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Quelle:Ali/Mansour 2008

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Ramin Mansour
Titel    Onkologische Langzeitergebnisse, Inkontinenz und Spätkomplikationen nach transperitonealer laparoskopischer radikaler Prostatektomie - Follow up von 1000 Patienten, operiert in den Jahren 1999-2004 an der Klinik für Urologie der Charite Mitte
Ort    Berlin
Jahr    2008
Anmerkung    Dissertation, vorgelegt der Medizinischen Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin
URL    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000005919

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    55


Fragmente der Quelle:
[1.] Ali/Fragment 001 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-19 21:37:23 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 1,2, Zeilen: 1ff.; 1-3
1 Einleitung

1.1 Epidemiologie

Das Prostatakarzinom ist der häufigste maligne Tumor des Mannes mit ansteigender Inzidenz in Westeuropa, Nordamerika und den übrigen Industrienationen. Die Ursachen hierfür sind die demographische Entwicklung mit einem zunehmend höheren Anteil der älteren Bevölkerungsschicht und die optimierten Methoden der Früherkennung des Prostatakarzinoms [1]. In Deutschland werden aktuell jährlich etwa 48 650 Prostatakarzinome diagnostiziert, die altersstandardisierte Inzidenzrate beträgt ca. 97,8 pro 100 000 pro Jahr [2] und ist stark altersabhängig. Sie steigt ab dem 55. Lebensjahr exponentiell an, liegt mit 60 Jahren bei 50/100 000 und steigt bei über 75-jährigen auf über 400/100 000. Das bevorzugte Erkrankungsalter liegt im Bereich zwischen 60 und 80 Jahren, das mittlere Alter bei Diagnose beträgt 71,4 etwa 2 Jahre höher als für Krebs insgesamt [3]. So ist die Prostata mit 22,3 % die häufigste Lokalisation bösartiger Neubildungen des Mannes in Deutschland [2]. Das Tumor-spezifische mittlere Sterbealter liegt bei 78 Jahren. Das Prostatakarzinom stellt unter den urologischen Tumoren die häufigste Todesursache und ab dem 80. Lebensjahr die häufigste tumorbedingte Todesursache überhaupt dar [4]. Altersunabhängig bezogen auf die männliche Bevölkerung belegt es den zweiten Rang nach dem Bronchialkarzinom [5] und geschlechtsunspezifisch den dritten Rang bei zum Tode führenden Krebserkrankungen mit 10,4% [2]. In den USA, in denen Langzeitstudien mit den größten Kohorten aller westlichen Industrienationen durchgeführt wurden, stieg die Inzidenz zwischen 1987 und 1992 um 85%. Damit direkt korrelierend und beeinflussend steht die Einführung des PSA-Screenings als standardisierter Diagnoseparameter [6]. Es verschob sich seit 1990 durch dieses Verfahren auch der Stadienanteil der neu diagnostizierten Prostatakarzinome hin zu lokal begrenzten Tumoren, der Anteil der bereits primär metastasierten Tumoren verringerte sich deutlich [1,6]. In den USA hat sich die aktuelle 5-Jahres-Überlebensrate beim lokalisierten Prostatakarzinom ausgehend von 70% in den Jahren 1973-77 über 94% im Zeitraum 1988-1989 auf aktuell fast 100% erhöht [7]. Auffallend ist eine deutlich signifikante Ungleichverteilung der Tumorhäufigkeit bei verschiedenen ethnischen Gruppen: Die mit 271 von 100 000 höchste Inzidenzrate zeigt der afroamerikanische Bevölkerungsanteil, sie ist etwa 25- mal höher als bei Südostasiaten, die Japaner haben mit ca. 9 von 100 000 die mit Abstand niedrigste Rate [1,8]. Autopsiestudien zeigen einen Anteil von [Prostatakarzinom bereits 29% im Altersbereich 20-40 Jahre.]

1 Einleitung

1.1 Epidemiologie

Das Prostatakarzinom ist der häufigste maligne Tumor des Mannes mit ansteigender Inzidenz in Westeuropa, Nordamerika und den übrigen Industrienationen. Die Ursachen hierfür sind die optimierten Methoden der Früherkennung des Prostatakarzinoms und die demographische Entwicklung mit einem zunehmend höheren Anteil der älteren Bevölkerungsschicht [1]. In Deutschland werden aktuell jährlich etwa 48 650 Prostatakarzinome diagnostiziert, die altersstandardisierte Inzidenzrate beträgt ca. 97,8 pro 100 000 pro Jahr [2] und ist stark altersabhängig. Sie steigt ab dem 55. Lebensjahr exponentiell an, liegt mit 60 Jahren bei 50/100 000 und steigt bei über 75-jährigen auf über 400/100 000. Das bevorzugte Erkrankungsalter liegt im Bereich zwischen 60 und 80 Jahren, das mittlere Alter bei Diagnose beträgt 71,4, etwa 2 Jahre höher als für Krebs insgesamt [3]. So ist die Prostata mit 22,3 % die häufigste Lokalisation bösartiger Neubildungen des Mannes in Deutschland [2]. Das mittlere Sterbealter liegt bei 78 Jahren. Das Prostatakarzinom stellt unter den urologischen Tumoren die häufigste Todesursache und ab dem 80. Lebensjahr die häufigste tumorbedingte Todesursache überhaupt dar [4], altersunabhängig bezogen auf die männliche Bevölkerung belegt es den zweiten Rang nach dem Bronchialkarzinom [5] und geschlechtsunspezifisch den dritten Rang bei zum Tode führenden Krebserkrankungen mit 10,4% [2]. Die USA, in denen Langzeitstudien mit den größten Kohorten aller westlichen Industrienationen durchgeführt wurden, stieg die Inzidenz zwischen 1987 und 1992 um 85%. Damit direkt korrelierend und beeinflussend steht die Einführung des PSA-Screenings als standardisierter Diagnoseparameter [6]. Es verschob sich seit 1990 durch dieses Verfahren auch der Stadienanteil der neu diagnostizierten Prostatakarzinome hin zu lokal begrenzten Tumoren, der Anteil der bereits primär metastasierten Tumoren verringerte sich [1,6]. In den USA hat sich die aktuelle 5-Jahres-Überlebensrate beim lokalisierten Prostatakarzinom ausgehend von 70% in den Jahren 1973-77 über 94% im Zeitraum 1988-89 auf aktuell fast 100% erhöht [7]. Auffallend ist eine deutlich signifikante Ungleichverteilung der Tumorhäufigkeit bei verschiedenen ethnischen Gruppen: Die mit 271 von 100 000 höchste Inzidenzrate zeigt der afroamerikanische Bevölkerungsanteil, sie ist etwa 25-mal höher als bei Südostasiaten, die Japaner haben mit ca. 9 von 100 000 die mit Abstand niedrigste Rate [1,8]. Autopsiestudien zeigen einen Anteil von bereits 29% im Altersbereich 20-40 Jahre und 64% zwischen 60 und

[Seite 2]

70 Jahren mit dem Befund eines latenten Prostatakarzinoms, das asymptomatisch ist und möglicherweise keinen signifikanten Einfluß auf die Lebenserwartung und Lebensqualität des Betroffenen hätte [9].

Anmerkungen

Umstellung der Reihenfolge im ersten Satz der Arbeit.

Man beachte: die Literaturverzeichnisse der untersuchten Arbeit und der Quelle sind identisch: gleiche Verweisnummern beziehen sich also auf den gleichen Literaturverweis.

Sichter
(Klgn) Singulus

[2.] Ali/Fragment 002 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-19 21:46:01 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 2, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 1, 2, Zeilen: 1: letzte beide Zeilen; 2: 1ff
[Autopsiestudien zeigen einen Anteil von] Prostatakarzinom bereits 29% im Altersbereich 20-40 Jahre. Zwischen 60 und 70 Jahren mit dem Befund eines latenten Prostatakarzinoms, das asymptomatisch ist und möglicherweise keinen signifikanten Einfluss auf die Lebenserwartung und Lebensqualität des Betroffenen hätte [9]. Die aktuell hohe und weiterhin steigende Inzidenzrate und deren gesundheitliche sowie ökonomische Auswirkungen unterstreichen die Bedeutung einer optimierten Methodik in Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung.

1.2 Ätiologie und Risikofaktoren

Die Ätiologie des Prostatakarzinoms ist nicht geklärt. Unstrittig sind der Einfluss des Alters als größter gesamtbezogener Risikofaktor, wie obige Daten belegen, sowie eine hereditäre Komponente, bestimmte Hormone und ethnische Zugehörigkeit als weitere endogene Parameter. Außerdem gelten Umwelt- und Ernährungsfaktoren als exogene Einflussgrößen, die die höhere Häufigkeit dieser Tumorentität v.a. in der westlichen Welt erklären können. Insgesamt handelt es sich beim Prostatakarzinom um ein multifaktorielles Geschehen. Die Determinierung einer hereditären Komponente konnte in zahlreichen Studien belegt werden. So ist das Risiko eines Mannes, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, bei Diagnosestellung im frühen Alter (<50 Jahren) und Tumorauftreten in der Verwandtschaft 1. Grades 2-3 fach erhöht gegenüber der Normalbevölkerung. Wenn zwei oder mehrere direkte Verwandte betroffen sind, erhöht sich das Risiko auf das 5- 11-fache [10, 11, 12]. Diese familiäre Komponente ist bei ethnisch unterschiedlichen Bevölkerungsteilen (afro-amerikanisch, asiatisch-amerikanisch und kaukasisch) beobachtet worden [13]. In diesem Kontext wurden Veränderungen auf den Chromosomen 1, 7, 10 und 16 beschrieben. Einigen Studien zufolge ist die Grundlage des hereditären Prostatakarzinoms zumindest teilweise ein Mendel `scher [sic] autosomaler Erbgang [14,15, 16, 17], wobei für das early-onset Karzinom ein autosomal dominanter Weg wahrscheinlich ist und das later-onset Karzinom als rezessiv vererbtes Risiko entsteht. Die Expression von Glutathion S-Transferase P1 (GSTP1), das als Entgiftungsenzym den Abbau oxidativer Sauerstofftypen katalysiert, ist bei nahezu 100% der diagnostizierten und befundeten Karzinome vermindert bzw. fehlt gänzlich [18, 19, 20]. Weiterhin ist aufgezeigt worden, dass bei PCa-Patienten ein reduzierter Telomer-DNA-Gehalt signifikant korreliert mit Tod bzw. Auftreten eines Tumorrezidivs [21]. Ebenso werden die chronische Prostatitis und die fokal prostatische glanduläre Atrophie als äthiologisch [sic] bedeutsamer Faktor [diskutiert.]

[Seite 1]

Autopsiestudien zeigen einen Anteil von bereits 29% im Altersbereich 20-40 Jahre und 64% zwischen 60 und

[Seite 2]

70 Jahren mit dem Befund eines latenten Prostatakarzinoms, das asymptomatisch ist und möglicherweise keinen signifikanten Einfluß auf die Lebenserwartung und Lebensqualität des Betroffenen hätte [9]. Die aktuell hohe und weiterhin steigende Inzidenzrate und deren gesundheitliche sowie ökonomische Auswirkungen unterstreichen die Bedeutung einer optimierten Methodik in Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung.

1.2. Ätiologie und Risikofaktoren

Die Ätiologie des Prostatakarzinoms ist nicht geklärt. Unstrittig sind der Einfluß des Alters als größter gesamtbezogener Risikofaktor, wie obige Daten belegen, sowie eine hereditäre Komponente, bestimmte Hormone und ethnische Zugehörigkeit als weitere endogene Parameter. Außerdem gelten Umwelt- und Ernährungsfaktoren als exogene Einflussgrößen, die die höhere Häufigkeit dieser Tumorentität v.a. in der westlichen Welt erklären können. Insgesamt handelt es sich beim Prostatakarzinom um ein multifaktorielles Geschehen. Die Determinierung einer hereditären Komponente konnte in zahlreichen Studien belegt werden. So ist das Risiko eines Mannes, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, bei Diagnosestellung im frühen Alter (< 50 Jahren) und Tumorauftreten in der Verwandtschaft 1. Grades 2-3 fach erhöht gegenüber der Normalbevölkerung. Wenn zwei oder mehrere direkte Verwandte betroffen sind, erhöht sich das Risiko auf das 5- 11-fache [10,11,12]. Diese familiäre Komponente ist bei ethnisch unterschiedlichen Bevölkerungsteilen (afro-amerikanisch, asiatisch-amerikanisch und kaukasisch) beobachtet worden [13]. In diesem Kontext wurden Veränderungen auf den Chromosomen 1, 7, 10 und 16 beschrieben. Einigen Studien zufolge ist die Grundlage des hereditären Prostatakarzinoms zumindest teilweise ein Mendel‘scher autosomaler Erbgang [14,15,16,17], wobei für das early-onset Karzinom ein autosomal dominanter Weg wahrscheinlich ist und das later-onset Karzinom als rezessiv vererbtes Risiko entsteht. Die Expression von Glutathion S-Transferase P1 (GSTP1), das als Entgiftungsenzym den Abbau oxidativer Sauerstofftypen katalysiert, ist bei nahezu 100% der diagnostizierten und befundeten Karzinome vermindert bzw. fehlt gänzlich [18,19,20]. Weiterhin ist aufgezeigt worden, daß bei PCa-Patienten ein reduzierter Telomer-DNA-Gehalt signifikant korreliert mit Tod bzw. Auftreten eines Tumorrezidivs [21]. Ebenso wird die chronische Prostatitis und die fokal prostatische glanduläre Atrophie als ätiologisch bedeutsamer Faktor diskutiert.

Anmerkungen

Minimale Änderungen.

Sichter
(Klgn) Singulus

[3.] Ali/Fragment 003 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 16:46:28 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 2,3, Zeilen: 2:letzte drei Zeilen; 31ff
[Ebenso werden die chronische Prostatitis und die fokal prostatische glanduläre Atrophie als äthiologisch [sic] bedeutsamer Faktor] diskutiert. Hierzu gibt es hinweisende, aber keine endgültigen Daten [22, 23]. Den Einfluss der ethnischen Zugehörigkeit verdeutlichen Daten aus Europa mit einem beobachteten Nord-Süd-Gefälle (Schweden mit 50,2/100 000 gegenüber Portugiesen mit 11,8/100 000) und v.a. die US- amerikanischen Inzidenzraten. Afroamerikaner zeigen mit 271/100 000 ein deutlich erhöhtes Tumorauftreten zu weißen Amerikanern (176/100 000) [8]. Sie weisen außerdem einen höheren SHBG- (steroidhormonbindendes Globulin)- Serumspiegel auf, der zum erhöhten Karzinomrisiko führen kann [7]. Eine ausschließlich genetische Erklärung für diese Inzidenzvarianz wurde durch Migrationsstudien widerlegt. Diese zeigten einen Anstieg der Erkrankungsraten zum einen bei in die USA eingewanderten Südostasiaten [24, 25, 26] und zum anderen bei Immigranten in ein Land mit einem vergleichbaren Gesundheitssystem und validen Krebsregister in Relation zum Herkunftsland [27]. Hierfür sind exogene Faktoren, allen voran die Ernährung, erklärend: Die an tierischen Fetten reichhaltige Nahrung in westlichen Industrienationen erhöhte in mehreren Studien (insgesamt >100 000 Männer) das Risiko für ein PCa-Auftreten um 1,8 bis 2,9 [28], für einen Tumorprogress um 2,5 bis 3 [29]. Auch war eine Korrelation zwischen konsumiertem Fettanteil und PSA-Verlauf beim PCa zu verzeichnen, eine vegetarische Ernährung verminderte sogar den PSA-Wert [30]. Als eine Erklärung für die niedrige Inzidenzrate in Asien wird der hohe Gehalt an Phyto-Östrogenen (v.a. Flavone/Isoflavone in Obst und Gemüse, Ligane in Sojabohnen, Leinsamen und Körnern) angesehen. Diese wirken durch einen antiöstrogenen Effekt am Östrogenrezeptor, eine Abnahme zirkulierender Androgene (v.a. freies Serumtestosteron), eine gesteigerte Apoptoserate und Regulation der Angiogenese [31, 32, 33, 34]. Der häufige Verzehr von Tomaten(-Produkten), die Lykopin enthalten, ein antioxidativ wirkendes Karitinoid, senkt das Tumorrisiko signifikant [35, 36, 37]. Selen, ein Spurenelement mit immunaktivierender, apoptoseinduzierender und antioxidativer Wirkung, steht wahrscheinlich auch in inverser Relation zur Inzidenz des PCa [38, 39]. Dessen Einfluss ist aber noch nicht sicher nachgewiesen.

Zusammenfassend lässt eine Vielzahl experimenteller und epidemiologischer Untersuchungen eine direkte Korrelation zwischen Ernährung und Prostatakarzinom als gesichert erscheinen. Dies verdeutlicht die Bedeutung dieses exogenen Faktors nicht nur in der primären, sondern auch sekundären Tumorprävention.

[Seite 2]

Ebenso wird die chronische Prostatitis und die fokal prostatische glanduläre Atrophie als ätiologisch bedeutsamer Faktor diskutiert. Hierzu gibt es hinweisende, aber keine endgültigen Daten

[Seite 3]

[22,23]. Den Einfluß der ethnischen Zugehörigkeit verdeutlichen Daten aus Europa mit einem beobachteten Nord-Süd-Gefälle (Schweden mit 50,2/100 000 gegenüber Portugiesen mit 11,8/100 000) und v. a. die US-amerikanischen Inzidenzraten: Afroamerikaner zeigen mit 271/100 000 ein deutlich erhöhtes Tumorauftreten zu weißen Amerikanern (176/100 000) [8]. Sie weisen außerdem einen höheren SHBG- (steroidhormonbindendes Globulin)- Serumspiegel auf, der zum erhöhten Karzinomrisiko führen kann [7]. Eine ausschließlich genetische Erklärung für diese Inzidenzvarianz wurde durch Migrationsstudien widerlegt. Diese zeigten einen Anstieg der Erkrankungsraten zum einen bei in die USA eingewanderten Südostasiaten [24,25,26] und zum anderen bei Immigranten in ein Land mit einem vergleichbaren Gesundheitssystem und validen Krebsregister in Relation zum Herkunftsland [27]. Hierfür sind exogene Faktoren, allen voran die Ernährung, erklärend: Die an tierischen Fetten reichhaltige Nahrung in westlichen Industrienationen erhöhte in mehreren Studien (insgesamt > 100 000 Männer) das Risiko für ein PCa-Auftreten um 1,8 bis 2,9 [28], für einen Tumorprogress um 2,5 bis 3 [29]. Auch war eine Korrelation zwischen konsumiertem Fettanteil und PSA-Verlauf beim PCa zu verzeichnen, eine vegetarische Ernährung verminderte sogar den PSA-Wert [30]. Als eine Erklärung für die niedrige Inzidenzrate in Asien wird der hohe Gehalt an Phyto-Östrogenen (v. a. Flavone/ Isoflavone in Obst und Gemüse, Ligane in Sojabohnen, Leinsamen und Körnern) angesehen. Diese wirken durch einen antiöstrogenen Effekt am Östrogenrezeptor, eine Abnahme zirkulierender Androgene (v.a. freies Serumtestosteron), eine gesteigerte Apoptoserate und Regulation der Angiogenese [31,32,33,34]. Der häufige Verzehr von Tomaten(-produkten), die Lykopin enthalten, ein antioxidativ wirkendes Karitinoid, senkt das Tumorrisiko signifikant [35,36,37]. Selen, ein Spurenelement mit immunaktivierender, apoptoseinduzierender und antioxidativer Wirkung, steht wahrscheinlich auch in inverser Relation zur Inzidenz des Prostatakarzinoms [38,39]. Dessen Einfluß ist aber noch nicht sicher nachgewiesen. Des weiteren existieren Studien mit einem dargelegten Zusammenhang zwischen der Einnahme von Vitamin A [40], Vitamin D [41,42,43,44] und Vitamin E [45,46,47] und der Senkung des PCa-Risikos. Die molekularen Wirkmechanismen sind noch nicht geklärt. Zusammenfassend läßt eine Vielzahl experimenteller und epidemiologischer Untersuchungen eine direkte Korrelation zwischen Ernährung und Prostatakarzinom als gesichert erscheinen. Dies verdeutlicht die Bedeutung dieses exogenen Faktors nicht nur in der primären, sondern auch sekundären und tertiären Tumorprävention.

Anmerkungen

Zwei Sätze gekürzt.

Sichter
(Klgn) Singulus

[4.] Ali/Fragment 004 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-19 22:00:24 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 1ff
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 4, Zeilen: 1ff
1.3 Screening, Früherkennung und Ausbreitungsdiagnostik

Das Prostatakarzinom als langsam wachsender Tumor verursacht in den Frühstadien nur selten Beschwerden. Das Auftreten von Symptomen wie Miktionsstörungen, Hämaturie, Hämospermie und Impotenz deutet auf ein lokal fortgeschrittenes Karzinom hin, Becken- und Knochenschmerzen treten bei ossärer Metastasierung auf [48]. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer adäquaten Diagnostik als Screening (bei einer gesunden Population) bzw. Früherkennung (bei Patienten mit urologischen Symptomen unklarer Genese) mit dem Ziel, den Tumor in einem organbegrenzten Stadium zu erfassen und somit den Patienten einer kurativen Therapie zuführen zu können [49].

Zu einer solchen Diagnostik zählen neben der digital-rektalen Untersuchung (DRU) und der laborchemischen Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) und seiner Unterfraktionen im Serum, der transrektale Ultraschall (TRUS). Bei suspektem Befund folgt eine Prostatabiopsie, an die sich bei einem Prostatakarzinom Nachweis die weitere Ausbreitungsdiagnostik anschließt. Zu dieser zählen ggf. die pelvine Lymphadenektomie und bildgebende Verfahren. Die Empfehlung zur Früherkennung, der deutschen Gesellschaft für Urologie sehen ab dem 50. Lebensjahr, für Männer mit familiärer Disposition ab dem 45. Lebensjahr, die jährliche Untersuchung mit der PSA-Bestimmung, eine DRU und einem TRUS vor [50]. Dagegen beinhaltet die Leitlinie der gesetzlichen Krankenkassen lediglich eine urologische Anamneseerstellung und eine DRU. Vor allem die Kombination der genannten Verfahren erhöht die Neuentdeckungsrate des Prostatakarzinoms. Sie erhöht sich bei zusätzlicher Bestimmung des PSA-Wertes zur DRU um den Faktor 4 [51], bei einer gleichzeitigen Durchführung von DRU, TRUS und PSA-Bestimmung ist der positiv prädiktive Wert dem der singulären DRU um das 10-fache überlegen [52].

1.3.1 Digital-rektale Untersuchung (DRU)

Die DRU stellt ein einfaches und preisgünstiges Verfahren die Grundlage der Früherkennungsmaßnahmen dar. Sie erfolgt in Steinschnittlage, Seitenlage oder beim vorgebeugten Patienten. Die Mehrzahl der Tumoren befindet sich in der peripheren Zone (dorsale und laterale Drüsenabschnitte) und kann mit der Palpation ab einer Größe von 0,2 ml erkannt werden. Transitionalzellkarzinome (15-20% aller Tumoren) sind durch diese Methode nicht beurteilbar [53]. Als Basisparameter werden Größe, [Form, Oberflächenstruktur, Abgrenzbarkeit, Konsistenz, Verschieblichkeit der Rektummukosa und Druckschmerzhaftigkeit beurteilt.]

1.3 Screening, Früherkennung und Ausbreitungsdiagnostik

Das Prostatakarzinom als langsam wachsender Tumor verursacht in den Frühstadien nur selten Beschwerden. Das Auftreten von Symptomen wie Miktionsstörungen, Hämaturie, Hämospermie und Impotenz deutet auf ein lokal fortgeschrittenes Karzinom hin, Becken- und Knochenschmerzen treten bei ossärer Metastasierung auf [48]. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer adäquaten Diagnostik als Screening (bei einer gesunden Population) bzw. Früherkennung (bei Patienten mit urologischen Symptomen unklarer Genese) mit dem Ziel, den Tumor in einem organbegrenzten Stadium zu erfassen und somit den Patienten einer kurativen Therapie zuführen zu können [49]. Zu einer solchen Diagnostik zählen neben der digital-rektalen Untersuchung (DRU) und der laborchemischen Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) und seiner Unterfraktionen im Serum der transrektale Ultraschall (TRUS). Bei suspektem Befund folgt eine Prostatabiopsie, an die sich bei einem pathohistologischen Befund die weitere Ausbreitungsdiagnostik anschließt. Zu dieser zählen die pelvine Lymphadenektomie und bildgebende Verfahren. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Urologie sehen ab dem 50. Lebensjahr, für Männer mit familiärer Disposition ab dem 45. Lebensjahr, eine jährliche Untersuchung mit der PSA-Bestimmung, einer DRU und einem TRUS vor [50]. Dagegen beinhaltet die Leitlinie der gesetzlichen Krankenkassen lediglich eine urologische Anamneseerstellung und eine DRU. Vor allem die Kombination der genannten Verfahren erhöht die Neuentdeckungsrate des Prostatakarzinoms. Sie erhöht sich bei zusätzlicher Bestimmung des PSA-Wertes zur DRU um den Faktor 4 [51], bei einer gleichzeitigen Durchführung von DRU, TRUS und PSA-Bestimmung ist der positiv prädiktive Wert dem der singulären DRU um das 10-fache überlegen [52].

1.3.1 Digital-rektale Untersuchung (DRU)

Die DRU stellt als einfaches und preisgünstiges Verfahren die Grundlage der Früherkennungsmaßnahmen dar. Sie erfolgt in Steinschnittlage, Seitenlage oder beim vorgebeugten Patienten. Die Mehrzahl der Tumoren befindet sich in der peripheren Zone (dorsale und laterale Drüsenabschnitte) und kann mit der Palpation ab einer Größe von 0,2 ml erkannt werden. Transitionalzellkarzinome (15-20% aller Tumoren) sind durch diese Methode nicht beurteilbar [53]. Als Basisparameter werden Größe, Form, Oberflächenstruktur, Abgrenzbarkeit, Konsistenz, Verschieblichkeit der Rektummukosa und Druckschmerzhaftigkeit beurteilt.

Anmerkungen

Minimal geändert.

Sichter
(Klgn) Singulus

[5.] Ali/Fragment 005 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 15:13:51 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 4, 5, Zeilen: 4: vier letzte Zeilen; 5: 1ff
[Als Basisparameter werden Größe,] Form, Oberflächenstruktur, Abgrenzbarkeit, Konsistenz, Verschieblichkeit der Rektummukosa und Druckschmerzhaftigkeit beurteilt. Als prinzipiell suspekt gelten jegliche Veränderungen obiger Parameter, vor allem knotige Indurationen von harter Konsistenz, eine unregelmäßige Oberfläche und verminderte Abgrenzbarkeit zum umgebenden Gewebe. Als karzinomspezifisch dürfen sie allerdings nicht definiert werden. Bei beschwerdefreien Männern wird die Karzinomdetektionsrate der DRU mit 0,1-4% angegeben [54, 55, 56]. Die Sensitivität für die Diagnose ist in großem Umfang von der Erfahrung des Untersuchers abhängig und liegt je nach Studie zwischen 60% und 92%, die Spezifität im Bereich von 48-89% [57]. 18% der entdeckten Prostatakarzinome einer großen internationalen Studie sind einzig durch einen DRU-Befund aufgefallen [58]. Allerdings waren ca. 50% dieses Anteils im bereits organüberschreitenden Stadium. Ähnliche Zahlen ergaben andere Untersuchungen [59, 60]. Außerdem haben 23-45% der durch erhöhte PSA-Werte und/oder suspekte TRUS-Befunde stanzbioptisch gesicherten Prostatakarzinome ein unauffälliges DRU-Ergebnis

[49].

1.3.2. Prostataspezifisches Antigen (PSA)

Das PSA ist eine kallikreinähnliche Serin-Protease und stellt den in der Urologie wichtigsten Tumormarker dar, der sowohl in der Früherkennung als auch beim Staging und der Verlaufskontrolle eine gewichtige Rolle spielt [61]. Es gilt als prostatagewebespezifischer Marker, das nur im Bereich der epithelialen Zellen, nicht in anderen zellulären Einheiten der Prostata wie Gefäßen und Stroma gebildet und in das Lumen der Ductuli sezerniert wird. Seine Hauptfunktion besteht in der Verflüssigung des Seminalkoagulums während der Ejakulation [62]. Das PSA ist allerdings kein karzinomspezifischer Marker, da neben malignen Prozessen auch mechanische Manipulationen (DRU, Biopsie, Zystoskopie, Katheterismus, Sport, sexuelle Aktivität), Prostatitis und die benigne Prostatahyperplasie (BPH) zu erhöhten Serumwerten führen können. Als unabhängige Variable ist dieser Diagnoseparameter jedoch in Spezifität und Sensitivität der von DRU und TRUS überlegen [58, 63]. Er hat daher auch früher verwendete Serummarker wie die Prostata-spezifische saure Phosphatase abgelöst [64]. Aktuell beträgt der Referenzwert für das Gesamt- PSA (t-PSA) 4 ng/ml mit einer Spezifität von 91% und Sensitivität von 73% in Abhängigkeit vom Testsystem [65]. Diskutiert wird eine Senkung des Cut-off auf 3 bzw. 2 ng/ml, da die Wahrscheinlichkeit für ein Prostatakarzinom bei negativer DRU und t-PSA-Serumwerten zwischen 2 und 4 [ng/ml noch 20% beträgt [66].]

[Seite 4]

Als Basisparameter werden Größe, Form, Oberflächenstruktur, Abgrenzbarkeit, Konsistenz, Verschieblichkeit der Rektummukosa und Druckschmerzhaftigkeit beurteilt. Als prinzipiell suspekt gelten jegliche Veränderungen obiger Parameter, vor allem knotige Indurationen von harter Konsistenz, eine unregelmäßige

[Seite 5]

Oberfläche und verminderte Abgrenzbarkeit zum umgebenden Gewebe. Als karzinomspezifisch dürfen sie allerdings nicht definiert werden. Bei beschwerdefreien Männern wird die Karzinomdetektionsrate der DRU mit 0,1-4% angegeben [54,55,56]. Die Sensitivität für die Diagnose ist in großem Umfang von der Erfahrung des Untersuchers abhängig und liegt je nach Studie zwischen 60% und 92%, die Spezifität im Bereich von 48- 89% [57]. 18% der entdeckten Prostatakarzinome einer großen internationalen Studie sind einzig durch einen DRU-Befund aufgefallen [58]. Allerdings waren ca. 50% dieses Anteils im bereits organüberschreitenden Stadium. Ähnliche Zahlen ergaben andere Untersuchungen [59,60]. Außerdem haben 23-45% der durch erhöhte PSA-Werte und / oder suspekte TRUS-Befunde stanzbioptisch gesicherten Prostatakarzinome ein unauffälliges DRU-Ergebnis [49].

1.3.2 Prostataspezifisches Antigen (PSA)

Das PSA ist eine kallikreinähnliche Serin-Protease und stellt den in der Urologie wichtigsten Tumormarker dar, der sowohl in der Früherkennung als auch beim Staging, der Verlaufskontrolle und der Tumornachsorge eine gewichtige Rolle spielt [61]. Es gilt als prostatagewebespezifischer Marker, das nur im Bereich der epithelialen Zellen, nicht in anderen zellulären Einheiten der Prostata wie Gefäßen und Stroma gebildet und in das Lumen der Ductuli sezerniert wird. Seine Hauptfunktion besteht in der Verflüssigung des Seminalkoagulums während der Ejakulation [62]. Das PSA ist allerdings kein karzinomspezifischer Marker, da neben malignen Prozessen auch mechanische Manipulationen (DRU, Biopsie, Zystoskopie, Katheterismus, Sport, sexuelle Aktivität), Prostatitis und die benigne Prostatahyperplasie (BPH) zu erhöhten Serumwerten führen können. Als unabhängige Variable ist dieser Diagnoseparameter jedoch in Spezifität und Sensitivität der von DRU und TRUS überlegen [58,63]. Er hat daher auch früher verwendete Serummarker wie die Prostata-spezifische saure Phosphatase abgelöst [64]. Aktuell beträgt der Referenzwert für das Gesamt-PSA (t-PSA) 4 ng/ml mit einer Spezifität von 91% und Sensitivität von 73% in Abhängigkeit vom Testsystem [65]. Diskutiert wird eine Senkung des Cut-off auf 3 bzw. 2 ng/ml, da die Wahrscheinlichkeit für ein Prostatakarzinom bei negativer DRU und t-PSA-Serumwerten zwischen 2 und 4 ng/ml noch 20% beträgt [66].

Anmerkungen

Selbsterklärend

Sichter
(Klgn) Singulus

[6.] Ali/Fragment 006 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 15:27:54 Klgn
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KomplettPlagiat
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Klgn
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Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: acht letzte Zeilen; 6: 1ff
[Diskutiert wird eine Senkung des Cut-off auf 3 bzw. 2 ng/ml, da die Wahrscheinlichkeit für ein Prostatakarzinom bei negativer DRU und t-PSA-Serumwerten zwischen 2 und 4] ng/ml noch 20% beträgt [66]. Für Bereiche zwischen 4 und 10 ng/ml liegt der positive prädiktive Vorhersagewert (PPV) bei 25-35%, für Werte über 10 ng/ml steigt er deutlich auf 50-80% [67]. 75% der mittels PSA-Titeranstieg diagnostizierten Tumoren sind lokal begrenzt [58], bei Werten über 10 ng/ml sind es allerdings nur noch 30% [68]. Da auch 20% der Patienten mit klinisch manifester BPH PSA-Werte zwischen 4 und 10 ng/ml aufweisen, fanden Modifikationen der PSA-Bestimmung Einzug, um als Hilfsindikatoren die Serumdiagnostik zu optimieren. Die bisher vielversprechende Methode stellt die Bestimmung des prozentualen freien PSA (%f-PSA) dar, das sich aus dem Quotienten von freiem PSA (f-PSA) und Gesamt –PSA [sic] (t-PSA) herleitet [69]. Als Grenzwert für diesen beim PCa erniedrigten Parameter haben zwei Studien eine Schwelle von 15% f-PSA im Intervall 4-10 ng/ml [70] bzw. 27% f-PSA zwischen 2,6 und 4 ng/ml [71] empfohlen. Dadurch wurden 90% der tatsächlich vorhandenen Karzinome diagnostiziert, wobei 81% der Tumoren organbegrenzt waren [71]. Außerdem wird im Bereich zwischen 4 und 10 ng/ml des t-PSA die Anzahl der Biopsien durch die Bestimmung des %f-PSA reduziert [72]. Zusammenfassend erhöht sich so die Sensitivität des Tumormarkers PSA [70] und ebenso die Spezifität in der diagnostischen Grauzone zwischen 4 und 10 ng/ml [73]. Eine weitere Option ist die PSA-Dichte. Sie resultiert aus dem Quotienten des PSA-Wertes und dem Organvolumen. Werte <0,15 sollen ein malignes Geschehen unwahrscheinlich machen. Die Spezifität dieses Verfahrens betrug in einer Studie 63% [74]. Auch andere Untersuchungen ergaben eine höhere Aussagekraft der PSA-Dichte gegenüber dem PSA-Einzelwert [75]. Die PSA-Anstiegsrate kann ebenso zur effektiveren Diagnostik herangezogen werden. Eine Erhöhung von mehr als 0,75 ng/ml /Jahr bei Verwendung stets desselben Assays, wird als karzinomverdächtig angesehen [76]. Altersspezifische PSA-Grenzwerte verhelfen zu einer besseren Einschätzung der im Alter physiologisch erhöhten PSA-Serumspiegel durch altersbedingte Prostatahyperplasie. Durch sie kann die Sensitivität bei jüngeren Patienten mit suspekten PSA-Werten und die Spezifität zur Vermeidung unnötiger Biopsien bzw. das Aufspüren insignifikanter Karzinome bei älteren Patienten erhöht werden [76].

1.3.3. Transrektaler Ultraschall (TRUS)

Der TRUS ermöglicht durch Einsatz hochfrequenter bipolarer bzw. multipolarer Sonden und Beurteilung der Prostata in transversaler und longitudinaler Ebene eine differenzierte Darstellung der Organgröße und des Volumens (Formel: Länge x Breite x [Höhe x 0,52), der Kontur des Organs sowie der umliegenden Gewebestrukturen.]

[Seite 5]

Diskutiert wird eine Senkung des Cut-off auf 3 bzw. 2 ng/ml, da die Wahrscheinlichkeit für ein Prostatakarzinom bei negativer DRU und t-PSA-Serumwerten zwischen 2 und 4 ng/ml noch 20% beträgt [66]. Für Bereiche zwischen 4 und 10 ng/ml liegt der positive prädiktive Vorhersagewert (PPV) bei 25-35%, für Werte über 10ng/ml steigt er deutlich auf 50-80% [67]. 75% der mittels PSA-Titeranstieg diagnostizierten Tumoren sind lokal begrenzt [58], bei Werten über 10 ng/ml sind es allerdings nur noch 30% [68]. Da auch 20% der Patienten mit klinisch manifester BPH PSA-Werte zwischen 4 und 10 ng/ml aufweisen, fanden Modifikationen der PSA-Bestimmung

[Seite 6]

Einzug, um als Hilfsindikatoren die Serumdiagnostik zu optimieren. Die bisher vielversprechendste Methode stellt die Bestimmung des prozentualen freien PSA (%f-PSA) dar, das sich aus dem Quotienten von freiem PSA (f-PSA) und Gesamt-PSA (t-PSA) herleitet [69]. Als Grenzwert für diesen beim PCa erniedrigten Parameter haben zwei Studien eine Schwelle von 15% f-PSA im Intervall 4-10 ng/ml [70] bzw. 27% f-PSA zwischen 2,6 und 4 ng/ml [71] empfohlen. Dadurch wurden 90% der tatsächlich vorhandenen Karzinome diagnostiziert, wobei 81% der Tumoren organbegrenzt waren [71]. Außerdem wird im Bereich zwischen 4 und 10 ng/ml des t-PSA die Anzahl der Biopsieproben pro Patient durch die Bestimmung des %f-PSA reduziert [72]. Zusammenfassend erhöht sich so die Sensitivität des Tumormarkers PSA [70] und ebenso die Spezifität in der diagnostischen Grauzone zwischen 4 und 10 ng/ml [73]. Eine weitere Option ist die PSA-Dichte. Sie resultiert aus dem Quotienten des PSA-Wertes und dem Organvolumen. Werte < 0,15 sollen ein malignes Geschehen unwahrscheinlich machen. Die Spezifität dieses Verfahrens betrug in einer Studie 63% [74]. Auch andere Untersuchungen ergaben eine höhere Aussagekraft der PSA-Dichte gegenüber dem PSA-Einzelwert [75]. Die PSA-Anstiegsrate kann ebenso zur effektiveren Diagnostik herangezogen werden. Eine Erhöhung von mehr als 0,75 ng/ml/Jahr bei Verwendung stets desselben Assays wird als karzinomverdächtig angesehen [76]. Altersspezifische PSA-Grenzwerte verhelfen zu einer besseren Einschätzung der im Alter physiologisch erhöhten PSA-Serumspiegel durch altersbedingte Prostatahyperplasie. Durch sie kann die Sensitivität bei jüngeren Patienten mit suspekten PSA-Werten und die Spezifität zur Vermeidung unnötiger Biopsien bzw. das Aufspüren insignifikanter Karzinome bei älteren Patienten erhöht werden [76].

1.3.3 Transrektaler Ultraschall (TRUS)

Der TRUS ermöglicht durch Einsatz hochfrequenter bipolarer bzw. multipolarer Sonden und Beurteilung der Prostata in transversaler und longitudinaler Ebene eine differenzierte Darstellung der Organgröße und des Volumens ( Formel: Länge x Breite x Höhe x 0,52), der Kontur des Organs sowie der umliegenden Gewebsstrukturen.

Anmerkungen

Minimale Änderungen

Sichter
(Klgn) Singulus

[7.] Ali/Fragment 007 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 15:31:16 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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KomplettPlagiat
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Klgn
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: zehn letzte Zeilen; 7: 1ff
[Der TRUS ermöglicht durch Einsatz hochfrequenter bipolarer bzw. multipolarer Sonden und Beurteilung der Prostata in transversaler und longitudinaler Ebene eine differenzierte Darstellung der Organgröße und des Volumens (Formel: Länge x Breite x] Höhe x 0,52), der Kontur des Organs sowie der umliegenden Gewebestrukturen. Sie stellt somit ein zusätzliches Diagnostikinstrument dar, wenngleich seine Sensitivität mit 17-57% und seine Spezifität mit 40-63% unbefriedigend sind [77]. Karzinome der peripheren Zone stellen sich als echoarm dar [78], dies ist allerdings nicht karzinomspezifisch. Auch entzündliche Prozesse, Hyperplasien, Atrophien und sogar nicht befallenes Gewebe können echoarm erscheinen [79]. Des Weiteren entspricht die Ausdehnung des echoarmen Areals nicht immer dem Tumorvolumen [80]. 12-28% der Karzinome stellen sich isodens dar [80, 81, 82], möglich ist sogar eine hyperdense bzw. inhomogene Darstellung. Das jüngere Verfahren der 3 D-Sonographie mit EDV-gestützter Rekonstruktion der dritten Bildebene ergab eine nachweislich genauere Einschätzung des Lokalstadiums des Tumors [83]. Die wesentliche diagnostische Berechtigung findet der TRUS im Rahmen der ultraschallgesteuerten Biopsie. Inzwischen wird routinemäßig vor jeder radikalen Prostatektomie die Bestimmung des Tumorvolumens und Abklärung einer möglichen Kapselüberschreitung bzw. Samenblaseninfiltration mittels TRUS durchgeführt. Die TRUS-gesteuerte Biopsie ist Goldstandard in der Diagnostik des Prostatakarzinoms [82, 84]. Sie führte bei randomisierten Biopsien mit optimierten Nadeln zu einer Minimierung des Komplikationsrisikos [48].

1.3.4. Prostatabiopsie

Die Prostatabiopsie ist beim Verdachtsfall eines Prostatakarzinoms, d.h. einem suspekten PSA-Wert, einem positiven DRU-oder TRUS-Befund, zur Sicherung der pathologischen Diagnose indiziert. Es existieren dafür zwei Verfahren, die digital- oder ultraschallgesteuert mittels perinealem bzw. transrektalem Zugang durchgeführt werden. Die Feinnadel-Aspirationsbiopsie (FNAB) und Prostatastanzbiopsie. Die transrektale Feinnadel-Aspirationsbiopsie hat eine Sensitivität von ca. 95% und Spezifität von >95%, ihre Komplikationsrate liegt bei unter 1% [85-87]. Da es für reproduzierbare Ergebnisse eines sehr erfahrenen Zytologen bedarf, hat sich diese Methode im klinischen Alltag nicht durchgesetzt [88]. Ebenso ist die perineale Stanzbiopsie heute zunehmend verlassen. Das gängigste und leistungsfähigste Verfahren stellt die ultraschallgesteuerte transrektale systematische Stanzbiopsie mit Proben aus mindestens 6, üblicherweise 8-10 verschiedenen Regionen des Organs, beidseitig der Basis, Apex und dem medialen Anteil dar [89, 90, 91, 92]. Sie wird randomisiert und gezielt in suspekten Arealen durchgeführt. Ihre Sensitivität beträgt [etwa 60% bei der Erstbiopsie [93], die Karzinomdetektionsrate ca. 24% [94].]

[Seite 6]

Der TRUS ermöglicht durch Einsatz hochfrequenter bipolarer bzw. multipolarer Sonden und Beurteilung der Prostata in transversaler und longitudinaler Ebene eine differenzierte Darstellung der Organgröße und des Volumens ( Formel: Länge x Breite x Höhe x 0,52), der Kontur des Organs sowie der umliegenden Gewebsstrukturen. Sie stellt somit ein zusätzliches Diagnostikinstrument dar, wenngleich seine Sensitivität mit 17-57% und seine Spezifität mit 40-63% unbefriedigend sind [77]. Karzinome der peripheren Zone stellen sich als echoarm dar [78], dies ist allerdings nicht karzinomspezifisch. Auch entzündliche Prozesse, Hyperplasien, Atrophien und sogar nicht befallenes Gewebe können echoarm erscheinen [79]. Des weiteren entspricht die Ausdehnung des echoarmen Areals nicht immer dem Tumorvolumen [80]. 12-28% der Karzinome stellen sich isodens dar [80,81,82], möglich ist

[Seite 7]

sogar eine hyperdense bzw. inhomogene Darstellung. Das jüngere Verfahren der 3 D-Sonographie mit EDV-gestützter Rekonstruktion der dritten Bildebene ergab eine nachweislich genauere Einschätzung des Lokalstadiums des Tumors [83]. Die wesentliche diagnostische Berechtigung findet der TRUS im Rahmen der ultraschallgesteuerten Biopsie und teilweise beim präoperativen Staging. Inzwischen wird routinemäßig vor jeder radikalen Prostatektomie die Bestimmung des Tumorvolumens und Abklärung einer möglichen Kapselüberschreitung bzw. Samenblaseninfiltration mittels TRUS durchgeführt. Die TRUS-gesteuerte Biopsie ist Goldstandard in der Diagnostik des Prostatakarzinoms [82,84]. Sie führte bei randomisierten Biopsien mit optimierten Nadeln zu einer Minimierung des Komplikationsrisikos [48].

1.3.4 Prostatabiopsie

Die Prostatabiopsie ist beim Verdachtsfall eines Prostatakarzinoms, d.h. einem suspekten PSA-Wert, einem positiven DRU- oder TRUS-Befund, zur Sicherung der pathologischen Diagnose indiziert. Es existieren dafür zwei Verfahren, die digital- oder ultraschallgesteuert mittels perinealem bzw. transrektalem Zugang durchgeführt werden. Die Feinnadel-Aspirationsbiopsie (FNAB) und Prostatastanzbiopsie. Die transrektale Feinnadel-Aspirationsbiopsie hat eine Sensitivität von ca. 95% und Spezifität von > 95%, ihre Komplikationsrate liegt bei unter 1% [85-87]. Da es für reproduzierbare Ergebnisse eines sehr erfahrenen Zytologen bedarf, hat sich diese Methode im klinischen Alltag nicht durchgesetzt [88]. Ebenso ist die perineale Stanzbiopsie heute zunehmend verlassen. Das gängigste und leistungsfähigste Verfahren stellt die ultraschallgesteuerte transrektale systematische Stanzbiopsie mit Proben aus mindestens 6, üblicherweise 8-10 verschiedenen Regionen des Organs, beidseitig der Basis, Apex und dem medialen Anteil dar [89,90,91,92]. Sie wird randomisiert und gezielt in suspekten Arealen durchgeführt. Ihre Sensitivität beträgt etwa 60% bei der Erstbiopsie [93], die Karzinomdetektionsrate ca. 24% [94].

Anmerkungen

Minimale Änderungen

Sichter
(Klgn) Singulus

[8.] Ali/Fragment 008 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 15:33:33 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 7, 8, Zeilen: 0
[Ihre Sensitivität beträgt] etwa 60% bei der Erstbiopsie [93], die Karzinomdetektionsrate ca. 24% [94]. Die Anzahl der positiven Stanzen korreliert dabei direkt mit dem Tumorvolumen [81, 95]. Eine tastbare Verhärtung mit bioptisch negativem Befund, ein steigender PSA-Wert oder nach Befundung einer PIN III sollte innerhalb der nächsten 3-6 Monate rebiopsiert werden [96]. Dabei sollte die Transitionalzone einbezogen werden, da eine etwa 10%-ige zusätzliche Findungsrate von Karzinomen bei 4 weiteren Stanzzylindern aus der T-Zone bei Rebiopsie ermittelt werden konnte [97]. Des Weiteren ergab eine Rebiopsieserie nach Diagnose einer isolierten PIN III eine Karzinomrate von 50% [98]. Neue Diagnosekonzepte mit einer höheren Anzahl von Stanzzylindern bereits bei der ersten Biopsie werden propagiert [99]. Dagegen konnte weder das Risiko einer Tumorzellverschleppung noch eine erhöhte Komplikationsrate bei folgender Prostatektomie durch die Stanzbiopsie nachgewiesen werden. Als mögliche Komplikationen der Stanzbiopsie treten Hämaturie, Hämospermie, Blut im Stuhl, Harnwegsinfektionen, obstruierte Miktion und Dysurie in 10-49% der Fälle auf. Schwerere Formen wie Sepsis, Prostatitis, Abszesse der Prostata, Epidydimitis [sic] oder starke rektale Blutungen liegen bei unter 1% [100]. Ein erhöhtes Risiko für solche Komplikationen haben immunsupprimierte Patienten und Männer mit Harnwegsinfekt bzw.erhöhte [sic] Blutungsneigung.

1.3.5 Bildgebende Diagnostik

Da das Prostatakarzinom hämatogen bevorzugt in ossäre Strukturen, insbesondere Brust-und Lendenwirbelsäule, Beckenschaufeln und Rippen metastasiert und die Knochen mit über 90% die häufigste Lokalisierung bei primärer Fernmetastasierung darstellen, ist die Knochenszintigraphie derzeit die Methode der Wahl zum Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen [101]. Der Nachweis erfolgt in Form der Detektion eines lokal gesteigerten Metabolismus durch knochenaffine Radionukleotide, v. a. 99m-Technetium. Diese Methode hat eine hohe Sensitivität, ist allerdings nicht metastasenspezifisch [102], so dass chronisch-degenerative oder traumatische Prozesse durch andere diagnostische Verfahren (CT, Röntgen, Biopsie) differenziert werden müssen. Aufgrund der geringen Metastasierungswahrscheinlichkeit wird eine präoperative Knochenszintigraphie erst ab einem PSA von 10 ng/ml bzw. Symptomen wie Knochenschmerzen oder Frakturen empfohlen [103,104].

[Seite 7]

Ihre Sensitivität beträgt etwa 60% bei der Erstbiopsie [93], die Karzinomdetektionsrate ca. 24% [94]. Die Anzahl der positiven Stanzen korreliert dabei direkt mit dem Tumorvolumen [81,95]. Eine tastbare Verhärtung mit bioptisch negativem Befund, ein steigender PSA-Wert oder nach Befundung einer PIN sollte innerhalb der nächsten 3-6 Monate rebiopsiert werden [96]. Dabei sollte die Transitionalzone einbezogen werden, da eine etwa 10%-ige zusätzliche Findungsrate von Karzinomen bei 4 weiteren Stanzzylindern aus der T-Zone bei Rebiopsie ermittelt werden konnte [97]. Des weiteren ergab eine Rebiopsieserie nach Diagnose einer isolierten PIN eine Karzinomrate von 50% [98]. Neue Diagnosekonzepte mit einer höheren Anzahl von Stanzzylindern bereits bei der ersten Biopsie werden propagiert [99]. Dagegen konnte weder

[Seite 8]

das Risiko einer Tumorzellverschleppung noch eine erhöhte Komplikationsrate bei folgender Prostatektomie durch die Stanzbiopsie nachgewiesen werden. Als mögliche Komplikationen der Stanzbiopsie treten Hämaturie, Hämospermie, Blut im Stuhl, Harnwegsinfektionen, obstruierte Miktion und Dysurie in 10-49% der Fälle auf. Schwerere Formen wie Sepsis, Prostatitis, Abszesse der Prostata, Epididymitis oder starke rektale Blutungen liegen bei unter 1% [100]. Ein erhöhtes Risiko für solche Komplikationen haben immunsupprimierte Patienten und Männer mit Harnwegsinfekt bzw. erhöhter Blutungsneigung.

1.3.5 Bildgebende Diagnostik

Da das Prostatakarzinom hämatogen bevorzugt in ossäre Strukturen, insbesondere Brust- und Lendenwirbelsäule, Beckenschaufeln und Rippen, metastasiert und die Knochen mit über 90% die häufigste Lokalisierung bei primärer Fernmetastasierung darstellen, ist die Knochenszintigraphie derzeit die Methode der Wahl zum Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen [101]. Der Nachweis erfolgt in Form der Detektion eines lokal gesteigerten Metabolismus durch knochenaffine Radionukleotide, v.a. 99m-Technetium. Diese Methode hat eine hohe Sensitivität, ist allerdings nicht metastasenspezifisch [102], so daß chronisch-degenerative oder traumatische Prozesse durch andere diagnostische Verfahren (CT, Röntgen, Biopsie) differenziert werden müssen. Aufgrund der geringen Metastasierungswahrscheinlichkeit wird eine präoperative Knochenszintigraphie erst ab einem PSA von 10 ng/ml bzw. Symptomen wie Knochenschmerzen oder Frakturen empfohlen [103,104].

Anmerkungen

Minimale Änderung: PIN wird zu PIN III. Zwei zusätzliche Rechtschreibfehler.

Sichter
(Klgn) Singulus

[9.] Ali/Fragment 009 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 18:24:54 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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KomplettPlagiat
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 8-9, Zeilen: 8:21ff; 9:1ff
Das CT spielt in der Prostatakarzinomdiagnostik eine untergeordnete Rolle. Mit ihr gelingt keine Differenzierung der intraprostatischen Strukturen [105], die Spezifität bezogen auf das T-Stadium beträgt 56% [106], die Sensitivität wird mit 20-50% angegeben [107]. Mittels MRT ist die Beurteilung der lokalen Tumorausbreitung eingeschränkt möglich. Unter Verwendung von Endorektalspulen bzw. Becken-Phased- Array-Spulen können organüberschreitende Prozesse wie Samenblaseninfiltration oder Kapselperforation mit einer Spezifität von 80-95% und Sensitivität von 82-93% dargestellt werden [79]. Da die MRT den herkömmlichen Staginguntersuchungen bei höherem Kostenaufwand nicht überlegen ist, wird sie in der Ausbreitungsdiagnostik nur bei speziellen Fragestellungen angewendet. Beide Verfahren sind zur Beurteilung von Lymphknotenmetastasen wegen ihrer geringen Sensitivität und Spezifität nicht geeignet [79]. Lymphknotenmetastasen < 1cm werden weder mit MRT noch CT erkannt. Allerdings könnte bei dieser Fragestellung die MRT unter Verwendung neuer experimenteller Substanzen (lymphotrope superparamagnetische Nanopartikel) zukünftig eine erhebliche Verbesserung im Staging aufweisen [108,109].

1.3.6 Lymphknotenstaging

Die Beurteilung des Lymphknotenstatus (N-Stadium) ist entscheidend für das Festlegen des weiteren Therapieregimes und Abschätzen der Prognose des Prostatakarzinoms. Dies geschieht mittels der offene oder laparoskopisch durchgeführten, pelvinen Lymphadenektomie (pLA). Hierbei werden obturatorische und iliakale Lymphknoten einer histologischen Fragestellung nach Metastasen unterzogen [110]. Bei negativem Befund ist eine weitere lymphogene bzw. hämatogene Metastasierung unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Die Sensitivität ist im Vergleich zu CT/MRT (50-70%) deutlich höher [111-114]. Durch Kombination verschiedener Parameter, wie dem präoperativen PSA-Wert, Gleason-Score-Summe und klinisch bestimmter lokaler Tumorausdehnung, lässt sich die Wahrscheinlichkeit für eine lymphogene Metastasierung abschätzen.

In Form von Nomogrammen bzw. Tabellen lassen [sic!] sich graphisch darstellen und so ein invasives Lymphknotenstaging bei bestimmten Patienten vermeiden [115,116].

Das CT spielt in der Prostatakarzinomdiagnostik eine untergeordnete Rolle. Mit ihr gelingt keine Differenzierung der intraprostatischen Strukturen [105], die Spezifität bezogen auf das T-Stadium beträgt 56% [106], die Sensitivität wird mit 20-50% angegeben [107].

Mittels MRT ist die Beurteilung der lokalen Tumorausbreitung eingeschränkt möglich. Unter Verwendung von Endorektalspulen bzw. Becken-Phased-Array-Spulen können organüberschreitende Prozesse wie Samenblaseninfiltration oder Kapselperforation mit einer Spezifität von 80-95% und Sensitivität von 82-93% dargestellt werden [79]. Da die MRT den herkömmlichen Staginguntersuchungen bei höherem Kostenaufwand nicht überlegen ist, wird sie in der Ausbreitungsdiagnostik nur bei speziellen Fragestellungen angewendet.

Beide Verfahren sind zur Beurteilung von Lymphknotenmetastasen wegen ihrer geringen Sensitivität und Spezifität nicht geeignet [79]. Lymphknotenmetastasen < 1cm werden weder mit MRT noch CT erkannt. Allerdings könnte bei dieser Fragestellung die MRT unter

[S. 9]

Verwendung neuer experimenteller Substanzen (lymphotrope superparamagnetische Nanopartikel) zukünftig eine erhebliche Verbesserung im N-Staging aufweisen [108,109].

1.3.6 Lymphknotenstaging

Die Beurteilung des Lymphknotenstatus (N-Stadium) ist entscheidend für das Festlegen des weiteren Therapieregimes und Abschätzen der Prognose des Prostatakarzinoms. Dies geschieht mittels der, offen oder laparoskopisch durchgeführten, pelvinen Lymphadenektomie (pLa). Hierbei werden obturatorische und iliakale Lymphknoten einer histologischen Fragestellung nach Metastasen unterzogen [110]. Bei negativem Befund ist eine weitere lymphogene bzw. hämatogene Metastasierung unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Die Sensitivität ist im Vergleich zu CT/ MRT (50-70%) deutlich höher [111-114]. Durch Kombination verschiedener Parameter, wie dem präoperativen PSA-Wert, Gleason-Score- Summe und klinisch bestimmter lokaler Tumorausdehnun [sic!], läßt sich die Wahrscheinlichkeit für eine lymphogene Metastasierung abschätzen, in Form von Nomogrammen bzw. Tabellen graphisch darstellen und so ein invasives Lymphknotenstaging bei bestimmten Patienten vermeiden [115,116].

Anmerkungen

Identisch, einschließlich sämtlicher Literaturverweise, aber ohne Angabe der Quelle. Ein Tippfehler der Vorlage wurde korrigiert. Der letzte Satz der Arbeit ist - im Unterschied zur Quelle - grammatikalisch unvollständig.

Sichter
(Agrippina1) WiseWoman

[10.] Ali/Fragment 010 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 07:38:16 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 9, 10, Zeilen: 16ff; 1ff
1.4 Therapie

Bei der Therapieentscheidung hinsichtlich der Behandlung des Prostatakarzinoms unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem lokal begrenzten und dem fortgeschrittenen Karzinom und lässt somit mehrere Faktoren auf die Therapieansätze Einfluss nehmen. Je nach Tumorstadium, PSA-Wert, Gleason-Score-Summe, Alter und Lebenserwartung, Komorbidität, Allgemeinzustand und Therapiewunsch des Patienten und auch nach Erfahrung und Einstellung des Urologen erhält eine kurative, palliative oder abwartende Strategie Vorrang.

1.4.1. Therapieoptionen beim lokal begrenzten Prostatakarzinom

Das lokal begrenzte Prostatakarzinom, definiert als noch nicht kapselübergreifender Tumor ohne lymphogene oder hämatogene Metastasierung (Stadium T1 bis T2), stellt den größten Anteil klinisch diagnostizierter Stadien, wie in einer großen Studie mit einem Anteil von 60 % aller durch Biopsie klinisch bewiesenen Tumoren festgestellt worden ist [58]. Grundsätzlich existieren folgende kurative Ansätze zur Therapie des lokal begrenzten Karzinoms [117-123]:

  • Radikale Prostatektomie (offen oder laparoskopisch)
  • Strahlentherapie
  • „Watchfull [sic] waiting“ (aktiv und passiv)
  • Alternative Verfahren

1.4.1.1 Radikale Prostatektomie

Die radikale Prostatavesikulektomie, die vollständige Entfernung der Prostata einschließlich Kapsel und Samenblasen, hat sich als die effektivste Therapieform bei Männern mit lokal begrenztem Prostatakarzinom herausgestellt. Optional wird bei Überschreiten bereits erwähnter Stagingparameter eine pelvine Lymphadenektomie durchgeführt. Die Patienten sollten nicht älter als 72 Jahre alt sein und somit eine Lebenserwartung von mindestens 10 Jahren aufweisen. Durch die präoperative Patientenselektion und die Standardisierung der Operationstechnik ist eine deutliche Senkung der Morbidität und Mortalität festzustellen [124]. Bei beschriebenem Patientengut wird eine tumorspezifische 10-Jahres-Überlebensrate von 90% erreicht [125]. Der Eingriff ist offen, laparoskopisch oder endoskopisch extraperitoneal möglich.

[Seite 9]

1.4 Therapie

Bei der Therapieentscheidung hinsichtlich der Behandlung des Prostatakarzinoms unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem lokal begrenzten und dem fortgeschrittenen Karzinom und läßt somit mehrere Faktoren auf die Therapieansätze Einfluß nehmen. Je nach Tumorstadium, PSA-Wert, Gleason-Score-Summe, Alter und Lebenserwartung, Komorbidität, Allgemeinzustand und Therapiewunsch des Patienten und auch nach Erfahrung und Einstellung des Urologen erhält eine kurative, palliative oder abwartende Strategie Vorrang.

1.4.1 Therapieoptionen beim lokal begrenzten Prostatakarzinom

Das lokal begrenzte Prostatakarzinom, definiert als noch nicht kapselübergreifender Tumor ohne lymphogene oder hämatogene Metastasierung (Stadium T1b bis T2), stellt den größten Anteil klinisch diagnostizierter Stadien, wie in einer großen Studie mit einem Anteil von 60% aller durch Biopsie klinisch bewiesenen Tumoren festgestellt worden ist [58]. Grundsätzlich existieren folgende kurative Ansätze zur Therapie des lokal begrenzten Karzinoms [117-123]:

  • radikale Prostatektomie (offen oder laparoskopisch)

[Seite 10]

  • Strahlentherapie
  • „Watchful waiting“ (aktiv und passiv)
  • Alternative Verfahren

1.4.1.1 Radikale Prostatektomie

Die radikale Prostatavesikulektomie, die vollständige Entfernung der Prostata einschließlich Kapsel und Samenblasen, hat sich als die effektivste Therapieform bei Männern mit lokal begrenztem Prostatakarzinom herausgestellt. Optional wird bei Überschreiten bereits erwähnter Stagingparameter eine pelvine Lymphadenektomie durchgeführt. Die Patienten sollten nicht älter als 72 Jahre alt sein und eine Lebenserwartung von mindestens 10 Jahren aufweisen. Durch diese präoperative Patientenselektion und die Standardisierung der Operationstechnik ist eine deutliche Senkung der Morbidität und Mortalität festzustellen [124]. Bei beschriebenem Patientengut wird eine tumorspezifische 10-Jahres-Überlebensrate von 90% erreicht [125]. Der Eingriff ist offen, laparoskopisch oder endoskopisch extraperitoneal möglich.

Anmerkungen

Minimale Änderungen.

Sichter
(Klgn) Singulus

[11.] Ali/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 07:40:03 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

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Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 14ff; 1ff
Bei der offenen Methode existiert ein perinealer, retropubischer oder transcoccygealer Zugang.

1.4.1.1.1. Offene radikale Prostatektomie (ORP)

Unter den offenen Verfahren, die bis zu Etablierung der laparoskopischen Operationsweise Mitte der neunziger Jahre den Standard darstellten, finden die radikale retropubische Prostatektomie (RRP) und die radikale perineale Prostatektomie (RPP) die häufigste Anwendung weltweit. Die ersten RPP wurden von Young 1904 durchgeführt und beschrieben [126], ehe Millin 1945 die Technik und Erfahrungen des retropubischen Zugangs aufzeigte, bei dem die Möglichkeit einer simultanen Lymphadenektomie besteht [127]. Durch die ständige Optimierung der Operationsabläufe, im Besonderen der Einführung von Nerv- und potenzerhaltenden Operationstechniken durch Walsh [128,129], hat die radikale Prostatektomie, v.a. die RRP, seit den 70er Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Neben der Möglichkeit der Lymphadenektomie ohne einen zweiten Schnitt und der besseren Nerverhaltung ist der, im Vergleich zum perinealen Weg, größere Zugang für die Entnahme großvolumiger Organe von Vorteil. Allerdings ist der Blutverlust wegen anatomischer Beziehung zum dorsalen Venenplexus höher. Vorteilhaft bei der RPP ist die Übersichtlichkeit der Apex der Prostata und der urethrovesikalen Anastomose mit resultierender niedrigerer Anastomosenstrikturrate [130]. Desweiteren [sic] spricht die geringere intra- und postoperative Blutungsmenge für die RPP. Nachteile bestehen neben der nicht ohne einen weiteren Schnitt durchführbaren Lymphadenektomie in der schwierigen Präparation der Samenblasen und der bei großer Prostata limitierten Größe des Zugangsweges, aufgrund der anatomischen Lage relativ häufigen Rektumläsionen und in der Selektion des Patientengutes hinsichtlich des Steinschnittzugangs. Eine eindeutige Empfehlung auf Basis von Langzeitergebnissen für die RRP oder RPP lässt sich nicht abgeben. Die onkologische Sicherheit beider Operationswege bei langen Beobachtungszeiträumen ist mit rezidivfreien Überlebensraten von 77-83% nach 10 Jahren bzw. 82% nach 15 Jahren vergleichbar [131,132]. Die Komplikationsrate ist ständig gesunken und beträgt 6-28% [124,128 ,133 ,134], die Mortalitätsrate 0-1% [124, 134, 135]. Der relativ selten durchgeführte transcoccygeale Operationsweg hat eine eng gestellte Indikation, meist bei Patienten mit Z. n. transurethraler Resektion der Prostata (TURP) bzw. suprapubischer Adenomektomie. Vorteilhaft ist der direkte Anastomosenzugang mit optimalem Sichtfeld und geringeren postoperativen [Strikturraten.]

[Seite 10]

Bei der offene [sic] Methode existieren ein perinealer, retropubischer oder transcoccygealer Zugang.

1.4.1.1.1 Offene radikale Prostatektomie (ORP)

Unter den offene [sic] Verfahren, die bis zur Etablierung der laparoskopischen Operationsweise Mitte der neunziger Jahre den Standard darstellten, finden die radikale retropubische Prostatektomie (RRP) und die radikale perineale Prostatektomie (RPP) die häufigste Anwendung weltweit. Die ersten RPP wurden von Young 1904 durchgeführt und beschrieben [126], ehe Millin 1945 die Technik und Erfahrungen des retropubischen Zugangs aufzeigte, bei dem die Möglichkeit einer simultanen Lymphadenektomie besteht [127]. Durch die ständige Optimierung der Operationsabläufe, im Besonderen der Einführung von nerv- und potenzerhaltenden Operationstechniken durch Walsh [128,129], hat die radikale Prostatektomie, v. a. die RRP, seit den 70er Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Neben der Möglichkeit der Lymphadenektomie ohne einen zweiten Schnitt und der besseren Nerverhaltung ist der im Vergleich zum perinealen Weg größere Zugang für die Entnahme großvolumiger Organe von Vorteil. Allerdings ist der Blutverlust wegen anatomischer Beziehung zum dorsalen Veneplexus höher. Vorteilhaft bei der RPP ist die Übersichtlichkeit der Apex der Prostata und der urethrovesikalen Anastomose mit resultierender niedrigerer Anastomosenstrikturrate [130]. Des weiteren spricht die geringere intra- und postoperative Blutungsmenge für die RPP. Nachteile bestehen neben der nicht ohne einen weiteren Schnitt

[Seite 11]

durchführbaren Lymphadenektomie in der schwierigen Präparation der Samenblasen und der bei großer Prostata limitierten Größe des Zugangsweges, aufgrund der anatomischen Lage relativ häufigen Rektumläsionen und in der Selektion des Patientengutes hinsichtlich des Steinschnittzugangs. Eine eindeutige Empfehlung auf Basis von Langzeitergebnissen für die RRP oder RPP läßt sich nicht abgeben. Die onkologische Sicherheit beider Operationswege bei langen Beobachtungszeiträumen ist mit rezidivfreien Überlebensraten von 77-83% nach 10 Jahren bzw. 82% nach 15 Jahren vergleichbar [131,132]. Die Komplikationsrate ist ständig gesunken und beträgt 6-28% [124,128,133,134], die Mortalitätsrate 0-1%[124,134,135]. Hinsichtlich der Kontinenz und des Erektionserhaltes waren beim retropubischen Zugang bessere Ergebnisse festzustellen. Der relativ selten durchgeführte transcoccygeale Operationsweg hat eine eng gestellte Indikation, meist bei Patienten mit Z. n. transurethraler Resektion der Prostata (TURP) bzw. suprapubischer Adenomektomie. Vorteilhaft ist der direkte Anastomosenzugang mit optimalem Sichtfeld und geringeren postoperativen Strikturraten.

Anmerkungen

Um einen Satz gekürzt, sonst nur Unterschiede in der Rechtschreibung.

Sichter
(Klgn) Singulus

[12.] Ali/Fragment 012 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 14:11:52 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 11, 12, Zeilen: 11: 12ff - 12: 1ff
[Vorteilhaft ist der direkte Anastomosenzugang mit optimalem Sichtfeld und geringeren postoperativen] Strikturraten. Der Blutverlust ist gegenüber den anderen beiden offenen Verfahren deutlich höher [136].

Eine wesentliche Einflussgröße, unabhängig vom Zugangsweg, stellt die Erfahrung des Operateurs dar. Dieser Parameter hat signifikante Auswirkung auf Ergebnisse wie Rezidiv,- Komplikations,- Potenz und Kontinenzrate sowie Mortalität [124, 133-136].

1.4.1.1.2 Laparoskopische radikale Prostatektomie (LRP)

Der stetige Fortschritt der minimal-invasiven Chirurgie in der Urologie hat als logische Konsequenz die Etablierung der laparoskopischen radikalen Prostatektomie bei der Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms zur Folge gehabt. Hervorzuheben ist das optimale intraoperative Sichtfeld mit hoher Detailvisualisierung der anatomischen Strukturen, die folglich geringere Traumatisierung und Transfusionsrate und die niedrigere Morbidität und Krankenhausverweildauer für den Patienten. Inzwischen existieren mehrere Techniken für den Ablauf der LRP. Auf transperitonealem oder extraperitonealem Wege wird eine Verbindung zum Cavum Retzii hergestellt, aszendierend und deszendierend erfolgt dann die Prostatektomie. Bei der transperitonealen Operation werden anfangs Samenblasen und –leiter deszendierend präpariert. Bei beiden anatomischen Zugängen ist auch die Beteiligung eines OP-Roboters möglich. Die erste LRP an einem Patienten wurde von Schuessler et al. 1992 durchgeführt und beschrieben [137], ehe sie diese Technik nach 9 langwierigen Operationen wieder verließen. Die im Schnitt über 9 Stunden langen Eingriffe waren aufgrund der Komplexität dieser Technik und damaligen unzureichenden Ausstattung mit enormen Schwierigkeiten behaftet. Auch die beobachtete lange Lernkurve sprach laut Schuessler gegen eine routinemäßige Verwendung der LRP und für ein Belassen des offenen Verfahrens [138]. Erst Guillonneau und Vallancien standardisierten ab 1998 die LRP und bewirkten aufgrund der Reproduzierbarkeit ihrer Vorgehensweise eine weltweite Verbreitung in ausgewählten Zentren. Ihre nach 28 Eingriffen publizierten Ergebnisse [139] zeigten eine aufgrund der Optimierung der Nahttechnik bei der vesikourethralen Anastomose kürzere OP-Dauer (ca.6 Stunden), eine geringere Komplikations- v.a. Transfusionsrate und einen steileren Verlauf der Lernkurve. Größere Fallstudien folgten in den Jahren [140,141, 142]. Die transperitoneal durchgeführte Technik der „französischen Schule“ ist ein [sic] in einigen Zentren leicht modifiziert worden. So hat die Urologische Klinik Heilbronn die dort seit März 1999 [durchgeführten Operationen in aszendierender Technik etabliert und Ergebnisse nach den ersten 100 und mehr als 1000 Eingriffen veröffentlicht [143, 144].]

Vorteilhaft ist der direkte Anastomosenzugang mit optimalem Sichtfeld und geringeren postoperativen Strikturraten. Der Blutverlust ist gegenüber den anderen beiden offenen Verfahren deutlich höher [136]. Eine wesentliche Einflußgröße, unabhängig vom Zugangsweg, stellt die Erfahrung des Operateurs dar. Dieser Parameter hat signifikante Auswirkung auf Ergebnisse wie Rezidiv,- Komplikations,- Potenz und Kontinenzrate sowie Mortalität [124,133-136].

