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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Max Kaase
Titel    Vergleichende Politische Partizipationsforschung
Sammlung    Vergleichende Politikwissenschaft. Ein einführendes Studienhandbuch
Herausgeber    Dirk Berg-Schlosser / Ferdinand Müller-Rommel
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Ausgabe    3., überarb. u. erg. Aufl.
Jahr    1997
Seiten    159-174
Reihe    UTB ; 1391
ISBN    3-8252-1391-9

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Dcl/Fragment 051 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-02-02 05:24:15 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Kaase 1997, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Verdacht auf willkürliche Referenzierung, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 17-19, 22-23
Quelle: Kaase 1997
Seite(n): 162, Zeilen: 13 ff., 21 ff.
Konventionelle Formen von Beteiligung haben eine hohe Legitimitätsgeltung und sind [stark Output-orientiert und] auf institutionalisierte Elemente des politischen Prozesses bezogen. [Sie können sich direkt an die Exekutive richten und versuchen, den administrativen Bereich zu beeinflussen. Unkonventionelle Formen der Beteiligung haben eine geringe Legitimitätsgeltung, sind eher themenorientiert und punktuell und dienen der Verwirklichung der Prinzipien der direkten oder partizipativen Demokratie.] Sie sind nicht notwendigerweise auf institutionalisierte Elemente des politischen Prozesses bezogen, [können sich jedoch auch zu konventionellen Mitteln des politischen Ausdrucks entwickeln (Uehlinger 1988; Kersting 2008).]

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Uehlinger, Hans-Martin, 1988: Politische Partizipation in der Bundesrepublik. Strukturen und Erklärungsmodelle. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Als konventionell werden diejenigen Beteiligungsformen bezeichnet, die mit hoher Legitimitätsgeltung auf institutionalisierte Elemente des politischen Prozesses, insbesondere die Wahl bezogen sind, auch wenn diese Formen selbst nicht institutionalisiert sind. [...] Als unkonventionell werden hingegen alle die Beteiligungsformen bezeichnet, die auf institutionell nicht verfaßte unmittelbare Einflußnahme auf den politischen Prozeß abstellen.
Anmerkungen

Die Quelle wird am Ende des vorigen Satzes referenziert.

Der Inhalt des ersten Satzes wird aus dieser mit einem Zusatz – bei Kersting (2008) wird konventionelle Partizipation als "stark outputorientiert" beschrieben, siehe Fragment 051 18 (kein Plagiat) – übernommen.

Weder bei Uehlinger (1988) noch bei Kersting ist von "hohe[r] Legitimitätsgeltung" bzgl. konventioneller Partizipation die Rede. Auch der Inhalt des letzten Satzes, für den diese beiden Autoren referenziert werden, findet sich bei diesen so nicht.

Uehlinger wird sowohl von Kaase (1997) als auch von Kersting an mehreren Stellen angeführt.

Sichter
(Stratumlucidum)

[2.] Dcl/Fragment 053 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-02-02 05:23:32 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Kaase 1997, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 20-24
Quelle: Kaase 1997
Seite(n): 169, Zeilen: 13 ff.
In diesem Zusammenhang wurde beispielsweise die politische Arena mit römischen Zirkusspielen verglichen und die Kategorien „Gladiatoren“, die sich als Amtsinhaber, aktive Parteimitglieder und Politiker engagieren, „Zuschauer“, die Informationen aufnehmen und sich an Wahlen beteiligen, und „Apathische“, die sich in keiner Weise politisch beteiligen, entwickelt (Milbrath / Goel 1977).

Milbrath, Lester W. / Goel, M. Lal, 1977: Political Participation. How and Why Do people [sic] Get Involved in Politics? Chicago: Randy Mc Nally [sic], 2. neubearb. Auflage.

So kam es zu der Vorstellung einer hierarchisch-pyramidenförmigen Partizipationsstruktur und — neben einem Bereich der politischen Apathie — drei Partizipationstypen: Den Zuschauern, die wählen und auch schon einmal eine Wahlkampfparole auf ihr Auto kleben, den Zwischentypen („transitional activities“), die Wahlveranstaltungen besuchen oder mit Politikern in Kontakt treten, und schließlich den Gladiatoren, die vom Parteimitglied bis zum Politiker reichen (Milbrath 1965: 16-22).

Milbrath, L.W., 1965: Political Participation. Chicago.

Anmerkungen

Den größten Teil des Satzes übernimmt die Verf.in aus der Quelle Kersting (2008), siehe Fragment 053 04.

Von Kaase (1997) scheinen hierbei jedoch die Begriffe "Parteimitglieder" und "Politiker" sowie die Aussage, dass "'Zuschauer'" sich an Wahlen beteiligen, entlehnt zu werden.

Sichter
(Stratumlucidum)