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Quelle:Cc/Gasten 1993

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Elmar Gasten
Titel    Aachen in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft 1933-1944
Ort    Frankfurt am Main / Berlin / Bern / New York / Paris / Wien
Verlag    Peter Lang
Jahr    1993
Seiten    379
Reihe    Europäische Hochschulschriften, Reihe 3, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften; Bd. 541
Anmerkung    zugl.: Köln, Univ., Diss., 1990
ISBN    3-631-45697-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    10


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Cc/Fragment 011 116 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-25 14:10:16 Schumann
BauernOpfer, Cc, Fragment, Gasten 1993, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 116-120
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 273, Zeilen: 26 ff.
[...]

9 Da die NS-Stadt [sic] in der ehemaligen Zentrumshochburg nicht die gewünschte Akzeptanz fand, ist die wirtschaftliche Vernachlässigung erstaunlich. Die gegebenen wirtschaftlichen Umstände, die in der Bevölkerung zu teilweise existenzbedrohenden Situationen führten, verhinderten größere Erfolge der nationalsozialistischen Weltanschauung und Staatsführung in Aachen, auf die noch einzugehen sein wird; vgl. Gasten: Aachen im NS, a. a. O. S. 273.

Die wirtschaftliche Vernachlässigung ist insofern erstaunlich, da der NS-Staat in der ehemaligen Zentrumshochburg seit jeher nicht die gewünschte Akzeptanz fand. Die gegebenen wirtschaftlichen Umstände, die in der Bevölkerung zu teilweise existenzbedrohenden Situationen führten, verhinderten größere Erfolge der nationalsozialistischen Weltanschauung und Staatsführung.
Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, doch die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Der erste Satz wird nach Übertragung und sprachlicher Anpassung sinnlos.

Der Fragmentinhalt (sowie der Inhalt von Fn. 8) findet sich auf der folgenden Seite in Fn. 10 als wörtliche Wiederholung; s.a. Fragment 012 103.

Sichter
(Schumann)

[2.] Analyse:Cc/Fragment 012 103 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-25 14:19:41 Schumann
BauernOpfer, Cc, Fragment, Gasten 1993, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 103-107
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 273, Zeilen: 26 ff.
[...]

10 [...] Da die NS-Stadt [sic] in der ehemaligen Zentrumshochburg nicht die gewünschte Akzeptanz fand, ist die wirtschaftliche Vernachlässigung erstaunlich. Die gegebenen wirtschaftlichen Umstände, die in der Bevölkerung zu teilweise existenzbedrohenden Situationen führten, verhinderten größere Erfolge der nationalsozialistischen Weltanschauung und Staatsführung in Aachen, auf die noch einzugehen sein wird. Die Stadt erlebte ab diesem Zeitpunkt bis zum 12. September 1944 739 Luftalarme mit einer Gesamtdauer von 1064 Stunden; vgl.Luftschutz Kriegstagebuch Aachen 12.09.1944-09.01.1945, S.1 (Künftig zitiert: Luftschutzkriegstagebuch, a. a. O., S.).

Die wirtschaftliche Vernachlässigung ist insofern erstaunlich, da der NS-Staat in der ehemaligen Zentrumshochburg seit jeher nicht die gewünschte Akzeptanz fand. Die gegebenen wirtschaftlichen Umstände, die in der Bevölkerung zu teilweise existenzbedrohenden Situationen führten, verhinderten größere Erfolge der nationalsozialistischen Weltanschauung und Staatsführung.
Anmerkungen

Die eigentlich Quelle bleibt hier zwar ungenannt, aber da das Fragment eine wörtliche Wiederholung von Seite 11, Fn. 9, (s.a. Fragment 011 116, dort mit Quellenangabe) darstellt, wird es als Bauernopfer kategorisiert.

Der erste Satz wird nach Übertragung und sprachlicher Anpassung sinnlos.

Sichter
(Schumann)

[3.] Analyse:Cc/Fragment 012 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-26 16:35:39 Schumann
Cc, Fragment, Gasten 1993, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 19-21
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 157, Zeilen: 17 ff.
1943 erhielten die Angriffe eine neue Dimension, so waren es am 14. Juli 1943 ca. 200 Flugzeuge, die ihre Bomben über der Stadt abluden.14

14 Vgl. Gatz, Erwin: Geschichte des Bistums Aachen in Daten 1930-1985. Der Weg einer Ortskirche, Aachen 1986, S. 53.

1943 erhielten die Angriffe eine neue, bis dahin unbekannte Dimension; waren am 9./10.Juli 1941 etwa dreißig Kampfflugzeuge an dem Angriff beteiligt gewesen, so waren es am 14.Juli 1943 ca. 200 Flugzeuge, die ihre Bombenlast über der Stadt abluden; [...]256

256STA Aachen, Einzelakten nach 1933, 11078 (ausführliche Dokumentation der Schäden)

Anmerkungen

Aufgrund der Kürze unter "keine Wertung" kategorisiert.

Ob sich der Inhalt so auch bei der angegebenn Quelle Gatz 1986 findet, wurde bisher nicht überprüft.

Sichter
(Schumann)

[4.] Analyse:Cc/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-25 18:35:56 Schumann
Cc, Fragment, Gasten 1993, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1-6, 13-16
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 163, 164, Zeilen: 163: 19 ff., 26 ff., 33 ff.; 164: 18 ff.
[Als der Generalangriff der Amerikaner ausblieb,30 kehrte die Kreisleitung] der NSDAP am 15. September überraschend in die Stadt zurück und nahm die unterbrochene Evakuierung wieder auf. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch ca. 25 bis 30.000 Menschen in der Stadt.31 Als sich der Belagerungsring um Aachen endgültig schloss, waren noch etwa 6.000 Zivilisten in der Stadt32, die sich in den Trümmern und Kellern versteckt hielten.33 [...]

Die Überlegenheit der amerikanischen Verbände, sowohl bei der Zahl der eingesetzten Soldaten als auch bei deren Ausrüstung, machte den auf deutscher Seite praktizierten Kampf um jedes Haus zu einem sinnlosen Unterfangen.35


[30 Die US-Armee hatte ihre ursprünglichen Pläne geändert. Der ursprüngliche Plan von Generalmajor Lawtom Joe Collins, der vom Alliierten Oberkommando für die Eroberung Aachens ausersehen worden war, sah vor, nach dem Angriff auf Roetgens (in der US-Presse wurde der Fall der Nordeifel-Gemeinde als Eroberung der „ersten deutschen Stadt“ besonders gerühmt) die Stadt südlich zu] umgehen und dann nach Osten hin abzuschneiden, während Restbestände der deutschen Wehrmacht selbst auf den direkten Angriff warteten.

31 „Bis zum Abend dieses Tages sollten sich alle Einwohner bereitmachen. Eine ungeheure Aufregung erfaßte die ganze Stadt […].“ Nusselein, Ernst Wilhelm: Bitteres Ende - gesegneter Neubeginn: St. Paul in Aachen 1944 bis 1955, in: Erwin Gatz (Hrsg.): Erinnerungen rheinischer Seelsorger aus den Diözesen Aachen, Köln und Lüttich (1933-1986), Aachen 1988, S. 152-186, hier: S. 159 (Künftig zitiert: Nusselein: Rheinische Seelsorger, a. a. O., S.).

32 Aachen war die erste und einzige deutsche Großstadt, die, fast von der gesamten Zivilbevölkerung geräumt, in die Zone des Endkampfes einbezogen wurde. Bereits unmittelbar nach dem Ausbruch des 2. WK begannen, angesichts der unklaren militärischen Lage, die ersten Maßnahmen für eine eventuelle Räumung der Stadt.

33 Zur Einstellung der zurückbleibenden Bevölkerung: „Ich fahre nicht mehr weiter. Wir haben den Krieg ohnehin verloren. Das Risiko auf der Flucht ist viel zu groß. Hier zu Hause haben wir immer noch die größten Überlebenschancen.“ Vgl. Trees, Wolfgang: Schlachtfeld Rheinland. Das Ende des Krieges zwischen Maas und Rhein, September 1944 bis März 1945 in Bilddokumenten, Aachen 1976, S. 296/297. (Künftig zitiert: Trees: Schlachtfeld Rheinland, a. a. O., S.).

35 Im Lageabschlussbericht hieß es hierzu: „Durch das späte Eintreffen der Masse des Personals, der Waffen und des Gerätes und den hohen Prozentsatz an frontunerfahrenen, jungen Offizieren sowie durch den mangelhaften Ausbildungsstand ist die Division zum befohlenen Termin noch nicht einsatzbereit.“ Trees: Schlachtfeld Rheinland, a. a. O., S. 17.

[Seite 163]

Als der befürchtete Generalangriff der amerikanischen Verbände ausblieb, kehrte auch die Kreisleitung der NSDAP am 15.September überraschend nach Aachen zurück. [...] Die NSDAP nahm unverzüglich die unterbrochene Evakuierung der Stadt wieder auf; von den schätzungsweise noch 25.000 bis 30.000 in Aachen befindlichen Einwohnern wurden 20.000 auf Lastkraftwagen aus der Stadt herausgebracht. [...] Als sich der Belagerungsring um Aachen endgültig geschlossen hatte, waren noch etwa 6.000 Zivilisten in der Stadt, die sich in den Trümmern und Kellern versteckt hatten.

[Seite 164]

Die drückende Überlegenheit der amerikanischen Verbände, sowohl bei der Zahl der eingesetzten Soldaten als auch bei der Ausrüstung, machte den auf deutscher Seite praktizierten Kampf um jedes Haus zu einem sinnlosen Unterfangen.

Anmerkungen

Der gerafft übernommmene Inhalt wird (anscheinend eigenständig) mit weiteren Fußnoteninformationen angereichert - ein Hinweis auf die eigentliche Quelle für den Haupttext fehlt jedoch.

Sichter
(Schumann)

[5.] Analyse:Cc/Fragment 046 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-10-01 12:18:59 Schumann
Cc, Fragment, Gasten 1993, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 23-29
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 17, Zeilen: 3 ff.
Die Stadt Aachen, an der äußersten Westgrenze des Deutschen Reiches gelegen, war die größte Gemeinde innerhalb des 1816 geschaffenen Regierungsbezirks Aachen. Bei einer Volkszählung am 16. Juni 1933 war in der Stadt Aachen eine Wohnbevölkerung von rund 163.000 Einwohnern ermittelt worden. Damit lag Aachen an 35. Stelle der 56 deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Die Stadt Aachen, an der äußersten Westgrenze des Deutschen Reiches gelegen, war die größte Gemeinde innerhalb des 1816 geschaffenen Regierungsbezirks Aachen. Mit 162.774 Einwohnern (Stand: 16.Juni 1933) lag die Stadt an 35.Stelle der 56 deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern.1

1Statistisches Reichsamt (Hg.), Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin 41939

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man kann die Schöpfungshöhe des Fragments auch für eher gering erachten (und dieses daher ungeachtet der wörtlichen Übernahme des ersten Satzes auch unter "keine Wertung" kategorisieren), allerdings erscheint bemerkenswert, dass Gasten die Bevölkerungsangaben seinerseits für belegpflichtig hielt, während die Verfasserin nur unspezifisch auf die Volkszählung von 1933 verweist (was man allerdings ebenfalls als eine Art Quellenangabe betrachten könnte).

Eine Google- bzw. Google-Books-Suche nach der Wortgruppe "an der äußersten Westgrenze des Deutschen Reiches gelegen" ergibt jedenfalls lediglich einen Suchtreffer für eine Dissertation von 2004 sowie einen für Gasten 1993 (G: [1], GB: [2]).

Sichter
(Schumann)

[6.] Analyse:Cc/Fragment 076 27 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-26 14:39:25 Schumann
Cc, Fragment, Gasten 1993, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 27-31
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 323, Zeilen: 3 ff.
Wie bereits dargestellt, war das Erscheinungsbild der Stadt Aachen während des Dritten Reiches in vielen Bereichen abweichend vom Rest des Reiches. Dennoch kann dieser Umstand nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Nationalsozialismus auch in der westlichen Großstadt des Deutschen Reiches die tonangeben-[de Kraft war.] Das in vielen Bereichen abweichende Erscheinungsbild der Stadt Aachen kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Nationalsozialismus auch hier die tonangebende Kraft war.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, von deren letzter Seite des Teils "Schlußbetrachtung" (S. 321-323) übernommen wird.

Fortsetzung auf der folgenden Seite; siehe Fragment 077 01.

Sichter
(Schumann)

[7.] Analyse:Cc/Fragment 077 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-26 14:43:06 Schumann
Cc, Fragment, Gasten 1993, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 1-8
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 323, Zeilen: 3 ff., 23 ff.
[Dennoch kann dieser Umstand nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Nationalsozialismus auch in der westlichen Großstadt des Deutschen Reiches die tonangeben-]de Kraft war. Die Zurückhaltung der Aachener Bevölkerung führte nicht zu Widerstand, die Nicht-Anpassung verhinderte auch hier nicht die Umsetzung der nationalsozialistischen Politik. Die für die Aachener wichtigste Autorität, die katholische Kirche, blieb ebenfalls passiv. Ebenso wie die NS unter passiver Hinnahme an die Macht kommen konnten, so hielten sie sich auch durch ihre Passivität an der Macht. Aachen bildete hier keine Ausnahme. Das in vielen Bereichen abweichende Erscheinungsbild der Stadt Aachen kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Nationalsozialismus auch hier die tonangebende Kraft war. Die zu beobachtende Zurückhaltung gegenüber der NSDAP, ihren Organisationen und angeschlossenen Verbänden führte nicht zu einem breitangelegten Widerstand. Die die Einstellung vieler charakterisierende "Nicht-Anpassung" verhinderte nicht die Umsetzung der nationalsozialistischen Politik; insbesondere gilt dies für die Behandlung der Juden, die ohne erkennbare Widerstände geduldet wurde. Die für die Aachener wohl wichtigste Autorität, die katholische Kirche, blieb ebenfalls in dieser Frage passiv. [...]

[...] Ebenso wie die Nationalsozialisten unter passiver Hinnahme weiter Bereiche der deutschen Gesellschaft an die Macht kommen konnten, so hielten sie sich durch diese Passivität auch an der Macht - hier bildete die Stadt Aachen keine Ausnahme.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, von deren letzter Seite des Teils "Schlußbetrachtung" (S. 321-323) gerafft übernommen wird.

Sichter
(Schumann)

[8.] Analyse:Cc/Fragment 280 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-25 20:52:22 Schumann
BauernOpfer, Cc, Fragment, Gasten 1993, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 280, Zeilen: 101-112
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 119, Zeilen: 22 ff, 104 ff.
Der Aachen-Laurensberger Rennverein hatte unter der Leitung seines Präsidenten Hubert Wienen seit 1925 Reit-, Spring- und Fahrturniere veranstaltet, [...] Zudem hatte auch das Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda, bedingt durch die in Aachen stattfindenden internationalen Reitturniere820 [...]

820 Während der Zeit des Nationalsozialismus war das Aachener Reitturnier ein gerne wahrgenommener Anlass, die Stadt Aachen zu besuchen. Schon Hermann Göring hatte seinen Besuch in Aachen 1933 mit einem Besuch des Reitturniers verbunden und dabei den überragenden Erfolg der deutschen Reiter miterlebt, die sowohl den „Großen Preis von Aachen“ als auch die Nationenwertung („Kampf der Nationen“) gewannen. 1936 überreichte Reichsinnenminister Wilhelm Frick den Nationenpreis an die deutsche Mannschaft. 1938 war es der Chef der Reichskanzlei, Reichsminister Dr. Hans-Heinrich Lammers, der den von Hitler gestifteten Preis der Nationen an die rumänische Mannschaft übergab. Lammers gehörte 1938 dem Ehrenpräsidium des Aachen-Laurensberger Rennvereins an, in dessen Präsidium u. a. auch SA-Brigadeführer Heinz Lampe und Kreisleiter Eduard Schmeer saßen; vgl. Gasten: Aachen im NS, a. a. O., S. 119).

Ein gerne wahrgenommener Anlaß, die Stadt Aachen zu besuchen, war das seit 1925 ausgetragene "Internationale Reit-, Spring- und Fahrturnier".91

91 Schon Hermann Göring hatte seinen Besuch in Aachen 1933 mit einem Besuch des Reitturniers verbunden und dabei den überragenden Erfolg der deutschen Reiter miterlebt, die sowohl den "Großen Preis von Aachen" als auch die Nationenwertung ("Kampf der Nationen") gewannen. 1936 überreichte Reichsinnenminister Frick den Nationenpreis an die deutsche Mannschaft. 1938 war es der Chef der Reichskanzlei, Reichsminister Dr.Lammers, der den von Hitler gestifteten Preis der Nationen - an die rumänische Mannschaft - übergab, (vgl. BA Koblenz, R43/II/885) Lammers gehörte 1938 dem Ehrenpräsidium des Aachen-Laurensberger- Rennvereins an, in dessen Präsidium u.a. auch SA-Brigadeführer Lampe und Kreisleiter Schmeer saßen.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, aber die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann)

[9.] Analyse:Cc/Fragment 325 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-25 22:08:07 Schumann
Cc, Fragment, Gasten 1993, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 325, Zeilen: 3-13, 16-26, 29-31
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 136, 137, 138, Zeilen: 136: 4 ff., 13 ff., 18 ff., 34 f.; 137: 33 ff.; 138: 3 f., 22 ff., 29 ff.
Ebenso wie andere Universitäten hatte sich auch die Technische Hochschule in Aachen nicht dem Zugriff der Nationalsozialisten entziehen können. Auch sie wurde gleichgeschaltet und musste im Rahmen des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ im Semester 1933/34 den Verlust von zum Teil hochrangigen Wissenschaftlern hinnehmen, da diesen die Professuren und Lehraufträge entzogen wurden. Während die Reaktionen des Lehrkörpers gegenüber der nationalsozialistischen Vorgehensweise abwartend bis ablehnend waren, war die Studentenschaft größtenteils nationalsozialistisch gesinnt977 und bei den Entlassungen eine treibende Kraft. [...] Speziell in Aachen führten die rüstungswirtschaftlichen Ziele Adolf Hitlers nach 1933 zu einer Förderung einzelner Fachgebiete wie beispielsweise der Elektrotechnik und Energiewirtschaft, der Metallurgie, des Maschinenbaus und der Flugwissenschaften.978 In den anderen Bereichen durchlief die RWTH Aachen, mit einer Studentenzahl von 821 Studierenden im Wintersemester 1938/39,979 bis 1939 eine mit anderen Universitäten vergleichbare Entwicklung. Universitäre Freiräume waren mit der Reglementierung des gesamten Lebens unter dem Nationalsozialismus unvereinbar. [...] Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 und der freiwilligen Meldung vieler Dozenten und Studenten zum Kriegs-[dienst980 wurde die TH geschlossen und blieb dies bis zum Beginn des Westfeldzuges im Oktober 1940, so lange wie keine andere deutsche Hochschule.981]

977 Zur nationalsozialistischen Gesinnung der Aachener Studentenschaft; vgl. Klinkenberg, Martin (Hrsg.): Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen 1870-1970, Stuttgart 1971, S. 106f. (künftig zitiert: Klinkenberg: RWTH Aachen, a. a. O., S.).

978 Vgl. Rheinisch-Westfälische-Technische-Hochschule Aachen (Hrsg.): 100-Jahr-Feier der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, 12.-17. Oktober 1970, Aachen 1970, S. 37.

979 Ricking, Klaus: Der Geist bewegt die Materie: 125 Jahre Geschichte der RWTH Aachen. Mens agitat molem, Aachen, Mainz 1995, S. 155 (Künftig zitiert: Ricking: Der Geist bewegt die Materie, a. a. O., S.).

[980 Studentinnenschaft der RWTH Aachen (Hrsg.): 125 Jahre RWTH aus studentischer Sicht, Aachen 1995, S. 24. (künftig zitiert: ASTA: 125 Jahre RWTH, a. a. O., S.).

981 Vgl. Ricking: Der Geist bewegt die Materie, a. a. O., S. 155.]

[Seite 136]

Gleichwohl konnte sich auch die TH nicht dem Zugriff der Nationalsozialisten entziehen; wie andere Universitäten wurde sie "gleichgeschaltet". [...]

Das "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 7.April 1933 bot dem NS-Regime zunächst ausreichenden Spielraum, gegen jüdische und politisch mißliebige Professoren vorzugehen. [...]159 Die Aachener TH mußte 1933/34 einen Aderlaß von z.T. hochrangigen Wissenschaftlern hinnehmen, denen aufgrund der neuen gesetzlichen Bestimmungen ihre Professuren und Lehraufträge - z.T. ohne Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen - entzogen wurden:

[...]

Treibende Kraft bei den Entlassungen war der nationalsozialistische ASTA der TH Aachen.

[Seite 137]

Die Reaktion des Lehrkörpers an der TH auf den Nationalsozialismus war 1933 - im Gegensatz zu der Studentenschaft - abwartend bzw. ablehnend.

[Seite 138]

Universitäre Freiräume waren mit der Reglementierung des gesamten Lebens unter dem Nationalsozialismus unvereinbar.

[...]

Die rüstungswirtschaftlichen Ziele Hitlers führten - zu Lasten der anderen Fächer - nach 1933 an der TH zur Förderung einzelner Fachgebiete: Elektrotechnik, Metallurgie, Maschinenbau, Flugwissenschaften, Energiewirtschaft. [...] Nachhaltige Auswirkungen auf den TH-Betrieb hatte der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges; die TH blieb von September 1939 bis Oktober 1940 geschlossen, so lange, wie keine andere Hochschule. Die Zahl der Studenten sank zum Wintersemester 1940/41 auf 255 gegenüber 821 im Studienjahr 1938/39.


159Hans Martin Klinkenberg (Hg.), a.a.O., S.106; Kurt Düwell, Die Rheingebiete in der nationalsozialistischen Judenpolitik vor 1942 (= Rheinisches Archiv, Bd.65). Bonn 1968, S.106ff.

Anmerkungen

Geraffte Übernahme mit Textumformulierungen und -stellungen sowie zahlreiche Quellenangaben - aber kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Schumann)

[10.] Analyse:Cc/Fragment 326 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-10-01 11:58:08 Schumann
Cc, Fragment, Gasten 1993, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 326, Zeilen: 1-11
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 138, 139, Zeilen: 138: 29 ff.; 139: 3 ff.
[Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 und der freiwilligen Meldung vieler Dozenten und Studenten zum Kriegs-]dienst980 wurde die TH geschlossen und blieb dies bis zum Beginn des Westfeldzuges im Oktober 1940, so lange wie keine andere deutsche Hochschule.981 In der Zeit bis zum Ende des Krieges wurde der Hochschulbetrieb an der TH mit 255 Studenten weiter fortgeführt. Lehre und Forschung wurden stärker als zuvor für kriegswirtschaftliche Aufgaben in Anspruch genommen. Häufige Bombardements auf die Stadt zerstörten nach und nach alle Institute und Einrichtungen der Hochschule, wie beispielsweise am 10. Juli 1941 und am 13. Juli 1943 die Bibliothek, und verschlechterten die Lehr- und Studienbedingungen in zunehmendem Maße.

980 Studentinnenschaft der RWTH Aachen (Hrsg.): 125 Jahre RWTH aus studentischer Sicht, Aachen 1995, S. 24. (künftig zitiert: ASTA: 125 Jahre RWTH, a. a. O., S.).

981 Vgl. Ricking: Der Geist bewegt die Materie, a. a. O., S. 155.

Nachhaltige Auswirkungen auf den TH-Betrieb hatte der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges; die TH blieb von September 1939 bis Oktober 1940 geschlossen, so lange, wie keine andere Hochschule. Die Zahl der Studenten sank zum Wintersemester 1940/41 auf 255 gegenüber 821 im Studienjahr 1938/39.

[Seite 139]

Forschung und Lehre wurden stärker als zuvor für kriegswirtschaftliche Aufgaben beansprucht. Die sich häufenden Bombenangriffe und die damit verbundenen Zerstörungen - u.a. die Bibliothek im Juli 1943, deren Bestände nur teilweise gerettet werden konnten - erschwerten die Ausbildung des von der (Kriegs-) Wirtschaft dringend gebrauchten Hochschulnachwuchses.172


172Der Nachwuchsmangel in der Industrie war so gravierend, daß Soldaten bei der Wehrmacht beurlaubt wurden, um - v.a. in den Ingenieurfächem - zu studieren; vgl. Westdeutscher Beobachter vom 14.März 1942 ("Unsere Soldaten im Hörsaal - Das Wintersemester 1941/42 im Zeichen der Wehrmachtsurlauber")

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Kein Hinweis auf die Quelle.

Isoliert betrachtet könnte man hier angesichts des relativ geringen Maßes an wörtlichen Übereinstimmungen auch eine Art Parallelschöpfung vermuten. In der Zusammenschau mit dem unmittelbar vorangehenden längeren Fragment 325 03 wird jedoch deutlich, welcher tatsächlichen Quelle der Text trotz aller Bearbeitungen hier immer noch folgt.

Sichter
(Schumann)

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