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Quelle:Chh/Lehmann 2014

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Kai S. Lehmann
Titel    Entwicklung und Validierung eines Therapieplanungssystems für die in-situ-Ablation maligner Lebertumore
Ort    Berlin
Jahr    2014
Anmerkung    Habilitationsschrift zur Erlangung der Lehrbefähigung für das Fach Chirurgie vorgelegt dem Fakultätsrat der Medizinischen Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin; Eingereicht: 3. Dezember 2012; online publiziert: 6. Februar 2014
URL    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000096134

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Chh/Fragment 003 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-27 20:17:43 Singulus
Chh, Fragment, Gesichtet, Lehmann 2014, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 2-7, 10-14, 15-22
Quelle: Lehmann 2014
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: letzter Abschnitt; 6: 1ff
1.1. In-situ-Ablationsverfahren

In-situ-Ablationsverfahren wurden in den letzten 25 Jahren als alternative Behandlungsmethoden für die Therapie von Tumoren und Metastasen parenchymatöser Organe entwickelt. Hierbei handelt es sich um Verfahren, wie die RFA, die LITT, die Kryotherapie, die selektive interne Radiotherapie (SIRT) oder die Mikrowellenablation [1].[...] Von der Vielzahl an Verfahren sind die hyperthermen Ablationstechniken RFA und LITT klinisch am weitesten etabliert [6]. Zudem liegt zu diesen Verfahren eine umfangreiche Evidenzbasis vor. Im engeren Sinne werden deshalb im Folgenden unter dem Begriff „In-situ-Ablationsverfahren“ die hyperthermen Techniken RFA und LITT beschrieben.

[...]

Bei den hyperthermen In-situ-Ablationsverfahren werden Tumore/ Metastasen durch Zufuhr thermischer Energie innerhalb des jeweiligen Organs, also in-situ zerstört. Die hierbei verwendeten nadelförmigen Applikatoren werden direkt in den zu destruierenden Tumor eingebracht (Abb. 1). Dies kann sowohl perkutan, als auch offen chirurgisch erfolgen [7,8]. Die im Zielgewebe entstehenden Temperaturen führen zur Ausbildung einer Thermonekrose des Tumorgewebes. In-situ-Ablationsverfahren werden sowohl als Monotherapie, als auch in Kombination mit einer chirurgischen Resektion angewendet, um bei primär inoperabel erscheinenden [Metastasen noch eine vollständige Tumordestruktion erzielen zu können.]


1. Barber FD, Mavligit G, Kurzrock R. Hepatic arterial infusion chemotherapy for metastatic colorectal cancer: a concise overview. Cancer Treat Rev. 2004; 30: 425-36.

6. Habash RWY, Bansal R, Krewski D, Alhafid HT. Thermal therapy, Part III: ablation techniques. Crit Rev Biomed Eng 2007; 35:37–121

7. Hammill CW, Billingsley KG, Cassera MA, Wolf RF, Ujiki MB, Hansen PD. Outcome after laparoscopic radiofrequency ablation of technically resectable colorectal liver metastases. Ann Surg Oncol 2011; 18:1947–1954

8. Bown SG. Phototherapy in tumors. World J Surg 1983; 7:700–709

1.2. In-situ-Ablation von Lebermetastasen

In-situ-Ablationsverfahren wurden in den letzten 25 Jahren als alternative Behandlungsmethoden für die Therapie von Lebermetastasen entwickelt. Hierbei handelt es sich um Verfahren, wie die Radiofrequenzablation (RFA), die laserinduzierte Thermotherapie

[Seite 6]

(LITT), die Kryotherapie, die selektive interne Radiotherapie (SIRT) oder die Mikrowellenablation [7]. [...] Von der Vielzahl an Verfahren sind die hyperthermen Ablationstechniken RFA und LITT klinisch am weitesten etabliert [8]. Zudem liegt zu diesen Verfahren eine umfangreiche Evidenzbasis vor. Im engeren Sinne werden deshalb im Folgenden unter dem Begriff „In-situ-Ablationsverfahren“ die hyperthermen Techniken RFA und LITT beschrieben.

[...]

Bei den hyperthermen in-situ-Ablationsverfahren werden Lebertumore durch Zufuhr thermischer Energie innerhalb der Leber, also in-situ zerstört. Die hierbei verwendeten nadelförmigen Applikatoren werden direkt in den zu destruierenden Tumor eingebracht (Abbildung 1). Dies kann sowohl perkutan, als auch chirurgisch während einer Laparoskopie oder Laparotomie erfolgen [6,9]. Die im Zielgewebe entstehenden Temperaturen führen zur Ausbildung einer Thermonekrose des Tumorgewebes. In-situ-Ablationsverfahren werden sowohl als Monotherapie, als auch in Kombination mit einer chirurgischen Resektion angewendet, um bei primär inoperabel erscheinenden Metastasen noch eine vollständige Tumordestruktion erzielen zu können.


6. Loss M, Jung EM, Scherer MN, Farkas SA, Schlitt HJ (2010) [Surgical treatment of liver metastases]. Chirurg 81:533–541

7. Pathak S, Jones R, Tang JMF, Parmar C, Fenwick S, Malik H, Poston G (2011) Ablative Therapies for Colorectal Liver Metastases (CRLM): a Systematic Review. Colorectal Dis 13:252–265

8. Habash RWY, Bansal R, Krewski D, Alhafid HT (2007) Thermal therapy, Part III: ablation techniques. Crit Rev Biomed Eng 35:37–121

9. Hammill CW, Billingsley KG, Cassera MA, Wolf RF, Ujiki MB, Hansen PD (2011) Outcome after laparoscopic radiofrequency ablation of technically resectable colorectal liver metastases. Ann Surg Oncol 18:1947–1954

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[2.] Chh/Fragment 004 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-27 19:42:57 Singulus
Chh, Fragment, Gesichtet, Lehmann 2014, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 6-39
Quelle: Lehmann 2014
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: letzter Abschnitt; 7: 1ff
Allerdings kann im Gegensatz zur chirurgischen Resektion bei den in-situ-Ablationsverfahren keine histologische Untersuchung und somit keine Sicherung der vollständigen Tumorzerstörung erfolgen. Der Therapieplanung kommt somit eine besondere Bedeutung zu.

1.1.1. Technik der Laserinduzierten Thermotherapie

Das Prinzip der LITT wurde bereits 1983 beschrieben [8]. Für die LITT werden ein oder mehrere Laserapplikatoren mittels Punktion in den Tumor eingebracht. Das durch den Applikator in das Gewebe abgestrahlte Laserlicht wird absorbiert und führt zu einer lokalen Temperaturerhöhung zwischen 45 und 150 °C und damit zur Gewebekoagulation. Hierdurch entstehen eine sofortige, sowie durch eine Denaturierung von Proteinen verzögerte Gewebenekrose. Bei adäquater Dosierung kann so eine vollständige Tumordestruktion einschließlich des in der chirurgischen Resektion geforderten Sicherheitssaumes erzielt werden.

Für die LITT werden optische Fasern eingesetzt, die geeignet sind, eine hohe Laserenergie in die Zielregion einzubringen. Wegen ihrer großen optischen Eindringtiefe werden Laser des nahen Infrarotlichtes verwendet (Wellenlänge 800 – 1200 nm), wobei klinisch überwiegend Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium- Aluminium-Granat-Laser) mit einer Wellenlänge von 1064 nm benutzt werden. Je nach Ausdehnung des Tumors kann eine Behandlung durch Einfachapplikation oder auch durch simultane bzw. fraktionierte Mehrfachapplikation erfolgen. Es stehen verschiedene Applikatortypen zur Verfügung, die für unterschiedliche Leistungsbereiche und Tumorgrößen optimiert sind [5,15-17].

Auf die Ausbreitung des Laserlichtes im Gewebe nehmen die Wellenlänge des Laserlichtes, die Art und Anzahl der Applikatoren und die Dauer der Laserexposition Einfluss. Im Gegensatz zu diesen externen, vom Anwender beeinflussbaren, Faktoren stehen die spezifischen optischen Parameter des laserbehandelten Gewebes (Absorptionskoeffizient, Streukoeffizient, Anisotropiefaktor, optische Eindringtiefe), welche eine wesentliche Rolle in der Laser-Gewebe-Interaktion spielen und das Läsionsvolumen im Gewebe bestimmen [18].

1.1.2. Technik der Radiofrequenzablation (RFA)

Dem Prinzip der RFA liegt die interstitielle Tumordestruktion durch hochfrequenten Wechselstrom zugrunde. Eine oder mehrere Nadelelektroden (Applikatoren) werden in den Tumor eingebracht.


5. Ritz JP, Isbert C, Roggan A, Buhr HJ, Germer CT Laser-induced thermotherapy of liver metastases. Front Radiat Ther Oncol 2004; 38: 106-121

8. Bown SG. Phototherapy in tumors. World J Surg 1983; 7:700–709

15. Germer CT, Roggan A, Ritz JP, Isbert C, Albrecht D, Muller G, Buhr HJ. Optical properties of native and coagulated human liver tissue and liver metastases in the near infrared range. Lasers Surg Med 1998; 23:194–203

16. Albrecht D, Germer CT, Isbert C, Ritz JP, Roggan A, Muller G, Buhr HJ. Interstitial laser coagulation: evaluation of the effect of normal liver blood perfusion and the application mode on lesion size. Lasers Surg Med 1998; 23:40–47

17. Vogl TJ, Straub R, Eichler K, Sollner O, Mack MG. Colorectal carcinoma metastases in liver: laser-induced interstitial thermotherapy--local tumor control rate and survival data. Radiology 2004: 230:450–458

18. Ritz JP, Isbert C, Roggan A, Germer CT, Albrecht D, Buhr HJ. Thermal laser dosimetry in treatment of liver tumors--correlation of optical tissue parameters with in vivo temperature distribution in VX-2 tumors and healthy liver tissue] [sic]. Langenbecks Arch Chir Suppl Kongressbd 1998; 115:1445–1447

Im Gegensatz zur chirurgischen Resektion kann bei den in-situ-Ablationsverfahren keine histologische Untersuchung und somit keine Sicherung der vollständigen Tumorzerstörung erfolgen. Der Therapieplanung kommt somit eine besondere Bedeutung zu.

[Seite 7]

1.2.1. Technik der Laserinduzierten Thermotherapie (LITT)

Das Prinzip der LITT wurde bereits 1983 beschrieben [10]. Für die LITT werden ein oder mehrere Laserapplikatoren mittels Punktion in den Tumor eingebracht. Das durch den Applikator in das Gewebe abgestrahlte Laserlicht wird absorbiert und führt zu einer lokalen Temperaturerhöhung zwischen 45 und 150 °C und damit zur Gewebekoagulation. Hierdurch entstehen eine sofortige, sowie eine verzögerte Gewebenekrose. Bei adäquater Dosierung kann so eine vollständige Tumordestruktion einschließlich des in der chirurgischen Resektion geforderten Sicherheitssaumes erzielt werden.

Für die LITT werden optische Fasern eingesetzt, die geeignet sind, eine hohe Laserenergie in die Zielregion einzubringen. Wegen ihrer großen optischen Eindringtiefe werden Laser des nahen Infrarot verwendet (Wellenlänge 800 – 1200 nm), wobei klinisch überwiegend Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) mit einer Wellenlänge von 1064 nm benutzt werden. Je nach Ausdehnung des Tumors kann eine Behandlung durch Einfachapplikation oder auch durch simultane bzw. fraktionierte Mehrfachapplikation erfolgen. Es stehen verschiedene Applikatortypen zur Verfügung, die für unterschiedliche Leistungsbereiche und Tumorgrößen optimiert sind [11–14].

Auf die Ausbreitung des Laserlichtes im Gewebe nehmen die Wellenlänge des Laserlichtes, die Art und Anzahl der Applikatoren und die Dauer der Laserexposition Einfluss. Im Gegensatz zu diesen externen, vom Anwender beeinflussbaren, Faktoren stehen die spezifischen optischen Parameter des laserbehandelten Gewebes (Absorptionskoeffizient, Streukoeffizient, Anisotropiefaktor, optische Eindringtiefe), welche eine wesentliche Rolle in der Laser-Gewebe-Interaktion spielen und das Läsionsvolumen im Gewebe bestimmen [15,16].

1.2.2. Technik der Radiofrequenzablation (RFA)

[...]

Dem Prinzip der RFA liegt die interstitielle Tumordestruktion durch hochfrequenten Wechselstrom zugrunde. Eine oder mehrere Nadelelektroden (Applikatoren) werden in den Tumor eingebracht.


10. Bown SG (1983) Phototherapy in tumors. World J Surg 7:700–709

11. Germer CT, Roggan A, Ritz JP, Isbert C, Albrecht D, Muller G, Buhr HJ (1998) Optical properties of native and coagulated human liver tissue and liver metastases in the near infrared range. Lasers Surg Med 23:194–203

12. Albrecht D, Germer CT, Isbert C, Ritz JP, Roggan A, Muller G, Buhr HJ (1998) Interstitial laser coagulation: evaluation of the effect of normal liver blood perfusion and the application mode on lesion size. Lasers Surg Med 23:40–47

13. Ritz JP, Isbert C, Roggan A, Buhr HJ, Germer CT (2004) Laser-induced thermotherapy of liver metastases. Front Radiat Ther Oncol 38:106–121

14. Vogl TJ, Straub R, Eichler K, Sollner O, Mack MG (2004) Colorectal carcinoma metastases in liver: laser-induced interstitial thermotherapy--local tumor control rate and survival data. Radiology 230:450–458

15. Cheong W, Prahl S, Welch A A review of the optical properties of biological tissues. IEEE J Quant Electron 26:2166–2185

16. Ritz JP, Isbert C, Roggan A, Germer CT, Albrecht D, Buhr HJ (1998) [Thermal laser dosimetry in treatment of liver tumors--correlation of optical tissue parameters with in vivo temperature distribution in VX-2 tumors and healthy liver tissue]. Langenbecks Arch Chir Suppl Kongressbd 115:1445–1447

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

In der Literaturangabe Nr. 16 der Quelle steht der Titel der Arbeit in eckigen Klammern. Bei der Übernahme (Nr. 18 in der untersuchten Arbeit) wird nur die Klammer zu Beginn des Titels entfernt.

In der Literaturangabe Nr. 15 der Quelle fehlt die Jahresangabe. Diese Literaturangabe wird nicht übernommen.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[3.] Chh/Fragment 005 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-27 19:52:21 Singulus
Chh, Fragment, Gesichtet, Lehmann 2014, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Lehmann 2014
Seite(n): 7, 8, 9, Zeilen: 7: 31ff; 8: 1ff
[Die Applikation kann je nach Tumorlokalisation, Anzahl] der Tumore, Tumorgröße, anatomischer Situation und weiterer Faktoren perkutan oder offen chirurgisch eingebracht werden. Hochfrequenter Wechselstrom von 375 bis 480 kHz wird über einen Generator eingeleitet und führt über Ionenbewegung zu einer Erhitzung des Zielgewebes. Eine Gewebeerhitzung von 50 - 55 °C über 4 - 6 Minuten führt durch eine irreversible Proteinkoagulation zum Zelltod. Ab 60 °C wird durch eine im Gewebe entstehende Koagulationsnekrose ein sofortiger Zelltod erzielt. Bei Temperaturen von mehr als 100 °C wird Gewebe vaporisiert und karbonisiert [19-22].

Die RFA wurde initial als monopolares System entwickelt. Hierbei wird ein hochfrequentes Spannungsfeld zwischen der punktförmigen Fläche des Applikators und einer großflächigen, am Patienten angebrachten Neutralelektrode hergestellt. Dieses Design führt zu einer hohen Stromdichte in Umgebung des Applikators und damit zur lokalen Gewebeerhitzung. Das genaue Ausmaß der Thermodestruktion ist von einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. Gewebeleitfähigkeit, technischem Design von Generator, Applikator und Neutralelektrode, umgebenden Organen und Strukturen abhängig und schwer vorherzusagen [23,24]. Der unkontrollierte Stromfluss kann zudem zu thermischen Schäden an benachbarten Organstrukturen, zu Hautverbrennungen, verminderter Effektivität und einer daraus resultierenden erhöhten Lokalrezidivrate führen [25].

Eine Weiterentwicklung stellt die bipolare RFA dar, welche die o.g. Probleme der monopolaren Technik vermeidet. Bipolare RFA-Applikatoren tragen jeweils eine voneinander isolierte positive und negative Elektrode, zwischen denen der Stromfluss stattfindet (Abb. 2). Der Energieeintrag ist somit über eine kurze Distanz gerichtet und kann genauer kontrolliert werden [26,27].

Chh 05a diss.png

Abbildung 2: a) Thermoläsion einer bipolaren RFA. Makroansicht der Spitze eines bipolaren Applikators mit zwei voneinander isolierten Elektroden. b) Schematische Darstellung der multipolaren RFA. Drei bipolare Applikatoren mit insgesamt sechs einzelnen Elektroden, welche alternierend untereinander verschaltet sind.


19. Wong SL, Mangu PB, Choti MA, Crocenzi TS, Dodd GD, Dorfman GS, Eng C, Fong Y, Giusti AF, Lu D, Marsland TA, Michelson R, Poston GJ, Schrag D, Seidenfeld J, Benson AB (2010) American Society of Clinical Oncology 2009 clinical evidence review on radiofrequency ablation of hepatic metastases from colorectal cancer. J Clin Oncol 28:493–508

20. Curley SA (2001) Radiofrequency ablation of malignant liver tumors. Oncologist 6:14–23

21. Goldberg SN, Gazelle GS, Mueller PR (2000) Thermal ablation therapy for focal malignancy: a unified approach to underlying principles, techniques, and diagnostic imaging guidance. AJR Am J Roentgenol 174:323–331

22. Lencioni R, Crocetti L (2007) Radiofrequency ablation of liver cancer. Tech Vasc Interv Radiol 10:38–46

23. Pereira PL, Trübenbach J, Schmidt D (2003) [Radiofrequency ablation: basic principles, techniques and challenges]. Rofo 175:20–27

24. Goldberg SN, Gazelle GS (2001) Radiofrequency tissue ablation: physical principles and techniques for increasing coagulation necrosis. Hepatogastroenterology 48:359–367

25. Mulier S, Ni Y, Jamart J, Ruers T, Marchal G, Michel L (2005) Local recurrence after hepatic radiofrequency coagulation: multivariate metaanalysis and review of contributing factors. Ann Surg 242:158–171

26. Ritz J-P, Lehmann KS, Isbert C, Reissfelder C, Albrecht T, Stein T, Buhr HJ. In-vivo evaluation of a novel bipolar radiofrequency device for interstitial thermotherapy of liver tumors during normal and interrupted hepatic perfusion. J Surg Res 2006; 133:176–184

27. Zurbuchen U, Frericks B, Roggan A, Lehmann K, Bössenroth D, Buhr H-J, Ritz J-P. Ex vivo evaluation of a bipolar application concept for radiofrequency ablation. Anticancer Res 2009; 29:1309–1314

Die Applikation kann je nach Tumorlokalisation, Anzahl der Tumore, Tumorgröße, anatomischer Situation und weiterer Faktoren perkutan, während einer Laparoskopie oder während einer Laparotomie erfolgen. Hochfrequenter Wechselstrom von 375 bis 480 kHz wird über einen Generator eingeleitet und führt über Ionenbewegung zu einer Erhitzung des Zielgewebes. Eine Gewebeerhitzung von 50 - 55 °C über 4 - 6 Minuten führt durch eine irreversible Proteinkoagulation zum Zelltod. Ab 60 °C wird

[Seite 8]

ein sofortiger Zelltod erzielt, bei Temperaturen von mehr als 100 °C wird Gewebe vaporisiert und karbonisiert [20–23]. [...]

[...]

Monopolare RFA: Die RFA wurde initial als monopolares System entwickelt. Hierbei wird ein hochfrequentes Spannungsfeld zwischen der punktförmigen Fläche des Applikators und einer großflächigen, am Patienten angebrachten Neutralelektrode hergestellt. Dieses Design führt zu einer hohen Stromdichte in Umgebung des Applikators und damit zur lokalen Gewebeerhitzung. Das genaue Ausmaß der Thermodestruktion ist von einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. Gewebeleitfähigkeit, technischem Design von Generator, Applikator und Neutralelektrode, umgebenden Organen und Strukturen abhängig und schwer vorherzusagen [18,24,27]. Der unkontrollierte Stromfluss kann zudem zu thermischen Schäden an benachbarten Organstrukturen, zu Hautverbrennungen, verminderter Effektivität und einer daraus resultierenden erhöhten Lokalrezidivrate führen [19].

Bipolare und multipolare RFA: Eine Weiterentwicklung stellt die bipolare RFA dar, welche die o.g. Probleme der monopolaren Technik vermeidet. Bipolare RFA-Applikatoren tragen jeweils eine voneinander isolierte positive und negative Elektrode, zwischen de-

[Seite 9]

nen der Stromfluss stattfindet (Abbildung 2). Der Energieeintrag ist somit über eine kurze Distanz gerichtet und kann genauer kontrolliert werden [28,29]. [...]

Chh 05a source.png

Abbildung 2: a) Thermoläsion einer bipolaren RFA. Makroansicht der Spitze eines bipolaren Applikators mit zwei voneinander isolierten Elektroden. b) Prinzip der multipolaren RFA. Drei bipolare Applikatoren mit insgesamt sechs einzelnen Elektroden werden synchron in den Tumor eingebracht (links: Längsschnitt, rechts: Querschnitt).


18. Helmberger T (2010) [Interventional procedures for hepatic metastases]. Chirurg 81:542–550

19. Mulier S, Ni Y, Jamart J, Ruers T, Marchal G, Michel L (2005) Local recurrence after hepatic radiofrequency coagulation: multivariate meta-analysis and review of contributing factors. Ann Surg 242:158–171

20. Wong SL, Mangu PB, Choti MA, Crocenzi TS, Dodd GD, Dorfman GS, Eng C, Fong Y, Giusti AF, Lu D, Marsland TA, Michelson R, Poston GJ, Schrag D, Seidenfeld J, Benson AB (2010) American Society of Clinical Oncology 2009 clinical evidence review on radiofrequency ablation of hepatic metastases from colorectal cancer. J Clin Oncol 28:493–508

21. Curley SA (2001) Radiofrequency ablation of malignant liver tumors. Oncologist 6:14–23

22. Goldberg SN, Gazelle GS, Mueller PR (2000) Thermal ablation therapy for focal malignancy: a unified approach to underlying principles, techniques, and diagnostic imaging guidance. AJR Am J Roentgenol 174:323–331

23. Lencioni R, Crocetti L (2007) Radiofrequency ablation of liver cancer. Tech Vasc Interv Radiol 10:38–46

24. Pereira PL, Trübenbach J, Schmidt D (2003) [Radiofrequency ablation: basic principles, techniques and challenges]. Rofo 175:20–27

27. Goldberg SN, Gazelle GS (2001) Radiofrequency tissue ablation: physical principles and techniques for increasing coagulation necrosis. Hepatogastroenterology 48:359–367

28. Ritz J-P, Lehmann KS, Isbert C, Reissfelder C, Albrecht T, Stein T, Buhr HJ (2006) Invivo evaluation of a novel bipolar radiofrequency device for interstitial thermotherapy of liver tumors during normal and interrupted hepatic perfusion. J Surg Res 133:176–184

29. Zurbuchen U, Frericks B, Roggan A, Lehmann K, Bössenroth D, Buhr H-J, Ritz J-P (2009) Ex vivo evaluation of a bipolar application concept for radiofrequency ablation. Anticancer Res 29:1309–1314

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[4.] Chh/Fragment 006 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-27 20:12:45 Singulus
Chh, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Lehmann 2014, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1-16, 28-39
Quelle: Lehmann 2014
Seite(n): 5, 9, Zeilen: 5: 20ff; 9: 5ff
Während die bipolare Applikation typische Probleme der monopolaren RFA vermeidet, sind für die klinische Anwendung häufig größere Ablationsvolumina erforderlich. Die Technik wurde daher zur Effektivitätssteigerung als multipolare RFA weiterentwickelt. Bei der multipolaren RFA werden mehrere bipolare Applikatoren zeitgleich in oder nahe um den Tumor eingebracht (Abbildung 2). Klinisch werden meist drei bipolare Applikatoren verwendet, so dass für die Ablation sechs einzelne Elektroden zur Verfügung stehen. Mit einem speziell für diese Technik entwickelten Generator werden die Elektroden alternierend untereinander verschaltet. Hierbei stehen 15 verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, welche vom Generator automatisch nach der Gewebeimpedanz und damit nach dem Grad der Austrocknung und Karbonisation des Gewebes dynamisch ausgewählt werden. Durch diese Technik wird die Koagulationsnekrose entsprechend der Bio-Heat- Gleichung vergrößert und damit eine höhere Effektivität erreicht. Die einzelnen, sich zwischen den Elektrodenpaaren entwickelnden Koagulationsareale konfluieren zu einer Thermonekrose, die einen Durchmesser von bis zu 90 mm bei einem Volumen von bis zu 52 cm3 erreichen kann [28-30].

[...]

Bislang ist die chirurgische Resektion von Lebermetastasen das einzige Therapieverfahren mit gesicherter kurativer Zielsetzung. Die Leberteilresektion hat je nach Resektionsausmaß und Erfahrung des operierenden Zentrums eine Operationsletalität von 3 - 5 % bei einer Fünfjahresüberlebensrate von 20 - 40 % [31,39-41]. Unter Berücksichtigung prognoserelevanter Faktoren kommen jedoch nur 6 - 15 % der Patienten für eine chirurgische Resektion in Betracht [40]. Nach potentiell kurativer Leberresektion muss zusätzlich in bis zu 70 % der Patienten mit einem Rezidiv in der Restleber gerechnet werden [39]. Für eine Re-Resektion kommen weniger als 30 % der Patienten in Betracht.

Hieraus ergibt sich für die Mehrzahl der Patienten mit Lebermetastasen kolorektalen Ursprungs die Forderung nach alternativen, parenchymsparenden und wiederholbaren Behandlungsstrategien.


28. Frericks BB, Ritz JP, Roggan A, Wolf KJ, Albrecht T. Multipolar radiofrequency ablation of hepatic tumors: initial experience. Radiology 2005; 237:1056–1062

29. Ritz JP, Lehmann KS, Reissfelder C, Albrecht T, Frericks B, Zurbuchen U, Buhr HJ. Bipolar radiofrequency ablation of liver metastases during laparotomy. First clinical experiences with a new multipolar ablation concept. Int J Colorectal Dis 2006; 21:25–32

30. Snoeren N, van Hillegersberg R. Radiofrequency ablation for liver tumors: going multipolar? Expert Rev Med Devices 2011; 8:1–2

31. Chua TC, Morris DL (2012) Therapeutic potential of surgery for metastatic colorectal cancer. Scand J Gastroenterol 47:258–268

39. Brouquet A, Andreou A, Vauthey J-N. The management of solitary colorectal liver metastases. Surgeon 2011; 9:265–272

40. Cummings LC, Payes JD, Cooper GS. Survival after hepatic resection in metastatic colorectal cancer: a population-based study. Cancer 2007; 109:718–726

41. Loss M, Jung EM, Scherer MN, Farkas SA, Schlitt HJ. Surgical treatment of liver metastases] [sic]. Chirurg 2010; 81:533–541

Bislang ist die chirurgische Resektion von Lebermetastasen das einzige Therapieverfahren mit gesicherter kurativer Zielsetzung. Die Leberteilresektion hat je nach Resektionsausmaß und Erfahrung des operierenden Zentrums eine Operationsletalität von 3 - 5 % bei einer Fünfjahresüberlebensrate von 20 - 40 % [1,4–6]. Unter Berücksichtigung prognoserelevanter Faktoren kommen jedoch nur 6 - 15 % der Patienten für eine chirurgische Resektion in Betracht [5]. Nach potentiell kurativer Leberresektion muss zusätzlich in bis zu 70 % der Patienten mit einem Rezidiv in der Restleber gerechnet werden [4]. Für eine Re-Resektion kommen weniger als 30 % der Patienten in Betracht.

Hieraus ergibt sich für die Mehrzahl der Patienten mit Lebermetastasen kolorektalen Ursprungs die Forderung nach alternativen, parenchymsparenden und wiederholbaren Behandlungsstrategien.

[Seite 9]

Während die bipolare Applikation typische Probleme der monopolaren RFA vermeidet, sind für die klinische Anwendung häufig größere Ablationsvolumina erforderlich. Die Technik wurde daher zur Effektivitätssteigerung als multipolare RFA weiterentwickelt. Bei der multipolaren RFA werden mehrere bipolare Applikatoren zeitgleich in oder nahe um den Tumor eingebracht (Abbildung 2). Klinisch werden meist drei bipolare Applikatoren verwendet, so dass für die Ablation sechs einzelne Elektroden zur Verfügung stehen. Mit einem speziell für diese Technik entwickelten Generator werden die Elektroden alternierend untereinander verschaltet. Hierbei stehen 15 verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, welche vom Generator automatisch nach der Gewebeimpedanz und damit nach dem Grad der Austrocknung und Karbonisation des Gewebes dynamisch ausgewählt werden. Durch diese Technik wird die Koagulationsnekrose entsprechend der Bio- Heat-Gleichung vergrößert und damit eine höhere Effektivität erreicht. Die einzelnen, sich zwischen den Elektrodenpaaren entwickelnden Koagulationsareale konfluieren zu einer Thermonekrose, die einen Durchmesser von bis zu 90 mm bei einem Volumen von bis zu 52 cm3 erreichen kann [30–32].


1. Chua TC, Morris DL (2012) Therapeutic potential of surgery for metastatic colorectal cancer. Scand J Gastroenterol 47:258–268

4. Brouquet A, Andreou A, Vauthey J-N (2011) The management of solitary colorectal liver metastases. Surgeon 9:265–272

5. Cummings LC, Payes JD, Cooper GS (2007) Survival after hepatic resection in metastatic colorectal cancer: a population-based study. Cancer 109:718–726

6. Loss M, Jung EM, Scherer MN, Farkas SA, Schlitt HJ (2010) [Surgical treatment of liver metastases]. Chirurg 81:533–541

30. Frericks BB, Ritz JP, Roggan A, Wolf KJ, Albrecht T (2005) Multipolar radiofrequency ablation of hepatic tumors: initial experience. Radiology 237:1056–1062

31. Ritz JP, Lehmann KS, Reissfelder C, Albrecht T, Frericks B, Zurbuchen U, Buhr HJ (2006) Bipolar radiofrequency ablation of liver metastases during laparotomy. First clinical experiences with a new multipolar ablation concept. Int J Colorectal Dis 21:25–32

32. Snoeren N, van Hillegersberg R (2011) Radiofrequency ablation for liver tumors: going multipolar? Expert Rev Med Devices 8:1–2

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die eckigen Klammern aus der Quellenangabe Nr. 16 wurden bei der Übernahme unvollständig entfernt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

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