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Quelle:Ast/Ennemann 2003

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Ursula Ennemann
Titel    Wirtschaftliche Führung öffentlicher Krankenhäuser – eine kritische Betrachtung der Public Private Partnership im deutschen Krankenhauswesen aus institutionenökonomischer Sicht –
Ort    Paderborn
Jahr    2003
Anmerkung    Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Wirtschaftswissenschaften, Universität Paderborn
URL    https://digital.ub.uni-paderborn.de/hs/content/titleinfo/3016

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    9


Fragmente der Quelle:
[1.] Ast/Fragment 013 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-01-29 15:28:26 Hindemith
Ast, Ennemann 2003, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 7-16
Quelle: Ennemann 2003
Seite(n): 9, Zeilen: 5-15
2.2.4 Das Krankenhaus als Element des Gesundheitswesens

Neben Ausgabenwachstumsproblematik und volkswirtschaftlicher Bedeutung des Krankenhaussektors ist die Funktion bzw. Stellung der Krankenhäuser im System der Gesundheitsversorgung von besonderem Interesse. Krankenhäuser erbringen ihre Leistungen nicht vollkommen losgelöst von den anderen Beteiligten des Gesundheitswesens. Es besteht ein sehr komplexes Beziehungsgeflecht, wobei die einzelnen Einrichtungen und Elemente des Gesundheitssektors in ganz unterschiedlicher Weise miteinander verknüpft sind39. Betrachtet man dieses Geflecht aus Sicht des Krankenhauses ergeben sich, je nachdem wie eng oder weit der Begriff des Gesundheitswesens definiert ist, eine Vielzahl von Verbindungen. Abbildung 1 zeigt die nach Ansicht des Verfassers wesentlichen Austauschbeziehungen.

[Abb.]


39 Vgl. Henke, K.-D./Göpffarth, D. (1997), S. 3 f.

2.1.2 Das Krankenhaus als Element des Gesundheitswesens

Neben Ausgabenwachstumsproblematik und volkswirtschaftlicher Bedeutung des Krankenhaussektors ist die Funktion bzw. Stellung der Krankenhäuser im System der Gesundheitsversorgung von besonderem Interesse. Krankenhäuser erbringen ihre Leistungen nicht vollkommen losgelöst von den anderen Beteiligten des Gesundheitswesens. Es besteht ein sehr komplexes Beziehungsgeflecht, wobei die einzelnen Einrichtungen und Elemente des Gesundheitssektors in ganz unterschiedlicher Weise miteinander verknüpft sind.17 Betrachtet man dieses Geflecht aus Sicht des Krankenhauses ergeben sich – je nachdem wie weit oder eng der Begriff des Gesundheitswesens definiert ist – eine Vielzahl von Verbindungen. Abbildung 1 zeigt die nach Ansicht der Verfasserin wesentlichen Austauschbeziehungen.


17 Vgl. Henke, K.-D./Göpffarth, D. (1997), S. 3f.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Aus "nach Ansicht der Verfasserin" wird "nach Ansicht des Verfassers", was für eine gewisse (marginale) Eigenleistung bei der Aneignung des übernommenen Gedankens spricht.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Ast/Fragment 014 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-01-29 15:28:29 Hindemith
Ast, Ennemann 2003, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Ennemann 2003
Seite(n): 104 f., Zeilen: 10: 20 ff.; 11: 1 ff.
Die niedergelassenen Ärzte sind im System der Gesundheitsversorgung von besonderer Bedeutung, da sie über die Einweisung eines Patienten in eine stationäre Einrichtung entscheiden. In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, dass die stationäre Behandlung erst dann zum Tragen kommt, wenn ambulante, vor- oder nachstationäre Maßnahmen nicht den gewünschten Behandlungserfolg ermöglichen würden. Das bedeutet, „dass zunächst in der Praxis des niedergelassenen Arztes überprüft wird, ob eine Einweisung in ein Krankenhaus notwendig ist, was immer dann der Fall ist, wenn die personellen und technischen Mittel der Praxis nicht ausreichen, den Patienten erfolgsversprechend zu behandeln, bzw. wenn eine Gefährdung des Patienten entstehen würde“41.

Bei den ambulanten Pflegediensten handelt es sich um Einrichtungen, die der ambulanten pflegerischen Versorgung zu Hause lebender kranker und hilfsbedürftiger Menschen dienen42. Für das Krankenhaus sind diese Dienste von Bedeutung, wenn es um die Problematik der Fehlbelegung geht. Patienten, die in Krankenhäusern untergebracht sind, obwohl sie der stationären Behandlung nicht bedürfen43, gelten als Fehlbelegung und der Krankenhausträger ist gemäß § 17 a KHG (Krankenhaus Hilfe Gesetz) zum Abbau bzw. zur Verhinderung einer solchen verpflichtet. Für Krankenhäuser ist es daher wichtig und notwendig, ein Kontakt- und Informationssystem mit den ambulanten Pflegediensten einzurichten, um eine Weiterbehandlung ohne Verzögerung bei entsprechenden Patienten zu gewährleisten44. Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sind gemäß § 107 Abs. 2 SGB V Einrichtungen, in denen Maßnahmen im Vorfeld einer akuten Erkrankung und/oder Rehabilitation (= Maßnahmen nach einer akuten Erkrankung bzw. zur Verhinderung einer Verschlimmerung einer akuten Erkrankung) durchgeführt werden. Der Vorsorge- und Rehabilitationsbereich ist hinsichtlich des Behandlungsverlaufs eines Patienten in fließendem Übergang mit dem Akutbereich des Krankenhauses zu sehen45.

Alten- und Pflegeheime dienen der Unterbringung, Versorgung, Pflege und Betreuung von älteren, chronisch kranken und pflegebedürftigen Menschen46. Da der Anteil der Menschen über 60 Jahre in den kommenden Jahren stark zunehmen wird47, wird das Versorgungssystem für alte und pflegebedürftige Menschen vermehrt benötigt und an Bedeutung gewinnen. Für die Krankenhäuser ist daher wichtig, sich „auf die veränderte Entwicklung in der [Struktur der zukünftigen Patienten einzustellen [...] und ggf. Kooperationen mit Pflegeeinrichtungen“48 einzugehen.]


41 Vgl. Trill, R. (1996), S. 29.

42 Vgl. Beske, F. (1999), S. 206 ff.

43 §107 Abs. 1 SGB V.

44 Vgl. Trill, R. (1996), S. 31.

45 Vgl. Knorr, K.-E./Wernick, J. (1991), S. 10 f.

46 Vgl. Beske, F. (1999), S. 207 f.

47 Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland prognostizieren einen Anstieg der Menschen über 60 Jahre von 204,4 [sic!] im Jahr 1992 auf 33,9 % im Jahr 2040. Dagegen wird der Anteil der Altersgruppe der 20- bis 60 jährigen Menschen von 58,1 % im Jahr 1992 auf 50 % im Jahr 2040 abnehmen. Vgl. auch Beske, F. (1999), S. 34 ff.

[48 Vgl. Trill, R. (1996), S. 31.]

Die niedergelassenen Ärzte sind im System der Gesundheitsversorgung von besonderer Bedeutung, da sie über die Einweisung eines Patienten in ein Krankenhaus entscheiden. In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, dass die stationäre Behandlung erst als letzte in Frage kommen darf. Gemäß § 39 SGB V haben die ambulante, vor- und nachstationäre Behandlungsform absoluten Vorrang vor der vollstationären Versorgung. Das bedeutet, dass „zunächst in der Praxis des niedergelassenen Arztes überprüft wird, ob eine Einweisung in ein Krankenhaus notwendig ist, was immer dann der Fall ist, wenn die personellen und technischen Mittel der Praxis nicht ausreichen, den Patienten erfolgversprechend zu behandeln bzw. wenn eine Gefährdung des Patienten entstehen würde“19.

[Seite 11]

Bei den ambulanten Pflegediensten handelt es sich um Einrichtungen, die der ambulanten pflegerischen Versorgung zu Hause lebender kranker und hilfsbedürftiger Menschen dient.20 Für das Krankenhaus sind diese Dienste von Bedeutung, wenn es um die Problematik der Fehlbelegung geht. Patienten, die in Krankenhäusern untergebracht sind, obwohl sie der stationären Behandlung nicht bedürfen21, gelten als Fehlbelegung und der Krankenhausträger ist gemäß § 17a KHG zum Abbau bzw. zur Verhinderung einer solchen verpflichtet. Für Krankenhäuser ist es daher wichtig und notwendig, ein Kontakt- und Informationssystem mit den ambulanten Pflegediensten einzurichten, um eine Weiterbehandlung ohne Verzögerung bei entsprechenden Patienten zu gewährleisten.22

Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sind gemäß § 107 Abs. 2 SGB V Einrichtungen, in denen Maßnahmen im Vorfeld einer akuten Erkrankung und/oder Rehabilitation, d. h. Maßnahmen nach einer akuten Erkrankung bzw. zur Verhinderung einer Verschlimmerung einer akuten Erkrankung durchgeführt werden. Der Vorsorge- und Rehabilitationsbereich ist hinsichtlich des Behandlungsverlaufs eines Patienten in fließendem Übergang mit dem Akutbereich des Krankenhauses zu sehen.23

Alten- und Pflegeheime dienen der Unterbringung, Versorgung, Pflege und Betreuung von älteren, chronisch kranken und pflegebedürftigen Menschen.24 Da der Anteil der Menschen über 60 Jahre in den kommenden Jahren stark zunehmen wird25, wird das Versorgungssystem für alte und pflegebedürftige Menschen vermehrt benötigt und an Bedeutung gewinnen. Für die Krankenhäuser ist daher wichtig, sich „auf die veränderte Entwicklung in der Struktur der zukünftigen Patienten einzustellen [...] und ggf. Kooperationen mit Pflegeeinrichtungen“26 einzugehen.


19 Trill, R. (1996), S. 29.

20 Vgl. Beske, F. (1999), S. 206ff.

21 § 107 Abs. 1 SGB V.

22 Vgl. Trill, R. (1996), S. 31.

23 Vgl. Knorr, K.-E./Wernick, J. (1991), S. 10f.

24 Vgl. Beske, F. (1999), S. 207f.

25 Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland prognostizieren einen Anstieg der Menschen über 60 Jahre von 20,4% im Jahr 1992 auf 33,9% im Jahr 2040. Dagegen wird der Anteil der Altersgruppe der 20- bis 60jährigen Menschen von 58,1% im Jahr 1992 auf 50,0% im Jahr 2040 abnehmen. Vgl. auch Beske, F. (1999), S. 34ff.

26 Trill, R. (1996), S. 31.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Wo sich der Text von der Quelle löst, wird er inhaltlich falsch. Das KHG heißt nicht Krankenhaus Hilfe Gesetz, sondern Krankenhausfinanzierungsgesetz, amtlich: Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser (v. 29.6.1972). und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[3.] Ast/Fragment 015 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-01-29 15:28:33 Hindemith
Ast, Ennemann 2003, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 3-14, 20-30, 102-109
Quelle: Ennemann 2003
Seite(n): 12, 13, Zeilen: 12: 1 ff.; 13: 1-4
Die Arzneimittel- bzw. Pharmazeutische Industrie stellt die für die Behandlung von Patienten notwendigen Medikamente her. Die Hersteller beliefern direkt oder indirekt die Abnehmer mit ihren zahlreichen Produkten, dabei werden ca. 70 % der Arzneimittel über den pharmazeutischen Großhandel vertrieben, ca. 10 % direkt an die Apotheken und ca. 20 % direkt an die Krankenhäuser geliefert.49

Die Apotheken sind wesentlicher Bestandteil im System der Arzneimittelversorgung. Ein Patient bekommt nach einer ärztlichen Behandlung i. d. R. ein Rezept von seinem behandelnden Arzt ausgestellt, mit dem er in einer Apotheke die verordnete Arznei erhält. Der Apotheker rechnet die Arznei direkt mit der Krankenkasse auf Grundlage des Rezeptes ab50. Bei der Abgabe der Arzneimittel sind die Apotheker an das so genannte „aut-simile-Gebot“ gebunden, d. h. sie dürfen dem Patienten ausschließlich die Arznei aushändigen, die durch den Arzt verschrieben wurde51.

[...]

Wesentlicher Kostenträger im Gesundheitswesen und zentrale Institution aus Finanzierungssicht ist die Gesetzliche Krankenversicherung. Dieser Pflichtversicherung gehören ca. 89% der Bevölkerung an52. Die gesetzlichen Krankenkassen schließen beitragspflichtige Versicherungsverträge mit den Mitgliedern bzw. Versicherten ab. Dafür erfolgt im Krankheitsfall die Finanzierung der entsprechenden medizinischen Leistungen durch die Krankenkassen nach dem Sachleistungsprinzip. Speziell für die Krankenhausversorgung bedeutet dies, dass die für den Versicherten bzw. Patienten erbrachten Krankenhausleistungen nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Vergütungssystem direkt von den Krankenkassen mit dem Krankenhaus abgerechnet werden53.

Die privaten Haushalte sind in unterschiedlicher Form mit dem Krankenhaus verbunden. Zum einen sind über eine Million Menschen in Deutschland in Krankenhäusern beschäftigt, [d. h. die privaten Haushalte stellen ihre Arbeitskraft zur Verfügung54]


49 Vgl. Dröge, J. (1990), S. 96.

50 Vgl. Haubrock, M./ Peters, S./ Schär, W. (1997), S. 26.

51 Vgl. Dröge, J. (1990), S. 106.

52 Darüber hinaus gibt es die Private Krankenversicherung (PKV) durch die etwa 9% der Bevölkerung gegen das Krankheitsrisiko abgesichert sind. Die restlichen 2% sind entweder durch besondere Sicherungsformen (z. B. Kriegsschadenrentner) oder gar nicht krankenversichert. Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (2006), Punkt 10.2.

53 Vgl. Trill, R. (1996), S. 29.

54 Vgl. Trill, R. (1996), S. 30.

Die Arzneimittel- bzw. Pharmazeutische Industrie stellt die für die Behandlung von Patienten notwendigen Medikamente her. Die Hersteller beliefern direkt oder indirekt die Abnehmer mit ihren zahlreichen Produkten, dabei werden ca. 70% der Arzneimittel über den pharmazeutischen Großhandel vertrieben, ca. 10% direkt an die Apotheken und ca. 20% direkt an die Krankenhäuser geliefert.27

Die Apotheken sind wesentlicher Bestandteil im System der Arzneimittelversorgung. Ein Patient bekommt nach einer ärztlichen Behandlung i. d. R. ein Rezept von seinem behandelnden Arzt ausgehändigt, mit dem er in einer Apotheke die verschriebene Arznei erhält. Der Apotheker rechnet die Arznei direkt mit der Krankenkasse auf Grundlage des Rezeptes ab.28 Bei der Abgabe der Arzneimittel sind die Apotheker an das sogenannte aut-simile-Gebot gebunden, d. h. sie dürfen dem Patienten ausschließlich die Arznei aushändigen, die durch den Arzt verschrieben wurde.29

Wesentlicher Kostenträger im Gesundheitswesen und zentrale Institution aus Finanzierungssicht ist die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Dieser Pflichtversicherung gehören ca. 89% der Bevölkerung an.30 Die gesetzlichen Krankenkassen schließen beitragspflichtige Versicherungsverträge mit den Mitgliedern bzw. Versicherten ab. Dafür erfolgt im Krankheitsfall die Finanzierung der entsprechenden medizinischen Leistungen durch die Krankenkassen nach dem Sachleistungsprinzip. Speziell für die Krankenhausversorgung bedeutet dies, dass die für den Versicherten bzw. Patienten erbrachten Krankenhausleistungen nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Vergütungssystem direkt von den Krankenkassen mit dem Krankenhaus abgerechnet werden.31

[Seite 13]

Die privaten Haushalte sind in unterschiedlicher Form mit dem Krankenhaus verbunden. Zum einen sind über eine Million Menschen in Deutschland in Krankenhäusern beschäftigt, d. h. die privaten Haushalte stellen ihre Arbeitskraft zur Verfügung.32


27 Vgl. Dröge, J. (1990), S. 96.

28 Vgl. Haubrock, M./Peters, S./Schär, W. (1997), S. 26.

29 Vgl. Dröge, J. (1990), S. 106.

30 Darüber hinaus gibt es die Private Krankenversicherung (PKV), durch die etwa 9% der Bevölkerung gegen das Krankheitsrisiko abgesichert sind. Die restlichen 2% sind entweder durch besondere Sicherungsformen, wie z. B. Anspruchsberechtigte als Sozialhilfeempfänger oder Kriegsschadenrentner, abgesichert oder gar nicht krankenversichert. Vgl. Das Bundesministerium für Gesundheit (2000), Punkt 10.2, S. 1.

31 Vgl. Trill, R. (1996), S. 29.

32 Vgl. Trill, R. (1996), S. 30.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[4.] Ast/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-02-01 10:47:15 Klgn
Ast, Ennemann 2003, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Ennemann 2003
Seite(n): 13, 14, Zeilen: 13: 4 ff.; 14: 1 ff.
Zum anderen gehören die Mitglieder der privaten Haushalte zu den potenziellen Patienten des Krankenhauses. Dabei können die Menschen durch selbständige präventive Gesundheitsvorsorge dazu beitragen, das eigene gesundheitliche Wohlergehen zu fördern, die Krankheitsabwehr zu verbessern und mögliche Krankheitsursachen zu vermeiden55.

Der Staat tritt als bedeutendster Krankenhausträger hervor. Zudem finanziert er die Investitionskosten der Krankenhäuser, um ein leistungsfähiges Krankenhauswesen zu erhalten und seine Fürsorgefunktion wahrzunehmen. In seiner Rolle als Gesetzgeber prägt er durch Gesetze und Verordnungen die Rahmenbedingungen des Krankenhauswesens56. Weiterhin sind die Bundesländer gemäß § 6 Abs. 1 KHG dazu verpflichtet, sog. Krankenhauspläne aufzustellen, um eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen. Im Rahmen der Krankenhausplanung erfolgt die Beurteilung der derzeitigen und zukünftigen Versorgungssituation mit Krankenhausleistungen und die Einleitung der notwendigen Maßnahmen zur Strukturanpassung57.

Die aufgezeigten Beziehungen zwischen dem Krankenhaus und den anderen Elementen des Gesundheitswesens geben einen groben Überblick über das gesundheitliche Versorgungssystem in der Bundesrepublik Deutschland mit seinen Verknüpfungen. Von wesentlichem Interesse für den weiteren Verlauf dieser Arbeit ist jedoch nicht nur die Stellung des Krankenhauses innerhalb des Gesundheitssystems, sondern vielmehr das Krankenhaus selbst. Wie ist ein Krankenhausbetrieb aufgebaut und strukturiert? Welche Aufgaben und Ziele werden verfolgt und wie ist die Leitung eines Krankenhauses zusammengesetzt?

2.2.5 Darstellung des Krankenhausbetriebes

Krankenhäuser sind „Einrichtungen, die der Krankenhausbehandlung oder Geburtshilfe dienen, fachlich-medizinisch unter ständiger ärztlicher Leitung stehen, über ausreichende, ihrem Versorgungsauftrag entsprechende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügen und nach wissenschaftlich anerkannten Methoden arbeiten, mit Hilfe von jederzeit verfügbarem ärztlichen- Pflege-, Funktions- und medizinisch-technischem Personal darauf eingerichtet sind, vorwiegend durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistung Krankheiten der Patienten zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten, Krankheitsbeschwerden zu lindern oder Geburtshilfe zu leisten, und in denen die Patienten untergebracht und verpflegt werden können“.58


55 Vgl. Zydrowomyslaw, N. (1997), S. 157 ff.

56 Vgl. Trill, R. (1996), S. 30.

57 Vgl. Jarnsen, D. (1999), S. 31.

58 Legaldefinition der Krankenhäuser nach § 107 Abs. 1 SGB V.

Zum anderen gehören die Mitglieder der privaten Haushalte zu den potenziellen Patienten des Krankenhauses, welches sie im Krankheitsfall aufsuchen. Dabei können die Menschen durch selbständige präventive Gesundheitsvorsorge dazu beitragen, das eigene gesundheitliche Wohlergehen zu fördern, die Krankheitsabwehr zu verbessern und mögliche Krankheitsursachen zu vermeiden.33

Der Staat tritt als bedeutendster Krankenhausträger hervor. Zudem finanziert er die Investitionskosten der Krankenhäuser, um ein leistungsfähiges Krankenhauswesen zu erhalten und seine Fürsorgefunktion wahrzunehmen. In seiner Rolle als Gesetzgeber prägt er durch Gesetze und Verordnungen die Rahmenbedingungen des Krankenhauswesens.34 Des Weiteren sind die Bundesländer gemäß § 6 Abs. 1 KHG dazu verpflichtet, sog. Krankenhauspläne aufzustellen, um eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen. Im Rahmen der Krankenhausplanung erfolgt die Beurteilung der derzeitigen und zukünftigen Versorgungssituation mit Krankenhausleistungen und die Einleitung der notwendigen Maßnahmen zur Strukturanpassung.35

Die aufgezeigten Beziehungen zwischen Krankenhaus und anderen Elementen des Gesundheitswesens geben einen groben Überblick über das gesundheitliche Versorgungssystem in der Bundesrepublik Deutschland und seiner Verknüpfungen. Von wesentlichem Interesse für den weiteren Verlauf dieser Arbeit ist jedoch nicht nur die Stellung des Krankenhauses innerhalb des Gesundheitssystems, sondern vielmehr das Krankenhaus selbst. Wie ist ein Krankenhausbetrieb aufgebaut und strukturiert? Welche Aufgaben und Ziele werden verfolgt und wie ist die Leitung eines Krankenhauses zusammengesetzt?


[Seite 14:]

2.2 Darstellung des Krankenhausbetriebes

Krankenhäuser sind „Einrichtungen, die

1. der Krankenhausbehandlung oder Geburtshilfe dienen,

2. fachlich-medizinisch unter ständiger ärztlicher Leitung stehen, über ausreichende, ihrem Versorgungsauftrag entsprechende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügen und nach wissenschaftlich anerkannten Methoden arbeiten,

3. mit Hilfe von jederzeit verfügbarem ärztlichem, Pflege-, Funktions- und medizinisch-technischem Personal darauf eingerichtet sind, vorwiegend durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistung Krankheiten der Patienten zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten, Krankheitsbeschwerden zu lindern oder Geburtshilfe zu leisten, und in denen

4. die Patienten untergebracht und verpflegt werden können.“36


32 Vgl. Trill, R. (1996), S. 30.

33 Vgl. Zdrowomyslaw, N. (1997), S. 157ff.

34 Vgl. Trill, R. (1996), S. 30.

35 Vgl. Janssen, D. (1999), S. 31. 36 Legaldefinition der Krankenhäuser nach § 107 Abs. 1 SGB V. Diese Vorschrift greift im wesentlichen auf die Definition des Krankenhausbegriffes nach § 2 Nr. 1 KHG zurück, welche maßgeblich für die Krankenhausfinanzierung und förderrechtliche Fragen ist.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

[5.] Ast/Fragment 017 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-01-29 15:28:37 Hindemith
Ast, Ennemann 2003, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1-7
Quelle: Ennemann 2003
Seite(n): 14, Zeilen: 14-21
Krankenhäuser werden in Deutschland in allgemeine Krankenhäuser, sonstige Krankenhäuser und Bundeswehrkrankenhäuser unterschieden. Die allgemeinen Krankenhäuser verfügen über Betten in vollstationären Fachabteilungen, wobei die Betten nicht ausschließlich für psychiatrische und neurologische Patienten vorgehalten werden. Zu den sonstigen Krankenhäusern zählen die Einrichtungen, die ausschließlich über psychiatrische und oder neurologische Betten verfügen sowie reine Tages- oder Nachtkliniken. Bundeswehrkrankenhäuser dienen dagegen vorwiegend der Behandlung von Bundeswehrangehörigen59.

59 Vgl. Statistisches Bundesamt (2006) [sic], S. 6.

Krankenhäuser werden in Deutschland in allgemeine Krankenhäuser, sonstige Krankenhäuser und Bundeswehrkrankenhäuser unterschieden. Die allgemeinen Krankenhäuser verfügen über Betten in vollstationären Fachabteilungen, wobei die Betten nicht ausschließlich für psychiatrische und neurologische Patienten vorgehalten werden. Zu den sonstigen Krankenhäusern zählen die Einrichtungen, die ausschließlich über psychiatrische oder psychiatrische und neurologische Betten verfügen sowie reine Tages- oder Nachtkliniken. Bundeswehrkrankenhäuser dienen dagegen vorwiegend der Behandlung von Bundeswehrangehörigen.37

37 Vgl. Statistisches Bundesamt (2000), S. 6.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[6.] Ast/Fragment 038 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-01-30 21:10:14 Hindemith
Ast, Ennemann 2003, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 11-20
Quelle: Ennemann 2003
Seite(n): 27, 28, Zeilen: 27: 16 ff.; 28: 1 ff.
Die Finanzierung der Krankenhäuser in der Bundesrepublik Deutschland wird im Wesentlichen durch das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) von 1972 und durch die Bundespflegesatzverordnung geregelt. Kernpunkt dieser Krankenhausfinanzierung ist das Prinzip der Mischfinanzierung, wobei „der Bund ein Drittel und die Länder zwei Drittel der Investitionskosten im Krankenhaussektor übernehmen. Die Finanzierung der Neu-, Umbau- und Erweiterungsinvestitionen sowie der Großgeräte erfolgt über die öffentliche Hand bzw. durch die Steuerzahler. Die Krankenkassen bzw. die Beitragszahler bringen die laufenden Betriebs- und Behandlungskosten einschließlich der Instandhaltungskosten auf.“ Die Zahlungsströme des Krankenhausfinanzierungssystems sind in der folgenden Abbildung 5 dargestellt: Die Finanzierung der Krankenhäuser in der Bundesrepublik Deutschland wird im wesentlichen durch das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) von 1972 und durch die Bundespflegesatzverordnung geregelt.78 Kernpunkt dieser Krankenhausfinanzierung ist das Prinzip der Mischfinanzierung79, wobei „der Bund ein Drittel und die Länder zwei Drittel der Investitionskosten im Krankenhaussektor übernehmen80; die

[Seite 28:]

Finanzierung der Neu-, Umbau- und Erweiterungsinvestitionen sowie der Großgeräte erfolgt über die öffentliche Hand bzw. durch die Steuerzahler. Die Krankenkassen bzw. die Beitragszahler bringen die laufenden Betriebs- und Behandlungskosten – einschließlich der Instandhaltungskosten – auf.“81

Die Zahlungsströme des Krankenhausfinanzierungssystems sind in der folgenden Abbildung 7 dargestellt:


78 Vor dem Jahr 1972 wurden die deutschen Krankenhäuser monistisch finanziert, d. h. nur die gesetz-lichen Krankenkassen waren für die Finanzierung zuständig.

79 Geläufiger als der Begriff Mischfinanzierung ist fälschlicherweise der Terminus der sogenannten dualen Finanzierung. Diese Bezeichnung deutet nur auf zwei Finanzierungsquellen hin und lässt unbe-rücksichtigt, dass Krankenhäuser in unterschiedlicher Trägerschaft ihre Kosten nicht nur aus zwei Finanzierungsquellen decken. Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (1985), Ziff. 373.

80 Die gesetzlichen Regelungen wurden seit 1972 allerdings mehrfach modifiziert und seit dem Jahr 1985 hat sich der Bund ganz aus der Finanzierungsverantwortung der Krankenhausinvestitionen zu-rückgezogen und dies allein den Ländern überlassen. Vgl. Henke, K.-D. (1997), S. 2.

81 Henke, K.-D. (1997), S. 1.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

[7.] Ast/Fragment 039 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-01-30 18:00:12 Hindemith
Ast, Ennemann 2003, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 1-2, 6-13
Quelle: Ennemann 2003
Seite(n): 28, 29, Zeilen: 28: 7 ff.; 29: 14ff
Ast 039a diss.png

Abbildung 5: Zahlungsströme in der Krankenhausfinanzierung

Gemäß § 9 Abs. 3 KHG erhalten die Krankenhäuser von den Bundesländern pauschale Fördermittel für ihre Investitionskosten. [...]


3.3.1 Krankenhausfinanzierung 1993 bis 2002

Die Abkehr vom Selbstkostendeckungsprinzip und die merkliche Veränderung der Finanzierungsgrundsätze entstand mit Inkrafttreten des Gesundheitsstrukturgesetzes (GSG) zum 01.01.1993. Das GSG sah vor, dass das Budget und die Pflegesätze medizinisch leistungsgerecht zu bemessen seien, so dass es einem Krankenhaus bei wirtschaftlicher Betriebsführung möglich sein sollte, den Versorgungsauftrag zu erfüllen.89

Das Entgeltsystem für die Krankenhäuser, das mit Wirkung ab dem 01. 01. 1995 in Kraft trat, lässt sich in folgende Grundelemente untergliedern:

Ast 039a source.png

ABBILDUNG 7: ZAHLUNGSSTRÖME IN DER KRANKENHAUSFINANZIERUNG82

Gemäß § 9 Abs. 3 KHG erhalten die Krankenhäuser von den Bundesländern pauschale Fördermittel für ihre Investitionskosten. [...]

[Seite 29]

2.3.2 Krankenhausfinanzierung 1993 bis 2002

Die Abkehr vom Selbstkostendeckungsprinzip und die merkliche Veränderung der Finanzierungsgrundsätze kam mit Inkrafttreten des Gesundheitsstrukturgesetzes (GSG) zum 01.01.1993. Das GSG sieht vor, das Budget und die Pflegesätze medizinisch leistungsgerecht zu bemessen, sodass es einem Krankenhaus bei wirtschaftlicher Betriebsführung möglich sein müsste, den Versorgungsauftrag zu erfüllen.89

Das neue Entgeltsystem für die Krankenhäuser, das mit Wirkung ab dem 01.01.1995 bzw. spätestens zum 01.01.1996 einsetzt, lässt sich in folgende Grundelemente untergliedern:


82 In Anlehnung an Finsinger, J. (1989), S. 160.

89 Vgl. § 3 Abs. 1 und 2 BPflV.

Anmerkungen

Die beiden Abbildungen unterscheiden sich nur in der Formatierung.

Kein Hinweis auf die Quelle. Fn. 89 ist hier nicht vorhanden und erst auf Seite 58 zu finden, dort aber mit gänzlich anderem Bezug. Angesichts der identischen Fußnotennummerierung in der Quelle liegt die Vermutung nahe, dass beim Kopieren aus der Quelle die Fußnoten vergessen wurden.

In der Quelle (eingereicht 2003) folgt auf die Überschrift "2.3.2 Krankenhausfinanzierung 1993 bis 2002" naheliegenderweise "2.3.3 Krankenhausfinanzierung ab 2003", während bei Ast (2008) auf "3.3.1 Krankenhausfinanzierung 1993 bis 2002" keine Überschrift auf gleicher Ebene folgt, so dass die Krankenhausfinanzierung der letzten sechs Jahre unerwähnt bleibt.

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

[8.] Ast/Fragment 040 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-01-30 17:59:04 Hindemith
Ast, Ennemann 2003, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-9
Quelle: Ennemann 2003
Seite(n): 30, Zeilen: 1 ff.
Ast 040a diss.png

Abbildung 6: Vergütungsformen für Allgemeine Krankenhausleistungen gemäß BPflV 1995

Fallpauschalen vergüten sämtliche im Krankenhaus erbrachten Leistungen eines medizinisch definierten Behandlungsfalles bis zum Erreichen der vom Gesetzgeber fixierten Grenzverweildauer. Das bedeutet, die Fallpauschale deckt von der Aufnahme bis zur Entlassung des Patienten den gesamten Behandlungsfall auf Vollkostenbasis ab.91

Ein Sonderentgelt bezieht sich dagegen nur auf „einen Behandlungsaspekt eines bestimmten Falles. Es ist als Teilleistung zu verstehen und beschreibt überwiegend chirurgische Eingriffe“92.

Krankenhausleistungen, die nicht über Fallpauschalen und Sonderentgelte vergütet wurden, sind über Abteilungs- und Basispflegesätze abzurechnen. Die Abteilungspflegesätze [beinhalten - differenziert nach Fachabteilungen - alle ärztlichen und pflegerischen Leistungen auf den Stationen.]

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ABBILDUNG 8: VERGÜTUNGSFORMEN FÜR ALLGEMEINE KRANKENHAUSLEISTUNGEN GEMÄß BPFLV 199590

Fallpauschalen vergüten sämtliche im Krankenhaus erbrachten Leistungen eines medizinisch definierten Behandlungsfalles bis zum Erreichen der vom Gesetzgeber fixierten Grenzverweildauer. Das bedeutet, die Fallpauschale soll von der Aufnahme bis zur Entlassung des Patienten den gesamten Behandlungsfall auf Vollkostenbasis abdecken.91 Ein Sonderentgelt bezieht sich dagegen nur auf „einen Behandlungsaspekt eines bestimmten Falles, ist als Teilleistung zu verstehen und beschreibt überwiegend chirurgische Eingriffe“92.

Krankenhausleistungen, die nicht über Fallpauschalen und Sonderentgelte vergütet werden, sind über Abteilungs- und Basispflegesätze abzurechnen. Die Abteilungspflegesätze beinhalten – differenziert nach Fachabteilungen – alle ärztlichen und pflegerischen Leistungen auf den Stationen.


90 Vgl. Trill, R. (1996), S. 50.

91 Vgl. Precht, C. (2000), S. 225.

92 Precht, C. (2000), S. 225.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Die Fußnoten 91 und 92 fehlen hier und sind erst auf den Seiten 58 und 60 zu finden, dort mit gänzlich anderem Bezug.

Die Abbildungen unterscheiden sich nur in der Formatierung.

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

[9.] Ast/Fragment 041 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-02-15 07:37:10 SleepyHollow02
Ast, Ennemann 2003, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 2-24
Quelle: Ennemann 2003
Seite(n): 30, 31, Zeilen: 30: 12 f.; 31: 1 ff.
Der Basispflegesatz umfasst alle nicht medizinischen Leistungen, wie z. B. Unterkunft, Verpflegung und Verwaltung.93

Der Gesetzgeber erhoffte sich durch das neue Entgeltsystem eine strukturelle Kostendämpfung aufgrund der durch die Fallpauschalen bewirkten Beschränkung der Verweildauer auf das medizinisch notwendige Maß. Darüber hinaus sollte das Kostenbewusstsein im Krankenhaus gestärkt werden, da erzielte Gewinne im Krankenhaus verbleiben können. Nicht zuletzt wurde durch die Leistungsorientierung der Entgelte eine bessere Transparenz der Kostenlage im Krankenhaus angestrebt und eine Optimierung der Behandlungsabläufe durch eine Straffung des Leistungsangebotes erwartet.94

In wie weit konnten diese Ziele erreicht werden? Eine dreijährige Begleitforschung, die 1996 vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben wurde kam zu dem Schluss, dass das Ziel der Verweildauerreduzierung nicht erreicht wurde. Für das Jahr 1997 teilten 71,9 % der Kliniken mit, dass aufgrund der Fallpauschalen die Verweildauer nicht evident gesenkt wurde. Eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, mehr Kostenbewusstsein und die Optimierung der Behandlungsabläufe in den Krankenhäusern wurden darüber hinaus nicht im gewünschten Maß realisiert. Darüber hinaus sind lediglich 20-30 % aller Krankenhausleistungen über Fallpauschalen und Sonderentgelte vergütet worden, d. h. der größte Anteil ging über die individuell zu verhandelnden Pflegesätze. Diese weisen naturgemäß keinen kausalen Zusammenhang zwischen Kosten und Leistungen der Patientenbehandlung auf.

Die Haupterkenntnis aus dieser Studie war die Forderung nach einem vollständig leistungsorientierten Vergütungssystems für das deutsche Krankenhauswesen, um der fortlaufend wachsenden Mittelknappheit im deutschen Gesundheitswesen erfolgreich begegnen zu können.


Der Basispflegesatz umfasst alle nicht-medizinischen Leistungen, wie z. B. Unterkunft, Verpflegung und Verwaltung.93

[Seite 31:]

Der Gesetzgeber erhoffte sich durch das neue Entgeltsystem eine strukturelle Kostendämpfung aufgrund der durch die Fallpauschalen bewirkten Beschränkung der Verweildauer auf das medizinisch notwendige Maß. Darüber hinaus sollte das Kostenbewusstsein im Krankenhaus gestärkt werden, da erzielte Gewinne im Krankenhaus verbleiben können. Nicht zuletzt wird durch die Leistungsorientierung der Entgelte eine bessere Transparenz der Kostenlage im Krankenhaus angestrebt und eine Optimierung der Behandlungsabläufe durch eine Straffung des Leistungsangebotes erwartet.94

Inwieweit konnten diese Ziele erreicht werden? Eine dreijährige Begleitforschung, die 1996 vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass das Ziel der Verweildauerreduzierung erreicht werden konnte. Für das Jahr 1997 teilten 71,9% der Kliniken mit, aufgrund der Fallpauschalen die Verweildauer gesenkt zu haben. Eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, mehr Kostenbewusstsein und die Optimierung der Behandlungsabläufe in den Krankenhäusern ist dagegen nicht im gewünschten Maße erkennbar.95 Darüber hinaus werden lediglich 20-30% aller Krankenhausleistungen über Fallpauschalen und Sonderentgelte vergütet, d. h. der größte Anteil wird immer noch über tagesgleiche Pflegesätze abgegolten, die keinen kausalen Zusammenhang zwischen Kosten und Leistungen der Patientenbehandlung zulassen.

Aus diesem Grund ist für 2003/2004 die Einführung eines vollständig leistungsorientierten Vergütungssystems für das deutsche Krankenhauswesen vorgesehen.

2.3.3 Krankenhausfinanzierung ab 2003

In Anbetracht der fortlaufend wachsenden Mittelknappheit im deutschen Gesundheitswesen und der geschilderten Notwendigkeit, die Wirtschaftlichkeit des Krankenhauswesens zu steigern, hat sich der Gesetzgeber dazu entschieden, ein durchgängiges, leistungsorientiertes und pauschalierendes Entgeltsystem für Krankenhausleistung einzuführen.


93 Vgl. Janssen, D. (1999), S. 69f.

94 Vgl. Janssen, D. (1999), S. 70f.

95 vgl. Engelmohr, I. (1999), S. 14f.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Fußnoten 93 und 94 fehlen hier und sind -- mit gänzlich anderem Bezug -- erst auf Seite 61 zu finden.

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

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