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Quelle:Awb/Vahl 1995

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Christian-Friedrich Vahl
Titel    Intracelluläre Calciumtransienten bei terminaler Herzinsuffizienz
Ort    Heidelberg
Jahr    [1995]
Anmerkung    Heidelberg, Habil.-Schr., siehe Universitätsbibliothek Heidelberg

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    30


Fragmente der Quelle:
[1.] Awb/Dublette/Fragment 061 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-08-13 10:03:08 Guckar
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 9-17
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 7, Zeilen: 1-11
Die auf Weber und Portzehl (1954) zurückgehende Technik des Häutens von Muskelfasern ist eine Methode, die die Analyse des kontraktilen Apparates unter Gleichgewichtsbedingungen erlaubt. Sie beruht im wesentlichen auf dem Prinzip, daß durch entsprechende lipophile Agentien (z.B.: Glyzerin, Saponin, Triton X-100) unter definierten Bedingungen die fettlöslichen Elemente der Zellmembranen einschließlich des sarkoplasmatischen Retikulums herausgewaschen werden. Damit bleibt nach der Häutungsprozedur ein Zytoskelett der Zellen übrig, welches wie ein Sieb auch für großmolekulare Teilchen permeabel ist.

Weber HH, Portzehl H (1954) <br>The transference of the muscle energy in the contraction cycle. <br>Progr Biophys Mol Biol; 4: 60-111

Bei diesen Voruntersuchungen wurde die auf Weber und Portzehl (335) zurückgehende Technik des Häutens von Muskelfasern verwendet. Es handelt sich dabei um eine Methode, die die Analyse des kontraktilen Apparates unter Gleichgewichtsbedingungen erlaubt. Sie beruht im wesentlichen auf dem Prinzip, daß durch entsprechende lipophile Agentien (z.B.: Glyzerin, Saponin, Triton X-100) unter definierten Bedingungen die fettlöslichen Elemente der Zellmembranen einschließlich der des sarkoplasmatischen Retikulums herausgewaschen werden. Damit bleibt nach der Häutungsprozedur ein Zytoskelett der Zellen übrig, welches wie ein Sieb auch für großmolekulare Teilchen permeabel ist.

[EN 335] Weber HH, Portzehl H (1954) The transference of the muscle energy in the contraction cycle. Prog Biophys Mol Bio1 4: 60-111

Anmerkungen

Fast identisch - ohne jede Kennzeichnung. Die Stelle aus Vahl (1995) wird im nächsten Fragment (nach zwei eigenen Sätzen) fortgesetzt.

Sichter
Hindemith

[2.] Awb/Dublette/Fragment 061 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-07 20:04:02 Sotho Tal Ker
Awb, Dublette, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 061, Zeilen: 21-29
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 007, Zeilen: 11-24
Die Zusammensetzung der Badlösung entspricht unter diesen Bedingungen der intrazellulären Lösung. Das bedeutet, daß der kontraktile Apparat direkt angesprochen werden kann. Die für den kontraktilen Prozeß notwendige Energie muß gemeinsam mit der Badlösung angeboten werden. Da die Calciumionenkonzentration durch die Zusammensetzung der Badlösung vorgegeben ist, wird der auf diese Weise stimulierte Muskel bei entsprechender Energiezufuhr so lange aktiviert bleiben, bis die Calciumionenkonzentration durch Wechsel der Badlösung wieder gesenkt wird. Damit sind Untersuchungen des kontraktilen Apparates unter Gleichgewichtsbedingungen möglich. Die Zusammensetzung der Badlösung entspricht unter diesen Bedingungen der intrazellulären Lösung, die den kontraktilen Apparat umgibt. Das bedeutet, daß die Antwort des kontraktilen Apparates auf entsprechende Änderungen der Zusammensetzung von Badlösungen direkt gemessen werden kann. Die für den kontraktilen Prozeß notwendige Energie muß unter diesen Bedingungen gemeinsam mit der Badlösung angeboten werden. Da die Calciumionenkonzentration durch die Zusammensetzung der Badlösung vorgegeben ist, wird der auf diese Weise stimulierte Muskel bei entsprechender Energiezufuhr so lange aktiviert bleiben, bis die Calciumkonzentration durch Wechsel der Badlösung wieder gesenkt wird. Durch diesen Kunstgriff wurden Untersuchungen des kontraktilen Apparates des menschlichen Myocards unter Gleichgewichtsbedingungen möglich (9, 237, 313, 318).

[EN 9] Arndt H, Bletz C, Katus HA, Mall G, Rüegg JC (1989) <br>Calcium sensitivity and unloaded shortening velocity of hypertrophied and nonhypertrophied skinned human atrial fibres. <br>Pflügers Arch 415:209-213

[EN 237] Peiper U, Vahl CF, Donker E, Buchholz D, Schreiber S (1986) <br>The temperature dependence of post-vibration tension recovery in intact and skinned rat tracheal smooth muscle. <br>J Muscle Res Cell Mot 7 : 333-338

[EN 313] Vahl CF, Lange R, Bauernschmitt R, Herold U, Tischmeyer K, Hagl S (1991) <br>Analyzing contractile responses in demembranized pig papillary muscle fibres: the influence of Calcium, resting force and temperature. <br>Thorac Cardiovasc Surg 39: 329-337

[EN 318] Vahl CF, Bauernschmitt R, Tischmeyer K, Sonnenberg K, Lang A, Bonz A, Hagl S (1992) <br>Einsatz der vibrationsvermittelten "force-clamping" Technik zur Kontraktiliätsbestimmung demembranisierter isolierter myocardialer Muskelfasern <br>Herz Thorax Gefäßchir 6: 323-331]

Anmerkungen

leicht gekürzt, aber im Wortlaut kaum von Vahl (1995) abweichend, ohne dass diese Quelle genannt wird

Sichter
Hindemith

[3.] Awb/Fragment 027 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:08 Kybot
Awb, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 11-23
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 38, Zeilen:
Die Präparation des Papillarmuskels erfolgte in begaster KHS/BDM - Lösung bei 4°C auf Eis. Die Papillarmuskelköpfe wurden unter 10 - facher Vergrößerung eines Zeiss - Mikroskopes, ausgehend von den Chordae Tendinae, in Muskelfaserrichtung 2 mm tief eingeschnitten. Von der sich bietenden Kante wurde mittels einer Schere ein ca 8 mm x 1,5 mm langer Muskelstreifen gewonnen, welcher mit einem Skalpell auf eine Größe von 5 x 0.6 mm (nicht vorgedehnt) reduziert wurde. Um mögliche Einflüsse des myokardialen Endothels auf das Kontraktionsverhalten sicher ausschließen zu können (Bourreau et al. 1993, Li et al. 1993, Chu und Guo 1993), wurde das Endothel vollständig entfernt. Anschließend wurde das Präparat in der BDM / KHS - Lösung bei 4°C aufbewahrt. Es wurden ferner nur solche Papillarmuskelfasern präpariert, die makroskopisch keine morphologischen Veränderungen zeigten und mindestens 3 bis 5 zu untersuchende Muskelstreifenpräparate ergaben. Abbildung 8 zeigt den Versuchsaufbau zur simultanen Registrierung von Muskelmechanik und intracellulärem Calciumtransienten. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden die Einrichtungen zur Perfusion der Küvette und der elektrischen Stimulation nicht in das Schema aufgenommen. Die Steuereinheiten und Meßeinheiten zur Analyse der Muskelmechanik entsprechen der Abildung 5. Der Muskel befindet sich hier in einer Perfusionsküvette. Die Küvette mit dem Muskelpraparat ist im Lichtweg des von einer Xenon-Lampe stammenden Exzitationslichtes plaziert. Ein Filterrad (Rotationsfrequenz 125 Hz) sorgt dafür, daß die Anregung alter-nierend mit Wellenlängen von 340 nm und 380 nm erfolgt. Das Exzi-tationslicht wird in geeignete Kanäle sortiert und über einen photomultiplier gemessen. Im Computer wird - nach Abzug der Hin-tergrundfluoreszenz - on line der Quotient des Emissionslichtes beider Wellenlangen gebildet, der zur Calciumkonzentration im Muskelpraparat proportional ist. Das Calciumsignal wird gemeinsam mit den mechanischen Signalen sowohl analog auf dem Oszilloskop als auch digital in einem 486-Computer erfaßt und gespeichert
Anmerkungen

Übernimmt mit Umformulierungen die Beschreibung für sein Diagramm. Ich sehe die Übereinstimmung nicht (Hindmeith) --> kein Plagiat

Sichter

[4.] Awb/Fragment 032 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:10 Kybot
Awb, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1-19
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 36,37,38, Zeilen: 1-26,0-0,1-9
2.2.5 Versuchsreihen zur Analyse des Kontraktionsverhaltens intakter Papillarmuskelfasern


Zur Analyse des Kontraktionsverhaltens intakter Muskelfasern wurden


3 verschiedene Arten von Messungen durchgeführt:


I) Untersuchungen unter isometrischen Meßbedingungen: Hierbei wird die Muskellänge des Präparates bei elektrischer Stimulation konstant gehalten.


II) Untersuchungen unter isotonen Meßbedingungen: Bei isotonen Messungen kann sich der Muskel nach elektrischer Stimulation gegen eine definierte Kraft verkürzen.


III) Analyse des Verkürzungsverhaltens bei nachbelasteten Kontraktionen: Um den physiologischen Bedingungen des Herzens möglichst nahe zu kommen, wurden nachbelastete Kontraktionen durchgeführt. Das sind Kontraktionen, bei denen sich das Muskelpräparat - wie im Herzzyklus - zunächst isometrisch kontrahiert, um sich dann gegen eine definierte Nachlast ("Afterload") isoton zu verkürzen. Im Herzzyklus entspricht die isometrische Kontraktion in grober Annährung der isovolumetrischen Phase der Ventrikelkontraktion. Während der "isotonen" Austreibungsphase öffnet sich die Aortenklappe gegen eine definierte Nachlast (Afterload). Das Afterload kann im Muskelfasermodell auf einem vorher eingestellten Wert festgelegt werden, gegen den sich der Muskel dann verkürzen kann. Bei Beginn der Relaxation (Diastole) wird der Muskel mit konstanter Geschwindigkeit auf seine exakte Ausgangslänge zurückgedehnt (Abbildung 7). Damit ist gesichert, daß alle weiteren Experimente von dem gleichen Punkt der Ruhedehnungskurve ausgehen.

Abb 7:

[Hier verwendet der Autor die selben Diagramme wie in der Quelle in geänderter Anordnung.]


Abb siehe hier


Abbildung 7: Beispiel für isometrische (a), isotone (b) und nachbelastete Kontraktionen (c+d). Bei "1" beginnt sich der Muskel gegen eine vorgegebene Nachlast zu verkürzen, bei "2" wird er mit konstanter Geschwindigkeit auf die Ausgangslänge zurückgedehnt. Das Dreieck zeigt den Zeitpunkt der elektrischen Stimulation an. ML = Muskellänge, MD = Muskeldurchmesser

Messungen der Muskelmechanik an isolierten intakten Muskelfasern Messungen unter isometrischen Bedingungen


Als isometrisch werden nachfolgend Messungen bezeichnet, bei denen die Muskellänge des elektrisch stimulierten Präparates konstant gehalten wird (ABB 7a).

Messungen unter isotonen Bedingungen Als isoton werden nachfolgend Messungen bezeichnet, bei denen sich das elektrisch stimulierte isolierte Muskelpräparat gegen eine definierte Kraft verkürzt (ABB 7b).


Nachbelastete Kontraktionen Unter physiologischen Bedingungen sind reine isometrische oder ausschließlich isotone Kontraktionen innerhalb eines Herzzyklus seltene Grenz fälle. Die für das Myocard am ehesten charakteristische Kontraktionsform ist die sogenannte "nachbelastete Kontraktion". Innerhalb eines regelrechten Herzzyklus kontrahiert der Muskel zunächst annähernd "isometrisch". Am Ende der isovolumetrischen Phase der Kontraktionen kommt es zur Öffnung der Aortenklappe. Anschließend wirft das Herz das Schlagvolumen unter annähernd "isotonen" Bedingungen gegen eine definierte Nachlast ("afterload") aus. Diese grob vereinfachende Darstellung läßt sowohl die bereits während des "isometrischen" Anteiles des Kontraktion stattfindenden Längenänderungen des Myocards unberück-sichtigt wie auch die Variabilität des Afterloads in der sich an-schließenden "isotonen" Phase. Zur Durchführung entsprechender nachbelasteter Kontraktionen im Modell der isolierten Muskelfaser wurde im Sinne einer weitest

[S. 37]


Abb siehe hier


[Hier sind 4 Diagramme eingefügt. Darunter steht:]

Abbildung 7 illustriert qualitativ anhand von Originalregistrie-rungen am normalen linksventrikulären Myocard die Durchführung mechanischer Messungen des Kontraktionsverhaltens. Der obere Ka-nal des Oszilloskopes ist mit der Verkürzung belegt, der untere mit der Kraftentwicklung. Die Triggerung erfolgt durch die elektrische Stimulation (Verzögerung: 100ms). Abb 7a zeigt eine iso-metrische Kontraktion, Abb 7b eine isotone Kontraktion. Die unte-ren Registrierungen (c, d) zeigen Beispiele nachbelasteter Kontraktionen: wahrend der Entwicklung einer isometrischen Kon-traktion wird die Kraft auf einem vorher gewählten Niveau (hier markiert mit ("1")) konstant gehalten. Der Muskel verkürzt gegen die entsprechende Kraft. Mit Beginn der Relaxation (hier markiert mit ("2")) wird der Muskel mit konstanter Geschwindigkeit auf ei-ne Ausgangslange zuruckgedehnt, um eine mögliche Verschiebung auf der Ruhe-Dehnungs-Kurve (z.B. bedingt durch unvollständige spon-tane Relaxation) sicher zu vermeiden. Der Zeitbedarf, der bis zum Erreichen von 50% bzw. 75% der Verkürzungsamplitude erforderlich ist, wird während der Relaxation gemessen.


[S 38]


möglichen Simulation physiologischer Verhältnisse folgendes Vorgehen gewählt (ABB 7c und d): während der Entwicklung einer Kontraktion wird das Afterload auf einem vorher gewählten Level kon-stant gehalten. Damit wird es dem Muskel möglich, sich gegen die-ses Afterload zu verkürzen. Mit Beginn der Diastole wird der Muskel mit konstanter Geschwindigkeit auf seine exakte Ausgangslänge Lmax zurückgedehnt, um zu gewährleisten, daß nacheinander stattfindende Kontraktionen von dem gleichen Punkt auf der Ruhe-Dehnungskurve ihren Ausgang haben.

Anmerkungen

Übernimmt mit großeren Umformulierungen eine ganze Passage. Sogar die Diagramme sind ähnlich und die Abbildungen identisch bezeichnet und ähnlich beschrieben. Hindemith: vorerst nur verdächtig, da die Übereinstimmungen nicht wörtlich sind, die Abbildun nicht ganz identisch ist, und es sich um ein Einführungskapitel handelt.

Sichter

[5.] Awb/Fragment 033 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:12 Kybot
Awb, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 7-
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 43, Zeilen: 22-
Der Versuchsaufbau ist in Abbildung 4 dargestellt. Um den intrazellulären Calciumstransienten auch bei isotonen und nachbelasteten Kontraktionen artefaktfrei analysieren zu können, wurde eine neue Methode entwickelt, Calcium mittels des Fluoreszenzfarbstoffes FURA-2/AM zu messen. FURA-2/AM ist ein Calciumindikator, der, wenn er sich mit Calcium verbindet, bei 340 und 380 nm Wellenlänge angeregt werden kann. Das Exzitationslicht wird in geeignete Kanäle sortiert und über einen Photomultiplier gemessen. Mittels Computer wird "on line" der Quotient des Emmissionslichtes beider Wellenlängen gebildet, der zur Calciumkonzentration im Muskelpräparat proportional ist ( Quotientenmethode ). Die Quotientenmethode hat den Vorteil, daß der ermittelte Meßwert - theoretisch - weder von der intrazellulären Indikatorkonzentration noch von Änderungen der Präparatgeometrie abhängig (Grynkiewicz et al. 1985), da durch Präparatabmessungen induzierte mechanische Artefakte "herausdividiert" werden, weil sie im Zähler und Nenner proportional gleich auftreten. Bei isotonen Kontraktionen kommt es zu einer Verkürzung der Muskelfaser und damit auch zu einer Zunahme des Durchmessers. Damit kommt es pro Querschnittsfläche zu einer Zunahme des angeregten Fluoreszenzfarbstoffes FURA-2. Da die Quotientenmethode angewen-det wurde, ist zu erwarten, daß sich entsprechende präparatspezifische Veränderungen auf beiden Wellenlängen (340 nm und 380 nm) zeigen. Daher ist bei Verwendung der "Quotientenmethode" davon auszugehen, daß derartige durch Änderungen der Präparatabmessungen induzierte mechanische Artefakte "herausdividiert" werden, da sie in Zähler und Nenner proportional gleich auftauchen.
Anmerkungen
Sichter

[6.] Awb/Fragment 033 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:13 Kybot
Awb, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 31-24
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 41, Zeilen:
2.3.3 Exzitations- und Emissionslicht Exzitationslicht:

Das Exzitationslicht zur Anregung stammt aus einer Xenon - Hochdrucklampe, deren Lichtstrahl ein mit einer Frequenz von 125 Hz rotierendes Filterrad passieren muß,[dessen Filter alternierend Licht mit einer Wellenlänge von 340 und 380 nm durchtreten läßt.]

3.) Exzitationslicht

Das Exzitationslicht stammt aus einer Xenonlampe. In deren Licht-pfad ist ein rotierendes Filterrad integriert, um alternierend Licht von 340 nm bzw. 380 nm Wellenlänge passieren zu lassen. Die Rotationsfrequenz des Filterrades liegt bei 125 Hz. Insgesamt sind 4 Filter installiert, jeweils 2 für 340 nm und 2 für 380 nm.

Anmerkungen

Die beiden Autoren beschreiben dieselbe Aparatur mit unterschiedlichen Worten: kein Plagiat (Hindemith)

Sichter

[7.] Awb/Fragment 034 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:16 Kybot
Awb, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1-
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 42, Zeilen: ab 1
dessen Filter alternierend Licht mit einer Wellenlänge von 340 und 380 nm durchtreten läßt. Emmissionslicht: Das vom Präparat abgestrahlte

Emmissionlicht wird vom Photomultiplier in elektrische Signale umgesetzt, die in nachgeschalteten Rechnersystemen weiterverarbeitet werden. Die anfallende Hintergrundfluoreszenz wurde gesondert bestimmt und entsprechend abgezogen. Diese war unter den gegebenen Meßbedingungen minimal und während der Versuche konstant.


2.3.4 Inkubation der Muskelpräparate mit FURA - 2/AM :

Vor der Inkubation der Muskelfasern wurden von jeder Faser Ausgangswerte bestimmt. Dabei dienten Kraftentwicklung und Verkürzungsfähigkeit als wesentliche Bezugswerte. Wurden diese Werte nach der Inkubation um > 10% unterschritten, wurden die Präparate aus den Untersuchungen ausgeschlossen. Die Muskelfasern wurden in eine oxygenierte Inkubationslösung ( 100 ml KHS, 500 mg Cremophor EL [ C-5135 / Sigma ], 0.43 mg TPEN ( N,N,N',N' - tetrakis ( 2 -Pyridylmethyl ) Ethylendiamine [P-4412 / Sigma] ) bei 26°C gegeben. Dazu wurden 100pl Fura-2/AM - Stammlösung (0.5mg Fura-2/AM / 1ml DMSO) hinzugefügt und die Inkubationsröhrchen mit Aluminiumfolie vor Licht geschützt, mit Carbogen oxygeniert und für 3 Stunden bei einem pH von 7,4 inkubiert. Nach der Inkubation wurden die Fasern für 15 Minuten mit 37°C warmer, oxygenierter KHS - Lösung gespült.

[

...

ist ein rotierendes Filterrad integriert, um alternierend Licht von 340 nm bzw. 380 nm Wellenlänge passieren zu lassen. Die Rotationsfrequenz des Filterrades liegt bei 125 Hz. Insgesamt sind 4 Filter installiert, jeweils 2 für 340 nm und 2 für 380 nm.

...

]

4 . ) Emissiorislicht : Das vom Präparat abgestrahlte Emissionlicht wird durch entspre-chende Spiegel umgeleitet und die Intensität des Lichtsignales bei 510 nm gemessen. Die vom Photomultiplier in elektrische Sig-nale konvertierten abgestrahlten Lichtintensitäten werden im nachgeschalteten Rechnersystem weiterverarbeitet. Die Hinter-grundfluoreszenz wird gesondert bestimmt, damit diese vor Bildung entsprechender Quotienten subtrahiert werden kann.


...


Nachdem im Rahmen der Funktionsprüfung des Präparates ein adäquates Kontraktionsverhalten gesichert war, wurden die Muskelfasern aus der Versuchsanlage entnommen und in Dunkelheit in einer oxy-genierten Krebs-Henseleit-Lösung, die 5 uM FURA-2/AM enthielt, inkubiert (FURA-2AM, F-0888/SIGMA; Stammlösung 0.5 mg FURA/lml DMSO). Bei der Herstellung der Inkubationslösung wurden in 100 ml Krebs-Henseleit-Lösung 500 mg Cremophor (C-5135/SIGMA) und 0.43 mg TPEN (N,N,N,'N'-tetrakis(2-Pyridylmethyl)Ethylenediamine : P-4413/SIGMA) zugesetzt. Die Inkubationsdauer des Muskelpräparates lag bei 6 Stunden bei 26C. Sie erfolgte unter ständiger Carbogen-Begasung in kleinen Inkubationsröhrchen (Bestell.Nr: 55.468, Fa. Sarstedt, Nürnberg), die mit Aluminiumfolie vor Lichteinwirkung abgeschirmt waren. Das nicht cytotoxische Detergens Cremophor EL (0.5%) und der Chelatbildner TPEN wurden der Inkubationslösung

[

zugesetzt, um eine Steigerung der Lösbarkeit und eine schnellere Penetration durch die Zellmembran zu ermöglichen. Nach 6 Stunden wurden die Präparate der Inkubationslösung entnom-men und über 15 min ohne elektrische Stimulation in 37C warmer, oxygenierter Krebs-Henseleit-Lösung inkubiert. Dann wurde die Muskelfaser wieder zwischen Vibrator und Kraftaufnehmer plaziert und erneut auf optimale Länge vorgedehnt. Nur die Muskelfasern, die mindestens 90% der initialen isometrischen Kraftamplitude und der isotonen Verkürzung erreichten, wurden in das weitere Meßpro-tokoll zur Analyse des intracellulären Calciumtransienten aufgenommen.

]

Anmerkungen

Stark verkürt ,modifiziert und Zusammenfassend wiedergegeben. Hindemith: auch hier sehe ich keine längeren wörtlichen Übernahmen. Dass es sinngemäß um die gleichen Sachverhalt geht, ist nicht verwunderlich, da ähnliche Versuchsanordnungen beschrieben werden. Wenn das ein Plagiatsfragment sein soll, dann muss die genaue Übernahme herausgearbeitet werden, das Fragment wohl gekürzt werden --> vorerst verdächtig

Sichter

[8.] Awb/Fragment 034 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:18 Kybot
Awb, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 21-24
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 46, Zeilen: 30-32
2.3.5 Berechnung der intrazellulären Calciumkonzentration :

Nach Grynkiewicz et al. (1985) läßt sich die intrazelluläre Calciumkonzentration mittels folgender Gleichung berechnen :

Ca2+ = ((R - Rmin) / (Rmax -R))*Kd*s

Nach Grynkiewicz et al (13) läßt sich die intracelluläre Calcium-konzentration unter Verwendung folgender Gleichung berechnen:


Ca++ = ((R - Rmin)/(Rmax - R))* Kd *s

Anmerkungen

Hindemith: die Gleichung ist samt Quelle wohl korrekt wiedergegeben -- es gibt keinen Hinweis darauf, dass der Autor sich nicht auf die angegebene Quelle bezieht. Die Übernahme (wenn sie eine ist) ist nicht vollkommen wörtlich, und was wörtlich ist "lässt sich [...] berechnen" ist banal. --> kein Plagiat

Sichter

[9.] Awb/Fragment 035 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:20 Kybot
Awb, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1-
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 43,49, Zeilen: ab 17, ab 1
[2.3.5 Berechnung der intrazellulären Calciumkonzentration :


Nach Grynkiewicz et al. (1985) läßt sich die intrazelluläre Calciumkonzentration mittels folgender Gleichung berechnen : Ca2+ = ((R - Rmin) / (Rmax -R))*Kd*s]


wobei : R = gemessener Quotient des emmitierten Fluoreszenzlichtes bei Anregung mit 340 und 380 nm; Rmin = R bei minimaler freier intrazellulärer Calciumionenkonzentration; Rmax = R bei maximaler intrazellulärer Calciumionenkonzentration; Kd = Dissoziationskonstante des FURA - 2 -Calciumkomplexes; s = Quotient der Fluoreszenz in calciumfreier Lösung und calciumhaltiger Lösung.


Zur Bestimmung der maximalen intrazellulären Calciumionenkonzentration (Rmax) wurden die Muskelfaserpräparate am Ende des Experimentes durch supramaximale Stimulation (50Hz) in einer calciumreichen Lösung (4 mMol) tetanisiert, wobei die Reizamplitude auf den dreifachen Wert der Standardeinstellung angehoben wurde. Unter dieser Stimulation wurde eine Gleichgewichtskraft der Faser erhalten, die ca. 4x höher als die isometrische Kraft bei einer Einzelreizung war. Während des maximal erreichbaren Wertes der isometrischen Gleichgewichtskraft wurde das Fura-2 Signal registriert und Rmax ermittelt. Nach Beendigung des Tetanus kehrte die Kraft des Präparates zu den Ausgangswerten zurück.


Zur Bestimmung der minimalen intrazellulären freien Calciumionenkonzentration (Rmin) wurden die Muskelfaserpräparate am Ende des Experiments mittels 3% Triton-X-100 Lösung für 30 Minuten "gehäutet", d.h. die Membranen lysiert (siehe 5.1.4). Das Perfusat wurde danach durch eine calciumfreie KHS - Lösung ersetzt, der 5 mMol EGTA / I und 50 pM Fura-2/AM zugesetzt waren. Unter diesen Bedingungen wurde die minimale Fluoreszenz ermittelt. Die Dissoziationskonstante ( Kd ) des Fura-2/AM - Calciumkomplexes wurde entsprechend der Literatur (Grynkiewicz et al. 1985) mit 224 nM bei 37°C angenommen. Die orientierende Berechnung der Absolutwerte des intrazellulären Calciumspiegels diente im wesentlichen dem Ziel, eine Abschätzung der Größenordnung des intrazellulären Calciumtransienten vorzunehmen und Sicherheit zu erlangen, im Meßbereich des Fluoreszenzindikators zu sein. Zur Auswertung wurde zusätzlich die qualitative Analyse des Calcium - Zeit - Integrals verwendet, bei dem die Fläche unterhalb des Calciumtransienten über einen Zeitraum von 500 ms planimetriert wird. Dieses Verfahren wurde im wesentlichen bei dem Vergleich isometrischer und nachbelasteter Kontraktionen angewandt.

Zur Bestimmung der minimalen freien intracellulären Calciumkon-zentration wurden die Muskelfasern am Ende des Experimentes mit Triton-X-100 behandelt. Diese Substanz ist geeignet, Membranen zu lysieren bzw. zu permeabilisieren. Sie wird z.B. zur Herstellung sogenannter chemisch gehäuteter Muskelfasern verwendet (MORA, PEIP, VAH3, VAH4) . Nach der "rapid skinning"-Prozedur ( 30 min; Triton-X-100 3% ) wurde die Badlösung wieder durch eine Krebs-Henseleit-Lösung ersetzt, die frei von Calcium war. Der Lösung wurden ferner 5 mMol/1 EGTA und 50 uM FURA-2/AM zugesetzt. Unter diesen Bedingungen wurde das Fluoreszenzsignal ermittelt. Nach Grynkiewicz et al (13) läßt sich die intracelluläre Calcium-konzentration unter Verwendung folgender Gleichung

berechnen:

Ca++ = ((R - Rmin)/(Rmax - R))* Kd *s (R = gemessener Quotient des emittierten Fluoreszenzlichtes bei Anregung mit 34 0 nm und 3 80 nm; Rmin = R bei minimaler freier in-tracellulärer Calciumionenkonzentration; Rmax: R bei maximaler

[S. 49] [ intracellulärer Calciumionenkonzentration; Kd = Dissoziationskon-stante des FURA-2-Calcium-Komplexes, s = Quotient der Fluoreszenz in calciumfreier Lösung und calciumhaltiger Lösung) In Anlehnung an Grienkiewics wurde der Wert für Kd mit 224 nM für Messungen bei 37 C der Literatur entnommen (13). Eine "in vivo-Kalibierung" des Systems war nicht möglich, da derzeit keine Me-thoden zur Verfügung stehen, den intracellulären Calciumtransien-ten des intakten menschlichen Herzmuskels unter physiologischen Bedingungen auf minimale und maximale Werte "festzuklemmen". Grundsätzlich sind daher alle Absolutwerte für intracelluläre Calciumspiegel mit entsprechenden methodischen Vorbehalten zu interpretieren. ]

Anmerkungen

Um zu entscheiden, ob die Textparallelen als Plagiat zu werten sind, oder doch einer ähnlichen Thematik geschuldet sind, ist eine kleingliedrige Dokumentation notwendig --> (vorerst) verdfaechtig (Hindemith)

Sichter

[10.] Awb/Fragment 044 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:38 Kybot
Awb, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 118-130, Zeilen:
3.2.1 Analyse der Kraft - Frequenz - Beziehung intakter Papillarmuskelfasern des Menschen Zur Bestimmung der Kraft - Frequenz - Beziehung wurden isolierte Papillarmuskelfasern von Patienten mit Mitralklappeninsuffizienzen (n=12) und mit Mitralklappenstenosen (n=12) mit verschiedenen Frequenzen (30 / 60 / 90 / 120 / 150 und 180 Impulsen pro Minute) stimuliert. Die von den Muskelfasern entwickelte Kraft wurde auf den jeweils dünnsten Querschnitt der Muskelfaser bezogen und wird im Folgenden in Millinewton pro Quadratmillimeter (mN/mm2) berechnet. Bei Papillarmuskelfasern von Mitralklappenstenosen (n=12) stieg die Kraft von 18.6 ± 5.2 mN/mm2 bei einer Stimulationsfrequenz von 30/min auf Werte bis 31.2 ± 2.7 mN/mm2 bei 120 / min an. Bei einer Frequenz von 180 / min wurden noch 27.1 ± 5.8 mN/mm2 erreicht. Muskelfasern von Patienten mit Mitralklappeninsuffizienzen (n=12) kamen bei einer Stimulationsfrequenz von 30 / min zu Werten von 16.53 ± 2.3 mN/mm2 und erreichten Ihr Kraftmaximum von 22.4 ± 3.9 mN/mm2 bei einer Frequenz von 60 / min. Bei 180 / min reduzierte sich die Kraft auf 11.2 ± 2.9 mN/mm2. Die Unterschiede der isometrischen Kraftentwicklung wurden ab einer Stimulationsfrequenz von 90 / min statistisch signifikant (p<0.001). Bei Stimulationsfrequenzen von 30 / min bzw. von 60 / min konnten keine signifikanten Unterschiede ermittelt werden. Abbildung 12 stellt die verschiedenen Kraft - Frequenz - Beziehungen von Mitralklappeninsuffizienzen (MKI; n = 12) und Mitralklappenstenosen (MKS; n = 12) dar. Abbildung 13 und 14 zeigen jeweils eine charakteristische Originalregistrierung der Kraft - Frequenz -Beziehungen von Papillarmuskelfasern von Patienten mit der Diagnose einer Mitralklappenstenose bzw. einer Mitralklappeninsuffizienz.

[

Da somit die Kraftamplitude in besonderer Weise von der Stimulationsfrequenz abhängig ist, sei hier darauf hingewiesen, daß alle weiteren Untersuchungen bei einer Stimulationsfrequenz von 1 Hz ( =60 / min.) durchgeführt wurden, da bei dieser Stimulationsfrequenz die Kraftamplitude in beiden Patientenpopulationen sich nicht statistisch signifikant voneinander unterscheidet.

]

[S 118]

2) Kraft-Frequenz-Beziehung


ABB 47 zeigt das Verhalten der isometrischen Kraftenttwicklung und des intracellulären Calciumtransienten in Abhängigkeit von der Stimulationsfrequenz anhand eines charakteristischen Bei-spiels in einer Originalregistrierung. Eine Erhöhnung der Reizfrequenz ist von einer Vergrößerung der Amplitude der isometrischen Kraftentwicklung, der Amplitude des Calciumtransienten und dem diastolischen Ruhewert für das Calcium begleitet.


ABB 48 zeigt die isometrisch entwickelten Kraftamplituden isolie-ter Myocardfasern von Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie und in normalen Spenderherzen. Bei Stimulationsfrequenzen zwi-schen 30 Stimuli/min und 90 Stimuli/min lassen sich signifikante Unterschiede zwischen beiden Gruppen sichern. Eine weitere Erhö-hung der Stimulationsfrequenz auf 120 Stimuli/min führt nur am gesunden Myocard zu einer weiteren Zunahme der Kraftamplitude, während die Kraftamplitude bei dilatativer Cardiomyopathie mit weiterer Erhöhung der Stimulationsfrequenz abnimmt.


Die systolisch ereichten Werte für den intracellulären Calcium-transienten sind in Abhängigkeit von der Stimulationsfrequenz in ABB 49 dargestellt. Sowohl im gesunden Spendermyocard als auch im Myocard von Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie kommt es bei bei Erhöhung der Stimulationsfrequenz zu einer Zunahme der maximalen systolischen Calciumkonzentration. Signifikante Unter-schiede ließen sich nicht sichern.

[S. 121]

Auch die Meßwerte für das diastolische Calcium zeigten einen fre-quenzabhängigen Anstieg. Dieser war bei Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie erheblich ausgeprägter (p<0.05) (ABB 50).


In Abhängigkeit von der Stimulationsfrequenz zeigte auch die pas-sive Ruhespannung gleichgerichtete Veränderungen. Diese Verände-rungen waren charakteristischerweise im normalen Myocard zwar vorhanden, aber im Vergleich zum insuffizienten Myocard weniger ausgeprägt (ABB 51). Der Unterschied der passiven Ruhedehnung ist zwischen normalem und insuffizientem Myocard bei niedrigen Reiz-freguenzen (<90 Stimuli/min) statistisch nicht signifikant. Bei Stimulationsfrequenzen von mehr als 2 Hz errechnet sich jedoch ein signifikanter Unterschied (p<0.05).


Grundsätzlich ähnliche Abhängigkeiten der vom Myocard entwickel-ten Kraft von der Stimulationsfrequenz wurden auch an atrialen Trabekeln beobachtet (ABB 52). Im atrialen Gewebe war die Fre-quenz inotropie sogar deutlich ausgeprägter als im ventrikulären Myocard. ABB 52 zeigt die aktiv entwickelte Kraft im atrialen Myocard von 6 Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie und bei rechtsatrialen Trabekeln von 15 Patienten, die wegen einer Aor-tenklappenstenose operiert werden mußten. Bei Stimulationsfre-quenzen im Bereich von 30-90 Stimuli/min lassen sich zwischen beiden Kollektiven keine statistisch signifikanten Unterschiede feststellen. Bei Erhöhung der Reizfrequenz auf 180 Stimuli/min werden im Kontrollmyocard Kräfte von etwa 50 mN/mm*erreicht, wäh-rend im atrialen Myocard von Patienten mit dilatativer Cardiomyo-pathie die aktiv entwickelte Kraft auf Werte unter 20 mN/ 2

[S.122]

abfällt. Dieser Unterschied ist signifikant und entspricht quali-tativ den Veränderungen, die am ventrikulären Myocard beobachtet wurden.


[S.127]

Intracellulàre Calciumtransienten bei extrem niedrigen Stimu- ltionsfreguenzen


Nach Durchführung der Kontrollmessungen bei optimaler Muskellänge und einer Reizfrequenz von 60 Stimuli/min wurde die Reizfrequenz auf 1 Stimulus/40s reduziert. Nach etwa 15 Minuten hatten sich die Kraftentwicklung und der intracelluläre Calciumtransient auf einem niedrigeren Level stabilisiert. Nach Senkung der Reizfre-quenz auf 1 Stimulus/12 0s wurden wieder 15 Minuten gewartet, da-mit sich erneut eine Gleichgewichtssituation ausbilden konnte. Eine Erniedrigung der Reizfrequenz auf unphysiologisch niedrige Werte führt zu einer charakteristischen Veränderung der Form des intrazellulären Calciumtransienten. Vor allem der Zeitverlauf des diastolischen Abfalles des intracellulären Calciumtransienten ist erheblich verzögert (ABB 53). ABB 54 zeigt, daß bei extrem niedrigen Frequenzen die Auslösung einer Kraftantwort bei intrazellulären Calciumspiegeln möglich ist, die bei einer Stimulationsfrequenz von 1 Hz unterschwellig sind. Bei sehr niedrigen Stimulationsfrequenzen waren keine richtungs-weisenden Unterschiede zwischen dem Kontraktionsverhalten des atrialen Myocards von Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz und dem Kontrollmyocard zu sichern. Insbesondere war die unter elektrischer Stimulation auslösbare Kraftamplitude im insuffi-zienten und normalen Myocard auch bei niedrigsten Reizfrequenzen


[S. 128]

identisch. Auch die Amplitude des intracellulären Calciumtran-sienten unterschied sich in beiden Präparattypen nicht. Insbeson-dere ergab sich kein Anhalt, daß sich bei den niedrigen Amplitu-den des intracellulären Calciumtransienten bei niederfrequenter Stimulation Unterschiede zwischen beiden Gruppen hinsichtlich der Empfindlichkeit des kontraktilen Apparates für Calcium ausprägen.


[S 131]

4) Intracelluläre Calciumtransienten bei nachbelasteten Kontraktionen; Vergleichende Messungen am isolierten ventrikulären Mvocard von normalen Spenderherzen und von Patienten mit dilatativer Cardio-myopathie Im normalen rechtsventrikulärem Myocard lag die aktiv entwickelte isometrische Kraft bei optimaler Länge (Lmax) zwischen 20-26 mN/mm2 (Mittelwert: 22.29 ± 2.63 mN/mm* n=7). Die maximale Verkür-zungsamplitude lag zwischen 18% und 25% der Muskellänge (Mittelwert: 22.86 ± 2.54 %ML, n=7). im Rahmen dieser Versuchs-reihe wurden zusätzlich zu den rechtsventrikulären Trabekeln bei drei Spenderherzen auch 1inksventrikuläre Myocardpräparate exzidiert. Die isometrische Kraftamplitude lag in diesen Herzen bei 17-29 mN/mm^ (Mittelwert: 23.67 ± 6.11 mN/mmZ, n=3) . In den linksventrikulären Muskelpräparaten lag die Verkürzungsamplitude bei 19-24 %ML (Mittelwert: 22.33 + 2.89 %ML, n=3).


5)Intracelluläre Calciumtransienten bei nachbelasteten Kontraktionen; Vergleichende Messungen am isolierten ventrikulären Mvocard von normalen Spenderherzen und von Patienten mit dilatativer Cardio-myopathie Im normalen rechtsventrikulärem Myocard lag die aktiv entwickelte isometrische Kraft bei optimaler Länge (Lmax) zwischen 20-26 mN/mm2 (Mittelwert: 22.29 ± 2.63 mN/mm* n=7). Die maximale Verkür-zungsamplitude lag zwischen 18% und 25% der Muskellänge (Mittelwert: 22.86 ± 2.54 %ML, n=7). im Rahmen dieser Versuchs-reihe wurden zusätzlich zu den rechtsventrikulären Trabekeln bei drei Spenderherzen auch 1inksventrikuläre Myocardpräparate exzidiert. Die isometrische Kraftamplitude lag in diesen Herzen bei 17-29 mN/mm^ (Mittelwert: 23.67 ± 6.11 mN/mmZ, n=3) . In den linksventrikulären Muskelpräparaten lag die Verkürzungsamplitude bei 19-24 %ML (Mittelwert: 22.33 + 2.89 %ML, n=3).

[S. 133]

1.6 mN. Eine zusammenfassende Darstellung der mechanischen Meß-werte findet sich in TAB 3.

Anmerkungen

Hat wahrscheinlich die Kapitel und Übersichten S.118-132 und nachfolgende zusammengefasst. Bummelchen-> Eine Übereinstimmung kann nicht festgestellt werden. In dieser Form ist sicher kein Plagiat dokumentiert (Hindemith)

Sichter

[11.] Awb/Fragment 062 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:44 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 1-33
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 10-11, Zeilen: S.10,1-26 -S.11,1-13
[Am gehäuteten] Papillarmuskelpräparat läßt sich durch Vorgabe einer Calciumionenkonzentration und einer passiven Ruhedehnung eine konstante Kraft erzeugen. Die Aktomyosinkonzentration kann dabei fortlaufend durch die Kraftentwicklung gemessen werden. Die Bestimmung der Geschwindigkeit, mit der der kontraktile Apparat arbeitet - die sogenannte Kinetik der "Aktin-Myosin-Interaktion" bzw. die "Querbrückenzyklusgeschwindigkeit" - , erfordert hingegen den Einsatz spezieller Meßmethoden (Gordon et al. 1966, Maughan et al. 1978, Vahl et al. 1992d), zu denen die vibrationsvermittelte "force-clamping" Technik gehört (siehe Methoden 2.1.6, Abb. 2). Der Zeitverlauf des Kraftanstieges unmittelbar nach Hinzugabe von aktivierendem Calcium in die Badlösung ist sicher nicht als Maß für die Arbeitsgeschwindigkeit des kontraktilen Apparates verwertbar. In dieser Phase sind vor allem Diffusionsprozesse des Calciums zum kontraktilen Apparat ratenlimitierend, so daß unter anderem auch andere Faktoren, wie zum Beispiel die morphologischen Abmessungen des Präparates, eine Rolle spielen können.

Die vibrationsvermittelte "force-clamping" Technik beruht darauf, daß dem aktivierten Präparat rasche sinusoidale Längenänderungen (Vibrationen) aufgezwungen werden. Die Vibration wird am gehäuteten Herzmuskelpräparat zu einem Zeitpunkt nach Aktivierungsbeginn durchgeführt, wenn die initialen Diffusionprozesse sicher abgeschlossen sind und ein Gleichgewichtszustand erreicht ist. Das führt dazu, daß angeheftete Querbrücken losgelöst werden bzw. die Anlagerung neuer Querbrücken verhindert wird. Dementsprechend stellt sich die Kraft während der Vibration auf einem niedrigeren Level ein (Abb.2). Das Kraftniveau der vollständig aktivierten Faser wird somit durch die raschen Längenänderungen auf einem bestimmten Niveau "festgeklemmt". Die Aktomyosinkonzentration unter Vibration kann, durch entsprechende Wahl von Vibrationsfrequenz bzw. -amplitude, nach Belieben zwischen passiver Ruhespannung und maximaler Kraft eingestellt werden (Klemt et al. 1981, Vahl et al. 1992d). Durch die "force-clamping" Technik wird damit die mittlere Überlappung von Aktin und Myosin nicht verändert, wie auch die unveränderte Sarkomerlänge während des Meßvorganges belegt (Vahl et al. 1991). Bei Beendigung der Vibration des gehäuteten Papillarmuskelpräparates kommt es zu einem Kraftanstieg, der in seinem Zeitverlauf nicht mehr von der Kinetik von Aktivierungsprozessen und auch nicht von der Dauer der vorangegangenen Aktivierung abhängig ist.

Gordon AM, Huxley AF, Julian FJ (1966) <br>The variation in isometric tension with sarcomere length in vertebrate muscle fibres. <br>J Physiol 184: 170 - 192

Maughan DW, Low FS, Alpert NR (1978) <br>Isometric force development, isotonic shortening and elasticity measurements from calcium activated ventricular muscle of the guinea pig. <br>J Gen Physiol 71:431 - 451

Klemt P, Peiper U, Speden RN, Zilker F (1981) The kinetics of post vibration tension recovery of the isolated rat portal vein: the influence of temperature and calcium. J Physiol (London); 312: 281-296

Vahl CF, Lange R, Bauernschmitt R, Herold U, Tischmeyer K, Hagl S (1991) <br>Analyzing contractile responses in demembranized pig papillary muscle fibres: the influence of calcium, resting force and temperature. <br>Thorac Cardiovasc Surgeon; 39: 329-337

Vahl CF, Bauernschmitt R, Tischmeyer K, Sonnenberg K, Lang A, Bonz A, Hagl S (1992d) <br>Einsatz der vibrationsvermitteleten ' "force-clamping" - Technik zur Kontraktilitätsbestimmung demembranisierter isolierter myocardialer Muskelfasern. <br>Z Herz-, Thorax-, Gefäßchir; 6 : 323 - 331

Vahl CF, Bonz A, Hagl C, Timek T, Herold U, Hagl S (1994d) Reversible Inaktivierung des kontraktilen Apparates menschlicher Herzmuskelfasern: Verbesserung der Ischämietoleranz isolierter menschlicher Herzmuskelfasern. in S. Hagl (edt): Medizin im Blickpunkt: Cusfodiol - Symposium 1993. Innovations - Verlagsgesellschaft 1995 pp 63-72

Am gehäuteten Papillarmuskelpräparat läßt sich durch Vorgabe einer Calciumkonzentration und einer passiven Ruhedehnung eine konstante Kraft erzeugen. Die Aktomyosinkonzentration kann dabei fortlaufend durch die Kraftentwicklung gemessen werden. Die Bestimmung der Geschwindigkeit, mit der der kontraklile [sic!] Apparat arbeitet - die sogenannte Kinetik der "Aktin-Myosin-Interaktion" bzw. die "Querbrückenzyklusgeschwindigkeit" - , erfordert hingegen den Einsatz spezieller Meßmethoden (107, 199, 318), zu denen die vibrationsvermittelte "force-clamping"-Technik gehört.

Der Zeitverlauf des Kraftanstieges unmittelbar nach Hinzugabe von aktivierendem Calcium in die Badlösung ist sicher nicht als Maß für die Arbeitsgeschwindigkeit des kontraktilen Apparates verwertbar. In dieser Phase sind vor allem Diffusionsprozesse des Calciums zum kontraktilen Apparat ratenlimitierend, so daß unter anderen auch Faktoren wie die morphologischen Abmessungen des Präparates eine Rolle spielen können.

Die vibrationsvermittelte "force-clamping"-Technik beruht darauf, daß dem aktivierten Präparat rasche sinusoidale Längenänderungen (Vibrationen) aufgezwungen werden. Die Vibration wird am gehäuteten Herzmuskelpräparat zu einem Zeitpunkt nach Aktivierungsbeginn durchgeführt, wenn die initialen Diffusionprozesse sicher abgeschlossen sind und ein Gleichgewichtszustand erreicht ist. Das führt dazu, daß angeheftete Querbrücken losgelöst werden bzw. die Anlagerung neuer Querbrücken verhindert wird. In der Reaktionsleichung 1 entspricht diese Situation einer Zunahme von k(d). Dementsprechend stellt sich die Kraft während der Vibration auf

[Seite 11]

einem niedrigeren Level ein. Das Kraftniveau der vollständig aktivierten Faser wird damit durch die raschen Längenänderungen auf einem bestimmten Niveau "festgeklemmt". Die Aktomyosinkonzentration unter Vibration kann durch entsprechende Wahl von Vibrationsfrequenz bzw. -amplitude nach Belieben zwischen passiver Ruhespannung und maximaler Kraft eingestellt werden (316). Durch die "force-clamping"-Technik wird damit die mittlere Überlappung von Aktin und Myosin nicht verändert, wie auch die unveränderte Sarkomerlänge während des Meßvorganges belegt (313). Bei Beendigung der Vibration des gehäuteten Papillarmuskelpräparates kommt es zu einem Kraftanstieg, der in seinem Zeitverlauf nicht mehr von der Kinetik von Aktivierungsprozessen und auch nicht von der Dauer der vorangegangenen Aktivierung abhängig ist.

(107) Gordon AM, Huxley AF, Julian FJ (1966) <br>The variation in isometric tension with sarcomere length in vertebrate muscle fibres. <br>J Physiol 184: 170.192

(199) Maughan DW, Low FS, Alpert NR (1978) <br>Isometric force development, isotonic shortening and elasticity measurements from Calcium activated ventricular muscle of the guinea pig. <br>J Gen Physiol 71:431-451

(313) Vahl CF, Lange R, Bauernschmitt R, Herold U, Tischmeyer K, Hagl S (1991) <br>Analyzing contractile responses in demembranized pig papillary muscle fibres: the influence of Calcium, resting force and temperature. <br>Thorac Cardiovasc Surg 39: 329-337

(316) Vahl CF, Bauernschmitt R, Hagl S (1992) <br>Influence of amplitude and frequency of vibration on actin-myosin interaction in demembranized pig papillary muscle <br>In: Zilla P, Fasol R, Callow A (eds) Applied Cardiovascular Biology, vol 2, Karger, Basel: 224-230

(318) Vahl CF, Bauernschmitt R, Tischmeyer K, Sonnenberg K, Lang A, Bonz A, Hagl S (1992) <br>Einsatz der vibrationsvermittelten "force clamping" Technik zur Kontraktiliätsbestimmung demembranisierter isolierter myocardialer Muskelfasern <br>Herz Thorax Gefäßchir 6: 323-331

Anmerkungen

fast identisch; ein Satz wurde ausgelassen. Bis auf eine Ausnahme stimmen auch die Literaturverweise überein.

Sichter
Graf Isolan

[12.] Awb/Fragment 063 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:46 Kybot
Awb, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 3-10, 13-24
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 7-8, Zeilen: S.7,25-26 - S.8,1-22
Die Kontraktion des Herzens beruht auf der Anlagerung der kontraktilen Proteine Aktin und Myosin. Ein weiteres Protein - das Troponin - reguliert die Aktivierungs-und Deaktivierungsprozesse. Werden die kontraktilen Proteine mittels Calcium aktiviert, so bilden sich sogenannte "Querbrücken" aus (Brenner und Eisenberg 1986, Brenner 1988). Schematisch kann dies als folgende Gleichung dargestellt werden:
Gleichung

wobei A = Aktin, M = Myosin; AM = Aktomyosin, k(a) die Assoziation und k(d) die Dissoziation der Reaktion darstellt. [...]

Das Ausmaß der Kraftentwicklung ist der Anzahl der ausgebildeten Querbrücken (AM) proportional. Die Anzahl der sich ausbildenden Querbrücken wiederum ist von Aktivierungsprozessen, die über einen Anstieg des cytosolischen Calciumspiegels reguliert werden, abhängig (Klempt et al. 1981, Peiper et al. 1986, Vahl et al. 1991). Dieser Calciumspiegel kann bei der Analyse gehäuteter Muskelfasern extern moduliert werden und erlaubt somit die vergleichende Analyse der Calciumsensitivität verschiedener Muskelpräparate. Sobald sich der Kopf des Myosinproteins am Aktinfaden festgemacht hat, tritt eine Konformationsänderung ein, welche die beiden Proteine gegeneinander verschiebt. Unter Verbrauch eines Moleküls ATP dissoziiert der Myosinkopf vom Aktinfaden ab und begibt sich in Ausgangsposition, um bei einer erneuten Aktivierung einen neuen Zyklus zu durchlaufen.

Die Kontraktion des Herzmuskels besteht in ihrer letzlichen "Endstrecke" in einer repetitiven Interaktion der sogenannten kontraktilen Proteine Aktin (A) und Myosin (M). Dem Troponin kommt die Rolle eines "Schalters" zu, durch den der kontraktile Apparat angeworfen oder ausgestellt werden kann. Zwischen Aktin und Myosin bilden sich nach Aktivierung brückenförmige Querverbindungen aus, die sogenannten Querbrücken (51, 52, 53, 57, 136). In grober Vereinfachung entsteht dabei aus Aktin und Myosin Aktomyosin. Dabei kennzeichnet k(a) die Assoziation, k(d) die Dissoziation der Reaktionsprodukte (180).


Gleichung

Die Anzahl der ausgebildeten Querbrücken (AM) kann dabei als proportional zur entwickelten Kraft des Muskels gelten (Ausmaß der Kraftentwicklung). Die Anzahl der sich ausbildenden Querbrücken ist im intakten Präparat abhängig von den Aktivierungsprozessen, die über einen Anstieg des intracellulären Calciums die Anzahl der aktivierten Querbrücken regulieren (180, 237, 313). Im gehäuteten Papillarmuskelpräparat kann diese Variable kontrolliert werden, da der Aktivierungsgrad des kontraktilen Apparates durch die freie Calciumionenkonzentration der Badlösung vorgegeben ist. Nach Anlagerung der Querbrücke am Aktinfilament vollzieht sich an der Querbrücke eine Konformationsänderung, die dem eigentlichen kraftgenerierenden Schritt entspricht. Unter Hydrolyse von ATP dissoziiert die Querbrücke nachfolgend vom Aktinfilament ab, um bei entsprechender Aktivierung einen neuen Zyklus zu durchlaufen.

51) Brenner B (1988). <br>Effect of Ca2+ on cross-bride turnover kinetics in skinned single rabbit psoas fibres: implication for regulation of muscle-contraction <br>Proc Natl Acad Sci; 85: J265-J269

52) Brenner B, Eisenberg E (1986) <br>Rate of force generation in muscle: correlation with actomyosin ATPase activity in solution. <br>Proc Natl Acad Sei USA; 83; 3542-3546

53) Brenner B, Eisenberg E (1986b) <br>The mechanism of muscle contraction. biochemical,mechanical and structural approaches to elucidate cross-bridge action in muscle. <br>Basic Res Cardiol, 81 Suppl 1: 1-15

57) Bretschneider HJ, Hellige (1976) <br>Pathophysiologie der Ventrikelkontraktion - Kontrakti1itat, Inotropie, Suffizienzgrad und Arbeitsökonomie des Herzens. <br>Verh Dtsch Ges Kreislaufforschg 42:-30

81) Fabiato A, Fabiato F (1979) <br>Calculator Programms for computing the composition of the solutions containing multiple metals and ligands used for experiments in skinned muscle cells. <br>J Physiol (Paris) 75: 463-505

136) Herrmann C, Wray J, Travers F,Barman T (1992) <br>Effect of 2,3-butanedione monoxime on myosin and ATPases. An example of an uncompetitive inhibitor. <br>Biochemistry 31: 12227-12232

180) Klemt P, Peiper U, Speden RN, Zilker F (1981) <br>The kinetics of post-vibration tension recovery isolated rat portal vein: the influence of temperature and calcium. <br>J Physiol (Lond), 312: 281-296

236) Pearlman ES, Weber KT, JanicKi JS. Pietra G, Fishman AP (1982) <br>Muscle fiber orientation and connective tissue content in the hypertrophied human heart <br>Lab Invest 46 : 158-164

312) Vahl CF, Bauernschmitt R, Bonz A,Herold U, Ziegler S, Lang A, Hagl S (1992) <br>Contractile behaviour of skinned papillary muscle in mitral valve disease Thorac <br>Cardiovasc Surg, 40: 253-260

313) Vahl CF, Bauernschmitt R, Herold U, Wischmeyer K, Hagl S (1992) <br>Analyzing contractable response in demembranized pig papillary muscle fibres: the influence of Calcium, resting force and temperature. <br>Thorac Cardiovasc Surg 39: 329-339

Anmerkungen

Dicht an Vahl (1995) aber durchaus selbstständig formuliert und mit eigenen Ergänzungen (z.B. im hier nicht wiedergegebenen Teil).

Sichter

[13.] Awb/Fragment 064 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:48 Kybot
Awb, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-11
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 9-10, Zeilen: S.9, 4-10.14-19 + S.10,4-9
[So wird durch das Ausmaß der gegenseitigen Über]lappungsmöglichkeiten von Aktin und Myosin die Anzahl der verfügbaren Interaktionsplätze mitbestimmt. Durch eine schrittweise Vordehnung des Präparates kann somit der optimale "Arbeitsbereich" gefunden werden, der bei einer Aktivierung in einer maximalen Kraftentwicklung resultiert. Die Geschwindigkeit des Kontraktionsablaufes wird im wesentlichen durch die Assoziations- bzw. Dissoziationsgeschwindigkeit der kontraktilen Proteine bestimmt. So ist die Kraftentwicklung proportional zu der Konzentration von AM, die Geschwindigkeit der Kraftentwicklung proportional zu k(a) bzw. zu k(d). Eine Methode die Querbrückenzyklusgeschwindigkeit analysieren zu können, stellt die bereits oben beschriebene "vibrationsvermittelte force - clamping - Technik" am gehäuteten Muskelpräparat dar (Abb.2). Durch das Ausmaß der gegenseitigen Überlappung der kontraktilen Proteine Aktin und Myosin wird die Zahl der verfügbaren Interaktionsplätze mitreguliert. Daher führt die schrittweise Dehnung des Präparates bis zu einem Optimum zu einer Zunahme der Überlappungszone und damit der maximalen Kraftentwicklung ("Rekrutierung von Querbrücken" durch passive Vordehnung). [...]

Die Geschwindigkeit des Kontraktionsablaufes wird durch die Assoziations- bzw. Dissoziationskonstanten der Querbrückenbildung determiniert. Damit ist das Ausmaß der Kraftentwicklung proportional zur Konzentration von Aktomyosin (AM) (Gleichung 1), die Geschwindigkeit der Kraftentwicklung proportional zu k(a) bzw. k(d) in Gleichung 1 (18, 180, 239, 240). [...]

Die Bestimmung der Geschwindigkeit, mit der der kontraklile Apparat arbeitet - die sogenannte Kinetik der "Aktin-Myosin-Interaktion" bzw. die "Querbrückenzyklusgeschwindigkeit" - , erfordert hingegen den Einsatz spezieller Meßmethoden (107, 199, 318), zu denen die vibrationsvermittelte "force-clamping"-Technik gehört.

Anmerkungen

Fortsetzung von S.63

Sichter

[14.] Awb/Fragment 065 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:50 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Graf Isolan, Senzahl, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 065, Zeilen: 15-17, 20-26, 27-31
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 188; 189; 245, Zeilen: 03-20; 06-12; 01-04
Als wesentliche Determinanten bei der Analyse myokardialer Kontraktilität des gesunden und des erkrankten Herzens sind die Vorlast, die Nachlast und die Frequenz zu berücksichtigen. [...] Da bei einer "in vivo - Untersuchung" die kontraktilen Eigenschaften des Myokards von Faktoren wie Vorlast, Nachlast, Frequenz, Zusammensetzung der Plasmaelektrolyte, Katecholamine oder anderen humoralen Faktoren abhängig sind, ist es schwierig, unter solchen Bedingungen standardisierte Verhältnisse zu schaffen. Das Modell der isolierten Muskelfaser erfüllt diese Ansprüche der Standardisierung sowohl bei intakten, als auch bei gehäuteten Präparaten. [...] Die "Übertragung an isolierten Papillarmuskeln erhaltener Ergebnisse auf das Herz im Gesamtorganismus" ist nach den umfangreichen Erörterungen von Bretschneider und Hellige (1976) durchaus als möglich anzusehen. Zur möglichst weitgehenden Simulation der "in vivo" - Situation wurde mit dem Modell der isolierten, intakten [Muskelfasern ein experimentelles Modell gewählt, welches erlaubt, Vorlast, Nachlast und Frequenz unabhängig voneinder zu variieren.] [Seite 188, Z. 3-17]

Als wesentliche Determinanten bei der Analyse myocardialer Kontraktilität des gesunden und des erkrankten Herzens sind die Vorlast, die Nachlast und die Frequenz zu berücksichtigen. Unter in vivo-Verhältnissen wird der kontraktile Funktionszustand des Myocards ferner durch die Zusammensetzung der Plasmaelektrolyte (z.B. Calcium, Natrium), durch Catecholaminstimulation (z.B.: circulierendes Noradrenalin und Adrenalin) und durch humorale Faktoren (z.B.: Thyroxin) moduliert. Für systematische vergleichende Analysen der Kontraktilität am gesunden und erkrankten Herz ist es daher zwingend geboten, diese Variablen konstant zu halten. Unter klinischen Bedingungen erscheint das jedoch nur in Ausnahmefällen möglich.

Die Analyse des Kontraktionsverhaltens an isolierten menschlichen Muskelfasern gestattet eine Untersuchung des Kontraktionsverhaltens unter standardisierten Meßbedingungen.

[S. 189, Z. 6-12]

Im Sinne der detallierten Erörterungen von Bretschneider und Hellige (57) über die prinzipiell durchaus gegebene Validität "der Übertragung der am isolierten Papillarmuskel entwickelten Vostellungen auf das Herz im Gesamtorganismus" soll versucht werden, weiteren Einblick in die Ursachen gestörten myocardialen Kontraktionsverhaltens erkrankter Patienten zu gewinnen.

[S. 188, Z. 17-20]

Zur möglichst weitgehenden Simulation der "in vivo"-Situation wurde ein experimentelles Modell gewählt, welches es erlaubte, Vorlast, Nachlast und Frequenz unabhängig voneinder zu variieren.

[S. 245, Z. 1-4]

57) Bretschneider HJ, Hellige G (1976) <br>Pathophysiologie der Ventrikelkontraktion - Kontraktilität, Inotropie, Suffizienzgrad und Arbeitsökonomie des Herzens. <br>Verh Dtsch Ges Kreislaufforschg 42: 14-30

Anmerkungen

Klare Übernahme aus der Quelle Vahl (1995). Der erste und der letzte Satz sind ganz wörtlich übernommen, der Rest ist aus Textfragmenten, die auch bei Vahl zu finden sind, neu zusammengestellt. Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Hindemith (stark geändert daher weitere Sichtung notwendig) Graf Isolan

[15.] Awb/Fragment 066 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:52 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 7-17
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 184, Zeilen: 15-25
Grundsätzlich führt jede Prozedur der Präparation von Muskelfasern zu Schädigungen von Muskelzellen. Um dieses "cutting-injury" möglichst klein und die Protektion während der Ischämiezeit möglichst groß zu halten, wurde 2,3 - Butanedione Monoxime (BDM) den Konservierungslösungen zugesetzt (Mulieri et al. 1989, Kiriazis und Gibbs 1995, siehe Methoden 2.1.3.1). Die manuelle und experimentelle Behandlung von Myokard von Mitralklappeninsuffizienzen und Mitralklappenstenosen war in allen Schritten identisch. Daher erscheint es kaum wahrscheinlich, daß eine nur bei Patienten mit Mitralklappeninsuffizienz auftretende mechanische Schädigung des Herzmuskelpräparates die myokardialen Unterschiede zwischen Mitralklappenstenosen und Mitralklappeninsuffizienzen erklärt. Grundsätzlich führt jede Prozedur des Präparierens von Muskelfa-sern zu Schädigungen von Muskelzellen. Unter anderem auch um diese "cutting-injury" möglichst klein zu halten, wurde 2,3 Butanedione Monoxim (BDM) den Konservierungslösungen zugesetzt (215) . Die manuelle und experimentelle Behandlung von Kontrollherzen und Empfängerherzen von Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie war in allen Schritten identisch. Daher erscheint es kaum wahrscheinlich, daß eine nur bei Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie auftretende mechanische Schädigung des Herzmuskel-präparates die Unterschiede zwischen normalem und krankem Myocard erklärt.

[EN 215] Mulieri LA, Hasenfuss G, Ittleman F, Blanchard EM, Alpert NR (1989) Protection of human left ventricular myocardium from cutting injury with 2,3 butanedione monoxime Circ Res 65: 1441-1449

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahmen ohne Quellenverweis. Wie an anderen Stellen der Dissertation auch, wird der Text dem Untersuchungsgegenstand angepasst: * "Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie" --> "Patienten mit Mitralklappeninsuffizienz" * "Unterschiede zwischen normalem und krankem Myocard" --> "Unterschiede zwischen Mitralklappenstenosen und Mitralklappeninsuffizienzen"

Sichter
Hindemith

[16.] Awb/Fragment 070 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:54 Kybot
Awb, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Vahl 1995, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 21-29
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 41, Zeilen: 25-31
Auf Grund der Verwendung der "Quotientenmethode" bei der Berechnung des intrazellulären Calciumsignals (d.h. bei einer alternierenden Anregung mit 340 nm und 380 nm wird das Emissionslicht bei 510 nm gemessen, in die entsprechenden Kanäle des Photomultipliers sortiert und der Quotient on-line registriert) ist zu erwarten, daß sich entsprechende präparatspezifische Veränderungen auf beiden Wellenlängen (340nm und 380 nm) zeigen. Durch Änderungen der Präparatabmessungen induzierte mechanische Artefakte werden somit "herausdividiert", da sie im Zähler und im Nenner proportional gleich auftreten (Grynkiewitz et al. 1985). Da die Quotientenmethode angewendet wurde, ist zu erwarten, daß sich entsprechende präparatspezifische Veränderungen auf beiden Wellenlängen (340 nm und 380 nm) zeigen. Daher ist bei Verwendung der "Quotientenmethode" davon auszugehen, daß derartige durch Änderungen der Präparatabmessungen induzierte mechanische Artefakte "herausdividiert" werden, da sie in Zähler und Nenner proportional gleich auftauchen.
Anmerkungen

Es gibt eine grosse Nähe in den Formulierungen zwischen Awb und Vahl (1995). Da es allerdings auch unterschiede gibt, sich Awb auf eine Originalquelle beruft, und es sich wohl auch um eine bekannte Methode handelt, plädiere ich auf verdächtig (Hindemith)

Sichter

[17.] Awb/Fragment 071 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:56 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, 2.138.146.251, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 12-31
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 180, Zeilen: 3-26
Ein weiterer bedeutsamer Parameter war die hohe Zuverlässigkeit des Inkubationsverfahrens. Diese war bei Verwendung anderer Fura -21 AM Konzentrationen und / oder veränderter Inkubationszeiten stets erheblich schlechter. Die Verwendung höherer Fura-2 - Konzentrationen bei kürzerer Inkubationszeit führte zu einer ungleichmäßigen Beladung der Trabekel, die am wahrscheinlichsten durch eine Kompartimentierung von Fura -21 AM in Zellorganellen erklärt werden kann (Almers und Neher 1985, Blatter und Wier 1990).

Die Proportionalität der Intensität des Lichtsignales und des Calciumtransienten ist bei den experimentell eingesetzten Fluoreszensindikatoren innerhalb der jeweiligen Meßbereiche gegeben. Damit lassen sich qualitative Veränderungen des Calciumtransienten sicher beschreiben.

Da eine Abschätzung der Amplitude des Calciumtransienten bei einigen Versuchsreihen bedeutsam zu sein schien, wurde die hier beschriebene Methode zur Kalibrierung des Licht-Signals eingesetzt. Die Kalibrierung des Lichtsignals diente in erster Linie dem Ziel, die Messungen an unterschiedlichen Präparaten innerhalb des Labors vergleichbar zu machen. Die Angaben von Absolutzahlen können und sollen nur der Abschätzung einer Größenordnung dienen. Daher wurde in den Originalabbildungen und in den Versuchsreihen, in denen Absolutwerte für den intrazellulären Calciumtransienten vorliegen, die in der Literatur üblichen prozentualen Darstellungen verwendet.

Ein weiterer bedeutsamer Parameter war die Reproduzibilität (die Zuverlässigkeit) des Inkubationsverfahrens. Diese war bei Verwendung anderer FURA-Konzentrationen und entsprechend veränderter Inkubationszeiten stets erheblich schlechter. Verwendung höherer FURA-Konzentrationen bei kürzerer Inkubationszeit führte zu einer ungleichmäßigen Beladung der Trabekel, die am ehesten durch eine Kompartimentierung von FURA in Zellorganellen erklärt werden kann (7, 32, 158, 289).

Die Proportionalität der Intensität des Lichtsignales und des Calciumtransienten ist bei den experimentell eingesetzten Fluoreszenzindikatoren innerhalb der jeweiligen Meßbereiche gegeben. Damit lassen sich qualitative Veränderungen des Calciumtransienten sicher beschreiben.

Da eine Abschätzung der Amplitude des Calciumtransienten bei einigen Versuchsreihen bedeutsam zu sein schien, wurde die hier beschriebene Methode zur Calibrierung des Licht-Signales eingesetzt. Die Calibrierung des Lichtsignales diente in erster Linie dem Ziel, die Messungen an unterschiedlichen Präparaten innerhalb des Labors vergleichbar zu machen. Die Angaben von Absolutzahlen können und sollen nur der Abschätzung einer Größenordnung dienen. Daher wurde in den Originalabbildungen selbst in den Versuchsreihen, in denen Absolutwerte für den intracellulären Calciumtransienten vorliegen, die in der Literatur üblichen prozentualen Darstellungen verwendet.

[EN 7] Aimers W, Neher E (1985) The Ca signal from fura-2 loaded mast cells depends strongly on the method of dye-loading. FEBS Lett, 192: 13-18

[En 32] Blatter LA, Wier WG (1990) Intracellular diffusion, binding and compartmentation of the fluorescent calcium indicators indo-1 and fura-2. Biophys J 58: 1491-1499

[EN 158] Jacobs R, Lieberman M (1986) Compartmentation of fura-2 in cultures of embryonic chick hearts cells (Abstract). J Physiol (Lond), 382: 107P

[EN 289] Spurgeon HA, du Bell WH, Stern MD, Sollot SJ, Ziman BD, Silverman HS, Capogrossi MC, Talo A, Lakatta EG (1992) Cytosolic calcium and myofilaments in single rat cardiac myocytes achieve a dynamic equilibrium during twitch relaxation. J Physiol (London) 447: 83-102

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Verweis auf die Quelle Vahl (1995). Nur im ersten Absatz finden sich geringe Anpassungen. Auch die Quellenverweise sind bei Vahl (1995) abgeschrieben.

Sichter
Hindemith

[18.] Awb/Fragment 072 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:49:58 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 072, Zeilen: 14-30
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 186, Zeilen: 07-25
Da derzeit kein Verfahren einer "in-vivo" - Kalibrierung mit Fura-2/AM an menschlichen Herzmuskelfasern beschrieben ist, besteht die Möglichkeit, daß bei der Berechnung der Absolutwerte für die intra-zellulären Calciumkonzentrationen ein beträchtlicher Irrtum auftreten könnte. So könnte eine Akkumulation von Fura-2/AM außerhalb des Cytosols in Mitochondrien und im sarkoplasmatischen Retikulum auftreten. Bei einer Verkürzung des Muskels würden damit nicht gleichmäßig mit Fura-2/AM beladene Muskelzellen angeregt werden, sondern die Fura-2/AM Konzentration könnte auch zwischen nebeneinanderliegenden Muskelquerschnitten jeweils unterschiedlich sein. Dennoch würde eine ungleichmäßige Fura-2/AM Beladung die Messungen nicht grundsätzlich stören, da die Quotientenmethode verwendet wurde, die Änderungen dementsprechend gleichgerichtet in Zähler und Nenner zu erwarten sind (Grynkiewicz et al. 1985).

Es ist bekannt, daß die Calcium-Bindungskinetik von Fura-2/AM innerhalb von vitalen Muskelzellen im Vergleich zu den unter dem Mikroskop betrachteten Fura - 2 - haltigen Lösungen reduziert ist (Wier et al. 1987, Williams et al. 1985). Ursächlich könnte das intrazelluläre Verhältnis von Fura-2 zu anderen intrazellulären, calcium-[bindenden Proteinen, die in der Zelle um das Calcium konkurrieren, eine Rolle spielen (Baylor und Hollingworth 1988, Klein et al 1988, Noble und Powell 1991).]

Da derzeit kein Verfahren einer in-vivo Kalibrierung mit FURA beschrieben ist, besteht die Möglichkeit, daß bei der Berechnung der Absolutwerte für die intracellulären Calciumkonzentrationen ein beträchtlicher Irrtum auftreten könnte. Eine Akkumulation von FURA außerhalb des Cytosols in Mitochondrien und im sarkoplasmatischen Retikulum könnte auftreten. Bei einer Verkürzung des Muskels würden damit nicht gleichmäßig mit FURA beladene Muskelzellen jeweils angeregt werden, sondern die FURA-Konzentration könnte auch zwischen nebeneinanderliegenden Muskelquerschnitten jeweils unterschiedlich sein. Dennoch würde eine ungleichmäßige FURA-Beladung die Messungen nicht grundsätzlich stören, da die Quotientenmethode verwendet worden ist und die Änderungen dementsprechend gleichgerichtet in Zähler und Nenner zu erwarten wären (113).

Es ist bekannt, daß die Calcium-Bindungskinetik von FURA innerhalb von vitalen Muskelzellen im Vergleich zu den unter dem Mikroskop betrachteten FURA-haltigen Lösungen reduziert ist (243, 246). Ursächlich könnte das intracelluläre Verhältnis von FURA zu anderen intracellulären Calcium-bindenden Proteinen, die in der Zelle um das Calcium konkurrieren, eine Rolle spielen (19, 179, 225).

[EN 19] Baylor SM, Hollingworth S (1988) Fura-2 calcium transients in frog skeletal muscle fibres. J Physiol (London) 405: 233-255

[EN 113] Grynkiewicz G, Poenie M, Tsien RY (1985) A new generation of Calcium indicators with greatly improved fluorescence properties J Biol Chem 260: 3440-3450

[EN 179] Klein MG, Simon BJ, Szucs G, Schneider MF (1988) Simultaneous recording of calcium transients in skeletal muscle using high and low affinity indicators. Biophys J 53: 971-988

[EN 225] Noble D, Powell T (1991) The slowing of Ca2+ signals by Ca2+-indicators in cardiac muscle. Proc R Soc Lond B Biol Sci 246: 167-172

[EN 243] Pieske B, Kretschmann B, Schmidt-Schweda S, Kazatomo M, Posival H, Just H, Hasenfuß G (1993) Alterations in intracellular Calcium Handling are a major cause for the inverse force frequency relationship in the failing human myocardium. Circulation 88 (4): 2004

[EN 246] Preusse CJ, Winter J, Schulte HD, Bircks W (1985) Energy demand of cardioplegically perfused human hearts. J Cardiovasc Surg 26: 558-563

43444

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Quellenverwqeis auf Vahl (1995). Alle bis auf zwei Quellenverweise sind auch aus der Quelle übernommen. Bei den zwei scheinbar nicht aus der Quelle übernommenen Verweisen Wier et al. (1987) und Williams et al. (1985) fällt auf: Vahl verweist an derselben Stelle auf die Nummern 243 und 246 im Literaturverzeichnis: Wier et al. 1987, Williams et al. 1985 haben bei Vahl allerdings die Nummern 343 und 346 – außerdem passen sie thematisch besser zu der besprochenen Stelle (dem Titel nach zu urteilen), was die Vermutung nahelegt, dass bei Vahl die Nummern der zwei Quellenverweise falsch sind und dieser Fehler vom Verfasser der untersuchten Arbeit dann korrigiert wurde.

Sichter
Hindemith

[19.] Awb/Fragment 073 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:00 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 1-23
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 186,187, Zeilen: S.186,24-36 - S.187,1-7.8-15
[Ursächlich könnte das intrazelluläre Verhältnis von Fura-2 zu anderen intrazellulären. calcium-]bindenden Proteinen, die in der Zelle um das Calcium konkurrieren, eine Rolle spielen (Baylor und Hollingworth 1988, Klein et al. 1988, Noble und Powell 1991). Für die Kalibrierung wurden die Werte für Rmax an dem intakten, tetanisierten Muskelpräparat am Ende des Experimentes bestimmt. Es ist grundsätzlich schwierig auszuschließen, daß im Verlauf des Experimentes durch Photolyse Produkte entstehen, die ihrerseits fluoreszent sind und damit das Signal verfälschen. Auch eine zunehmende Kompartimentierung von Fura-2 in Zellorganellen kann die Kalibrierung erschweren (Almers und Neher 1985, Blatter und Wier 1990, Jacobs und Liebermann 1986). Demgegenüber erfolgte die Messung von Rmin erst nach vorangegangener Behandlung mit TRITON-X-100 ("rapid skinning"). Bei der Bestimmung von Rmin dürften daher die Zellorganellen keine störende Rolle mehr spielen.

Zusammenfassend muß grundsätzlich mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß die Angaben zu den Absolutwerten für die intrazellulären Calciumkonzentrationen revidiert werden müßten, wenn die Kinetik der intrazellulären Verteilung von Fura-2/AM besser bekannt ist. Die errechneten Werte dienten jedoch zur Orientierung der Größenordnung. Für die Darstellung wurde die in der Literatur übliche prozentuale Darstellung verwendet. Es war grundsätzlich nicht das Ziel der hier vorliegenden Untersuchung, die intrazellulären Calciumkonzentrationen absolut miteinander zu vergleichen. Die durchgeführten Calciumeichungen dienten vielmehr dazu sicherzustellen, daß das gemessene Calciumsignal innerhalb des Meßbereichs von Fura - 2 liegt und die verschiedenen Mitralvitien somit miteinander verglichen werden können.

Ursächlich könnte das intracelluläre Verhältnis von FURA zu anderen intracellulären Calcium-bindenden Proteinen, die in der Zelle um das Calcium konkurrieren, eine Rolle spielen (19, 179, 225).

Für die Kalibrierung wurden die Werte für Rmax an dem intakten, tetanisierten Muskelpräparat am Ende des Experimentes bestimmt. Es ist grundsätzlich schwer auszuschließen, daß im Verlauf des Experimentes durch Photolyse Produkte entstehen, die ihrerseits fluoreszent sind und damit das Signal verfälschen. Auch eine zunehmende Kompartimentierung von FURA in Zellorganellen kann die Kalibrierung erschweren (7, 32, 158, 298) . Demgegenüber erfolgte die Messung von Rmin erst nach vorangegangener Behandlung mit TRITON-X-100 ("rapid skinning"). Bei der Bestimmung von Rmin

[S 187]

dürften daher die Zellorganellen keine störende Rolle mehr spielen können.

Es muß zusammenfassend grundsätzlich mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß die Angaben zu den Absolutwerten für die intrazellulären Calciumkonzentrationen revidiert werden müßten, wenn die Kinetik der intrazellulären Verteilung von FURA besser bekannt ist [...]. Es war jedoch grundsätzlich nicht das Ziel der gegenwärtigen Untersuchung, quantitative Vergleiche hinsichtlich der Absolutwerte der intrazellulären Calciumkonzentrationen [...] durchzuführen. Die Berechnungen des intrazellulären Calciumtransienten dienten in erster Linie dem Ziel, die Größenordnung abzuschätzen, um sicherzugehen, daß die Messungen innerhalb des Meßbereiches von FURA durchgeführt wurden.

7) Aimers W, Neher E (1985) <br>The Ca signal from fura-2 loaded mast cells depends strongly on the method of dye-loading. <br>FEBS Lett, 192: 13-18

19) Baylor SM, Hollingworth S (1988) <br>Fura-2 calcium transients in frog skeletal muscle fibres. <br>J Physiol (London) 405: 233-255

32) Blatter LA, Wier WG (1990) <br>Intracellular diffusion, binding and compartmentation of the fluorescent calcium indicators indo-1 and fura-2. <br>Biophys J 58: 1491-1499

158) Jacobs R, Lieberman M (1986) <br>Compartmentation of fura-2 in cultures of embryonic chick hearts cells (Abstract). <br>J Physiol (Lond), 382: 107P

179) Klein MG, Simon BJ, Szucs G, Schneider MF (1988) <br>Simultaneous recording of calcium transients in skeletal muscle using high and low affinity indicators. <br>Biophys J 53: 971-988

225) Noble D, Powell T (1991) <br>The slowing of Ca2+ signals by Ca2+-indicators in cardiac muscle. <br>Proc R Soc Lond B Biol Sci 246: 167-172

298) Sumbera J, Kruta V, Braveny P (1966) <br>Influence of a rapid change of temperature on the mechanical response of mammalian myocardium. <br>Arch Int Physiol Biochem 74: 627-641

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme mit gewissen Änderungen im letzten Abschnitt. Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Hindemith (noch eine Sichtung notwendig da stark verändert) Graf Isolan

[20.] Awb/Fragment 076 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:02 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 13-24
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 212, Zeilen: 12-25
Die Abhängigkeit der Kraft-Frequenz-Beziehung vom Präparatdurchmesser läßt an den Einfluß nutritiver Faktoren denken. Großkalibrige Faserpräparate sollten über eine Verlängerung der Diffusionsstrecke grundsätzlich zu einer limitierten Sauerstoffversorgung des Myocards führen können. Die entsprechend reduzierte Bereitstellung von ATP könnte die Ausbildung einer Population von Rigor-Brücken bzw. "latch-Brücken" begünstigen (Hai und Murphy 1988, 1992.). Die Ausbildung von "latch-Brücken" würde auch den Anstieg der passiven Ruhekraft erklären. Da derartige "latch-Brücken" Aktin-Myosin-Interaktionsplätze blockieren, muß eine Zunahme der "latch-Brücken-Population" ihrerseits über eine Reduktion verfügbarer Interaktionsplätze die Anzahl regelrecht zirkulierender Querbrücken reduzieren. Das wiederum kann die Reduktion der aktiven Kraftamplitude mit erklären. Die Abhängigkeit der Kraft-Frequenz-Beziehung vom Präparatdurchmesser (ABB 18) läßt an den Einfluß nutritiver Faktoren denken. Großkalibrige Präparate sollten über eine Verlängerung der Diffusionsstrecke grundsätzlich zu einer limitierten Sauerstoffversorgung des Myocards führen können. Die entsprechend reduzierte Bereitstellung von ATP könnte die Ausbildung einer Population von Rigor-Brücken bzw. "latch-Brücken" begünstigen (126, 127). Die Ausbildung von "latch-Brücken" würde auch den Anstieg der passiven Ruhekraft erklären. Da derartige "latch-Brücken" Aktin-Myosin-Interaktionsplätze blockieren, muß die Zunahme der "latch-Brücken-Population" ihrerseits über eine Reduktion verfügbarer Interaktionsplätze die Anzahl regelrecht circulierender Querbrücken reduzieren. Das wiederum könnte die Reduktion der aktiven Kraftamplitude mit erklären.

[EN 126] Hai CM, Murphy RA (1988) Regulation of shortening velocity by cross-bridge phosphorylation muscle. Am J Physiol, 255:C86-C94

[EN 127] Hai CM, Murphy RA (1992) Adenosine 5'triphosphate consumption by smooth muscle as predicted by the coupled four-state crossbridge model. Biophys J 61:530-541

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Verweis auf Vahl (1995). Auch die zwei Quellenverweise sind von Vahl übernommen.

Sichter
Hindemith

[21.] Awb/Fragment 084 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:08 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, 88.11.219.6, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 084, Zeilen: 04-08, 11-31
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 216-217, Zeilen: S. 216, 14-20; S. 217, 01-21
4.2.3.1 Nachlastabhängigkeit des intrazellulären Calciumtransienten

Die außerordentliche Nachlastabhängigkeit des intrazellulären Calciumtransienten des menschlichen Myocards von Patienten mit Mitralklappenvitien ist ein neuer Befund. [...] Die überwiegende Zahl der Untersuchungen intrazellulärer Calciumtransienten ist an Myokard von Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz, entweder unter isometrischen Bedingungen oder an isolierten Myocyten, durchgeführt worden (Morgan und Morgan 1984, Berlin et al. 1989, Beuckelmann et al. 1992, Bing et al. 1991, Gwathmey und Morgan 1985, Gwathmey et al. 1987 / 1990, Mercardier et al. 1990). Es ist zu beachten, daß das Myokard unter diesen Bedingungen keine definierte mechanische Arbeit leisten muß. Unter idealen isometrischen Bedingungen ist der zurückgelegte Weg annähernd Null. Unter idealen isotonen Bedingungen, wie sie annähernd am isolierten Myozyten auftreten, geht die Kraft, gegen die eine Formveränderung der Zelle stattfindet, gegen Null. In isolierten Myozyten tritt neben den Problemen der ungerichteten Verkürzung gegen eine nicht definierte Vorlast die Besonderheit der Heterogenität der Calciumtransienten innerhalb einer Zelle auf (Wier et al. 1987).

Am Säugetierherzen sind geringe Veränderungen des intrazellulären Calciumtransienten bei Verkürzung unter Verwendung des Farbstoffes Äquorin grundsätzlich bekannt (Lab et al. 1984, Housmans et al. 1983 a+b). Die hier erstmals auch am normalen menschlichen Spendermyocard beobachteten Veränderungen dürften diesen physiologischen Modulationen des intrazellulären Calciumtransienten entsprechen (Vahl et al. 1992f). Die längenabhängigen Veränderungen am Säugetiermyocard könnten Ausdruck einer gesteigerten Calciumfreisetzung oder - im Zusammenhang mit den bei Verkürzung stattfindenden Veränderungen des [Membranpotentials - eines vermehrten Calciumeinstromes durch die Zellmembran sein (Lab et al. 1984).]

<u>1) Einfluß der Nachlastsenkunq auf den intrazellulären Calciumtransienten</u>

Die außerordentliche Abhängigkeit des intracellulären Calciumtransienten des menschlichen Myocards von der Nachlast ist ein neuer Befund. Die überwiegende Zahl der Untersuchungen intracellulärer Calciumtransienten ist entweder unter isometrischen Bedingungen oder an isolierten Myocyten durchgeführt worden (23, 25, 29, 120, 121, 122, 204, 209, 345). Es ist zu beachten, daß das Myocard unter diesen Bedingungen keine definierte mechanische Arbeit leisten muß. Unter idealen isometrischen Bedingungen ist der zurückgelegte Weg annähernd Null. Unter idealen isotonen Bedingungen, wie sie annähernd am isolierten Myocyten auftreten, geht die Kraft, gegen die eine Formveränderung der Zelle stattfindet, gegen Null. In isolierten Myocyten tritt neben den Problemen der ungerichteten Verkürzung gegen eine nicht definierte Vorlast die Besonderheit der Heterogenität der Calciumtransienten innerhalb einer Zelle auf (343).

Am Säugetierherzen sind geringe Veränderungen des intracellulären Calciumtransienten bei Verkürzung unter Verwendung des Farbstoffes Äquorin grundsätzlich bekannt (151, 152, 183, 252) . Die hier erstmals auch am normalen menschlichen Spendermyocard beobachteten Veränderungen dürften diesen physiologischen Modulationen des intracellulären Calciumtransienten entsprechen.

Diese längenabhängigen Veränderungen am Säugetiermyocard könnten Ausdruck einer gesteigerten Calciumfreisetzung oder - im Zusammenhang mit den bei Verkürzung stattfindenden Veränderungen des Membranpotentials - eines vermehrten Calciumeinstromes durch die Zellmembran sei [sic!] (183).

23) Berlin JR, Cannell MB, Lederer WJ (1989) <br>Cellular Origins of the transient inward current in cardiac myocytes. Role of fluctuations and waves of elevated intracellular Calcium. <br>Circulation Research 65: 115-126

25) Beuckelmann DJ, Näbauer M, Erdmann E (1992) <br>Intracellular Calcium handling in isolated ventricular myocytes from patients with terminal heart failure <br>Circulation 65:1046-1055

29) Bing OHL, Brooks WW, Conrad CH, Sen S, Perreault CL, Morgan JP (1991) <br>Intracellular calcium transients in myocardium from spontaneously hypertensive rats during the transition to heart failure <br>Circ Res 68: 1390-1400

120) Gwathmey JK, Hajjar RJ (1990) <br>Effect of protein kinase C activation on sarcoplasmic reticulum function and apparent myofibrillar Ca2++ sensitivity in intact and skinned muscles from normal and diseased human myocardium <br>Circ Res 1990, 67: 744-752

121) Gwathmey JK, Morgan JP (1985) <br>Altered Calcium handling in experimental pressure overload hypertrophy in the ferret. <br>Circ Res 57: 836-843

122) Gwathmey JK, Copelas L, MacKinnon R, Schoen FJ, Feldmann MD, Grossman W, Morgan JP (1987) <br>Abnormal intracellular Calcium handling in myocardium from patients with end-stage heart failure. <br>Circ Res 61: 70-76

151) Housmans PR, Lee NK, Blinks JR (1983) <br>Active shortening retards the decline of the intracellular Calcium transient in mammalian heart muscle. <br>Science 221: 159-161

152) Housmans PK, Lee NK, Blinks JR (1983) <br>History of loading in preceding contractions influences intracellular Calcium transients in cat papillary muscle. <br>Fed Procs 42: 573

183) Lab MJ, Allen DG, Orchard CH (1984) <br>The effects of shortening on myoplasmic calcium concentration and on the action potential in mammalian ventricular muscle. <br>Circ Res 55: 825-829

204) Mercadier JJ, Lompre AM, Duc P, Boheler KR, Fraysse JB, Wisnewsky C, Allen PD, Komajda M, Schwartz K (1990) <br>Altered sarcoplasmic reticulum Ca2+-ATPase gene expression in the human ventricle during end-stage heart failure <br>J Clin Invest 85: 305-309

209) Morgan JP, Morgan KG (1984) <br>Calcium and cardiovascular function. Intracellular Calcium levels during contraction and relaxation of mammalian cardiac vascular smooth muscle as detected with aequorin <br>Am J Med 77 (Suppl 5A): 33-46

252) Ridgway EB; Gordon AM (1984) <br>Muscle calcium transient: Effect of post-stimulus length changes in single fibers. <br>J Gen Physiol 83: 75-103

343) Wier WG, Cannel MB, Berlin JR, Marban E, Lederer WJ (1987) <br>Cellular and subcellular heterogenity of Ca2+ in Single heart cells revealed by FURA-2. <br>Science 235:325-328

345) Wikman-Coffelt J, Wu ST, Parmley WW (1991) <br>Intracellular endocardial calcium and myocardial function in rat hearts <br>Cell Calcium 12: 39-50

Anmerkungen

In weiten Teilen identisch (inkl. der Literaturverweise), wobei der Verfasser an einer einzigen Stelle auf "Patienten mit Mitralklappenvitien" spezialisiert. Er ergänzt zudem (im hier nicht wiedergegebenen Abschnitt) einen Hinweis auf Untersuchungen von Vahl. Ansonsten erfolgt hier keinerlei Kennzeichnung, dass und von wem Textpassagen übernommen worden sind.

Sichter
Hindemith

[22.] Awb/Fragment 085 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:10 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, 88.11.219.6, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 085, Zeilen: 01-25
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 217-218, Zeilen: S. 217, 17-26; S. 218, 01-19
[Die längenabhängigen Veränderungen am Säugetiermyocard könnten Ausdruck einer gesteigerten Calciumfreisetzung oder - im Zusammenhang mit den bei Verkürzung stattfindenden Veränderungen des] Membranpotentials - eines vermehrten Calciumeinstromes durch die Zellmembran sein (Lab et al. 1984). Das am Säugetierherzen beobachtete gemeinsame Auftreten eines vermehrten intrazellulären Calciumtransienten und einer reduzierten Kraftamplitude nach Verkürzung ("shortening deactivation"), ist als Indiz für eine Freisetzung von Calcium von dem kontraktilen Apparat in das Myoplasma gewertet worden (Allen und Kurihara 1982, Lab et al. 1984, Housmans et al. 1983). Eine veränderte Kinetik der transmembranären Calciumströme (Lakatta und Jewell 1977) oder der Interferenzen mit der diastolischen Calcium-Wiederauffüllung durch das sarkoplasmatische Retikulum (Nichols 1985, Allen und Kentish 1985, Lopez et al. 1985, O'Brianund Gwathmey 1995) könnten ebenfalls eine Rolle spielen.

Die Bestimmung intrazellulärer Calciumtransienten unter den Bedingungen mechanischer Arbeit wurde möglich, nachdem in Ergänzung zum eingeführten Äquorin eine Reihe neuer Fluoreszensfarbstoffe zur Verfügung standen (Grynckiewicz et al. 1985, Morgan und Morgan 1984, Sato et al. 1988, Uto et al. 1991). Die Entscheidung für die Verwendung von Fura-2/AM und die Verwendung der Quotientenmethode ist einerseits durch die Empfindlichkeit dieses Indikators im Bereich der zu erwartenden diastolischen Calciumkonzentrationen von weniger als 1 mM begründet, andererseits durch die Minimierung von Bewegungsartefakten bei Nutzung der Quotientenmethode (Vahl et al. 1992f, Grynckiwicz et al. 1985, Sato et al. 1988, Ozaki et al. 1987).

Die Tatsache, daß unter isometrischen Meßbedingungen keine richtungsweisenden Unterschiede der intracellulären Calciumtransienten von Mitralklappenstenosen und Mitralklappeninsuffizienzen gesehen worden sind, spricht dafür, daß es erst dann, wenn der Muskel mechanische Arbeit leisten muß (Verkürzung), zu einer Störung der intrazellulären Calciumhomöostase kommt.

Diese längenabhängigen Veränderungen am Säugetiermyocard könnten Ausdruck einer gesteigerten Calciumfreisetzung oder - im Zusammenhang mit den bei Verkürzung stattfindenden Veränderungen des Membranpotentials - eines vermehrten Calciumeinstromes durch die Zellmembran sei [sic!] (183). Das am Säugetierherzen beobachtete gemeinsame Auftreten eines vermehrten intracellulären Calciumtransienten und einer reduzierten Kraftamplitude nach Verkürzung ("shortening deactivation") ist als Indiz für eine Freisetzuung von Calcium von dem kontraktilen Apparat in das Myoplasma gewertet worden (5, 151, 183) . Eine veränderte Kinetik der transmem-

[S. 218]

branösen Calciumströme (184) oder der Interferenzen mit der diastolischen Calcium-Wiederauffüllung durch das sarkoplasmatische Retikulum (6, 193, 223, 286) könnten eine Rolle spielen.

Die Bestimmung intrazellulärer Calciumtransienten unter den Bedingungen mechanischer Arbeit wurde möglich, nachdem in Ergänzung zum eingeführten Äquorin eine Reihe neuer Fluoreszenzfarbstoffe zur Verfügung standen (113, 209, 263, 308). Die Entscheidung für die Verwendung von FURA-2 und die Verwendung der Quotientenmethode ist einerseits durch die Empfindlichkeit dieses Indikators im Bereich der zu erwartenden diastolischen Calciumkonzentrationen von weniger als 1 mM begründet, andererseits durch die Minimierung von Bewegungsartefakten bei Nutzung der Quotientenmethode (113, 230, 263, 309, 310).

Die Tatsache, daß unter isometrischen Meßbedingungen keine richtungsweisenden Unterschiede der intracellulären Calciumtransienten von Spender- und Empfängermyocard gesehen worden sind, spricht dafür, daß es erst dann, wenn der Muskel mechanische Arbeit leisten muß, zu einer Störung der intracellulären Calciumhomöostase kommt.

5) Allen DG, Kurihara S (1982) <br>The effects of muscle length on intracellular calcium trancients in mammalian cardiac muscle. <br>J Physiol (Lond): 327: 79-94

6) Allen DG, Nichols CG, Smith GL ( 1985) <br>The effect of 'diastolic' length on calcium transients in isolated ferret ventricular muscle. <br>J Physiol 365: 557P

113) Grynkiewicz G, Poenie M, Tsien RY (1985) <br>A new generation of Calcium indicators with greatly improved fluorescence properties <br>J Biol Chem 260: 3440-3450

151) Housmans PR, Lee NK, Blinks JR (1983) <br>Active shortening retards the decline of the intracellular Calcium transient in mammalian heart muscle. <br>Science 221: 159-161

183) Lab MJ, Allen DG, Orchard CH (1984) <br>The effects of shortening on myoplasmic calcium concentration and on the action potential in mammalian ventricular muscle. <br>Circ Res 55: 825-829

193) Lopez JR, Alamo L, Caputo C (1985) <br>The increase in metabolic rate associated with stretching in skeletal muscle might be related to an increment in free Ca2+. <br>Biophysical J 47: 378a

209) Morgan JP, Morgan KG (1984) <br>Calcium and cardiovascular function. Intracellular Calcium levels during contraction and relaxation of mammalian cardiac vascular smooth muscle as detected with aequorin <br>Am J Med 77 (Suppl 5A): 33-46

223) Nichols GG (1985) <br>The influence of 'diastolic' length on the contractility of isolated cat papillary muscle. <br>J Physiol 361: 269-279

230) Ozaki H, Sato K, Satoh T, Karaki H (1987) <br>Simultaneous recordings of calcium signals and mechanical activity using fluorescent dye Fura-2 in isolated strips of vascular smooth muscle <br>Japan J Pharamacol 45: 429-433

263) Sato K, Ozaki H, Karaki H (1988) <br>Changes in cyctosolic calcium level in vascular smooth muscle strip measured simultaneously with contraction using fluorescent calcium indicator Fura 2 <br>J Pharmacol Exp Therap 246: 294-300

286) Snowdowne KW, Lee NKM (1980) <br>Subcontracture concentratsions [sic!] of patassium [sic!] and stretch cause an increase in the activity of intracellular Calcium in frog skeletal muscle. <br>Fed Procs 39: 1733

308) Uto A, Arai H, Ogara Y (1991) <br>Reassessment of Fura-2 and the ratio method for determination of intracellular calcium concentrations <br>Cell Calcium 12: 29-37

309) Vahl CF, Bonz A, Hagl S (1992) <br>Modulation of the intracellular Calcium transient by shortening in normal human and ventricular myocardium from donor hearts. <br>Cor Europ 4: 130-136

310) Vahl C, Bonz A, Hagl S (1992) <br>Recording intracellular Calcium transients with FURA-2 during isometric contraction and shortening in intact human myocardium <br>J Mol Cell Cardiol 24 (Suppl V) 241

Anmerkungen

Fortsetzung von Seite 84 An einer einzigen Stelle unternimmt der Verfasser eine wesentliche Änderung, indem er "Spender- und Empfängermyocard" aus Vahl (1995) durch "Mitralklappenstenosen und Mitralklappeninsuffizienzen" ersetzt. Bis auf zwei Wörter sind die Texte ansonsten bis hin zu den Literaturhinweisen identisch.

Sichter
Hindemith

[23.] Awb/Fragment 086 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:12 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 7-16
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 219,220, Zeilen: 19-25,1-5
Faktoren, die die Calciumhomöostase beeinflussen, sind einerseits die Menge des freigesetzten Calciums, zweitens Art und Ausmaß intrazellulärer Calciumpuffer und drittens die Kinetik der Entfernung des Calciums aus dem Cytosol. Der Zeitverlauf des Fura-2/AM Emissionslichtes kann daher beeinflußt werden durch:


- die Kinetik des Calciumeinstromes in das Sarkoplasma

- die Kinetik der intrazellulären Diffusion

- die Bindung von Calcium an den kontraktilen Apparat

- die Dissoziationsrate von Calcium vom kontraktilen Apparat

- die Geschwindigkeit der Wiederaufnahme von Calcium in das sarkoplasmatische Retikulum.

Die intracelluläre Calciumhomöostase ist abhängig von der Menge freigesetzten Calciums, von dem Vorhandensein intrazellulärer Calciumpuffer und der Kinetik der Entfernung des Calciums aus dem Cytosol. Der Zeitverlauf des FURA-Emissionslichtes kann daher beeinflußt werden durch

- die Kinetik des Calciumeinstromes in das Sarkoplasma


[S. 220]


- die Kinetik der intracellulären Diffusion

- die Bindung von Calcium an den kontraktilen Apparat

- die Dissoziationsrate von Calcium vom kontraktilen Apparat

- die Geschwindigkeit der Wiederaufnahme von Calcium in das sarkoplasmatische Retikulum.

Anmerkungen

Mit geringfügig geänderter Einleitung wurde die Übersicht übernommen. Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Hindemith

[24.] Awb/Fragment 086 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:14 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 17-21
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 220, Zeilen: 11-14
4.2.3.3 Mögliche Ursachen der veränderten Nachlastabhängigkeit des intracellulären Calciumtransienten bei Mitralklappeninsuffizienz

a) Veränderte Kinetik der Calciumfreisetzung bzw. Wiederaufnahme durch das sarkoplasmatische Retikulum?

3) Mögliche Ursachen der veränderten Nachlastabhängigkeit des intracellulären Calciumtransienten bei dilatativer Cardiomyopathie

a) Veränderte Kinetik der Calciumfreisetzung bzw. Wiederaufnahme durch das sarkoplasmatische Retikulum?

Anmerkungen

Kapitelüberschriften sind auch so in der Quelle Vahl (1995) zu finden, wobei die auch bei anderen Übernahmen oft zu beobachtende Ersetzung "bei dilatativer Cardiomyopathie" --> "bei Mitralklappeninsuffizienz" vorgenommen wurde um die Thematik anzupassen. Nach den Überschriften folgt ein kurzer Absatz, der nicht von Vahl (1995) übernommen wurde, danach dann wieder seitenlange Übernahmen.

Sichter
Hindemith

[25.] Awb/Fragment 087 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:16 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 87, Zeilen: 1-32
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 220,221, Zeilen: 15ff, 1ff
[Bereits 1973 vermuteten] Parmley und Chuck, daß die Kinetik des sarkoplasmatischen Calciumstoffwechsels durch Änderungen der Muskellänge beeinflußt wird (Parmley und Chuck 1973). Experimentelle Untersuchungen von Fabiato (Fabiato 1980 / 1985) und Ter Keurs (Ter Keurs et al. 1980) unterstützen diese Hypothese. Eine veränderte Calciumfreisetzung aus dem sarkoplasmatischen Retikulum wurde auch z.B. bei Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz beschrieben (Gwathmey et al. 1987). Limas et al zeigten, daß die Geschwindigkeit der Wiederaufnahme von Calcium in das sarkoplasmatische Retikulum bei Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie reduziert war (Limas et al. 1987). Demgegenüber beobachteten andere Autoren eine unveränderte Geschwindigkeit der Wiederaufnahme von Calcium (Movsesian et al. 1989 / 1990, Movsesian 1992). Grundsätzlich kann die Geschwindigkeit, mit der das sarkoplasmatische Retikulum Calcium wiederaufnimmt, durch Phosphorylierung von Phospholamban beschleunigt werden. Umgekehrt ist argumentiert worden, daß eine fehlende oder verminderte Phosphorylierung von Phospholamban für eine Verzögerung der Wiederaufnahme von Calcium in das sarkoplasmatische Retikulum bei Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz verantwortlich sein kann (Morgan und Morgan 1984).

Dieser Hypothese stehen Befunde entgegen, bei denen sich im Vergleich von normalem und krankem Myocard zeigte, daß sich keine Unterschiede bezüglich der für den Calciumtransfer in das sarkoplasmatische Retikulum verantwortlichen ATPase Aktivität oder von Phospholamban fanden (Movsesian et al. 1990). Auch hinsichtlich des Verhaltens von Calciumkanälen konnten Holberg und Williams keine Unterschiede zwischen krankem und gesundem Myocard feststellen (Holmberg und Williams 1992). Da die von ihnen bestimmten Eigenschaften der Calciumkanäle auch denen normaler Schafe und Hunde entsprachen, kamen die Autoren zu dem Schluß, daß andere Faktoren für die Störung des intrazellulären Calciumgleichgewichtes verantwortlich sein müssen.

b) Veränderte Dissoziation von Calcium vom kontraktilen Apparat?

Alternativ zu einer gestörten Wiederaufnahme von Calcium in das sarkoplasmatische Retikulum bei Verkürzung des Muskels kann auch eine überschießende Freisetzung von Calcium während der Verkürzung diskutiert werden.

Bereits 1973 vermuteten Parmley und Chuck, daß die Kinetik des sarkoplasmatischen Calciumstoffwechsels durch Änderungen der Muskellänge beeinflußt werde (235). Experimentelle Untersuchungen von Fabiato (84 , 85) und ter Keurs (305) unterstützen diese Hypothese.

Eine veränderte Calciumfreisetzung aus dem sarkoplasmatischen Retikulum wurde in Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz beschrieben (122). Limas et al fanden, daß die Geschwindigkeit der Wiederaufnahme von Calcium in das sarkoplasmatische Retikulum bei Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie reduziert war (191). Demgegenüber beobachteten andere Autoren eine unveränderte Ge-

[Seite 221]

schwindigkeit der Wiederaufnahme von Calcium (211, 212, 213).

Grundsätzlich kann die Geschwindigkeit, mit der das sarkoplasmatische Retikulum Calcium wiederaufnimmt, durch Phosphorylierung von Phospholamban beschleunigt werden. Umgekehrt ist argumentiert worden, daß eine fehlende oder verminderte Phosphorylierung von Phospholamban für eine Verzögerung der Wiederaufnahme von Calcium in das sarkoplasmatische Retikulum bei Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz verantwortlich sein könne (210).

Dieser Hypothese stehen Befunde entgegen, bei denen sich im Vergleich von normalem und krankem Myocard zeigte, daß sich keine Unterschiede bezüglich der für den Calciumtransfer in das sarko-plasmatische Retikulum verantwortlichen ATPase-Aktivität oder von phospholamban fanden (213). Auch hinsichtlich des Verhaltens von Calciumkanälen konnten Holberg und Williams keine Unterschiede zwischen krankem und gesundem Myocard feststellen (143). Da die von ihnen bestimmten Eigenschaften der Calciumkanäle auch denen normaler Schafe und Hunde entsprachen, kamen diese Autoren zu dem Schluß, daß andere Faktoren für die Störung des intracellulären Calciumgleichgewichtes verantwortlich sein müssen.

1.) Veränderte Dissociation von Calcium vom kontraktilen Apparat?

Alternativ zu einer gestörten Wiederaufnahme von Calcium in das sarkoplasmatische Retikulum bei Verkürzung des Muskels könnte auch eine überschießende Freisetzung von Calcium während der Ver-kürzung diskutiert werden.

[En 84] Fabiato A (1980) Sarcomere length dependence of Calcium release from the sarcoplasmic reticulum of skinned cardiac cells demonstrated by differential microspectrophotmetry with arsenazo III. J Gen Physiol, 76: 15a

[En 85] Fabiato A (1985) Use of aequorin to demonstrate dependence of calcium-induced release of calcium from the sarcoplasmic reticulum of skinned cardiac cells on artice sarcomere length. Biophys J, 47: 378a

[EN 122] Gwathmey JK, Copelas L MacKinnon R,Schoen FJ, Feldmann MD, Grossman W, Morgan JP (1987) Abnormal intracellular Calcium in myocardium from patients with end-stage heart failure Circ Res 61: 70

[En 143] Holmberg SRM, Williams AJ (1992) The calcium-release channel from cardiac sarcoplasmic reticulum: Function in the failing and acutely ischaemic heart. In: Cellular and Molecular Alteratsions in the Failing Human Heart (Eds: Hasenfuß G, Holubarsch Ch, Just H, Alpert NR, Springer Verlag, New York), Suppl. to Bas Res Cardiol, 87,l: 255-268

[En 191] Limas CJ, Olivari MT, Goldenberg IF, Levine TB, Benditt DG, Simon A (1987) Calcium uptake by cardiac sarcoplasmatic reticulum in human dilated cardiomyopathy. Cardiovasc Res 21: 601-605

[En 210] Morgan JP, Enry RE, Allen PD, Grossman W, Gwathmey (1990) Abnormal intracellular Calcium handling, a major cause of systolic and diastolic dysfunction in ventricular myocardium from patients with heart failure. circ 81 (Supp III):21-32

[En 211] Movsesian MA, Bristow MR, Krall J (1989) Calcium uptake by cardiac carcoplasmatic reticulum from patients with idiopathic dilated cardiomyopathy. Circ Res 65: 1141-1144

[En 212] MA Movsesian (1992) Calcium uptake by sarcoplasmatic reticulum and its modulation by cAMP-dependent phosphorylation in normal and failing human myocardium. Basic Res Cardiol, 87: 277-284

[EN 213] Movsesian MA, Coyler J, Wang JH, Krall J (1990) Phospholamban mediated stimulation of Ca2+ uptake in cardiac sarcoplasmic reticulum from normal and failing hearts. J Clin Invest, 85: 1698-1702

[En 235] Parmley WW, Chuck L (1973) Length dependend changes in myocardial contractile state. Am J Physiol, 224: 1195-1199

[En 305] Ter Keurs HEDJ, Rijnsburger WH, van Heuningen R, Nagelsmit MJ (1980) Tension development and sarcomere length in rat cardiac trabecule Evidence of length-dependent activation. Circ Res, 46: 703-714

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme der gesamten Seite mit nur geringfügigen Anpassungen. Ein Verweis auf die Quelle Vahl (1995) fehlt.

Sichter
Hindemith

[26.] Awb/Fragment 088 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:18 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 88, Zeilen: 1-32
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 221, 222, 223, Zeilen: 25, 1ff, 1ff
[Bereits 1982 fanden Allen] und Kurihara, daß während der abfallenden Flanke des intrazelluären Calciumtransienten ein zusätzliches Lichtsignal induziert werden konnte, wenn das Muskelpräparat einer raschen Verkürzung unterworfen wurde (Allen und Kurihara 1982). Die Autoren verwendeten den Calciumindikator Äquorin. Sie postulierten, daß die additive Fluoreszenz auf Calcium Ionen hindeute, die nach induzierter rascher Verkürzung vom kontraktilen Apparat abdissoziieren. Da Calcium Troponin-C vermittelt an den kontraktilen Apparat bindet, vermuteten Allen und Kurihara, daß die Bindung des Calciums an das Troponin-C von der vom Muskel entwickelten Kraft abhängig sei (Allen und Kurihara 1982).

Anhand von Untersuchungen an gehäuteten Präparaten kamen Allen und Kentish (Allen und Kentish 1985) zu dem Schluß, daß das Ausmaß der Assoziation von Calcium an den kontraktilen Apparat von der von dem Muskelpräparat entwickelten Kraft abhängt. Auch bei dieser Untersuchung wurde der Fiuoreszensfarbstoff Äquorin verwendet. Allen und Kentish zeigten ferner, daß es bei Verkürzung zu einer Dissoziation von Calcium von den kontraktilen Proteinen kommt (Allen und Kentish 1985). Dieses sei nach Ihrer Ansicht unter anderem auf eine Verminderung der Empfindlichkeit der kontraktilen Proteine für Calcium bei geringeren Muskellängen zurückzuführen.

In Analogie zu diesen Beobachtungen könnte vermutet werden, daß die Calciumüberladung des Cytoplasmas bei nachbelasteten Kontraktionen durch eine überschießende Dissoziation von Calcium vom kontraktilen Apparat bei Mitralklappeninsuffizienz verursacht wird. Der Zeitverlauf des "Buckels" (Abb. 20, 21, 22) des intrazellulären Calciumtransienten bei nachbelasteten Kontraktionen könnte diese Hypothese stützen. Dennoch erscheint sie vor allem aus einem Grund nicht haltbar: die Untersuchungen der Abhängigkeit des intrazellulären Calciumtransienten von der Muskellänge haben eindrücklich gezeigt, daß es bei Muskelfasern von Mitralklappeninsuffizienzen - im Vergleich zu Mitralklappenstenosen - zu einer Steigerung der Empfindlichkeit für Calcium mit abnehmender Muskellänge kommt (Abb. 24). Bei nachbelasteten Kontraktionen verkürzt sich die Muskelzelle. Daher ist gerade bei der Mitralklappeninsuffizienz nicht mit einer gesteigerten, sondern im Gegenteil, mit einer verzögerten Dissoziation von Calcium von dem kontraktilen Apparat zu rechnen.

[Bereits 1982 fanden Allen und Kurihara 1982, daß während der ab-]fallenden Flanke des intrazelluären Calciumtransienten ein zu-sätzliches Lichtsignal induziert werden konnte, wenn das Muskel-präparat einer raschen Verkürzung unterworfen wurde (5). Diese Autoren verwendeten den Calciumindikator Äquorin. Sie postulierten, daß die additive Fluoreszenz auf Calcium-Ionen hindeute, die nach induzierter rascher Verkürzung vom kontrakti-len Apparat abdissoziieren. Da Calcium Troponin-C-vermittelt an den kontraktilen Apparat bindet, vermuteten Allen und Kurihara, daß die Bindung des Calcium an das Troponin-C von der vom Muskel entwickelten Kraft abhängig sei (5).

Anhand von Untersuchungen an gehäuteten Präparaten kamen Allen und Kentish (4) zu dem Schluß, daß das Ausmaß der Association von Calcium an den kontraktilen Apparat von der von dem Muskelpräparat entwickelten Kraft abhinge. Auch bei dieser Untersuchung verwendeten die genannten Autoren den Fluoreszenzfarbstoff Äquorin (4). Allen und Kentish fanden ferner, daß es bei Verkürzung zu einer Dissoziation von Calcium von den kontraktilen Proteinen kommt (3). Diese sei nach Ansicht der genannten Autoren unter anderem auf eine Verminderung der Empfindlichkeit der kontraktilen Proteine für Calcium bei geringeren Muskellängen zurückzuführen.

In Analogie zu diesen Beobachtungen könnte vermutet werden, daß die Calciumüberladung des Cytoplasmas bei nachbelasteten Kontraktionen durch eine überschießende Dissociation von Calcium vom kontraktilen Apparat bei dilatativer Cardiomyopathie verursacht wird. Der Zeitverlauf des »Buckels» (ABB 59, ABB 60, ABB 61) des intracellulären Calciumtransienten bei nachbelasteten Kontraktionen könnte zu dieser Hypothese passen. Dennoch erscheint sie vor

[Seite 223]

allem aus einem Grund nicht haltbar: die Untersuchungen zur Abhängigkeit des intracellulären Calciumtransienten von der Muskellänge haben eindrücklich gezeigt, daß es bei dilatativer Cardiomyopathie - im Vergleich zum normalen Myocard - zu einer Steigerung der Empfindlichkeit für Calcium mit abnehmender Muskellänge kommt. Bei nachbelasteten Kontraktionen verkürzt sich die Muskelzelle. Daher ist gerade bei dilatativer Cardiomyopathie nicht mit einer gesteigerten, sondern im Gegenteil mit einer verzögerten Dissociation von Calcium von dem kontraktilen Apparat zu rechnen.

[EN 3] Allen DG, Kentish JC (1985) The cellular basis of the length-tension relation in cardiac muscle. J Mol Cell Cardiol 17: 821-840

[EN 4] Allen DG, Kentish J (1988) Calcium concentration in the myoplasm of skinned ferret ventricular muscle following changes in muscle length. J Physiol (London) 407:489-503

[EN 5] Allen DG, Kurihara S (1982) The effects of muscle length on intracellular calcium trancients in mammalian cardiac muscle. J Physiol (Lond): 327: 79-94

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme mit geringfügigen Anpassungen. Ausserdem wurde durch die folgenden Ersetzungen (die sich in ähnlicher Form auch auf anderen Seiten finden) die Thematik angepasst: * "bei dilatativer Cardiomyopathie" --> "bei Mitralklappeninsuffizienz" * "bei dilatativer Cardiomyopathie - im Vergleich zum normalen Myocard" --> "bei Muskelfasern von Mitralklappeninsuffizienzen - im Vergleich zu Mitralklappenstenosen" * "gerade bei dilatativer Cardiomyopathie" --> "gerade bei der Mitralklappeninsuffizienz" Ein Verweis auf die Quelle Vahl (1995) fehlt.

Sichter
Hindemith

[27.] Awb/Fragment 089 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:20 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 1-29
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 223-224, Zeilen: S.223,11ff - S.224,1-18
c) Längenabhängigkeit oder Kraftabhängigkeit der Dissoziation von Calcium vom kontraktilen Apparat

Bei nachbelasteten Kontraktionen kommt es sowohl zu Veränderungen der Muskelkraft als auch der Muskellänge. Wenn diese Veränderungen mit entsprechenden Veränderungen der Calciumsensitivität verbunden sind, könnten sie eine Freisetzung von Calcium vom kontraktilen Apparat erklären.

Zur Klärung der Frage, ob die Freisetzung von Calcium von dem kontraktilen Apparat von der Kraft oder der Muskellänge abhängig sei, bedienten sich Kurihara und Kollegen (Kurihara et al. 1990) einer Behandlung der Präparate mit 2,3-Butanedione Monoxime (BDM). Im Einklang mit der Literatur und den Ergenbissen [sic!] der vorliegenden Arbeit ist der Wirkort des BDM bei Verwendung einer Konzentration von 10 mM (Kurihara et al. 1990) in erster Linie auf der Ebene des kontraktilen Apparates anzusiedeln und nur in geringerem Maße auf der Ebene des intrazelluären Calciummetabolismus (Li und Rouleau 1985, Horiuti et al. 1988, Blanchard et al. 1990, Fryer et al. 1988).

Die Autoren unterstellten, daß durch BDM die Calciumanlagerung an Troponin-C blockiert werde. Durch Verwendung von BDM sollte geprüft werden, aus welcher Quelle Calcium freigesetzt wird. Der Hypothese der Autoren zufolge sollte das Auftreten eines zusätzlichen verkürzungsbedingten Calciumsignales bei BDM-Inkubation für eine Freisetzung von Calcium aus dem sarkoplasmatischen Retikulum beweisend sein (da kein Calcium am kontraktilen Apparat angelagert ist). Sie fanden ohne BDM am aktivierten Präparat eine Calciumfreisetzung durch Verkürzung, die nach BDM-Inkubation verschwand, und werteten diese Ergebnisse als Indiz für eine verkürzungsinduzierte Calciumfreisetzung vom kontraktilen Apparat und nicht vom sarkoplasmatischen Retikulum. Da nach Inkubation in BDM bei Verkürzung kein additives Äquorinsignal mehr beobachtet wurde, schlossen die Autoren (Kurihara et al. 1990), daß das additive Äquorinsignal kraftabhängig und nicht längenabhängig ist und am ehesten die Dissoziation von Calcium vom kontraktilen Apparat wiederspiegele (Allen und Kurihara 1982, Housman et al. 1983 a+b).

Allen DG, Kurihara S (1982) <br>The effects of muscle length on intracellular calcium transients in mammalian cardiac muscle. <br>J Physiol (Lond); 327:79-94

Blanchard EM, Smith GL, Allen DG, Alpert NR (1990) <br>The effects of 2,3 Butanedione - Monoxime on initial heat, tension and aequorin light output of ferret papillary muscles. <br>Eur J Physiol; 416: 219-221

Fryer MW, Gage PW, Neering IR, Dulhunty AF, Lamb GD (1988) <br>Paralysis of skeletal muscle by butanedione monoxim, a chemical phosphatase. <br>Eur J Physiol (Pflügers Arch); 411: 76-79

Horiuti K, Higuchi H, Umazume Y, Knoshi M, Okazaki 0, Kurihara S (1988) <br>Mechanism of action of 2,3 Butanedione - Monoxime on contaction of frog skeletal muscle fibres. <br>J Muscle Res Cell Motil; 9: 156-164

Housmans PR, Lee NK, Blinks JR (1983) <br>Active shortening retards the decline of the intracellular calcium transient in mammalian heart muscle. <br>Science 221: 159-161

Housmans PK, Lee NK, Blinks JR (1983) <br>History of loading in preceding contractions influences intracellular calcium transients in cat papillary muscle. <br>Fed Procs 42: 573

Kurihara S, Saeki Y, Hongo K, Tanaka E, Sudo N (1990) <br>Effects of length change on intracellular Calcium transients in ferret ventricular muscle treated with 2,3-butanedione monoxime (BDM). <br>Jap J Physiol 40: 915-920

Li K, Rouleau JL (1995) <br>Tension - frequency relationships in normal and cardiomyopathic dog and hamster myocardium. <br>J Mol Cell Cardiol 27(6): 1251-1261

<u>c) Länqenabhängigkeit oder Kraftabhänqiqkeit der Dissociation von Calcium vom kontraktilen Apparat?</u>

Bei nachbelasteten Kontraktionen kommt es sowohl zu Veränderungen des [sic!] Muskelkraft als auch der Muskellänge. Wenn diese Veränderungen mit entsprechenden Veränderungen der Calciumsensitivität vergesellschaftet sind, könnten sie eine Freisetzung von Calcium vom kontraktilen Apparat erklären.

Zur Klärung der Frage, ob die Freisetzung von Calcium von dem kontraktilen Apparat von der Kraft oder der Muskellänge abhängig sei, bedienten sich Kurihara und Kollegen (182) einer Behandlung der Präparate mit 2,3-Butadedione [sic!] Monoxime (BDM). Im Einklang mit der Literatur und den Ergebnissen der vorliegenden Arbeit ist der Wirkort des BDM bei Verwendung einer Konzentration von 10 mM (KURI) in erster Linie auf der Ebene des kontraktilen Apparates anzusiedeln und nur in geringerem Maße auf der Ebene des intra-

[Seite 224]

zellulären Calciummetabolismus (31, 93, 149,190).

Die Autoren unterstellten, daß durch BDM die Calcium-Anlagerung an Troponin C blockiert werde. Durch Verwendung von BDM sollte geprüft werden, aus welcher Quelle Calcium freigesetzt wird. Der Hypothese der Autoren zufolge, sollte das Auftreten eines zusätzlichen verkürzungsbedingten Calciumsignales bei BDM-Inkubation für eine Freisetzung von Calcium aus dem sarkoplasmatischen Retikulum beweisend sein ( da kein Calcium am kontraktilen Apparat angelagert ist). Die Autoren fanden ohne BDM am aktivierten Präparat eine Calciumfreisetzung durch Verkürzung, die nach BDM-Inkubation verschwand. Sie werteten diese Ergebnisse als Indiz für eine verkürzungsinduzierte Calciumfreisetzung vom kontraktilen Apparat und nicht vom sarkoplasmatischen Retikulum.

Da nach Inkubation in BDM bei Verkürzung kein additives Äquorinsignal mehr beobachtet wurde, schlossen die Autoren (182), daß das additive Äquorinsignal kraftabhängig und nicht längenabhangig ist und am ehesten die Dissociation von Calcium vom kontraktilen Apparat wiederspiegele (5, 151, 252).

5) Allen DG, Kurihara S (1982) <br>The effects of muscle length on intracellular calcium trancients in mammalian cardiac muscle. <br>J Physiol (Lond): 327: 79-94

31) Blanchard EM, Smith GL, Allen DG, Alpert NR (1990) <br>The effects of 2,3 Butanedione Monoxime on initial heat, tension and aequorin light output of ferret papillary muscles <br>Eur J Physiol: 416: 219-221

93) Fryer MW, Neering I, Stephenson DG (1988) <br>Effects of 2,3-butanedione monoxime on the contractile activation properties of fast and slow-twitch rat muscle fibres. <br>J Physiol (London) 407: 53-75

149) Horiuti K, Higuchi H, Umazume Y, Knoshi M, Okazaki 0, Kurihara S (1988) <br>Mechanism of action of 2,3 Butanedione Monoxime on contraction of frog skeletal muscle fibres <br>J Muscle Res Ce11 Motil 9: 156-164

151) Housmans PR, Lee NK, Blinks JR (1983) <br>Active shortening retards the decline of the intracellular Calcium transient in mammalian heart muscle <br>Science 221: 159-161

182) Kurihara S, Saeki Y, Hongo K, Tanaka E, Sudo N (1990) <br>Effects of length change on intracellular Calcium transients in ferret ventricular muscle treated with 2,3-butanedione monoxime (BDM). <br>Jap J Physiol 40: 915-920

190) Li T, Sperelakis N, Teneick RE,, Solaro JR (1985) <br>Effects of diacetyl monoxime on cardiac exitation-contraction coupling <br>J Exp Ther 232: 688-695

252) Ridgway EB, Gordon AM (1984) <br>Muscle calcium transient: Effect of post-stimulus length changes in single fibers. <br>J Gen Physiol 83: 75-103

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme der ganzen Seite mit geringfügigen Anpassungen und kleineren Korrekturen. Insbesondere das durch einen offensichtlichen Übersetzungsfehler entstandene "vergesellschaftet" (ursprünglich wahrscheinlich "associated") in Vahl 1995 wurde durch ein "verbunden" ersetzt. Ein Verweis auf die Quelle Vahl (1995) fehlt.

Sichter
Hindemith (noch eine Sichtung nötig da stark verändert) Graf Isolan

[28.] Awb/Fragment 090 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:22 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 1-31
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 224-226, Zeilen: 19ff, 1ff, 16ff
Die Annahme einer Inhibition der Calciumanlagerung am Troponin C durch BDM ist nicht unstrittig. Mulieri und Alpert (Mulieri et al. 1984), Yagi und Kollegen (Yagi et al. 1988) sowie Hermann und Kollegen (Herrmann et al. 1992) unterstellen eine normale Assoziation von Calcium an Troponin-C unter BDM - Wirkung. Eine Erklärung für den fehlenden Calciumtransienten nach BDM könnte sein, daß 10 mM BDM die Amplitude des Calciumtransienten so weit reduziert, daß die durch Durchmesserzunahme des Präparates induzierte Veränderung des Äquorinsignales relativ gesehen so klein wird, daß sie nicht mehr detektierbar ist.

Bremel und Weber (Bremel und Weber 1972) beschrieben erstmals, daß die Anlagerung von Querbrücken am Aktinfilament die Affinität des Troponin-C für Calcium moduliert. Die Anlagerung von Querbrücken ist proportional zur Kraftentwicklung. Dieser Hypothese entsprechend muß postuliert werden, daß eine Loslösung von Querbrücken die Affinität des Troponin-C für Calcium senkt und damit eine Dissoziation von Calcium vom kontraktilen Apparat auslöst, die als zusätzliches Lichtsignal gemessen werden kann. Nach dieser Hypothese wäre - im gleichen Sinne wie für die Befunde von Kurihara (Kurihara et al. 1990) - anzunehmen, daß die Dissoziation von Calcium kraftabhängig und nicht längenabhängig ist.

Mit der "force-clamping" Technik (Klemt et al. 1981, Vahl et al. 1992d) steht ein Instrument zur Prüfung dieser Hypothese zur Verfügung (Abb. 2). Diese Technik erlaubt durch induzierte Längsvibration bei konstanter mittlerer Muskellänge ( d.h. konstanter Überlappung der Aktin-Myosin-Filamente) eine Kraftinhibition. Nach Bremel und Weber (Bremel und Weber 1972) bzw. Kurihara et al. (1990) ist demnach bei induzierter Vibration und Loslösen der Querbrücken eine Änderung des intracellulären Calciumtransienten zu erwarten.

Selbst wenn man eine physiologische Bedeutung einer längenabhängigen Dissoziation von Calcium vom kontraktilen Apparat unterstellt, so ist es unwahrscheinlich, daß dadurch die überschießenden Veränderungen des Calciumtransienten bei Mitralklappeninsuffizienzen befriedigend erklärt werden können:

I.) Die Verkürzungsamplituden waren bei Mitralklappeninsuffizienzen erheblich niedriger als bei Myocard von Mitralklappenstenosen (Abb. 16, 17, 18).

Die Annahme einer Inhibition der Calciumanlagerung am Troponin-C durch BDM ist nicht unstrittig. Mulieri und Alpert (217), Yagi und Kollegen (348) und Hermann und Kollegen (136) unterstellen eine normale Association von Calcium und Troponin-C unter BDM-Wirkung. Eine Erklärung für den fehlenden Calciumtransienten nach BDM könnte auch sein, daß io mM BDM auch die Amplitude des Calciumtransienten so weit reduziert, daß die durch Durchmesserzunähme des Präparates induzierte Veränderung des Äquorinsignales relativ

[S. 225]

gesehen so klein wird, das sie nicht mehr detektierbar ist.

Bremel und Weber (46) beschrieben erstmals, daß die Anlagerung von Querbrücken am Aktinfilamant ihrerseits die Affinität des Troponin-C für Calcium moduliert. Die Anlagerung von Querbrücken ist proportional zur Kraftentwicklung. Dieser Hypothese entsprechend muß postuliert werden, daß eine Loslösung von Querbrücken die Affinität des Troponin-C für Calcium senkt und damit eine Dissociation von Calcium vom kontraktilen Apparat auslöst, die als zusätzliches Lichtsignal gemessen werden kann. Nach dieser Hypothese wäre - im gleichen Sinne wie die Befunde von Kurihara (182) - anzunehmen, daß die Dissociation von Calcium kraftabhängig und nicht längenabhängig ist.

Mit der "force-clamping"-Technik (18, 180, 311, 316, 318) steht ein Instrument zur Prüfung dieser Hypothese zur Verfügung. Diese Technik erlaubt durch induzierte Längsvibration bei konstanter mittlerer Muskellänge ( d.h. konstanter Überlappung der Aktin-Myosin-Filamente) eine Kraftinhibition. Nach Bremel und Weber (46) bzw. Kurihara et al (182) ist demnach bei induzierter Vibration und Loslösen der Querbrücken eine Änderung des intracellulären Calciumtransienten zu erwarten.

[...]

[Seite 226, Zeile 16ff]

Selbst wenn man eine physiologische Bedeutung einer längenabhängigen Dissociation von Calcium vom kontraktilen Apparat unterstellt, so ist es doch unwahrscheinlich, daß dadurch die überschießenden Veränderungen des Calciumtransienten bei dilatativer Cardiomyopathie befriedigend erklärt werden können:

1) Die Verkürzungsamplituden waren bei dilatativer Cardiomyopathie erheblich geringer als im normalen Myocard.

[EN 18] Bauernschmitt R, Vahl CF, Lange R, Hag1 S (1992) Alteration of force and velocity parameters of contraction by Calcium and resting tension in skinned pig papillary muscle. In: Zilla P, Fasol R, Callow A (eds) Applied Cardiovascular Biology, vol 2, Karger, Basel: 218-223

[EN 46] Breme1 RD, Weber A (1972) Cooperation within actin filaments in vertebrate skeletal muscle. Nature 238: 97-101

[EN 136] Herrmann C, Wray J, Travers F, Barman T (1992) Effect of 2,3-butanedione monoxime on myosin and ATPases. An example of an uncompetitive inhibitor. Biochemistry 31: 12227-12232

[EN 180] Klemt P, Peiper U, Speden RN, Zilker F (1981) The kinetics of post-vibration tension recovery isolated rat portal vein: the influence of temperature and calcium. J Physiol (Lond), 312: 281-296

[En 182] Kurihara S, Saeki Y, Hongo K, Tanaka E, Sudo N (1990) Effects of length change on intracellular Calcium transients in ferret ventricular muscle treated with 2,3-butanedione monoxime (BDM). Jap J Physiol 40: 915-920

[EN 217] Mulieri LA, Alpert NR (1984) Differential effects of 2,3-butanedione monoxime on cardiac excitation-contraction coupling. J Pharmacol Exp Ther 232: 688-695

[EN 311] Vahl CF, Bauernschmitt R, Bonz A, Herold U, Amann K, Ziegler S, Hagl S (1993) Increased resistance against shortening in myocardium from recipient hearts of 7 patients transplanted for dilated cardiomyopathy Thorac Cardiovacc Surg 41:224-232

[EN 316] Vahl CF, Bauernschmitt R, Hagl S (1992) Influence of amplitude and frequency of vibration on actin-myosin interaction in demembranized pig papillary muscle In: Zilla P, Fasol R, Callow A (eds) Applied Cardiovascular Biology, vol 2, Karger, Basel: 224-230

[EN 318] Vahl CF, Bauernschmitt R, Tischmeyer K, Sonnenberg K, Lang A, Bonz A, Hagl S (1992) Einsatz der vibrationsvermittelten "force clamping" Technik zur Kontraktiliätsbestimmung demembranisierter isolierter myocardialer Muskelfasern Herz Thorax Gefaßchir 6: 323-331

[EN 348] Yagi NI Horiuti K, Takemori SI Watanabe K, Umazume Y, Matsubara I, Amemiya Y (1988) An XX-ray diffraction study on the inhibitory effects of 2,3- butanedione monoxime on the the contractions of frog skeletal muscle. J Physiol Soc Jpn 50: 530

Anmerkungen

Fortsetzung von Seite 89 Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Verweis auf die Quelle Vahl (1995), dabei wurden auch Quellenverweise von Vahl (1995) übernommen. Es wurden -- wie an anderen Stellen der Dissertation auch -- vereinzelte Stichwortersetzungen zur Themenanpassung vorgenommen: * "bei dilatativer Cardiomyopathie" --> "bei Mitralklappeninsuffizienzen" * "im normalen Myocard" --> "bei Myocard von Mitralklappenstenosen"

Sichter
Hindemith

[29.] Awb/Fragment 091 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:24 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Graf Isolan, 88.11.219.6, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 091, Zeilen: 01-31
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 226-228, Zeilen: S. 226, 22-26; S. 227, 01-24; S. 228, 01-06
[Damit wäre] der Einfluß einer durch Längenänderung herbeigeführten Sensitivitätsänderung - und damit der Menge abdissoziierenden Calciums - bei Patienten mit Mitralklappeninsuffizienzen im Vergleich zu Patienten mit Mitralklappenstenosen eher als vermindert anzunehmen.

II.) In chemisch gehäuteten Myocardmuskelstreifen fand sich kein Anhalt für eine wesentliche Längenabhängigkeit der Empfindlichkeit der kontraktilen Proteine für Calcium. Die Calciumsensitivität war bei allen unterschiedlichen Typen von Mitralvitien vergleichbar (Abb. 8, 9).

d) Längenabhängige Regulation des intrazellulären Calciums über mechanosensitive lonenkanäle

Es ist bekannt, daß mechanische Faktoren den intrazellulären Calciumstoffwechsel im glatten Muskel und am Myocard beeinflussen können (Nakayama 1982, Bustamante et al. 1991, Kim 1993, Gamble et al. 1992). Als eine der Ursachen wurden mechanosensitive Calciumkanäle postuliert (Bustamante et al. 1991, Kim 1993). Die Bedeutung dieser mechanosensitiven Calciumkanäle, denen im Sinne eines Rückkopplungsmechanismus eine wesentliche Funktion bei der Kontrolle kontraktiler Leistung zukommen könnte, muß auch im Zusammenhang mit der Pathophysiologie nachbelasteter Kontraktionen diskutiert werden.

In Skelettmuskelkulturen sind an Skelettmuskelzellen dehnungsempfindliche Na+/K+ Kanäle nachgewiesen worden (Guharay und Sachs 1984). Ob derartigen mechanosensitiven Kanälen am Myocard wesentliche Bedeutung zukommt, ist jedoch noch noch nicht hinreichend belegt. Gamble et al zeigten, daß die Aufnahmekapazität ("loading - capacity") des sarkoplasmatischen Retikulums von Rattenmyocard von der Muskellänge abhängig ist (Gamble et al. 1992). Die Autoren schlossen, daß die Freisetzungs- und Wiederaufnahmecharakteristika des sarkoplasmatischen Retikulums am Herzen durch die Muskellänge moduliert würden.

In Unterstützung dieser Hypothese haben Allen und Kurihara gezeigt, daß - übereinanderprojiziert - die aufsteigende Flanke des Calciumtransienten bei kurzen und langen Muskellängen jeweils identisch war. Demgegenüber war die Kinetik des Abfalles der intrazellulären Calciumkonzentration bei größerer Muskellänge deutlich [verkürzt (Allen und Kurihara 1982).]

Allen DG, Kurihara S (1982) <br>The effects of muscle length on intracellular calcium transients in mammalian cardiac muscle. <br>J Physiol (Lond); 327:79-94

Bustamante JO, Rudnudin A, Sachs F (1991) <br>Stretch - activated channels in heart cells: relevance to cardiac hypertrophy. <br>J Cardiovasc Pharmacol; 17(suppl2): 110-113

Gamble J, Taylor PB, Kenno KA (1992) <br>Myocardial stretch alters twitch characteristics and Ca2+ loading of sarcoplasmic reticulum in rat ventricular muscle. <br>Cardiovascular Research; 26: 865-870

Guharay F, Sachs F (1984) <br>Stretch activated single ion channel currents in tissue cultured embryonic chick skeletal muscle. <br>J Physiol 352: 685 - 701

Kim D (1993) <br>Novel cation - selective mechanosensitive ion channel in the atrial cell membrane. <br>Circ Res; 72: 225-231

Nakayama K (1982) <br>Calcium dependent contractile activation of cerebral artery produced by quick stretch. <br>Am J Physiol; 242: H 760 - H 768

Damit wäre der Einfluß einer durch Längenänderung herbeigeführten Sensitivitätsänderung - und damit die Menge abdissoziierenden Calciums - bei Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie im Vergleich zum normalen Myocard eher als vermindert anzunehmen.

[S. 227]

2) In chemisch gehäuteten Myocardmuskelstreifen fand sich kein Anhalt für eine wesentliche Längenabhängigkeit der Empfindlichkeit der kontraktilen Proteine für Calcium. Die Calciumsensitivität war bei normalen Spenderherzen, bei Patienten mit dilatativer Cardiomyopathie und bei Patienten mit unterschiedlichen Typen von Mitralvitien vergleichbar (120, 311, 312).

<u>d) Längenabhänqiqe Regulation des Calciums über mechanosensitive Ionenkanäle?</u>

Es ist bekannt, daß mechanische Faktoren den intracellulären Calciumstoffwechsel im glatten Muskel und am Myocard beeinflussen können (65, 95, 178, 220). Die Bedeutung mechanosensitiver Calciumkanäle (65, 178), denen im Sinne eines Rückkopplungsmechanismus eine wesentliche Funktion bei der Kontrolle kontraktiler Leistung zukommen könnte, muß auch im Zusammenhang mit der Pathophysiologie nachbelasteter Kontraktionen angesprochen werden.

In Skelettmuskelkulturen sind an Skelettmuskelzellen dehnungsempfindliche Natrium- und Kaliumkanäle nachgewiesen worden (118). Ob mechanosensitiven Ionenkanälen am Myocard wesentliche Bedeutung zukommt, ist noch noch nicht hinreichend gesichert. Gamble et al. zeigten, daß die Aufnahmekapazität ("loading capacity") des sarkoplasmatischen Retikulums von Rattenmyocard von der Muskellänge abhängig ist (95). Diese Autoren schlossen, daß die Freisetzungs- und Wiederaufnahmecharakteristika des sarkoplasmatischen Retikulums am Herzen durch die Muskellänge moduliert würden.

[S. 228]

In Unterstützung dieser Hypothese haben Allen und Kurihara gezeigt, daß - übereinanderprojiziert - die aufsteigende Flanke des Calciumtransienten bei kurzen und langen Muskellängen jeweils identisch war. Demgegenüber war die Kinetik der Abfalles der intrazellulären Calciumkonzentration bei größerer Muskellänge deutlich verkürzt (5).

5) Allen DG, Kurihara S (1982) <br>The effects of muscle length on intracellular calcium trancients in mammalian cardiac muscle. <br>J Physiol (Lond): 327: 79-94

65) Bustamante JO, Rudnudin A, Sachs F (1991) <br>Stretch-activated channels in heart cells: relevance to cardiac hyoertrophy <br>J Cardiovasc Pharmacol, 17 Suppl 2:110-113

95) Gamble J, Taylor PB, Kenno KA (1992) <br>Myocardial stretch alters twitch characteristics and Ca2+ loading of sarcoplasmic reticulum in rat ventricular muscle. <br>Cardiovasc Res, 26: 865-870

118) Guharay F, Sachs F (1984) <br>Stretch activated single ion channel currents in tissue-cultured embryonic chick skeletal muscle. <br>J Physiol 352: 685-701

120) Gwathmey JK, Hajjar RJ (1990) <br>Effect of protein kinase C activation on sarcoplasic reticulum function and apparent myofibrillar Ca2++ Sensivity in intact and skinned muscles from normal and diseased human myocardium <br>Circ Res 1990, 67: 744-752

178) Kim D (1993) <br>Novel cation-selective mechanosenitive ion channel in the atrial cell membrane. <br>Circ Res 72: 225-2 31

220) Nakayama K (1982) <br>Calcium dependent contractile activation of cerebral artery produced by quick stretch. <br>Am J Physiol: 242: H 760-768

311) Vahl CF, Bauernschmitt R, Bonz A, Herold U, Amann K, Ziegler S, Hagl S (1993) <br>Increased resistance against shortening in myocardium from recipient hearts of 7 patients transplanted for dilated cardiomyopathy <br>Thorac Cardiovacc Surg 41:224-232

312) Vahl CF, Bauernschmitt R, Bonz A, Herold U, Ziegler S, Lang A, Hagl S (1992) <br>Contractile behaviour of skinned papillary muscle in mitral valve disease <br>Thorac Cardiovasc Surg, 40: 253-260

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 90, Übernahme wird auf S. 92 fortgesetzt. Die Formulierungen sind fast durchweg wörtlich wie in Vahl (1995); A. Bonz ersetzt (wie später auch N. Kayhan) seiner Thematik entsprechend an einer Stelle "dilatative Cardiomyopathie" durch "Mitralklappeninsuffizienzen", sonst sind die Änderungen eher unwesentlich oder "kosmetischer Natur". Auch die Literaturverweise finden sich weitgehend genauso bei Vahl (1995). Interessanterweise nimmt Bonz – anders als Vahl (1995) – keinen Bezug auf die eigenen in Kooperation mit Vahl verfassten Veröffentlichungen (bei Vahl die Verweise 311) und 312)) zum Thema.

Sichter
Hindemith

[30.] Awb/Fragment 092 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:50:26 Kybot
Awb, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Vahl 1995, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 1-15
Quelle: Vahl 1995
Seite(n): 228, Zeilen: 4-22
[Demgegenüber war die Kinetik des Abfalles der intrazellulären Calciumkonzentration bei größerer Muskellänge deutlich] verkürzt (Allen und Kurihara 1982). In isolierten Myozyten von Hühnerembryonen wurden dehnungsempfindliche Kanäle für Kalium, Calcium und Magnesium nachgewiesen (Bustamante et al. 1991).

Es gibt eine zunehmende Anzahl experimenteller Hinweise, daß mechanosensitive Kanäle sogar als Sensoren für die Induktion einer veränderten Proteinsynthese im Myozyten verantwortlich gemacht werden können (Sachs 1986, Kent et al. 1989, Terracio et al. 1988). Sie könnten, neben anderen Rezeptoren (Simpson 1989), die Anpassungsfähigkeit der biochemischen Komposition des kontraktilen Apparates mancher Nagetiere an Druck- oder Volumenbelastung erklären.

Für das menschliche Myocard gibt es derzeit noch keinen direkten Nachweis, der die Existenz und Funktion derartiger dehnungsabhängiger Calciumkanäle belegt. Daher darf derzeit ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Verhalten dehnungsabhängiger Calciumkanäle und dem hier beobachteten alterierten intrazellulären Calciumtransienten bei Mitralklappeninsuffizienz nur mit entsprechender Zurückhaltung in Betracht gezogen werden.

Allen DG, Kurihara S (1982) <br>The effects of muscle length on intracellular calcium transients in mammalian cardiac muscle. <br>J Physiol (Lond); 327:79-94

Bustamante JO, Rudnudin A, Sachs F (1991) <br>Stretch - activated channels in heart cells: relevance to cardiac hypertrophy. <br>J Cardiovasc Pharmacol; 17(suppl2): 11 0-1 13

Sachs F (1986) <br>Biophysics of mechanoreception. <br>Membr Biochem 6: 173-195

Kent RL, Hoober JK, Cooper G (1989) <br>Load responsiveness of protein synthesis in adult myocardium: Role of cardiac deformation linked to sodium influx. <br>Circ Res 64: 74-85

Terracio L, Miller B, Borg TK (1988) <br>Effects of cyclic mechanical stimulation of the cellular components of the heart: in vitro. <br>In Vitro Cell Dev Biol 24: 53-58

Simpson PC (1989) <br>Molecular mechanisms in myocardial hypertrophy. <br>Heart Failure 5: 113- 129

Demgegenüber war die Kinetik der Abfalles der intrazellulären Calciumkonzentration bei größerer Muskellänge deutlich verkürzt (5). In isolierten Myozyten von Hühnerembryos wurden dehnungsempfindliche Kanäle für Kalium, Calcium und Magnesium nachgewiesen (65).

Es gibt in der Literatur eine zunehmende Anzahl experimenteller Hinweise, daß mechanosensitive Kanäle sogar als Sensoren für die Induktion veränderter Proteinsynthese im Myocyten verantwortlich gemacht werden könnten (175, 194, 260, 302). Sie könnten, neben anderen Rezeptoren (282), die Anpassungsfähigkeit der biochemischen Komposition des kontraktilen Apparates mancher Nagetiere an Druck- oder Volumenbelastung miterklären.

Für das menschliche Myocard gibt es derzeit noch keinen direkten Nachweis, der die Existenz und Funktion derartiger dehnungsabhängiger Calciumkanäle belegt. Daher darf derzeit ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Verhalten dehnungsabhängiger Calciumkanäle und dem hier beobachteten alterierten intrazellulären Calciumtransienten bei dilatativer Cardiomyopathie nur mit entsprechender Zurückhaltung in Betracht gezogen werden.

5) Allen DG, Kurihara S (1982) <br>The effects of muscle length on intracellular calcium trancients in mammalian cardiac muscle. <br>J Physiol (Lond): 327: 79-94

65) Bustamante JO, Rudnudin A, Sachs F (1991) <br>Stretch-activated channels in heart cells: relevance to cardiac hypertrophy <br>J Cardiovasc Pharmacol 17 (Suppl.2): 110-113

175) Kent RL, Hoober JK, Cooper G (1989) <br>Load responsiveness of protein synthesis in adult myocardium: Role of cardiac deformation linked to sodium influx. <br>Circ Res 64: 74-85

194) Mahdavi V, Nadal.Ginard B (1989) <br>Molecular basis of cardiac contractility. <br>Heart Failue [sic!] 5: 135-140

260) Sachs F (1986) <br>Biophysics of mechanoreception. <br>Membr Biochem 6: 173-195

282) Simpson PC (1989) <br>Molecular mechanisms in myocardial hypertrophy. <br>Heart Failure 5:113-129

302) Terracio L, Miller B, Borg TK (1988) <br>Effects of cyclic mechanical stimulation of the cellular components of the heart: in vitro. <br>In Vitro Cell Dev Biol 24: 53-58

Anmerkungen

Fortsetzung von Seite 91. Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Verweis auf Vahl (1995). Auch alle Quellenverweise stammen von Vahl (1995). Der Autor der Dissertation ersetzt "bei dilatativer Cardiomyopathie" durch "bei Mitralklappeninsuffizienz".

Sichter
Hindemith







[[QJahr::[1995]| ]]

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