Fandom

VroniPlag Wiki

Quelle:Db/Gürbey 1991

< Quelle:Db

31.288Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Gülistan Gürbey
Titel    Die Türkei und der Nahe Osten. Die politische Interessenkonstellation der Türkei im Golfkrieg
Zeitschrift    Südosteuropa Mitteilungen. Vierteljahresschrift der Südosteuropa-Gesellschaft e.V.
Jahr    1991
Jahrgang    31
Nummer    3
Seiten    209-224

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    9


Fragmente der Quelle:
[1.] Db/Fragment 004 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-15 21:02:21 Schumann
Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 6-8, 15-21
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 215, 216, Zeilen: 215:32-33, 216:25-30
Die Wasserfrage ist ein weiteres bedeutendes Konfliktelement in den Beziehungen zwischen der Türkei, dem Irak und Syrien. [...] Unterschwellige Spannungen zwischen der Türkei und den Nachbarländern bestehen auch wegen materieller und finanzieller Unterstützung von türkischen islamisch-fundamentalistischen Organisationen durch diese Länder. Die Vorwürfe der Türkei richten sich insbesondere an den Iran und Saudi-Arabien. Die Türkei beschwert sich immer wieder über den iranischen Einfluss auf radikale islamische Gruppen in der Türkei. [Seite 215]

Ein weiteres bedeutendes Konfliktelement in den Beziehungen zwischen der Türkei, dem Irak und Syrien ist das Wasserproblem.

[Seite 216]

Unterschwellige Spannungen zwischen der Türkei und den Nachbarländern gibt es aber auch wegen materieller und finanzieller Unterstützung von türkischen islamisch-fundamentalistischen Organisationen durch diese Länder. Die Vorwürfe der Türkei richten sich insbesondere an den Iran und an Saudi-Arabien. Die Türkei beschwert sich immer wieder über den iranischen Einfluß auf radikale islamische Gruppen in der Türkei.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

[2.] Db/Fragment 106 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-15 21:06:49 Schumann
Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 33-35
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 211, Zeilen: 18-20
[Diese Richtlinien lassen sich aber wie folgt formulieren:]

- Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten dieser Region sowie in die zwischenstaatlichen Konflikten [sic], d.h. politische Neutralität und Äquidistanz gegenüber Staaten, die miteinander in Konflikt geraten sind.

[Folgende Prinzipien bestimmten primär die Nah- und Mittelostpolitik der Türkei:]

– Die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten dieser Region sowie in die zwischenstaatlichen Beziehungen, d.h. politische Neutralität und Äquidistanz gegenüber Staaten, die miteinander in Konflikt geraten sind[, ausgenommen der israelisch-arabische Konflikt];

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Die Aufzählung wird auf der Folgeseite fortgesetzt.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

[3.] Db/Fragment 107 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-15 21:08:28 Schumann
Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 1-3
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 211, 212, Zeilen: 211:22-23, 212:8
- Der Verzicht der Türkei, eine Führungsrolle und einen Ordnungsmachtstatus in der Region zu erlangen

- Die Bevorzugung bilateraler Beziehunen [sic] vor multilateralen Beziehungen

[Seite 211]

– Der Verzicht der Türkei, eine Führungsrolle und einen Ordnungsmachtstatus in der Region zu erlangen;

[Seite 212]

[Die türkische Außenpolitik war gekennzeichnet
– durch ...]
– die Bevorzugung bilateraler Beziehungen vor multilateralen Beziehungen.

Anmerkungen

Fortsetzung der auf der vorangegangenen Seite begonnenen Aufzählung.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

[4.] Db/Fragment 120 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-14 22:07:12 Singulus
Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 15-41
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 210, 211, 212, 213, 214, Zeilen: 210:13-16, 24-30, 211:17-20, 22-23, 212:8, 14-16, 27-30, 213:27-32, 214:27-29
Die Zypern-Krise von 1963/64 führte zu einer Verschlechterung der türkisch-amerikanischen Beziehung. Die Türkei zeigte die Enttäuschung gegenüber der arabischen Welt auf [sic], da die Mehrheit der arabischen Staaten sich im Zypernkonflikt hinter Griechenland stellte.

Die wichtigsten Schritte auf dem Gebiet einer multidimensionalen Außenpolitik unter Beibehaltung der Westbindung waren die Aufnahme gutnachbarschaftlicher Beziehungen zur Sowjetunion und die Entwicklung einer aktiven türkischen Nah- und Mittelostpolitik, was eine Erweiterung der außenwirtschaftlichen Möglichkeiten bedeutete. Folgende Prinzipien bestimmten primär die Nah- und Mittelostpolitik der Türkei:

- Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten dieser Region sowie in die zwischenstaatlichen Konflikte, d.h. politische Neutralität und Äquidistanz gegenüber Staaten, die miteinander in Konflikt geraten sind.

- Der Verzicht der Türkei, eine Führungsrolle und einen Ordnungsmachtstatus in der Region zu erlangen

- Die Bevorzugung bilateraler vor multilateralen Beziehungen.

Die türkische Nah- und Mittelostpolitik stand nicht grundsätzlich im Widerspruch zur atlantischen Ausrichtung, geriet aber in einigen Punkten in Spannung zu dem türkisch-amerikanischen Sonderverhältnis. Die Türkei versuchte, ihre Verpflichtungen innerhalb der westlichen Allianz mit ihren Interessen gegenüber der arabisch-islamischen Welt in Einklang zu bringen.

Das Prinzip der grundlegenden politischen Neutralität gegenüber zwischenstaatlichen Konflikten dieser Region fand Anwendung. So verfolgte die Türkei im irakisch-iranischen Krieg eine Neutralitätspolitik. Sie zeigte besondere Vorsicht gegenüber den Konfliktparteien, da wirtschaftliche Verbindungen zu beiden bestanden. Als wichtiger Handels- und Transitpartner sowohl für den Irak als auch für den Iran profitierte die Türkei zugleich von der Kriegswirtschaft.

[Seite 210]

Die erste Zypernkrise von 1963/64, die u.a. zu einer Verschlechterung der türkisch-amerikanischen Beziehungen führte, zeigte erneut die Enttäuschung der arabischen Welt gegenüber der Türkei auf. Die Mehrheit der arabischen Staaten stellte sich im Zypernkonflikt hinter Griechenland und Makarios.

[...]

[...] Die wichtigsten Schritte auf dem Gebiet einer multidimensionalen Außenpolitik waren unter Beibehaltung der Westbindung die Aufnahme gutnachbarlicher Beziehungen zur Sowjetunion ab 1964 und die Entwicklung einer aktiven türkischen Nah- und Mittelostpolitik.

Die Nah- und Mittelostpolitik in den 70er und 80er Jahren wurde zu einem wichtigen Eckpfeiler der türkischen Außenpolitik, wobei diese aktive Politik zugleich eine Erweiterung der außenwirtschaftlichen Möglichkeiten bedeutete.

[Seite 211]

Folgende Prinzipien bestimmten primär die Nah- und Mittelostpolitik der Türkei:

– Die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten dieser Region sowie in die zwischenstaatlichen Beziehungen, d.h. politische Neutralität und Äquidistanz gegenüber Staaten, die miteinander in Konflikt geraten sind, [ausgenommen der israelisch-arabische Konflikt;]

– Der Verzicht der Türkei, eine Führungsrolle und einen Ordnungsmachtstatus in der Region zu erlangen; [...]

[Seite 212]

– die Bevorzugung bilateraler Beziehungen vor multilateralen Beziehungen.

[...]

Die türkische Nah- und Mittelostpolitik stand nicht grundsätzlich im Widerspruch zur atlantischen Ausrichtung, geriet aber in einigen Punkten in eine Spannung zu dem türkisch-amerikanischen Sonderverhältnis.

[...]

Das Prinzip der grundlegenden politischen Neutralität der türkischen Nah- und Mittelostpolitik gegenüber zwischenstaatlichen Konflikten dieser Region fand eine konsequente Anwendung.

