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Quelle:Asc/Stemmann et al 2004

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Ernst August Stemmann, Kurt-Andre Lion, Gerd Starzmann, Dietmar Langer
Titel    Allergie – ein Schicksal aus Lebensstil oder Veranlagung?
Zeitschrift    Umweltpanorama
Ausgabe    3
Jahr    2004
Seiten    12 ff.
URL    http://wurzel0.de/auk/index.php?sid=12; Originalversion (mit Anmerkungen) wohl hier: http://www.ugii.net/umwelt/schriften/03-eas-psychosomatik.html

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Asc/Fragment 019 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-19 17:50:22 Graf Isolan
Asc, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stemmann et al 2004

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 8-22, 104-105, 109-112
Quelle: Stemmann et al 2004
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Nach dem psychosomatischen Verständnis sind allergische Krankheiten grundsätzlich zu heilen, was Spontanheilungen30 beweisen.31 Es kann der Fall eintreten, dass Menschen ihre allergische Krankheit unter Umständen lebenslang verlieren können. Die genetische Disposition bezieht sich also nur auf ein erhöhtes Risiko, an einer Allergie erkranken zu können, d.h. sie steht einer Heilung keineswegs entgegen. Die Spontanheilung macht außerdem deutlich, dass die Belastung durch die Umwelt keinen entscheidenden Einfluss haben kann. Sie muss sekundär sein, da der spontan geheilte Mensch anschließend seine Umwelt, also die Allergene, auf die er zuvor mit Krankheit reagiert hat, wieder akzeptiert. Diese These wird dadurch belegt, dass in der Multi-Centre Allergy Study32 kein Zusammenhang zwischen der Gesamt-Allergen-Belastung und z.B. dem Auftreten eines allergischen Asthmas gefunden wurde. Ebenso konnten Umweltbelastungen nicht als Ursache von Asthma, Neurodermitis oder allergischem Schnupfen bestätigt werden, was die ISAAC-Studie33 untermauert.

Diese Studie an über 460 000 Kindern aus 56 Ländern hat ergeben, dass Asthma, [Neurodermitis und allergischer Schnupfen nur in Ländern mit westlichem Lebensstil vermehrt auftreten.]


30 Spontanheilung = Selbstheilung (spontan von lat. spontaneus: aus eigener Kraft, von innen heraus, selbst).

31 Dies wird allerdings auch in der Schulmedizin nicht bestritten, da das Immunsystem plastisch ist und Irrtümer revidieren kann.

32 siehe Fußnote 22 im Kapitel 2.

33 Nach Ergebnissen der ISAAC-Studie (The International Study of Asthma and Allergies in Childhood), die im Jahr 1998 durchgeführt wurde und das Vorkommen von Allergien und Asthma im Kindesalter weltweit untersucht, liegt Großbritannien – bezogen auf Westeuropa – an erster Stelle. Deutschland folgt an dritter Stelle der Statistik.

Allergie – ein Schicksal aus Lebensstil oder Veranlagung?

Betrachtung aus psychosomatischer Sicht

Nach dem psychosomatischen Verständnis,, so wie es im Gelsenkirchener Behandlungsverfahren gelehrt wird, sind allergische Krankheiten grundsätzlich zu heilen, wie die „Spontanheilung = Selbstheilung“ beweist (spontan von lat. spontaneus: aus eigener Kraft, von innen heraus, selbst). Menschen verlieren ihre allergische Krankheit, unter Umständen lebenslang. Die genetische Disposition bezieht sich also nur auf ein erhöhtes Risiko, an allergischen Krankheiten erkranken zu können. Sie steht einer Heilung keineswegs entgegen. Die „Spontanheilung = Selbstheilung“ macht zudem deutlich, dass die Umweltbelastung keinen entscheidenden Einfluss haben kann; sie muss sekundärer Natur sein, denn der spontan Geheilte toleriert ja anschließend wieder seine Umwelt, seine Allergene, auf die er zuvor mit Krankheit reagiert hat. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass kein Zusammenhang gefunden wurde zwischen der Gesamt-Allergen-Belastung und beispielsweise dem Auftreten eines allergischen Asthmas 1). Auch die Umweltbelastung konnte nicht als Ursache von Asthma, Neurodermitis, allergischem Schnupfen bestätigt werden, was die so genannten ISAAC Studie 2) belegte.

Die ISAAC Studie an über 460 000 Kindern aus 56 Ländern hat ergeben, dass Asthma, Neurodermitis, allergischer Schnupfen nur in Ländern mit westlichem Lebensstil vermehrt auftreten.


1) Dieser Zusammenhang war einer der Ergebnisse aus dem Jahre 2000, der in Deutschland durchgeführten „Multicentre Allergy Study“ (MAS). Diese Studie verfolgt bundesweit Kinder seit ihrer Geburt im Jahre 1990. Die Studie wird von mehreren Universitätskliniken durchgeführt.

2) Nach den Ergebnissen der ISAAC-Studie (The International Study of Asthma and Allergies in Childhood) aus dem Jahre 1998, bei der das Vorkommen von Allergien und Asthma im Kindesalter weltweit untersucht wurde, liegt – bezogen auf Westeuropa – Deutschland hinter Spitzenreiter Großbritannien bereits an dritter Stelle der Statistik. Für Deutschland wird die ISAAC-Studie vom Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster geleitet.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn 34 auf Seite 20 angegeben.

Sichter
(SleepyHollow02), Graf Isolan

[2.] Asc/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-21 20:53:34 Graf Isolan
Asc, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stemmann et al 2004

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 01-22
Quelle: Stemmann et al 2004
Seite(n): 1 (Internet), Zeilen: 0
[Diese Studie an über 460 000 Kindern aus 56 Ländern hat ergeben, dass Asthma,] Neurodermitis und allergischer Schnupfen nur in Ländern mit westlichem Lebensstil vermehrt auftreten. Deshalb wurde geschlussfolgert, dass allergische Krankheiten mit dem Lebensstil einer Gesellschaft zusammenhängen. Aus psychosomatischer Sicht beinhaltet dieser Stil vor allem Stress und Überforderung.

Bei betroffenen Menschen, die Kontakt mit eiweißhaltigen Substanzen wie Pollen, Tierschuppen oder Nahrungsmitteln haben und gleichzeitig (zufällig) Situationen durchleben, die sie gefühlsmäßig überfordern, werden diese Abläufe vom Gehirn wahrgenommen, konditioniert und im Langzeitgedächtnis gespeichert.34 Die eiweißhaltige Substanz ist nun zum Allergen geworden, weil sie das Gehirn beim zukünftigen Kontakt an das traumatische Ereignis erinnert. Die körperliche Abwehr wird durch Amygdala und Hypothalamus35 über das vegetative Nervensystem, Stresshormone und Peptide36 ausgelöst. Allergische Erkrankungen sind psychosomatische Leiden, deren überempfindliche Organreaktion und Entzündung zentral vom Hirn über das vegetative Nervensystem und den Blutweg bedingt sind.

Solange der Betroffene unter Stress steht, hat er keine Beschwerden. Die allergischen Symptome werden erst sichtbar, wenn der Stress nachlässt bzw. abfällt. Dann erzeugt der Erkrankte wieder Stress, indem er als Medikament Stresshormone zu sich nimmt und somit seine Symptome coupiert, d.h. unterdrückt. Erst wenn er den parallelen Verlauf der Krankheit erkennt, kann er sich seine Allergie erklären.

Es fällt auf, dass es Lebenssituationen gibt, in denen Allergien selten in Erscheinung treten, nämlich dann, wenn der Betroffene auf einem höheren Stressniveau [lebt37 z.B. bei Auslandsaufenthalten und im Krieg.38]


34 Stemmann, Ernst August et al., Allergie – ein Schicksal aus Lebensstil oder Veranlagung? Umweltpanorama, 3 2004, 12–14, 12.

35 Das Amygdala gehört zu dem so genannten limbischen System, welches die dem Hypothalamus (Teil des Zwischenhirns) direkt übergeordnete Zentrale ist. Von ihm gehen Affektbetonung und emotionale Antriebe aus, und es beeinflusst ferner die vegetative Innervation der inneren Organe. Störungen des limbischen Systems verursachen Angstgefühle und Aggressionshandlungen.

36 Peptid, aus Aminosäuren unter Wasseraustritt gebildetes Kondensationsprodukt. Goldmann Lexikon.

[37 Derartige Situationen ahmt der Kranke gewissermaßen nach, wenn er sich durch regelmäßige tägliche Einnahme von Medikamenten wie z.B. Kortison medikamentös chronisch unter Stress setzt.

38 In den untersuchten Zeitraum fallen sowohl die Kriege in Afghanistan als auch im Irak. Die Rückwirkungen dieser Kriege auf die Allergien werden erst in den kommenden Jahren statistisch erfasst werden können.]

Die ISAAC Studie an über 460.000 Kindern aus 56 Ländern hat ergeben, dass Asthma, Neurodermitis, allergischer Schnupfen nur in Ländern mit westlichem Lebensstil vermehrt auftreten. Die allergischen Krankheiten haben also etwas mit der Art zu tun, wie eine Gesellschaft lebt. Aus psychosomatischer Sicht beinhaltet der western lifestyle vor allem Stress und Überforderung.

[...]

[...] Der so entstehende unkontrollierbare Stress und die einweißhaltige Substanz werden zeitgleich vom Gehirn wahrgenommen, konditioniert und im Langzeitgedächtnis gespeichert. Die eiweißhaltige Substanz (z. B. Pollen, Tierschuppen, Nahrungsmittel) ist jetzt zum Allergen geworden, weil sie bei künftigem Kontakt das Gehirn an das traumatische Ereignis erinnert und über Amygdala, Hypothalamus eine Abwehrreaktion über das vegetative Nervensystem, Stresshormone und Peptide (kleine Eiweiße) auslöst. Allergische Krankheiten sind somit echte psycho-somatische Leiden, deren überempfindliche Organreaktion und Entzündung zentral, vom Gehirn über das vegetative Nervensystem und den Blutweg (Stresshormone, Peptide) bedingt sind.

[...]

Solange der Betroffene unter Stress steht, hat er – so unglaublich es klingt – keine Beschwerden. Sichtbar werden die allergischen Symptome erst, wenn der Stress abfällt, d. h. wenn die Sympathikotonie des vegetativen Nervensystems in die Vagotonie umschlägt:

[...]

Was macht der Allergiekranke in einer derartigen Situation? Ganz einfach, er erzeugt halt wieder Stress, indem er als Medikament Stresshormone (z. B. Sympathomimetika, Kortison) zu sich nimmt und somit seine Symptome coupiert. Erst wenn der Betroffene den zweizeitigen Verlauf seiner Krankheit kennt, kann er sich seine Allergie erklären.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 34 genannt - jedoch kein Hinweis auf Art und Umfang der Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[3.] Asc/Fragment 021 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-07-29 05:55:13 Singulus
Asc, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stemmann et al 2004

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Stemmann et al 2004
Seite(n): 1 (Internet), Zeilen: 0
[Es fällt auf, dass es Lebenssituationen gibt, in denen Allergien selten in Erscheinung treten, nämlich dann, wenn der Betroffene auf einem höheren Stressniveau] lebt37 z.B. bei Auslandsaufenthalten und im Krieg.38 Zum anderen ist es der Urlaub, in dem der Betroffene entspannt ist, so dass nennenswerte Stressanstiege und -abfälle, die für die Beschwerden verantwortlich sind, nicht stattfinden.

Es ist noch nicht geklärt, weshalb ein Mensch auf ein Allergen mit Asthma und ein anderer mit Neurodermitis reagiert. Der psychosomatische Ansatz bietet dafür die Erklärung, dass der Inhalt eines traumatisch empfunden Erlebnisses die Organwahl festlegt.39 Die moderne Zivilisation tut sich schwer mit dem Zulassen von Gefühlen und Stress, da eine weit verbreitete Meinung ist, dass das Leben überwiegend durch logische Überlegungen und rationale Entscheidungen bestimmt wird. Allerdings erlernt ein Neugeborenes erst das Sein und Fühlen, das logische Denken folgt später. Auch im täglichen Leben reagiert der Mensch in vielen Situationen unbewusst. Der Grund für dieses Verhalten ist die Dominanz von Stammhirn und Zwischenhirn40, in denen ein Großteil der Gefühle, die instinktiven Reaktionen gebildet sowie die körpereigenen Immun- und Abwehrmechanismen übergeordnet gesteuert und koordiniert werden.

Traumatische Erlebnisse beeinflussen das künftige Verhalten der Betroffenen.41 Mit Fortbestehen der allergischen Krankheit wird die Situation, die Symptome hervorruft, immer unspezifischer. Sogar Stress, der durch Freude produziert wird, kann Symptome provozieren. Ein Betroffener, der nach dem geschilderten Vorgang eine Allergie erwirbt, ist an der Erkrankung ebenso wenig schuld wie seine Umgebung, da das gesunde Gehirn nicht die Chance hatte, das Trauma, welches ihn vorwiegend auf der unbewussten Ebene trifft, zu verhindern. Hinzu kommt noch erschwerend, dass der Betroffene nicht weiß, was geschehen ist, denn die Symptome [treten erst zu einem Zeitpunkt auf, an dem das Stressereignis vorüber ist.42]


37 Derartige Situationen ahmt der Kranke gewissermaßen nach, wenn er sich durch regelmäßige tägliche Einnahme von Medikamenten wie z.B. Kortison medikamentös chronisch unter Stress setzt.

38 In den untersuchten Zeitraum fallen sowohl die Kriege in Afghanistan als auch im Irak. Die Rückwirkungen dieser Kriege auf die Allergien werden erst in den kommenden Jahren statistisch erfasst werden können.

39 Stemmann et al. 2004, 12.

40 Ebd.

41 Ebd. Bei an Neurodermitis erkrankten Kindern konnte statistisch bestätigt werden, dass ihre Allergie überdurchschnittlich oft durch Trennungstraumata (Kaiserschnitt, Trennung der Eltern, Umzug in eine neue Umgebung, Abgabe des Säuglings an die Großeltern) hervorgerufen wird.

[42 Stemmann et al. 2004, 12.]

Das sind zum einen Auslandsaufenthalt, Krieg, falls der Betroffene dadurch auf einem höheren Stressniveau lebt. Eine derartige Situation ahmt der Kranke gewissermaßen nach, wenn er sich durch regelmäßige tägliche Einnahme von Sympathomimetikum, Kortison medikamentös chronisch unter Stress setzt. Zum anderen ist es der Urlaub, in dem der Betroffene derartig entspannt ist, dass nennenswerte Stressanstiege und -abfälle (sie sind für die Beschwerden verantwortlich) nicht stattfinden.

Unklar ist, weshalb der eine Mensch auf ein Allergen mit Asthma, ein anderer mit Neurodermitis oder einer anderen Organmanifestation reagiert. Auch hier liefert die Psychosomatik eine Erklärungsmöglichkeit:

[...]

Die moderne Gesellschaft tut sich schwer mit Gefühl und Stress. Wieso soll ein Säugling schon Stress, geschweige denn Gefühle haben? Es geht ihm doch gut. Nach Ansicht der Gesellschaft wird das heutige Leben überwiegend durch logische Überlegungen und rationale Entscheidungen bestimmt, nach dem Leitsatz: ich denke, also bin ich. Wenn der Mensch auf die Welt kommt, gibt es erst das Sein und Fühlen, das logische Denken erlernt er erst später. Der Leitsatz lautet besser: ich fühle und deshalb denke ich und also bin ich. Der Mensch reagiert noch so wie seine Vorfahren in der Steinzeit, vorwiegend unbewusst. Der Grund für dieses Verhalten, das ca. 80 % seines täglichen Lebens ausmacht, ist die Dominanz von Stammhirn und Zwischenhirn (Hypothalamus, Amygdala), in denen ein Großteil der Gefühle, die instinktiven Reaktionen gebildet und die körpereigenen Immun-, Abwehrmechanismen übergeordnet gesteuert und koordiniert werden.

[...]

Mit Fortbestehen der allergischen Krankheit wird die Situation, die Symptome hervorruft, immer unspezifischer. Hinterher genügt sogar Stress, der durch Freude ausgelöst wird, um Symptome zu provozieren (Beispiel: Kindergeburtstag).

Der Betroffene, der nach dem geschilderten Vorgang eine Allergie erwirbt, trägt daran ebensowenig Schuld wie seine Eltern. Sein gesundes Gehirn hatte nicht den Hauch einer Chance, das Trauma, das ihn vorwiegend auf der unbewussten Ebene trifft, zu verhindern. Erschwerend kommt hinzu, dass der Betroffene nicht weiß, was geschehen ist, denn seine Symptome treten erst zu einem Zeitpunkt auf, an dem das Stresserlebnis längst vorüber ist und deshalb gelten traumatische Erlebnisse nicht als Ursache der Allergien.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar mehrfach nachgewiesen, Art und Umfang der Übernahme bleiben jedoch ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[4.] Asc/Fragment 022 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-21 20:05:23 Graf Isolan
Asc, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stemmann et al 2004

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 01 ff. (komplett)
Quelle: Stemmann et al 2004
Seite(n): 1 (Internet), Zeilen: 0
[Hinzu kommt noch erschwerend, dass der Betroffene nicht weiß, was geschehen ist, denn die Symptome] treten erst zu einem Zeitpunkt auf, an dem das Stressereignis vorüber ist.42

Das Leid, das allergische Krankheiten wie Neurodermitis oder Urtikaria mit sich bringen, betrifft auch die Angehörigen. Durch vermehrte Zuwendung versuchen sie, das Leiden der betroffenen Person zu lindern. Dieses Verhalten kann – im Gegensatz zu der akuten Erkrankung – bei der chronischen Krankheit zu einer Verstärkung und Fixierung des Leidens führen, da das Zwischenhirn Verhaltensweisen wie Jucken oder Niesen unbewusst verstärkt und wiederholt auslöst.43 Aus psychosomatischer Sicht kristallisieren sich zusammenfassend folgende drei Punkte heraus:

• Allergien sind keine schicksalhafte Erkrankung.

