f.; ders., ZHR 159 (1995), 567, 579.]

[FN 349: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 202 f.; zu diesem Ergebnis gelangt auch Krieger, Perso-nalentscheidungen des Aufsichtsrats, S. 58 ff., der diese Praxis allerdings als mit § 84 Abs. 3 S. 2 AktG unvereinbar betrachtet.]

[FN 350: Peltzer, in: Festschrift für Semler, S. 261, 264; Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 203; ders., ZHR (1995), 567, 579.]

Zumeist werden die ersten Sondierungsgespräche von dem Vorstandsvorsitzenden geführt, der sodann seinen Vorstandskollegen über seine Eindrücke berichtet. Auch das weitere Verfahren, das schließlich zur Präsentation eines geeigneten Kandidaten führt, wird auf der Vorstandsebene betrieben. Sofern der Aufsichtsrat einbezogen wird, geschieht dies in der Person des Aufsichtsratsvorsitzenden. Erst nachdem auf diese Weise die Personalentscheidung genügend vorbereitet worden ist, geht das Verfahren auf den Aufsichtsrat über. Zumeist befaßt sich zunächst der Personalausschuß mit dieser Angelegenheit, der darüber bis zur Beschlußreife zu befinden hat [FN 29]. Erst im Endstadium dieses Entscheidungsprozesses ist sodann das Plenum berufen, den förmlichen Bestellungsakt zu vollziehen. Macht man sich diesen Verfahrensablauf bewußt, dann gelangt man zu dem Ergebnis, daß jedenfalls in der Praxis der Einfluß des Vorstands auf die Auswahl geeigneter Kandidaten und auf die Bestellung des zukünftigen Kollegen außerordentlich groß ist.

[FN 29: Ebenso der Befund von KRIEGER, aaO (Fn. 28), S. 58 ff, der diese Praxis allerdings als mit § 84 Abs.3 Satz 2 AktG unvereinbar betrachtet; kritisch dazu MERTENS,ZGR 1983, 189, 194ff.]

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme, ohne Kennzeichnung des Zitats. Quellenverweise sind vorhanden, jedoch nicht adäquat (FN 348 distanziert sich ausdrücklich von der Quelle, FN 349 ist z.T. auch aus der Quelle abgeschrieben, und FN 350 ist gesetzt, nachdem die wörtliche Übernahme schon vorbei ist). Insgesamt erschließt sich dem Leser nicht, dass all dies Worte Martens' sind, und nicht AHs.

Sichter
Guckar

[20.] Ah/Fragment 076 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:02:04 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 19-34
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 202-204, Zeilen:
Hinsichtlich der Frage nach der rechtlichen Verantwortung für das Bestellungsverfahren ist von entscheidender Bedeutung, ob diese faktische Entscheidungsbeteiligung des Vorstands nur der äußere Ausdruck seiner rechtlichen Verantwortung für ein erfolgreiches Bestellungsverfahren, d. h. insbesondere für die Auswahl eines in jeder Hinsicht qualifizierten Bewerbers, oder lediglich eine rechtlich irrelevante Hilfeleistung ist.

Eine personalpolitische Verantwortung des Vorstands ist dann zu verneinen, wenn die gesetzliche Kompetenzverteilung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand zwingende Aussagen über die konkreten Verantwortungsanteile der beiden Organe enthält.

Eine solche Verantwortungsverteilung könnte sich aus dem Bestellungs- und Widerrufsrecht des Aufsichtsrats nach § 84 AktG ergeben, so daß dadurch dem Vorstand lediglich eine passive Beteiligungsrolle zugewiesen wird. Fraglich erscheint jedoch, ob diese Verantwortungserteilung von Rechts wegen zwingend geboten ist. Zur sachgerechten Beantwortung dieser Frage bedarf es einer analytischen Betrachtung des § 84 AktG. Dabei ist zunächst zwischen der [Aufsichtsratskompetenz als solcher und der materiellen Entscheidungsverantwortung zu unterscheiden.]

