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Quelle:As/Böckle 1977b

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Franz Böckle
Titel    Grundbegriffe der Moral. Gewissen und Gewissensbildung
Ort    Aschaffenburg
Verlag    Pattloch
Jahr    1977
Umfang    111 S.
ISBN    3-597-94008-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    1


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:As/Fragment 215 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-09 16:45:24 Hotznplotz
As, BauernOpfer, Böckle 1977b, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 215, Zeilen: 09-27
Quelle: Böckle 1977b
Seite(n): 067; 068, Zeilen: 30-32; 01-05, 08-17
Ein Blick auf die Heilige Schrift zeigt, daß im Alten Testament und in den Evangelien -obgleich dort kein terminus technicus dafür vorhanden ist- häufig Gewissenserlebnisse dargestellt werden: das schlechte Gewissen der Stammeltern nach dem Sündenfall (Gen 3,7ff), Kains böses Gewissen (Gen 4,13), Beltschazzar gewahrt die schreibende Hand (Dan 5,6), der Prophet Nathan weckt das Gewissen Davids (2 Sam 12), die Verzweiflung des Verräters (Mt 27,3), die Verleugnung des Petrus (Mk 14,66ff).

In den Briefen des Apostels Paulus wird der stoische Begriff Syneidesis mehrfach verwendet. Das damit gemeinte Gewissen bindet die Heiden an das Gesetz Gottes, indem es sie anklagt, wenn sie gegen die Vernunft handeln (Röm 2,14). Für den Gläubigen bedeutet nach dem Gewissen zu handeln, dem Glauben gemäß zu handeln (Röm 14,23). Der Glaube erleuchtet das Gewissen, und das gute Gewissen schützt den Glauben (1 Tim 3,9). Schließlich erscheint bei 2 Kor 1,12 und 1 Tim 1,5 das vollkommene Gewissen als das vom Glauben erleuchtete und von der Liebe beseelte Gewissen. [FN 1]

[ [FN 1] vgl. dazu:
Böckle,Franz: Grundbegriffe der Moral. Aschaffenburg 81977. S. 68.
Stelzenberger,Johannes: Lehrbuch der Moraltheologie. Paderborn 1953. S. 90f.]

Wenn wir zunächst die Hl. Schrift über das Gewissen befragen, so finden wir im Alten Testament und in den Evangelien zwar keinen eigenen Ausdruck dafür, Gewissenserlebnisse aber werden häufig dar- [Seite 68] gestellt: das schlechte Gewissen der Stammeltern nach dem Sündenfall (Gen 3,7 ff); Kains böses Gewissen (Gen 4,10); Beltschazzar gewahrt die schreibende Hand (Dan 5,6); Nathan und David (2 Sam 12); Verzweiflung des Verräters (Mt 27,3); Verleugnung des Petrus (Mk 14,66ff). [...]

In den Apostelbriefen [...] erscheint der stoische Fachausdruck "Syneidesis". Das Gewissen ist der Lehrmeister der Heiden, indem es sie an Gottes Gesetz bindet, wie es in der Schöpfung sichtbar wird, indem es sie anklagt, wenn sie gegen die Vernunft handeln (Röm 2,14). Für den Gläubigen aber heißt nach dem Gewissen gleich viel wie aus dem Glauben handeln (Röm 14,23). Der Glaube erleuchtet das Gewissen, und das gute Gewissen schützt den Glauben (1 Tim 3,9). Das vollkommene Gewissen ist das vom Glauben erleuchtete und von der Liebe beseelte Gewissen (2 Kor 1,12; 1 Tim 1,5).

Anmerkungen

Die Verfasserin verweist in [FN 1] lediglich zum Vergleich auf Böckle (1977) und Stelzenberger (1953). Tatsächlich übernimmt sie aber den gesamten Text sukzessive von Ersterem, ohne dass ein substanzieller eigener Beitrag erkennbar wäre; allein die nicht ganz präzise Quellenangabe Gen 4,10 wird korrigiert. Teilweise sind die Übernahmen auch wörtlich. Der einleitende Satz beginnt zudem bei Böckle (1977) bereits auf S. 67, sodass dieser auch durch dessen spätere Referenzierung nicht abgedeckt würde.

Sichter
Hindemith fiesh

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