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Quelle:Cmg/Gädeke 2006

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Nancy Gädeke
Titel    138 Suizidbegleitungen durch DIGNITAS im Jahre 2005 und deren Vorbereitung
Ort    Magdeburg
Datum    2. März 2006
URL    http://www.dignitas.ch/images/stories/pdf/studie-ng-vorbereitungszeit-ftb.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Cmg/Fragment 185 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-03 20:31:07 Hindemith
Cmg, Fragment, Gesichtet, Gädeke 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 24-30
Quelle: Gädeke 2006
Seite(n): 002, Zeilen: 23-32
Einig ist man sich in dem Punkt, dass Hilfe beim Suizid wegen der Irreversibilität nicht vorschnell oder unüberlegt geleistet werden soll. Vielmehr muss die Entscheidung, ob Hilfe geleistet wird, einzelfallabhängig und situationsorientiert erfolgen. Dies kann nur dann gelingen, wenn die Gründe für den Suizidwunsch und der persönliche Hintergrund bekannt sind. Nach der Schweizer „Nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin“ erfordert eine derartige Entscheidung „eine eingehende Kenntnis der Person und ihrer Situation, des individuellen Hintergrundes ihres Suizidwunsches, der [Konstanz dieses Wunsches und sie setzt das Besprechen möglicher alternativer Perspektiven, Optionen u.ä. voraus“.557]

557 Nationale Ethikkommission, Stellungnahme Nr. 13/2006, S. 5.

Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass Freitod-Hilfe wegen der Irreversibilität nicht vorschnell oder gar unüberlegt gewährt werden soll. Eine Entscheidung über Beihilfe zum Suizid muss dem Einzelfall angepasst und jeweils situationsorientiert sein. Das macht es erforderlich, die Gründe für den Suizidwunsch und somit den persönlichen Hintergrund zu kennen. Die «Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin», welche in der Schweiz besteht, hat dazu erklärt, die Entscheidung erfordere «eine eingehende Kenntnis der Person und ihrer Situation, des individuellen Hintergrundes ihres Suizidwunsches, der Konstanz dieses Wunsches und sie setzt das Besprechen möglicher alternativer Perspektiven,

Optionen usw. voraus»4.


4 EXIT info 3/2005, S. 5

Anmerkungen

Übernahme eines Absatzes aus der Quelle, ein Hinweis darauf fehlt. Das Fragment zeigt einen hohen Verschleierungsaufwand in den Textvariationen bei inhaltlicher Äquivalenz. Auch im wörtlichen Zitat(!) wurde variiert: aus "usw." wurde "u.ä.".

Sichter
SleepyHollow02

[2.] Cmg/Fragment 197 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-03 19:17:09 Klicken
BauernOpfer, Cmg, Fragment, Gesichtet, Gädeke 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 197, Zeilen: 08-32
Quelle: Gädeke 2006
Seite(n): 002,003, Zeilen: 12-19, 03-09, 13-27
2. Voraussetzungen einer Freitodbegleitung

Es ist umstritten, ob es rechtlich gesehen materielle Voraussetzungen für eine Freitodbegleitung geben darf oder nicht. Dignitas vertritt die Auffassung, das Recht eines Menschen, sein eigenes Leben beenden zu dürfen, sei durch Art. 8 EMRK garantiert. Ferner bestehe auch ein Anspruch darauf, dass der Staat dem Menschen die Möglichkeit eröffne, sein Leben risikolos und schmerzfrei beenden zu dürfen, weil sonst diese Freiheit wegen der hohen Risiken laienhafter Suizidversuche nicht praktisch und effizient wäre.581

Fraglich ist, ob ein bestimmtes Zeitmaß einzuhalten ist oder sogar zur Richtlinie gemacht werden kann. Weiter ist zu entscheiden, ob man Kriterien mit zugehöriger Rangliste festschreiben kann, nach denen ein Einzelfall als gesamt bekannt und beurteilensfähig eingestuft werden kann. Andererseits ist zu überlegen, ob dies nicht eher eine persönliche Einschätzung ist, die letztlich die Entscheidung herbeiführt. Es erscheint jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass auch nach kurzer Zeit eine Einschätzung über die individuelle Situation einer sterbewilligen Person denkbar ist.

Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang aber, dass das Erfordernis einer sorgfältigen Abklärung dann nicht erfüllt ist, wenn etwa eine Person innerhalb eines Tages beim Arzt vorstellig wird (beispielsweise in der Schweiz) und noch an diesem oder am nächsten Tag beim Freitod begleitet wird. Hier ist zu sagen, dass ein einmaliger, zeitlich begrenzter Kontakt unmittelbar vor Durchführung des begleiteten Suizids diesem Kriterium nicht gerecht würde.

Problematisch erweist sich dies insbesondere dann, wenn Personen eine Freitodbegleitung wünschen, die nicht im Land der Begleitung leben. Denn ortsansässige Personen können insbesondere ihre Begleiter mehrfach aufsuchen und eine Beziehung zu diesen aufbauen. Dennoch kann nicht behauptet werden, dass eine seriöse Abklärung und Vorbereitung in einer Distanz-[Beziehung nicht stattfinden kann.]


581 Gädeke, S. 4.

[S. 2 Z. 12-19]

Voraussetzungen für eine Freitod-Begleitung

Es ist umstritten, ob es rechtlich gesehen materielle Voraussetzungen für eine Freitod-Begleitung geben darf oder nicht. Der Leiter von DIGNITAS, Ludwig A. Minelli, vertritt die Auffassung, das Recht eines Menschen, sein eigenes Leben beenden zu dürfen, sei durch Art. 8 der Europäischen Menschenrechts-Konvention (EMRK) garantiert, und es bestehe auch ein Anspruch darauf, dass der Staat dem Menschen die Möglichkeit eröffne, sein Leben risikolos und schmerzfrei beenden zu dürfen, weil sonst diese Freiheit wegen der hohen Risiken laienhafter Suizidversuche nicht praktisch und effizient wäre2.

[S. 3 Z. 03-09] Es fragt sich, ob in diesem Zusammenhang eine bestimmte Zeitspanne angegeben oder gar zur Richtlinie gemacht werden kann. Gibt es Kriterien mit zugehöriger Rangliste, nach denen ein Fall als vollständig bekannt und beurteilbar eingestuft werden kann, oder ist es nicht vielmehr ebenfalls eine persönliche Einschätzung, die letztlich zu einer Entscheidung führt? So betrachtet, ist es jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass auch nach kurzer Zeit eine Einschätzung über die individuelle Situation einer sterbewilligen Person denkbar ist.

[S. 3 Z. 13-27] Zweifellos wäre das Erfordernis der sorgfältigen Abklärung nicht erfüllt, wenn es tatsächlich so wäre, dass jemand einfach an einem Tag in die Schweiz einreist, dort ein Gespräch mit einem Arzt führt und am selben oder am nächsten Tag bei seinem Suizid begleitet würde. Ein solcher einmaliger, zeitlich begrenzter Kontakt unmittelbar vor der Ausführung eines assistierten Suizids würde diesem Kriterium nicht entsprechen.

Freitod-Hilfe für außerhalb der Schweiz wohnhafte Personen kann selbstverständlich nicht gleich gehandhabt werden, wie dies für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz der Fall ist. Diese werden in aller Regel von Freitod-Begleitern mehrfach besucht, die mit ihnen oft eine länger dauernde Beziehung aufbauen. [...] Dennoch ist eine seriöse Vorbereitung und Abklärung in der Distanz-Beziehung nicht etwa unmöglich.


2 LUDWIG A. MINELLI, Die EMRK garantiert die Suizidfreiheit, Aktuelle Juristische Praxis (AJP) 5/2004, S. 491 ff.; im Internet abrufbar unter der URL: http://www.dignitas.ch/we/WeitereTexte/05%20Die%20EMRK%20schützt%20die%20Suizidfreiheit% 20%20Abzug.pdf

Anmerkungen

Auf die wörtliche Abschrift eines ganzen Absatzes aus der Vorlage mit kosmetischen Variationen folgt die Nennung der Quelle in Fußnote 581. Daran anschließend folgt die Übernahme weitere Absätze aus der Quelle, wieder inhaltlich identisch, in Teilen wörtlich.

Sichter
SleepyHollow02

[3.] Cmg/Fragment 198 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-03 20:31:10 Hindemith
Cmg, Fragment, Gesichtet, Gädeke 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 198, Zeilen: 01-12
Quelle: Gädeke 2006
Seite(n): 003, 004, Zeilen: 26-32, 01-07
[Dennoch kann nicht behauptet werden, dass eine seriöse Abklärung und Vorbereitung in einer Distanz-]Beziehung nicht stattfinden kann. Eine ausreichende oder zufrieden stellende Betreuung, wozu auch die Einschätzung der Urteilsfähigkeit hinsichtlich der gewünschten Lebensbeendigung wie auch die Feststellung der Dauerhaftigkeit des Sterbewunsches gehören, kann in diesen Fällen im Vorfeld der Begleitung durch telefonischen und/oder schriftlichen Kontakt erfolgen.

Generell nimmt eine sorgfältige Abklärung Zeit in Anspruch, so dass man eher selten von einer besonderen Schnelligkeit des Ablaufs sprechen kann. Zwar findet am Ende des Verfahrens in der Regel nur ein einziges Gespräch mit dem rezeptierenden Arzt in der Schweiz statt. Dies liegt aber oft darin begründet, dass in den meisten Fällen die dem Sterbewilligen zugemutete Reise schon sehr belastend ist und er meist aufgrund seiner gesundheitlichen Situation kaum in der Lage ist, eine solche Reise ein zweites Mal zu unternehmen.

Dennoch ist eine seriöse Vorbereitung und Abklärung in der Distanz-Beziehung nicht etwa unmöglich. So kann eine ausreichende – sogar befriedigende – Betreuung, wozu auch die Einschätzung der Urteilsfähigkeit in Bezug auf die Beendigung des eigenen Lebens sowie die Feststellung der Dauerhaftigkeit des Sterbewunsches gehören, tatsächlich gewährleistet sein, sofern im Vorfeld einer Freitod-Begleitung ein reger schriftlicher und/oder telefonischer Kontakt herrscht.

[S. 4, Z. 01-07]

Diese Abklärungen nehmen in aller Regel Zeit in Anspruch; von einer besonderen Schnelligkeit des Ablaufs kann nur selten die Rede sein. Wohl findet dann am Schluss des Verfahrens in der Regel nur ein einziges Gespräch mit dem Schweizer Arzt statt. Das hat seinen Grund darin, dass in den meisten Fällen die dem sterbewilligen Mitglied einmal zuzumutende Reise bereits ausserordentlich schwer belastend ist. Sie wären auf Grund ihrer gesundheitlichen Situation kaum in der Lage, eine solche Reise zweimal zu unternehmen.

Anmerkungen

Inhaltliche und teils wörtliche Übernahme weiterer Absätze ohne weiteren Verweis auf die Vorlage.

Sichter
SleepyHollow02

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