• Allergische Erkrankungen hängen vom Lebensstil der Menschen innerhalb einer Gesellschaft ab. Lebenssituationen, die die Stressbelastung des Menschen erhöhen und ihn im täglichen Leben überfordern, fördern das Auftreten von Allergien. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Vorbeugung der Krankheit ziehen: ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stress und Erholung, Gefühle zulassen und kommunizieren sowie Entscheidungen treffen und damit Probleme lösen.

• Die allergische Krankheit kann der Betroffene selbst heilen. Wenn es psychosomatische Krankheit gibt, gibt es auch psychosomatische Gesundheit.44


42 Stemmann et al. 2004, 12.

43 Ebd.

44 Ebd. Der Allergiekranke lernt, mit bestimmten Stresssituationen erfolgreich umzugehen. Dies kann durch Herabsetzung des Lebensstresses mit Hilfe von entspannenden Verfahren oder mit Hilfe von aktiver Verarbeitung der traumatischen Situation geschehen. Wenn der Betroffene danach in Kontakt mit einem Allergen kommt, löst es über das Gehirn keine Abwehrreaktion und somit auch keine Beschwerden aus.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Betroffene nicht weiß, was geschehen ist, denn seine Symptome treten erst zu einem Zeitpunkt auf, an dem das Stresserlebnis längst vorüber ist und deshalb gelten traumatische Erlebnisse nicht als Ursache der Allergien.

Durch das Leid, das allergische Krankheiten wie Asthma, Neurodermitis, Rhinokonjunktivitis verursachen, werden auch die gesunden Angehörigen mit in das Geschehen hineingezogen. Sie versuchen durch vermehrte Zuwendung, das Leiden des Betroffenen zu bessern. Im Gegensatz zu der akuten Krankheit führt Zuwendung bei der chronischen Krankheit leider zu einer Verstärkung und Fixierung des Leidens. Das liegt an der Funktionsweise des Zwischenhirns, das Verhaltensweisen, die z. B. Kratzen, Husten, Niesen, falls sie beachtet werden, unbewusst ständig verstärkt und wiederholt auslöst.

1. Die Allergie ist keine schicksalhafte Erkrankung, weil der Betroffene genetisch belastet ist. Allergien können prinzipiell alle Menschen unabhängig von Erbgut oder Veranlagung ereilen, da alle Menschen in die o. a. Situation geraten, sich „verfühlen“ und allergisch krank werden können. Außerdem muss der genetisch Belastete auch nicht schicksalhaft erkranken.

2. Allergische Krankheiten sind abhängig von der Art, wie Menschen in einer Gesellschaft leben. Lebensstile, die die Stressbelastung des Menschen erhöhen und ihn im täglichen Leben überfordern, begünstigen das Auftreten von Allergien. Daraus ergeben sich Hinweise zur Vorbeugung: ein vernünftiges Verhältnis zwischen Stress und Erholung, Gefühle zulassen und äußern, Entscheidungen treffen, d. h. Probleme lösen – und das in dem Glauben, dass man sein Leben selbst bestimmt und dass es immer Hilfe gibt (Autonomie).

3. Die allergische Krankheit kann der Betroffene selbst heilen. Wenn es psychosomatische Krankheit gibt, so gibt es auch psychosomatische Gesundheit. Die Allergie ist erlernt und kann auch wieder verlernt werden.

Der Allergiekranke lernt, sich an bestimmte Stressoren zu gewöhnen. Dies geschieht zum einen durch Herabsetzung seines Lebensstress, durch entspannende Verfahren, zum anderen dadurch, indem er sich der traumatischen Situation, die ihn hat krank werden lassen, stellt und sie aktiv verarbeitet (z. B. Überwindung der Trennungsangst bei der Neurodermitis durch ein Trennungs-Bindungs-Training). Kommt danach der Betroffene in Kontakt mit einem Allergen, so löst es über das Gehirn keine Abwehrreaktion und somit auch keine Beschwerden mehr aus.

Anmerkungen

Trotz mehrmaliger Hinweise auf die Quelle in den Fußnoten bleiben Art und Umfang der Übernahmen ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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