1.4.1.1.2 Laparoskopische radikale Prostatektomie (LRP)

Der stetige Fortschritt der minimal-invasiven Chirurgie in der Urologie hat als logische Konsequenz die Etablierung der laparoskopischen radikalen Prostatektomie bei der Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms zur Folge gehabt. Hervorzuheben ist das optimale intraoperative Sichtfeld mit hoher Detailvisualisierung der anatomischen Strukturen, die folglich geringere Traumatisierung und Transfusionsrate und die niedrigere Morbidität und Krankenhausverweildauer für den Patienten. Inzwischen existieren mehrere Techniken für den Ablauf der LRP. Auf transperitonealem oder extraperitonealem Wege wird eine Verbindung zum Cavum Retzii hergestellt, aszendierend und deszendierend erfolgt dann die Prostatektomie. Bei der transperitonealen Operation werden anfangs Samenblasen und -leiter deszendierend präpariert. Bei beiden anatomischen Zugängen ist auch die Beteiligung eines OP-Roboters möglich. Die erste LRP an einem Patienten wurde von Schuessler et al. 1992 durchgeführt und beschrieben [137], ehe sie diese Technik nach 9 langwierigen Operationen wieder verliessen. Die im Schnitt über 9 Stunden langen Eingriffe waren aufgrund der Komplexität dieser Technik und damaligen unzureichenden Ausstattung mit enormen

[Seite 12]

Schwierigkeiten behaftet. Auch die beobachtete lange Lernkurve sprach laut Schuessler gegen eine routinemäßige Verwendung der LRP und für ein Belassen des offenen Verfahrens [138]. Erst Guillonneau und Vallancien standardisierten ab 1998 die LRP und bewirkten aufgrund der Reproduzierbarkeit ihrer Vorgehensweise eine weltweite Verbreitung in ausgewählten Zentren. Ihre nach 28 Eingriffen publizierten Ergebnisse [139] zeigten eine aufgrund der Optimierung der Nahttechnik bei der vesikourethralen Anastomose kürzere OP-Dauer (ca. 6 Stunden), eine geringere Komplikations- v.a. Transfusionsrate und einen steileren Verlauf der Lernkurve. Größere Fallstudien folgten in den Jahren [140,141,142]. Die transperitoneal durchgeführte Technik der „französischen Schule“ ist in einigen Zentren leicht modifiziert worden. So hat die Urologische Klinik Heilbronn die dort seit März 1999 durchgeführten Operationen in aszendierender Technik etabliert und Ergebnisse nach den ersten 100 und mehr als 1000 Eingriffen veröffentlicht [143,144].

Anmerkungen

Minimale Abweichungen.

Sichter
(Singulus) Schumann

[13.] Ali/Fragment 013 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 14:22:32 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 12; 13, Zeilen: 12: 10ff; 13: 1-9
[So hat die Urologische Klinik Heilbronn die dort seit März 1999] durchgeführten Operationen in aszendierender Technik etabliert und Ergebnisse nach den ersten 100 und mehr als 1000 Eingriffen veröffentlicht [143, 144]. Die Klinik für Urologie der Charite (Campus Mitte) hat die LRP im Mai 1999 erstmalig durchgeführt und seitdem weiterentwickelt. Die Langzeitergebnisse der ersten 700 Operationen sind Gegenstand dieser Arbeit. Als erste, die einen komplett extraperitonealen Zugang standardisierten, beschrieben Raboy et al. und Bollens et al. ihre Erfahrungen [145, 146]. In Deutschland ist die Urologische Klinik des Universitätsklinikums Leipzig führend im Bereich der endoskopisch-extraperitonealen radikalen Prostatektomie (EERP) [147, 148]. Die erste robotergestützte LRP in Detschland [sic] wurde in der Urologischen Klinik der Goethe-Universität Frankfurt a. M. durchgeführt und weiterentwickelt [149, 150] und von einigen internationalen Arbeitsgruppen übernommen [151, 152]. Direkt am Op-Tisch befindet sich nur der Assistent, um Instrumente einzuführen und auszutauschen. Der Operateur sitzt an einem Steuerungspult und koordiniert mittels des „ Da-Vinci-Robot-Systems“ hochpräzise Bewegungen am Patienten. Im Vergleich der transperitonealen mit extraperitonealen LRP treten hinsichtlich der Komplikationsrate mit 3,2-1,6% bei einer Mortalität von 0,2-0,9% [143, 153-157] keine Unterschiede zutage. Da bis heute onkologische Langzeitstudien (>10 Jahre) fehlen werden die Raten von positiven Schnitträndern (R1) und PSA –freie Überlebensintervalle mit einem Follow-up von maximal 7 Jahren als Kontrollparameter verwendet. Hier zeigen die R1-Raten zwischen 7,8 und 23,5% [143, 149, 154, 155] gleiche Daten wie bei der offenen Prostatektomie [158] und unterstreichen den klinischen Stellenwert der LRP als sichere chirurgische Alternative zur ORP. Heute stellt die LRP, sowohl extra- als auch transperitoneal, ein operatives Standardverfahren in mehreren europäischen Zentren dar [142, 143, 145, 146, 148, 150, 155, 159]. Auch international findet diese Technik immer breitere Anwendung [160, 161].

1.4.1.2. Strahlentherapie

Die perkutane und die interstitielle Radiotherapie (Brachytherapie) bzw. eine Kombination beider Verfahren kann eine Alternative für Patienten mit einem Lebensalter über 70 Jahren bzw. einer Lebenserwartung unter 10 Jahren darstellen. Auch eine ablehnende Haltung gegenüber der Operation oder eine internistische bzw. eine anästhesiologische Kontraindikation für eine radikale Prostatektomie sind zuweilen entscheidungsweisend. Dabei ist die Strahlentherapie (perkutan und interstitiell) im Tumorstadium T1 und T2 eine vollwertige kurative Alternative zur radikalen [Prostatektomie, wie große Langzeitstudien gezeigt haben [162,163, 164].]

So hat die Urologische Klinik Heilbronn die dort seit März 1999 durchgeführten

Operationen in aszendierender Technik etabliert und Ergebnisse nach den ersten 100 und mehr als 1000 Eingriffen veröffentlicht [143,144]. Die Klinik für Urologie der Charite (Campus Mitte) hat die LRP im Mai 1999 erstmalig durchgeführt und seitdem weiterentwickelt. Die Langzeitergebnisse der ersten 1000 Operationen sind Gegenstand dieser Arbeit. Als Erste, die einen komplett extraperitonealen Zugang standardisierten, beschrieben Raboy et al. und Bollens et al. ihre Erfahrungen [145,146]. In Deutschland ist die Urologische Klinik des Universitätsklinikums Leipzig führend im Bereich der endoskopisch-extraperitonealen radikalen Prostatektomie (EERP) [147,148]. Die erste robotergestützte LRP in Deutschland wurde in der Urologischen Klinik der Goethe-Universität Frankfurt a. M. durchgeführt und weiterentwickelt [149,150] und von einigen internationalen Arbeitsgruppen übernommen [151,152]. Direkt am OP-Tisch befindet sich nur der Assistent, um Instrumente einzuführen und auszutauschen. Der Operateur sitzt an einem Steuerungspult und koordiniert mittels des „Da-Vinci-Robot-Systems“ hochpräzise Bewegungen am Patienten. Im Vergleich der transperitonealen mit der extraperitonealen LRP treten hinsichtlich der Komplikationsrate mit 3,2-16 % bei einer Mortalität von 0,2-0,9% [143,153-157] keine Unterschiede zutage. Da bis heute onkologische Langzeitstudien ( > 10 Jahre) nicht existieren, werden die Raten von positiven Schnitträndern (R1) und PSA-freie Überlebensintervalle mit einem Follow-up von maximal 5 Jahren als Kontrollparameter verwendet. Hier zeigen die R1-Raten zwischen 7,8 und 23,5% [143,149,154,155] gleiche Daten wie bei der offenen Prostatektomie [158] und unterstreichen den klinischen Stellenwert der LRP als sichere chirurgische Alternative zur ORP.

Heute stellt die LRP, sowohl extra- als auch transperitoneal, ein operatives Standardverfahren in mehreren europäischen Zentren dar [142,143,145,146,148,150,155,159]. Auch international findet diese Technik immer breitere Anwendung [160,161].

[Seite 13]

1.4.1.2 Strahlentherapie

Die perkutane und die interstitielle Radiotherapie (Brachytherapie) bzw. eine Kombination beider Verfahren kann eine Alternative für Patienten mit einem Lebensalter über 70 Jahren bzw. einer Lebenserwartung unter 10 Jahren darstellen. Auch eine ablehnende Haltung gegenüber der Operation oder eine internistische bzw. anästhesiologische Kontraindikation für eine radikale Prostatektomie sind zuweilen entscheidungsweisend. Dabei ist die Strahlentherapie (perkutan und interstitiell) im Tumorstadium T1 und T2 eine vollwertige kurative Alternative zur radikalen Prostatektomie, wie große Langzeitstudien gezeigt haben [162,163,164].

Anmerkungen

Ohne Quellenangabe.

Sichter
(Singulus) Schumann

[14.] Ali/Fragment 014 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 07:40:50 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1-32
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 13, 14, Zeilen: S. 13: 6ff; S. 14: 1ff
[Dabei ist die Strahlentherapie (perkutan und interstitiell) im Tumorstadium T1 und T2 eine vollwertige kurative Alternative zur radikalen] Prostatektomie, wie große Langzeitstudien gezeigt haben [162,163, 164]. Im T3 – Stadium bietet sie im Vergleich zur Operation die größere Heilungsrate und sollte daher eher erfolgen [162, 165-168]. Außerdem wiesen Studien niedrigere Rezidivraten nach Strahlentherapie bei Kombination mit einer adjuvanten Hormontherapie nach [169,170].

Bei der perkutanen Bestrahlung wird eine CT-geplante isozentrische Mehr-Felder-Therapie mit Dosierungen gemäß der DEGRO-/DGMP-Leitlinien [168] und der [sic] ICRU-50 Reports [171] durchgeführt. Um Risikostrukturen, wie Blase, Rektum, Harnröhre und Hüftköpfe optimaler zu schonen, wird eine individuelle Kollimation der Felder mittels Individualsatelliten vorgenommen. Desweiteren [sic] wird eine Inhomogenitätskorrektur durch Keilfiltertechnik empfohlen. Die neuere Variante der dreidimensionalen Konformationstherapie ist früheren Verfahren überlegen und besitzt einen zunehmenden klinischen Stellenwert [172, 173]. Die Gesamtdosis beträgt in Abhängigkeit vom Tumorstadium, PSA-Wert und Gleason-Score bis über 80 Gy in Fraktionen von 1,8-2 Gy. Als permanente Brachytherapie ist die TRUS-gestützte Implantation von kleinen, ummantelten Strahlenquellen (Seeds) in die Prostata definiert. Als gebräuchlichste Radioisotope für dieses Verfahren finden Palladium-103, Jod-125, Iridium-192 und Gold-198 Anwendung. Bei der interstitiellen Therapie ist die lokale Limitierung der Nebenwirkungen und geringere Schädigung benachbarter Strukturen hervorzuheben. Patienten mit niedrigem Risikoprofil und jungem Lebensalter, für die erektile Dysfunktion eine bedeutende Nebenwirkung darstellt, kommen für diese Therapie in Frage [164, 174, 175]. Nach Kombination von perkutaner und interstitieller Radiatio konnten im Vergleich zur jeweils singulären Therapie niedrigere biochemische und Lokalrezidivraten beobachtet werden [176, 177]. Als Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind v.a. Zystitis, Proktitis, Tenesmen, Harninkontinenz und Impotenz zu nennen. Allerdings liegen ihre Raten mit Ausnahme der erektilen Dysfunktion [178- 186] mit 0,7-7% [173, 185, 186] im unteren Bereich und sind vergleichbar bzw. geringer als jene nach radikalen Prostatektomien.

1.4.1.3 „Watchful waiting“

Das „aufmerksame Beobachten“ als passive Strategie stellt im eigentlichen Sinne eine verzögerte Behandlung (deferred treatment) dar, da im Falle eines Tumorprogresses das Einleiten einer kurativen Therapie obligat ist. Für Patienten mit einer Lebenserwartung unter 10 Jahren und gut differenzierten Karzinomen (Gleason-Score-[Summe 2-5) in frühen Tumorstadien (T1-T2 N0 M0) scheint die abwartende Haltung gerechtfertigt und vertretbar.]

Dabei ist die Strahlentherapie (perkutan und interstitiell) im Tumorstadium T1 und T2 eine vollwertige kurative Alternative zur radikalen Prostatektomie, wie große Langzeitstudien gezeigt haben [162,163,164]. Im T3-Stadium bietet sie im Vergleich zur Operation die größere Heilungsrate und sollte daher eher erfolgen [162,165-168]. Außerdem wiesen Studien niedrigere Rezidivraten nach Strahlentherapien bei Kombination mit einer adjuvanten Hormontherapie nach [169,170].

Bei der perkutanen Bestrahlung wird eine CT-geplante isozentrische Mehr-Felder-Therapie mit Dosierungen gemäß der DEGRO-/DGMP-Leitlinien [168] und des ICRU-50 Reports [171] durchgeführt. Um Risikostrukturen, wie Blase, Rektum, Harnröhre und Hüftköpfe optimaler zu schonen, wird eine individuelle Kollimation der Felder mittels Individualsatelliten vorgenommen. Des weiteren wird eine Inhomogenitätskorrektur durch Keilfiltertechnik empfohlen. Die neuere Variante der dreidimensionalen Konformationstherapie ist früheren Verfahren überlegen und besitzt einen zunehmenden klinischen Stellenwert [172,173]. Die Gesamtdosis beträgt in Abhängigkeit vom Tumorstadium, PSA-Wert und Gleason-Score bis über 80 Gy in Fraktionen von 1,8-2 Gy. Als permanente Brachytherapie ist die TRUS-gestützte Implantation von kleinen, ummantelten Strahlenquellen (Seeds) in die Prostata definiert. Als gebräuchlichste Radioisotope für dieses Verfahren finden Palladium-103, Jod-125, Iridium-192 und Gold-198 Anwendung. Bei der interstitiellen Therapie ist die lokale Limitierung der Nebenwirkungen und geringere Schädigung benachbarter Strukturen hervorzuheben. V. a. Patienten mit niedrigem Risikoprofil und jungem Lebensalter, für die erektile Dysfunktion eine bedeutende Nebenwirkung darstellt, kommen für diese Therapie in Frage [164,174,175]. Nach Kombination von perkutaner und interstitieller Radatio [sic] konnten im Vergleich zur jeweils singulären Therapie niedrigere biochemische und Lokalrezidivraten beobachtet werden [176,177].

[S. 14]

Als Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind v. a. Zystitis, Proktitis, Tenesmen, Harninkontinenz und Impotenz zu nennen. Allerdings liegen ihre Raten mit Ausnahme der erektilen Dysfunktion [178-186] mit 0,7-7% [173,185,186] im unteren Bereich und sind vergleichbar bzw. geringer als jene nach radikalen Prostatektomien.

1.4.1.3 „Watchful waiting“

Das „aufmerksame Beobachten“ als passive Strategie stellt im eigentlichen Sinne eine verzögerte Behandlung (deferred treatment) dar, da im Falle eines Tumorprogresses das Einleiten einer kurativen Therapie obligat ist. Für Patienten mit einer Lebenserwartung unter 10 Jahren und gut differenzierten Karzinomen (Gleason-Score-Summe 2-5) in frühen Tumorstadien (T1-T2 N0 M0) scheint eine abwartende Haltung gerechtfertigt und vertretbar.

Anmerkungen

Im Text sind nur minimale Abweichungen (betrifft einzelne Worte) enthalten.

Sichter
(Hood) WiseWoman

[15.] Ali/Fragment 015 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-18 09:06:47 WiseWoman
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1-32
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 14-15, Zeilen: S.14: 8ff; S. 15: 1ff
[Für Patienten mit einer Lebenserwartung unter 10 Jahren und gut differenzierten Karzinomen (Gleason-Score-]Summe 2-5) in frühen Tumorstadien (T1-T2 N0 M0) scheint die abwartende Haltung gerechtfertigt und vertretbar. So betrug das metastasenfreie 5-Jahres-Überleben nichttherapierter Patienten bei G1- 93%, bei G2-84% und bei G3-Karzinomen nur noch 51%. Die 10-Jahres-Zahlen für G3-Tumoren lagen bei lediglich 26% [193, 194]. Als in der Klinik meist verwendete Variante des aktiven „watchful waitings“ beinhaltet die „active surveillance“ eine halbjährliche PSA-Wert-Bestimmung und DRU sowie eine jährliche Prostatabiopsie.

1.4.1.4 Alternative Verfahren

Für Patienten mit ausgeprägter Komorbidität und folglich hohem anästhesiologischen Risiko stellen neuere minimal-invasive Ansätze eine Alternative bei der Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms dar. Hinsichtlich ihres wachsenden klinischen Stellenwertes sind hier die Kryotherapie und der Hochintensive Fokussierter [sic] Ultraschall (HIFU) zu nennen. Der Kryotherapien [sic] liegt die Kryoablation des Prostataparenchyms mittels perineal injizierter Sonde zugrunde. Deren Kälteemission bewirkt die Nekrose der Prostatazellen [187, 188]. Beim HIFU wird durch einen gegensätzlichen Mechanismus, Hitze führt zur Koagulation des betroffenen Gewebes, ebenfalls der Tumor angegriffen. Hier dient eine hochenergetische Ultraschallsonde als Energiequelle, die durch Winkelfelder und Frequenzadaptation eine selektive Absorption in der Prostata und somit eine Erwärmung erzielt [187]. Als zwei Verfahren mit möglichem Potenzial für die klinische Verbreitung sind die Gentherapie, bisher als experimenteller Ansatz in der Prostatakarzinombehandlung, und die Immuntherapie, bereits in einigen klinischen Studien erprobt, zu erwähnen. Bei der Gentherapie differenziert man entsprechend dem Wirkmechanismus 3 Ansätze: 1. Die Apoptose der Targetzelle wird durch so genannte Suizidgene induziert. 2. Körpereigene Immunzellen werden gentechnisch stimuliert und lösen nach Invasion in den Tumor dort eine Immunantwort aus. 3. Onkogene werden ausgeschaltet, somit ist die Proliferation entarterter [sic] Zellen gehemmt, bzw. gentechnisch erzeugte Tumorsuppressorgene werden als Hemmer eingesetzt. Für eine breite klinische Anwendung fehlt bisher die vollständige Aufklärung der Prostatakarzinogenese [189]. Als immuntherapeutische Option steht die Zytokinvermittelte Immunaktivierung mit Interleukin-2 (IL-2) im Vordergrund. Tierexperimentelle Studien [190, 191] und klinische Studien mit einer kleinen Kohorte [192] zeigten eine Tumorregression nach Gabe von IL-2.

Für Patienten mit einer Lebenserwartung unter 10 Jahren und gut differenzierten Karzinomen (Gleason-Score-Summe 2-5) in frühen Tumorstadien (T1-T2 N0 M0) scheint eine abwartende Haltung gerechtfertigt und vertretbar. So betrug das metastasenfreie 5-Jahres-Überleben nichttherapierter Patienten bei G1- 93%, bei G2- 84% und bei G3-Karzinomen nur noch 51%. Die 10-Jahres-Zahlen für G3- Tumoren lagen bei lediglich 26% [193,194]. Als in der Klinik meist verwendete Variante des aktiven „watchful waitings“ beinhaltet die „active surveillance“ eine halbjährliche PSA-Wert- Bestimmung und DRU sowie eine jährliche Prostatabiopsie.

1.4.1.4 Alternative Verfahren

Für Patienten mit ausgeprägter Komorbidität und folglich hohem anästhesiologischen Risiko stellen neuere minimal-invasive Ansätze eine Alternative bei der Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms dar. Hinsichtlich ihres wachsenden klinischen Stellenwertes sind hier die Kryotherapie und der Hochintensive Fokussierte Ultraschall (HIFU) zu nennen. Der Kryotherapie liegt die Kryoablation des Prostataparenchyms mittels perineal injizierter Sonden zugrunde. Deren Kälteemission bewirkt die Nekrose der Prostatazellen [187,188]. Beim HIFU wird durch einen gegensätzlichen Mechanismus, Hitze führt zur Koagulation des betroffenen Gewebes, ebenfalls der Tumor angegriffen. Hier dient eine hochenergetische Ultraschallsonde als Energiequelle, die durch Winkelfelder und Frequenzadaptation eine selektive Absorption in der Prostata und somit eine Erwärmung erzielt [187]. Als zwei Verfahren mit möglichem Potenzial für die klinische Verbreitung sind die Gentherapie, bisher als experimenteller Ansatz in der Prostatakarzinombehandlung, und die Immuntherapie, bereits in einigen klinischen Studien erprobt, zu erwähnen. Bei der Gentherapie differenziert man entsprechend dem Wirkmechanismus 3 Ansätze: 1. Die Apoptose der Targetzelle wird durch so genannte Suizidgene induziert. 2. Körpereigene Immunzellen werden gentechnisch stimuliert und lösen nach Invasion in den Tumor dort eine

[S. 15]

Immunantwort aus. 3. Onkogene werden ausgeschaltet, somit ist die Proliferation entarteter Zellen gehemmt bzw. gentechnisch erzeugte Tumorsuppressorgene werden als Hemmer eingesetzt. Für eine breite klinische Anwendung fehlt bisher die vollständige Aufklärung der Prostatakarzinogenese [189]. Als immuntherapeutische Option steht die zytokinvermittelte Immunaktivierung mit Interleukin-2 (IL2) im Vordergrund. Tierexperimentelle Studien [190,191] und klinische Studien mit einer kleinen Kohorte [192] zeigten eine Tumorregression nach Gabe von IL-2.

Anmerkungen

Nahezu identischer Text. Im Unterschied zur o.g. Quelle finden sich in der später veröffentlichten Dissertation Ali (2010) zusätzliche Rechtschreibfehler ("Fokussierter" statt "Fokussierte", "Der Kryotherapien " statt "Der Kryotherapie ", "entarterter" statt "entarteter").

Man beachte, dass die Literaturverzeichnisse der untersuchten Arbeit und der Quelle identisch sind, gleiche Verweisnummern also gleiche Literaturverweise darstellen.

Sichter
(Hood) WiseWoman

[16.] Ali/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-18 09:24:12 WiseWoman
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 15-16, Zeilen: 15:8ff.; 16:1-4
1.4.2 Therapieoptionen beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom

Patienten mit einem metastasierten Prostatakarzinom steht kein kurativer Therapieeinsatz zur Verfügung. Sie müssen sich einer systemischen, antiandrogenen Hormontherapie unterziehen, um durch diese palliative Variante eine höchstmögliche Lebensqualität zu behalten [195]. Da normale als auch maligne Prostatazellen androgensensitiv sind, bewirkt jede Absenkung des Testosteron-Serumspiegels eine Antiproliferation und Tumorregression [196]. Die antihormonelle bzw. androgensuppressive Therapie schließt folgende Möglichkeiten ein [197]:

- Chirurgische Kastration

- LHRH-Analoga

- Antiandrogene

- Kombinationstherapie (MAB)

- Östrogene

- Alternative Medikamente

- LHRH-Antagonisten

Durch die beidseitige subkapsuläre oder radikale Orchiektomie wird der Serum-Testosteronspiegel stark gesenkt [198]. Der Effizienz dieser chirurgischen Variante steht die psychologische Belastung und geringere Lebensqualität des Patienten durch Nebenwirkungen der hormonellen Veränderungen gegenüber. In den letzten Jahren haben LHRH-Analoga eine breite Anwendung erfahren. Präparate wie Buserelin und Goserelin erzielen über eine Dauerstimulation der LHRH-Rezeptoren eine Down-Regulation der Hypophysenrezeptoren. Nach initialem Anstieg von Testosteron, LH und FSH („Flare-up-Phänomen“), dem mit zusätzlicher Antiandrogengabe entgegengewirkt wird, kommt es zu einem Abfall auf Kastrationsniveau [199]. Antiandrogene werden in steroidale (z. B. Cyproteronacetat) und nicht- steroidale Formen (z. B. Flutamid, Bicalutamid) eingeteilt. Nichtsteroidale Präparate verdrängen kompetitiv Testosteron von den zellulären Rezeptoren. Die steroidalen Antiandrogene bewirken zusätzlich eine zentrale Hemmung der Hypophyse [200]. Häufige Nebenwirkungen der LHRH-Analoga sind Antriebsminderung, Libidoverlust und Impotenz. Antiandrogene, v. a. die nichtsteroidalen, wirken schwächer auf die Sexualfunktion, dafür sind Gynäkomastie, Nausea, Diarrhoe, Hepatitis und hämolytische Anämie zu beobachten [201]. Eine typische Folge der langfristigen Hormontherapie ist Osteoporose [202].

1.4.2 Therapieoptionen beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom

Patienten mit einem fortgeschrittenen bzw. metastasierten Prostatakarzinom steht kein kurativer Therapieansatz zur Verfügung. Sie müssen sich einer systemischen, antiandrogenen Hormontherapie unterziehen, um durch diese palliative Variante eine höchstmögliche Lebensqualität zu behalten [195]. Da normale als auch maligne Prostatazellen androgensensitiv sind, bewirkt jede Absenkung des Testosteron-Serumspiegels eine Antiproliferation und Tumorregression [196]. Die antihormonelle bzw. androgensuppressive Therapie schließt folgende Möglichkeiten ein [197]:

- chirurgische Kastration

- LHRH-Analoga

- Antiandrogene

- Kombinationstherapie (MAB)

- Östrogene

- Alternative Medikamente

Durch die beidseitige subkapsuläre oder radikale Orchiektomie wird der Serum-Testosteronspiegel stark gesenkt [198]. Der Effizienz dieser chirurgischen Variante steht die psychologische Belastung und geringere Lebensqualität des Patienten durch Nebenwirkungen der hormonellen Veränderungen gegenüber. In den letzten Jahren haben LHRH-Analoga eine breite Anwendung erfahren. Präparate wie Buserelin und Goserelin erzielen über eine Dauerstimulation der LHRH-Rezeptoren eine Down-Regulation der Hypophysenrezeptoren. Nach initialem Anstieg von Testosteron, LH und FSH („Flare-up-Phänomen“), dem mit zusätzlicher Antiandrogengabe entgegengewirkt wird, kommt es so zu einem Abfall auf Kastrationsniveau [199]. Antiandrogene werden in steroidale (z. B. Cyproteronacetat) und nicht-steroidale Formen (z. B. Flutamid, Bicalutamid) eingeteilt. Nicht-steroidale Präparate verdrängen kompetitiv Testosteron von den zellulären Rezeptoren. Die steroidalen Antiandrogene bewirken zusätzlich eine zentrale Hemmung der Hypophyse [200]. Häufige

[S. 16]

Nebenwirkungen der LHRH-Analoga sind Antriebsminderung, Libidoverlust und Impotenz. Antiandrogene, v. a. die Nicht-steroidalen, wirken schwächer auf die Sexualfunktion, dafür sind Gynäkomastie, Nausea, Diarrhoe, Hepatitis und hämolytische Anämie zu beobachten [201]. Eine typische Folge der langfristigen Hormontherapie ist Osteoporose [202].

Anmerkungen

Trotz wörtlicher Übereinstimmungen keine Angabe der Quelle.

Man beachte, dass die Literaturverzeichnisse der untersuchten Arbeit und der Quelle identisch sind, gleiche Verweisnummern also gleiche Literaturverweise darstellen.

Sichter
(Agrippina1) WiseWoman

[17.] Ali/Fragment 017 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 15:45:22 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 16, Zeilen: 5ff.
[Hinsichtlich der] progressionsfreien Überlebensraten bzw. des Langzeitüberlebens kann Bicalutamid im Vergleich zur Orchiektomie bzw. LHRH-Analoga [203] und Cyproteronacetat im Vergleich zu DES [204] als ebenso effizient angesehen werden. Die Kombination der Orchiektomie bzw. LHRH-Therapie mit Antiandrogenen, auch maximale Androgenblockade (MAB) genannt, hat gegenüber den Monotherapien in einer Studie einen geringen Vorteil gezeigt [205]. Eine Metaanalyse von 22 Studien ergab keine Prognoseverbesserung [206]. Die MAB ist dazu kostenintensiver und nebenwirkungsreicher als die Monotherapien. Für lange Zeit war die Östrogensubstitution (z.B. Diethylstilbestrol=DES) die gängigste medikamentöse Form des Androgenentzuges. Hier wird in einer Störung des Feedback-Mechanismus zwischen Hypophyse und Gonadensystem die LHRH-Sekretion gehemmt und so der Testosteronspiegel gesenkt. Des Weiteren werden so die Leydig-Zellen direkt negativ reguliert. Neben der erhöhten Thromboseneigung stehen die kardiovaskulären Nebenwirkungen im Vordergrund, die das Langzeitüberleben der Patienten im Vergleich zu unbehandelten Männern in einigen Studien sogar verschlechtert hat [198, 199]. Lediglich das deutliche Minimieren des Osteoporoserisikos ist ein evidenter Vorteil dieser Therapieform und stellt eine Option für einen selektierten Teil der Patienten dar [207]. Als alternative Präparate sind GnRH-Antagonisten, wie Abarelix, zu nennen. Sie sollen ein günstigeres Nebenwirkungsprofil haben [208]. Die folgenden Wirkstoffe werden in der primären Hormontherapie und auch bei der Behandlung des hormonrefraktären Prostatakarzinoms verwendet. Aromataseinhibitoren, wie Aminoglutethimid, supprimieren die Androgensynthese in der Nebennierenrinde, können aber auch zu schweren Nebenwirkungen führen [209], ebenso wie das Antimykotikum Ketoconazol [210]. Gestagen wirkt antigonadotrop und schließlich Estramustin, welches aber aufgrund seines östrogenartigen Wirkprofils vermehrt kardiovaskuläre Komplikationen verursacht [211]. Auch der Chemotherapie kommt eine wichtige Bedeutung zu. Symptomkontrolle und Erhalt bzw. Besserung der Lebensqualität sind Ziel dieser therapeutischen Intervention. Zytostatika, wie Docetaxel konnten Remissionen und signifikant verlängerte Überlebenszeiten erzielen [212]. Die Wirksamkeit neuer Proliferationshemmer wird untersucht [214]. Hinsichtlich der progressionsfreien Überlebensraten bzw. des Langzeitüberlebens kann Bicalutamid im Vergleich zur Orchiektomie bzw. LHRH-Analoga [203] und Cyproteronacetat im Vergleich zu DES [204] als ebenso effizient angesehen werden. Die Kombination der Orchiektomie bzw. LHRH-Therapie mit Antiandrogenen, auch maximale Androgenblockade (MAB) genannt, hat gegenüber den Monotherapien in einer Studie einen geringen Vorteil gezeigt [205]. Eine Metaanalyse von 22 Studien ergab keine Prognoseverbesserung [206]. Die MAB ist dazu kostenintensiver und nebenwirkungsreicher als die Monotherapien. Für lange Zeit war die Östrogensubstitution (z.B. Diethylstilbestrol = DES) die gängigste medikamentöse Form des Androgenentzuges. Hier wird in einer Störung des Feedback-Mechanismus zwischen Hypophyse und Gonadensystem die LHRH-Sekretion gehemmt und so der Testosteronspiegel gesenkt. Des weiteren werden so die Leydig-Zellen direkt negativ reguliert. Neben der erhöhten Thromboseneigung stehen die kardiovaskulären Nebenwirkungen im Vordergrund, die das Langzeitüberleben der Patienten im Vergleich zu unbehandelten Männern in einigen Studien sogar verschlechtert hat [198,199]. Lediglich das deutliche Minimieren des Osteoporoserisikos ist ein evidenter Vorteil dieser Therapieform und stellt eine Option für einen selektierten Teil der Patienten dar [207]. Als alternative Präparate sind GnRH-Antagonisten, wie Abarelix, zu nennen. Sie haben ein günstigeres Nebenwirkungsprofil [208]. Die folgenden Wirkstoffe werden in der primären Hormontherapie und auch bei der Behandlung des hormonrefraktären Prostatakarzinoms verwendet. Aromataseinhibitoren, wie Aminoglutethimid, supprimieren die Androgensynthese in der Nebennierenrinde, können aber auch zu schweren Nebenwirkungen führen [209], ebenso wie das Antimykotikum Ketoconazol [210]. Gestagen wirkt antigonadotrop und schließlich Estramustin, welches aber aufgrund seines östrogenartigen Wirkprofils vermehrt kardiovaskuläre Komplikationen verursacht [211]. Auch der Chemotherapie kommt eine wichtige Bedeutung zu. Symptomkontrolle und Erhalt bzw. Besserung der Lebensqualität sind Ziel dieser therapeutischen Intervention. Zytostatika, wie Mitoxantron, Paclitaxel und v.a. Docetexal konnten Remissionen und signifikant verlängerte Überlebenszeiten erzielen [212]. [...] Die Wirksamkeit neuer Proliferationshemmer wird untersucht [214].
Anmerkungen

Wörtliche Übereinstimmungen.

Man beachte, dass die Literaturverzeichnisse der untersuchten Arbeit und der Quelle identisch sind, gleiche Verweisnummern also gleiche Literaturverweise darstellen.

Sichter
(Agrippina1) Schumann

[18.] Ali/Fragment 018 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-18 18:25:14 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 17, Zeilen: 1ff. (komplett)
1.5. Technik der LRP an der Klinik für Urologie der Charite Campus Mitte

Die LRP wird unterteilt in OP-Vorbereitung und die eigentliche Prostatektomie und gliedert sich in folgende Abschnitte: Nach Lagerung des Patienten in Rückenlage folgt das sterile Waschen und Abdecken des OP-Gebietes und die Einlage des Urethrakatheters. Dem Einführen der Veresskanüle über den infraumbilikalen Zugang schließt sich die Erzeugung eines Pneumoperitoneums mittels CO2-Insufflation an. Nachdem sich der Operateur über den ebenfalls infraumbilikal eingebrachten Optiktrokar (10 mm) einen Überblick über die Peritonealhöhle verschafft hat, werden drei 5 mm- und ein 10 mm-Trokar im linken und rechten Mittel-und Unterbauch eingeführt. Bei entsprechender Indikation einer pelvinen Lymphadenektomie folgt die beidseitige Lymphknotendissektion in der Fossa obturatoria. Wenn nun die Präparation der Ducti deferentes, Ampullae und der Vesicae seminales abgeschlossen und die Blutversorgung der Vesicae durch Koagulation unterbrochen ist, erreicht man nach Präparation der Denovillier`schen Faszie die Prostata, welche vom Rektum abgetrennt wird. Die Vesica urinaria wird nach Inzision des Peritoneums im Bereich zwischen beiden Plicae umbilicale mediale vom anterioren Peritoneum abpräpariert, so dass anschließend ein Zugang zum Cavum Retzii und zur Symphyse möglich ist. Die Prostata wird an den Flanken von der Levatormuskulatur abgesetzt und beidseits das Ligamentum puboprostaticum durchtrennt. Die Präparation des präurethralen Venenplexus und seiner Durchstichligatur nach distal ermöglicht später die Trennung des Organs vom Beckenboden. Danach erfolgt die Darstellung des Blasenhalses. Je nach Infiltrationsgrad und Darstellungsmöglichkeit bleibt der Gefäß-Nervenstrang fakultativ erhalten und wird von der Prostata isoliert. Nach dem proximalen Abtrennen des dorsalen Venenplexus wird die Apex und Urethra herausgearbeitet und die Harnröhre schließlich distal der Apex abgesetzt. Nun ist die Prostata samt Kapsel und Samenblasen vollständig von umliegenden Strukturen befreit. Folgend wird die Urethra- Blasen-Anastomose mit Einzelknopfnähten hergestellt. Abschließend kann das resezierte Organ über einen Lap-Sac durch eine erweiterte Trokarinzision geborgen werden und die funktionelle Dichtigkeit der Anastomose mittels einer Spülung überprüft werden. Die mittlere Operationszeit der ersten 700 an der Charite durchgeführten LRP betrug 266 min mit einem Range von 102 min bis 810 min.

1.5 Technik der LRP an der Klinik für Urologie der Charite (Campus Mitte)

Die LRP wird unterteilt in OP-Vorbereitung und die eigentliche Prostatektomie und gliedert sich in folgende Abschnitte: Nach Lagerung des Patienten in Rückenlage folgt das sterile Waschen und Abdecken des OP-Gebietes und die Einlage des Urethrakatheters. Dem Einführen der Veresskanüle über den infraumbilikalen Zugang schließt sich die Erzeugung eines Pneumoperitoneums mittels CO2-Insufflation an. Nachdem sich der Operateur über den ebenfalls infraumbilikal eingebrachten Optiktrokar (10 mm) einen Überblick über die Peritonealhöhle verschafft hat, werden drei 5 mm- und ein 10 mm-Trokar im linken und rechten Mittel- und Unterbauch eingeführt. Bei entsprechender Indikation einer pelvinen Lymphadenektomie folgt die beidseitige Lymphknotendissektion in der Fossa obturatoria. Wenn nun die Präparation der Ducti deferentes, Ampullae und der Vesicae seminales abgeschlossen und die Blutversorgung der Vesicae durch Koagulation unterbrochen ist, erreicht man nach Präparation der Denovillier’schen Faszie die Prostata, welche vom Rektum abgetrennt wird. Die Vesica urinaria wird nach Inzision des Peritoneums im Bereich zwischen beiden Plicae umbilicale mediale vom anterioren Peritoneum abpräpariert, so daß anschließend ein Zugang zum Cavum Retzii und zur Symphyse möglich ist. Die Prostata wird an den Flanken von der Levatormuskulatur abgesetzt und beidseits das Ligamentum puboprostaticum durchtrennt. Die Präparation des präurethralen Venenplexus und seiner Durchstichligatur nach distal ermöglicht später die Trennung des Organs vom Beckenboden. Danach erfolgt die Darstellung des Blasenhalses. Je nach Infiltrationsgrad und Darstellungsmöglichkeit bleibt der Gefäß-Nervenstrang fakultativ erhalten und wird von der Prostata isoliert. Nach dem proximalen Abtrennen des dorsalen Venenplexus wird die Apex und Urethra herausgearbeitet und die Harnröhre schließlich distal der Apex abgesetzt. Nun ist die Prostata samt Kapsel und Samenblasen vollständig von umliegenden Strukturen befreit. Folgend wird die Urethra-Blasen-Anastomose mit Einzelkopfnähten hergestellt. Abschließend kann das resezierte Organ über einen Lap-Sac durch eine erweiterte Trokarinzision geborgen werden und die funktionelle Dichtigkeit der Anastomose mittels einer Spülung überprüft werden. Die mittlere Operationszeit der 1000 an der Charite durchgeführten LRP betrug 266 min mit einem Range von 102 min bis 810 min.

Anmerkungen

Abgesehen von den unterschiedliche Zahlen der Operationen im jeweils letzten Satz identisch.

Sichter
(Agrippina1) Schumann

[19.] Ali/Fragment 019 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-18 18:26:37 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 18, Zeilen: 1ff. (komplett)
2 Zielstellung

Wie in anderen chirurgischen Disziplinen hat die Laparoskopie auch in der Therapie urologischer Malignome und in besonderer Hinsicht des lokalisierten Prostatakarzinoms im letzten Jahrzehnt einen erhöhten Stellenwert bekommen. Die laparoskopische radikale transperitoneale Prostatektomie hat sich seit 1998 als alternatives Verfahren neben der offenen retropubischen und perinealen Prostatektomie etabliert und wird weltweit in Zentren routinemäßig durchgeführt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt existieren retrospektive Studien zur LRP mit großen Kohorten und langem Beobachtungszeitraum in wesentlich geringerer Zahl als beim offenen Verfahren. Prospektive Studien liegen bisher nur im eingeschränkten Umfang vor.

In der vorliegenden Arbeit sind die Ziele der Untersuchung der an der Charite durchgeführten LRP die Evaluierung:

1. onkologische Ergebnisse nach längerem Verlauf (Beobachtungszeitraum bis zu 73 Monate)

Beschrieben wird der Anteil der Patienten mit PSA-Versagen. Es werden Vergleichsanalysen mit Wahrscheinlichkeitswerten und –kurven für den PSA-Progress in Abhängigkeit von Einflussfaktoren wie pathohistologisches Tumorstadium (pT), Resektionsstatus, nicht-nerverhaltendes Operationsverfahren, Gleason-Score-Summe und Ausgangs- PSA-Wert durchgeführt.

2. des Verlaufs der Kontinenz

Die Inkontinenz wird nach OP-Jahr und Operateur beschrieben. Desweiteren [sic] wird eine Vergleichsanalyse in Abhängigkeit vom Faktor nerve-sparing und der p.o. Symptomverlauf dargelegt.

3. der Spätkomplikationsrate

Sämtliche Spätkomplikationen (ab dem 7. p.o. Tag) werden qualitativ und quantitativ ausgewertet. Die Erfassung und Auswertung der aufgetretenen Frühkomplikationen (bis zum 6. p.o. Tag) ist im Rahmen einer vorangegangenen Dissertation geschehen.

2 Zielstellung

Wie in anderen chirurgischen Disziplinen hat die Laparoskopie auch in der Therapie urologischer Malignome und in besonderer Hinsicht des lokalisierten Prostatakarzinoms im letzten Jahrzehnt einen erhöhten Stellenwert bekommen. Die laparoskopische radikale transperitoneale Prostatektomie hat sich seit 1998 als alternatives Verfahren neben der offenen retropubischen und perinealen Prostatektomie etabliert und wird weltweit in Zentren routinemäßig durchgeführt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt existieren retrospektive Studien zur LRP mit großen Kohorten und langem Beobachtungszeitraum in wesentlich geringerer Zahl als beim offenen Verfahren. Prospektive Studien liegen bisher nur in geringem Umfang vor. In der vorliegenden Arbeit sind die Ziele der Untersuchung der an der Charite durchgeführten LRP die Evaluierung und Diskussion:

1. der biochemischen Rezidivrate

Beschrieben wird der Anteil der Patienten mit PSA-Versagen. Es werden Vergleichsanalysen mit Wahrscheinlichkeitswerten und –kurven für den PSA-Progress in Abhängigkeit von Einflussfaktoren wie pathohistologisches Tumorstadium (pT), Resektionsstatus, nerverhaltendes Operationsverfahren (nerve-sparing), Gleason-Score-Summe und Ausgangs- PSA-Wert durchgeführt.

2. des Verlaufs der Inkontinenz

Die Inkontinenz wird nach OP-Jahr und Operateur beschrieben. Des weiteren wird eine Vergleichsanalyse in Abhängigkeit vom Faktor nerve-sparing und der p.o. Symptomverlauf dargelegt.

3. der Spätkomplikationsrate

Sämtliche Spätkomplikationen (ab dem 7. p.o. Tag) werden qualitativ und quantitativ ausgewertet. Die Erfassung und Auswertung der aufgetretenen Frühkomplikationen (bis zum 6. p.o. Tag) ist im Rahmen einer vorangegangenen Dissertation geschehen.

Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übereinstimmend.

Sichter
(Agrippina1) Schumann

[20.] Ali/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-18 18:22:21 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 19, Zeilen: 1ff
3 Patienten und Methodik

3.1 Untersuchungszeitraum und Patientenzahl

An der Klinik für Urologie der Charite Mitte sind zwischen Mai 1999 und Mai 2005 die ersten 700 Patienten mit lokalisiertem Prostatakarzinom einer laparoskopischen radikalen transperitonealen Prostatektomie (LRP) ohne Nerverhalt unterzogen worden. Die Eingriffe wurden von insgesamt 9 Operateuren durchgeführt. 3 von diesen waren Gastärzte, v.a. aus den USA, und führten nur eine geringe Anzahl LRPs durch, sodass deren Ergebnisse nicht statistisch ausgewertet worden sind. Die postoperative Aufenthaltsdauer in der Klinik betrug stets mindestens 5 Tage.

3.2 Datenerfassung und Auswertung

Im Rahmen dieser Arbeit wurden 700 konsekutive Patienten bzw. bei Versterben deren Angehörige in einem persönlichen bzw. telefonischen Gespräch, welches zuvor mit einem Brief angekündigt wurde, zum postoperativen Therapieverlauf der LRP befragt. In Hinblick auf die Validität und Komplexität der Studie ist hervorzuheben, dass die Datenerhebung durch ein persönliches Gespräch und nicht mittels eines zugeschickten Fragebogens erfolgte. Die Datenerfassung erstreckte sich von August 2007 bis Dezember 2008.

Anamnesebefunde in der Krankenakte, Operationsprotokolle, prä- und postoperative Befunde, Dokumentationen in der Krankenkurve, Entlassungsbriefe und Informationen der nachbehandelnden niedergelassenen Urologen waren Grundlage der Vergleichsanalysen und sind zusammen mit den Patientenangaben in einer Excel-Tabelle archiviert worden.

Folgende Parameter sind in die Auswertung eingeflossen:

Präoperative Daten:

  • Alter zum Zeitpunkt der Operation (OP)
  • BMI
  • Ausgangs-PSA-Wert

Intraoperative Daten:

  • Art der Operation: pelvine Lymphadenektomie (pLa), Nerverhaltung
  • Operateur

Postoperative Daten:

3 Patienten und Methodik

3.1 Untersuchungszeitraum und Patientenzahl

An der Klinik für Urologie der Charite Mitte sind zwischen Mai 1999 und Oktober 2004 1000 Patienten mit lokalisiertem Prostatakarzinom einer laparoskopischen radikalen transperitonealen Prostatektomie (LRP) unterzogen worden. Die Eingriffe wurden von insgesamt 9 Operateuren durchgeführt. 3 von diesen waren Gastärzte, v.a. aus den USA, und führten nur eine geringe Anzahl LRPs durch, sodass deren Ergebnisse nicht statistisch ausgewertet worden sind. Die postoperative Aufenthaltsdauer in der Klinik betrug stets mindestens 5 Tage.

3.2 Datenerfassung und Auswertung

Im Rahmen dieser Arbeit wurden 1000 konsekutive Patienten bzw. bei Versterben deren Angehörige in einem persönlichen bzw. telefonischen Gespräch, welches zuvor mit einem Brief angekündigt wurde, zum postoperativen Therapieverlauf der LRP befragt. In Hinblick auf die Validität und Komplexität der Studie ist hervorzuheben, daß die Datenerhebung durch ein persönliches Gespräch und nicht mittels eines zugeschickten Fragebogens erfolgte. Die Datenerfassung erstreckte sich von März 2005 bis April 2006.

Anamnesebefunde in der Krankenakte, Operationsprotokolle, prä- und postoperative Befunde, Dokumentationen in der Krankenkurve, Entlassungsbriefe und Informationen der nachbehandelnden niedergelassenen Urologen waren Grundlage der Vergleichsanalysen und sind zusammen mit den Patientenangaben in einer Excel-Tabelle archiviert worden.

Folgende Parameter sind in die Auswertung eingeflossen:

Präoperative Daten:

  • Alter zum Zeitpunkt der Operation (OP)
  • BMI
  • Ausgangs-PSA-Wert

Intraoperative Daten:

  • Art der Operation: pelvine Lymphadenektomie (pLa), Nerverhaltung
  • Operateur

Postoperative Daten:

Anmerkungen

Geringfügig angepasst.

Erklärt der Zusatz "ohne Nerverhalt" den Unterschied zwischen 700 und 1000?

Falls von August 2007 bis Dezember 2008 eine zweite Datenerfassung stattfand nach einer ersten von März 2005 bis April 2006, wieso wird dann auf die erste Datenerfassung nicht Bezug genommen? Wieso werden diese Daten nicht miteinander verglichen?

Sichter
(Singulus) Schumann

[21.] Ali/Fragment 021 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 14:31:41 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 19, 20, 21, Zeilen: 19: letzte drei Zeilen; 20: 1ff; 21: 13ff

  • pT-Stadium
  • Schnittrand im OP-Präparat
  • Gleason-Score-Summe
  • PSA-Verlauf p.o. (alle p.o.-Werte und Datumsangabe)
  • Therapien p.o. (lokale Radiatio, Hormongabe, Palliativtherapie)
  • Inkontinenzverlauf p.o. (Vorlagenbedarf p.o. und Zeitangabe)
  • Weitere Therapieformen p.o. (Medikamente, Kollagen-Einspritzung, Sphinkter-Prothese)
  • Spätkomplikationen (Art, Dauer, Folgen, Therapie)

3.3 Statistik

Die Auswertung und Berechnung der gesammelten Daten ist mit der Software Windows XP, Microsoft Excel, Microsoft Word, SPSS Version 12.0 durchgeführt worden. Als Verfahren für die Vergleichsanalysen dienten in SPSS der Pearson-Test, der U-Test von Mann und Whitney, der Wilcoxon-Test, der Log Rank-Test, der Breslow-Test, der Tarone- Ware-Test [sic] und die Chi²-Statistik.

Die statistische Signifikanz lag bei p < 0,05.

Es erfolgte eine mathematische Prüfung und statistische Auswertung der Daten.


  • pT-Stadium
  • Schnittrand im OP-Präparat
  • Gleason-Score-Summe

[Seite 20]

  • PSA-Verlauf p.o. (alle p.o.-Werte und Datumsangabe)
  • Fakultativ: Therapieformen p.o. (lokale Radiatio, Hormongabe, Palliativtherapie)
  • Inkontinenzverlauf p.o. (Vorlagenbedarf p.o. und Zeitangabe)
  • Fakultativ: Therapieformen p.o. (Medikamente, Kollagen-Einspritzung, Sphinkter-Prothese)
  • Spätkomplikationen (Art, Dauer, Folgen, Therapie)

[Seite 21]

3.4 Statistik

Die Auswertung und Berechnung der gesammelten Daten ist mit der Software Windows XP, Microsoft Excel, Microsoft Word und SPPS [sic] Version 12.0 durchgeführt worden. Als Verfahren für die Vergleichsanalysen dienten in SPPS [sic] der Pearson-Test, der U-Test von Mann und Whitney, der Wilcoxon-Test, der Log Rank-Test, der Breslow-Test, der Tarone-Ware-Test und die Chi²-Statistik.

Die statistische Signifikanz lag bei p < 0,05.

Es erfolgte eine mathematische Prüfung und statistische Auswertung der Daten.

Anmerkungen

Die Abkürzung der Software ist SPSS.

Die Leerstelle in "Tarone- Ware-Test" befindet sich dort, wo in der Quelle ein Zeilenumbruch erfolgt.

Sichter
(Singulus) Schumann

[22.] Ali/Fragment 022 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 17:38:10 Plagin Hood
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1-2,4-5,8ff
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 22, Zeilen: 1ff
4 Ergebnisse

4. 1 PSA-freies Überleben

Von den 700 LRP-Patienten konnten 669 (95,6%) erreicht und in zwei Gruppen geteilt werden. Als PSA-Versagen bzw. biochemisches Rezidiv sind alle Patienten mit ein- oder mehrmalig gemessen [sic] Werten von > 0,1 ng/ml definiert. Die erste Gruppe mit 576 Patienten (85,8%) erfasste die Männer mit PSA-freiem Überleben und die zweite Gruppe mit 95 Patienten (14,2%) mit einem PSA-Rezidiv.

4.1.1 PSA-Progress

In Tabelle 1 sind die jeweiligen Beobachtungszeiträume mit den wichtigsten Kennwerten entsprechend den pT-Stadien dargestellt. Der durchschnittliche mediane Beobachtungszeitraum aller Patienten beträgt 36,5 Monate. Die Gruppe pT2c weist die deutlich kürzesten Werte auf. Begründet ist dies in der Umstellung der TNM-Klassifikation auf die 6. Auflage von 2003. Die 4 Patienten mit pT4a sind am längsten beobachtet worden.

Tabelle 1: Beobachtungszeiträume (in Monaten) entsprechend den pT-Stadien, n=669.

Ali 22a diss.png

In Tabelle 2 sind in jeder Spalte sämtliche Patienten entsprechend den pT-Stadien erfasst, die mindestens über genannten Zeitraum beobachtet wurden und anteilig diejenigen, deren PSA-Progress innerhalb dieses Beobachtungsintervalls auftrat.

4 Ergebnisse

4.1 PSA-freies Überleben

Von den 1000 LRP-Patienten konnten 952 (95,2%) erreicht und befragt werden. [...] Als PSA-Versagen bzw. biochemisches Rezidiv sind alle Patienten mit ein- oder mehrmalig gemessenen Werten von > 0,1 ng/ml definiert.

4.1.1 PSA-Progress

In Tabelle 2 sind die jeweiligen Beobachtungszeiträume mit den wichtigsten Kennwerten entsprechen [sic] den pT-Stadien dargestellt. Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum aller Patienten beträgt 32,0 Monate. Die Gruppe pT2c weist die deutlich kürzesten Werte auf. Begründet ist dies in der Umstellung der TNM-Klassifikation auf die 6. Auflage von 2003. Die 4 Patienten mit pT4a sind am längsten beobachtet worden.

Ali 22a source.png

Tabelle 2: Beobachtungszeiträume (in Monaten) entsprechend den pT-Stadien, n=952.

In Tabelle 3 sind in jeder Spalte sämtliche Patienten entsprechen [sic] den pT-Stadien erfasst, die mindestens über genannten Zeitraum beobachtet wurden und anteilig diejenigen, deren PSA-Progress innerhalb dieses Intervalls auftrat.

Anmerkungen
  1. Zwei Sätze (entsprechend Zeilen 3, 6 und 7) wurde nicht als Plagiat gewertet.
  2. In der untersuchten Arbeit wird das Wort "mediane" im Satz "Der durchschnittliche mediane Beobachtungszeitraum aller Patienten beträgt 36,5 Monate" im Vergleich zur Formulierung in der Quelle eingesetzt. In der Tabelle 1 ist aber ein Mittelwert von 36,5 und ein Median von 31,2 angegeben, so dass der Text und die Tabelle zueinander im Widerspruch stehen.
  3. Die Tabelle 1 der untersuchten Arbeit und die Tabelle 2 der Quelle sind bis auf wenige Zahlen identisch. Es wurde in einer Zelle (links unten) der Mittelwert von 32,0 zu 36,5 geändert. In der Zelle rechts daneben wurde der Median von 28,8 zu 31,2 geändert.
Sichter
(Singulus) Schumann

[23.] Ali/Fragment 023 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 07:36:51 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1-5;8ff
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 23, Zeilen: 1ff
Zum Zeitpunkt 12 Monate nach LRP gab es somit 568 Patienten, die mindestens ein Jahr verfolgt wurden und 94 (6,9%) mit einem PSA-Progress innerhalb der ersten 12 Monate. Die hohen Prozentzahlen ab 60 Monate und mehr Beobachtungszeit (> 75%) erklären sich aus der Kumulation der PSA-Versagensfälle bis zum Maximalwert bei > 60 Monaten und der dazu im Gegensatz abnehmenden Anzahl von Patienten, die überhaupt so lange beobachtet werden konnten. Nach 60 Monaten haben 94 von 568 Patienten ein [sic] Progress, aber nur 120 Patienten wurden komplett > 60 Monate beobachtet.

Die stärkste Zunahme der Progressrate wird zwischen 48 und 60 Monaten nach LRP beobachtet (pT3b um 23%; pT2b um 37%). Die Progressratenerhöhung bei pT3-Patienten setzt bereits nach dem ersten Intervall ein. Ausgenommen ist die pT2c-Gruppe, in der 87% ab 36 Monaten p.o. ein PSA-Progress aufweisen. Allerdings verzert [sic] die geringe Fallzahl und der Größensprung dieser Patientengruppe nach Umstellung der TNM-Klassifikation 2003 die Prozentwerte und folgende Wahrscheinlichkeitsberechnungen.

Tabelle 2: Kumulativer PSA-Progress nach LRP entsprechend den pT-Stadien

Ali 23a diss.png

Zum Zeitpunkt 12 Monate nach RPE gab es somit 814 Patienten, die mindestens ein Jahr verfolgt wurden und 56 (6,9%) mit einem PSA-Progress innerhalb der ersten 12 Monate. Die

hohen Prozentzahlen ab 60 Monate und mehr Beobachtungszeit (> 75%) erklären sich aus der Kumulation der PSA-Versagensfälle bis zum Maximalwert bei > 60 Monaten und der dazu im Gegensatz abnehmenden Gesamtzahl von Patienten, die überhaupt so lange beobachtet werden konnten. Jedoch zeigen die in den Vergleichsanalysen statisch bereinigten Erwartungswerte für ein PSA-Versagen auch bei der lang verfolgten Teilkohorte unterdurchschnittliche Wahrscheinlichkeiten für den Progress.

Die stärkste Zunahme der Progressrate wird zwischen 48 und 60 Monaten nach RPE beobachtet (pT3b um 23%; pT2b um 37%). In den Gruppen pT2a und pT2b sind die Zunahmen in den ersten 36 Monaten p.o. weniger steil. Die Ratenerhöhung bei pT3-Patienten setzt bereits nach dem ersten Intervall ein. Ausgenommen ist die pT2c-Gruppe, in der 87% ab 36 Monaten p.o. ein PSA-Progress aufweisen. Allerdings verzerrt die geringe Fallzahl und der Größensprung dieser Patientengruppe nach Umstellung der TNM-Klassifikation 2003 die Prozentwerte und folgende Wahrscheinlichkeitsberechnungen.

Ali 23a source.png

Tabelle 3: Kumulativer PSA-Progress nach RPE entsprechend den pT-Stadien

Anmerkungen

Die Tabelle 2 der untersuchten Arbeit und die Tabelle 3 der Quelle sind bis auf eine Zahl identisch. Es wurde in einer Zelle (links unten) 814 zu 568 geändert. Alle anderen Zahlen wurden unverändert übernommen.

Die Prozentzahl 6,9 % wird aus der Quelle übernommen. Untersuchte Arbeit: 94 von 568 (6,9%); Quelle: 56 von 814 (6,9%).

Der dritte Satz ist nicht als Plagiat gewertet.

Sichter
(Singulus) Schumann

[24.] Ali/Fragment 024 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-18 18:28:02 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 23-24, Zeilen: 23:16ff; 24:1ff
4.1.2 Die Vergleichsanalysen

In den folgenden Vergleichsanalysen ist der Einfluss jeweils eines Faktors als Kaplan- Meier- Analyse oder mehrerer Faktoren als Cox-Regression auf das PSA-freie Überleben untersucht worden. Diese Analysen wurden bei 669 von 700 Patienten (93,8%) durchgeführt. Als Zeitvariable in der Kaplan-Meier-Analyse galt bei Patienten mit PSA-Progress der Abstand zwischen OP-Datum und initialem PSA-Anstieg, bei Patienten mit PSA-freiem Überleben der Abstand zwischen OP-Datum und der letzten aktuellen PSA-Messung. Bei der tabellarischen Darstellung (Tab. 3) wird die mittlere geschätzte Dauer bis zum initialen PSA-Progress durch den Mittelwert angegeben. Der Mittelwert gibt somit auf Grundlage aller 669 Datensätze die erwartete Zeit p.o. bis zum PSA-Versagen für jedes pT-Stadium und jeden p.o. Monat an. Der längste Beobachtungszeitraum ohne PSA-Progress ist hier als Maximalwert definiert. In der graphischen Darstellung (Abb. 2) ist über die Zeit die kumulative Rate der erwarteten Fälle mit PSA-freiem Überleben nach pT-Stadien als Anteil von 1 abgetragen. Zur Signifikanzberechnung wurden der Log-Rank-Test, der Breslow-Test und der Tarone-Ware-Test herangezogen.

4.1.2.1 Einfluss des pT-Stadiums auf das PSA-freie Überleben

In Tabelle 3 ist die Häufigkeit und das geschätzte Eintreten des PSA-Progresses in Abhängigkeit vom pT-Stadium dargestellt. Der Einfluß des Faktors pT auf die Differenz in den Raten und Mittelwerten ist signifikant (p=0,002). Der Anteil des Stadiums pT2 an der Gesamtkohorte beträgt 70,6%, von pT3 29,4%. Bei den Gruppen pT2a und pT2b sind die Mittelwerte bis zum geschätzten PSA-Progress mit 64 Monaten am größten, Patienten mit pT3 weisen ein um 10 Monate (pT3a) bzw. 14 Monate (pT3b) verkürztes erwartetes PSA-freies Intervall auf. Der Mittelwert bis zum erwarteten PSA-Versagen für pT2c ist etwa halb so groß wie der pT3b-Wert.

4.1.2 Die Vergleichsanalysen

In den folgenden Vergleichsanalysen ist der Einfluß jeweils eines Faktors als Kaplan-Meier- Analyse oder mehrerer Faktoren als Cox-Regression auf das PSA-freie Überleben untersucht worden. Diese Analysen wurden bei 938 von 1000 Patienten (93,8%) durchgeführt. Als Zeitvariable in der Kaplan-Meier-Analyse galt bei Patienten mit PSA-Progress der Abstand zwischen OP-Datum und initialem PSA-Anstieg, bei Patienten mit PSA-freiem Überleben der Abstand zwischen OP-Datum und der letzten aktuellen PSA-Messung.

[Seite 24]

Bei der tabellarischen Darstellung (Tab. 4 und folgende bis Tab. 10) wird die mittlere geschätzte Dauer bis zum initialen PSA-Progress durch den Mittelwert angegeben. Der Mittelwert gibt somit auf Grundlage aller 938 Datensätze die erwartete Zeit p.o. bis zum PSA-Versagen für jedes pT-Stadium und jeden p.o. Monat an. Der längste Beobachtungszeitraum ohne PSA-Progress ist hier als Maximalwert definiert. In der graphischen Darstellung (Abb. 2 und folgende bis Abb. 10) ist über die Zeit die kumulative Rate der erwarteten Fälle mit PSA-freiem Überleben nach pT-Stadien als Anteil von 1 abgetragen. Zur Signifikanzberechnung wurden der Log-Rank-Test, der Breslow-Test und der Tarone-Ware-Test herangezogen.

4.1.2.1 Einfluß des pT-Stadiums auf das PSA-freie Überleben

In Tabelle 4 ist die Häufigkeit und das geschätzte Eintreten des PSA-Progresses in Abhängigkeit vom pT-Stadium dargestellt. Der Einfluß des Faktors pT auf die Differenz in den Raten und Mittelwerten ist signifikant (p=0,002). Der Anteil des Stadiums pT2 an der Gesamtkohorte beträgt 70,6%, von pT3 29,4%. Bei den Gruppen pT2a und pT2b sind die Mittelwerte bis zum geschätzten PSA-Progress mit 64 Monaten am größten, Patienten mit pT3 weisen ein um 10 Monate (pT3a) bzw. 14 Monate (pT3b) verkürztes erwartetes PSA-freies Intervall auf. Der Mittelwert bis zum erwarteten PSA-Versagen für pT2c ist etwa halb so groß wie der pT3b-Wert.

Anmerkungen

Im ersten Absatz wurden die Fallzahlen der Quelle geändert, der prozentuale Wert aber übernommen, was zu dem falschen Ergebnis 93,8 % statt richtig 95,6 % (669 von 700) führt.

Sichter
(Aggripina1) Singulus

[25.] Ali/Fragment 025 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 22:47:32 Plagin Hood
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 1 ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 24,25, Zeilen: 24: 20-24 - 25: 1ff
Tabelle 3: Progress-Raten und Erwartungswerte nach pT-Stadien

Ali 25a diss.png

Der Anteil der erwarteten Patienten mit PSA-freiem Überleben in den jeweiligen pT-Stadien ist in Abbildung 1 grafisch dargestellt. Nach 60 Monaten weisen die pT3a- und pT3b-Gruppe mit ca. 65-67% ein ähnlich hohes erwartetes PSA-freies Überleben auf. Somit ist weniger als ein Drittel der Gruppe mit fortgeschrittenem Tumor (pT3) nach 5 Jahren vom erwarteten Lokalrezidiv betroffen. Hingegen differieren die Werte nach 40 Monaten noch erheblich (ca. 77% bei pT3a zu 65% bei pT3b). Somit tritt der Prognoseabfall für Patienten mit pT3b bei etwa 36 Monaten ein. Die Erwartungswerte für den PSA-Progress der pT2-Gruppen verlaufen bis zum 60 Monats- Follow up in ähnlichem niedrigen Bereich (ca. 92% PSA-freies Überleben), danach weicht die pT2b-Gruppe nach unten ab.

Ali 25a source.png

Tabelle 4: Progress-Raten und Erwartungswerte nach pT-Stadien

Der Anteil der erwarteten Patienten mit PSA-freiem Überleben in den jeweiligen pT-Stadien ist in Abbildung 2 grafisch dargestellt.

Nach 60 Monaten weisen die pT3a- und pT3b-Gruppe mit ca. 65-67% ein ähnlich hohes erwartetes PSA-freies Überleben auf. Somit ist weniger als ein Drittel der Gruppe mit

[Seite 25]

fortgeschrittenem Tumor (pT3) nach 5 Jahren vom erwarteten Lokalrezidiv betroffen. Hingegen differieren die Werte nach 40 Monaten noch erheblich (ca. 77% bei pT3a zu 65% bei pT3b). Somit tritt der Prognoseabfall für Patienten mit pT3b bei etwa 36 Monaten ein. Die Erwartungswerte für den PSA-Progress der pT2-Gruppen verlaufen bis zum 60 Monats-Follow up in ähnlichem niedrigen Bereich (ca. 92% PSA-freies Überleben), danach weicht die pT2b-Gruppe nach unten ab.

Anmerkungen
  1. Tabelle 3 der untersuchten Arbeit ist teilweise übereinstimmend mit der Tabelle 4 der Quelle.
  2. Die Daten in Tabelle 3 sind logisch inkonsistent und erwecken den Verdacht einer Datenmanipulation.
    • Die Spaltensumme für die zweite Spalte ist 718 und nicht 669, wie angegeben.
    • Die Spaltensumme für die dritte Spalte ist 89, wie in der Tabelle 4 der Quelle, aber nicht 95, wie angegeben.
    • Die Spaltensumme für die vierte Spalte ist 649 und nicht 574, wie angegeben.
    • Die Prozentzahlen in der fünften Spalte ergeben sich in der vierten, fünften und sechsten Zeile nicht aus den korrespondierenden Zahlen in der zweiten und vierten Spalte, stattdessen sind sie identisch mit den Prozentzahlen der Tabelle 4 der Quelle.
    • Die richtig Prozentzahl in der letzte Zeile ist 85,8% (574 von 669), aber nicht 82%, wie angegeben.
    • Es ist auffällig , dass jeweils zwei Zahlen in der zweiten und in der vierten Spalte um den Wert 100 kleiner sind als die entsprechende Zahl in der Tabelle 4 der Quelle.
    • Die letzten beiden Spalten sind identisch mit den entsprechenden Spalten der Tabelle 4 der Quelle.
Sichter
(Singulus) Schumann

[26.] Ali/Fragment 026 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 18:50:25 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 25, 26, Zeilen: 25: 7ff - 26: 1-2
Ali 26a diss.png

Abbildung 1: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „pT-Stadium“ PSA-Versagen gegenüber Zeitfaktor

4.1.2.2 Einfluss des Schnittrandes auf das PSA-freie Überleben

In Tabelle 4 ist die Häufigkeit und das geschätzte Eintreten des PSA-Progresses nach pT-Stadien bei Patienten mit positivem (R1) bzw. negativem Resektionsrand (R0) dargestellt. Der Einfluss des Faktors R auf die Differenz in den Raten und Mittelwerten ist signifikant (p=0,001). Somit ist der Schnittrandbefund entscheidend für die Rezidivprognose des Patienten. Der R1-Anteil bei den pT2-Patienten beträgt 13,9%, bei den pT3-Patienten 55,1%. Der pT-unabhängige Gesamtanteil liegt bei 26,0%.Die größten Unterschiede bei der geschätzten Dauer bis zum PSA-Versagen (Mittelwerte) bei R0 und R1 existieren in der pT2a-Gruppe mit 16 Monaten, gefolgt von pT2b und pT3b mit ca. 6 Monaten. Das längste geschätzte PSA-freie Intervall tritt bei R0-Fällen mit pT2a und pT2b auf. pT3-Patienten liegen etwa 12 Monate darunter. Lediglich Patienten mit pT2c weisen einen geringfügig höheren Mittelwert bei R1 als bei R0 auf.

Ali 26a source.png

Abbildung 2: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „pT-Stadium“

4.1.2.2 Einfluß des Schnittrandes auf das PSA-freie Überleben

In Tabelle 5 ist die Häufigkeit und das geschätzte Eintreten des PSA-Progresses nach pT-Stadien bei Patienten mit positivem (R1) bzw. negativem Resektionsrand (R0) dargestellt. Der Einfluß des Faktors R auf die Differenz in den Raten und Mittelwerten ist signifikant (p=0,001). Somit ist der Schnittrandbefund entscheidend für die Rezidivprognose des Patienten.

Der R1-Anteil bei den pT2-Patienten beträgt 13,9%, bei den pT3-Patienten 55,1%. Der pT-unabhängige Gesamtanteil liegt bei 26,0%.. [sic] Die größten Unterschiede bei der geschätzten Dauer bis zum PSA-Versagen (Mittelwerte) bei R0 und R1 existieren in der pT2a-Gruppe mit 16 Monaten, gefolgt von pT2b und pT3b mit ca. 6 Monaten. Das längste geschätzte PSA-freie Intervall tritt bei R0-Fällen mit pT2a und pT2b auf. pT3-Patienten liegen etwa 12 Monate

[Seite 26]

darunter. Lediglich Patienten mit pT2c weisen einen geringfügig höheren Mittelwert bei R1 als bei R0 auf.

Anmerkungen
  1. Die Abbildung 1 aus der untersuchten Arbeit und die Abbildung 2 der Quelle sind identisch. Die Gleichheit aller Kurven bei 669 versus 938 Patienten kann ausgeschlossen werden.
  2. Extrem unwahrscheinliche Identität der Prozentzahlen 13,9%, 55,1% und 26,0%.
Sichter
(Singulus) Schumann

[27.] Ali/Fragment 027 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 23:03:30 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 26, Zeilen: 3ff
Tabelle 4: Progress-Raten und Erwartungswerte nach pT-Stadien und Schnittrand

Ali 27a diss.png

Der Anteil der erwarteten Patienten mit PSA-freiem Überleben nach pT-Stadien mit R0 ist in Abbildung 2, für Patienten mit R1 in Abbildung 3 dargestellt. Bei der R0-Gruppe (Abbildung 2) tritt der deutliche Prognoseabfall für Patienten mit pT3a (von 80% auf 70% PSA-freies Überleben) im Vergleich zur R1-Gruppe mit pT3a nach ca. 52 Monaten ein. Ein noch stärkerer Abfall (um ca. 20%) ist bei der Hochrisiko-Gruppe pT3b nach ca. 36 Monaten zu verzeichnen. Patienten mit einem pT2-Tumor und R0 haben selbst nach 5 Jahren eine über 90%-ige Wahrscheinlichkeit für ein PSA-freies Überleben. Bei der R1-Gruppe (Abbildung 3) sind die Differenzen zwischen den pT2-Untergruppen hinsichtlich eines erwarteten PSA-Versagens sogar nach 60 Monaten gering ausgeprägt. Somit spielt bei positivem Schnittrand die pT2-Untergruppe für die Prognose eine untergeordnete Rolle. Bei Patienten mit pT3 und R1 zeigen sich nur in den ersten 52 Monaten Unterschiede. Ab genanntem Zeitraum sind die erwarteten Anteile an PSA-freiem Überleben bei pT3a und pT3b mit ca. 62% nahezu identisch und bedeuten folglich keinen deutlichen Prognoseunterschied für Patienten mit solch einem langen Beobachtungszeitraum.

Ali 27a source.png

Tabelle 5: Progress-Raten und Erwartungswerte nach pT-Stadien und Schnittrand . [sic]

Der Anteil der erwarteten Patienten mit PSA-freiem Überleben nach pT-Stadien mit R0 ist in Abbildung 3, für Patienten mit R1 in Abbildung 4 dargestellt.

Bei der R0-Gruppe (Abbildung 3) tritt der deutliche Prognoseabfall für Patienten mit pT3a (von 80% auf 70% PSA-freies Überleben) nach ca. 52 Monaten ein. Ein noch stärkerer Abfall (um ca. 20%) ist bei der Hochrisiko-Gruppe pT3b erst nach ca. 36 Monaten zu verzeichnen. Patienten mit einem pT2-Tumor und R0 haben selbst nach 5 Jahren eine über 90%-ige Wahrscheinlichkeit für ein PSA-freies Überleben.

Bei der R1-Gruppe (Abbildung 4) sind die Differenzen zwischen den pT2-Untergruppen hinsichtlich eines erwarteten PSA-Versagens sogar nach 60 Monaten gering ausgeprägt. Somit spielt bei positivem Schnittrand die pT2-Untergruppe für die Prognose eine untergeordnete Rolle. Bei Patienten mit pT3 und R1 zeigen sich nur in den ersten 52 Monaten Unterschiede. Ab genanntem Zeitraum sind die erwarteten Anteile an PSA-freiem Überleben bei pT3a und pT3b mit ca. 62% nahezu identisch und bedeuten folglich keinen deutlichen Prognoseunterschied für Patienten mit solch einem langen Beobachtungszeitraum.

Anmerkungen
  1. Die Tabelle 4 aus der untersuchten Arbeit ist mit der Tabelle 5 aus der Quelle teilweise identisch.
  2. Die zweite, dritte und vierte Spalte unterscheiden sich in mehreren Feldern von den entsprechenden Angaben in der Quelle, aber die Prozentangaben in der fünften Spalte sind identisch mit denen in der Quelle. Ebenfalls übereinstimmen die sechste und siebente Spalte.
Sichter
(Singulus) Schumann

[28.] Ali/Fragment 028 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 18:41:08 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 1 ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 27, Zeilen: obere Hälfte
Ali 28a diss.png

Abbildung 2: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „ R0“ [sic]

Ali 28a source.png

Abbildung 3: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „R0“

Anmerkungen

Abbildung 2 der untersuchten Arbeit ist mit Abbildung 3 der Quelle identisch.

Sichter
(Singulus) Schumann

[29.] Ali/Fragment 029 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 18:47:35 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 27, 28, 29, Zeilen: 27: untere Hälfte; 28: 1ff , 29: 1-2
Ali 29a diss.png

Abbildung 3: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „R1“

4.1.2.3 Einfluss der nicht Nerverhaltung auf das PSA-freie Überleben

Der Anteil der erwarteten Patienten mit PSA-freiem Überleben nach pT-Stadien ohne Nerverhaltung ist in Abbildung 4 dargestellt. Die Wahrscheinlichkeit für einen PSA-Progress innerhalb der pT2-Gruppe bis ca. 55 Monate nach LRP ist nahezu identisch, wenn kein Nerverhalt durchgeführt wurde, erst danach ist die Prognose für pT2b-Patienten schlechter. Der Anteilsunterschied zwischen pT3a- und pT3b-Patienten nach > 60 Monaten beträgt ohne Nerve-sparing ca. 5% (69% zu 64%).

Ali 29a source.png

Abbildung 4: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „R1“

[Seite 28]

4.1.2.3 Einfluß der Nerverhaltung auf das PSA-freie Überleben

[...]

Der Anteil der erwarteten Patienten mit PSA-freiem Überleben nach pT-Stadien ohne Nerverhaltung ist in Abbildung 5, für Patienten mit Nerverhaltung in Abbildung 6 dargestellt. Gemäß Abbildung 5 ist die Wahrscheinlichkeit für einen PSA-Progress innerhalb der pT2-Gruppe bis ca. 55 Monate nach RPE nahezu identisch, wenn kein Nerverhalt durchgeführt wurde, erst danach ist die Prognose für pT2b-Patienten schlechter. Der Anteilsunterschied

[Seite 29]

zwischen pT3a- und pT3b-Patienten nach > 60 Monaten beträgt ohne Nerve-sparing ca. 5% (69% zu 64%).

Anmerkungen
  1. Die Abbildung 3 der untersuchten Arbeit und die Abbildung 4 der Quelle sind identisch.
  2. Geringfügig angepasst.
Sichter
(Singulus) Schumann

[30.] Ali/Fragment 030 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 21:00:04 WiseWoman
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 1ff
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 29, 33, Zeilen: nach Zeile 7; 1ff.
Ali 30a diss.png

Abbildung 4: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „Nerve-sparing-nein“

4.1.2.4 Einfluss des Ausgangs-PSA-Wertes auf das PSA-freie Überleben

Es wurden 669 Patienten in eine Gruppe mit niedrigem Ausgangs-PSA-Wert (316 Patienten = 47,3%) und eine mit hohem Wert (353 Patienten = 52,7%) unterteilt. Als Grenzwert legten wir 7 ng/ml fest: Die beiden Patientengruppen sind annähernd gleich groß, die Unterschiede in den Erwartungswerten mit ca. 10 Monaten signifikant.

In Tabelle 5 ist die Häufigkeit und das geschätzte Eintreten des PSA-Progresses nach pT-Stadien bei Patienten mit niedrigem (<=7,0 ng/ml) und hohem Ausgangs-PSA-Wert (>7,0 ng/ml) dargestellt. Der Einfluss des Faktors Ausgangs-PSA-Wert auf die Differenz in den Raten und Mittelwerten ist signifikant (p=0,001).Bei [sic] Patienten mit pT2a und pT2b wird der PSA-Progress nur unwesentlich vom Ausgangs- PSA-Wert beeinflusst, bei solchen mit pT3a und pT3b am deutlichsten mit einer Differenz von 6 bzw. 8 Monaten. Die wiederholt niedrigen Werte für pT2c erklären sich aus der Umstellung der TNM-Klassifikation.

Ali 30a source.png

Abbildung 5: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „Nerve-sparing-nein“

4.1.2.5 Einfluß des Ausgangs-PSA-Wertes auf das PSA-freie Überleben

Es wurden 938 Patienten in eine Gruppe mit niedrigem Ausgangs-PSA-Wert (444 Patienten = 47,3%) und eine mit hohem Wert (494 Patienten = 52,7%) unterteilt. Als Grenzwert zeichnet sich 7 ng/ml aus: Die beiden Patientengruppen sind annähernd gleich groß, die Unterschiede in den Erwartungswerten mit ca. 10 Monaten signifikant. [...]

In Tabelle 10 ist die Häufigkeit und das geschätzte Eintreten des PSA-Progresses nach pT-Stadien bei Patienten mit niedrigem (<=7,0 ng/ml) und hohem Ausgangs-PSA-Wert (>7,0 ng/ml) dargestellt. Der Einfluß des Faktors Ausgangs-PSA-Wert auf die Differenz in den Raten und Mittelwerten ist signifikant (p=0,001).

Bei Patienten mit pT2a und pT2b wird der PSA-Progress nur unwesentlich vom Ausgangs-PSA-Wert beeinflusst, bei solchen mit pT3a und pT3b am deutlichsten mit einer Differenz von 6 bzw. 8 Monaten. Die wiederholt niedrigen Werte für pT2c erklären sich aus der Umstellung der TNM-Klassifikation.

Anmerkungen

Die Abbildung 4 in der untersuchten Arbeit ist identisch mit der Abbildung 5 aus der Quelle. Dies wäre dann plausibel, wenn die Patienten in der untersuchten Arbeit genau diejenigen aus der Quelle wäre, bei denen die Operation nicht nerve sparing war.

Sichter
(Singulus), WiseWoman

[31.] Ali/Fragment 031 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 12:33:38 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 34, Zeilen: 1ff
Tabelle 5: Progress-Raten und Erwartungswerte nach pT-Stadien und Ausgangs-PSA-Wert

Ali 31a diss.png

Der Anteil der erwarteten Patienten mit PSA-freiem Überleben nach pT-Stadien mit niedrigem Ausgangs-PSA-Wert ist in Abbildung 5, für Patienten mit hohem Ausgangs-PSA-Wert in Abbildung 6 dargestellt. Bis ca. 60 Monate liegen sämtliche pT2-Untergruppen mit einem niedrigen Ausgangs-PSA-Wert in einem ähnlich hohen Bereich um 97%. Erst nach > 60 Monaten fällt der PSA-Überlebensanteil von pT2b auf ca. 80%. Patienten mit pT3a und pT3b weisen nach > 50 Monaten ein beinahe identischen Anteil von 72% auf, wobei die Versagensquote und somit die Prognose für Patienten mit pT3b früher abfällt.

Bei einem hohen Ausgangs-PSA-Wert fällt der steilere Kurvenverlauf für pT3b im Gegensatz zu pT3a bereits in den ersten 10 Monaten p.o. noch merklicher auf, mit zunehmender Beobachtungsdauer nähern sie sich wieder im Bereich um 62% an. Hervorzuheben ist der initial stärkere Abfall der pT2a-Gruppe im Vergleich zur pT2b- und pT2c-Kohorte. Ab 60 Monaten liegen genannte pT2-Teilgruppen allerdings wieder gleichauf mit einem PSA-freien Überleben von 88%.

Ali 31a source.png

Tabelle 10: Progress-Raten und Erwartungswerte nach pT-Stadien und Ausgangs-PSA-Wert

Der Anteil der erwarteten Patienten mit PSA-freiem Überleben nach pT-Stadien mit niedrigem Ausgangs-PSA-Wert ist in Abbildung 9, für Patienten mit hohem Ausgangs-PSA-Wert in Abbildung 10 dargestellt.

Bis ca. 60 Monate liegen sämtliche pT2-Untergruppen mit einem niedrigen Ausgangs-PSA-Wert in einem ähnlich hohen Bereich um 97%. Erst nach > 60 Monaten fällt der PSA-Überlebensanteil von pT2b deutlich auf ca. 80%. Patienten mit pT3a und pT3b weisen nach > 50 Monaten ein beinahe identischen Anteil von 72% auf, wobei die Versagensquote und somit die Prognose für Patienten mit pT3b früher abfällt.

Bei einem hohen Ausgangs-PSA-Wert fällt der steilere Kurvenverlauf für pT3b im Gegensatz zu pT3a bereits in den ersten 10 Monaten p.o. noch merklicher auf, mit zunehmender Beobachtungsdauer nähern sie sich wieder im Bereich um 62% an. Hervorzuheben ist der initial stärkere Abfall der pT2a-Gruppe im Vergleich zur pT2b- und pT2c-Kohorte. Ab 60 Monaten liegen genannte pT2-Teilgruppen allerdings wieder gleichauf mit einem PSA-freien Überleben von ca. 88%.

Anmerkungen
  • Die Tabelle 5 der untersuchten Arbeit und die Tabelle 10 der Quelle enthalten (erwartungsgemäß) unterschiedliche Zahlenwerte. Allerdings entsprechen die Prozente in Spalte 5 bei Ali, bis auf eine Ausnahme ("3b-niedrig"), nicht den Werten in Spalte 4 bzw. 2.
  • Die Seite wird nur deswegen als Verschleierung kategorisiert, weil die Tabelle anders ist.
Sichter
(Singulus), WiseWoman

[32.] Ali/Fragment 032 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 21:15:41 WiseWoman
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 35, Zeilen: obere Hälfte
Ali 32a diss.png

Abbildung 5: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „Ausgangs-PSA-Wert-niedrig“

Ali 32a source.png

Abbildung 9: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „Ausgangs-PSA-Wert-niedrig“

Anmerkungen

Die Abbildung 5 der untersuchten Arbeit und die Abbildung 9 der Quelle sind identisch.

Sichter
(Singulus), WiseWoman

[33.] Ali/Fragment 033 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 21:29:08 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 35, 36, Zeilen: 35: untere Hälfte; 1ff
Ali 33a diss.png

Abbildung 6: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „Ausgangs-PSA-Wert-hoch“

4.1.2.5 Einfluss verschiedener Faktoren auf das PSA-freie Überleben

Im Rahmen dieser multivariaten Analyse (Cox-Regression) werden die Faktoren dargestellt, die den größten Einfluß auf den PSA-Progress haben. Dabei wird die Interaktion der Parameter berechnet und deren Prognosekraft für den PSA-Progress evaluiert.

Als Faktoren werden eingesetzt:

- pT-Stadium (kategoriale Variable, pT3b als Referenzwert)

- Schnittrand R (dichotome Variable)

- Gleason-Score-Summe (kontinuierliche Variable)

- Ausgangs-PSA-Wert (kontinuierliche Variable)

In Tabelle 6 ist die Risikoerhöhung für den PSA-Progress unter Einfluß der verschiedenen Faktoren dargestellt. Drei der fünf Faktoren, das pT-Stadium, der Resektionsstatus und der Gleason-Score haben in der multivariaten Analyse einen signifikanten Einfluß auf das Progressrisiko. Maßgeblicher Parameter für das Risiko [eines Patienten mit einem bestimmten pT-Stadium, einen PSA-Progress zu bekommen ist der Risikoexponent.]

Ali 33a source.png

Abbildung 10: Kaplan-Meier-Kurve für den Faktor „Ausgangs-PSA-Wert-hoch“

[Seite 36]

4.1.2.6 Einfluß verschiedener Faktoren auf das PSA-freie Überleben

Im Rahmen dieser multivariaten Analyse (Cox-Regression) werden die Faktoren dargestellt, die den größten Einfluß auf den PSA-Progress haben. Dabei wird die Interaktion der Parameter berechnet und deren Prognosekraft für den PSA-Progress evaluiert.

Als Faktoren werden eingesetzt:

- pT-Stadium (kategoriale Variable, pT3b als Referenzwert)

- Schnittrand R (dichotome Variable)

- Nerverhaltung (dichotome Variable)

- Gleason-Score-Summe (kontinuierliche Variable)

- Ausgangs-PSA-Wert (kontinuierliche Variable)

In Tabelle 11 ist die Risikoerhöhung für den PSA-Progress unter Einfluß der verschiedenen Faktoren dargestellt. Drei der fünf Faktoren, das pT-Stadium, der Resektionsstatus und der Gleason-Score haben in der multivariaten Analyse einen signifikanten Einfluß auf das Progressrisiko. Maßgeblicher Parameter für das Risiko eines Patienten mit einem bestimmten pT-Stadium, einen PSA-Progress zu bekommen ist der Risikoexponent.

Anmerkungen
  1. Die Abbildung 6 der untersuchten Arbeit und die Abbildung 10 der Quelle sind identisch.
  2. Entsprechend der Thematik der untersuchten Arbeit ist der Faktor Nerverhaltung in der Liste der Faktoren nicht berücksichtigt.
Sichter
(Singulus), WiseWoman

[34.] Ali/Fragment 034 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 21:44:31 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 36, 37, Zeilen: 14ff; 1ff
[Maßgeblicher Parameter für das Risiko] eines Patienten mit einem bestimmten pT-Stadium, einen PSA-Progress zu bekommen ist der Risikoexponent. Dieser setzt das diagnostizierte pT-Stadium in Relation zum Stadium mit dem höchsten berechneten Risiko, nämlich pT3b (=1,00). Patienten mit einem pT2a-Stadium haben eine nur 72%-ige, Fälle mit pT2b eine 75%-ige Wahrscheinlichkeit für ein PSA-Versagen in Relation zur pT3b-Gruppe. Bei pT3a steigt die Wahrscheinlichkeit für ein PSA-Versagen auf 89% in Bezug zu pT3b. Somit ist lediglich die Differenz zwischen pT2a und pT2b hinsichtlich der Prognose für den Patienten nicht richtungsweisend. Bei einer Erhöhung der Gleason-Score-Summe um 1 steigt das Risiko für einen Progress um das 1,5-fache, bei einer Erhöhung um 2 auf das 1,5 x 1,5 = 2,3 -fache an. Patienten mit R1 weisen gegenüber dem R0-Status den höchsten Risikoexponenten, ein um den Faktor 1,8 erhöhtes Progressrisiko auf und stellen damit in der multivariaten Analyse den bedeutendsten Faktor für das Wiederauftreten des Tumors dar.

Tabelle 6: Risikoberechnung für PSA-Progress, n=669, R=positiver Schnittrand, Ausgangs-PSA-Wert >7 ng/ml, Gleason-Score-Summe > 7

Ali 34a diss.png

4. 2 Inkontinenz nach LRP

Zur Erfassung der Inkontinenz wurden 670 Patienten persönlich bzw. telefonisch befragt, deren Vorlagenverbrauch in 24 Stunden eruiert und in vier Gruppen geteilt. Die erste Gruppe benötigt 0 Vorlagen, die zweite Gruppe 0-1 Vorlage für 24 Stunden, die dritte Gruppe 2-4 Vorlagen und die vierte Gruppe benötigt mindestens 4 oder >4 Vorlagen für den ganzen Tag. Der durchschnittliche mediane Beobachtungszeitraum [aller Patienten hinsichtlich der Inkontinenz beträgt 36,5 Monate.]

Maßgeblicher Parameter für das Risiko eines Patienten mit einem bestimmten pT-Stadium, einen PSA-Progress zu bekommen ist der Risikoexponent. Dieser setzt das diagnostizierte pT-Stadium in Relation zum Stadium mit dem höchsten berechneten Risiko, nämlich pT3b (=1,00). Patienten mit einem pT2a-Stadium haben eine nur 72%-ige, Fälle mit pT2b eine 75%-ige Wahrscheinlichkeit für ein PSA-Versagen in Relation zur pT3b-Gruppe. Bei pT3a steigt es auf 89% in Bezug zu pT3b. Somit ist lediglich die Differenz zwischen pT2a und pT2b hinsichtlich der Prognose für den Patienten nicht allzu richtungsweisend. Bei einer Erhöhung der Gleason-Score-Summe um 1 steigt das Risiko für einen Progress um das 1,5-fache, bei einer Erhöhung um 2 auf das 1,5 x 1,5 = 2,3 -fache an.

Patienten mit R1 weisen gegenüber dem R0-Status den höchsten Risikoexponenten, ein um den Faktor 1,8 erhöhtes Progressrisiko auf und stellen damit in der multivariaten Analyse den bedeutendsten Faktor für das Wiederauftreten des Tumors dar. [...]

[S. 37]

Ali 34a source.png

Tabelle 11: Riskoberechnung für PSA-Progress, n=938

4.2 Inkontinenz nach LRP

Zur Erfassung der Inkontinenz wurden 952 Patienten persönlich bzw. telefonisch befragt, deren Vorlagenverbrauch in 24 Stunden eruiert und in drei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe benötigt keine Vorlagen, die zweite Gruppe eine Vorlage für 24 Stunden und die dritte Gruppe 2 oder mehr Vorlagen für einen ganzen Tag. [...] Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum aller Patienten hinsichtlich der Inkontinenz beträgt wie bei den PSA-Analysen 32,0 Monate.

Anmerkungen
  1. Geringfügige Anpassungen. Ein Satz wurde gekürzt.
  2. Die Tabelle 6 der untersuchten Arbeit geht aus der Tabelle 11 der Quelle hervor, wenn die drittletzte Zeile gelöscht wird. Angeblich beziehen sich die angegebene p-Werte und Risikoexponenten auf 669 Patienten im Vergleich zu 938 Patienten in der Quelle. Dann ist aber die zufällige Identität dieser Maßzahlen auszuschließen.
  3. Unter der Tabelle 6, ebenso wie unter der Tabelle 11 in der Quelle, findet sich die inhaltsleere Angabe "Konfidenzintervall: 95%", da kein Intervall angegeben ist. In der sehr ähnlichen "Table 2 – Cox regression model for prediction of PSA-free survival" der Publikation Lein et al.(2006) finden sich zusätzlich 95%-Konfidenzintervalle für die Risikoexponenten.

Lein M, Stibane I, Mansour R, Hege C, Roigas J, Wille A, Jung K, Kristiansen G, Schnorr D, Loening SA, Deger S: Complications, urinary continence, and oncologic outcome of 1000 laparoscopic transperitoneal radical prostatectomies-experience at the Charité Hospital Berlin, Campus Mitte; Eur Urol. 2006 Dec;50(6):1278-82; discussion 1283-4; editorial and rebuttal from authors 1160-2. Epub 2006 Jul 5.[1].

Sichter
(Singulus), WiseWoman

[35.] Ali/Fragment 035 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 20:56:12 WiseWoman
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 37, 39, 40, Zeilen: 7ff; 5ff; 1-3
[Der durchschnittliche mediane Beobachtungszeitraum] aller Patienten hinsichtlich der Inkontinenz beträgt 36,5 Monate. Alle befragten Patienten begaben sich nach dem Klinikaufenthalt in eine stationäre bzw. ambulante Rehabilitationseinrichtung und führten Beckenbodengymnastik und andere physiotherapeutische Maßnahmen durch. 393 Patienten (58,7%) benötigen zum Zeitpunkt der Befragung keine Vorlagen mehr, 152 Männer (22,7%) benötigen maximal eine Vorlage über 24 Stunden, 102 Patienten (15%) benötigen zwei bis vier Vorlagen in 24 Stunden und 23 Patienten (3%) vier und mehr Vorlagen in 24 Stunden. Von letzteren erhielten 13 Patienten wegen Dauerhaft hochgradiger Inkontinenz nach einem p.o.-Zeitraum zwischen 11 und 72 Monaten eine Sphinkterprothese. Bei 8 Patienten wurde eine Sphinkterunterspritzung mit Kollagen vorgenommen.

4.2.1 Inkontinenzverlauf nach LRP

In Abbildung 7 ist der Symptomverlauf p. o. der Patienten in Bezug auf das OP-Jahr dargestellt. Die Grafik zeigt, ab welchem Zeitpunkt (Mittelwert Monate p.o.) eine deutliche Abnahme des Vorlagenverbrauches auf ein konstanten aktuellen Wert eingetreten ist bzw. ab wann p.o. keine Vorlagen mehr benötigt wurden. Patienten mit zum Zeitpunkt der Befragung 2 oder mehr Vorlagen weisen unabhängig vom OP-Jahr die längsten Zeiträume bis zur Besserung auf, 1999 und 2000 zeigen allerdings mit 18,8 Monaten bzw. 13,8 Monaten deutlich höhere Werte als die übrigen OP-Jahre. Patienten der Gruppe mit aktuell 0 Vorlagen weisen mit Zeiträumen zwischen 3,5 Monaten (2002) und 5,1 Monaten (1999) bis zur Erlangung der Kontinenz geringere Schwankungen auf. Innerhalb der Gruppe mit maximal 1 Vorlage hat es im Jahr 2000 mit 8,3 Monaten am längsten gedauert bis zur Symptombesserung. Bei Patienten im OP-Jahr 2004 ist eine zum Befragungszeitpunkt noch nicht abgeschlossene Symptombesserung wahrscheinlich.

Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum aller Patienten hinsichtlich der Inkontinenz beträgt wie bei den PSA-Analysen 32,0 Monate. Alle befragten Patienten begaben sich nach dem Klinikaufenthalt in eine stationäre bzw. ambulante Rehabilitationseinrichtung und führten Beckenbodengymnastik und andere physiotherapeutische Maßnahmen durch.

4.2.1 Raten in Bezug auf OP-Jahr

314 Patienten (33%) benötigen zum Zeitpunkt der Befragung keine Vorlagen mehr, 408 Männer (43%) benötigen maximal 1 Vorlage über 24 Stunden und 230 Patienten (24%) 2 oder mehr Vorlagen in 24 Stunden. Von letzteren erhielten 9 Patienten (1%) wegen dauerhaft hochgradiger Inkontinenz nach einem p.o.-Zeitraum zwischen 11 und 32 Monaten eine Sphinkterprothese. Bei 4 Patienten wurde eine Sphinkterunterspritzung mit Kollagen vorgenommen, von denen 3 Eingriffe keine Verbesserung der Symptomatik erzielten.

[S. 39]

4.2.3 Inkontinenzverlauf nach LRP

In Abbildung 13 ist der Symptomverlauf p.o. der Patienten in Bezug auf das OP-Jahr dargestellt. Die Grafik zeigt, ab welchem Zeitpunkt (Mittelwert Monate p.o.) eine deutliche Abnahme des Vorlagenverbrauches auf ein konstanten aktuellen Wert eingetreten ist bzw. ab wann p.o. keine Vorlagen mehr benötigt wurden. Patienten mit zum Zeitpunkt der Befragung 2 oder mehr Vorlagen weisen unabhängig vom OP-Jahr die längsten Zeiträume bis zur Besserung auf, 1999 und 2000 zeigen allerdings mit 18,8 Monaten bzw. 13,8 Monaten deutlich höhere Werte als die übrigen OP-Jahre. Patienten der Gruppe mit aktuell 0 Vorlagen weisen mit Zeiträumen zwischen 3,5 Monaten (2002) und 5,1 Monaten (1999) bis zur Erlangung der Kontinenz geringere Schwankungen auf. Innerhalb der Gruppe mit 1 Vorlage

[S. 40]

hat es im Jahr 2000 mit 8,3 Monaten am längsten gedauert bis zur Symptombesserung. Bei Patienten im OP-Jahr 2004 ist eine zum Befragungszeitpunkt noch nicht abgeschlossene Symptombesserung wahrscheinlich.

Anmerkungen

Übernahme ohne Quellenangabe.

Sichter
(Singulus), WiseWoman

[36.] Ali/Fragment 036 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 07:44:14 WiseWoman
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 40, 38, 39, Zeilen: nach Zeile 4; 12ff; 1ff
Ali 36a diss.png

Abbildung 7: Inkontinenzverlauf nach OP-Jahr

4.2.2 Raten in Bezug auf OP-Jahr und Operateur

In Abbildung 8 wird, differenziert nach OP-Jahr, der Anteil der Patienten mit einem aktuell angegebenen Vorlagenwert von 2 oder mehr für jeden Operateur einzeln dargestellt. Größere Schwankungen ergeben sich nur bei einer geringen Anzahl von Operierten pro Arzt, womit auch die Aussagekraft für das jeweilige Jahr schwindet. Die durchschnittlichen Inkontinenzraten im dritten Jahr der operativen Tätigkeit jedes Urologen liegen zwischen 9% und 27%. Die Raten von 1999 bis 2002 sind, unabhängig vom Operateur, signifikant höher als die Werte ab 2004. Erklärend für den günstigeren p.o. Verlauf ab 2003 sind wahrscheinlich der Einfluss der individuellen Lernkurve des Therapeuten und eine Verbesserung der gesamten klinischen Arbeitsabläufe. Da bei den Operateuren keine kontinuierliche Abnahme des Anteils Inkontinenter mit steigender OP-Zahl und Erfahrung zu verzeichnen ist, ist der Faktor des Anlernens neuer Operateure beeinflussend.

[S. 40]

Ali 36a source.png

Abbildung 13: Inkontinenzverlauf nach OP-Jahr

[S. 38]

4.2.2 Raten in Bezug auf OP-Jahr und Operateur

In Abbildung 12 wird, differenziert nach OP-Jahr, der Anteil der Patienten mit einem aktuell angegebenen Vorlagenwert von 2 oder mehr für jeden Operateur einzeln dargestellt. Größere Schwankungen ergeben sich nur bei einer geringen Anzahl von Operierten pro Arzt, womit auch die Aussagekraft für das jeweilige Jahr schwindet. Die durchschnittlichen Inkontinenzraten im dritten Jahr der operativen Tätigkeit jedes Urologen liegen zwischen 9%

[S. 39]

und 27%. Die Raten von 1999 bis 2002 sind, unabhängig vom Operateur, signifikant höher als die Werte ab 2004. Erklärend für den günstigeren p.o. Verlauf ab 2003 sind wahrscheinlich der Einfluß der individuellen Lernkurve des Therapeuten und eine Verbesserung der gesamten klinischen Arbeitsabläufe. Da bei den Operateuren keine kontinuierliche Abnahme des Anteils Inkontinenter mit steigender OP-Zahl und Erfahrung zu verzeichnen ist, ist der Faktor des Anlernens neuer Operateure beeinflussend.

Anmerkungen
  • Die Abbildung 7 der untersuchten Arbeit enthält Angaben für die Jahre 2000 bis 2005. Die analoge Abbildung 13 aus der Quelle enthält Angaben für die Jahre 1999 bis 2004. Auf Seite 35 wird die Abbildung 7 erläutert. Dabei wird auf das in der Graphik überhaupt nicht dargestellte Jahr 1999 Bezug genommen und für dieses Jahr 1999 sogar die Zahl 18,8 Monate angegeben, die sich nur in der Abbildung 13 der Quelle findet.
  • Die Seite wird nur deswegen als Verschleierung kategorisiert, weil die Abbildung anders ist.
Sichter
(Singulus), WiseWoman

[37.] Ali/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 12:33:41 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 39, 41, Zeilen: Nach Zeile 6; 3ff
Ali 37a diss.png

Abbildung 8: Inkontinenzraten (2 oder mehr Vorl.) nach OP-Jahr und Operateur

4.3 Spätkomplikationen

Als Spätkomplikation sind solche mit eindeutigem Kontext zum operativen Eingriff bzw. damit verbundenen Folgemaßnahmen und Auftreten ab dem 6. p.o. Tag (in 97% der Fälle das Entlassungsdatum) definiert. Ausgehend von der Befragung von 670 Patienten sind Spätkomplikationen bei 93 Patienten (13,9%) aufgetreten. 577 Patienten (86,1%) wiesen einen komplikationslosen Therapieverlauf auf. Der durchschnittliche mediane Beobachtungszeitraum betrug wie beim PSA-Progress und der Inkontinenz 36,5 Monate.

4.3.1 Tod

Es waren insgesamt 13 Todesfälle zu verzeichnen, von denen nur bei 3 Fällen (0,3%) eine Spätkomplikation der LRP als Todesursache gesichert bzw. wahrscheinlich ist. Die übrigen Patienten verstarben aus anderen Gründen.Ein [sic] Patient verstarb 18 Tage p.o. an einem Apoplex (Juni 2000), ein weiterer 22 Tage p.o. an einer Lungenembolie (Februar 2000). Der Dritte starb an den Folgen einer Rektumläsion mit Sepsis und [Schocksymptomatik aufgrund einer rektovesikalen Fistel 33 Tage p.o. (März 2000).]

[S. 39]

Ali 37a source.png

Abbildung 12: Inkontinenzraten (2 oder mehr Vorl.) nach OP-Jahr und Operateur

[S. 41]

4.3 Spätkomplikationen

Als Spätkomplikation sind solche mit eindeutigem Kontext zum operativen Eingriff bzw. damit verbundenen Folgemaßnahmen und Auftreten ab dem 6. p.o. Tag (in 97% der Fälle das Entlassungsdatum) definiert und ausgewertet. Ausgehend von der Befragung von 952 Patienten sind 86 Spätkomplikationen bei 77 Patienten (8,1%) aufgetreten. 875 Patienten (91,9%) wiesen einen komplikationslosen Therapieverlauf auf. Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum betrug wie beim PSA-Progress und der Inkontinenz 32 Monate.

4.3.1 Tod

Es waren insgesamt 15 Todesfälle zu verzeichnen, von denen nur bei 3 Fällen (0,3%) eine Spätkomplikation der LRP als Todesursache gesichert bzw. wahrscheinlich ist. Die übrigen Patienten verstarben aus anderen Gründen.

Ein Patient verstarb 18 Tage p.o. an einem Apoplex (Juni 2000), ein weiterer 22 Tage p.o. an einer Lungenembolie (Februar 2000). Der Dritte starb an den Folgen einer Rektumläsion mit Sepsis und Schocksymptomatik aufgrund einer rektovesikalen Fistel 33 Tage p.o. (März 2000).

Anmerkungen
  1. Die Abbildung 8 in der untersuchten Arbeit ist zwar anders eingefärbt, aber inhaltlich bis auf eine Zahl identisch mit der Abbildung 12 aus der Quelle. Es unterscheiden sich der jeweils rechte Balken für den Operateur D im Jahr 2004. Die übrigen Prozentangaben stimmen im Wesentlichen überein, allerdings können kleine Unterschiede an den Graphiken schlecht abgelesen werden.
  2. Die Anzahl der Todesfälle ist mit 13 anstatt 15 wie in der Quelle angegeben. Allerdings werden im folgenden Text genau die Todesarten von 15 Patienten aufgeführt, identisch aus der Quelle übernommen.
  3. "bei 3 Fällen (0,3%)" wie in der Quelle "bei 3 Fällen (0,3%)" bei unterschiedlichen Bezugsgrößen.
  4. Die Seite wird nur deswegen als Verschleierung kategorisiert, weil die Abbildung anders ist.
Sichter
(Singulus), WiseWoman

[38.] Ali/Fragment 038 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 21:48:04 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 41,42, Zeilen: 15ff; 1ff
[Der Dritte starb an den Folgen einer Rektumläsion mit Sepsis und] Schocksymptomatik aufgrund einer rektovesikalen Fistel 33 Tage p.o. (März 2000). Sämtliche Komplikationen mit Todesfolge geschahen im ersten Jahr seit Einführung der LRP an der Charite [sic]. 3 Patienten starben nach jeweils 40, 41 und 45 Monaten p.o. an Fernmetastasierung des Prostatakarzinoms. Bei insgesamt 7 Patienten war eine vom Prostatakarzinom unabhängige maligne Erkrankung Todesursache: 3 Patienten wiesen einen ZNS-Tumor, 2 ein Bronchialkarzinom, ein Mann ein Pleura-Mesotheliom, ein anderer ein Osteosarkom auf. Ein Patient erlitt bei einem PKW-Unfall tödliche Verletzungen, ein weiterer beging Suizid.

4.3.2 Thrombose und Embolie

Alle Patienten erhielten postoperativ eine Thromboseprophylaxe mittels Kompressionsstrümpfen und „low dose“-Heparinisierung. Dennoch entwickelten 8 von 670 Patienten (0,8%) nach dem 6. p.o. Tag eine Unterschenkelvenenthrombose, von denen 3 in der Charite [sic] und die übrigen 5 auswärtig behandelt worden sind. 3 Fälle (0,3%) mit einer aufgetretenen Lungenarterienembolie sind bekannt, ein Patient in der Charite [sic], zwei weitere auswärtig stationär behandelt. Sämtliche thrombotischen Ereignisse traten zwischen dem 7. und 22. p.o. Tag auf und sind konservativ mittels i.v.-Heparin-Substitution erfolgreich therapiert worden.

4.3.3 Nervenläsion

34 von 670 Patienten (5,6%) zeigten neurologische Ausfallerscheinungen in den unteren Extremitäten. Bei 21 Operierten handelte es sich um Parästhesien bzw. Hypästhesien. 7 Patienten gaben noch bestehende muskuläre Schwächen an. Insgesamt 6 Fälle zeigten eine Kombination aus sensiblem und motorischem Defizit im jeweiligen Bein.

4.3.4 Fistel und Abszess

Bei insgesamt 11 von 670 Patienten (1,5%) wurde eine Fistel p.o. diagnostiziert und behandelt, deren Art und Häufigkeit aus Tabelle 7 hervorgehen. Die aufgetretenen Fisteln wurden operativ versorgt. Bei 8 Patienten geschah dies durch eine konsekutive Ileostoma-Anlage, welche zwischen 6 Wochen und 18 Monaten verblieb. Bei 3 Patienten war der Defekt in der Rektumwand nur mit einer Gracilis-Plastik zu verschließen, eine rektovesikale Fistel machte eine Sigmateilresektion notwendig. Es trat bei einem Patienten (0,1%) ein Sigmaabzeß auf, der nach erfolgloser Inzision und [Drainage nur mit einer Sigmateilresektion therapiert werden konnte.]

Der Dritte starb an den Folgen einer Rektumläsion mit Sepsis und Schocksymptomatik aufgrund einer rektovesikalen Fistel 33 Tage p.o. (März 2000). Sämtliche Komplikationen mit Todesfolge geschahen im ersten Jahr seit Einführung der LRP an der Charite [sic]. 3 Patienten starben nach jeweils 40, 41 und 45 Monaten p.o. an Fernmetastasierung des Prostatakarzinoms. Bei insgesamt 7 Patienten war eine vom Prostatakarzinom unabhängige maligne Erkrankung Todesursache: 3 Patienten wiesen einen ZNS-Tumor, 2 ein Bronchialkarzinom, ein Mann ein Pleura-Mesotheliom, ein anderer ein Osteosarkom auf.

Ein Patient erlitt bei einem PKW-Unfall tödliche Verletzungen, ein weiterer beging Suizid.

4.3.2 Thrombose und Embolie

Alle Patienten erhielten postoperativ eine Thromboseprophylaxe mittels Kompressionsstrümpfen und „low dose“-Heparinisierung. Dennoch entwickelten 8 von 952 Patienten (0,8%) nach dem 6. p.o. Tag eine Unterschenkelvenenthrombose, von denen 3 in der Charite [sic] und die übrigen 5 auswärtig behandelt worden sind. 3 Fälle (0,3%) mit einer aufgetretenen Lungenarterienembolie sind bekannt, ein Patient in der Charite [sic], zwei weitere

[S. 42]

auswärtig stationär. Sämtliche thrombotische Ereignisse traten zwischen dem 7. und 22. p.o. Tag auf und sind konservativ mittels i.v.-Heparin-Substitution erfolgreich therapiert worden.

4.3.3 Nervenläsion

34 von 952 Patienten (3,6%) zeigten neurologische Ausfallerscheinungen in den unteren Extremitäten. Bei 21 Operierten handelte es sich um Parästhesien bzw. Hypästhesien. 7 Patienten gaben noch bestehende muskuläre Schwächen an. Insgesamt 6 Fälle zeigten eine Kombination aus sensiblem und motorischem Defizit im jeweiligen Bein.

4.3.4 Fistel und Abzeß

Bei insgesamt 11 von 952 Patienten (1,2%) wurde eine Fistel p.o. diagnostiziert und behandelt, deren Art und Häufigkeit aus Tabelle 13 hervorgehen. Die aufgetretenen Fisteln wurden operativ versorgt. Bei 8 Patienten geschah dies durch eine konsekutive Ileostoma- Anlage, welche zwischen 6 Wochen und 18 Monaten verblieb. Bei 3 Patienten war der Defekt in der Rektumwand nur mit einer Gracilis-Plastik zu verschließen, eine rektovesikale Fistel machte eine Sigmateilresektion notwendig. Es trat bei einem Patienten (0,1%) ein Sigmaabzeß auf, der nach erfolgloser Inzision und Drainage nur mit einer Sigmateilresektion therapiert werden konnte.

