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Quelle:Cmg/Nationaler Ethikrat 2006

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Nationaler Ethikrat
Titel    Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende
Ort    Berlin
Jahr    2006
URL    http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/Stellungnahme_Selbstbestimmung_und_Fuersorge_am_Lebensende.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    7


Fragmente der Quelle:
[1.] Cmg/Fragment 013 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 23:09:14 TaBi
Cmg, Fragment, KeineWertung, Nationaler Ethikrat 2006, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 10-14
Quelle: Nationaler Ethikrat 2006
Seite(n): 49-50, Zeilen: 28-33;01
Sterbehilfe bezeichnet heute sämtliche Handlungen und Unterlassungen, die darauf zielen, im Interesse eines sterbenden oder schwerstkranken Patienten seinen Tod herbeizuführen. Dem steht gegenüber, dass „Hilfe“ eigentlich positiv besetzt ist und auf etwas hindeutet, das legitim und auch begrüßenswert ist und das man sich generell in jeder Phase des Sterbens nur wünscht.36

36 Nationaler Ethikrat, S. 49.

Schwächen der überkommenen Begrifflichkeit zeigen sich aber auch im Hinblick auf das Wort „Sterbehilfe“, das im deutschen Sprachgebrauch weitgehend an die Stelle des Wortes „Euthanasie“ getreten ist. Das Wort „Hilfe“ ist positiv besetzt; es signalisiert etwas, was legitim und begrüßenswert ist.„Hilfe“ kann man sich in jeder Phase seines Sterbens eigentlich nur wünschen.
Anmerkungen

Leicht abgewandelt übernommen.

Sichter

[2.] Cmg/Fragment 015 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-02-11 12:20:51 Guckar
BauernOpfer, Cmg, Fragment, Gesichtet, Nationaler Ethikrat 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
TaBi, Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 04-18
Quelle: Nationaler Ethikrat 2006
Seite(n): 36, Zeilen: 03-15
Dies beruht darauf, dass das Wort „Euthanasie“ aufgrund des Missbrauchs in den Jahren des nationalsozialistischen Regimes, dem zwischen 1939 und 1941 bis zu 100.000 Menschen zum Opfer fielen, negativ belegt ist.42 Opfer waren überwiegend psychisch kranke oder geistig behinderte Patienten von Heil- und Pflegeeinrichtungen – Täter waren Ärzte und Pflegekräfte, legitimiert durch geheime Führerbefehle. Ausgewählte Ärzte sollten dazu ermächtigt werden, nach „menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung“ ihres Zustandes den „Gnadentod“ zu gewähren. Dies wurde dadurch realisiert, dass die Todesursachen in der Folge verschleiert wurden und Benachrichtigungen von den Todesfällen mit falschen Unterschriften erfolgten. Die Erfassung und Tötung von Kindern mit Behinderungen war schon früher erschreckende Praxis, etwa im Rahmen des Programms zur „Kindereuthanasie“; mindestens 5.000 Kinder wurden ermordet. Weitere 20.000 Menschen mit Behinderungen fielen entsprechenden Aktionen in den Konzentrationslagern zum Opfer. Nachdem die Euthanasie offiziell bekannt geworden war und Proteste in der Bevölkerung ausgelöst hatte, wurde sie 1941 eingestellt.43

42 Chong, Sterbehilfe und Strafrecht, S. 4.

43 So der Wortlaut der persönlichen Ermächtigung Adolf Hitlers für Reichsleiter Bouhler und Dr. med. Brandt vom Oktober 1939 mit Datum vom 1. September 1939; Nationaler Ethikrat, S. 36.

Keine Diskussion über aktive Sterbehilfe in Deutschland kann sich davon frei machen, dass unter der Herrschaft der Nationalsozialisten die Tötung unheilbar kranker Menschen ein politisches Programm war, dem zwischen 1939 und 1941 nahezu 100.000 Menschen zum Opfer fielen. Die Opfer waren überwiegend psychisch kranke oder geistig behinderte Insassen von Heil- und Pflegeanstalten; die Täter waren Ärzte und Pflegekräfte. Die Tötungsaktionen wurden auf der Grundlage geheimer Führerbefehle durchgeführt.Nach dem Befehl, der die sogenannte T4-Aktion einleitete, sollten ausgewählte Ärzte dazu ermächtigt werden, dass „nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann“.38

38 So der Wortlaut der persönlichen Ermächtigung Adolf Hitlers für Reichsleiter Bouhler und Dr. med. Brandt aus dem Oktober 1939 mit Datum vom 1. September 1939. Im Zuge der sogenannten T4-Aktion wurden ab Ende 1939 etwa 70.000 Patienten der Psychiatrie und Insassen von Pflegeanstalten umgebracht. Die Tötungen wurden größtenteils durch die Angabe falscher Todesursachen verschleiert und die Todesbenachrichtigungen mit falschen Unterschriften versehen. Schon zuvor war im Zuge des Programms zur „Kindereuthanasie“ mit der Erfassung und Tötung von Kindern mit Behinderungen begonnen worden; mindestens 5.000 Kinder wurden ermordet. Weitere 20.000 Menschen mit Behinderungen fielen Durchsuchungsaktionen in den Konzentrationslagern zum Opfer. Offiziell wurden die Euthanasie-Aktionen 1941 eingestellt, nachdem sie bekannt geworden waren und Proteste in der Bevölkerung ausgelöst hatten. Zur Geschichte und Dokumentation vgl. Klee 1985

Anmerkungen

Leicht verändert übernommen und die Fußnote der Quelle mit in den Text hineingeschrieben.

Die Quelle ("Nationaler Ethikrat, S. 36") wird in Fn. 43 genannt, wörtliche und sinngemäße Übereinstimmungen sind jedoch nicht in ihrem Umfang kenntlich gemacht.

Der Beleg für das kenntlich gemachte aus der Quelle übernommene wörtliche Zitat aus der Führerermächtigung von 1939 erfolgt bei Cmg erst in Fn. 43, acht Zeilen nach dem Ende des Zitats. In diesen acht Zeilen wird zwar die in der Quelle weitergehende Fußnote inhaltlich und größtenteils auch im Wortlaut übernommen, die dort gemachten Angaben waren aber sicher nicht "Wortlaut der persönlichen Ermächtigung Adolf Hitlers für Reichsleiter Bouhler und Dr. med. Brandt vom Oktober 1939 mit Datum vom 1. September 1939; Nationaler Ethikrat", wie in Fn. 43 behauptet.

Sichter
Hood (Kat. geändert), Strafrjurist

[3.] Cmg/Fragment 095 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-11 10:42:16 Strafjurist
Cmg, Fragment, KeineWertung, Nationaler Ethikrat 2006, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
TaBi, Strafjurist
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 095, Zeilen: 03-13
Quelle: Nationaler Ethikrat 2006
Seite(n): 21, Zeilen: 03-22
Dies erfährt aber dann wiederum eine andere Bedeutung, wenn man die Fälle von schwer bzw. unheilbar kranken Patienten in diese Überlegungen mit einbezieht. Hier verändert sich das Bild dergestalt, dass – so eine Allensbach-Umfrage aus 2001 – lediglich 12 % der Befragten auch in diesem Fall noch an der Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens festhalten: „über Leben und Tod darf nur Gott, man kann auch sagen, das Schicksal, entscheiden. Das Leben ist heilig und muss es auch bleiben. Keinesfalls darf das Leben vorzeitig beendet werden, auch wenn der Patient das ausdrücklich verlangt.“ Eine größere Zahl, etwa 70 %, dagegen vertritt den Standpunkt, dass schwer kranke Menschen selbst entscheiden können sollen, ob sie weiterleben möchten. Überraschend ist, dass mit über 60 % auch die Mehrzahl der kirchlich gebundenen Menschen diese Meinung teilt.310

310 Der volle Wortlaut der Vorgabe lautet: „Ich finde, dass Sterbehilfe für schwer kranke Menschen ein guter Weg ist, um sie nicht so leiden zulassen[sic!]. Solange ein schwer kranker Mensch noch bei Bewusstsein ist, sollte er selbst entscheiden können, ob er leben oder sterben möchte.“; Nationaler Ethikrat, S. 21.

Dieser Respekt wird allerdings im Urteil der Bevölkerung von der Anerkennung der Selbstbestimmungsansprüche überlagert, wenn man die Frage auf Patienten bezieht, die an schwerer, nicht heilbarer Krankheit leiden. Nach einer Allensbach-Umfrage von 2001 bestehen nur zwölf Prozent auch in diesem Fall auf der Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens und unterstützen folgende Aussage: „Über Leben und Tod darf nur Gott, man kann auch sagen das Schicksal, entscheiden. Das Leben ist heilig und muss es auch bleiben. Keinesfalls darf das Leben vorzeitig beendet werden, auch wenn der Patient das ausdrücklich verlangt.“ Dagegen finden 70 Prozent, ein schwer kranker Mensch sollte „selbst entscheiden können, ob er leben oder sterben möchte“.Diese Einschätzung teilt auch die große Mehrheit der kirchlich gebundenen Menschen (über 60 Prozent); bei de kirchlich nicht gebundenen betrug die Zustimmung 83 Prozent. Allerdings ist in der Vorgabe der Befragung nicht hinreichend präzisiert, ob die eigene Entscheidung, sterben zu

wollen, auch einschließen kann, dass der ersehnte Tod durch ärztliches Handeln herbeigeführt wird.6 Für diese Frage sind die folgenden Daten einschlägig.


6 Der volle Wortlaut der Vorgabe lautet: „Ich finde, dass Sterbehilfe für schwer kranke Menschen ein guter Weg ist, um sie nicht so leiden zu lassen. Solange ein schwer kranker Mensch noch bei Bewusstsein ist, sollte er selbst entscheiden können, ob er leben oder sterben möchte.“

Anmerkungen

Abgewandelt und übernommen. Zahlen, die in der Quelle ausgeschrieben wurden, wurden in der Dissertation als bloße Zahlen übernommen. Auch die Fußnote ist identisch - bis auf den Zusatz der Originalquelle. Die als wörtliche Zitate gekennzeichneten Passagen der Urquelle haben in der Dissertation keine Anführungszeichen mehr, sodass der Eindruck einer eigenen Zusammenfassung erweckt wird.

Sichter

[4.] Cmg/Fragment 118 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-11 13:47:31 Plagin Hood
BauernOpfer, Cmg, Fragment, Gesichtet, Nationaler Ethikrat 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02, Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 118, Zeilen: 17-25
Quelle: Nationaler Ethikrat 2006
Seite(n): 68, Zeilen: 13-25
Nach der Rechtsprechung sind dann keine Rettungsmaßnahmen mehr erforderlich, wenn von einem Bilanzsuizid ausgegangen werden kann, bei dem Eigenverantwortlichkeit und Ernsthaftigkeit des Todeswunsches feststehen. Umstritten ist aber, welche Anforderungen an dessen Feststellung zu stellen sind.

Die Pflicht zur Hilfeleistung entfällt weiter in jenen Fällen, in denen die Hilfeleistung für den Verpflichteten unzumutbar wäre, wenn das Opfer innerhalb kurzer Zeit sterben oder nur mit schwersten Folgeschäden überleben würde. Nach allgemeiner Ansicht gibt es keine Pflicht, erlöschendes Leben um jeden Preis zu erhalten, so dass einer Strafbarkeit nach den §§ 216 und 323c StGB die Grundlage entzogen ist.390


390 BGHSt 32, 367, 379; Nationaler Ethikrat, S. 68.

Vor diesem Hintergrund verlangt die Rechtsprechung dann keine Rettungsmaßnahme, wenn von einem sogenannten Bilanzsuizid ausgegangen werden kann, bei dem Eigenverantwortlichkeit und Ernsthaftigkeit des Todeswunsches feststehen. Die Anforderungen an die Feststellung eines „Bilanzsuizids“ sind jedoch restriktiv und umstritten.

Die Pflicht zur Hilfeleistung entfällt überdies in jenen Fällen, in denen die Hilfeleistung für den Verpflichteten unzumutbar wäre. Die Pflicht entfällt nach der Rechtsprechung auch dann, wenn das Opfer binnen kurzer Frist sterben würde oder nur mit schwersten Folgeschäden überleben würde. Es gibt keine Pflicht, erlöschendes Leben um jeden Preis zu erhalten, womit die Strafbarkeit nach den §§ 216 und 323c StGB entfällt.66


66 BGHSt 32, 367, 379.

Anmerkungen

Wortlautnahe Übernahme. Quelle wird in Fn. 390 als zweite genannt. Die Umformulierung im ersten Satz des zweiten Absatzes des Fragments verändert den Sinn der entsprechenden Aussage in der Quelle: während dort klar von zwei völlig verschiedenen Fallgruppen die Rede ist, erweckt Cmg mit ihrer Zusammenziehung den Eindruck, die zweite Fallgruppe sei entweder Teilmenge oder einschränkendes Merkmal der ersten.

Sichter
Strafjurist

[5.] Cmg/Fragment 154 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-02-11 12:21:06 Guckar
BauernOpfer, Cmg, Fragment, Gesichtet, Nationaler Ethikrat 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02, Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 13-31
Quelle: Nationaler Ethikrat 2006
Seite(n): 78, 79, Zeilen: 24-32; 1-28
Von den etwa 12.000 Suiziden, die – neben einer Dunkelziffer und vielen Suizidversuchen – in Deutschland jährlich registriert werden, erfolgen die meisten aufgrund krankhafter psychischer Störungen, die etwa auf Depressionen, Schizophrenien, chronischen Alkoholismus u.a. beruhen. Aber auch aus situativer Verzweiflung werden Suizide und Suizidversuche unternommen. Diese ist meist nur schwer von einer Depression abzugrenzen, lässt dem Betroffenen auch sein Leben akut unerträglich erscheinen, wäre aber wahrscheinlich behandelbar. Die Mehrzahl der Fälle solcher Suizidversuche hat deshalb appellativen Charakter. Im ersten Fall wäre der Suizident nach unseren gängigen ethischen Vorstellungen nicht als urteils- und entscheidungsfähig anzusehen und dürfte, ja müsste von seinem Entschluss abgebracht und für eine Therapie gewonnen werden. Im zweiten Fall wäre der Tod nicht aufrichtig gewollt und der Suizidversuch eher als ein Hilfeschrei zu verstehen. So wäre es auch ethisch und moralisch inakzeptabel, den Suizid einfach geschehen zu lassen und keine Hilfe zu leisten bzw. den Suizidenten von seinem Entschluss abzubringen. Anders aber, wie bereits dargestellt, wenn der Sterbeentschluss eines entscheidungsfähigen Patienten auf einer unbeherrschbaren Krankheit beruht. Hier ist eher davon auszugehen, dass der Patient im Rahmen einer „wohlüberlegten“ Güterabwägung zu dem Ergebnis kommt, dass er nicht mehr leben will und dass er für einen erfolgreichen Rettungsversuch auch im Nachhinein nicht dankbar wäre. Auch liebevolle Zuwendung und umfassende [Versorgung werden an dem Entschluss eines solchen Patienten, sterben zu wollen, nicht notwendigerweise etwas ändern. [...] 483]

483 Nationaler Ethikrat, S. 79.

[S. 78]

Von den etwa 12.000 Suiziden, die – neben einer Dunkelziffer und vielen Suizidversuchen – in Deutschland jährlich registriert werden müssen, erfolgen die allermeisten aufgrund krankhafter psychischer Störungen,wie sie durch Depressionen, Schizophrenien, chronischen Alkoholismus etc. verursacht werden können. Andere Suizide und Suizidversuche werden aus situativer Verzweiflung unternommen, die, gewiss von Depressionen nicht immer scharf abzugrenzen, dem Betroffenen sein Leben akut unerträglich erscheinen lässt, aber aller Voraussicht nach

[S. 79] behebbar wäre. In der weitaus überwiegenden Zahl der Fälle haben solche Suizidversuche appellativen Charakter. Wohl niemand wird der Auffassung widersprechen, dass diese Selbsttötungen Unglücksfälle sind beziehungsweise wären, die es zu verhindern gilt. Im ersten Falle wäre der Suizident nach unseren gängigen ethischen Vorstellungen nicht als urteils- und entscheidungsfähig anzusehen und dürfte, ja müsste von seinem Entschluss abgebracht und für eine Therapie gewonnen werden. Im zweiten Fall wäre der Tod nicht ernstlich gewollt und der Suizidversuch eher als ein Hilfeschrei zu verstehen. Moralisch wäre es nicht vertretbar, den Suizid in einem solchen Fall einfach geschehen zu lassen.Vielmehr muss tätige Hilfe geleistet werden, um den Betroffenen von seiner Selbsttötungsabsicht abzubringen. Wenn ein entscheidungsfähiger Patient sich angesichts unbeherrschbarer Krankheit zum Suizid entschließt, handelt es sich in der Regel um eine andere Problemkonstellation. Es ist durchaus möglich, dass der Patient im Rahmen einer „wohlüberlegten“ Güterabwägung zu dem Ergebnis kommt, dass er nicht mehr leben will und dass er für einen erfolgreichen Rettungsversuch auch im Nachhinein nicht dankbar wäre. Auch liebevolle Zuwendung und umfassende Versorgung werden an dem Entschluss eines solchen Patienten, sterben zu wollen, nicht notwendigerweise etwas ändern.

Anmerkungen

Immerhin eine Fn. auf der nächsten Seite am Ende des Absatzes. Die Umformulierung des Verbs im zweiten Satz des Fragments bei Cmg ist sinnentstellend; in der Quelle geht es um den Umgang mit der situativen Ursache der Verzweiflung ("behebbar"), nicht um eine "behandelbare" Krankheit.

Sichter
Strafjurist

[6.] Cmg/Fragment 155 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-10 23:11:30 Plagin Hood
BauernOpfer, Cmg, Fragment, Nationaler Ethikrat 2006, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02, Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 155, Zeilen: 01-02
Quelle: Nationaler Ethikrat 2006
Seite(n): 79, Zeilen: -
[Auch liebevolle Zuwendung und umfassende] Versorgung werden an dem Entschluss eines solchen Patienten, sterben zu wollen, nicht notwendigerweise etwas ändern. Dies dürfte als „Bilanzsuizid“ einzustufen sein.483

483 Nationaler Ethikrat, S. 79.

[Auch liebevolle Zuwendung und umfassende] Versorgung werden an dem Entschluss eines solchen Patienten, sterben zu wollen, nicht notwendigerweise etwas ändern. Der Suizid eines unheilbar Kranken dürfte nahe bei dem liegen, was als „Bilanzsuizid“ bezeichnet wird, also ein Handeln darstellen, bei dem jemand in freier Verantwortung und nach ernsthafter Erwägung seiner Perspektiven den Entschluss fasst, nicht mehr leben zu wollen.
Anmerkungen

Fortsetzung von Cmg 154. Quelle ist in Fn.483 genannt. Die Übernahme beginnt auf S. 78 der Quelle und erstreckt sich über den gesamten Absatz, was aus der Fn. ebensowenig hervorgeht wie die wortlautnahe Anlehnung.

Sichter

[7.] Cmg/Fragment 224 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-01-11 00:07:29 Plagin Hood
BauernOpfer, Cmg, Fragment, Gesichtet, Nationaler Ethikrat 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 224, Zeilen: 01-14
Quelle: Nationaler Ethikrat 2006
Seite(n): 44, Zeilen: li. Sp. 01-16
Laut Bundesärztekammer gibt es in deutschen Krankenhäusern 75 Palliativstationen mit einem Angebot von etwa sieben Betten auf eine Million Einwohner. Dies wird dem gegenwärtigen Bedarf aber nicht gerecht, der bei 30 Betten pro eine Million Einwohner liegt. Zwar sind weitere 30 ambulante Palliativdienste tätig, die jedoch ebenfalls einem weitaus größeren Bedarf von 320 Palliativdiensten gegenüberstehen. Verdeutlicht werden kann diese Notwendigkeit auch am folgendem Beispiel: Ein Viertel aller Tumorpatienten benötigt eine Palliativversorgung, allerdings steht eine solche Versorgung nur 5 % dieser Patienten auch wirklich zur Verfügung. Spezielle Palliativstationen für Kinder oder Einrichtungen von Kinderkliniken existieren in Deutschland überhaupt nicht. Ausgehend von der Prämisse, dass jedem unheilbar kranken und sterbenden Menschen eine ausreichende palliativmedizinische Versorgung gewährt werden muss, ist eine entsprechende Versorgung mit Betten und qualifiziertem Personal auf Palliativstationen daher dringend nötig. Außerdem sollte die Vernetzung von stationärer und ambulanter Versorgung sichergestellt werden.631

631 Nationaler Ethikrat, S. 44.

Laut Bundesärztekammer gibt es in deutschen Krankenhäusern 75 Palliativstationen mit einem Angebot von etwa sieben Betten auf eine Million Einwohner. Der Bedarf liegt aber bei 30 Betten pro eine Million Einwohner.Weiter gibt es 30 ambulante Palliativdienste, die jedoch einem Bedarf von 320 Palliativdiensten gegenüberstehen. Ein Viertel aller Tumorpatienten benötigt eine Palliativversorgung; allerdings steht eine solche Versorgung nur für fünf Prozent dieser Patienten auch wirklich zur Verfügung.50 Palliativstationen für Kinder und als Einrichtungen von Kinderkliniken existieren in Deutschland nicht. Jedem unheilbar kranken und sterbenden Menschen muss jedoch eine ausreichende palliativmedizinische Versorgung gewährt werden. Eine entsprechende Versorgung mit Betten und qualifiziertem Personal auf Palliativstationen ist daher nötig.

Außerdem sollte die Vernetzung von stationärer und ambulanter Versorgung sichergestellt werden.


50 Bundesärztekammer 2004.

Anmerkungen

Leichte Umformulierung; Quelle ist am Absatzende genannt. Die Belegstelle zur Bundesärztekammer entfällt und wird durch die Angabe der Quelle ersetzt.

Sichter
Hood

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