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Quelle:Aw/Dorber 2007

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Katrin Dorber
Titel    Psychoanalytische (Einzelfall)-Psychotherapieprozeßforschung mit den Methoden der Plananalyse und des "Psychotherapie-Prozeß Q-Sort"
Jahr    2007
Anmerkung    Dissertation, München
URL    http://edoc.ub.uni-muenchen.de/8076/1/Dorber_Katrin.pdf

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    6


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Aw/Fragment 003 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 00:22:23 Plagin Hood
Aw, Dorber 2007, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 2-15
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 7, Zeilen: 2 ff.
Neben der Frage nach der Effektivität von Psychotherapie wurde und wird die Frage immer präsenter, wie Therapie überhaupt wirkt. In den vergangenen Jahrzehnten versuchte die psychoanalytische Forschung mit einer reichhaltigen und kreativen Methodenvielfalt den psychotherapeutischen Prozess zu ergründen. Hierbei wird nicht nur die Perspektive des Therapeuten und des Patienten, sondern auch deren Beziehung zueinander mit einbezogen. Die vorliegende Arbeit hat das ‘Wie’ der Interaktion in der Psychotherapie, durch die das Geschehen zwischen Patient und Therapeut hervorgebracht und abgewickelt wird, in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt. Hierfür wurden audiografierte und transkribierte Therapiesitzungen, die im Rahmen der Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie unter der Leitung von Prof. Mertens am Department für Psychologie der Ludwig-Maximilians–Universität München und in Zusammenarbeit mit der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V. bei sechs Patienten zu jeweils fünf Messzeitpunkten aufgezeichnet wurden, mit der Methode des Psychotherapie Prozess Q-Sort Verfahrens untersucht. Angesichts immer lauter werdender Kritik an randomisiert-kontrollierten Studien zur Effektivität unterschiedlicher Therapieverfahren, die an der Realität von Patienten und therapeutischer Praxis vorbeigehen, hat sich die psychoanalytische empirische Forschung in den letzten Jahren vermehrt eines Designs bedient, das sich nicht mehr allein auf Endergebnisse von Untersuchungen fixiert, sondern mit einer reichhaltigen Methodenvielfalt den psychotherapeutischen Prozeß zu ergründen versucht. Hierbei werden sowohl die Perspektive des Patienten als auch die des Therapeuten und die durch beide Persönlichkeiten gestaltete Beziehung in die Analyse des Geschehens einbezogen. In der vorliegenden Arbeit sollen ein mikro- und ein makroanalytisches Verfahren gemeinsam zum Einsatz kommen: Die aus der „Control Mastery Theory“ (CMT) von Josef

Weiss entstandene Methode der Plananalyse und die von Enrico E. Jones entwickelte Methode des „Psychotherapie-Prozeß Q-Sort“ (PQS).

[...]

In diesem Sinne soll hier anhand von audiografierten und transkribierten Therapiesitzungen, die im Rahmen der „Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie“ unter Leitung von Professor Dr. Wolfgang Mertens am Department für Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und in Zusammenarbeit mit der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V. bei zwanzig Patienten zu jeweils fünf Meßzeitpunkten aufgezeichnet wurden, untersucht werden,

Anmerkungen

Teils nur geringfügig angelehnt mit eigenständigen Abschnitten, teils auch wörtlich übereinstimmend.

Sichter

[2.] Analyse:Aw/Fragment 030 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 00:56:08 Plagin Hood
Aw, Dorber 2007, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 11-38
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 18, 19, 20, Zeilen: 0
Bucci (Bucci, 2005) unterteilt in Anlehnung an Wallerstein in ihrer Überblicksarbeit die Prozessforschung in vier Generationen. Der ersten Generation war es ein Anliegen, anhand von transkribierten Einzelfällen objektive Erhebungsmethoden zu entwickeln, um Psychotherapieprozesse zu beleuchten. Das Interesse galt der allgemeinen psychischen Verfassung des Patienten, seiner Beziehungsmuster und unbewussten Erwartungen, der Interpretation seiner Wahrnehmungen und der psychischen Struktur des Patienten. So wurden beispielsweise Methoden entwickelt, die sich auf spezielle Themen bezogen, und diese operationalisiert zu erfassen versuchten. Auch neue Wege wurden gesucht, um die therapeutischen Interaktionsmuster näher zu beschreiben. So entwickelte Jones das Psychotherapie Prozess Q-Sort Verfahren (Jones, 2000) (siehe auch Abschnitt 1.5.4). Die zweite Generation zeichnet sich durch eine konsequente Kombination verschiedener, bereits validierter und als reliabel deklarierter Erhebungsmethoden der Vorgängergeneration aus (Bucci, 2005). Auch über die Zusammenhänge zwischen Verlauf und Ergebnis wurden erste Studien durchgeführt und die Konstruktvalidität der Methoden überprüft. Diese Forschergeneration konnte die Einflüsse bewusster und unbewusster mentaler Prozesse auf die Gestaltung und den Verlauf der therapeutischen Interaktionen untersuchen, da ein operationalisierter Übertragungsbegriff bereits zur Verfügung stand. Auch hier hat sich als schwierig erwiesen, die Ergebnisse in einem einheitlich strukturierten Schema darzustellen. Durch die Schlussfolgerungen aus den inneren Arbeitsmodellen des Patienten, welche mit Hilfe unterschiedlicher Methoden aus der narrativen Repräsentanz von unbewussten Erfahrungen, Erwartungen und Beziehungsmustern herausgefiltert wurden, konnte man auch strukturelle Veränderungen im Verlauf der Therapie fassbar machen. Die dritte Forschungsgeneration rückt zunehmend die Persönlichkeit des Analytikers mit seiner subjektiven Erfahrungswelt ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch die Integration von Forschung und klinischer Arbeit wird erneut versucht, wie es Freud bereits praktiziert hat. Durch Heranziehen des Analytikers als teilnehmenden Forscher wird das Spektrum der Faktoren erweitert, die Veränderungen hervorrufen und etablieren. So wird im Rahmen der ‘Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie’ (Mertens, [2004a) die Perspektive des Patienten, des Analytikers und des Forscherteams unter mehreren Aspekten betrachtet.] [Seite 18]

In ihrer Überblicksarbeit zur Prozeßforschung zitiert Bucci (2005, S. 321ff.) unter anderem Wallerstein und seine Unterteilung der Prozeßforschung in vier Generationen. Unter Verwendung von zumeist transkribiertem Stundenmaterial war es das Anliegen der ersten Generation, anhand von Einzelfällen geeignete, d.h. objektive Erhebungsmethoden zur Beleuchtung des Psychotherapieprozesses zu entwickeln. Der Fokus auf bestimmte Aspekte innerhalb des therapeutischen Geschehens war dabei für die Validierung und Reliabilität dieser Erhebungsmethoden unerläßlich. Das Interesse galt hier weniger dem Verhalten bzw. den Symptomen der Patienten als vielmehr ihrer allgemeinen psychischen Verfassung, ihren Beziehungsmustern, ihren (unbewußten) Erwartungen und der Interpretation ihrer Wahrnehmungen – kurz ihrer psychischen Struktur. Um diese einschätzen und damit eine geeignete Therapieform für den Patienten finden zu können, wurden zum einen Methoden entwickelt, die sich auf spezielle (problematische) Themen bezogen und diese operationalisiert zu erfassen suchten (z.B. das „Zentrale Beziehungskonflikt-Thema – ZBKT“ von Luborsky 1977 oder die Methode der Plananalyse von Weiss et al. 1986), zum anderen wurde nach neuen Wegen und Möglichkeiten gesucht, um die therapeutische Dyade mit ihren Interaktionsmustern näher zu beleuchten (z.B. das „Psychotherapie- Prozeß Q-Sort“ von Jones 2000).

[...]

[Seite 19]

Die zweite Generation der Prozeßforschung zeichnete sich nach Bucci (2005) durch eine konsequente Kombination verschiedener, auf ihre Validität und Reliabilität hin bereits genügend geprüfter Erhebungsmethoden der ersten Generation aus. In Ansätzen wurden hier auch erste Untersuchungen über die Zusammenhänge zwischen Prozeß und Outcome durchgeführt. In mehreren großen Studien wurde die Konstruktvalidität dieser Methoden untersucht.

[...]

Da die Methoden der ersten Generation eine weitgehende Operationalisierung des Übertragungsbegriffs ermöglicht hatten, konnten nun die Einflüsse bewußter und unbewußter mentaler (Übertragungs-)Prozesse auf Gestaltung und Verlauf der therapeutischen Interaktionen untersucht werden.

[...]

Wie auch in der vorliegenden Arbeit bestand die Schwierigkeit vor allem darin, die Ergebnisse der heterogenen Herangehensweisen mit ihren unterschiedlichen Foki in Bezug auf das zu untersuchende Stundenmaterial und der daraus resultierenden Fülle an Informationen miteinander zu vergleichen und in einem einheitlich strukturierten Schema darzustellen. Eine systematische Kreuzvalidierung war also zunächst nicht möglich. Die Lösung dieses Problems erschloß sich aus dem Rating von vorwiegend jenen Therapiesequenzen, die Berichte über Interaktionen mit anderen Menschen zum Inhalt hatten. Im analytischen Verständnis beinhalten solche Narrative Repräsentanzen von unbewußten Erfahrungen bzw. Erwartungen und Beziehungsmustern, die so mit Hilfe unterschiedlicher Methoden herausgefiltert, analysiert und aus denen Schlußfolgerungen über die inneren Arbeitsmodelle des Patienten hergeleitet werden können. Auf diese Weise wurden auch strukturelle Veränderungen im Verlauf einer Therapie faß- und meßbar. In aktuellen Studiendesigns der dritten Forschungsgeneration rückt nach Bucci (2005) nun zunehmend auch die Persönlichkeit des Psychoanalytikers mit seiner subjektiven

[Seite 20]

Erfahrungswelt ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Außerdem ist eine partielle Rückkehr zur Freudschen Junktimforderung zu beobachten, die Forschung und klinische Arbeit verstärkt zu integrieren versucht. Hatte die zweite Generation ihr Interesse noch ausschließlich auf „objektive“, d.h. meßbare Indikatoren des therapeutischen Geschehens gelenkt, so wird durch die Hinzuziehung der Analytiker als teilhabender Forscher das Spektrum derjenigen Faktoren, die Veränderungen hervorrufen und etablieren, um einen wesentlichen erweitert. Die „Münchner bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie“ ist in ihrem Design im großen und ganzen an diesen elementaren Überlegungen ausgerichtet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Übergang in eine vierte Generation von Psychotherapieprozeßforschung zu bereiten und Erkenntnisse über das Wie von Veränderungen durch therapeutische Interventionen innerhalb der Beziehung zu erbringen.

Anmerkungen

Der Inhalt der Quelle ist stark komprimiert mit Umformulierungen wiedergegeben.

Fortsetzung auf der Folgeseite

Sichter

[3.] Analyse:Aw/Fragment 033 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 01:35:38 Plagin Hood
Aw, Dorber 2007, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 24-26
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 34, Zeilen: 19 ff.
Diese Art der Aufteilung der hundert Items zwingt den Rater zu einer genauen Abwägung und Analyse des therapeutischen Prozesses. Jones et al. (Jones, 2000) empfehlen die Itemkärtchen vorab in drei Stapel aufzuteilen: uncharakteristisch, neutral und charakteristisch. [Erst im Anschluss an diese Aufteilung sollte der Rater die exakte Beurteilung des Materials vornehmen.] Die festgelegte Anzahl von Items pro Kategorie zwingt den Rater zu einer genauen Abwägung und Analyse des therapeutischen Prozesses. Jones et al. (2000) haben deshalb empfohlen, die Itemkärtchen vorab nur grob auf drei Kategorien (uncharakteristisch, neutral und charakteristisch) aufzuteilen und erst anschließend das exakte Rating vorzunehmen.
Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite

Sichter

[4.] Analyse:Aw/Fragment 045 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 02:39:11 Plagin Hood
Aw, Dorber 2007, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 2-23
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 27, 28, Zeilen: 27: 3 ff.; 28: 3 ff.
3.1 Beschreibung Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie

Die Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie wurde als prozessund strukturorientierte Psychotherapieforschung von Prof. Mertens am Department für Psychologie an der Ludwig-Maximilians–Universität München in Zusammenarbeit mit der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V. konzipiert. Die Bearbeitung der gesammelten Daten erfolgte unter der Mitarbeit zahlreicher Diplomanden und Doktoranden im Fach Klinische Psychologie. Im Rahmen dieser Studie wurde mit prospektivem und quasiexperimentellem Design das Material von zwanzig über vier bis fünf Messzeitpunkte hinweg audiografierten und transkribierten analytischen Psychotherapien untersucht. Es wurden die ersten fünf Erstgespräche und weitere fünf aufeinander folgende Stunden zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommen (um die achtzigste, hundertsechzigste, zweihundert vierzigste und um die dreihundertste Stunde). Diese Datenbasis kann als hinreichend gesättigt betrachtet werden, da Abstand und Anzahl zwischen den Messzeitpunkten und die Anzahl der eingesetzten Messinstrumente als groß betrachtet werden können. Zur Diagnostik wurden die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik und unter anderem folgende Messinstrumente eingesetzt:

  • die ‘Heidelberger Umstrukturierungsskala (HUSS)’ von Rudolf, Grande und Oberbracht
  • das ‘Zentrale Beziehungskonfliktthema (ZBKT)’ von L. Luborsky
  • das ‘Adult Attachment Interview (AAI)’ von M. Main
[Seite 27]

3.1 Die Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie

Im Rahmen prozeß- und strukturorientierter Psychotherapieforschung wurde die „Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie“ von Mertens vom Department für Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V. konzipiert und unter Mitarbeit zahlreicher versierter Diplomanden und Doktoranden im Fach Klinische Psychologie bearbeitet.

Mit ihrem prospektiven und quasiexperimentellen Design untersucht die Studie das Material von zwanzig über mehrere Meßzeitpunkte hinweg audiografierten und anschließend transkribierten analytischen Psychotherapien. Ein weiterer katamnestischer Meßzeitpunkt zwei Jahre nach Therapieende ist geplant. Erfaßt wurden in der Regel die fünf Erstgespräche und anschließend im Abstand von ca. 75 bis 80 Therapiestunden jeweils weitere fünf Sitzungen bis zum Abschluß der analytischen Psychotherapien. Da Anzahl und Abstand zwischen den Meßzeitpunkten und die Vielfalt der eingesetzten qualitativen und quantitativen Meßinstrumente mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten relativ groß sind, konnte die Datenbasis als hinreichend gesättigt betrachtet und damit auf eine größere Stichprobe verzichtet werden.

[...]

[Seite 28]

Zur Erstdiagnostik wurde die „Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik“ (OPD) als Schwerpunktverfahren eingesetzt. Weitere Meßinstrumente sind

  • die „Heidelberger Umstrukturierungsskala – HUSS“ von Rudolf, Grande & Oberbracht

[...]


  • das „Zentrale Beziehungskonflikt-Thema - ZBKT“ von L. Luborsky
  • das „Adult Attachment Interview – AAI“ von Mary Main
Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite.

Sichter

[5.] Analyse:Aw/Fragment 046 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 02:36:35 Plagin Hood
Aw, Dorber 2007, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 1-23
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 9. 27, 28, Zeilen: 0
...
  • das ‘Adult Attachment Projektive (AAP)’ von C. George
  • die ‘Selbstreflexionsskala (RF)’ von P. Fonagy
  • die ‘Strukturale Analyse Sozialen Verhaltens (SASB)’ von L.S. Benjamin.

Um die Erfassung unterschiedlicher Perspektiven (Patienten, Therapeut und Forscher) des psychotherapeutischen Prozesses zu ermöglichen, wurde eine Vielzahl von Methoden eingesetzt, wie die Methode der Plananalyse von J. Weiss oder das Psychotherapie Prozess Q-Sort-Verfahren von E. Jones. Die Therapeuten wurden in eine Bindungs- und Traumgruppe eingeteilt. Die Therapeuten der Bindungsgruppe wurden zum Thema Bindungsstatus der jeweiligen Patienten sehr ausführlich informiert und erhielten vorab umfangreiche Informationen zu Ergebnissen der aktuellen Bindungsforschung. In der Traumgruppe wurde der Initialtraum der jeweiligen Patienten von einem unabhängigen Rater strukturell eingeschätzt und von den behandelnden Therapeuten und einer Supervisionsgruppe eingehend diskutiert.

3.2 Beschreibung der Stichprobe

Für diese Arbeit wurden sechs Patienten aus dem Pool der Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie entnommen. Die Auswahl wurde von der leitenden Assistentin des Forschungsprojekts, Dr. Susanne Hörz, vorgenommen und erfolgte zufällig.

3.3 Methodisches Vorgehen

Für die vorliegende Arbeit wurden sechs Patienten zufällig aus dem Datenpool der Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie ausgewählt. Aus Datenschutzgründen wird im Weiteren das Geschlecht von Therapeuten und Patienten vereinheitlicht (männliche Form) und die Patientencodes durch eine Nummerierung ersetzt.

[Seite 28]
  • das „Adult Attachment Projektive - AAP“ von Carol George
  • die „Selbstreflexionsskala –SRF“ von Peter Fonagy
  • das „Psychotherapie-Prozeß Q-Sort - PQS“ von Enrico E. Jones
  • die „Strukturale Analyse Sozialen Verhaltens – SASB“ von Lorna S. Benjamin.

Die Vielzahl der Methoden soll die Erfassung unterschiedlicher Perspektiven des psychotherapeutischen Prozesses ermöglichen.

[Seite 27]

Die Therapeuten der untersuchten Stichprobe wurden in eine sogenannte Bindungs- und eine Traumgruppe unterteilt. Die Psychoanalytiker der Bindungsgruppe erhielten vorab umfangreiche Informationen zur aktuellen Bindungsforschung und wurden speziell zum Thema Bindungsstatus geschult. In der Kontrollgruppe wurde der Initialtraum der jeweiligen Patienten off- und online, d.h. von einem unabhängigen Rater, der anhand des Traummaterials eine Einschätzung struktureller Dispositionen vornahm, von den behandelnden Therapeuten und einer Supervisionsgruppe diskutiert.

[Seite 28]

3.2.1 Verwendete Stichprobe

Für diese Arbeit konnten aufgrund der Datenfülle, die die Verwendung zweier Untersuchungsmethoden hervorbrachte, nur vier Patienten aus dem Pool der „Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie“ entnommen werden. Die Auswahl erfolgte zufällig und wurde vom leitenden Assistenten des Forschungsprojektes vorgenommen.

[Seite 9]

Die in Kapitel 4 diskutierten Untersuchungsergebnisse wurden deswegen nochmals anonymisiert; dazu wurden u. a. das Geschlecht von Therapeuten und Patienten vereinheitlicht (männliche Fassung), die Patientencodes weggelassen und durch eine schlichte Numerierung (eins bis vier) ersetzt.

Anmerkungen

Fortgesetzt von vorheriger Seite.

Der Text beinhaltet Methodenbeschreibungen, die sich ggf. teils nur schwer ohne Überschneidungen mit der Quelle wiedergeben lassen. Teils erscheinen die Formulierungen auch eher trivial (geringe Schöpfungshöhe).

Sichter

[6.] Analyse:Aw/Fragment 153 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-25 23:42:50 Plagin Hood
Aw, Dorber 2007, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 3-16
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 98-99, Zeilen: 17-29, 1-7
In den letzten Jahrzehnten hat die analytische Psychotherapieforschung eine große Bandbreite an empirisch belegten, höchst relevanten Erkenntnissen über psychische Prozesse gewonnen. Gegenstand der Forschungsarbeiten von Jones, Fonagy, Kächele, um nur einige wenige Namen zu nennen, war und ist das Verstehen intersubjektiver Prozesse in psychoanalytischen Therapien anhand von unterschiedlichen Methoden und Ansätzen. Auch die Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie von Prof. Mertens, deren Teil die vorliegende Arbeit auch ist, bemüht sich um die Erforschung analytischer Prozesse und nicht nur um die Validierung analytischer Behandlungstechniken. Trotz kleiner Stichprobe bringen die Beiträge aufgrund der qualitativ ausgewerteten großen Datenfülle wesentliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit analytischen Psychotherapieprozessen. Die Kapazität der vorliegenden Arbeit war, wegen der Verwendung der arbeitsintensiven Methode des Psychotherapie-Prozess Q-Sort, auf sechs Patienten beschränkt. Ungeachtet dessen können die Ergebnisse einen wichtigen Beitrag zum Verständnis analytischer Prozesse leisten: [Seite 98]

Die analytische Psychotherapieforschung hat in den letzten 15-20 Jahren eine anregende Bandbreite an empirisch belegten und metapsychologisch relevanten Erkenntnissen über psychische Prozesse in Interaktionssituationen gewonnen. Gegenstand der Forschungsarbeiten von Fonagy, Stern, Jones, Kächele, Leuzinger-Bohleber, Sandell, um nur einige wenige Namen zu nennen, war und ist die geistige Werdung des Menschen. Mit unterschiedlichen Ansätzen und Methoden ging es in diesen Arbeiten letztendlich vor allem um das Verstehen intersubjektiver Prozesse im (psychoanalytischen) therapeutischen Setting. Auch die aktuelle Münchner Psychoanalyse-Studie von Mertens, in die die vorliegende Arbeit eingebettet ist, ist nicht nur um eine Validierung psychoanalytischer Behandlungstechniken und deren zugrundeliegender Metapsychologie bemüht, sondern sieht sich auch gegenüber der Prozeßforschung in der Pflicht. Auch wenn sich die einzelnen Beiträge aufgrund der großen Datenfülle, die die Auswertung mit qualitativen Methoden mit sich bringt, auf kleine Stichproben beschränken müssen, so sind sie,

[Seite 99]

dank der komplexen Qualität des gewonnenen Materials, dennoch in der Lage, wesentliche Entwicklungen im Prozeß analytischer Psychotherapien tendenziell zu erfassen. So war die Kapazität der vorliegenden Arbeit von vorneherein durch die Verwendung zweier so unterschiedlicher Methoden wie der Plananalyse und des „Psychotherapie- Prozeß Q-Sort“ auf die Untersuchung des Materials von nur vier Psychotherapien begrenzt. Ungeachtet dessen könnten die Ergebnisse einen wichtigen Beitrag zum Verständnis therapeutischer Prozesse leisten:

Anmerkungen

...

Sichter

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