[Seite 203, Zeile 8]

Diese faktische Entscheidungsbeteiligung des Vorstands ist nur der äußere Ausdruck seiner rechtlichen Verantwortung für ein erfolgreiches Bestellungsverfahren, d. h. insbesondere für die Auswahl eines in jeder Hinsicht qualifizierten Bewerbers [FN 31].

[Seite 204, Zeile 9]

Es wäre deshalb verfehlt anzunehmen, daß die Vorstandsbeteiligung nur eine rechtlich irrelevante Hilfeleistung wäre.

[Seite 204, Zeile 28]

Auch diese Überlegungen zeigen deutlich auf, daß die gesetzliche Kompetenzverteilung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand keine zwingenden Aussagen über die konkreten Verantwortungsanteile der beiden Organe enthält.

[Seite 202, Zeile 9]

Auch hier legt das Bestellungs- und Widerrufsrecht des Aufsichtsrats nach § 84 AktG eine Verantwortungsverteilung nahe, die weder der Praxis entspricht noch von Rechts wegen zwingend geboten ist.

[Seite 204, Zeile 30]

Insbesondere läßt sich dem Bestellungsrecht des Aufsichtsrats nicht entnehmen, daß dadurch dem Vorstand eine passive Beteiligungsrolle zugewiesen wird.

[Seite 202, Zeile 12]

Wiederum ist zu unterscheiden zwischen der Aufsichtsratskompetenz als solcher und der materiellen Entscheidungsverantwortung.

Anmerkungen

Drei Abschnitte werden aus Teilen der Quelle Satz für Satz bzw. Halbsatz für Halbsatz zusammengesetzt – ohne Kenntlichmachung der wörtlichen Zitate. Ein Quellenverweis fehlt bzw. ein unvollständiger Quellenverweis ist erst auf der nächsten Seite zu finden.

Sichter
Guckar

[21.] Ah/Fragment 079 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:02:09 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 11-19
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 203-204, Zeilen: 27-34 und 2
Darüber hinaus ist zu bedenken, daß unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensführung die gedeihliche Kooperation innerhalb des Vorstands und atmosphärische Bedingungen sind, die das persönliche Konfliktpotential nahezu ausschließen. Es ist hinreichend bekannt, welche Negativfolgen sich aus Zerwürfnissen oder auch nur ungeklärten Konkurrenzsituationen innerhalb des Vorstands für das gesamte Führungsmanagement ergeben können. Um so wichtiger ist deshalb neben der fachlichen Eignung auch die Fähigkeit, sich in das persönliche Beziehungsgeflecht des Vorstands einzufügen [FN 366].

[FN 366: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 203 f.; Peltzer, in: Festschrift für Semler, S. 261, 264; Scheffler, Konzernmanagement, S. 49.]

Unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung ist die gedeihliche Kooperation innerhalb des Vorstands, sind atmosphärische Bedingungen, die das persönliche Konfliktpotential nahezu ausschließen.

Es ist hinreichend bekannt, welche Negativfolgen sich aus Zerwürfnissen oder auch nur ungeklärten Konkurrenzsituationen innerhalb des Vorstands für das gesamte Führungsmanagement ergeben können. Um so wichtiger ist deshalb neben der fachlichen Eignung auch die Fähigkeit, sich in das persönliche Beziehungsgeflecht des Vorstands einzufügen.

Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme ohne Kenntlichmachung des Zitats, mit Quellenverweis am Ende. Dem Leser ist somit nicht klar, dass wörtlich übernommen wurde und wie viel übernommen wurde.

Sichter
Guckar

[22.] Ah/Fragment 080 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:02:11 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 7-27
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 203 - 204, Zeilen: 106-110, 15-22, 30-33
Gleiches gilt auch für die vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit eines Vorstandsmitglieds. Stellt sich im Laufe der Zeit heraus, daß ein Vorstandsmitglied mit dem ihm übertragenen Aufgabenbereich überfordert ist, dürfen die anderen Vorstandsmitglieder nicht abwarten, bis der Aufsichtsrat die notwendigen Konsequenzen zieht, sondern müssen von sich aus initiativ werden, damit der nicht mehr ausreichend befähigte Vorstandskollege sein Amt zur Verfügung stellt bzw. abberufen wird. Zwischen diesen beiden Extrempositionen liegt eine normative Grauzone, die je nach dem organisationspolitischen Kräfteverhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat unterschiedlich ausgefällt wird. Deshalb wären rechtliche Vorgaben über das normative Gewicht des jeweiligen Entscheidungsträgers verfehlt [FN 370]. Somit haben in dieser normativen Grauzone Vorstand und Aufsichtsrat beiderseits daran mitzuwirken, daß diese Personalentscheidung eine optimale Vorstandsbesetzung ermöglicht. Dieses Ziel der optimalen Vorstandsbesetzung fungiert als haftungsrechtlicher Maßstab für die rechtliche Beurteilung des jeweils geforderten Einsatzes.

3. Zwischenergebnis

Als Zwischenergebnis kann festgehalten werden, daß aufgrund seiner unmittelbaren Betroffenheit und der Komplexität derartiger Personalentscheidungen die Mitwirkung des Vorstands zwingend geboten ist und deshalb auch rechtlich eingebunden werden muß.

[FN 370: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 204.]

[Seite 203, Fußnote 31]

Das gilt auch und vor allem für die vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit. Offensichtlich dürfen die anderen Vorstandsmitglieder nicht abwarten, bis der Aufsichtsrat die notwendigen Konsequenzen zieht, sondern müssen von sich aus initiativ werden, damit ein nicht mehr ausreichend befähigter Kollege sein Amt zur Verfügung stellt bzw. abberufen wird. [...]

[Seite 204, Zeile 15-22]

Dazwischen liegt eine normative Grauzone, die je nach dem organisationspolitischen Kräfteverhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat unterschiedlich ausgefüllt wird. Rechtliche Vorgaben über das normative Gewicht des jeweiligen Entscheidungsbeitrags wären deshalb verfehlt. Aufsichtsrat und Vorstand haben beiderseits daran mitzuwirken, daß diese Personalentscheidung eine optimale Vorstandsbesetzung ermöglicht. Dieses Ziel bietet den Maßstab für die rechtliche Beurteilung des jeweils geforderten Einsatzes. [...]

[Seite 204, Zeile 30-33]

Angesichts seiner unmittelbaren Betroffenheit und der Komplexität derartiger Personalentscheidungen ist die Mitwirkung des Vorstands zwingend geboten und muß deshalb auch rechtlich eingebunden werden.

Anmerkungen

Wörtliche Übernahmen mit gewissen Anpassungen und eingeschobenen Halbsätzen. Ein Quellenverweis ist vorhanden, doch a) verweist er nicht auch auf Seite 203 und b) gehen die Übernahmen nach dem Verweis weiter. Ein Zitat ist nicht gekennzeichnet. Bemerkenswert ist, dass auch das "Zwischenergebnis" ohne adäquaten Quellenverweis wörtlich von Martens abgeschrieben ist.

