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Quelle:Chg/Junius et al 2002

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Karsten Junius / Ulrich Kater / Carsten-Patrick Meier / Henrik Müller
Titel    Handbuch Europäische Zentralbank: Beobachtung, Analyse, Prognose
Ort    Bad Soden/Ts.
Jahr    2002

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Chg/Fragment 103 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-04-22 21:24:00 WiseWoman
Chg, Fragment, Gesichtet, Junius et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 24-36
Quelle: Junius et al 2002
Seite(n): 89, 94, Zeilen: 89: 32-34; 94: 17 ff.
In einer wachsenden Volkswirtschaft muß die Notenbank ständig neues Zentralbankgeld schaffen, mit dem die wachsende Anzahl der Transaktionen finanziert werden kann. Die EZB schafft Zentralbankgeld, indem sie von den Geschäftsbanken - zumeist befristet - Aktiva entgegennimmt und ihnen dafür ein Guthaben an Zentralbankgeld einräumt. Solche Aktiva können etwa Wertpapiere oder Devisen sein. Über die Hinterlegung von Aktiva kommen die Geschäftsbanken - zumeist nur vorübergehend - in den Besitz von Zentralbankgeld, das die Grundlage für ihre Geschäftstätigkeit mit den Nichtbanken darstellt. Über die Transaktionen mit den Nichtbanken sind die Kreditinstitute wiederum in der Lage, neue Aktiva für weitere Refinanzierungsgeschäfte mit der Zentralbank zu erwerben sowie die notwendigen Erträge für die Zinszahlungen an die Zentralbank zu erwirtschaften. [Seite 89]

In einer wachsenden Volkswirtschaft muss die Notenbank ständig neues Zentralbankgeld schaffen, mit dem die zunehmenden Transaktionen finanziert werden können.

[Seite 94]

Grundsätzlich schafft die EZB Zentralbankgeld, indem sie von einem MFI Aktiva (meistens befristet) entgegennimmt und diesem MFI dafür ein Guthaben an Zentralbankgeld einräumt (Abbildung 3-1). Solche Aktiva können etwa Wertpapiere oder Devisen sein. [...] Über die Hinterlegung von Aktiva (Wertpapiere) kommen die Finanzinstitute — überwiegend nur vorübergehend in den Besitz von Zentralbankgeld, welches die Grundlage für ihre Geschäftstransaktionen mit den Nichtbanken darstellt. Über diese Geschäftstätigkeit mit den Nichtbanken sind die Kreditinstitute in der Lage, neue Aktiva für weitere Refinanzierungsgeschäfte mit der Zentralbank zu erwerben sowie die notwendigen Erträge für die Zinszahlungen an die Zentralbank zu erwirtschaften.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwei Fn. weiter (auf der nächsten Seite) genannt, allerdings mit Verweis auf S.90.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[2.] Chg/Fragment 104 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-04-22 21:28:12 WiseWoman
BauernOpfer, Chg, Fragment, Gesichtet, Junius et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 7-20
Quelle: Junius et al 2002
Seite(n): 90, Zeilen: 4 ff.
Die Nachfrage nach Zentralbankgeld in Form von Refinanzierungskrediten der Notenbank richtet sich neben den Anforderungen aus ihrer Geschäftstätigkeit vor allem nach dem Zins, den die Geschäftsbanken für diese Refinanzierungsgeschäfte zu zahlen haben, d.h. dem Refinanzierungssatz.314 Dieser Zinssatz wird von der Notenbank als dem Monopolanbieter von Zentralbankgeld bestimmt. Zwischen der Nachfrage seitens der Geschäftsbanken nach Zentralbankgeld und dem Refinanzierungssatz bzw. dem Geldmarktzins besteht ein enger Zusammenhang. Schwankt die Nachfrage nach Zentralbankgeld, muß die Notenbank entscheiden, ob sie die angebotene Menge an Zentralbankgeld oder den Refinanzierungssatz variieren will. Beabsichtigt die Notenbank einen bestimmten Zielwert des Refinanzierungssatzes zu realisieren, muß sie ihr Angebot an Zentralbankgeld der aktuellen Nachfrage der Geschäftsbanken anpassen. Soll die Menge an Zentralbankgeld konstant gehalten werden, müßte anderenfalls der Zinssatz mit der Nachfrage schwanken.

314 Vgl. Junius/Kater/Meier/Müller, Hdb. EZB, 2002, S. 90.

In der Regel erhalten sie das Zentralbankgeld in Form von Refinanzierungskrediten der Notenbank. Die Höhe der Nettonachfrage der Geschäftsbanken nach Zentralbankgeld richtet sich neben den Anforderungen aus ihrer Geschäftstätigkeit vor allem nach dem Zins, den sie für diese Refinanzierungskredite zu zahlen haben, dem Refinanzierungssatz. Dieser Zins wird von der Notenbank als dem Monopolanbieter von Zentralbankgeld bestimmt. Bei gegebener Nachfrage der Geschäftsbanken nach Zentralbankgeld besteht ein festes Verhältnis zwischen dem Refinanzierungssatz bzw. dem Geldmarktzins und der von der Notenbank angebotenen Menge an monetärer Basis. Will die Notenbank einen bestimmten Refinanzierungssatz realisieren, so gehört dazu ein bestimmtes Angebot an monetärer Basis und umgekehrt. Da die Nachfrage der Geschäftsbanken nach Zentralbankgeld Schwankungen unterliegt, muss die Notenbank entscheiden, ob sie das Zinsniveau festhalten und die Nachfrageschwankungen durch entsprechende Variation der angebotenen Menge an Geldbasis ausgleichen will, oder ob die Menge an Zentralbankgeld konstant bleibt und dafür das Zinsniveau mit der Nachfrage schwanken soll. Wie die meisten Notenbanken betreibt die EZB eine Politik der Zinssteuerung, d. h. sie gibt einen Zielwert für den Refinanzierungssatz vor und versucht, ihr Angebot an Zentralbankgeld der jeweils aktuellen Nachfrage der Geschäftsbanken so anzupassen, dass sich dieser Zielwert auch tatsächlich am Geldmarkt einstellt.
Anmerkungen

Die Quelle ist lediglich in Fn. 314 in der Mitte des übernommenen Texts genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[3.] Chg/Fragment 108 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-04-22 21:35:51 WiseWoman
BauernOpfer, Chg, Fragment, Gesichtet, Junius et al 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Junius et al 2002
Seite(n): 141, 163 f., Zeilen: 141: 23 ff.; 163: 20 ff.; 164: 5 ff.
cc) Bewertung des Zwei-Säulen-Modells

Die geldpolitische Strategie, der sich die EZB im Wege der Selbstbindung unterworfen hat, übernimmt zwar Elemente aus den bisher verwendeten Konzeptionen, insgesamt stellt sie aber eine neue eigenständige Strategie dar.329 Von einer Strategie der direkten Inflationssteuerung unterscheidet sie die regelmäßig hohe Gewichtung der monetären Frühinflationsindikatoren Geldmenge und Kreditvergabe genauso wie die untergeordnete Bedeutung der Inflationsprognose. Von einer Multiindikatoren-Strategie unterscheidet sie die klare Strukturierung des geldpolitischen Inflationsprozesses.

Besonderes Kennzeichen der geldpolitischen Strategie der EZB ist ihre Vielfältigkeit.330 Sie teilt die Ursachen für Inflation in zwei Kategorien: die monetäre und die nicht-monetäre. Für beide Gruppen hat sie Analyseinstrumente und Indikatoren benannt. Diese Mischkonzeption ist nicht nur ein breites, sondern auch ein offenes Konzept, da beide Analyserichtungen je nach der Veränderung der monetären Rahmenbedingungen im Währungsgebiet verändert werden können.

Im Unterschied zur Geldmengensteuerung der Deutschen Bundesbank ist der EZB-Rat hier viel loser an die Geldmengenentwicklung gebunden. Die EZB gibt - in bezug auf die erste, d.h. die monetäre Säule - kein Geldmengenziel, sondern nur einen Referenzwert für die Geldmengenentwicklung bekannt. Zwar konnte auch bei der Deutschen Bundesbank von einer Überschreitung des Geldmengenkorridors nicht automatisch auf Zinserhöhungen geschlossen werden, in solchen Situationen kam der Zentralbankrat der Bundesbank aber stets unter Druck, sein Verhalten genau zu erläutern.

Im Rahmen der zweiten Säule ist darüber hinaus auch die Inflationsprojektion der EZB in Ausführung und Stellenwert nicht vergleichbar mit der Inflationsprognose der Bank of England.331 Die Unterschiede finden bereits darin ihren Ausdruck, daß die Projektion der EZB nicht die Auffassung des EZB-Rates widerspiegelt, sondern dem EZB-Rat von der »Volkswirtschaftlichen Abteilung« der EZB lediglich zur Kenntnis gebracht wird. In Großbritannien beschließt der geldpolitische Rat der Bank of England die offizielle Inflationsprognose der Bank. Stellt der Rat fest, daß das Inflationsziel in der Prognoseperiode überschritten wird, sind fast zwangsläufig Zinserhöhungen zu erwarten.332 Im Unterschied dazu kann der EZB-Rat in einem solchen Fall die makroökonomischen Einflußfaktoren anders gewichten und sich über die Ergebnisse der Inflationsprognose seiner »Volkswirtschaftlichen Abteilung« hin[wegsetzen.]


329 Siehe Junius/Kater/Meier/Müller, Hdb. EZB, 2002, S. 141.

330 Ausführlich dazu Junius/Kater/Meier/Müller, Hdb. EZB, 2002, S. 163 ff.

331 Vgl. Bley, Was kann die EZB von der Bank of England lernen, in: Wirtschaftsdienst 2003,478 (479 f.).

332 Junius/Kater/Meier/Müller, Hdb. EZB, 2002, S. 141.

3.4.3 Die geldpolitische Strategie der EZB: Das 2-Säulen-Konzept

Die EZB hat eine neue Strategie mit bekannten Elementen entwickelt. Die geldpolitische Strategie der EZB übernimmt zwar Elemente aus den bisher verwendeten Konzeptionen. Sie stellt aber insgesamt eine neue, eigenständige Strategie für die Geldpolitik dar. Von einer Strategie der direkten Inflationssteuerung unterscheidet sie die regelmäßige hohe Gewichtung der monetären Inflationsfrühindikatoren Geldmenge und Kreditvergabe genauso wie die untergeordnete Bedeutung der Inflationsprognose. Von einer Multiindikatoren-Strategie unterscheidet sie die klare Strukturierung des geldpolitischen Beurteilungsprozesses.

[Seite 163]

Dabei teilt sie die Ursachen für Inflation in zwei „Abteilungen“ ein: monetäre und nicht-monetäre. Für beide Gruppen hat sie einige Analyseinstrumente und Indikatoren benannt, die regelmäßig verwendet werden. Dies ist nicht nur ein breites, sondern auch ein offenes Konzept, denn beide Analyserichtungen können ergänzt werden, je nach der Veränderung der monetären Rahmenbedingungen im Währungsgebiet.

[Seite 164]

So gibt die EZB eben kein Geldmengenziel, sondern nur einen Referenzwert für die Geldmengenentwicklung bekannt. Dies ist ein gewichtiger Unterschied, denn es bedeutet, dass sich der Zentralbankrat nicht so fest an die Geldmengenentwicklung gebunden fühlt, wie im „Vorläuferkonzept“ der Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank. Zwar konnte auch bei der Bundesbank nicht mechanistisch von einem Überschreiten des Geldmengenkorridors auf Zinserhöhungen geschlossen werden. Aber in solchen Situationen kam der Zentralbankrat stets unter den Druck, sein Verhalten genau zu erläutern. Auch die Inflationsprojektion der EZB ist in Ausführung und Stellenwert nicht vergleichbar mit der Inflationsprognose der Bank of England. So stellt die Projektion der EZB beispielsweise nicht die Auffassung des EZB-Rates dar, sondern wird von der volkswirtschaftlichen Abteilung der Bank dem Rat lediglich zur Kenntnis gebracht. In Großbritannien dagegen beschließt der geldpolitische Rat der Bank of England die offizielle Inflationsprognose der Bank. Muss der Rat hierbei feststellen, dass das Inflationsziel in der Prognoseperiode überschritten wird, sind fast zwangsläufig Zinserhöhungen zu erwarten. Im Gegensatz hierzu kann sich der EZB-Rat durchaus über die Ergebnisse der Inflationsprojektionen seiner Volkswirtschaftlichen Abteilung hinwegsetzen, wenn er die makroökonomischen Einflussfaktoren anders gewichtet.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 329, 330 und 332 genannt, Umfang der Übernahme wird nicht klar.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[4.] Chg/Fragment 115 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-04-26 09:06:18 Singulus
Chg, Fragment, Junius et al 2002, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 22-25
Quelle: Junius et al 2002
Seite(n): 104, Zeilen: 4 ff.
Bislang wurde die Liquiditätsversorgung des Finanzsektors im wesentlichen durch regelmäßige Refinanzierungsgeschäfte (Hauptrefinanzierungsgeschäfte und längerfristige Refinanzierungsgeschäfte) sichergestellt.376

376 Junius/Kater/Meier/Müller, Hdb. EZB, 2002, S. 104.

Bislang hat die EZB die Liquiditätsversorgung des Finanzsektors im Wesentlichen durch regelmäßige Refinanzierungsgeschäfte (Hauptrefinanzierungsgeschäfte und längerfristige Refinanzierungsgeschäfte) durchgeführt.
Anmerkungen

Hier fehlen nur Anführungszeichen.

Sichter
(SleepyHollow02)

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