Fandom

VroniPlag Wiki

Quelle:Cg/Van Quekelberghe 2006

< Quelle:Cg

31.363Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Pascal René van Quekelberghe
Titel    Bewertung von Prozessen der Wissenskommunikation beim online-Nachschlagewerk „medrapid“ am Beispiel von Atemwegserkrankungen
Jahr    2006
Anmerkung    Dissertation an der Universität Heidelberg
URL    http://d-nb.info/982303874
Fragmente    6


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Cg/Fragment 001 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-04 20:46:15 Singulus
Cg, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig, Van Quekelberghe 2006

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Silber1
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 6-12
Quelle: Van Quekelberghe 2006
Seite(n): 1, Zeilen: 10-16
Die herkömmlichen Wissensquellen klinisch tätiger Ärzte bestehen meist aus einer relativ kleinen Auswahl von Fachzeitschriften und Büchern (Printmedien), die im Bedarfsfall herangezogen werden. Eine stetige Aktualisierung und Erweiterung dieser Wissensquellen (Literaturrecherchen) ist mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden und findet daher in relativ engen Grenzen statt. Nicht immer liegen die aktuellsten Auflagen der verwendeten Lehrbücher vor, so dass teilweise auf veraltetes medizinisches Wissen zurückgegriffen wird. Die Verfügbarkeit von medizinischen Informationsquellen ist im ärztlichen Alltag meist beschränkt auf eine Auswahl von einigen Printmedien. Dabei wird es dem Arzt' schwer fallen für eine ständige Aktualität der Informationsquellen zu sorgen, da die Anschaffung immer neuer, aktueller Ausgaben mit hohen Kosten verbunden ist. Doch selbst wenn dies in Kauf genommen wird, kann man nicht sicher sein, dass das soeben erworbene Printmedium auf dem neuesten Stand ist, da in Studien gezeigt wurde, dass es mitunter 12 Jahre dauert, bis gesichertes medizinisches Wissen z.B. in Lehrbüchern erscheint (Antman et al. 1992).
Anmerkungen

inhaltlich gleich

Sichter

[2.] Analyse:Cg/Fragment 001 20 a - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-04 20:47:07 Singulus
Cg, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig, Van Quekelberghe 2006

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Silber1
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 20-28
Quelle: Van Quekelberghe 2006
Seite(n): 8, Zeilen: 19-23
Ein wichtiger Aspekt in der Problematik des Wissens- und Informationstransfers liegt in der zeitlichen Diskrepanz zwischen Forschungsstand und Lehrbuchwissen. In der Arbeit von Antman et al. (Antman etal. 1992) konnte unter Berücksichtigung randomisierter kontrollierter klinischer Studien gezeigt werden, dass die Zeitspanne zwischen Erkenntnisgewinn und Aufnahme des Wissens in Lehrbüchern unverhältnismäßig lang ist. Ein eindrucksvolles Beispiel aus dieser Untersuchung beschreibt die zeitliche Verzögerung von gesicherten Erkenntnissen über die Wirksamkeit einer pharmakologischen thrombolytischen Therapie bei Patienten mit Myokardinfarkt. So dauerte es zwölf Jahre, bis dieses „neue" Wissen in Lehrbüchern dokumentiert war. Diese Diskrepanz zwischen Lehrbuchwissen und Forschungsstand zeigt eindrucksvoll die bereits genannte Studie von Antman (Antman et al. 1992): Hier wurde untersucht, wie lange es dauert, bis durch randomisierte, kontrollierte klinische Studien gewonnene Erkenntnisse in Lehrbüchern als Empfehlung aufgenommen wurden. So dauerte es z.B. zwölf Jahre bis gesicherte Erkenntnisse über die Wirksamkeit einer pharmakologischen thrombolytischen Therapie bei Herzinfarktpatienten in Lehrbüchern empfohlen wurde.
Anmerkungen

gleicher Inhalt

Sichter

[3.] Analyse:Cg/Fragment 006 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-04 20:49:08 Singulus
Cg, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig, Van Quekelberghe 2006

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Silber1
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 18-32 und 1-3
Quelle: Van Quekelberghe 2006
Seite(n): 3-4, Zeilen: 19-34 und 1-18
Medizinische Entscheidungen und Handlungen basieren auf medizinischen Daten und Informationen. Sie entstehen durch Akquisition, Analyse und Kommunikation und bilden letztlich die Grundlage ärztlicher Entscheidungsfindung (Shortliffe u. Barnett 1990). Die Begriffe Daten, Information und Wissen werden jedoch nicht einheitlich verwendet; deshalb zunächst ein Blick auf drei unterschiedliche Ansätze.

Im Modell von Slawson sind Daten nicht-zusammenhängende Fakten. Informationen hingegen beinhalten eine Bewertung der Daten (Slawson et al. 1994). Durch Analyse und Synthese von Informationen entsteht in einem Prozess gründlichen und umfassenden Lernens und Verstehens Wissen (Kaltenborn 1999). Am Ende steht die Weisheit, also die adäquate Anwendung des Wissens in einem konkreten medizinischen Sachverhalt (Slawson et al. 1994). Bei dem Modell von Shortliffe stellt die Information - im Gegensatz zum Modell von Slawson - den übergeordneten Begriff zu Daten und Wissen dar (Shortliffe u. Barnett 1990). Demnach wird Wissen zur Information, wenn es benötigt und angewendet wird. Nach Kuhlen stellt die Information eine Teilmenge von Wissen dar und wird benötigt, um konkrete Aufgaben zu lösen, denn: „Information erzeugt kein grundsätzlich neues Wissen, sondern wird aus dem vorhandenen Wissen erarbeitet [...]. Information ist Wissen in Aktion. " [(Kuhlen 1995), S. 41]. Die Modelle von Shortliffe und Kuhlen haben gemeinsam, dass eine Information sowohl Daten als auch Wissen beinhalten kann. Kuhlen spezifiziert hier weiter und bezeichnet Information als Wissen in Aktion in einem konkreten Aufgabenkontext. Beide Modelle erscheinen für den medizinischen Wissenstransfer insgesamt geeigneter, so dass die Begriffe Infonnation und Wissen im weiteren Verlauf in diesem Sinne verwendet werden.

Es gibt mehrere Modelle zur Erklärung der Begriffe Information und Wissen. An dieser Stelle werden zwei Modelle zur Annäherung an diese Begriffe vorgestellt:

Das Modell von Slawson (Slawson et al. 1994) beschreibt die Wissensgenerierung in aufsteigender Linie, also die Übergänge und die Abfolge von Daten über Information zu Wissen. Dabei werden die Begriffe folgendermaßen beschrieben:

Daten sind nicht zusammenhängende Fakten, Beobachtungen, Messreihen. Bsp.: Blutdruckmessreihe 110/70, 130/90, 115/80, usw. Information ist gemäß DIN 44300-1 die Kenntnis über Fakten, Ereignisse, Dinge, Prozesse oder Meinungen einschließlich der Begriffe, die im entsprechenden Kontext eine besondere Bedeutung haben. Beispielsweise kann eine medizinische Publikation mit Beschreibung einer Bluthochdrucktherapie bei Hypertonie eine Information kommunizieren.

Wissen entsteht durch Analyse und Synthese von Informationen in einem Prozess gründlichen und umfassenden Lernens und Verstehens. Wissen ist in diesem Sinne strukturierte, vernetzte und komplex organisierte Information (Kaltenborn 1999). Bsp.: Leitlinien, Lehrbuchartikel. Weisheit wiederum definiert Slawson (Slawson et al. 1994) als die angemessene Anwendung des Wissens auf einen konkreten Sachverhalt auf der Basis erfahrungsbasierter Intuition. Ein Beispiel für die Beziehungen der Informations- und Wissensebene ist die Unterscheidung von „Zeitschriftenwissenschaft", die in dem Modell von Slawson der Informationsebene entspricht und der „Handbuchwissenschaft", welche der Wissensebene zuzuordnen ist. Die Zeitschriftenwissenschaft ist eher von vorläufigem, persönlichem und unsicherem Charakter (Information). Die Handbuchwissenschaft entsteht dann aus der Zeitschriftenwissenschaft durch Auswahl und geordnete Zusammenstellung, ähnlich einem Mosaik aus vielen farbigen Steinchen (Fleck 1994).

Bei dem Modell von Shortliffe (Shortliffe u. Barnett 1990) ist Information der Oberbegriff von Daten und Wissen. Bei diesem Modell wird nicht nur die Wissensgenerierung in aufsteigender Linie betrachtet, sondern auch der umgekehrte Prozess: die Umwandlung von hinterlegtem Wissen in kommunizierbare Information. Dieses Konzept scheint für den Transfer von medizinischem Wissen dienlicher.

Kuhlen spezifiziert in diesem Zusammenhang die Begriffe Wissen und Information folgendermaßen: „Information ist nicht als Wissen schon verfügbar, sondern muss aus den jeweiligen Repräsentationsformen von Wissen erarbeitet werden. Information erzeugt kein grundsätzlich neues Wissen, sondern wird aus dem vorhandenen Wissen erarbeitet [...] Information ist Wissen in Aktion." [(Kuhlen 1995), S.41]

Anmerkungen

Die Passage kann komplett aus der Quelle Van Quekelberghe übernommen werden, zudem findet sich ein sehr ähnlicher Text bei Rüping (2007).

Sichter

[4.] Analyse:Cg/Fragment 007 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-04 21:03:39 Singulus
Cg, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig, Van Quekelberghe 2006

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Silber1
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 6-13
Quelle: Van Quekelberghe 2006
Seite(n): 5, Zeilen: 13-22
Formen des Informations- und Wissenstransfers in der Medizin

Nach Kaltenbom wird bei einem Informationstransfer die Information als Beschreibung eines Sachverhaltes bzw. eines einzelnen Aspektes übermittelt und entspricht beispielsweise einer wissenschaftlichen Primärpublikation in einer Zeitschrift (Kaltenbom 1999). Sie entspricht der Informationsebene nach Slawson (Slawson et al. 1994). Beim Wissenstransfer wird Wissen, welches aus einer komplexen Wissensstruktur abgeleitet wird, beispielsweise als Lehrbuchbeitrag, übermittelt (Kaltenbom 1999). Sie entspricht der dritten Ebene nach Slawson (Slawson et al. 1994).

1.1.1.5 Formen des Informations- und Wissenstransfers in der Medizin

Bei einem Informations- und Wissenstransfer werden zusammenfassend folgende Informations- und Wissensformen übertragen (Kaltenborn 1999): • Information als Beschreibung eines Sachverhaltes oder eines Einzelaspektes, z.B. in Form einer wissenschaftlichen Zeitschriftenpublikation. Dies entspricht der zweiten, der Informationsebene bei Slawson (Slawson et al. 1994). • Wissen, welches aus einer komplexen Wissensstruktur entstammt, z.B. in Form einer Leitlinie oder eines Lehrbuchbeitrages. Dies entspricht der dritten, der Wissensebene bei Slawson (Slawson et al. 1994).

Anmerkungen

gleicher Inhalt, gleiche Quellen

Sichter

[5.] Analyse:Cg/Fragment 007 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 00:02:12 Sotho Tal Ker
Cg, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig, Van Quekelberghe 2006

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Silber1
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 15-36 und 1-2
Quelle: Van Quekelberghe 2006
Seite(n): 6, Zeilen: 1-17
Inhalte des Informations- und Wissenstransfers in der Medizin

Voraussetzung für den medizinischen Wissenstransfer ist die Kategorisierung des Wissens. Gorman und Helfand sowie Smith liefern hierzu folgende Untergliederung (Gorman u. Helfand 1995, Smith 1996): ■ patientenbezogene Daten Sie vermitteln Informationen über den einzelnen Patienten wie z. B. Laborwerte, anamnestische Angaben oder radiologische Befunde. ■ populationsbezogene Daten Sie vermitteln beispielsweise Informationen über Inzidenz und Prävalenz von bestimmten Erkrankungen in einer Population und tragen somit zur Einschätzung der Gesundheit der entsprechenden Bevölkemngsgruppe bei. ■ medizinisches Wissen Dieser Informationstyp vermittelt beispielsweise Wissen über diagnostische, therapeutische oder prophylaktische Maßnahmen. ■ logistische Informationen Sie dienen der Koordinierung und beinhalten beispielsweise Daten und Informationen zur Infrastruktur. ■ 'Informationen über soziale Einflussfaktoren der Krankenversorgung wie beispielsweise
Wissenschaft, Ethik und Politik.

Tabelle 1 Inhalte des medizinischen Informations- und Wissenstransfers (Gorman u. Helfand 1995; Smith 1996)

Typus der Information Charakterisierung / Beispiele

Patientenbezogene Daten Anamnese, Befunde, Laborwerte

Populationsbezogene Information Informationen über Inzidenz und Prävalenz einer Krankheit in einer Population,

                                                          Gesundheit der lokalen Bevölkerung

Medizinisches Wissen Wissen über Krankheitsbilder, Therapien, Operationstechniken, diagnostische

                                                         Verfahren

Logistische Informationen Informationen über die lokale Krankenversorgung, Anlaufstellen,

                                                          Medikamentenliste der Klinik

Informationen über soziale Wissenschaftliche, politische, rechtliche, ethische Informationen Einflussfaktoren auf die sowie Managementkenntnisse mit Bedeutung für die Krankenversorgung Krankenversorgung

Anmerkungen

Hier wurde eine Tabelle übernommen, ich hoffe, sie ist als solche erkennbar.

Sichter

[6.] Analyse:Cg/Fragment 016 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-04 20:58:52 Singulus
Cg, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig, Van Quekelberghe 2006

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Silber1
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 3-4
Quelle: Van Quekelberghe 2006
Seite(n): 1-2, Zeilen: 31 und 1
Ziel ist es, eine möglichst einheitliche medizinische Terminologie aufzubauen und zu verwenden (vgl. Cimino 1998). Die medizinische Terminologie wird deshalb bisher nicht präzise und nicht eindeutig verwendet (Cimino 1998).
Anmerkungen

vermutlich finden sich, wie auch hier die meisten Zitate, wenn auch in etwas anderem Kontext in einer der beiden Arbeiten von Rüping (2007) und Van Quekelberghe (2006).

Sichter

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki