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Quelle:Chk/MSZ 1985

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Titel    Der Computer
Zeitschrift    Marxistische Streit- und Zeitschrift
Herausgeber    Verein zur Förderung des marxistischen Pressewesens e.V. München
Ort    München
Jahr    1985
Nummer    5
URL    http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/85/85_5/computer.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    25


Fragmente der Quelle:
[1.] Chk/Fragment 040 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:36:39 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 26-31
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Er wurde erfunden, um komplizierte und langwierige Berechnungen ohne menschliche Intervention zwischen den einzelnen Schritten durchzuführen. Das heißt, er kann einen vorweg festgelegten Plan der Rechnung auf die jeweils gegebenen Werte anwenden und dabei sein tatsächliches Verhalten noch nach den anfallenden Zwischenergebnissen richten, also etwa Fälle unterscheiden oder in Fehlersituationen anhalten.126

126 Aufgrund dieses Verhaltens werden Computer hier als Automaten bezeichnet. Damit ist natürlich noch nicht gesagt, wie Rechenautomaten in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen eingesetzt werden. Wenn Autoren wie F. Nake nicht von „Automatisierung“, sondern „Maschinisierung der Kopfarbeit“ reden wollen, weil „Automatisierung eines Arbeitsvorgangs bedeutet, daß er gänzlich an Maschinen abgetreten wurde“, dann handeln sie jedoch nicht über die Funktionsweise des Geräts, das mechanische Geistestätigkeiten automatisiert, sondern über den Einsatz in vorfindlichen Arbeitsprozessen (Vgl F. Nake (1992), a.a.O., S. 189)

Er wurde erfunden, um komplizierte und langwierige Berechnungen ohne menschliche Intervention zwischen den einzelnen Schritten durchzuführen. Das heißt, er kann einen vorweg festgelegten Plan der Rechnung auf die jeweils gegebenen Werte anwenden und dabei sein tatsächliches Verhalten noch nach den anfallenden Zwischenergebnissen richten, also etwa Fälle unterscheiden oder in Fehlersituationen anhalten.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Chk/Fragment 041 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:37:55 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 17-21
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Wenn ein Mensch schriftlich addiert oder multipliziert, benutzt er Zahlzeichen, Ziffern in Stellenschreibweise, und das Rechnen selbst ist ein Manipulieren mit diesem Material, Ersetzen zweier Ziffern durch eine dritte, Übertragen in eine andere Position usw. Jeder weiß, daß man diese Operationen, deren Art und Abfolge durch Regeln, einen Algorithmus, festgelegt sind, durchführen kann, selbst wenn man sich die mathematischen Schlußfolgerungen nicht noch einmal oder gar nicht durchdenkt. Wenn ein Mensch schriftlich addiert oder multipliziert, benutzt er Zahlzeichen, Ziffern in Stellenschreibweise, und das Rechnen selbst ist ein Manipulieren des äußeren Materials, Ersetzen zweier Ziffern durch eine dritte, Übertragen in eine andere Position, wobei Art und Abfolge dieser Operationen durch Regeln, einen Algorithmus, festgelegt sind.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Chk/Fragment 041 37 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:38:36 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 37-40
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Dieser läßt sich z.B. mit Hilfe von Zahnrädern, deren Stellung und Ineinandergreifen, realisieren. Anstelle solcher von Leibniz, Schickard, Babbage usw. entwickelten mechanischen Maschinen werden heutzutage elektronische Bauteile verwendet, insbesondere wegen der damit erreichbaren Geschwindigkeit. Daß sich aus [technischen Rücksichten die binäre Form der Darstellung (Schalter auf, Schalter zu) empfahl, belegt übrigens augenfällig die abstrakte, ganz inhaltslose Bestimmtheit als Prinzip der Zahl und des Rechnens.] Sein Geschäft ist mechanisch und läßt sich deshalb z.B. mit Hilfe von Zahnrädern, deren Stellung und Ineinandergreifen, realisieren. Tatsächlich werden elektronische Bauteile verwendet, insbesondere wegen der damit erreichbaren Geschwindigkeit, und wenn sich dann aus technischen Rücksichten die binäre Form der Darstellung (Schalter auf, Schalter zu) aufdrängt, so belegt das augenfällig die abstrakte, ganz inhaltslose Bestimmtheit als Prinzip der Zahl und des Rechnens.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Chk/Fragment 042 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:39:23 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1-3
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
[Daß sich aus] technischen Rücksichten die binäre Form der Darstellung (Schalter auf, Schalter zu) empfahl, belegt übrigens augenfällig die abstrakte, ganz inhaltslose Bestimmtheit als Prinzip der Zahl und des Rechnens. Tatsächlich werden elektronische Bauteile verwendet, insbesondere wegen der damit erreichbaren Geschwindigkeit, und wenn sich dann aus technischen Rücksichten die binäre Form der Darstellung (Schalter auf, Schalter zu) aufdrängt, so belegt das augenfällig die abstrakte, ganz inhaltslose Bestimmtheit als Prinzip der Zahl und des Rechnens.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Schließt die in Chk/Fragment_041_37 begonnene Übernahme ab.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[5.] Chk/Fragment 042 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:40:17 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 19-25
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Man kann mit Hilfe seiner Bits (binary digits, Binärzeichen) auch ganz andere Dinge codieren, etwa Buchstaben oder Merkmale vorgestellter Dinge, und dann durch geeignete Manipulationen an dieser Darstellung z.B. Schriftstücke aufbereiten oder Inventarlisten führen. In diesem Sinne wird der Computer oft als Zeichen verarbeitende Maschine definiert.

Die Geschichte der Verbreitung des Computers ist auch eine der Entdeckungen, was sich alles auf diese Weise in eine automatisch verarbeitbare Form bringen läßt.

Diese Tätigkeit ist nun allerdings zu unterscheiden von dem Zweck, ein numerisches Resultat hervorzubringen, und in diesem Sinne wird der Computer oft als Zeichen verarbeitende Maschine definiert. Man kann mit Hilfe seiner "Bits" (binary digits, Binärzeichen) auch ganz andere Dinge codieren, z.B. Buchstaben oder Merkmale vorgestellter Dinge, und dann durch geeignete Manipulationen an dieser Darstellung, dann z.B. Schriftstücke aufbereiten oder Inventarlisten führen; die Geschichte der Verbreitung des Computers ist auch eine der Entdeckungen, was sich alles auf diese Weise bewerkstelligen läßt.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[6.] Chk/Fragment 042 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:40:37 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 30-38
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Dabei ist der Umgang des Computers mit Zeichen, laut DIN 44 300 „Elemente einer vereinbarten endlichen Menge“ und sonst nichts, nicht zu verwechseln mit dem Gebrauch, den die Intelligenz von Zeichen macht. Für ihn sind sie nicht Manifestationen von Gedanken und Vorstellungen, sondern in ihrem physikalischen Dasein Material einer absolut gedankenlosen Aktivität. Wie etwa der Setzer ein Manuskript ohne Rücksicht auf den Inhalt typografisch umsetzt, transformiert ein Computer Bitketten in andere Bitketten, und er tut dies, indem er auf andere Bitketten, die seinem festen Satz von Befehlen angehören, reagiert, so wie eine Telephonvermittlung auf eine gewählte Nummer mit der Herstellung des zugehörigen An[schlusses antwortet.] Dabei ist der Umgang des Computers mit Zeichen, laut DIN 44 300 "Elemente einer vereinbarten endlichen Menge" und sonst nichts, nicht zu verwechseln mit dem Gebrauch, den die Intelligenz von Zeichen macht. Für ihn sind sie nicht Manifestationen von Gedanken und Vorstellungen, sondern in ihrem physikalischen Dasein Material einer absolut gedankenlosen Aktivität. Ein Computer transformiert Bitketten in andere Bitketten, wie etwa der Setzer ein Manuskript ein Manuskript [sic] ohne Rücksicht auf den Inhalt typografisch umsetzt. Und er tut dies, indem er auf andere Bitketten, die seinem festen Satz von Befehlen angehören, reagiert, so wie eine Telephonvermittlung auf eine gewählte Nummer mit der Herstellung des zugehörigen Anschlusses antwortet.
Anmerkungen

Identisch bis auf die Stellung einiger Satzteile. Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[7.] Chk/Fragment 043 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:42:03 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 1-24
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Die Fähigkeiten des Computers, wie komplex auch immer sein letztendlicher Gebrauch sein mag, sind also primitiv.

