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Quelle:Bah/Rudischer 1959

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Siegfried Rudischer
Titel    Fachbuch der Margarineindustrie : Chemie, Technologie, Produktionsüberwachung, Betriebshygiene. Unter Berücksichtigung der Ölraffination und Fetthärtung
Ort    Leipzig
Verlag    Fachbuchverlag
Jahr    1959

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    nein
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Bah/Fragment 014 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-12 10:44:10 Singulus
Bah, Fragment, Rudischer 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 3-12
Quelle: Rudischer 1959
Seite(n): 84, Zeilen: 23-26, 30-38
Das rasche Anwachsen der Städte im Lauf des 19. Jh's [sic] und der relative Rückgang der landwirtschatlichen [sic] Milch- und Buttererzeugung führten in West- und Mitteleuropa, teilweise aber auch in Nord- und Südeuropa [sic] zu einer Fett-Lücke, die zu Einfuhren aus Amerika und Australien zwang. Ein besonderer Mangel herrschte an Butterfett; Butter war von jeher das teuerste, aber auch beliebteste Fett, zum einen wegen des Geschmacks, zum anderen wegen der Verträglichkeit. Die Suche nach zusätzlichen Fetten für die Ernährung richtete sich von daher auf ein butterähnliches Produkt. Die Butter ist das beliebteste, aber auch das teuerste Speisefett. Sie nimmt seit Jahrtausenden eine Sonderstellung ein, weil sie den angenehmsten Geschmack hat und auch am bekömmlichsten ist. [...]

Bei dem raschen Anwachsen der Städte im Verlaufe des vorigen Jahrhunderts und einem relativen Rückgang der landwirtschaftlichen Milch- und Buttererzeugung zeigte sich in der Fettwirtschaft immer deutlicher, daß die west- und mitteleuropäischen Gebiete, teilweise auch Süd- und Nordeuropa, über viel zuwenig Fett, vor allem Butterfett, verfügten. Die Fettlücke, die sich immer fühlbarer machte, führte zur Einfuhr von Fetten aus Amerika und Australien.

Auf Grund dieser Situation fehlte es nicht an Bestrebungen und Versuchen, zusätzlich Fette für die Ernährung herbeizuschaffen. Dabei war das Ziel von vornherein darauf gerichtet, ein butterähnliches Produkt zu erzeugen.

Anmerkungen

keinerlei Hinweis auf die Quelle

Sichter
(Hotznplotz)

[2.] Analyse:Bah/Fragment 015 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-02-09 20:49:57 Stratumlucidum
Bah, Fragment, KeineWertung, Rudischer 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1-4, 16-32
Quelle: Rudischer 1959
Seite(n): 84, 85, Zeilen: 84:39-44; 85:1, 15-20, 23-27, 29-33, 35-39, 42-44, 102
Die mangelhafte Versorgung der französischen Armee mit Butter veranlaßte Napoleon III, einen Preis für die Erfindung einer Kunstbutter auszusetzen. Das Problem wurde von dem französischen Chemiker Hippolyte Mège-Mouriés [sic] gelöst.

[...]

Er hatte seine Versuche schon 1867 begonnen und verfolgte das Ziel, den Vorgang der Butterfettbildung im Organismus der Kuh nachzuahmen. Mège-Mouriés [sic] versuchte auf künstlichem Wege [sic] Gewebefett in Milchfett umzuwandeln. Die bei 32° C aus Rinderfett abgepreßten flüssigen Anteile [...] behandelte er mit Milchdrüsenauszügen und Labferment (Pepsin), wobei er hoffte, den chemisch-biologischen Prozeß im Organismus der Kuh auf einfache Art herbeiführen zu können. Im Organismus der Säugetiere werden die Fette jedoch emulgiert, dann zerlegt und ihre Fettsäuren teilweise abgebaut. Die erwartete Umwandlung von Rindertalg und Milch in Butterfett konnte somit nicht vonstatten gehen, aber aus dem feingerührten Gemisch von Fett und Milch erhielt man durch Abschrecken mit Eiswasser ein geschmeidiges, halbfestes Fett. Dies wurde geknetet und reifen gelassen, dabei trat ein Umkristallisieren der Fetteilchen [sic] ein, das Gefüge wurde fest und beständig - die Kunstbutter war entstanden. Mège-Mouriés [sic] nannte sie Margarine, in Anlehnung an "acide Margarique" [sic], eine Be-[zeichnung, die Mège-Mouriés' [sic] Lehrmeister Chevreul einer Fettsäure gegeben hatte (von griech. margaros = die Perlmuschel), die auch in der deutschen Sprache als Margarinsäure bezeichnet wurde.]

[Seite 84]

Die unzulängliche Versorgung der französischen Armee mit Butter veranlaßte Napoleon III., einen Preis für die Erfindung einer Kunstbutter auszuschreiben. Die Lösung des Problems gelang dem französischen Chemiker Hippolyte Mège Mouriés [sic]. Seine Versuche, die er übrigens schon 1867 begonnen hatte, verfolgten zunächst das Ziel, den Vorgang der Butterfettbildung im Organismus der Kuh genau kennenzulernen,

[Seite 85]

um ihn dann nachahmen zu können.

[...]

Mège Mouriés [sic] versuchte auf künstlichem Wege, Gewebefett in Milchfett umzuwandeln. Er behandelte die bei etwa 32 °C aus Rinderfett abgepreßten flüssigen Anteile mit Milchdrüsenauszügen und Labferment (Pepsin) und beabsichtigte damit, die im Organismus der Kühe [...] sich abspielenden verwickelten chemisch-biologischen Prozesse auf einfache Art fabrikmäßig herbeizuführen. [...] Für das Gelingen der Umwandlung von Rindertalg in Butterfett fehlten jedoch unter diesen primitiven Umständen die biologischen Voraussetzungen, die die Natur im Organismus der Säugetiere geschaffen hat. Die Fette werden dort zuerst emulgiert, dann zerlegt und ihre Fettsäuren teilweise abgebaut. [...]

Die erwartete Umwandlung von Rindertalg in Butterfett trat folglich [...] nicht ein, aber aus dem feingerührten Gemisch von Fett und Milch erhielt man beim Abschrecken mit eiskaltem Wasser ein geschmeidiges, halbfestes Fett. Dieses wurde geknetet und danach eine Zeitlang reifen gelassen. Dabei trat ein Umkristallisieren der Fetteilchen [sic] ein, das Gefüge wurde fest und beständig. [...] Mège Mouriés [sic] hatte mit diesem Verfahren die Kunstbutter geschaffen. Er nannte sie "Margarine".

Der Name "Margarine" hat folgende Vorgeschichte: Als der Altmeister der Fettchemie, der französische Chemiker Chevreul, 1811 mit der Erforschung der Fette begann, stellte er zunächst aus ihnen Seifen her. [...] Die daraus isolierte Fettsäure nannte er "acide Margarique"2 [sic]. Auch in der deutschen Sprache führte sich der Name "Margarinsäure" ein.


2 Von margaros (gr.) = die Perlmuschel.

Anmerkungen

Keinerlei Hinweis auf die Quelle, die lediglich im Literaturverzeichnis erwähnt wird. Am Ende der Vorseite erklärt die Verfasserin jedoch, sie verzichte für die Geschichte der Erfindung der Margarine auf einen bibliografischen Nachweis, da diese in der Literatur ausführlich behandelt worden sei. – Der Name des frz. Chemikers schreibt sich Mège-Mouriès. Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Hotznplotz)

[3.] Analyse:Bah/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-02-09 20:52:26 Stratumlucidum
Bah, Fragment, KeineWertung, Rudischer 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1-11, 16-19, 101-106
Quelle: Rudischer 1959
Seite(n): 85, 86, 87, 88, Zeilen: 85:36-39, 42-44, 102; 86:1-5, 16-20; 87:1-3; 88:12-13, 15-16, 20-22, 24-25
[Mège-Mouriés [sic] nannte sie Margarine, in Anlehnung an "acide Margarique" [sic], eine Be-]zeichnung, die Mège-Mouriés' [sic] Lehrmeister Chevreul einer Fettsäure gegeben hatte (von griech. margaros = die Perlmuschel), die auch in der deutschen Sprache als Margarinsäure bezeichnet wurde. Mège-Mouriés [sic] ging davon aus, daß dies der Hauptbestandteil des Rindertalgs sei. 1

1869 wurde das Verfahren in Frankreich und England zum Patent angemeldet und setzte sich insbesondere in den Niederlanden und Deutschland bald durch. 2

Auch heute noch wird die Margarine im Wesentlichen nach dem Prinzip des Erfinders erzeugt, die technische Ausführung ist aber grundsätzlich verändert worden [...]. [...]

Die industrielle Vollraffination setzte sich in den ersten Jahren des 20. Jh allgemein durch, in diesem Verfahren wird Rohöl entsäuert, entschleimt, gebleicht und geruchlos gemacht, erst dadurch wurden alle Rohöle auch zu Speisezwecken nutzbar.


1 Erst durch die Entwicklung der Fettanalyse konnte nachgewiesen werden, daß die vermeintlich natürliche Margarinsäure eine Mischung aus zwei geradzahligen Fettsäuren, der Palmitinsäure C16 H32 O2 und der Stearinsäure C18 H36 O2 war, die in Rindertalg etwa im gleichen Mengenverhältnis vorhanden sind und eine einheitliche Fettsäure C17 H34 O2 vortäuschten.

[2 ...]

[Seite 85]

Er nannte sie "Margarine".

Der Name "Margarine" hat folgende Vorgeschichte: Als der Altmeister der Fettchemie, der französische Chemiker Chevreul, 1811 mit der Erforschung der Fette begann, stellte er zunächst aus ihnen Seifen her. [...] Die daraus isolierte Fettsäure nannte er "acide Margarique"2 [sic]. Auch in der deutschen Sprache führte sich der Name "Margarinsäure" ein. Diese wurde als der Hauptbestandteil des Rindertalges angesehen.


2 Von margaros (gr.) = die Perlmuschel.

[Seite 86]

Später stellte sich heraus, daß die vermeintliche [sic] natürliche Margarinsäure1 eine Mischung aus zwei geradzahligen Fettsäuren, der Palmitinsäure (C16 H32 O2) und der Stearinsäure (C18 H36 O2), war, die, im Rindertalg etwa im gleichen Mengenverhältnis vorhanden, eine einheitliche Fettsäure von der Formel C17 H34 O2 vortäuschten. Erst mit der Entwicklung der Fettanalyse wurde die Trennung der beiden Säuren möglich.

[...]

Am 17. Juli 1869 wurde die Patentschrift Mège Mouriés [sic] in Frankreich und England eingereicht [...]. Trotzdem wäre die Erfindung in Vergessenheit geraten, wenn sie nicht im Auslande, besonders in Deutschland und Holland, Beachtung gefunden hätte.


[1 ...]

[Seite 87]

Noch heute wird die Margarine im wesentlichen nach dem Prinzip des Erfinders erzeugt. Die technische Ausführung dieses Prinzips ist jedoch grundlegend verändert worden.

[Seite 88]

Obwohl die ersten Patente zur Entsäuerung der Öle bereits Ende des 19. Jahrhunderts erteilt wurden, [...] setzte sich die industrielle Vollraffination erst in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts allgemein durch. [...]

Diese Verfahren, die neben dem Entsäuern das Entschleimen, Bleichen und völlige Geruchlosmachen der Öle bezwecken, sind heute als "Ölraffination" allgemein bekannt. [...]

Die verfeinerten Rohöle nennt man "Ölraffinate". Auch die meisten Speiseöle sind Ölraffinate.

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite. Die Verfasserin übernimmt einen Großteil der Seite, nennt ihre Quelle aber nicht.

Sichter
(Hotznplotz)

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