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Quelle:Ah/Martens 1995

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Klaus-Peter Martens
Titel    Der Aufsichtsrat im Konzern
Zeitschrift    Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht. ZHR
Ort    Frankfurt/M.
Verlag    Verl. Recht und Wirtschaft
Jahr    1995
Jahrgang    159
Seiten    567-592
ISSN    0044-2437

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    9


Fragmente der Quelle:
[1.] Ah/Fragment 101 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:03:02 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Klicken, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 9-28
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 567-569, Zeilen:
Auch im Konzernverhältnis hängt die Anerkennung einer Konzernvorstandskontrolle von der Effektivität der Aufsichtsratskontrolle im Konzern ab. Im Vergleich zur unverbundenen Aktiengesellschaft sind in einem Konzern die Gefahren für ein unkontrolliertes Geschäftsgebaren weitaus größer, da der Großkonzern mit seinen für den Außenstehenden oftmals kaum überschaubaren Verzweigungen ein hervorragendes Experimentierfeld für Verschiebungen aller Art darstellt [FN 462]. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um einen Konzern mit internationalen Betätigungsfeldern und internationalen Konzerngesellschaften handelt, denn je exotischer diese Ausstrahlungen sind, um so größer ist das Manipulationspotential [FN 463].

Daran wird deutlich, daß der Problembereich der Aufsichtsratskontrolle im Konzern außerordentlich vielschichtig ist und deshalb weitaus stärker auf die konkreten Umstände des Einzelfalls abzustellen ist als in der konzernfreien Aktiengesellschaft. So besteht auch kein Zweifel darüber, daß der Umfang der Aufsichtsratskontrolle in der Konzernholding eines überaus diversifiziert verzweigten Konzerns mit ganz unterschiedlichen Geschäftsfeldern, die jeweils in eigenständigen Konzernbereichen gebündelt sind, weitaus größer ist und deshalb eine weitaus intensivere Kontrolldichte als in einem rechtlichen Einheitsunternehmen verlangt, dessen Geschäftsbereiche verwandt und überschaubar sind [FN 464].

[FN 462: Insofern ist es auch nicht verwunderlich, daß sich in der jüngsten Vergangenheit der Paradefall eines krisengeschüttelten Aufsichtsrats in einem Konzern, nämlich dem der Metallgesellschaft, ereignet hat.]

[FN 463: Martens, ZHR 159 (1995), 567 f.; Scheffler, DB 1994, 793,796.]

[FN 464: Dazu Martens, ZHR 159 (1995), 567, 569, der daraus treffend folgert, daß aus dieser intensiven Kontrolldichte wesentliche Konsequenzen hinsichtlich des Anforderungsprofils der Aufsichtsratsmitglieder, insbesondere des Aufsichtsratsvorsitzenden resultieren, dessen Schlüsselposition im Konzernverbund von überragender Bedeutung ist.]

[Seite 567 Zeile 4 nach Inhaltsverzeichnis]

So ist es auch nicht verwunderlich, daß sich in der jüngsten Vergangenheit der Paradefall eines krisengeschüttelten Aufsichtsrats in einem Konzern, nämlich dem der Metallgesellschaft, ereignet hat. Der Großkonzern mit seinen für den Außenstehenden oftmals kaum überschaubaren Verzweigungen stellt ein hervorragendes Experimentierfeld für Verschiebungen aller Art dar, so daß die Aussichten für ein unkontrolliertes Geschäftsgebaren weitaus günstiger sind als in einem rechtlichen Einheitsunternehmen. Das gilt insbesondere dann, wenn es sich um einen Konzern mit internationalen Betätigungsfeldern und internationalen Konzerngesellschaften handelt. Je exotischer diese Ausstrahlungen sind, um so größer ist das Manipulationspotential. [...]

