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Quelle:Db/Bucher-Dinç 1996

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Gabriele Bucher-Dinç
Titel    Die Türkei und die Sowjetunion 1945-1990. Beziehungen im Zeichen von Konfrontation und Kooperation
Zeitschrift    Zeitschrift für Türkeistudien (ZfTS)
Herausgeber    Zentrum für Türkeistudien, Institut an der Universität GH Essen
Ort    Leverkusen
Verlag    Leske + Budrich
Jahr    1996
Jahrgang    9
Nummer    1
Seiten    61-74
ISSN    0934-0696

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    6


Fragmente der Quelle:
[1.] Db/Fragment 043 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-07 13:29:01 Schumann
BauernOpfer, Bucher-Dinç 1996, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 21-26
Quelle: Bucher-Dinç 1996
Seite(n): 64, Zeilen: 8-12
Für die Sowjetunion war nach den Schrecken des Krieges eine adäquate Sicherheit im Schwarzen Meer und die freie Durchquerung von Bosporus und Dardanellen ein vitales Sicherheitsinteresse; die Türkei fürchtete die sowjetische Dominanz auf türkischem Territorium, sobald die UdSSR an den Meerengen militärische Stützpunkte errichten würde. 187

187 Vgl. Bucher-Dinc [sic] Gabriele: Die Türkei und die Sowjetunion 1945-1990, Beziehungen im Zeichen von Konfrontation und Kooperation, ZfTS 1/96, S.. [sic] 64

Für die Sowjetunion war nach den Schrecken des Krieges eine adäquate Sicherheit im Schwarzen Meer und die freie Durchquerung von Bosporus und Dardanellen ein vitales Sicherheitsinteresse; die Türkei fürchtete die sowjetische Dominanz auf türkischem Territorium, sobald die UdSSR an den Meerengen militärische Stützpunkte errichten würde.7

7 R. Pöschl: Vom Neutralismus zur Blockpolitik. Hintergründe der Wende in der türkischen Außenpolitik nach Kemal Atatürk, München 1985, S.256. [sic]

Anmerkungen

Trotz wortwörtlicher Übernahme wird nur mit "Vgl." auf die Quelle verwiesen.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

[2.] Db/Fragment 044 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-07 13:31:21 Schumann
BauernOpfer, Bucher-Dinç 1996, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 14-18
Quelle: Bucher-Dinç 1996
Seite(n): 62, Zeilen: 5-10
Eine Vielzahl russisch-türkischer Kriege und als ewiger Zankapfel des 19. Jahrhunderts, [sic] das russische Streben nach Zugang zum Mittelmeer und die türkische Phobie gegenüber dem Nachbarn, all diese Faktoren waren Bestandteil der kompakten Erbmasse, die von der Türkischen Republik bei ihrer Gründung des Osmanischen Reiches übernommen worden war. 191

191 Vgl. Bucher-Dinc [sic] Gabriele: Die Türkei und die Sowjetunion 1945-1990, S. 62

Eine Vielzahl russisch-türkischer Kriege, die Meerengen als ewiger Zankapfel des 19. Jahrhunderts, das russische Streben nach Zugang zum Mittelmeer und die türkische Phobie gegenüber dem nachbarlichen Koloß - all diese Faktoren waren Bestandteil der kompakten Erbmasse, die von der Türkischen Republik bei ihrer Gründung vom Osmanischen Reich übernommen wurde.
Anmerkungen

Trotz weitgehend wörtlicher Übernahme wird nur mit "Vgl." auf die Quelle verwiesen.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

[3.] Db/Fragment 094 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-07 13:36:49 Schumann
BauernOpfer, Bucher-Dinç 1996, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 24-27
Quelle: Bucher-Dinç 1996
Seite(n): 67, Zeilen: 8-12
Die Gründe für die Annäherung an die Sowjetunion sind zum einen sicherlich in der innenpolitischen Situation der Türkei um 1960 zu sehen. Verstärkte soziale Unruhen und Unzufriedenheit mit dem schleppenden wirtschaftlichen Fortschritt ließen Zweifel an der strikt pro-amerikanischen Haltung der Regierung Menderes aufkommen.497

497 Vgl. Bucher- Dinc [sic] Gabriele: Die Türkei und die Sowjetunion 1945-1990, S. 67

Die Gründe dafür sind zum einen sicherlich in der innenpolitischen Situation der Türkei um 1960 zu sehen. Verstärkte soziale Unruhen und Unzufriedenheit mit dem schleppenden wirtschaftlichen Fortschritt ließen Zweifel an der strikt pro-amerikanischen Haltung der Regierung Menderes aufkommen.
Anmerkungen

Trotz weitgehend wörtlicher Übernahme wird nur mit "Vgl." auf die Quelle verwiesen.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

[4.] Db/Fragment 095 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-07 13:40:30 Schumann
BauernOpfer, Bucher-Dinç 1996, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 30-33
Quelle: Bucher-Dinç 1996
Seite(n): 68, Zeilen: 14-20
Bereits 1967 gewährte die Sowjetunion einen Kredit von 200 Millionen US-Dollar zur Entwicklung technischer Großprojekte; 1969 folgte ein weiterer Kredit von 113 Millionen Dollar. Das türkisch-sowjetische Handelsvolumen steigerte sich in den Jahren zwischen 1964 und 1970 auf [mehr als das Vierfache des Ausgangswertes (1964: 20 Millionen US-Dollar). 508]

508 Vgl. Bucher-Dinc [sic] Gabriele: Die Türkei und die Sowjetunion 1945-1990, S. 68

Bereits 1967 gewährte die Sowjetunion einen Kredit von 200 Millionen US-Dollar zur Entwicklung technischer Großprojekte; 1969 folgte ein weiterer Kredit von 113 Millionen Dollar.

Das türkisch-sowjetische Handeslvolumen [sic] steigerte sich in den Jahren zwischen 1964 und 1970 auf mehr als das Vierfache des Ausgangswertes (1964: 20 Millionen US-Dollar).19


19 Zu den Wirtschaftsdaten vgl. K.-D. Grothusen: Außenpolitik, a.a.O., S. 142 und K.H. Karpat: Foreign Policy, S. 98.

Anmerkungen

Trotz (bis auf die Korrektur des Buchstabendrehers) wortwörtlicher Übernahme wird nur mit "Vgl." auf die Quelle verwiesen.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

[5.] Db/Fragment 097 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-07 13:52:31 Schumann
BauernOpfer, Bucher-Dinç 1996, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 1-39, 109-112
Quelle: Bucher-Dinç 1996
Seite(n): 69-74, Zeilen: 69: 27-28; 70: 29-33; 71: 1-3, 16-18; 72: 24-27; 73: 1-2, 15-32; 74: 1-7, 17-21, 103-104, 108-110
Nach dem Militärputsch in der Türkei von 1980 waren die sowjetisch-türkischen Beziehungen von widersprüchlichen Tendenzen geprägt. Angesichts der sowjetischen Invasion in Afghanistan war die lange gemeinsame Grenze mit der UdSSR wieder verstärkt in das Bewusstsein des türkischen Militärs gerückt: Die türkische Furcht vor der berüchtigten Moskauer Expansionspolitik nahm wieder neues Gewicht an.518 Hinzu kam die in der türkischen Öffentlichkeit, aber auch unter dem Militär verbreitete Auffassung, der dem Putsch vorausgegangene innenpolitische Terror sei in nicht unerheblichem Maße von Moskau gesteuert worden.519 Eine Verbesserung der Beziehungen konnte erst bei dem Besuch Türkmens (Außenminister) in Moskau 1982 erreicht werden, bei dem beide Seiten Hoffnungen auf eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit äußerten.

Hauptprobleme des bilateralen Dialogs waren die Zypernfrage und die Lage der türkischen Minderheiten in Bulgarien520. Auf eine Anfrage aus Ankara hatte die Sowjetregierung 1986 erklärt, sie wolle und könne sich nicht in die inneren Angelegenheiten Bulgariens einmischen. Die sowjetische Seite betrachtete das Problem als eine allein zwischen der Türkei und Bulgarien zu lösende Streitfrage. Darauf hin warf die Regierung in Ankara Moskau vor, es dulde und billige insgeheim das bulgarische Vorgehen gegen die türkische Minderheit. 521

Eine weitere Belastung der Beziehungen resultiert aus der sowjetischen Haltung zur Zypernfrage. Moskau plädierte für den Abzug der türkischen Soldaten und die Rückkehr der vertriebenen Griechen in den Nordteil der Insel. Die diplomatische Anerkennung der Türkischen Republik Nordzyperns wurde von der Sowjetunion verweigert. Deshalb blieb die türkische Haltung gegenüber Moskau auf wirtschaftlichem Gebiet bis in die Mitte der achtziger Jahre hinein abwartend und distanziert.522

Die offiziellen türkischen Stellungnahmen zur Außenpolitik des Landes aus dem Jahre 1988 enthielten in bezug auf die UdSSR noch eine deutliche Zurückhaltung.

Zu diesem Zeitpunkt schrieb Kenan Evren, die Grundlagen der türkischen Außenpolitik seien das Streben nach guten nachbarschaftlichen Beziehungen zur Sowjetunion, Respekt vor Souveränität und territorialer Integrität sowie Nichteinmischung und Rechtsgleichheit.523

In den Jahren zwischen 1984 und 1990 wurden zahlreiche bilaterale Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. Darunter eine auf 25 Jahre angelegte Vereinbarung über sowjetische Erdgaslieferung in die Türkei und ein ebenso langfristiges Programm über gegenseitige wirtschaftliche, technologische und finanzielle Zusammenarbeit. 524

Die von Michail Gorbatschow verfolgte Linie zur Umstrukturierung des sowjetischen Staates und der sowjetischen Gesellschaft wurde von der türkischen Regierung zunächst positiv beurteilt, dabei aber vor zu großen Hoffnungen gewarnt.525 In dieser Zeit wurden [die Kontakte stark ökonomisch dominiert.]


518 Vgl. Bucher-Dinc [sic] Gabriele: Die Türkei und die Sowjetunion 1945-1990, S. 70

519 Vgl. ebenda, S. 71

520 Im Frühjahr 1989 begannen Tausende von bulgarischen Türken, in die Türkei zu fliehen, nachdem sie in ihrer Heimat zu Namensänderungen gezwungen und teilweise enteignet worden waren. Vgl. Franz Erhard: The Exodus of Turks from Bulgaria1989 [sic]. In: Asian and African Studies (Haifa) 25/1 (1989), S. 81-97

521 Vgl. Bucher-Dinc [sic] Gabriele: Die Türkei, S. 73

522 Vgl. ebenda, S. 73

523 Vgl. Kenan Evren: Grundzüge der türkischen Außenpolitik, in: Europa-Archiv 43 (1988), S. 599-605, S. 604

524 Vgl. Ergün Ismet: Entwicklungschancen der Beziehungen der Türkei zu den ost- und südeuropäischen Staaten unter den neuen Bedingungen, in: Südosteuropa-Mitteilungen 31. 8. 1991) [sic] , S. 56-61, S. 59

525 Vgl. Bucher-Dinc [sic] Gabriele: Die Türkei , S. 72

[Seite 69]

Nach dem Putsch von 1980 waren die sowjetisch-türkischen Beziehungen von widersprüchlichen Tendenzen geprägt.

[Seite 70]

Angesichts der sowjetischen Invasion in Afghanistan war die lange gemeinsame Grenze mit der UdSSR wieder verstärkt in das Bewußtsein der türkischen Militärregierung gerückt: Dieser Erinnerungsprozeß verlieh der türkischen Furcht vor der berüchtigten Moskauer Expansionspolitik wieder neues Gewicht.25


25 Financial Times, 18.5.1981, in: HWWA, Dok. Nr. 28472.

[Seite 71]

Hinzu kam die in der türkischen Öffentlichkeit, aber auch unter den Militärs verbreitete Auffassung, der dem Putsch vorausgegangene innenpolitische Terror sei in nicht unerheblichem Maße von Moskau gesteuert worden.26

[...]

[Das weitere Jahr 1982 war von einer zunehmenden Verstimmung zwischen Ankara und Moskau gekennzeichnet, die sich in der Absage der bereits fest geplanten Reise des türkischen Außenministers Türkmen in die Sowjetunion niederschlug. ...]

Eine Verbesserung der Beziehungen konnte erst bei dem Besuch Türkmens in Moskau im Dezember 1982 erreicht werden, bei dem beide Seiten Hoffnungen auf eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit äußerten.29


26 „In fact one of the top generals in the regime has gone so far as to suggest that terror in Turkey was manufactured by the Soviet Union as part of a general plan to bring the Middle East and the Gulf under their control.“ Financial Times, 18.5.1981, in: HWWA, Dok. Nr. 28472.

[...]

29 Angestrebt wurde eine Erhöhung der türkischen Exporte in die UdSSR von 190 Millionen US-Dollar (1981) auf 300 Millionen US-Dollar. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.12.1982, in: HWWA, Dok. Nr. 281.

[Seite 73]

Die Hauptprobleme des bilateralen Dialogs waren die Zypernfrage und die Lage der türkischen Minderheit in Bulgarien. Auf eine entsprechende Anfrage aus Ankara hatte die Sowjetregierung 1986 erklärt, sie wolle und könne sich nicht in die inneren Angelegenheiten Bulgariens einmischen. Die sowjetische Seite betrachtete das Problem als eine allein zwischen der Türkei und Bulgarien zu lösende Streitfrage, worauf die Regierung in Ankara Moskau vorwarf, es dulde und billige insgeheim das bulgarische Vorgehen gegen die türkische Minderheit.

Eine weitere Belastung der Beziehungen resultierte aus der sowjetischen Haltung in der Zypernfrage. Moskau plädierte für den Abzug der türkischen Soldaten und die Rückkehr der vertriebenen Griechen in den Nordteil der Insel. Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung auf der Mittelmeerinsel wurde insbesondere die diplomatische Anerkennung der Türkischen Republik Nordzypern von der Sowjetunion verweigert.37 Deshalb blieb die türkische Haltung gegenüber Moskau trotz einiger positiver Entwicklungen vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet (z.B. die Unterzeichnung eines Erdgasabkommens vom 19.7.1985) bis in die Mitte der achtziger Jahre hinein abwartend und distanziert.38


37 Neue Zürcher Zeitung, 30.7.1986, in: HWWA, Dok. Nr. 173.

38 Sowjetische Analysen von 1986 gaben sich demgegenüber wesentlich zuversichtlicher. Aus sowjetischer Sicht stellte bereits der Besuch Tichonovs in Ankara im Jahre 1984 einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der bilateralen Zusammenarbeit dar. Auch die 1986 stattfindenden Gespräche Özals mit dem Vorsitzenden des Ministerrates, Ryskov, wurden von sowjetischer Seite als offen und konstruktiv eingestuft. V. Aleksandrov, SSSR i Turcija, Razvitie sotrudnicestva (UdSSR und Türkei: Die Entwicklung ihrer Zusammenarbeit), in: Mezdunarodnaja Zizn' 1986(11) [sic], S.37-42 [sic], hier S. 40.

[Seite 74]

Auch die offiziellen türkischen Stellungnahmen zur Außenpolitik des Landes aus dem Jahre 1988 enthielten bezüglich der UdSSR noch eine deutliche Zurückhaltung.

So schrieb Kenan Evren zu diesem Zeitpunkt, die Grundlagen der türkischen Außenpolitik seien das Streben nach guten nachbarschaftlichen Beziehungen zur Sowjetunion, Respekt vor Souveränität und territorialer Integrität sowie Nichteinmischung und Rechtsgleichheit.39

[...]

In den Jahren zwischen 1984 und 1990 wurden zahlreiche bilaterale Wirtschaftsabkommen unterzeichnet, darunter eine auf 25 Jahre (sic!) [im Original so] angelegte Vereinbarung über sowjetische Erdgaslieferungen in die Türkei (1987) und ein ebenso langfristiges Programm über gegenseitige wirtschaftliche, technologische und finanzielle Zusammenarbeit.41


39 K. Evren: Grundzüge der türkischen Außenpolitik, in: Europa-Archiv 43(1988) [sic], S. 599-605, hier S. 604.

[...]

41 I. Ergün: Entwicklungschancen der Beziehungen der Türkei zu den ost- und südosteuropäischen Staaten unter den neuen Bedingungen, in: Südosteuropa-Mitteilungen 31 (1991)1 [sic], S. 56-61, hier S. 59.

[Seite 72]

Die von Michail Gorbacev verfolgte Linie zur Umstrukturierung des sowjetischen Staates und der sowjetischen Gesellschaft wurde von der türkischen Regierung zunächst grundsätzlich positiv beurteilt; es wurde aber auch vor zu großen Hoffnungen gewarnt.

[Seite 73]

Tatsächlich wurden die türkisch-sowjetischen Kontakte in der Anfangszeit des Umstrukturierungsprozesses stark ökonomisch dominiert.

Anmerkungen

Auch wenn die Verf. mehrmals mit "Vgl." auf die Quelle verweist, macht sie nicht kenntlich, dass sie die gesamte Seite inkl. zweier Fußnoten aus dieser übernimmt; für die Übernahmen von S. 69 und 74 fehlt zudem jede Quellenangabe. Ein eigenständiger Gedanke lässt sich nicht ausmachen.

Das Erdgaslieferungsabkommen mit einer 25-jährigen Laufzeit wird bei Ergün auf S. 60 (und nicht 59) erwähnt; zudem ist dessen Beitrag in Heft 1 des 31. Jahrgangs 1991 der Südosteuropa Mitteilungen erschienen – bei einer in regelmäßigen Intervallen erscheinenden Vierteljahresschrift also mit Sicherheit nicht Ende August des Jahres, wie die Verf. angibt. Insofern mag bezweifelt werden, dass sie die übernommenen Angaben überprüft hat. (Der Aufsatz Ergüns wird von der Verf. auch in Fn. 512 auf S. 96 in einer in einem Sammelband Gumpels erschienenen Version erwähnt.)

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

[6.] Db/Fragment 098 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-07 13:45:07 Schumann
Bucher-Dinç 1996, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 6-12
Quelle: Bucher-Dinç 1996
Seite(n): 74, Zeilen: 22-30
Durch die ab 1989 offen ausbrechenden ethnischen Konflikte und damit verbundene Desintegration und schließlich Auflösung der Sowjetunion entstanden neue Dimensionen. Aus den neuen politischen und territorialen Konstellationen ergab sich für die Türkei in den neunziger Jahren ein neuer Stellenwert innerhalb ihres regionalen Umfelds. Neben den zentralen Themen - türkisch-amerikanischen [sic] Beziehungen und europäischer [sic] Integration - war ein zunehmendes Engagement Ankaras in den neuen Turkrepubliken der ehemaligen Sowjetunion und im Kaukasus zu erwarten. All diese Entwicklungen erhielten durch die ab 1989 offen ausbrechenden ethnischen Konflikte und die damit verbundene Desintegration und schließliche Auflösung der Sowjetunion vollkommen neue Dimensionen. Aus den neuen politischen und territorialen Konstellationen ergab sich für die Türkei in den neunziger Jahren ein neuer Stellenwert innerhalb ihres regionalen Umfeldes. Neben den zentralen Themen (türkisch-amerikanische Beziehungen und europäische Integration) war in den letzten Jahren auch ein zunehmendes Engagement Ankaras in den südlichen Republiken der GUS zu erkennen.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

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