Sichter
Goalgetter

[23.] Ah/Fragment 084 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:38:55 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 1-6
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 206, Zeilen: 2-6
Zutreffend ist zwar, daß eine derart differenzierte Vorstandsorganisation zur faktisch unterschiedlichen Funktionsbeteiligung führt, die nicht zuletzt auch in dem jeweiligen Ressort des einzelnen Vorstandsmitglieds begründet ist. Doch läßt sich tatsächlich nur in Evidenzfällen beurteilen, ob diese Unterschiede horizontal oder vertikal verlaufen. Richtig ist zwar, daß eine derart differenzierte Vorstandsorganisation zur faktisch unterschiedlichen Funktionsbeteiligung führt, die nicht zuletzt auch in dem jeweiligen Ressort des einzelnen Vorstandsmitglieds begründet ist. Ob diese Unterschiede horizontal oder vertikal verlaufen, läßt sich tatbestandlich nur in Evidenzfällen beurteilen.
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis. Ein Verweis auf Martens findet sich zwar am Ende des vorherigen Satzes, dieser bezieht sich wohl aber auf diesen. Ausserdem geht es in der Dissertation weiter mit "Deshalb ist Martens [FN 386] uneingeschränkt zuzustimmen, wenn er postuliert, [...]", was suggeriert, dass erst hier der Gedankengang Martens beginnt.

Sichter
Guckar

[24.] Ah/Fragment 084 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:02:21 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, 92.72.129.45, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 32-37
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 206, Zeilen:
Denn werden die Zuständigkeiten nicht eindeutig festgeschrieben, überlappen sie sich, oder sind sie gar mehrfach vorgesehen, so entsteht eine Gemengelage, in der die individuelle Verantwortung beliebig abgewälzt werden kann [FN 390].

Als Ergebnis kann somit festgehalten werden, daß die Gleichberechtigung aller Vorstandsmitglieder im wesentlichen schon durch die zwingenden Grundsätze [der Gesamtverantwortung des Vorstands und des dazu entwickelten Instrumentariums - Informations- und Interventionsrechte - gewahrt wird.]

[FN 390: Daraus kann sich eine Schadensersatzpflicht aller Vorstandsmitglieder nach § 93 AktG wegen Organisationsverschulden ergeben Zur Organisationspflicht des Vorstands siehe unter § 2 AIV 2 c, cc.]

[Seite 206, Zeile 28]

Werden die Zuständigkeiten nicht eindeutig festgeschrieben, überlappen sie sich oder sind sie gar mehrfach vorgesehen, so entsteht eine Gemengelage, in der die individuelle Verantwortung beliebig abgewälzt werden kann [FN 37].

[Seite 206, Zeile 8]

Knüpft man wiederum an die Gesamtverantwortung des Vorstands und das dazu entwickelte Instrumentarium - Informations- und Interventionsrechte- an, so wird die Gleichberechtigung aller Vorstandsmitglieder im wesentlichen schon durch diese zwingenden Grundsätze gewahrt.

[FN 37: Daraus kann sich eine Schadensersatzpflicht aller Vorstandsmitglieder nach §93 AktG wegen Organisationsverschuldens ergeben; zur Organisationspflicht des Vorstands vgl. oben zu Fn.27.]

Anmerkungen

Wörtliche Übernahmen ohne Quellenverweis. Auch eine Fußnote wurde kopiert.

Sichter
Guckar

[25.] Ah/Fragment 087 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:39:08 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith, Frangge, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 87, Zeilen: 101-103
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 205, Zeilen:
[FN 396] Beispielhaft sei auf den Synergieausschuß der Daimler-Benz AG verwiesen, der die Grundlagen für eine möglichst effiziente Zusammenarbeit im Konzern vorzubereiten hat; dazu Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15.07.1987, S. 10. [FN 33] Beispielhaft sei auf den Synergieausschuß der Daimler-Benz AG verwiesen, der die Grundlagen für eine möglichst effiziente Zusammenarbeit im Konzern vorzubereiten hat; dazu FAZ vom 15. Juli 1987, S. 10.
Anmerkungen

Fußnote samt Quellenverweis aus der Quelle übernommen, ohne auf diese zu verweisen. Bibliografische und inhaltliche Randbemerkung: Wolfgang Helmer: Im Daimler-Vorstand dürfte nicht nur der Vorsitz neu besetzt werden An der Spitze des Unternehmens gibt es keine Kontinuität / Vom Autobauer zum Hochtechnologie-Unternehmen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.1987, S. 10 Das Wort "Synergieausschuß" bzw. "Ausschuß" wird im FAZ-Artikel nicht genannt.