[Seite 568, Zeile 30]

Diese einleitenden Überlegungen lassen schon deutlich erkennen, daß der Problembereich der Aufsichtsratskontrolle im Konzern außerordentlich vielschichtig ist und deshalb weitaus stärker als im rechtlichen Einheitsunternehmen auf die konkreten Umstände des Einzelfalls abzustellen ist. In einer Hinsicht sollte allerdings kein Zweifel bestehen. Der Umfang der Aufsichtsratskontrolle in der Konzernholding eines überaus verzweigten Konzerns mit ganz unterschiedlichen Geschäftsfeldern, die jeweils in eigenständigen Konzernbereichen gebündelt sind, ist weitaus größer und verlangt deshalb eine weitaus intensivere Kontrolldichte als in einem rechtlichen Einheitsunternehmen, dessen Geschäftsbereiche verwandt und überschaubar sind. Daraus ergeben sich wesentliche Konsequenzen hinsichtlich des Anforderungsprofils der Aufsichtsratsmitglieder, insbesondere des Aufsichtsratsvorsitzenden. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden [FN 3] kommt generell eine Schlüsselposition zu, [...]

[FN 3 Eine umfassende Darstellung seiner Rechtsstellung enthält die Arbeit von Peus, Der Aufsichtsratsvorsitzende (1983).]

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme mit leichten Anpassungen und Umstellungen im ersten Abschnitt. Die Fußnoten 462 und 464 sind "ausgelagerter" Fließtext derselben Stelle in der Quelle. Keine Kennzeichnung als Zitat. In der Fußnote 463 ist ein Quellenverweis vorhanden, der allerdings in keinster Weise vermuten lässt, dass hier eine halbe Seite abgeschrieben wurde (vor und nach der Fußnote). Der Quellenverweis in Fußnote 464 bezieht sich nur auf diese Fußnote, so dass der zweite Absatz und der Text in Fußnote 462 vollkommen ohne Quellenverweis auskommen müssen.

Sichter
Klicken

[2.] Ah/Fragment 102 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:03:04 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Frangge, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 1-6
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 469-470, Zeilen: 22-30, 1-3
Diese Verpflichtung zur uneingeschränkten Konzernkontrolle folgt aus der Verantwortung des Konzernvorstands für das unternehmerische Vermögen der Konzernobergesellschaft, zu dem auch und in vielen Fällen vor allem der gesamte Beteiligungsbesitz gehört. Sie ist ein wesentlicher und unabdingbarer Bestandteil der generellen Pflicht zur Geschäftsführung nach § 76 AktG [...][FN 466].

[FN 466: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 569 f.; Scheffler, SzU 56 (1995), 147, 148; Hoffmann-Becking, ZHR 159 (1995), 325, 331; Hommelhoff Die Konzernleitungspflicht, S. 182 ff; Kropff, ZGR 1984, 112, 132; Semler, Leitung und Überwachung der Aktiengesellschaft, S. 162 ff; ders., in: Lutter (Hrsg.), Holding-Handbuch, S.149, 152; ders., in: Festschrift für Stiefel, S. 719, 727 f.]

[...] so ist doch unbestreitbar, daß er [=Konzernvorstand] zur uneingeschränkten Konzernkontrolle verpflichtet ist. Diese Verpflichtung folgt aus seiner Verantwortung für das unternehmerische Vermögen der herrschenden Gesellschaft, zu dem auch und in vielen Fällen vor allem der gesamte Beteiligungsbesitz gehört. [...] Sie ist ein wesentlicher und unabdingbarer Bestandteil der generellen Pflicht zur Geschäftsführung nach § 76 AktG.
Anmerkungen

Zwei Sätze übernommen ohne Kennzeichnung des Zitats, ein Quellenverweis. Dem Leser wird dadurch die Art und der Umfang der Übernahme nicht klar.

Sichter
Goalgetter

[3.] Ah/Fragment 103 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:03:06 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Frangge, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 1-14
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 576-577, Zeilen: 29-31, 1-4, 7-11, 4-11
[Diese nach Umfang und Intensität wichtige Vorstandskontrolle schmälert aber keineswegs die Bedeutung der Aufsichtsratskontrolle, die der Sache nach eine] Kontrolle der Kontrolleure und deshalb unverzichtbar ist [FN 471]. Vor allem innerhalb des Konzerns kommt dem Aufsichtsrat der Konzernholding überragende Bedeutung zu, da dieser Aufsichtsrat das einzige vom Konzernvorstand unabhängige Kontrollorgan innerhalb des Gesamtkonzerns ist. In ihm zentrieren sich alle wesentlichen Kontrollbefugnisse, die materiellrechtlich in den Zuständigkeitsbereich der Aufsichtsräte der Tochtergesellschaften fallen, dort aber nur exekutiv wahrgenommen werden, da die Aufsichtsräte der abhängigen Gesellschaften entweder unmittelbar oder mittelbar der Einflußnahme des Konzernvorstands unterliegen, sei es kraft eigener Mandatsausübung oder durch ausgewählte Vertrauensleute. Zwar verdünnt sich diese Einflußnahme um so mehr, je weiter der Konzern verzweigt ist, aber im Bedarfsfall kann sie jederzeit aktualisiert werden [FN 472]. Somit ist dem Aufsichtsrat der Konzernholding für die vom Konzernvorstand unabhängige Konzernkontrolle die uneingeschränkte Priorität einzuräumen [FN 473].

[FN 471: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 576 f.; ders. bereits, in: Festschrift für Fleck, S. 191, 198 ff.; zustimmend Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 77 Rdnr. 18; Semler, in: Lutter (Hrsg.), Holding-Handbuch, S. 149, 155; Scheffler, SzU 56 (1995), 147,148.]

[FN 472: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 576 f.]

[FN 473: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 577; zustimmend Scheffler, SzU 56 (1995), 147, 148.]

[Seite 576, Zeile 29-31, Seite 577, Zeile 1-4]

Diese nach Umfang und Intensität wichtige Vorstandskontrolle schmälert freilich nicht die Bedeutung der Aufsichtsratskontrolle. Der Sache nach ist sie eine Kontrolle der Kontrolleure und deshalb unverzichtbar. Innerhalb des Konzerns kommt dem Aufsichtsrat der Konzernholding geradezu überragende Bedeutung zu, weil dieser Aufsichtsrat das einzige vom Konzernvorstand unabhängige Kontrollorgan innerhalb des Gesamtkonzerns ist.

[Seite 576, Zeile 7-11]

In ihm zentrieren sich alle wesentlichen Kontrollbefugnisse, die materiellrechtlich in den Zuständigkeitsbereich der Aufsichtsräte der Tochtergesellschaften fallen, dort aber nur exekutiv [...] wahrgenommen werde. [...]

[Seite 577, Zeile 4-11]

Die Aufsichtsräte der Tochtergesellschaften und der anderen Konzerngesellschaften unterliegen entweder unmittelbar oder mittelbar der Einflußnahme des Konzernvorstands, sei es kraft eigener Mandatsausübung, sei es durch ausgewählte Vertrauensleute. Je weiter der Konzern allerdings verzweigt ist, um so mehr verdünnt sich diese Einflußnahme, kann aber im Bedarfsfall jederzeit aktualisiert werden. Für die vom Konzernvorstand unabhängige Konzernkontrolle ist somit dem Aufsichtsrat der Konzernholding die uneingeschränkte Priorität einzuräumen.

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahmen ohne Kenntlichmachung eines Zitats. Es sind Quellenverweise vorhanden, diese lassen den Leser aber im Unklaren über die Art und den Umfang der Übernahmen. Die Fragmente werden aus den gegenüberliegenden Seiten 576 und 577 neu zusammengeschraubt.

Sichter
Goalgetter

[4.] Ah/Fragment 126 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:04:12 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Klicken, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 14-28
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 568, Zeilen: 15
Die Überwachung muß für jene Konzernbereiche weniger intensiv ausgeübt werden, die über ein selbständiges, vom Konzernvorstand weitgehend unabhängiges Kontrollsystem verfügen. Je selbständiger also einzelne Beteiligungsgesellschaften organisiert sind, um so mehr kann sich der Aufsichtsrat darauf verlassen, daß die dortigen Aufsichtsräte hinreichend befähigt sind, um ihre Kontrollaufgaben mit dem erforderlichen Selbstbewußtsein gegenüber etwaigen Entscheidungs- und Kontrollinteressen des Konzernvorstands wahrzunehmen [FN 587]. Demgegenüber ist bei einer zentralistisch geleiteten abhängigen Tochtergesellschaft zu erwarten, daß der Konzernvorstand seinen Konzerneinfluß auch im Aufsichtsrat dieser Gesellschaft ausübt, indem er dort durch eigene Mitglieder oder durch Personen seines Vertrauens vertreten wird. Damit ist die Effizienz und die Unabhängigkeit der Aufsichtsratskontrolle in dieser Gesellschaft gefährdet, so daß sich der Aufsichtsrat der Konzernobergesellschaft um so mehr dieser Überwachungsaufgabe widmen muß [FN 588].

[FN 587: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 568; ders., ZHR 147 (1983), 377, 417 f.; im Ansatz auch Krieger, in: Lutter (Hrsg.), Holding-Handbuch, S. 193, 197 und Koppensteiner, in: Kölner Kommentar zum AktG, Vorb. § 291 Rdnr. 31.]

[FN 588: Martens,; ZHR 159 (1995), 567, 568; ders., ZHR 147 (1983), 377, 417 f.; im Ansatz auch Krieger, in: Lutter (Hrsg.), Holding-Handbuch, S. 193, 197 und Koppensteiner, in: Kölner Kommentar zum AktG, Vorb. § 291 Rdnr. 31.]

So ist es z. B. offensichtlich, daß die Kontrolle des Aufsichtsrats in der Obergesellschaft für jene Konzernbereiche weniger intensiv ausgeübt werden muß, die über ein selbständiges, vom Konzernvorstand weitgehend unabhängiges Kontrollsystem verfügen. Je eigenständiger mithin einzelne Beteiligungsgesellschaften organisiert sind, um so mehr kann sich der Aufsichtsrat der Obergesellschaft darauf verlassen, daß die dortigen Aufsichtsräte hinreichend befähigt sind, um ihre Kontrollaufgaben mit dem erforderlichen Selbstbewußtsein gegenüber etwaigen Entscheidungs- und Kontrollinteressen des Konzernvorstands [FN 2] wahrzunehmen. Wird hingegen die abhängige Gesellschaft zentralistisch geleitet, so ist zu erwarten, daß der Konzernvorstand seinen Konzerneinfluß auch im Aufsichtsrat dieser Gesellschaft ausübt, indem er dort durch eigene Mitglieder oder durch Personen seines Vertrauens vertreten wird. Da somit die Effizienz und die Unabhängigkeit der Aufsichtsratskontrolle in dieser Gesellschaft gefährdet ist, muß sich der Aufsichtsrat der herrschenden Gesellschaft um so mehr dieser Kontrollaufgabe widmen.

[FN 2: Ausführlich zur Organisation des Konzernvorstands Martens, FS Heinsius (1991), S. 523 sowie generell zum Konzernvorstand Schneider, BB 1981,249 ff.]

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme mit leichter Anpassung des Satzbaus, Ergänzungen und Auslassungen. Quellenverweis am Ende vorhanden. Anführungszeichen fehlen jedoch, so dass Art und Länge des Zitats für den Leser im Unklaren bleiben. Aus "eigenständiger" in der Quelle wird z.B. "selbständiger" in der Übernahme. Im Quellenverweis sind neben der Quelle der wörtlichen Übernahme weitere Quellen angegeben – dies suggeriert eine Auseinandersetzung mit den Quellen, die wohl nicht so vorhanden war (da ja fast wörtlich übernommen wurde).

Sichter
Klicken

[5.] Ah/Fragment 144 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:05:04 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Frangge, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 28-33
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 573, Zeilen: 7-14
Endlich wird in diesem Zusammenhang eine analoge Anwendung des § 105 Abs. 1 AktG erwogen, wonach ein Aufsichtsratsmitglied nicht zugleich Vorstandsmitglied der Gesellschaft sein kann, da der Vorstandsvorsitzende der Tochtergesellschaft zwar nicht seinem Aufsichtsrat angehöre, wohl aber aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Konzernvorstand maßgeblichen Einfluß auf das in Personalunion in seinem Aufsichtsrat befindliche Konzernvor-[standsmitglied ausüben könne.] Auch die in diesem Zusammenhang verschiedentlich erwähnte Vorschrift des § 105 AktG ist nicht berührt. Danach kann ein Aufsichtsratsmitglied nicht zugleich Vorstandsmitglied der Gesellschaft sein. Diese Vorschrift sei entsprechend anwendbar, da der Vorstandsvorsitzende der Tochtergesellschaft zwar nicht seinem Aufsichtsrat angehöre, wohl aber aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Konzernvorstand maßgeblichen Einfluß auf das in Personalunion in seinem Aufsichtsrat befindliche Konzernvorstandsmitglied ausüben könne [FN 10].

[FN 10 Ausführliche Darstellung der Argumentation und ihrer Widerlegung bei Streyl, Zur konzernrechtlichen Problematik von Vorstands- Doppelmandaten (1992), S. 75 ff. sowie bei Martens, FS Heinsius, S. 523, 527 ff.

Anmerkungen

Wörtliche Übernahmen mit leichten Anpassungen. Ohne Kennzeichnung als Zitat, ein Quellenverweis findet sich weiter unten auf der nächsten Seite – trotzdem ist für den Leser vollkommen unklar, dass der ganze Abschnitt von Martens stammt.

Sichter
Goalgetter

[6.] Ah/Fragment 145 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:05:06 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Klicken, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 1-10
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 573, Zeilen: 14-28
Dieses Vorstandsmitglied sei Strohmann des für die Tochtergesellschaft zuständigen Vorstandsvorsitzenden [FN 670]. Aber auch bei dieser Argumentationsweise ist zu bedenken, daß die zitierte Inkompatibilitätsregelung an einen personalen Rollenkonflikt anknüpft, während die hier im Räume stehende Problematik von struktureller Bedeutung ist. Vorstandsmitglieder dürfen zwar nicht in eigener Person zugleich Mitglied ihres Aufsichtsrats sein, wohl aber können Personen ihres Vertrauens ohne Verstoß gegen § 105 Abs. 1 AktG dem Aufsichtsrat angehören [FN 671]. Aus dieser Sicht ist es deshalb unbestreitbar, daß derartige Doppelmandate mit dem geltenden Aktienrecht vereinbar sind [FN 672].

[FN 670: Dazu Martens, ZHR 159 (1995), 567, 572 ff.; Streyl, Zur konzernrechtlichen Problematik von Vorstands-Doppelmandaten, S. 77 f.]

[FN 671: Semler, in: Festschrift für Stiefel, S. 719, 733; Martens, ZHR 159 (1995), 567, 573; Streyl, Zur konzernrechtlichen Problematik von Vorstands-Doppelmandaten, S. 77 f.]

[FN 672: Auch de lege ferenda ist einer Neuregelung, die sich der Sache nach als Inkompatibilitätsregelung für Vorstandsmitglieder der Tochtergesellschaften im Konzernvorstand erweisen würde, zu widersprechen. Denn gerade in dieser Hinsicht würde eine solche Neuregelung grundlegende Nachteile für die Konzernorganisation, insbesondere die Bildung des Konzernvorstands auslösen: Die Mitwirkung der Vorstandsvorsitzenden der in eigenen Konzernbereichen operierenden Tochtergesellschaften im Konzernvorstand ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine optimale Abstimmung der im Gesamtkonzern vorhandenen Partikularinteressen (Martens, ZHR 159 (1995), 567, 575).]

