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Quelle:Db/Gürbey 1998

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Gülistan Gürbey
Titel    Wandel in der Kurdenpolitik? Die Türkei zwischen Dogma und Liberalisierung
Zeitschrift    Internationale Politik
Datum    Januar 1998
Jahrgang    53
Nummer    1
Seiten    39-44

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    7


Fragmente der Quelle:
[1.] Db/Fragment 003 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 22:10:39 Graf Isolan
Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1998, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 11-16
Quelle: Gürbey 1998
Seite(n): 39, Zeilen: li. Sp. 16-26
Die Einbettung des gesamten Konflikts in das regionale und internationale System beeinflusst einerseits die Interessen- und Machtkonstellationen der regionalen Akteure in dieser Frage und andererseits die Aussichten auf eine politische Lösung. Der Konflikt hat weitreichende Rückwirkungen auf die innenpolitische Stabilität und die außenpolitischen Beziehungen. Die Einbettung des gesamten Konflikts in das regionale und internationale System beeinflußt einerseits die Interessen- und Machtkonstellationen der regionalen Akteure in dieser Frage und andererseits die Aussichten auf eine politische Lösung. Der Konflikt hat weitreichende Rückwirkungen auf die innenpolitische Stabilität und die außenpolitischen Beziehungen der Türkei.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Der gleiche Text findet sich auch im Anfangsteil von Db/Fragment_152_13 - dort mit Bauernopfer-Referenz.

Sichter
(Schumann) Klgn

[2.] Db/Fragment 111 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:36:21 Graf Isolan
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 13-23
Quelle: Gürbey 1998
Seite(n): 42, Zeilen: li. Sp. 15-39
Die militärische Option, die von Armee- und Staatsführung gemeinsam verfolgt wurde, gründete sich auf konstante Wahrnehmung und Beurteilungen. Zu nennen war die Perzeption des Kurdenkonfliktes als eine Bedrohung für die nationale und kulturelle Einheit. Die Bedrohungsvorstellung geteilt zu werden, hat eine historische Dimension und resultiert aus dem Trauma der Zersplitterung des Osmanischen Reiches. Diese „Phobie“ beherrscht Militär und Politik. Eine weitere Konstante ist die Reduzierung des Kurdenkonflikts entweder auf ein „Terrorismusproblem“ oder ein „sozioökonomisches“ Problem oder dessen Verknüpfung. So werden Lösungen unter Beibehaltung der konsequenten Bekämpfung der PKK in der Aktivierung von wirtschaftlichen Aufbauprogrammen gesucht. Der Konflikt wird im Sinne einer ethnischen Minderheitenfrage oder nationalen Frage abgelehnt.618

618 Vgl. Gülistan Gürbey: Wandel in der Kurdenpolitik? Die Türkei zwischen Dogma und Liberalisierung, in: Internationale Politik, 1/1998, S. 42

Die militärische Option, die von Armee- und Staatsführung gemeinsam verfolgt wird, gründet sich auf konstante Wahrnehmungen und Beurteilungen. Zu nennen ist die Perzeption des Kurdenkonflikts als eine Bedrohung für die nationale und kulturelle Einheit. Die Bedrohungsvorstellung, geteilt zu werden, hat eine historische Dimension und resultiert aus dem Trauma der Zersplitterung des Osmanischen Reiches. Diese „Phobie“ beherrscht Militär und Politik. Eine weitere Konstante ist die Reduzierung des Kurdenkonflikts entweder auf ein „Terrorismusproblem“ oder ein „sozioökonomisches“ Problem oder dessen Verknüpfung. So werden Lösungen unter Beibehaltung der konsequenten Bekämpfung der PKK in der Aktivierung von wirtschaftlichen Aufbauprogrammen gesucht. Der Konflikt wird im Sinne einer ethnischen Minderheitenfrage oder nationalen Frage abgelehnt.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann) Klgn

[3.] Db/Fragment 112 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:37:31 Graf Isolan
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 3-12
Quelle: Gürbey 1998
Seite(n): 41 - 42, Zeilen: 41: re Sp. 31-40 - 42: li. Sp. 1-14
Ein Wandel der bisherigen Kurdenpolitik schien erst in der späten Phase der Ära Özal (1983 bis 1991) [sic] erkennbar. Dieser Politikwechsel verfügte neben militärisch-staatlicher Repression und Kontrolle auch über die Option, im kulturellen Bereich eine Liberalisierung einzuleiten, die mehrheitlich kurdisch besiedelten Gebiete wirtschaftlich zu entwickeln, die Kompetenzen der lokalen Verwaltungen durch eine umfassende Verwaltungsreform zu erweitern und die PKK politisch einzubinden. Die Geste gegenüber den in der Türkei lebenden Kurden war die Legalisierung der kurdischen Sprache durch die Aufhebung des Sprachenverbotsgesetzes (1991), das Türkisch zur Muttersprache aller türkischen Staatsbürger erklärte. Der plötzliche Tod von Özal im April 1993 führte jedoch zum Ende jeglicher Hoffnungen.620

620 Vgl. Gülistan Gürbey: Wandel in der Kurdenpolitik? Die Türkei zwischen Dogma und Liberalisierung, in: Internationale Politik, 1/1998, S. 42

[Seite 41]

Ein Wandel der bisherigen Kurdenpolitik schien erst in der späten Phase der Ära Özal (1983 bis 1993) erkennbar. Dieser Politikwechsel verfügte parallel zur militärisch-staatlichen Repression und Kontrolle auch über die Option, im kulturellen Bereich eine Liberalisierung einzuleiten, die mehrheitlich kurdisch besiedelten Gebiete wirtschaftlich zu ent-

[Seite 42]

wickeln, die Kompetenzen der lokalen Verwaltungen durch eine umfassende Verwaltungsreform zu erweitern und die PKK politisch einzubinden. Die bislang weitreichendste Geste gegenüber den in der Türkei lebenden Kurden war die Legalisierung der kurdischen Sprache durch die Aufhebung des Sprachenverbotsgesetzes (1991), das Türkisch zur Muttersprache aller türkischen Staatsbürger erklärte. Der plötzliche Tod von Özal im April 1993 führte jedoch zum abrupten Ende jeglicher Hoffnungen.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet - dass der Inhalt aus der Quelle nahezu wörtlich übernommen wurde, bleibt für den Leser im Dunkeln.

Sichter
(Schumann) Klgn

[4.] Db/Fragment 152 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 22:10:10 Guckar
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 13-34
Quelle: Gürbey 1998
Seite(n): 39, Zeilen: li. Sp. 16-37 - re. Sp. 3-38
Die Einbettung des gesamten Konflikts in das regionale und internationale System beeinflusst einerseits die Interessen- und Machtkonstellationen der regionalen Akteure in dieser Frage und andererseits die Aussichten auf eine politische Lösung. Der Konflikt hat weitreichende Rückwirkungen auf die innenpolitische Stabilität und die außenpolitischen Beziehungen der Türkei. 868

Eine Besonderheit des Kurdenkonflikts liegt vor allem darin, dass es hierbei um einen transnationalen, grenzüberschreitenden und friedensgefährdeten [sic] Konflikt handelt. Vor allem die Massaker von Halabdja im März 1988 im irakischen Kurdistan, die Bagdad unter Einsatz von Giftgasen an den Kurden verübte und bei denen mehrere Tausend Zivilisten ermordet wurden, sowie das Flüchtlingsdrama infolge des zweiten Golf-Krieges 1991 hatten eine „Internationalisierung des Kurdenkonflikts“ zur Folge, der bisher als eine innerstaatliche Angelegenheit der betroffenen Staaten betrachtet worden war. 869 Der friedensgefährdende und grenzüberschreitende Charakter des Kurdenkonfliktes im Nahen Osten wurde somit zum ersten Mal international anerkannt. Die zwischenstaatlichen Beziehungen der beteiligten Länder (Türkei, Iran, Irak und Syrien) sind von grundlegenden Konkurrenzverhältnissen und Interessensdivergenzen gekennzeichnet. Eine Zusammenarbeit in der Kurdenfrage, um zur Destabilisierung der kurdischen Situation beizutragen, die Kontrolle über die Kurden zu erlangen und die Entstehung eines kurdischen Staates zu verhindern, ist jedoch nicht gefährdet.870 Dieser Umstand wird zusätzlich durch den Faktor der innerkurdischen Konflikte begünstigt, die auf vielfältiger politischer Konkurrenz und Machtansprüchen beruhen. Die innere [Zerrissenheit erschwert allerdings die Zusammenarbeit der kurdischen Akteure untereinander, die jedoch für eine effektive Durchsetzung kurdischer Interessen von essentieller Bedeutung ist.]


868 Vgl. Gülistan Gürbey: Wandel in der Kurdenpolitik? Die Türkei zwischen Dogma und Liberalisierung, in: Internationale Politik, 1/1998, S. 39

869 Vgl. ebenda, S. 39

870 Als regionale Politik führte die Etablierung der kurdischen Nationalbewegung zunächst im Iran (1943), dann im Irak (1946) und in Syrien (1957) zum Abschluss regionaler Bündnisverträge zwischen der Türkei, Iran und Irak, um gemeinsam gegen die bewaffneten kurdischen Bewegungen vorzugehen. Zu den bekanntesten regionalen Bündnisverträgen sind der Saadabad-Pakt (1936), der Bagdad-Pakt (1955), der Algier-Vertrag zwischen Irak und Iran (1975) und der türkisch-irakische Vertrag (1979) zu zählen, in: Askim Bozkurt: S. 64

Die Einbettung des gesamten Konflikts in das regionale und internationale System beeinflußt einerseits die Interessen- und Machtkonstellationen der regionalen Akteure in dieser Frage und andererseits die Aussichten auf eine politische Lösung. Der Konflikt hat weitreichende Rückwirkungen auf die innenpolitische Stabilität und die außenpolitischen Beziehungen der Türkei. Davon sind nicht nur die türkisch-europäischen Beziehungen betroffen.2

Eine Besonderheit des Kurdenkonflikts liegt vor allem darin, daß es sich hierbei um einen transnationalen, grenzüberschreitenden und friedensgefährdenden Konflikt handelt. Vor allem die Massaker von Halabdja im März 1988 in Irakisch-Kurdistan, die Bagdad unter Einsatz von Giftgasen an den Kurden verübte und bei denen mehrere Tausend Zivilisten ermordet wurden, sowie das Flüchtlingsdrama infolge des zweiten Golf-Krieges 1991 hatten eine „Internationalisierung des Kurdenkonflikts“ zur Folge, der bisher primär als eine innerstaatliche Angelegenheit der betroffenen Staaten betrachtet worden war. Der friedensgefährdende und grenzüberschreitende Charakter des Kurdenkonflikts im Nahen Osten wurde somit zum ersten Mal international anerkannt.

Zwar sind die zwischenstaatlichen Beziehungen der beteiligten Länder (Türkei, Iran, Irak und Syrien) von grundlegenden Konkurrenzverhältnissen und Interessendivergenzen gekennzeichnet. Eine Zusammenarbeit in der Kurdenfrage, um zur Destabilisierung der kurdischen Situation beizutragen, die Kontrolle über die Kurden zu erlangen und die Entstehung eines kurdischen Nationalstaats zu verhindern, ist jedoch dadurch nicht gefährdet. Dieser Umstand wird zusätzlich durch den Faktor der innerkurdischen Konflikte3 begünstigt, die auf vielfältiger politischer Konkurrenz und Machtansprüchen beruhen. Die innere Zerrissenheit erschwert allerdings die Zusammenarbeit der kurdischen Akteure untereinander, die jedoch für eine effektive Durchsetzung kurdischer Interessen von essentieller Bedeutung ist.


2 Zur regionalen und internationalen Dimension siehe Henri J. Barkey/Graham E. Fuller, Turkey's Kurdish Question. Executive Summary, New York 1997; Robert Olson (Hrsg.), The Kurdish Nationalist Movement in Turkey since the 1980s, Lexington 1996.

3 Vgl. ausführlicher die Beiträge in: Carsten Borck/Eva Savelsberg/Siamend Hajo (Hrsg.), Ethnizität, Nationalismus, Religion und Politik in Kurdistan, Band 1, Münster 1997.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Der Text des ersten Absatzes findet sich (als Komplettplagiat) bereits im Einleitungsteil der Arbeit: siehe Db/Fragment_003_11.

Sichter
(Schumann) Klgn

[5.] Db/Fragment 153 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-12-05 13:59:27 Schumann
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 1-38
Quelle: Gürbey 1998
Seite(n): 39, 40, 41, Zeilen: 39: re. Sp. 30-38 - 40: li. Sp. 1 - re. Sp. 26; 41: 9-30
[Die innere] Zerrissenheit erschwert allerdings die Zusammenarbeit der kurdischen Akteure untereinander, die jedoch für eine effektive Durchsetzung kurdischer Interessen von essentieller Bedeutung ist. Demzufolge ist es ein wesentliches Element nationalstaatlicher Politiken, bestehende innerkurdische Gegensätze und Spannungen zu instrumentalisieren, und zwar in der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner und in der Einflussnahme auf die Entwicklungen. Alle beteiligten Staaten machen davon Gebrauch. Syrien instrumentalisiert die PKK in der Auseinandersetzung um die Wasserfrage mit der Türkei, was ein ihr Dorn im Auge ist. Iran und Irak versuchen durch Einflussnahme auf irakisch-kurdische Akteure und die PKK die Entwicklungen zu eigenen Gunsten zu beeinflussen und den Rivalen Türkei zurückzudrängen. So lösten die grenzüberschreitenden Operationen der Türkei, die mit Wohlwollen der USA erfolgten, heftige Kritik der regionalen Staaten aus, da sie eine langfristig angelegte türkische Präsenz in Nordirak befürchten. Auch wird vor allem die durch die USA unterstützte intensive militärisch-politische Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Israel871 als eine Bedrohung angesehen. Für die Türkei liegt die Bedeutung dieser Kooperation mit Israel vorrangig darin, dass sie der Türkei neue Chancen für die Ausübung neuer regionaler Macht verschafft und militärtechnische Möglichkeiten bei der Bekämpfung der PKK eröffnet, um die Unterstützung der PKK durch die Staaten der Region zu unterbinden und ihre Bekämpfung an allen Fronten besser führen zu können. Dies ist um so wichtiger geworden, da die PKK mittlerweile ein Netzwerk aufgebaut hat, das von Westeuropa über den Nahen Osten bis hin nach Russland reicht. Ein weiterer Punkt, in dem Russland in den Kurdenkonflikt involviert wird [sic] sind die Konkurrenz und die Interessensdivergenzen, die zwischen Russland und der Türkei hinsichtlich der Einflussnahme auf die zentralasiatischen Republiken sowie der Schaffung von Transportwegen für die gewaltigen Erdölreserven in Zentralasien bestehen.872

Die Türkei stellt die militärischen Operationen, die im Zusammenspiel mit den irakischkurdischen Parteien (vor allem mit der Demokratischen Partei Kurdistan – KPD) geführt werden, als ein Teil ihrer Sicherheitspolitik gegen den „Terrorismus“ dar, um die Unterstützung für die PKK und deren Flucht in das irakisch-kurdische Gebiet zu unterbinden. Turgut Özal strebte für die Türkei die Vormachtrolle in Nordirak an, um die PKK zu isolieren, die Kontrolle der Entwicklungen zu erlangen und die Entstehung eines Nationalstaates zu verhindern. Entlang der Grenzen einen militärischen Sicherheitsgürtel zu errichten war ein Teil dieser umfassenden militärisch-politischen Strategie. Eine Folge dieser regionalen und innerkurdischen Konstellation ist, dass die kurdischen Akteure aus pragmatisch-politischen Gründen primär nicht das Ziel verfolgen, einen Nationalen Staat zu gründen, sondern politische Lösungen im Rahmen bestehender Staatsgrenzen anstreben.873


871 über die ausführliche Analyse der Zusammenarbeit der Türkei mit Israel siehe unten

872 Vgl. Gürbey Gülistan: Wandel der Kurden.., in: Internationale Politik 1/98, S. 40

873 Vgl ebenda, S. 41

[Seite 39]

Die innere Zerrissenheit erschwert allerdings die Zusammenarbeit der kurdischen Akteure untereinander, die jedoch für eine effektive Durchsetzung kurdischer Interessen von essentieller Bedeutung ist. Demzufolge ist es ein wesentliches Element nationalstaatlicher Politiken, bestehende innerkurdi-

[Seite 40]

sehe Gegensätze und Spannungen zu instrumentalisieren, und zwar in der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner und in der Einflußnahme auf die Entwicklungen.

Regionale Konstellationen

Davon machen alle beteiligten Staaten Gebrauch: Syrien instrumentalisiert nach wie vor die PKK in der Auseinandersetzung um die Wasserfrage mit der Türkei, was ein Dorn im Auge der Türkei ist; Iran und Irak versuchen, durch Einflußnahme auf die irakisch-kurdischen Akteure und die PKK die Entwicklungen zu eigenen Gunsten zu beeinflussen und den Rivalen Türkei zurückzudrängen. So lösten die grenzüberschreitenden militärischen Operationen der Türkei, die mit Wohlwollen der USA erfolgten, heftige Kritik der regionalen Staaten aus, da sie eine langfristig angelegte türkische Präsenz in Nordirak befürchten. Dabei wird vor allem die von den USA unterstützte intensive militärisch-politische Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Israel als eine Bedrohung par excellence angesehen. Für die Türkei liegt die Bedeutung dieser Kooperation mit Israel4 vor allem darin, daß sie der Türkei neue Chancen für die Ausübung regionaler Macht verschafft und militärtechnische Möglichkeiten bei der Bekämpfung der PKK eröffnet, um die Unterstützung der PKK durch die Staaten der Region unterbinden und die Bekämpfung der PKK an allen Fronten besser führen zu können. Dies ist um so wichtiger geworden, da die PKK mittlerweile ein Netzwerk aufgebaut hat, das von Westeuropa über den Nahen Osten bis hin nach Rußland reicht. Angesichts der Konkurrenz und der Interessendivergenzen, die zwischen Rußland und der Türkei hinsichtlich der Einflußnahme auf die zentralasiatischen Republiken sowie der Schaffung von Transportwegen für die gewaltigen Erdölreserven in Zentralasien bestehen, ist auch eine zunehmende Involvierung Rußlands in den Kurdenkonflikt - insbesondere durch die Instrumentalisierung der kurdischen Akteure - zu erwarten.

Die Türkei stellt die militärischen Operationen, die sie im Zusammenspiel mit den irakisch-kurdischen Parteien (vor allem mit der Demokratischen Partei Kurdistans - KDP) führt, als Teil ihrer Sicherheitspolitik gegen den „Terrorismus“ dar, um die Unterstützung für die kommunistische PKK und deren Flucht in das irakisch-kurdische Gebiet zu unterbinden.

[Seite 41]

Spätestens seit Turgut Özal strebt die Türkei die Vormachtrolle in Nordirak an, um die PKK zu isolieren, die faktische Kontrolle über die kurdischen Akteure und Entwicklungen zu erlangen und die Entstehung eines kurdischen Nationalstaats zu verhindern. Entlang der Grenzen einen militärischen Sicherheitsgürtel zu errichten, ist Teil dieser umfassenden militärisch-politischen Strategie.

Eine Folge dieser regionalen und innerkurdischen Konstellationen ist, daß die kurdischen Akteure aus pragmatisch-politischen Gründen primär nicht mehr das Ziel verfolgen, einen kurdischen Nationalstaat zu gründen - auch wenn in ideeller Hinsicht dieser Wunsch noch bestehen mag -, sondern politische Lösungen im Rahmen bestehender Staatsgrenzen anstreben.


4 Vgl. Gürbey, Zur Rolle der Türkei im Nahost-Friedensprozeß, in: Sabine Hofmann/Ferhad Ibrahim (Hrsg.), Versöhnung im Verzug. Probleme des Friedensprozesses im Nahen Osten, Bonn 1996, S. 219-237.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann) Klgn

[6.] Db/Fragment 157 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:49:22 Guckar
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 20-25
Quelle: Gürbey 1998
Seite(n): 42-43, Zeilen: 42: re. Sp. 38-43: li. Sp. 1-7
Die Reaktionen aus dem zivilen Bereich in Form verschiedenen Initiativen, Organisationen und Gruppen wie auch aus der Wirtschaft waren Ausdruck einer zunehmenden kritischen Auseinandersetzung mit dem Kriegzustand [sic] und seinen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen. Eine andere Folge der Kriegsituation [sic] war die Zunahme nationalistischer Tendenzen innerhalb der türkischen Gesellschaft.890

890 Vgl. Gürbey Gülistan: Der Wandel, in: Internationale Politik, 1/98

[Seite 42]

Die Reaktionen aus dem zivilen Bereich in Form von verschiedenen Initiativen, Organisationen und Gruppen wie auch aus der Wirtschaft sind Ausdruck einer zunehmenden kritischen Auseinandersetzung mit

[Seite 43]

dem Kriegszustand und seinen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen. Eine andere Folge der Kriegssituation ist aber auch die Zunahme nationalistischer Tendenzen innerhalb der türkischen Gesellschaft.7


7 Dies zeigt sich u.a. auch im musikalischen und kulturellen Bereich; so gibt es z.B. in der türkischen Popszene einen „nationalistischen“ Pop mit Liedern und Videoclips, die das Türkentum und den Krieg verherrlichen oder sich dem türkischen Soldaten widmen.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann) Klgn

[7.] Db/Fragment 273 43 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:49:57 Guckar
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 43-46
Quelle: Gürbey 1998
Seite(n): 41, Zeilen: li. Sp. 22-31
Die Wurzeln des Kurdenkonflikts in der Türkei liegen in einen [sic] zum Dogma erhobenen Begriff des Nationalstaats und in der konsequenten Ablehnung aller kurdischen Autonomiebestrebungen, die bis in die späten Phasen des Osmanischen Reiches reichen und ausschließlich mit militärischen Mitteln bekämpf [sic] wurden und werden.1571

1571 Vgl. Gülistan Gürbey: Wandel in der Kurdenpolitik? Die Türkei zwischen Dogma und Liberalisierung, in: Internationale Politik, 1/1998, S. 41

Die Wurzeln des Konflikts in der Türkei liegen in einem zum Dogma erhobenen Begriff des Nationalstaats und in der konsequenten Ablehnung aller kurdischen Autonomiebestrebungen, die bis in die späten Phasen des Osmanischen Reiches reichen und ausschließlich mit militärischen Mitteln bekämpft wurden und werden.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet. Für den Leser bleibt im Dunkeln, dass der Inhalt - und das größtenteils wörtlich - aus der Quelle kopiert wurde, ohne auch als wörtliches Zitat ausgewiesen zu werden.

Sichter
(Schumann) Klgn

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