Sichter
Frangge

[26.] Ah/Fragment 089 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:02:38 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 1-11
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 207, Zeilen: 5-16
[Legt man diese zwingenden Zuständigkeitsgrenzen einer Ausschußbildung und das Rückrufsrecht des Gesamtvorstands [FN 405] zugrunde, dann wird ersichtlich, daß der Gesamtvor-]stand auch weiterhin über einen wesentlichen Entscheidungseinfluß verfügt und daß dem jeweiligen Ausschuß die Zuständigkeit nur zur Ausübung, aber nicht aus eigenem Recht überlassen werden kann.

Mit diesen Einschränkungen kann auch ein geschäftsführender Vorstand oder ein Vorstandspräsidium gebildet werden. Ein solches Gremium böte für den Fall, daß dem Vorstand überaus zahlreiche Mitglieder angehören, den Vorteil organisatorischer Flexibilität und organpolitischer Integration [FN 406]. Dabei können zur Organisation eines solchen Präsidiums und zur Beschlußfassung erforderlicher Präsidiumsentscheidungen auch besondere Regularien in der Geschäftsordnung vorgesehen werden, d.h., daß das Vorstandspräsidium unter diesen Voraussetzungen und in diesem Umfang auch besonders verfaßt werden kann.

[FN 405: In der Geschäftsordnung sollte zur Klarheit ausdrücklich bestimmt werden, daß der Rückruf durch Mehrheitsbeschluß des Vorstands erfolgen kann, da sonst zweifelhaft sein könnte, ob es sich dabei um einen Beschluß des Vorstands über die Geschäftsordnung handelt, der nach § 77 Abs. 2 S. 3 AktG nur einstimmig gefaßt werden kann.]

[FN 406: Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 207.]

Betrachtet man diese Zusammenhänge, dann wird ersichtlich, daß der Gesamtvorstand auch weiterhin über einen wesentlichen Entscheidungseinfluß verfügt, dem jeweiligen Ausschuß die Zuständigkeit nur zur Ausübung, aber nicht aus eigenem Recht überlassen werden kann [FN 38]. Mit diesen Einschränkungen kann auch ein geschäftsführender Vorstand oder ein Vorstandspräsidium gebildet werden [FN 39]. Gehören dem Vorstand überaus zahlreiche Mitglieder an, so bietet ein solches Gremium den Vorteil organisatorischer Flexibilität und organpolitischer Integration. Zur Organisation eines solchen Präsidiums und zur Beschlußfassung erforderlicher Präsidiumsentscheidungen können auch besondere Regularien in der Geschäftsordnung vorgesehen werden. Unter diesen Voraussetzungen und in diesem Umfang kann somit das Vorstandspräsidium auch besonders verfaßt werden.

[FN 38: Dazu im Hinblick auf das Revokationsrecht des Aufsichtsrats gegenüber dem einzelnen Aufsichtsratsausschuß RELLERMEYER, Aufsichtsratsausschüsse, 1986, S. 140f.]

[FN 39: So wohl auch MERTENS,aaO (Fn. 8), § 77 AktG Rdn. 8.]

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Kenntlichmachung eines Zitats. Ein Quellenverweis ist zwar vorhanden, lässt den Leser aber im Unklaren über Art und Umfang der Übernahme -- insbesondere auch, weil die Übernahme schon einen Absatz weiter oben anfängt und auch nach dem Quellenverweis noch weitergeht. Die Fußnote 405 ist eine Übernahme von Schiessl (1992). Siehe Ah/Fragment_088_108

Sichter
Guckar

[27.] Ah/Fragment 101 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:39:36 Kybot
Ah, Fragment, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hindemith, Guckar, Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 5-8
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 199, Zeilen: 10-12
Bereits bei der unverbundenen Aktiengesellschaft wurde festgestellt, daß die Konzentrierung der Unternehmenskontrolle auf den Aufsichtsrat unvereinbar ist mit den begrenzten sachlichen und personellen Mitteln, über die der Aufsichtsrat verfügt, und daß deshalb eine Vorstandskontrolle anzuerkennen ist. Die Konzentrierung der Führungskontrolle auf den Aufsichtsrat ist unvereinbar mit den begrenzten sachlichen und personellen Mitteln, über die der Aufsichtsrat verfügt.
Anmerkungen

Wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis. Sehr kurz, daher als verdächtig eingestuft. --- Ab dem Wort "Konzentrierung" 100% Übernahme.

Sichter
Guckar

[28.] Ah/Fragment 179 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:06:55 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 3-6
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 200, Zeilen: 29-
Der Vorstand ist in seiner Gesamtheit verpflichtet, sich so zu organisieren, daß die Selbstkontrolle auf der obersten Führungsebene umfassend, lückenlos und effizient funktioniert. Insgesamt kann also festgestellt werden, daß es dem Vorstand obliegt, sich so

zu organisieren, daß die Kontrolle auf der obersten Führungsebene umfassend, lückenlos und effizient funktioniert.

Anmerkungen

Kein Quellenverweis vorhanden trotz wörtlicher Übernahmen. Vgl. auch Seite 38, Zeile 14 der Dissertation -- dort findet sich dieses Textfragment ebenfalls.

Sichter
Sotho Tal Ker

[29.] Ah/Fragment 179 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:43:50 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 18-19
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 196, Zeilen: 12-15
In kontrollrechtlicher Hinsicht steht den einzelnen Vorstandsmitgliedern ein theoretisch jederzeit ausübbares Interventionsrecht zu. In kontrollrechtlicher Hinsicht steht den Vorstandsmitgliedern,[...], ein theoretisch jederzeit ausübbares Interventionsrecht zu [FN 12]
Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis. Das Fragment ist sehr kurz, aber im Zusammenhang mit Ah/Fragment_179_23 wohl eindeutig: die beiden Fragmente sind in der Dissertation durch einen Einschub getrennt, in der Quelle sind die zwei Fundstellen jedoch zusammenhängend. Bemerkenswert ist, dass die Übername im Kapitel "Zusammenfassung" zu finden ist. Weiterhin ist der Satz schon auf Seite 39 Zeile 9-10 zu finden.

Sichter
Goalgetter

[30.] Ah/Fragment 179 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:43:52 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, Martens 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Frangge, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 22-25
Quelle: Martens 1988
Seite(n): 196, Zeilen: 15-
Wird von diesem Interventionsrecht Gebrauch gemacht, so muß die Maßnahme zunächst unterbleiben und die Entscheidung des Gesamtvorstands eingeholt werden, der sodann verbindlich auch gegenüber dem zuständigen Ressortmitglied entscheidet. Wird von diesem Recht Gebrauch gemacht, so muß die Maßnahme zunächst unterbleiben und die Entscheidung des Gesamtvorstands eingeholt werden, der sodann verbindlich auch gegenüber dem zuständigen Ressortmitglied beschließt.
Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis. Bemerkenswert ist, dass sie im Kapitel "Zusammenfassung" zu finden ist. Vgl. auch Ah/Fragment_179_18 Derselbe Satz ("Wird von diesem Interventionsrecht Gebrauch gemacht, ...") findet sich wortwörtlich auch auf S. 39 mit Fußnote (179). [FN 179] Hefermehl, in: Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 21; Martens, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 196; Wiesner, in: Münchener Handbuch des Gesell-schaftsrechts, Bd. 4, Aktiengesellschaft, § 22 Rdnr. 13; Schiessl, ZGR 1992,64, 68. Siehe: Ah/Fragment_039_16

Sichter
Sotho Tal Ker




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