Dieses Vorstandsmitglied sei [...] Strohmann des für die Tochtergesellschaft zuständigen Vorstandsvorsitzenden. Sieht man zunächst von dieser außerordentlich waghalsigen, geradezu atemberaubenden Beschreibung der tatsächlichen Zusammenhänge ab, dann ist vor allem zu bedenken, daß die zitierten Inkompatibilitätsregelungen an einen personalen Rollenkonflikt anknüpfen, während die hiesige Problematik von struktureller Bedeutung ist. Vorstandsmitglieder dürfen nicht in eigener Person zugleich Mitglied ihres Aufsichtsrats sein, wohl aber können Personen ihres Vertrauens ohne Verstoß gegen § 105 AktG dem Aufsichtsrat angehören. [...] Aus dieser Sicht ist es deshalb unbestreitbar, daß derartige Doppelmandate mit dem geltenden Aktienrecht vereinbar sind [FN 11.]

[FN 11: Ebenso Decher (Fn. 8), S. 198 ff.; Streyl (Fn. 10), S. 64 ff.; Semler, FS E. C. Stiefel (1987), S. 719 ff.; Martens, FS Heinsius, S. 523, 524 ff.; aus der Rechtsprechung OLG Köln, AG 1993, 86 = ZIP 1993, 110 m. Anm. Timm sowie LG Köln, AG 1992, 238.]

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme, mit leichten Anpassungen. Nicht als Zitat gekennzeichnet und die willkürlich eingestreuten Quellenverweise in den Fußnoten sind nicht adäquat: * FN 670 schließt ein wörtliches Zitat mit dem Gebrauch von "Dazu" eigentlich aus * FN 671 nennt die Quelle Martens erst an zweiter Stelle * FN 672 ist kein Quellenverweis, sondern gibt zusätzliche Informationen – daher ist der letzte Satz dieses Fragments überhaupt nicht belegt. Insgesamt wird dem Leser nicht klar, dass er Martens liest und nicht Ah. Man beachte, dass auch die FN 672 aus der Quelle abgeschrieben ist, siehe Ah/Fragment_145_105.

Sichter
Klicken

[7.] Ah/Fragment 145 105 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:41:55 Kybot
Ah, Fragment, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hindemith, Frangge, Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 105-112
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 575, Zeilen: 12
[FN 672] Auch de lege ferenda ist einer Neuregelung, die sich der Sache nach als Inkompatibilitätsregelung für Vorstandsmitglieder der Tochtergesellschaften im Konzernvorstand erweisen würde, zu widersprechen. Denn gerade in dieser Hinsicht würde eine solche Neuregelung grundlegende Nachteile für die Konzernorganisation, insbesondere die Bildung des Konzernvorstands auslösen: Die Mitwirkung der Vorstandsvorsitzenden der in eigenen Konzernbereichen operierenden Tochtergesellschaften im Konzernvorstand ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine optimale Abstimmung der im Gesamtkonzern vorhandenen Partikularinteressen (Martens, ZHR 159 (1995), 567, 575). [...] dann würde sich die Neuregelung der Sache nach als Inkompatibilitätsregelung für Vorstandsmitglieder der Tochtergesellschaften im Konzernvorstand erweisen. Und gerade in dieser Hinsicht würde eine solche Neuregelung grundlegende Nachteile für die Konzernorganisation, insbesondere die Bildung des Konzernvorstands auslösen. Die Mitwirkung der Vorstandsvorsitzenden der in eigenen Konzernbereichen operierenden Tochtergesellschaften im Konzernvorstand ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine optimale Abstimmung der im Gesamtkonzern vorhandenen Partikularinteressen.
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme, mit gewissen Anpassungen: Nicht als Zitat gekennzeichnet, aber mit Quellenangabe. Für den Leser ist aber nicht klar, dass die dies die Worte Martens sind. Nur verdächtig, da möglicherweise eine Fußnote so stark eine Einheit bildet, dass der Quellenverweis sich auf sie in ihrer Gesamtheit beziehen muss – offene Frage (zumindest für mich).

Sichter

[8.] Ah/Fragment 150 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:05:30 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 150, Zeilen: 12-27
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 574, Zeilen: 24-31, 33-40
Die damit beschworene Gefahr einer unzulässigen Vermengung der unterschiedlichen Organbefugnisse von Vorstand und Aufsichtsrat ist allenfalls von theoretischer Bedeutung, in der Praxis jedoch ernsthaft nicht zu befürchten. Dies ergibt sich schon aus den ganz unterschiedlichen Interessenlagen, die die verschiedenen Tochtergesellschaften angesichts des ganz unterschiedlichen Wirtschaftspotentials aufweisen. Zudem bilden die verschiedenen im Konzernvorstand versammelten Stammesfürsten wegen der disparaten Interessenlagen kein "Kartell", das sich gegen die geschäftsführenden, d.h. hauptamtlichen Vorstandsmitglieder richtet [FN 694]. Außerdem ist auch das persönliche Profil dieser Stammesfürsten zu berücksichtigen, die jeweils mit der Leitung eigener, großer Konzernbereiche betraut sind. Deshalb ist vom Vorsitzenden des Konzernvorstands ein hohes Maß an Integrationskraft, aber auch Durchsetzungsvermögen zu verlangen; ansonsten ist eine gedeihliche und für den Konzern insgesamt erfolgreiche Zusammenarbeit kaum möglich [FN 695]. Folglich kann von einer Abhängigkeit des Vorstandsvorsitzenden gegenüber einzelnen Stammesfürsten also nicht die Rede sein.

[FN 694: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 574; Streyl, Zur konzernrechtlichen Problematik von Vorstands-Doppelmandaten, S. 76 ff.]

[FN 695: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 574; ders., in: Festschrift für Heinsius, S. 523, 540]

Die von den Kritikern dieses Doppelmandats-Modells immer wieder beschworene Gefahr einer unzulässigen Vermengung der unterschiedlichen Organbefugnisse von Vorstand und Aufsichtsrat [FN 13] ist allenfalls von theoretischer Bedeutung, in der Praxis jedoch ernsthaft nicht zu befürchten. Dazu ist schon auf die disparaten Interessenlagen der verschiedenen im Konzernvorstand versammelten Stammesfürsten hingewiesen worden. Diese bilden kein "Kartell", das sich gegen die geschäftsführenden, d.h. hauptamtlichen Vorstandsmitglieder richtet. [...] Zudem ist auch das persönliche Profil dieser Stammesfürsten zu berücksichtigen, die jeweils mit der Leitung eigener, großer Konzernbereiche betraut sind. Vom Vorsitzenden des Konzernvorstands wird deshalb ein hohes Maß an Integrationskraft, aber auch Durchsetzungsvermögen verlangt, andernfalls eine gedeihliche und für den Konzern ingesamt erfolgreiche Zusammenarbeit kaum möglich ist. Von einer Abhängigkeit des Vorstandsvorsitzenden gegenüber einzelnen Stammesfürsten kann also nicht die Rede sein.

[FN 13: Bernhardt, Handelsblatt v. 22.7.1986, S. 8; Hoffmann-Becking, ZHR 150 (1986), 570,573; v. Werder, DBW 49 (1989), 37, 39.]

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme mit leichten Anpassungen, ohne Kenntlichmachung als Zitat. Quellenverweise sind vorhanden, aber sie machen für den Leser nicht deutlich, dass der gesamte Paragraph wörtlich von Martens (1995) übernommen wurde. Die zwei Fußnoten mit Quellenverweisen scheinen willkürlich positioniert zu sein. Tippfehler bei Martens: "ingesamt", bei Ah korrekt: "insgesamt".

Sichter
Goalgetter

[9.] Ah/Fragment 154 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:05:48 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Frangge, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 1-21
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 571-572, Zeilen: 18-21, 24-36, 1-11
[In der Praxis trifft dies vor allem auf Finanzierungsgesellschaften zu, die die gesamten] Finanzierungsanlagen des Konzerns betreiben, und auf ausländische Gesellschaften, in denen sich die dortigen Aktivitäten des Konzerns bündeln [FN 712].

Der institutionelle Rahmen der Konzernkontrolle erschöpft sich allerdings nicht in der Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten in den wichtigsten Tochtergesellschaften durch den Konzernvorstand. Eine effiziente Konzernkontrolle erfordert zusätzlich, daß die Vorstandsvorsitzenden der Töchtervorstände zugleich Mitglieder des Konzernvorstands sind. Durch diese Doppelmandate wird die Konzernkontrolle wesentlich erleichtert, weil die Vorstände der Tochtergesellschaften im Konzernvorstand in aller Offenheit und ohne jede Einschränkung über alle Angelegenheiten der von ihnen geleiteten Konzernbereiche zu berichten haben [FN 713]. Mit diesem „inquisitorischen" Kontrollverfahren wird nicht nur das Bewußtsein der gemeinsamen Konzernverantwortung, sondern werden auch die in den einzelnen Konzernunternehmen vorhandenen Egoismen gesteuert. Es ist zu bedenken, daß jeder wirtschaftliche Mißerfolg in einem einzelnen Konzernunternehmen nicht nur das Konzernstanding, sondern vor allem auch die von den übrigen Konzernunternehmen erwirtschaftete Verteilungsmasse schmälert. Ein Konzernunternehmen, das Kostgänger anderer Konzernunternehmen ist oder gar an deren Tropf hängt, ist nicht wohlgesonnen. Deshalb ist der Aufklärungsbedarf über die konkrete Wirtschaftssituation, ihre Ursachen sowie die erforderliche Therapie um so dringlicher [FN 714].


[FN 712: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 570 f.]

[FN 713: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 571 f.; Semler, in: Festschrift für Stiefel, S. 719, 724; Scheffler, Konzernmanagement, S. 27.]

[FN 714: Martens, ZHR 159 (1995), 567,572.]

Dazu sei beispielhaft auf Finanzierungsgesellschaften hingewiesen, die die gesamten Finanzierungsanlagen des Konzerns betreiben. Ebenso kontrollrelevant sind ausländische Gesellschaften, in denen sich die dortigen Aktivitäten des Konzerns bündeln.

[...]

Den institutionellen Rahmen der Konzernkontrolle bilden aber nicht nur die Aufsichtsräte der konzernabhängigen Gesellschaften, sondern auch und vor allem der Konzernvorstand selbst. [...] In den schon genannten Großkonzernen sind die Vorstandsvorsitzenden der Töchtervorstände zugleich Mitglieder des Konzernvorstands. [...] Zum anderen wird durch derartige Doppelmandate die Konzernkontrolle wesentlich erleichtert. Die Vorstände der Tochtergesellschaften haben im Konzernvorstand in aller Offenheit und ohne jede Einschränkung über alle Angelegenheiten der von ihnen geleiteten Konzernbereiche zu berichten. Das wesentliche Steuerungsmotiv eines solchen gleichsam inquisitorischen Kontrollverfahrens ist nicht nur das Bewußtsein der gemeinsamen Konzernverantwortung, sondern sind auch die in den einzelnen Konzernbereichen vorhandenen Egoismen. Jeder wirtschaftliche Mißerfolg in einem einzelnen Konzernbereich schmälert nicht nur das Konzernstanding, sondern vor allem die von den übrigen Konzernbereichen erwirtschaftete Verteilungsmasse. Ein Konzernbereich, der Kostgänger anderer Konzernbereiche ist oder gar an deren Tropf hängt, ist nicht wohlgelitten. Um so größer ist der Aufklärungsbedarf über die konkrete Wirtschaftssituation, ihre Ursachen sowie die erforderliche Therapie.

Anmerkungen

Wörtliche Übernahmen mit z.T. größeren Anpassungen. Ohne Kenntlichmachung der Zitate. Quellenverweise sind vorhanden, jedoch nicht ausreichend, so dass der Leser nicht darüber im Klaren ist, dass er hier Martens liest und nicht Ah.

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