Anmerkungen
  1. Auffällig ist, dass die Anzahlen der Todesfälle und der Komplikationsarten Thrombose, Embolie, Nervenläsion, Fistel und Abzeß jeweils für die 700-er Gruppe in der untersuchten Arbeit und für die 1000-er Gruppe der Quelle identisch sind.
  2. 8 von 670 Patienten sind nicht, wie angegeben 0,8%, sondern 1,2%. Die Angabe 0,8% findet sich an dieser Stelle in der Quelle, dort allerdings für 8 von 952 Patienten.
  3. "3 Fälle (0,3%)" wie in der Quelle "3 Fälle (0,3%)", allerdings bei unterschiedlichen Bezugsgrößen
  4. "34 von 670 Patienten (5,6%)", richtig wäre 5,1%.
  5. "11 von 670 Patienten (1,5%)", richtig wäre 1,6%.
  6. "bei einem Patienten (0,1%)" wie in der Quelle "bei einem Patienten (0,1%)", allerdings bei unterschiedlichen Bezugsgrößen
Sichter
(Singulus), WiseWoman

[39.] Ali/Fragment 039 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 21:48:26 WiseWoman
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 42, 43, Zeilen: 14ff; 1ff
[Es trat bei einem Patienten (0,1%) ein Sigmaabzeß auf, der nach erfolgloser Inzision und] Drainage nur mit einer Sigmateilresektion therapiert werden konnte. Alle betroffenen Patienten wiesen nach Beendigung der therapeutischen Maßnahmen keine Residualsymptomatik auf.

Tabelle 7: Fistel-Komplikationen

Ali 39a diss.png

4.3.5 Ileus

Als Ileus wurden die Fälle definiert, bei denen infolge einer Darmparalyse oder eines Darmverschlusses eine Dysfunktion der Darmpassage beobachtet wurde. Diese Symptomatik wurde klinisch bzw. radiologisch bei 3 von 670 Patienten (0,3%) diagnostiziert. Bei 2 Patienten wurde ein paralytischer Dünndarmileus am 7. bzw. 8. p.o. Tag radiologisch bestätigt. Diese wurden nach progredienter Klinik und erfolglosen konservativen Therapiemaßnahmen mit einer Laparotomie und Anlage eines doppelläufigen Ileostomas behandelt. Ein Patient entwickelte nach intraoperativer Ileumperforation und anschließender Adhäsiolyse genannte Symptomatik und wurde 12 Tage p.o. einer Ileumsegmentresektion unterzogen.

4.3.6 Weitere Komplikationen

Als Spätfolge einer intraoperativen Sigmaperforation ist bei einem Patienten (0,1%) nach Therapieresistenz bei konservativem Vorgehen, eine Sigmateilresektion mit Anlage eines doppelläufigen Ileostomas am 34. p.o. Tag vorgenommen worden, welches 2 Monate nach dem Eingriff wieder rückverlagert werden konnte. Die Läsion ist ohne Einschränkung für den Patienten ausgeheilt. Bei insgesamt 5 von 670 Patienten (0,5%) kam es zur intraoperativen einseitigen Ureterläsion, welche nach der LRP mit [DJ-Katheter- Einlage behandelt wurde.]

Es trat bei einem Patienten (0,1%) ein Sigmaabzeß auf, der nach erfolgloser Inzision und Drainage nur mit einer Sigmateilresektion therapiert werden konnte. Alle betroffenen Patienten wiesen nach Beendigung der therapeutischen Maßnahmen keine Residualsymptomatik auf.

Ali 39a source.png

Tabelle 12: Fistel-Komplikationen

4.3.5 Ileus

Als Ileus wurden die Fälle definiert, bei denen infolge einer Darmparalyse oder eines Darmverschlusses eine Dysfunktion der Darmpassage beobachtet wurde. Diese Symptomatik

[S. 43]

wurde klinisch bzw. radiologisch bei 3 von 952 Patienten (0,3%) diagnostiziert. Bei 2 Patienten wurde ein paralytischer Dünndarmileus am 7. bzw. 8. p.o. Tag radiologisch bestätigt. Diese wurden nach progredienter Klinik und erfolglosen konservativen Therapiemaßnahmen mit einer Laparotomie und Anlage eines doppelläufigen Ileostomas behandelt. Ein Patient entwickelte nach intraoperativer Ileumperforation und anschließender Adhäsiolyse genannte Symptomatik und wurde 12 Tage p.o. einer Ileumsegmentresektion unterzogen.

4.3.5 Intraoperative Läsion und Andere

Als Spätfolge einer intraoperativen Sigmaperforation ist bei einem Patienten (0,1%) nach Therapieresistenz bei konservativem Vorgehen eine Sigmateilresektion mit Anlage eines doppelläufigen Ileostomas am 34. p.o. Tag vorgenommen worden, welches 2 Monate nach dem Eingriff wieder rückverlagert werden konnte. Die Läsion ist ohne Einschränkung für den Patienten ausgeheilt. Bei insgesamt 5 von 952 Patienten (0,5%) kam es zur intraoperativen einseitigen Ureterläsion, welche nach der LRP durch Reanastomosierung mit Doppel-J-Ureterkatheter-Einlage behandelt wurde.

Anmerkungen
  1. Die Tabelle 7 der untersuchten Arbeit und die Tabelle 12 der Quelle sind inhaltlich identisch.
  2. Fehlerhafte Prozentrechnung:
  • Untersuchte Arbeit: 1 Patient von 670 Patienten (0,1%); Quelle: 1 Patient von 952 Patienten (0,1%).
  • Untersuchte Arbeit: 3 von 670 Patienten (0,3%); Quelle: 3 von 952 Patienten (0,3%).
  • Untersuchte Arbeit: 5 von 670 Patienten (0,5%); Quelle: 5 von 952 Patienten (0,5%).
Sichter
(Singulus), WiseWoman

[40.] Ali/Fragment 040 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 19:20:48 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 43, Zeilen: 15ff
Davon sind 4 Schieneneinlagen zwischen dem Operationstag und 4. p.o. Tag durchgeführt worden, eine Läsion wurde am 9. p.o. Tag auswärtig diagnostiziert und therapiert. Es zeigte sich bei den stationär erkannten Ureterläsionen eine vollständige Besserung der Symptomatik mit Entfernung der DJ-Katheter nach 16 bis 44 Tagen. Der später klinisch und radiologisch auffällige Patient musste nach mehrmaligem Stentwechsel aufgrund rezidivierender Schienendislokationen und einseitiger Dekompensation der Nierenfunktion mit resultierendem postrenalem Nierenversagen 10 Monate p.o. Nephrektomiert werden.

Der Allgemeinzustand und die Funktionsparameter der verbliebenen Niere sind gut. 2 Patienten (0,2%) zeigten eine Ureterstriktur, die am 38. bzw. 52. p.o. Tag mittels Bougierung behandelt wurde und vollständig ausgeheilt ist.

Eine Anastomoseninsuffizienz mit konsekutiver Sepsis erlitten nach Entlassung (9. und 13. p.o. Tag) 2 Patienten, eine Peritonitis wegen Anastomoseninsuffizienz ein Patient (15. p.o. Tag). Nach operativer Versorgung und Antibiose trat bei allen 3 Patienten eine komplette Restitutio ein. Bei einem Patienten wurde auswärtig eine Pneumonie in Kombination mit einer Pleuritis beobachtet (13. p.o. Tag), die unter Antibiose-Therapie vollständig ausheilte. Eine Wundrevision und Sekundärnaht war bei insgesamt 3 Patienten notwendig, alle Eingriffe sind zwischen dem 7. und 11. p.o. Tag in der Charite vorgenommen worden.

Davon sind 4 Schieneneinlagen zwischen dem Operationstag und 4. p.o. Tag durchgeführt worden, eine Läsion wurde am 9. p.o. Tag auswärtig diagnostiziert und therapiert. Es zeigte sich bei den stationär erkannten Ureterläsionen eine vollständige Besserung der Symptomatik mit Entfernung der DJ-Katheter nach 16 bis 44 Tagen. Der später klinisch und radiologisch auffällige Patient musste nach mehrmaligem Stentwechsel aufgrund rezidivierender Schienendislokationen und einseitiger Dekompensation der Nierenfunktion mit resultierendem postrenalem Nierenversagen 10 Monate p.o. nephrektomiert werden. Der Allgemeinzustand und die Funktionsparameter der verbliebenen Niere sind gut.

2 Patienten (0,2%) zeigten eine Ureterstriktur, die am 38. bzw. 52. p.o. Tag mittels Bougierung behandelt wurde und vollständig ausgeheilt ist. Eine Anastomoseninsuffizienz mit konsekutiver Sepsis erlitten nach Entlassung (9. und 13. p.o. Tag) 2 Patienten, eine Peritonitis wegen Anastomoseninsuffizienz ein Patient (15. p.o. Tag). Nach operativer Versorgung und Antibiose trat bei allen 3 Patienten eine komplette Restitutio ein. Bei einem Patienten wurde auswärtig eine Pneumonie in Kombination mit einer Pleuritis beobachtet (13. p.o. Tag), die unter Antibiose-Therapie vollständig ausheilte. Eine Wundrevision und Sekundärnaht war bei insgesamt 3 Patienten notwendig, alle Eingriffe sind zwischen dem 7. und 11. p.o. Tag in der Charite vorgenommen worden.

Anmerkungen

Wörtlich übereinstimmend, ohne Quellenangabe.

Sichter
(Agrippina1) Singulus

[41.] Ali/Fragment 041 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 18:56:30 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 41, Zeilen: 1ff.
5 Diskussion

Die radikale Prostatavesikulektomie ist als Therapieverfahren der Wahl beim lokal begrenzten Prostatakarzinom etabliert. Während die offene radikale Prostatektomie mit verschiedenen Zugangswegen seit mehreren Jahrzehnten kurativ angewandt wird und folglich zahlreiche Langzeitstudien mit großen Kohorten existieren, wird die laparoskopische radikale Prostatektomie (LRP) erst seit 1998 in ausgewählten Zentren durchgeführt und hat dort die ORP als Standardverfahren meist abgelöst. Somit liegen in der zugänglichen Literatur lediglich die Daten von weniger als 20.000 Patienten in der postoperativen Verlaufsbeobachtung vor. Langzeitstudien mit einem Follow up von mehr als 10 Jahren können als Vergleichsparameter zur ORP nicht herangezogen werden. Daher stellt diese Studie mit den ersten 700 in der Charite operierten Patienten und einem Beobachtungszeitraum von bis zu 73 Monaten einen weiteren Beitrag zur genaueren Beurteilung der LRP als innovatives operatives Verfahren und Alternative zur ORP dar. Besonderes Augenmerk liegt auf der Tumorrezidivrate (PSA-Versagen) als entscheidendes Qualitätskriterium einer kurativen Therapie, den postoperativen Langzeitkomplikationen und der Inkontinenzrate als wichtigem Parameter zur Evaluierung der Lebensqualität der Patienten. In der vorliegenden Dissertation werden alle relevanten in der Datenbank PubMed recherchierbaren Publikationen über die LRP mit mehr als 100 Patienten zur Diskussion herangezogen. Außerdem werden die eigenen Ergebnisse mit denen der aktuellsten und umfangreichsten Veröffentlichungen zur ORP (perineal und retropubisch) verglichen, um so eine qualitative Standortbestimmung der LRP zu leisten.

5.1. Präoperative Daten

Die an der Charite durchgeführten LRP unterliegen bezüglich der Einschlusskriterien wie Lebensalter, Ausgangs-PSA-Wert und weiterer präoperativer Stagingparameter denselben wissenschaftlich etablierten Standards wie die ORP. Das in dieser Studie ermittelte Durchschnittsalter von 62 Jahren ist vergleichbar mit dem der hierzu herangezogenen Publikationen. Die angegebenen Durchschnittswerte für die Patienten mit LRP lagen zwischen 59,4 und 68,0 Jahren [142,215-226] bzw. für Patienten mit ORP zwischen 62,9 und 66,0 Jahren [216, 220,227-236]. Der geringste Minimalwert bei Publikationen über die LRP betrug 41 [223,226], bei der ORP 37 Jahre [229]. Der höchste Maximalwert für die LRP lag bei 82 [215] und für die ORP bei 81 [Jahren (229)].

5 Diskussion

Die radikale Prostatavesikulektomie ist als Therapieverfahren der Wahl beim lokal begrenzten Prostatakarzinom etabliert. Während die offene radikale Prostatektomie mit verschiedenen Zugangswegen seit mehreren Jahrzehnten kurativ angewandt wird und folglich zahlreiche Langzeitstudien mit großen Kohorten existieren, wird die laparoskopische radikale Prostatektomie (LRP) erst seit 1998 in ausgewählten Zentren durchgeführt und hat dort die ORP als Standardverfahren meist abgelöst. Somit liegen in der zugänglichen Literatur lediglich die Daten von weniger als 20.000 Patienten in der postoperativen Verlaufsbeobachtung vor. Langzeitstudien mit einem Follow up von mehr als 10 Jahren können als Vergleichsparameter zur ORP nicht herangezogen werden. Daher stellt diese Studie mit 1000 Patienten und einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 32 Monaten einen weiteren Beitrag zur genaueren Beurteilung der LRP als innovatives operatives Verfahren und Alternative zur ORP dar. Besonderes Augenmerk liegt auf der Tumorrezidivrate (PSA-Versagen) als entscheidendes Qualitätskriterium einer kurativen Therapie, den postoperativen Langzeitkomplikationen und der Inkontinenzrate als wichtigem Parameter zur Evaluierung der Lebensqualität der Patienten. In der vorliegenden Dissertation werden alle relevanten in der Datenbank PubMed recherchierbaren Publikationen über die LRP mit mehr als 100 Patienten zur Diskussion herangezogen. Außerdem werden die eigenen Ergebnisse mit denen der aktuellsten und umfangreichsten Veröffentlichungen zur ORP (perineal und retropubisch) verglichen, um so eine qualitative Standortbestimmung der LRP zu leisten.

5.1 Präoperative Daten

Die an der Charite durchgeführten LRP unterliegen bezüglich der Einschlusskriterien wie Lebensalter, BMI, Ausgangs-PSA-Wert und weiterer präoperativer Stagingparameter den selben wissenschaftlich etablierten Standards wie die ORP. Das in dieser Studie ermittelte Durchschnittsalter von 62 Jahren (37 bis 75) ist vergleichbar mit dem der hierzu herangezogenen Publikationen. Die angegebenen Durchschnittswerte für die Patienten mit LRP lagen zwischen 59,4 und 68,0 Jahren [142,215-226] bzw. für Patienten mit ORP zwischen 62,9 und 66,0 Jahren [216,220,227-236]. Der geringste Minimalwert bei Publikationen über die LRP betrug 41 [223,226], bei der ORP 37 Jahre [229]. Der höchste Maximalwert für die LRP lag bei 82 [215] und für die ORP bei 81 Jahren [229].

Anmerkungen

Identisch mit Ausnahme der Patientenzahlen und des Beobachtungszeitraums.

Sichter
(Agrippina1) Singulus

[42.] Ali/Fragment 042 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 14:57:36 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 44, 45, 46, Zeilen: 44: 30-32 - 45: 1ff, 46: 1ff
[Der höchste Maximalwert für die LRP lag bei 82 [215] und für die ORP bei 81] Jahren [229]. Die Indikation für eine radikale Prostatektomie liegt in Bezug auf das Alter bei einer geschätzten minimalen Lebenserwartung von 10 Jahren, da somit eine Lebensverlängerung erreicht werden kann. Zwar konnten Dillioglugil et al. keinen signifikanten Kontext zwischen dem Lebensalter und der Komplikationsrate p.o. nachweisen, sie fanden aber eine höhere Mortalitätsrate in der Gruppe der 75 bis 79- jährigen [124]. Eine der weltweit größten Studien zu diesem Parameter, die 101604 ORPs zur Grundlage hatte, berichtet über sowohl einen Anstieg der Komplikationsrate v.a. im kardiovaskulären und gastrointestinalen Bereich bei der Gruppe der über 75-jährigen, als auch einen deutlichen Anstieg der (30-Tage-) Mortalitätsrate mit höherem Lebensalter. So wurde eine Erhöhung um 34% der 70-74-jährigen bzw. 134% der Patienten über 75 Jahre im Vergleich zur Gruppe der 65-69-jährigen [237] beobachtet. Die in dieser Arbeit durchgeführte Vergleichsanalyse bezüglich der p.o. Spätkomplikationen (ab dem 6. p.o. Tag) ergab keine statistisch signifikante Korrelation von Komplikationen und höherem Lebensalter. Die Mortalitätsrate über den gesamten mehrjährigen Beobachtungszeitraum betrug 0,3%. Das Alter der in diese Studie eingeschlossenen Patienten hatte auf das PSA-Versagen und die Inkontinenzrate keinen statistisch nachweisbaren Einfluss.

Der durchschnittliche Ausgangs-PSA-Wert dieser Untersuchung betrug 8,78 ng/ml mit einem Minimum von 0,8 und einem Maximum von 44,0. Der Median lag bei 7,34 ng/ml. Diese Werte ähneln denen vergleichbarer Publikationen. Bei LRP-Studien liegt der Ausgangs-PSA-Mittelwert zwischen 5,3 und 11,8 [142,214-226], bei der ORP zwischen 6,0 und 14,1 [216,220, 227,228, 231-236]. Lediglich eine Studie mit einem Durchschnittswert über 20 ng/ml weicht deutlich ab [231].

Als optimaler Grenzwert für die Unterteilung unserer Kohorte in annähernd gleich große Gruppen mit einen [sic] niedrigen (492 Patienten) und hohen Ausgangs-PSA-Wert (446 Patienten) hat sich 7 ng/ml angeboten. Sowohl die Differenz der beobachteten Progress-Raten als auch die der berechneten Wahrscheinlichkeitswerte für ein PSA-Versagen unterliegen in signifikantem Maße (p=0,001) dem Einfluss des Ausgangs- PSA-Wertes. Bei Patienten mit einem pT2-Tumor wird der Anteil des PSA-Versagens und dessen Erwartungswerte noch gering von diesem Parameter beeinflusst. In den Stadien pT3a und pT3b ist der Unterschied mit 6 bzw. 8 Monaten im Vergleich zur jeweiligen Gruppe mit niedrigem Ausgangs-PSA-Wert jedoch deutlich. Der PSA-Progress- Anteil ist bei pT3a- Patienten [sic] mit einem Wert > 7 ng/ml um 10,5% höher (24% zu 13,5%), bei pT3b-Patienten um 11,6% höher (31,6% zu 20%) als bei der Gruppe < [7ng/ml.]

Der höchste Maximalwert für die LRP lag bei 82 [215] und für die ORP bei 81 Jahren [229]. Die Indikation für eine radikale Prostatektomie liegt in Bezug auf das Alter bei einer geschätzten

[Seite 45]

minimalen Lebenserwartung von 10 Jahren, da somit neben der qualitativen Verbesserung eine Lebensverlängerung erreicht werden kann. Zwar konnten Dillioglugil et al. keinen signifikanten Kontext zwischen dem Lebensalter und der Komplikationsrate p.o. nachweisen, sie fanden aber eine höhere Mortalitätsrate in der Gruppe der 75-79-jährigen [124]. Eine der weltweit größten Studien zu diesem Parameter, die 101.604 ORPs zur Grundlage hatte, berichtet über sowohl einen Anstieg der Komplikationsrate v.a. im kardiovaskulären und gastrointestinalen Bereich bei der Gruppe der über 75-jährigen, als auch einen deutlichen Anstieg der (30-Tage-)Mortalitätsrate mit höherem Lebensalter. So wurde eine Erhöhung um 34% der 70-74-jährigen bzw. 134% der Patienten über 75 Jahre im Vergleich zur Gruppe der 65-69-jährigen [237] beobachtet. Die in dieser Arbeit durchgeführte Vergleichsanalyse bezüglich der p.o. Spätkomplikationen (ab dem 6. p.o. Tag) ergab keine statistisch signifikante Korrelation von Komplikationen und höherem Lebensalter. Die Mortalitätsrate über den gesamten mehrjährigen Beobachtungszeitraum betrug 0,3%. Das Alter der in diese Studie eingeschlossenen Patienten hatte ebenso auf das PSA-Versagen und die Inkontinenzrate keinen statistisch nachweisbaren Einfluß. [...]

Der durchschnittliche Ausgangs-PSA-Wert dieser Untersuchung betrug 8,78 ng/ml mit einem Minimum von 0,8 und einem Maximum von 44,0. Der Median lag bei 7,34 ng/ml. Diese Werte ähneln denen vergleichbarer Publikationen. Bei LRP-Studien liegt der Ausgangs-PSA-Wert zwischen 5,3 und 11,8 [142,214-226], bei der ORP zwischen 6,0 und 14,1

[Seite 46]

[216,220,227,228,231-236]. Lediglich eine Studie mit einem Durchschnittswert über 20 ng/ml weicht deutlich ab [231]. Als optimaler Grenzwert für die Unterteilung unserer Kohorte in annähernd gleich große Gruppen mit einem niedrigen (492 Patienten) und hohen Ausgangs-PSA-Wert (446 Patienten) hat sich 7 ng/ml angeboten. Sowohl die Differenz der beobachteten Progress-Raten als auch die der berechneten Wahrscheinlichkeitswerte für ein PSA-Versagen unterliegen in signifikantem Maße (p=0,001) dem Einfluß des Ausgangs-PSA-Wertes. [...] Bei Patienten mit einem pT2-Tumor wird der Anteil des PSA-Versagens und dessen Erwartungswerte noch gering von diesem Parameter beeinflusst. In den Stadien pT3a und pT3b ist der Unterschied mit 6 bzw. 8 Monaten im Vergleich zur jeweiligen Gruppe mit niedrigem Ausgangs-PSA-Wert jedoch deutlich. Der PSA-Progress-Anteil ist bei pT3a-Patienten mit einem Wert > 7 ng/ml um 10,5% höher (24% zu 13,5%), bei pT3b-Patienten um 11,6% höher (31,6% zu 20%) als bei der Gruppe < 7ng/ml.

Anmerkungen

Die Leerstelle in "pT3a- Patienten" entspricht in der Quelle einem Zeilenumbruch.

Sichter
(Singulus) Schumann

[43.] Ali/Fragment 043 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 15:03:09 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 46, 47, Zeilen: 46: 11ff - 47: 1ff
[Der PSA-Progress-Anteil ist bei pT3a- Patienten mit einem Wert > 7 ng/ml um 10,5% höher (24% zu 13,5%), bei pT3b-Patienten um 11,6% höher (31,6% zu 20%) als bei der Gruppe <] 7ng/ml. Auch graphisch ist diese signifikante Beeinflussung durch divergierende Kaplan-Meier-Kurven der jeweiligen pT-Gruppen veranschaulicht. Die mittlere Follow up -Spanne beträgt 36,5 Monate. In der multivariaten Analyse hingegen zeigte dieser Parameter in der berechneten Interaktion zu anderen Faktoren, wie z.B. R1, keine signifikante Risikoänderung für ein biochemisches Rezidiv auf. Die diesbezüglichen Daten anderer LRP- und ORP-Studien sind ähnlich. In einigen Erhebungen wurde die Gesamtkohorte in drei Gruppen mit niedrigem (< 10 ng/ml), mittlerem (10-20 ng/ml) und hohem Risiko (> 20 ng/ml) eingeteilt. So wiesen bei Eden et al. die low-risk-Gruppe eine Progress-Rate von 8%, die intermediate-risk-Gruppe von 12% und die high-risk-Gruppe von 24% auf [217]. Bei den 150 LRP-Patienten von Galli et al. betrug der durchschnittliche Ausgangs-PSA-Wert in der PSA-Rezidiv-Gruppe 18,1 ng/ml, in der PSA-freien Gruppe lediglich 9,3 ng/ml [219]. Guillonneau et al. gaben für ihre 1000 Patienten eine 3-Jahres-PSA-Versagensquote von 11% der Gruppe < 10 ng/ml gegenüber 26% bei Patienten mit einem Wert >10 ng/ml an [142]. Ebenso geben umfangreiche ORP-Studien ähnliche Zahlen wieder. So wiesen von 2500 Patienten nach 5 Jahren 6% (0-4 ng/ml), 11% (4,1-10 ng/ml), 17% (10,1-20 ng/ml) und 40% (> 20 ng/ml) ein Rezidiv auf [240]. Zwei weitere Untersuchungen berichten über Raten von 20% (< 10 ng/ml) und 47% bzw. 64% (> 10 ng/ml) [234,241]. In Langzeitstudien von 15 Jahren war die Differenz zwischen Patienten mit einem Ausgangs-PSA-Wert von 10-19 ng/ml mit 34% Progress-Rate und der Gruppe > 20 ng/ml mit 52% Rezidivanteil noch größer [233]. Hull et al. errechneten in der univariaten Analyse bei einer Verdopplung des präoperativen PSA-Wertes eine relative Risikoerhöhung für das PSA-Versagen um das 2,1-fache, in der multivariaten Analyse um den Faktor 1,8 [236].

5.2 Intraoperative Daten

Als intraoperative Parameter fand der Anteil der vorgenommenen peripheren Lymphadenektomien (pLa) und der nicht- nerverhaltenden [sic] Operationstechnik an der Gesamtzahl der Eingriffe sowie, in Hinblick auf die Inkontinenzraten und Impotenzraten, Einzug in die Datenauswertung. Die letzten Punkte werden der Übersichtlichkeit wegen im Unterkapitel Inkontinenz und Impotenz diskutiert. Bei 552 Patienten (55,2%) wurde vor der LRP die pLa mit histologischer Schnellschnittdiagnostik durchgeführt. Alle im Rahmen dieser Studie operierten Patienten wiesen den Status pN0 auf. Die Indikation für eine pLa bei den Prostatektomie-Patienten der Charite [sic] stimmt mit den evidenzbasierten und allgemeingültigen Standards überein und richtet sich nach [definierten Stagingparametern wie dem klinischen Tumorstadium, Ausgangs-PSA-Wert und dem bioptischen Gleason-Score.]

Der PSA-Progress-Anteil ist bei pT3a-Patienten mit einem Wert > 7 ng/ml um 10,5% höher (24% zu 13,5%), bei pT3b-Patienten um 11,6% höher (31,6% zu 20%) als bei der Gruppe < 7ng/ml. Auch graphisch ist diese signifikante Beeinflußung durch divergierende Kaplan-Meier-Kurven der jeweiligen pT-Gruppen veranschaulicht. Die mittlere Follow up-Spanne beträgt 32 Monate. In der multivariaten Analyse hingegen zeigte dieser Parameter in der berechneten Interaktion zu anderen Faktoren, wie z.B. R1, keine signifikante Risikoänderung für ein biochemisches

Rezidiv auf. Die diesbezüglichen Daten anderer LRP- und ORP-Studien sind ähnlich. In einigen Erhebungen wurde die Gesamtkohorte in drei Gruppen mit niedrigem (< 10 ng/ml), mittlerem (10-20 ng/ml) und hohem Risiko (> 20 ng/ml) eingeteilt. So wiesen bei Eden et al. die low-risk-Gruppe eine Progress-Rate von 8%, die intermediate-risk-Gruppe von 12% und die high-risk-Gruppe von 24% auf [217]. Bei den 150 LRP-Patienten von Galli et al. betrug der durchschnittliche Ausgangs-PSA-Wert in der PSA-Rezidiv-Gruppe 18,1 ng/ml, in der PSA-freien Gruppe lediglich 9,3 ng/ml [219]. Guillonneau et al. gaben für ihre 1000 Patienten eine 3-Jahres-PSA-Versagensquote von 11% der Gruppe < 10ng/ml gegenüber 26% bei Patienten mit einem Wert >10 ng/ml an [142]. Ebenso geben umfangreiche ORP-Studien ähnliche Zahlen wieder. So wiesen von 2500 Patienten nach 5 Jahren 6% (0-4 ng/ml), 11% (4,1-10 ng/ml), 17% (10,1-20 ng/ml) und 40% (> 20 ng/ml) ein Rezidiv auf [240]. Zwei weitere Untersuchungen berichten über Raten von 20% (< 10 ng/ml) und 47% bzw. 64% (> 10 ng/ml) [234,241]. In Langzeitstudien von 15 Jahren war die Differenz zwischen Patienten mit einem Ausgangs-PSA-Wert von 10-19 ng/ml mit 34% Progress-Rate und der Gruppe > 20 ng/ml mit 52% Rezidivanteil noch größer [233]. Hull et al. errechneten in der univariaten Analyse bei einer Verdopplung des präoperativen PSA-Wertes eine relative Risikoerhöhung

[Seite 47]

für das PSA-Versagen um das 2,1-fache, in der multivariaten Analyse um den Faktor 1,8 [236].

[...]

5.2 Intraoperative Daten

Als intraoperative Parameter fanden der Anteil der vorgenommenen peripheren Lymphadenektomien (pLa) und der nerverhaltenden Operationstechnik (Nerve-Sparing=NS) an der Gesamtzahl der Eingriffe sowie, in Hinblick auf die Inkontinenzraten, der jeweilige Operateur Einzug in die Datenauswertung. Der letzte Punkt wird der Übersichtlichkeit wegen im Unterkapitel Inkontinenz diskutiert.

Bei 552 Patienten (55,2%) wurde vor der LRP die pLa mit histologischer Schnellschnittdiagnostik durchgeführt. Alle im Rahmen dieser Studie operierten Patienten wiesen den Status pN0 auf. [...] Die Indikation für eine pLa bei den Prostatektomie-Patienten der Charite [sic] stimmt mit den evidenzbasierten und allgemeingültigen Standards überein und richtet sich nach definierten Stagingparametern wie dem klinischen Tumorstadium, Ausgangs-PSA-Wert und dem bioptischen Gleason-Score.

Anmerkungen

"Unterkapitel Inkontinenz" wurde in "Unterkapitel Inkontinenz und Impotenz" geändert, aber es gibt nur den Abschnitt "5.4 Inkontinenz".

Sichter
(Singulus) Schumann

[44.] Ali/Fragment 044 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 22:34:27 WiseWoman
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1 ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 47, 48, 49, Zeilen: 18 ff, 1ff, 1ff
[Die Indikation für eine pLa bei den Prostatektomie-Patienten der Charite [sic] stimmt mit den evidenzbasierten und allgemeingültigen Standards überein und richtet sich nach] definierten Stagingparametern wie dem klinischen Tumorstadium, Ausgangs-PSA-Wert und dem bioptischen Gleason-Score. Unser pLa-Anteil von 55,2% ist mit denen der relevanten LRP-Studien vergleichbar. Es zeigte sich in der univariaten Analyse eine grenzwertig signifikante Beeinflussung des PSA-freien Überlebens durch die pLa. Die multivariate Cox-Regression hingegen wies keine Korrelation beider Parameter nach, so dass auf eine detaillierte Datendarstellung im Ergebnisteil verzichtet wurde. Die höhere Wahrscheinlichkeit eines biochemischen Rezidivs wegen schlechterer präoperativer Stagingwerte und daraus resultierender pLa kann diesen Effekt erklären. Eine signifikante Beziehung zu der postoperativen Inkontinenz- und Komplikationsrate ist in der Literatur nicht beschrieben und war nicht Gegenstand dieser Untersuchung. Zwar erhöhte sich bei unseren LRP-Patienten die mittlere OP-Zeit bei vorgenommener pLa von 237,6 min auf 375,8 min, eine Zunahme der Komplikationen konnte nach Vergleichsanalysen jedoch nicht beobachtet werden. Die laparoskopisch prostatektomierten Charite-Patienten ohne Nerverhalt wiesen deutlich längere Zeiträume des PSA-freien Überlebens bzw. einen höheren Anteil an Progress-freien Fällen auf als die mit Nerverhalt. So betrug die Differenz der berechneten Mittelwerte bis zum erwarteten biochemischen Rezidiv zwischen Nerverhalt ja oder nein in der jeweiligen pT-Gruppe 11 Monate (bei pT3b) bis maximal 21 Monate (bei pT2b und pT3a). Somit stellt der Faktor Nerverhalt, zumindest in der univariaten Analyse, den stärksten Einfluss aller untersuchten Parameter auf das PSA-Versagen dar. Ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen einseitigem und beidseitigem Nerverhalt war in unserer Kohorte nicht festzustellen. Die multivariate Analyse hingegen zeigte keine signifikante Risikobeeinflussung. Smith et al. wiesen bei der ORP eine um 13% verminderte Rate an positiven Schnitträndern der Gruppe mit breiter Exzision des Gefäßnervenbündels zu der Gruppe ohne „Nerve-Sparing“ (NS) nach (45% zu 58%). Bei einem Follow up von 20 Monaten betrug das berechnete PSA-Progress-Intervall 33 Monate gegenüber lediglich 22 Monaten in der Gruppe ohne NS [242]. Die einzige große LRP-Studie, die explizit den Einfluss dieses Parameters auf das PSA-Versagen untersucht hat, konnte bei 555 Patienten keine signifikante Risikoveränderung nachweisen [243]. Zwei ORP-Publikationen fanden ebenfalls keine signifikante Korrelation zwischen Nerverhalt und Rezidivraten. Allerdings wiesen die Autoren ausdrücklich darauf hin, dass nur Patienten mit niedrigerem bioptischen Gleason- Score und Ausgangs-PSA-Wert in die NS-Gruppe aufgenommen wurden, so dass eine abschließende Beurteilung des Risikos wegen der inhomogenen matched-groups nicht [vorgenommen werden kann [244,245].] Die Indikation für eine pLa bei den Prostatektomie-Patienten der Charite [sic] stimmt mit den evidenzbasierten und allgemeingültigen Standards überein und richtet sich nach definierten Stagingparametern wie dem klinischen Tumorstadium, Ausgangs-PSA-Wert und dem

bioptischen Gleason-Score. Unser pLa-Anteil von 55,2% ist mit denen der relevanten LRP-Studien vergleichbar. [...] Es zeigte sich in der univariaten Analyse eine grenzwertig signifikante Beeinflussung des PSA-freien Überlebens durch die pLa. Die multivariate Cox-Regression hingegen wies keine Korrelation beider Parameter nach, so dass auf eine detaillierte Datendarstellung im Ergebnisteil verzichtet wurde. Die höhere Wahrscheinlichkeit eines biochemischen Rezidivs wegen schlechterer präoperativer Stagingwerte und daraus resultierender pLa kann diesen Effekt erklären. Eine signifikante Beziehung zu der postoperativen Inkontinenz- und Komplikationsrate ist in der Literatur nicht beschrieben und war nicht Gegenstand dieser

[S. 48]

Untersuchung. Zwar erhöhte sich bei unseren LRP-Patienten die mittlere OP-Zeit bei vorgenommener pLa und/oder nerverhaltender Technik von 237,6 min auf 375,8 min, eine Zunahme der Komplikationen konnte nach Vergleichsanalysen jedoch nicht beobachtet werden. [...]

Die laparoskopisch prostatektomierten Charite-Patienten [sic] ohne Nerverhalt wiesen deutlich längere Zeiträume des PSA-freien Überlebens bzw. einen höheren Anteil an Progress-freien Fällen auf als die mit Nerverhalt. So betrug die Differenz der berechneten Mittelwerte bis zum erwarteten biochemischen Rezidiv zwischen Nerverhalt ja oder nein in der jeweiligen pT-Gruppe 11 Monate (bei pT3b) bis maximal 21 Monate (bei pT2b und pT3a). Somit stellt der Faktor Nerverhalt, zumindest in der univariaten Analyse, den stärksten Einfluß aller untersuchten Parameter auf das PSA-Versagen dar. Ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen einseitigem und beidseitigem Nerverhalt war in unserer Kohorte nicht festzustellen. Die multivariate Analyse hingegen zeigte keine signifikante Risikobeeinflussung.

Smith et al. wiesen bei der ORP eine um 13% verminderte Rate an positiven Schnitträndern der Gruppe mit breiter Exzision des Gefäßnervenbündels zu der Gruppe ohne „Nerve- Sparing“ (NS) nach (45% zu 58%). Bei einem Follow up von 20 Monaten betrug das berechnete PSA-Progress-Intervall 33 Monate gegenüber lediglich 22 Monaten in der Gruppe ohne NS [242]. Die einzige große LRP-Studie, die explizit den Einfluß dieses Parameters auf

[S. 49]

das PSA-Versagen untersucht hat, konnte bei 555 Patienten keine signifikante Risikoveränderung nachweisen [243]. Zwei ORP-Publikationen fanden ebenfalls keine signifikante Korrelation zwischen Nerverhalt und Rezidivraten. Allerdings wiesen die Autoren ausdrücklich darauf hin, daß nur Patienten mit niedrigerem bioptischen Gleason- Score und Ausgangs-PSA-Wert in die NS-Gruppe aufgenommen wurden, so daß eine abschließende Beurteilung des Risikos wegen der inhomogenen matched-groups nicht vorgenommen werden kann [244,245].

Anmerkungen

Übernahme ohne Quellenangabe.

Sichter
(Singulus), WiseWoman

[45.] Ali/Fragment 045 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 15:11:59 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 49, 50, Zeilen: 49: 3ff; 50: 4ff
[Allerdings wiesen die Autoren ausdrücklich darauf hin, dass nur Patienten mit niedrigerem bioptischen Gleason- Score und Ausgangs-PSA-Wert in die NS-Gruppe aufgenommen wurden, so dass eine abschließende Beurteilung des Risikos wegen der inhomogenen matched-groups nicht] vorgenommen werden kann [244,245]. Somit ist bei jedem Patienten individuell abzuwägen, ob die höhere Lebensqualität nach der nervschonenden Operation mit dem Risiko eines früheren PSA-Versagens vertretbar ist.

5.3 Onkologische Ergebnisse

Der Beobachtungszeitraum der ersten 700 in der Charite [sic] operierten Patienten betrug 73,0 Monate, mit einem Maximum von 73,0 Monaten und einem Minimum von 7,2 Monaten. Der Median lag bei 36,5 Monaten. Die in der Literatur angegebenen Durchschnittswerte für den Follow up liegen bei LRP-Studien zwischen 9,6 [220] und 44,4 Monaten [217]. Den höchsten Median-Wert weisen mit 30 Monaten Rassweiler et al. auf [215]. Der geringste Minimalwert liegt bei 0,5 Monaten [218], der höchste Maximalwert bei 84 Monaten [216]. Somit besitzt diese Arbeit mit im internationalen Vergleich überdurchschnittlich langen Beobachtungszeiträumen eine nicht geringe Aussagekraft bezüglich der onkologischen Sicherheit der LRP als Alternative zum offenen Verfahren. Als postoperative Parameter des onkologischen Outcome sind der Einfluss des pT-Stadiums, des positiven Resektionsrandes (R1) und der histopathologisch ermittelten Gleason-Score-Summe auf die Raten des PSA-freien Überlebens berechnet worden. Um die eigenen Ergebnisse in Bezug auf die Progress- Raten anderer Publikationen besser einordnen zu können, muss erst ein Vergleich der absoluten Häufigkeitsverteilung der pT-Stadien an der Gesamtgröße der 700 Patienten mit denen anderer relevanter Studien vorgenommen werden. Der pT2-Anteil von 70,6% und pT3-Anteil von 29,4% ist vergleichbar mit denen der meisten LRP- und ORP-Zentren. Gravierende Abweichungen zeigen sich nur bei Park et al. bzw. Stolzenburg et al. mit einem wesentlich höheren pT3- als pT2-Anteil [216,223]. Bei den robotergestützten LRPs von Mottrie et al. ist dieser Effekt weniger stark ausgeprägt [225]. Die pT3-Rate bei Eden et al. dagegen stellt bei den LRP-Publikationen mit 8,0% den geringsten Wert dar [217]. Da bei Zwergel et al. ausschließlich Patienten mit einem Ausgangs-PSA-Wert von > 20 ng/ml in die Studie eingeschlossen wurden, lässt sich ein pT3-Anteil von 75% hinreichend erklären [231]. Sämtliche Veröffentlichungen definieren ein biochemisches Rezidiv als ein ein- oder mehrmaliges Überschreiten von 0,1 ng/ml (wie in der vorliegenden Arbeit) bzw. 0,2 ng/ml als Grenzwert.

Unseren Ergebnissen folgend zeigt der organbegrenzte Tumor (Stadium pT2) mit rezidivfreien Raten zwischen 97,1% (pT2c) und 94,8% (pT2a) deutlich höhere Erfolgsquoten als die Werte für pT3a (80,3%) und pT3b (72,4%). Ebenso verdeutlichen [die berechneten Mittelwerte mit 64 Monaten p.o. bis zum erwarteten PSA-Versagen für die pT2-Gruppe eine statistisch signifikante günstigere Prognose für die Patienten als die Stadien pT3a (53 Monate) und pT3b (49,8 Monate).]

Allerdings wiesen die Autoren ausdrücklich darauf hin, daß nur Patienten mit niedrigerem bioptischen Gleason-Score und Ausgangs-PSA-Wert in die NS-Gruppe aufgenommen wurden, so daß eine abschließende Beurteilung des Risikos wegen der inhomogenen matched-groups nicht vorgenommen werden kann [244,245]. Somit ist bei jedem Patienten individuell abzuwägen, ob die höhere Lebensqualität nach der nervschonenden Operation mit dem existenten Risiko eines früheren PSA-Versagens vertretbar ist. [...]

5.3 Onkologische Ergebnisse

[...] Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum der in der Charite [sic] operierten Patienten betrug 32,0 Monate mit einem Maximum von 69,7 Monaten und einem Minimum von 7,2 Monaten. Der Median lag bei 28,8 Monaten. Die in der Literatur angegebenen Durchschnittswerte für den Follow up liegen bei LRP-Studien zwischen 9,6 [220] und 44,4 Monaten [217]. Den höchsten Median-Wert weisen mit 30 Monaten Rassweiler et al. auf [215]. Der geringste Minimalwert liegt bei 0,5 Monaten [218], der höchste Maximalwert bei 84 Monaten [216]. Somit besitzt diese Arbeit mit im internationalen Vergleich überdurchschnittlich langen Beobachtungszeiträumen eine nicht geringe Aussagekraft bezüglich der onkologischen Sicherheit der LRP als Alternative zum offenen Verfahren.

[Seite 50]

Als postoperative Parameter des onkologischen Outcome sind der Einfluß des pT-Stadiums, des positiven Resektionsrandes (R1) und der histopathologisch ermittelten Gleason-Score- Summe auf die Raten des PSA-freien Überlebens berechnet worden. Um die eigenen Ergebnisse in Bezug auf die Progress-Raten anderer Publikationen besser einordnen zu können, muß erst ein Vergleich der absoluten Häufigkeitsverteilung der pT-Stadien an der Gesamtgröße der 1000 Patienten mit denen anderer relevanter Studien vorgenommen werden. Der pT2-Anteil von 70,6% und pT3-Anteil von 29,4% ist, wie aus den Tabellen 13 und 14 (Seite 54/55) ersichtlich, vergleichbar mit denen der meisten LRP- und ORP-Zentren. Gravierende Abweichungen zeigen sich nur bei Park et al. bzw. Stolzenburg et al. mit einem wesentlich höheren pT3- als pT2-Anteil [216,223]. Bei den robotergestützten LRPs von Mottrie et al. ist dieser Effekt weniger stark ausgeprägt [225]. Die pT3-Rate bei Eden et al. dagegen stellt bei den LRP-Publikationen mit 8,0% den geringsten Wert dar [217]. Da bei Zwergel et al. ausschließlich Patienten mit einem Ausgangs-PSA-Wert von > 20 ng/ml in die Studie eingeschlossen wurden, läßt sich ein pT3-Anteil von 75% hinreichend erklären [231].

Sämtliche Veröffentlichungen definieren ein biochemisches Rezidiv als ein ein- oder mehrmaliges Überschreiten von 0,1 ng/ml (wie in der vorliegenden Arbeit) bzw. 0,2 ng/ml als Grenzwert.

Unseren Ergebnissen folgend zeigt der organbegrenzte Tumor (Stadium pT2) mit rezidivfreien Raten zwischen 97,1% (pT2c) und 94,8% (pT2a) deutlich höhere Erfolgsquoten als die Werte für pT3a (80,3%) und pT3b (72,4%). Ebenso verdeutlichen die berechneten Mittelwerte mit 64 Monaten p.o. bis zum erwarteten PSA-Versagen für die pT2-Gruppe eine statistisch signifikante günstigere Prognose für die Patienten als die Stadien pT3a (53 Monate) und pT3b (49,8 Monate).

Anmerkungen

Übernahme ohne Quellenangabe.

Die Literaturübersicht wird nicht übernommen.

Sichter
(Singulus) Schumann

[46.] Ali/Fragment 046 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 19:07:02 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 50-51, Zeilen: 50:24ff: 51:1ff
[Ebenso verdeutlichen] die berechneten Mittelwerte mit 64 Monaten p.o. bis zum erwarteten PSA-Versagen für die pT2-Gruppe eine statistisch signifikante günstigere Prognose für die Patienten als die Stadien pT3a (53 Monate) und pT3b (49,8 Monate). In der multivariaten Cox-Regression war ebenfalls ein signifikanter Einfluß des Parameters pT auf das Progressrisiko festzustellen. Die rezidivfreie Rate aller in der Charite Operierten betrug 90,5%. Dieser Wert reiht sich in die der meisten übrigen LRP-Publikationen mit Prozentzahlen zwischen 88,0% [217] und 97,0% [216] bei ähnlich langen Beobachtungszeiträumen ein. Lediglich drei Studien mit Raten um 80% weichen nach unten ab, wobei hier der relativ hohe Anteil von nerverhaltenden Operationen bzw. Präparaten mit positivem Schnittrand als Argument erwähnt werden muss [218,222, 223]. Die absoluten Anteile an rezidivfreien Patienten bei ORP bewegen sich zwischen 66,0% [230] und 87,8% [228]. Sie sind im Durchschnitt niedriger als die der LRP-Reihen, weisen allerdings auch wesentlich längere Follow up-Spannen auf. Zur einfachen Vergleichbarkeit des PSA-Versagens kann die bei einigen Artikeln angegebene 3-Jahres- Rezidivrate, differenziert nach pT2 und pT3, herangezogen werden. Zwischen 3,2% [224] und 11,0% [142] bei pT2 bzw. zwischen 12,0% [215] und 43,2% [220] bei pT3 liegen die PSA-Versagensquoten bei der LRP. Sicherlich die aussagekräftigste Veröffentlichung ist aufgrund ihrer 3600 eingeschlossenen Patienten die Studie der German Working Group mit Raten von 8,6% (pT2) bzw. 17,5% (pT3) [226]. Die 3-Jahres-Rezidivraten der ORP sind mit Bereichen von 3,7% [228] bis 7,5% [234] für pT2 und 14,7% [236] bis 42,0% [220] für pT3 ähnlich.

Eine signifikante Beeinflussung der Inkontinenz oder Impotenz bzw. Komplikationsraten durch das pT-Stadium konnte in unseren Vergleichsanalysen nicht beobachtet werden. Die Einordnung der Patienten dieser Arbeit in die R0 – bzw. R1-Gruppe unterlag hinsichtlich der Lamellenbreite und anderer pathologischer Parameter den Normen der international gültigen R-Klassifikation. Der R1-Anteil unserer Patienten lag bei 13,9% (pT2) bzw. 55,1% (pT3), der pT-unabhängige R1-Gesamtanteil betrug 26,0%. Dieser Parameter besaß ebenfalls eine statistische Signifikanz in der Beeinflussung des Progressrisikos. Der Anteil der Patienten ohne ein PSA-Versagen lag in sämtlichen pT-Untergruppen (außer pT2c) mit R1 um 8-17% unter denen mit R0. Die Mittelwerte des p.o. Zeitraumes bis zum erwarteten biochemischen Rezidiv liegen innerhalb derselben pT-Gruppe bei R0 um 6 Monate (pT3b) bis 16 Monate (pT2a) über denen von R1. Die multivariate Auswertung ergab ein um den Faktor 1,8 erhöhtes Risiko für R1-Patienten gegenüber der R0-Gruppe, einen Wiederanstieg des PSA-Wertes nach der [Prostatektomie zu beobachten.]

Ebenso verdeutlichen die berechneten Mittelwerte mit 64 Monaten p.o. bis zum erwarteten PSA-Versagen für die pT2-Gruppe eine statistisch signifikante günstigere Prognose für die Patienten als die Stadien pT3a (53 Monate) und pT3b (49,8 Monate). In der multivariaten Cox-Regression war ebenfalls ein signifikanter Einfluß des Parameters pT auf das Progressrisiko festzustellen.

Die rezidivfreie Rate aller in der Charite Operierten betrug 90,5%. Dieser Wert reiht sich in die der meisten übrigen LRP-Publikationen mit Prozentzahlen zwischen 88,0% [217] und 97,0% [216] bei ähnlich langen Beobachtungszeiträumen ein. Lediglich drei Studien mit Raten um 80% weichen nach unten ab, wobei hier der relativ hohe Anteil von nerverhaltenden Operationen bzw. Präparaten mit positivem Schnittrand als Argument erwähnt werden muß [218,222,223]. Die absoluten Anteile an rezidivfreien Patienten bei ORP bewegen sich

[Seite 51]

zwischen 66,0% [230] und 87,8% [228]. Sie sind im Durchschnitt niedriger als die der LRP-Reihen, weisen allerdings auch wesentlich längere Follow up-Spannen auf. Zur einfachen Vergleichbarkeit des PSA-Versagens kann die bei einigen Artikeln angegebene 3-Jahres- Rezidivrate, differenziert nach pT2 und pT3, herangezogen werden. Zwischen 3,2% [224] und 11,0% [142] bei pT2 bzw. zwischen 12,0% [215] und 43,2% [220] bei pT3 liegen die PSA-Versagensquoten bei der LRP. Sicherlich die aussagekräftigste Veröffentlichung ist aufgrund ihrer 3600 eingeschlossenen Patienten die Studie der German Working Group mit Raten von 8,6% (pT2) bzw. 17,5% (pT3) [226]. Die 3-Jahres-Progressraten der ORP sind mit Bereichen von 3,7% [228] bis 7,5% [234] für pT2 und 14,7% [236] bis 42,0% [220] für pT3 ähnlich. [...] Eine signifikante Beeinflussung der Inkontinenz- bzw. Komplikationsraten durch das pT-Stadium konnte in unseren Vergleichsanalysen nicht beobachtet werden. Die Einordnung der Patienten dieser Arbeit in die R0 – bzw. R1-Gruppe unterlag hinsichtlich der Lamellenbreite und anderer pathologischer Parameter den Normen der international gültigen R-Klassifikation. Der R1-Anteil unserer Patienten lag bei 13,9% (pT2) bzw. 55,1% (pT3), der pT-unabhängige R1-Gesamtanteil betrug 26, 0% [sic]. Dieser Parameter besaß ebenfalls eine statistische Signifikanz in der Beeinflussung des Progressrisikos. Der Anteil der Patienten ohne ein PSA-Versagen lag in sämtlichen pT-Untergruppen (außer pT2c) mit R1 um 8-17% unter denen mit R0. Die Mittelwerte des p.o. Zeitraumes bis zum erwarteten biochemischen Rezidiv liegen innerhalb derselben pT-Gruppe bei R0 um 6 Monate (pT3b) bis 16 Monate (pT2a) über denen von R1. Die multivariate Auswertung ergab ein um den Faktor 1,8 erhöhtes Risiko für R1-Patienten gegenüber der R0-Gruppe, einen Wiederanstieg des PSA-Wertes nach der Prostatektomie zu beobachten.

Anmerkungen

Wörtlich übereinstimmend, keine Angabe der Quelle.

Sichter
(Agrippina1) Singulus

[47.] Ali/Fragment 047 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 19:16:37 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 51-52, Zeilen: 51:28ff; 52:1ff
Lediglich Stolzenburg et al. weichen mit deutlich niedrigeren R1-Anteilen für pT2 (6,1%) und pT3 (20,0%) in der LRP-Gruppe vom Durchschnitt ab [223]. Bei der ORP fallen drei Veröffentlichungen mit einem im Vergleich zu unseren Ergebnissen halbierten R1-Gesamtanteil von 12-13% auf [229,233, 236]. Von diesen weist Hull et al. mit 1000 Patienten sogar eine ähnliche Kohortengröße auf [236]. Eine aktuelle LRP-Studie von Hara et al. wies in der univariaten und auch multivariaten Analyse den positiven Resektionsrand als unabhängigen Prognosefaktor für eine verkürztes PSA-freies Intervall bzw. eine geringere PSA-Überlebensrate der betroffenen Patienten im Vergleich zur R0-Gruppe nach [246]. Eine umfangreiche Multi-Center-Studie mit 5800 Patienten ergab in der Cox-Regression ein um 3,7-fach erhöhtes Risiko eines PSA-Versagens bei einem R1-Befund gegenüber R0 [247]. Bei 500 RRP von Öbek et al. zeigten R1-Patienten eine deutlich höhere Inzidenz für einen PSA-Progress als die Patienten mit negativem Schnittrand (27,8% versus 6,9%) [248]. Die 5-Jahres-PSA-freie Überlebensrate, ausgehend von 1200 Patienten, in der pT3a/b Gruppe mit einer Gleason-Score-Summe von 7-10 ergab einen Anteil von 72% in der R0-Gruppe gegenüber 56% in der R1-Gruppe [249]. Vergleichsanalysen ergaben keine signifikante Beeinflussung der Spätkomplikations- und Inkontinenzraten durch den positiven Schnittrand im anatomischen Präparat.

Als nun letzter onkologischer Kontrollparameter zeigte die histopathologische Gleason- Score- Summe eine signifikante Korrelation zur Rate des PSA-freien Überlebens. Zur anschaulichen Darstellung der prognostischen Unterschiede wurden zwei annähernd gleich große Teilgruppen mit einem niedrigen (<=7) und einem hohen Gleason-Score (>7) gebildet. Nur in der pT2b-Gruppe war der Mittelwert in Monaten für das erwartete PSA-Versagen annähernd gleich groß. In allen übrigen pT-Gruppen stellt ein Summenwert von 7 und mehr eine schlechtere Prognose für ein PSA-freies Überleben dar als dies bei Patienten mit einem Wert <= 6 der Fall ist. Die größten Unterschiede treten mit 11 bzw. 12 Monaten in den pT3-Stadien auf. Der prozentuale Anteil der Fälle ohne PSA-Versagen liegt bei pT3a mit niedrigem Gleason bei 92,7%, bei hohem Gleason hingegen nur noch bei 77,7%. Die multivariate Analyse hat die Risikoerhöhung bei höherem Gleason-Score statistisch konkretisiert. So steigt die Wahrscheinlichkeit für einen PSA-Progress bei der Erhöhung des Summenwertes um 1 um das 1,5-fache an, bei einer Erhöhung um 2 auf das 1,5 x 1,5 = 2,3- fache, bei einer Erhöhung um 3 auf das 1,5 x 1,5 x 1,5 = 3,4-fache der Ausgangswahrscheinlichkeit.

Lediglich Stolzenburg et al. weichen mit deutlich niedrigeren R1-Anteilen für pT2 (6,1%) und pT3 (20,0%) in der LRP-Gruppe vom Durchschnitt ab [223]. Bei der ORP fallen drei Veröffentlichungen mit einem im Vergleich zu unseren Ergebnissen halbierten R1-Gesamtanteil von 12-13% auf [229,233,236]. Von diesen weist Hull et al. mit 1000 Patienten sogar eine nahezu identische Kohortengröße auf [236].

Eine aktuelle LRP-Studie von Hara et al. wies in der univariaten und auch multivariaten Analyse den positiven Resektionsrand als unabhängigen Prognosefaktor für eine verkürztes

[Seite 52]

PSA-freies Intervall bzw. eine geringere PSA-Überlebensrate der betroffenen Patienten im Vergleich zur R0-Gruppe nach [246]. Eine umfangreiche Multi-Center-Studie mit 5800 Patienten ergab in der Cox-Regression ein um 3,7-fach erhöhtes Risiko eines PSA-Versagens bei einem R1-Befund gegenüber R0 [247]. Bei 500 RRP von Öbek et al. zeigten R1-Patienten eine deutlich höhere Inzidenz für einen PSA-Progress als die Patienten mit negativem Schnittrand (27,8% versus 6,9%) [248]. Die 5-Jahres-PSA-freie Überlebensrate, ausgehend von 1200 Patienten, in der pT3a/b Gruppe mit einer Gleason-Score-Summe von 7-10 ergab einen Anteil von 72% in der R0-Gruppe gegenüber 56% in der R1-Gruppe [249]. Vergleichsanalysen ergaben keine signifikante Beeinflussung der Spätkomplikations- und Inkontinenzraten durch den positiven Schnittrand im anatomischen Präparat. Als nun letzter onkologischer Kontrollparameter zeigte die histopathologische Gleason-Score-Summe eine signifikante Korrelation zur Rate des PSA-freien Überlebens. Zur anschaulichen Darstellung der prognostischen Unterschiede wurden zwei annähernd gleich große Teilgruppen mit einem niedrigen (<=6) und einem hohen Gleason-Score (>=7) gebildet. Nur in der pT2b-Gruppe war der Mittelwert in Monaten für das erwartete PSA-Versagen annähernd gleich groß. In allen übrigen pT-Gruppen stellt ein Summenwert von 7 und mehr eine schlechtere Prognose für ein PSA-freies Überleben dar als dies bei Patienten mit einem Wert <= 6 der Fall ist. Die größten Unterschiede treten mit 11 bzw. 12 Monaten in den pT3-Stadien auf. Der prozentuale Anteil der Fälle ohne PSA-Versagen liegt bei pT3a mit niedrigem Gleason bei 92,7%, bei hohem Gleason hingegen nur noch bei 77,7%. Die multivariate Analyse hat die Risikoerhöhung bei höherem Gleason-Score statistisch konkretisiert. So steigt die Wahrscheinlichkeit für einen PSA-Progress bei der Erhöhung des Summenwertes um 1 um das 1,5-fache an, bei einer Erhöhung um 2 auf das 1,5 x 1,5 = 2,3-fache, bei einer Erhöhung um 3 auf das 1,5 x 1,5 x 1,5 = 3,4-fache der Ausgangswahrscheinlichkeit.

Anmerkungen

Keine Angabe der Quelle.

Sichter
(Aggripina1) Singulus

[48.] Ali/Fragment 048 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 18:09:59 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 1 ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 52, 53, 56, Zeilen: 27ff; 1ff;1-15
[Wieder stellen] Zwergel et al. mit 92 %-igem Anteil des Gleason-Summenbereichs 7-10 eine Ausnahme dar, da sie nur Patienten mit einem Ausgangs-PSA-Wert > 20 ng/ml und folglich eine wesentlich schlechterer Ausgangsprognose eingeschlossen haben [231]. Zwei große Studien beschreiben eine Gleason-Score-Summe von 7-10 als unabhängigen signifikanten Faktor, der den Zeitraum bis zum PSA-Versagen verkürzt. Auch die multivariate Cox-Regression identifiziert diesen Summenbereich als entscheidenden negativen Prognoseparameter [247,248].

Die Gleason-Score-Summe wies keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Inkontinenzsymptomatik und Komplikationsrate der LRP-Patienten der Charite [sic] auf. Nach Auswertung sämtlicher onkologischer Ergebnisse und Vergleichen mit anderen LRP-Studien ist festzustellen, daß die PSA-freien Überlebensraten der 700 Patienten dieser Erhebung als das entscheidende Kriterium der therapeutischen Erfolgskontrolle ähnlich bzw. überdurchschnittlich im Vergleich zu den relevanten LRP-Reihen sind. Die onkologische Sicherheit der LRP ist, zumindest im bisher verfügbaren Beobachtungszeitraum, mindestens gleichwertig zu der offenen radikalen Prostatektomie.

5.4 Inkontinenz

Nach der operativen kurativen Therapie und Abschluss der Rekonvaleszenz steht für die Patienten die Lebensqualität, die maßgeblich durch die Inkontinenzsymptomatik beeinflusst wird, zunehmend im Mittelpunkt ihres Interesses. Da die Operierten eine hohe Lebenserwartung aufweisen, stellen mögliche Probleme mit der Kontinenz und Miktion eine langjährige und deutliche Einschränkung der Lebensqualität dar. Da die Beurteilung dieses Parameters im Gegensatz zu den onkologischen Ergebnissen in nicht unerheblichem Maße der subjektiven Einschätzung des Patienten unterliegt, ist in dieser Arbeit durch die Form der Erhebung, das persönliche bzw. telefonische Gespräch sowie mittels eines zugesandten Fragebogens, eine möglichst detaillierte und validierte Datenerfassung möglich gewesen. Sämtlichen im Folgenden herangezogenen Publikationen liegt entweder ebenso eine direkte Befragung oder ein vergleichbarer standardisierter Fragebogen der International Continence Society (ICS) zugrunde, um dadurch eine möglichst hohe Aussagekraft der diskutierten Ergebnisse zu erzielen. Der eingeschränkten Vergleichbarkeit dieses Parameters kann so am effizientesten begegnet werden.

Wieder stellen Zwergel et al. mit 92 %-igem Anteil des Gleason-Summenbereichs 7-10 eine Ausnahme dar, da sie nur Patienten mit einem Ausgangs-PSA-Wert > 20 ng/ml und folglich wesentlich schlechterer Ausgangsprognose eingeschlossen haben [231]. Zwei große Studien beschreiben eine Gleason-Score-Summe von 7-10 als unabhängigen signifikanten Faktor, der den Zeitraum bis zum PSA-Versagen verkürzt. Auch die multivariate Cox-Regression identifiziert diesen Summenbereich als entscheidenden negativen Prognoseparameter [247,248].

[Seite 53]

Die Gleason-Score-Summe wies keinen statistisch signifikanten Einfluß auf die Inkontinenzsymptomatik und Komplikationsrate der LRP-Patienten der Charite [sic] auf. Nach Auswertung sämtlicher onkologischer Ergebnisse und Vergleichen mit anderen LRP-Studien ist festzustellen, daß die PSA-freien Überlebensraten der 1000 Patienten dieser Erhebung als das entscheidende Kriterium der therapeutischen Erfolgskontrolle ähnlich bzw. überdurchschnittlich im Vergleich zu den relevanten LRP-Reihen sind. Die onkologische Sicherheit der LRP ist, zumindest im bisher verfügbaren Beobachtungszeitraum, mindestens gleichwertig zu der der [sic!] offenen Methode und läßt in Hinsicht auf längerfristige Verlaufsbeobachtungen das laparoskopische Verfahren als beständige Alternative zu der offenen Prostatektomie erscheinen.

[Seite 56]

5.4 Inkontinenz

Nach der operativen kurativen Therapie und Abschluß der Rekonvaleszenz steht für die Patienten die Lebensqualität, die maßgeblich durch die Inkontinenzsymptomatik beeinflußt wird, zunehmend im Mittelpunkt ihres Interesses. Da die Operierten eine mittlere Lebenserwartung von mindestens 10 Jahren aufweisen, stellen mögliche Probleme mit der Kontinenz und Miktion eine langjährige und deutliche Einschränkung der Lebensqualität dar. Da die Beurteilung dieses Parameters im Gegensatz zu den onkologischen Ergebnissen in nicht unerheblichem Maße der subjektiven Einschätzung des Patienten unterliegt, ist in dieser Arbeit durch die Form der Erhebung, das persönliche bzw. telefonische Gespräch und nicht mittels eines zugesandten Fragebogens, eine möglichst detaillierte und validierte Datenerfassung möglich gewesen. Sämtlichen im Folgenden herangezogenen Publikationen liegt entweder ebenso eine direkte Befragung oder ein vergleichbarer standardisierter Fragebogen der International Continence Society (ICS) zugrunde, um dadurch eine möglichst hohe Aussagekraft der diskutierten Ergebnisse zu erzielen. Der eingeschränkten Vergleichbarkeit dieses Parameters kann so am effizientesten begegnet werden.

Anmerkungen

Übernahme mit kleinen Anpassungen.

Sichter
(Singulus) Agrippina1

[49.] Ali/Fragment 049 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-17 22:03:56 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Agrippina1
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 56-57, Zeilen: 56:16-30; 57:3ff.
Der Beobachtungszeitraum der Inkontinenzsymptomatik bis zu 73 Monate ist identisch mit dem der onkologischen Ergebnisse. Von 669 befragten Patienten benötigten 314 Patienten (33%) zum Zeitpunkt der Befragung keine Vorlagen mehr, 408 (43%) gaben einen Verbrauch von maximal 1 Vorlage über 24 Stunden und 230 Operierte (24%) von 2 oder mehr Vorlagen über 24 Stunden an. In der letzten Gruppe betrug der durchschnittliche Bedarfswert 2,38 Vorlagen zur Tageszeit (8-22 Uhr), der für die Nacht (22- 8 Uhr) lag bei 0,61 Vorlagen. Mit steigendem OP-Jahr nimmt der Anteil der völlig Kontinenten von 24% (1999) auf 40% (2005) zu. Gegenteilig sinkt der Anteil der anderen beiden Gruppen signifikant, allerdings weniger linear. Bei Patienten des letzten OP-Jahres (2005) ist der summierte Anteil der nicht bis geringgradig Inkontinenten (0 bis 1 Vorl./Tag) mit ca. 75% mehr als dreimal so hoch wie der Anteil der Inkontinenten mit 2 oder mehr Vorl./Tag. Im Rahmen des evaluierten p.o. Symptomverlaufs wiesen Patienten mit aktuell 0 Vorlagen die kürzeste Rehabilitationszeit mit gemittelt ca. 4 Monaten auf, gefolgt von 7 Monaten der Gruppe mit 1 Vorlage. Bis die Inkontinenten mit 2 oder mehr Vorl./Tag ihren aktuellen Wert erreicht haben, sind durchschnittlich 11 Monate p.o. vergangen. Die meisten Kohorten sind zwischen 60 und 64 Jahren. Eine Ausnahme stellt lediglich die Arbeit mit 56,1 Jahre [255] dar. Da das Lebensalter einen maßgeblichen Einfluss auf die Qualität und Quantität des Regenerationsvermögens hat, kommt der Tatsache einer vergleichbaren Altersstruktur der einzelne Untersuchungsreihen besondere Bedeutung zu. Der Anteil völlig Kontinente (0 Vorl.) liegt bei der LRP zwischen 82,0% [250] und 95,2% [254], bei der ORP zwischen 61,0% [259] und 97,0% [265] nach jeweils 12 Monaten p.o. Die Mehrheit der Studien zeigen, unabhängig vom Operationsverfahren, Werte im Bereich von 80% bis 93% auf. Somit weicht der Anteil dieser Arbeit mit 76% völlig Kontinenten bzw. leichtgradig Inkontinenten (0-1 Vorl.) nach unten ab. Allerdings ist der Beobachtungszeitraum mit 72 Monaten fast dreimal so lang wie bei den Vergleichsuntersuchungen, da zumindest bei den LRP-Studien keine ähnlichen Zeitspannen bei relativ aussagekräftiger Gruppengröße (>100 Patienten) existieren. Hingegen verdeutlicht eine ORP-Studie die Möglichkeit, bei Beobachtung über mehr als 4 Jahre einen 95%-igen Anteil von Völlig [sic] Kontinenten zu erzielen [261]. Dagegen bewegt sich wiederum eine andere Erhebung mit einem Ergebnis um 80% bei einem Follow up von >18 Monaten in einem ähnlichen Bereich zu unseren Daten [263]. Sie stützt die Annahme, dass die laparoskopische Prostatektomie auch in Hinsicht auf die p.o. Kontinenz eine sinnvolle Alternative zum offenen Verfahren darstellt. Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum der Inkontinenzsymptomatik von 32 Monaten ist identisch mit dem der onkologischen Ergebnisse. Von 952 befragten Patienten benötigten

314 Patienten (33%) zum Zeitpunkt der Befragung keine Vorlagen mehr, 408 (43%) gaben eine Verbrauch von maximal 1 Vorlage über 24 Stunden (1 Vorl.) und 230 Operierte (24%) von 2 oder mehr Vorlagen über 24 Stunden (>= 2 Vorl.) an. In der letzten Gruppe betrug der durchschnittliche Bedarfswert 2,38 Vorlagen zur Tageszeit (8-22 Uhr), der für die Nacht (22-8 Uhr) lag bei 0,61 Vorlagen. Mit steigendem OP-Jahr nimmt der Anteil der völlig Kontinenten von 24% (1999) auf 40% (2004) zu. Gegenteilig sinkt der Anteil der anderen beiden Gruppen signifikant, allerdings weniger linear. Bei Patienten des letzten OP-Jahres ist der summierte Anteil der nicht bis geringgradig Inkontinenten (0 bis 1 Vorl./Tag) mit ca. 75% mehr als dreimal so hoch wie der Anteil der Inkontinenten mit 2 oder mehr Vorl./Tag. Im Rahmen des evaluierten p.o. Symptomverlaufs wiesen Patienten mit aktuell 0 Vorlagen die kürzeste Rehabilitationszeit mit gemittelt ca. 4 Monaten auf, gefolgt von 7 Monaten der Gruppe mit 1 Vorlage. Bis die Inkontinenten mit 2 oder mehr Vorl./Tag ihren aktuellen Wert erreicht haben, sind durchschnittlich 11 Monate p.o. vergangen. [...]

[S. 57]

So liegen die meisten Kohorten zwischen 60 und 64 Jahren. Eine Ausnahme stellt lediglich 56,1 Jahre [255] dar. Da das Lebensalter einen maßgeblichen Einfluß auf die Qualität und Quantität des Regenerationsvermögens hat, kommt der Tatsache einer vergleichbaren Altersstruktur der einzelne Untersuchungsreihen besondere Bedeutung zu. Der Anteil völlig Kontinenter (0 Vorl.) liegt bei der LRP zwischen 82,0% [250]und 95,2% [254], bei der ORP zwischen 61,0% [259] und 97,0% [265] nach jeweils 12 Monaten p.o.. Die Mehrheit der Studien zeigen, unabhängig vom Operationsverfahren, Werte im Bereich von 80% bis 93% auf. Somit weicht der Anteil dieser Arbeit mit 76% völlig Kontinenten bzw. leichtgradig Inkontinenten (0-1 Vorl.) deutlich nach unten ab. Allerdings ist der Beobachtungszeitraum mit 32 Monaten fast dreimal so lang wie bei den Vergleichsuntersuchungen, da zumindest bei den LRP-Studien keine ähnlichen Zeitspannen bei relativ aussagekräftiger Gruppengröße (>100 Patienten) existieren. Hingegen verdeutlicht eine ORP-Studie die Möglichkeit, bei Beobachtung über mehr als 4 Jahre einen 95%-igen Anteil von völlig Kontinenten zu erzielen [261]. Dagegen bewegt sich wiederum eine andere Erhebung mit einem Ergebnis um 80% bei einem Follow up von >18 Monaten in einem ähnlichen Bereich zu unseren Daten [263]. Sie stützt die Annahme, daß die laparoskopische Prostatektomie auch in Hinsicht auf die p.o. Kontinenz eine sinnvolle Alternative zum offenen Verfahren darstellt.

Anmerkungen

Obwohl die Gesamtzahlen der befragten Patienten in den beiden Arbeiten differieren (669 vs. 952), wurden die Teilmengen unverändert aus der Quelle übernommen, was zu falschen Prozentzahlen führt, z.B. 314 von 669 sind angeblich 33%.

Man beachte den Unterschied: "mit 72 Monaten fast dreimal so lang". In der Quelle steht stattdessen geschrieben: "mit 32 Monaten fast dreimal so lang ".

Sichter
(Agrippina1) WiseWoman

[50.] Ali/Fragment 050 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 20:38:49 WiseWoman
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 57, 58, 61, Zeilen: 23ff; 1ff; 1ff
[Bei den LRP-Veröffentlichungen sind zwischen 1 [217] und] 50 an der deutschen Multizenterstudie beteiligten Operateuren [226] tätig gewesen. Bei der ORP liegt die Zahl zwischen einem Operateur, der mit 1325 Eingriffen auch den individuellen Maximalwert aufweist [261], und 35 Operateuren [233]. Zwar ähnelt die durchschnittliche Anzahl vorgenommener Eingriffe jedes Operateurs in den LRP- und ORP-Studien der dieser Untersuchung, allerdings stellen im Unterschied zu einigen Publikationen, welche Lernkurven z. B. vom 100 bis 300 Eingriffe eines Operateurs darstellen, die in dieser Arbeit untersuchten Operationen die jeweils ersten 50 bis 200 Eingriffe eines jeden Operateurs dar. Die Vergleichbarkeit der Inkontinenzdaten ist gewährleistet, da die onkologischen und v.a. funktionellen Ergebnisse signifikant von der Erfahrung des Operateurs beeinflusst werden. Hierfür seien je eine umfangreiche EERPE- und eine ORP-Studie hinsichtlich der Tumorkontrolle [281,282] und eine große Erhebung bezüglich PSA-Versagen, Inkontinenz- und Komplikationsrate bei ORPs [283] genannt. Mittels statistischer Berechnungen ließ sich eine signifikante Korrelation zwischen dem nerverhaltenden Operieren und einer Abnahme der Inkontinenzrate nachweisen. Der Anteil der nervschonenden Eingriffe stieg von 20,4% in der Gruppe der Inkontinenten mit 2 oder mehr Vorlagen/Tag über 26,5% bei Patienten mit 1 Vorlage/Tag bis auf 30,6% bei den Kontinenten an. Eine umfangreiche RRP-Studie konnte in der uni- und multivariaten Analyse eine signifikante Reduktion der Inkontinenzrate durch den Nerverhalt nachweisen [266]. Kübler et al. verzeichneten außerdem bei ihren 265 perineal prostatektomierten eine Verkürzung der Rehabilitationszeit bis zur völligen Kontinenz um 1,3 Monate (4,8 Monate zu 6,1 Monate) bei den nervschonend operierten Patienten [267]. Allerdings stellt sich in Hinblick auf die oben dargestellte onkologische Prognoseverschlechterung des Nerverhalts die Frage nach der individuellen Abwägung der Lebensqualität.

5.5 Spätkomplikationen

In dieser Arbeit sind die erfassten und ausgewerteten Spätkomplikationen definiert als solche mit Auftreten ab dem 6. p.o. Tag (in 97% der Fälle das Entlassungsdatum) und einem eindeutigen Kontext zum operativen Eingriff bzw. den sich anschließenden Folgemaßnahmen.

Ausgehend von 700 Patienten sind 86 Spätkomplikationen bei 57 Patienten (8,1%) beobachtet worden. 643 Patienten (91,9%) wiesen einen komplikationslosen Therapieverlauf ab dem 6. p.o. Tag auf. Die beobachteten Gesamt-Komplikationsraten [anderer LRP-Reihen befinden sich zwischen 4,0% [271] und 37,2% [270], die der ORP-Veröffentlichungen zwischen 4,1% [279] und 22,1% [274].]

[S. 57]

Bei den LRP-Veröffentlichungen sind zwischen einem Chirurgen [217] und 50 (an der deutschen Multicenterstudie beteiligten) Operateuren [226] tätig gewesen. Bei der ORP liegt die Zahl zwischen einem Arzt, der mit 1325 Eingriffen auch den individuellen Maximalwert aufweist [261], und 35 Operateuren [233]. Zwar ähnelt die durchschnittliche Anzahl vorgenommener Eingriffe jedes Arztes in den LRP- und ORP-Studien der dieser Untersuchung, allerdings stellen im Unterschied zu einigen Publikationen, welche Lernkurven z. B. vom 100. bis 300. Eingriff eines Operateurs darstellen, die in dieser Arbeit untersuchten Operationen die jeweils ersten 50 bis 200 Eingriffe eines jeden Operateurs dar. Die Vergleichbarkeit der Inkontinenzdaten ist gewährleistet, da die onkologischen und v.a. funktionellen Ergebnisse signifikant von der Erfahrung des Operateurs beeinflusst werden. Hierfür seien je eine umfangreiche EERPE- und eine ORP-Studie hinsichtlich der Tumorkontrolle [281,282] und eine große Erhebung bezüglich PSA-Versagen, Inkontinenz- und Komplikationsrate bei ORPs

[S. 58]

[283] genannt. [...]

Mittels statistischer Berechnungen ließ sich eine signifikante Korrelation zwischen dem nerverhaltenden Operieren und einer Abnahme der Inkontinenzrate nachweisen. Der Anteil der nervschonenden Eingriffe stieg von 20,4% in der Gruppe der Inkontinenten mit 2 oder mehr Vorl./Tag über 26,5% bei Patienten mit 1 Vorlage/Tag bis auf 30,6% bei den Kontinenten an. Eine umfangreiche RRP-Studie konnte in der uni- und multivariaten Analyse eine signifikante Reduktion der Inkontinenzrate durch den Nerverhalt nachweisen [266]. Kübler et al. verzeichneten außerdem bei ihren 265 perineal Prostatektomierten eine Verkürzung der Rehabilitationszeit bis zur völligen Kontinenz um 1,3 Monate (4,8 Monate zu 6,1 Monate) bei den nervschonend Operierten [267]. Allerdings stellt sich in Hinblick auf die oben dargestellte onkologische Prognoseverschlechterung des Nerverhalts die Frage nach der individuellen Abwägung der Lebensqualität.

[S. 61]

5.5 Spätkomplikationen

In dieser Arbeit sind die erfassten und ausgewerteten Spätkomplikationen definiert als solche mit Auftreten ab dem 6. p.o. Tag (in 97% der Fälle das Entlassungsdatum) und einem eindeutigen Kontext zum operativen Eingriff bzw. den sich anschließenden Folgemaßnahmen. Ausgehend von 952 Patienten sind 86 Spätkomplikationen bei 77 Patienten (8,1%) beobachtet worden. 875 Patienten (91,9%) wiesen einen komplikationslosen Therapieverlauf auf. Die beobachteten Gesamt-Komplikationsraten anderer LRP-Reihen befinden sich zwischen 4,0% [271] und 37,2% [270], die der ORP-Veröffentlichungen zwischen 4,1% [279] und 22,1% [274].

Anmerkungen

Es ist erstaunlich, dass bei 57 von 700 Patienten (dies sind 8,1%) Spätkomplikationen auftraten und in der Quelle bei 77 von 952 Patienten (ebenfalls 8,1%) Spätkomplikationen auftraten. In beiden Untersuchungen ist es aber die identische Anzahl von 86 Spätkomplikationen, die sich einmal auf 57 und einmal auf 77 Patienten verteilen. Es ergibt sich der Verdacht der Datenmanipulation, da diese Daten nicht miteinander verträglich sind.

Sichter
(Singulus), WiseWoman

[51.] Ali/Fragment 051 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-21 07:42:01 Klgn
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 61, 62, Zeilen: 6 ff; 1ff
[Die beobachteten Gesamt-Komplikationsraten] anderer LRP-Reihen befinden sich zwischen 4,0% [271] und 37,2% [270], die der ORP-Veröffentlichungen zwischen 4,1% [279] und 22,1% [274].

Die meisten der in der Literaturübersicht dargestellten Raten liegen somit über unserem Ergebnis von 8,1%. Der Beobachtungszeitraum für diesen Parameter ist derselbe, wie bei den onkologischen und Inkontinenz-Daten, nämlich 73 Monate bei einem Median von 36,5 Monaten. Dies ist in Hinsicht auf die herangezogenen LRP-Publikationen ein überdurchschnittlicher, auf die ORP-Untersuchungen vergleichbarer Wert.

Im Folgenden werden die eigenen Ergebnisse mit denen der relevanten in PubMed verfügbaren Veröffentlichungen zu den Ereignissen Tod, Thrombose/Embolie, Nervenläsion, Fistel/Abzeß, Ileus und anderen Komplikationen verglichen. Auf den Vergleich der Daten zu den im Ergebniskapitel dargestellten intraoperativen Läsionen (Sigmaperforation und Ureterläsion) wird verzichtet, da es sich bei diesen nicht um p.o. aufgetretene Komplikationen handelt. Zur besseren Einschätzung der Literaturrecherche muss darauf hingewiesen werden, dass sich die Aussagen der verschiedenen Autoren zu den Komplikationsraten nur bedingt vergleichen lassen. Zu berücksichtigen sind die unterschiedlichen Definitionen der Spätkomplikation. In dieser Erhebung wurden sämtliche postoperative [sic] Komplikationen ab dem 6. p.o. Tag, unabhängig von Art und Ausmaß, ausgewertet. In den zur Diskussion herangezogenen Artikeln sind unterschiedliche Zeitintervalle zur Evaluierung der Spätkomplikationen verwendet worden. Desweiteren [sic] erfolgte in einigen Publikationen lediglich die Einteilung in „Major“ und „Minor“ Komplikationen, unabhängig von deren p.o. Auftreten. Abschließend bleibt festzuhalten, dass in diesem Kapitel die Häufigkeit des Auftretens einzelner Spätkomplikationen verglichen werden kann. Allerdings unterliegt der Vergleich dieses Parameters nur bedingt einer einheitlichen Norm.

Von insgesamt 15 Todesfällen war nur bei 3 von ihnen (0,3%) eine Spätkomplikation der LRP als Todesursache gesichert. Die übrigen verstarben aus anderen Gründen. Ein Patient verstarb 18 Tage p.o. an einem Apoplex, ein Weiterer 22 Tage p.o. an einer Lungenembolie und der Dritter am 33. p.o. Tag an den Folgen einer Rektumläsion mit Sepsis, Schocksymptomatik und langen Aufenthalt auf der Intensivstation, auf dem Boden einer rektovesikalen Fistel. Alle genannten Fälle traten im ersten Jahr seit Einführung der LRP an der Charite [sic] auf. Die Mortalitätsraten der relevanten LRP-Studien liegen zwischen 0% [220, 222, 224, 268-271,273] und 0,6% [272], die der ORP-Publikationen zwischen 0% [220, 227, 228, 269, 274-277, 279] und 0,7% [220]. Da die meisten Studien wesentlich kleinere Kohorten aufweisen, ist unsere Rate von 0,3% bei [700 Patienten als aussagekräftiger Wert für die Sicherheit der LRP an der Charite [sic] als chirurgische Alternative zu deuten.]

Die beobachteten Gesamt-Komplikationsraten anderer LRP-Reihen befinden sich zwischen 4,0% [271] und 37,2% [270], die der ORP-Veröffentlichungen zwischen 4,1% [279] und 22,1% [274]. Die Literaturübersicht der Gesamtraten und Differenzierung nach einzelnen Komplikationsarten im Vergleich zur eigenen Studie erfolgt in den Tabellen 17 (Seite 65) für die LRP und Tabelle 18 (Seite 66) für die ORP. Die meisten der in der Literaturübersicht dargestellten Raten liegen somit über unserem Ergebnis von 8,1%.

Der Beobachtungszeitraum für diesen Parameter ist der selbe wie bei den onkologischen und Inkontinenz-Daten, nämlich durchschnittlich 32 Monate bei einem Median von 28,8 Monaten. Dies ist in Hinsicht auf die herangezogenen LRP-Publikationen ein überdurchschnittlicher, auf die ORP-Untersuchungen vergleichbarer Wert. [...]

Im Folgenden werden die eigenen Ergebnisse mit denen der relevanten in PubMed verfügbaren Veröffentlichungen zu den Ereignissen Tod, Thrombose/Embolie, Nervenläsion, Fistel/Abzeß, Ileus und anderen Komplikationen verglichen. Auf den Vergleich der Daten zu den im Ergebniskapitel dargestellten intraoperativen Läsionen (Sigmaperforation und Ureterläsion) wird verzichtet, da es sich bei diesen nicht um p.o. aufgetretene Komplikationen handelt.

Zur besseren Einschätzung der Literaturrecherche muß darauf hingewiesen werden, daß sich die Aussagen der verschiedenen Autoren zu den Komplikationsraten nur bedingt vergleichen

[Seite 62]

lassen. Zu berücksichtigen sind die z. T. unterschiedlichen Definitionen der Spätkomplikation. In dieser Erhebung wurden sämtliche postoperativen Komplikationen ab dem 6. p.o. Tag, unabhängig von Art und Ausmaß, ausgewertet. In den zur Diskussion herangezogenen Artikeln sind unterschiedliche Zeitintervalle zur Evaluierung der Spätkomplikationen verwendet worden,. Des weiteren erfolgte in einigen Publikationen lediglich die Einteilung in „Major“ und „Minor“ Komplikationen, unabhängig von deren p.o. Auftreten. Abschließend bleibt festzuhalten, daß in diesem Kapitel die Häufigkeit des Auftretens einzelner Spätkomplikationen verglichen werden kann. Allerdings unterliegt der Vergleich dieses Parameters nur bedingt einer einheitlichen Norm.

5.5.1 Tod

Von insgesamt 15 Todesfällen war nur bei 3 von ihnen (0,3%) eine Spätkomplikation der LRP als Todesursache gesichert. Die übrigen verstarben aus anderen Gründen. Ein Patient verstarb 18 Tage p.o. an einem Apoplex, ein weiterer 22 Tage p.o. an einer Lungenembolie und der Dritte am 33. p.o. Tag an den Folgen einer Rektumläsion mit Sepsis und Schocksymptomatik auf dem Boden einer rektovesikalen Fistel. Alle genannten Fälle traten im ersten Jahr seit Einführung der LRP an der Charite [sic] auf.

Die Mortalitätsraten der relevanten LRP-Studien liegen zwischen 0% [220,222,224,268-271,273] und 0,6% [272], die der ORP-Publikationen zwischen 0% [220,227,228,269,274-277,279] und 0,7% [220]. Da die meisten Studien wesentlich kleinere Kohorten aufweisen, ist unsere Rate von 0,3% bei 1000 Patienten als aussagekräftiger Wert für die Sicherheit der LRP an der Charite [sic] als chirurgische Alternative zu deuten.

Anmerkungen

Die angegebene Gesamtkomplikationsraten und die absolute Anzahl der Todesfälle ist identisch bei 700 versus 1000 Patienten.

Die Literaturübersicht aus der Quelle wird nicht übernommen, aber der Satz: "Die meisten der in der Literaturübersicht dargestellten Raten liegen somit über unserem Ergebnis von 8,1%."

Sichter
(Singulus), WiseWoman

[52.] Ali/Fragment 052 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 18:06:48 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 62, 63, 64, Zeilen: 19ff; 1ff; 1
[Da die meisten Studien wesentlich kleinere Kohorten aufweisen, ist unsere Rate von 0,3% bei] 700 Patienten als aussagekräftiger Wert für die Sicherheit der LRP an der Charite [sic] als chirurgische Alternative zu deuten. 8 von 643 Patienten (0,8%) entwickelten eine Unterschenkelvenenthrombose, 3 Patienten (0,3%) eine Lungenarterienembolie.

Sämtliche Fälle ereigneten sich zwischen dem 7. und 22. p.o. Tag und sind mittels i.v.- Heparin-Substitution erfolgreich therapiert worden. Die Raten anderer LRP-Arbeiten liegen zwischen 0% [270, 271,273] und 0,6% [224,226], die der ORP-Studien zwischen 0% [227, 274,275] und 4,8% [220]. Im LRP-Vergleich sind die Werte dieser Arbeit leicht überdurchschnittlich, allerdings auch im Kontext unserer hohen Patientenzahl zu sehen. Die ORP-Veröffentlichungen beziffern z. T. deutlich höhere Werte bei ähnlicher bzw. wesentlich höherer Kohortengröße. Die Inzidenz der thrombotischen Ereignisse beim offenen Verfahren ist merklich höher bei der retropubischen Methode mit Raten bis zu 4,8% [220]. Eine wahrscheinliche Erklärung hierfür ist die fehlende Manipulation der V. iliaca externa beim perinealen Verfahren. Die Steinschnittlage könnte begünstigend auf die Thrombosegefahr wirken. 34 von 643 Patienten (3,6%) zeigten neurologische Ausfallerscheinungen in den unteren Extremitäten. Im Konkreten lagen bei 21 Patienten Parästhesien bzw. Hypästhesien vor, 7 Patienten gaben persistierende Muskelschwäche an und insgesamt 6 Fälle zeigten eine Kombination aus sensiblem und motorischem Defizit im betroffenen Bein. Andere LRP-Zentren geben Werte von 0,2% [273] bis 1,4% [224] an, ORP-Studien 0,1% [277] bis 2,5% [275]. Dabei reicht die Definition dieser Komplikation von einer isolierten Hypästhesie, über ein motorisches Defizit, bis zu der Kombination beider Symptome. Bei 11 Patienten (1,2%) traten Fisteln auf, deren genaue Art und Lokalisation aus Tabelle 7 (Seite 39) im Ergebniskapitel ersichtlich ist. Bei 8 dieser 11 Patienten erfolgte konsekutiv eine Ileostoma-Anlage. In 3 Fällen war der Defekt nur mittels einer Gracilis- Plastik zu beheben, eine rektovesikale Fistel machte eine Sigmateilresektion notwendig. Ein Patient mit einem Sigmaabzeß (0,1%) unterzog sich, nach erfolgloser Inzision und Drainage, ebenfalls einer Sigmateilresektion. Die in der Literaturübersicht dargestellten Studien weisen mit Werten zwischen 0,1% [273] und 2,0% [224] für die LRP bzw. 0% [220,276] bis 4,6% [274] für die ORP vergleichbare bzw. höhere Raten dieser Komplikationsart als in dieser Erhebung auf und unterstreichen somit die gewebsschonende Eigenschaft der laparoskopischen Methode im Vergleich zum offenen Verfahren. Bei unseren Patienten trat in 3 Fällen (0,3%) ein Ileus auf. Bei zwei von diesen wurde ein paralytischer Dünndarmileus am 7. bzw. 8. p.o. Tag bestätigt und ist nach [erfolgloser konservativer Therapie mit einer Laparotomie und Anlage eines doppelläufigen Ileostomas behandelt worden.]

Da die meisten Studien wesentlich kleinere Kohorten aufweisen, ist unsere Rate von 0,3% bei 1000 Patienten als aussagekräftiger Wert für die Sicherheit der LRP an der Charite [sic] als chirurgische Alternative zu deuten.

5.5.2 Thrombose und Embolie

8 von 952 Patienten (0,8%) entwickelten eine Unterschenkelvenenthrombose, 3 Patienten (0,3%) eine Lungenarterienembolie. Sämtliche Fälle ereigneten sich zwischen dem 7. und 22. p.o. Tag und sind mittels i.v.-Heparin-Substitution erfolgreich therapiert worden. Die Raten anderer LRP-Arbeiten liegen zwischen 0% [270,271,273] und 0,6% [224,226], die der ORP-Studien zwischen 0% [227,274,275] und 4,8% [220]. Im LRP-Vergleich sind die Werte dieser Arbeit leicht überdurchschnittlich, allerdings auch im Kontext unserer hohen Patientenzahl zu sehen. Die ORP-Veröffentlichungen beziffern z. T. deutlich höhere Werte bei ähnlicher bzw. wesentlich höherer Kohortengröße. Die Inzidenz der thrombotischen

[Seite 63]

Ereignisse beim offenen Verfahren ist merklich höher bei der retropubischen Methode mit Raten bis zu 4,8% [220]. Eine wahrscheinliche Erklärung hierfür ist die fehlende Manipulation der V. iliaca externa beim perinealen Verfahren. Die Steinschnittlage könnte begünstigend auf die Thrombosegefahr wirken.

5.5.3 Nervenläsion

34 von 952 Patienten (3,6%) zeigten neurologische Ausfallerscheinungen in den unteren Extremitäten. Im Konkreten lagen bei 21 Operierten Parästhesien bzw. Hypästhesien vor, 7 Patienten gaben persistierende Muskelschwäche an und insgesamt 6 Fälle zeigten eine Kombination aus sensiblem und motorischem Defizit im betroffenen Bein. Andere LRP-Zentren geben Werte von 0,2% [273] bis 1,4% [224] an, ORP-Studien 0,1% [277] bis 2,5% [275]. Dabei reicht die Definition dieser Komplikation von einer isolierten Hypästhesie über ein motorisches Defizit bis zu der Kombination beider Symptome.

5.5.4 Fistel und Abzeß

Bei 11 Patienten (1,2%) traten Fisteln auf, deren genaue Art und Lokalisation aus Tabelle 12 (Seite 41) im Ergebniskapitel ersichtlich ist. 8 dieser 11 Patienten erhielten konsekutiv eine Ileostoma-Anlage. In 3 Fällen war der Defekt nur mittels einer Gracilis-Plastik zu beheben, eine rektovesikale Fistel machte eine Sigmateilresektion notwendig. Ein Patient mit einem Sigmaabzeß (0,1%) unterzog sich nach erfolgloser Inzision und Drainage ebenfalls einer Sigmateilresektion. Die in der Literaturübersicht dargestellten Studien weisen mit Werten zwischen 0,1% [273] und 2,0% [224] für die LRP bzw. 0% [220,276] bis 4,6% [274] für die ORP vergleichbare bzw. höhere Raten dieser Komplikationsart als in dieser Erhebung auf und unterstreichen somit die gewebsschonende Eigenschaft der laparoskopischen Methode im Vergleich zum offenen Verfahren.


5.5.5 Ileus und Andere

Bei unseren Patienten trat in 3 Fällen (0,3%) ein Ileus auf. Bei zwei von diesen wurde ein paralytischer Dünndarmileus am 7. bzw. 8. p.o. Tag bestätigt und ist nach erfolgloser konservativer Therapie mit einer Laparotomie und Anlage eines doppelläufigen Ileostomas

[Seite 64]

behandelt worden.

Anmerkungen

Ohne Quellenangabe.

Es ist unglaubwürdig, dass alle absoluten Angaben von Komplikationen und alle Prozentangaben identisch sind trotz sehr unterschiedlicher Patientenzahlen. Einige Prozentangaben sind falsch, da sie einfach aus der Quelle übernommen wurden.

Sichter
(Singulus) Agrippina1

[53.] Ali/Fragment 053 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-20 17:05:43 Singulus
Ali, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 63, 64, Zeilen: 63: 26ff; 64:1ff
[Bei zwei von diesen wurde ein paralytischer Dünndarmileus am 7. bzw. 8. p.o. Tag bestätigt und ist nach] erfolgloser konservativer Therapie mit einer Laparotomie und Anlage eines doppelläufigen Ileostomas behandelt worden. Ein Patient entwickelte nach intraoperativer Ileumperforation diese Symptomatik und ist 12 Tage p.o. einer Ileumsegmentresektion unterzogen worden.In [sic] der Literatur wurde nach einer LRP bei 0%-2,4% der Patienten ein Ileus beobachtet. Somit liegen unsere Ergebnisse im Bereich der international vorliegenden Daten. Nach der ORP betragen die Raten 0% bis 0,3%. Als weitere Komplikationen traten Urethrastrikturen (0,2%),

Anastomoseninsuffizienz (0,2%), Peritonitis (0,1%), Pneumonie mit Pleuritis (0,1%) und Wundinfektionen auf (0,3%). Im internationalen Vergleich liegen diese Raten unter denen der meisten anderen Prostatektomie-Zentren. So berichten Rassweiler et al. über eine Strikturrate von 5,3% in der LRP-Gruppe und sogar 16,0% in der R-ORP-Kohorte [269]. Arai et al. geben Werte von 1,4% für die Peritonitis bzw. 6,8% für die Anastomoseninsuffizienz an [270]. In einer Studie von Ruiz et al. traten bei 1,8% der T-LRP-Gruppe bzw. 1,2% der E-LRP-Gruppe Wundinfektionen mit konsekutiver Revision auf [272]. Abschließend lässt sich feststellen, dass die LRP als minimal-invasives Verfahren die auch in anderen chirurgischen Disziplinen bekannten Vorteile des im Vergleich zum offenen Verfahren reduzierten Gewebstraumas und der damit verbundenen kürzeren Rekonvaleszenzphase bietet. Des Weiteren resultiert aus dem intraoperativ detailgetreueren Sichtfeld eine geringere Komplikationsrate hinsichtlich Blutungen und Perforationen. Der signifikant geringere Verbrauch von Opiaten und anderen Analgetika ist auch ein ökonomisch zu beachtender Faktor, der die höheren OP-Kosten der LRP im Verhältnis zum offenen Verfahren rechtfertigen kann. In gleicher Weise stellt die schnellere Reintegration der berufstätigen Patienten in das Arbeitsleben eine bedeutende gesamtwirtschaftliche Komponente dar. Die in umfassenden Life- Quality-Evaluierungen festgestellte geringe p.o. Schmerzsymptomatik und gute kosmetische Ergebnisse ergänzen, neben den wichtigsten Follow up-Parametern, wie niedrige Tumorrezidiv-, Inkontinenz- und Komplikationsrate, die Argumentation für ein laparoskopisches Vorgehen bei der radikalen Prostatektomie.

Bei zwei von diesen wurde ein paralytischer Dünndarmileus am 7. bzw. 8. p.o. Tag bestätigt und ist nach erfolgloser konservativer Therapie mit einer Laparotomie und Anlage eines doppelläufigen Ileostomas

[Seite 64]

behandelt worden. Ein Patient entwickelte nach intraoperativer Ileumperforation diese Symptomatik und ist 12 Tage p.o. einer Ileumsegmentresektion unterzogen worden. In der Literatur wurde nach einer LRP bei 0%-2,4% der Patienten ein Ileus beobachtet (Tabelle 17; Seite 63). Somit liegen unsere Ergebnisse im Bereich der international vorliegenden Daten. Nach der ORP betragen die Raten 0% bis 0,3% (Tabelle 18; Seite 64). Als weitere Komplikationen traten einseitige Urethrastrikturen (0,2%), Anastomoseninsuffizienz (0,2%), Peritonitis (0,1%), Pneumonie mit Pleuritis (0,1%) und Wundrevisionen, mit Sekundärnähten versorgt, auf (0,3%). Im internationalen Vergleich liegen diese Raten unter denen der meisten anderen Prostatektomie-Zentren. So berichten Rassweiler et al. über eine Strikturrate von 5,3% in der LRP-Gruppe und sogar 16,0% in der R-ORP-Kohorte [269]. Arai et al. geben Werte von 1,4% für die Peritonitis bzw. 6,8% für die Anastomoseninsuffizienz an [270]. In einer Studie von Ruiz et al. traten bei 1,8% der T-LRP-Gruppe bzw. 1,2% der E-LRP-Gruppe Wundinfektionen mit konsekutiver Revision auf [272].

Abschließend läßt sich feststellen, daß die LRP als minimal-invasives Verfahren die auch in anderen chirurgischen Disziplinen bekannten Vorteile des im Vergleich zum offenen Verfahren reduzierten Gewebstraumas und der damit verbundenen kürzeren Rekonvaleszenzphase bietet. Des weiteren resultiert aus dem intraoperativ detailgetreueren Sichtfeld eine geringere Komplikationsrate hinsichtlich Blutungen und Perforationen. Der signifikant geringere Verbrauch von Opiaten und anderen Analgetika ist auch ein ökonomisch zu beachtender Faktor, der die höheren OP-Kosten der LRP im Verhältnis zum offenen Verfahren rechtfertigen kann. In gleicher Weise stellt die schnellere Reintegration der berufstätigen Patienten in das Arbeitsleben eine bedeutende gesamtwirtschaftliche Komponente dar. Die in umfassenden Life-Quality-Evaluierungen festgestellte geringe p.o. Schmerzsymptomatik und gute kosmetische Ergebnisse ergänzen neben den wichtigsten Follow up-Parametern wie niedrige Tumorrezidiv-, Inkontinenz- und Komplikationsrate die Argumentation für ein laparoskopisches Vorgehen bei der radikalen Prostatektomie.

Anmerkungen

Ohne Quellenangabe.

Identische Prozentzahlen bei sehr unterschiedlichen Fallzahlen.

Sichter
(Singulus) Agrippina1

[54.] Ali/Fragment 054 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 12:33:43 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 1, 7ff
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 67, 68, Zeilen: 1ff; 1-2
6 Zusammenfassung

In meiner retrospektiven Untersuchung wurden die Daten von den [sic] ersten 700 laparoskopischen radikalen Prostatektomien (LRP), durchgeführt zwischen Mai 1999 und Mai 2005 in der Klinik für Urologie der Charite Campus Mitte, erfasst und ausgewertet. Im Fokus standen die onkologischen Langzeitergebnisse (Follow up bis zu 73 Monaten), Inkontinenz sowie die Spätkomplikationen.

Es wurden als die drei Säulen der postoperativen Verlaufskontrolle erstens die biochemische Rezidivrate, in Korrelation zu den Parametern pT-Stadium, Resektionsstatus, Nerverhaltung, Gleason-Score-Summe und Ausgangs-PSA-Wert, zweitens die Inkontinenzrate, in Bezug auf OP-Jahr, Operateur, Nerverhaltung und drittens die Art und Häufigkeit aufgetretener Spätkomplikationen ab dem 6. p.o. Tag erhoben und ausgewertet.

Die pathohistologische Auswertung ergab einen Anteil von 70,6% pT2, 29,4% pT3 und 0,4% pT4. 22,3% der Patienten hatten einen positiven Schnittrand (R1). Nach pT-Stadium differenziert betrug der R1-Anteil bei pT2-Patienten 13,9%, bei pT3-Patienten 55,1%. 41,5% der gewonnenen histologischen Präparate sind mit einer Gleason-Score-Summe von 4-6 und 58,5% im Bereich 7-10 bewertet worden.

Von den 700 Patienten konnten die Daten von 669 Personen (95,2%) für die Follow up-Auswertung der Inkontinenz und Spätkomplikationen erhoben werden. In die Analysen der PSA-Progress-Raten flossen die Ergebnisse von 672 Fällen ein. Der besonders lange Beobachtungszeitraum betrug bis zu 73,0 Monaten mit einem Median von 36,5 Monaten. 90,5% der beobachteten Patienten wiesen zum Evaluierungszeitpunkt kein PSA-Versagen auf, mit rezidivfreien Raten zwischen 97,1% (pT2c) und 94,8% (pT2a) bzw. 80,3% (pT3a) und 72,4% (pT3b). Ebenso verdeutlichen die berechneten Mittelwerte bis zum erwarteten PSA-Versagen für die pT2-Gruppe mit 64 Monaten p.o. eine deutlich günstigere Prognose als für Patienten mit pT3a (53 Monate) und pT3b (49,8 Monate). Auch der Schnittrandbefund (R) besaß einen signifikanten Einfluss auf das Progressrisiko. Der Anteil der Patienten mit PSA-Versagen lag in allen Untergruppen (außer pT2c) bei R1 um 8-17% über denen mit R0.

Gleiches gilt für die Gleason-Score-Summe. Als präoperativer Parameter hat der Ausgangs- PSA-Wert einen signifikanten Einfluss auf die PSA-Versagens-Raten. So liegt der PSA-Progress-Anteil bei pT3a-Patienten mit einem Wert >7 ng/ml um 10,5% höher, bei pT3b- Patienten um 11,6% höher als bei der Gruppe < 7 ng/ml.

6 Zusammenfassung

Die laparoskopische radikale Prostatektomie (LRP) wird seit 1999 als operatives Standardverfahren zur kurativen Therapie des Prostatakarzinoms an der Klinik für Urologie der Charite Mitte durchgeführt. In dieser Dissertation wurden die Daten von 1000 LRP, zwischen Mai 1999 und Oktober 2004 durchgeführt, ausgewertet und mit aktuellen Studien verglichen. Es wurden als die drei Säulen der postoperativen Verlaufskontrolle 1. die biochemische Rezidivrate, in Korrelation zu den Parametern pT-Stadium, Resektionsstatus, Nerverhaltung, Gleason-Score-Summe und Ausgangs-PSA-Wert, 2. die Inkontinenzrate, in Bezug auf OP-Jahr, Operateur und Nerverhaltung und 3. Art und Häufigkeit aufgetretener Spätkomplikationen ab dem 7. p.o. Tag erhoben und ausgewertet. [...]

Die pathohistologische Auswertung ergab einen Anteil von 70,6% pT2, 29,4% pT3 und 0,4% pT4. 22,3% der Patienten hatten einen positiven Schnittrand (R1). Nach pT-Stadium differenziert betrug der R1-Anteil bei pT2-Patienten 13,9%, bei pT3-Patienten 55,1%. 41,5% der gewonnenen histologischen Präparate sind mit einer Gleason-Score-Summe von 4-6, 58,5% im Bereich 7-10 bewertet worden.

Von den 1000 Patienten konnten die Daten von 952 Personen (95,2%) für die Follow up-Auswertung der Inkontinenz und Spätkomplikationen erhoben werden. In die Analysen der PSA-Progress-Raten flossen die Ergebnisse von 938 Fällen ein. Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum betrug 32,0 Monate mit einem Median von 28,8 Monaten.

90,5% der beobachteten Patienten wies zum Evaluierungszeitpunkt kein PSA-Versagen auf mit rezidivfreien Raten zwischen 97,1% (pT2c) und 94,8% (pT2a) bzw. 80,3% (pT3a) und 72,4% (pT3b). Ebenso verdeutlichen die berechneten Mittelwerte bis zum erwarteten PSA-Versagen für die pT2-Gruppe mit 64 Monaten p.o. eine deutlich günstigere Prognose als für Patienten mit pT3a (53 Monate) und pT3b (49,8 Monate). Auch der Schnittrandbefund (R) besaß einen signifikanten Einfluß auf das Progressrisiko. Der Anteil der Patienten mit PSA-Versagen lag in allen Untergruppen (außer pT2c) bei R1 um 8-17% über denen mit R0. Gleiches gilt für die Gleason-Score-Summe. Als präoperativer Parameter hat der Ausgangs- PSA-Wert einen signifikanten Einfluß auf die PSA-Versagens-Raten. So liegt der PSA-

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Progress-Anteil bei pT3a-Patienten mit einem Wert >7 ng/ml um 10,5% höher, bei pT3b- Patienten um 11,6% höher als bei der Gruppe < 7 ng/ml.

Anmerkungen

Geringfügig gekürzt und angepasst, teils andere Daten eingesetzt.

Alle durch Prozentzahlen ausgedrückten Ergebnisse sind identisch. 669 von 700 beträgt zum Beispiel 95,57%, nicht 95,2%.

Die ersten beiden Sätze wurden nicht als Plagiat gewertet.

Sichter
(Singulus), WiseWoman

[55.] Ali/Fragment 055 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-22 12:33:47 Schumann
Ali, Fragment, Gesichtet, Mansour 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Mansour 2008
Seite(n): 68, Zeilen: 5ff
Resektionsstatus und Gleason-Score-Summe weisen einen signifikanten Einfluss auf das Progressrisiko aus. Die Inkontinenzrate beträgt 24%, wobei ein persistierender Vorlagenbedarf von 2 oder mehr Vorlagen/ Tag als Kriterium definiert worden ist. Die Gesamtkomplikationsrate von 8,1% ist ähnlich bzw. unterdurchschnittlich im Vergleich zu relevanten LRP- und ORP-Veröffentlichungen. Ebenso liegen Einzelkomplikationen an der Charite wie Fisteln/Abszesse (1,3%) und Thrombosen/ Embolien (1,1%), weltweit betrachtet, im unteren Bereich.

Die LRP wird zu Recht als eine Optimierung der ORP angesehen, da sie bezüglich der onkologischen Ergebnisse als absolut gleichwertig und in Bezug auf die Morbidität sogar als leicht überlegene Methode gegenüber dem offenen Verfahren bezeichnet werden kann. Die Ergebnisse meiner Arbeit mit einem überdurchschnittlich langem [sic] Beobachtungszeitraum bis zu 73 Monaten beweisen die an der Klinik für Urologie der Charite [sic] Mitte durchgeführte Methode der LRP als ein zuverlässiges Verfahren zur kurativen Therapie des Prostatakarzinoms.

Die multivariate Cox-Regression ergab für die Parameter pT-Stadium, Resektionsstatus und Gleason-Score-Summe einen signifikanten Einfluß auf das Progressrisiko. [...]

Die Inkontinenzrate beträgt 24%, wobei ein persistierender Vorlagenbedarf von 2 oder mehr Vorlagen/ Tag als Kriterium definiert worden ist. [...]

Die Gesamtkomplikationsrate von 8,1% ist ähnlich bzw. unterdurchschnittlich im Vergleich zu relevanten LRP- und ORP-Veröffentlichungen,. Ebenso liegen Einzelkomplikationen an der Charite wie Fisteln/Abzesse [sic] (1,3%) und Thrombosen/ Embolien (1,1%), weltweit betrachtet, im unteren Bereich.

Die LRP wird zurecht als eine Optimierung der ORP angesehen, da sie bezüglich der onkologischen Ergebnisse als absolut gleichwertig und in Bezug auf die Morbidität sogar als leicht überlegene Methode gegenüber dem offenen Verfahren bezeichnet werden kann. [...] Die Ergebnisse dieser Arbeit beweisen die an der Klinik für Urologie der Charite [sic] Mitte durchgeführte Methode der LRP als ein zuverlässiges Verfahren zur kurativen Therapie des Prostatakarzinoms.

Anmerkungen
  • Gekürzt und geringfügig angepasst.
  • Durch Einfügen der Wortfolge "meiner Arbeit mit einem überdurchschnittlich langem Beobachtungszeitraum bis zu 73 Monaten" wird die Täuschungsabsicht deutlich herausgestrichen. Es wird nicht von einer gemeinsamen Arbeit gesprochen, sondern lediglich die eigene erwähnt.
Sichter
(Singulus), WiseWoman

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