Fandom

VroniPlag Wiki

Quelle:Asc/Anz 1989

< Quelle:Asc

31.363Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Thomas Anz
Titel    Gesund und Krank. Medizin, Moral und Ästhetik
Ort    Stuttgart
Verlag    Metzler
Jahr    1989
Anmerkung    URL führt zu einem Aufsatz, der Teile des Texts enthält
URL    http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=5805&ausgabe=200303?keepThis=true&TB_iframe=true&height=768&width=1024

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Asc/Fragment 078 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-03 08:24:42 Guckar
Anz 1989, Asc, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 11-24
Quelle: Anz 1989
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Wenn Gesundheit und Krankheit abhängig von der Umwelthygiene, der Struktur familiärer Beziehungen, von Erziehungsmustern, Ernährungsgewohnheiten, dem Gebrauch von Genussmitteln, dem Sexualverhalten, dem Umgang mit den eigenen Affekten, den persönlichen Strategien der Konfliktlösung, der Freizeitgestaltung, den Bedingungen beruflicher Arbeit oder den Wohnverhältnissen sind, dann sind hinreichend plausible Aussagen über solche Abhängigkeiten von vornherein mit hochwirksamen normativen Appellen verbunden. Gesundheit und Krankheit werden als Normvermittler in verschiedenen soziokulturellen Praktiken verstanden. Sie dienen nicht nur als Träger von Positionen, sondern auch als Projektionsfläche für Reflexionen über Werte in einer Gesellschaft.59

Die Medizin wird zu einer normierenden Instanz mit totalisierenden Ansprüchen, je mehr normengeleitete Bereiche und Institutionen des sozialen Lebens potenziell einbezogen werden und je umfassender die Medizin soziale Bedingungen von Gesundheit und Krankheit zu erkennen beansprucht.


57 Anz 1989, 13ff.

58 Ebd., 29.

59 Ebd., 59.

Wenn Gesundheit und Krankheit abhängig sind von der Umwelthygiene, der Struktur familiärer Beziehungen, von Erziehungsmustern, Ernährungsgewohnheiten, dem Gebrauch von Genussmitteln, dem Sexualverhalten, dem Umgang mit den eigenen Affekten, den persönlichen Strategien der Konfliktlösung, der Freizeitgestaltung, den Bedingungen beruflicher Arbeit, den Wohnverhältnissen und so fort, dann sind einigermaßen glaubwürdige und plausible Aussagen über solche Abhängigkeiten von vornherein mit hochwirksamen normativen Appellen verbunden. [...]

Die "Anweisungen zum richtigen Handeln" beziehen potenziell umso mehr normengeleitete Bereiche und Institutionen des sozialen Lebens ein, je umfassender die Medizin soziale Bedingungen von Gesundheit und Krankheit zu erkennen beansprucht.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar im Fußnotenteil genannt, Art und Umfang der Übernahme bleiben für den Leser jedoch im Dunkeln.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Asc/Fragment 079 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-28 12:53:54 Graf Isolan
Anz 1989, Asc, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 1-14
Quelle: Anz 1989
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Die kulturellen] Konstrukte dessen, was normal und was abweichend ist, sind eng mit der Definition von Gesundheit und Krankheit verknüpft. Das normative Selbstverständnis moderner Kulturen ist von solchen Konstrukten und Definitionen in besonderem Maße geprägt.

”Bestimmte Verhaltensweisen oder Verhältnisse machen krank und sollten vermieden oder verändert werden”, so lautet das beschriebene Schema normativer Erklärungen. Die kulturellen Vorstellungen über Krankheitsursachen produzieren Tabus und Vermeidungsregeln, deren Missachtung zu Krankheiten führen können. Im professionellen Diskurs der Medizin betrifft dies die Ätiologie und ihre normativen Implikationen.60 Ebenso durchsetzt von normativen Ansprüchen wie die Vorstellungen über das, was krank macht, sind freilich die (aus ihnen oft abgeleiteten) Annahmen über das, was vor Krankheiten bewahrt, die Gesundheit erhält und Kranken zur Genesung verhilft, im medizinischen Diskurs also vor allem die Diätetik, Hygiene und Therapeutik.


60 www.literatutkritik.de/public/rezension.php?rez_id=7944.

'Bestimmte Verhaltensweisen oder Verhältnisse machen krank, sie sind also zu vermeiden oder zu verändern', so lautete das bisher beschriebene Schema normativer Argumentation. Die kulturellen Vorstellungen über Krankheitsursachen produzieren Tabus und Vermeidungsregeln, deren Missachtung, so wird gedroht, zu Krankheiten führen können. Im professionellen Diskurs der Medizin betrifft dies die Ätiologie, die Lehre von den Krankheitsursachen, und ihre normativen Implikationen. Ebenso durchsetzt von normativen Ansprüchen wie die Vorstellungen über das, was krank macht, sind freilich die (aus ihnen oft abgeleiteten) Annahmen über das, was vor Krankheiten bewahrt, die Gesundheit erhält und Kranken zur Genesung verhilft, im medizinischen Diskurs also vor allem die Diätetik, Hygiene und Therapeutik.
Anmerkungen

Der in Fn. 60 angegebenene Link führt(e) zwar zur Quelle, Art und Umfang der Übernahme bleiben aber ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki