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Quelle:Aw/Jokschies 2005

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Grit Jokschies
Titel    Bindungsrepräsentationen und Metakognitive Fähigkeiten bei jugendlichen und heranwachsenden Gewalttätern
Jahr    2005
Anmerkung    Dissertation zum Dr. phil. an der FU Berlin
URL    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000001794/

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Aw/Fragment 019 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-13 17:47:30 Plagin Hood
Aw, Fragment, Jokschies 2005, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 24-40
Quelle: Jokschies 2005
Seite(n): 54,55, Zeilen: S. 54: 31; S. 55: 01-20, 24-31
Inkohärente Aussagen in AAIs von Müttern weisen auf schwach strukturierte Modelle von eigenen Bindungsbeziehungen dieser Mütter hin und sind Ursache unsicherer Bindungsmuster beim Kind. Mütter, die nicht in der Lage sind, über die unmittelbare Erfahrungsrealität hinaus zu denken und den Unterschied zwischen unmittelbarer Erfahrung und dem zugrunde liegenden Befinden zu begreifen, neigen eher zu inkonsistentem Verhalten gegenüber ihren eigenen Kindern. Durch das Manual zur reflexiven Kompetenz wurde diese Fähigkeit operationalisiert (Fonagy, Target, Steele & Steele, 2000). Die Fähigkeit der Bezugspersonen, über das konkret beobachtbare Verhalten einer Situation hinauszugehen und das dem Verhalten zugrunde liegende innere Geschehen beim Kind erfassen zu können, gilt als zentraler Faktor für die Bindungssicherheit des Kindes. Elterliche Feinfühligkeit, gepaart mit hohen metakognitiven Kompetenzen der Bindungsperson, ermöglichen klare Prognosen einer Bindungssicherheit beim Kind im entsprechenden Alter. Es ist nur im Kontext einer sicheren Bindungsbeziehung möglich zu erkennen, dass man selbst, und auch andere, durch innere mentale Befindlichkeiten motiviert ist. (Fonagy, 1998). Das psychische Selbst entwickelt sich durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen. Dies ist auch in psychoanalytischen Theorien, wie von Bion, Winnicott oder Kohut, so Fonagy (Fonagy, 2006), erst dann möglich, wenn die Mutter fähig [ist, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten.] [Seite 54]

Inkohärente Aussagen in den Erwachsenen-

[Seite 55]

Bindungsinterviews von Müttern weisen demnach auf schwach strukturierte Modelle von eigenen Bindungsbeziehungen dieser Mütter hin und sind für Main die wichtigste Ursache unsicherer Bindungsmuster beim Kind. Main konnte zeigen, dass Mütter, die nicht in der Lage sind, über die unmittelbare Erfahrungsrealität (ihre eigene in Beziehung zu ihren Eltern oder die ihres eigenen Kindes) hinaus zu denken und den Unterschied zwischen unmittelbarer Erfahrung und dem zugrunde liegenden mentalen Befinden zu begreifen, eher zu inkonsistentem Verhalten gegenüber ihren eigenen Kindern neigen (Fonagy, 1998a). Operationalisiert wurden diese Kompetenzen durch das Manual zur Reflexiven Kompetenz (Fonagy & Target, 1998) in Anwendung auf das Erwachsenen-Bindungsinterview (AAI). Die Fähigkeit der Bezugspersonen, über das konkret beobachtbare Verhalten einer Situation hinauszugehen und das dem Verhalten zugrunde liegende innere Geschehen beim Kind erfassen zu können, ist als zentraler Faktor für die Bindungssicherheit des Kindes anzusehen. Hohe metakognitive Kompetenzen der Bindungspersonen, gepaart mit der bereits diskutierten elterlichen Feinfühligkeit ermöglichen klare Prognosen einer Bindungssicherheit beim Kind. Die Erkenntnis, dass man selbst und dass auch andere durch innere mentale Befindlichkeiten motiviert sind, ist eine Entwicklungsleistung, die nur im Kontext einer sicheren Bindungsbeziehung umfassend möglich wird.

[...]

Psychoanalytische Überlegungen zur Bedeutung metakognitiver Fähigkeiten der Mutter in Bindungsbeziehungen sind ähnlich gelagert: Sie betonen die Fähigkeit der Mutter, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten (Bion, 1962; Fairbairn, 1952; Kohut, 1977; Winnicott, 1965). Demnach entwickelt sich das psychische Selbst, der Mensch mit Absichten, Zielen, Gedanken und Wünschen durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen.

Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite, siehe Aw/Fragment 020 01.

Sichter

[2.] Analyse:Aw/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-13 18:42:48 Agrippina1
Aw, Fragment, Jokschies 2005, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1-25
Quelle: Jokschies 2005
Seite(n): 55, 58-59, Zeilen: 55: 23-30; 58: 25-33 ; 59: 1ff.
[Das psychische Selbst entwickelt sich durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen. Dies ist auch in psychoanalytischen Theorien, wie von Bion, Winnicott oder Kohut, so Fonagy (Fonagy, 2006), erst dann möglich, wenn die Mutter fähig] ist, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten. Innerhalb des Konstrukts der reflexiven Kompetenz verschiebt sich der traditionelle psychoanalytische Schwerpunkt, so Fonagy (Fonagy, Target & Steele, 1998). Denn psychoanalytische Theorien gingen davon aus, dass das Kind das Bild der Mutter internalisiert, die zum Halten der emotionalen Zustände ihres Kindes fähig ist. Dadurch erwirbt das Kind eine Selbststruktur, die es ihm ermöglicht, Konflikte und Verstörungen in sich zu halten. Fonagy expliziert diesen Zusammenhang detaillierter:

Das Kind nimmt im Verhalten der Mutter nicht nur deren Reflexivität wahr, auf die es schließt, um ihr Verhalten begründen zu können, sondern es nimmt zuvor in der Haltung der Mutter ein Bild seiner selbst als mentalisierendes, wünschendes und glaubendes Selbst war [sic!]. Das Kind sieht, dass die Mutter es als intentionales Wesen repräsentiert. Es ist diese Repräsentanz, die internalisiert wird und das Selbst bildet. ‘Ich denke, also bin ich’ reicht also als psychodynamisches Modell für die Geburt des Selbst nicht aus; ‘Sie denkt mich als denkend und also existiere ich als denkendes Wesen’ kommt der Wahrheit möglicherweise näher. S.366 (Fonagy, 1998)

Das Kind kann sich als intentionales psychisches Wesen im Anderen wieder finden, wenn die reflexive Mutter die intentionale Haltung des Kindes wahrnimmt. Besitzt die Mutter diese Fähigkeit nicht, wird sich das Kind gegenüber der Mutter unsicher verhalten. Wenn die Beziehung zur Mutter feindselig oder missbräuchlich ist, wird sich das Kind von der Mutter abwenden, da die feindlichen Absichten das kindliche Selbst überwältigen. Dies kann sich bis zum Vermeiden mentalen Befindens steigern und das Kind kann sich nicht mit einem verständnisvollen Objekt identifizieren und bedeutungsvolle intime Beziehungen mit ihm aufbauen (Fonagy, Moran & Target, 1998).

[Seite 55]

Psychoanalytische Überlegungen zur Bedeutung metakognitiver Fähigkeiten der Mutter in Bindungsbeziehungen sind ähnlich gelagert: Sie betonen die Fähigkeit der Mutter, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten (Bion, 1962; Fairbairn, 1952; Kohut, 1977; Winnicott, 1965). Demnach entwickelt sich das psychische Selbst, der Mensch mit Absichten, Zielen, Gedanken und Wünschen durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen.

[...]

[S. 58]

Fonagy (1998) betont, dass sich innerhalb des Konstrukts der Reflexiven Kompetenz auch der traditionelle psychoanalytische Schwerpunkt verschiebt. Psychoanalytische Theorien gingen davon aus, dass das Kind das Bild der Mutter internalisiert, die zum Halten emotionaler Zustände des Kindes fähig ist. Dadurch erwirbt das Kind eine Selbststruktur, die es dem Kind ermöglicht, Konflikte und Verstörungen in sich zu halten. Die Sicht des Autors unterscheidet sich von diesem Schwerpunkt:

„Das Kind nimmt im Verhalten der Mutter nicht nur deren Reflexivität wahr, auf die es schließt, um ihr Verhalten begründen zu können, sondern es nimmt zuvor in der

[Seite 59]

Haltung der Mutter ein Bild seiner selbst als mentalisierendes, wünschendes und glaubendes Selbst wahr. Das Kind sieht, dass die Mutter es als intentionales Wesen repräsentiert. Es ist diese Repräsentanz, die internalisiert wird und das Selbst bildet. ‚Ich denke, also bin ich’ reicht also als psychodynamisches Modell für die Geburt des Selbst nicht aus; ‚Sie denkt mich als denkend, und also existiere ich als denkendes Wesen’ kommt der Wahrheit möglicherweise näher.“ (Fonagy, 1998a: 366)

Durch ihre reflexive Kompetenz kann die Mutter die intentionale Haltung des Kindes abbilden und das Kind kann sich als intentionales psychisches Wesen im anderen wieder finden. Besitzt die Mutter diese Fähigkeit nicht und hat das Kind auch keinen anderen zwischenmenschlichen Bereich, in dem es als mentales Wesen begriffen wird, dann wird sich das Kind gegenüber der Mutter unsicher verhalten. Wenn die Beziehung zur Mutter feindselig, missbräuchlich oder gar völlig leer ist, wird sich das Kind aller Voraussicht nach abwenden, weil die feindlichen Absichten das kindliche Selbst überwältigen. Wenn dies zu einer Vermeidung mentalen Befindens führt, wird wiederum die Chance verringert, sich mit einem verständnisvollen Objekt zu identifizieren und bedeutungsvolle intime Beziehungen mit ihm aufzubauen (Fonagy, a.a.O.)37.

Anmerkungen

Fortgesetzt von Aw/Fragment 019 24.

Sichter

[3.] Analyse:Aw/Fragment 022 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-15 17:56:27 Guckar
Aw, Fragment, Jokschies 2005, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 23-32
Quelle: Jokschies 2005
Seite(n): 151, Zeilen: 1-11
Anhand der Transkriptionen der AAIs erfasst die RF-Skala, ob der interviewten Person ein stabiles psychologisches Modell zur Beschreibung eigener und fremder Gefühle und Gedanken zur Verfügung steht, welches Konzept von inneren mentalen Zuständen sie hat und inwiefern es ihr möglich ist, bei der Beurteilung der inneren Zustände und des Verhaltens anderer vom eigenen Erleben zu abstrahieren (Daudert, 2002). Die Skala gibt auch Auskunft darüber, ob und in welchem Ausmaß eine Person sich und ihre Bezugspersonen als mentale Wesen mit differenzierten Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Intentionen wahrnehmen kann. Im Manual (Daudert, 2002) sind die inhaltlichen Reflexivitätskriterien anhand von typischen Aussagen im AAI illustriert und in einer Skala von -1 bis 9 bewertet (in der Tabelle 1.1 siehe eine Zusammenfassung des Reflexivitätsgrades).

Daudert, E. (2002). Die Reflective Self Functioning Scale. In B. Strauß, A. Buchheim & H. Kächele (Hrsg.), Klinische Bindungsforschung (S. 54–67). Stuttgart: Schattauer GmbH.

Anhand der Transkriptionen des AAI erfasst das RF-Manual, ob der interviewten Person ein stabiles psychologisches Modell zur Beschreibung eigener und fremder Gefühle und Gedanken zur Verfügung steht und welches Konzept von inneren mentalen Zuständen sie hat und inwiefern es ihr möglich ist, bei der Beurteilung innerer Zustände und des Verhaltens anderer vom eigenen Erleben zu abstrahieren. Das RF-Manual gibt auch Auskunft darüber, ob und in welchem Ausmaß ein Mensch sich und seine Bezugspersonen als mentale Wesen mit differenzierten Gefühlen, Gedanken, Wünschen und Absichten wahrnehmen kann. Im Auswertungsmanual (siehe Anhang) sind die inhaltlichen Reflexivitätskriterien anhand von typischen Aussagen im AAI illustriert. Diese werden dann in einer Skala von -1 bis 9 bewertet.
Anmerkungen

Der Text findet sich ähnlich tatsächlich auch in der vom Verfasser angegebenen Quelle "(Daudert, 2002)", wenn auch nicht auf einer der im Literaturverzeichnis genannten Seiten (S. 54–67), sondern auf S. 88-89, vgl. Aw/Dublette/Fragment 022 23. Die Textnähe zu Jokschies (2005) ist jedoch deutlich höher.

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