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Quelle:Db/Türkei-Jahrbuch 1998

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Titel    Türkei-Jahrbuch des Zentrums für Türkeistudien 1998
Herausgeber    Zentrum für Türkeistudien
Ort    Münster, Hamburg (u.a.)
Verlag    Lit-Verlag
Jahr    1998
ISBN    3-8258-3925-7
URL    http://books.google.de/books?id=-5e9OvAuV9kC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    1


Fragmente der Quelle:
[1.] Db/Dublette/Fragment 180 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-12-04 14:48:05 Klgn
Db, Dublette, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Türkei-Jahrbuch 1998

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 20-31
Quelle: Türkei-Jahrbuch 1998
Seite(n): 65, Zeilen: 5-8, 10-22
Historisch gesehen gab es seit dem osmanisch-persischen Krieg 1514 nie gute oder enge Beziehungen. Seit damals stehen die beiden Länder in der Region in einem Konkurrenzverhältnis zueinander. Obwohl die Türkei und der Iran mit dem Bagdad-Vertrag, dem Militärabkommen (1955), anschließend mit der ökonomischen1011, kulturellen und technischen Organisation CENTO (Central Treaty Organisation) Kooperationspolitik betrieben haben, ist das Konkurrenzverhältnis die Grundkonstante im Verhältnis beider Staaten zueinander geblieben. Eine Verschlechterung der Beziehungen war besonders nach der Machtergreifung Chomeinis zu beobachten. Chomeini war nach der islamischen Revolution darum bemüht, die islamische Revolution auch in die Türkei zu exportieren. Hinter den Attentaten1012 in den 80er und 90er Jahren auf verschiedene linksorientierte und liberale Journalisten in der Türkei wird der Iran vermutet. Andererseits ist der iranischen Führung ein Dorn im Auge, dass [ungefähr 600.000 Chomeini-Gegner oder frühere Anhänger des Schah-Regimes in die Türkei geflohen waren und zum Teil immer noch dort leben.1013]

1011 Am 1. Januar 1986 unterzeichneten beide Länder ein Handelsabkommen über 3 Mrd. $. Ferner wurde eine Kooperation im Bereich der Industrie (besonders Maschinenbau) vereinbart und ein Abkommen über den Lkw-Verkehr geschlossen. Iran versprach der Türkei 5 Mill. t. Erdöl zu einem günstigeren Preis zu überlassen, und die Türkei kündigte an, Iran 300 Mill. t. Stahl zu liefern. Vgl. AdG. 23. Januar 1986, S. 29545

1012 Ein Beispiel: Nach dem Mord an den bekannten Schriftsteller Ugur Mumcu am 24. Januar 1993, bezichtigte die Türkei Iran, anti-türkische, radikale Islamisten zu beherbergen und auszubilden. In: [Nahost-Jahrbuch 1993 und Olson Robert: Turkey ´s Relation with Iran, Syria, Israel and Russia, 1991-2000, Kentucky 2001, S. 21

1013 Vgl. Sen Faruk/Akkaya Cigdem/Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 126]

Historisch gesehen bestanden seit dem osmanisch-persischen Krieg 1514 nie gute oder enge Beziehungen. Seit damals stehen die beiden Länder in der Region in einem Konkurrenzverhältnis zueinander.

[...] Obwohl die Türkei und der Iran bei dem Bagdad-Vertrag und später auch bei dem Cento-Vertrag eine Kooperationspolitik betrieben, die von den USA unterstützt wurde, ist das Konkurrenzverhältnis die Grundkonstante im Verhältnis beider Staaten zueinander. Eine Verschlechterung der Beziehungen war besonders nach der Machtergreifung Chomeinis zu beobachten. Chomeini war nach der islamischen Revolution auch darum bemüht, diese in die Türkei zu exportieren. Hinter den Attentaten, die gegen verschiedene linksorientierte und liberale Journalisten in der Türkei verübt wurden, wird der Iran vermutet. Der iranischen Führung war es immer ein Dorn im Auge, daß ungefähr 600.000 Chomeini-Gegner oder frühere Anhänger des Schah-Regimes in die Türkei flohen und zu einem Teil immer noch dort leben.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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