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Quelle:Db/Gumpel 1985

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Werner Gumpel
Titel    Wirtschaftssystem und Wirtschaftsentwicklung
Sammlung    Südosteuropa-Handbuch, Band 4: Türkei
Herausgeber    Klaus-Detlev Grothusen in Verbindung mit dem Südosteuropa-Arbeitskreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Ort    Göttingen
Verlag    Vandenhoeck & Ruprecht
Jahr    1985
Seiten    327-345
ISBN    3-525-36204-8

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Db/Fragment 033 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:18:02 SleepyHollow02
BauernOpfer, Db, Fragment, Gumpel 1985, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 10-14
Quelle: Gumpel 1985
Seite(n): 327, Zeilen: 327:29-33 - 328:1-5
Die Türkei hatte sich in Lausanne verpflichtet, diese Zollvorteile noch bis zum Jahre 1929 beizubehalten, was für den neuen Staat eine erhebliche wirtschaftliche Belastung darstellte. Außerdem hatte sich die Türkei verpflichtet, einen Teil der Schulden des osmanischen Reiches zu übernehmen und zurückzuzahlen.130

Das Fehlen eines einheitlichen Marktes in der Türkei erwies sich besonders nachteilig für die wirtschaftliche Entwicklung. In den Agrargebieten abseits der Städte herrschte weitgehend Subsistenzwirtschaft, es fehlte aber die für das Zustandekommen eines einheitlichen Marktes erforderliche Verkehrsinfrastruktur.131


130 Vgl. Gumpel Werner: Wirtschaftssystem und Wirtschaftsentwicklung, in: Südosteuropa Handbuch, Band IV, Türkei, S. 327

131 Vgl. Gumpel Werner: Wirtschaftssystem und Wirtschaftsentwicklung, in: Südosteuropa Handbuch, Band IV, Türkei, S. 328

[Seite 327]

Ein zweiter wichtiger Schritt, vor allem in Hinblick auf die internationale Anerkennung der neuen Türkei, war die Verpflichtung, einen Teil der Schulden des Osmanischen Reiches zu übernehmen und zurückzuzahlen. Außerdem verpflichtete sich die Türkei in Lausanne, die den europäischen Mächten im Rahmen der Kapitulationen gewährten Zollvorteile noch bis zum Jahre 1929 beizubehalten - ein Zugeständnis, das für den jungen Staat eine erhebliche wirtschaftliche Belastung darstellte.

[Seite 328]

Als besonders nachteilig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung erwies sich das Fehlen eines einheitlichen Marktes. Nicht nur herrschte in den agrarischen Gebieten abseits der Städte weitgehend Subsistenzwirtschaft oder aber Produktion für einen begrenzten Markt, es fehlte auch die für das Zustandekommen eines einheitlichen Marktes erforderliche Verkehrsinfrastruktur.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan)

[2.] Db/Fragment 033 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:27:36 Guckar
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gumpel 1985, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 26-37
Quelle: Gumpel 1985
Seite(n): 328-329, Zeilen: 328:33-43 - 329:1-2
Um die fehlende unternehmerische Initiative zu ersetzen wurden einige Finanz- und Produktionsunternehmen gegründet. Das war die zweite staatliche Maßnahme. Unter ihnen befand sich die türkische Commerzbank (Türkiye Is Bankasi)133 und die türkische Industrie- und Bergbaubank (Türkiye Sanayi ve Madenler Bankasi), die im Jahre 1924 bzw. 1925 gegründet wurden.134

Der Beginn der Industrialisierung der Türkei kann auf das Jahr 1927 datiert werden. In diesem Jahr wurde ein Industrieförderungsgesetz verabschiedet, das zur Errichtung von Industrieanlagen anreizen sollte. Zu den Maßnahmen des Gesetzes gehörten die Landbeschaffung für private Unternehmer, die Förderung des Verkehrswesens, Zollvergünstigungen, die Gewährung der Steuerfreiheit und Subventionen sowie Vorzugsverkäufe gewisser Gegenstände. Im Jahre 1942 wurde das Gesetz wieder abgeschafft.135


133 Atatürk engagierte sich als Miteigentümer der von Celal Bayar gegründeten Is Bankasi, die bis heute eine der größten Geschäftsbanken der Türkei ist. Vgl. Buhbe Matthes: Türkei, S. 53

134 Vgl. Werner Gumpel: Wirtschaftssystem und Wirtschaftsentwicklung, in: Südosteuropa Handbuch, Band IV, Türkei, S.328

135 Vgl. Werner Gumpel: Wirtschaftssystem und Wirtschaftsentwicklung, in: Südosteuropa Handbuch, Band IV, Türkei, S. 328 ff.

[Seite 328]

Die fehlende unternehmerische Initiative sollte also durch den Staat ersetzt werden. Resultat dieser Einsicht war die Gründung einiger Finanz- und Produktionsunternehmen. Unter ihnen befanden sich die Türkische Commerzbank (Türkiye İş Bankası) und die türkische Industrie- und Bergbaubank (Türkiye Sanayi ve Madenler Bankası), die im Jahre 1924 bzw. 1925 gegründet wurden.

Der Beginn der Industrialisierung der Türkei kann mit dem Jahr 1927 datiert werden. In diesem Jahr wurde ein Industrieförderungsgesetz verabschiedet, das zur Errichtung von Industrieanlagen anreizen sollte. Zu den Maßnahmen des Gesetzes gehörten die Landbeschaffung für private Unternehmer, die Förderung des Verkehrswesens, Zollvergünstigungen, die Gewährung von Steuerfreiheit und von

[Seite 329]

Subventionen sowie Vorzugsverkäufe gewisser Gegenstände. Das Gesetz wurde im Jahre 1942 wieder aufgehoben.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Zu Fußnote 133 vgl. Db/Fragment_033_108.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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