[Seite 213]

Im irakisch-iranischen Krieg verfolgte die Türkei konsequent eine Neutralitätspolitik. Sie zeigte besondere Vorsicht gegenüber den Konfliktparteien, da wirtschaftliche Verbindungen zu beiden bestanden, [aber auch weil der Konflikt indirekte Rückwirkungen auf die innere Sicherheit (Kurdenproblem) hatte.] Als wichtiger Handels- und Transitpartner sowohl für den Irak als auch für den Iran profitierte die Türkei zugleich von der Kriegswirtschaft.

[Seite 214]

Sie versuchte, ihre Verpflichtungen innerhalb der westlichen Sphäre in Einklang zu bringen mit ihren Interessen gegenüber der arabisch-islamischen Welt.

Anmerkungen

Kompiliert aus fünf Seiten der Quelle – und kein Hinweis auf eine Übernahme.

Das zwischenbilanzierende und fußnotenfreie Unterkapitel 3.9 (Kurzes Resümee: [...], S. 119-120) besteht (mit Ausnahme des letzten kurzen Absatzes) aus Zusammenschnitten aus zunächst Akkaya und Aver 2004 und daran anschließend aus Gürbey 1997 sowie Gürbey 1991.

Dass die beiden Gürbey-Publikationen passagenweise textlich sehr große Übereinstimmungen aufweisen, erschwert eine Zuordnung der jeweils benutzten Übernahmequelle. In der Dokumentation erfolgt sie daher nach dem höheren Übereinstimmungsgrad.

Die Ausführungen zu Beginn zur Zypern-Krise von 1963/64 sowie die Aufzählung zu den Prinzipien der türkischen Nah- und Mittelostpolitik werden im zusammenfassenden Kap. 8 wiederholt, vgl. Fragment 272 29.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

[5.] Db/Fragment 134 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-15 21:09:58 Schumann
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 134, Zeilen: 9-14
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 217, Zeilen: 36-41
Eine deutliche Änderung der politischen Linie nach Möglichkeit jedes Risiko der militärischen Involvierung zu vermeiden, erfolgte Ende November 1990. Auf Initiative des Präsidenten der NATO-Verbündeten ersuchte die türkische Regierung um die Entsendung von Truppen. Özal unterstrich dadurch nicht nur seinen Anspruch, die türkische Politik im Alleingang zu bestimmen, sondern hielt auch konsequent an seiner bedingungslosen Unterstützung der amerikanischen Linie fest. 744

744 Vgl. Gürben [sic] Gülistan: DieTürkei [sic] und und [sic] der Nahe Osten,: Die politische Interessenkonstellation der Türkei im Golfkrieg, in: Südosteuropa Mitteilungen 1991, Nr. 1, 31 Jahrgang, S. 209, 224, S. 217

Ende November 1990 erfolgte eine deutliche Änderung der politischen Linie, nach Möglichkeit jegliches Risiko der militärischen Involvierung zu vermeiden. Die türkische Regierung ersuchte auf Initiative des Präsidenten der NATO-Verbündeten um die Entsendung von Truppen. Özal unterstrich dadurch nicht nur seinen Anspruch, die türkische Politik im Alleingang zu bestimmen, sondern hielt auch konsequent an seiner bedingungslosen Unterstützung der amerikanischen Linie fest.
Anmerkungen

Die Wörtlichkeit der Übernahme von S. 217 wird nicht kenntlich gemacht.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

[6.] Db/Fragment 142 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-15 21:14:15 Schumann
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 3-9, 14-16, 32-35
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 218, 220, 222, Zeilen: 218:36-40, 220:33-35, 222:22-26
Der Golfkrieg bot der Türkei die Chance, eine [sic] neues politisches Image zu gewinnen, auf die internationale Szene zurückzukehren und sich als der loyale Partner des Westens in dieser unruhigen Region zu empfehlen. 800 Schließlich sollte auch der Europäischen Gemeinschaft demonstriert werden, dass einerseits noch immer eine enge Verbindung zwischen der Bedeutung der Türkei als unerschütterliche Säule an der Südostflanke und andererseits die Notwendigkeit der Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Gemeinschaft bestehe. 801

[...]

Die loyale Partnerschaft mit dem Westen und die strategische Eckpfeilerposition zwischen Europa, dem Mittelmeer und dem Nahen Osten sollte nach Ende des Kalten Krieges unter Beweis gestellt werden.

[...]

Die Verhinderung der Gründung eines eigenständigen kurdischen Staates im Norden des Irak war eine politische Priorität für die Türkei und sie hoffte dabei auf die Unterstützung durch die USA. 807.


800 Vgl. Gürbey Gülistan: Die Türkei und der Nahe Osten, 1991, S. 218

801 Vgl. Schlegel Dietrich: Die außenpolitische Position der Türkei in der Golfkrise und das Verhältnis zu Europa. In: Gumpel (Hrsg.), Europa und die Türkei in den neunziger Jahren, München 1991, S. 64-71, S. [sic]

807 Vgl. Gürbey, Die Türkei und der Nahe Osten, S. 220.

[Seite 218]

Der Golfkrieg bot der Türkei die Chance, ein neues politisches Image zu gewinnen, auf die internationale Szene zurückzukehren und sich als der loyale Partner des Westens in dieser unruhigen Region zu empfehlen. Die strategische Eckpfeilerposition der Türkei zwischen Europa, dem Mittelmeer und dem Mittleren Osten trat wieder in Erscheinung.

[Seite 220]

Die Verhinderung der Gründung eines eigenständigen Kurdenstaates im Norden des Irak war und ist eine politische Priorität für die Türkei, und sie hoffte dabei auf die Unterstützung durch die USA.

[Seite 222]

Die Politik des engen Zusammengehens der Türkei mit der westlichen Welt in diesem Krieg sollte der westlichen Welt und der EG außerdem demonstrieren, daß noch immer eine enge Verbindung zwischen der Bedeutung der Türkei als unerschütterlicher Säule an der Südostflanke auf der einen Seite und der Notwendigkeit der Vollmitgliedschaft der Türkei in der EG auf der anderen Seite bestehe.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Die Verf. referenziert in Fn. 801 Schlegel, übernimmt aber – sprachlich leicht umformuliert – weiterhin aus Gürbey.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

[7.] Db/Fragment 145 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-15 21:16:00 Schumann
Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 8-11
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 224, Zeilen: 11-14, 15-16
Mit einer neuen aktiven Rolle durch den Golfkrieg als Führungs- und Ordnungsmacht verfolgte die Türkei im Nahen und Mittleren Osten das Ziel, die Durchsetzung vitaler nationaler Interessen in dieser Region: z. B. Verhinderung der Entstehung eines unabhängigen kurdischen Staates und wirtschaftliche Interessen etc. Mit einer neuen aktiven Rolle als Führungs- und Ordnungsmacht verfolgt die Türkei im Nahen und Mittleren Osten das Ziel, die Durchsetzung vitaler nationaler Interessen in dieser Region (z. B. die Verhinderung der Entstehung eines unabhängigen kurdischen Staates [und die Erlangung der Kontrolle über ein zukünftiges autonomes Kurdengebiet in einem föderalistischen Irak], wirtschaftliche Interessen etc.) gewährleisten zu können.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

[8.] Db/Fragment 272 29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-15 21:18:25 Schumann
Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 272, Zeilen: 29-32, 37-44
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 210, 211, 212, Zeilen: 210:13-16, 211:17-20, 22-23, 212:8
Die Zypern-Krise von 1963/64 führte zur Verschlechterung der türkisch-amerikanischen Beziehung. Die Türkei zeigte die Enttäuschung gegenüber der arabischen Welt auf [sic], da die Mehrheit der arabischen Staaten sich im Zypernkonflikt hinter Griechenland stellte.

[...]

Folgende Prinzipien bestimmten primär die Nah- und Mittelostpolitik der Türkei:

- Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten dieser Region sowie in die zwischenstaatlichen Konflikte, d.h. politische Neutralität und Äquidistanz gegenüber Staaten, die miteinander in Konflikt geraten sind.

- Der Verzicht der Türkei, eine Führungsrolle und einen Ordnungsmachtstatus in der Region zu erlangen

- Die Bevorzugung bilateraler Beziehungen vor multilateralen Beziehungen.

[Seite 210]

Die erste Zypernkrise von 1963/64, die u.a. zu einer Verschlechterung der türkisch-amerikanischen Beziehungen führte, zeigte erneut die Enttäuschung der arabischen Welt gegenüber der Türkei auf. Die Mehrheit der arabischen Staaten stellte sich im Zypernkonflikt hinter Griechenland und Makarios.

[Seite 211]

Folgende Prinzipien bestimmten primär die Nah- und Mittelostpolitik der Türkei:

– Die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten dieser Region sowie in die zwischenstaatlichen Beziehungen, d. h. politische Neutralität und Äquidistanz gegenüber Staaten, die miteinander in Konflikt geraten sind[, ausgenommen der israelisch-arabische Konflikt];

– Der Verzicht der Türkei, eine Führungsrolle und einen Ordnungsmachtstatus in der Region zu erlangen;

[Seite 212]

[Die türkische Außenpolitik war gekennzeichnet
– durch ...]
– die Bevorzugung bilateraler Beziehungen vor multilateralen Beziehungen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Teile des Fragmentinhalts finden sich bereits im zwischenbilanzierenden Unterkapitel 3.9 (Kurzes Resümee: [...]), vgl. Fragment 120 15.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

[9.] Db/Fragment 273 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-14 16:21:20 Graf Isolan
Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 1-11
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 211, 212, 213, 214, Zeilen: 211:42-44, 212:1, 14-16, 27-29, 213:27-32, 214:27-29
Die türkische Nah- und Mittelostpolitik stand nicht grundsätzlich im Widerspruch zur atlantischen Ausrichtung, aber das türkisch-amerikanischen [sic] Sonderverhältnis geriet damit in einigen Punkten in Spannung. Die Türkei versuchte, ihre Verpflichtungen innerhalb der westlichen Allianz mit ihren Interessen gegenüber der arabisch-islamischen Welt in Einklang zu bringen.

Das Prinzip der grundlegenden politischen Neutralität gegenüber zwischenstaatlichen Konflikten dieser Region fand Anwendung. So verfolgte die Türkei im irakisch-iranischen Krieg eine Neutralitätspolitik. Sie zeigte besondere Vorsicht gegenüber den Konfliktparteien, da wirtschaftliche Verbindungen zu beiden bestanden. Als wichtiger Handels- und Transitpartner sowohl für den Irak als auch für den Iran profitierte die Türkei zugleich von der Kriegswirtschaft.

[Seite 211]

Dagegen versuchte die Türkei ihre Mitgliedschaft in der NATO und ihr Schutzbedürfnis gegenüber der Sowjetunion in Einklang zu bringen mit ihren Interessen gegenüber der arabisch-

[Seite 212]

islamischen Welt. [...]

[...]

Die türkische Nah- und Mittelostpolitik stand nicht grundsätzlich im Widerspruch zur atlantischen Ausrichtung, geriet aber in einigen Punkten in eine Spannung zu dem türkisch-amerikanischen Sonderverhältnis.

[...]

Das Prinzip der grundlegenden politischen Neutralität der türkischen Nah- und Mittelostpolitik gegenüber zwischenstaatlichen Konflikten dieser Region fand eine konsequente Anwendung.

[Seite 213]

Im irakisch-iranischen Krieg verfolgte die Türkei konsequent eine Neutralitätspolitik. Sie zeigte besondere Vorsicht gegenüber den Konfliktparteien, da wirtschaftliche Verbindungen zu beiden bestanden, aber auch weil der Konflikt indirekte Rückwirkungen auf die innere Sicherheit (Kurdenproblem) hatte. Als wichtiger Handels- und Transitpartner sowohl für den Irak als auch für den Iran profitierte die Türkei zugleich von der Kriegswirtschaft.

[Seite 214]

Sie versuchte, ihre Verpflichtungen innerhalb der westlichen Sphäre in Einklang zu bringen mit ihren Interessen gegenüber der arabisch-islamischen Welt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Teile des Fragmentinhalts finden sich bereits im zwischenbilanzierenden Unterkapitel 3.9 (Kurzes Resümee: [...], S. 119-120), vgl. den unteren Teil von Fragment 120 15.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki