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Quelle:Cmg/Ebner 2005

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Ebner, Gerhard; Kurt, Hans
Titel    Suizidbeihilfe bei Psychischkranken - Stellungnahme zum Gutachten zwecks Aufhebung des Moratoriums von EXIT
Zeitschrift    Schweizerische Ärztezeitung
Jahr    2005
Nummer    Nr 15
URL    http://www.aerztezeitung.ch/pdf/2005/2005-15/2005-15-228.PDF
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Cmg/Fragment 157 29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-05 23:12:31 TaBi
Cmg, Ebner 2005, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 29-34
Quelle: Ebner 2005
Seite(n): 880, Zeilen: 0
Ausgehend von dem Standpunkt, dass Suizid generell ein Freiheitsrecht ist, muss seine Einschränkung begründet werden. Bei Psychischkranken, deren Sterbewunsch Folge ihrer Krankheit ist, lässt sich die Einschränkung dieses Freiheitsrechts mit fürsorglichen Argumenten begründen. Dies zeigt aber schon, dass in den Fällen, in denen der Suizidwunsch keine kausale Folge der Krankheit ist, eine Einschränkung in Anbetracht der Autonomie des Suizidwilligen nur schwer zu rechtfertigen ist. - Da Selbsttötung ein Freiheitsrecht ist, ist eine Einschränkung dieses Rechts aus ethischer Sicht begründungspflichtig.

– Bei Psychischkranken, deren Sterbewunsch Folge ihrer Krankheit ist, lässt sich die Einschränkung dieses Freiheitsrechts mit fürsorgerischen Argumenten begründen. – Daraus folgt, dass in Fällen, in welchen der Suizidwunsch keine kausale Folge der Krankheit ist, eine Einschränkung des Rechts auf Selbsttötung hinsichtlich des Respekts der Autonomie des Sterbewilligen schwer zu rechtfertigen ist.

Anmerkungen

Leicht abgewandelte Übernahme (aus "fürsorgerischen" wird "fürsorglichen") ohne Quellenangabe. Fußnote folgt erst auf der nächsten Seite.

Sichter

[2.] Cmg/Fragment 158 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-05 23:23:44 TaBi
Cmg, Ebner 2005, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 01 ff
Quelle: Ebner 2005
Seite(n): 880-882, Zeilen: 0
Empfohlen wird in diesem Fall deshalb, in der Konstellation, dass ein psychisch

Kranker den Suizidwunsch äußert, in jedem Fall ein psychiatrisches Gutachten zu fordern. Dieses soll abklären, ob der Suizidwunsch gut überlegt und nicht allein Folge der Erkrankung ist.493 Genauer untersucht werden soll die Konstellation, dass ein psychisch kranker Patient den Sterbewunsch äußert und tatsächlich auch an einer schweren somatischen Krankheit leidet. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass „die Problematik der Suizidwünsche von Menschen mit psychischen Erkrankungen […] ethisch ganz anders liegt“, als wenn es sich um terminal somatisch Kranke handelt. „Der vorgezogene Tod hat eine andere Bedeutung im Kontext des zu erwartenden Weiterlebens“.494 Der Tatsache, dass psychisch kranke Menschen oftmals aus einem Impuls heraus und trotz Behandelbarkeit ihres Leidens ihr Leben beenden möchten, kommt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu.495 Die Suizidforschung hat festgestellt, dass das Suizidrisiko durch eine psychische Erkrankung stark erhöht wird. Deshalb soll nach Ansicht der Schweizer Nationalen Ethikkommission suizidalen Menschen mit einer psychischen Erkrankung zunächst mit psychiatrischer Behandlung und psychosozialer Unterstützung geholfen werden, ist doch die Prognose psychischer Störungen häufig offen. Deshalb soll keine Beihilfe zum Suizid geleistet werden, wenn der Suizidwunsch Ausdruck oder Symptom einer psychischen Erkrankung ist.496 „Freitodbegleitung für Psychischkranke bleibt eine Gratwanderung zwischen dem Wunsch, auch dem Psychischkranken hinsichtlich eines Sterbens in Würde Autonomie zuzugestehen, und einer Förderung des Suizides bei Krankheiten, die den Suizidwunsch sozusagen mitbeinhalten – was wohl niemand ernstlich wollen kann.“497


493 Ebner/Kurt, SAeZ 2005, S. 880.

494 Ebner/Kurt, SAeZ 2005, S. 881.

495 Nationale Ethikkommission. S. 58 ff., S. 61.

496 Ebner/Kurt, SAeZ 2005, S. 881 f.

497 Ebner/Kurt, SAeZ 2005, S. 882.

[S. 880]

– Die Expertengruppe gelangt daher zur Empfehlung, in Fällen Psychischkranker mit Suizidwunsch ein psychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen zwecks Abklärung der Frage, ob der Suizidwunsch wohlerwogen, und das heisst nicht eine kausale Folge der Krankheit, sei.

[S. 881] Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass «die Problematik der Suizidwünsche von Menschen mit psychischen Erkrankungen […] ethisch ganz anders liegt», als wenn es sich um terminal somatisch Kranke handelt. «Der vorgezogene Tod hat eine andere Bedeutung im Kontext des zu erwartenden Weiterlebens» [11]. [...] Wenn der Suizidwunsch Ausdruck oder Symptom einer psychischen Erkrankung ist, soll keine Beihilfe zum Suizid geleistet werden. Die Suizidforschung hat übereinstimmend herausgearbeitet, dass das Suizidrisiko durch eine psychische Erkrankung stark erhöht wird. Suizidalen Menschen mit einer psychischen Erkrankung ist zuerst und vor allem mit psychiatrischer Behandlung und psychosozialer Unterstützung zu helfen. [...]

[882] Abschliessend möchten wir noch einmal die oben erwähnte Stellungnahme der Zürcher Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie zitieren: «Freitodbegleitung für Psychischkranke bleibt eine Gratwanderung zwischen dem Wunsch, auch dem Psychischkranken hinsichtlich eines Sterbens in Würde Autonomie zuzugestehen, und einer Förderung des Suizides bei Krankheiten, die den Suizidwunsch sozusagen mitbeinhalten – was wohl niemand ernstlich wollen kann.»


[11] Rehmann-Sutter C. Medizinische Ethik – ein Werkzeugkasten. Vorlesung 2005.

Anmerkungen

Unsauber zitiert, sodass der Eindruck erweckt wird, dass nur die mit Anführungszeichen versehenen Passagen wörtlich übernommen sind. Aufbau der Fußnoten folgt - wie an einigen anderen Stellen auch - dem Aufbau der Quelle.

Sichter

[3.] Cmg/Fragment 160 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-05 22:59:35 TaBi
BauernOpfer, Cmg, Ebner 2005, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 18
Quelle: Ebner 2005
Seite(n): 880, Zeilen: 0
Die Unterscheidung zwischen somatischen und psychischen Krankheiten ist insbesondere in diesem Kontext wichtig: zur Beurteilung von Kausalität hinsichtlich Diagnostik und Prognostik müssten wesentliche Unterschiede zwischen somatischen und psychischen Krankheiten berücksichtigt werden. Nicht vergessen werden darf, dass psychiatrische Beurteilungen hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit in viel höherem Maß von persönlichen Wertvorstellungen des Gutachters abhängig sind als im Bereich der Somatik.506

506 Ebner/Kurt, SAeZ 2005, S. 880.

– aus wissenschaftstheoretischer Sicht zur Beurteilung von Kausalität hinsichtlich Diagnostik und Prognostik wesentliche Unterschiede zwischen somatischen und psychischen

Krankheiten berücksichtigt werden müssten, was für die Beurteilung der Informiertheit, und damit der «Wohlerwogenheit », folgenschwer ist; - psychiatrische Beurteilungen hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit in viel höherem Mass von persönlichen Wertvorstellungen des Gutachters abhängig sind als im Bereich der Somatik;

Anmerkungen

Wortgleich übernommen ohne als Zitat zu kennzeichnen; Fußnote umfasst nicht die ganze Passage.

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