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Quelle:Ckr/Cengiz 2006

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Cani Cengiz
Titel    Morphometrische Analyse der retinalen Ganglienzellen in der menschlichen Netzhaut
Ort    Münster
Jahr    2006
Anmerkung    Inaugural-Dissertation zur Erlangung des doctor medicinae der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Man beachte, dass die Quelle im Literaturverzeichnis mit "Gengiz (2006)" sowie im Text mit "Gengiz (2008)" angegeben ist.
URL    http://miami.uni-muenster.de/Record/ebe32608-caba-4e19-88e7-502bc191f97b

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    47


Fragmente der Quelle:
[1.] Ckr/Fragment 004 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 14:36:38 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 1-11
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 1, Zeilen: 19-30
Bei den Bipolarzellen unterscheidet man die ON-Zellen, die mit einer Depolarisation Aktionspotentiale in den nachgeschalteten Ganglienzellen lösen und die OFF-Zellen, welche mit einer Hyperpolarisation die nachgeschalteten Ganglienzellen hemmen (Werblin and Dowling, 1969; Werblin, 1991). Die Amakrine-Zellen stellen synaptische Querverbindungen zwischen den Bipolarzellen dar. Die Axone der Ganglienzellen laufen am Sehnervenkopf zusammen und bilden die Sehnerven. An der Sehbahn-Kreuzung kreuzen sich nur die nasalen Axone. Dagegen verlaufen die temporalen Axone beider Augen ungekreuzt, so dass jede Hirnhälfte Informationen der entsprechenden Augenhälften und damit aus dem gegenüberliegenden Gesichtsfeldbereich erhält. Nach der Sehbahn-Kreuzung projizieren die meisten Axone der Ganglienzellen zum Corpus geniculatum laterale (CGL) (Perry et al., 1984; Lennie et al., 1990). Bei den Bipolarzellen unterscheidet man die ON-Zellen, die mit einer Depolarisation Aktionspotentiale in den nachgeschalteten Ganglienzellen lösen und die OFF-Zellen, welche mit einer Hyperpolarisation die nachgeschalteten Ganglienzellen hemmen (Werblin and Dowling, 1969; Werblin, 1991). Die Amakrine-Zellen stellen synaptische Querverbindungen zwischen den Bipolarzellen dar. Die Axone der Ganglienzellen laufen am Sehnervenkopf zusammen und bilden die Sehnerven. An der Sehbahn-Kreuzung kreuzen sich nur die nasalen Axone. Dagegen verlaufen die temporalen Axone beider Augen ungekreuzt, so dass jede Hirnhälfte Informationen der entsprechenden Augenhälften und damit aus dem gegenüberliegenden Gesichtsfeldbereich erhält. Nach der Sehbahn-Kreuzung projizieren die meisten Axone der Ganglienzellen zum Corpus geniculatum laterale (CGL) (Perry et al., 1984; Lennie et al., 1990).
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Ckr/Fragment 005 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 18:14:18 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 7-33
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 2, 4, Zeilen: 2: 1-13, 4: 1-19
Die Schichten 1, 4 und 6 bekommen ihre Informationen aus dem kontralateralen Auge, die Schichten 2, 3 und 5 aus dem ipsilateralen Auge. Man unterscheidet drei Zellgruppen in diesen Schichten: 1.) Magnozelluläre Zellen in Schicht 5 und 6, die ihre Informationen von den Parasolzellen der Netzhaut erhalten; 2.) Parvozelluläre Zellen in den Schichten 1 bis 4, deren Eingangssignale von den Midgetzellen der Netzhaut stammen; 3.) Koniozelluläre Zellen, die sich zwischen den einzelnen Schichten und über die sechste Schicht des CGL befinden. Innerhalb der Schichten erhalten die benachbarten Neurone des CGL ihre Informationen von benachbarten Ganglienzellen der Netzhaut (Retinotopie). Die Axone der Zellen des CGL leiten schließlich die Sehinformation in die entsprechenden Schichten des primären Sehkortex (Kolb and Wishaw, 1997; Dudel et al., 1996).

1.4 Retinale Ganglienzellen und ihre Klassifizierung

In der Primaten-Retina wurden mehrere Ganglienzellklassen aufgrund ihrer anatomischen und physiologischen Eigenschaften unterschieden (Rodieck, 1988; Kaplan et al., 1990). Die erste morphologische Beschreibung der menschlichen retinalen Ganglienzellen erfolgte durch Dogiel (1891). Er erkannte an den Verzweigungsebenen und an der Dendritenbaumgröße drei Typen von Ganglienzellen: Die der Klasse I (Wide-field-Zellen) verzweigen sich mit ihren großflächig gestreckten Dendriten innerhalb der inneren plexiformen Schicht. Ganglienzellen der Klasse II (Parasolzellen) verzweigen sich ebenfalls großflächig mit ihren Dendriten im tieferen Teil der inneren plexiformen Schicht. Die Zellen der Klasse III (Midgetzellen) sind klein und haben dicht verzweigte Dendriten. Zwei Jahre später wies Cajál (1893) nach intensiver Forschung auf die große morphologische Mannigfaltigkeit der retinalen Ganglienzellen bei Wirbeltieren hin. Polyak (1941) unterschied in Affen-Retinae sechs Klassen von Ganglienzellen, die im englischen Sprachgebrauch als midget, shrumb, small diffuse, garland, giant und displaced bezeichnet wurden. Kolb et al. (1992) unterschieden aufgrund der Zellkörpergröße, der Dendritenbaummorphologie, der Verzweigungstiefe und anhand des Verzwei-[gungsmusters 24 verschiedene Ganglienzelltypen in Menschen-Retinae.]

[Seite 2]

Die Schichten 1,4 und 6 bekommen ihre Informationen aus dem kontralateralen Auge, die Schichten 2,3 und 5 aus dem ipsilateralen Auge.

Man unterscheidet drei Zellgruppen in diesen Schichten:

1. Magnozelluläre Zellen in Schicht 5 und 6, die ihre Informationen von den Parasolzellen der Netzhaut erhalten.

2. Parvozelluläre Zellen in den Schichten 1 bis 4, deren Eingangssignale von den Midgetzellen der Netzhaut stammen.

3. Koniozelluläre Zellen, die sich zwischen den einzelnen Schichten und über Schicht 6 des CGL befinden.

Innerhalb der Schichten erhalten die benachbarten Neurone des CGL ihre Informationen von benachbarten Ganglienzellen der Netzhaut (Retinotopie). Die Axone der Zellen des CGL leiten schließlich die Sehinformation in die entsprechenden Schichten des primären Sehkortex (Kolb u. Wishaw, 1997; Dudel et al., 1996).

[Seite 4]

1.3 Retinale Ganglienzellen

In der Primaten-Retina wurden mehrere Ganglienzellklassen aufgrund ihrer anatomischen und physiologischen Eigenschaften unterschieden (Rodieck, 1988; Kaplan et al., 1990). Die erste morphologische Beschreibung der menschlichen retinalen Ganglienzellen erfolgte durch Dogiel (1891). Er erkannte an den Verzweigungsebenen und an der Dendritenbaumgröße drei Typen von Ganglienzellen: Die der Klasse I (Wide-field-Zellen) verzweigen sich mit ihren großflächig gestreckten Dendriten innerhalb der inneren plexiformen Schicht.

Ganglienzellen der Klasse II (Parasolzellen) verzweigen sich ebenfalls großflächig mit ihren Dendriten im tieferen Teil der inneren plexiformen Schicht. Die Zellen der Klasse III (Midgetzellen) sind klein und haben dicht verzweigte Dendriten.

Zwei Jahre später wies Cajál (1893) nach intensiver Forschung auf die große morphologische Mannigfaltigkeit der retinalen Ganglienzellen bei Wirbeltieren hin.

Polyak (1941) unterschied in Affen-Retinae sechs Klassen von Ganglienzellen, die im englischen Sprachgebrauch als midget, shrumb, small diffuse, garland, giant und displaced bezeichnet wurden.

Kolb et al. (1992) unterschieden aufgrund der Zellkörpergröße, der Dendritenbaummorphologie, der Verzweigungstiefe und anhand des Verzweigungsmusters 24 verschiedene Ganglienzelltypen in Menschen-Retinae.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[3.] Ckr/Fragment 006 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 18:44:56 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 4, 5, Zeilen: 4: 17-33 - 5: 1ff
[Kolb et al. (1992) unterschieden aufgrund der Zellkörpergröße, der Dendritenbaummorphologie, der Verzweigungstiefe und anhand des Verzwei]gungsmusters 24 verschiedene Ganglienzelltypen in Menschen-Retinae. Ghosh et al. (1996) unterschieden bei den Neu-Weltaffen, den Marmoset Callithrix jacchus, Ganglienzellen der Gruppen A (Parasolzellen), B (Midgetzellen) und C (kleine bistratifizierte Ganglienzellen oder heterogene Gruppen). Für drei Hauptklassen von Ganglienzellen, die in Affen-Retinae differenziert wurden, hat man die entsprechenden homologen Ganglienzellen in Menschen-Retinae gefunden. Diese sind die Midgetzellen, die Parasolzellen und die Wide-field-Zellen bzw. W-Zellen oder koniozelluläre Zellen (Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Dacey, 1993b; Dacey and Lee, 1994; Peterson and Dacey, 1998 und 1999).

Die morphologische, physiologische und zentrale Projektion der Parasolzellen, Midgetzellen, Wide-field-Zellen und einer weiteren Klasse von Ganglienzellen (der kleinen bistratifizierten Ganglienzellen) sind besonders in den letzten zehn Jahren weiter untersucht worden (Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Rodieck and Watanabe, 1993; Dacey, 1993b; Dacey and Lee 1994; Silveira et al., 1994; Yamada et al., 1996; Ghosh et al., 1996; Peterson and Dacey, 1998 und 1999).

Diese Zelltypen bilden in der retino-geniculo-corticalen und retinotectalen Bahn voneinander unabhängige Informationskanäle. Unter den Säugetieren wurden vor allem die Retinae von Katzen eingehend erforscht. Dabei gelangte man zur Unterscheidung in drei anatomisch und funktionell verschiedenen Typen von Ganglienzellen (der lateinische Buchstabe gibt die physiologische, der griechische die morphologische Klassifizierung an): Y-Zellen (Parasolzellen, α-Zellen), X-Zellen (Midgetzellen, β-Zellen) und W-Zellen (Wide-field-Zellen). Die Haupttypen retinaler Ganglienzellen der Katze findet man in anderen Säugerspezies wieder, allerdings gibt es auch aufschlussreiche Unterschiede. Die morphologischen und physiologischen Eigenschaften dieser Zellen und ihre zentrale Projektion zeigen viele Gemeinsamkeiten mit den Ganglienzellen in Affen-Retinae (Boycott and Wässle, 1991; Bunt et al., 1975; Lennie, 1980; Leventhal et al., 1981; Peichl and Wässle, 1981; Rodieck and Brening, 1983; Peichl, 1989; Perry and Cowey, 1981 und 1985; Perry et al., 1984; Schall et al., 1986; Silveira et al., 1994).

1.5 Hauptklassen von retinalen Ganglienzellen

1.5.1 Kodierung von Farbe durch Midgetzellen

In der Primaten-Retina bilden die Midgetzellen (Zwergzellen) mit ca. 80 % die größte Population der retinalen Ganglienzellen (Perry et al., 1984; Rodieck, 1988; Kaplan et [al., 1990; Lee, 1996).]

Kolb et al. (1992) unterschieden aufgrund der Zellkörpergröße, der Dendritenbaummorphologie, der Verzweigungstiefe und anhand des Verzweigungsmusters 24 verschiedene Ganglienzelltypen in Menschen-Retinae.

Ghosh et al. (1996) unterschieden bei den Neu-Weltaffen, den Marmoset Callithrix jacchus, Ganglienzellen der Gruppen A (Parasolzellen), B (Midgetzellen) und C (kleine bistratifizierte Ganglienzellen oder heterogene Gruppen).

Für drei Hauptklassen von Ganglienzellen, die in Affen-Retinae differenziert wurden, hat man die entsprechenden homologen Ganglienzellen in Menschen-Retinae gefunden. Diese sind die Midgetzellen, die Parasolzellen und die Wide-field-Zellen bzw. W-Zellen oder koniozelluläre Zellen (Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Dacey, 1993b; Dacey and Lee, 1994; Peterson and Dacey, 1998 und 1999).

Die morphologische, physiologische und zentrale Projektion der Parasolzellen, Midgetzellen, Wide-field-Zellen und einer weiteren Klasse von Ganglienzellen (der kleinen bistratifizierten Ganglienzellen) sind besonders in den letzten zehn Jahren weiter untersucht worden (Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Rodieck and Watanabe, 1993; Dacey, 1993b; Dacey and Lee 1994; Silveira et al., 1994; Yamada et al., 1996; Ghosh et al., 1996; Peterson and Dacey, 1998 und 1999).

[Seite 5]

Diese Zelltypen bilden in der retino-geniculo-corticalen und retinotectalen Bahn voneinander unabhängige Informationskanäle.

Unter den Säugetieren wurden vor allem die Retinae von Katzen eingehend erforscht. Dabei gelangte man zur Unterscheidung in drei anatomisch und funktionell verschiedenen Typen von Ganglienzellen (der lateinische Buchstabe gibt die physiologische, der griechische die morphologische Klassifizierung an): Y-Zellen (Parasolzellen, α-Zellen), X-Zellen (Midgetzellen, β-Zellen) und W-Zellen (γ-Zellen).

Die Haupttypen retinaler Ganglienzellen der Katze findet man in anderen Säugerspezies wieder, allerdings gibt es auch aufschlussreiche Unterschiede. Die morphologischen und physiologischen Eigenschaften dieser Zellen und ihre zentrale Projektion zeigen viele Gemeinsamkeiten mit den Ganglienzellen in Affen-Retinae (Boycott and Wässle, 1974; Bunt et al., 1975; Lennie, 1980; Leventhal et al., 1981; Peichl and Wässle, 1981; Rodieck and Brening, 1983; Peichl, 1989; Perry and Cowey, 1981 und 1985; Perry et al., 1984; Schall et al., 1986; Silveira et al., 1994).

1.4 Hauptklassen der retinalen Ganglienzellen

1.4.1 Midgetzellen

In der Primaten-Retina bilden die Midgetzellen (Zwergzellen) mit ca. 80 % die größte Population der retinalen Ganglienzellen (Perry et al., 1984; Rodieck, 1988; Kaplan et al., 1990; Lee, 1996).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Schumann

[4.] Ckr/Fragment 007 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 18:45:07 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: 17 ff. - 6: 1 ff.
[In der Primaten-Retina bilden die Midgetzellen (Zwergzellen) mit ca. 80 % die größte Population der retinalen Ganglienzellen (Perry et al., 1984; Rodieck, 1988; Kaplan et] al., 1990; Lee, 1996). Die Midgetzellen haben einen kleinen bis mittelgroßen Zellkörper und einen primären Dendriten. Sie bilden die kleinsten Dendritenbäume in jeglicher retinaler Lokalisation (Polyak, 1941; Leventhal et al., 1981; Perry et al., 1984; Rodieck et al., 1985; Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Silveira et al., 1994). Der Dendritenbaum geht von einem einzigen primären Dendriten aus. In der zentralen Netzhaut hat der Dendritenbaum einen Durchmesser von 5 bis 10 μm (Dacey, 1993b) bzw. von 5 bis 20 μm (Kolb et al., 1992). Im Gegensatz hierzu wurden bei Rodieck alle retinalen Ganglienzellen mit einem Dendritenbaumdurchmesser bis 100 μm ohne Rücksicht auf ihre Morphologie als Midgetzellen klassifiziert (Rodieck et al., 1985). Da die Midgetzellen sich in den Schichten der IPL unterschiedlich verzweigen, wurden sie in zwei Untergruppen unterteilt (Polyak, 1941; Perry et al., 1984; Watanabe and Rodieck, 1989): Eine Untergruppe verzweigt sich in der inneren, die andere in der äußeren Hälfte der IPL. Sie entsprechen wahrscheinlich ON- und OFF-Center-Zellklassen (Famiglietti and Kolb, 1976). Nach ihrer Verzweigungstiefe in Sublamina a oder b der IPL wurden sie auch P1a-oder P1b-Typen genannt. P1a-Midgetzellen haben Dendriten, die bis zur ersten und zweiten Schicht der IPL reichen. P1b-Midgetzellen haben verzweigte Dendriten im Bereich der Ganglienzellschicht, nämlich in der fünften Schicht der IPL (Kolb and DeKorver, 1991). Nach der Entfernung der proximalen Verzweigungsstelle des primären Dendritens vom Zellkörper und ihrer Verzweigungstiefe in der IPL wurden sie auch als innere bzw. äußere Midgetzellen bezeichnet. Die proximale Verzweigungsstelle der inneren Midgetzellen liegt 2-5 μm vom Zellkörper entfernt, die der äußeren Midgetzellen 7-10 μm vom Zellkörper in der IPL. Innere Midgetzellen haben einen größeren Dendritenbaum und einen größeren Zellkörper als äußere Midgetzellen (Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b). Dieser Größenunterschied wurde sowohl bei Midgetzellen als auch bei Parasolzellen als ON- und OFF-Asymmetrie bekannt.

Jede Midgetzelle in der Nähe der Fovea erhält ihre Hauptinformation von einer Midget-Bipolarzelle, die ihrerseits mit einer einzigen Zapfenzelle in Kontakt steht (Polyak, 1941; Boycott and Dowling, 1969; Kolb, 1970; Kolb and DeKorver, 1991; Calkins et al., 1994). Diese private Leitung wurde durch elektromikroskopische Rekonstruktionen bestätigt (Kolb and DeKorver, 1991; Calkins et al., 1992). Die Midgetzellen gehören zu der physiologischen Ganglienzellklasse, welche als farbopponente Ganglienzellen identifiziert wurden (Shapley and Perry, 1986; Kaplan et al., 1990). Sie bilden mit ihren eigenen spezifischen Bipolarzellen die Basis für den Rot-Grün-Farbkanal. Der kleine Dendritenbaum der Midgetzellen korreliert mit einem kleinen rezeptiven Feld und zeigt [somit gute Ortsauflösung, aber schlechte Bewegungsdetektion (De Monasterio and Gouras, 1975).]

In der Primaten-Retina bilden die Midgetzellen (Zwergzellen) mit ca. 80 % die größte Population der retinalen Ganglienzellen (Perry et al., 1984; Rodieck, 1988; Kaplan et al., 1990; Lee, 1996). Die Midgetzellen haben einen kleinen bis mittelgroßen Zellkörper und einen primären Dendriten. Sie bilden die kleinsten Dendritenbäume in jeglicher retinaler Lokalisation (Polyak, 1941; Leventhal et al., 1981; Perry et al., 1984; Rodieck et al., 1985; Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Silveira et al., 1994). Der Dendritenbaum geht von einem einzigen primären Dendriten aus. In der zentralen Netzhaut hat der Dendritenbaum einen Durchmesser von 5 bis 10 μm (Dacey, 1993b) bzw. von 5 bis 20 μm (Kolb et al., 1992). Im Gegensatz hierzu wurden bei Rodieck alle retinalen Ganglienzellen mit einem Dendritenbaumdurchmesser bis 100 μm ohne Rücksicht auf ihre Morphologie als Midgetzellen klassifiziert (Rodieck et al., 1985). Da die Midgetzellen sich in den Schichten der IPL unterschiedlich verzweigen, wurden sie in zwei Untergruppen unterteilt (Polyak, 1941; Perry et al., 1984; Watanabe and Rodieck, 1989): Eine Untergruppe verzweigt sich in der inneren, die andere in der

[Seite 6]

äußeren Hälfte der IPL. Sie entsprechen wahrscheinlich ON- und OFF-Center- Zellklassen (Famiglietti and Kolb, 1976). Nach ihrer Verzweigungstiefe in Sublamina a oder b der IPL wurden sie auch P1a- oder P1b-Typen genannt. P1a-Midgetzellen haben Dendriten, die bis zur ersten und zweiten Schicht der IPL reichen. P1b-Midgetzellen haben verzweigte Dendriten im Bereich der Ganglienzellschicht, nämlich in der fünften Schicht der IPL (Kolb and DeKorver, 1991). Nach der Entfernung der proximalen Verzweigungsstelle des primären Dendritens vom Zellkörper und ihrer Verzweigungstiefe in der IPL wurden sie auch als innere bzw. äußere Midgetzellen bezeichnet. Die proximale Verzweigungsstelle der inneren Midgetzellen liegt 2-5 μm vom Zellkörper entfernt, die der äußeren Midgetzellen 7-10 μm vom Zellkörper in der IPL. Innere Midgetzellen haben einen größeren Dendritenbaum und einen größeren Zellkörper als äußere Midgetzellen (Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b). Dieser Größenunterschied wurde sowohl bei Midgetzellen als auch bei Parasolzellen als ON- und OFF-Asymmetrie bekannt. Jede Midgetzelle in der Nähe der Fovea erhält ihre Hauptinformation von einer Midget- Bipolarzelle, die ihrerseits mit einer einzigen Zapfenzelle in Kontakt steht (Polyak, 1941; Boycott and Dowling, 1969; Kolb, 1970; Kolb and DeKorver, 1991; Calkins et al., 1994). Diese private Leitung wurde durch elektromikroskopische Rekonstruktionen bestätigt (Kolb and DeKorver, 1991; Calkins et al., 1992). Die Midgetzellen gehören zu der physiologischen Ganglienzellklasse, welche als farbopponente Ganglienzellen identifiziert wurden (Shapley and Perry, 1986; Kaplan et al., 1990). Sie bilden mit ihren eigenen spezifischen Bipolarzellen die Basis für den Rot-Grün-Farbkanal. Der kleine Dendritenbaum der Midgetzellen korreliert mit einem kleinen rezeptiven Feld und zeigt somit gute Ortsauflösung, aber schlechte Bewegungsdetektion (De Monasterio and Gouras, 1975).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Wenig Bemühen um eigene Formulierungen erkennbar.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[5.] Ckr/Fragment 008 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 18:58:12 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: 22-32 - 7: 1ff
[Der kleine Dendritenbaum der Midgetzellen korreliert mit einem kleinen rezeptiven Feld und zeigt] somit gute Ortsauflösung, aber schlechte Bewegungsdetektion (De Monasterio and Gouras, 1975). Ihr Axon hat ein feines Kaliber und ist ab der Papilla nervi optici schwach myelinisiert und damit langsamer leitend. In ihren Zielgebieten zeigen sie ein umschriebenes axonales Endigungsfeld. Die Midgetzellen zeigen ein tonisches Antwortverhalten. Die Midgetzell-Axone projizieren hauptsächlich zur parvozellulären Schicht des Nucleus geniculate laterale dorsale und zum Pulvinar (Leventhal et al., 1981; Perry et al., 1984; Cowey et al., 1994). Hier wurden besonders Zellen mit kleinen, farbopponenten-rezeptiven Feldern aufgezeichnet (Wiesel and Hubel, 1966; Creutzfeldt et al., 1979; Derrington et al., 1984; Lennie and D`Zmura, 1988).

Schädigungen, die sich auf die parvozellulären Schichten des CGL oder direkt auf die Zerstörung der Zellen beschränken, die zu dieser Region projizieren, umfassen somit das Farbensehen, die zentrale Sehschärfe und die Leitung hoher räumlicher und niedriger zeitlicher Signalfrequenzen (Merigan and Eskin, 1986; Merigan, 1989; Schiller et al., 1990; Merigan et al., 1991; Lynch et al., 1992). Die Midgetzell-Population ist hauptsächlich für das räumliche Auflösungsvermögen über das visuelle Feld und für das Farbensehen zuständig (Shapley and Perry, 1986; Lennie et al., 1991). Mit zunehmender zentraler Entfernung werden die Dendritenbäume der Midgetzellen größer (Dacey, 1993b). Jedoch wurde in bisherigen Studien erwähnt, dass auch große, den Midgetzellen ähnliche Zellen in der zentralen Retina vorkommen (Kolb et al., 1992). Diese können eine anatomisch und funktionell verschiedene Gruppe von Ganglienzellen darstellen, die in die parvozellulären Schichten projizieren (Dacey, 1993b).

Einige dieser großen, den Midgetzellen ähnlichen Zellen mit einem Dendritenbaumdurchmesser von 180 bis 225 μm können die kleinen Parasolzellen überlappen, die in der Peripherie der temporalen, inferioren und superioren Retina vorkommen, wo die Zelldichte am niedrigsten ist. Die unterschiedliche Größe der Dendritenbäume hängt von den Verzweigungsmustern ab. Die großen Midgetzellen besitzen Dendritenbäume mit geringer Verzweigung. Im Gegensatz dazu tragen die kleinen Midgetzellen einen dichten, büschelförmig verzweigten Dendritenbaum. Diese Variation der Dendritenbäume ist eine angeborene Eigenschaft der menschlichen Midgetzellen (Dacey, 1993a). Die Komplexität der Dendritenbäume nimmt dadurch zu, dass sie weitere Grade von Verzweigungen zeigen, die wiederum innerhalb der Dendritenbäume dichte Verzweigungsareale (Clusters) bilden. Diese Dendriten-Cluster scheinen für alle nicht-fovealen Midgetzellen charakteristisch zu sein. Besonders bei ON-Midgetzellen, die einen Dendritenbaum aus mehreren primären Dendriten bilden und eine unregelmäßige Anordnung [am Zellkörper zeigen, wurden solche Dendritenclusters beschrieben (Dacey, 1993b).]

Der kleine Dendritenbaum der Midgetzellen korreliert mit einem kleinen rezeptiven Feld und zeigt somit gute Ortsauflösung, aber schlechte Bewegungsdetektion (De Monasterio and Gouras, 1975). Ihr Axon hat ein feines Kaliber und ist ab der Papilla nervi optici schwach myelinisiert und damit langsamer leitend. In ihren Zielgebieten zeigen sie ein umschriebenes axonales Endigungsfeld. Die Midgetzellen zeigen ein tonisches Antwortverhalten. Die Midgetzell-Axone projizieren hauptsächlich zur parvozellulären Schicht des Nucleus geniculate laterale dorsale und zum Pulvinar (Leventhal et al., 1981; Perry et al., 1984; Cowey et al., 1994). Hier wurden besonders Zellen mit kleinen, farbopponenten-rezeptiven Feldern aufgezeichnet (Wiesel and Hubel, 1966; Creutzfeldt et al., 1979; Derrington et al., 1984; Lennie and D`Zmura, 1988).

[Seite 7]

Schädigungen, die sich auf die parvozellulären Schichten des CGL oder direkt auf die Zerstörung der Zellen beschränken, die zu dieser Region projizieren, umfassen somit das Farbensehen, die zentrale Sehschärfe und die Leitung hoher räumlicher und niedriger zeitlicher Signalfrequenzen (Merigan and Eskin, 1986; Merigan, 1989; Schiller et al., 1990; Merigan et al., 1991; Lynch et al., 1992). Die Midgetzell- Population ist hauptsächlich für das räumliche Auflösungsvermögen über das visuelle Feld und für das Farbensehen zuständig (Shapley and Perry, 1986; Lennie et al., 1991). Mit zunehmender zentraler Entfernung werden die Dendritenbäume der Midgetzellen größer (Dacey, 1993b). Jedoch wurde in bisherigen Studien erwähnt, dass auch große, den Midgetzellen ähnliche Zellen in der zentralen Retina vorkommen (Kolb et al., 1992). Diese können eine anatomisch und funktionell verschiedene Gruppe von Ganglienzellen darstellen, die in die parvozellulären Schichten projizieren (Dacey, 1993b).

Einige dieser großen, den Midgetzellen ähnlichen Zellen mit einem Dendritenbaumdurchmesser von 180 bis 225 μm können die kleinen Parasolzellen überlappen. Die größten Midgetzellen kommen in der Peripherie des temporalen, inferioren und superioren Retina-Quadranten vor, wo die Zelldichte am niedrigsten ist. Die unterschiedliche Größe der Dendritenbäume hängt von den Verzweigungsmustern ab. Die großen Midgetzellen besitzen Dendritenbäume mit geringer Verzweigung. Im Gegensatz dazu tragen die kleinen Midgetzellen einen dichten, büschelförmig verzweigten Dendritenbaum. Diese Variation der Dendritenbäume ist eine angeborene Eigenschaft der menschlichen Midgetzellen (Dacey, 1993a). Die Komplexität der Dendritenbäume nimmt dadurch zu, dass sie weitere Grade von Verzweigungen zeigen, die wiederum innerhalb der Dendritenbäume dichte Verzweigungsareale (Clusters) bilden. Diese Dendritencluster scheinen für alle nicht-fovealen Midgetzellen charakteristisch zu sein.

Besonders bei ON-Midgetzellen, die einen Dendritenbaum aus mehreren primären Dendriten bilden und eine unregelmäßige Anordnung am Zellkörper zeigen, wurden solche Dendritenclusters beschrieben (Dacey, 1993b).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[6.] Ckr/Fragment 009 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 22:52:17 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 7, 8, 9, Zeilen: 7: 27-33 - 8: 1ff (kpl) - 9: 1
[Besonders bei ON-Midgetzellen, die einen Dendritenbaum aus mehreren primären Dendriten bilden und eine unregelmäßige Anordnung] am Zellkörper zeigen, wurden solche Dendritenclusters beschrieben (Dacey, 1993b). Die Dendritenbäume peripherer Midget-Ganglienzellen haben somit oft sehr unregelmäßige Formen. In Modellrechnungen konnte gezeigt werden, dass diese Unregelmäßigkeiten einer spezifischen Auswahl von M- oder L-Rezeptoren entsprechen könnten (Martin et al., 2001).

Außerhalb der parafovealen Region bekommen die Midgetzellen Informationen nicht nur von einem einzigen Zapfen, wie in der Nähe der Fovea, sondern von mehreren Rot-Grün-Zapfen (Dacey, 1993b). Sie sind somit wie die Parasolzellen nicht farbopponent und haben auch entsprechend ähnliche physiologische Funktionen. Andererseits wurde berichtet, dass die Eigenschaften von peripheren Rot-Grün-Zellen denen von zentralen Rot-Grün-Zellen sehr ähnlich sind. Der Verlust der Farbempfindlichkeit im peripheren Gesichtsfeld muss also einen kortikalen Ursprung haben, d. h. durch die weitere Verarbeitung im Gehirn zustande kommen (Martin et al., 2001). Synonyme für Midgetzellen sind P1-, b-Zellen (Leventhal et al., 1981), β-Zellen (Boycott and Wässle, 1974), Pβ-Zellen (Perry and Cowey, 1981), Typ-III- und X-Zellen.

1.5.2 Raum-, Kontrast und Bewegung kodierender Parasolzellen

Die Parasolzellen (Schirmzellen) bilden eine sehr heterogene Gruppe von Ganglienzellen mit vielen Untergruppen. Sie besitzen ein breitflächiges Dendritenfeld, das sich nah im Zentrum der inneren plexiformen Schicht verzweigt (Dogiel, 1989; Rodieck, 1973; Leventhal et al., 1981; Boycott and Wässle, 1991; Dacey and Petersen, 1992). Sie bilden unterschiedlich große konzentrische, elliptische oder asymmetrische bzw. lobuläre Dendritenbäume aus zwei oder mehreren dicken primären Dendriten (Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992; Ghosh et al., 1996). Parasolzellen mit asymmetrischen Dendritenbäumen findet man hauptsächlich in der peripheren Retina. Sowohl die Zellkörper als auch die Dendritenbäume der Parasolzellen und der Midgetzellen werden mit zunehmender zentraler Entfernung größer (Perry et al., 1984; Rodieck et al., 1985; Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Ghosh et al., 1996). In den vorliegenden Studien werden die kleinen und großen Parasolzellen nicht einheitlich gehandhabt. Die kleinsten zentralen Parasolzellen, nämlich die bei Kolb erwähnten P2-Ganglienzellen, wurden wegen ihrer Dendritenbaumgröße als Midgetzellen betrachtet. Die P2-Zellen lassen sich in der zentralen Retina infolge des Dendritenbaumdurchmessers von 10 bis 100 μm nur schwer von P1-Zellen (Midgetzellen) unterscheiden. Wegen ihrer kleinen Dendritenbäume wurden sie von den meisten Forscher zu den Midgetzel-[len gezählt (Rodieck et al., 1985; Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992).]

Besonders bei ON-Midgetzellen, die einen Dendritenbaum aus mehreren primären Dendriten bilden und eine unregelmäßige Anordnung am Zellkörper zeigen, wurden solche Dendritenclusters beschrieben (Dacey, 1993b).

Die Dendritenbäume peripherer Midget-Ganglienzellen haben somit oft sehr unregelmäßige Formen. In Modellrechnungen konnte gezeigt werden, dass diese Unregelmäßigkeiten einer spezifischen Auswahl von M- oder L-Rezeptoren entsprechen könnten (Martin et al., 2001).

[Seite 8]

Außerhalb der parafovealen Region bekommen die Midgetzellen Informationen nicht nur von einem einzigen Zapfen, wie in der Nähe der Fovea, sondern von mehreren Rot- Grün-Zapfen (Dacey, 1993b). Sie sind somit wie die Parasolzellen nicht farbopponent und haben auch entsprechend ähnliche physiologische Funktionen. Andererseits wurde berichtet, dass die Eigenschaften von peripheren Rot-Grün-Zellen denen von zentralen Rot-Grün-Zellen sehr ähnlich sind. Der Verlust der Farbempfindlichkeit im peripheren Gesichtsfeld muss also einen kortikalen Ursprung haben, d.h. durch die weitere Verarbeitung im Gehirn zustande kommen (Martin et al., 2001). Synonyme für Midgetzellen sind P1-, B-Zellen (Leventhal et al., 1981), beta-Zellen (Boycott and Wässle, 1974), Pβ-Zellen (Perry and Cowey, 1981), Typ-III- und X-Zellen.

1.4.2 Parasolzellen

Die Parasolzellen (Schirmzellen) bilden eine sehr heterogene Gruppe von Ganglienzellen mit vielen Untergruppen. Sie besitzen ein breitflächiges Dendritenfeld, das sich nah im Zentrum der inneren plexiformen Schicht verzweigt (Dogiel, 1989; Rodieck, 1973; Leventhal et al., 1981; Boycott and Wässle, 1991; Dacey and Petersen, 1992). Sie bilden unterschiedlich große konzentrische, elliptische oder asymmetrische bzw. lobuläre Dendritenbäume aus zwei oder mehreren dicken primären Dendriten (Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992; Ghosh et al., 1996). Parasolzellen mit asymmetrischen Dendritenbäumen findet man hauptsächlich in der peripheren Retina. Sowohl die Zellkörper als auch die Dendritenbäume der Parasolzellen und der Midgetzellen werden mit zunehmender zentraler Entfernung größer (Perry et al., 1984; Rodieck et al., 1985; Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Ghosh et al., 1996). In den vorliegenden Studien werden die kleinen und großen Parasolzellen nicht einheitlich gehandhabt: Die kleinsten zentralen Parasolzellen, nämlich die bei Kolb erwähnten P2-Ganglienzellen, wurden wegen ihrer Dendritenbaumgröße als Midgetzellen betrachtet. Die P2-Zellen lassen sich in der zentralen Retina infolge des Dendritenbaumdurchmessers von 10 bis 100 μm nur schwer von P1-Zellen (Midgetzellen) unterscheiden. Wegen ihrer kleinen Dendritenbäume wurden sie von den meisten Forscher zu den Midgetzellen gezählt (Rodieck et al., 1985; Kolb et al., 1992;

[Seite 9]

Dacey and Petersen, 1992).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[7.] Ckr/Fragment 010 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 22:53:13 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 8, 9, 10, Zeilen: 8: 30-31 - 9: 1ff (kpl) - 10: 1-2
[Wegen ihrer kleinen Dendritenbäume wurden sie von den meisten Forscher zu den Midgetzel]len gezählt (Rodieck et al., 1985; Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992). Dagegen wurden sie bei Polyak als kleine zentrale Parasolzellen betrachtet. Der Name „Parasolzelle“ wurde ebenfalls von Polyak eingeführt weswegen diese Ganglienzellen infolge der horizontalen Verzweigungsmuster wie ein „chinesischer Schirm“ genannt wurden (Polyak, 1941). Die P2-Ganglienzellen kommen in zwei Formen vor: P2a-Zellen verzweigen sich in Schicht 2 der IPL (OFF-Center-Zellen) und P2b-Zellen verzweigen sich breitflächig in Schicht 3 und 4 der IPL (ON-Center-Zellen). Wegen ihrer unterschiedlichen Verzweigungstiefe in den Schichten der IPL und der physiologischen und physikalischen Informationsverarbeitung unterteilt man auch die menschlichen Parasolzellen – je nach ihrem Reaktionsverhalten auf Beleuchtung – in ON- und OFF-Center-Zellen (Watanabe and Rodieck, 1989; Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Dacey and Lee, 1994).

Die fovealen und die peripheren M-Zellen wurden als die klassischen Parasolzellen betrachtet. Im Vergleich zu den benachbarten P1- und P2-Zellen besitzen sie größere Zellkörper und Dendritenbäume mit gröberen Varikositäten und dornigen Anhängseln (Spines). Unter die M-Zellen fallen wahrscheinlich auch die größeren Parasolzellen oder Polyaks Riesenzellen („giant-cells“) (Silveira and Perry, 1991; Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992). Diese besitzen vier- oder fünfeckige Zellkörper und zwei bis mehrere dicke primäre Dendriten, die einen sehr dicht verzweigten großen Dendritenbaum bilden, der sich gleichmäßig in einer Ebene ausdehnt, und zwar entweder in Sublamina a oder in Sublamina b der IPL. Die M-Zellen besitzen grob gestaute dicke Axone und zeigen – im Gegensatz zu den kleinen Parasolzellen – besonders in der Peripherie weniger Überlappungen ihrer Dendritenbäume (Dacey and Petersen, 1992). Aufgrund ihrer Morphologie, Größe und Dendritenbaumverzweigung wurden sie als Subpopulation der Parasolzellen betrachtet (Watanabe and Rodieck, 1989; Kolb et al., 1992). Menschliche Parasolzellen und die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen (small bistratified ganglion cells) sind im Durchschnitt größer als die Parasolzellen und als die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen der Affen. Dagegen sind Midgetzellen bei beiden Spezies gleich groß (Dacey and Petersen, 1992). Sowohl ON-Center-Midgetzellen als auch ON-Center-Parasolzellen besitzen größere Dendritenbäume als ihre OFF-Center-Gegenspieler (Dacey and Petersen, 1992; Ghosh et al., 1996). Im nasalen Retina-Quadranten finden sich außer einer hohen Zelldichte auch die Parasolzellen mit den kleinsten Dendritenbäumen (Perry et al., 1984; Watanabe and Rodieck, 1989; Dacey and Petersen, 1992; Rodieck and Watanabe, 1993; Ghosh et al., 1996). Zur Retinaperipherie hin [nimmt die Anzahl der Parasolzellen insgesamt zu.]

Wegen ihrer kleinen Dendritenbäume wurden sie von den meisten Forscher zu den Midgetzellen gezählt (Rodieck et al., 1985; Kolb et al., 1992;

[Seite 9]

Dacey and Petersen, 1992). Dagegen wurden sie bei Polyak als kleine zentrale Parasolzellen betrachtet. Der Name „Parasolzelle“ wurde ebenfalls von Polyak geprägt: weswegen diese Ganglienzellen infolge der horizontalen Verzweigungsmuster wie ein „chinesischer Schirm“ genannt wurden (Polyak, 1941). Die P2-Ganglienzellen kommen in zwei Formen vor: P2a-Zellen verzweigen sich in Schicht 2 der IPL (OFF-Center- Zellen) und P2b-Zellen verzweigen sich breitflächig in Schicht 3 und 4 der IPL (ON-Center- Zellen). Wegen ihrer unterschiedlichen Verzweigungstiefe in den Schichten der IPL und der physiologischen und physikalischen Informationsverarbeitung unterteilt man auch die menschlichen Parasolzellen – je nach ihrem Antwortverhalten auf Beleuchtung – in ON- und OFF-Center-Zellen (Watanabe and Rodieck, 1989; Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Dacey and Lee, 1994). Die fovealen und die peripheren M-Zellen wurden als die klassischen Parasolzellen betrachtet. Im Vergleich zu den benachbarten P1- und P2-Zellen besitzen sie größere Zellkörper und Dendritenbäume mit gröberen Varikositäten und dornigen Anhängseln (Spines). Unter die M-Zellen fallen wahrscheinlich auch die größeren Parasolzellen oder Polyaks Riesenzellen („giant-cells“) (Silveira and Perry, 1991; Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992). Diese besitzen vier- oder fünfeckige Zellkörper und zwei bis mehrere dicke primäre Dendriten, die einen sehr dicht verzweigten großen Dendritenbaum bilden, der sich gleichmäßig in einer Ebene ausdehnt, entweder in Sublamina a oder in Sublamina b der IPL. Die M-Zellen besitzen grob gestaute dicke Axone und zeigen – im Gegensatz zu den kleinen Parasolzellen – besonders in der Peripherie weniger Überlappungen ihrer Dendritenbäume (Dacey and Petersen, 1992). Aufgrund ihrer Morphologie, Größe und Dendritenbaumverzweigung wurden sie als Subpopulation der Parasolzellen betrachtet (Watanabe and Rodieck, 1989; Kolb et al., 1992).

Menschliche Parasolzellen und die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen (small bistratified ganglion cells) sind im Durchschnitt größer als die Parasolzellen und als die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen der Affen. Dagegen sind Midgetzellen bei beiden Spezies gleich groß (Dacey and Petersen, 1992). Sowohl ON-Center- Midgetzellen als auch ON-Center-Parasolzellen besitzen größere Dendritenbäume als ihre OFF-Center-Gegenspieler (Dacey and Petersen, 1992; Ghosh et al., 1996).

Im nasalen Retina-Quadranten finden sich außer einer hohen Zelldichte auch die Parasolzellen mit den kleinsten Dendritenbäumen (Perry et al., 1984; Watanabe and

[Seite 10]

Rodieck, 1989; Dacey and Petersen, 1992; Rodieck and Watanabe, 1993; Ghosh et al., 1996). Zur Retinaperipherie hin nimmt die Anzahl der Parasolzellen insgesamt zu.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe.

Zaghafte Ansätze eigenen Fomulierungswillens erkennbar ("geprägt" -> "eingeführt", "Antwortverhalten" -> "Reaktionsverhalten").

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[8.] Ckr/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 22:52:24 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 10: 2 ff. - 11: 1-9
[Zur Retinaperipherie hin] nimmt die Anzahl der Parasolzellen insgesamt zu. Im Retinazentrum projizieren etwa 40-140 Zapfen auf eine Parasolzelle (auf eine Midgetzelle dagegen nur 1 Zapfen).

Die Parasolzellen erhalten im Schnitt 10- bis 15-mal mehr Stäbcheneingänge als die Midgetzellen (Goodchild et al., 1996; Yamada et al., 1998), und ihr rezeptives Feld ist ca. 3-mal größer als das der Midgetzellen am gleichen Retinaort (Croner and Kaplan, 1995). Parasolzellen sind farbunempfindlich und erhalten ihre Eingänge hauptsächlich über Amakrinen (Freed et al., 1988; Kolb and Nelson, 1993; Kolb and DeKorver, 1991; Jacoby et al., 1996). Die diffusen Bipolarzellen („diffuse bipolars“) projizieren zu den Parasolzellen, die entweder auf „Licht an“ (,on‘) oder auf „Licht aus“ (,off‘) antworten. Die Parasolzellen zeigen ein phasisches Antwortverhalten. Dieses Parasolzellen-System ist Grundlage für einen Schwarz-Weiß-oder Helligkeitskanal unserer Wahrnehmung (Lee et al., 1988 und 1993; Lee, 2000). Die Parasolzellen antworten bevorzugt auf bewegte und größere Objekte und sind sehr kontrastsensitiv (Dreher et al., 1976; Lee, 2004). Sie sind somit Ausgangsort für das System der Bewegungs-, Tiefen- und Kontrastwahrnehmung (Raumanalyse) (Merigan, 1989; Merigan and Katz, 1990).

Der große Dendrit der magnozellulären Zellen bzw. Parasolzellen korreliert mit einem großen rezeptiven Feld und damit guter Bewegungsdetektion, aber schlechter Ortsauflösung (Schiller et al., 1990; Merigan et al., 1991). Ihr Axon ist ab der Papilla nervi optici stark myelinisiert und damit schnell leitend. In ihren Zielgebieten zeigen sie ein weit ausgedehntes axonales Endigungsfeld. Die Parasolzellen projizieren zu der magnozellulären Schicht des Nucleus geniculate laterale, zum Pulvinar und möglicherweise zum Colliculus superior. Der Colliculus superior ist ein Hirngebiet im Mittelhirn, von dem aus sakkadische Augenbewegungen als Antwort auf Objekte ausgelöst werden, die sich im Sehfeld bewegen (Leventhal et al., 1981; Perry and Cowey, 1984; Perry, 1981, 1984a und 1984b; Shapley, 1986; Rodieck and Watanabe, 1993). Die Parasolzellen werden auch als M-Zellen, Y-Zellen, A-Zellen, Pa-Zellen, als Typ-II und als „stratified-diffuse“-Zellen bezeichnet.

1.5.3 Reflexkodierende koniozelluläre C-Zellen

Die koniozellulären Ganglienzellen sind ebenfalls eine sehr heterogene Gruppe von Ganglienzellen. Dazu gehören die W-Ganglienzellen und die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen („small bistratified ganglion cells“), deren Unterscheidung von Parasolzellen einige Schwierigkeiten bereitet. Die W-Ganglienzellen treten in zwei Unterklassen auf: „sluggish-sustained“ und „sluggish-transient“. Die Bezeichnung weist darauf [hin, dass diese Neuronen auf einen Lichtreiz nicht mit einer prägnanten Spikesalve („brisk“), sondern mit einer weniger deutlichen und langsameren Veränderung ihrer Spontanaktivität antworten.]

Zur Retinaperipherie hin nimmt die Anzahl der Parasolzellen insgesamt zu.

Im Retinazentrum projizieren etwa 40-140 Zapfen auf eine Parasolzelle (auf eine Midgetzelle dagegen nur 1 Zapfen). Die Parasolzellen erhalten im Schnitt zehn- bis 15- mal mehr Stäbcheneingänge als die Midgetzellen (Goodchild et al., 1996; Yamada et al., 1998), und ihr rezeptives Feld ist ca. dreimal größer als das der Midgetzellen am gleichen Retinaort (Croner and Kaplan, 1995). Parasolzellen sind farbunempfindlich und erhalten ihre Eingänge hauptsächlich über Amakrinen (Freed et al., 1988; Kolb and Nelson, 1993; Kolb and DeKorver, 1991; Jacoby et al., 1996). Die diffusen Bipolarzellen („diffuse bipolars“) projizieren zu den Parasolzellen, die entweder auf „Licht an“ (,on‘) oder auf „Licht aus“ (,off‘) antworten. Die Parasolzellen zeigen ein phasisches Antwortverhalten.

Dieses Parasolzellen-System ist Grundlage für einen Schwarz-Weiß- oder Helligkeitskanal unserer Wahrnehmung (Lee et al., 1988 und 1993; Lee, 2000).

Die Parasolzellen antworten bevorzugt auf bewegte und größere Objekte und sind sehr kontrastsensitiv (Dreher et al., 1976; Lee, 2004). Sie sind somit Ausgangsort für das System der Bewegungs-, Tiefen- und Kontrastwahrnehmung (Raumanalyse) (Merigan, 1989; Merigan and Katz, 1990).

Der große Dendritenbaum der magnozellulären Zellen bzw. Parasolzellen korreliert mit einem großen rezeptiven Feld und damit guter Bewegungsdetektion, aber schlechter Ortsauflösung (Schiller et al., 1990; Merigan et al., 1991). Ihr Axon ist ab der Papilla nervi optici stark myelinisiert und damit schnell leitend. In ihren Zielgebieten zeigen sie ein weit ausgedehntes axonales Endigungsfeld. Die Parasolzellen projizieren zu der magnozellulären Schicht des Nucleus geniculate laterale, zum Pulvinar und möglicherweise zum Colliculus superior.

Der Colliculus superior ist ein Hirngebiet im Mittelhirn, von dem aus sakkadische Augenbewegungen als Antwort auf Objekte ausgelöst werden, die sich im Sehfeld bewegen (Leventhal et al., 1981; Perry and Cowey, 1984; Perry, 1981, 1984a und 1984b; Shapley, 1986; Rodieck and Watanabe, 1993).

Die Parasolzellen werden auch als M-Zellen, Y-Zellen, A-Zellen, Pα-Zellen, als Typ-IIund als „stratified-diffuse“-Zellen bezeichnet.

[Seite 11]

1.4.3 C-Zellen

Die koniozellulären Ganglienzellen sind ebenfalls eine sehr heterogene Gruppe von Ganglienzellen. Dazu gehören die W-Ganglienzellen und die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen („small bistratified ganglion cells“), deren Unterscheidung von Parasolzellen einige Schwierigkeiten bereitet.

Die W-Ganglienzellen treten in zwei Unterklassen auf: „sluggish-sustained“ und „sluggish-transient“. Die Bezeichnung weist darauf hin, dass diese Neuronen auf einen Lichtreiz nicht mit einer prägnanten Spikesalve („brisk“), sondern mit einer weniger deutlichen und langsameren Veränderung ihrer Spontanaktivität antworten.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[9.] Ckr/Fragment 012 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 22:52:27 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 11, 12, Zeilen: 11: 7 ff - 12: 1-10
[Die Bezeichnung weist darauf] hin, dass diese Neuronen auf einen Lichtreiz nicht mit einer prägnanten Spikesalve („brisk“), sondern mit einer weniger deutlichen und langsameren Veränderung ihrer Spontanaktivität antworten.

Die W-Zellen entsprechen dem morphologischen Wide-field-Zelltyp. Sie besitzen weit verzweigte und lockere Dendritenbäume und sind gleichmäßig über die ganze Retina verteilt. Außerdem zeichnen sie sich durch einen kleinen Zellkörper und ein dünnes Axon aus. Sie leiten die Erregung langsam weiter und ihre Axone projizieren bevorzugt in visuelle Reflexzentren (Area praetectalis, Colliculus superior), in den Hypothalamus (Tractus retino-hypothalamicus) und damit auch zum Corpus geniculatum laterale (Casagrande, 1994; Hendry and Yoshioka, 1994). Die retinalen Eingänge des Colliculus superior bestehen hauptsächlich aus Fasern der W-Zellen (Perry and Cowey, 1984; Rodieck and Watanabe, 1993).

1.5.4 Bistratifizierte Ganglienzellen

Kleine bistratifizierte Ganglienzellen werden auch „Blau“-Ganglienzellen genannt. Sie haben eine anatomisch einzigartige Struktur mit Dendritenbäumen in verschiedenen Schichten der inneren plexiformen Schicht und wurden anatomisch als „small bistratified cells“ beschrieben (Rodieck, 1991; Rodieck and Watanabe, 1993; Dacey, 1993a; Dacey and Lee, 1994; Ghosh et al., 1996). Sie besitzen einen größeren inneren Dendritenbaum, der sich in gleicher Ebene verzweigt, wo sich auch die Enden der Blau-Zapfen-Bipolare befinden (Kouyama and Marshak, 1992; Dacey, 1993b). Dort bilden die Blau-Zapfen-Bipolare und die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen synaptische Verbindungen für die Weiterleitung erregender Blau(S)-Zapfen-Signale in die Netzhaut und zeigen dabei ein kräftiges Antwortmuster (Zrenner and Gouras, 1981; Calkins et al., 1998).

Der kleinere äußere Dendritenbaum der kleinen bistratifizierten Ganglienzellen steht in synaptischer Verbindung mit einem hyperpolarisierten Bipolar-Zellentyp, der M- und L-Zapfen-Signale weiterleitet (Dacey and Lee, 1994; Calkins et al., 1998). Die bistratifizierte „Blue-on“-Ganglienzelle bekommt somit erregende Eingangssignale von den Blau-Zapfen-Bipolarzellen („S-cone bipolar“) und inhibitorische Eingangssignale wahrscheinlich von den diffusen Bipolarzellen („diffuse bipolars“). Durch Aufzeichnungen (von Retinae der Altweltaffen der Gattung Macaque) in vitro wurde bestätigt, dass die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen sehr sensibel für die Modulation der „short wavelength-sensitive“ (SWS- oder „Blue“-)Zapfen sind (Dacey and Lee, 1994).

Die Bezeichnung weist darauf hin, dass diese Neuronen auf einen Lichtreiz nicht mit einer prägnanten Spikesalve („brisk“), sondern mit einer weniger deutlichen und langsameren Veränderung ihrer Spontanaktivität antworten. Die W-Zellen entsprechen dem morphologischen Wide-field-Zelltyp. Sie besitzen weit verzweigte und lockere Dendritenbäume und sind gleichmäßig über die ganze Retina verteilt. Außerdem zeichnen sie sich durch einen kleinen Zellkörper und ein dünnes Axon aus. Sie leiten die Erregung langsam weiter und ihre Axone projizieren bevorzugt in visuelle Reflexzentren (Area praetectalis, Colliculus superior), in den Hypothalamus (Tractus retino-hypothalamicus) und damit auch zum Corpus geniculatum laterale (Casagrande, 1994; Hendry and Yoshioka, 1994). Die retinalen Eingänge des Colliculus superior bestehen hauptsächlich aus Fasern der W-Zellen (Perry and Cowey, 1984; Rodieck and Watanabe, 1993).

1.4.4 Bistratifizierte Ganglienzellen

Kleine bistratifizierte Ganglienzellen werden auch „Blau“-Ganglienzellen genannt. Sie haben eine anatomisch einzigartige Struktur mit Dendritenbäumen in verschiedenen Schichten der inneren plexiformen Schicht und wurden anatomisch als „small bistratified cells“ beschrieben (Rodieck, 1991; Rodieck and Watanabe, 1993; Dacey, 1993a; Dacey and Lee, 1994; Ghosh et al., 1996).

Sie besitzen einen größeren inneren Dendritenbaum, der sich in gleicher Ebene verzweigt, wo sich auch die Enden der Blau-Zapfen-Bipolare befinden (Kouyama and Marshak, 1992; Dacey, 1993b). Dort bilden die Blau-Zapfen-Bipolare und die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen synaptische Verbindungen für die Weiterleitung erregender Blau(S)-Zapfen-Signale in die Netzhaut und zeigen dabei ein kräftiges Antwortmuster (Zrenner and Gouras, 1981; Calkins et al., 1998).

[Seite 12]

Der kleinere äußere Dendritenbaum der kleinen bistratifizierten Ganglienzellen steht in synaptischer Verbindung mit einem hyperpolarisierten Bipolar-Zellentyp, der M- und L-Zapfen-Signale weiterleitet (Dacey and Lee, 1994; Calkins et al., 1998).

Die bistratifizierte „Blue-on“-Ganglienzelle bekommt somit erregende Eingangssignale von den Blau-Zapfen-Bipolarzellen („S-cone bipolar“) und inhibitorische Eingangssignale wahrscheinlich von den diffusen Bipolarzellen („diffuse bipolars“). Durch Aufzeichnungen (von Retinae der Altweltaffen der Gattung Macaque) in vitro wurde bestätigt, dass die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen sehr sensibel für die Modulation der „short wavelength-sensitive“ (SWS- oder „Blue“-) Zapfen ist [sic] (Dacey and Lee, 1994).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[10.] Ckr/Fragment 013 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 18:12:08 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 1-23
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 12, Zeilen: 10-33
[Damit] wurde selektiv die Blau-Gelb-Ganglienzellfunktion überprüft. Eine „Blue-OFF-Zelle“ wurde bereits beschrieben. Es handelt sich um eine „innerstratified“ Ganglienzelle mit einem locker verzweigten großen Dendritenbaum (De Monasterio and Gouras, 1975; Valberg and Tigwell, 1986; Dacey et al., 2001). Die „Blue-ON-Zellen“ werden also von blauem Licht erregt und von gelbem Licht gehemmt. Sie bilden einen Pol des Blau-Gelb-Kanals. Die Gegenpolerregung durch gelbes Licht und die Hemmung durch blaues Licht ist physiologisch nachgewiesen, anatomisch aber noch nicht identifiziert worden (Lee, 2000). Die „Yellow-ON-Zelle“ wurde anatomisch bisher noch nicht identifiziert. Die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen geben eine schwache Antwort auf Schwarz-Weiß-Modulationen, keine Antwort auf Rot-Grün und eine starke Antwort auf Blau-Gelb-Modulation (Dacey and Lee, 1994). Die bistratifizierten Ganglienzellen projizieren mit ihren Axonen zur koniozellulären Schicht oder K-Schicht des CGL (Irwin et al., 1993; Calkins et al., 1997 und 1998) neben den bereits erwähnten Projektionszentren der koniozellulären Zellen, hauptsächlich auch zur parvozellulären Schicht der CGL (Rodieck, 1991; Dacey, 1993b). Die Axone der koniozellulären Gruppe der CGL projizieren in den Schichten 2 und 3 und enden in den cytochrome-oxidase-reichen Blobs des primären visuellen Kortex (Carroll and Wong-Reily, 1984; Livingstone and Hubel, 1984; Casagrande, 1994; Hendry and Yoshioka, 1994).

Alle Klassen – X-, Y-, W-sustained-Zellen und W-transient-Zellen sowie die bistratifizierten Ganglienzellen – gibt es in einer OFF- und einer ON-Variante. Außer den dargestellten Ganglienzellen wurden u. a. von Dacey und Kolb noch weitere Ganglienzelltypen morphologisch beschrieben (Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Peterson and Dacey, 1998).

Damit wurde selektiv die Blau-Gelb-Ganglienzellfunktion überprüft. Eine „Blue-OFF-Zelle“ wurde bereits beschrieben. Es handelt sich um eine „innerstratified“ Ganglienzelle mit einem locker verzweigten großen Dendritenbaum (De Monasterio and Gouras, 1975; Valberg and Tigwell, 1986; Dacey et al., 2001). Die „Blue-ON-Zellen“ werden also von blauem Licht erregt und von gelbem Licht gehemmt. Sie bilden einen Pol des Blau-Gelb-Kanals. Die Gegenpolerregung durch gelbes Licht und die Hemmung durch blaues Licht ist physiologisch nachgewiesen, anatomisch aber noch nicht identifiziert worden (Lee, 2000). Die „Yellow-ON-Zelle“ wurde anatomisch bisher noch nicht identifiziert.

Die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen geben eine schwache Antwort auf Schwarz- Weiß-Modulationen, keine Antwort auf Rot-Grün und eine starke Antwort auf Blau- Gelb-Modulation (Dacey and Lee, 1994). Die bistratifizierten Ganglienzellen projizieren mit ihren Axonen zur koniozellulären Schicht oder K-Schicht des CGL (Irwin et al., 1993; Calkins et al., 1997 und 1998) neben den bereits erwähnten Projektionszentren der koniozellulären Zellen, hauptsächlich auch zur parvozellulären Schicht des CGL (Rodieck, 1991; Dacey, 1993b). Die Axone der koniozellulären Gruppe des CGL projizieren in den Schichten 2 und 3 – und enden in den cytochrome-oxidase-reichen Blobs des primären visuellen Kortex (Carroll and Wong-Reily, 1984; Livingstone and Hubel, 1984; Casagrande, 1994; Hendry and Yoshioka, 1994).

Alle Klassen – X-, Y-, W-sustained- und W-transient-Zellen und die bistratifizierten Ganglienzellen – gibt es in einer OFF- und einer ON-Variante. Außer den dargestellten Ganglienzellen wurden u. a. von Dacey und Kolb noch weitere Ganglienzelltypen morphologisch beschrieben (Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Peterson and Dacey, 1998).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[11.] Ckr/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 19:37:49 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 3-7
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 21, Zeilen: 15-19
[1.7 Ziel der Arbeit

[...]

Genauere Beschreibung der Ganglienzellen der Affenretina zu unterschiedlichen Altersstufen anhand morphometrischer Merkmale und der Vergleich mit RGZ anderer Spezies] ist wichtig für das Verständnis von Funktion und Pathologie. Es wurde eine neuere Methode der Darstellung von RGZ mit DiI in formalinfixiertem Gewebe gewählt, die eine hohe Auflösung hat und einfach anzuwenden ist. Es wurden charakteristische Merkmale von Ganglienzellen nach Anfärbung gesucht, um diese besser unterscheiden und damit besser klassifizieren zu können. Es wurde der Versuch der Klassifikation der Ganglienzellen aufgrund der primären Dendriten, der Größe der Zellkörper und der Verzweigungsmuster unternommen und mit Literaturdaten verglichen.

2.3 Ziele der Arbeit

· Genauere Beschreibung der Ganglienzellen anhand morphometrischer Merkmale.

· Charakteristische Merkmale von Ganglienzellen finden, um diese besser unterscheiden und damit besser klassifizieren zu können.

· Versuch der Klassifikation der Ganglienzellen aufgrund der primären Dendriten, Zellkörper und Verzweigungsmuster.

Anmerkungen

Auch die Ziele der Arbeit stimmen mit der Hauptquelle weitgehend überein, wobei sich die Aufzählungspunkte in der Quelle bei Ckr in gleicher Reihenfolge finden, jedoch in Satzform.

Sichter

[12.] Ckr/Fragment 019 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 22:05:19 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 11-32
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 14, 15, Zeilen: 14: 24-27 - 15: 1-19
Die Präparation der Retinae erfolgte in einer Petrischale und wurde unter dem Lichtmikroskop mit 16-facher Vergrößerung wie folgt durchgeführt: Der vordere Teil des Auges mit limbaler Sklera, Iris und Linse wurde an der Ora serrata durch einen zirkumferentiellen Schnitt entfernt. Die Retina wurde vom Glaskörper gelöst, indem man die Sklera mit einer Pinzette an der Sehnervenaustrittsstelle hochhob, so dass der Glaskörper sich aufgrund seines Schwergewichts von der Retina löste und in die Petrischale fiel. Man konnte diesen Vorgang beschleunigen, indem man vorsichtig mit einer Pinzette einen minimalen Zug am Glaskörper ausübte. Nach der Glaskörperentfernung wurde die Netzhaut mittels einer gebogenen Mikroschere durch einen Schnitt hinter dem Sehnervenkopf vollständig abgetrennt. Nach der Präparation der Netzhaut vom Glaskörper wurde die Netzhaut mit PBS gespült und radial in vier Quadranten aufgeschnitten. Anschließend wurde die Retina mit der Photorezeptorseite nach unten flach ausgebreitet und mit 4%-igem Paraformaldehyd (4%-iger PFA in 0,1 M PBS, pH 7,2) bei 4 °C für 24 h fixiert. Bei der Präparation der Retinae durch die genannten Methoden kam es zum Verlust von Retinateilen, besonders der peripheren und manchmal auch großer Quadrantenteile.

Einige Retinae wurden etwas abweichend von der oben genannten Präparationsmethode wie folgt präpariert: Die Sklera wurde nach Entfernung der Iris und Linse von außen her durch einen radialen Schnitt aufgeschnitten, so dass RPE auch erhalten blieb und für eine weitere Studie genutzt werden konnte (Tratsk and Thanos, 2003). Dann wurde die Retina vom Pigmentepithel gelöst und mittels der gebogenen Mikroschere am Sehnervenkopf von der Photorezeptorseite her abgetrennt. Der Glaskörper wurde dann von der [Netzhaut im Ganzen herausgezupft (Mey, 1990).]

Die Präparation der Retinae erfolgte in einer Petrischale und wurde unter dem Lichtmikroskop mit 16facher Vergrößerung wie folgt durchgeführt:

Der vordere Teil des Auges mit limbaler Sklera, Iris und Linse wurde an der Ora serrata durch einen zirkumferentiellen Schnitt entfernt.

[Seite 15]

Die Retina wurde vom Glaskörper gelöst, indem man die Sklera mit einer Pinzette an der Sehnervenaustrittsstelle hochhob, so dass der Glaskörper sich aufgrund seines Schwergewichts von der Retina löste und in die Petrischale fiel. Man konnte diesen Vorgang beschleunigen, indem man vorsichtig mit einer Pinzette einen minimalen Zug am Glaskörper ausübte. Nach der Glaskörperentfernung wurde die Netzhaut mittels einer gebogenen Mikroschere durch einen Schnitt hinter dem Sehnervenkopf vollständig abgetrennt. Nach der Präparation der Netzhaut vom Glaskörper wurde die Netzhaut mit PBS gespült und radial in vier Quadranten aufgeschnitten. Anschließend wurde die Retina mit der Photorezeptorseite nach unten flach ausgebreitet und mit 4%igem Paraformaldehyd (4%iger PFA in 0.1 M PBS, pH 7,2) bei 4 °C für 24 h fixiert. Bei der Präparation der Retinae durch die genannten Methoden kam es zum Verlust von Retinateilen, besonders der peripheren und manchmal auch großer Quadrantenteile.

Einige Retinae wurden etwas abweichend von der oben genannten Präparationsmethode wie folgt präpariert: Die Sklera wurde nach Entfernung der Iris und Linse von außen her durch einen radialen Schnitt aufgeschnitten, so dass retinales Pigmentepithel auch erhalten blieb und für eine weitere Studie genutzt werden konnte (Tratsk and Thanos, 2003). Dann wurde die Retina vom Pigmentepithel gelöst und mittels der gebogenen Mikroschere am Sehnervenkopf von der Photorezeptorseite her abgetrennt. Der Glaskörper wurde dann von der Netzhaut im Ganzen herausgezupft (Mey, 1990).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[13.] Ckr/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 22:10:13 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 15, 16, Zeilen: 15: 19-30 - 16: 1-24
[Der Glaskörper wurde dann von der] Netzhaut im Ganzen herausgezupft (Mey, 1990). Kleine Glaskörperteile und deren Membran wurden bei der Fixation mitfixiert, diese erschwerten die Applikation. Die meisten Ganglienzellen wurden durch die mitfixierte hintere Glaskörpermembran überdeckt, wie später bei der Ganglienzellaufnahmen festgestellt wurde.

2.3.2 Retrograde Färbung retinaler Ganglienzellen

Für das Färben der Ganglienzellen wurde der fluoreszierende Farbstoff 1,1'-dioctadecyl 3,3,3',3'-tetramethylindocarbocyanine perchlorate (kurz: dye DiI) benutzt. DiI wandert in retrograder und anterograder Richtung entlang der doppelten Lipidschicht von Zellmembranen (Honig and Hume, 1986; Godement et al., 1987; Janssen et al., 1997). Die mit der Ganglienzellschicht nach oben ausgebreiteten Retinae wurden mit dem lipophilen Carbocyanin-Fluoreszenz-Farbstoff DiI angefärbt. Die feinen DiI-Kristalle wurden mit einem spitzen Skalpell oder einer feinen spitzen Pinzette in das Retinagewebe im Bereich des abgeschnittenen Sehnervenkopfes im Niveau der Netzhaut eingedrückt, etwa 7-8 mm peripher vom Papillenrand, in den nasalen, superioren/inferioren und 12 mm in den temporalen Retina-Quadranten. Es wurden ungefähr bis 200 mit DiI-Kristallen beladene Skalpellstiche pro Retina appliziert. Nach dem Anfärben der Retinae wurden diese in 1%-igem PBS mit einem pH-Wert von 7,4 für 6 Wochen bis 12 Monate bei Raumtemperatur aufbewahrt. Während dieser Zeit konnte der Fluoreszenzfarbstoff die Axonmembran der Ganglienzellen durchdringen und entlang der axonalen Membran bis zum Zellkörper und den Dendriten der Zellen migrieren.

2.3.3 Fluoreszenzmikroskopie und Digitalisierung der Daten

Zur qualitativen und quantitativen Bewertung der retrograd angefärbten retinalen Ganglienzellen wurden die Retina-Quadranten als Whole-mount-Präparat (flach mit der Photorezeptorseite nach unten) auf dem Objektträger ausgebreitet und dann in Mowiol eingebettet. Die Betrachtung und die Aufnahme der angefärbten retinalen Ganglienzellen erfolgte meistens mit 100-facher und 200-facher Vergrößerung und selten mit dem 5x- und 40x-Objektiv, mit dem Photomikroskop Axiophot (Zeiss Mikroskop), einem Fluoreszenzmikroskop mit der Wellenlänge von 560 bis 590 nm (Rhodamin-Filter).

Einen Überblick über den Verlauf der Axone und über die Anzahl der Ganglienzellen im Retina-Quadranten bekam man mittels einer 50-fachen und 100-fachen Vergrößerung. Bei den meisten Ganglienzellen wurde zuerst der Zellkörper mit dem Axonabgang betrachtet. Danach wurde tiefer auf die Dendriten fokussiert, bis man die meisten Dend[ritenzweige scharf eingestellt hatte.]

Der Glaskörper wurde dann von der Netzhaut im Ganzen herausgezupft (Mey, 1990). Kleine Glaskörperteile und deren Membran wurden bei der Fixation mitfixiert, diese erschwerten die Dil-Applikation. Die meisten Ganglienzellen wurden durch die mitfixierte hintere Glaskörpermembran überdeckt, wie später bei der Ganglienzellaufnahmen festgestellt wurde.

2.2.2 Retrograde Färbung retinaler Ganglienzellen

Für das Färben der Ganglienzellen wurde der fluoreszierende Farbstoff 1,1'-dioctadecyl- 3,3,3',3'-tetramethylindocarbocyanine perchlorate, kurz: dye DiI, benutzt. DiI wandert in retrograder und anterograder Richtung entlang der doppelten Lipidschicht von Zellmembranen. (Honig and Hume, 1986; Godement et al., 1987; Janssen et al., 1997). Die mit der Ganglienzellschicht nach oben ausgebreiteten Retinae wurden mit dem lipophilen Carbocyanin-Fluoreszenz-Farbstoff DiI angefärbt.

[Seite 16]

Die feinen DiI-Kristalle wurden mit einem spitzen Skalpell oder einer feinen spitzen Pinzette in das Retinagewebe im Bereich des abgeschnittenen Sehnervenkopfes im Niveau der Netzhaut eingedrückt, etwa 7–8 mm peripher vom Papillenrand, in den nasalen, superioren/inferioren und 12 mm in den temporalen Retina-Quadranten. Es wurden ungefähr bis 200 mit DiI-Kristallen beladene Skalpellstiche pro Retina appliziert. Nach dem Anfärben der Retinae wurden diese in 1%igem PBS mit einem pH-Wert von 7,4 für 6 Wochen bis 12 Monate bei Raumtemperatur aufbewahrt. Während dieser Zeit konnte der Fluoreszenzfarbstoff die Axonmembran der Ganglienzellen durchdringen und entlang der axonalen Membran bis zum Zellkörper und den Dendriten der Zellen migrieren.

2.2.3 Fotografische Dokumentation

Zur qualitativen und quantitativen Bewertung der retrograd angefärbten retinalen Ganglienzellen wurden die Retina-Quadranten als Whole-mount-Präparat (flach mit der Photorezeptorseite nach unten) auf dem Objektträger ausgebreitet und dann in Mowiol eingebettet. Die Betrachtung und die Aufnahme der angefärbten retinalen Ganglienzellen erfolgte meistens mit 100facher und 200facher Vergrößerung und selten mit dem 5x- und 40x-Objektiv, mit dem Photomikroskop Axiophot (Zeiss Service Mikroskop), einem Fluoreszenzmikroskop mit der Wellenlänge von 560 bis 590 nm (Rhodamin-Filter). Einen Überblick über den Verlauf der Axone und über die Anzahl der Ganglienzellen im Retina-Quadranten bekam man mittels einer 50fachen und 100fachen Vergrößerung. Bei den meisten Ganglienzellen wurde zuerst der Zellkörper mit dem Axonabgang betrachtet. Danach wurde tiefer auf die Dendriten fokussiert, bis man die meisten Dendritenzweige scharf eingestellt hatte.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[14.] Ckr/Fragment 021 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 22:01:05 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1 ff (kpl)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 16, 17, 18, Zeilen: 16: 24-27 - 17: 5 ff. - 18: 1-4
[Danach wurde tiefer auf die Dendriten fokussiert, bis man die meisten Dend-]ritenzweige scharf eingestellt hatte. Gleichzeitig wurden die Aufnahmen von den Ganglienzellen gemacht. Die aufgenommenen Ganglienzellenbilder wurden in einem Archiv (Axiovision) mit der passenden Skalierung gespeichert.

2.3.4 Klassifizierung der Ganglienzellen

Die Ganglienzellen in den temporalen, nasalen und in den zusammengefassten superioren und inferioren Retina-Quadranten wurden als zentrale Midgetzellen, periphere Midgetzellen, zentrale Parasolzellen, periphere Parasolzellen und als Wide-field-Zellen gruppiert aufgenommen. Als zentrale Ganglienzellen wurden im nasalen und im superioren/inferioren Retina-Quadranten diejenigen Ganglienzellen definiert, die sich bis zu einer Entfernung von etwa 8 mm (periphere DiI-Applikation) vom Papillenrand befanden, und im temporalen Quadranten diejenigen, die sich bis etwa 12 mm (periphere DiI-Applikation) vom Papillenrand befanden. Die Ganglienzellen, die bis ca. 3 mm vom Papillenrand zirkulär gefunden wurden, konnten meist aufgrund der ausgeprägten Netzhautdicke, einer zentralen Zellansammlung und wegen der zahlreichen, dichten und intensiv angefärbten Axone nicht aufgenommen werden (Conradi and Sjöstrand, 1990; Curcio and Allen, 1990; Wässle et al., 1990). Dadurch kam es zu einer ausgeprägten Bedeckung der zentralen GZ, wie dies auch bereits in anderen Studien festgestellt wurde.

Die Ganglienzellen wurden entsprechend der Anzahl ihrer primären Dendriten in Midget- und Parasolzellen klassifiziert. Bei den Midgetzellen geht der Dendritenbaum von einem einzigen primären Dendriten aus. Zur Klassifizierung als Parasolzellen musste der Dendritenbaum von mindestens zwei gut verzweigten primären Dendriten ausgehen. Diese Klassifikation wurde durchgeführt ohne Rücksicht auf Größe, Form, Länge, Ausrichtung und Verzweigungsmuster der primären Dendriten und der Dendritenbäume sowie unabhängig von der Lokalisation der Ganglienzellen. Dagegen hat man in allen Retina-Quadranten die wenigen Wide-field-Zellen, die eindeutig zu unterscheiden waren, gemeinsam morphometrisch ausgewertet. Des Weiteren wurden auch einige Bilder von Horizontalzellen, von Amakrinen [sic] Zellen und von nicht näher klassifizierbaren Zellen gemacht.

Da jede Retina für sich quadrantenweise aufgenommen wurde, konnten die Ganglienzellen innerhalb derselben Retina untereinander, bei manchen Retinae auch mit den Ganglienzellen der Retina des anderen Auges desselben Tieres und schließlich die Ganglienzellen verschiedener Tiere gleichen Alters miteinander verglichen werden.

Danach wurde tiefer auf die Dendriten fokussiert, bis man die meisten

Dendritenzweige scharf eingestellt hatte. Gleichzeitig wurden die Aufnahmen von den Ganglienzellen gemacht.

Die aufgenommenen Ganglienzellenbilder wurden in einem Archiv (Axiovision) mit der passenden Skalierung gespeichert.

[Seite 17]

2.2.4 Sortierung der Ganglienzellenbilder

Die Ganglienzellen in den temporalen, nasalen und in den zusammengefassten superioren und inferioren Retina-Quadranten wurden als zentrale Midgetzellen, periphere Midgetzellen, zentrale Parasolzellen, periphere Parasolzellen und als Widefield- Zellen gruppiert aufgenommen. Als zentrale Ganglienzellen wurden im nasalen und im superioren/inferioren Retina-Quadranten diejenigen Ganglienzellen definiert, die sich bis zu einer Entfernung von etwa 8 mm (periphere DiI-Applikation) vom Papillenrand befanden, und im temporalen Quadranten diejenigen, die sich bis etwa 12 mm (periphere DiI-Applikation) vom Papillenrand befanden. Die Ganglienzellen, die bis ca. 3 mm vom Papillenrand zirkulär gefunden wurden, konnten meist aufgrund der ausgeprägten Netzhautdicke, einer zentralen Zellansammlung und wegen der zahlreichen, dichten und intensiv angefärbten Axone nicht aufgenommen werden (Conradi and Sjöstrand, 1990; Curcio and Allen, 1990; Wässle et al., 1990). Dadurch kam es zu einer ausgeprägten Bedeckung der zentralen GZ, wie dies auch bereits in anderen Studien festgestellt wurde.

Die Ganglienzellen wurden entsprechend der Anzahl ihrer primären Dendriten in Midget- und Parasolzellen klassifiziert. Bei den Midgetzellen geht der Dendritenbaum von einem einzigen primären Dendriten aus. Zur Klassifizierung als Parasolzellen musste der Dendritenbaum von mindestens zwei gut verzweigten primären Dendriten ausgehen. Diese Klassifikation wurde durchgeführt ohne Rücksicht auf Größe, Form, Länge, Ausrichtung und Verzweigungsmuster der primären Dendriten und der Dendritenbäume sowie unabhängig von der Lokalisation der Ganglienzellen. Dagegen hat man in allen Retina-Quadranten die wenigen Wide-field-Zellen, die eindeutig zu unterscheiden waren, gemeinsam morphometrisch ausgewertet.

Des Weiteren wurden auch einige Bilder von Horizontalzellen, von Amakrine-Zellen und von nicht näher klassifizierbaren Zellen gemacht.

[Seite 18]

Da jede Retina für sich quadrantenweise aufgenommen wurde, konnten die Ganglienzellen innerhalb derselben Retina untereinander, bei manchen Retinae auch mit den Ganglienzellen der Retina des anderen Auges desselben Spenders und schließlich die Ganglienzellen verschiedener Spender miteinander verglichen werden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann); SleepyHollow02

[15.] Ckr/Fragment 022 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 22:20:22 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 2-11
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 18, Zeilen: 13-20
In den bisher durchgeführten Studien (vgl. u. a. Leventhal et al., 1981; Dacey, 1993b; Dacey and Petersen, 1992; Ghosh et al., 1996) wurden als zentrale Ganglienzellen meist jene betrachtet, die sich um und im Bereich der Makula befanden. In der vorliegenden Studie konnte aufgrund der guten Erhaltung der Retinae die Fovea eindeutig identifiziert werden und somit als Bezugspunkt genommen werden. Entsprechend wurden als zentrale Ganglienzellen solche definiert, die sich in einem Bereich der Makula bis zum Gefäßbogen nach oben und unten sowie bis zur Papille nach nasal und äquidistant nach temporal sichtbar waren. Die Ganglienzellen außerhalb dieser Grenzlinie wurden als mittelperiphere Ganglienzellen definiert. In den bisher durchgeführten Studien (vgl. u. a. Leventhal et al., 1981; Dacey, 1993b; Dacey and Petersen, 1992; Ghosh et al., 1996) wurden als zentrale Ganglienzellen meist jene betrachtet, die sich um und im Bereich der Makula befanden.

In meiner Studie habe ich die Papillenränder als Bezugspunkt genommen. Entsprechend wurden als zentrale Ganglienzellen solche definiert, die sich in einem Bereich vom Sehnervenrand bis kurz unterhalb der peripheren DiI-Applikation befanden. Die Ganglienzellen außerhalb dieser Grenzlinie wurden als periphere Ganglienzellen definiert.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. In der Quelle schließt der Satz "Da mir bei der Exzentrizitätsmessung ein Fehler unterlief, musste ich auf diese Maßnahmen zurückgreifen" an, den Ckr bezeichnenderweise nicht übernimmt.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[16.] Ckr/Fragment 022 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 07:55:11 SleepyHollow02
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 13-32
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 18, 19, Zeilen: 18: 22-29 - 19: 1-14
2.3.6 Verzweigungsebenen der Ganglienzellen innerhalb der IPL

Cajál (1893) hatte die IPL in fünf gleich dicke Schichten unterteilt: Schicht 1 beginnt unterhalb der Amakrine-Zellen und Schicht 5 endet an der Ganglienzellschicht. Famiglietti und Kolb (1976) verwendeten für ihre Beschreibung der Verzweigungsebenen von Ganglienzellen das Bisublaminationsschema. Dabei entspricht die Sublamina a den Schichten 1 und 2 der IPL, die wiederum den OFF-Layer bilden. Die Sublamina b entspricht den Schichten 3, 4 und 5 der IPL, die den ON-Layer bilden (Kolb et al., 1992).

In dieser Studie wurden die Verzweigungsebenen der Ganglienzellen innerhalb der IPL, ohne nähere Bestimmung einer Unterschichtung, ähnlich wie bei Peterson und Dacey (1998) definiert. So wurde die Axonschicht der Ganglienzellen als Ausgangspunkt zur Bestimmung der einzelnen Dendritenschichten gewählt. Die meisten Ganglienzellen haben Dendriten, die unterschiedlich tief in die Unterschichten der IPL reichen. Bei Zellen, deren primäre Dendriten zu großen Teilen in unterschiedlich tiefe Unterschichten der IPL reichen, wurde jeder Dendritenbaumteil getrennt aufgenommen. Der oberflächliche Dendritenbaum, von Whole-mount-Retinae ausgehend, verzweigt sich in Sublamina b (Unterschicht); der nachfolgende Dendritenbaum verzweigt sich in Sublamina a (Unterschicht). Es gibt also Ganglienzellen, deren Zellkörper und Dendritenbäume in Sublamina b liegen. Bei anderen können die Dendriten sich bis tief in Sublamina a verzweigen. Die meisten Ganglienzellen haben ihren Zellkörper in Sublamina b und können sich in beide Sublaminae verzweigen.

2.2.6 Verzweigungsebenen der Ganglienzellen innerhalb der IPL

Cajál (1892) hatte die IPL in fünf gleich dicke Schichten unterteilt: Schicht 1 beginnt unterhalb der Amakrine-Zellen und Schicht 5 endet an der Ganglienzellschicht. Famiglietti und Kolb (1976) verwendeten für ihre Beschreibung der Verzweigungsebenen von Ganglienzellen das Bisublaminationsschema. Dabei entspricht die Sublamina a (den Schichten 1 und 2 der IPL, die wiederum den OFF-Layer bilden.

Die Sublamina b entspricht den Schichten 3, 4 und 5 der IPL, die den ON-Layer bilden (Kolb et al., 1992).

[Seite 19]

In dieser Studie wurden die Verzweigungsebenen der Ganglienzellen innerhalb der IPL, ohne nähere Bestimmung einer Unterschichtung, ähnlich wie bei Peterson und Dacey (1998) definiert. So wurde die Axonschicht der Ganglienzellen als Ausgangspunkt zur Bestimmung der einzelnen Dendritenschichten gewählt. Die meisten Ganglienzellen haben Dendriten, die unterschiedlich tief in die Unterschichten der IPL reichen. Bei Zellen, deren primäre Dendriten zu großen Teilen in unterschiedlich tiefe Unterschichten der IPL reichen, wurde jeder Dendritenbaumteil getrennt aufgenommen. Der oberflächliche Dendritenbaum, von Whole-mount-Retinae ausgehend, verzweigt sich in Sublamina b (Unterschicht); der nachfolgende Dendritenbaum verzweigt sich in Sublamina a (Unterschicht).

Es gibt also Ganglienzellen, deren Zellkörper und Dendritenbäume in Sublamina b liegen. Bei anderen können die Dendriten sich bis tief in Sublamina a verzweigen. Die meisten Ganglienzellen haben ihren Zellkörper in Sublamina b und können sich in beide Sublaminae verzweigen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[17.] Ckr/Fragment 023 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 17:39:46 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 19, Zeilen: 19: 15ff - 20: 1-14
2.3.7 Morphometrische Analyse der Ganglienzellen

Es wurden von den retrograd angefärbten RGZ nur diejenigen morphometrisch berücksichtigt, die unter anderem jene Einschlusskriterien erfüllten (Thanos et al., 1991; Dacey and Petersen 1992, Dacey 1993b, Ghosh et al., 1996). Die so definierten Ganglienzellen zeigen einen komplett angefärbten Zellkörper in der Ganglienzellschicht, ein Axon, der in Richtung des Sehnervenkopfs, und gleichmäßig angefärbte Dendriten (Thanos et al., 1991; Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b; Ghosh et al., 1996). Unter Berücksichtigung dieser Einschlusskriterien wurden die gespeicherten Ganglienzellbilder ins JPEG-Format konvertiert, so dass die mit dem Axiovision-Bildbearbeitungsprogramm von Carl Zeiss (Oberkochem, Germany) morphometrisch bearbeitet werden konnten. Die Messung des Dendritenbaums erfolgte, indem die äußersten Dendritenenden geradlinig miteinander verbunden wurden (Rodieck et al., 1985; Thanos et al., 1991; Rodieck and Watanaba, 1993; Ghosh et al., 1996). Die morphometrischen Parameter wurden in Form einer Ellipse gemessen, die eine gemittelte Größe eines Polygons darstellt (Rodieck and Watanaba, 1993).

Zur Bestimmung der Zellkörpergröße wurde der Zellkörperumriss nachgezeichnet. Es wurde hier ebenfalls eine Ellipse gemessen, die der gemittelten Größe eines Polygons entspricht. Anhand dieser Messungen konnten Umfang, Fläche, kleiner und großer Durchmesser des Zellkörpers und des Dendritenbaums gleichzeitig und nach dem gleichen Verfahren quantifiziert werden. Die Anzahl der Verzweigungsstellen der Dendriten sowie die Anzahl der primären Dendriten am Zellkörper wurden notiert/-protokolliert.

Die Klassifikation der Ganglienzellen erfolgte meist entsprechend ihrer Morphologie, indem die Ganglienzellen mit jenen aus der Literatur verglichen wurden. Die vielfältige Morphologie der Ganglienzellen war dabei eine Herausforderung. Eine morphometrische Klassifikation in zwei Hauptklassen ist meiner Ansicht nach nicht ausreichend. Diese habe ich nur vorgenommen, weil ich keine andere (begründbare) Lösung fand. Deshalb wurden die Ganglienzellen morphologisch in weitere Untergruppen klassifiziert.

2.2.7 Morphometrische Analyse der Ganglienzellen

Es wurden von den retrograd angefärbten RGZ nur diejeinigen [sic] morphometrisch berücksichtigt, die unter anderem jene Einschlusskriterien erfüllten, die Thanos et al. (1991) und andere Ganglienzellforscher u.a. Dacey and Petersen (1992), Dacey (1993b), Ghosh et al. (1996) aufgestellt hatten. Die so definierten Ganglienzellen zeigen einen komplett angefärbten Zellkörper in der Ganglienzellschicht, ein Axon, der in Richtung Sehnervenkopf verläuft, und gleichmäßig angefärbte Dendritenäste (Thanos et al., 1991; Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b; Ghosh et al., 1996).

Unter Berücksichtigung dieser Einschlusskriterien wurden die gespeicherten Ganglienzellbilder ins JPEG-Format konvertiert, so dass die mit dem KS-300- Bildbearbeitungsprogramm von Carl Zeiss (Oberkochem, Germany) morphometrisch bearbeitet werden konnten.

Die Messung des Dendritenbaums erfolgte, indem die äußersten Dendritenenden geradlinig miteinander verbunden wurden (Rodieck et al., 1985; Thanos et al., 1991; Rodieck and Watanaba, 1993; Ghosh et al., 1996). Die morphometrischen Parameter wurden in Form einer Ellipse gemessen, die eine gemittelte Größe eines Polygons darstellt (Rodieck and Watanaba, 1993).

[Seite 20]

Zur Bestimmung der Zellkörperparameter wurde der Zellkörperumriss nachgezeichnet. Es wurde hier ebenfalls eine Ellipse gemessen, die der gemittelten Größe eines Polygons entspricht. Anhand dieser Messungen konnten Umfang, Fläche, kleiner und großer Durchmesser des Zellkörpers und des Dendritenbaums gleichzeitig und nach dem gleichen Verfahren quantitativ ermittelt werden. Die Anzahl der Verzweigungsstellen der Dendriten sowie die Anzahl der primären Dendriten am Zellkörper wurden notiert.

Die Klassifikation der Ganglienzellen erfolgte meist entsprechend ihrer Morphologie, indem die Ganglienzellen mit jenen aus der Literatur verglichen wurden. Die vielfältige Morphologie der Ganglienzellen war dabei eine Herausforderung. Eine morphometrische Klassifikation in zwei Hauptklassen ist meiner Ansicht nach nicht ausreichend. Diese habe ich nur vorgenommen, weil ich keine andere Lösung fand. Deshalb wurden die Ganglienzellen morphologisch in weitere Untergruppen klassifiziert.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Übernommen wurde auch die Formulierung "[...] ist meiner Ansicht nach nicht ausreichend. Diese habe ich nur vorgenommen, weil ich keine andere Lösung (begründbare) fand." in der lediglich das Wort "(begründbare)" vom Verfasser ergänzt wurde. Hierdurch wird der Leser über die Tatsache getäuscht, dass der Autor nicht selbst zur geschilderten Ansicht gelangt ist und eine Vorgehensweise ausgewählt hat.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[18.] Ckr/Fragment 024 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 22:21:35 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 2-10
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 20, Zeilen: 16-23
2.3.8 Auswertung der Daten und Statistik

Die quantitativen Daten der Zellkörperparameter (Umfang, Fläche, kleiner und großer Durchmesser) und der Dendritenbaumparameter (Umfang, Fläche, kleiner und großer Durchmesser sowie Verzweigungspunkte) wurden ermittelt. Mit Hilfe der Statistikprogramm-Sammlungen Excel und SPSS 15.0 für Windows wurden die erhaltenen Daten aufbereitet und anschließend ausgewertet.

Zur Datenbeschreibung wurden die Fallanzahl, die Mittelwerte, Mediane, Standardabweichungen usw. berechnet. Für die quantitativ-verteilten Daten/Variablen wurden i.d.R. die Mittelwerte gemeinsam mit der Standardabweichung, Minimum und Maximum, mit Ausreißern und Extremwerten graphisch dargestellt.

2.2.8 Statistische Auswertung

Die quantitativen Daten der Zellkörperparameter (Umfang, Fläche, kleiner und großer Durchmesser) und der Dendritenbaumparameter (Umfang, Fläche, kleiner und großer Durchmesser sowie Verzweigungspunkte) wurden ermittelt.

Mit Hilfe der Statistikprogramme MS-Excel und SPSS 11.5 für Windows wurden die erhaltenen Daten aufbereitet und anschließend ausgewertet, Median, Standardabweichungen und Mittelwerte berechnet. Die quantitativen Daten aller Parameter und deren Mittelwerte wurden gemeinsam mit der Standardabweichung, Minimum und Maximum, mit Ausreißern und Extremwerten graphisch veranschaulicht.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[19.] Ckr/Fragment 026 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 22:24:35 WiseWoman
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 17-19
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 23, Zeilen: 6-7, 14-16
Zudem enthielten die Retinae eine ganz unterschiedliche Zahl von Ganglienzellen, die ausgewertet werden konnten. Ganglienzellen mit nur unvollständigen bzw. „unterbro[chenen“ Dendriten-ästen [sic] und solche mit Dendritenbäumen ohne Zellkörper wurden von der morphometrischen Datenerhebung ausgeschlossen.] Zudem enthielten die Retinae eine ganz unterschiedliche Zahl von Ganglienzellen, die ausgewertet werden konnten. [...]

Ganglienzellen mit nur unvollständigen bzw. „unterbrochenen“ Dendritenästen und solche mit Dendritenbäumen ohne Zellkörper wurden von der morphometrischen Datenerhebung ausgeschlossen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Fortsetzung der Übernahme auf der Folgeseite.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[20.] Ckr/Fragment 027 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 22:21:16 WiseWoman
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1-6
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 23, Zeilen: 14-21
[Ganglienzellen mit nur unvollständigen bzw. „unterbro]chenen“ Dendriten-ästen [sic] und solche mit Dendritenbäumen ohne Zellkörper wurden von der morphometrischen Datenerhebung ausgeschlossen. Auch einige Ganglienzellen, die gar keinen Dendritenbaum hatten, wurden morphometrisch nicht berücksichtigt, ebenso die vielen zentralen Zellkörper mit einem „kurzen stumpfen Dendriten“. Schließlich war es aufgrund der Netzhautdicke bei vielen zentralen GZ schwierig, die Verzweigung ihres Dendritenbaums fluoreszenzmikroskopisch aufzunehmen. Ganglienzellen mit nur unvollständigen bzw. „unterbrochenen“ Dendritenästen und solche mit Dendritenbäumen ohne Zellkörper wurden von der morphometrischen Datenerhebung ausgeschlossen.

Auch einige Ganglienzellen, die gar keinen Dendritenbaum hatten, wurden morphometrisch nicht berücksichtigt, ebenso die vielen zentralen Zellkörper mit einem „kurzen stumpfen Dendriten“.

Schließlich war es aufgrund der Netzhautdicke bei vielen zentralen GZ schwierig, die Verzweigung ihres Dendritenbaums fluoreszenzmikroskopisch aufzunehmen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[21.] Ckr/Fragment 028 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:24:05 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 12-18
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 24, Zeilen: 9-13, 15-17
3.2.1 Morphologie der Axone

[...] Bei den meisten Ganglienzellen konnte das Axon kurz nach seinem Abgang vom Zellkörper bzw. vom Dendritenbaum beschrieben werden (Abbildungen 5, 6). Das Axon kann einen geradlinigen, welligen und – direkt nach seinem Abgang oder erst nach einer kurzen Strecke – einen rechtwinkligen oder bogenförmigen Verlauf nehmen. Einige Axone umlaufen den Zellkörper kreis- bis halbkreisförmig, andere bilden in ihrem Verlauf Schleifen um die eigene Achse. Manche verlaufen s-förmig, andere sind gleich mehrfach rechtwinklig [abgeknickt.]

3.1.1 Morphologie der Axone

[...]

Bei den meisten Ganglienzellen konnte das Axon kurz nach seinem Abgang vom Zellkörper bzw. vom Dendritenbaum beschrieben werden. Das Axon kann einen geradlinigen, welligen und – direkt nach seinem Abgang oder erst nach einer kurzen Strecke – einen rechtwinkligen oder bogenförmigen Verlauf nehmen. Des Weiteren zeigen die Axone unterschiedliche Grade von Konvexität und Konkavität zum Dendritenbaum bzw. zum Zellkörper. Einige Axone umlaufen den Zellkörper kreis- bis halbkreisförmig, andere bilden in ihrem Verlauf Schleifen um die eigene Achse. Manche verlaufen s-förmig, andere sind gleich mehrfach rechtwinklig abgeknickt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[22.] Ckr/Fragment 029 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:49:06 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1-10, 11-21, 22-24
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 24, 25, 26, Zeilen: 24: 16-20, 22-29; 25: 6-7, 10-29; 26: 1-3
[Manche verlaufen s-förmig, andere sind gleich mehrfach rechtwinklig] abgeknickt. Die Axone mancher Ganglienzellen verlaufen auch nicht direkt in die Richtung des Sehnervenkopfes, sondern sogar in die entgegengesetzte Richtung und ziehen erst dann in Form einer Schleife in die Richtung des Sehnervenkopfes (Thanos et al., 1991). Häufig geht das Axon von einer Stelle des Zellkörpers ab, die dem Dendritenbaum gegenüberliegt. Dies trifft für die Midgetzellen zu, insbesondere für Midgetzellen im Makulabereich. Einige Axone bilden bereits innerhalb der Retina seitliche feine Verzweigungen wie man sie auch in früheren Studien mit anderen Techniken beschrieben hat (Gallego and Cruz, 1965; Honrubia and Elliott, 1968 und 1970; Peterson and Dacey, 1998). Diese kleinen Abgänge verlaufen oberflächlich innerhalb der NFL, aber auch vertikal in die IPL. Die Dicke der Axone ist unabhängig von der Zuordnung zu einer bestimmten Ganglienzellklasse unterschiedlich. Es ist aber bekannt, dass Parasolzellen grundsätzlich dickere Axone als Midgetzellen und als Wide-field-Zellen haben.

In dieser Studie wurden die Axonquerschnitte nicht ermittelt und deshalb können keine Angaben über die Querschnitte der Axone gemacht werden.

3.2.2 Varikositäten entlang der Axone und der Dendriten

Als gemeinsames Merkmal aller retinalen Ganglienzellen können die unregelmäßigen und unterschiedlich großen Varikositäten entlang der Dendriten und der Axone betrachtet werden. Diese entsprechen entweder postmortalen Veränderungen oder Transportvesikeln innerhalb der Neuriten und wurden bereits durch andere Autoren beschrieben (Leventhal et al., 1981; Rodieck et al., 1985; Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992; Rodieck and Watanabe, 1993). Die frisch präparierten Retinae, die in der vorliegenden Studie verwendet wurden, zeigten jedoch glatte Axone ohne großartig sichtbare Varikositäten (Abbildung 5). Auch Watanabe und Rodieck (1989) stellten an Ganglienzellen aus frisch präparierten Affen-Retinae keine Schwellungen fest, solange diese keinen Schädigungen ausgesetzt waren. Die Annahme, dass die Varikositäten an den Orten zustande kommen, an denen sich eine Ansammlung von Transportmaterial findet, liefert eine der möglichen Erklärungen. Hierfür spricht, dass ähnlich erscheinende Schwellungen entlang von Dendriten und Axonen anderer neuronaler Ganglienzellen beschrieben wurden (Nowakowski, 1979; Bartlett, 1984). Rodieck und Watanabe (1993) stellten fest, dass die Schwellungen zuerst am distalen Dendriten auftreten, und dass die distalen Dendriten mit einer kleinen Schwellung abrupt enden. Diese Beobachtung konnte in der vorliegenden Studie bestätigt werden (Abbildung 5). Die axonalen Varikositäten ähnelten häufig zunächst denen der proximalen Dendriten. An manchen Dendritenästen waren einige Varikositäten durchsichtiger bzw. klarer und spindelförmig bis rund.

Manche verlaufen s-förmig, andere sind gleich mehrfach rechtwinklig abgeknickt. Die Axone mancher Ganglienzellen verlaufen auch nicht direkt in Richtung Sehnervenkopf, sondern sogar in entgegengesetzte Richtung und ziehen erst dann in Form einer Schleife in Richtung Sehnervenkopf (Thanos et al., 1991).

[...] Bei den meisten Ganglienzellen geht jedoch das Axon von einer Stelle des Zellkörpers ab, die dem Dendritenbaum gegenüberliegt. Dies trifft für die Midgetzellen zu, insbesondere für Midgetzellen im Makulabereich.

Entlang mancher Axone erscheinen seitlich feine Abgänge. Darüber wurde auch in Studien berichtet (Gallego and Cruz, 1965; Honrubia and Elliott, 1968 und 1970; Peterson and Dacey, 1998). Diese kleinen Abgänge verlaufen oberflächlich, aber auch vertikal in tiefere Netzhautschichten.

[Seite 25]

Es ist bekannt, dass Parasolzellen dickere Axone als Midgetzellen und als Wide-field-Zellen haben. [...]

In dieser Studie konnten keine eindeutigen Angaben über die Querschnitte der Axone gemacht werden. Denn durch die unterschiedlich großen Varikositäten wurden die eigentlichen Querschnitte sowohl von Axonen als auch von Dendritenzweigen maskiert.

3.1.2 Morphologie der Varikositäten bzw. Schwellungen

Als gemeinsames Merkmal aller retinalen Ganglienzellen können die unregelmäßigen und unterschiedlich großen Varikositäten bzw. Schwellungen entlang der Dendriten und der Axone betrachtet werden. Diese entsprechen postmortale Veränderungen und wurden bereits durch andere Autoren beschrieben (Leventhal et al., 1981; Rodieck et al., 1985; Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992; Rodieck and Watanabe, 1993). Watanabe und Rodieck (1989) stellten an Ganglienzellen aus frisch präparierten Affen- Retinae keine Schwellungen fest, solange diese keinen Schädigungen ausgesetzt waren. Die Annahme, dass die Varikositäten an den Orten zustande kommen, an denen sich eine Ansammlung von neurotransmitterhaltigen, synaptischen Vesikeln findet, liefert eine der möglichen Erklärungen. Hierfür spricht, dass ähnlich erscheinende Schwellungen entlang von Dendriten und Axonen anderer neuronaler Ganglienzellen beschrieben wurden (Nowakowski, 1979; Bartlett, 1984).

Rodieck und Watanabe (1993) erwähnten, dass die Schwellungen zuerst am distalen Dendriten auftreten und dass die distalen Dendriten mit einer kleinen Schwellung abrupt enden. Besonders große Schwellungen wurden an den Verzweigungspunkten am distalen Dendriten mancher Ganglienzellen beobachtet. [...]

[Seite 26]

Die Varikositäten an den Axonen ähnelten häufig zunächst denen der proximalen Dendriten. An manchen Dendritenästen waren einige Varikositäten durchsichtiger bzw. klarer und spindelförmig bis rund.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[23.] Ckr/Fragment 030 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:25:45 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 4-10
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 27, Zeilen: 1-6
3.3 Morphologie der Zellkörper

Die Zellkörper der retinalen Ganglienzellen weisen sehr unterschiedliche Formen auf. Sie können rund, oval (zum Axon oder zum primären Dendriten hin spitz) bis länglich, spindel- und sanduhrförmig, eckig bzw. kantig, sichel-, kolben- oder birnenförmig, vieleckig und unterschiedlich groß sein. Diese Variabilität der Zellkörpermorphologie kann teilweise der Abbildung 7 aber auch den fortlaufenden Abbildungen dieser Studie der Ganglienzellen entnommen werden.

3.2 Morphologie der Zellkörper

Die Zellkörper der retinalen Ganglienzellen weisen sehr unterschiedliche Formen auf. Sie können rund, oval (zum Axon oder zum primären Dendriten hin spitz) bis länglich, spindel- und sanduhrförmig, eckig bzw. kantig, sichel-, kolben- oder birnenförmig, vieleckig und unterschiedlich groß sein. Diese Variabilität der Zellkörpermorphologie kann teilweise den Abbildungen der Ganglienzellen entnommen werden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[24.] Ckr/Fragment 031 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:28:36 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 1-2, 4-8
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 27, Zeilen: 6-13
Die dreidimensionale Zellkörpermorphologie trägt zusätzlich zu dieser Variabilität bei. Die Zellkörperform hängt von der Anzahl der primären Dendriten ab. So sind Midgetzellen meistens bipolar (Abbildung 7A, C) und Parasolzellen durch den Abgang mehrerer Dendriten meistens polygonal (Abbildung 5B, D). Die Zellkörperparameter (Durchmesser, Fläche und Umfang) variieren ebenfalls mit diesen Ebenen, so dass die Zellkörperparameter bei manchen Ganglienzellen in der Dendritenbaumebene und bei anderen Ganglienzellen in der Zellkörperebene größer waren. Ovale und spindelförmige Zellkörper kamen am häufigsten vor. Die dreidimensionale Zellkörpermorphologie trägt zusätzlich zu dieser Mannigfaltigkeit bei. Deshalb hängt die Zellkörperform von der Anzahl der primären Dendriten und von den Ebenen der IPL ab. Die Zellkörperparameter (Durchmesser, Fläche und Umfang) variieren ebenfalls mit diesen Ebenen, so dass die Zellkörperparameter bei manchen Ganglienzellen in der Dendritenbaumebene und bei anderen Ganglienzellen in der Zellkörperebene größer waren. Ovale und spindelförmige Zellkörper kamen am häufigsten vor.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[25.] Ckr/Fragment 032 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 17:24:10 WiseWoman
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1-11
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 28, Zeilen: 21-32
Der Zellkörperumfang aller morphometrisch erfassten Midgetzellen (n = 200) beträgt durchschnittlich 86,7 ± 13,7 μm (54,4 bis 138,8 μm) und der Parasolzellen (n = 380) durchschnittlich 87,5 ± 13,4 μm (58,2 bis 212,0 μm) (Tabelle 3).

[Tab. 3]

Als letztes wurde bei allen Zellen die Zellkörperfläche aus dem Umfang und dem Radius errechnet. Midgetzellen wiesen eine Abnahme der Fläche vom Zentrum zur Peripherie hin, während Parasolzellen eine eindeutige Zunahme zeigten (Tabelle 4). Im Vergleich zum Zellkörperdurchmesser und zum Zellkörperumfang ergeben sich für die Zellkörperfläche der Midgetzellen (n = 200) Durchschnittswerte von 470,0 ± 153,4 μm² (177,3 bis 1075,2 μm²) und für Parasolzellen (n = 380) Durchschnittswerte von 486,4 ± 170,3 μm² (209,4 bis 2701,8 μm²). Hiermit ist ein minimaler Unterschied der Durchschnittswerte hinsichtlich ihrer regionalen Lokalisation ersichtlich (Tabelle 5).

Des Weiteren wurde für den Zellkörperumfang aller morphometrisch erfassten Midgetzellen (n = 202) ein Durchschnittswert von 86,2 ± 13,7 μm (Range 54,4 bis 138,8 μm) und für Parasolzellen (n = 388) ein Durchschnittswert von 87,5 ± 13,4 μm (Range 58,2 bis 212,0 μm) bestimmt. Wie man aus den Diagrammen 4 bis 6 entnehmen kann, ergeben sich keine bedeutenden Unterschiede der Durchschnittswerte hinsichtlich der Lokalisation beider Ganglienzellklassen (vgl. Diagramme 4 bis 6).

Im Vergleich zum Zellkörperdurchmesser und zum Zellkörperumfang ergeben sich für die Zellkörperfläche der Midgetzellen (n = 202) Durchschnittswerte von 471,9 ± 153,4 μm² (Range 177,3 bis 1075,2 μm²) und für Parasolzellen (n = 388) Durchschnittswerte von 484,4 ± 173,3 μm² (Range 209,4 bis 2701,8 μm²). Hiermit ist ein minimaler Unterschied der Durchschnittswerte hinsichtlich ihrer regionalen Lokalisation ersichtlich (vgl. Diagramme 7 bis 9).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die hier wieder weitgehend als Textschablone dient.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[26.] Ckr/Fragment 033 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:30:34 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 7-11
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 34, Zeilen: 2-3, 8-9, 15-16
3.4 Morphologie der Dendriten von Midgetzellen

Die Dendriten sind bei allen Zellen weit verzweigt, wobei meistens der Querschnitt nach jedem Verzweigungsgrad abnimmt. Struktur und Ausmaß der dendritischen Verzweigungen spielen eine wichtige Rolle bei der Informationsaufnahme und -verarbeitung der RGZ. Der primäre Dendrit und seine Verzweigungen bestimmen das Aussehen dieser Ganglienzellen, wobei wiederkehrende Muster dazu verwendet werden, diese Zellen zu gruppieren (Abbildung 8).

3.3 Morphologie der Dendritenbäume

Die Dendriten (griech. Dendron = Baum) bilden weit verzweigte Netze, wobei meistens der Querschnitt nach jeder Einzelverzweigung abnimmt. [...]

Struktur und Ausmaß der dendritischen Verzweigungen spielen eine wichtige Rolle bei der Informationsübertragung neuronaler Zellen. [...] Der primäre Dendrit und seine weitere Verlaufsform und deren Verzweigungen bestimmen das Aussehen dieser Ganglienzellen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. In diesem Fragment ist (ausnahmsweise) eine eigene Formulierungsleistung erkennbar.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[27.] Ckr/Fragment 034 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:34:07 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1-12
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 44, Zeilen: 2-13
Als Midgetzellen wurden RGZ mit einem einzigen (oder seltener mit zwei) primären Dendriten klassifiziert und solche mit einigen zusätzlichen, kleinen vereinzelten Dendriten, die ebenfalls direkt vom Zellkörper abgehen. Diese Klassifikation der Midgetzellen wurde auch unter Berücksichtigung bisheriger Erkenntnisse über die Klassifikation und morphologische Beschreibung durch andere Forscher vorgenommen. Der primäre Dendrit, von dem der Dendritenbaum bei den Midgetzellen ausgeht, zeigt eine große Formenvielfalt im Hinblick auf Ausrichtung, Verlauf und Verzweigungsmuster. Die Orientierung und Morphologie des Dendritenbaums sind von diesen Merkmalen des primären Dendriten abhängig. Die Midgetzellen weisen unterschiedlich dicht verzweigte und unterschiedlich große elliptische, konzentrische und asymmetrische Dendritenbäume auf. Die Variation der Morphologie der Dendritenbäume wurde bereits durch andere Forscher als erblich festgelegte Eigenschaft der menschlichen Midgetzellen be-[trachtet (Dacey, 1993b).] Unter der Gruppe der Midgetzellen wurden GZ mit nur einem einzigen primären Dendriten klassifiziert und solche mit einigen zusätzlichen, kleinen vereinzelten Dendriten, die ebenfalls direkt vom Zellkörper abgehen. Diese Klassifikation der Midgetzellen wurde auch unter Berücksichtigung bisheriger Erkenntnisse über die Klassifikation und morphologische Beschreibung durch andere Forscher vorgenommen. Der primäre Dendrit, von dem der Dendritenbaum bei den Midgetzellen ausgeht, zeigt eine große Formenvielfalt im Hinblick auf Ausrichtung, Verlauf und Verzweigungsmuster. Die Orientierung und Morphologie des Dendritenbaums sind von diesen Merkmalen des primären Dendriten abhängig. Die Midgetzellen weisen unterschiedlich dicht verzweigte und unterschiedlich große elliptische, konzentrische und asymmetrische Dendritenbäume auf. Die Variation der Morphologie der Dendritenbäume wurde bereits durch andere Forscher als erblich festgelegte Eigenschaft der menschlichen Midgetzellen betrachtet (Dacey, 1993b).
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[28.] Ckr/Fragment 035 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 13:37:11 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 44, 45, 51, Zeilen: 44: 12-19, 45: 2-4, 51: 2-4, 5-9, 11-21
[Die Variation der Morphologie der Dendritenbäume wurde bereits durch andere Forscher als erblich festgelegte Eigenschaft der menschlichen Midgetzellen be]trachtet (Dacey, 1993b). Der Zellkörper der Midgetzellen liegt meist außerhalb der Fläche der Dendritenbäume. Der primäre Dendrit der Midgetzellen, besonders der zentralen Midgetzellen, liegt häufig gegenüber dem Axon. Auf der anderen Seite kommen Midgetzellen innerhalb derselben Retina und in verschiedenen Retinae vor, die sich in Zellkörperform und Dendritenbaum und somit im Verzweigungsmuster sehr ähneln.

Die makulären Midgetzellen (Abbildung 8A, B) zeigen meistens einen kurzen, gegenüber dem Axon abgehenden primären Dendriten, der sich kaum verzweigt. Diese Midgetzellen konnten im Makulabereich beobachtet werden. Im temporalen Retina-Quadranten waren im Makulabereich die meisten Ganglienzellen zu sehen, die gewisse Schwellungen an ihrem besonders kleinen Zellkörper hatten. Etwas temporal der Makula konnte man die Verzweigung der Midgetzellen deutlicher sehen. Die Ganglienzellen im Makulabereich haben im Vergleich zu den Ganglienzellen anderer Quadranten wahrscheinlich wegen der hohen Zelldichte in diesem Bereich, kleine Dendritenbäume und Zellkörper.

Im Gegensatz hierzu sind im Allgemeinen die Ganglienzellen des nasalen Retina-Quadranten kleiner als die RGZ des superioren, inferioren und temporalen Retina-Quadranten. Die meisten zentralen Midgetzellen haben einen büschelförmigen Dendritenbaum. Bei diesen RGZ waren die einzelnen Dendritenzweige nicht eindeutig erkennbar. Denn die zentrale Dicke der Netzhaut und die Intensität der DiI-Färbung erschwerten die Aufnahmen der Dendritenbäume. Die Unschärfe der Dendriten, der Axone und der Zellkörper machten eine morphologische und somit eine morphometrische Auswertung der makulären, meistens auch der zentralen Ganglienzellen unmöglich. Der primäre Dendrit dieser Midgetzellen kann “büschelförmig“ oder „baumstammartig“ lang und gerade gestreckt vom Zellkörper abgehen und sich anschließend in eine Richtung gegenüber dem Axon verzweigen (Abbildungen 8 und 9).

Die Variation der Morphologie der Dendritenbäume wurde bereits durch andere Forscher als erblich festgelegte Eigenschaft der menschlichen Midgetzellen betrachtet (Dacey, 1993b).

Der Zellkörper der Midgetzellen liegt meist außerhalb der Fläche der Dendritenbäume. Der primäre Dendrit der Midgetzellen, besonders der zentralen Midgetzellen, liegt häufig gegenüber dem Axon. Auf der anderen Seite kommen Midgetzellen innerhalb derselben Retina und in verschiedenen Retinae vor, die sich in Zellkörperform und Dendritenbaum und somit im Verzweigungsmuster sehr ähneln.

[Seite 45]

Der primäre Dendrit dieser Midgetzellklasse kann „baumstammartig“ lang und gerade gestreckt vom Zellkörper abgehen und sich anschließend in eine Richtung gegenüber dem Axon verzweigen.

[Seite 51]

3.4.2 Sehr kleine zentrale Midgetzellen

Die makulären Midgetzellen zeigen meistens einen kurzen, gegenüber dem Axon abgehenden primären Dendriten, der sich kaum verzweigt. Diese Midgetzellen konnten im Makulabereich beobachtet werden (A, B, C). Manche makuläre GZ haben einen „primären Dendriten“, der aus einigen Schwellungen (E) besteht. Im temporalen Retina- Quadranten waren im Makulabereich die meisten Ganglienzellen zu sehen, die solche Schwellungen (weißer Pfeil E) an ihrem besonders kleinen Zellkörper hatten. Etwas temporal der Makula konnte man die Verzweigung der Midgetzellen deutlicher sehen (A und D). Die Midgetzelle D hat einen feinen kleinen Dendritenbaum mit vereinzelten Zweigen, die in Richtung des bogenförmig geneigten Axons und in Richtung Sehnervenkopf orientiert sind. Die Ganglienzellen im Makulabereich haben im Vergleich zu den Ganglienzellen anderer Quadranten, ziemlich kleine Dendritenbäume und Zellkörper (B, C). Im Gegensatz hierzu sind im Allgemeinen die Ganglienzellen des nasalen Retina-Quadranten kleiner (A) als die GZ des superioren, inferioren und temporalen Retina-Quadranten.

Die meisten zentralen Midgetzellen haben einen büschelförmigen Dendritenbaum. Bei diesen GZ waren die einzelnen Dendritenzweige nicht eindeutig erkennbar. Denn die zentrale Dicke der Netzhaut und die Intensität der DiI-Färbung erschwerten die Aufnahmen der Dendritenbäume (A und E). Die Unschärfe der Dendriten, der Axone und der Zellkörper machten eine morphologische und somit eine morphometrische Auswertung der makulären, meistens auch der zentralen Ganglienzellen unmöglich.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[29.] Ckr/Fragment 036 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:35:58 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1-11
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 45, Zeilen: 4-16
Die Länge des proximalen primären Dendriten bis zur Verzweigungsstelle variiert von Midgetzelle zu Midgetzelle. Die v-förmige bzw. y-förmige Verzweigung erfolgt oft an beiden Seiten des primären bzw. sekundären Dendriten. Die Midgetzellen der zentralen Retina haben einen primären Dendriten mit büschelförmigen Verzweigungsmustern. Meist liegt bei den Midgetzellen der büschelförmige Dendritenbaum gegenüber dem Axon. Es kommen aber auch solche Midgetzellen vor, bei denen die Verzweigung nur zu einer Seite der primären und sekundären Dendriten erfolgt. Die Dendritenzweige gehen bei manchen, vertikal orientierten primären Dendriten von beiden Seiten bzw. von einer Seite des primären Dendriten horizontal gestreckt ab. Manche primäre Dendriten weisen einen unterschiedlich bogenförmigen Verlauf auf. Die Dendriten zweigen häufig von der konvexen Seite des primären Dendriten ab. Die primären Dendriten der [Midgetzellen haben ein sehr unterschiedliches Querschnittskaliber.] Die Länge des proximalen primären Dendriten bis zur Verzweigungsstelle variiert von Midgetzelle zu Midgetzelle. Die v-förmige bzw. y-förmige Verzweigung erfolgt oft an beiden Seiten des primären bzw. sekundären Dendriten.

Die Midgetzellen der zentralen Retina haben einen primären Dendriten mit büschelförmigen Verzweigungsmustern. Meist liegt bei den Midgetzellen der büschelförmige Dendritenbaum gegenüber dem Axon. Es kommen aber auch solche Midgetzellen vor, bei denen die Verzweigung nur zu einer Seite des primären und der sekundären Dendriten erfolgt. Die Dendritenzweige gehen bei manchen, vertikal orientierten primären Dendriten von beiden Seiten bzw. von einer Seite des primären Dendriten horizontal gestreckt ab (E, L). Manche primäre Dendriten weisen einen unterschiedlich bogenförmigen Verlauf auf. Die Dendriten zweigen häufig von der konvexen Seite des primären Dendriten ab (G, L, M1).

Die primären Dendriten der Midgetzellen haben ein sehr unterschiedliches Querschnittskaliber.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[30.] Ckr/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:39:27 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1-16
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 45, Zeilen: 17-32
[Die primären Dendriten der] Midgetzellen haben ein sehr unterschiedliches Querschnittskaliber. Meistens nehmen der Querschnitt des primären Dendriten und auch die sekundären Dendriten mit zunehmender Entfernung vom Zellkörper ab.

Die Zellkörper dieser Midgetzellen liegen sehr exzentrisch und damit außerhalb der Dendritenbaumfläche. Die Zellkörperform kann kreisrund, spindelförmig, vieleckig, oval, zum Axon oder zum Dendriten hin spitz sein. Die Verzweigungsdichte in dieser Midgetzellen ist unterschiedlich: Sie reicht von einigen seltenen bis zu sehr dichten Verzweigungsmustern. Viele Midgetzellen dieser Klasse bilden die sogenannten büschelförmigen Dendritenbäume mit vertikaler und unterschiedlicher seitlicher Orientierung. Die Strecke des proximalen primären Dendriten vom Zellkörper bis zur ersten Verzweigungsstelle wurde bei Dacey (1993b) zur Unterscheidung in äußere und innere Midgetzellen herangezogen. Midgetzellen dieser Klasse weisen erste Verzweigungsstellen auf, die bis 60 μm vom Zellkörper entfernt liegen. Demnach gehören diese Midgetzellen zu den „outer-stratified“ Zellen. Tatsächlich verzweigen die meisten Midgetzellen mit einer entfernt-liegenden Verzweigungsstelle vom Zellkörper auch tiefer in der IPL.

Die primären Dendriten der Midgetzellen haben ein sehr unterschiedliches Querschnittskaliber. Meistens nimmt der Querschnitt des primären Dendriten und auch die sekundären Dendriten mit zunehmender Entfernung vom Zellkörper ab (E).

Die Zellkörper dieser Midgetzellklasse liegen sehr exzentrisch und damit außerhalb der Dendritenbaumfläche. Die Zellkörperform kann kreisrund, spindelförmig, vieleckig, oval, zum Axon oder zum Dendriten hin spitz sein. Die Verzweigungsdichte in dieser Midgetzellklasse ist unterschiedlich: Sie reicht von einigen seltenen bis zu sehr dichten Verzweigungsmustern (A, C, E, G u. a.). Viele Midgetzellen dieser Klasse bilden die so genannten büschelförmigen Dendritenbäume mit vertikaler und unterschiedlicher seitlicher Orientierung. Die Strecke des proximalen primären Dendriten vom Zellkörper bis zur ersten Verzweigungsstelle wurde bei Dacey (1993b) zur Unterscheidung in äußere und innere Midgetzellen herangezogen. Midgetzellen dieser Klasse weisen erste Verzweigungsstellen auf, die bis 60 μm vom Zellkörper entfernt liegen. Demnach gehören diese Midgetzellen zu den „outer-stratified“ Zellen. Tatsächlich verzweigen die meisten Midgetzellen mit einer entfernt liegenden Verzweigungsstelle vom Zellkörper auch tiefer in der IPL.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[31.] Ckr/Fragment 038 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 14:47:58 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1-25, 27-33
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 34,53,57,64, Zeilen: 19ff; 21ff;2ff;1ff
[Der Axonverlauf ist sehr] variabel, z. B. kann er eine rechtwinklige Abknickung kurz nach seinem Abgang vom Zellkörper oder einen großen rechtwinkligen Bogen zeigen. Viele Zellkörper dieser Midgetzellgruppe sind spindelförmig und rund. Sie können sowohl zum Axon, zum primären Dendriten als auch gleichzeitig zu beiden hin spitz sein. Zellkörper dieser Klasse liegen oft exzentrisch zum Dendritenbaum. Midgetzellen dieser Gruppe sind nach Dacey (1993a, b; Dacey and Petersen, 1992) wahrscheinlich den „outer-stratified“ Midgetzellen und nach Kolb et al. (1992) den P2-Zellen zuzuordnen.

Eine weitere Subgruppe scheinen Midgetzellen zu sein, bei denen mehrere primäre Dendriten aus einer punktförmigen Zellkörperstelle abgehen. Die Ausbreitung dieser primären Dendriten bestimmt die Morphologie der Dendritenbäume. Die Dendritenbäume zeigen in der Regel konzentrische, halbkreisförmige und elliptische Formen. Bei den halbkreisförmigen Dendritenbäumen liegt der Zellkörper meist dicht am Dendritenbaum. Die halbkreisförmigen Dendritenbäume zeigen unterschiedlich lockere bis dichte Dendritenverzweigungen, oft mit gleichmäßiger Ausbreitung und Füllung der Fläche.

3.5 Morphologie der Dendriten von Parasolzellen

Die Gruppe der Parasolzellen umfasst jene Ganglienzellen, die symmetrische Dendriten aufweisen, wobei diese von unterschiedlichen Stellen des Zellkörpers abgehen müssen. Die Parasolzellen wurden in dieser Studie unabhängig von ihrer Dendritenbaumgröße, aber meist unter Berücksichtung der morphologischen Beschreibung und Darstellung von Parasolzellen durch andere GZ-Forscher ausgewählt (Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Ghosh et al., 1996). In dieser Studie wurden die bei Kolb erwähnten „M-Zellen“, größere Ganglienzellen („large Parasol cells“) sowie die Ganglienzellen, die Polyak (1941) als „shrumb“, „small“, „diffuse“, „garland“, „giant“ und „displaced“ klassifizierte, den Parasolzellen zugeordnet.

Im Gegensatz zu den Midgetzellen werden als Parasolzellen die Zellen mit meistens 3 bis 5 primären Dendriten aufweisen. RGZ zeigen eine ausgeprägte Variabilität ihrer Verzweigungsmuster (Abbildung 11). Verlauf und Verzweigungsform der primären Dendriten kennzeichnen die Morphologie und letztendlich die Funktion dieser Ganglienzellen. Ganglienzellen mit konzentrisch-symmetrischer Anordnung der primären Dendriten weisen auch konzentrische Dendritenbäume auf. Ganglienzellen, deren Dendritenbäume sich in unterschiedliche Ebenen verzweigen, wurden meist unter den Parasolzellen und einige unter den Midgetzellen zusammengefasst. Besonders die pri-[mären Dendritenformen und deren Verzweigungsmuster sind dafür geeignet, Ähnlichkeiten zwischen den Zellen zu finden.]

[Seite 34]

Diese GZ zeigen eine ausgeprägte Variabilität ihrer Verzweigungsmuster. Verlauf und Verzweigungsform der primären Dendriten kennzeichnen die Morphologie dieser Ganglienzellen. Meistens ist einer der primären Dendriten stärker ausgebildet und somit dichter verzweigt als die anderen primären Dendriten. Ganglienzellen mit gleichmäßiger bzw. symmetrischer Anordnung der primären Dendriten weisen konzentrische Dendritenbäume auf. Ganglienzellen mit mehr als drei primären Dendriten werden hier als „multidendrit GZ“ klassifiziert.

[Seite 53]

Der Axonverlauf ist sehr variabel, z. B. kann er eine rechtwinklige Abknickung kurz nach seinem Abgang vom Zellkörper oder einen großen rechtwinkligen Bogen zeigen (F und J). Die Ganglienzellen C, G und H haben Axone, die in ihrem Verlauf große Schleifen bzw. Bögen zeigen (weiße Pfeile). Viele Zellkörper dieser Midgetzellgruppe sind spindelförmig und rund. Sie können sowohl zum Axon, zum primären Dendriten als auch gleichzeitig zu beiden hin spitz sein. Zellkörper dieser Klasse liegen oft exzentrisch zum Dendritenbaum. Midgetzellen dieser Gruppe sind nach Dacey wahrscheinlich den „outer-stratified“ Midgetzellen und nach Kolb et al. (1992) den P2-Zellen zuzuordnen.

[Seite 57]

Der Dendritenbaum geht bei dieser Midgetzellklasse (A bis K) in Form mehrerer primärer Dendriten aus einer punktförmigen Zellkörperstelle ab. Die Ausbreitung dieser primären Dendriten bestimmt die Morphologie der Dendritenbäume. Die Dendritenbäume zeigen in der Regel konzentrische, halbkreisförmige und elliptische Formen. Bei den halbkreisförmigen Dendritenbäumen liegt der Zellkörper meist grenzwertig am Dendritenbaum (C, I und J). Die halbkreisförmigen Dendritenbäume zeigen unterschiedlich lockere bis dichte Dendritenverzweigungen, oft mit gleichmäßiger Ausbreitung und Füllung der Fläche.

[Seite 64]

3.5 Morphologische Klassifikationen der Parasolzellen

Die Gruppe der Parasolzellen umfasst jene Ganglienzellen, die mindestens zwei bis mehrere primäre Dendriten haben, wobei diese von unterschiedlichen Stellen des Zellkörpers abgehen müssen. Die Parasolzellen wurden in dieser Studie unabhängig von ihrer Dendritenbaumgröße, aber meist unter Berücksichtung der morphologischen Beschreibung und Darstellung von Parasolzellen durch andere GZ-Forscher ausgewählt (Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Ghosh et al., 1996). In dieser Studie wurden die bei Kolb erwähnten „M-Zellen“, größere Ganglienzellen („large Parasol cells“) sowie die Ganglienzellen, die Polyak (1941) als „shrumb“, „small“, „diffuse“, „garland“, „giant“ und „displaced“ klassifizierte, den Parasolzellen zugeordnet.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Singulus

[32.] Ckr/Fragment 039 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 13:39:00 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 3-33
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 64, 65, Zeilen: 64: 11 ff. - 65: 1-10
Auch multistratifizierte Ganglienzellen dieser Gruppe wurden morphometrisch als Parasolzellen berücksichtigt. Bei diesen verzweigt sich der Dendritenbaum, der mehrere primäre Dendriten haben kann, sowohl in die Sublamina a als auch in die Sublamina b der IPL (Kolb & Petersen, 1992; Dacey et al., 1994; Ghosh et al., 1996). Wie die Midgetzellen wurden hier die Parasolzellen ebenfalls aufgrund ihrer primären Dendriten und besonders anhand ihrer Anzahl klassifiziert. Die Dendriten der Parasolzellen streckten sich meist radiär in der ihnen zur Verfügung stehenden Fläche und füllen diese oft gleichmäßig aus. Ganglienzellen mit diesem Verzweigungsmuster, mit gleichmäßiger Anordnung mehrerer primärer Dendriten, wurden von den meisten Forschern als Parasolzellen beschrieben. Dagegen wurden Ganglienzellen, die zwar mehrere primäre Dendriten hatten, deren Verzweigungsmuster aber ungleichmäßig war, die also Areale ohne Dendritenzweige kombiniert mit Arealen dichter Dendritenverzweigung aufwiesen, bei Dacey (1993b) als „inner-stratified“ Midgetzellen klassifiziert, in anderen Berichten jedoch als Parasolzellen klassifiziert (Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992; Ghosh et al., 1996).

Parasolzellen besitzen in der Regel elliptische und konzentrische Dendritenbäume. Der Zellkörper liegt meist innerhalb des Dendritenbaums und – bei jenen mit konzentrischen Dendritenbäumen – zentral innerhalb des Dendritenbaums. Einige Parasolzellen bilden asymmetrische Dendritenbäume. Bei diesen liegt der Zellkörper somit unterschiedlich bis exzentrisch innerhalb des Dendritenbaums. Die Morphologie der Dendritenbäume wird bestimmt vom Verlauf, von der Ausrichtung und vom Verzweigungsmuster der primären Dendriten. Viele Krümmungen sowie Abnickungen kommen entlang der Dendriten vor. Die morphologischen Parasolzellmerkmale werden bei den einzelnen Klassen weiter unten ausführlich aufgeführt. Trotz dieser Klassifizierung zeigen die Parasolzellen weiterhin morphologisch eine solche Vielfältigkeit, dass es schwierig war, diese einheitlich zu beschreiben. Besonders bei den Parasolzellen reichen die Dendritenzweige tief in die Sublamina a, wo man gleichzeitig die Axone der Horizontalzellen betrachten kann. Unter den Parasolzellen wurden ebenfalls einige Ganglienzellen gefunden, die sich in Zellkörperform, Zellkörpergröße, primären Dendriten, Dendritenbaumgröße und in der Dendritenbaumverzweigung sehr ähneln. Zu einer morphometrischen Unterklassifizierung reichen sie jedoch nicht aus.

Auch die sich in mehrere Ebenen verzweigenden Ganglienzellen dieser Gruppe wurden morphometrisch als Parasolzellen berücksichtigt. Bei diesen verzweigt sich der Dendritenbaum, der mehrere primäre Dendriten haben kann, sowohl in die Sublamina a als auch in die Sublamina b der IPL (Kolb et al., 1992; Dacey et al., 1994; Ghosh et al., 1996).

Wie die Midgetzellen wurden hier die Parasolzellen ebenfalls aufgrund ihrer primären Dendriten und besonders anhand ihrer Anzahl klassifiziert. Die Dendriten der Parasolzellen strecken sich meist radiär in der ihnen zur Verfügung stehenden Fläche und füllen diese oft gleichmäßig aus. Ganglienzellen mit diesem Verzweigungsmuster, mit gleichmäßiger Anordnung mehrerer primärer Dendriten, wurden von den meisten Forschern als Parasolzellen beschrieben. Dagegen wurden Ganglienzellen, die zwar mehrere primäre Dendriten hatten, deren Verzweigungsmuster aber ungleichmäßig war, die also Areale ohne Dendritenzweige kombiniert mit Arealen dichter Dendritenverzweigung aufwiesen, bei Dacey (1993b) als „inner-stratified“ Midgetzellen klassifiziert, von anderen Forschern jedoch als Parasolzellen klassifiziert (vgl. Thanos et al., 1991; Kolb et al., 1992; Ghosh et al., 1996).

Parasolzellen besitzen in der Regel elliptische und konzentrische Dendritenbäume. Der Zellkörper liegt meist innerhalb des Dendritenbaums und – bei jenen mit konzentrischen Dendritenbäumen – zentral innerhalb des Dendritenbaums. Einige Parasolzellen bilden asymmetrische Dendritenbäume. Bei diesen liegt der Zellkörper somit unterschiedlich bis exzentrisch innerhalb des Dendritenbaums. Die Morphologie der Dendritenbäume wird bestimmt vom Verlauf, von der Ausrichtung und vom Verzweigungsmuster der primären Dendriten. Viele Krümmungen sowie Abnickungen kommen entlang der

[Seite 65]

Dendriten vor. Die morphologischen Parasolzellmerkmale werden bei den einzelnen Klassen weiter unten ausführlich aufgeführt.

Trotz dieser Klassifizierung zeigen die Parasolzellen weiterhin morphologisch eine solche Vielfältigkeit, dass es schwierig war, diese einheitlich zu beschreiben. Besonders bei den Parasolzellen reichen die Dendritenzweige tief in die Sublamina a, wo man gleichzeitig die Axone der Horizontalzellen betrachten kann.

Unter den Parasolzellen wurden ebenfalls einige Ganglienzellen gefunden, die sich in Zellkörperform, Zellkörpergröße, primären Dendriten, Dendritenbaumgröße und in der Dendritenbaumverzweigung sehr ähneln. Zu einer morphometrischen Unterklassifizierung reichen sie jedoch nicht aus.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[33.] Ckr/Fragment 040 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:41:51 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-12
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 66, Zeilen: 2-14
Bei den Parasolzellen mit zwei gegenüber verlaufenden primären Dendriten liegt der Zellkörper meistens zentral zwischen den primären Dendriten und somit zentral innerhalb des Dendritenbaums. Bei jenen Parasolzellen, die zwei unterschiedlich große primäre Dendriten haben, liegt der Zellkörper entsprechend zwar innerhalb des Dendritenbaums, aber unterschiedlich vom Zentrum des Dendritenbaums entfernt. Die primären Dendriten können sich horizontal, vertikal im Hinblick auf Axon und Zellkörper gegenüberliegen und sich direkt an ihrem Abgang vom Zellkörper oder nach einer Strecke proximal zu beiden Seiten und unterschiedlich dicht in den Schichten der IPL verzweigen. Die zwei primären Dendriten können sich auch spalierbaumartig, d. h. in einer Ebene, verzweigen. Sie können gerade gestreckt, bogenförmig und mit Abknickungen in dieselbe oder in entgegengesetzte Richtungen verlaufen und entsprechend verschiedene Verzweigungsmuster annehmen. Bei den Parasolzellen mit zwei gegenüber verlaufenden primären Dendriten liegt der Zellkörper meistens zentral zwischen den primären Dendriten und somit zentral innerhalb des Denritenbaums. [sic] Bei jenen Parasolzellen, die zwei unterschiedlich große primäre Dendriten haben, liegt der Zellkörper entsprechend zwar innerhalb des Dendritenbaums, aber unterschiedlich vom Zentrum des Dendritenbaums entfernt. Die primären Dendriten können sich horizontal, vertikal im Hinblick auf Axon und Zellkörper gegenüberliegen und sich direkt an ihrem Abgang vom Zellkörper oder nach einer Strecke proximal zu beiden Seiten und unterschiedlich dicht in den Schichten der IPL verzweigen.

Die zwei primären Dendriten können sich auch spalierbaumartig, d. h. in einer Ebene, verzweigen. Sie können gerade gestreckt, bogenförmig und mit Abknickungen in dieselbe oder in entgegengesetzte Richtungen verlaufen und entsprechend verschiedene Verzweigungsmuster annehmen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[34.] Ckr/Fragment 041 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 13:53:04 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 1-23
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 93, Zeilen: 1-5, 7 ff.
3.6 Ganglienzellen mit multistratifizierten Dendriten

Die Ganglienzellen dieser Klasse besitzen primäre Dendriten, die sich in unterschiedliche Ebenen (meistens in zwei) der IPL verzweigen. Solche Ganglienzellen können einen oder mehrere primäre Dendriten haben. Entsprechend ihrer Anzahl wurden sie morphometrisch meistens unter den Parasolzellen berücksichtigt. Aus vorliegenden Studien ist bekannt, dass der Dendrit, der sich in einer tieferen Ebene der IPL verzweigt, kleiner ist als der zur Ganglienzellschicht nahe Dendrit. Dies ist ein besonderes Charakteristikum der kleinen (small) bistratifizierten RGZ (Rodieck, 1991; Kouyama and Marshak, 1992; Dacey, 1993a; Rodieck and Watanabe, 1993; Dacey and Lee, 1994).

Unter Berücksichtigung ihrer Entfernung von der Zellkörper- bzw. Axonschicht der RGZ wurden die unterschiedlichen Verzweigungsebenen innerhalb der IPL zueinander in Beziehung gesetzt. Wie man den folgenden Abbildungen entnehmen kann, ist tatsächlich bei den meisten dieser RGZ der zellkörpernahe primäre Dendrit besser verzweigt und somit größer als die sich weiter außen verzweigenden Dendriten. Neben der eindeutigen Lokalisation primärer Dendriten in unterschiedlichen Ebenen der IPL findet man benachbarte Ganglienzellen, die sowohl ihre Zellkörper als auch ihre Dendritenbäume in unterschiedlichen Ebenen haben. Innerhalb dieser RGZ-Subgruppe unterscheiden sich Zellkörper und Dendritenbäume hinsichtlich ihrer Größe, Form und Verzweigungsmuster sowie Verzweigungsdichte enorm voneinander. Ihre Dendritenbäume weisen elliptische, konzentrische und asymmetrische Formen auf. Der Zellkörper liegt, wie unter den Parasolzellen beschrieben, unterschiedlich innerhalb bis grenzwertig außerhalb des Dendritenbaums. Bei einigen Ganglienzellen hat der Zellkörper in der Dendritenbaumebene eine größere Form als in der Zellkörperebene.

3.5.4 Ganglienzellen mit Dendritenbäumen in unterschiedlichen Ebenen

Die Ganglienzellen (A bis I) dieser Klasse besitzen primäre Dendriten, die sich in unterschiedliche Ebenen der IPL verzweigen. Solche Ganglienzellen können einen oder mehrere primäre Dendriten haben. Entsprechend ihrer Anzahl wurden sie morphometrisch meistens unter den Parasolzellen (A bis D1, F, H, I) berücksichtigt. Wenn die GZ neben einem kräftigen primären Dendriten zusätzlich einen sehr kleinen primären Dendriten haben, wurden sie als Midgetzellen (E, G) betrachtet. Aus vorliegenden Studien ist bekannt, dass der Dendrit, der sich in einer tieferen Ebene der IPL verzweigt, kleiner ist als der zur Ganglienzellschicht nahe Dendrit. Dies ist ein besonderes Charakteristikum der kleinen (small) bistratifizierten GZ (Rodieck, 1991; Kouyama and Marshak, 1992; Dacey, 1993a; Rodieck and Watanabe, 1993; Dacey and Lee, 1994). Unter Berücksichtigung ihrer Entfernung von der Zellkörper- bzw. Axonschicht der GZ wurden die unterschiedlichen Verzweigungsebenen innerhalb der IPL zueinander in Beziehung gesetzt. Wie man den folgenden Abbildungen (A bis F, H, I) entnehmen kann, ist tatsächlich bei den meisten dieser GZ der zellkörpernahe primäre Dendrit besser verzweigt und somit größer als die sich weiter außen verzweigenden Dendriten. Neben der eindeutigen Lokalisation primärer Dendriten in unterschiedlichen Ebenen der IPL findet man benachbarte Ganglienzellen, die sowohl ihre Zellkörper als auch ihre Dendritenbäume in unterschiedlichen Ebenen haben (C, F, G). Innerhalb dieser GZ-Klasse unterscheiden sich Zellkörper und Dendritenbäume hinsichtlich ihrer Größe, Form und Verzweigungsmuster und Verzweigungsdichte enorm voneinander. Ihre Dendritenbäume weisen elliptische, konzentrische und asymmetrische Formen auf. Der Zellkörper liegt, wie unter den Parasolzellen beschrieben, unterschiedlich innerhalb bis grenzwertig außerhalb des Dendritenbaums. Bei einigen Ganglienzellen hat der Zellkörper in der Dendritenbaumebene eine größere Form als in der Zellkörperebene (H und I).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[35.] Ckr/Fragment 042 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 12:45:07 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 7-14, 19-22
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 35, Zeilen: 19-31
Für zentrale Parasolzellen errechnen sich für den kleinen Dendritendurchmesser Durchschnittswerte von 106,9 ± 33,7 μm und für den großen Dendritendurchmesser von 170,5 ± 52,7 μm. Des Weiteren wurden für peripher gelegene Parasolzellen gemittelte Werte für den kleinen Dendritenbaumdurchmesser von 176,1 ± 57,5 μm und für den großen Dendritendurchmesser von 279,0 ± 80,0 μm bestimmt. Die Durchschnittswerte aller morphometrisch berücksichtigten Parasolzellen (n = 380) betragen für den kleinen Dendritendurchmesser 157,01 ± 60,0 μm (32,5 - 428,7 μm) und für den großen Dendritendurchmesser 244,0 ± 86,5 μm (55,9 - 770,4 μm).

[...] Bezüglich der horizontalen Achse weisen sowohl die nasal liegenden Midget- als auch die nasal liegenden Parasolzellen etwas kleinere Durchmesser als die andernorts lokalisierten Midget- und Parasolzellen. Die Parasolzellen sind in allen Retinaregionen im Allgemeinen größer als die Midgetzellen.

Für zentrale Parasolzellen errechnen sich für den kleinen Dendritenbaumdurchmesser Durchschnittswerte von 106,9 ± 33,7 μm und für den großen Dendritenbaumdurchmesser von 170,5 ± 52,7 μm. Des Weiteren wurden für peripher gelegene Parasolzellen gemittelte Werte für den kleinen Dendritenbaumdurchmesser zu 176,1 ± 57,5 μm und für den großen Dendritenbaumdurchmesser zu 278,0 ± 80,9 μm bestimmt.

Die Durchschnittswerte aller morphometrisch berücksichtigten Parasolzellen (n = 388) betragen für den kleinen Dendritenbaumdurchmesser 156,1 ± 59,7 μm (Range 32,5 bis 428,7 μm) und für den großen Dendritenbaumdurchmesser 242,5 ± 85,5 μm (Range 55,9 bis 770,4 μm) (vgl. Diagramm 10 und 12).

Sowohl die nasal liegenden Midget- als auch die nasal liegenden Parasolzellen sind etwas kleiner als die andernorts lokalisierten Midget- und Parasolzellen (vgl. Diagramm 11, 14 und 17). Die Parasolzellen sind in allen Retinaregionen im Allgemeinen größer als die Midgetzellen (vgl. Diagramm 11).

Anmerkungen

Die unerwähnte Quelle dient als Textschablone.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[36.] Ckr/Fragment 043 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 16:40:23 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 1-11
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 35, 36, Zeilen: 35: 31-32 - 36: 1-3, 6-12
Der gemittelte Dendritenbaumumfang und die gemittelte Dendritenbaumfläche für die regional liegenden Midgetzellen zeigen sich deutliche Unterschiede hinsichtlich der Lokalisation beider Ganglienzellklassen in Bezug auf die retinale Exzentrizität.

Für alle morphometrisch erfassten Midgetzellen (n = 202) wurde ein Dendritenbaumumfang mit einem Durchschnittswert von 494,3 ± 188,3 μm (Range 72,8 bis 1177,9 μm) und eine Dendritenbaumfläche mit gemittelten Werten von 15268,0 ± 11478,0 μm² (Range 252,0 bis 71526,5 μm²) errechnet.

Im Vergleich dazu wurden für alle Parasolzellen (n = 388) höhere Durchschnittswerte sowohl für den Dendritenbaumumfang, nämlich 677,7 ± 236,0 μm (156,0 - 2039,7 μm), als auch für die Dendritenbaumfläche ermittelt, nämlich 29190,6 ± 21948,7 μm² (1238,2 - 224618,0 μm2) (Tabelle 9).

Der gemittelte Dendritenbaumumfang und die gemittelte Dendritenbaumfläche für die regional liegenden Midgetzellen und

[Seite 36]

Parasolzellen kann man aus den Diagrammen 13, 14, 16, 17 und den dazugehörigen Tabellen entnehmen. Es zeigen sich deutliche Unterschiede der Durchschnittswerte hinsichtlich der Lokalisation beider Ganglienzellklassen.

Die morphologische Vielfalt des Dendritenbaums zeigt sich nicht nur hinsichtlich der Form, sondern auch der Größe. Daher findet sich eine sehr große Standardabweichung. Für alle morphometrisch erfassten Midgetzellen (n = 202) wurde ein Dendritenbaumumfang mit einem Durchschnittswert von 494,3 ± 188,3 μm (Range 72,8 bis 1177,9 μm) und eine Dendritenbaumfläche mit gemittelten Werten von 15268,0 ± 11478,0 μm² (Range 252,0 bis 71526,5 μm²) errechnet.

Im Vergleich dazu wurden für alle Parasolzellen (n = 388) höhere Durchschnittswerte sowohl für den Dendritenbaumumfang, nämlich 677,7 ± 236,0 μm (Range 156,0 bis 2039,7 μm), als auch für die Dendritenbaumfläche ermittelt, nämlich 29190,6 ± 21948,7 μm² (Range 1238,2 bis 224618,0 μm²).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[37.] Ckr/Fragment 044 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-19 14:17:11 Schumann
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-11
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 36, Zeilen: 14-17, 20-21, 24-32
Im Allgemeinen nimmt bei beiden Ganglienzellklassen mit zunehmender Entfernung vom Sehnervenkopf der Dendritendurchmesser, des Dendritenbaumumfangs und somit die Dendritenfläche zu.

Die Verzweigung des Dendritenbaums nimmt zunächst mit zunehmender zentraler Entfernung ebenfalls zu. Die Verzweigungshäufigkeit nimmt mit zunehmendem Dendritenbaumdurchmesser, Dendritenbaumumfang und Dendritenbaumfläche sowohl bei den Midgetzellen, als auch bei den Parasolzellen zu, steigt aber bei überdurchschnittlicher Größe der Midgetzellen und auch bei Parasolzellen nicht mehr stetig an. Die Verzwei-gungsdichten belaufen sich auf 17,8 ± 9,2 (2 bis 66) für die Midgetzellen und für die Parasolzellen (n = 380) ergeben sich für die Verzweigungshäufigkeit Durchschnittswerte von 26, ± 12,0 (5 bis 66).

Den überlagerten Streudiagrammen 19, 20 und 21 kann man entnehmen, dass im Allgemeinen alle Ganglienzellklassen mit zunehmender Entfernung vom Sehnervenkopf eine allmähliche Größenzunahme ihres Dendritenbaumdurchmessers, Dendritenbaumumfanges und somit ihrer Dendritenbaumfläche zeigen. Hier sieht man auch, dass die Midgetzellen die kleineren Ganglienzellen darstellen (vgl. Diagramme 19, 20, 21).

Die Verzweigung des Dendritenbaums nimmt zunächst mit zunehmender zentraler Entfernung ebenfalls zu, besonders bei den Parasolzellen. Im Gegensatz dazu zeigen die Wide-field-Zellen die geringste Verzweigungshäufigkeit überhaupt, unabhängig von der Dendritenbaumgröße und deren Entfernung vom Sehnervenkopf (vgl. Diagramm 22, 23, 24). Die Verzweigungshäufigkeit nimmt mit zunehmendem Dendritenbaumdurchmesser, Dendritenbaumumfang und Dendritenbaumfläche bei den Midgetzellen, besonders aber bei den Parasolzellen zu, steigt aber bei überdurchschnittlicher Größe der Midgetzellen und auch bei Parasolzellen nicht mehr stetig an (vgl. Diagramm 23, 24). Das Diagramm 25 zeigt die gemittelten Werte für die Verzweigungshäufigkeit aller morphometrisch betrachteten Midgetzellen (n = 202) und Parasolzellen (n = 388). Diese belaufen sich auf 16,8 ± 9,3 (Range 2 bis 66) für die Midgetzellen und für die Parasolzellen ergeben sich für die Verzweigungshäufigkeit Durchschnittswerte von 25,6 ± 12,5 (Range 5 bis 66).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die hier als Textschablone dient.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[38.] Ckr/Fragment 045 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 13:47:58 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 7-16, 19-31
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 106, 107, Zeilen: 106: 3-5, 16-23, 33-39 - 107: 1-6
In der Literatur konnte deshalb keine einheitliche Beschreibung der retinalen Ganglienzellen gefunden werden. Sie ist aufgrund der mannigfaltigen Morphologie der Ganglienzellen auch nicht möglich. Die Applikation des lipophilen Fluoreszenzfarbstoffes DiI am Sehnervenstumpf bzw. an axotomierten Axonen hatte sich in bisherigen Studien als geeigneter Fluoreszenzmarker für die Darstellung von Nervenzellen erwiesen. Nachteil der Verwendung von DiI an der Netzhaut ist jedoch, dass sich nur ein kleiner Teil aller RGZ der Retina anfärben lässt. Außerdem setzt diese Methode eine Axotomie der Projektionsneurone voraus (Mey and Thanos, 1993). Die daraus resultierende, stark schwankende Anzahl angefärbter RGZ ist für eine reproduzierte Auswertung nicht im gewünschten Maße geeignet.

[...]

Die in dieser Studie erzielten Ergebnisse der DiI-Methode sind vergleichbar mit jenen neuroanatomischen Verfahren, die ebenfalls zur Darstellung der Ganglienzellen in vivo oder ex vivo verwendet wurden. Hierzu gehören: z. B. in vivo die Horseradish-Peroxidase-Methode und die Neurobiotin-Färbung, die histologische ex vivo Golgi-Färbung oder der retrograde Transport von Fluoreszenz-Farbstoffen in vivo (Bunt et al., 1975; Perry and Cowey, 1981; Thanos and Bonhoeffer, 1987; Thanos, 1988; Kolb et al., 1992; Dacey, 1993b; Silveira et al., 1994; Ghosh et al., 1996). Bessere und aussagekräftige Ergebnisse lieferten jene Verfahren, die Fluoreszenz-Farbstoffe und Horseradish-Peroxidase-Methoden in vivo verwendeten (Thanos and Bonhoeffer, 1987; Honig and Hume, 1986; Boycott and Wässle, 1974; Perry and Cowey, 1985; Peichl, 1989; Rodieck and Watanabe, 1993) und jene Verfahren, die Aussagen über die physiologische Funktion der Ganglienzellen machen konnten (Dacey and Lee, 1994; Dacey, 1996; Lee et al., 2000; Dacey, 2000; Diller et al., 2004).

In der Literatur konnte keine einheitliche Beschreibung der retinalen Ganglienzellen gefunden werden. Sie ist meines Erachtens aufgrund der mannigfaltigen Morphologie der Ganglienzellen auch nicht möglich. [...]

[...] Die Applikation des lipophilen Fluoreszenzfarbstoffes DiI am Sehnervenstumpf bzw. an axotomierten Axonen hatte sich in bisherigen Studien als geeigneter Fluoreszenzmarker für die Darstellung von Nervenzellen erwiesen. Nachteil der Verwendung von DiI an der Netzhaut ist jedoch, dass sich nur ein kleiner Teil aller GZ der Retina anfärben lässt. Außerdem setzt diese Methode eine Axotomie der Projektionsneurone voraus (Mey and Thanos, 1993). Die daraus resultierende, stark schwankende Anzahl angefärbter GZ ist für eine reproduzierte Auswertung nicht im gewünschten Maße geeignet bzw. nicht ausreichend. [...]

Die Ergebnisse der DiI-Methode sind vergleichbar mit jenen neuroanatomischen Verfahren, die ebenfalls zur postmortalen Darstellung der Ganglienzellen verwendet wurden.

Hierzu gehören z. B. HRP, Neurobiotin-Färbung, Golgi-Färbung oder der retrograde Transport von Fluoreszenz-Farbstoffen (Bunt et al., 1975; Perry and Cowey, 1981; Thanos and Bonhoeffer, 1987; Thanos, 1988; Kolb et al., 1992; Dacey, 1993b; Silveira et al., 1994; Ghosh et al., 1996). Bessere und aussagekräftigere Ergebnisse lieferten jene

[Seite 107]

Verfahren, die Fluoreszenz-Farbstoffe und Horseradish-peroxidase-Methoden „in vivo“ verwendeten (Thanos and Bonhoeffer, 1987; Honig and Hume, 1986; Boycott and Wässle, 1974; Perry and Cowey, 1985; Peichl, 1989; Rodieck and Watanabe, 1993) und jene Verfahren, die Aussagen über die physiologische Funktion der Ganglienzellen machen konnten (Dacey and Lee, 1994; Dacey, 1996; Lee et al., 2000; Dacey, 2000; Diller et al., 2004).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[39.] Ckr/Fragment 046 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 13:44:17 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 10-32
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 108, Zeilen: 1ff
4.2 Vergleich der morphometrischen Parameter

[...] Vergleicht man die Ergebnisse der morphometrischen Analyse dieser Studie mit den Ergebnissen aus der Literatur, präsentieren sich unterschiedliche Daten, die wahrscheinlich methodisch bedingt sind (Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Peterson and Dacey, 1998). Die Durchschnittswerte der Dendritenverzweigung, der Zellkörper- und Dendritenbaumparameter – wie Durchmesser, Umfang, Fläche – unterscheiden sich bei diesen Autoren ebenfalls voneinander.

Die auf dem ersten Blick widersprüchlichen Ergebnisse lassen sich wie folgt erklären:

Eine komplette Darstellung der Ganglienzellkörper - und sogar der Nukleoli - ist mit der DiI-Methode sehr gut möglich. Meistens wurden in dieser Studie die Zellkörperparameter in der Ebene bestimmt, wo der Zellkörperumriss ohne die Dendritenbaumebene aufgenommen wurde. Wie man aus den vorigen Abbildungen (s. Ergebnisteil) entnehmen kann, zeigt ein Zellkörper erwartungsgemäß in den verschiedenen Ebenen unterschiedlich große Zellkörperumrisse. Des Weiteren konnte man beobachten, dass die Größe der Zellkörperparameter eine Abhängigkeit von der DiI-Intensität mit unterschiedlicher Fluoreszenz-Belichtung zeigte. Im Gegensatz zu bisherigen Studien ergeben sich in dieser Studie für die Durchschnittswerte und Standardabweichungen der Zellkörperparameter sowohl der Midgetzellen als auch der Parasolzellen keine signifikanten Unterschiede (z. B. Tabellen 6 bis 9).

In bisherigen Studien (Leventhal et al., 1981; Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Dacey, 1993b; Dacey and Lee, 1994; Silveira et al., 1994; Ghosh et al., 1996) hatte man deutlich größere Durchschnittswerte für die Zellkörper der Parasolzellen als für die der Midgetzellen bestimmt, so dass man Midgetzellen als die RGZ mit dem klei[neren Zellkörper definierte.]

4.2 Vergleich der morphometrischen Parameter

Vergleicht man die Ergebnisse bzw. morphometrischen Daten dieser Studie mit den Resultaten anderer Autoren, präsentiert sich eine Fülle unterschiedlicher Daten (Thanos et al., 1991; Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Peterson and Dacey, 1998). Die Durchschnittswerte der Dendritenverzweigung, der Zellkörper- und Dendritenbaumparameter – wie Durchmesser, Umfang, Fläche – unterscheiden sich bei diesen Autoren ebenfalls voneinander. Die auf den ersten Blick widersprüchlichen Ergebnisse lassen sich wie folgt erklären:

4.2.1 Vergleich der Zellköperparameter

Eine Darstellung der Ganglienzellkörper und sogar des Nukleolus ist mit der DiI-Methode sehr gut möglich gewesen. Meistens wurden in dieser Studie die Zellkörperparameter in der Ebene bestimmt, wo der Zellkörperumriss ohne die Dendritenbaumebene aufgenommen wurde. Wie man den oben dargestellten Abbildungen entnehmen kann, zeigt ein Zellkörper in den verschiedenen Ebenen unterschiedlich große Zellkörperumrisse. Des Weiteren konnte man beobachten, dass die Größe der Zellkörperparameter eine Abhängigkeit von der DiI-Intensität mit unterschiedlicher Fluoreszenz-Belichtung zeigte.

Im Gegensatz zu bisherigen Studien ergeben sich in dieser Studie (Tabelle 1) für die Durchschnittswerte und Standardabweichungen der Zellkörperparameter sowohl der Midgetzellen als auch der Parasolzellen keine signifikanten Unterschiede:

[TABELLE 1]

In bisherigen Studien (Leventhal et al., 1981; Dacey and Petersen, 1992; Kolb et al., 1992; Dacey, 1993b; Dacey and Lee, 1994; Silveira et al., 1994; Ghosh et al., 1996) hatte man deutlich größere Durchschnittswerte für die Zellkörper der Parasolzellen als für die der Midgetzellen bestimmt, so dass man Midgetzellen als die GZ mit dem kleineren Zellkörper definierte.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[40.] Ckr/Fragment 047 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 13:29:59 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 1-13, 14-19, 21-33
Quelle: Cengiz_2006
Seite(n): 108, 109. 110, Zeilen: 108: letzte Zeile; 109: 1-15; 110: 4-15
Unter anderem wurde auch über eine Zunahme der Zellkörpergröße mit zunehmender zentraler Entfernung berichtet, die hier für beide Zelltypen bestätigt werden konnte (Polyak, 1941; Peichl, 1989; Rodieck et al., 1985; Dacey and Petersen, 1992; Silveira et al., 1994; Ghosh et al., 1996). In dieser Studie zeigten die RGZ unabhängig von ihrer Lokalisation, mit Ausnahme der perifovealen und der sehr zentralen RGZ, geringe Unterschiede hinsichtlich der Durchschnittswerte der morphometrischen Zellkörperparameter.

Die perifovealen RGZ und auch die sehr zentralen RGZ wurden in dieser Studie berücksichtigt und erklären die ermittelten Durchschnittswerte der Zellkörperparameter. Dacey (1993b) bestimmte Durchschnittswerte für die Zellkörperdurchmesser der ON-Midgetzellen von 18,6 ± 2,3 μm, für die der OFF-Midgetzellen von 17,4 ± 2,3 μm; Thanos et al. (1991) gaben für „large parasol like RGZ“ Durchschnittswerte für den Zellkörperdurchmesser von 26 ± 8 μm an. Dort wurden aber die kleineren Parasolzellen nicht berücksichtigt. In Übereinstimmung mit Thanos et al. (1991) wurden bei Kolb et al. (1992) Zellkörperdurchmesser zwischen 25 und 30 μm für M-Zellen („M-type“) oder große („large“) Parasolzellen bzw. Riesenzellen („giant cells“) bestimmt. Im Vergleich zu diesen Ergebnissen liegen die Durchschnittswerte in dieser Studie dazwischen (vgl. Tabelle 2). Im Gegensatz zu bisherigen Studien wurden in dieser Studie sowohl der kleine als auch der große Zellkörperdurchmesser bestimmt. Berechnet man aus dem kleinen und großen Durchmesser den Mittelwert so ergibt sich ein Durchmesser von 25,9 ± 3,0 μm, was fast identisch mit den Literaturangaben ist. Allerdings unterliegt die Auswahl der morphologisch ausgewerteten Zellen subjektiven Kriterien. Man ist sicherlich geneigt [sic] die besser dargestellten RGZ in die Auswertung einzubeziehen.

Im Gegensatz zu bisherigen Studien und zu den Zellkörperparametern, ergeben sich erwartungsgemäß in dieser Studie wie in früheren Studien für die Dendritenparameter erhebliche Standardabweichungen. Diese lassen sich durch die ausgeprägte Variabilität der unterschiedlichen Dendriten und als Folge der in dieser Studie vorgenommenen vereinfachten RGZ-Klassifikation erklären. Außerdem ist in dieser Studie eine Unterklassifizierung der Midget- und Parasolzellen aufgrund ihrer Dendritengröße nicht vorgenommen worden (Kolb et al., 1992; Dacey, 1993b.). Im Vergleich zu bisherigen Studien wurden hier erheblich größere Dendritenparameter-Werte bestimmt. Die Resultate sind Folge der unterlassenen Unterklassifizierung sowohl der Midget- als auch der Para[solzellen hinsichtlich ihrer Dendritengröße.]

Unter anderem wurde auch über eine Zunahme der

[Seite 109]

Zellkörpergröße mit zunehmender zentraler Entfernung berichtet, die hier nicht bestätigt werden konnte (Polyak, 1941; Peichl, 1989; Rodieck et al., 1985; Dacey and Petersen, 1992; Silveira et al., 1994; Ghosh et al., 1996). In dieser Studie zeigten die GZ unabhängig von ihrer Lokalisation, mit Ausnahme der fovealen und der sehr zentralen GZ, minimale Unterschiede hinsichtlich der Durchschnittswerte der morphometrischen Zellkörperparameter.

Die fovealen GZ und auch die sehr zentralen GZ wurden in dieser Studie nicht berücksichtigt. Hierdurch erklären sich auch die größeren Durchschnittswerte der Zellkörperparameter in dieser Studie. Dacey (1993b) bestimmte Durchschnittswerte für die Zellkörperdurchmesser der ON-Midgetzellen von 18,6 ± 2,3 μm, für die der OFF-Midgetzellen von 17,4 ± 2,3 μm; Thanos et al. (1991) gaben für „large parasol like GZ“ Durchschnittswerte für den Zellkörperdurchmesser von 26 ± 8 μm an.

Es wurden bei Kolb et al. (1992) Zellkörperdurchmesser zwischen 25 und 30 μm für M-Zellen („M-type“) oder große („large“) Parasolzellen bzw. Riesenzellen („giant cells“) bestimmt.

Im Vergleich zu diesen Ergebnissen liegen die Durchschnittswerte in dieser Studie dazwischen (siehe Tabelle 1). Im Gegensatz zu bisherigen Studien wurden in dieser Studie sowohl der kleine als auch der große Zellkörperdurchmesser bestimmt. Des Weiteren unterliegt die Auswahl der morphologisch ausgewerteten Zellen subjektiven Kriterien. Man ist geneigt [sic] die größeren, besser dargestellten GZ in die Auswertung einzubeziehen.

[Seite 110]

Im Gegensatz zu bisherigen Studien und zu den Zellkörperparametern, ergeben sich in dieser Studie für die Dendritenbaumparameter sehr große Standardabweichungen. Diese lassen sich durch die ausgeprägte Variabilität der unterschiedlichen Dendritenbäume und als Folge der in dieser Studie vorgenommenen vereinfachten GZ-Klassifikation erklären.

Des Weiteren ist in dieser Studie, im Unterschied zu anderen Studien, eine Unterklassifizierung der Midget- und Parasolzellen aufgrund ihrer Dendritenbaumgröße nicht vorgenommen worden (Kolb et al, 1992; Dacey, 1993b u.a.).

Im Vergleich zu bisherigen Studien wurden hier (siehe Tabelle 2) erheblich größere Dendritenbaumparameter bestimmt. Die Resultate sind Folge der mangelnden Unterklassifizierung sowohl der Midget- als auch der Parasolzellen hinsichtlich ihrer Dendritenbaumgröße.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[41.] Ckr/Fragment 048 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 13:42:44 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 1-13, 16-33
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 110, 111, Zeilen: 110: 13-26 - 111: 1ff.
[Die Resultate sind Folge der unterlassenen Unterklassifizierung sowohl der Midget- als auch der Para]solzellen hinsichtlich ihrer Dendritengröße. Würde man die Parasolzellen oder die Midgetzellen mit etwa ähnlicher Dendritengröße, ohne Rücksicht auf ihre Dendritenmorphologie, morphometrisch unterklassifizieren, dann hätte man sicherlich kleinere Standardabweichungen und Ganglienzellklassen mit kleineren und größeren Dendritenparameter-Werten. Bei Thanos et al. (1991) wurden für humane Parasolzellen (n = 163) eine Dendritenfläche von 1378 μm² (in der Nähe der Fovea) bis 14186 μm² (im Bereich der Ora serrata) und ein Dendritendurchmesser zwischen 59 und 188 μm angegeben. Für „large parasol-like“ Ganglienzellen (n = 55) oder „giant“ Ganglienzellen wurden Durchschnittswerte für den Dendritenbaumdurchmesser von 280 ± 65 μm (Range: 160 - 350 μm) angegeben. Für Midgetzellen lagen die angegebenen Dendritenflächen bei 1110 μm² (im Bereich der Fovea) bis 11160 μm² (in der peripheren Retina). Des Weiteren wurden Werte für die Dendritendurchmesser der Midget-α-Zellen zwischen 20 und 150 μm und für die der Midget-β-Zellen zwischen 20 und 165 μm angegeben. Die Größenordnung der ermittelten Parameter ist zwischen den verschiedenen Studien durchaus vergleichbar.

Dacey und Petersen (1992) berichteten von einer ON-OFF-Asymmetrie bei Parasol- und bei Midgetzellen, wobei die ON-Midgetzellen und die ON-Parasolzellen größere Durchschnittswerte ihrer Zellkörper- und Dendritenbaumparameter zeigten als ihre OFF-Gegenspieler. Die Unterschiede sowohl innerhalb einer Spezies als auch zwischen den verschiedenen Spezies sind zum einen Folge der ausgeprägten morphologischen Variabilität der Ganglienzellen und zum anderen von der jeweiligen subjektiven Klassifizierung der Ganglienzellen abhängig.

Die Bestimmung der Anzahl der Dendritenverzweigungen wurde in dieser Studie aus digitalisierten Ganglienzellbildern vorgenommen. Die Ganglienzellbilder wurden zu diesem Zweck in mehreren Ebenen aufgenommen und die sehr feinen Dendritenzweige, die bei fluoreszenzmikroskopischen Aufnahmen gesehen werden konnten. Eine Zählung der Dendritenverzweigungen während des Mikroskopierens war nicht möglich bzw. sinnvoll, da es besonders bei längerer Belichtung zum Ausbleichen der feinen Dendritenzweige kommt. Entsprechend ergeben sich in dieser Studie deutlich kleinere Durchschnittswerte für die Verzweigungshäufigkeit der Parasolzellen und Midgetzellen (Midgetzellen: 16,8 ± 9,3; Parasolzellen: 25,6 ± 12,5). Ähnliche Werte wurden bei Peterson und Dacey (1998) für die „giant very sparse“ RGZ (17 ± 2,7) und für die „large very sparse“ Ganglienzellen (33 ± 5,0) bestimmt.

Die Resultate sind Folge der mangelnden Unterklassifizierung sowohl der Midget- als auch der Parasolzellen hinsichtlich ihrer Dendritenbaumgröße. Würde man die Parasolzellen oder die Midgetzellen mit etwa ähnlicher Dendritenbaumgröße, ohne Rücksicht auf ihre Dendritenbaummorphologie, morphometrisch unterklassifizieren, dann hätte man sicherlich kleinere Standardabweichungen und Ganglienzellklassen mit kleineren und größeren Dendritenbaumparametern.

Bei Thanos et al. (1991) wurden für Parasolzellen (n = 163) eine Dendritenbaumfläche von 1378 μm² (in der Nähe der Fovea) bis 14186 μm² (im Bereich der Ora serrata) und ein Dendritenbaumdurchmesser zwischen 59 und 188 μm angegeben. Für „large parasol-like“ Ganglienzellen (n = 55) oder „giant“ Ganglienzellen wurden Durchschnittswerte für den Dendritenbaumdurchmesser von 280 ± 65 μm (Range 160– 350 μm) angegeben. Für Midgetzellen lagen die angegebenen Dendritenbaumflächen bei 1110 μm² (im Bereich der Fovea) bis 11160 μm² (in der peripheren Retina).

[Seite 111]

Des Weiteren wurden Werte für die Dendritenbaumdurchmesser der Midget-a-Zellen zwischen 20 und 150 μm und für die der Midget-b-Zellen zwischen 20 und 165 μm angegeben.

Dacey und Petersen (1992) berichteten von einer ON-OFF-Asymmetrie bei Parasol- und bei Midgetzellen. Wobei die ON-Midgetzellen und die ON-Parasolzellen größere Durchschnittswerte ihrer Zellkörper- und Dendritenbaumparameter zeigten als ihre OFF-Gegenspieler.

Die Unterschiede sowohl innerhalb einer Spezies als auch zwischen den verschiedenen Spezies sind zum einen Folge der ausgeprägten morphologischen Variabilität der Ganglienzellen und zum anderen von der jeweiligen subjektiven Klassifizierung der Ganglienzellen abhängig.

4.2.3 Dendritenverzweigung im Vergleich

Die Bestimmung der Anzahl der Dendritenverzweigungen wurde in dieser Studie anhand der Ganglienzellbilder vorgenommen. Die Ganglienzellbilder zeigen nicht die sehr feinen Dendritenzweige, die bei fluoreszenzmikroskopischen Aufnahmen gesehen werden konnten. Eine Zählung der Dendritenverzweigungen während des Mikroskopierens ist nicht möglich bzw. sinnvoll, da es besonders bei längerer Belichtung zum Ausbleichen der feinen Dendritenzweige kommt. Außerdem ist eine komplette bzw. eine gezielte Darstellung der Dendritenzweige mit der DiI-Methode nicht möglich. Entsprechend ergeben sich in dieser Studie deutlich kleinere Durchschnittswerte für die Verzweigungshäufigkeit der Parasolzellen und Midgetzellen (Midgetzellen: 16,8 ± 9,3, Range 2–66; Parasolzellen: 25,6 ± 12,5, Range 5–66). Ähnliche Werte wurden bei Peterson und Dacey (1998) für die „giant very sparse“ GZ (17 ± 2,7) und für die „large very sparse“ Ganglienzellen (33 ± 5,0) bestimmt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[42.] Ckr/Fragment 049 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 22:52:13 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 111, 112, 113, Zeilen: 111: 25-27.30-31 - 112: ff (kpl) - 113: 1-4
[Bei Peterson and Dacey (1998) wurden für] „large dense“, „sparse“ und „large moderate“ GZ mit 129 ± 17,9 sehr hohe Durchschnittswerte für die Verzweigungshäufigkeit angegeben. Bei anderen Spezies (Katzen, Primaten der Gattung Cebus und Aotus) gaben Silveira et al. (1994) Verzweigungshäufigkeiten für „Midget-ähnliche“ GZ mit Werten zwischen 253 und 308 sowie für „Parasol-ähnliche“ GZ mit Werten zwischen 190 und 440 an.

Im Vergleich dazu musste man auch in dieser Studie bei menschlichen Midget- und Parasolzellen von einer deutlich höheren Verzweigungshäufigkeit ausgehen. Folgte man der These, dass die Spines (dornartige Anhängsel), die entlang der Dendriten vorkommen, inkomplett dargestellte Dendritenzweige sind, und dass die abrupt endenden Dendritenzweige weitere, nicht mit dieser Methode darstellbare Zweige haben, so hätte man auch in dieser Studie deutlich höhere Verzweigungshäufigkeiten bekommen.

Einige der möglichen Erklärungen für die in dieser Studie festgestellte geringe Verzweigungshäufigkeit liegen zum einen darin, dass die sehr feinen, abgebrochenen und inkomplett dargestellten Dendritenzweige morphometrisch nicht Berücksichtigung fanden. Hieraus ergeben sich konsequenterweise kleinere Durchschnittswerte für die Dendritenverzweigungshäufigkeit aller Ganglienzellen. Man muss annehmen, dass die Dendritenverzweigung ein konvolutartiges Gebilde ist, dessen gesamte Darstellung bis zur Synapsenbildung bisher mit keiner Methode gelungen ist. Die Ergebnisse sowohl dieser als auch bisheriger Studien unterliegen sehr stark der zugrunde liegenden Kriterien und subjektiven Auswahlkriterien der ausgewerteten RGZ.

4.3 Klassifizierung der Ganglienzellen

Eine Klassifizierung würde bedeuten, dass Ganglienzellen, deren Dendritenbaum, Zellkörperform und Verzweigungsmuster sowie Verzweigungsdichte sich ähneln, in einer Gruppe zusammengefasst werden, um sie einheitlich beschreiben zu können. Solche RGZ würden höchstwahrscheinlich auch ähnliche physiologische Funktionen ausführen. In dieser Studie ist es mir teilweise gelungen, die Ganglienzellen aufgrund der primären Dendriten zu klassifizieren. Dadurch konnten Ganglienzellen, die sich weitgehend gleichen u. a. einer Untergruppe zugeordnet sowie unterschiedlich große RGZ in einer Klasse zusammengefasst werden. Aufgrund dieser Klassifizierung ist es nicht möglich gewesen, die parametrischen Daten entsprechend dieser Untergruppierung auszuwerten und graphisch darzustellen. Die meisten Forscher haben die parametrischen [Daten des Dendritenbaums sowohl der Midgetzellen, Parasolzellen als auch anderer Ganglienzellen von der Fovea aus, in einer zunächst stetigen Zunahme ihrer Dendritenbaumgrößen in Abhängigkeit von der Exzentrizität graphisch darstellen können (Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b; Rodieck and Watanabe, 1993; Ghosh et al., 1996; Peterson and Dacey, 1999).]

Bei Peterson und Dacey (1998) wurden für „large dense“, „sparse“ und „large moderate“ GZ mit 129 ± 17,9 sehr hohe Durchschnittswerte für die Verzweigungshäufigkeit angegeben. [...] Bei anderen Spezies (Katzen, Primaten der Gattung Cebus und Aotus) gaben Silveira et al. (1994) Verzweigungshäufigkeiten für „Midget-ähnliche“ GZ mit Werten zwischen

[Seite 112]

253 und 308 sowie für „Parasol-ähnliche“ GZ mit Werten zwischen 190 und 440 an. Im Vergleich dazu musste man auch in dieser Studie bei menschlichen Midget- und Parasolzellen von einer deutlich höheren Verzweigungshäufigkeit ausgehen.

Folgte man der These, dass die Spines (dornartige Anhängsel), die entlang der Dendriten vorkommen, inkomplett dargestellte Dendritenzweige sind, und dass die abrupt endenden Dendritenzweige weitere, nicht mit dieser Methode darstellbare Zweige haben, so hätte man auch in dieser Studie deutlich höhere Verzweigungshäufigkeiten bekommen. Einige der möglichen Erklärungen für die in dieser Studie festgestellte geringe Verzweigungshäufigkeit liegen zum einen darin, dass die sehr feinen, abgebrochenen und inkomplett dargestellten Dendritenzweige morphometrisch keine Berücksichtigung fanden. Hieraus ergeben sich konsequenterweise kleinere Durchschnittswerte für die Dendritenverzweigungshäufigkeit aller Ganglienzellen. Man muss annehmen, dass die Dendritenverzweigung ein konvolutartiges Gebilde ist, dessen gesamte Darstellung bis zur Synapsenbildung bisher mit keiner Methode gelungen ist.

Die Ergebnisse sowohl dieser als auch bisheriger Studien unterliegen sehr stark der zugrunde liegenden Kriterien und subjektiven Auswahlkriterien der ausgewerteten GZ.

4.3 Klassifizierung der Ganglienzelltypen

Eine Klassifizierung würde bedeuten, dass Ganglienzellen, deren Dendritenbaum, Zellkörperform und Verzweigungsmuster sowie Verzweigungsdichte sich ähneln, in einer Gruppe zusammengefasst werden, um sie einheitlich beschreiben zu können. Solche GZ würden höchstwahrscheinlich auch ähnliche physiologische Funktionen ausführen.

In dieser Studie ist es mir teilweise gelungen, die Ganglienzellen aufgrund der primären Dendriten zu klassifizieren. Dadurch konnten Ganglienzellen, die sich weitgehend gleichen u. a. einer Untergruppe zugeordnet sowie unterschiedlich große GZ in einer Klasse zusammengefasst werden. Aufgrund dieser Klassifizierung ist es nicht möglich gewesen, die parametrischen Daten entsprechend dieser Untergruppierung auszuwerten und graphisch darzustellen.

Die meisten Forscher haben die parametrischen Daten des Dendritenbaums sowohl der Midgetzellen, Parasolzellen als auch anderer Ganglienzellen von der Fovea aus, in einer

[Seite 113]

zunächst stetigen Zunahme ihrer Dendritenbaumgrößen in Abhängigkeit von der Exzentrizität graphisch darstellen können (Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b; Rodieck and Watanabe, 1993; Ghosh et al., 1996; Peterson and Dacey, 1999).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Ckr übernimmt auch Formulierungen wie "In dieser Studie ist es mir teilweise gelungen" aus der Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[43.] Ckr/Fragment 050 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 22:52:09 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 112 ff., Zeilen: 112: 30-31 - 113: 1 ff (kpl) - 114: 1-3
[Die meisten Forscher haben die parametrischen] Daten des Dendritenbaums sowohl der Midgetzellen, Parasolzellen als auch anderer Ganglienzellen von der Fovea aus, in einer zunächst stetigen Zunahme ihrer Dendritenbaumgrößen in Abhängigkeit von der Exzentrizität graphisch darstellen können (Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b; Rodieck and Watanabe, 1993; Ghosh et al., 1996; Peterson and Dacey, 1999).

Im Gegensatz hierzu zeigten sich in dieser Studie bei der graphischen Darstellung der Dendritenbaum- und Zellkörperparameter, in Abhängigkeit von der Exzentrizität, nicht die typischen Gruppierungen der Ganglienzellen, die bei Dacey und Petersen (1992) sowie bei Rodieck und Watanabe (1993) beschrieben wurden. Dies liegt zum einen daran, dass in dieser Studie die Exzentrizität ungenau bestimmt wurde, und zum anderen daran, dass die perifovealen RGZ und die sehr zentralen Ganglienzellen nicht berücksichtigt werden konnten. Die meisten zentralen Ganglienzellen, die in dieser Studie ausgewertet wurden, entstammten einem Bereich peripher der Fovea bzw. der Papille. Der Grund liegt darin, dass Aufnahmen der sehr zentral lokalisierten Ganglienzellen wegen der Netzhautdicke (infolge ausgeprägter Ganglienzellansammlung) sehr erschwert waren (Conradi and Sjöstrand, 1990; Curcio and Allen, 1990; Wässle et al., 1990). Außerdem überdeckte die intensive DiI-Diffusion die zentralen Ganglienzellen.

Im Vergleich zu bisherigen Studien wurde in allen Retina-Quadranten eine Zunahme des Dendritenbaums und teilweise – mit zunehmender Entfernung von der Papille – dessen Verzweigungshäufigkeit beobachtet. Peripher konnten ebenfalls kleine RGZ, die in ihrer Dendritenbaumgröße zentralen RGZ ähnelten, neben sehr großen Ganglienzellen beobachtet werden. Eine Zunahme der Zellkörperparameter mit der Entfernung konnte nicht so eindeutig festgestellt werden, wie dies in bisherigen Studien (Leventhal et al., 1981; Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b; Ghosh et al., 1996) belegt wurde. Denn es kommen sowohl zentral RGZ mit kleinen Zellkörpern als auch RGZ mit sehr großen Zellkörpern nebeneinander vor. Auffällig war auch, dass einige Retinae vorwiegend kleine und andere vorwiegend große Zellkörper aufwiesen. Die großen Parasolzellen und Midgetzellen wiesen mehr Dendritenverzweigungen auf. Würde man dies in Abhängigkeit zur Dendritenbaumfläche setzen, wären die kleinen RGZ dichter verzweigt. Von einer Einteilung der Ganglienzellen in „inner-stratified“ und „outer-stratified“ Midgetzellen sowie in „inner-stratified“ und „outer-stratified“ Parasolzellen (Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b u. a.) wurde in dieser Studie Abstand genommen, da hier keine eindeutige Schichtung der IPL bestimmt wurde. Die meisten als [„inner-stratified“ Midgetzellen klassifizierten RGZ bei Dacey (1993b) wurden sowohl in dieser Studie als auch in den meisten bisherigen Studien zu den Parasolzellen gezählt.]

Die meisten Forscher haben die parametrischen Daten des Dendritenbaums sowohl der Midgetzellen, Parasolzellen als auch anderer Ganglienzellen von der Fovea aus, in einer

[Seite 113]

zunächst stetigen Zunahme ihrer Dendritenbaumgrößen in Abhängigkeit von der Exzentrizität graphisch darstellen können (Kolb et al., 1992; Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b; Rodieck and Watanabe, 1993; Ghosh et al., 1996; Peterson and Dacey, 1999).

Im Gegensatz hierzu zeigten sich in dieser Studie bei der graphischen Darstellung der Dendritenbaum- und Zellkörperparameter, in Abhängigkeit von der Exzentrizität, nicht die typischen Gruppierungen der Ganglienzellen, die bei Dacey und Petersen (1992) sowie bei Rodieck und Watanabe (1993) anhand der Streudiagramme veranschaulicht wurden. Dies liegt zum einen daran, dass in dieser Studie die Exzentrizität sehr ungenau bestimmt wurde, und zum anderen daran, dass die fovealen GZ und die sehr zentralen Ganglienzellen nicht berücksichtigt werden konnten.

Die meisten zentralen Ganglienzellen, die in dieser Studie ausgewertet wurden, entstammten einem Bereich peripher der Fovea bzw. der Papille. Der Grund liegt darin, dass Aufnahmen der sehr zentral lokalisierten Ganglienzellen aufgrund der Netzhautdicke (infolge ausgeprägter Ganglienzellansammlung) sehr erschwert waren (Conradi and Sjöstrand, 1990; Curcio and Allen, 1990; Wässle et al., 1990). Außerdem überdeckte die intensive DiI-Diffusion zentral die Ganglienzellen.

Im Vergleich zu bisherigen Studien wurde in allen Retina-Quadranten eine Zunahme des Dendritenbaums und teilweise – mit zunehmender Entfernung von der Papille – dessen Verzweigungshäufigkeit beobachtet. Peripher konnten ebenfalls kleine GZ, die in ihrer Dendritenbaumgröße zentralen GZ ähnelten, neben sehr großen Ganglienzellen beobachtet werden. Eine Zunahme der Zellkörperparameter mit der Entfernung konnte nicht so eindeutig festgestellt werden, wie dies in bisherigen Studien (Leventhal et al., 1981; Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b; Ghosh et al., 1996) belegt wurde. Denn es kommen sowohl zentral GZ mit kleinen Zellkörpern als auch GZ mit sehr großen Zellkörpern nebeneinander vor. Auffällig war auch, dass einige Retinae vorwiegend kleine und andere vorwiegend große Zellkörper aufwiesen. Die großen Parasolzellen und Midgetzellen wiesen mehr Dendritenverzweigungen auf. Würde man dies in Abhängigkeit zur Dendritenbaumfläche setzen, wären die kleinen GZ dichter verzweigt. Von einer Einteilung der Ganglienzellen in „inner-stratified“ und „outer-stratified“ Midgetzellen sowie in „inner-stratified“ und „outer-stratified“ Parasolzellen (Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b u.a.) wurde in dieser Studie Abstand genommen, da hier keine eindeutige Schichtung der IPL bestimmt wurde.

[Seite 114]

Die meisten als „inner-stratified“ Midgetzellen klassifizierten GZ bei Dacey (1993b) wurden sowohl in dieser Studie als auch in den meisten bisherigen Studien zu den Parasolzellen gezählt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[44.] Ckr/Fragment 051 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 22:52:02 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 114, 115, Zeilen: 114: 1-6, 16-31 - 115: 1-15
[Die meisten als] „inner-stratified“ Midgetzellen klassifizierten RGZ bei Dacey (1993b) wurden sowohl in dieser Studie als auch in den meisten bisherigen Studien zu den Parasolzellen gezählt. Damit lassen sich auch die minimalen Unterschiede der Zellkörperparameter zwischen den Midget- und den Parasolzellen erklären. Schließlich wurde hier auch keine Unterteilung der Parasolzellen in Subpopulationen vorgenommen, wie bei Polyak (1941) und Thanos et al. (1991).

Eine Gruppierung der retinalen Ganglienzellen in Midgetzellen, Parasolzellen und koniozellulären RGZ allein aufgrund ihrer Projektion in den entsprechenden Schichten des CGL, wie bisher vorgenommen, ist meiner Ansicht nach ebenfalls nicht ausreichend. Um eine bestimmte Klassifizierung vornehmen zu können, müssen meiner Meinung nach einheitliche, morphologische und physiologische Übereinstimmungen der Ganglienzellen gefunden werden. Die Klassifizierung der menschlichen Ganglienzellen wurde in vorliegenden Studien in Anlehnung an RGZ anderer Säugertierarten, besonders an die der Primaten, vorgenommen. Sowohl bei Menschen als auch bei Primaten ergeben sich hinsichtlich der Dendritenbaumgröße der Midgetzellen keine signifikanten Unterschiede. Im Gegensatz hierzu, sind die menschlichen Parasolzellen und bistratifizierten Ganglienzellen größer als die der Primaten (Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b). Die subjektive Auswahl, Klassifizierung und die unterschiedliche Beschreibung und Benennung der Ganglienzellen in bisherigen Studien hat dazu geführt, dass eine eindeutige, einheitliche Klassifizierung bestimmter ähnlicher RGZ nicht vorgenommen wurde.

Die morphologische Beschreibung der RGZ in bisherigen Studien basierte nur auf in vitro fixierten RGZ. Eine Vorstellung über die Variabilität der Morphologie und somit Aktion der RGZ in vivo findet im Rahmen von physiologischen Experimenten statt. Des Weiteren wird es Aufgabe zukünftiger Experimente werden, die Interaktionen und Funktionen der retinalen Zellen zu entschlüsseln. Aufgrund der Beobachtung, dass die meisten RGZ eine Art „Bewegungsabbruch“ bzw. Anzeichen eines in Aktion befindlichen „Merkmals“ an ihrem Dendritenbaum und in ihrem Axonverlauf zeigen, kann man solche Vermutungen annehmen. Man kann annehmen, dass die retinalen Ganglienzellen sich nicht nur in der Ganglienzellschicht in lediglich einer Ebene, sondern mit ihren Dendriten in unterschiedlichen Schichten der IPL „in vivo“ bewegen. Genau betrachtet sind die Dendriten der RGZ niemals in einer gleichen Ebene lokalisiert. Da die Ganglienzellen „in vivo“ auch nicht starr sein können, wäre vermutlich eine Veränderung ihrer Position und Form möglich. In Abhängigkeit von der morphologischen Form des [Axons, des Zellkörpers und des Dendritenbaums kann dieser Positionswechsel unterschiedlich groß sein.]

Die meisten als „inner-stratified“ Midgetzellen klassifizierten GZ bei Dacey (1993b) wurden sowohl in dieser Studie als auch in den meisten bisherigen Studien zu den Parasolzellen gezählt. Damit lassen sich auch die minimalen Unterschiede der Zellkörperparameter zwischen den Midget- und den Parasolzellen erklären.

Schließlich wurde hier auch keine Unterteilung der Parasolzellen in Subpopulationen vorgenommen, wie bei Polyak (1941) und Thanos et al. (1991).

[...]

Eine Gruppierung der retinalen Ganglienzellen in Midgetzellen, Parasolzellen und koniozellulären GZ allein aufgrund ihrer Projektion in den entsprechenden Schichten des CGL, wie bisher vorgenommen, ist meiner Ansicht nach ebenfalls nicht ausreichend. Um eine bestimmte Klassifizierung vornehmen zu können, müssen meiner Meinung nach einheitliche, morphologische und physiologische Übereinstimmungen der Ganglienzellen gefunden werden. Die Klassifizierung der menschlichen Ganglienzellen wurde in vorliegenden Studien in Anlehnung an GZ anderer Säugertierarten, besonders an die der Primaten, vorgenommen. Sowohl bei Menschen als auch bei Primaten ergeben sich hinsichtlich der Dendritenbaumgröße der Midgetzellen keine signifikanten Unterschiede. Im Gegensatz hierzu, sind die menschlichen Parasolzellen und bistratifizierten Ganglienzellen größer als die der Primaten (Dacey and Petersen, 1992; Dacey, 1993b).

Die subjektive Auswahl, Klassifizierung und die unterschiedliche Beschreibung und Benennung der Ganglienzellen in bisherigen Studien hat dazu geführt, dass eine eindeutige, einheitliche Klassifizierung bestimmter ähnlicher GZ nicht vorgenommen wurde.

[Seite 115]

Die morphologische Beschreibung der GZ in bisherigen Studien basierte nur auf in vitro fixierten GZ. Eine Vorstellung über die Variabilität der Morphologie und somit Aktion der GZ „in vivo“ findet im Rahmen von physiologischen Experimenten statt. Des Weiteren wird es Aufgabe zukünftiger Experimente werden, die Interaktionen und Funktionen der retinalen Zellen zu entschlüsseln. Aufgrund der Beobachtung, dass die meisten GZ eine Art „Bewegungsabbruch“ bzw. Anzeichen eines in Aktion befindlichen „Merkmals“ an ihrem Dendritenbaum und in ihrem Axonverlauf zeigen, kann man solche Vermutungen annehmen. Man kann annehmen, dass die retinalen Ganglienzellen sich nicht nur in der Ganglienzellschicht in lediglich einer Ebene, sondern mit ihren Dendriten in unterschiedlichen Schichten der IPL „in vivo“ bewegen. Genau betrachtet sind die Dendriten der GZ niemals in einer gleichen Ebene lokalisiert. Da die Ganglienzellen „in vivo“ auch nicht starr sein können, wäre vermutlich eine Veränderung ihrer Position und Form möglich. In Abhängigkeit von der morphologischen Form des Axons, des Zellkörpers und des Dendritenbaums kann dieser Positionswechsel unterschiedlich groß sein.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Bemerkenswert: Ckr übernimmt auch noch die Formulierung "meiner Ansicht nach" aus der Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[45.] Ckr/Fragment 052 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 22:51:58 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 115, 116, Zeilen: 115: 13-29 - 116: 1-18
[In Abhängigkeit von der morphologischen Form des] Axons, des Zellkörpers und des Dendritenbaums kann dieser Positionswechsel unterschiedlich groß sein. Bei den Dendriten kann man sogar annehmen, dass sie ständig ihre Länge und somit Form verändern, so dass sie eine unterschiedlich große Fläche beanspruchen. Mit den Veränderungen der Dendriten, besonders der primären Dendriten und Axone können unterschiedliche Positionen und unterschiedliche Verlaufsrichtungen angenommen werden. Eine Veränderung der Zellkörperform ist ebenfalls möglich, denn nur so kann man die mannigfaltigen Formen der Zellkörper erklären.

Zu dieser Annahme komme man, weil viele Zellen, die aufgenommen wurden, eine Art „Fluoreszenzabbruch“ zeigten. Bei manchen Ganglienzellen war dies stark ausgeprägt, bei anderen weniger. Dazu gehören die Ganglienzellen mit gebogenen und geknickten, hackenförmigen Dendriten. Die Dendriten solcher RGZ ähneln „vom Wind aufgewirbelten Baumästen“. Im Gegensatz dazu gibt es auch Ganglienzellen, die anscheinend einen ruhigen Verharrungszustand zeigen. Die Größe, die Fläche, der Umfang und der Durchmesser des Dendritenbaums und des Zellkörpers unterliegen höchstwahrscheinlich ständigen morphologischen Veränderungen.

4.4 Pathologische Veränderungen in der Ganglienzellschicht

Die retinalen Ganglienzellen konnten im Rahmen mehrerer Erkrankungen, z. B. infolge von Systemerkrankungen wie Diabetes mellitus (Lieht et al., 2000; Zhang et al., 2000), retinaler Ischämie (Selles et al., 1996; Joo et al., 1999) und besonders infolge eines Glaukoms (Glowinsky et al., 1991; Vickers et al., 1995; Wygnansky et al., 1995), durch Apoptose degenerieren und zugrunde gehen. Beim Glaukom kommt es im Rahmen des Krankheitsprozesses zur Schädigung aller Ganglienzelltypen. Vor allem werden größere Ganglienzellen zuerst geschädigt (Quigley et al., 1987). Hierfür gibt es verschiedene Begründungen. Zum einen vermutet man bei größeren Ganglienzellen ein stärkeres Nährstoffdefizit bei hohen Augeninnendruckwerten und/oder verminderter okulärer Perfusion. Zum anderen konnte gezeigt werden, dass größere Ganglienzellen sensibler gegenüber der Glutamatvermittelten Neurotoxizität sind (Caprioli and Kitano, 1993; Dreyer et al., 1994; Osborne et al., 1999). Demnach sind die meisten Parasolzellen betroffen, aber auch die größeren koniozellulären Zellen und Midgetzellen (Johnson, 1994). Die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen (small bistratified ganglion cells) weisen besonders frühe pathologische Veränderungen auf. Bei der Alzheimerschen Erkrankung kommt es besonders zu einer Abnahme der zentralen Ganglienzelldichte (Lu et al., 2000).

In Abhängigkeit von der morphologischen Form des Axons, des Zellkörpers und des Dendritenbaums kann dieser Positionswechsel unterschiedlich groß sein. Bei den Dendriten kann man sogar annehmen, dass sie ständig ihre Länge und somit Form verändern, so dass sie eine unterschiedlich große Fläche beanspruchen. Mit den Veränderungen der Dendriten, besonders der primären Dendriten und Axone können unterschiedliche Positionen und unterschiedliche Verlaufsrichtungen angenommen werden. Eine Veränderung der Zellkörperform ist ebenfalls möglich, denn nur so kann man die mannigfaltigen Formen der Zellkörper erklären. Zu dieser Annahme komme ich, weil viele Zellen, die ich aufgenommen hatte, eine Art „Bewegungsabbruch“ zeigten. Bei manchen Ganglienzellen war dies stark ausgeprägt, bei anderen weniger. Dazu gehören die Ganglienzellen mit gebogenen und geknickten, hackenförmigen Dendriten. Die Dendriten solcher GZ ähneln „vom Wind aufgewirbelten Baumästen“.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Ganglienzellen, die anscheinend einen ruhigen Verharrungszustand zeigen. Die Größe, die Fläche, der Umfang und der Durchmesser des Dendritenbaums und des Zellkörpers unterliegen höchstwahrscheinlich ständigen morphologischen Veränderungen.

[Seite 116]

4.4 Pathologische Veränderungen der Ganglienzellschicht

Die retinalen Ganglienzellen konnten im Rahmen mehrerer Erkrankungen, z. B. infolge von Systemerkrankungen wie Diabetes mellitus (Lieht et al., 2000; Zhang et al., 2000), retinaler Ischämie (Selles et al., 1996; Joo et al., 1999) und besonders infolge eines Glaukoms (Glowinsky et al., 1991; Vickers et al., 1995; Wygnansky et al., 1995), durch Apoptose degenerieren und zugrunde gehen. Beim Glaukom kommt es im Rahmen des Krankheitsprozesses zur Schädigung aller Ganglienzelltypen. Vor allem werden größere Ganglienzellen zuerst geschädigt (Quigley et al., 1987). Hierfür gibt es verschiedene Begründungen. Zum einen vermutet man bei größeren Ganglienzellen ein stärkeres Nährstoffdefizit bei hohen Augeninnendruckwerten und/oder verminderter okulärer Perfusion. Zum anderen konnte gezeigt werden, dass größere Ganglienzellen sensibler gegenüber der Glutamatvermittelten Neurotoxizität sind (Caprioli and Kitano, 1993; Dreyer et al., 1994; Osborne et al., 1999). Demnach sind die meisten Parasolzellen betroffen, aber auch die größeren koniozellulären Zellen und Midgetzellen (Johnson, 1994). Die kleinen bistratifizierten Ganglienzellen (small bistratified ganglion cells) weisen besonders frühe pathologische Veränderungen auf. Bei der Alzheimerschen Erkrankung kommt es besonders zu einer Abnahme der zentralen Ganglienzelldichte (Lu et al., 2000).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[46.] Ckr/Fragment 053 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-17 14:38:34 Hindemith
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1-10
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): 116, Zeilen: 19-29
In dieser Studie konnten aufgrund der Morphologie der GZ, die zahlreiche postmortale Degenerationserscheinungen zeigten, keine Rückschlüsse über pathologische Mechanismen bzw. Veränderungen „in vivo“ gezogen werden. Durch die morphologische Mannigfaltigkeit und aufgrund der zahlreichen Degenerationserscheinungen in allen Retinae und innerhalb einer Retina ist bzw. wird eine Unterscheidung degenerierter GZ infolge lokaler und systemischer Erkrankungen sehr erschwert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und aufgrund der Beobachtungen in dieser Studie ist die hier angewendete, neuroanatomische Technik der Fluoreszenzfärbung allein nicht geeignet, aussagekräftige Rückschlüsse über degenerierte Ganglienzellen infolge bestimmter systemischer oder lokaler Erkrankungen zu machen. In dieser Studie konnten aufgrund der Morphologie der GZ, die zahlreiche postmortale Degenerationserscheinungen zeigten, keine Rückschlüsse über pathologische Mechanismen bzw. Veränderungen „in vivo“ gezogen werden.

Durch die morphologische Mannigfaltigkeit und aufgrund der zahlreichen Degenerationserscheinungen in allen Retinae und innerhalb einer Retina ist bzw. wird eine Unterscheidung degenerierter GZ infolge lokaler und systemischer Erkrankungen sehr erschwert.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und aufgrund der Beobachtungen in dieser Studie ist die hier angewendete, neuroanatomische Technik der Fluoreszenzfärbung allein nicht geeignet, aussagekräftige Rückschlüsse über degenerierte Ganglienzellen infolge bestimmter systemischer oder lokaler Erkrankungen zu machen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Der hier dokumentierte Abschnitt ist der letzte Abschnitt der Dissertation vor der Zusammenfassung.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[47.] Ckr/Fragment 054 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-04-18 13:33:07 Singulus
Cengiz 2006, Ckr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 1-22, 24-26
Quelle: Cengiz 2006
Seite(n): Zusammenfassung (ohne Seitenzahl), Zeilen: 12-27
5.0 Zusammenfassung

Ziel dieser Untersuchung war es, mit Hilfe von neuroanatomischen Verfahren der Fluoreszenzfärbung retinale Ganglienzellen beim Affen Callithrix jacchus, in formalinfixiertem Gewebe zu markieren, um sie möglichst genau zu beschreiben, klassifizieren und ihr Mosaik im postnatalen und im Erwachsenenalter zu verstehen. Eine solche Untersuchung ist deshalb wichtig, weil Ganglienzellen an der Funktion der Netzhaut wesentlichen Anteil haben und bei verschiedenen lokalen und systemischen Erkrankungen mit strukturellen und funktionellen Veränderungen reagieren.

Die Retinae von neugeborenen und erwachsenen Affen unterschiedlichen Alters wurden aus Kadaveraugen wenige Minuten nach dem Tod entnommen, aus dem Auge schnell entfernt und in 4%-ger Formalin flach ausgebreitet und fixiert. Die mit der Ganglienzellschicht nach oben ausgebreiteten Retinae wurden mit dem lipophilen Carbocyanin-Fluoreszenz-Farbstoff „DiI“ angefärbt und über mehrere Wochen bei Raumtemperatur aufbewahrt. Der Fluoreszenzfarbstoff, der die Struktur eines Membranlipids hat, konnte - in die Axonmembran der Ganglienzellen eingebaut - dann durch physikalische Diffusion entlang der axonalen Membran bis zu den Dendriten der Zellen migrieren. Einzelne, komplett angefärbte Ganglienzellen wurden fluoreszenzmikroskopisch aufgenommen und digital gespeichert. Die Klassifizierung der Ganglienzellen erfolgte aufgrund ihrer Morphologie und Größe, der Dendritenposition und -anzahl sowie der Topologie innerhalb der Retinae.

Die postnatalen retinalen Ganglienzellen zeigten eine aufschlussreiche morphologische Vielfältigkeit, die durch dicht verzweigte Dendriten charakterisiert war. Dendriten verzweigten sich über eine oder mehrere Subschichten der inneren plexiformen Schicht und bildeten dadurch stark überlappende Mosaiken. Midgetzellen und Parasolzellen konnten durch die Form und Lokalisation ihrer Dendriten und Axone einwandfrei identifiziert, unterklassifiziert und morphometrisch ausgewertet werden.

Ziel dieser Studie war es, mit Hilfe von neuroanatomischen Verfahren der Fluoreszenzfärbung retinale Ganglienzellen retrograd anzufärben, um sie möglichst genau zu beschreiben und zu klassifizieren. Eine solche Klassifizierung ist deshalb wichtig, weil Ganglienzellen bei verschiedenen lokalen und systemischen Erkrankungen mit einer Degeneration reagieren.

Die Retinae wurden innerhalb von 12 bis 48 Stunden post mortem entnommen, in 4 % Formalin präpariert und fixiert. Die mit der Ganglienzellschicht nach oben ausgebreiteten Retinae wurden mit dem lipophilen Carbocyanin-Fluoreszenz-Farbstoff DiI angefärbt und über mehrere Monate bei Raumtemperatur aufbewahrt. Der Fluoreszenzfarbstoff konnte die Axonmembran der Ganglienzellen durchdringen und entlang der axonalen Membran bis zu den Dendriten der Zellen migrieren: Einzelne, „komplett“ angefärbte Ganglienzellen wurden fluoreszenzmikroskopisch aufgenommen. Eine Klassifizierung der Ganglienzellen erfolgte aufgrund ihrer Morphologie und Größe, der Dendritenposition und -anzahl sowie der Lokalisation innerhalb der Retinae.

Die retinalen Ganglienzellen zeigten eine aufschlussreiche morphologische Vielfältigkeit, die durch Degenerationserscheinungen der Ganglienzellen zusätzlich kompliziert wurde. Unter den RGZ konnten die Midgetzellen und Parasolzellen u.a. identifiziert, unterklassifiziert und morphometrisch ausgewertet werden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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