Fandom

VroniPlag Wiki

Quelle:Db/Akkaya et al. 1998

< Quelle:Db

31.377Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Çiğdem Akkaya, Yasemin Özbek, Faruk Şen
Titel    Länderbericht Türkei
Ort    Darmstadt
Verlag    Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Jahr    1998

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    42


Fragmente der Quelle:
[1.] Db/Fragment 012 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:28:42 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 26-28
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 3, Zeilen: 4-7
Das Osmanische Reich ging im 13. Jahrhundert aus einem Fürstentum in Nordwestanatolien hervor. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte es sich zu einem Großreich, in dessen Kerngebiet sich die heutige Türkei befindet.36

36 Über die ausführliche Geschichte des Osmanischen Reichs siehe: Ferench Majoros, Bernd Rill: Das Osmanische Reich (1300 –1922), Die Geschichte einer Großmacht, Köln 1994, Vgl. Sen Faruk, Akkaya Cigdem, Özbek Yasemin, Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998, S. 3

Das Osmanische Reich war im 13. Jahrhundert aus einem Fürstentum in Nordwestanatolien hervorgegangen. In den folgenden Jahrhunderten hatte es sich zu einem Großreich entwickelt, auf dessen Kerngebiet sich die heutige Türkei befindet.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[2.] Db/Fragment 017 28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:25:38 Guckar
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 28-30
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 3, Zeilen: 8-11
Die Niederlage im Ersten Weltkrieg brachte des [sic] ohnehin von innerer Instabilität geprägten Osmanischen Reiches [sic] das Ende. Am 30.10.1918 sah sich die osmanische Staatsführung gezwungen, sich den Ententenmächten [sic] zu ergeben. Die Niederlage im Ersten Weltkrieg kennzeichnete das Ende des ohnehin von innerer Instabilität geprägten Osmanischen Reiches. Am 30.10.1918 sah sich die Osmanische Staatsführung gezwungen, sich den Ententemächten zu ergeben.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[3.] Db/Fragment 018 32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:26:13 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 32-44
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 4, Zeilen: 14-27
Am 28. Januar 1920 verlegte das Komitee seinen Sitz nach Ankara, dem Zentrum des nicht besetzten Landesteils, und verkündete in einem Manifest, dem sogenannten Nationalpakt (Misak-i Milli), die Ziele der Widerstandsbewegung: Eine Teilung des Landes würde nicht hingenommen werden. Istanbul solle osmanisch bleiben. Während die Nationalisten sich bereit erklärten, die Autonomie der arabischen Provinzen anzuerkennen, lehnten sie die Autonomie für die Armenier und Kurden ab. Sie verwahrten sich gegen eine Einmischung fremder Mächte in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Reiches und setzten sich für dessen ökonomische, finanzielle und rechtliche Unabhängigkeit ein.70

Im April 1920 formierte sich das Komitee zur „Großen Türkischen Nationalversammlung“ (TBMM). Mit der Ernennung Mustafa Kemal Pasa zum Präsidenten dieser Nationalversammlung und zum Vorsitzenden der Nationalen Regierung entmachteten die Nationalisten de facto den Sultan.


70 Vgl. Faruk Sen, Akkaya Cigdem, Özbek Yasemin, Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998, S. 4. ff.

Am 28. Januar 1920 verlegte das Komitee seinen Sitz nach Ankara, dem Zentrum des nicht besetzten Landesteils, und verkündete in einem Manifest, dem sogenannten Nationalpakt (Misak-i Milli), die Ziele der Widerstandsbewegung: Eine Teilung des Landes würde nicht hingenommen werden. Istanbul sollte osmanisch bleiben. Während die Nationalisten sich bereit erklärten, die Autonomie der arabischen Provinzen anzuerkennen, lehnten sie die Autonomie für die Armenier oder die Kurden ab. Sie verwahrten sich gegen eine Einmischung fremder Mächte in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Reiches und setzten sich für dessen ökonomische, finanzielle und rechtliche Unabhängigkeit ein.

Im April 1920 formierte sich das Komitee zur „Großen Türkischen Nationalversammlung“; mit der Ernennung Mustafa Kemals zum Präsidenten dieser Nationalversammlung und zum Vorsitzenden der Nationalen Regierung entmachteten die Nationalisten de facto den Sultan.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Db/Fragment 019 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:27:04 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1-16
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 4-5, Zeilen: 4:27-30.33-40 - 5:1-9
[Zur Legitimierung der] Auflehnung gegen den Sultan bediente sich die Widerstandsbewegung auch des religiösen Arguments, das Kalifat und den Kalifen von den feindlichen Mächten befreien zu wollen.71 Mit der Propagierung der Befreiung des Kalifen konnte die Religion als einigendes Element zwischen den verschiedenen muslimischen Ethnien Anatoliens eingesetzt werden. Auf diese Weise gelang es, Kurden, Tscherkessen und Türken als eine Solidargemeinschaft zum Widerstandskampf gegen fremde Mächte zu mobilisieren.72

Die Regierung des Sultans dagegen amtierte isoliert vom Land in Istanbul: Die Hohe Pforte trat im Friedensvertrag von Sévres vom 10. August 1920 Ostanatolien an einen unabhängigen Staat Armenien, sowie Südostanatolien an einen autonomen Staat Kurdistan, schließlich Thrakien und den Großteil Westanatoliens an Griechenland ab. Weiterhin verzichtete sie auf Mossul, nahm die Entmilitarisierung der Meeresengen hin und gestand Italien sowie Frankreich in den verbleibenden Gebieten in Kleinasien weitreichenden Einfluss zu. Vom Osmanischen Reich sollte nur noch ein Reststaat ohne eigene Souveränität übrigbleiben. Für die Nationalversammlung in Ankara war der Vertrag von Sévres inakzeptabel.73


71 Vgl. Ebd., S. 4. f

72 Vgl. Ebd., S. 4. f

73 Vgl. Ebd., S. 4. f

[Seite 4]

Zur Legitimierung der Auflehnung gegen den Sultan bediente sich die Widerstandsbewegung auch des religiösen Arguments, das Kalifat und den Kalifen von den feindlichen Mächten befreien zu wollen.3 [...] Mit der Propagierung der Befreiung des Kalifen konnte die Religion als einigendes Element zwischen den verschiedenen muslimischen Ethnien Anatoliens eingesetzt werden. Auf diese Weise gelang es, Kurden, Tscherkessen und Türken als eine Solidargemeinschaft Widerstandskampf gegen die fremden Mächte zu mobilisieren.

In einem krassen Gegensatz zu der von Ankara aus agierenden Nationalversammlung stand die Regierung des Sultans in Istanbul: Die Hohe Pforte trat im Friedensvertrag von Sèvres vom 10. August 1920 Ostanato-

[Seite 5]

lien an einen unabhängigen Staat Armenien, Südostanatolien an einen autonomen Staat Kurdistan sowie Thrakien und den Großteil Westanatoliens an Griechenland ab. Weiterhin verzichtete sie auf Mossul, nahm die Entmilitarisierung der Meerengen hin und gestand Italien sowie Frankreich in den verbleibenden Gebieten in Kleinasien weitreichenden Einfluß zu.4 Vom Osmanischen Reich sollte nur noch ein Reststaat ohne eigene Souveränität übrigbleiben.

Für die Nationalversammlung in Ankara war der Vertrag von Sèvres inakzeptabel.


3 Adanır 1995, S. 26f.

4 Adanır 1995, S. 27.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben trotz weitgehender wörtlicher Übereinstimmung ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[5.] Db/Fragment 021 27 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:29:15 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 27-33
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 7, Zeilen: 4-6, 16-20
Die Medresen (Religionsschulen) als eigenständige Schulen wurden aufgelöst und durch Schulen, die eine weltliche Erziehung förderten, ersetzt. Die Politiker suchten nun mit administrativen Mitteln die Verwestlichung voranzutreiben und die weitgehend durch islamische Tradition geprägte Gesellschaft „von oben“ zu reformieren. Sie demonstrierten zugleich, dass die Türkei aus dem islamischen Staatenverband ausgeschieden war. „Laizismus“ bzw. Säkularismus wurden ein Kernstück der kemalistischen Revolution.83

83 Vgl. Sen Faruk et all [sic]: S. 7

Der Erlaß des Gesetzes zur Vereinheitlichung des Unterrichts im Jahre 1924 zielte auf die Reformierung des Bildungswesens; die Medresen (Religionsschulen) als eigenständige Schulen wurden aufgelöst und durch Schulen, die eine weltliche Erziehung förderten, ersetzt. [...] Denn die Politiker suchten nun mit administrativen Mitteln die Verwestlichungsbestrebungen voranzutreiben und die weitgehend durch islamische Traditionen geprägte Gesellschaft „von oben“ zu reformieren. Sie demonstrierten zugleich, daß die Türkei aus dem islamischen Staatenverband ausgeschieden war.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[6.] Db/Fragment 021 35 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:29:41 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 35-39
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 7, Zeilen: 22-26, 32-33
Neben den religiösen Reformen wurde 1925 europäische Kleidung eingeführt und die religiöse Kopfbedeckung (Fes) verboten. Mustafa Kemal ordnete eine neue Kopfbedeckung (den Hut) für das Volk an. Den Frauen wurde das Tragen des Schleiers untersagt. Die neue Kleiderordnung diente vor allem symbolhafter Verdeutlichung des Erneuerungswillens.84

84 Vgl. Sen Faruk et all: S. 7

[Zeilen 22-26]

Im Sommer 1925 ordnete Mustafa Kemal neue Kopfbedeckungen (Hut) für das Volk an: Am 25. Dezember 1925 wurde den Männern das Tragen des Fes, der traditionellen Kopfbedeckung, und am 17. Februar 1926 den Frauen das Tragen eines Schleiers untersagt.

[Zeilen 32-33]

Die neue Kleiderordnung diente vor allem der symbolhaften Verdeutlichung des Erneuerungswillens.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[7.] Db/Fragment 022 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:53:17 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 15-37
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 7-8, Zeilen: 7:34-37.39-40 - 8:1-20.27-29
Weitere bedeutende Erneuerungen geschahen im Rechtswesen. Denn es gab bis dahin keine einheitliche, für den Staat gültige Regelung der Rechtsangelegenheiten. Wo das religiöse Recht nicht ausreichte, wurde Gewohnheitsrecht angewendet, das regional unterschiedlich aussah. Es war deshalb notwendig, eine neue, einheitliche Justiz zu schaffen, um damit auch die nach der Auflösung der nach islamisch-osmanischer Rechtsordnung urteilender Gerichte entstandenen Lücken zu schließen. Im Jahr 1926 nahm die Türkei das Schweizer Zivilgesetzbuch an und damit die Einehe und die Gleichstellung der Geschlechter. Religiös geschlossene Ehen vor dem Imam, dem Dorfgeistlichen, galten fortan als rechtlich unwirksam. Die Ehe musste vor dem staatlich bestellten Standesbeamten geschlossen werden. Anschließend wurden das deutsche Handelsrecht (29. Mai 1926) und das italienische Strafrecht (1. März 1926) übernommen.87

Reformen gab es auch in der Sprache und im Schriftwesen. Die bisher insbesondere in der Verwaltung benutzte Elitesprache des Osmanischen war mit arabischen und persischen Wörtern angereichert, wurde mit osmanischen Schriftzeichen geschrieben und war nur für eine privilegierte Minderheit in Wort und Schrift verständlich. Dagegen galt die von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochene Umgangsprache [sic] als vulgär (Kaba). Die Kemalisten plädierten für die Eliminierung der arabischen und persischen Elemente aus dem Sprachgebrauch. Dies sollte zum einen die türkische Sprache aufwerten und dadurch das Nationalbewusstsein stärken. Zum anderen sollten durch die Vereinfachung der Sprache die Bildungsdifferenzen zwischen den Angehörigen der verschiedenen Klassen beseitigt werden. Hierfür hatte die Sprachkommission das lateinische Alphabet vorgesehen und für die türkische Sprache überarbeitet.88


87 Vgl. Sen Faruk et all [sic]: S. 7 f.

88 Vgl. Sen Faruk et all [sic]: S. 8

[Seite 7]

Eine weitere bedeutende Erneuerung betraf das Rechtswesen. Denn es gab keine einheitliche, für den gesamten Staat gültige Regelung der Rechtsangelegenheiten. Wo das religiöse Recht nicht ausreichte, wurde Gewohnheitsrecht angewendet, das regional unterschiedlich ausfiel. [...] Es galt ein neues, einheitliches Justizwesen zu schaffen, um damit auch die nach der Auflösung der nach islamisch-osmani-

[Seite 8]

scher Rechtsordnung urteilenden Gerichte am 8. April 1924 entstandenen Lücken in Rechtsangelegenheiten zu schließen. So übernahm die Regierung der Türkischen Republik am 17. Februar 1926 mit einigen Zusätzen und Änderungen das Schweizer Zivilrecht, am 1. März 1926 das Italienische Strafrecht und am 29. Mai 1926 das Deutsche Handelsrecht. Im Zuge dieser Reformen wurde auch die Polygamie verboten, religiös geschlossene Ehen galten fortan als rechtlich unwirksam.

Den Erneuerungen im Rechtswesen folgte die kulturpolitisch besonders wichtige Reform im Bereich der Sprache und des Schriftwesens. Die bisher insbesondere in der Verwaltung benutzte Elitesprache des Osmanischen war - mit arabischen und persischen Wörtern angereichert - nur für eine privilegierte Minderheit in Wort und Schrift verständlich. Dagegen galt die von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochene Umgangssprache als kaba (vulgär). Die Kemalisten plädierten für die Eliminierung der arabischen und persischen Elemente aus dem Sprachgebrauch. Dies sollte zum einen die türkische Sprache aufwerten und dadurch das Nationalbewußtsein stärken. Zum anderen sollten durch die Vereinfachung der Sprache die Bildungsdifferenzen zwischen den Angehörigen der verschiedenen Klassen beseitigt werden. [...] Hierfür hatte die Sprachkommission das lateinische Alphabet vorgesehen und für die türkische Sprache überarbeitet.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[8.] Db/Fragment 023 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:30:23 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 18-24
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 8, 9, Zeilen: 8: 34-37; 9: 1-7
Durch ein Gesetz vom 26. Dezember 1925 wurde die europäische Zeitrechnung nach dem gregorianischen Kalender eingeführt und der Sonntag als offizieller freier Tag festgelegt. Danach, am 28. Mai 1928, übernahm die türkische Republik das international gebräuchliche Ziffernsystem und die europäischen Maßeinheiten.93

1928 wurde eine Kommission an der Theologischen Fakultät in Istanbul beauftragt, Vorschläge für eine Reform der islamischen Gebetsformen mit dem Ziel auszuarbeiten, Türkisch als Gebetssprache (Ezan) anstelle des Arabischen einzuführen.94


93 Vgl. Sen Faruk et all [sic]: S. 8

94 Vgl. Sen Faruk et all [sic]: S. 9

[Seite 8, Zeilen 34-37]

Nachdem bereits am 28. Mai 1928 die Türkische Republik das international gebräuchliche Ziffernsystem übernommen hatte, wurden am 1. April 1931 die im Osmanischen Reich verwendeten metrischen Maße durch die europäischen Maßeinheiten ersetzt.

[Seite 9, Zeilen 1-7]

Durch ein Gesetz vom 26. Dezember 1925 wurde die europäische Zeitrechnung nach dem Gregorianischen Kalender eingeführt und der Sonntag als offizieller freier Tag festgelegt;

- 1928 erhielt eine Kommission an der Theologischen Fakultät in Istanbul den Auftrag, Vorschläge für eine Reform der islamischen Gebetsformen mit dem Ziel auszuarbeiten, Türkisch als Gebetssprache anstelle des Arabischen einzuführen;

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[9.] Db/Fragment 023 37 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:31:11 Guckar
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 37-39
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 9, Zeilen: 8-10
Durch das Gesetz für Frauenrechte vom 24. März 1930 wurde den Frauen das aktive und passive Wahlrecht für die Kommunalwahlen und am 18. Dezember 1934 für die Parlamentswahlen zuerkannt. 1935 waren 15 Frauen ins türkische Nationale Parlament gewählt worden.96

96 Vgl. Karpat H. Kemal: Türk Demokrasi Tarihi, Istanbul 1967, S. 53

- durch das Gesetz für Frauenrechte vom 24. März 1930 wurde den Frauen das aktive und passive Wahlrecht für die Kommunalwahlen und am 18. Dezember 1934 für die Parlamentswahlen zuerkannt;
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Fragment folgt im Original unmittelbar dem in Db/Fragment 023 18 wiedergegebenen Text und wird dort durch die in Db/Fragment 024 01 wiedergegebene Passage fortgesetzt.

Der Satz "1935 waren 15 Frauen ins türkische Nationale Parlament gewählt worden.96" wird nicht mitgezählt.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[10.] Db/Fragment 024 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:31:48 Guckar
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1-2
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 9, Zeilen: 11-12
Am 21. Juni 1934 wurde jede Person bzw. Familie verpflichtet, neben dem Vornamen nach europäischem Vorbild noch einen Familiennamen zu führen. - am 21. Juni 1934 wurde jede Person bzw. Familie verpflichtet, neben dem Vornamen noch einen Familiennamen zu führen;
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Folgt im Original unmittelbar auf die in Db/Fragment 023 37 wiedergegebene Passage.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[11.] Db/Fragment 028 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 22:03:56 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 24-27, 28-29, 30-31, 33-39
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 18-19, Zeilen: 18:33-40; 19:16-26
Unter Anwendung der Notstandsmaßnahmen unterbanden die Kemalisten jede freie Organisation von Gruppen mit politischen, gewerkschaftlichen und sonstigen Zielen. Damit hatte die Republikanische Volkspartei die Kontrolle über alle politischen Schaltstellen inne. Mit dem Aufstand im Osten (Scheih Said) wurde die freie Presse im Westen unterdrückt. Knapp sechs Monate nach ihrer Gründung wurde am 3. Juni 1925 auch die Fortschrittspartei (FRP) wegen Unterstützung der Rebellion und Ausnutzung religiöser Gefühle für politische Zwecke verboten.118 Damit waren die politischen Gegner Kemals bis 1930 ausgeschaltet.

Nach der weltweiten Wirtschaftskrise in den 30er Jahren waren die Menschen in der Türkei sehr unzufrieden. Kemal wollte erneut ein demokratisches Experiment riskieren. So wurde im Sommer 1930 wieder eine Oppositionspartei ins Leben gerufen, die Freie Republikanische Partei (Serbest Cumhuriyet Firkasi) als zweite Partei im Parlament. Um den wachsenden Unmut in der Gesellschaft zu kanalisieren, beauftragte Mustafa Kemal Ali Fethi (Okyar) mit der Gründung dieser neuen Partei. Die Abgeordneten der Volkspartei wurden aufgefordert, der Freien Republikanischen Partei beizutreten.


118 Vgl. Steinbach Udo: Die Türkei im 20. Jahrhundert, S. 135 f. und Adanir Fikret, S. 35

[Seite 18]

Die innerparlamentarische Opposition wurde mit dem Verbot der Fortschrittlichen Republikanischen Partei am 3. Juni 1925, sechs Monate nach ihrer Gründung, aus dem politischen Leben entfernt.

Unter Anwendung der Notstandsmaßnahmen unterbanden die Kemalisten jegliche freie Organisierung von Gruppen mit politischen, gewerkschaftlichen und sonstigen Zielen. Damit hatte die Republikanische Volkspartei die Kontrolle über alle politischen Schaltstellen inne.

[Seite 19]

Damit waren die politischen Gegner Mustafa Kemals bis 1930 ausgeschaltet.

Im Sommer 1930 etablierte sich die Freie Republikanische Partei (Serbest Cumhuriyet Fırkası) als zweite Partei im Parlament; Atatürk selbst hatte dies veranlaßt. Denn die Weltwirtschaftskrise am Ende der 20er Jahre hatte in der Türkei ökonomische Rückschläge bewirkt und die Unzufriedenheit unter der Bevölkerung entfacht. Um den wachsenden Unmut in der Gesellschaft zu kanalisieren, beauftragte Mustafa Kemal Ali Fethi (Okyar) mit der Gründung einer neuen Partei im Parlament. Die Abgeordneten der Volkspartei wurden aufgefordert, der Freien Republikanischen Partei beizutreten.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme aus Akkaya et al. (1998). Dbs übliche Vorgehensweise, am Ende eines übernommenen Absatzes einen Quellenverweis anzubringen, der sich auf den gesamten voran gegangenen Absatz beziehen soll, findet hier keine Anwendung.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[12.] Db/Fragment 029 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:32:26 Guckar
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1-10
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 19, Zeilen: 28-38
Lange unterdrückte Ressentiments gegen die Regierung machten sich Luft; islamische Fahnen und Slogans wurden wieder hervorgeholt, wenn auch gegen den Willen des Oppositionschefs. Im Oktober 1930 wurden Gemeindewahlen abgehalten. Die junge Partei konnte in 30 von 512 Gemeinden gewinnen. Entgegen den ursprünglichen Absichten Atatürks schien sie sich in der Nationalversammlung zu einer politischen Bedrohung für die Kemalisten zu entwickeln. Der Vorsitzende der Oppositionspartei Fethi Okyar (Fethi Bey) war so sehr unter Druck geraten, dass er beschloss, das Experiment abzubrechen. Somit wurde die Partei am 17. November 1930 aufgelöst.119 Erneut hatte die Republikanische Partei (CHP) das Machtmonopol.

119 Vgl. Buhbe Matthes: Türkei, S. 46

Gegen den Willen Ali Fethis sympathisierten die Kritiker Atatürks, darunter auch islamistische Kräfte, mit der Freien Republikanischen Partei. Bei den Gemeindewahlen im Oktober 1930 gewann die junge Partei die Mehrheit in 30 von 512 Gemeinderäten.26 Entgegen den ursprünglichen Absichten Atatürks schien sie sich in der Nationalversammlung zu einer politischen Bedrohung für die Kemalisten zu entwickeln. Durch diese, aus der Sicht der Volkspartei beunruhigende Entwicklung geriet Ali Fethi zunehmend unter Druck, was ihn veranlaßte, am 17. November 1930 die Auflösung seiner Partei zu verkünden.

Erneut hatte die Republikanische Volkspartei (CHP) das Machtmonopol im Staat inne:


26 Zürcher 1993, S. 187.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle Akkaya et al. (1998) trotz inhaltlicher und wörtlicher Übereinstimmungen.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[13.] Db/Fragment 029 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:55:17 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 17-44
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 9-10, Zeilen: 9:34-38 - 10:1-24.26-30
Die Kemalistische Ideologie, die bis heute als dominierende Doktrin des türkischen Staates gilt, entstand aus der Notwendigkeit, die Probleme nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches zu lösen. Der Niedergang des ehemaligen Großreiches wurde vorrangig auf die Rückständigkeit des Osmanischen Reiches und auf fehlendes Nationalbewusstsein der Bevölkerung zurückgeführt. Deshalb sah man die Lösung in einer umfassenden Erneuerung von Staat und Gesellschaft, die sich auf folgende Prinzipien stützte (alti ok genannt – „sechs Pfeile“):

1. Nationalismus (Milliyetcilik): Die Religion war das integrative Element zwischen den verschiedenen islamischen Völkern innerhalb des Osmanischen Reiches gewesen. Die Kemalisten bemängelten, dass aufgrund der Betonung der Religion die Bevölkerung ihres Nationalbewusstseins sowie ihrer nationalen Identität entfremdet worden sei. Einer durch verschiedene Klassen und vielseitige Partikularinteressen gespaltene [sic] Nation mangele es an Solidarität, um geschlossen gegen Probleme vorzugehen. Das Nationalismusprinzip solle dazu dienen, das Gemeinschaftsgefühl unter den Angehörigen der Republik zu festigen. Nach dem Verständnis der Republikanischen Volkspartei und nach der türkischen Verfassung war jeder, der innerhalb der Grenzen der Türkischen Republik lebte, die türkische Sprache beherrschte, mit der türkischen Kultur aufgewachsen war und die Ideale der Türken teilte, ein Türke, ungeachtet seiner ethnischen Herkunft oder seiner Religion. Mit dieser relativ liberalen Definition des Begriffs „Nation“ beabsichtigten die Kemalisten, separatistischen Bestrebungen, welche die Einheit des Nationalstaates gefährden würden, vorzubeugen. Dabei wollte man religiöse und ethnische Frage [sic] umgehen, die Gemeinsamkeiten in der Sprache und Kultur aber dann mehr betonen. Nur so konnten die Kemalisten hoffen, trotz der Nationalismen der einzelnen Völker des Landes, das Zusammengehörigkeitsgefühl aller türkischen Staatsbürger zu fördern.120

2. Laizismus/Säkularismus (Laiklik): Nach Ansicht Atatürks und seiner Anhänger konnte ein moderner Staat nur mit den Gesetzen und Verordnungen regiert werden, [die den weltlichen Bedürfnissen, den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Anforderungen einer modernen Gesellschaft entsprachen.]


120 Vgl. Sen Faruk, Akkaya Cigdem, Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 10

[Seite 9]

Die kemalistische Ideologie, die bis heute die dominierende Doktrin des türkischen Staates ist, entwickelte sich aus der Notwendigkeit, die Probleme, welche nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches entstanden waren, bewältigen zu müssen. Da der Niedergang des ehemaligen Großreiches vorrangig auf die Rückständigkeit des Osmanischen Reiches

[Seite 10]

und auf das fehlende Nationalbewußtsein der Bevölkerung zurückgeführt wurde, sah man die Lösung in einer umfassenden Erneuerung von Staat und Gesellschaft, die sich auf folgende Prinzipien stützte:

1. Nationalismus: Im Osmanischen Staat war die Religion das integrative Element zwischen den verschiedenen islamischen Völkern innerhalb des Reiches gewesen. Die Kemalisten bemängelten, daß aufgrund der Betonung der Religion die Bevölkerung ihres Nationalbewußtseins sowie ihrer nationalen Identität entfremdet worden sei. Einer durch verschiedene Klassen und vielseitige Partikularinteressen gespaltenen Nation mangele es an Solidarität, um geschlossen gegen Probleme vorzugehen. Das Prinzip des Nationalismus solle dazu dienen, das Gemeinschaftsgefühl unter den Angehörigen der Republik zu festigen. Nach dem Verständnis der Republikanischen Volkspartei und nach der Verfassung war jeder, der innerhalb der Grenzen der Türkischen Republik lebte, die türkische Sprache beherrschte, mit der türkischen Kultur aufgewachsen war und die Ideale der Türken teilte, ein Türke, ungeachtet seiner ethnischen Herkunft oder seiner Religion.6 Mit dieser relativ liberalen Definition des Begriffes „Nation" beabsichtigten die Kemalisten, separatistischen Bestrebungen, welche die Einheit des Nationalstaates gefährden würden, vorzubeugen. Man umging religiöse und ethnische Fragen und betonte die Gemeinsamkeiten in der Sprache und Kultur. Nur so konnten die Kemalisten hoffen, trotz der Nationalismen der einzelnen Völker des Landes das Zusammengehörigkeitsgefühl aller türkischen Staatsbürger zu fördern.

2. Laizismus: [...] Nach Ansicht Atatürks und seiner Anhänger konnte ein moderner Staat nur mit den Gesetzen und Verordnungen regiert werden, die den weltlichen Bedürfnissen, den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Anforderungen einer modernen Gesellschaft entsprachen.


6 Landau 1984, S.29.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[14.] Db/Fragment 030 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:33:05 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 10, 11, 12, Zeilen: 10:24.26-40 - 11:1-4.13-17.20-39; 12:7-25
[2. Laizismus/Säkularismus (Laiklik): Nach Ansicht Atatürks und seiner Anhänger konnte ein moderner Staat nur mit den Gesetzen und Verordnungen regiert werden,] die den weltlichen Bedürfnissen, den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Anforderungen einer modernen Gesellschaft entsprachen. Die Religion wurde als Gewissensangelegenheit betrachtet, welche keinen Einfluss auf den weltlichen und staatlichen Bereich haben sollte. Die Regierung zielte mit dem Prinzip des Laizismus zugleich auf die Eliminierung des religiösen Dogmatismus und auf die Gleichbehandlung von Muslimen und Nichtmuslimen ab. Durch die Säkularisierungspolitik sollte die Religion eine untergeordnete Rolle im Alltagsleben spielen. Damit hofften die Kemalisten, die Dissonanzen zwischen den Angehörigen verschiedener Konfessionen zu beseitigen und sie als Angehörige der türkischen Nation zu solidarisieren.121

3. Republikanismus (Cumhuriyetcilik): Das Prinzip beinhaltete, die Aufrechterhaltung des republikanischen Systems, welches gemäß des Parteiprogramms der regierenden Republikanischen Volkspartei die beste Staatsform zur Verwirklichung der Volkssouveränität war. Nachdem 1922 das Sultanat abgeschafft worden war, erfolgte die Ausrufung der Republik. In den ersten Jahren des neuen Regimes implizierte die Idee des Republikanismus für die Kemalisten die Volkssouveränität sowie Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz.

4. Populismus (Halkcilik): Im Parteiprogramm der Republikanischen Volkspartei wurden die Grundsätze des Populismus folgendermaßen definiert: „Entscheidungsgewalt und Souveränität liegt beim Volk, wobei es eines der Prinzipien der Partei ist, dafür zu sorgen, dass diese Entscheidungsgewalt und Souveränität als Verantwortlichkeit des Volkes dem Staate gegenüber gewährleistet wird. (..) Die Partei bezeichnet den Bürger, der die absolute Gleichheit eines jeden vor dem Gesetz akzeptiert und keiner Person, keiner Familie, keiner Klasse, keiner ethnischen Gruppe Vorrechte einräumt, als volkszugehörig und populistisch (...)“.

Ziya Gökalp, Philosoph und führender Ideologe des türkischen Nationalismus, hatte die türkische Version der solidarischen Konzepte von Emile Durkheim sowie Leon Bourgeois vermittelt und dies als Populismus interpretiert. Er befürwortete ein Gesellschaftsmodell, in dem es aufgrund der fehlenden Industrialisierung keine Klassen, wohl aber unterschiedliche Berufsgruppen gab, welche für das Gemeinwohl miteinander kooperieren sollten. Er sah in der Kooperation das grundsätzliche Element der ökonomischen, sozialen und politischen Organisation. Da die Türkei die Existenz von Klassen nicht anerkannte, sondern vielmehr unterschiedliche Berufsgruppen definierte, diente die Idee des Populismus auch als eine Rechtfertigung des Einparteiensystems. Denn in der klassenlosen Gesellschaft bedurfte es keiner weiteren Partei zur Vertretung unterschiedlicher Interessen. Die Republikanische Volkspartei (CHP) beanspruchte, als Sprecherin aller Gruppen zu fungieren und somit die ganze Nation, in der sich alle als Mitglied einer großen Gemeinschaft fühlen sollten, zu repräsentieren.122

5. Reformismus/ (Inkilapcilik): Für die Kemalisten implizierte dieses Prinzip des Reformismus eine ständige Entwicklung und Erneuerung. Neue Technologien sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse sollten stets berücksichtigt werden, um die Gesellschaft den Erfordernissen der Zeit anzupassen und das Land auf diese Weise zu modernisieren. Die Türkei sollte sich zu einem modernen Staat nach dem Vorbild westlicher Industrienationen entwickeln, um im internationalen Kampf bestehen zu können. Das Reformverständnis der Kemalisten verlangte auch, sich nicht mit den [durchgeführten Reformen zu begnügen, sondern diese kontinuierlich fortzusetzen und weiterzuentwickeln.]


121 Vgl. Ebenda, S. 10

122 Vgl. Ebenda, S. 10

[Seite 10]

2. Laizismus: [...] Nach Ansicht Atatürks und seiner Anhänger konnte ein moderner Staat nur mit den Gesetzen und Verordnungen regiert werden, die den weltlichen Bedürfnissen, den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Anforderungen einer modernen Gesellschaft entsprachen. Die Religion wurde als Gewissensangelegenheit betrachtet, welche keinen Einfluß auf den weltlichen und staatlichen Bereich haben sollte. Diese Forderung der Kemalisten konkretisierte sich in den beschriebenen Maßnahmen. Die Regierung zielte mit dem Prinzip des Laizismus zugleich auf die Eliminierung des religiösen Dogmatismus und auf die Gleichbehandlung von Muslimen und Nichtmuslimen. Da durch die Säkularisierungspolitik die Religion eine untergeordnete Rolle im Alltagsleben spielen sollte, konnten die Kemalisten hoffen, die Dissonanzen zwischen den Angehörigen verschiedener Konfessionen zu beseitigen und sie als Angehörige der türkischen Nation zu solidarisieren.

[Seite 11]

3. Republikanismus: Das Prinzip des Republikanismus beinhaltete die Aufrechterhaltung des republikanischen Systems, welches gemäß des Parteiprogramms der regierenden Republikanischen Volkspartei die beste Staatsform zur Verwirklichung der Volkssouveränität war. [...] Am 29. Oktober 1923 erfolgte schließlich die Ausrufung der Republik, nachdem 1922 das Sultanat abgeschafft worden war. In den ersten Jahren des neuen Regimes implizierte die Idee des Republikanismus für die Kemalisten die Volkssouveränität sowie Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz. [...]

4. Populismus: Im Parteiprogramm der Republikanischen Volkspartei wurden die Grundsätze des Populismus wie folgt definiert: „Die Entscheidungsgewalt und Souveränität liegt beim Volk, wobei es eines der Prinzipien der Partei ist, dafür Sorge zu tragen, daß diese Entscheidungsgewalt und Souveränität als Verantwortlichkeit des Staates dem Volk gegenüber und als die Verantwortlichkeit des Volkes dem Staate gegenüber gewährleistet wird. (...) Die Partei bezeichnet den Bürger, der die absolute Gleichheit eines jeden vor dem Gesetz akzeptiert und keiner Person, keiner Familie, keiner Klasse, keiner ethnischen Gruppe Vorrechte einräumt, als volkszugehörig und als populistisch (...).“8

Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Ziya Gökalp, Philosoph und führender Ideologe des türkischen Nationalismus, die türkische Version der solidaristischen Konzepte von Emile Durkheim sowie León Bourgeois vermittelt und dies als Populismus interpretiert. Gökalp befürwortete ein Gesellschaftsmodell, in dem es keine Klassen, wohl aber unterschiedliche Berufsgruppen - im weiteren Sinne - gab, welche für das Gemeinwohl miteinander kooperieren sollten. Er sah in der Kooperation das grundsätzliche Element der ökonomischen, sozialen und politischen Organisation.

[Seite 12]

Da in der Türkei die Existenz der Klassen nicht anerkannt, sondern diese vielmehr als unterschiedliche Berufsgruppen definiert wurden, diente die Idee des Populismus auch als eine Rechtfertigung des Einparteiensystems. Denn in einer klassenlosen Gesellschaft bedurfte es keiner weiteren Partei zur Vertretung unterschiedlicher Interessen. Die Republikanische Volkspartei (CHP) beanspruchte, als Sprecherin aller Gruppen zu fungieren und somit die ganze Nation, in der sich alle als Mitglied einer großen Gemeinschaft fühlen sollten, zu repräsentieren.

5. Reformismus: Das Prinzip des Reformismus implizierte für die Kemalisten eine ständige Entwicklung und Erneuerung. Neue Technologien sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse sollten stets berücksichtigt werden, um die Gesellschaft den Erfordernissen der Zeit anzupassen und das Land auf diese Weise zu modernisieren. Die Türkei sollte sich zu einem modernen Staat nach dem Vorbild westlicher Industrienationen entwickeln, um im internationalen Kampf bestehen zu können.9 Das Reformverständnis der Kemalisten verlangte auch, sich nicht mit den in verschiedenen Bereichen durchgeführten Reformen zu begnügen, sondern diese kontinuierlich fortzusetzen und weiterzuentwickeln.10


8 Atatürk Araştırma Merkezi (Hrsg.) 1996, S. 109f.

9 Wedel 1991, S.30.

10 Kili 1982, S. 187.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[15.] Db/Fragment 031 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:33:59 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 12-13, 20, 21, Zeilen: 12:22-25.27-40 - 13:1-3.6-16.31-34; 20:34-40; 21-6-11
[Das Reformverständnis der Kemalisten verlangte auch, sich nicht mit den] durchgeführten Reformen zu begnügen, sondern diese kontinuierlich fortzusetzen und weiterzuentwickeln. So diente der Propagierung das Prinzip des Reformismus vorrangig dazu, den Fortschrittswillen der Bürger zu fördern.123

6. Etatismus (Devletcilik): Allgemein umfasst Etatismus den Eingriff des Staates in die sozialen, ökonomischen, kulturellen und bildungspolitischen Angelegenheiten. Für Atatürk bedeutete Etatismus zwar auch, das Privatunternehmertum zu fördern, aber – unter Berücksichtigung der Interessen der gesamten Nation – vor allem die Wirtschaft des Landes in staatliche Hand zu nehmen. Für die Türkei bedeutete das Prinzip Etatismus vorrangig die vom Staat bestimmte Organisation der Wirtschaft.124

Nach der Ausrufung der Republik 1923 hatte die Regierung versucht, durch staatliche Förderung der Privatwirtschaft die ökonomische Entwicklung voranzutreiben. Die zahlenmäßig wenigen kleinen Unternehmen konnten jedoch aufgrund ihrer geringen wirtschaftlichen Erfahrung, Fähigkeit und Ausstattung mit Kapital nicht bedeutsam zum wirtschaftlichen Aufbau des Landes beitragen. Die vorhandenen Betriebe hatten mehr Werkstatt- als Fabrikcharakter und waren für eine Industrialisierung wenig geeignet. Die Kemalisten sahen in der Übernahme der unternehmerischen Initiative und Verantwortung durch den Staat eine Möglichkeit, die ökonomische Entwicklung zu fördern. So führten sie im Jahre 1932 eine Politik der vom Staat gelenkten Wirtschaft ein. Diese zielte insbesondere auf eine Entfaltung des Industriesektors und eine Beschleunigung des Industrialisierungsprozesses ab. Staatliche Investitionen wurden vorwiegend für die Gründung von Unternehmen und für den Aufbau der Infrastruktur (Eisenbahnnetz) verwendet. Die Regierung unterstützte auch die private unternehmerische Initiative und das Privateigentum. Gleichzeitig betrieb sie eine Kontingentierung von Importwaren.

Diese sechs Prinzipien werden als „Kemalismus/Atatürkismus“ bezeichnet und wurden 1931 auf dem Parteitag der Republikanischen Volkspartei (CHP) verabschiedet. Sie wurden im Jahre 1937 in die Verfassung aufgenommen und waren seitdem offizielle Staatsdoktrin der Türkischen Republik.125

Faruk Sen behauptet, dass die von der Republikanischen Volkspartei durchgeführten Reformen Zuspruch in den Reihen der Intellektuellen, der Armee, unter national denkenden Städtern, Regierungsbeamten, Ärzten, Professoren und Großhändlern usw. fanden. Der Sozialstatus gerade dieser Personenkreise wurde, sagt er, durch die Kemalistischen Erneuerungen aufgewertet, und es war ihnen möglich, die Vorteile der Modernisierung auszuschöpfen. Gegen das neue Staatsystem waren, stellt Sen fest, die Großgrundbesitzer, Dorfbewohner, Handwerker und Händler, die entfernt von den Zentren der Kemalistischen Umgestaltung in ihren traditionellen Netzwerken lebten und bei denen die alten Werte weiterhin das soziale Handeln regelte. Sie konnten keinen Nutzen aus den [sic] von Atatürk eingeführtem [sic] Reformwerk ziehen.126


123 Vgl. Ebenda, S. 10

124 Vgl. Ebenda, S. 9 ff

125 Vgl. Ebenda, S. 9 ff.

126 Vgl. Ebenda, S.20 f.

[Seite 12]

Das Reformverständnis der Kemalisten verlangte auch, sich nicht mit den in verschiedenen Bereichen durchgeführten Reformen zu begnügen, sondern diese kontinuierlich fortzusetzen und weiterzuentwickeln.10 Auf welche Weise und in welchen Bereichen dies geschehen sollte, wurde indes nicht ausführlich dargestellt. So diente die Propagierung des Prinzip des Reformismus vorrangig dazu, den Fortschrittswillen der Bürger zu fördern.

6. Etatismus: Allgemein beinhaltet Etatismus (Devletçilik) den Eingriff des Staates in die sozialen, ökonomischen, kulturellen und bildungspolitischen Angelegenheiten. Für Atatürk bedeutete Etatismus: „das Privatunternehmertum zwar zu fördern, aber - unter Berücksichtigung der Interessen der gesamten Nation - vor allem die Wirtschaft des Landes in staatliche Hand zu nehmen“11; d.h., daß sich in der Türkei das Prinzip des Etatismus vorrangig auf die Organisierung der Wirtschaft bezieht.

Nach Ausrufung der Republik 1923 hatte die Regierung versucht, durch staatliche Förderung der Privatwirtschaft die ökonomische Entwicklung voranzutreiben. Jedoch konnte die zahlenmäßig kleine Unternehmerschicht aufgrund ihrer geringen wirtschaftlichen Erfahrung, Fähigkeit und Ausstattung mit Kapital wie auch Gerätschaft keinen bedeutsamen Bei-

[Seite 13]

trag zum wirtschaftlichen Aufbau des Landes leisten. Die vorhandenen Betriebe hatten mehr Werkstatt- als Fabrikcharakter und waren als Ausgangsbasis für eine Industrialisierung wenig geeignet. [...] Die Kemalisten sahen in der Übernahme der unternehmerischen Initiative und Verantwortung durch den Staat eine Möglichkeit, die ökonomische Entwicklung zu fördern. So führten sie im Jahre 1932 eine vom Staat gelenkte Wirtschaftspolitik ein. Diese zielte insbesondere auf eine Entfaltung des Industriesektors und eine Beschleunigung des Industrialisierungsprozesses ab: Staatliche Investitionen wurden vorwiegend für die Gründung von Unternehmen und für den Aufbau der Infrastruktur (Eisenbahnnetz) verwendet. Neben der Errichtung eines staatlichen Industriesektors unterstützte die Regierung auch die private unternehmerische Initiative und das Privateigentum. Gleichzeitig schrieb sie die Kontingentierung von Importwaren vor.

[...]

1931 auf dem Parteitag der Republikanischen Volkspartei verabschiedet, wurden die sechs Prinzipien im Jahre 1937 in die Verfassung aufgenommen und waren fortan offizielle Staatsdoktrin der Türkischen Republik.

[Seite 20]

Die zum Teil unter dem Druck der Republikanischen Volkspartei kompromißlos durchgeführten Reformen fanden Zuspruch in den Reihen der Intellektuellen, der Armee, unter national denkenden Städtern. Regierungsbeamten, Lehrern, Rechtsanwälten, Ärzten, Professoren und Großhändlern. Der Sozialstatus gerade dieser Personenkreise wurde durch die kemalistischen Erneuerungen aufgewertet, und es war ihnen möglich, die Vorteile der Modernisierung auszuschöpfen.

[Seite 21]

Gegen das neue Staatssystem opponierende Großgrundbesitzer, Dorfbewohner, Handwerker und Händler, die, entfernt von den Zentren der kemalistischen Umgestaltung, in ihren tradierten Netzwerken lebten und bei denen die alten Werte weiterhin das soziale Handeln regelten, konnten keinen Nutzen aus dem von Mustafa Kemal initiierten Reformwerk ziehen.


10 Kili 1982, S. 187.

11 Atatürk Araştırma Merkezi 1995, S. 324.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Auch die Verweise auf Akkaya et al. (1998) im letzten Absatz machen nicht deutlich, dass es sich um unveränderte, weitgehend wörtliche Übernahmen handelt.

Durch den alleinigen Verweis auf Faruk Şen gelingt es Db übrigens, durchgängig die weiblichen Koautoren von Şen zu ignorieren.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[16.] Db/Fragment 042 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-06 22:58:55 Schumann
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 13-17
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 22, Zeilen: 15-19
Unter Wahrung des bereits von Atatürk verfolgten Neutralitätsprinzips wurde jede Verbindung mit dem Ausland dem Ziel untergeordnet, nicht in den Zweiten Weltkrieg involviert zu werden. Inönü betrieb eine „Balancepolitik“ zwischen den Mächten und handelte stets flexibel, den Erfordernissen entsprechend. Unter Wahrung des bereits von Atatürk verfolgten Neutralitätsprinzips wurde jegliche Verbindung mit dem Ausland dem Ziel untergeordnet, nicht in den Zweiten Weltkrieg involviert zu werden. Inönü betrieb eine „Balancepolitik“ zwischen den Mächten und handelte stets flexibel, den Erfordernissen entsprechend:
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[17.] Db/Fragment 042 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 22:36:18 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 23-28
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 22, Zeilen: 33-40
Dieser Schritt war für den Verlauf des Zweiten Weltkrieges ohne Bedeutung und hatte lediglich symbolischen Wert. Das Land näherte sich damit den Westmächten an, was auch in der Tatsache zum Ausdruck kam, dass die Türkei am 24. Februar 1945 (einen Tag nach der Kriegserklärung an das Deutsche Reich) die Gründungsurkunde der UNO mitunterzeichnete und im April auf der Gründungskonferenz in San Francisco Gründungsmitglied der Vereinten Nationen wurde.178

178 Vgl. Sen Faruk, et all [sic]: S. 22

Dieser Schritt war für den Verlauf des Zweiten Weltkrieges ohne Bedeutung und hatte lediglich symbolischen Wert. Das Land näherte sich damit den Westmächten an, was auch in der Tatsache zum Ausdruck kam, daß die Türkei am 24. Februar 1945 (einen Tag nach der Kriegserklärung an das Deutsche Reich) die Gründungsurkunde der UNO mitunterzeichnete und im April auf der Gründungskonferenz in San Fransisco [sic] Gründungsmitglied der Vereinten Nationen wurde.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[18.] Db/Fragment 043 29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:56:52 Guckar
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 29-31
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 23, Zeilen: 8-10, 12-16
Ohne Unterstützung durch eine der Westmächte lehnte die Türkei die Forderungen der Sowjetunion ab und riskierte dabei eine Eskalation des Konfliktes. Vor dem Hintergrund des zunehmenden [Einflusses der USA in Westeuropa als „Ordnungsmacht“ bemühte sich die Türkei um die Unterstützung durch die USA.] Ohne Unterstützung durch eine der Westmächte, lehnte die Türkei die Forderungen der UdSSR ab und riskierte dabei eine Eskalation des Konfliktes. [...] Vor dem Hintergrund des zunehmenden Einflusses der USA in Westeuropa als „Ordnungsmacht“, der sich verändernden Kräfteverhältnisse in Südeuropa und der sich aufbauenden Fronten zwischen den USA und der UdSSR bemühte sich die Türkei deutlicher um die Unterstützung durch die USA.
Anmerkungen

Im zweiten Satz gekürzt aber ansonsten wortwörtlich übereinstimmend (einzige Ausnahme: UdSSR wird zu Sowjetunion).

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[19.] Db/Fragment 053 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 22:37:40 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 14-21, 23-25
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 26, Zeilen: 16-26
Nach ihrer Regierungsübernahme leitete die Demokratische Partei eine neue Wirtschaftspolitik ein, die eine Abkehr von der bisherigen etatistischen Linie erkennen ließ: Die Liberalisierung des Außenhandels, die Förderung ausländischer Kapitalanlagen durch gesetzliche sowie steuerliche Erleichterungen, die finanzielle Unterstützung privater Investitionen durch den Staat und die Eindämmung staatlicher Investitionen markierten diesen Richtungswechsel. Während die Republikanische Volkspartei der Industrialisierung Vorrang eingeräumt hatte, setzte die Demokratische Partei stärker auf die landwirtschaftliche Entwicklung.247

Im Rahmen der Marschall-Politik bekam die Türkei Hilfen. Ziele dieser Hilfen für die Türkei waren, die Türkei sollte Westeuropa Nahrungsmittel und Rohstoffe liefern. Die von den USA gewährte Entwicklungshilfe wurde zur Mechanisierung der Landwirtschaft und zur infrastrukturellen Erschließung ländlicher Regionen verwendet.


247 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigem..., Länderbericht Türkei, S. 26

Nach ihrer Regierungsübernahme leitete die Demokratische Partei eine neue Wirtschaftspolitik ein, die eine Abkehr von der bisherigen etatistischen Linie erkennen ließ: Die Liberalisierung des Außenhandels, die Förderung ausländischer Kapitalanlagen durch gesetzliche sowie steuerliche Erleichterungen, die finanzielle Unterstützung privater Investitionen durch den Staat und die Eindämmung staatlicher Investitionen markierten diesen Richtungswechsel. Während die Republikanische Volkspartei der Industrialisierung Vorrang eingeräumt hatte, setzte die DP stärker auf die landwirtschaftliche Entwicklung. Die von den USA gewährte Entwicklungshilfe wurde zur Mechanisierung der Landwirtschaft und zur infrastrukturellen Erschließung ländlicher Regionen verwendet.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[20.] Db/Fragment 054 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 22:38:27 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 11-15
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 27, Zeilen: 3-5, 6-9
Im Bereich der Wirtschaft stellten sich schwerwiegende Probleme ein. Ausländisches Kapital war nicht im erwarteten Maße ins Land geflossen. Die hohen Auslandsdefizite und die Militärausgaben nach dem NATO-Beitritt belasteten den Staatshaushalt in hohem Maße. Es folgte eine Abwertung der türkischen Lira; die Inflationsrate stieg stetig an.253

253 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem...: Länderbericht Türkei, S.27

1955 stellten sich im Bereich der Wirtschaft schwerwiegende Probleme ein: Ausländisches Kapital war nicht im erwarteten Maße ins Land geflossen. [...] Die hohen Außenhandelsdefizite und die Militärausgaben nach dem NATO-Beitritt belasteten den Staatshaushalt in hohem Maße. Es erfolgte eine Abwertung der türkischen Lira; die Inflationsrate stieg stetig an.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[21.] Db/Fragment 058 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-27 07:01:39 WiseWoman
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 5-7, 9-13
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 34, Zeilen: 7-9, 12-17
Da es somit keiner der Parteien gelungen war, eine Mehrheit zu bilden, erwies sich die Regierungsbildung als äußerst schwierig. [...] Trotz unterschiedlicher ideologischer Positionen herrschte zwischen den Parteien in zwei Punkten Einigkeit: Sie lehnten die Abhängigkeit der Türkei von den USA ab und forderten eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, welche die einkommensschwachen Schichten berücksichtigen und „soziale Gerechtigkeit“ schaffen sollte.282

282 Vgl. Sen Faruk/ Akkaya Cigdem/ Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 34

Da es somit keiner der Parteien gelungen war, eine Mehrheit im Parlament zu erringen, erwies sich die Regierungsbildung als äußerst schwierig. [...] Trotz unterschiedlicher ideologischer Positionen herrschte zwischen den Parteien in zwei Punkten Einigkeit: Sie lehnten die Abhängigkeit der Türkei von den USA ab und forderten eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, welche die einkommensschwachen Schichten berücksichtigen und „soziale Gerechtigkeit“ schaffen sollte.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[22.] Db/Fragment 060 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-27 07:04:54 WiseWoman
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 19-24
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 42, Zeilen: 9-16
Obwohl er als Staatspräsident eher repräsentative als politische Funktionen innehatte, nahm Özal weiterhin Einfluss auf seine Partei und griff damit in das politische Geschehen ein. Der Grund dafür war, dass der neue Ministerpräsident, der Jurist Yildirim Akbulut, nicht das notwendige Durchsetzungsvermögen zur Gestaltung der ANAP-Politik und im Vergleich zu den Vorsitzenden der Oppositionsparteien kaum über Ausstrahlungskraft verfügte. Obwohl er als Staatspräsident eher repräsentative als politische Funktionen innehatte, nahm Özal weiterhin Einfluß auf seine Partei und griff damit in das politische Geschehen ein. Entscheidend dafür war auch die Tatsache, daß der neue Ministerpräsident, Yıldırım Akbulut, nicht über das notwendige Durchsetzungsvermögen zur Gestaltung der ANAP-Politik und im Vergleich zu den Vorsitzenden der Oppositionsparteien kaum über Ausstrahlungskraft verfügte.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[23.] Db/Fragment 064 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-26 23:54:59 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 261-262, Zeilen: 261:32-40 - 262:1-14.15-22.24-35-38; 263:3-16
Die türkische Währung wurde zunächst gegenüber dem US-$ um etwa 49 % abgewertet. Die Kernpunkte des Anpassungsprogramms waren:

- Förderung der privaten Investitionen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit; vorgesehen wurden u. a. verbilligte Kredite, steuerliche Vergünstigungen, bürokratische Erleichterungen sowie Produktions- und Exportsubventionen

- Steigerung der Effizienz staatlicher Unternehmen durch finanzielle und personelle Maßnahmen

- Abbau bürokratischer Hemmnisse und Schaffung von Anreizen für ausländische Investoren

- Bewältigung der Auslandsverschuldung und des Außenhandelsdefizits durch Erschließung neuer Ressourcen und Exportförderung.309

Zur Durchführung dieser Ziele wurden u.a. tiefgreifende Reformmaßnahmen im Bereich des Kredit- und Steuersystems, der landwirtschaftlichen Preispolitik und der Staatsunternehmen vorgenommen. Die Beseitigung des außenwirtschaftlichen Ungleichgewichts, das durch künstliche Verteuerung der türkischen Währung entstanden war, indem zu einem realistischen Wechselkurs übergangen [sic] wurde [sic] war eine wichtige Korrekturmaßnahme. Durch die Freigabe der Wechselkurse sollten exportsteigernde Effekte erzielt werden. Seit dem 1. Juli 1981 erfolgte eine tägliche Anpassung der Kurse. Weitere wichtige Instrumente waren die Freigabe von Zinsen und Preisen sowie eine restriktive Geldpolitik. Lohnerhöhungen wurden mit Festsetzung von Obergrenzen eingeschränkt, was in den folgenden Jahren zu starken Reallohnverlusten führte. Durch niedrige Löhne wurden die Produktionskosten gesenkt. Das ermöglichte den Produzenten, das im Inland entstandene Überangebot zu Billigpreisen zu exportieren. Die Rekordmarke bei der Inflationsrate konnte durch eine restriktive Geldpolitik unter Kontrolle gebracht werden. Die Inflation begann aber unter der Özal-Regierung bald wieder zu steigen. Özal versuchte über die Steuerpolitik die Wirtschaft anzukurbeln. Er wagte den Schritt, die direkten Steuereinnahmen weiter zu senken, um den Betrieben so eine Entlastung und einen Anreiz für Investitionen zu geben. Diese Politik führte schnell zu hohen Budgetdefiziten, die durch Innen- und Außenverschuldung sowie durch vermehrte Aufstockung von Fonds kompensiert wurde. Die Wirtschaft geriet immer mehr in die Falle der Innenverschuldung durch hochverzinsliche Staatsanleihen, die zur Mobilisierung des notwendigen Kapitals zunehmend bedient wurden. Seit 1989 redete man in der Türkei von einer wirtschaftspolitischen Phase, die im Türkischen „Politik der heißen Währung“ (Sicak Para Politikasi) genannt wurde. Das bedeutet, dass ab 1989 bei der öffentlichen Mittelbeschaffung die durch attraktive Zinsen gestützten kurzfristigen Devisengeschäfte immer mehr an Bedeutung gewannen. Hohe Zinsen sollten Devisen ins Land locken. Mit dem Erlass einer Verordnung über die Aufhebung der staatlichen Kontrollen über ausländische Kapitalbewegung wurden 1989 die türkischen Finanzmärkte für einen kurzfristigen Kapitalzufluss geöffnet. Damit sich das Spekulationsgeschäft für ausländische Geldgeber lohnte, d.h. die Differenzen zwischen Auslands- und Inlandzins (Zinsrendite) größer wurden als die Wechselkursdifferenz nach Terminablauf, wurde zugleich die türkische „Lira“ künstlich hochgehalten. Die künstliche Verbilligung ausländischer Waren führte zu einem starken Anstieg der Importe und somit auch des Außenhandelsdefizits.310


309 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 261 f.

310 Vgl. ebenda, S. 263 f

[Seite 261]

Die Kernpunkte dieses Anpassungsprogramms waren:

- Förderung der privaten Investitionen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit: vorgesehen wurden u. a. verbilligte Kredite, steuerliche Vergünstigungen, bürokratische Erleichterungen sowie Produktions- und Exportsubventionen;

- Steigerung der Effizienz von staatlichen Unternehmen durch finanzielle und personelle Maßnahmen;

- Abbau bürokratischer Hemmnisse und Schaffung von Anreizen für ausländische Investoren;

[Seite 262]

- Bewältigung der Auslandsverschuldung und des Außenhandelsdefizits durch Erschließung eigener Ressourcen und Exportförderung.

Zur Durchführung dieser Ziele wurden u.a. tiefgreifende Reformmaßnahmen im Bereich des Kredit- und Steuersystems, der landwirtschaftlichen Preispolitik und der Staatsunternehmen vorgenommen. Eine wichtige Korrekturmaßnahme betraf die Beseitigung des außenwirtschaftlichen Ungleichgewichts, das durch künstliche Verteuerung der türkischen Währung entstanden war, indem zu einem realistischen Wechselkurs übergegangen wurde. Durch die Freigabe der Wechselkurse sollten exportsteigernde Effekte erzielt werden. Die türkische Währung wurde zunächst gegenüber dem US-$ um nahezu 49% abgewertet. Seit dem 1. Juli 1981 erfolgt die tägliche Anpassung der Kurse.

Weitere wichtige Instrumente dieser Politik waren die Freigabe von Zinsen und Preisen sowie eine restriktive Geldpolitik. Vor allem im sozialen Bereich waren die Effekte dieser Politik deutlich zu spüren. Lohnerhöhungen wurden mit Festsetzung von Obergrenzen eingeschränkt, was in den folgenden Jahren zu starken Reallohnverlusten führte. Das von der Militärregierung verhängte Streikverbot ermöglichte problemlos die Einfrierung der Löhne auf einige Jahre, so daß dadurch die Nachfrage gedrosselt und die Produktionskosten gesenkt werden konnten. Dies ermöglichte den Produzenten, das im Inland aufgrund der fehlenden Nachfrage entstandene Überangebot zu Billigpreisen zu exportieren.4 Die Politik der Exportorientierung dauert heute noch an. Sie hat im Sinne der Exportförderung gewisse Erfolge verzeichnen können.

Nachdem die hohe Rekordmarke bei der Inflationsrate 1980 durch eine restriktive Geldpolitik unter Kontrolle gebracht worden war, begann die Inflationsrate infolge der Wirtschaftspolitik der Özal-Regierung wieder zu steigen. Mit dem Ziel der Förderung von privaten Investitionen, mit der die Hoffnung einer Einschränkung der staatlichen Investitionsausgaben verbunden war, versuchte Özal über die Steuerpolitik die Wirtschaft anzukurbeln. Er wagte dabei den Schritt, die ohnehin niedrigen direkten Steuereinnahmen weiter zu senken, um den Betrieben so eine Entlastung und einen Anreiz für Investitionen zu geben. Diese Politik führte rasch zu hohen Budgetdefiziten, die durch Innen- und Außenverschuldung sowie durch vermehrte Aufstockung von Fonds kompensiert wurden.5 So geriet die Wirtschaft immer mehr in die Falle der Innenverschuldung durch hochverzinsliche Staatsanleihen, die zur Mobilisierung des notwendigen Kapitals zunehmend bedient wurden.

[Seite 263]

Seit 1989 redet man in der Türkei von einer wirtschaftspolitisehen Phase, die im Türkischen „Politik der heißen Währung“ (Sıcak Para Politikası) genannt wird. Das bedeutet, daß ab 1989 bei der öffentlichen Mittelbeschaffung die durch attraktive Zinsen gestützten kurzfristigen Devisengeschäfte immer mehr an Bedeutung gewinnen. Hohe Zinsen sollten schnell Devisen ins Land locken. Mit dem Erlaß einer Verordnung über die Aufhebung der staatlichen Kontrollen über die ausländischen Kapitalbewegungen wurden 1989 die türkischen Finanzmärkte für einen kurzfristigen Kapitalzufluß geöffnet. (Damit sich das Spekulationsgeschäft für ausländische Geldgeber lohnte, d.h. die Differenz zwischen Auslands- und Inlandszins (Zinsrendite) größer wurde als die Wechselkursdifferenz nach Terminablauf, wurde zugleich die türkische Lira künstlich hoch gehalten. Die künstliche Verbilligung ausländischer Waren führte zu einem starken Anstieg der Importe und somit auch des Außenhandelsdefizits.


4 Sönmez 1982, S.51.

5 Mitte 1987 existierten 103 Fonds, von denen 54 nach 1980 und davon 25 nach dem Amtsantritt Özals als Ministerpräsident eingerichtet worden waren. Teilweise dienten sie der Realisierung der im Stabilisierungsprogramm vorgesehenen Ziele. Vgl. hierzu Böhmer 1990, S.51f.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[24.] Db/Fragment 128 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:41:45 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 21-39
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 123, 124, 125, Zeilen: 123:15-16.18-29; 124:28-33; 125:26-33
Eine große Bedeutung für die türkische Außenpolitik hat nach dem zweiten Golfkrieg der Irak gewonnen. Während des Golfkrieges rückte die Türkei von der traditionellen Politik der gutnachbarschaftlichen Beziehungen mit dem Irak ab und unterstützte bedingungslos die Politik der USA und das folgende Embargo. Die türkische Regierung erlaubte die Stationierung der Streitkräfte in Südostanatolien. Seit Januar 1997 ist die militärische Präsenz der UN-Truppen auf den Bereich der Luftwaffe beschränkt. Die bislang stationierten Armeen wurden nach dem entsprechen [sic] Beschluss des türkischen Parlaments abgezogen.699

Türkische Bemühungen führten schließlich zur Lockerung der Embargo-Bestimmungen; der Irak darf seit Dezember 1996 per Beschluss der Vereinten Nationen in begrenzter Menge wieder Erdöl über die Pipeline Kerkük-Yumurtalik exportieren. In der Türkei rechnet man mit Einnahmen von 1,1 Mrd. US-$ aus dem Öltransport.700

Die knapp zwei Millionen Turkmenen, die im Norden Iraks die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe nach den Kurden bilden und bislang sowohl von den UN als auch von der Türkei völlig vernachlässigt wurden, sind bei den Verhandlungen über eine Lösung des Konfliktes im Nordirak seit Mitte 1996 erstmals ein Bestandteil der türkischen Irakpolitik geworden. Die Turkmenen einer Allianz formiert [sic], die „Turkmenische Front“, die nunmehr in den Prozess der Stabilisierung des Irak miteinbezogen worden ist.701


699 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 123

700 Vgl. ebenda, S. 124

701 Vgl. ebenda, S. 125

[Seite 123]

Eine besonders große Bedeutung für die türkische Außenpolitik hat nach dem Golfkrieg der Irak gewonnen. [...] Während der Golfkrise 1990-91 rückte die Türkei von der traditionellen Politik der gutnachbarschaftlichen Beziehungen mit dem Irak ab und unterstützte bedingungslos die Interventionspolitik der USA und das folgende Embargo. Zudem ermöglichte sie den UN die Stationierung ihrer Streitkräfte in Südostanatolien, die die Sicherheit der im Nordirak errichteten Schutzzone gewährleisten sollten. Die türkische Regierung erlaubte dies trotz zunehmender Kritik der Opposition und der Bevölkerung bis zum 31. Dezember 1996. Seit Januar 1997 ist die militärische Präsenz der UN-Truppen auf den Bereich der Luftwaffe beschränkt. Die bislang stationierten Armeen, auch die schnellen Eingreiftruppen, wurden nach dem entsprechenden Beschluß des türkischen Parlaments abgezogen.

[Seite 124]

Ihre diplomatischen Bemühungen führten schließlich zur Lockerung der Embargo-Bestimmungen; der Irak darf seit Dezember 1996 per Beschluß der Vereinten Nationen in begrenzter Menge wieder Erdöl über die Pipeline Kerkuk-Yumurtalık exportieren. In der Türkei rechnet man für 1997 mit Einnahmen von 1,1 Mrd. US-$ aus dem Öltransport.

[Seite 125]

Die knapp zwei Mio. Turkmenen, die im Norden Iraks die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe nach den Kurden bilden und bislang sowohl von der UN als auch von der Türkei völlig vernachlässigt wurden, sind bei den Verhandlungen über eine Lösung des Konfliktes im Nordirak seit Mitte 1996 erstmals ein Bestandteil der türkischen Irakpolitik geworden. Die Turkmenen hatten im letzten Jahr eine Allianz formiert, die „Turkmenische Front“, die nunmehr in den Prozeß der Stabilisierung des Irak miteinbezogen worden ist.

Anmerkungen

Pures Patchwork - Art und Umfang der Übernahmen werden nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[25.] Db/Fragment 146 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-27 19:01:19 Guckar
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 1-3
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 124, Zeilen: 22-24
Die Türkei ist in der Region einer der wenigen Staaten, die nur über geringe eigene Erdölreserven verfügen. Mit ihrer Erdöl-Förderung kann sie höchstens 19% des Bedarfs decken. Die Türkei ist in der Region einer der wenigen Staaten, die nur über geringe Mengen an eigenen Erdölreserven verfügen. Mit ihrer Erdöl-Förderung kann sie höchstens 19% des Bedarfs decken.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[26.] Db/Fragment 146 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-26 23:51:26 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 12-18
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 124, Zeilen: 13-18, 26-28
Die Türkei konnte im Unterschied zu den westeuropäischen Staaten diese Verluste durch den eigenen Außenhandel und ihre Exportpolitik nicht ausgleichen. Weder die arabischen Staaten Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Emirate [sic], die eine Milderung der wirtschaftlichen Verluste der Türkei durch finanzielle Mittel zugesagt hatten, noch das Europäische Parlament, das für die Leidtragenden des Irak-Embargos finanzielle Hilfen vorgesehen hatte, haben der Türkei Hilfeleistungen gewährt.831

831 Vgl. Sen Faruk (Hrsg.): Die Türkei, S. 124

Weder die arabischen Staaten Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die eine Milderung der wirtschaftlichen Verluste der Türkei durch finanzielle Mittel zugesagt hatten, noch das Europäische Parlament, das für die Leidtragenden des Irak-Embargos finanzielle Hilfen vorgesehen hatte, haben der Türkei Hilfeleistungen gewährt. [...]

[...] Die Türkei konnte im Unterschied zu den westeuropäischen Staaten diese Verluste durch den eigenen Außenhandel und ihre Exportpolitik nicht ausgleichen.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[27.] Db/Fragment 146 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-26 23:52:51 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 30-38
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 124-125, Zeilen: 124:34-40 - 125:1.5-7
Die Entstehung eines Machtvakuums im Nordirak konnte von der PKK strategisch genutzt werden. Um die PKK daran zu hindern, den Nordirak zu einem Stützpunkt für terroristische Übergriffe in Südostanatolien auszubauen, legt die türkische Regierung großen Wert darauf, dass die irakische Führung ihre Macht dort wieder etablieren konnte. Die Türkei befürchtete zudem, dass die Entstehung eines kurdischen Staates im Nordirak eine ähnliche Entwicklung in der Türkei begünstigen könnte. In diesem Sinne drängte die Türkei darauf, dass die in Südostanatolien stationierten UN-Kräfte als Garant für die Unantastbarkeit der irakischen territorialen Integrität wirkten.834

834 Vgl. Sen Faruk (Hrsg.): Länderbericht Türkei, S. 124 und Gözen Ramazan, S. 384

[Seite 124]

Eine politische Stabilisierung des Irak hat für die Türkei neben den ökonomischen auch sicherheitspolitische Aspekte, denn das Machtvakuum im Nordirak konnte von der PKK strategisch genutzt werden. Um die PKK daran zu hindern, den Nordirak zu einem Stützpunkt für terroristische Übergriffe in Südostanatolien auszubauen, legt die Türkei Wert darauf, daß die irakische Führung ihre Macht dort wieder etabliert. Die Türkei befürchtet zudem, daß die Etablierung eines kurdischen Staates im

[Seite 125]

Nordirak eine ähnliche Entwicklung in der Türkei begünstigen könnte. [...] In diesem Sinne drängte die Türkei darauf, daß die in Südostanatolien stationierten UN-Kräfte als Garant der Unantastbarkeit der irakischen territorialen Integrität wirken.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[28.] Db/Fragment 179 28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-26 23:54:13 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 28-30
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 128, Zeilen: 1-3
Trotz mehrerer diplomatischer Initiativen der Türkei zur Schließung des Ausbildungslagers und zur Auslieferung des PKK-Führers, hat die syrische Führung keine Konzessionsbereitschaft gezeigt und immer wieder behauptet, dass Öcalan nicht in Damaskus lebe. Trotz mehrerer diplomatischer Initiativen der Türkei zur Schließung des Ausbildungslagers und zur Auslieferung des PKK-Führers hat die syrische Führung bislang keine Konzessionsbereitschaft gezeigt.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[29.] Db/Fragment 180 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-27 07:10:19 WiseWoman
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 20-31
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 126, Zeilen: 3-21
Historisch gesehen gab es seit dem osmanisch-persischen Krieg 1514 nie gute oder enge Beziehungen. Seit damals stehen die beiden Länder in der Region in einem Konkurrenzverhältnis zueinander. Obwohl die Türkei und der Iran mit dem Bagdad-Vertrag, dem Militärabkommen (1955), anschließend mit der ökonomischen1011, kulturellen und technischen Organisation CENTO (Central Treaty Organisation) Kooperationspolitik betrieben haben, ist das Konkurrenzverhältnis die Grundkonstante im Verhältnis beider Staaten zueinander geblieben. Eine Verschlechterung der Beziehungen war besonders nach der Machtergreifung Chomeinis zu beobachten. Chomeini war nach der islamischen Revolution darum bemüht, die islamische Revolution auch in die Türkei zu exportieren. Hinter den Attentaten1012 in den 80er und 90er Jahren auf verschiedene linksorientierte und liberale Journalisten in der Türkei wird der Iran vermutet. Andererseits ist der iranischen Führung ein Dorn im Auge, dass [ungefähr 600.000 Chomeini-Gegner oder frühere Anhänger des Schah-Regimes in die Türkei geflohen waren und zum Teil immer noch dort leben.1013]

1011 Am 1. Januar 1986 unterzeichneten beide Länder ein Handelsabkommen über 3 Mrd. $. Ferner wurde eine Kooperation im Bereich der Industrie (besonders Maschinenbau) vereinbart und ein Abkommen über den Lkw-Verkehr geschlossen. Iran versprach der Türkei 5 Mill. t. Erdöl zu einem günstigeren Preis zu überlassen, und die Türkei kündigte an, Iran 300 Mill. t. Stahl zu liefern. Vgl. AdG. 23. Januar 1986, S. 29545

1012 Ein Beispiel: Nach dem Mord an den bekannten Schriftsteller Ugur Mumcu am 24. Januar 1993, bezichtigte die Türkei Iran, anti-türkische, radikale Islamisten zu beherbergen und auszubilden. In: [Nahost-Jahrbuch 1993 und Olson Robert: Turkey ´s Relation with Iran, Syria, Israel and Russia, 1991-2000, Kentucky 2001, S. 21

1013 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 126]

Historisch gesehen gab es seit dem osmanisch-persischen Krieg 1514 nie gute oder enge Beziehungen. Seit damals stehen die beiden Länder in der Region in einem Konkurrenzverhältnis zueinander. Dies war auch während des Schah-Regimes festzustellen. Obwohl die Türkei und der Iran mit dem Bagdad-Vertrag, dem Militärabkommen, das 1955

zunächst zwischen dem Irak und der Türkei abgeschlossen, anschließend um Großbritannien, Pakistan und Iran erweitert und später zur ökonomischen, kulturellen und technischen Organisation Cento (Central Treaty Organization) umgewandelt wurde, eine auch von den USA unterstützte Kooperationspolitik betrieben, ist das Konkurrenzverhältnis die Grundkonstante im Verhältnis beider Staaten zueinander geblieben. Eine Verschlechterung der Beziehungen war besonders nach der Machtergreifung Chomeinis zu beobachten. Chomeini war nach der islamischen Revolution darum bemüht, diese auch in die Türkei zu exportieren. Hinter den Attentaten in den 80er und 90er Jahren auf verschiedene linksorientierte und liberale Journalisten in der Türkei wird der Iran vermutet. Der iranischen Führung wiederum ist ein Dorn im Auge, daß ungefähr 600000 Chomeini-Gegner oder frühere Anhänger des Schah-Regimes in die Türkei geflohen waren und zu einem Teil immer noch dort leben.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[30.] Db/Fragment 181 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-27 00:09:22 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 1-2, 4-11
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 125, 126, Zeilen: 125:35-39; 126:1-3.18-21
[Andererseits ist der iranischen Führung ein Dorn im Auge, dass] ungefähr 600.000 Chomeini-Gegner oder frühere Anhänger des Schah-Regimes in die Türkei geflohen waren und zum Teil immer noch dort leben.1013

Iran wurde von den türkischen Eliten oft kritisiert, der PKK Unterstützung zu gewähren, in dem sie der PKK erlauben ihre Basen auf iranischem Territorium einzurichten. Auch die Etablierung islamisch-fundamentalistischer Kräfte in der Türkei, besonders durch die starke Position der Wohlfahrtspartei, die Unterstützung der PKK und der islamischen Fundamentalisten durch den Iran seit 1994 sorgten in der türkischen Öffentlichkeit für eine ablehnende Einstellung gegenüber dem Iran.1014 Mit Ausnahme der Wohlfahrtspartei unter Führung Erbakans nehmen in der Türkei Nationalisten wie Konservativ-liberale und Sozialdemokraten eine distanzierte Haltung gegenüber dem Iran ein.1015


1013 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 126

1014 Vgl.: Olson Robert: Turkey´s Relation with Iran, Syria, Isrel [sic] and Russia, 1991-2000, Kentucky 2001, S. 23

1015 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 125

[Seite 125]

Die Etablierung islamisch-fundamentalistischer Kräfte in der Türkei, besonders durch die starke Position der Wohlfahrtspartei, die Unterstützung der PKK und der islamischen Fundamentalisten durch den Iran seit 1994 sorgen in der türkischen Öffentlichkeit für eine ablehnende Einstellung gegenüber dem Iran. Mit Ausnahme der Wohlfahrtspartei unter

[Seite 126]

Führung Erbakans nehmen in der Türkei Nationalisten wie Konservativ-Liberale und Sozialdemokraten eine distanzierte Haltung gegenüber dem Iran ein. [...] Der iranischen Führung wiederum ist ein Dorn im Auge, daß ungefähr 600000 Chomeini-Gegner oder frühere Anhänger des Schah-Regimes in die Türkei geflohen waren und zu einem Teil immer noch dort leben.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[31.] Db/Fragment 181 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-12-03 19:34:00 Schumann
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 21-29
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 127, Zeilen: 1-9
Neben der Konkurrenz zwischen der Türkei und dem Iran in Zentralasien zeigte sich diese auch im Kaukasus, insbesondere in Aserbeidschan. Während die Türkei im Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien, Aserbaidschan unterstützte, versuchte der Iran einer möglichen Machtverschiebung in der Region durch Unterstützung Armeniens entgegenzuwirken. Dabei richteten sich die iranischen Bemühungen nicht nur gegen die Türkei, sondern auch gegen den damaligen aserbaidschanischen Staatspräsidenten Elcibey, der die Errichtung eines Großaserbaidschan propagierte, das auch einen Teil des Nordiran umfassen sollte. Neben der Konkurrenz zwischen der Türkei und dem Iran in Zentralasien zeigte sich diese auch im Kaukasus, hier insbesondere in Aserbaidschan. Während die Türkei im Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien Aserbaidschan unterstützte, versuchte der Iran einer möglichen Machtverschiebung in der Region durch Unterstützung Armeniens entgegenzuwirken. Dabei richtete sich das iranische Bemühen nicht nur gegen die Türkei, sondern auch gegen den damaligen aserbaidschanischen Staatspräsidenten Elçibey, der die Errichtung eines Großaserbaidschan propagierte, das auch einen Teil des Nordiran umfassen sollte.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[32.] Db/Fragment 182 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-27 00:07:12 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 182, Zeilen: 17-21
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 126, Zeilen: 36-40
Mitte Dezember 1996 besuchte der iranische Präsident Rafsandschani die Türkei und erklärte öffentlich, dass die Türkei auf dem richtigen Weg sei, sich zu einem islamischen Staat zu entwickeln. Dies wurde in der Türkei von der Opposition als auch von breiten Kreisen der Bevölkerung mit Ablehnung zur Kenntnis genommen.1023

1023 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 126

Mitte Dezember 1996 besuchte der iranische Präsident Rafsandschani die Türkei und erklärte öffentlich, daß die Türkei auf dem richtigen Weg sei, sich zu einem islamischen Staat zu entwickeln. Dies wurde in der Türkei sowohl von der Opposition als auch von breiten Kreisen der Bevölkerung mit Ablehnung zur Kenntnis genommen.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[33.] Db/Fragment 186 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-27 07:11:25 WiseWoman
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 186, Zeilen: 3-5, 6-7
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 121, Zeilen: 11-15
Am 19. Dezember 1991 haben die beiden Staaten gegenseitig ihre diplomatischen Beziehungen auf Botschafter-Ebene heraufgestuft. Staatspräsident Turgut Özal begrüßte die Zusammenarbeit mit Israel. Seitdem hat sich das Verhältnis im wirtschaftlichen, politischen aber auch im militärischen Bereich positiv verändert.1041

1041 Vgl. Sönmezoglu Faruk: Türk Dis Politikasinin Analizi, S. 168

Erst am 31. Dezember 1991 haben die beiden Staaten gegenseitig ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf die Botschafter-Ebene heraufgestuft. Seitdem hat sich das Verhältnis im wirtschaftlichen, politischen, aber auch im militärischen Bereich positiv verändert.
Anmerkungen

Trotz wörtlicher Übereinstimmung ohne Hinweis auf eine deutschsprachige Quelle.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[34.] Db/Fragment 188 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-29 00:06:56 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 188, Zeilen: 9-10, 11-12
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 121, Zeilen: 21-24
Im August 1996 wurde eine Rüstungskooperation vereinbart, die die Modernisierung der 54 F4-Phantom-Jagdbomber der türkischen Luftwaffe durch Israel vorsieht. Diese Kooperation kostete 650 Millionen Dollar.1052 Im November 1996 unterzeichneten die beiden Länder einen Vertrag über gemeinsame Manöver.1053

1052 Vgl. Kut (Edt.): En Uzun On Yil, Meliha Altunisik: Güvenlik Kiskacinda Türkiye-Ortadogu Iliskileri, s. 339

1053 Vgl. Sen Faruk/ Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998, S. 120

Im August 1996 wurde eine Rüstungskooperation vereinbart, die die Modernisierung der F4-Phantom-Jagdbomber der türkischen Luftwaffe durch Israel vorsieht. Im November 1996 Unterzeichneten die beiden Länder einen Vertrag über gemeinsame Manöver.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[35.] Db/Fragment 189 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-29 00:05:25 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 189, Zeilen: 9-13, 15-25
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 121-122, Zeilen: 121:28-40 - 122:1-7
Erbakan versuchte in seiner Zeit als Regierungschef von der Kooperation mit Israel abzuweichen. Aber sein Handlungsspielraum war doch eingeschränkt, da der Staatspräsident Demirel und die Oppositionsparteien eine enge Zusammenarbeit mit Israel sehr begrüßten. Das türkische Militär war der stärkste Befürworter einer Annäherungspolitik mit Israel. [...] Der Besuch von Generalstabchef [sic] Karadayi Ende Februar 1997 in Jerusalem unterstrich dies. Bei der Visite wurde er sowohl vom israelischen Staatspräsidenten Weizmann als auch von [sic] Ministerpräsidenten Netanjahu empfangen. Bei einer gemeinsamen Unterredung während der Visite des israelischen Außenministers David Levy im April 1997 in der Türkei erklärte Generalstabchef Karadayi, die guten Beziehungen zu Israel würden in Zukunft noch besser werden. Hintergrund dieser Annäherungspolitik war auf türkischer Seite sicher die Hoffnung, dass sich Israel im Falle eines Konfliktes mit Griechenland, Russland oder Armenien neutral oder sogar solidarisch mit der Türkei verhalten würde. Die Zusammenarbeit mit Israel im Nahen und Mittleren Osten bedeutete auch für die Militärmacht der Türkei in der Region, eine Stärkung der eigenen Position.1056

1055 Vgl. Franz Erhard: Türkei: Laizismus contra Islamismus in Gesellschaft und Politik, in: Südosteuropa-Mitteilungen, 1/1997, S. 16

1056 Vgl. Sen Faruk/ Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998, S. 122 und Dursunoglu Alptekin: Stratejik Ittifak, Türkiye-Israil Iliskilerinin Öyküsü, S. 88

[Seite 121]

Erbakan versuchte daher in seiner Zeit als Regierungschef von der Kooperation mit Israel abzuweichen. Sein Handlungsspielraum wurde jedoch zum einen durch den türkischen Staatspräsidenten Demirel eingeschränkt, der wie die Oppositionsparteien eine engere Zusammenarbeit mit Israel sehr begrüßt. Zum anderen war und ist das türkische Militär der stärkste Befürworter einer Annäherungspolitik. Dies unterstrich der Besuch Generalstabschefs Karadayi Ende Februar 1997 in Jerusalem. Bei der Visite wurde er sowohl vom israelischen Staatspräsidenten Weizmann als auch von Ministerpräsident Netanjahu empfangen. Während der Visite des israelischen Außenministers David Levy im April 1997 in der Türkei erklärte Karadayi nach einer gemeinsamen Unterredung, die guten Beziehungen zu Israel würden in Zukunft noch besser werden. Hintergrund dieser Annäherungs-

[Seite 122]

politik ist auf türkischer Seite sicher die Hoffnung, daß sich Israel im Falle eines Konfliktes mit Griechenland, Rußland oder Armenien neutral oder sogar solidarisch mit der Türkei verhält. Die Türkei unterstützt auch in eigenem Interesse den Friedensprozeß im Nahen Osten. Da sie derzeit zu mehreren Nachbarstaaten ein gespanntes Verhältnis hat, bedeutet die Annäherung an Israel, das wie die Türkei als wichtige Militärmacht in der Region gilt, eine Stärkung der eigenen Position.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[36.] Db/Fragment 190 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-29 00:07:47 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 190, Zeilen: 5-15
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 122, Zeilen: 28-40
Am wenigsten Kritik, sogar Verständnis für das Militärabkommen äußerte Jordanien. Das Königreich fand die ablehnende Haltung der arabischen Staaten übertrieben. Die Verständnisvolle [sic] Haltung Jordaniens ist teilweise auf amerikanische Einflussnahmen zurückzuführen. Man kann sogar seit einiger Zeit auch von einem „informellen Dreiecksbündnis“ zwischen Jordanien, der Türkei und Israel sprechen, die einen gemeinsamen Block gegen panislamische Tendenzen bilden und die weitere Ausgestaltung des Friedensprozesses im Nahen Osten vorantreiben sollen.

Verschiedene internationale, darunter auch türkische Experten betrachten das militärische Abkommen als Grundlage für eine aufeinander abgestimmte Politik gegenüber Syrien, Iran und Irak. Es soll diese von einem Angriff auf die Türkei oder Israel abhalten.1061


1061 Vgl. Sen Faruk/ Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998, S. 122

Am wenigsten Kritik, sogar Verständnis für das Militärabkommen, äußerte Jordanien. Das Königreich, das mit der Türkei vor 17 Jahren ebenfalls ein Abkommen unterschrieben hatte, fand die ablehnende Haltung der arabischen Staaten übertrieben. Die verständnisvolle Haltung Jordaniens ist teilweise auf amerikanische Einflußnahme zurückzuführen. Seit einiger Zeit kann man sogar von einem „informellen Dreiecksbündnis“ zwischen Jordanien, Israel und der Türkei sprechen, die einen gemeinsamen Block gegen panislamische Tendenzen bilden und die weitere Ausgestaltung des Friedensprozesses im Nahen Osten vorantreiben sollen. Verschiedene internationale, darunter auch türkische Experten betrachten das militärische Abkommen als Grundlage für eine aufeinander abgestimmte Politik gegenüber Syrien, Iran und Irak. Es soll diese von einem Angriff auf die Türkei oder Israel abhalten.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[37.] Db/Fragment 190 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-29 00:08:52 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 190, Zeilen: 33-38, 41-43
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 122, 123, Zeilen: 122:8-12; 123:4-10
Sie bezeichneten in einer Erklärung die Übung als eine Bedrohung der „Stabilität und Sicherheit in der Region, die zudem die Friedensbemühungen im Nahen Osten störe“. Sie forderten ferner die Türkei auf, ihre militärische Zusammenarbeit mit Israel zu überdenken, da dies die traditionellen Beziehungen zwischen ihr und der arabische [sic] Welt sowie die Abmachungen der Islamischen Konferenz verletze1065. Aber die Grundlage für die Übung ist das zwischen der Türkei und Israel unterzeichnete Abkommen über militärische Zusammenarbeit.

Die Annäherung zwischen den beiden Ländern hatte auch in ökonomischer Hinsicht positive Auswirkungen. 1996 erhöhte sich das Außenhandelsvolumen zwischen der Türkei und Israel auf 450 Mio. US $, und israelische Touristen spielen seit 1992 eine [bedeutende Rolle für den türkischen Tourismussektor.]


1065 Vgl. Sen Faruk/ Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998, S. 122

[Seite 122]

Die Annäherung zwischen beiden Ländern hatte auch in ökonomischer Hinsicht positive Auswirkungen. 1996 erhöhte sich das Außenhandelsvolumen zwischen der Türkei und Israel auf 450 Mio. US-$, und israelische Touristen spielen seit 1992 eine bedeutende Rolle für den türkischen Tourismussektor.

[Seite 123]

In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten sie die Übung als eine Bedrohung der „Stabilität und Sicherheit in der Region, die zudem die Friedensbemühungen im Nahen Osten störe“. Sie forderten ferner die Türkei auf, ihre militärische Zusammenarbeit mit Israel zu überdenken, da dies die traditionellen Beziehungen zwischen ihr und der arabischen Welt sowie die Abmachungen der Islamischen Konferenz verletze.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[38.] Db/Fragment 191 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-28 23:59:42 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 191, Zeilen: 1-7
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 122, Zeilen: 8-19
[Die Annäherung zwischen den beiden Ländern hatte auch in ökonomischer Hinsicht positive Auswirkungen. 1996 erhöhte sich das Außenhandelsvolumen zwischen der Türkei und Israel auf 450 Mio. US $, und israelische Touristen spielen seit 1992 eine] bedeutende Rolle für den türkischen Tourismussektor. Jährlich reisen 300.000 israelische Touristen in die Türkei. Besonders an der Mittelmeer- und Westküste sind sie wesentlicher Bestandteil des Türkei-Tourismus geworden, durch den auch eine Annäherung zwischen den Bewohnern beider Staaten stattgefunden hat. Die Wirtschaftsbeziehungen haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet, und es ist auch in Zukunft mit einer Zunahme sowohl im wirtschaftlichen1066wie im militärischen Bereich zu rechnen1067.

1066 Der Warenaustausch erhöhte sich 1997 auf 612,1 Millionen US- Dollar, Ankara will im Nahen Osten eine größere Rolle spielen, in Handelsblatt vom 8.9.1998, S. 12

1067 Vgl. Sen Faruk/ Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998, S. 122

Die Annäherung zwischen beiden Ländern hatte auch in ökonomischer Hinsicht positive Auswirkungen. 1996 erhöhte sich das Außenhandelsvolumen zwischen der Türkei und Israel auf 450 Mio. US-$, und israelische Touristen spielen seit 1992 eine bedeutende Rolle für den türkischen Tourismussektor. Jährlich reisen 300000 israelische Touristen in die Türkei, und man hat sich das Ziel gesetzt, diese Zahl auf 400000 zu erhöhen. Besonders an der Mittelmeer- und Westküste sind sie ein wesentlicher Bestandteil des Türkei-Tourismus geworden, durch den auch eine Annäherung zwischen den Bewohnern beider Staaten stattgefunden hat. Die Wirtschaftsbeziehungen haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet, und es ist auch in Zukunft mit einer Zunahme sowohl im wirtschaftlichen wie im militärischen Bereich zu rechnen.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[39.] Db/Fragment 261 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-29 00:09:18 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 261, Zeilen: 1-26, 29-44
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 93-94, 95-96, Zeilen: 93:16-29.31-40 - 94:1-12.15-20.26-33.36-38; 95:8-9 - 96:1-6
Die möglichen ökonomische Effekte der Zollunion für die Türkei können unter vier Punkte zusammengefasst werden:


1. die zu erwartenden Auswirkungen auf die öffentlichen Einnahmen (Einnahmeneffekt),
2. die Auswirkungen auf die türkische Außenwirtschaft (Außenwirtschaftseffekte),
3. Auswirkungen auf die Investitionen in der Türkei (Investitionseffekt),
4. Auswirkungen auf die Strukturen der türkischen Wirtschaft (Struktureffekte).1509

Zu 1. Nahezu 16,7 % der Steuereinnahmen der Türkei stammten bis zur Verwirklichung der Zollunion aus Abgaben, die beim Import erhoben wurden. Durch die Zollunion ergeben sich jährliche Einnahmeausfälle von etwa 2,6 Mrd. US-$. Dies belastet den ohnehin hoch verschuldeten staatlichen Haushalt nachhaltig.

Zu 2. Kurz- bis mittelfristig kann davon ausgegangen werden, dass die türkischen Importe aus der EU, die bereits mehr als die Hälfte der türkischen Gesamtimporte ausmachen, wegen des Wegfalls der Einfuhrhemmnisse und der damit einhergehenden Verbilligung erheblich zunehmen. Da die Produkte aus der EU im Vergleich zu Drittstaaten eine bessere Wettbewerbposition [sic] haben, ist anzunehmen, dass nun auch Waren aus der EU bezogen werden, die bis zur Verwirklichung der Zollunion keine Rolle spielten oder aus Drittstaaten beschafft wurden. Für den Fall, dass die Exporte nicht im gleichen Maße ansteigen wie die Importe, würde dies eine Verschlechterung des türkischen Außenhandels bedeuten.

Nach den ersten Zahlen ist festzuhalten: Der Anteil der EU an den gesamten türkischen Import [sic] stieg 1997 von 47,2 % auf 51,5 % und damit auf 24 Mrd. US-$, während die türkischen Exporte in die EU von 51,2 % auf 46,6 % (12,1 Mrd. US-$) schrumpften. Die Außenhandelsbilanz weist ein zunehmendes Defizit aus. 1994 lag dieses bei 4,2 Mrd. US-$, so stieg es 1995 auf 13,2 Mrd. US $, 1996 auf 18,5 Mrd. US-$ und 1997 auf 20,6 Mrd. US-$.1510 [...]

Die neue Wettbewerbsituation zwingt die türkischen Unternehmen durch die Zollunion Modernisierungsinvestitionen zu tätigen. Nach Angaben des staatlichen Amtes für Statistik der Türkei sind die Anlagen und Maschinen im Textil- und Maschinensektor veraltet. Um die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in diesen Bereichen werden [sic] in naher Zukunft vermehrt industrielle Anlagen und Maschinen aus den EU-Staaten importiert.

Der Textil- und Bekleidungssektor hat derzeit einen Anteil von etwa 38 % an den gesamten Export [sic] der Türkei. Mit der Abschaffung der Kontingentierung für diese Produkte hatte man einen Exportboom erhofft, der jedoch nicht eintraf. Die Gründe dafür liegen unterschiedlich. Deutschland hat wegen der Rezession wenig Nachfrage nach Textilien und Konfektionswaren. Auch die unrealistische hohe türkische Lira verteuert die Exporte. Zusätzlich sind die Produktionsbedingungen einiger Exporteure aufgrund des gemeinsamen Zolltarifs erschwert.

Zu 3. Die Befürworter der Zollunion in der Türkei erwarteten, dass die ausländischen Investitionen zunehmen würden. Neben dem Argument, dass die enge Anbindung an Europa zur politischen Stabilität in der Türkei führen würde, hoben [sie die Möglichkeit kostengünstiger Produktion und geographisch [sic], kulturelle und soziale Nähe der Türkei zu vielen interessanten Zukunftsmärkten im Nahen Osten, Südosteuropa und in Zentralasien hervor.]


1509 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 93 f

1510 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 94 f

[Seite 93]

Die möglichen ökonomischen Effekte der Zollunion für die Türkei können unter vier Gesichtspunkten zusammengefaßt werden:
1. die zu erwartenden Auswirkungen auf die öffentlichen Einnahmen (Einnahmeeffekte),
2. die Auswirkungen auf die türkische Außenwirtschaft (Außenwirtschaftseffekte),
3. Auswirkungen auf die Investitionen in der Türkei (Investitionseffekte) und
4. Auswirkungen auf die Strukturen der türkischen Wirtschaft (Struktureffekte).

Zu 1) Nahezu 16,7% der Steuereinnahmen der Türkei stammten bis zur Verwirklichung der Zollunion aus Abgaben, die beim Import erhoben wurden. Durch die Zollunion ergeben sich jährliche Einnahmeausfälle von etwa 2,6 Mrd. US-$.5 [...] Dies belastet den ohnehin hoch verschuldeten staatlichen Haushalt nachhaltig.

Zu 2) Kurz- bis mittelfristig kann davon ausgegangen werden, daß die Importe aus der EU, die bereits mehr als die Hälfte der türkischen Gesamtimporte ausmachen, wegen des Wegfalls der Einfuhrhemmnisse und der damit einhergehenden Verbilligung erheblich zunehmen werden. Da nun die Produkte aus der EU im Vergleich zu Drittstaaten eine bessere Wettbewerbsposition haben, ist anzunehmen, daß nun auch Waren aus der EU bezogen werden, die bis zur Verwirklichung der Zollunion keine Rolle spielten oder aus Drittstaaten beschafft wurden. Für den Fall, daß die Ex-

[Seite 94]

porte nicht im gleichen Maße ansteigen wie die Importe, bedeutet dies eine Verschlechterung der Außenhandelsbilanz mit der EU.

Die ersten Ansätze sind bereits deutlich zu erkennen. Der Anteil der EU an den gesamten türkischen Importen stieg 1997 von 47,2% auf 51,5% (24 Mrd. US-$), während die türkischen Exporte in die EU von 51,2% auf 46.6% (12,1 Mrd. US-$) schrumpften (vgl. Tabelle 3). Die Außenhandelsbilanz weist ein zunehmendes Defizit aus. Lag dieses 1994 bei 4,2 Mrd. US-$, so stieg es 1995 auf 13,2 Mrd., 1996 auf 18,5 Mrd. und 1997 auf 20,6 Mrd. US-$.

Die neue Wettbewerbssituation, in die türkische Unternehmen durch die Zollunion geraten sind, zwingt diese zu Modernisierungsinvestitionen und zur Verbesserung der Produkt- und Leistungsqualität. Die neue Wettbewerbssituation, in die türkische Unternehmen durch die Zollunion geraten sind, zwingt diese zu Modernisierungsinvestitionen und zur Verbesserung der Produkt- und Leistungsqualität. [...] Nach einer Untersuchung des Staatlichen Amtes für Statistik der Türkei sind die Anlagen und Maschinen im Textil- und Maschinenbausektor veraltet. Man kann daher davon ausgehen, daß zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in diesen Sektoren in naher Zukunft vermehrt industrielle Anlagen und Maschinen aus den EU-Staaten importiert werden.6 [...]

Der Textil- und Bekleidungssektor hat derzeit einen Anteil von etwa 38% an den gesamten Exporten der Türkei. Von der Abschaffung der Kontingentierung für Produkte dieses Sektors hatte man sich einen Exportboom erhofft, der jedoch nicht eintrat. Dafür gibt es zahlreiche Gründe. So spielen z.B. der rezessionsbedingte Rückgang der Textil- und Konfektionsnachfrage im wichtigsten Abnehmerland Deutschland oder aber der unrealistisch hohe Kurs der türkischen Lira, der die Exporte verteuert, eine große Rolle. [...] Zusätzlich sind die Produktionsbedingungen einiger Exporteure aufgrund des gemeinsamen Zolltarifs mit der EU und der Drittstaatenregelung erschwert.


[Seite 95]

Zu 3) Die Hoffnungen der Befürworter der Zollunion in der Türkei waren u.a. darauf gerichtet, daß das Land im Zuge der Zollunion attrakti-

[Seite 96]

ver für ausländische Investoren werden würde. Neben dem Argument, daß die engere Anbindung an Europa zur politischen Stabilität in der Türkei führen werde, hoben sie die Möglichkeiten kostengünstiger Produktion und die geographische, kulturelle und soziale Nähe der Türkei zu vielen interessanten Zukunftsmärkten im Nahen Osten, in Südosteuropa und in Zentralasien hervor.


5 Vgl. Eker 1995, S. 46.

6 ANKA Ekonomi Bülteni, 8. Oktober 1996. S. 5.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[40.] Db/Fragment 262 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-29 00:01:23 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 262, Zeilen: 1-27
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 96-97, Zeilen: 96:1-19.21-25.26-35.39 - 97:1-6
[Neben dem Argument, dass die enge Anbindung an Europa zur politischen Stabilität in der Türkei führen würde, hoben] sie die Möglichkeit kostengünstiger Produktion und geographisch [sic], kulturelle und soziale Nähe der Türkei zu vielen interessanten Zukunftsmärkten im Nahen Osten, Südosteuropa und in Zentralasien hervor. Die Investoren, die nicht der EU angehörten, konnten die Türkei als Sprungbrett für den EU-Markt nutzen.

Wenn man die aktuelle Situation betrachtet, ist festzuhalten, dass der erwartete Anstieg der ausländischen Investitionen vorerst ausbleibt. Die tatsächliche Kapitalzufuhr von genehmigten Investitionen sank von 1,127 Mrd. US-$ in 1995 auf 964 Mio. US-$ in 1996. Die Gründe für das abnehmende Interesse sind u.a. die politische Instabilität der letzten Jahre, die in einer Regierungskrise endete sowie die hohen Inflationsraten. 1512

Zu 4. Als Folge der Zollunion steht die türkische Industrie nun in unmittelbarem Wettbewerb mit europäischen, aber auch mit Waren aus Drittländern, da die Türkei den Zolltarif der EU vollständig übernommen hat. Wenn die Unternehmen nicht konkurrenzfähig sind, müssen sie wahrscheinlich aus dem Markt ausscheiden. So werden noch mehr Waren importiert und die türkischen Arbeitnehmer werden arbeitslos. So entstehen soziale Probleme als Folge der Arbeitslosigkeit und der negativen Ketteneffekte in den Lieferbetrieben. Die zweite Alternative, d.h. die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, erfordert Kapital, das vielen kleinen und mittleren Betrieben fehlt. Die Kompensierung der strukturellen Probleme durch die finanzielle Unterstützung durch EU-Fonds ist ausgeschlossen, da die Türkei kein EU-Mitglied ist.1513

Es ist allgemein festzustellen, dass die türkische Wirtschaft in ihrer Gesamtheit noch nicht in der Lage ist, im freien Wettbewerb mit Unternehmen aus der EU zu bestehen. Die Großunternehmen können mittelfristig konkurrenzfähig sein. Dies lässt sich aber von den mittleren und kleinen Betrieben, die die türkische Industrielandschaft dominieren, nicht sagen. Die Gefahr besteht, dass viele dieser Betriebe aus dem Markt scheiden müssen.1514


1512 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 96

1513 Vgl. ebenda, S. 96

1514 Vgl.ebenda, S. 96

Neben dem Argument, daß die engere Anbindung an Europa zur politischen Stabilität in der Türkei führen werde, hoben sie die Möglichkeiten kostengünstiger Produktion und die geographische, kulturelle und soziale Nähe der Türkei zu vielen interessanten Zukunftsmärkten im Nahen Osten, in Südosteuropa und in Zentralasien hervor. Investoren, die nicht der EU angehörten, könnten die Türkei als Sprungbrett für den EU-Markt nutzen.

Betrachtet man die aktuelle Situation, ist festzuhalten, daß der erwartete Anstieg der ausländischen Investitionen vorerst ausbleibt. Der tatsächliche Kapitalzufluß von genehmigten Investitionen sank von 1,127 Mrd. US-$ in 1995 auf 964 Mio. US-$ in 1996. Die Gründe für das abnehmende Interesse sind u.a. die politische Instabilität der letzten Jahre, die in einer Regierungskrise endete, die für ausländische Investoren unklaren Perspektiven während der Regierungzeit der religiösen Wohlfahrtspartei sowie die hohen Inflationsraten.8

Zu 4) Als Folge der Zollunion steht die türkische Industrie nun in unmittelbarem Wettbewerb mit europäischen, aber auch mit Waren aus Drittländern, da die Türkei den Zolltarif der EU vollständig übernommen hat. [...] Auf die Frage: „Was passiert mit Unternehmen, die sich als nicht konkurrenzfähig erweisen?“, gibt es zwei alternative Antworten: Ausscheiden aus dem Markt oder Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Falls der erste Fall eintritt, werden die Waren der Firmen entweder importiert oder durch andere Produzenten hergestellt. [...] Darüber hinaus entstehen soziale Probleme als Folge der Arbeitslosigkeit und der negativen Ketteneffekte in den Lieferbetrieben. Die zweite Alternative, d.h. die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, setzt Kapital voraus, was vielen kleinen und mittleren Betrieben fehlt. Gleichzeitig ist eine finanzielle Unterstützung durch EU-Fonds zur Kompensierung der strukturellen Probleme ausgeschlossen, da die Türkei kein EU-Mitglied ist.

Es ist mit einiger Gewißheit davon auszugehen, daß die türkische Wirtschaft in ihrer Gesamtheit noch nicht in der Lage ist, im freien Wettbewerb mit Unternehmen aus der EU zu bestehen. [...] Während gemein-

[Seite 97]

hin davon ausgegangen wird, daß Großbetriebe in der Türkei über die nötigen Ressourcen, um mittelfristig konkurrenzfähig zu werden, verfügen, läßt sich dies von den ressourcenschwachen mittleren und kleinen Betrieben, die die türkische Industrielandschaft dominieren, nicht sagen. Die Gefahr besteht, daß viele dieser Betriebe aus dem Markt scheiden müssen.


8 ANKA Ekonomi Bülteni, 9. Juni 1997, S.5.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[41.] Db/Fragment 266 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-28 21:37:09 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 266, Zeilen: 9-11
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 89, Zeilen: 37-39
Als Früchte des Institutionalisierungsprozesses durch die SMWR kann die Gründung der Schwarzmeerwirtschaftsbank in Thessaloniki und des Schwarzmeersekretariats in Istanbul angeführt werden.1537

1537 Sen Faru/Özbek Yasemin: Türkei, S. 88

Als Früchte des Institutionalisierungsprozesses der SMWR können die Gründung der Schwarzmeerwirtschaftsbank in Thessaloniki und des Schwarzmeersekretariats in Istanbul angeführt werden.
Anmerkungen

Weitgehend wortwörtlich übereinstimmend. Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Aufgrund der Kürze als "keine Wertung" eingestuft.

Sichter
(Graf Isolan)

[42.] Db/Fragment 269 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-29 00:03:18 Graf Isolan
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 269, Zeilen: 8-14, 21- 36
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 90, Zeilen: 1-25
7.2. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Economic Cooperation Organisation, ECO)

Die Economic Cooperation Organization (ECO) wurde 1985 von der Türkei, Iran und Pakistan gegründet. Am 28. November 1992 traten Afghanistan, Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan diesem Kooperationsverbund bei. Dadurch erweiterte sich die ECO auf einen geographische Größe von 7 Millionen km2 und mit 320 Millionen Menschen.1556 [...]

Die ECO soll die wirtschaftliche, technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit der Mitgliederstaaten erweitern. Ihren rechtlichen Rahmen erhielt sie mit einem am 14. September 1996 auf der außerordentlichen Sitzung des Rates der Minister der Mitgliederstaaten in Izmir unterzeichneten Abkommen, das am 1.1.1997 in Kraft trat. Zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sollen zwischen den Mitgliederstaaten die Transportmöglichkeiten verbessert bzw. erweitert, der Transithandel erleichtert und die Visabestimmungen vereinfacht werden. Geplant ist der Aufbau eines Pipeline-Netzes, der Zusammenschluss der Elektrizitätsnetze sowie die Harmonisierung der Versicherungssysteme.1558

Beim IV. Gipfeltreffen der ECO in Aschchabat in Turkmenistan im Mai 1996 wurden als kurzfristige Ziele die Einrichtung einer ECO-Schiff-Fahrtslinie, einer ECO-Handels- und Entwicklungsbank in Istanbul, einer ECO-Luftfahrtgesellschaft, einer ECO-Versicherungsgesellschaft in Pakistan, einer ECO-Stiftung zur Unterstützung der Wissenschaft und Kultur sowie die Ausarbeitung von Aktionsplänen zum Kampf gegen Drogen festgehalten. Diese Ziele wurden zu einem Teil bereits durch konkrete Schritte in die Tat umgesetzt.1559


1556 Vgl. Sönmezoglu Faruk (Edt.): Türk Dis Politikasinin Analyse, Istanbul 1998, S. 156

1558 Vgl. Sen Faruk/ Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998, S. 90

1558 Vgl.ebenda, S. 90

Die Economic Cooperation Organization

Die Economic Cooperation Organization (ECO) wurde 1985 von der Türkei, Iran und Pakistan gegründet. Am 28. November 1992 traten Afghanistan, Tadschikistan und die fünf Turkrepubliken diesem Kooperationsverbund bei. Dadurch erweiterte sich die ECO auf einen geographischen Raum mit 320 Mio. Menschen. Die ECO, deren Strukturen nur unwesentlich von denen der Schwarzmeerwirtschaftskooperation abweichen, soll die wirtschaftliche, technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten erweitern. Ihren rechtlichen Rahmen erhielt sie mit einem am 14. September 1996 auf der außerordentlichen Sitzung des Rates der Minister der Mitgliedsstaaten in Izmir Unterzeichneten Abkommen, das am 1.1.1997 in Kraft trat. Zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sollen zwischen den Mitgliedsstaaten die Transportmöglichkeiten verbessert bzw. erweitert, der Transithandel erleichtert und die Visabestimmungen vereinfacht werden. Geplant sind der Aufbau eines Pipeline-Netzes, der Zusammenschluß der Elektrizitätsnetze sowie die Harmonisierung der Versicherungssysteme.

Beim IV. Gipfeltreffen der ECO in Aschkabat in Turkmenistan im Mai 1996 wurden als kurzfristige Ziele die Errichtung einer ECO-Schiffahrtslinie, einer ECO-Handels- und Entwicklungsbank in Istanbul, einer ECO-Luftfahrtgesellschaft, einer ECO-Versicherungsgesellschaft in Pakistan, einer ECO-Stiftung zur Unterstützung der Wissenschaft und Kultur sowie die Ausarbeitung von Aktionsplänen zum Kampf gegen Drogen festgehalten. Diese Ziele wurden zu einem Teil bereits durch konkrete Schritte in die Tat umgesetzt.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki