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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Heidrun Abromeit
Titel    Wozu braucht man Demokratie? Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Jahr    2002
ISBN    3-8100-3350-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    1


Fragmente der Quelle:
[1.] Dcl/Fragment 029 27 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-01-31 20:09:18 WiseWomanBot
Abromeit 2002, Dcl, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 27-36
Quelle: Abromeit 2002
Seite(n): 165, 202, 203, Zeilen: 165: 23 ff.; 202: 27 ff., 36 ff.; 203: 1 f.
Ein solches „fakultatives Referendum“ beinhaltet, dass erst, wenn kein Widerspruch durch die Betroffenen erfolgt, Entscheidungen den Anschein für sich in Anspruch nehmen können, dass alle ihr [sic] zugestimmt hätten. Die Logik des fakultativen Referendums basiert auf dem Minderheitenrecht, dergestalt, dass es diejenigen, die sich von einer Regelung intensiv in ihren Rechten oder Präferenzen beeinträchtigt sehen, gegenüber einer desinteressierten Mehrheit schützt. Hiermit würde das Kongruenzprinzip von Demokratie verwirklicht werden, bei dem Entscheidungsbetroffene und Entscheidungstreffende identisch sind. Der Wesensgehalt von Demokratie, die Beteiligung der Individuen an Entscheidungen, von denen sie betroffen sind, wäre somit erfüllt (Abromeit 2002: 202).

Abromeit, Heidrun, 2002: Wozu braucht man Demokratie? Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie. Opladen: Leske+Budrich.

[Seite 202]

Erst wenn kein Widerspruch seitens der jeweils Betroffenen erfolgt, kann eine gesetzliche Regelung den Anschein für sich in Anspruch nehmen, daß alle ihr zugestimmt hätten haben können.

[...] Hier muß nun noch einmal an die Logik des fakultativen Referendums erinnert werden: Es funktioniert als Minderheitenrecht, und zwar in der Weise, daß es diejenigen, die sich von einer Regelung intensiv in ihren Rechten/Präferenzen beeinträchtigt sehen, gegenüber einer eher desinteressierten Mehrheit schützt. Es ist darum das einzige Mittel, das — zureichende Information vorausgesetzt — in einer hochdifferenzierten Gesellschaft und speziell im Fall sektoral differenzierender

[Seite 203]

Politik eine Kongruenz von Entscheidungsbetroffenheit und Entscheidungsbeteiligung einigermaßen zuverlässig zu garantieren vermag.

[Seite 165]

Der Wesensgehalt von Demokratie ist also die Beteiligung der Individuen an den Entscheidungen, von denen sie betroffen, denen sie unterworfen sind.

Anmerkungen

Die Quelle wird gennannt, aber die angegebene Seitenzahl stimmt in dieser Form nicht. 12 zusammenhängende Wörter werden ohne Kenntlichmachung als Zitat übernommen.

Sichter
(Stratumlucidum)