Entsprechend sieht die funktionelle Gliederung aus, die, wie auch immer variiert und verfeinert, bis heute grundlegend ist.132 Die Prinzipien des Rechnerbaus bauen auf der von-Neumann-Rechnerarchtitektur [sic] auf. Von-Neumann-Rechner enthalten ein Steuerwerk, das ein Rechenwerk sukzessive mit der Ausführung elementarer Operationen betraut und Zahlenwerte von einem Speicherwerk festhalten bzw. liefern läßt. Hinzu kommen noch Ein-/Ausgabewerke. Diese funktionelle Gliederung ist unabhängig von den zu bearbeitenden Problemen; der Computer ist kein Spezialist. Während ein Zigarettenautomat kein Bier verkaufen kann und ein Maschinensystem, das beispielsweise Autos fabriziert, bei Modellwechseln größere Umrüstungsarbeiten erfordert, ist die technische Gestalt des Computers, seine Hardware, unabhängig von der besonderen Aufgabe fixiert und für jede tauglich. Für das, was der Computer bearbeitet, sind Vorschriften entscheidend, die im Speicher abgelegt werden. Das Steuerwerk leitet die einzelnen auszuführenden Operationen aus den Daten ab, die ihm genauso wie die Zahlen, mit denen gerechnet werden soll, im Speicher übergeben werden. Die Spezifik der Aktivität fällt auf die Seite dieser Software; insofern ein Computer nicht ein besonderes Rechenverfahren verkörpert, sondern so eingerichtet ist, daß er geeignete Darstellungen solcher Verfahren, Programme, umsetzt und damit ausführt, ist er eine universelle Rechenmaschine.

Dem Prinzip, daß ein Computer ein universeller Rechenautomat ist, gab es in seiner nunmehr gut 50jährigen Entwicklungsgeschichte nichts hinzuzufügen; Leistungsunterschiede betreffen Merkmale wie Geschwindigkeit, Speicherkapazität, Ausfallrate usw. und haben nur insofern Bedeutung für den Kreis der Anwendungen.


132 Vgl. W. Coy (1993). Reduziertes Denken. In: Schefe, P. et al. (Hrsg.) (1993). Informatik und Philosophie, S. 43. Experimente neueren Datums - z.B. am National Institute of Standards and Technology Boulder/Colorado - mit sogenannten Quantencomputern, die nicht ausschließlich mit den Werten 0 und 1 eines Bits, sondern mit Überlagerungszuständen beider Werte operieren und dadurch gestatten, daß verschiedene Rechenwege in einem Bruchteil der Zeit parallel durchlaufen werden, haben nicht die Schwierigkeit in den Griff bekommen, die fragilen quantenmechanischen Verschränkungen über die Dauer einer Rechenoperation hinweg zu erhalten.

Diesem Zweck des Computers entspricht seine funktionelle Gliederung, die, wie auch immer variiert und verfeinert, bis heute grundlegend ist. An die Stelle eines menschlichen Rechners, der sich mit einer herkömmlichen Tischrechenmaschine und einem Notizzettel bewaffnet an die Arbeit macht, tritt ein "Leitwerk", das ein "Rechenwerk" sukzessive mit der Ausführung elementarer Operationen betraut und Zahlenwerte von einem "Speicherwerk" festhalten bzw. liefern läßt. Hinzu kommen noch "Ein-/Ausgabewerke".

Dabei ist ein Computer kein Spezialist. Während ein Zigarettenautomat kein Bier verkaufen kann und ein Maschinensystem, das beispielsweise Autos fabriziert, bei jeder Variation desd [sic] Produkts größere Umrüstungsarbeiten erfordert, ist die technische Gestalt des Computers, seine "Hardware", unabhängig von der besonderen Aufgabe fixiert, aber schlechterdings für jede tauglich. Entscheidend dafür ist die Konstruktion des Leitwerks. Es muß den jeweiligen bezweckten Gang der Dinge steuern und dabei selber nach einem invarianten Schema verfahren. Dies tut es, indem es die einzelnen auszuführenden Operationen erst aus Daten ableitet, die ihm genauso wie die Zahlen, mit denen gerechnet werden soll, im Speicher übergeben werden. Die Spezifik der Aktivität fällt damit ganz auf die Seite dieser "Software"; insofern ein Computer nicht ein besonderes Rechenverfahren verkörpert, sondern so eingerichtet ist, daß er geeignete Darstellungen solcher Verfahren, "Programme", umsetzt und damit ausführt, ist er eine universelle Rechenmaschine.

Die primitiven Fähigkeiten des Computers, wie komplex auch immer ihr letztendlicher Gebrauch, sind sehr bescheiden. [...]

[...]

Dem Prinzip, daß ein Computer ein universeller Rechenautomat ist, gab es in seiner nunmehr 40jährigen Entwicklungsgeschichte natürlich nichts hinzuzufügen; Leistungsunterschiede zwischen modernen und historischen, aber auch großen und kleinen Exemplaren sind quantitativer Natur, betreffen also Merkmale wie Geschwindigkeit, Speicherkapazität, Ausfallsrate [sic] usw. und haben nur insofeern [sic] Bedeutung für den Kreis der Anwendungen.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[8.] Chk/Fragment 044 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:03:04 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-30
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
[Moderne Systeme erlauben des weiteren eine Vielzahl von Ein- und Ausgabegeräten, insbesondere die aus Bildschirm und Tastatur bestehenden Arbeitsplätze, und eine] eindrucksvolle Fülle gleichzeitiger Arbeiten, insbesondere, wenn sie miteinander vernetzt sind: Der eine Benutzer entwickelt neue Software, der zweite tippt Kundendaten ein, der dritte spielt Mondlandung, der vierte surft durchs Internet usw. usf.

Eine derart „komfortable Benutzeroberfläche“ kommt dem Computer nicht von Haus aus zu; im Gegenteil. Als potentieller Alleskönner ist der Computer an sich zu nichts nutze; er benötigt Programme. Um ihn zweckmäßig zu verwenden, sind erhebliche Kenntnisse seiner technischen Details, mathematische Kenntnisse und Erfindungsgabe sowie peinlichste Sorgfalt bei der Bitfummelei erforderlich. Das Programmieren besteht darin, zu dem Zweck, dem ein Computer dienen soll, z.B. einen Algorithmus anzugeben und in einer Programmiersprache zu fixieren; d.h., die jeweilige Vorgabe, was die Maschine leisten soll, muß übersetzt werden in ein Verfahren, wie sie es tun kann und soll. Um ihn über den Kreis seiner Erbauer hinaus zu verbreiten, war es nötig, einen Teil der Arbeiten, die aus dem Gebrauch eines Computers entspringen, wieder an diesen selbst zu übertragen. Statt den Anwender mit der nackten Apparatur zu konfrontieren, wird ihm mit Hilfe der Systemsoftware eine wesentlich leichter zu bedienende (aber immer noch universelle) Maschine geboten; d.h., die Programme werden nicht unmittelbar, sondern durch die Wirkung anderer Programme ausgeführt. Das Betriebssystem übernimmt die Funktionen eines Operateurs und geht dabei weit über das hinaus, was ein Mensch hier zu leisten vermag. Es lädt, startet, überwacht Programme, regelt den Gebrauch von Betriebsmitteln wie Speicher oder Drucker und erlaubt erst die Geschwindigkeit der Maschine durch Mehrprogrammbetrieb (scheinbar gleichzeitig verzahnte Ausführung) auszunutzen. „Programmiersprachen" und dazu gehörige Übersetzungsprogramme steigern die Produktivität des Programmierers, indem sie ihn von der prohibitiven Mühsal und Fehleranfälligkeit der binären Codierung befreien. An die Stelle der eigentlichen Maschinenbefehle treten zunächst „aussagefähige Namen“, die sich ein Mensch besser merken kann als die Bitkombinationen selbst, und des weiteren „höhere Sprachkonstrukte“, die aus der Formelsprache der Mathematiker entlehnt oder aus den Erfahrungen und Bedürfnissen des Programmierens heraus erfunden wurden und vom Übersetzerprogramm in komplizierte Gebilde aus Maschinenbefehlen transformiert werden.

Sie erlauben eine Vielzahl von Ein- und Ausgabegeräten, insbesondere die aus Bildschirm und Tastatur bestehenden Arbeitsplätze, und eine eindrucksvolle Fülle gleichzeitiger Arbeiten: Der eine Benutzer entwickelt neue Software, der zweite tippt Kundendaten ein, der dritte spielt Mondlandung, und zu Nutz und Frommen der Geschäftsleitung läuft außerdem noch ein Programm, das über die Aktivitäten der lieben Mitarbeiter Buch führt.

Eine derart "komfortable Benutzeroberfläche" kommt dem Computer nicht von Haus aus zu; im Gegenteil. Um ihn zweckmäßig zu verwenden, sind erhebliche Kenntnisse seiner technischen Details, mathematische Bildung und Erfindungsgabe sowie peinlichste Sorgfalt bei der Bitfummelei erforderlich, mit anderen Worten, akademische Grade und die Qualitäten von Schwachsinnigen. Wollte man das Ding über den Kreis seiner Erbauer hinaus verbreiten und zu einem Geschäftserfolg machen, war es nötig, einen Teil der Arbeiten, die aus dem Gebrauch eines Computers entspringen, wieder an diesen selbst zu übertragen. Statt den Anwender mit der nackten Apparatur zu konfrontieren, wird ihm mit Hilfe der "Systemsoftware" eine wesentlich leichter zu bedienende (aber immer noch universelle) Maschine dargeboten; das heißt, seine Programme werden nicht unmittelbar, sondern durch die Wirkung anderer Programme ausgeführt.

Das "Betriebssystem" übernimmt die Funktionen eines Operateurs und geht dabei weit über das hinaus, was ein Mensch hier zu leisten vermöchte. Es lädt, startet, überwacht Programme, regelt den Gebrauch von Betriebsmitteln wie Speicher oder Drucker und erlaubt erst dei Geschwindigkeit der Maschine durch Mehrprogrammbetrieb (scheinbar gleichzeitig verzahnte Ausführung) auszunutzen. "P r o g r a m m i e r s p r a c h e n" und dazugehörige Übersetzungsprogramme steigern die Produktivität des Programmierers, indem sie ihn vor der schier prohibitiven Mühsal und Fehleranfälligkeit der binären Codierung befreien. An die Stelle der eigentlichen Maschinenbefehle treten zunächst "aussagefähige Namen", die sich ein Mensch besser merken kann als die Bitkombinationen selbst, und des weiteren "höhere Sprachkonstrukte", die aus der Formelsprache der Mathematiker entlehnt oder aus den Erfahrungen und Bedürfnissen des Programmierens heraus erfunden wurden und vom Übersetzerprogramm in komplizierte Gebilde aus Maschinenbefehlen transformiert werden.

[...]

Als potentieller Alleskönner ist der Computer an sich zu nichts nutze; er benötigt Programme. Das Programmieren besteht darin, zu dem Zweck, dem ein Computer dienen soll, einen Algorithmus anzugeben und in einer Programmiersprache zu fixieren; das heißt, die jeweilige Vorgabe, was die Maschine leisten soll, muß übersetzt werdden [sic] in ein Verfahren, wie sie es tun kann und soll.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[9.] Chk/Fragment 044 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:04:01 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 33-42
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Wenn für Programmiersprachen Elemente verwendet werden, die auch in richtigen Sprachen ihre Bedeutung haben, so darf man sich doch die Bedeutung gerade nicht denken, und die Wirkung auf den Computer, die der Programmierer lernen muß, ist von derselben Qualität wie die des Knopfdrucks, mit dem man den Strom abschaltet. Das System, das so schön aufs Wort hört, tut eben nicht das, was der Programmierer gemeint hat, und banale Schreibfehler, die ein Mensch auch beim dritten Hinsehen einfach überliest, können schwerwiegende Folgen haben.

Die berüchtigte Schwierigkeit dieses Geschäfts134, bei dem auch nicht laufend das Pulver erfunden wird, besteht darin, sich überaus komplexe und verschlungene Abläufe vorzustellen und ein Urteil über deren Effekt zu bilden und zu bewahren.


134 Vgl. dazu Teil II.2.1.

Wenn für Programmiersprachen Elemente verwendet werden, die auch in richtigen Sprachen ihre Bedeutung haben, so darf man sich doch nicht gerade diese denken, und die Bedeutung für oder besser Wirkung auf den Computer, die der Programmierer lernen muß, ist von derselben Qualität wie die des Knopfdrucks, mit dem man den Strom abschaltet. Deshalb gibt es bei Programmierneulingen stets die Enttäuschung, daß der Kasten, der so schön aufs Wort hört, nicht tut, was man gemeint hat, und noch die ältesten Hasen müssen sich über die Folgen banaler Schreibfehler ärgern, die ein Mensch auch beim dritten hinsehen [sic] einfach überliest.

[...] Die berüchtigte Schwierigkeit dieses Geschäfts, bei dem auch nicht laufend das Pulver erfunden wird, besteht darin, sich überaus komplexe und verschlungene Abläufe vorzustellen und ein Urteil über deren Effekt zu bewahren bzw. zu bilden.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[10.] Chk/Fragment 045 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:05:32 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 7-15, 18-21
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Mit dem Computer kommt eine neue Sorte geistiger Arbeit in die Welt135: das halbkünstlerische Gebaren der Softwareentwicklung.136 Halbkünstlerisch deswegen, weil diese Arbeit es mit Formalisierungen des Berechenbaren zu tun hat und keine Grenzen des Berechenbaren akzeptiert. Als Komplement dazu kommt die „Softwarekrise" in die Welt, die nach allgemeiner Meinung noch bis ins nächste Jahrtausend den Engpaß der Technik bildet: Gefordert wird „egoless programming“, ein ingenieursmäßiges Berufsethos, und dies beinhaltet neben rigider Führung, Arbeitsteilung, Dokumentation und Kontrolle die, wo möglich, computergestützte Variation und Kombination früher erarbeiteter Programmstücke.

[...]

Der erste Ansatzpunkt dafür, dieser Technik eine gesellschaftsrevolutionäre Qualität zuzusprechen, liegt in der weitverbreiteten Auffassung, daß der Computer die geistigen Fähigkeiten des Menschen genauso erweitere, wie die stoff-umwandelnde Maschinerie sein körperliches Vermögen ausdehnt.


135 Es handelt sich um „Methoden der Formalisierung, Algorithmisierung, Programmierung und Ausführung auf Rechnern“. Ob diese neue Sorte geistiger Arbeit aber auch neue Menschen erfordert? Dies wird jedenfalls durch das Selbstzeugnis einer Informatikerin nahegelegt: „Die programmierten Repräsentationen setzen dem Verständnis der Abläufe enge Grenzen durch die kognitiven Schwierigkeiten des Menschen, mit Abstraktem, unvorstellbaren Größen und komplexen Strukturen explizit umzugehen.“ Aber Schinzel zweifelt den gewöhnlichen Verstand an, um den des Informatikers damit gemein zu machen und vor der „Undurchschaubarkeit der Folgen“ von Informationstechnik zu warnen. Britta Schinzel (Hrsg.) (1996). Schnittstellen, S. 1.

136 Eine Richtung in der Informatik (vgl. z.B. im deutschen Raum im Anschluß an skandinavische Ansätze Arno Rolf oder Christiane Floyd) versteht diese als „Gestaltungswissenschaft“, die im Unterschied zur „Konstruktion“ der alten Ingenieursdisziplinen sich im Schnittpunkt von Politik und Ökonomie, von Kunst und Technik vollziehe. Neu ist der künstlerische Gesichtspunkt; denn auch die Ingenieursdisziplinen denken sich in die praktischen Problemstellungen ein, für deren Bewältigung sie neue technische Mittel und Verfahren entwickeln.

Mit dem Computer kommt so eine neue Sorte geistiger Arbeit in die Welt und des weiteren die "Softwarekrise", die nach allgemeiner Meinung noch bis ins nächste Jahrtausend den Engpaß der schönen Technik bildet. Das Problem ist weniger ein Mangel an Personal als dessen Neigung, einen eigenen Kopf zu haben, wenn es sich denselben schon so "kreativ" zerbricht. Die Antwort auf das halbkünstlerische Gebaren dieser Leute heißt "egoless programming" und beinhaltet neben rigider Führung, Arbeitsteilung und Kontrolle die womöglich computergestützte Variation und Kombination früher erarbeiteter Programmstücke.

II.

Das typische Urteil über den Computer lautet, daß er die geistigen Fähigkeiten des Menschen erweitere, genauso wie die stoffumwandelnde Maschinerie sein körperliches Vermögen ausdehnte.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[11.] Chk/Fragment 045 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:57:02 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 26-31
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Allgemein gilt für die Beziehung des Computers zum Geist, daß seine Domäne die ganz gedankenlosen Tätigkeiten sind, die aber auf seiten eines Menschen, der sie ausüben soll, allerhand Einsatz seines Hirns verlangen, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Kenntnis und Beachtung von Regeln. Diese Tätigkeiten lassen sich - mit ziemlichem Aufwand und in bestimmtem Ausmaß - durch Schaltungen darstellen, ohne das Ergebnis zu verfälschen. Sie sind aber beim Menschen, als Verrichtungen seiner Vor[stellungskraft und seines Verstandes, anderer Natur als die Prozesse in einem Rechner.] Allgemein gilt für die Beziehung des Computers zum Geist, daß seine Domäne die ganz gedankenlosen Tätigkeiten sind, die aber auf seiten eines Menschen, der sie ausüben soll, allerhand Einsatz seines Hirns verlangen, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Kenntnis und Beachtung von Regeln. Auch diese Tätigkeiten sind beim Menschen, als Verrichtungen seiner Vorstellungskraft und seines Verstandes, anderer Natur als die Prozesse in einem Rechner. Sie lassen sich aber durch Schaltungen darstellen, ohne das Ergebnis zu verfälschen.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Hervorhebungen sind genau wie im Original platziert.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[12.] Chk/Fragment 046 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:57:36 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 14-26, 125-126
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Wenn z.B. die Mathematik die Abstraktion der Quantität in den ihr eigenen Bestimmungen entwickelt, so ist dies eine Erkenntnisleistung - weshalb die Mathematik auch keine „Mechanik des Geistes“ ist139. Jede erkannte mathematische Regel, daher auch jedes mathematisch darstellbare Naturgesetz und jede daraus abgeleitete Technologie lassen sich aber im Gedächtnis „aufbewahren“ als vorstellungsmäßige Anweisung für das Kombinieren quantitativer Bestimmungen. In seinem Gedächtnis sind die Gedanken, die ein Mensch sich einmal gemacht hat, verfügbar. Er muß sie nicht jeweils von neuem denken, sondern kann sie für allerlei theoretische Tätigkeiten abrufen. Das Abrufen selbst verlangt allerdings Geist und ist kein mechanischer Ablauf.

Das „Elektronengehirn“140 mit seinen binären Schaltkreisen macht nun ernst mit der geübten Bequemlichkeit, die Mathematik in der Gestalt begriffsloser Kombinationsregeln zur Anwendung zu bringen141.


139 Daß es in der Geschichte der Mathematik Bemühungen wie Widerlegungen gab, das Denken als mechanischen Ablauf zu begründen, wird im Abschnitt II.2.2 ausführlicher behandelt. Nur soviel hier zu Turings „Intelligenten Maschinen“: Auch wenn es ihm nicht primär um den Konstruktionsplan eines Rechenautomaten ging, sondern um die Grenzen der formalen Berechenbarkeit, so erklärt er quasi rückwärts vom Rechenautomaten (seiner Paper Machine) her, den Effekt der Rechenmaschine beim Menschen zu erreichen, wenn er eine Person begriffslos Kombinationsregeln befolgen läßt. Quod erat demonstrandum: Die mechanische oder elektrische Realisierung des universellen Rechenautomaten läßt sich genausogut als biologisches Wesen realisieren. Seine „Paper Machine" erklärt er zum Modell der (menschlichen) Intelligenz.

140 Dieser Begriff soll hier erklärt, also nicht im üblichen Sinn benutzt werden, etwas Neues, was „anders nicht besser beschreibbar scheint“, in einer Metapher auszudrücken. Coy verweist darauf, daß Bilder als Ersatz von Verständnis nicht nur „die Neuheit des Computers dem Alltagsdenken näher bringen sollen. ... Auch im wissenschaftlichen Diskurs mögen solche Metaphern helfen, die Bedeutung der kulturellen und sozialen Umwälzungen, die durch Computer verursacht werden, besser zu begreifen". Daß Laien sich aufgrund mangelnden Wissens eine für sie neue Technik durch Vergleiche mit ihnen bekannten ähnlichen Leistungen vorstellbar machen, ist die eine Sache; Aufgabe der Technikwissenschaft wäre es, die unwissenschaftliche Bebilderung in Wissen zu überführen. Daß solche Leitbilder in der Informatik selbst gang und gäbe sind, ist also eine andere Sache und spricht dafür, daß die Technikwissenschaft ihr Wissen verleugnet, wenn sie sich mit den Wirkungen des Computereinsatzes beschäftigt Es geht nicht darum, die „Anwendungen angemessen zu bestimmen“, sondern durch die Auswahl geeigneter Bilder die Bedeutung der Computer zu beschwören. (Zitate aus: W. Coy (1995). Automat - Werkzeug - Medium In Informatik Spektrum 18, S. 31.)

141 Manche gebildete Menschen müssen sich den Vorwurf machen lassen, vor lauter geübter Bequemlichkeit sich Rechnen überhaupt nur noch als Rechnen im Dezimalsystem vorstellen zu können So sehr ist das abstrakte Vorstellungsbild davon, daß Kinder an den Fingern das Rechnen lernen, im abendländischen Kulturkreis zum Medium für die Anwendung einfacher mathematischer Regeln geworden.

Fürs Gedächtnis sind die gehabten Gedanken aber ein verfügbarer "Stoff", die getätigten Abstraktionen verwendbare Vorstellungen, nicht jeweils von neuem zu denken, sondern für allerlei theoretische Tätigkeiten "abrufbar". Die Mathematik ist zwar keine "Mechanik des Geistes", sondern die Erkenntnisleistung, die Abstraktion der Quantität in den ihr eigenen Bestimmungen zu entwickeln. Jede erkannte mathematische Regel - daher auch jedes mathematisch darstellbare Naturgesetz und jede daraus abgeleitete Technologie - läßt sich aber im Gedächtnis "aufbewahren" als vorstellungsmäßige Anweisung fürs Kombinieren quantitativer Bestimmungen. Das Rechnen lernt jedes Kind an seinen Fingern; und deren abstraktes Vorstellungsbild ist immerhin so vollständig zum Medium für die Anwendung einfacher mathematischer Regeln im abendländischen Alltag geworden, daß mancher gebildete Mensch sich das Rechnen überhaupt nur im Dezimalsystem vorstellen kann. [...]

Das "Elektronengehirn" mit seinen binären Schaltkreisen macht ernst mit der von jedem Kind und jedem Rechengenie geübten Bequemlichkeit, die Mathematik in der Gestalt begriffsloser Kombinationsregeln zur Anwendung zu bringen.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Schließt die in Chk/Fragment_041_37 begonnene Übernahme ab.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[13.] Chk/Fragment 047 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:58:55 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 2-17
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Und diese ganz neue Bequemlichkeit hat das Bemühen beflügelt, die verschiedenartigsten Gedächtnisinhalte - z.B. die Vokabeln verschiedener Sprachen - in eindeutigen Zahlenwerten darzustellen und ihre jeweils zweckmäßige Anwendung in Kombinationsregeln für diese Zahlenwerte zu „übersetzen“. Das Ergebnis heißt zurecht Datenverarbeitung: Es geht um das Aufbewahren, Zurverfügungstellen und Verknüpfen eigentlich numerischer und ähnlich abstrakt aufgefaßter Information. Sie operiert mit Prüfungen auf Gleichheit und Ungleichheit; ihr Element ist der prozedural, deklarativ oder objektorientiert programmierte Datensatz.

Auch wenn Computer nicht mit Schlüssen142 operieren und ihr Element nicht das Urteil ist, sie also die geistigen Fähigkeiten des Menschen nicht erweitern, so können sie es ihm aber ersparen, seinen Kopf auf ganz mechanische Weise anzustrengen, also seinen Verstand in einer Weise zu gebrauchen, wo das Nachdenken eher stört und zu Fehlern führt. Dabei übertrifft die Maschine die Intelligenz bei weitem hinsichtlich des Umfangs der bewältigten Aufgaben. Dank seiner Universalität legt ein Computer weit weniger als andere Maschinerie schon technisch fest, wie an und mit ihm und für welchen Zweck gearbeitet wird.


142 Von Expertensystemen wird behauptet, daß sie zu schlußfolgern imstande seien, auch wenn von den vollmundigen Versprechungen der Anfangszeit, die Systeme könnten den menschlichen Experten überflüssig machen und sogar übertrumpfen, abgerückt wurde. Das Ende der 50er Jahre von H. A. Simon und A. Newell entwickelte Programm GPS (General Problem Solver) faßte einfache Probleme, für die sog. Standardsoftware aber ausreichend war. Der Schluß, den Informatiker daraus zogen, verrät einiges über ihre implizite Definition schlußfolgernden Denkens: „Systematisches Raten und Ausprobieren, das Entwickeln von Lösungsmöglichkeiten und ihr Abgleichen mit den Bedingungen des Ausgangsproblems erfordert eine Unmenge von Wissen, das für den Menschen oft selbstverständlich ist, aber dem Computer erst explizit mitgeteilt werden muß. Vor allem die Menge dieses Hintergrundwissens, das auf den Rechner zu bringen wäre, stellt eine unüberwindbare Schranke dar.“ (Zitiert aus: A. Flögel, H. Kleine Büning (1994). Wissensbasierte Technologie - was ist das eigentlich? DIFF: Tübingen, S. 11.) Was die Menge an Wissen anbelangt, das in einem Computer gespeichert und nach programmierten Regeln oder einer anderen programmierten Abarbeitungsstruktur abgerufen und verknüpft wird, so dürfte er es mit dem Gedächtnis des einzelnen gut aufnehmen können; aber gleichgültig dagegen, mit wieviel Aufwand und Kunst des Programmierens Systeme gebaut werden: der Kasten kommt nie von den in ihm abgelegten abstrakten Vorstellungen zur Kenntnis der diesen Abstrakta wesentlichen Merkmale und Bestimmungen. Daß Computer zu prozeduralen Ergebnissen, soll heißen zu automatischen Veränderungen und Ergänzungen der in ihnen abgelegten Daten kommen, hängt an der Inferenzkomponente, mit der der Suchablauf gesteuert wird, verläßt also keineswegs die Kombinatorik als diejenige Anstrengung des Gehirns, die sich mechanisieren läßt. Deswegen wird der Aufwand des Programmierens bisweilen für zu hoch befunden im Verhältnis zum Ergebnis, das durch Rechnereinsatz erreicht wird.

Und diese Bequemlichkeit hat ganz außerordentlich das Bemühen beflügelt, die verschiedenartigsten Gedächtnisinhalte - z.B. die Vokabeln verschiedener Sprachen - in eindeutigen Zahlenwerten darzustellen und ihre jeweils zweckmäßige Anwendung in Kombinationsregeln für diese Zahlenwerte zu "übersetzen".

Das Ergebnis heißt zurecht "Datenverarbeitung": Es geht um das Aufbewahren, Zurverfügungstellen und Verknüpfen eigentlich numerischer und ähnlich abstrakt aufgefaßter Information. Sie operiert nicht mit Schlüssen, sondern Prüfungen auf Gleichheit und Ungleichheit; ihr Element ist nicht das Urteil, sondern der "Datensatz", d.h. eine Kombination von Angaben wie Name, Beruf, Gehalt, Steuerklasse. [...]

Der Computer kann es einem Menschen ersparen, seinen Kopf auf ganz mechanische Weise anzustrengen, wo das Nachdenken eher stört und zu Fehlern führt, und die Maschine übertrifft hier die Intelligenz lässig im Umfang der bewältigten Aufgaben. [...] Dank seiner Universalität legt ein Computer weit weniger als andere Maschinerie schon technisch fest, w i e an und mit ihm gearbeitet wird.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[14.] Chk/Fragment 047 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 16:45:58 Kybot
Chk, Fragment, KeineWertung, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 23-25
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Namentlich im wissenschaftlichen Bereich findet man, daß die Computertechnik gemäß der Gebrauchseigenschaften universeller Rechenautomaten den Geist entlastet, indem sie als Organ und Werkzeug einzelner oder kooperierender Subjekte fungiert. Namentlich im wissenschaftlichen Bereich findet man, daß der rechenautomat [sic] als Organ und Werkzeug einzelner oder kooperierender Subjekte fungiert.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan)

[15.] Chk/Fragment 048 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 17:59:28 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 3-8
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Wissenschaftler bedienen sich der universellen Rechenautomaten souverän gemäß ihren wechselnden Zwecken; sie schreiben Programme selber oder wählen sie aus vorhandenen Bibliotheken; sie lassen rechnen oder benutzen die Elektronik als Karteikasten oder Vehikel der Kommunikation mit Kollegen, und sie ziehen es oft vor, ihren Publikationen gleich selbst mit einem Textsystem die endgültige Form zu geben, statt dies einer Sekretärin zu übergeben. Sie bedienen sich seiner souverän gemäß ihren wechselnden Zwecken; schreiben Programme selber oder wählen sie aus vorhandenen Bibliotheken; lassen rechnen oder benutzen die Elektronik als Karteikasten oder Vehikel der Kommunikation mit Kollegen, und sie ziehen es oft vor, ihre Publikationen gleich selbst mit einem Textsystem statt einer Sekretärin die endgültige Form zu geben.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Schließt im Original unmittelbar an den in Chk/Fragment_047_23 wiedergegebenen Satz an.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[16.] Chk/Fragment 048 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-22 16:59:46 Schumann
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 12-23
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Das glatte Gegenteil trifft man jedoch in den Niederungen der nicht wissenschaftlichen Arbeit, wenn sich die Privatwirtschaft und öffentliche Arbeitgeber des Computers bedienen. Hier folgt aus dem Dienst, den der Computer für mechanische Operationen des Gehirns bringt, keineswegs, daß tatsächlich irgendeinem Menschen irgendetwas erspart bleibt. Im Gegenteil: der Computer ist nicht Organ der Subjekte, die mit ihm arbeiten - viele Leute arbeiten am Computer und müssen ihn bedienen.144 Ihre Kooperation wird über Bildschirmgeräte und Computer vermittelt und gesteuert.145 Der einfache Bildschirmarbeiter, ob er nun Buchhalter oder Lagerverwalter war oder einen solchen ersetzt, sieht sich mit einem laufenden Programm konfrontiert, das ihm den Tag hindurch vorschreibt, was er zu machen hat. Nämlich den vom Programm benötigten Input, Daten oder gelegentlich Kommandos eines Menues, in die Tastatur zu geben. Der Arbeiter ist der Maschine als ihr Handlanger subsumiert. Sein Geist wird nicht von mechanischen Operationen entlastet, sondern seiner Arbeit der Inhalt genommen. Der Einsatz von Computertechnik erspart ihm Routinetätigkeiten, um ihm eine noch viel einförmigere Routine aufzuzwingen. Mit Computertechnik werden Hindernisse und Friktionen der betrieblichen Ablaufprozesse aus dem Weg geräumt und damit jede Abwechslung und Pause für den Arbeiter eliminiert. Statt daß die Modernisierung, die manches an Kraft, Geschick und Können für die Arbeit erspart, den Beschäftigten ermöglicht, Kopf, Kräfte und Zeit auf angenehmere und geistige Tätigkeiten zu richten, erleben die Arbeitskräfte die endgültige geistige Entleerung ihrer Arbeit146 und tragen noch allerlei Augen-, Rücken- etc. Beschwerden davon.

144 Die unterschiedliche Verwendung von Computern im akademischen Bereich und in Wirtschaft und Verwaltung wird hier nur als Beleg dafür angeführt, daß der Computertechnik vorausgesetzte gesellschaftliche Kriterien für die Art des Technikeinsatzes entscheidend sind. Wie sich die keineswegs nur zufällige Scheidung von „Kopfarbeit“ - um mit einem bei Informatikern benutzten, von Alfred Sohn-Rethel übernommenen Begriff zu reden - in zwei so gegensätzliche Arten, den Geist zu gebrauchen, erklärt, wird in Abschnitt III. 1 behandelt. Dabei soll auch der Begriff der „Kopfarbeit“ näher beleuchtet werden.

145 Vgl. z. B. J. Friedrich et al. (1986). Bildschirmarbeit. Soziale Auswirkungen und Gestaltungsansätze, S. 54f.

146 Vgl. J. Friedrich et al. (1986), a.a.O., S. 51 f.: „Der Computer ist nicht mehr nur unterstützendes Informationsmittel für den arbeitenden Menschen (wie dies bei nicht automatisierbaren beratenden, planenden, analysierenden und schöpferisch-kreativen Aufgaben der Fall ist; CK), er übernimmt vielmehr wesentliche Teile seiner Tätigkeit und bestimmt gleichzeitig den Arbeitsablauf weitgehend vor. Dadurch kommt es in den meisten Fällen von Bildschirmarbeit zu einer Dequalifizierung der Beschäftigten. Dadurch entsteht eine große Masse von Arbeitskräften, die im Rahmen komplexer Mensch-Maschine-Systeme nur noch marginale Funktionen, weitgehend ohne einsehbaren Sinn und ohne logische Konti[nuität, ohne Einsicht in das Funktionieren der Systeme, ohne Einfluß auf die Veränderung dieser Systeme ausfüllen. (Briefs 1979, S. 250).“ [...]]

Daraus folgt nicht, daß tatsächlich irgendeinem Menschen irgendetwas erspart bleibt. [...] Das glatte Gegenteil trifft man in den Niederungen der Wirtschaftswirklichkeit; wenn sich das Kapital des Computers bedient, so folgt, daß viele Leute den Computer bedienen. Das Grundprinzip aller kapitalistischer Produktion, daß nämlich "nicht der Arbeiter die Arbeitsbedingung, sondern umgekehrt die Arbeitsbedingung den Arbeiter anwendet" (Karl Marx), ist hier so handgreiflich wie in der industriellen Fertigung. Der ordinäre Bildschirmarbeiter, ob er nun Buchhalter oder Lagerverwalter war oder einen solchen ersetzt, sieht sich mit einem laufenden Programm konfrontiert, das ihm den Tag hindurch vorschreibt, was er zu machen hat. Nämlich den vom Programm benötigten Input, Daten oder gelegentlich Kommandos eines "Menues" in die Tastatur zu geben. Die Maschine subsumiert hier den Arbeiter als ihren Handlanger. Sie befreit ihn nicht von der Arbeit, sondern nimmt seiner Arbeit den Inhalt; erspart ihm Routinetätigkeiten, um ihm eine noch viel einförmigere und damit umso quälendere Routine aufzuzwingen; räumt Hindernisse und Friktionen aus dem Weg und eliminiert damit jede Abwechslung und Pause. Statt einer Erweiterung seiner geistigen Fähigkeiten erlebt er seine endgültige Verblödung und trägt noch allerlei Augen-, Rücken- etc. Beschwerden davon.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Vielfach wörtlich übereinstimmend, inhaltlich identisch, wobei Chk zum Schluss hin die dauerhaft ungenannt bleibende Vorlage erweitert. Diese Passagen (ab Zeile 23) wurden hier zwar dokumentiert aber nicht in die Zeilenzählung mitaufgenommen.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[17.] Chk/Fragment 049 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:08:11 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 3-18
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Daß der Computer, dessen Fähigkeiten in den verschiedensten Umständen brauchbar sind, heutzutage als epochemachend gilt147, liegt in genau derjenigen Produktionsweise begründet, die angeblich durch den Computer in eine Informations- oder Wissensgesellschaft transzendiert wird - einer Produktionsweise, in der immaterielle Produktion nicht Wissen zum Resultat hat, sondern weitgehend identisch ist mit Datenverarbeitung: Der Zweck der kapitalistischen Produktion, die Vermehrung von in Geld gemessenem, also abstraktem Reichtum, hat nicht nur die elementaren geistigen Potenzen Maschinensteuerung und -kontrolle von der körperlichen Arbeit getrennt, sondern auch die unmittelbare Produktion in jedem Unternehmen mit einem Allgemeinkostenbereich und auf der Ebene der Volkswirtschaft mit Dienstleistungssektoren von gigantischen Ausmaßen versehen.148 Das betriebliche Rechnungswesen verkörpert in seiner Selbstständigkeit wie in seinen Inhalten den Standpunkt der Profiterzielung gegenüber der eigentlichen Fertigung; es wird gekauft und verkauft und überhaupt viel Geld gezählt mit all den Feinheiten des „wann“ und „wo“, „für was“ und „wen“, lauter Zählungen, die nötig sind, weil sich darüber erst entscheidet, wann ein Überschuß des Verkaufserlöses über die aufgewendeten Kosten realisiert ist. Brauchbar sind solche Fähigkeiten des Computers in den verschiedensten Umständen; als epochemachend gilt er aber in einer Produktionsweise, in der immaterielle Produktion weitgehend identisch ist mit solcher Datenverarbeitung. Der Zweck der kapitalistischen Produktion, der abstarkte Reichtum, der Wert, hat nicht nur die elementaren geistigen Potenzen als Maschinensteuerung und -kontrolle von der körperlichen Arbeit getrennt, sondern auch die unmittelbare Produktion mit einem Drumherum von gigantischen Ausmaßen versehen. Das betriebliche Rechnungswesen verkörpert in seiner Selbstständigkeit wie in seinen Inhalten den Standpunkt der Profitmacherei gegenüber der eigentlichen Fertigung; es wird gekauft und verkauft und überhaupt furchtbar viel Geld furchtbar viel gezählt mit all den feinheiten [sic] des wann und wo, für was und wen, die erst über einen gelungenen Überschuß entscheiden.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[18.] Chk/Fragment 049 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:08:59 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 21-29
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
In die technische Konstruktion von Computern umgesetzt wurden die Konstrukte der Mathematik im Ausgangspunkt für den Staat, insbesondere seine militärische Abteilung, und die ist noch heute, wo jedes Kleinstunternehmen auf Computer umstellt oder über staatliche Förderprogramme dazu motiviert werden soll, der größte Sponsor und Motor der technischen Entwicklung. Zum Geschäftsmittel wurde der Computer durch die simple Entdeckung, daß sich seine automatische Arbeitsweise statt für die langen Berechnungen, wie sie bei der Fabrikation von Atombomben und Artillerietabellen anfielen, auch genausogut für die Reihe kleiner Berechnungen, wie sie zum Beispiel in der Lohnbuchhaltung vorkommt, verwenden läßt. Die kommerzielle Da[tenverarbeitung beginnt damit, die überkommenen isolierten Tätigkeitsfelder des Rechnungswesens an den Computer zu übertragen; es gibt Programme für Gehaltsabrechnung, Kundenkonten, Lagerhaltung, Steuerung des Produktionsprozesses etc. und die entsprechende Datenhaltung.] Erfunden wurde der Computer für den Staat, insbesondere seine militärische Abteilung, und die ist noch heute, wo jede Klitsche auf Computer umstellt, der größte Sponsor und Motor der technischen Entwicklung. Zum Geschäftsmittel wurde der Computer durch die simple Entdeckung, daß sich seine automatische Arbeitsweise statt für die langen Berechnungen, wie sie bei der Fabrikation von Atombomben und Artillerietabellen anfielen, auch genausogut für die Reihe kleiner Berechnungen, wie sie zum Beispiel in der Lohnbuchhaltung vorkommt, verwenden läßt. Die kommerzielle Datenverarbeitung beginnt damit, die überkommenen isolierten Tätigkeitsfelder des Rechnungswesens an den Computer zu übertragen; es gibt Programme für Gehaltsabrechnung, Kundenkonten etc. und die entsprechende Datenhaltung.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[19.] Chk/Fragment 050 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:10:15 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 1-14, 16-22
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
[Die kommerzielle Da]tenverarbeitung beginnt damit, die überkommenen isolierten Tätigkeitsfelder des Rechnungswesens an den Computer zu übertragen; es gibt Programme für Gehaltsabrechnung, Kundenkonten, Lagerhaltung, Steuerung des Produktionsprozesses etc. und die entsprechende Datenhaltung. Integration heißt das Ziel; die verschiedenen Bereiche arbeiten mit denselben Daten, und an die Stelle von Dateien, die wie klassische Akten unter einem Verarbeitungsgesichtspunkt organisiert sind, treten Daten-Banken, die eine Vielzahl solcher Sichtweisen erlauben. Die überkommene Arbeitsteilung wird obsolet, der typische „Vorgang“, der von einem Schreibtisch zum nächsten wandert, kann ohne große Ansprüche an seinen Bearbeiter in einem Schritt erledigt werden. Mehr noch - auf der Grundlage, daß die Aufgaben der überkommenen Tätigkeitsfelder nun dem Computer als dessen Fähigkeiten einverleibt sind, kann der Systemanalytiker die Informationsströme und Verarbeitungsflüsse eines Unternehmens ohne Rücksicht auf die in einem Spektrum von Berufen festgeschriebenen Fähigkeiten entflechten und ganz neu ordnen. [...] Das Papier, charakteristisches Mittel der Büroarbeit und zugleich Inbegriff ihrer Diskontinuität, wird in doppeltem Sinne zur Randerscheinung; und was noch in Briefform nach außen fließen muß, erledigt die moderne Schreibkraft mit ihrem Textsystem. Es entstehen kaum mehr Verzögerungen durch Fehler, Revisionen und Kopien fürs Archiv, statt dessen jede Menge fertiger Bausteine, deren Auswahl der Sachbearbeiter womöglich schon selber besorgt. Die kommerzielle Datenverarbeitung beginnt damit, die überkommenen isolierten Tätigkeitsfelder des Rechnungswesens an den Computer zu übertragen; es gibt Programme für Gehaltsabrechnung, Kundenkonten etc. und die entsprechende Datenhaltung. Integration heißt das Ziel fortan. Die verschiedenen Bereiche arbeiten mit denselben Daten, und an die Stelle von Dateien, die wie klassische Akten unter einem Verarbeitungsgesichtspunkt organisiert sind, treten Daten-Banken, die eine Vielzahl solcher Sichtweisen erlauben. Die überkommene Arbeitsteilung wird obsolet; der typische "Vorgang", der von einem Schreibtisch zum nächsten wandert, kann ohne große Ansprüche an seinen Bearbeiter in einem Schritt erledigt werden, und dank der dem Computer einverleibten Fähigkeiten kann der Systemanalytiker die Informationsströme und Verarbeitungsflüsse eines Unternehmens ganz ohne Rücksicht auf die in einem Spektrum von Berufen festgeschriebenen Fähigkeiten entflechten und neuordnen. Das Papier, charakteristisches Mittel der Büroarbeit und zugleich Inbegriff ihrer Diskontinuität, wird in doppeltem Sinne zur Randerscheinung; und was noch in Briefform nach außen fließen muß, erledigt die moderne Schreibkraft mit ihrem Textsystem: kaum Verzögerung mehr durch Fehler, Revisionen und Kopien fürs Archiv, und statt dessen jede Menge fertiger Bausteine, deren Auswahl der Sachbearbeiter womöglich schon selber besorgt.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[20.] Chk/Fragment 050 28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:11:31 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 28-31
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Die bloß idelle [sic] Einheit manufakturmäßig geteilter Büroarbeit (ähnliches gilt für den Bereich Konstruktion) erhält leibhaftige Existenz in einem Computer, der mit seiner zentralen Datenhaltung und einem System von Programmen eine Fülle von Detailtätigkeiten an Sichtgeräten oder auch Kleincomputern zusammenfaßt und treibt. Die bloß ideelle Einheit manufakturmäßig geteilter Büroarbeit (ähnliches gilt für den Bereich Konstruktion) erhält leibhaftige Existenz in einem Computer, der mit seiner zentralen Datenhaltung und einem System von Programmen eine Fülle von Detailtätigkeiten an Sichtgeräten oder auch Kleincomputern treibt und zusammenfaßt.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Schließt im Original unmittelbar an die in Chk/Fragment_050_01 wiedergegebene Passage an.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[21.] Chk/Fragment 051 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:12:22 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 17-27
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
In der materiellen Produktion fand der Computer zögernder Verwendung und wirkte nicht mehr revolutionär, weil die Einheit des Arbeitsprozesses im Maschinensystem bereits vollendet ist. Eigentliche Roboter, wiewohl Lieblingsikonen der Ideologie von der Abschaffung der Arbeit, sind relativ seltene Erscheinungen, beschränkt auf Fälle, die sich weniger durch die Tätigkeit selbst als deren für einen Menschen widrige Umstände empfehlen. Ein Roboter äfft einen Arbeiter nach, der, indem er eine Maschine bedient, auf seine natürlichen Potenzen reduziert ist, auf Wahrnehmung, Muskelkraft und Koordination seiner Gliedmaßen, der also ganz einfache, unausgebildete Arbeit leistet. Aber für einen Computer gilt die Hierarchie der Berufe nicht: Es ist mit großem Aufwand verbunden, ihm zum Beispiel beizubringen, Schrauben aus einer Kiste zu greifen152 - in Ent[wicklungskosten bemessen ein Aufwand, der im Vergleich zu den Kosten für Hilfsarbeiter in der Regel als zu hoch befunden wird.]

152 Die Robotertechnologie befaßt sich mit der Planung von Aktionssequenzen für Roboter sowie der Verknüpfung von sensorischer, motorischer und sprachlicher Informationsverarbeitung. Das Ziel ist die Entwicklung autonomer und mobiler Roboter. Heutige Industrieroboter sind dagegen nur progammierbare Maschinen, die bestimmte, sich wiederholende Tätigkeiten ausführen, wie Schweißpunkte setzen, und sich nur in einer dafür vorbereiteten Umgebung zurechtfinden, also nicht mobil sind.

Die Analogie zur Dampfmaschine als zentraler Beweger der alten Fabrik oder auch zum modernen Fließband ist deutlich, und eben weil die Unterwerfung des Arbeiters unter die Maschine und die Überflüssigmachung seiner Geschicklichkeit in der materiellen Produktion schon vollendet ist, findet der Computer hier zögernder Verwendung und wirkt nicht mehr revolutionär. Eigentliche Roboter, wiewohl Lieblingsikonen der Ideologie von der Abschaffung der Arbeit, sind relativ seltene Erscheinungen, beschränkt auf Fälle, die sich weniger durch die Tätigkeit selbst als deren für einen Menschen widrige Umstände empfehlen. Ein Roboter äfft einen Arbeiter nach, der, indem er eine Maschine bedient, auf seine natürlichen Potenzen reduziert ist, auf Wahrnehmung, Muskelkraft und Koordination seiner Gliedmaßen, der also ganz einfache, unausgebildete Arbeit leistet. Aber für einen Computer gilt die Hierarchie der Berufe nicht: Es ist unendlich schwer, ihm zum Beispiel beizubringen, Schrauben aus einer Kiste zu greifen.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[22.] Chk/Fragment 052 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:01:17 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 2-17
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Weit größere Bedeutung hat der Rechner, oft in spezialisierter Form, für die Vervollkommnung konventioneller Maschinen oder Produktionssysteme, die nicht auf der Nachahmung menschlicher Tätigkeit, sondern objektiver Analyse der bezweckten Stoffumwandlung beruhen. Als Organ der Prozeßsteuerung, ob in Erdölraffinerien, Papierfabriken oder Flugzeugkanzeln (und in allem möglichen militärischen Gerät), leitet er aus Meßwerten die nötigen Korrekturen ab und bringt sie selbständig auf den Weg. Auf Werkzeugmaschinen verpflanzt, vererbt er ihnen seine programmierte Flexibilität und erübrigt die fachmännische Einstellung nach Zeichnungen und Maßen. Wie im Büro, so fungiert der Computer auch hier, wo er die bereits vorhandene Automatisierung perfektioniert, als verselbständigtes Hirn der jeweiligen Aktivität und bietet die technische Voraussetzung dafür, die fundamentale Scheidung von Büro und Fabrikation zwar nicht aufzuheben - was anfangs mit CIM (Computer Integrated Manufacturing) verbunden wurde -, aber doch einem ganz neuen Maß von Integration zu unterwerfen: Die ideelle Lagerhaltung kooperiert automatisch mit der leibhaftigen Bewegung von Beständen, Konstruktion und Kapazitätsplanung gehen direkt über in die Maschinensteuerung, Erstellung des Angebots beim Kunden und der Maschinenstücklisten für die Produktion werden integriert. Weit größere Bedeutung hat er, oft in spezialisierter Form, für die Vervollkommnung konventioneller Maschinen oder Produktionssysteme, die nicht auf der Nachahmung menschlicher Tätigkeit, sondern ganz objektiver Analyse der bezweckten Stoffumwandlung beruhen. Als Organ der Prozeßsteuerung, ob in Erdölraffinerien, Papierfabriken oder Flugzeugkanzeln (und in allem möglichen militärischen Gerät), leitet er aus Meßwerten die nötigen Korrekturen ab und bringt sie selbstständig auf den Weg. Und auf Werkzeugmaschinen verpflanzt, vererbt er ihnen seine programmierte Flexibilität und erübrigt die fachmännische Einstellung nach Zeichnungen und Maßen. Wie im Büro, so fungiert der Computer auch hier, wo er die bereits vorhandene Automatisierung perfektioniert, als verselbständigtes Hirn der jeweiligen Aktivität, und deshalb bemüht man sich fleißig, die fundamentale Scheidung von Büro und Fabrikation zwar nicht aufzuheben, aber doch einem ganz neuen Maß von Integration zu unterwerfen: Die ideelle Lagerhaltung kooperiert automatisch mit der leibhaftigen Bewegung von Beständen, Konstruktion und Kapazitätsplanung gehen direkt über in die Maschinensteuerung.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[23.] Chk/Fragment 059 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:13:01 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 1-9
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
[Ein schul-, wehr-, steuer-, und sonstwie -pflichtiger Bürger] ist schon immer in mannigfacher Weise verdatet gewesen. Und was für die guten Bürger gilt, gilt für die schlechten erst recht; für Verbrecher, Terroristen und andere Personen, deren Verfassungstreue zweifelhaft ist und die z. B. der Observation durch den Verfassungsschutz unterstellt werden, waren immer schon jede Menge Akten und Karteien nötig. Was neu ist, ist die Leichtigkeit, solches Material verfügbar zu machen und zu verwalten. Datenbanken und Computernetze sparen nicht nur Zeit und Kosten, sondern vergrößern auch den Erfolg mancher Anfrage. Informationen, die, weil räumlich und organisatorisch getrennt, nie aufeinander bezogen worden wären, finden jetzt ganz automatisch zueinander. Ein schul-, wehr-, steuer-, und sonstwie -pflichtiger Bürger ist schon immer in mannigfacher Weise verdatet gewesen. Und was für die guten Bürger gilt, gilt für die schlechten erst recht, und für die Verbrecher und Kommunisten waren jede Menge Akten und Karteien nötig. Was neu ist, ist die Leichtigkeit, solches Material verfügbar zu machen und zu verwalten. Datenbanken und Computernetze sparen nicht nur Zeit und Kosten, sondern vergrößern auch den Erfolg mancher Anfrage und Informationen, die, weil räumlich und organisatorisch getrennt, nie aufeinander bezogen worden wären, finden jetzt ganz automatisch zueinander.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[24.] Chk/Fragment 061 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 16:47:37 Kybot
Chk, Fragment, KeineWertung, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 10-13
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Sie ist zu kompliziert, voller Eigenleben, Systeme sind zu mächtig und können nicht wirklich verstanden und beherrscht werden. Negative Wirkungen, die die Anwendung des Geräts hat, werden also als die seinen aufgefaßt, weil sie ohne es so nicht existieren würden. Negative Wirkungen, die die Anwendung des Geräts hat, werden als die seinen aufgefaßt, bloß weil sie ohne es nicht existierten. [...] Zu kompliziert und voller Eigenleben, kann er nicht wirklich verstanden und beherrscht werden.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan)

[25.] Chk/Fragment 081 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-28 18:14:09 Guckar
Chk, Fragment, Gesichtet, MSZ 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 9-12, 15-21
Quelle: MSZ 1985
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Die von Politikern gern vorgebrachte Beweisführung, daß der Einsatz von Informationstechnik zwar im ersten Schritt Arbeiter und Angestellte arbeitslos mache, mit Informations- und Kommunikationstechnik aber ein Wachstumsmarkt entstehe, der zukünftig neue Arbeitsplätze schaffe, gleicht insofern eher einer Milchmädchenrechnung: Es handelt sich bei solcher Nachfrage nicht nur um ganz andere Berufe, sondern es werden auch nicht an der einen Stelle Lohnkosten gespart, um sie dann an anderer Stelle zu zahlen. [...] Die zweite Konsequenz von Rationalisierungsmaßnahmen besteht darin, die verbleibende Arbeit zu intensivieren; dank der durch den Technikeinsatz erleichterten Arbeit wird der verkleinerten Belegschaft in derselben Zeit mehr Leistung abverlangt. Auch verschwindet mit der alten Arbeitsteilung manche technische Notwendigkeit der Kooperation, und den Unternehmen eröffnen sich neue Freiheiten, Zeit und Ort der Arbeit rentabler zu gestalten. Die Beweisführung, daß, was vom Computer an Arbeit verdrängt wird, auch durch ihn wieder Arbeit erhalte, ist eine apologetische Milchmädchenrechnung: Es handelt sich bei solcher Nachfrage nicht nur um ganz andere Berufe, sondern es werden auch nicht an der einen Stelle Lohnkosten gespart, um sie als Teil der Maschinenkosten an anderer Stelle zu zahlen.

[...] Wenn die Maschine die Arbeit erleichtert, so erlaubt sie auch deren intensivere Verausgabung, ja dient als Mittel, diese zu erzwingen. Mit der alten Arbeitsteilung verschwindet manche technische Notwendigkeit der Kooperation, und dem Kapital eröffnen sich neue Freiheiten, Zeit und Ort der Arbeit nach seinen eigenen Bedürfnissen zu gestalten.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

(Seiten- und Zeilenangaben erfolgen gemäß der Druckausgabe von Chk.)

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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